KAMA Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Löchel seit 14.11.2023 | Geschäftsführer |
Jens Martin seit 12.4.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.49% |
| Name | Anteil |
|---|---|
HF Private Debt Fonds, SCSp | 75.10% |
| 8.38% | |
| 5.90% | |
Parvilla III S.L.P | 4.87% |
PARVILLA INVESTISSEMENTS | 3.25% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KAMA GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell Die KAMA GmbH, Dresden (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "KAMA"), entwickelt hochwertige Veredelungsstanzen sowie Falt- und Klebemaschinen für den weltweiten Markt und bietet für Stanz- und Veredelungsprozesse vielseitige und rentable Lösungen für kleine bis mittlere Auflagen im konventionellen Druck und im Digitaldruck an (Geschäftsfeld I). Daneben ist die Fertigung von Bauteilen und Maschinenbaugruppen Gegenstand der operativen Geschäftstätigkeit. Mit hoher Qualität und Termintreue sowie Flexibilität in der Produktion und modernsten Maschinen werden teils selbst entwickelte Baugruppen und Systeme gefertigt (Geschäftsfeld II). Beide Geschäftsfelder bedienen unterschiedliche Segmente in der Graphischen Industrie. Im Geschäftsfeld I werden weltweit Akzidenzdruckereien und Verpackungsmittelhersteller bedient, im Geschäftsfeld II hauptsächlich Kunden im wachsenden Segment der Etikettenfertigung beliefert. Die Kunden im Bereich Akzidenzdruck sind eher mittelständische zumeist inhabergeführte Unternehmen. Die Verpackungsdrucker sind teils große internationale Konzerne, die ihren Platz in der Lieferkette für Pharmazie, Consumer Goods und Food haben. II. Ziele und Strategien Das langfristig-strategische Ziel, Wachstum im Segment "Verpackung / Faltschachtel" zu erreichen, konnte durch die Anstrengungen der letzten Jahre erreicht werden. Einmal mehr war der Bereich Verpackung auch im Geschäftsjahr 2022 das umsatzstärkste Segment. Bezogen auf den Gesamtumsatz erreichte der Umsatzanteil mit reinen Verpackungskunden 31% (VJ: 28%); zusammen mit dem Anteil sogenannter Hybrid-Anwender - Kunden, die sowohl den Akzidenzmarkt als auch den Verpackungsmarkt bedienen - bei denen der Anteil in 2022 bei 12% (VJ: 16%) lag, blieb der Umsatz für Maschinen, die ganz oder teilweise in der Faltschachtel-Verpackungsherstellung eingesetzt werden konstant bei über 40%. Der verbleibende Absatz erfolgte in den Bereichen Akzidenzdruck 28% (VJ: 27%), Services 7% (VJ: 10%) und Systems 22% (VJ: 19%). Zu bedenken ist jedoch, dass die Abgrenzung nicht immer eindeutig ist, denn immer mehr Akzidenzdrucker bieten auch Verpackungen auf der Suche nach Wachstumsmöglichkeiten an. Zu berücksichtigen ist in dieser Betrachtung aber auch, dass diese Aufteilung immer relativ zum Gesamtumsatz zu lesen ist. Grundsätzlich lag im Geschäftsjahr 2022 der Umsatz bei Maschinen in jedem Segment deutlich höher als im Vorjahr. Der geplante Umsatz konnte in diesem Bereich jedoch nicht erreicht werden. Im Segment Services war der Umsatz in 2022 konstant. Das Budget für 2022 konnte erreicht werden. Für den Verpackungsmarkt greift die Strategie, "Lösungen für Kleinauflagen" anzubieten. Immer mehr Verpackungsunternehmen erkennen die Notwendigkeit zu handeln. KAMA bietet eine einzigartige Workflow-Lösung für die komplette Druckweiterverarbeitung. Die Geschäftsführung sieht ein starkes Wachstum in diesem Markt, da der Digitaldruck in diesem Segment erst am Anfang steht und ein stetiges Wachstum zu erwarten ist. Untermauert wird diese Annahme mit dem Umstand, dass neben den bisher etablierten Anbietern im Bereich Digitaldruck für Verpackungen auch neue Player in dieses Marktsegment drängen und im Verlauf des Jahres 2022 neue Lösungen vorstellten. Mit dem neu entwickelten Braille-Modul ist KAMA im hoch anspruchsvollen Markt für die Herstellung von Pharmazieschachteln ebenso gut positioniert. Hier herrschen höchste Anforderungen in puncto Prozess- und Qualitätssicherheit. Dies bietet eine ideale Nische für weiteres Wachstum durch Innovationen. Das Segment Akzidenzdruck befindet sich in einer seit längerem anhaltenden Konsolidierungsphase, die viele Betriebe zur Aufgabe zwingt. Dieser Trend hat sich auch in 2022 weiter gezeigt. Viele Akzidenzkunden suchen Ihre Chance im Verpackungsmarkt. Dieser Umstand bietet für KAMA zusätzliches Potential, da neue Prozessschritte in diesen Unternehmen entsprechende Investitionen nach sich ziehen werden. Der Digitaldruck drängt im Akzidenzdruck immer weiter vor und deckt inzwischen einen stattlichen Marktanteil ab. Dies macht sich vor allem in den Investitionen in neue Drucktechnologien bemerkbar; der Offsetdruck gerät immer stärker unter Druck. Im Digitaldruck werden die bisher führenden Hersteller von Toner-basierenden Digitaldruckmaschinen (HP Indigo, Xerox, Xeikon) von der Inkjet-Technologie und den bekannten und sehr großen japanischen Unternehmen (Canon, Konica-Minolta, Fujifilm, Ricoh) angegriffen. Die auf der Elektro-Photographie basierende Toner-Technologie der oben erwähnten Hersteller ist jedoch nach wie vor führend in der Qualität. Zusammenfassung der KAMA-Strategie: a. Der Akzidenzmarkt konsolidiert sich weiter, KAMA setzt einerseits weiterhin auf die Themen Veredelung sowie Short Runs Produktion und bietet andererseits optimale Lösungen zum Einstieg dieser Drucker in den Verpackungsmarkt. b. Das zukünftige Wachstum wird im Verpackungsmarkt erwartet. Hier bietet KAMA als einziger Anbieter eine komplette "End-to-End Solution" für den Digitaldruck bzw. für kleine und mittlere Auflagen. Das Segment der Pharmazieschachteln soll mit der neu entwickelten AutoBraille-Lösung in den nächsten Jahren weiter erobert werden. c. Die Vernetzung der Maschinen (Industrie 4.0 bzw. Print 4.0) wird ein zentrales Thema, für das KAMA entsprechende Lösungen zur Einbindung in die bestehenden Workflow-Systeme der Kunden oder Partner anbietet. d. Das Geschäftsfeld II trägt konstant ca. 20% zum Umsatz bei und hat Potential für weiteres Wachstum, vor allem auch dadurch, da unsere Hauptkunden im Etikettendruck tätig sind und dieses Marktsegment seit einigen Jahren stark wächst. III. Forschung und Entwicklung Im Berichtsjahr hat KAMA an zehn Produktentwicklungen gearbeitet. Das Projekt mit der höchsten Priorität ist die Neuentwicklung einer Maschine zur digitalen Veredelung, interner Projektname Butterfly. Mit dieser Technologie können Papierbögen "digital" veredelt werden. Dabei wird das bei der heute angewandten Veredelung mit Heißfoile notwendige Klischee nicht mehr benötigt; jeder Bogen kann individuell gestaltet werden. Für KAMA ist diese Entwicklung von großer Bedeutung, da bei diesem Prozess ein speziell entwickeltes Polymer eingesetzt wird. Neben dem klassischen Maschinenverkauf steigt KAMA damit auch in das Geschäft mit Verbrauchsmaterial ein. Im Berichtsjahr konnten große Fortschritte erzielt werden. Die Konstruktion konnte inzwischen weitgehend fertiggestellt werden. Für einzelne Baugruppen wurden externe Konstruktionsbüros beauftragt, um neben deren speziellen Know-How die Entwicklungszeit zu verkürzen. Die anderen Projekte betreffen Neuentwicklungen bestimmter zusätzlicher Funktionen und Komponenten für bestehende Maschinen. Die Entwicklung der Braille-Einheit für die Faltschachtel-Klebemaschine FlexFold 52i verzögerte sich, da die Resultate beim Braille-prägen die Qualitätsanforderungen der Pharmaindustrie nicht ganz erreicht werden konnten. Eine Überarbeitung wurde notwendig; die Fertigstellung ist nun im 1. Quartal 2023 geplant. Einige kleinere Entwicklungsprojekte wurden dagegen zu Gunsten des Projekts "Butterfly" mit niedrigerer Priorität bearbeitet. Die Vernetzung der Maschinen untereinander und mit dem ERP-System des Kunden, kurz Industrie 4.0, bedingt die ständige Weiterentwicklung unserer Job-Manager Software. Bei einigen bestehenden Maschinen wurden Weiterentwicklungen für neue Kundenanforderungen umgesetzt oder angestoßen, z.B. bei ProFold 74 die Versandtaschen Edition. Weiterhin wurden einige Entwicklungen zur Verbesserung der Performance der ProCut 76 in ein neues Release (7.3) gepackt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Entwicklungskosten in Höhe von 457 TEUR (VJ: 137 TEUR) aktiviert. Damit beträgt der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Periode ca. 60%. Die im Berichtsjahr vorgenommenen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betragen 149 TEUR (VJ: 154 TEUR). Darüber hinaus arbeitet die Gesellschaft an zwei Entwicklungsprojekten, die über das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert werden. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland stieg im Jahr 2022 laut Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % (VJ: 2,6 %). Die gesamtwirtschaftliche Lage war vor allem geprägt durch den Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Einflüssen auf die Energiepreise. Die verschärften Material- und Lieferengpässe, der Fachkräftemangel und die andauernde Corona-Pandemie trugen ebenso zum Rückgang des BIP-Wachstums in 2022 im Vergleich zum Vorjahr bei. II. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 13.688 TEUR (VJ: 10.719 TEUR). Dies entspricht einem Anstieg von 27,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Plan wurde jedoch um ca. 4 % verfehlt. Anfang 2022 belebte sich das Geschäft deutlich; der Auftragseingang lag in der 1. Jahreshälfte in jedem Monat über dem Vor-Corona-Geschäftsjahr 2019. Der im Februar durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine ausgebrochene Krieg in Europa und die damit verbundenen Sanktionen gegen den Aggressor bzw. die Folgen der Energiepreisexplosion und steigenden Inflation hatte auf die Projektaktivität und den Auftragseingang keine negativen Auswirkungen. Die termingerechte Abwicklung der Aufträge zeigte sich jedoch als Herausforderung. Neben den bereits bestehenden Engpässen im Bereich Elektronikkomponenten zeigten sich die Auswirkungen des Krieges vor allem bei der Beschaffung von Rohmaterialien (Aluminium, Stahl, Guss) durch stark ansteigende Kosten und lange Lieferzeiten. Dies hatte direkte Auswirkungen auf unsere Lieferzeiten, die bei einigen Produkten zeitweilig auf über 6 Monate anstiegen. Die Absatzentwicklung war in diesem Geschäftsjahr in unseren wichtigsten Marktgebieten weiterhin weitestgehend stabil mit Umsatzanteilen in Deutschland von 24 % (VJ: 24%), in Westeuropa von 27 % (VJ: 28%) und Nordamerika von 17% (VJ: 18%). Sehr erfreulich zeigte sich die Entwicklung in Osteuropa. Mit einem Anteil an unserem Gesamtumsatz im GF I von 12% (VJ: 9%) konnten wir in diesen Ländern trotz der erhöhten Risiken durch den Ukrainekrieg 2022 deutlich zulegen. Die Region Asia/Pac., die auch im Geschäftsjahr 2022 noch stark von den Coronaeinschränkungen betroffen war, blieb mit einem Umsatzanteil von 15% (VJ: 21%) deutlich hinter unseren Erwartungen zurück. Dabei ist anzumerken, dass der Rückgang vor allem durch den Einbruch im chinesischen Markt hervorgerufen wurde und wir in China in diesem Jahr weniger Umsatz erzielten als in den restlichen Ländern in dieser Region. Auch die Aufteilung nach Marktsegmenten blieb in 2022 weitestgehend stabil. Das Segment Packaging war auch in 2022 das für uns wichtigste Bereich mit einem Anteil von 31% (VJ: 28%), Der Akzidenzdruck lag stabil bei 28 % (VJ: 27%). Zusammen mit dem Segment Hybrid, dem wir Umsätze für Maschinen zuordnen, die bei Kunden installiert sind, die sowohl im Akzidenz- als auch im Verpackungsdruck tätig sind, haben wir im Geschäftsjahr 2022 im Geschäftsfeld I einen stabilen Umsatzanteil von 71 % (VJ: 71%). Im Servicebereich blieb der Umsatz auf dem Vorjahresniveau. Der Fachkräftemangel macht sich in diesem Segment am deutlichsten bemerkbar und stand hier einer Steigerung im Wege. Dieses Thema wird uns auch zukünftig begleiten. In 2022 konnten wir bei der Vermarktung unserer Produkte endlich wieder die klassischen Vertriebsmöglichkeiten nutzen und waren auf einigen internationalen Messen direkt oder zusammen mit unseren Distributoren präsent. Das Interesse der Kunden zum persönlichen Austausch war deutlich zu spüren und es konnten dadurch neue Projekte und Aufträge generiert werden. Im gleichen Zuge ließ das Interesse an Online-Vorführungen nach. Diese durch die Pandemie neue entstandene Möglichkeit der Präsentation wird aber auch in Zukunft genutzt werden, und stellt heute einen etablierten, zusätzlichen Kanal der Kundenkommunikation dar. Insgesamt konnte man den Umsatz im Geschäftsfeld I im Vergleich zum Vorjahr um 26 % steigern. Den Plan verfehlten wir dennoch um ca. 5 %. Im Geschäftsfeld II war der Auftragseingang vor allem im 1. Halbjahr überdurchschnittlich hoch, die durch den schwierigen Rohstoffmarkt hervorgerufenen Einschränkungen bzw. die langen Lieferzeiten waren auch hier zu spüren. Vor allem auch durch den Aufbau eines weiteren strategischen Kunden in diesem Bereich konnten wir den Umsatz deutlich auf 3.030 TER (VJ: 2.062 TEUR) steigern und übertrafen unsere Erwartungen um 8,2 %. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges, allem voran die extrem gestiegenen Energiepreise in Europa, die hohe Inflation in unseren wichtigsten Absatzmärkten Europa und USA sowie die andauernden Corona-Einschränkungen in China, machten sich im Herbst bemerkbar und drückten auf die Stimmung und damit auf die Projektaktivität. Der Auftragseingang ging im 2. Halbjahr deutlich zurück. Durch das gute Auftragspolster war die Auslastung bis zum Jahresende trotzdem gut. Obwohl sich die Preissituation an den Rohstoffmärkten wieder deutlich besserte, blieb die termingerechte Versorgung mit Rohstoffen und Zukaufteilen im Geschäftsjahr 2022 ein Dauerthema, welches uns bis zuletzt vor große Herausforderungen in Bezug auf unsere Liefertreue stellte. III. Lage 1. Ertragslage 1. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsätze verteilten sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt auf die Regionen:
Auf die drei Weltregionen teilt sich der Umsatz wie folgt auf:
Verglichen mit anderen Herstellern sind die Produkte von KAMA weltweit wettbewerbsfähig. Die Aufgabe für kommende Geschäftsjahre besteht darin, die Umsatzverteilung so zu steuern, dass die Erlöse in den Regionen gleichmäßiger erwirtschaftet werden. 2. Bestandsänderung und Gesamtleistung Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen erhöhten sich um 403 TEUR (VJ: 302 TEUR) auf 4.200 TEUR (VJ: 3.797 TEUR). Die Bestandsveränderung ist im Wesentlichen auf Bewertungseffekte zurückzuführen. Die um die Provision an Distributoren 259 TEUR (VJ: 237 TEUR) bereinigte Gesamtleistung betrug 14.288 TEUR (VJ: 10.942 TEUR). Die Gesamtleistung enthält dabei Erträge aus der Aktivierung eigener Entwicklungsleistungen in Höhe von 457 TEUR (VJ: 137 TEUR). 3. Materialaufwand Der Gesamtleistung steht der Materialeinsatz von 5.769 TEUR gegenüber (VJ: 4.255 TEUR). Die Materialeinsatzquote betrug im Geschäftsjahr 2022 somit 40 % (VJ: 39 %). 4. Personalaufwand Zum Stichtag beschäftigte das Unternehmen 111 Mitarbeiter (VJ: 105) plus 4 Auszubildende (VJ: 5), im Durchschnitt waren es 107 (VJ: 106) Mitarbeiter sowie 4 (VJ: 5) Auszubildende. Der Personalaufwand liegt bei 4.996 TEUR (VJ: 4.339 TEUR), das ist ein Anstieg von 15 %. Dies ist dadurch bedingt, dass die Inanspruchnahme von Kurzarbeit vollständig beendet wurde. Die Personaleinsatzquote ist im Verhältnis zur Gesamtleistung auf 35,0 % (VJ: 39,6 %) gesunken. Die Ursache liegt in Kostendegressionseffekten begründet. Die Geschäftsführung verfolgte das Ziel, die Löhne auf 85 % des sächsischen Tarifvertrages anzugleichen. Dieses Ziel wurde im Oktober 2020 erreicht. Seitdem folgen Lohn- und Gehaltssteigerungen analog zu den Tarifabschlüssen in der Metall- und Elektroindustrie. Damit sich dies nicht übermäßig stark auf das Ergebnis auswirkt, sind weiteres Wachstum und Steigerung der Produktivität nötig. 5. Sonstiger betrieblicher Aufwand (sbA) Bereinigt um die Provisionen an Distributoren betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2022 2.330 TEUR (VJ: 2.046 TEUR). Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um ca. 11 %. 6. Sonstige betriebliche Erträge (sbE) Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 350 TEUR (VJ: 937 TEUR) beinhalten Fördermittel für Forschung und Entwicklung in Höhe von 189 TEUR (VJ: 159 TEUR), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse von 73 TEUR (VJ: 94 TEUR), anteilige Corona-Beihilfen von 10 TEUR (VJ: 640 TEUR) sowie sonstige betriebliche Erträge von 78 TEUR (VJ: 44 TEUR). 7. Abschreibungen Die Abschreibungen betragen 560 TEUR (VJ: 576 TEUR). Von den Abschreibungen entfallen 149 TEUR (VJ: 154 TEUR) auf die aktivierten Entwicklungsaufwendungen. 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen bzw. Erträge Der betriebsbedingte Zinsaufwand in 2022 beträgt 244 TEUR (VJ: 233 TEUR). Davon entfallen 151 TEUR (VJ: 156 TEUR) auf die KAMA Holding GmbH. Demgegenüber stehen Zinseinnahmen gegenüber verbundenen Unternehmen von 71 TEUR (VJ: 72 TEUR). 9. Ergebnis vor Ergebnisabführung Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt 796 TEUR (VJ: 487 TEUR). 2. Finanzlage a. Kapitalstruktur Der Buchwert des Anlagevermögens beträgt 3.181 TEUR (VJ: 3.152 TEUR); ein Anteil von 52,0 % (VJ: 42,7 %) entfällt auf die aktivierten Entwicklungskosten. Das Anlagevermögen beträgt 61,2 % (VJ: 60,6 %) des Eigenkapitals. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag unverändert 5.197 TEUR. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 36,0 % (VJ: 39,0 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich auf 2.699 TEUR (VJ: 1.793 TEUR) durch stärkere Inanspruchnahme des Kontokorrentkreditrahmens, welche im Wesentlichen zum Aufbau des Vorratsbestands benötigt wurde. Der Bestand an liquiden Mitteln per 31.12.22 betrug 97 TEUR (VJ: 166 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 5.128 TEUR (VJ: 4.820 TEUR). Demgegenüber betrugen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.113 TEUR (VJ: 4.201 TEUR). Der Kontokorrentrahmen beträgt zum Bilanzstichtag 3 Mio. EUR (VJ: 3 Mio. EUR) und ist unbefristet gewährt. Die Beteiligung der stillen Gesellschafter, die auch Mitarbeiter sind, betragen in der Summe wie im Vorjahr 7 TEUR (VJ: 7 TEUR). Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für den Anspruch auf nicht genommenen Urlaub sowie Überstunden, Tantieme und Boni, Nachlaufkosten für Projekte sowie ausstehende Rechnungen. b. Investitionen Der Buchwert des Anlagevermögens erhöhte sich auf 3.181 TEUR (VJ: 3.152 TEUR). Die Zugänge im Anlagevermögen betrugen 590 TEUR (VJ: 237 TEUR). Wie im Forschungs- und Entwicklungsbericht dargestellt, wurden Entwicklungskosten für neue Produkte und für laufende Entwicklungsprojekte in Höhe von 457 TEUR (VJ: 137 TEUR) aktiviert. c. Liquidität Das Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zzgl. Vorräte und geleistete Anzahlungen, abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, abzgl. erhaltene Anzahlungen) ist mit einer Höhe von 6.172 TEUR (VJ: 4.749 TEUR) um +1.423 TEUR bzw. 29,9 % gestiegen. Die Liquidität im Laufe des Jahres war zu jeder Zeit gewährleistet. Der Kapitaldienst wurde jederzeit vertragsgemäß bedient und eine Überziehung der Kreditlinie wurde nicht in Anspruch genommen. Aufgrund der pandemiebedingt sehr großen Unsicherheiten bezüglich des Geschäftsverlaufs wurde im März 2020 ein Antrag auf eine zusätzliche Betriebsmittellinie über 2.750 TEUR bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die durch eine Bürgschaft der Sächsischen Aufbaubank gedeckt wird, beantragt und genehmigt. Diese zusätzliche Kreditlinie musste in 2022 jedoch nicht in Anspruch genommen werden. 3. Vermögenslage Das Vorratsvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.015 TEUR (VJ: 350 TEUR Erhöhung). Aufgrund des effizienten Mahn- und Inkassomanagement konnte die Gesellschaft zum Bilanzstichtag die überfälligen Forderungen niedrig halten. Auf Grund des höheren Umsatzes stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dennoch gegenüber dem Vorjahr um 213 TEUR (VJ: 759°TEUR Erhöhung). Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.099 TEUR auf 14.434 TEUR. 4. Zusammenfassende Darstellung Insgesamt lag die Geschäftsentwicklung auf Grund des aktuellen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes unterhalb des geplanten Budgets. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht III. Prognosebericht Der Krieg in der Ukraine und die daraus entstandenen negativen Einflüsse, allem voran der starke Anstieg der Energiepreise und die anhaltende Inflation, führten bereits im Q4/2022 zu einem negativen Einfluss auf die Projektaktivität auf unseren Hauptabsatzmärkten. Der Auftragseingang nahm vor allem auf unseren Hauptmärkten - Deutschland, Europa und USA - deutlich ab. Das Auftragspolster ging dadurch stark zurück. Da Reisen inzwischen wieder uneingeschränkt möglich sind, erwarten wir in diesem Jahr wieder einen stärkeren Andrang bei Besuchen von Kunden im Werk zur Vorführung / Tests unserer Maschinen. Ebenso hat das Interesse an Messen wieder deutlich zugenommen, so dass wir uns von unseren Messeauftritten in 2023 deutliche positive Impulse erwarten. Die Geschäftsentwicklung in 2023 im Geschäftsfeld I hängt nun stark vom Auftragseingang in den kommenden Wochen ab. Die seit Februar 2023 wieder ansteigende Nachfrage nach Vorführungen und Tests gibt uns Anzeichen, dass die Zurückhaltung der Kunden im Frühjahr nachlässt und die benötigten Investitionen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen getätigt werden. Wir gehen daher in diesem Geschäftsfeld von einem prozentualen Anstieg der Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Bereich aus. Im Geschäftsfeld II sind wir bereits bis weit über die Jahreshälfte voll ausgelastet. Unsere beiden wichtigsten Kunden, die wir hier mit Stanz- bzw. Veredelungsaggregaten, beliefern sind im Bereich Labels aktiv. Im 2022 haben wir hier die 3 Mio. € Marke übertroffen und rechnen für 2023 erneut mit einer deutlichen Steigerung. Auf der Kostenseite werden wir auch in 2023 weiterhin unter Druck stehen. Die stark angestiegenen Kosten bei unseren Zulieferern können aufgrund der Wettbewerbssituation nicht direkt an die Kunden weitergegeben werden. Andererseits ist bei einigen Komponenten eine Substitution nicht bzw. nur mit großem Aufwand möglich und die Alternativen bieten keine deutlichen Vorteile. Insgesamt erwarten wir jedoch einen starken Anstieg des abzuführenden Ergebnisses. IV. Chancenbericht Wir sehen uns sehr gut aufgestellt im Bereich Faltschachtelherstellung und -veredelung für kleine Auflagen. Wir erwarten, dass die Auflagen auch im Faltschachtelbereich zukünftig personalisierter und damit kleiner werden. Der Digitaldruck nimmt auch für den Faltschachtelbereich weiter Fahrt auf und wird dadurch auch für die Druckmaschinenhersteller immer wichtiger. Entscheidend für den Verkaufserfolg ist, dass eine End-to-End Lösung angeboten werden kann und dass unsere Lösungen im Bereich Finishing/Veredelung sehr gut positioniert sind. Wir setzen daher weiterhin auf eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit den allen Digitaldruckmaschinenherstellern, die diesen Markt adressieren und große Investitionen in F&E tätigen. Neben HP-Indigo, mit denen uns schon seit vielen Jahren eine sehr enge Partnerschaft verbindet, werden wir in 2023 mit Fujifilm enger zusammenarbeiten und bauen damit eine weitere strategische Partnerschaft auf diesem Gebiet auf. Als strategischer Partner, betreiben wir gemeinsam mit unserem US-amerikanischen Distributor im HP Experience Center in Alpharetta/USA eine ProCut 76 Foil. Das Interesse dort ist groß und wir sehen diese Investition als eine sehr gute Plattform zur Präsentation unserer Lösung und zur Anbahnung neuer Projekte in Nord-, Mittel- und Südamerika, nicht zuletzt durch die Unterstützung des Vertriebsteams von HP und deren Sales Channel Partnern. Mit der Einführung einer neuen Version unserer Stanz- und Veredlungsmaschine ProCut 76 Foil (Release 7.3) erwarten wir eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch verbesserte Funktionen, wie z.B. das AutoRegister AR3 sowie durch eine noch höhere Zuverlässigkeit der Maschine und weniger Verschleiß. Da auch bei den Herstellern für Pharmaschachteln die Auflagen immer kleiner werden, sehen wir uns mit der neu vorgestellten Braille-Lösung für die FlexFold 52i sehr gut positioniert und hoffen auf den Durchbruch in diesem Segment in 2023. Durch den Kurswechsel in China bei den Coronamaßnahmen erwarten wir eine Belebung des Marktes dort. Die im April in Guangdong stattfindende Print China 2023 wird wichtige Erkenntnisse bringen, ob sich der chinesische Markt für KAMA zurück zu alter Stärke entwickeln wird. V. Risikobericht Das größte Risiko für 2023 sehen wir in den Auswirkungen der anhaltenden und sehr schwer einschätzbaren Entwicklungen aufgrund des Ukraine-Krieges. Vor allem der dadurch entstandene starke Anstieg der Energiepreise und die anhaltende Inflation stellen unsere Kunden vor große operative Herausforderungen; Investitionsentscheidungen werden dadurch verschoben. Die stark angestiegenen Zinsen verschlechtern das Investitionsklima zusätzlich. Die Problematik bei der Verfügbarkeit und den Kosten einiger Komponenten, vor allem im Bereich Steuerungs- und Elektrokomponenten sowie Bedienpanels, hat sich in 2022 nicht entspannt und stellt nach wie vor ein Risiko in Bezug auf Lieferfähigkeit/-treue und Materialkosten dar. Allgemein sind die stark gestiegenen Preise bei Rohmaterial und Zukaufteilen ein Risiko für uns. Als einer der wenigen Hersteller mit deutscher Produktion kämpfen wir am Weltmarkt gegen Wettbewerber mit Produktionsstandorten in Asien (China, Taiwan, Indien) oder Südamerika (Brasilien). Aufgrund des enormen Wettbewerbsdrucks können wir die steigenden Materialkosten nicht 1:1 in unsere Produkte einpreisen. Der Druck auf die Margen wird daher zunehmen. Die Absatzfinanzierung ist nach wie vor eine Herausforderung. International agierende Leasinggesellschaften gibt es kaum noch. Die Absicherungsinstrumente der Bundesregierung sind entweder sehr bürokratisch, verlangen hohe Volumen oder sichern eben die kleinen Kunden von KAMA nur selten ab. Der EUR/USD Kurs bewegte sich in 2022 in einer Bandbreite von 1,11 EUR/USD bis 0,98 EUR/USD (VJ: 1,14 - 1,21 EUR/USD). Nachdem der EUR im Oktober zeitweilig unter 1 USD fiel, zog er gegen Jahresende wieder etwas an. Unsere Absatzchancen in vom USD-Kurs geprägten Regionen bewerten wir durch diese Entwicklung positiv.
Dresden, 27.04.2023 gez. Sauter, Geschäftsführer gez. Pieper, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die KAMA GmbH, Dresden (Amtsgericht Dresden, HRB 25062), hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (2) HGB ihren Jahresabschluss und Lagebericht unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB und der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und "Davon-Vermerke" in diesem Anhang gemacht. Der aktuelle Jahresabschluss ist der des Geschäftsjahres 2022 (01.01.2022 - 31.12.2022). II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die selbst geschaffenen und nach § 248 Abs. 2 HGB aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt ab Fertigstellung der Produkte über die voraussichtliche Produktlebensdauer von sechs Jahren. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis fünf Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu 800 EUR werden im Anschaffungsjahr sofort voll abgeschrieben. In die Herstellungskosten für die selbst erstellten Anlagen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches sowie anteilige Abschreibungen einbezogen. Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Die Abschreibungen werden seit 2008 nach der linearen Methode gerechnet. Zuvor wurden bewegliche Anlagegüter überwiegend zunächst degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung für die bis 2007 angeschafften Vermögensgegenstände erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt. Die Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bilanziert. Für nicht gängige Bestände sind angemessene Wertabschläge vorgenommen worden. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Produktionsbereich entfallen, einbezogen. Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden in Anwendung von § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Erhaltene Investitionszuschüsse für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden in einen Sonderposten für Zuwendungen eingestellt. Dieser wird über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst. Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung bei Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufteilung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang beigefügt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Im Berichtsjahr wurden selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände (Entwicklungskosten) in Höhe von 457 TEUR (VJ: 137 TEUR) aktiviert. Die Abschreibung erfolgt ab Fertigstellung über die Produktlebensdauer von 6 Jahren. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betragen 757 TEUR (VJ: 158 TEUR). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Gesellschafter und haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich kurzfristig fällig. 3. Eigenkapital Das Eigenkapital weist eine unveränderte Höhe aus. Dies resultiert aus dem mit Wirkung zum 1. Januar 2019 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit dem Mutterunternehmen, der KAMA Holding GmbH, Dresden. Der ausschüttungs- bzw. abführungsgesperrte Betrag i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB beträgt 1.653 TEUR (VJ: 1.345 TEUR). 4. Sonderposten für Zuwendungen Der Sonderposten wurde für erhaltene Investitionszuschüsse für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gebildet und wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst. 5. Stille Beteiligung Einzelne Arbeitnehmer der KAMA sind als stille Gesellschafter am Unternehmenserfolg der Gesellschaft beteiligt. Die stillen Beteiligungen in Höhe von insgesamt 7 TEUR (VJ: 7 TEUR) wurden von den Arbeitnehmern im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsmodells der Gesellschaft gewährt. Die Laufzeit ist unbefristet. Die Arbeitnehmer erhalten als feste Vergütung 4,0 % p. a. auf die geleistete Einlage sowie ein gewinnabhängiges Entgelt, das zwischen 0 % und 15 % variiert. 6. Rückstellungen
Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen wurde für Lieferungen und Leistungen gebildet, die erst ab dem 1. Januar 2023 als Verbindlichkeit gebucht wurden, jedoch dem Geschäftsjahr 2022 zuzuordnen sind. Die aufgelaufenen Überstunden sowie der ausstehende Urlaub zum Bilanzstichtag wurden mit dem Bruttoarbeitsentgelt für die betreffenden Mitarbeiter zuzüglich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung bewertet. 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: • Grundpfandrecht am Produktionsgebäude, Globalzession, Ausfallbürgschaft, Sicherungsübereignung der Maschinen und Anlagen (Anlagevermögen) sowie der Vorräte, • Sicherungsübereignung von Mietkaufgütern. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen. Die am Bilanzstichtag ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 47 TEUR (VJ: 48 TEUR). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen am Bilanzstichtag 8 TEUR (VJ: 21 TEUR). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde entsprechend der Abschreibungen der bezuschussten Wirtschaftsgüter im Berichtsjahr in Höhe von 73 TEUR (VJ: 94 TEUR) aufgelöst. Die Auflösung des Sonderpostens wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Aufwandszuschüsse in Höhe von 220 TEUR (VJ: 163 TEUR), Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 31 TEUR und Corona-Beihilfen in Höhe von 10 TEUR ausgewiesen. 2. Zinsen und ähnliche Erträge Unter den Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen von 71 TEUR (VJ: 72 TEUR) ausgewiesen. 3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden Aufwendungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 151 TEUR (VJ: 156 TEUR) ausgewiesen. 4. Steuern Unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" werden keine Werte ausgewiesen. Mit der KAMA Holding GmbH wurde ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Dadurch erfolgt die steuerliche Gewinnermittlung auf der Ebene des Mutterunternehmens. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 8.091 TEUR, welche sich ausschließlich auf Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens beziehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird derzeit als gering eingeschätzt. Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr im Durchschnitt 71 gewerbliche Mitarbeiter und 36 Angestellte (VJ: gesamt: 106). Daneben bestanden noch durchschnittlich 4 Ausbildungsverhältnisse (VJ: 5). 3. Organe der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2022 waren zur Geschäftsführung bestellt:
Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Sie betragen insgesamt 599 TEUR (VJ: 1.356 TEUR). Davon fallen 202 TEUR im Jahr 2023 und 397 TEUR im Zeitraum von 2024 bis 2028 an. 5. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentlicher finanzielle Auswirkungen haben.
Dresden, 27.04.2023 gez. Sauter, Geschäftsführer gez. Pieper, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.06.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KAMA GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KAMA GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KAMA GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - / falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht,/ aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass / aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten/höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da Verstöße betrügerisches/dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses/Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger / bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 27. April 2023 Kästner, Wirtschaftsprüfer Rogoll, Wirtschaftsprüfer |
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