CS Wismar GmbH
An der Westtangente 1, 23966 Wismar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Pawlik seit 10.12.2021 | Geschäftsführer |
Rüdiger Drewes seit 18.2.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CS Wismar GmbHWismarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A Grundlagen Die CS Wismar GmbH, Wismar, ist ein Solarmodulhersteller und produziert sowohl unter dem eigenen Markennamen "Sonnenstromfabrik" als auch Fremdmodule im Auftrag für andere Solarmodulhersteller. Unsere primären Absatzmärkte sind Deutschland, Frankreich, Benelux und Skandinavien. Das Produktangebot umfasst gerahmte und ungerahmte Glas/Glas Module, gerahmte Standardmodule im Glas/Folie Design sowie Spezialmodule wie Low Carbon Module, und Indachmodule. Die besondere Stärke der Sonnenstromfabrik sind ihre, gegenüber herkömmlichen Solarmodulen, wesentlich langlebigeren Glas/Glas Module der Serie "Excellent Glass/Glass" und zukünftig "Diamond". Die Sonnenstromfabrik produziert auf hochmodernen, automatisierten Produktionsanlagen. Für die Glas/Glas und Spezialmodule hat das Entwicklerteam der Sonnenstromfabrik eigene maschinentechnische Lösungen für eine gleichbleibend hohe Qualität und Prozesssicherheit entwickelt. Der gesamte Produktionsprozess wird umfassend überwacht. Die Vormaterialien und Module werden weitreichenden Tests unterzogen. Die Ursprünge des Modulwerkes der Sonnenstromfabrik reichen rund 25 Jahre zurück und haben sich in dieser Zeit etabliert. Kennzahlen aus den letzten 25 Jahren Produktion unterstreichen dies sehr deutlich. 2006 übernahm die Centrosolar Group AG das Werk. 2008 und 2011 erfolgte der Neubau am heutigen Standort. Seither wurde das Werk mehrmals modernisiert. 2016 startete die CS Wismar GmbH den Betrieb. Die CS Wismar GmbH ist ein Tochterunternehmen des Centrotec Konzerns. Nachhaltigkeit in der Herstellung der Solarmodule ist ein zentraler Anspruch der Sonnenstromfabrik. Als eines der ersten Unternehmen hat die Sonnenstromfabrik ihre CO 2 Bilanz maximal optimiert und durch Certisolis zertifiziert. Produkte der Sonnenstromfabrik überzeugen durch eine CO 2 -Bilanz, weiter unter den Werten seiner Mitbewerber. Als finanzielle Leistungsindikatoren werden bei CS Wismar GmbH insbesondere der Umsatz sowie das EBIT herangezogen. B Geschäftliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliches Umfeld Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort (Quelle Statistisches Bundesamt (DESTATIS)). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte (Quelle Statistisches Bundesamt (DESTATIS)). Die Rahmenbedingungen in der Photovoltaikbranche waren in 2023 durch eine Verdoppelung des inländischen Absatzes von Photovoltaiksystemen und Solarstromspeichern geprägt (Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. vom 19. Juni 2024). Im Jahr 2023 wurden in Deutschland laut Bundesnetzagentur neue Solaranlagen mit 14,1 Gigawatt Leistung installiert - fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Das deutliche Wachstum der Solarbranche ist dabei auch durch die Corona-Pandemie und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, verbunden mit der hieraus resultierenden Energiekrise, begründet. Trotz der gestiegenen Nachfrage kam es im deutschen und europäischen Photovoltaik-Markt seit Mitte des Berichtsjahres zu einem teilweise mehr als 50%-tigen Preisverfall (Quelle: Solarserver u. pvXchange), verglichen mit dem Jahresbeginn, ausgelöst durch die zu Dumpingpreisen angebotenen - meist chinesischen - Produkte. Infolge des Verdrängungswettbewerbs aus China und dem damit einhergehenden Preisverfall für Solarmodule stehen europäische Modulhersteller zunehmend vor Herausforderungen. C Geschäftsverlauf Die bereits in den Vorjahren eingeleiteten und laufend fortgeführten Maßnahmen zum strategischen Ausbau des europaweiten Vertriebs an Solargroßhändler wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt. Gleichzeitig hat sich ab dem 2. Halbjahr der Markt drastisch verschlechtert im Vergleich zum Vorjahr. Hierdurch hat sich die im Berichtsjahr abgesetzte Gesamtmenge deutlich reduziert. Die in Deutschland abgesetzte Menge hat sich im Vergleich zum Vorjahr um etwa 29% auf absolut 46,2 MWp reduziert. In Frankreich hat sich das Absatzniveau mit ca. 4,9 MWp um mehr als die Hälfte reduziert. Einen weiteren starken Umsatzrückgang hatte die Region Benelux zu verzeichnen, hier konnte eine Menge von 8,6 MWp realisiert werden. Auch in Österreich konnte die Vorjahresmenge nicht erreicht werden, ca. 4,8 MWp wurden abgesetzt. Die vorstehend genannten Regionen machten im abgelaufenen Jahr ca. 80% des Absatzvolumens aus. Weitere Umsätze wurden u.a. in der Schweiz, Skandinavien und Südeuropa erzielt. Insgesamt betrug die abgesetzte Menge ca. 75 MWp nach ca. 115 MWp im Vorjahr. Die Vertriebsstrategie bleibt weiterhin, Großhandel und größere Installationsbetriebe mit umsatz- (und z.T. auch margen-) abhängig vergüteten Handelsvertretern in den Kernmärkten zu bedienen. In diesem Bereich hat sich der Anteil der eher herkömmlichen Glas-Folien Module verringert, während sich der Anteil der langlebigeren Glas-Glas Module erhöht hat. Zum anderen werden auch weiterhin Speziallösungen (kundenspezifische Module, Module für die Dachintegration, Fassadenmodule, Module die im Vergleich zu Modulen aus chinesischer Produktion mit besonders niedrigem CO 2 -Fußabdruck) verkauft. Diese Strategie ermöglicht, einen im Marktvergleich höheren Margenanspruch am Markt durchzusetzen. Neben den "Premium-" und "Spezialisierungseffekten" kann in den Folgejahren durch die Nähe zum Markt Europa am Standort Deutschland auch erwartet werden, dass sich logistische Vorteile gegenüber den chinesischen Herstellern mehr und mehr positiv auswirken, zumal wenn die durch den fortschreitenden technischen Fortschritt weiter sinkenden Kosten des eigentlichen Solarmoduls zunehmend an Bedeutung verlieren. In 2023 konnte der Umsatz durch den Preis- und Absatzverfall in der 2. Jahreshälfte nicht wie geplant gesteigert werden und fiel auch unter das Vorjahresniveau. Im Berichtsjahr wurde ein EBIT von TEUR 1.040 (Vorjahr: TEUR 2.981) erzielt und damit das Ziel eines höheren EBITs nicht erreicht. Hier wirkte sich allerdings eine aufgrund gefallener Einkaufspreise nötige Rohstoffabwertung stark aus. Bereinigt um diese Größe stieg der EBIT aus der operativen Tätigkeit allerdings deutlich um 2.382 TEUR. Zusätzlich wurden Kostenoptimierungsmaßnahmen begonnen wie z.B. durch den Abbau von Zeitarbeitern. Dementsprechend ist das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 für die CS Wismar GmbH zufriedenstellend verlaufen. D Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr beliefen sich auf 37.429 TEUR und sanken somit im Vergleich zum Vorjahr um 23 %. Hier wirkte sich das niedrigere Absatzvolumen von rd. 115 MWp im Vorjahr auf nunmehr 75 MWp (-35 %) aus. Im Jahresverlauf sanken die Preise im Q3/Q4 2023 durch den massiven Preisverfall infolge der globalen Überproduktion und dem daraus resultierenden Verdrängungswettbewerb. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen durch Auflösung einer Rückstellung eines Gewährleistungseinzelfalles sowie Erträge aus Wechselkursdifferenzen. Der Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und Materialaufwand) sank von 13.600 TEUR auf 12.213 TEUR. Durch die hohen Verkaufspreise insb. in der ersten Jahreshälfte konnte der Rohertrag im Verhältnis zum Umsatz aber von 28% auf 33% gesteigert werden. Der Bestandsaufbau resultiert aus einem Beschaffungskontrakt, dem eine zum Jahresende deutlich geringere Nachfrage gegenübersteht. Die Veränderung der Materialaufwandquote ist auf insgesamt rückläufige Beschaffungspreise im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die Personalkosten blieben im Wesentlichen unverändert. Die Abschreibungen des Vorjahres beinhalteten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 770 TEUR, planmäßige Abschreibungen veränderten sich nicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.732 TEUR gesunken, dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Zeitarbeiter zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen sind um 205 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen durch die Inbetriebnahme einer über Finanzierungsleasing erworbenen Produktionslinie sowie durch das gestiegene allgemeine Zinsniveau für die laufenden Kreditlinien. Zusammenfassend lässt sich somit zur Ertragslage festhalten, dass die CS Wismar weiterhin auskömmliche Margen erzielen konnte. Allerdings musste durch die gefallenen Einkaufspreise insbesondere im letzten Quartal 2023 der Bestand an Rohstoffen um 4.282 TEUR abgewertet werden. Dieser Effekt führte zu einer im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren operativen Maßzahl EBIT von 1.040 TEUR nach 2.981 TEUR im Vorjahr. Nach allen Aufwendungen erzielte die CS Wismar GmbH daher auch einen im Vergleich zum Vorjahr um 75 % niedrigeren Jahresüberschuss von 486 TEUR. E Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3.455 TEUR bzw. 14,9 % auf 26.582 TEUR. Der Anstieg entfällt auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die deutlich gestiegenen Vorratsbestände sowie höhere flüssige Mittel. Auf der Passivseite erhöhten sich vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Modernisierung am Standort wurde weiter vorangetrieben. Von den im Vorjahr bestellten und angezahlten zwei Fertigungslinien wurde eine Linie in Betrieb genommen. Die zweite Linie wird in 2024 betriebsbereit sein. Die weiteren Investitionen beschränkten sich auf Investitionen im Anlagevermögen und Anschaffungen von Hard- und Software. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 305 TEUR auf 5.672 TEUR, wobei planmäßigen Abschreibungen von 551 TEUR Anlagenzugänge von 857 TEUR gegenüberstehen. Die Anlagenintensität (gemessen an der gestiegenen Bilanzsumme) verminderte sich von 23,2 % im Vorjahr auf 21,3 % im Berichtsjahr. Das Vorratsvermögen ohne geleistete Anzahlungen stieg um 7.478 TEUR auf 18.671 TEUR an, wobei der wesentliche Anteil auf Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe entfällt. Grund ist der gesunkene Absatz im 2. Halbjahr 2023. Durch eine stichtagsbedinge hohe Vorauszahlung an einen Zelllieferanten im Vorjahr sanken die Anzahlungen auf Vorräte wieder von insgesamt 3.851 TEUR auf 46 TEUR, auch begründet durch den ausreichenden Lagerbestand. Die Kundenforderungen sanken um 1.193 TEUR. Hierbei wirkte sich der niedrigere Umsatz im Geschäftsjahr aus. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war stets vorhanden und war auch aufgrund der bestehenden Kreditlinien jederzeit gewährleistet. Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 786 TEUR aufgrund des um die nicht zahlungswirksame Rohstoffabwertung gestiegenen EBITDA, sowie der höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Eigenkapitalquote sank, gemessen an der deutlich gestiegenen Bilanzsumme, von 32 % im Vorjahr auf 24 %, einerseits aufgrund des niedrigeren Jahresüberschusses als auch durch eine Dividendenauszahlung in Höhe von 1.600 TEUR. Auf der Passivseite sanken die Steuerrückstellungen um 640 TEUR aufgrund des geringeren Jahresergebnisses. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 1.062 TEUR ist mit 812 TEUR hauptsächlich auf geringere Gewährleistungsrückstellungen zurückzuführen, nachdem ein Einzelfall mit dem Kunden gelöst werden konnte. Ebenfalls rückläufig entwickelten sich umsatzbedingt die Rückstellungen für Kundenboni sowie ergebnisbedingt für Mitarbeiterboni. Es bestehen zwei Rahmenkreditlinien in Höhe von jeweils 5.000 TEUR, die aktuell in Höhe von 7.203 TEUR genutzt werden. Zum 31. Dezember 2023 bestehen freie Kreditlinien von 2.797 TEUR (Vorjahr: 2.913 TEUR). Die Linien sind bis auf weiteres gewährt. Außerdem wurden zur Finanzierung der Verbindlichkeiten aus Rohstoffeinkäufen gegenüber verbundenen Unternehmen in 2024 noch zwei kurzfristige Darlehen bei Tochtergesellschaften des Centrotec-Konzerns über insgesamt 8.700 TEUR vereinbart. Um die Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern jederzeit sicherzustellen, hat sich die Muttergesellschaft, die Centrotec SE, im Rahmen einer Patronatserklärung dazu verpflichtet, zusätzliche Mittel in Höhe von bis zu 5.000 TEUR bis zum 30.9.2025 zur Verfügung zu stellen. Die CS Wismar geht derzeit allerdings davon aus, diese Mittel nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 376 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen resultieren aus einem Rohstoffliefergeschäft mit einer Schwestergesellschaft. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten sanken die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten durch planmäßige Tilgung um 314 TEUR. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens- und Finanzlage vor dem Hintergrund der aktuellen Branchenentwicklung zusammenfassend als gut. F Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Risikomanagementsystem CS Wismar kontrolliert, bewertet und steuert mit Hilfe eines Risikomanagementsystems. In wöchentlichen Sitzungen der Geschäftsleitung werden erkannte Risiken und Maßnahmen besprochen. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen werden dabei regelmäßig auf Umsetzung und Wirkung geprüft. Die Geschäftsführung verfolgt grundsätzlich eine vorsichtsbetonte Unternehmensstrategie und meidet unkontrollierbare Gefährdungspotentiale. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagement des CENTROTEC-Konzerns eingebunden. Neben diesem internen System werden daher alle Instrumente des Risikomanagements der CENTROTEC-Gruppe angewendet. Dazu zählen diverse Reports wie Umsatzstatistiken, Monatsreports, Managementletter etc., die auch Gegenstand des laufenden Reportings an den Verwaltungsrat und an das zentrale Controlling sind. Chancen- und Risikobericht Dank der gesunkenen Kosten für Solarstrom, welcher nunmehr als preisgünstigste Stromerzeugungstechnologie weltweit anerkannt ist, sind die politischen Risiken, die sich in Form von Schwankungen in der Solarförderung in der Vergangenheit durchaus materialisiert haben, gesunken. Gleichwohl bleiben weiterhin die politischen Rahmenbedingungen und Regulierungen ein erhebliches Risiko aber auch Chancenfaktor. Die ambitionierten Klimaschutzziele in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern, sowie die stetig steigenden Ausbauziele für Erneuerbare Energien wirken sich positiv aus. Im Mai 2024 trat das "Solarpaket I" in Kraft, mit dem die deutsche Bundesregierung die Installation und Nutzung von Photovoltaik-Anlagen und die Nutzung der Solarenergie deutlich vereinfachen und entbürokratisieren will. Der »Net Zero Industry Act« der Europäischen Union soll gewährleisten, dass für den Klimaschutz bedeutende Industrien nicht aus Europa verschwinden, wobei weitere Maßnahmen noch umzusetzen bzw. zu konkretisieren sind. Das Ausfallrisiko durch wesentliche Kunden ist dadurch verringert, dass die Kundenforderungen durch Warenkreditversicherungen versichert sind und häufig das Risiko mittels Anzahlungen bei Bestellung des Kunden minimiert wird. Weitere Risiken bestehen in einer möglichen Verschlechterung des Zahlungsverhaltens unserer Kunden. Eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten, die strukturellen Veränderungen in der Energiebranche, sowie Probleme mit Lieferketten können die Liquidität und damit die Zahlungsfähigkeit unserer Kunden negativ beeinflussen. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen sehen wir das Risiko von Forderungsausfällen als gering an. Ein weiteres Risiko besteht in der Rohmaterialbeschaffung. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung werden Lieferengpässe bei Produkten aus aller Welt aufgrund des Krieges in der Ukraine und den daraus resultieren Unsicherheiten vermehrt wahrgenommen. Aufgrund der anhaltenden Konflikte im Roten Meer bzw. im Nahen Osten kann es zu verlängerten Lieferzeiten kommen, was potenzielle Auswirkungen auf unsere Lieferkette haben könnte. Diesem Risiko begegnen wir durch vorausschauende Planung und Lagerhaltung. Entsprechend stufen wir derzeit dieses Risiko als gering ein. Auch besteht weiterhin die Gefahr von Energiepreis- sowie Materialpreissteigerungen aufgrund Rohstoffknappheit sowie geopolitischen Unsicherheiten. Grundsätzlich kann im Bereich der Informationstechnologie nicht ausgeschlossen werden, dass Probleme mit bestehenden Systemen oder durch künftige Erweiterungen der bestehenden Systeme auftreten oder Systemausfälle zu Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs führen. Zur Begrenzung dieser Risiken werden Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen im IT-Bereich angewandt. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die Risiken durch Cyberkriminalität enorm an Bedeutung gewonnen haben. Die Gesellschaft achtet im Rahmen ihrer IT-Strategie auf ein ausgewogenes Maß an Nutzung moderner IT- Lösungen und Erhalt der vollständigen Kontrolle über die zentralen, für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Geschäftsdaten, um dieses als hoch einzustufende Risiko zu begrenzen. Für 2024 muss mit einem anhaltend volatilen Umfeld gerechnet werden. Die Entwicklung auf den Devisenmärkten sowie die zukünftige Zinsentwicklung bleiben schwer zu prognostizieren, sodass sich hier kurzfristig Risiken ergeben können. Ein weiterer Anstieg des Zinsniveaus ist nicht zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über bedeutende Chancen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die daraus resultieren Energieversorgungsunsicherheiten führen zu einem Umdenken in der Energiebeschaffung. Hier ist vor allem der langfristige Trend zu nennen, dass aufgrund der stark gesunkenen Preise bei gleichzeitig stark gestiegener Leistung Solarstrom zu der preisgünstigsten Stromerzeugungsform geworden ist. Daher ist zu erwarten, dass vor allem im Bereich der privaten und kleineren kommerziellen Solaranlagen eine nachhaltige, von staatlicher Förderung zunehmend unabhängige Nachfrage nach Solaranlagen für den Eigenbedarf entwickelt. Fallende Speicherkosten und zunehmend "smartere" Steuerungen werden diesen Trend noch verstärken. Die Investitionskosten für das Solarmodul machen aufgrund der gesunkenen Preise nur noch weniger als ein Drittel der typischen Investitionskosten bei solchen Anlagen aus. Soweit Speicher eingesetzt werden, ist der Anteil nochmals geringer. Der Kostennachteil gegenüber asiatischen Anbietern wird also weniger bedeutend. Als Qualitätshersteller mit besonders langlebigen Produkten soll das Qualitätsargument weiterhin ausgespielt werden. Dieses dürfte im gehobenen Marktsegment die Absatz- und Werterzielungschancen in Zukunft erhöhen. Kurzfristig ergeben sich bedeutende Absatzchancen in unseren Kernmärkten, nachdem sich die Marke "Sonnenstromfabrik" nunmehr über viele Jahre immer weiter etabliert hat. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation Trotz der verschärften Netto-Risikoposition, insbesondere aufgrund des anhaltenden Verdrängungswettbewerbs durch chinesische Hersteller und dem damit verbundenen Preisverfall, einhergehend mit einer weiterhin unklaren politischen Positionierung in Deutschland und in der Europäischen Union, bestehen aus Sicht der Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken. Die bereits im Berichtsjahr ergriffenen Kosteneinsparungsmaßnahmen werden im Folgejahr fortgesetzt; darüber hinaus ist die Liquidität in den kommenden 12 Monaten ab Aufstellungszeitpunkt durch freie Kreditlinien sowie eine Patronatserklärung der CENTROTEC SE gesichert. G Ausblick Erwartete gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Eine Prognose für die weitere Konjunkturentwicklung ist aufgrund der weltwirtschaftlichen Situation (Inflation, Ukraine- und/oder Israel-Konflikt, Lage in China und Taiwan) weiterhin unsicher. Laut Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz wird mit einem Wachstum des BIP von 0,2 % in Deutschland und +0,9 % in der Eurozone gerechnet (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht des BMWK vom 28. Mai 2024). Nach der Verdoppelung des deutschen Solarmarktes im vergangenen Jahr rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. auch 2024 mit einem weiteren Wachstum. Die neu installierte Leistung von Solarstromanlagen (Photovoltaik) in Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich im zweistelligen Prozentbereich wachsen (Pressemeldung vom 2. Januar 2024). Auch in den anderen europäischen Ländern ist eine steigende Nachfrage nach Photovoltaik zu erwarten. So geht SolarPower Europe für das Jahr 2024 von einem Zubau innerhalb der Europäischen Union in Höhe von 62 Gigawatt nach einem Zuwachs von 56 Gigawatt in 2023 aus. Der für uns bedeutendste Solarmarkt Deutschland wird dabei insbesondere durch drohende Preissteigerungen für Strom infolge der Streichung des Zuschusses der Bundesregierung für die Netzengelte, die Einführung von Solarpflichten für bestimmte Gebäudearten in verschiedenen Bundesländern sowie das zum 1. Januar 2024 in Kraft getretene Solarpaket 1 positiv beeinflusst. Innerhalb der Europäischen Union können sich aus den verschiedenen Initiativen der Europäischen Komission, z.B. dem vorgeschlagenen Net-Zero Industry Act, weitere positive Effekte ergeben. Der Planung für das Geschäftsjahr 2024 liegen aufgrund der weiterhin hohen Überbestände aus chinesischer Produktion eine gegenüber dem Berichtsjahr deutliche Reduzierung der Absatzmenge sowie der Verkaufspreise zugrunde. Allerdings ist zu erwarten, dass die Modulpreise mittelfristig wieder steigen werden, sobald die Nachfrage aufgrund steigender Strompreise zunimmt. Darüber hinaus ist das prognostizierte Ergebnis 2024 von der Fortführung der bereits begonnenen Kosteneinsparungsmaßnahmen abhängig. Prognosebericht Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 bei einer weiteren deutlichen Reduzierung der abgesetzten Menge und der im Vergleich zum Vorjahr erwarteten niedrigeren Verkaufspreise einen Rückgang der Umsatzerlöse um ca. 75 % auf TEUR 8.500 bis TEUR 9.500. Für das EBIT gehen wir aufgrund der vorab beschriebenen erwarteten Entwicklungen von einem negativen Betrag von TEUR - 3.900 bis TEUR - 4.900 aus. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft Vor dem Hintergrund der dargelegten Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung der Weltwirtschaft und der Solarbranche gehen wir für die CS Wismar im Geschäftsjahr 2024 von einer negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus. Aufgrund der im Berichtsjahr begonnenen und in 2024 fortgeführten Kosteneinsparungsmaßnahmen sowie der in den Folgejahren erwarteten Erholung der Nachfrage- und Preissituation für Photovoltaik-Module in Europa erwarten wir mittelfristig eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.
Wismar, den 13. September 2024 Rüdiger Drewes, Geschäftsführer Alexander Tesch, Geschäftsführer Bernhard Pawlik, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang zum Jahresabschluss 2023A ALLGEMEINE HINWEISE Der Jahresabschluss der CS Wismar GmbH, Wismar, wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 gemäß §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 1 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. In Anwendung des § 284 Abs. 1 HGB sind Vermerke zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gesondert erläutert. Von den eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß § 288 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Die CS Wismar GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Schwerin unter HRB 12383 eingetragen. B BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet. Es wird nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Abnutzbares Sachanlagevermögen wird nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear oder nach Leistung abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR (bis 2017: zwischen 150 EUR und 1.000 EUR) werden in einem Sammelposten im Sachanlagevermögen aktiviert. Die Auflösung dieses Sammelpostens erfolgt linear über fünf Jahre. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die als Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltiger Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. In den Vorräten werden die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung notwendiger Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB angesetzt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Alle im Vorratsvermögen erkennbaren Risiken, die sich z. B. aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit, niedrigeren Wiederbeschaffungskosten und niedrigeren erzielbaren Verkaufspreisen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand der sogenannten FiFo-Methode (First in - first out). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand) sind zum Nominalwert bilanziert. Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind mit ihrem Erfüllungsbetrag, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die Laufzeiten (Geltendmachung von Garantieleistungen ab Umsatzzeitpunkt) anhand einer Analyse der Garantiefälle der vergangenen drei Geschäftsjahre berücksichtigt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Bewertung der erhaltenen Anzahlungen erfolgt zum Nennwert. Posten in Fremdwährung werden mit den Kursen am Tag der Entstehung bewertet und mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gemäß § 256a Satz 2 HGB sind bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 S. 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht anzuwenden. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip beachtet. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. C Erläuterungen zur Bilanz und GuV 1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Es handelt sich um entgeltlich erworbene Software. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren linear abgeschrieben. 2. Sachanlagen
Im Geschäftsjahr wurde eine neue Produktionslinie in Betrieb genommen, die mittels Finanzierungsleasing finanziert wurde. Die weiteren Zugänge betreffen im Wesentlichen den Ausbau und die Verbesserung der Produktionsmaschinen. Die Sachanlagen werden über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Im Vorjahr wurden veraltete Produktionsanlagen um 770 TEUR außerplanmäßig abgeschrieben. 3. Finanzanlagen
Bilanziert ist hier die 100%-ige Tochter CS Wismar France SAS, 73 rue Francois Mermet, 69160 Tassin La Demi Lune, Frankreich. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 50.000 EUR (Vorjahr 50.000 EUR), das Jahresergebnis 2023 beläuft sich auf 13.758 EUR (Vorjahr 6.571 EUR) bei einem Eigenkapital in Höhe von 97.076 EUR (Vorjahr 82.924 EUR). 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie auch im Vorjahr, eine Laufzeit von unter einem Jahr. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Wirtschaftsjahr 0 TEUR (Vorjahr 10 TEUR) wertberichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von 502 TEUR (Vorjahr 372 TEUR). Zum Abschlussstichtag wurden Anzahlung bzw. Vorauszahlungen in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr 3.461 TEUR) in US-Dollar geleistet. Weitere Forderungen in Fremdwährung bestehen nicht. 5. Eigenkapital Das Eigenkapital ist voll einbezahlt. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzten sich aus nicht genommenen Urlauben und Zeitguthaben von Mitarbeitern 141 TEUR (Vorjahr 90 TEUR), Berufsgenossenschaft 14 TEUR (Vorjahr 12 TEUR), Mitarbeiterboni 70 TEUR (Vorjahr 251 TEUR), Abschluss- und Prüfungskosten 36 TEUR (Vorjahr 18 TEUR), Kundenboni 205 TEUR (Vorjahr 325 TEUR), Gewährleistungen 621 TEUR (Vorjahr 1.434 TEUR), Rückstellung für Handelsvertreter 4 TEUR (Vorjahr 131 TEUR) sowie sonstiger ausstehendender Rechnungen 291 TEUR (Vorjahr 182 TEUR) zusammen. Ferner wurden im Wirtschaftsjahr Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von 348 TEUR (Vorjahr 638 TEUR) sowie Rückstellungen für Körperschaftsteuer in Höhe von 319 TEUR (Vorjahr 669 TEUR) gebildet. 7. Verbindlichkeiten Von den bestehenden Kreditlinien von maximal 10.000 TEUR bei zwei Banken wurden zum Bilanzstichtag 7.203 TEUR (Vorjahr 7.087 TEUR) genutzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten größtenteils Verbindlichkeiten aus Rohstoffkäufen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (7.661 TEUR; Vorjahr 175 TEUR). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Centrotec Industries GmbH in Höhe von 130 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Sonstige Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Finanzierungsleasing 2.981 TEUR (Vorjahr 3.295 TEUR) in Produktionslinien. Verbindlichkeiten aus Gehältern sowie Steuern und Sozialversicherung betragen zum Bilanzstichtag insgesamt 128 TEUR (Vorjahr 158 TEUR). Es bestehen zum Abschlussstichtag Fremdwährungsverbindlichkeiten von 7.661 TEUR (Vorjahr 16 TEUR) in US-Dollar (Vorjahr CHF). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von 2.981 TEUR (Vorjahr 3.295 TEUR) und über fünf Jahren in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Alle anderen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 8. Sonstige betriebliche Erträge Diese Position setzt sich im Wesentlichen zusammen aus: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.027 TEUR (Vorjahr 102 TEUR) und Erlösen aus Sachbezügen 32 TEUR (Vorjahr 46 TEUR). Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen handelt es sich um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung nach § 285 Nr. 31 HGB. Ferner wurden im Geschäftsjahr Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 507 TEUR (Vorjahr 235 TEUR), davon aus Stichtagskursumrechnung 264 TEUR (Vorjahr Aufwand 47 TEUR), erzielt. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr periodenfremde Erträge in Höhe von 1.040 TEUR (Vorjahr 114 TEUR) erfasst. 9. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten Die Abschreibungen enthalten das übliche Maß überschreitende Abschreibungen auf Rohstoffe in Höhe von 4.282 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aufgrund des Preisverfalls von Rohmaterial. 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen Diese Position beinhaltet Währungsumrechnungsdifferenzen von 527 TEUR (Vorjahr 325 TEUR). D SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen für das angemietete Betriebsgrundstück und Gebäude, Mietaufwendungen für Außenlager und für ein Firmen-Kfz. Die Beträge summieren sich auf:
Bei den Miet-, Pacht- und Leasingverträge handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im ersten Quartal 2024 wurde die gegenüber einer Konzernschwestergesellschaft bestehenden Restverbindlichkeit aus einem Liefergeschäft i.H.v. 4.651 TEUR in ein Darlehen umgewandelt. Zusätzlich gewährte eine weitere Schwestergesellschaft eine Darlehensfinanzierung von 1.500 TEUR. Um die Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern jederzeit sicherzustellen, hat sich die Muttergesellschaft, die Centrotec SE, im Rahmen einer Patronatserklärung dazu verpflichtet, zusätzliche Mittel in Höhe von bis zu 5.000 TEUR bis zum 30.9.2025 zur Verfügung zu stellen. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 im Durchschnitt 62 Mitarbeiter (Vorjahr: 59). Im Einzelnen:
Geschäftsführer Als die Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum bestellt: Dr. Bernhard Weilharter, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, München, bis 30.06.2023 Rüdiger Drewes, operativ tätiger Geschäftsführer der CS Wismar GmbH, Rehna Bernhard Pawlik, Geschäftsführer der CENTROTEC Industries GmbH, Ottobrunn Alexander Tesch, Business Unit Leader New Energie der CENTROTEC Industries GmbH, Ravensburg, seit 01.08.2023 Die Gesamtvergütung der Geschäftsführung im Geschäftsjahr beträgt 419.025 EUR. Wirtschaftsprüfer Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CENTROTEC SE, Brilon, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Diese stellt zugleich den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen für sich und ihre Tochterunternehmen auf. Dieser ist am Sitz der CENTROTEC SE, Am Patbergschen Dorn 9, 59929 Brilon, erhältlich und wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. Diesem sind auch die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers zu entnehmen. Gemäß § 291 Abs. 2 HGB wurde daher auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung wird vorschlagen, im Einklang mit der Gesellschaftervereinbarung einen Betrag in Höhe von 338 TEUR auszuschütten. Der sich aus dem Gewinnvortrag (2.152 TEUR) zuzüglich Jahresüberschuss 2023 (486 TEUR) abzüglich Ausschüttung (338 TEUR) ergebende Betrag von 2.300 TEUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Wismar, den 13. September 2024 Rüdiger Drewes, Geschäftsführer Bernhard Pawlik, Geschäftsführer Alexander Tesch, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CS Wismar GmbH, Wismar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CS Wismar GmbH, Wismar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CS Wismar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 13. September 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Neumann, Wirtschaftsprüfer ppa. Oliver Böhm, Wirtschaftsprüfer ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSDer erzielte Jahresüberschuss ist entsprechend des Vorschlags für die Ergebnisverwendung verwendet worden. FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Der Jahresabschluss wurde am 23. September 2024 festgestellt. |
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