Gleitsmann Security Inks GmbH

Ederstraße 22, 12059 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 67740
Eingetragen
16.9.2004
Branche
Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und KittenGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von chemischen und sonstigen Erzeugnissen aller Art, vor allem auf dem Gebiet der Druckfarben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Änne Hertel
seit 16.2.2026
Prokura
Achim Knak
seit 16.2.2026
Prokura
Geschäftsführer
Christian Wilk
seit 15.5.2025
Prokura
Peter Stefan Dietrich
seit 26.3.2018
Prokura
Carsten Evers
seit 27.4.2017
Prokura
Andreas Leidert
seit 19.3.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
IN Development SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Michael Huber GmbH
Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gleitsmann Security Inks GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gleitsmann Security Inks GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gleitsmann Security Inks GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gleitsmann Security Inks GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in dem Abschnitt "1. Allgemeine Angaben" des Anhangs sowie in dem Abschnitt "5.1 Risiko- und Chancenbericht" Unterabschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft im Prognosezeitraum mit einem leicht positiven Jahresergebnis plant, diese Planung jedoch mit Unsicherheiten behaftet ist und gleichzeitig die Finanzierung der Gesellschaft kurzfristig durch verbundene Unternehmen erfolgt. Infolge geht die Gesellschaft aufgrund ihrer Liquiditätsplanung davon aus, dass sie weiterhin auf die finanzielle Unterstützung durch das Mutterunternehmen angewiesen sein wird.

Die Muttergesellschaft, IN Development SAS, Paris, Frankreich, hat gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben. Diese ist erstmalig zum März 2026 kündbar und ist betragsmäßig nicht limitiert.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 10. Januar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Herrgen, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 127.791,00 178.831,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.486.726,51 1.587.765,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 473.508,00 592.308,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 772.265,00 1.063.005,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.325,71 0,00
2.758.825,22 3.243.078,51
2.886.616,22 3.421.909,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.297.146,02 2.803.047,60
2. Unfertige Erzeugnisse 367.598,14 410.991,94
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 793.915,93 1.511.658,25
3.458.660,09 4.725.697,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.741.603,86 1.456.552,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 4.917.467,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 808.522,50 51.897,00
6.550.126,36 6.425.916,26
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 193.696,89 6.413,11
10.202.483,34 11.158.027,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 111.203,44 159.534,09
13.200.303,00 14.739.470,76

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 1.116.564,83 1.116.564,83
IV. Jahresfehlbetrag -3.502.615,75 0,00
813.949,08 4.316.564,83
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 957.419,00 828.915,00
2. Sonstige Rückstellungen 952.151,50 931.419,78
1.909.570,50 1.760.334,78
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 270.523,00 138.950,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 966.493,48 927.300,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.016.953,33 7.353.132,79
4. Sonstige Verbindlichkeiten 222.813,61 243.186,68
davon aus Steuern EUR 72.320,35 (Vj. EUR 86.686,45)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.990,33 (Vj. EUR 4.697,38)
10.476.783,42 8.662.571,15
13.200.303,00 14.739.470,76

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.208.036,21 28.882.285,20
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -396.166,44 91.802,16
3. Sonstige betriebliche Erträge 126.262,78 60.625,23
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 5.259,22 (Vj. EUR 4.637,83)
12.938.132,55 29.034.712,59
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.005.815,84 9.586.648,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 271.255,21 327.161,43
5.277.071,05 9.913.809,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.080.302,41 4.961.674,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.187.473,76 1.123.771,29
davon für Altersversorgung EUR 222.671,23 (Vj. EUR 187.983,87)
6.267.776,17 6.085.445,76
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 552.142,16 657.191,72
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.754.570,00 4.971.449,61
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.692,95 (Vj. EUR 5.593,23)
16.851.559,38 21.627.896,57
Betriebsergebnis -3.913.426,83 7.406.816,02
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.667,02 3.224,52
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 756,02 (Vj. EUR 3.224,52)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 277.737,83 92.316,21
davon an verbundene Unternehmen EUR 39.242,35 (Vj. EUR 45.522,24)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 31.384,00 (Vj. EUR 10.123,00)
-276.070,81 -89.091,69
10. Ergebnis nach Steuern -4.189.497,64 7.317.724,33
11. Sonstige Steuern 34.199,78 25.822,92
12. Erträge aus Verlustübernahmen 721.081,67 0,00
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 7.291.901,41
14. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresergebnis) -3.502.615,75 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Gleitsmann Security Inks GmbH, Berlin

1. Allgemeine Angaben

Die Gleitsmann Security Inks GmbH mit Sitz in Berlin, ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 67740 B.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und richtet sich bei der Bilanzierung und Bewertung nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des GmbHG. Die Bilanz wird nach den Vorschriften des § 266 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 (2) HGB gegliedert.

Von den eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 276 HGB und des Anhangs gemäß § 288 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Euro (EUR bzw. TEUR) angegeben.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde bei dem Bilanzposten Pensionen abgewichen und eine geänderte Bewertungslogik angelegt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Gesellschaft Gleitsmann Security Inks GmbH zum 30.06.2023 an die IN Development SAS, Paris, verkauft. Somit ändern sich im Geschäftsjahr 2023 die verbundenen Unternehmen. Es sind nunmehr die Mutter- und Schwesterunternehmen der Imprimerie Nationale SA, Paris, die im Jahresabschluss unter verbundene Unternehmen ausgewiesen werden.

Die IN Development SAS ist unter der Nummer 822 403 200 im Pariser Handels- und Unternehmensregister eingetragen und der Firmensitz befindet sich in der 38 Avenue de New-York, 75116 Paris, Frankreich.

Die Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrags wurden zum 30.06.2023 im Rahmen des Verkaufes beglichen und es bestehen zum 31.12.2023 keine offenen Verbindlichkeiten mehr gegen der MHM-Holding GmbH, München.

Die Gesellschaft hat den Abschluss - trotz des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs - unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich der Darstellung des vorliegenden bestandsgefährdenden Risikos wird auf die Erläuterung im Lagebericht verwiesen

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die betriebliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahren) abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode entsprechend den betrieblichen Nutzungsdauern.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden linear über 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen werden linear über 5 bis 10 Jahre und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über 3 bis 20 Jahre über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten beinhalten neben dem Anschaffungspreis auch Anschaffungsnebenkosten, nachträgliche Anschaffungskosten und Anschaffungspreisminderungen. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungskosten und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Von dem Wahlrecht, Fremdkapitalzinsen oder angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung in die Herstellungskosten einzubeziehen, wird kein Gebrauch gemacht. Unterjährige Zugänge werden zeitanteilig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert.

Für geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Nettoanschaffungswert zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 wird im Jahr der Anschaffung von der Anwendung der Vollabsetzung Gebrauch gemacht. Ein fiktiver Abgang wird unterstellt.

2.2. Vorratsvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu individuellen oder bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten des Abschlussstichtages. Für Bestandsrisiken werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungskosten und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Von dem Wahlrecht, Fremdkapitalzinsen oder angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung in die Herstellungskosten einzubeziehen, wird kein Gebrauch gemacht. Risiken aus längerer Lagerdauer und/oder eingeschränkter Verwertbarkeit wird durch Wertabschläge Rechnung getragen.

2.3. Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel sind mit den Nominalwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert.

2.4. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2.5. Eigenkapital

Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften zum Nennwert ausgewiesen.

2.6. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,5 % p. a. sowie der jährliche Rententrend mit 2,0 % und eine Fluktuation mit 5,0 % entsprechend berücksichtigt. Für die Anwartschaft von Führungskräften wurde die garantierte Dynamik von 1,0 % angesetzt. Als Rechnungszins wurde gem. § 253 Abs. 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 20 Jahren (bisher 15 Jahre) ergibt. Er beträgt 1,82 %. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag, der sich bei den Pensionsrückstellungen aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis der entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze aus den vergangenen sieben (1,73 %) bzw. zehn Jahren (1,83 %) ergibt, beträgt TEUR 15 (Vj. TEUR 56). Er unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der in der Rückstellungsdotierung enthaltene Zinsanteil wird gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,5 % p. a. sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,0 % entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 7 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,73 %.

Die langfristigen Verpflichtungen aus Langzeitkonten wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und sind als Rückstellungen (TEUR 39,0) aus Langzeitkonten ausgewiesen. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Rückstellungen mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen (TEUR 38,7) verrechnet, es verbleibt wie im Vorjahr eine Verpflichtung unter TEUR 1. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführt ten Anschaffungskosten.

2.7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.8. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastungen nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts.

2.9. Währungsumrechnung

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zu Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

3. Angaben zur Bilanz

3.1. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliederten sich wie im Vorjahr:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Sonstige Forderungen 0 0
Forderung aus Finanzierungstätigkeit 0 5.077
Mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verrechnet 0 -160
0 4.917

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.3. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen basieren auf dem Gutachten des Instituts für Wirtschaftsmathematik und betriebliche Versorgungssysteme GmbH zum 31.12.2023 unter Heranziehung der Heubeck- Richttafeln 2018G.

3.4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus den Rückstellungen für Provisionen, Zeitguthabenverpflichtungen, Jubiläumsverpflichtungen für Mitarbeiter, Kosten für den Jahresabschluss, Mitarbeiterprämien und für ausstehende Rechnungen.

3.5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 72
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit 9.017 0
Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung 0 7.292
Mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet 0 -11
9.017 7.353

3.6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für Gewährleistungsgarantien bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2023 Bankgarantien in Höhe von TEUR 144 (Vorjahr TEUR 340). Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung sehr gering.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen für das folgende Geschäftsjahr resultieren aus:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Investitions-Abwicklung 10 29
Erbbaurechtsverträge 2.271 2.332
Miet- und Leasingverträgen 105 66
Service-, Dienstleistungs- und Wartungsverträge 607 426
2.993 2.853

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Erbbaurechtsverträgen, Miet- und Leasingverträgen sowie Service-, Dienstleistungs- und Wartungsverträgen sind innerhalb eines Jahres TEUR 584, innerhalb ein bis fünf Jahre TEUR 435 und über fünf Jahre TEUR 1.965 fällig.

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betreffen TEUR 0 (Vj. TEUR 2) verbundene Unternehmen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr betreffen:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Inland 215 889
Ausland 12.993 27.993
Gesamt 13.208 28.882

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Sicherheitsfarben für Notenbanken und ihre Druckereien.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Sonstige betriebliche Erträge von TEUR 121 (Vj. TEUR 49) sind einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen, sie ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen von TEUR 15 (Vj. TEUR 48) sind einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen, sie ergeben sich im Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen aus Kreditoren.

5. Sonstige Angaben

5.1. Honorar des Abschlussprüfers:

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 90.000,-.

5.2. Geschäftsführer

Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Ulrich Walter, Geschäftsführer, Berlin

Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.3. Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich Arbeitnehmer beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 49 49
Arbeiter 28 28
Arbeitnehmer 77 77

5.4. Mutterunternehmen

Die Gleitsmann Security Inks GmbH wird über ihre alleinige Gesellschafterin (kleinster Kreis) IN Development SAS, Paris (veröffentlicht beim Tribunal de Commerce de Paris), in den Konzernabschluss (größter Kreis) der Imprimerie Nationale SA, Paris (veröffentlicht beim Tribunal de Commerce de Paris), einbezogen.

5.5. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

5.6. Gewinnverwendung

Der zum 30.06.2023 angefallene Jahresverlust in Höhe von 721 TEUR wurde gemäß des Ergebnisabführungsvertrages von der hubergroup Deutschland GmbH übernommen. Wir schlagen vor, den restliche Jahresfehlbetrag zum 31.12.2023 in Höhe von 3.503 TEUR als Verlustvortrag in der Bilanz auszuweisen.

 

Berlin, den 20. Dezember 2024

Der Geschäftsführer: gez. Ulrich Walter

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 426.934,85 0,00 9.900,00 417.034,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.239.454,54 2.418,18 0,00 6.241.872,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.445.679,21 18.500,00 143.644,11 6.320.535,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.448.152,00 60.265,98 211.914,95 4.296.503,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 26.325,71 0,00 26.325,71
17.133.285,75 107.509,87 355.559,06 16.885.236,56
17.560.220,60 107.509,87 365.459,06 17.302.271,41
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 248.103,85 51.040,00 9.900,00 289.243,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.651.689,03 103.457,18 0,00 4.755.146,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.853.371,21 137.250,00 143.594,11 5.847.027,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.385.147,00 260.394,98 121.303,95 3.524.238,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
13.890.207,24 501.102,16 264.898,06 14.126.411,34
14.138.311,09 552.142,16 274.798,06 14.415.655,19
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 127.791,00 178.831,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.486.726,51 1.587.765,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 473.508,00 592.308,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 772.265,00 1.063.005,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.325,71 0,00
2.758.825,22 3.243.078,51
2.886.616,22 3.421.909,51

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gleitsmann Security Inks GmbH, Berlin

1. Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur

Die Gleitsmann Security Inks GmbH (nachfolgend auch als Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Berlin ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 67740 B. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Gesellschaft zum 30.06.2023 an die IN Development SAS, Paris, verkauft. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 77 Mitarbeiter. Das operative Geschäft der Gesellschaft beinhaltet grundsätzlich die Herstellung, den Vertrieb und den Handel von chemischen und sonstigen Erzeugnissen aller Art, auf dem Gebiet der Druckfarben. Die Herstellung von Sicherheitsdruckfarben für internationale Banknoten- und Ausweisdokumentproduzenten bildet dabei den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit.

Im Rahmen unseres Produktgeschäftes werden unterstützend Dienstleistungen durch erfahrene Entwicklungsingenieure angeboten.

2. Marktentwicklung globales wirtschaftliches Umfeld

Die Spätfolgen der globalen Covid-19-Pandemie hatte im Jahr 2023 negative Auswirkungen auf den Markt für Banknoten in fast allen vertikalen Segmenten. Hervorzuheben ist insbesondere die weiterhin deutlich reduzierten Bedarfsmengen im internationalen Markt, was zu einer geringen Anzahl von verfügbaren, signifikanten Druckprojekten bei staatlichen und privatwirtschaftlichen Sicherheitsdruckern führte.

Für 2024 ist eine deutlich gestiegene Anzahl von Ausschreibungen und B2B-Aufträgen zu verzeichnen, was die Umsatzchancen der Gesellschaft spürbar verbesserte. Diese Entwicklung wird sich erwartungsgemäß auch in 2025 fortsetzen.

3. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 wurde geprägt durch einen Rückgang der Umsatzerlöse, der zu einem negativen Ergebnis vor Steuer in Höhe von TEUR -4.189 führte. Die nachfolgenden Erläuterungen basieren auf dem nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft.

3.1 Entwicklung der Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.208 nach TEUR 28.882 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von -54,3 %. Der Umsatzrückgang lässt sich in erster Linie durch die allgemeine Marktentwicklung und durch den Verlust von Kunden infolge des Russland-Ukraine-Krieges erklären. Zum allgemeinen Hintergrund dieser Entwicklung verweisen wir auf die Ausführungen zur Erläuterung der Marktentwicklung in Abschnitt 2 dieses Lageberichts.

Nach einer Bestandserhöhung von TEUR 92 im Vorjahr haben sich im Geschäftsjahr 2023 die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um TEUR 396 insbesondere aufgrund von Stichtagseffekten zum 31.12.2023 vermindert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 61 auf TEUR 126 gestiegen. Zu diesem Anstieg tragen vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bei.

Der Materialaufwand sank im Zusammenhang mit den niedrigeren Umsatzerlösen um TEUR 4.637 auf TEUR 5.277.

Der Personalaufwand beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 6.268 und liegt aufgrund von Tariferhöhungen auf einem leicht höheren Niveau als im Geschäftsjahr 2022 (im Vorjahr TEUR 6.085).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen TEUR 552 (im Vorjahr TEUR 657). Bei dieser Entwicklung ist insbesondere die Verschrottung von Betriebs- und Produktionsanlagen zu berücksichtigen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.754 sind gegenüber dem Vorjahr (im Vorjahr TEUR 4.971) um TEUR 217 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich insgesamt wie folgt zusammen:

Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 93 (im Vorjahr TEUR 84)

Vertriebskosten TEUR 1.166 (im Vorjahr TEUR 1.227)

Verwaltungs- und Betriebskosten TEUR 2.041 (im Vorjahr TEUR 3.014)

Abschreibungen auf Forderungen TEUR 926 (im Vorjahr TEUR 0)

Transportkosten TEUR 437 (im Vorjahr TEUR 638)

Verluste aus Anlageabgang TEUR 91 (im Vorjahr TEUR 8)

Das Ergebnis vor Steuern hat sich um TEUR 11.507 auf einen Fehlbetrag in Höhe von TEUR -4.189 (im Vorjahr Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 7.318) verschlechtert. Nach der Bereinigung um das Finanzergebnis ergibt sich ein negatives EBIT von TEUR -3.913 (im Vorjahr TEUR 7.407) sowie eine EBIT-Marge von -29,6 % (im Vorjahr 25,6 %). Das negative Ergebnis ist hauptsächlich auf den Umsatzrückgang zurückzuführen.

Bereinigt um Abschreibungen ergeben sich damit ein EBITDA von TEUR -3.361 (im Vorjahr TEUR 8.064) sowie eine EBITDA-Marge von -25,4 % (im Vorjahr 27,9 %).

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter 77 (im Vorjahr 77).

3.2 Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 13.200 nach TEUR 14.740 zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Der entsprechende Rückgang um 10,4 % resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Entwicklung des Bestands an Vorräten und aus den Sachanlagen. Auf der Passivseite zeigt sich die Abnahme der Bilanzsumme vor allem im Eigenkapital aufgrund des im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten Jahresfehlbetrags. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten von TEUR 8.663 auf TEUR 10.477 erhöht. Bei dieser Entwicklung haben sich insbesondere höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 9.017, im Vorjahr TEUR 7.353) bemerkbar gemacht. Diese bestehen hauptsächlich aus Darlehen von verbundenen Unternehmen.

Das Anlagevermögen ist insgesamt um TEUR 535 auf TEUR 2.887 zurückgegangen. Diese Veränderung resultiert vor allem aus den Sachanlagen (TEUR -484). Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 51 zurückgegangen.

Die Anlagenintensität ist zum 31. Dezember 2023 mit 21,9 % gegenüber der des Vorjahres von 23,2 % leicht gesunken.

Das Umlaufvermögen ist zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 10.202 gegenüber dem Bestand zum Bilanzstichtag des Vorjahres von TEUR 11.158 ebenfalls gesunken. Die Minderung in Höhe von TEUR 956 setzt sich im Wesentlichen aus dem Abbau der Vorräte in Höhe von TEUR 1.267 sowie aus der Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 124 und dem Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 187 zusammen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 757 angestiegen. Dies ist vor allem auf Forderungen aus Cash-Pooling, Verlustübernahme und Pfand sowie Steuererstattungsansprüche (Effekt TEUR 779) zurückzuführen. Außerdem wirken debitorische Kreditoren mit einem Rückgang um TEUR 22 im Vergleich zum Vorjahr.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 6 auf TEUR 194 erhöht.

Der Rückgang des Eigenkapitals resultiert aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.503 (im Vorjahr im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn von TEUR 7.292). Die Eigenkapitalquote ist von 29,3 % im Vorjahr auf 6,2 % zurückgegangen.

Ein bedeutender Teil des Fremdkapitals zum 31.12.2023 entfällt mit TEUR 9.017 (im Vorjahr TEUR 7.353) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen. Dieser Posten umfasst einerseits Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten, die von TEUR 0 zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf TEUR 9.017 zum 31.12.2023 gestiegen sind. Durch den Gesellschafterwechsel sind nunmehr alle Verbindlichkeiten gegenüber der neuen Gesellschafterin IN Groupe und nicht mehr gegenüber der hubergroup.

Ein weiterer Teil des Fremdkapitals betrifft die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten, die von TEUR 927 in 2022 auf TEUR 966 in 2023 angestiegen sind.

Der Anstieg der Rückstellungen um TEUR 149 ist hauptsächlich auf die Zunahme der Pensionsrückstellungen um TEUR 128 zurückzuführen. Diese Erhöhung resultiert insbesondere aus der Zuschreibung des Personal- und Zinsaufwandes. Die mit dem Deckungsvermögen saldierten Pensionsrückstellungen und Verpflichtungen aus Langzeitkonten und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.072 (im Vorjahr TEUR 939) erhöhen die jeweiligen langfristigen Rückstellung um TEUR 133.

Die Investitionen im angelaufenen Geschäftsjahr betrafen im Wesentlichen technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

3.3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Geschäftsführung schätzt die Lage der Gesellschaft grundsätzlich als stabil ein.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verwendet zur internen Steuerung insbesondere die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Operating Profit (Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Verglichen mit der Planung liegen sowohl der Umsatz als auch das Operating Profit stark unter Plan. Das liegt hauptsächlich an den oben genannten Gründen für den Umsatzrückgang sowie an den existierenden fixen Kosten der Gesellschaft.

Das Umsatzziel, das bedingt durch den Wegfall des Russland-Geschäftes einen geplanten Rückgang gegenüber 2022 um -10 % vorsah, konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr nicht erreichen. Sie lag mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 13.208 (im Vorjahr TEUR 28.882) um -54,3 % unter dem Vorjahr.

Beim EBITDA war nach dem Budget ein entsprechender Rückgang gegenüber 2022 geplant. Im laufenden Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR -4.189 (im Vorjahr TEUR 7.318).

4. Produkt- und Technologiemanagement

Der Bereich Produkt- und Technologiemanagement (klassisch "Forschung und Entwicklung" genannt) ist der klassische Entwicklungsbereich, welcher alle relevanten technischen Abteilungen beinhaltet. Die Entwicklungsaktivitäten wurden in 2023 durch die Funktionen: technisches Projektmanagement, Standardisierung, Industrialisierung und Produkteinführung erbracht.

Um im globalen Wettbewerb eine starke Position zu behalten, setzt das Unternehmen auf die Entwicklung und Markteinführung von einzigartigen Sicherheits-Feature-Farbprodukten, die auf allen üblichen Sicherheitsebenen Verwendung finden können. Hierbei ist auch die Schaffung von neuem geistigen Eigentum ein wichtiger Aspekt der Tätigkeiten.

Das Produktportfolio lässt sich dabei in die folgenden drei Kategorien einteilen:

1. Standardprodukte

Hierbei handelt es sich um Offset-, Siebdruck und Stichtiefdruckfarben ohne weitere Sicherheitsmerkmale. Unsere Produkte unterscheiden sich von konventionellen Druckfarben in den Merkmalen der Haltbarkeit und chemischer Echtheiten.

2. Merkmalsfarben

Dieses Segment beinhaltet Farben mit Prüfmerkmalen im ultravioletten und infraroten Spektrum. Diese werden in die unter 4.1. genannten Farbtypen eingearbeitet

3. Einzigartige Sicherheitsmerkmalsfarben

In den letzten Jahren hat GSI verstärkt in die Generierung von eigenem IP für einzigartige, fälschungssichere Druckfarben investiert und diese mit eigenen Markennamen gelauncht, z. B. mouveINK, glairINK. Sobald diese Farben in einem Banknotendesign verwendet werden, kann die Gesellschaft über mindestens 5-8 Jahre mit wiederkehrenden, hochmargigen Umsätzen rechnen.

5. Risikomanagementziele und -methoden

Die Geschäftsentwicklung kann grundsätzlich durch die Realisierung bestimmter Risiken belastet werden. Zielsetzung der Gesellschaft ist es deshalb, unangemessene Risiken weitestgehend zu erkennen, zu steuern und damit zu vermeiden. Auf dieser Grundlage soll das profitable Wachstum weiter fortgesetzt werden.

Das Risikomanagement wird von der Gesellschaft als grundlegender und umfassender Prozess verstanden. Den nachfolgend hervorgehobenen Risikobereichen kommt dabei besondere Bedeutung zu.

5.1 Risiko- und Chancenbericht

Im Folgenden beschreiben wir die maßgeblich identifizierten Chancen und Risiken für unsere Gesellschaft.

Die Gesellschaft managt Chancen und Risiken detailliert und analog zur ISO 9001 und bewertet diese in Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihrem Grad der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die operative Geschäftstätigkeit ist wesentlich von der Entwicklung in den internationalen Absatzmärkten abhängig.

Risikobericht

Risiko 1 (gering): Durch den Zukauf von Rohstoffen besteht grundsätzlich ein entsprechendes Abhängigkeitsverhältnis. Im Rahmen des Lieferantenmanagements wird dieses Abhängigkeitsverhältnis jedoch fortlaufend analysiert. Bei Bedarf werden - wo möglich - entsprechende Korrekturmaßnahmen initiiert.

Zur Minimierung von Materialengpässen ist die Umsetzung und der Ausbau einer Secondsourcing-Strategie essentiell. Hier wurden im Jahr 2023 zahlreiche neue Lieferquellen identifiziert und etabliert. Teilweise ließen sich damit auch Kosteneinsparungen erreichen.

Wir schätzen die Auswirkungen der Lieferantenrisiken derzeit insgesamt als gering ein.

Risiko 2 (mittel): Wie bei allen international tätigen Unternehmen sind wir Risiken ausgesetzt, die aus den konjunkturellen Entwicklungen der für sie wichtigen Volkswirtschaften und dem sich teilweise daraus ableitenden Bargeldbedarf ergeben. Die damit verbundenen Auftragvolumina schwanken erfahrungsgemäß stark. Durch die relativ gesehen geringe Anzahl von Großkunden besteht ein historisch gewachsenes Klumpenrisiko. Dieses Risiko versuchen wird, durch Qualifizierung neuer Kunden zu reduzieren.

Risiko 3 (mittel): Ausfallrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aber aufgrund der staatlichen Eigentümerstruktur der meisten Kunden gering sind.

Finanzrisiken resultieren als wesentlicher Teil des allgemeinen Geschäftsrisikos insbesondere aus der wirtschaftlichen Lage bestehender Kunden. Der mögliche Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist hierbei hervorzuheben. Die entsprechende Ausfallrate bewegt sich jedoch bei der Gesellschaft unverändert auf einem sehr niedrigen Niveau. In den letzten zehn Jahren hatte die Gesellschaft keinerlei realisierten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Einzig bei einem unserer Kunden sehen wir in 2023 ein nicht zu vernachlässigendes Ausfallsrisiko aufgrund der neuen Regierungsausrichtung und der damit einhergehenden veränderten Vergabepolitik. Aus diesem Grund wurde eine Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 926 gebildet. Wir sind im permanenten Austausch mit dem Kunden und sehen gute Chancen, einen Ausfall zu verhindern.

Bedingt durch die Fakturierung unserer Umsätze in EURO bestehen für die Gesellschaft keine direkten Währungsrisiken.

Wir schätzen die Auswirkungen der Finanzrisiken derzeit insgesamt als mittel ein.

Um darüber hinaus Ausfallrisiken so gering wie möglich zu halten, verfolgen wir regelmäßig die bestehenden Forderungen gegen unsere Geschäftspartner und nutzen hierfür die marktüblichen Instrumente, wie z. B. Akkreditiven und Garantien.

Insgesamt erwarten wir, dass das implementierte Kontrollsystem sowie die getroffenen Maßnahmen keine übermäßig negativen Auswirkungen aus den erläuterten Risiken auf unsere Gruppe zulassen.

Bestandsgefährdendes Risiko

Durch das negative Ergebnis der Gesellschaft zum 31.12.2023 reduzierte sich das Eigenkapital. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses hielt die Verlustsituation wie in 6.2. ausgeführt, weiter an. Im Prognosezeitraum plant die Gesellschaft mit einem leicht positiven Jahresergebnis. Die Planung ist jedoch mit Unsicherheiten behaftet. Gleichzeitig erfolgt die Finanzierung der Gesellschaft kurzfristig durch verbundene Unternehmen. Infolge geht die Gesellschaft aufgrund ihrer Liquiditätsplanung davon aus, dass sie weiterhin auf die finanzielle Unterstützung durch das Mutterunternehmen angewiesen sein wird. Aus diesem Grund hat die Muttergesellschaft IN Development SAS, Paris, Frankreich gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben. Diese ist erstmalig zum März 2026 kündbar und ist betragsmäßig nicht limitiert.

Chancenbericht

Chance 1 (mittel): Für unsere Gesellschaft bietet sich eine Reihe von Chancen insbesondere aus unseren Aktivitäten und Schwerpunkten im Bereich Forschung und Entwicklung und der Zusammenarbeit mit den jeweiligen Experten der IN Groupe (und deren Tochtergesellschaften), der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produktivität sowie dem erfolgten Ausbau der Vertriebsorganisation.

Chance 2 (gering): Die internationale Aufstellung unserer Gruppe befähigt uns, auf Risiken aus den konjunkturellen Entwicklungen der für sie wichtigen Volkswirtschaften nicht nur angemessen reagieren zu können, sondern auch mit meist zeitgleich gegenläufigen konjunkturellen Schwankungen in anderen Regionen ausgleichen zu können.

Durch den Zusammenschluss mit der IN Groupe konnte das Vertriebsteam im Bereich Banknoten verdoppelt werden (Anzahl Mitarbeiter). Aus der gemeinsamen Marktbearbeitung mit dem Hintergrund eines staatlichen Unternehmens lassen sich für die Gesellschaft neuartige Vereinbarungen im Bereich der Government-to-Government Projekte abschließen. Dies stellt ein Alleinstellungsmerkmal bei den internationalen Farbherstellern dar.

5.2 Gesamtrisikolage

Aus Sicht der Gesellschaft besteht ein bestandsgefährdendes Risiko aufgrund der Abhängigkeit des Unternehmens von der finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft. Die übrigen Risiken der unternehmerischen Tätigkeit entsprechen den branchenüblichen Risikofaktoren und sind Bestandteil des permanenten Monitoringprozesses.

6. Prognosebericht

6.1 Branchenentwicklung

Aus Sicht der Unternehmensführung wird sich das Marktumfeld in 2024 nicht wesentlich verändern; dies trifft auf die Wettbewerber aber auch Kundenaktivitäten zu. Ein weiteres Wachstum der Anzahl der ausgegebenen Banknoten international kann weiterhin erwartet werden und somit ein zukunftssicherer Markt.

6.2 Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung

Der Druck auf die Verkaufspreise für fertige Banknoten wird auch in den Folgejahren weiterhin bestehen bleiben. Dieser Kostendruck vor allem bei kommerziellen Sicherheitsdruckern erlaubt in diesem Segment nur noch reduzierte Margen. Diese Entwicklung kann grundsätzlich nur durch ein höheres Volumen (begründete auf zusätzlichen Kunden) sowie durch die stetige technologische Weiterentwicklung und die Einführung von einzigartigen Sicherheitsfeaturefarben kompensiert werden.

Für das Jahr 2024 gingen wir von einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus. Dabei unterstellten wir eine Rückkehr traditionell großer Tenderkunden aus, verbunden mit dem Abschluss einiger Qualifizierungsaktivitäten, die zu neuen Umsatzchancen und damit einhergehend zum Umsatzwachstum führen sollten. Gleichzeitig bleibt das "Klumpenrisiko", also die Abhängigkeit von wenigen Großkunden weiterhin bestehen.

Im Laufe des Jahres 2024 verzögerten sich die erwarteten Ausschreibungen und daraus resultierenden Großaufträge jedoch, so dass zum Jahresende sich ein Umsatz und operatives Ergebnis in Höhe des Jahres 2023 abzeichnet. Für das Jahr 2025 erwarten wir, bedingt durch neue großvolumige Ausschreibungen insbesondere in Asien und Nahost, sowie durch das im Laufe des Jahres 2024 gewonnene Spezialproduktprojekt in Asien, eine spürbare Steigerung des Umsatzes um etwa 40% sowie ein leicht positives operatives Ergebnis.

Aufgrund von grundsätzlich kurzfristig wenig flexiblen Kostenstrukturen wird einer verstärkten Kostenkontrolle besondere Bedeutung zugekommen, um das Jahresergebnis zu konsolidieren.

 

Berlin, den 20. Dezember 2024

Ulrich Walter, Geschäftsführer

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