Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 10433
Vorher
ZAT Vermögensverwaltung GmbHAutomatik Plastics Machinery GmbHMaag Automatik GmbH
Eingetragen
22.1.2008
Branche
Herstellung von Maschinen für die Verarbeitung von Kunststoffen und KautschukHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Produkten, Apparaten und Maschinen nebst Zubehör und ähnlichen Erzeugnissen, sowie das Erbringen von Engineering- und Dienstleistungen für die chemische, kunststofferzeugende und kunststoffverarbeitende Industrie.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Benjamin Hiepler
seit 1.3.2021
Prokura
Alaaddin Aydin
seit 30.8.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Dover Luxembourg Participations S.a.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

Automatik Plastics Machinery GmbH

Großostheim-Ringheim

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht 2011

(1) Geschäftstätigkeit

Der Schwerpunkt der weltweiten Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt in der Entwicklung, Herstellung, Lieferung und Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen für die kunststofferzeugende und -verarbeitende Industrie.

Hauptprodukte der Automatik Plastics Machinery GmbH sind Stranggranulieranlagen und Unterwassergranulatoren für die Erzeugung von Kunststoffgranulat. Daneben fertigt die Gesellschaft Spinnbalken und Extruder für Dritte.

Mit der Übernahme der Anteile an der Automatik Holding GmbH (Hauptgesellschafterin der Automatik Plastics Machinery GmbH mit 97,17 % (unmittelbar mit 94 % und mittelbar mit 3,17 %) durch die Maag Pump Systems Sarl, Luxemburg, im Mai 2010 gehört die Gesellschaft zu der Luxemburgischen Maag Gruppe.

Bei der Beurteilung der Geschäftslage und des Jahresabschlusses der Gesellschaft ist zu berücksichtigen, dass sich, bedingt durch die im Maschinen- und Anlagenbau üblichen hohen Projektwerte und langen Durchlaufzeiten, im Jahresvergleich erhebliche Verschiebungen ergeben können.

(2) Allgemeine Geschäftsentwicklung 2011

Marktlage

Die konjunkturelle Entwicklung der Kunststoffindustrie zeigt nach der schweren Rezession in 2009 und einer guten Erholung in 2010 einen nochmaligen weiteren kräftigen Zuwachs in 2011. Dabei hatte sich die Nachfrage nach Kunststoff- und Gummimaschinen nach Aussage von Branchenvertretern im zweiten Halbjahr 2011 - verglichen mit den ersten sechs Monaten - weiter verbessert.

Umsatz und Auftragsentwicklung

Der Auftragseingang (59,7 Mio.€) lag im Jahr 2011 um 34 % über 2010. Zu diesem Anstieg -vor allem im 1. Halbjahr mit 33,5 M€ - haben alle Bereiche (Maschinen +37%, Ersatzteil & Service +34% sowie Spinnbalken & Extruderbau +22%) beigetragen.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein Umsatz von 56,1 Mio.€ (Vorjahr: 36,5 Mio.€) erzielt. Dabei konnte im Bereich der Maschinen - verglichen mit dem noch relativ niedrigen Vorjahresumsatz - ein Anstieg über 50% erreicht werden. Im Ersatzteil- & Servicegeschäft stieg der Umsatz um 34%. Regional (in Bezug auf das Bestimmungsland) konnte im Inland ein Zuwachs von +107%, Europa von +91% und Asien von +66% verzeichnet werden. Osteuropa und Südamerika waren dagegen rückläufig; Nordamerika in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Auftragsbestand zum Jahresende liegt mit 20,6 Mio.€ leicht über dem Stand zu Beginn des Jahres.

Personal

Im Laufe des Jahres 2011 hat sich die Zahl der eigenen Mitarbeiter wieder um 17 Personen oder 8% erhöht. Zum 31. Dezember 2011 waren durchschnittlich 229 Mitarbeiter (ohne Azubi) beschäftigt. Bedingt durch die hohe Auslastung waren darüber hinaus rund 9% (Vorjahr rund 3 %) Fremdpersonal bezogen auf die eigene Mitarbeiteranzahl über das Jahr durchschnittlich beschäftigt.

Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist in 2011 mit +5,0 Mio € gegenüber dem Verlust aus 2010 in Höhe von -1,3 Mio € erwartungsgemäß kräftig angestiegen. Der wesentliche Grund für diese positive Entwicklung ist die um rund 43% gestiegene Gesamtleistung, bei einem leicht unterproportionalen Anstieg des Materialeinsatzes um 38%. Die Personalaufwendungen haben sich vor allem aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl und durch Sonderzahlungen an die Mitarbeiter in Höhe von 0,8 Mio. € um 18% erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren darüber hinaus im Vorjahr noch durch Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Finanzierung (im Wesentlichen Kursverluste aus der Ablösung von Altdarlehen von 0,9 Mio €) belastet.

Negativ wirkten sich im Jahr 2011 notwendige Sonderabwertungen im Bereich der Forderungen (0,7 Mio €) und der Bestände, (1,1 Mio € - einschließlich Bildung einer Drohverlustrückstellung von 0,4 Mio €) auf das Ergebnis aus. Dieser für die Gesellschaft in dieser Höhe einmalige Wertberichtigungsbedarf ist auf die anhaltenden Zahlungsschwierigkeiten eines Kunden zurückzuführen, konnte aber die insgesamt sehr positive Entwicklung der Gesellschaft nicht überdecken.

Auf der anderen Seite wurde aus dem Verkauf der 100%igen Tochtergesellschaft Automatik Inc. an eine Schwesterfirma innerhalb der Maag Gruppe ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von 1,5 Mio € erzielt.

Nach Berücksichtigung von Steuern wird damit ein Jahresüberschuss von 4,9 Mio € nach einem Fehlbetrag im Vorjahr von -1,2 Mio € ausgewiesen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin geordnet. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des positiven Jahresergebnisses 2011 bei einer um 6,9 Mio € gestiegenen Bilanzsumme auf 32,2 % (Vorjahr 27,0 %) deutlich verbessert. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein positiver Cash-Flow von 5,5 Mio € erzielt.

Die flüssigen Mittel liegen mit 4,4 Mio € um 1,7 Mio € über dem Vorjahreswert bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Bankdarlehen von 13,0 Mio € in 2010 auf 10,3 Mio € zum Ende des Jahres 2011. Der Anstieg der Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 2,4 Mio € und der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen um -1,0 Mio € steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkauf der US-Beteiligung gegen Gewährung eines Darlehens. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,0 Mio € ist auf das gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen; in diesem Zusammenhang haben sich auch die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten (+1,8 Mio €) erhöht. Die Rückstellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 Mio €. Neben den Steuerrückstellungen beruht dies im Wesentlichen auf höheren personalbezogenen Rückstellungen und dem Anstieg der Gewährleistungsrückstellungen aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens.

Tochtergesellschaften

Per 1. Januar 2011 wurde die Tochtergesellschaft in den USA innerhalb der Maag Gruppe verkauft.

Generell haben sich alle Tochtergesellschaften in 2011 sehr positiv entwickelt. Alle ausländischen Tochtergesellschaften konnten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch die in 2010 neu gegründeten Gesellschaften in Taiwan und Brasilien mit noch negativen Jahresüberschüssen in 2010 erzielten in 2011 ein positives Ergebnis.

(3) Investitionen sowie Forschung und Entwicklung

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen lagen 2011 mit 1,4 Mio € um 0,6 Mio.€ über dem Vorjahr. Dabei lag der Schwerpunkt im Bereich der Produktions- (0,5 Mio €) und Demomaschinen (0,4 Mio €). Die übrigen Investitionen flossen in Werkzeuge, Fahrzeuge, Büro- und Geschäftsausstattung sowie in Softwarelizenzen.

Für Forschung und Entwicklung wurden 1,9 Mio. € aufgewendet, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 0,4 Mio € oder 25% entspricht.

(4) Risiken der künftigen Entwicklung sowie Risikomanagement

Die Unternehmensleitung geht bei den vorliegenden wirtschaftlichen Verhältnisse davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist und dass derzeit auch keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Gegen potentielle Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im externen Umfeld (Entwicklung der Branche, politischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Rahmen) als auch in den internen betrieblichen Funktionsbereichen (Beschaffung, Produktion, Absatz, Personal, Finanzierung und Investition), die sich in Forderungsausfall-, Fremdwährungs-, Preisschwankungs- und Qualitätsrisiken konkretisieren können, sind Systeme etabliert, die diese Risiken rechtzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten lassen. Hierzu zählen

Marketing- und Produktmanagement (Technologie-/Produktentwicklungen, Konkurrenzbeobachtung, allgemeine Markttrends),

Key-Customer-Management (besondere Betreuung der Schlüsselkunden),

F&E-Steering Commitee (Bewertung, Freigabe, Controlling von Entwicklungsprojekten)

Lieferantenbewertung,

Qualitätsmanagement,

Reklamations- /Problemdatenbank,

Wöchentliche Finanzstatusmeldungen und Cash-Hochrechnungen

Geregeltes Mahnwesen

Regelmäßige Produkt- /Personal/IT-Strategieüberarbeitungen.

Darüber hinaus besteht ein umfangreiches Berichtswesen. Hier werden die Themen Auftragseingang, Umsatz, Auftragsbestand, Erfolgsrechnung, Bilanz, Investitionen, Personal, Projekt- und Produktkalkulation, aktuelle Angebote und Projekte, Entwicklungsprojekte, Reklamationsfälle, Einkauf, Lagerbestände, offene Forderungen usw. detailliert dargestellt. Neben dem regelmäßigen monatlichen Reporting mit rollierenden "Forecasts" wird eine umfangreiche Planung für das Folgejahr erstellt (Budget). Ebenfalls einmal jährlich wird die strategische Ausrichtung des Unternehmens überarbeitet.

In den regelmäßig stattfindenden Managementteamsitzungen, den Board-Meetings, den Budget- und Strategiemeetings werden diese Informationen berichtet, diskutiert und Maßnahmen verabschiedet.

(5) Chancen der künftigen Entwicklung sowie Ausblick

Durch unser Know-how sowie das bestehende Angebot und die stetige Weiterentwicklung unserer innovativen Granuliertechnologie für alle Granulierverfahren sehen wir uns auch zukünftig im Markt gut aufgestellt.

Es wird erwartet, dass die generelle Nachfrageentwicklung im Kunststoffmaschinenbau 2012 unverändert anhält.

Die Umsatzplanung für 2012 geht insgesamt von einem leichten Rückgang auf 53 Mio € aus, dies insbesondere wegen des erwarteten Umsatzrückgangs des im Jahr 2011 außerordentlich erfolgreichen Spinnanlagengeschäfts.

Der Auftragsbestand zum Jahresende 2011 (20,6 Mio €) sowie ein sehr guter Auftragseingang im Januar 2012 (10,1 Mio €) stützen die Umsatzerwartung 2012 maßgeblich.

Für das Geschäftsjahr 2012 wird entsprechend ein positives Ertragsniveau (Umsatzrendite vor Steuern) von 7-9 % erwartet.

Für das Jahr 2013 wird bei anhaltend stabiler konjunkturellen Entwicklung in der Kunststoffindustrie mit einer ähnlichen Ertragslage gerechnet.

Bei den Tochtergesellschaften wird ab 2012 ebenfalls eine Steigerung der Umsatzerlöse und somit der Jahresüberschüsse erwartet.

(6) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Vertrag vom 10. Februar 2012 wurde die Maag Gruppe von den bisherigen Mehrheitsgesellschaftern CGS II (Jersey) Ltd. Partnership, CGS II (Jersey) Co-Invest Ltd. Partnership und Clyde Blowers Capital an die amerikanische Dover Corporation verkauft. Der endgültige Abschluss des Verkaufes (Closing) wird für Mitte März 2012 erwartet.

 

Großostheim-Ringheim, den 14. März 2012

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
31.12.2010
T€
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 318.591,67 378
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.341.466,49 11.282
  10.660.058,16 11.660
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.724.317,99 1.422
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 575.716,72 298
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.968,00 0
  2.319.002,71 1.720
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.032.631,52 10.074
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.525.718,18 10.153
  21.558.349,70 20.227
  34.537.410,57 33.607
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.748.881,66 2.987
2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 5.356.398,28 4.476
3. Fertige Erzeugnisse 1.955.052,12 1.642
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 42
  10.060.332,06 9.147
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.423.156,76 3.388
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 611.453,73 244
3. Sonstige Vermögensgegenstände 887.969,50 1.002
  7.922.579,99 4.634
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.422.306,73 2.660
  22.405.218,78 16.441
C. Rechnungsabgrenzungsposten 72.336,69 96
D. Aktive latente Steuern 872.002,00 841
  57.886.968,04 50.985

Passiva

   
  31.12.2011
31.12.2010
T€
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 26.600,00 27
II. Kapitalrücklage 14.972.100,00 14.972
III. Verlustvortrag -1.216.660,67 -42
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 4.886.023,34 -1.175
  18.668.062,67 13.782
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 7.968.401,00 7.465
2. Steuerrückstellungen 1.401.920,57 0
3. Sonstige Rückstellungen 6.159.948,66 4.075
  15.530.270,23 11.540
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.250.000,00 13.007
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.494.262,73 3.504
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.529.154,36 3.736
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.994.686,99 3.031
5. Sonstige Verbindlichkeiten 324.593,22 285
(davon aus Steuern € 268.307,84; Vorjahr T€ 195)    
  21.592.697,30 23.563
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.611,84 8
E. Passive latente Steuern 2.088.326,00 2.092
  57.886.968,04 50.985

Gewinn- und Verlustrechnung

  2011 2010
  T€
1. Umsatzerlöse   56.124.473,10 36.508
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.193.359,73 3.631
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   389.421,00 314
4. Gesamtleistung   57.707.253,83 40.453
5. Sonstige betriebliche Erträge   1.666.112,84 1.849
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 127.173,17; Vorjahr T€ 146)      
    59.373.366,67 42.302
6. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe      
und für bezogene Waren -21.208.066,46   -16.009
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.733.579,59   -2.843
    -25.941.646,05 -18.852
7. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -13.020.708,64   -11.037
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.814.674,82   -2.329
(davon für Altersversorgung € 491.052,54; Vorjahr T€ 353)      
    -15.835.383,46 -13.366
8. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -1.664.244,91 -1.709
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten   -1.384.482,03 0
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -8.933.542,05 -9.263
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 284.790,45; Vorjahr T€ 1.097)      
    5.614.068,17 -888
10. Erträge aus Beteiligungen   50.402,57 95
(davon aus verbundenen Unternehmen € 50.402,57; Vorjahr T€ 95)      
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   574.671,43 303
(davon aus verbundenen Unternehmen € 574.671,43; Vorjahr T€ 303)      
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   25.616,40 28
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -1.224.659,24 -860
(davon an verbundene Unternehmen € 82.279,49; Vorjahr T€ 103;      
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 373.277,00; Vorjahr T€ 0)      
    -573.968,84 -434
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   5.040.099,33 -1.322
15. Außerordentliche Erträge/außerordentliches Ergebnis   1.505.081,45 0
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -1.660.844,32 -77
17. Latente Steuern (Ertrag)   34.345,00 257
18. Sonstige Steuern   -32.658,12 -33
    -1.659.157,44 147
19. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag)   4.886.023,34 -1.175

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Patente und Softwarelizenzen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Der Firmenwert wird über die erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich bisher aufgelaufener planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Abschreibungsmethode vorgenommen. Sobald die linearen Abschreibungen zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen.

Die degressive Abschreibung erfolgt nur für Sachanlagen, die vor dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden. Ab dem 1. Januar 2010 werden neu hergestellte oder angeschaffte Anlagegüter in Anlehnung an das BilMoG nur noch linear abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern für technische Anlagen und Maschinen belaufen sich auf 3 bis 10 Jahre. Leihmaschinen die in 2011 fertiggestellt wurden, werden linear über sechs Jahre abgeschrieben. Für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 wurden in 2008 und 2009 in einem Jahressammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Ab 2010 werden geringwertige Anlagegüter (Anschaffungskosen bis € 410) im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Aus dieser Bewertungsänderung ergibt sich keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

In 2011 wurde die Beteiligung an der 100%igen Tochtergesellschaft, Automatik Inc., Spartanburg/USA, an eine Schwestergesellschaft in der Maag Gruppe, die Maag Pump Systems (US), Inc., Charlotte/USA, gegen Gewährung eines Darlehens verkauft.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Eigenkapital Eigenkapital zum 31.12.2011
T€
Jahresergebnis 2011
T€
 
Automatik Plastics Machinery (Shanghai) Co Ltd., Shangai/China 100,0% 1.361 204 *)
APM Grundstücksverwaltungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Großostheim-Ringheim 94,9% 436 54  
Automatik Plastics Machinery (Taiwan) Ltd., Taipei City/Taiwan 100,0% 392 141 *)
Automatik do Brazil Ma´quinas Para Indu´stria do Plastico Ltda. Sao Paulo/Brasilien 99,0% 171 16 *)
Automatik Plastics Machinery Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 100,0% 105 66 *)

*) umgerechnet zum Transaktions- bzw. Durchschnittskurs; das Eigenkapital ergibt sich aus der historischen Entwicklung der Vorjahre

Die bestehenden langfristigen Darlehensforderungen der Gesellschaft an andere Gesellschaften innerhalb der Maag-Gruppe werden zu marktüblichen Zinsen gewährt. Soweit diese Darlehen in einer Fremdwährung gewährt wurden erfolgt die Bewertung zum Stichtagskurs oder zu niedrigeren Anschaffungskosten.

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich:

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2011
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
31.12.2011
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.465 63 0 1.528
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.102 0 0 14.102
  15.567 63 0 15.630
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.697 878 681 13.894
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.836 490 414 6.912
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 19 0 19
  20.533 1.387 1.095 20.825
II. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.074 0 1.042 9.032
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.153 2.594 221 12.526
  20.227 2.594 1.263 21.558
  56.327 4.044 2.358 58.013
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2011
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
31.12.2011
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.087 123 0 1.210
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.820 940 0 3.760
  3.907 1.063 0 4.970
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.275 393 498 12.170
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.538 208 410 6.336
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
  18.813 601 908 18.506
II. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
  0 0 0 0
  22.720 1.664 908 23.476
  Restbuchwerte
  31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 318 378
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.342 11.282
  10.660 11.660
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.724 1.422
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 576 298
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19 0
  2.319 1.720
II. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.032 10.074
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.526 10.153
  21.558 20.227
  34.537 33.607

2. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Abschlussstichtag bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkten (Einzel-) Kosten auch Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten, einschließlich der durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen sowie die dem Fertigungsbereich zuordenbare Kosten der allgemeinen Verwaltung) einbezogen.

Für nicht gängige Vorräte und Bestände mit Überreichweiten wurde in 2011 erstmals eine ausschließlich prozentual gestaffelte Reichweitenabwertungen vorgenommen. Die bis 2010 angewendete Kombination aus Gängigkeitsabwertung mit anschließender Reichweitenabwertung wurde nicht mehr angesetzt. Aus dieser Bewertungsänderung ergibt sich zum Bilanzstichtag eine geringere Abwertung von ca. 100 T€.

In 2011 wurden darüber hinaus für Lagerteile und unfertige Erzeugnisse in Zusammenhang mit Aufträgen für einen Kunden eine Sonderabwertung in Höhe von 693 T€ vorgenommen. Die Abwertung erfolgte aufgrund anhaltender Zahlungsschwierigkeiten dieses Kunden und bestehender Zweifel über die Abnahme von noch bestehenden Kundenaufträgen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen auf Forderungen angemessen berücksichtigt. Die Wertberichtigungen enthalten eine Sonderabwertung in Höhe T€ 692 in Bezug auf einen Kunden (siehe oben Abschnitt II.2 unter den Vorräten). Durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen von 3 % wird dem allgemeinen Kreditrisiko Rechnung getragen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 611 (Vorjahr T€ 226) Lieferforderungen und mit T€ 0 (Vorjahr T€ 18) - davon T€ 0 (Vorjahr T€ 11) gegen Gesellschafter - abgegrenzte Zinsen für gewährte Darlehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen von T€ 0 (Vorjahr T€ 9) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Ansonsten sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

5. Aktive latente Steuern

Der Posten resultiert wie im Vorjahr aus den unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz und betrifft im Wesentlichen die Pensionsrückstellungen (T€ 496) sowie Rückstellungen für Zinsderivate und Devisentermingeschäfte (T€ 140). Hierbei wurde von einem zukünftigen Steuersatz von 26,68% ausgegangen. Eine Ausschüttungssperre besteht nicht, da ein Passivüberhang vorliegt.

6. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft wird am Bilanzstichtag zu 94 % (€ 25.000) von der Automatik Holding GmbH, Großostheim-Ringheim und zu 6 % (€ 1.600) von der APM Managementbeteiligungs GmbH, Großostheim-Ringheim gehalten.

7. Kapitalrücklage

Im Geschäftsjahr 2008 haben die Gesellschafter eine Einlage von T€ 14.951 in die Kapitalrücklage geleistet. Im Rahmen einer Verschmelzung in 2008 wurden weitere T€ 21 der Kapitalrücklage zugeführt.

8. Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte wie im Vorjahr auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der "Projected Unit Credit Methode" Es wurde hierbei ein Zinssatz von 5,14 % (Vorjahr 5,2%) verwendet, der sich aus einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren ergibt, sowie eine jährliche Rentenanpassung von 2,0 % (Vorjahr 1,5 %) indexiert. Bei der Ermittlung wurden keine künftigen Gehaltssteigerungen unterstellt. Die Heubeck Sterbetafeln (Heubeck Richttafeln 2005 G) liegen der Berechnung zugrunde. Die Überdeckung aus dem Vorjahr (T€ 28) aus der Anwendung des Beibehaltungswahlrechts im Zuge der Umstellung auf das BilMoG besteht zum 31. Dezember 2011 nicht mehr.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag gebildet. Die unter dieser Position ausgewiesene Jubiläumsrückstellung wird unter Verwendung der "Projected Unit Credit Methode" berechnet, wobei ein Zinsfuß von 5,14 % (Vorjahr 5,14%) p.a. sowie eine künftige Gehaltssteigerung von 2,5% verwendet wurde. Der Ermittlung der Jubiläumsverpflichtungen liegen die in der Betriebsvereinbarung vom 26. September 2008 festgelegten Zusagen zugrunde. Der Berechnung liegen ebenfalls die Heubeck Sterbetafeln (Heubeck Richttafeln 2005 G) für die Invalidisierung und Sterblichkeit zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsrisiken, sonstige personalbezogene Rückstellungen, Rechts- und Beratungskosten, ausstehende Lieferantenrechnungen, drohende Verluste aus Herstellungsaufträgen in Bezug auf einen Kunden, drohende Verluste aus Zinssicherungsgeschäften und Devisentermingeschäften sowie Provisionen.

Zur Absicherung des Zinsrisikos eines Darlehens, das bereits in 2010 zurückgezahlt wurde, wurde in Vorjahren ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Nach einer Mark-to-Market-Bewertung ergibt sich zum Bilanzstichtag ein negativer beizulegender Zeitwert in Höhe von T€ 409 T€ (Vorjahr 501 T€) und eine entsprechende Drohverlustrückstellung. Für zum 31.12. 2011 bestehende Devisentermingeschäfte wurde ebenfalls eine Drohverlustrückstellung mit einem negativen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 143 T€ gebildet (Vorjahr 0 T€).

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten zwei langfristige Darlehen mit Laufzeiten bis 2014 bzw. 2015. Der Zinssatz des einen Darlehens setzt sich aus dem jeweiligen Libor und einem Aufschlag zusammen, der sich nach dem dynamischen Verschuldungsgrad der Gesellschaft richtet. Der Zinssatz des anderen Darlehens ist bis zum 30.12.2014 unveränderlich; danach neu verhandelbar. Verbindlichkeiten von T€ 2.600 (Vorjahr T€ 2.750) sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 7.650 (2009 T€ 10.250) haben eine Restlaufzeit von zwei bis fünf Jahren. Über fünf Jahre sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten enthalten. Bezüglich der Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten siehe die Ausführungen unter "IV. 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse".

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, haben wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ein Darlehen in Höhe von T€ 2.058 (Vorjahr T€ 2.001) das jederzeit fällig gestellt werden kann, sowie Managementumlagen T€ 291 (Vorjahr 168 T€). Bei den restlichen Verbindlichkeiten (T€ 646, Vorjahr T€ 507) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltenen Anzahlungen und sind, wie im Vorjahr, grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet eine im Voraus erhaltene Mietzahlung.

Die passiven latente Steuern wurden, wie im Vorjahr, für die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz der Gesellschaft gebildet und beziehen sich auf den Beteiligungsansatz an der APM Grundstücksverwaltungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Großostheim-Ringheim (Steuersatz 26,68 %).

10. Fremdwährungen

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischen Währungen werden mit den am Bilanzstichtag gültigen Wechselkursen bewertet.

11. Derivative Finanzinstrumente

Am Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus Devisentermingeschäften in Höhe von T€ 1.300 (TUS$ 1.870), im Vorjahr T€ 0 (TUS$ 0), zur Absicherung schwebender Absatzgeschäfte sowie ein Zinssicherungsgeschäft aus der ursprünglichen Absicherung eines früheren Darlehens (siehe unter den Erläuterungen zu den Rückstellungen - Punkt II.8).

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung nach geographischen Märkten (Bestimmungsland, nicht Fakturaland):

  2011
T€
2010
T€
Bundesrepublik Deutschland 12.014 5.796
Asiatische Länder 18.124 10.948
Westeuropa (ohne Bundesrepublik Deutschland) 20.263 10.633
GUS-Staaten und andere osteuropäische Länder 133 775
USA und Kanada 3.516 3.547
Südamerika 827 1.266
Afrika 1.343 3.535
Ozeanien 68 50
  56.288 36.550
Erlösschmälerungen -164 -42
  56.124 36.508

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen:

  2011
T€
2010
T€
Granulier- und Reinigungsanlagen inklusive Ersatzteile 48.120 33.654
Spinnanlagen und Werkleistungen 8.168 2.896
Erlösschmälerungen -164 -42
  56.124 36.508

2. Bestandsveränderung

Die Bestandsveränderung ermittelt sich wie folgt:

  T€ T€
Bestand am 1. Januar 2011    
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 4.476  
Fertige Erzeugnisse 1.642 6.118
Bestand am 31. Dezember 2011    
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 5.356  
Fertige Erzeugnisse 1.955 7.311
Bestandsveränderung   1.193

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

Der Ausweis beinhaltet aktivierte eigene Aufwendungen für Versuchs- bzw. Demomaschinen.

4. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von T€ 375 (Vorjahr T€ 1.016); diese betreffen die Auflösung von Rückstellungen (T€ 366, Vorjahr T€ 850) und die Herabsetzung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 9, Vorjahr T€ 166).

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Werbe- und Vertreterkosten (T€ 2.005, Vorjahr T€ 1.148), Instandhaltungskosten (T€ 897, Vorjahr T€ 475), Garantieaufwendungen (T€ 852, Vorjahr T€ 794), Reisekosten (T€ 615, Vorjahr T€ 541), Versandkosten (T€ 511, Vorjahr T€ 497), Patentkosten (T€ 368, Vorjahr T€ 382), Beratungskosten (T€ 340, Vorjahr T€ 717), Gebäudemieten (T€ 480, Vorjahr T€ 480), Ausstellungs- und Messekosten (T€ 142, Vorjahr T€ 290), EDV-Aufwendungen (T€ 349, Vorjahr T€ 294), Zuführung zur Drohverlustrückstellung (T€ 0, Vorjahr T€ 530), Refinanzierungsgebühren (T€ 107, Vorjahr T€ 372) und Kursverluste (T€ 284, Vorjahr T€ 1.097).

6. Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge betreffen den Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der 100%igen Tochtergesellschaft, Automatik Inc., Spartanburg/USA.

7. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen fast ausschließlich das Berichtsjahr. T€ 13 entfallen auf Nachzahlungen für frühere Jahre. Rund T€ 20 sind dem außerordentlichen Ergebnis von T€ 1.505 zuzurechnen.

8. Latente Steuern (Ertrag)

Der Ausweis beinhaltet die Veränderung der latenten Steuer aus den Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz (T€ 34).

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Im Berichtsjahr besteht ein Bestellobligo in Höhe von T€ 4.852. Dies resultiert größtenteils aus offenen Materialbestellungen; T€ 33 (Vorjahr T€ 9) entfällt auf Investitionen.

Weiterhin bestehen Mietverpflichtungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen APM Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Großostheim-Ringheim, in Höhe von T€ 480 p.a.

Die Avalbürgschaften bei Kreditinstituten betragen zum Stichtag T€ 6.089 (Vorjahr T€ 5.976).

Die Avalkreditlinie bei Kreditinstituten beläuft sich auf T€ 15.000 (Vorjahr T€ 15.000) im Rahmen des Konsortialkredites innerhalb der Maag-Gruppe (zu der die Gesellschaft seit 28.5.2010 gehört) plus Avalkreditlinien nur für die Automatik Plastics Machinery GmbH in Höhe von T€ 1.300 (Vorjahr T€ 500) bei zwei deutschen Kreditinstituten.

Zur Sicherung des langfristigen Rahmen-Konsortialkredites über T€ 30.000 (Tranche A des Gesamtrahmenkredites der Maag-Gruppe - davon hat die Automatik Plastics Machinery GmbH Darlehen in Höhe T€ 4.250 (Vorjahr T€ 5.000) in Anspruch genommen) von einem schweizer Bankenkonsortium mit der UBS AG als Agenten - wurden nachfolgende Vereinbarungen geschlossen:

Haftung der Maag Pump Systems (Switzerland) AG und der Maag Pump Systems AG bis zu einem Betrag von EUR 77.000.000 gemäß Schweizer Gesetzgebung (Artikel 111 Swiss Code of Obligations).

Verpfändung der Anteile der Maag Pump Systems (Luxembourg) S.A.R.L, an der Automatik Holding GmbH, an der Automatik Plastics Machinery GmbH, sowie der APM Managementbeteiligungs GmbH.

Gesamtschuldnerische Haftung der verbundenen Unternehmen Maag Pump Systems AG/Schweiz, Maag Pump Systems (Switzerland) AG, Maag Pump Systems (Luxembourg) S.A.R.L,Maag Pump Systems (Luxembourg) S.A.R.L, Maag Pump Systems (Italy) S.r.l., Maag Pump Systems Inc./USA, sowie Automatik Plastics Machinery GmbH.

Mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft aus der gesamtschuldnerischen Haftung wird aufgrund der positiven

Ertrags- und Finanzlage der Maag-Gruppe derzeit nicht gerechnet.

Zur Sicherung des langfristigen Kredites von der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau (T€ 6.000, Vorjahr T€ 8.000) wurden folgende Vereinbarungen getroffen:

Grundschuldbestellung von T€ 14.000 auf die Grundstücke in Großostheim-Ringheim, die im Eigentum der Tochtergesellschaft APM Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Großostheim-Ringheim, stehen.

2. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gemäß § 285 Nr. 21 HGB angabepflichtige Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen bestehen im Wesentlichen mit verbundenen Unternehmen der Maag-Pump Gruppe und betreffen das folgende Geschäftsvolumen:

Art des Geschäfts Betrag
in T€
Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen 3.916,6
Mieteinnahmen und andere sonstige Erlöse 213,9
Einkauf von Material und Dienstleistungen -947,7
Provisionsaufwand -1.197,9
Aufwendungen Cost Sharing / IT-Umlage / Weiterbelastete Beratung -472,6
Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten -511,3
Zinseinnahmen 574,7
Zinsaufwendungen -82,3
Ertrag aus Beteiligungsverkauf 1.505,1
Ausschüttung Grundstücksverwaltung 50,4

3. Angaben zur Belegschaft

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 229 (Vorjahr 212) Arbeitnehmer, davon 134 (Vorjahr 128) Angestellte und 95 (Vorjahr 84) gewerbliche Mitarbeiter.

4. Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2011 die Herren:

Harald Zang, Leiter der Business Unit Polymer der Maag-Group

Ulrich Thürig, Leiter der Maag-Group

Auf die Angabe der Bezüge wurde gem. § 286 (4) HGB verzichtet. Das gleiche gilt in Bezug auf die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer.

5. Beirat

Mit Gesellschafterbeschluss vom 25.11.2011 wurde der Beirat abgeschafft. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörten dem Beirat die folgenden Herren an:

Dr. Rolf Lanz, Kaufmann, Uetikon am See/Schweiz

Peter Felix Gloor, Ingenieur, Zollikerberg/Schweiz

Rudolf Daniel Graf, Ingenieur, Egliswil/Schweiz

Michael Bachmann, kaufmännischer Leiter der Automatik Plastics Machinery GmbH, Großostheim

Die Mitglieder des Beirats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 keine Vergütung.

6. Honorar des Abchlussprüfers

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Abschlussprüfungsleistungen T€ 62

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2011 mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Automatik Holding GmbH, Großostheim-Ringheim

Seit 28. Mai 2010 gehört die Gesellschaft zum Konzernkreis der Maag Pump Gruppe, die wiederum zum Konzernkreis der Clyde Blowers Capital Group gehört. Oberste Konzerngesellschaft ist seit 28. Mai 2010 die Clyde Brothers Capital S.A.R.L., Luxemburg, die einen Konzernabschluss aufstellt.

Daneben erstellt die Maag Pump Systems S.A.R.L.-Luxemburg, einen Teilkonzernabschluss. In beide Konzernabschlüsse wird die Automatik Holding GmbH Gruppe mit Wirkung ab 28. Mai 2010 einbezogen.

Gemäß § 291 HGB ist die Gesellschaft nicht verpflichtet einen deutschen Teilkonzernabschluss aufzustellen. In den folgenden wesentlichen Punkten weichen die für obigen Konzernabschluss der Maag Pump Systems S.A.R.L., Luxemburg, nach IFRS angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom deutschen Handelsrecht ab: Darstellung und Gliederung des Konzernabschlusses; Immaterielle Vermögensgegenstände, die keiner begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, sind nicht planmäßig abzuschreiben und die sofortige erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste im Rahmen der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen (IAS 19; sog. SORIE-Option). Weitere Unterschiede bestehen in der Bewertung von Sachanlagen, Vorräten und Rückstellungen.

Die für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellten Konzernabschlüsse sind bei der Clyde Brothers Capital S.A.R.L., Luxemburg, bzw. bei der Maag Pump Systems S.A.R.L., Luxemburg, erhältlich.

Mit Vertrag vom 10. Februar 2012 wurde die Maag Gruppe von den bisherigen Mehrheitsgesellschaftern CGS II (Jersey) Ltd. Partnership, CGS II (Jersey) Co-Invest Ltd. Partnership und Clyde Blowers Capital an die amerikanische Dover Corporation verkauft. Der endgültige Abschluss des Verkaufes (Closing) wird für Mitte März 2012 erwartet.

 

Großostheim-Ringheim, den 14. März 2012

Ulrich Thürig, Geschäftsführer

Harald Zang, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Automatik Plastics Machinery GmbH, Großostheim-Ringheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 14. März 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernd Wagner, Wirtschaftsprüfer

ppa. Peter Schulz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt.

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