Haselbeck Formen- u. Werkzeugbau GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Stockbauer seit 19.8.2019 | Prokura |
Florian Lendner seit 23.1.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% | |
| 10.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 80.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GFH GmbHDeggendorfJahresabschluss zum 31. Dezember 2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023GFH GMBH, DEGGENDORFAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023GFH GMBH, DEGGENDORFI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die GFH GmbH hat ihren Sitz in Deggendorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Deggendorf unter HRB 2239 eingetragen. Der Jahresabschluss der GFH GmbH wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Ergänzend dazu waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Bilanzierung erfolgt nach teilweiser Ergebnisverwendung. Die Gesellschaft hat, nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr, im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss zu verzeichnen. Die Ergebnisse beider Jahre sind durch Sondereffekte in Form von Corona-Hilfen (Ablehnung und Rückforderung im Vorjahr, Nachforderungen im Berichtsjahr) beeinflusst. Die Geschäftsführung hat eine Ertrags-, Finanz- und Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2024 aufgestellt und geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, dass die Liquidität ausreichend ist. Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der Einhaltung der Planzahlen abhängig. Aufgrund des aktuellen Geschäftsverlaufs geht die Geschäftsführung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Es wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Immaterielle Vermögensgegenstände: Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei der Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Abgeschlossene Projekte werden planmäßig innerhalb von 8 bzw. 10 Jahren abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der branchenüblichen Nutzungsdauern der Gegenstände in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen nach der linearen Methode vorgenommen. Dabei werden die zulässigen Höchstsätze herangezogen. Sachanlagen: Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den branchenüblichen Nutzungsdauern, in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen, angesetzt. Dabei werden die zulässigen Höchstsätze herangezogen. Bei den Zugängen wird pro rata temporis abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Vorräte: Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu Material- und Fertigungseinzelkosten unter Einbeziehung von Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und für freiwillige soziale Leistungen hinzugerechnet. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt, soweit sie das zugehörige Vorratsvermögen nicht übersteigen. Der übersteigende Teil wird gegebenenfalls auf der Passivseite ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Flüssige Mittel: Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten: Gemäß § 250 Abs. 1 und 2 HGB wird für Zahlungsvorgänge, die vor dem Abschlussstichtag liegen und sich auf eine bestimmte Zeit danach beziehen, ein aktiver oder passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Diese werden zum Nennwert bewertet. Eigenkapital: Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.505.550,51 enthalten. Ausschüttungssperre gemäß §268 Abs. 8 HGB: Die Ausschüttungssperre beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 2.945.332,27. Sie gliedert sich wie folgt auf:
Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Dabei werden alle erkennbaren Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive latente Steuern: Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen und werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. ANGABEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Anlagevermögen: Die Aufgliederung des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 25 eine Laufzeit von über 5 Jahren. Es handelt sich um ein unverzinsliches Darlehen gegenüber dem Geschäftsführer-Gesellschafter. Verbindlichkeiten: Zum Bilanzstichtag 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.796.808,30 (Vorjahr: EUR 1.700.000,00). Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt TEUR 214 durch eine Sicherungsübereignung der finanzierten Photovoltaikanlage besichert. Von den Verbindlichkeiten haben EUR 1.746.695,54 (Vorjahr: EUR 1.314.132,10) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und EUR 1.568.394,58 (Vorjahr: EUR 1.616.041,26) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (davon in 2023 mehr als fünf Jahre: EUR 327.096,30). Passive latente Steuern: Die Veränderung der passiven latenten Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Der unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 28,075 % (Vorjahr: 28,075 %). Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung: In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Zuschüssen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 207) enthalten. Außerdem sind staatliche Corona-Wirtschaftshilfen in Höhe von TEUR 62 sowie Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 163 enthalten. IV. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB): Die Gesellschaft hat wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.176. Davon bestehen TEUR 1.021 gegenüber nahestehenden Personen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen: Es bestehen Miet- und Pachtverträge über das Firmengrundstück und -gebäude mit einem Gesellschafter. Das jährliche Volumen beträgt TEUR 312. Außerdem besteht ein Darlehen in Höhe von TEUR 25 gegenüber dem Geschäftsführer-Gesellschafter. Das Darlehen ist unverzinslich und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2032. Mitarbeiter: Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 70 Arbeitnehmer (14 gewerbliche Arbeitnehmer; 56 Angestellte) beschäftigt. Geschäftsführung: Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der GFH GmbH durch Herrn Florian Lendner, Master of Business Administration, Bachelor of Engineering. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 238.183,97 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Deggendorf, den 24. Mai 2024 MBA, B. Eng. Florian Lendner, Geschäftsführer
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023GFH GMBH, DEGGENDORFI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die GFH GmbH strebt an, einer der globalen Marktführer und technologischen Vorreiter in der Konzeption und Konstruktion von hochpräzisen Lasermikrobearbeitungsanlagen mit Ultrakurzpulslasern (UKP) zu sein. Ein Hauptschwerpunkt liegt dabei auf der stetigen Weiterentwicklung des "Werkzeugs" Laser, mit dem sich bereits heute ganz unterschiedliche Prozesse vom Schneiden über das Drehen und Bohren bis zum Strukturieren innerhalb geringster Toleranzen und ohne Verschleiß abdecken lassen. Damit steigert die Lasertechnik von GFH nicht nur die Produktivität in der Serienfertigung, sondern legt auch die Basis für innovative Herstellungsverfahren und zukünftige Fertigungsansprüche. Zusätzlich bietet das Unternehmen auch die professionelle Auftragsfertigung nach individuellen Kundenwünschen und spezifischen Anforderungsprofilen auf den betriebseigenen Bearbeitungszentren an. In Anbetracht der großen Bandbreite unterschiedlicher Fertigungsaufgaben umfasst unser Portfolio an Lasermikrobearbeitungsmaschinen verschiedene Serienlösungen, die sich sehr einfach und effektiv individualisieren lassen. Dadurch erreichen wir kürzeste Lieferzeiten und gewährleisten gleichzeitig optimale Produktionsergebnisse sowie eine hohe Planungssicherheit für unsere Kunden. Bei sehr speziellen Erfordernissen können wir zudem auf langjährige Erfahrung im Sondermaschinenbau zurückgreifen, um auch im Einzelstück exakt auf den Anforderungskatalog des Kunden zugeschnittene Technik zu realisieren. 2. Forschung und Entwicklung Die GFH GmbH betreibt Forschung und Entwicklung über dem branchenüblichen Umfang zur technischen Weiterentwicklung des vorhandenen Portfolios sowie der Entwicklung neuer Produkte. Daneben wurden sowohl im Kundenauftrag als auch für eigene Zwecke Fertigungsprozesse für die Lasermaterialbearbeitung entwickelt. Das Hauptaugenmerk lag hier in den Prozessen Laserdrehen und hochpräzises Laserbohren, welche anschließend gewinnbringend in der Präzisionsfertigung eingesetzt werden. Darüber hinaus wurden mit Instituten und anderen Unternehmen Forschungsprojekte beantragt und durchgeführt. Wie im Vorjahr wurde weiterhin der Fokus zunehmend auf die produktiven Bereiche gelegt und die Aktivierung von Entwicklungsleistungen war mit TEUR 281 erneut deutlich rückläufig (TEUR 434 im Vorjahr). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft war auch 2023 weiterhin geprägt von geopolitischen Einflüssen und den damit verbundenen hohen Kosten für Energie und Rohstoffe. Die Maßnahmen der Notenbanken zur Eindämmung der Inflation dämpften die konjunkturelle Entwicklung zusätzlich und führten laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) letztendlich zu einem Wachstum von + 3,1 % (Vorjahr: + 3,3 %). Im weltweiten Vergleich zeigte sich vor allem im Euroraum ein deutlich reduziertes Wachstum von lediglich + 0,5 % (Vorjahr: + 3,5 %) und in Deutschland sank laut IfW das Bruttoinlandsprodukt sogar in eine leichte Rezession von - 0,1 % (Vorjahr: + 1,9 %). Der internationale Markt für Werkzeugmaschinen war gemäß dem Verein deutscher Werkzeugmaschinen e.V. (VDW) und dem britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics erstmals seit dem Corona-Jahr 2020 wieder rückläufig und sank um - 2 %. Die Auftragseingänge der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie sanken deutlich um - 10,5 % auf 14,1 Mrd. € (Vorjahr: 15,8 Mrd. €), die Umsätze entwickelten sich hingegen positiv und erhöhten sich um + 7,6 % auf 15,2 Mrd. €. Laut einer Umfrage des Verband Photonics Germany stieg auch in der optischen Industrie der nominale Umsatz 2023 um + 7,5 %, für Firmen mit < 50 Mio. € Umsatz war das Wachstum im Inland mit + 0,1 % jedoch deutlich geringer, der Auslandsumsatz zeigte sich sogar rückläufig mit - 4,9 %. 2. Geschäftsverlauf und Lage Über den gesamten Jahresverlauf bremsten die anhaltenden globalen Unsicherheiten und Handelskonflikte weiterhin die konjunkturelle Erholung, was zu einer geringen Dynamik bei der Nachfrage an Investitionsgütern führte. Folglich verzeichneten wir einen deutlichen Rückgang in der Akquisition von Maschinenbauprojekten und das Niveau des Rekordauftragseingangs im Vorjahr konnte erwartungsgemäß nicht gehalten werden. Durch die gut gefüllten Auftragsbücher zum Jahresbeginn und den für das im Projektgeschäft typischen langen Durchlaufzeiten bestand über das gesamte Jahr hinweg Vollauslastung in allen Bereichen. Der Auftragsbestand wurde zum Teil abgearbeitet und reduzierte sich zum Jahreswechsel auf 14,1 Mio. €. Insgesamt verzeichneten wir ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 und konnten dieses über den Wachstumseinschätzungen der Branche mit einer zum Vorjahr deutlichen Steigerung im Umsatz, Rohertrag und Ergebnis abschließen. a) Ertragslage Im betrachteten Geschäftsjahr wurde ein positives Ergebnis mit einem ausgewiesenen Überschuss von TEUR 238 erzielt. Die Gesamtleistung erhöhte sich um + 11,0 % auf Mio. EUR 14,1 und damit deutlich besser als die durchschnittliche Entwicklung in der deutschen Wirtschaft. Die Materialaufwandsquote konnte mit 49,4 % fast auf Vorjahresniveau gehalten werden (48,0 %). Der Personalaufwand hat sich um TEUR 236 im Vergleich zum Vorjahr erhöht, was auf eine Nachbesetzung einzelner offener Stellen aus dem Fluktuationsanstieg im Jahr 2022 zurückzuführen ist. Dazu gegenläufig konnte die Personalaufwandsquote in Relation zur Gesamtleistung leicht auf 31,2 % gesenkt werden (Vorjahr: 32,7 %). b) Finanzlage Unsere Kapitalstruktur zeigt eine positive Entwicklung. Das Eigenkapital hat sich um den Überschuss (TEUR 238) auf TEUR 3.769 erhöht. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um + 9,4 % auf TEUR 8.259 und die Eigenkapitalquote hat sich von 46,8 % auf 45,6 % leicht verringert. Die liquiden Mittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 16 auf TEUR 917 erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 97 erhöht. Die Verbindlichkeiten aus laufenden Darlehen wurden zwar um TEUR 88 reduziert, jedoch wurde ein zusätzliches Darlehen zur Finanzierung einer eigengenutzten Photovoltaik-Anlage aufgenommen. Die Lieferantenverbindlichkeiten zum Stichtag haben sich um TEUR 229 erhöht. Es wird eine Liquiditätsplanung für den Zeitraum bis zum Jahresende des Folgejahres erstellt. Gemäß dieser Planung sind die vorhandenen Kreditlinien ausreichend. Investitionen in das Sachanlagevermögen erfolgten vor allem in die Ausstattung eigener Maschinen in der Präzisionsfertigung durch den Kauf zweier Lasergeräte (TEUR 269) sowie durch Anzahlungen auf eine Photovoltaik-Anlage in Höhe von TEUR 196. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Gesellschaft erhöhte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 711. Neben den Sachanlagen bilden die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.095 (Vorjahr: TEUR 4.378) einen wesentlichen Bestandteil des Anlagevermögens. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 695, was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (+TEUR 338) und die Erhöhung noch nicht ausbezahlter Zuschüsse aus Forschungs- und Entwicklungs-Projekten innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände (+TEUR 136) zurückzuführen ist. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Für Zwecke unserer internen Unternehmenssteuerung werden im Wesentlichen die klassischen Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung herangezogen. Dazu zählen insbesondere die erwirtschafteten Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. 4. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2023 konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir zum Stichtag als stabil ein. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. III. Prognosebericht Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hatte zum Jahreswechsel aufgrund der rückläufigen Inflation und damit einhergehender Eindämmung der steigenden Preisen ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 % für 2024 prognostiziert. In Europa wird weiterhin aber mit einer verhaltenen wirtschaftlichen Dynamik und lediglich mit einem geringen Wachstum von + 0,8 % gerechnet, das Wachstum in Deutschland wurde mit + 0,9 % leicht darüber prognostiziert. Die anhaltenden Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten und der weltweit straffen Geldpolitik werden voraussichtlich auch 2024 die Nachfrage nach Investitionsgütern maßgeblich beeinflussen. Gemäß den Analysten des VDW und Oxford Economics sollte der weltweite Verbrauch an Werkzeugmaschinen nur gering um + 0,7 % auf 79,3 Mrd. EUR steigen. In Deutschland wird ein leichter Rückgang um - 0,9 % auf 5,2 Mrd. EUR erwartet. Für die optische Industrie wird laut Photonics Deutschland auch eine Abschwächung im Vergleich zum Vorjahr erwartet, aber dennoch weltweit im Vergleich zur Gesamtwirtschaft ein überdurchschnittliches Wachstum von + 5,1 % angenommen. Für unser Geschäft rechnen wir trotz der global eher verhaltenen Nachfrage an Investitionsgütern im Auftragseingang nach dem deutlichen Rückgang in der Akquisition von Maschinenbauprojekten im Vorjahr nun mit einer deutlichen Erholung. In den Bereichen Präzisionsfertigung und Aftersales wird weiterhin eine moderate Steigerung im Auftragseingang erwartet. Große Herausforderungen sehen wir nach wie vor in der Stabilisierung der Materialaufwandsquote der Maschinenbauprojekte sowie der Einhaltung der geplanten Projektlaufzweiten aufgrund der Auswirkungen der geopolitischen Unsicherheiten und Handelskonflikte auf Lieferzeiten und Preise für zugekaufte Komponenten. Insgesamt sehen wir uns gegenüber den Risken gut gerüstet und rechnen aufgrund des nach wie vor guten Auftragsbestands sowie eines planmäßigen Auftragseingangs im ersten Quartal 2024 für das laufende Geschäftsjahr mit einem leichten Rückgang der Umsätze, einer deutlichen Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen sowie einem deutlichen Anstieg des Jahresüberschusses. IV. Chancen- und Risikobericht Für die künftige Entwicklung des Unternehmens sind folgende Risiken (in absteigender Reihenfolge) bedeutsam: Aufgrund der Ertragssituation bestehen weiterhin Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken: Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen aus dem Eigenkapital sowie über Kreditinstitute. Die Finanzierung der Auftragsbestände erfolgt im Wesentlichen über erhaltene Anzahlungen der Kunden. Die Geschäftsführung hat eine Ertrags-, Finanz- und Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2024 aufgestellt und geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, dass die Liquidität ausreichend ist. Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der Einhaltung der Planzahlen abhängig. Aufgrund des aktuellen Geschäftsverlaufs geht die Geschäftsführung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Seit geraumer Zeit tendieren binnen- und gesamtwirtschaftliche Systeme und Märkte hin zu einer zunehmenden Dynamisierung. Konjunkturzyklen verkürzen sich zusehends. Die Spitzen der Auf- und Abschwungphasen bewegen sich indes immer weiter auseinander. Wirtschafts- und geopolitische Problemstellungen verstärken diesen Trend zusätzlich. Durch die Neu- bzw. Weiterentwicklung von Produkten, die gezielte Erschließung neuer Branchen und Märkte sowie den Auf- und Ausbau von Wissens- und Technologievorsprüngen entstehen auch für die Zukunft zahlreiche Potentiale, die den Fortbestand der GFH GmbH sichern und eine weiterhin positive Entwicklung des Unternehmens ermöglichen. Während der mehrmonatigen Herstellungsphase für unsere Produkte, beginnend mit der Entwicklungs- und Konstruktionsphase und endend mit Abschluss der Inbetriebnahme beim Kunden, sind wir Projekt- sowie technologischen Risiken, Preissteigerungs-, Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Durchführung von großen und komplexen Projekten ist mit diversen Risiken verbunden, welche auch negative finanzielle Auswirkungen haben können. Durch ein gutes Projekt- und Qualitätsmanagement wirken wir diesem Risiko entgegen. Technologische Risiken sind insbesondere durch den schnellen technologischen Wandel begründet. Wir reduzieren dieses Risiko durch kontinuierliche Weiterbildungen der Mitarbeiter und permanente Fortentwicklung unserer Lösungen. Risiken aus Preissteigerungen sind möglich und existieren in allen Unternehmensbereichen. Am bedeutendsten erachten wir dabei die Kosten für Material und Personal. Beide Risiken versuchen wir in unseren Verkaufspreisen durch vorausschauende Planung und vorsichtige Angebotskalkulation zu minimieren. Im Materialeinkauf setzen wir weiterhin auf langfristige Partnerschaften mit unseren A-Lieferanten, wodurch das Gewährleistungsrisiko gering gehalten werden soll, Preisvergleiche und intensive Preisverhandlungen. Forderungsausfallrisiken versuchen wir durch vertraglich vereinbarte Anzahlungen bzw., wenn möglich, durch Abwicklung der fälligen Zahlungen über Akkreditive zu verringern. Liquiditätsrisiken können sich durch wechselndes Zahlungsverhalten unserer Kunden entwickeln. Wir versuchen, dieses Risiko durch ein aktives, IT-gestütztes Mahnwesen und vorausschauende Planung zu beherrschen.
Deggendorf, den 24. Mai 2024 MBA, B. Eng. Florian Lendner, Geschäftsführer GFH GmbH BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023GFH GMBH, DEGGENDORFDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GFH GmbH, Deggendorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GFH GmbH, Deggendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GFH GmbH, Deggendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Deggendorf, 24. Mai 2024 Dr.
Kittl & Partner GmbH
Karl Schröder, Wirtschaftsprüfer Andreas Schwarzhuber, Wirtschaftsprüfer GFH GMBH, DEGGENDORFFESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSDie Gesellschafterversammlung vom 15. November 2024 hat die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 sowie den Vortrag des Jahresüberschusses auf neue Rechnung beschlossen. |
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