Lingemann Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pascal Zinn seit 24.6.2022 | Prokura |
Nicole Heinzmann seit 24.6.2022 | Prokura |
Christian Gerken seit 18.7.2016 | Geschäftsführer |
Ralf Schneider seit 13.3.2007 | Prokura |
Steffen Kiauka seit 1.4.2003 | Prokura |
Alexander Damian Pawel seit 16.7.2001 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lingemann GmbHBrühlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft beliefert die produzierende Industrie mit Hilfs- und Betriebsstoffen aus warengruppenübergreifenden Sortimenten. Die Versorgung umfasst Warenlieferungen und logistische Dienstleistungen gleichermaßen, für Lingemann gehört das untrennbar zusammen. Ob mit Vor-Ort Depots oder direkt auf dem Werksgelände, national oder international, entscheidet sich im Einzelfall. Regelmäßig nimmt die Automatisierung sich wiederholender Prozesse dabei einen außerordentlich hohen Stellenwert ein, um möglichst kosteneffizient zu operieren. 2. Forschung und Entwicklung Mit Ausnahme der in Rumänien ansässigen Lingemann Logistics S.R.L., die maßgeblich für die Herstellung der Hardwarekomponenten einer weiteren Gesellschaft der Unternehmensgruppe verantwortlich ist, existiert ausschließlich eine breit gefächerte Palette an Handels- und Dienstleistungsangeboten, jedoch keine Produktentwicklung im Hinblick auf Handelswaren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Obwohl die Bundesregierung in ihrem Wirtschaftsbericht für das Jahr 2023 selbst nur von einem mageren Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % ausging, fiel das Endergebnis mit -0,3 % noch deutlich schlechter aus. Treffgenauer mit der Prognose erwies sich der Sachverständigenrat, der erwartete, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4 Prozent schrumpfen würde. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging um 2,0 % zurück, wobei das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % der Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, um 0,4 % sank. Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden in den ersten drei Quartalen 2023 ca. 9,7 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind zwar 17 Prozent mehr als im identischen Zeitraum des Vorjahres, aber auch damit verläuft die Erholung nach wie vor schleppend. Der europäische Pkw-Markt liegt noch immer gut 20 Prozent unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Vergleich dazu wurden auf dem chinesischen Pkw-Markt mit fast 18 Mio. Modellen 7 Prozent mehr Pkw verkauft als noch im Vorjahreszeitraum. Der chinesische Markt hatte bereits im vergangenen Jahr das Vorkrisenniveau wieder erreicht und befindet sich aktuell knapp 20 Prozent oberhalb des Verkaufsvolumens von 2019. Für das Jahr 2024 rechnet der Sachverständigenrat im Wesentlichen aufgrund steigender Realeinkommen mit einer Ausweitung des privaten Konsums, was zu einer verhaltenen konjunkturellen Erholung führen und das BIP um 0,7 Prozent wachsen lassen dürfte. Der Rückgang der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Gesamtjahr 2023, der kalenderbereinigt 5,9 % zum Vorjahr betrug, löst ebenfalls wenig Euphorie aus. Im Bereich der Investitionsgüter lagen die Auftragseingänge im Jahr 2023 um 3,8 % niedriger als im Vorjahr. In den beiden größten Investitionsgüterbranchen Automobilindustrie (-4,5 %) und Maschinenbau (-11,9 %) sanken die Auftragseingänge überdurchschnittlich. 2. Geschäftsverlauf Die Umsatzplanung konnte mit + 336 T€ bestätigt werden, die Gesamtleistung der Gesellschaft stieg gegenüber 2022 um 4,4 % (1.423 T€) auf 33.785 T€. Unsere Erwartungshaltung aus dem Prognosebericht des Vorjahres hat sich demzufolge erfüllt. Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass wir von deckungsbeitragsschwachen größeren Projekten Abstand nehmen wollten, waren wir nur von einem geringen Umsatzwachstum ausgegangen. Der Rohertrag stieg um 16,4 % auf 7.757 T€ (VJ 6.663 T€), in Summe wurde unsere Planung mit 509 T€ deutlich übertroffen. Unsere Premiumkunden stehen unverändert für fast 9/10 der Gesamtleistung der Gesellschaft. Der Personalaufwand wuchs leicht um ca. 3 % auf 4.129 T€ (VJ 4.014 T€), somit um 142 T€ geringer als erwartet. Innerbetriebliche Umstrukturierungen haben sich wesentlich schneller positiv ausgewirkt, der ausgeschiedene Controller konnte adäquat durch einen der beiden Beschäftigten ersetzt werden, die unseren Innendienst leiten. Das innerbetriebliche Reporting wurde / wird immer weiter optimiert und leistet hierbei erhebliche Unterstützung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 13 T€ auf 2.612 T€. 3. Lage Die Lage des Unternehmens wird bestimmt durch das operative Geschäft. a) Ertragslage Die Ertragslage wird durch die nachstehende Übersicht erläutert:
Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert. Dies lag insbesondere an dem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Deckungsbeitrag. Hierdurch konnte auch unsere letztjährige Prognose für den Jahresüberschuss übertroffen werden. b) Finanzlage Die Finanzlage ist unverändert gut. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen, Forderungen i.d.R. pünktlich vereinnahmt. Im Berichtsjahr war kein nennenswerter Ausfall durch eine Kundeninsolvenz zu verzeichnen. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist anhaltend zufriedenstellend. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind überproportional gesunken und betragen zum Bilanzstichtag 1.634 T€ (VJ 2.424 T€). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 186 T€ auf 1.046 T€, die Wechselverbindlichkeiten stiegen um 186 T€ auf 1.964 T€ (VJ 1.778 T€) an. Konstant bestanden während des gesamten Berichtsjahres Kreditrahmen bei der Deutschen Bank (Köln) und der Volksbank Berg über jeweils 1.000 T€. Unsere Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr gut, die Skontierung sämtlicher Lieferantenverbindlichkeiten war zu jeder Zeit sichergestellt. c) Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist solide, gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage betragen 3.440 T€. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 795 T€ (VJ 1.268), die im Wesentlichen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und auf die Ausgabe von Darlehen an verbundene Unternehmen entfielen. Zum Bilanzstichtag hält die Lingemann Holding GmbH unvermindert 100 % der Geschäftsanteile der Lingemann GmbH. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Unternehmenssteuerung erfolgt über ein detailliertes Reporting, das den Finanzpartnern grundsätzlich monatlich zur Verfügung gestellt wird. Es beinhaltet Umsatzentwicklung und Ergebnisrechnung sowie Bilanz, Bankenspiegel und die Struktur der Fälligkeiten. Durchschnittlich 66 Vollzeit-Beschäftigte (ohne Geschäftsführer und Aushilfen) wurden 2023 bei der Lingemann GmbH beschäftigt, gleiches gilt zum Bilanzstichtag 31.12.2023. Der Umsatz pro Mitarbeiter stieg deutlich auf 512 T€ (VJ 476 T€) an. In 2023 betrug der Cash Flow (Jahresergebnis plus Abschreibungen) 729 T€ nach -85 T€ im Vorjahr. Die Abschreibungen sind angewachsen, maßgeblich für den Anstieg waren erneut zahlreiche Installationen von Warenausgabesystemen. Der Wert stieg dementsprechend auf 404 T€ (VJ 342 T€). 5. Gesamtaussage Der Rohertrag konnte durch Umsatzsteigerungen gesteigert werden, gegenläufig wirkten sich jedoch Kostensteigerungen auf das Jahresergebnis aus. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens schätzen wir als unverändert stabil ein. Es stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Wesentlichen Einfluss auf das Jahresergebnis - positiv wie negativ - hatten insbesondere die Entwicklungen beim Zinsaufwand, der mit + 132 T€ fast um 50 % gestiegen ist sowie die Steigerung des Rohertrags. III. Bericht über rumänische Lingemann Beschaffungssysteme S.R.L., polnische Lingemann Sp. z o.o., tschechische Lingemann CZ s.r.o., ungarische Lingemann Hungary Kft., rumänische Lingemann Logistic Systems S.R.L. und deutsche Zweigniederlassung(en) Die nachfolgend dargestellten Zahlen beziehen sich auf das Reporting für das Geschäftsjahr 2023, die jeweiligen Jahresabschüsse 2023 lagen noch nicht final vor. Direkte Beteiligungen: Der Umsatz der Lingemann Beschaffungssysteme S.R.L. (Lingemann GmbH zu 95,1% beteiligt) wuchs auch in 2023 überproportional um 15,6 % auf 13.348 T€ (VJ 11.549 T€). Der Jahresüberschuss stieg ebenfalls deutlich auf 243 T€ (VJ 193 T€). Damit wurden die Prognosen sowohl hinsichtlich des Umsatzes als auch des Jahresüberschusses eingehalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden in Rumänien durchschnittlich 48 Vollzeit-Mitarbeiter beschäftigt, die Zahl der Mitarbeiter blieb damit konstant. 2024 wird ein weiteres Umsatzwachstum auf insgesamt 14.600 T€ erwartet. Der Überschuss dürfte trotz des Anlaufs von 2 größeren Kundenprojekten und damit in Verbindung stehender Investitionen in einer Bandbreite von 250 - 270 T€ liegen. Die polnische Lingemann Sp. z o.o. (Lingemann GmbH zu 99,52 % beteiligt) erzielte einen Umsatz von 1.752 T€ (VJ 1.892 T€), was einem Rückgang von 7 % entspricht. Das Ergebnis nach Steuern befand sich mit 90 T€ (VJ 128 T€) ebenfalls deutlich unter der Prognose, ursächlich waren erhebliche Probleme im Personalbereich. Gleich zwei Mitarbeiterinnen des Vertriebs mussten aufgrund einjähriger Elternzeit vorübergehend ersetzt werden, was teilweise nur unzureichend gelang. Im Geschäftsjahr 2023 wurden in Polen durchschnittlich 8 Vollzeit-Mitarbeiter (VJ 8) beschäftigt. 2024 wird ein Umsatz von ca. 2.000 T€ angestrebt, der Jahresüberschuss soll moderat steigen. Neuerliche Umstrukturierungen bei jenem Premiumkunden, für den wir seinerzeit die Gründung des tschechischen Tochterunternehmens initiiert haben, haben nun zu der Erkenntnis geführt, dass auch nach Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebs kurz- und mittelfristig keine ausreichende Zusammenarbeit und damit Erträge zu erwarten wären. Ohne eine derartige "Initialzündung" erscheint uns ein wirtschaftlicher Geschäftserfolg nicht ausreichend bestimmt und wir haben uns daher entschlossen, den Geschäftsbetrieb nicht mehr aufzunehmen und das Tochterunternehmen zu schließen. Hieraus resultierte im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung von 10 T€. Indirekte Beteiligungen: Die ungarische Lingemann Hungary Kft. (Lingemann Beschaffungssysteme S.R.L. zu 100 % beteiligt) wuchs um ca. 50 % auf 1.679 T€ (VJ 1.120 T€), der Jahresüberschuss ist unplanmäßig auf 35 T€ (VJ 74 T€) gesunken. Den Umsatzzuwachs wurde ursprünglich sogar noch etwas höher eingeplant, beachtliche "Restbestände" auf Seiten der neuen Kunden haben jedoch zu einem verlangsamten Projektanlauf geführt. Darüber hinaus sank das BIP in Ungarn 2023 unerwartet um 0,8 %, was zu erheblicher Verunsicherung bei vielen Unternehmen beitrug. Auch bei unseren Kunden hatte dieser negative Verlauf spürbaren Einfluss auf das Investitions- und Bestellaufkommen. Zu allem Überfluss mussten die Löhne der Beschäftigten aufgrund der weit über dem Durchschnitt aller europäischen Länder liegenden Inflation besonders stark angehoben werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden in Ungarn durchschnittlich 9 Vollzeit-Mitarbeiter (VJ 5) beschäftigt. Für 2024 wird aufgrund der erhaltenen Projektzuschläge wieder eine Umsatzsteigerung auf dem anspruchsvollen Niveau von 2023 erwartet, der Überschuss sollte etwa bei 120 - 130 T€ liegen. Die rumänische Lingemann Logistic Systems S.R.L. (Lingemann Beschaffungssysteme zu 55 % beteiligt) ist ein Hersteller für Warenausgabesysteme mit Karussell und Fächertechnik. Diese werden ausschließlich für die Industrie produziert und stehen für unterschiedliche Anwendungsfälle zur Verfügung. Der Umsatz betrug im Jahr 2023 insgesamt 1.098 T€ und ist damit gegenüber dem Vorjahr (906 T€) um 21 % gestiegen, das Ergebnis sank auf 55 T€ (VJ 77 T€). Dies lag zum einen an der Notwendigkeit, im letzten Quartal 2023 die Produktion temporär auf 2 Schichten ausweiten zu müssen, um Produktionsengpässe zu egalisieren. Zum anderen mussten erhebliche Investitionen in Mitarbeiter und Equipment für Qualitätsprüfungen getätigt werden. Unselbstständige Zweigniederlassung: Das bayrische Logistikdepot in Eggenfelden besteht unverändert fort, 2 Beschäftigte arbeiten vor Ort. IV. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir bei einem moderaten Umsatzanstieg von 3 % und trotz teilweise erheblich steigender Kosten mindestens einen Überschuss auf Vorjahresniveau. Signifikant steigende Kosten gegenüber 2023 erwarten wir u.a. bei Personal, bei Abschreibungen und Mieten. In der aktuellen Tarifrunde des Groß- und Außenhandels wurde auch nach ca. einem Jahr und bundesweit mehr als 90 Verhandlungsrunden keine Einigung erzielt. Die Gesellschaft ist grundsätzlich der Tarifempfehlung der Wirtschaftsvereinigung Großhandel gefolgt und hat die Tarifentgelte in einem erstem Schritt im November 2023 um 6 % erhöht. In einem zweiten Schritt steigen sie ab Mai 2024 um weitere 2 % an. Somit steigt der Personalaufwand allein durch die Umsetzung einer vorweggenommenen Tariflohnerhöhung von in Summe 8 % ungewöhnlich stark an. Die Mietbelastung wird in 2024 einmalig um ca. 100 T€ wachsen. Das liegt darin begründet, dass im Sommer 2024 die Firmenzentrale in Brühl in ein gegenüber der Logistik befindliches Gebäude verlagert wird. Das aktuell genutzte Objekt ist einerseits aufgrund der mangelhaften thermischen Isolation immer weniger zumutbar, weder den Personen, die darin arbeiten noch im Hinblick auf die stark angestiegenen Nebenkosten. Andererseits wird aufgrund einer dauerhaft praktizierten Homeoffice-Regelung nicht mehr so viel Bürofläche benötigt. Da der Mietvertrag für das bisherige Gebäude erst zum Ende des Jahres ausläuft, ist 2024 eine Doppelbelastung unvermeidlich. Der Mietvertrag für das neue Gebäude wurde auf 10 Jahre + einseitiger Option abgeschlossen. Das Objekt wird zeitgemäß renoviert, zur Steigerung der Mitarbeitermotivation erhält es auch eine vollflächige Klimatisierung. Die vorstehenden Maßnahmen tragen zwangsläufig auch zum Anstieg der Abschreibungen bei. Die im vergangenen Berichtsjahr anvisierte Verdoppelung der Umsätze mit Neukunden wurde umsatzseitig leicht verfehlt ("nur" 83 % statt 100 %). Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizieren wir einen Umsatz in der Größenordnung von 3.000 T€, was erneut einer Steigerung von gut 50 % entsprechen würde. Im Hinblick darauf, unsere Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht und uneingeschränkt bedienen zu können, sehen wir keine Schwierigkeiten. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Preisauswüchse, wie sie insbesondere in 2022 stattgefunden haben, erwarten wir nicht mehr. Mehrere bedeutende Handelsgruppen im Markt verlieren ihre Selbstständigkeit und schließen sich zu größeren Verbünden zusammen. Seit einiger Zeit ist öffentlich nachzulesen, dass beispielsweise der Finanzinvestor Advent, der Eigentümer von Rubix (ehem. Brammer & IPH), aktuell einen weiteren Zusammenschluss mit Eriks anstrebt. Die Hoffmann-Gruppe, selbst Marktführer in ihrem Segment, wurde im Laufe des Jahres 2022 vom langjährigen Partner SFS aus der Schweiz erworben, die Marktkonsolidierung ist also voll im Gange. Was einerseits bedrohlich wirkt, bietet andererseits auch immer viel Raum für neues Geschäft. Denn häufig ist die strategische Ausrichtung dieser Unternehmen, die ihrerseits längst zu Konzernen geworden sind, nicht wirklich kompatibel mit den Wünschen vieler Kunden. Nicht alle Kunden fühlen sich wohl bei dem Gedanken, dass der sie beliefernde Händler um ein Vielfaches umsatz- und ertragsstärker ist. Noch wesentlich mehr Bedeutung hat der stetig steigende Einfluss von Transparenz und Vergleichbarkeit durch Plattformbetreiber. Das reine Handelsgeschäft gerät dadurch immer mehr unter Druck und die Austauschbarkeit von Lieferanten wächst rapide. Wer dieser Situation nicht durch Alleinstellungsmerkmale begegnen kann, wird langfristig nur noch dann eine Marktberechtigung haben, wenn eine Preisführerschaft sichergestellt ist. Ertragsorientierte Risiken Risiken sind in der niedrigen Umsatzrendite gegeben, die sich bei Kostensteigerungen, die nicht an den Markt weitergegeben werden können, verschlechtern würde. In regelmäßigen Abständen werden wir von unseren Kunden Benchmarks unterzogen, die jedoch i.d.R. auch die Gesamtsituation bei den Kundenprojekten berücksichtigen. Die Verlässlichkeit von Lingemann als Vertragspartner sowie der hohe Mehrwert, der sich unseren Kunden durch das integrative Geschäftsmodell bietet, ist Garant für eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Vorteil, den wir unseren Kunden durch automatisierte Prozesse und die personelle Unterstützung im Bereich der non-production-Güter zukommen lassen, überwiegt vermeintliche oder auch tatsächliche preisliche Vorteile bei weitem. Finanzwirtschaftliche Risiken Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist auf 34,6 % gestiegen (VJ 32,5%), sie bewegt sich für den gesamten Mittelstand auf gutem Niveau. Es steht ausreichend Liquidität zur Umsetzung unserer Planung zur Verfügung, finanzielle Engpässe brauchen wir nicht zu befürchten. Risiken könnten aus inflationsbedingten zukünftigen Zinssteigerungen resultieren. Allerdings hat der starke Zinsanstieg im Berichtsjahr bei gleichzeitiger Ergebnissteigerung gezeigt, dass solchen Risiken wirksam begegnet werden kann. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Unternehmen nutzt folgende Finanzinstrumente: Factoring, Darlehen und Kapitaleinlagen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im Berichtsjahr kam es zu keinem nennenswerten Forderungsausfall. Die Bonität unserer Kunden wird fortlaufend überprüft. Factoring nehmen wir umfangreich in Anspruch, die langjährige Zusammenarbeit mit unserem Partner Crédit Agricole Leasing & Factoring SA - Niederlassung Deutschland verlief reibungslos. Der Vertrag hat sich bis 2027 verlängert. Zur Absicherung von Forderungsausfällen ist die überwiegende Anzahl unserer Kunden über die Warenkreditversicherung R+V abgedeckt. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Fristen ausgeglichen. 2. Chancenbericht Wir führen mit vielen potenziellen Neukunden Gespräche im Hinblick auf die Aufnahme einer Kundenbeziehung, das Aufkommen ist unverändert hoch. Unser Geschäftsmodell liefert praxiserprobte Lösungen für unterschiedliche Anforderungen der Industrie, insbesondere durch den permanent steigenden Einsatz von Softwarelösungen und Hardwarekomponenten bieten wir unseren Kunden echten Mehrwert. Vermehrt werden ganzheitliche Dienstleistungskonzepte angefragt, um so viele Aufgaben wie möglich nicht mehr selbst durchführen zu müssen. Beschaffung und Disposition von Verbrauchsartikeln & Ersatzteilen sind unverzichtbar, eine zeitnahe Disposition, die Verräumung der Artikel in unterschiedliche Lagersysteme/-orte und deren zuverlässige Bereitstellung sind für eine strukturierte Versorgung von großer Bedeutung. Insbesondere in Zeiten von ausgeprägtem Fachkräftemangel sind diese aber sicher nicht mehr den eigentlichen Kernaufgaben unserer Kunden zuzurechnen. Die Integration von Systemanbietern in innerbetriebliche logistische Abläufe, bis hin zur vollständigen Übernahme der Versorgung 24/7, führt regelmäßig zu außerordentlich nachhaltigen Einsparungen. Zeitgemäße Systemanbieter führen aber nicht nur zuverlässig Dienstleistungen aus, sie reduzieren manuelle Tätigkeiten auf das absolute Minimum. Können sie zudem moderne Systeme zur Ausgabe/Übergabe von Waren an Beschäftigte nicht nur bedienen und verlässlich einsetzen, sondern diese sogar selbst herstellen, wie z.B. Lingemann, sinken Aufwand und Fehlerquote in gleichem Maße. Die Königsdisziplin ist schlussendlich die digitale Vernetzung mittels Schnittstellen mit dem ERP-System des Kunden, um Buchungen automatisiert und ohne Medienbruch zu gewährleisten. Die Angebotspalette unserer "Digital-Schwestergesellschaft" Boostrack wächst kontinuierlich und bietet sowohl uns als auch unseren Kunden vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Selbst bei gänzlich neuen Anforderungsprofilen konnten ausnahmslos Lösungen gefunden werden, sei es durch Customizing der Software oder individueller Herstellung passgenauer Ausgabesysteme. Häufig gab dies den Ausschlag für die Zusammenarbeit mit neuen Kunden und war das ausschlaggebende Alleinstellungsmerkmal. 3. Gesamtaussage Der positive Verlauf des Geschäftsjahres 2023, in dem Umsatz, Rohertrag und Jahresergebnis der Prognose übertroffen wurden, bestätigt die Gesamtaussage des Vorjahres. Wir fühlen uns außerordentlich wohl mit unserer Positionierung hinsichtlich Beratung & Umsetzung von Industrie 4.0-Projekten im Bereich der Materialwirtschaft und bemühen uns, diese kontinuierlich weiter auszubauen. Die Gesellschaft bietet echten Mehrwert beim Bestreben unserer Kunden, Kosten zu reduzieren und Abläufe zu verschlanken. Die Vernetzung der Warenwirtschaftssysteme von Kunde und Lieferant durch Schnittstellen, das tatkräftige Integrieren in praktische Abläufe und die Digitalisierung analoger Vorgänge schätzen wir als alternativlos ein. Lingemann zählt eine große Zahl engagierter und selbstbewusster Beschäftigter zu seinem Team, das mit Augenmaß weiter verstärkt wird. Der unmittelbare Zugang zu Soft- und Hardware durch andere Gruppen-Mitglieder und die Ausstattung mit Finanzmitteln, die Investitionen und Wachstum in ausreichender Größenordnung zulassen, lassen uns weiterhin äußerst positiv in die Zukunft blicken. Das Volumen des Markts, in dem die Gesellschaft bevorzugt wirtschaftlich agiert, ist im Verhältnis zu unserer Firmengröße unglaublich groß.
Brühl, den 16. April 2024 Lingemann GmbH gez. Alexander Pawel gez. Christian Gerken BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Unternehmen
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Absatz 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Gliederungsgrundsätze und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewandt. Änderungen bei der Ausnutzung von Bewertungsspielräumen werden ggf. bei den relevanten Bilanzpositionen angegeben. Neue Posten werden gemäß § 265 Absatz 5 HGB hinzugefügt, wenn ihr Inhalt nicht von einem vorgeschriebenen Posten gedeckt wird. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gem. § 265 Absatz 8 HGB nicht angegeben. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind in der Regel im Anhang zu finden. Bei Ausweisänderungen werden die Vorjahresbeträge, soweit zulässig, entsprechend angepasst. Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, sofern abnutzbar, abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden gemäß den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear vorgenommen. Die unter den Finanzanlagen in der Position Beteiligungen ausgewiesenen Anteile an Personenhandelsgesellschaften werden wie Anteile an Kapitalgesellschaften bilanziert. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennwert angesetzt. Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten einschließlich anteiliger Anschaffungsnebenkosten sowie unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen bewertet. In Einzelfällen wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind als sonstige Wertpapiere ausgewiesen und zu ihren Anschaffungskosten bewertet, ggf. auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Ansatzwahlrechtes nicht angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Als Bewertungsverfahren wird die "Projected Unit Credit Method (PUC)" angewandt. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wird - nach den Erfahrungen der Vergangenheit - von einem Rententrend von 1,5 p.a. ausgegangen und als Sterbetafeln die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Gemäß § 253 Absatz 2 HGB werden die Pensionsrückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Der von der Deutschen Bundesbank ermittelte relevante Rechnungszinssatz für 2023 beträgt 1,82 % p.a.. Im Vorjahr betrug der relevante Rechnungszinssatz 1,78 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren (1,82 %) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren (1,74 %) ist in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln und darzustellen. Der Unterschiedsbetrag steht für eine Gewinnausschüttung nicht zur Verfügung. Nach § 246 Absatz 2 HGB werden verpfändete Rückdeckungsversicherungen mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Erstmals zum 31. Dezember 2022 wurde der Rechnungslegungshinweis des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) zur Bilanzierung rückgedeckter Versorgungszusagen, IDW RH FAB 1.021, angewandt. Hiernach sollen für kongruent rückgedeckte Pensionsverpflichtungen die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen und die Pensionsverpflichtungen gleich bewertet werden. Zum 31. Dezember 2022 wurden für die Pensionsverpflichtung übereinstimmende Leistungen von Pensionszusage und Rückdeckungsversicherungen mit dem vom Lebensversicherer bescheinigten Aktivwert der Rückdeckungsversicherung bewertet (Primat der Aktivseite). Durch einen Wechsel des versicherungsmathematischen Gutachters wurde zum 31. Dezember 2023 der vom Lebensversicherer bescheinigte Erfüllungsbetrag mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet (Primat der Passivseite). Durch den Wechsel des Bewertungsverfahrens ergaben sich geringe Bewertungsdifferenzen, die von untergeordneter Bedeutung sind. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, und entsprechen den zu erwartenden Ausgaben und drohenden Verlusten. Auf Grund der zukunftsorientierten Verpflichtungsbewertung werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen vorsichtig antizipiert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungs-Abzinsungsverordnung bekannt gegebenen Abzinsungszinssatz diskontiert. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum jeweiligen Transaktionskurs am Tag des Geschäftsvorfalls und am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt gemäß § 256 a Satz 2 HGB keine weitere Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips, so dass insoweit auch nicht realisierte Gewinne ausgewiesen werden können. Rechnungsabgrenzungsposten werden nur gebildet, soweit der abzugrenzende Einzelposten € 100,00 übersteigt. Die Bilanzierung erfolgt grundsätzlich vor Verwendung des Jahresergebnisses. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 und die Abschreibungen sind im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt:
Anteile an verbundenen Unternehmen/Anteilsbesitz
Die jeweiligen Jahresabschlüsse zum 31.12.2023 lagen zum Aufstellungszeitpunkt noch nicht vor. Lingemann CZ s.r.o., Ceska Lipa, Tschechien, wurde im März 2019 als 100 %-ige Tochtergesellschaft der Lingemann GmbH gegründet. Das Stammkapital von CZK 250.000,00 (€ 9.839,50) wurde am 19.03.2019 eingezahlt. Über die Lingemann Beschaffungssysteme S.R.L., Codlea, Rumänien, ist die Gesellschaft seit dem 03.04.2018 an der Lingemann Hungary Kereskedelmi Korlátolt Felelosségu Társaság (Kft.) (deutsch: Lingemann Hungary Beschaffungsgesellschaft mit beschränkter Haftung) beteiligt. Lingemann Rumänien hält alle Anteile an ihrer ungarischen Tochtergesellschaft, so dass unsere Gesellschaft indirekt mit 95,1 % beteiligt ist. Die vollen Vertriebsaktivitäten der ungarischen Enkelgesellschaft wurden im Juni 2019 aufgenommen. Über die Lingemann Beschaffungssysteme S.R.L., Codlea, Rumänien, ist die Gesellschaft seit dem 13. Dezember 2018 an der Lingemann Logistic Systems S.R.L., Codlea, Rumänien, beteiligt. Lingemann Rumänien hält 55 % der Anteile an ihrer rumänischen Produktions-Tochtergesellschaft, so dass unsere Gesellschaft indirekt mit 52,305 % beteiligt ist. Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 332 (Vorjahr: T€ 166) Ausleihungen an die Lingemann Holding GmbH, als Alleingesellschafterin. Von den Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 426 (Vorjahr: T€ 426), die dem Aufbau des zukunftsweisenden Geschäfts dieser Gesellschaft dienen, kann ein Betrag von T€ 330 aufgrund einer Rangrücktrittsvereinbarung derzeit nicht getilgt werden. Eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 330 wurde nicht vorgenommen, da die Wertminderung als kurzfristig beurteilt und langfristig mit einer vollständigen Tilgung gerechnet wird. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 0) Forderungen gegen Gesellschafter. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von € 36.379,00 (Vorjahr: € 14.043,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Rückstellungen für Pensionen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 1.461.960,00 wurde gemäß § 246 Absatz 2 HGB mit dem aktivierten Erfüllungswert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von € 461.677,00 saldiert, so dass eine Nettoverpflichtung von € 1.000.283,00 resultiert. Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen sind hierbei mit ihren Erfüllungswerten angesetzt (Passivprimat). Im Vorjahr wurden die mit den Pensionsverpflichtungen verrechneten Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen mit ihren Aktivwerten angesetzt (Aktivprimat). Die Änderung der Bewertungsmethode führt zu Bewertungsanpassungen, die von untergeordneter Bedeutung sind. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt bei einem Rechnungszinssatz von 1,74 % p.a. unter Anwendung der siebenjährigen Durchschnittsermittlung € 1.485.190,00. Bei einem Rechnungszinssatz von 1,82 % p.a. unter Anwendung der zehnjährigen Durchschnittsermittlung beträgt der Erfüllungsbetrag € 1.461.960,00. Der Unterschiedsbetrag von € 23.230,00 (Vorjahr: € 76.328,00) darf nicht ausgeschüttet werden. Zinserträge aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden grundsätzlich mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen saldiert. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachstehenden Tabelle:
Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen € 203.654,82 (Vorjahr: € 105.895,44), die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen € 3.880,31 (Vorjahr: € 1.847,93). Mit Sicherungsübereignungsvertrag aus August 2016 wurden bestimmte Warenläger an diversen Standorten verpfändet. Daneben bestehen Sicherungsübereignungen im Rahmen von Kfz-Finanzierungen. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Es handelt sich um eine gesamtschuldnerische Mithaftungs- und Patronatserklärung zugunsten der polnischen Tochtergesellschaft in Verbindung mit einem Factoring-Vertrag zwischen der Factoringgesellschaft und der polnischen Tochtergesellschaft. Es besteht insbesondere eine Zahlungsgarantie für die Zahlungsverpflichtungen der polnischen Tochtergesellschaft gegenüber der Factoring-Gesellschaft. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird nicht gerechnet, da unsere Tochtergesellschaft die Zahlungsverpflichtungen laufend bedient und uns auch keine zukünftigen Hinderungsgründe bekannt sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Leasingverträge i.W. für Kraftfahrzeuge, EDV-Software und EDV-Hardware sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die jährlichen finanziellen Verpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich auf ca. T€ 277 inklusive Umsatzsteuer und decken Restlaufzeiten von im Wesentlichen 6 bis 50 Monaten ab. Die jährlichen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Gebäude betragen ca. T€ 419 inklusive Umsatzsteuer. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwand Im Personalaufwand enthalten sind Aufwendungen für Altersversorgung von € 30.172,76 (Vorjahr: € 44.673,71). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von € 137,43 (Vorjahr: € 925,28) enthalten. Zinsen und ähnliche Erträge In den Zinserträgen sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 23.647,19 (Vorjahr: € 17.805,40) enthalten. Außerplanmäßige Abschreibungen des Anlagevermögen Im Geschäftsjahr wurde der Beteiligungsbuchwert der Tochtergesellschaft in Tschechien in Höhe von T€ 10 vollständig abgeschrieben, da die Gesellschaft liquidiert werden soll. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen beträgt € 14.311,00 (Vorjahr: € 59.491,70). Sonstige Pflichtangaben Art und Zweck von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften • Factoring Kundenforderungen werden bis zu einem vertraglich vereinbarten Debitoren-Limit an einen Factor abgetreten, der die abgetretenen Forderungen unter Einbehalt eines Sicherheitsabschlages bevorschusst. Der Factor trägt für die von ihm angekauften Forderungen in aller Regel das Delcredere-Risiko, welches allerdings wirtschaftlich durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung gemindert wird. Zweck des Factorings ist die Generierung kurzfristiger Liquidität, die bei Einhaltung regulärer Zahlungsziele durch die Kunden nicht erreichbar wäre. • Sale and Lease Back Einzelne Gegenstände des Anlagevermögens, insbesondere solche im Zusammenhang mit dem im Aufbau befindlichen neuen Geschäftsfeld der Boostrack GmbH, werden verkauft und zurückgeleast. Geschäfte mit nahestehenden Personen • Darlehensvertrag mit Alleingesellschafterin Mit der Alleingesellschafterin bestehen Ausleihungen in Höhe von € 331.981,52 mit einer Laufzeit von ein bis zwei Jahren bei marktüblicher Verzinsung. • Darlehensverträge mit der Boostrack GmbH An die durch die Lingemann Holding GmbH mit Mehrheitsbeteiligung im September 2018 gegründete Boostrack GmbH, wurden zum Aufbau des Geschäftsbetriebes ursprünglich ein Darlehen in Höhe von T€ 333 ausgereicht. Dieses Darlehen wurde in 2022 durch ein Finanzplandarlehen in Höhe von T€ 426 abgelöst, das marktüblich verzinst wird. Die Laufzeit des Darlehens beträgt acht Jahre und die Verzinsung erfolgt marktüblich. Die Lingemann GmbH wird über die Boostrack GmbH, die digitalisierte Logistiklösungen vertreibt, eigene Waren und Dienstleistungen vermarkten. • Geschäfte mit ausländischen Tochtergesellschaften An die rumänische Tochtergesellschaft sind Ausleihungen in Höhe von ursprünglich € 595.000,00 zur Finanzierung eines Firmengrundstückskaufes in Rumänien sowie zur langfristigen finanziellen Ausstattung ausgereicht worden. Die Darlehen haben eine ursprüngliche Laufzeit von 10 Jahren, sind marktüblich verzinst und wurden im Geschäftsjahr vollständig und planmäßig getilgt. Die polnische Tochtergesellschaft - gegründet in 2016 - hatte ihre operative Tätigkeit in 2017 aufgenommen. Die Ausleihungen an die polnische Tochtergesellschaft zur finanziellen Ausstattung in der Startphase konnten bereits zurückgeführt werden. Die polnische Tochtergesellschaft wurde als separater Mandant in den Factoring-Vertrag mit der Crédit Agricole Leasing & Factoring SA - Niederlassung Deutschland - eingeschlossen. Als 100 %-ige Tochtergesellschaft wurde die Lingemann CZ s.r.o. in Tschechien in 2019 gegründet. Die Tochtergesellschaft wird aus den im Lagebericht genannten Gründen in 2024 liquidiert. Zwischen der Gesellschaft und den Tochtergesellschaften bestehen übliche Handelsbeziehungen. Die Produkte der Gesellschaft werden über die ausländischen Tochtergesellschaften auf dem jeweiligen Markt vertrieben. Zwischen der Gesellschaft und den Tochtergesellschaften bestehen darüber hinaus Dienstleistungsbeziehungen, nach denen die Gesellschaft den Tochtergesellschaften zu marktüblichen Konditionen Verwaltungsdienstleistungen erbringt. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 81 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer, inklusive Aushilfen) beschäftigt. Geschäftsführer Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Herren Alexander Pawel, kaufmännischer Geschäftsführer und Christian Gerken, kaufmännischer Geschäftsführer geführt. Die Bezüge der Geschäftsführer sowie die Pensionsverpflichtung gegenüber früheren Organen werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.
Brühl, den 16. April 2024 Lingemann GmbH gez. Alexander Pawel gez. Christian Gerken sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.04.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den ungekürzten Jahresabschluss in Aufstellungsversion: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lingemann GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lingemann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lingemann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 16. April 2024 Hillringhaus PartG mbB Christian Hillringhaus, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Druck- und Medienvorstufe
Herstellung von Metallkonstruktionen
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Reparatur und Instandhaltung von Krafträdern
Wärme- und Kältehandel
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen