Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 30595
Eingetragen
15.11.2011
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für PatenteHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Technologietransfer, insbesondere eigenständige Entwicklungsleistungen zur Überführung von Forschungsergebnissen in den Markt inklusive der Fertigung von Prototypen und/oder Demonstratoren; Realisierung von Produktionsaufträgen aus der Industrie unter Inanspruchnahme von Know-how und Infrastruktur des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf e.V.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Dr. Wolf
seit 5.10.2018
Geschäftsführer
Roman Dr. Böttger
seit 5.10.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
25.100 €
50.20%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HZDR Innovation GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der HZDR Innovation GmbH

A. Unternehmensbeschreibung

Gesellschafter sind das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e. V. sowie die GWT-TUD GmbH. Gegenstand des 2011 gegründeten Unternehmens ist der Technologietransfer, insbesondere die Realisierung von Produktionsaufträgen aus der Industrie unter Inanspruchnahme von Know-how und Infrastruktur des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf e. V. (HZDR) sowie das Durchführen eigenständiger Entwicklungsleistungen zur Überführung von Forschungsergebnissen in den Markt inklusive der Fertigung von Prototypen und/oder Demonstratoren und Kleinserien. Die HZDR Innovation GmbH (HZDRI) dient HZDR-Ausgründungen als Gründungsinkubator und übernimmt für das HZDR das Beteiligungsmanagement an der Mehrzahl von deren Ausgründungen.

Die Produkte und Services sind mehrheitlich entwickelt und lizenziert vom HZDR und werden von der HZDR Innovation als Lizenznehmer angeboten. Auf Nachfrage bietet die HZDR Innovation ihre Transferunterstützung auch anderen Wissenschaftseinrichtungen an, unter anderem anderen Helmholtz-Zentren. Nachfolgende Übersicht zeigt die verschiedenen Geschäftsfelder und Produkt- bzw. Dienstleistungsbereiche der HZDR Innovation.

Das umsatz- und ertragsseitig mit Abstand bedeutendste Geschäftsfeld der HZDR Innovation ist das Erbringen von Ionenimplantations-Dienstleistungen. Für das Geschäftsfeld Ionentechnologie nutzt die HZDR Innovation Strahlzeit der Ionenstrahlzentren am HZDR sowie der Slowakischen Technischen Universität. Die langjährige Expertise auf dem Gebiet der Ionentechnologie, moderne und leistungsfähige Maschinen sowie hochqualifiziertes Personal ermöglichen eine zügige Prozessierung von Standardimplantationen unter Einhaltung hoher Qualitätsstandards. Zu den Stärken zählen der weite Ionen-Energiebereich, eine große Auswahl verfügbarer Ionenspezies und die Erfüllung von komplexen Spezialaufträgen.

B. Bedeutende Ereignisse

Das bedeutendste Ereignis der HZDR Innovation in 2023 war die Etablierung des Produktionsbetriebs für Ionenimplantationsdienstleistungen in der slowakischen Niederlassung. Die Niederlassung wurde 2021 zum Zwecke der Kapazitätserweiterung errichtet und maßgebliche Investitionen getätigt.

2023 wurden große Anstrengungen bei der Vorbereitung des weiteren Kapazitätsausbaus im Bereich der Ionenimplantationsdienstleistungen unternommen. Hierfür wurden in größerem Umfang finanzielle Mittel eingeworben und der Kauf neuer Anlagen vorgenommen bzw. vorbereitet.

Des Weiteren sieht sich die HZDR Innovation im Jahr 2023 erstmalig seit ihrem Bestehen einer größeren noch ungeklärten Schadenersatzforderung ausgesetzt.

C. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Hauptbetrachtungspunkt der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die HZDR Innovation ist die Entwicklung in der Leistungshalbleiterbranche und hierbei insb. der Bereich energieeffizienter und schnell schaltender Leistungshalbleiter-Bauelemente. Die Klima-, Energie- und Mobilitätswende gepaart mit der zunehmenden Elektrifizierung vieler Lebensbereiche (E-Mobility, Regenerative Energien etc.) führen gegenwärtig zu einem beständigen Wachstum des von uns adressierten weltweiten Leistungshalbleiter-Marktes. Weltweit lag dieses im Jahr 2023 bei etwa 5%, für die Folgejahre wird je nach Quelle von weltweiten Wachstumsraten zw. 4% und 6 % ausgegangen, wobei das Wachstum bei den von uns adressierten energieeffizienten Bauelementen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch darüber liegt. Zahlreiche größere Leistungshalbleiterhersteller führen gegenwärtig größere Erweiterungsinvestitionen durch.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der HZDR Innovation im Jahr 2023 im Vergleich zu den Vorjahren war abermals positiv. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Umsatz von 6,1 auf 7,8 Mio. € gesteigert werden. Der Gewinn vor Steuern sank von 1,7 auf 1,6 Mio. €. Hauptsächlicher Wachstumstreiber war abermals das Geschäftsfeld Ionentechnologie. Das Wachstum wird insb. getrieben von der positiven Entwicklung des weltweiten Leistungshalbleitermarktes, dem Kernzielsegment der angebotenen Ionenimplantations-Dienstleistungen. Der leichte Rückgang des Gewinns ist im Wesentlichen durch die Bildung von Rückstellungen für Schadenersatzforderungen im Geschäftsfeld Ionentechnologie begründet.

Der Umsatz der übrigen Geschäftsfelder bleibt über die Jahre in Summe im Wesentlichen konstant. Dies begründet sich unter anderem auch darin, dass einzelne stark wachsende neue Produkte und Dienstleistungen stets Gegenstand von weiteren Ausgründungen sind. Der Umsatz der meisten Ausgründungen, an denen die HZDR Innovation beteiligt ist, wuchs in den zurückliegenden Jahren ebenfalls deutlich. Für das Beteiligungsunternehmen Thatec GmbH i. L. wurde 2023 ein Liquidationsverfahren eingeleitet.

Im Berichtsjahr tätigte die Gesellschaft weitere Investitionen. Im Wesentlichen wurden dabei in Form von Anzahlungen in technische Anlagen (TEUR 544) investiert. Zudem wurde ein eigenes Logistikgebäude in Betrieb genommen. 2023 beschäftigte die Gesellschaft 103 Mitarbeiter. Dies sind 12 Mitarbeiter mehr als 2022. Weiterhin ist die Geschäftsführung überzeugt, dass der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens maßgebend durch die Belegschaft beeinflusst wird. Aus diesem Grund bietet die HZDR Innovation GmbH ihren Beschäftigten ein sozial gerechtes Umfeld und eine leistungsgerechte Vergütung.

Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich für die HZDRI im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

2022
TEUR
2023 Plan
TEUR
2023
TEUR
Betriebsergebnis (EBIT) 1.732 854 1.619
Betriebsergebnis (EBITDA) 1.930 1.186 1.872
Finanzergebnis -15 -83 12
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 495 299 828
Jahresergebnis 1.222 555 803

Die positive Entwicklung des Betriebsergebnisses 2023 im Vergleich zum Plan resultiert im Wesentlichen aus der positiven Umsatzentwicklung. Der Rückgang des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Bildung von Rückstellungen für ungeklärte Schadenersatzforderungen.

Die Umsatzerlöse (TEUR 7.817) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.724. Demgegenüber stiegen die Personal- und Sachkosten um TEUR 1.955 auf TEUR 6.356.

Finanzlage

Die Liquiditätssituation der HZDR Innovation ist gegenüber dem Vorjahr unverändert gut. Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich auf 4,5 Mio. € (Vorjahr 3,1 Mio. €). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (nach DRS 21) des Geschäftsjahres 2023 (TEUR 2.616) wurde verwendet um weitere Investitionen zu tätigen, weitere Vermögenspositionen zu stärken (Aufbau Vorräte und Forderungen ggü. Kunden) sowie Tilgungen bestehender Kredite und Minderung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen vorzunehmen. Bedingt durch die geänderten Zinsbedingungen werden die Bankguthaben seit 2023zunehmend wieder in Form von Termingeldern bei der Hausbank mit Laufzeiten zw. 1 Woche und 12 Monaten verzinslich angelegt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 9.083. Dies ist ein Anstieg ggü. dem Vorjahr um TEUR 2.328. Durch die Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 652. Auf der Passivseite spiegelt sich das positive Jahresergebnis im Eigenkapital wider. Das Fremdkapital erhöhte sich um TEUR 1.525 auf TEUR 3.836. Dies steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Bildung von Rückstellungen für Schadenersatzforderungen.

D. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Die von den Gesellschaftern verabschiedete Finanzplanung sieht für 2024 ein leichtes Wachstum auf über 8 Mio. € Umsatz vor. Dies geht auf entsprechende Umsatzforecasts der Hauptkunden zurück. Auf Grund von deutlichen Kosten-Steigerungen, insb. beim Bezug von Fremdleistungen und Personal und höheren Kreditzinsen, die auf Grund des Preisdrucks durch Volumensteigerung am Markt nicht vollständig an die Kunden weitergereicht werden können, wird für 2024 jedoch mit einem Absinken der Umsatzprofitabilität und einem leichten Absinken des ordentlichen Ergebnisses gerechnet.

Die HZDR Innovation wird weitere maßgebliche Investitionen zum Zwecke der Kapazitäts- und Produktivitätssteigerung tätigen, insb. im Hauptgeschäftsfeld Ionentechnologie. Die Finanzierung erfolgt aus einem Mix aus Eigenmitteln, Förderung und der Aufnahme weiterer Kredite.

Eine insb. bedingt durch Klima-, Energie- und Mobilitätswende vorhergesagte positive Entwicklung des Leistungshalbleitermarktes bedingt auch für die HZDR Innovation längerfristig andauernde Wachstumschancen im Hauptgeschäftsfeld Ionentechnologie. Die noch bis 2023 andauernde hohe Inflation, Fachkräftemangel und lange Lieferzeiten bei Lieferanten haben sich entschärft und in 2024 weniger Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Diese Faktoren wurden bei der Geschäftsplanung für 2024 entsprechend berücksichtigt.

Die bedeutendsten Risiken der HZDR Innovation sind kundenseitig ein eventuelles Wegbrechen der Nachfrage. Diese kann sich aus politischen Risiken ergeben (insb. bzgl. Kunden aus China), Auftragsrückgang unserer Kunden sowie durch Substitution der Leistungen der HZDR Innovation durch Wettbewerber, Eigenprozessierung oder Technologieumstellung. Die HZDR Innovation steht hierzu in permanentem engen Austausch mit seinen Kunden und schätzt aktuell die Wahrscheinlichkeit hierfür als gering ein. Der gegenwärtigen Abhängigkeit von wenigen größeren Kunden begegnet die HZDR Innovation durch vermehrte Anstrengungen zur Diversifizierung seiner Kunden und seines Leistungsportfolios.

Die bedeutendsten Risiken hinsichtlich der Leistungs- bzw. Lieferfähigkeit der HZDR Innovation sind der -insb. technische- Ausfall von Anlagen, insb. der Ionenbeschleuniger sowie der Waferhandler. Diesem Risiko wurde durch das Etablieren von mehreren Produktionsanlagen an zwei verschiedenen Standorten entgegengewirkt. In der Folge soll die Ausfallsicherheit durch eine zusätzliche Produktionsanlage sowie die Vorhaltung von redundanten technisch kritischen Anlagenkomponenten weiter verstärkt werden.

E. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die FuE-Aktivitäten der HZDR Innovation GmbH sind auf Grund des Unternehmenscharakters als Transfergesellschaft überschaubar. Diese beschränken sich auf wenige ausgewählte Vorhaben, die im Regelfall mit öffentlichen Förderprojekten ko-finanziert werden. Die FuE-Aufwendungen beliefen sich 2023 auf unter 100 TEUR. Die Kern-FuE-Aktivitäten übernimmt im Wesentlichen der Gesellschafter HZDR.

 

Dresden, den 12. Juni 2024

Dr. Björn Wolf, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.182.924,94 2.530.905,69
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.287,02 1.919,51
II. Sachanlagen 3.036.745,81 2.399.094,07
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.902,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.786.828,00 1.779.298,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.532,04 62.015,04
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.109.483,77 557.781,03
III. Finanzanlagen 129.892,11 129.892,11
1. Beteiligungen 129.892,11 129.892,11
B. Umlaufvermögen 5.882.700,59 4.174.302,46
I. Vorräte 387.683,19 202.269,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 975.544,27 868.247,86
1. Forderungen gegen Gesellschafter 47.842,26 49.451,93
2. sonstige Vermögensgegenstände 927.702,01 818.795,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.263,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.519.473,13 3.103.785,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.345,34 50.226,43
Aktiva 9.082.970,87 6.755.434,58

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.247.032,97 4.443.651,76
I. ausgegebenes Kapital 24.900,00 24.900,00
1. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
2. eigene Anteile -25.100,00 -25.100,00
II. Gewinnrücklagen 4.418.751,76 3.196.677,97
III. Bilanzgewinn 803.381,21 1.222.073,79
davon Gewinnvortrag 1.222.073,79 742.922,77
B. Rückstellungen 1.389.770,14 308.341,89
C. Verbindlichkeiten 2.446.167,76 2.003.440,93
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 772.452,00 1.008.544,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 226.092,00 236.092,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 546.360,00 772.452,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 529.129,01 506.959,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 529.129,01 506.959,31
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.144.586,75 487.937,62
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.019.618,81 305.313,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 124.967,94 182.623,78
Passiva 9.082.970,87 6.755.434,58

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.783.160,49 4.298.739,56
2. Personalaufwand 1.978.725,80 1.621.146,80
a) Löhne und Gehälter 1.620.766,79 1.296.367,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 357.959,01 324.779,38
davon für Altersversorgung 7.049,88 9.623,89
3. Abschreibungen 275.671,41 197.858,13
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 253.137,64 197.858,13
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 22.533,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.929.594,24 744.902,64
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 44,42
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 45.655,60
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.862,76 17.237,31
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 828.458,67 495.398,89
8. Ergebnis nach Steuern 803.503,21 1.222.195,79
9. sonstige Steuern 122,00 122,00
10. Jahresüberschuss 803.381,21 1.222.073,79
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.222.073,79 742.922,77
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen 1.222.073,79 742.922,77
a) in andere Gewinnrücklagen 1.222.073,79 742.922,77
13. Bilanzgewinn 803.381,21 1.222.073,79

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

HZDR Innovation GmbH, Dresden

I. Vorbemerkung

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Dresden und ist beim Amtsgericht Dresden unter der Handelsregisternummer HRB 30595 eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Darüber hinaus wurde in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Bis zum Geschäftsjahr 2019 wurden Anlagenzugänge bei Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten in Höhe von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 über fünf Jahre abgeschrieben.

Die lineare Abschreibung des Anlagevermögens wird wie folgt vorgenommen:

Nutzungsdauer
Software 3 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken 10 bis 19 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre

Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Anlagen im Bau wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

2. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen die mit den Projekten im Zusammenhang stehenden Personalaufwendungen, Fremdleistungen und Materialkosten sowie Projektmanagementkosten und sonstige Fertigungsgemeinkosten. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

3. Forderungen und andere Posten des Umlaufvermögens

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden bei sonstigen Vermögensgegenstände abgesetzt.

4. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

6. Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (EUR 50.000,00) entspricht der Eintragung im Handelsregister und dem Gesellschaftsvertrag und ist zum Nennbetrag angesetzt. Im Geschäftsjahr 2020 wurden eigene Anteile im Nennwert von 25.100 EUR erworben. Die erworbenen eigenen Anteile werden gem. §272 Abs. 1a HGB offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

7. Rückstellungen

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zum Erfüllungsbetrag abzudecken. Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden in Höhe von 0,5 % der relevanten Umsatzerlöse gebildet.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens enthält die Anlage zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr von TEUR 1 enthalten. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Zinsabgrenzungen in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 2).

Andere Gewinnrücklagen

Der Gewinnvortrag des Vorjahres wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellung enthält die voraussichtliche Körperschaftsteuer für 2023 TEUR 13 (Vj: TEUR 0), die voraussichtliche Gewerbesteuer für 2023 TEUR 23 (Vj: TEUR 0) sowie die voraussichtliche Körperschaftsteuer in der Slowakei für 2023 TEUR 266 (Vj: TEUR 137)

Sonstige Rückstellungen

Der Posten enthält Schadenersatz TEUR 925 (Vj: TEUR 0), Personalkosten TEUR 86 (Vj: TEUR 110), Gewährleistungen TEUR 137 (Vj: TEUR 30), ausstehende Rechnungen TEUR 25 (Vj.: 14), Abschlusskosten TEUR 12 (Vj: TEUR 11).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten bestehen gegenüber der Commerzbank AG Dresden. Die Besicherung erfolgt durch Sicherungsübereignung von Anlagevermögen sowie Globalzession von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Ein Ratentilgungsdarlehen ist zusätzlich von dritter Seite besichert durch das InnvFin SME Guarantee Facility des Europäischen Investitionsfonds (EIF) in Höhe von 50% der ausgereichten Darlehenssumme.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 529 (Vj. TEUR 507).

Laufzeiten der Verbindlichkeiten

Gesamt
EUR
Restlaufzeit unter 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit davon über 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 772.452,00 226.092,00 546.360,00 0,00
(1.008.544,00) (236.092,00) (772.452,00) (0,00)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 619.042,52 619.042,52 0,00 0,00
(Vorjahr) (76.380,00) (76.380,00) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 229.173,00 229.173,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (136.611,84) (136.611,84) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 529.129,01 529.129,01 0,00 0,00
(Vorjahr) (506.959,31) (506.959,31) (0,00) (0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 296.371,23 171.403,29 124.967,94 0,00
(Vorjahr) (274.945,78) (92.322,00) (182.623,78) (0,00)
Gesamt 2.446.167,76 1.774.839,82 671.327,94 0,00
(Vorjahr) (2.003.440,93) (1.048.365,15) (955.075,78) (0,00)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bestandsveränderung unfertige Leistungen

Die Bestandsveränderungen unfertige Leistungen resultieren aus fertiggestellten Leistungen des Vorjahres sowie noch nicht vollumfänglich erbrachten Leistungen zum Bilanzstichtag.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 50 (Vj. TEUR 41), periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen TEUR 0 (Vj. TEUR 5) sowie periodenfremde Erträge aus Forschungszulagen und Veranstaltungserlösen TEUR 46 (Vj. TEUR 3).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Schadenersatzansprüche von TEUR 925, periodenfremde Aufwendungen aus Veräußerungskosten von TEUR 4 und übrige periodenfremde Zahlungseingänge von TEUR 7 enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus einem unbefristeten Mietvertrag (jährliche Mietzahlung TEUR 48) sowie aus anderen mehrjährigen Leistungsverträgen (TEUR 45). Darüber hinaus besteht aus den Bestellungen eine finanzielle Verpflichtung in Höhe von TEUR 1.937.

Arbeitnehmer

Aufgegliedert nach Gruppen ergibt sich im Jahresdurchschnitt folgendes Bild:

2023
Anzahl
2022
Anzahl
Gesamt nach Köpfen 103 91
Geschäftsführer 1 1
Produktion 98 86
Verwaltung 4 4
Gesamt nach VZÄ 35,31 29,8

Geschäftsführer

Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Dr. Björn Wolf, F.-Schiller-Str. 29, 01737 Tharandt

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge haben wir gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor: Der Bilanzgewinn 2023 in Höhe von EUR 1.069.327,80 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Dresden, den 12. Juni 2024

Dr. Björn Wolf, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die HZDR Innovation GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HZDR Innovation GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HZDR Innovation GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 12. Juni 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Franke, Wirtschaftsprüfer

Kai Hellebrandt, Wirtschaftsprüfer

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