Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 4848
Eingetragen
24.4.2003
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWassergewinnung mit Fremdbezug zur Verteilung
Gegenstand
Die umfassende versorgungswirtschaftliche Kooperation zwischen den Gesellschaftern sowie die Erbringung versorgungswirtschaftlicher Leistungen und der Handel mit und/oder die Erzeugung/Gewinnung von Energie, Wasser und Wärme mit dem Ziel der Stärkung der örtlichen Energie-, Wasserund Wärmeversorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Pienitz
seit 3.2.2020
Prokura
Geschäftsführer
Horst Ziegler
seit 12.11.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.15% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (17)

NameAnteil
Stadt Bamberg
27.60%
Stadtwerke Hof GmbH
26.56%
10.60%
Stadt Neustadt b. Coburg
8.46%
6.61%

Gesellschafter
Beta

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 6 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs GmbH
Germany
24.900 €
33.20%
Stadtwerke Hof Energie+Wasser GmbH
Germany
24.900 €
33.20%
SWN Stadtwerke Neustadt GmbH
Germany
8.450 €
11.30%
Stadtwerke Ebermannstadt Versorgungsbetriebe GmbH
Germany
8.400 €
11.20%
SWR Energie GmbH & Co. KG
Germany
7.930 €
10.60%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hexa.Kon GmbH

Bamberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 226.201,04 198.950,23
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -12.000,00 -12.000,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.421,12 -2.318,76
-14.421,12 -14.318,76
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -118.950,76 -74.974,39
92.829,16 109.657,08
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 519,14 5.247,00
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -411,26
519,14 4.835,74
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -179.504,34 -33.953,88
7. Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag (Vj. -überschuss) -86.156,04 80.538,94

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.697.206,58 6.016.277,94
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht EUR 16.191.013,08 (Vj. EUR 5.642.489,87)
davon gegen Gesellschafter EUR 16.078.613,08 (Vj. EUR 5.642.489,87)
II. Guthaben bei Kreditinstituten 16.115.967,92 7.198.548,45
B. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.708,33 2.758,33
32.815.882,83 13.217.584,72

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 74.580,00 74.580,00
II. Kapitalrücklage 192.070,00 192.070,00
III. Gewinnvortrag 1.796.114,45 1.715.575,51
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. -überschuss) -86.156,04 80.538,94
1.976.608,41 2.062.764,45
B. RÜCKSTELLUNGEN 15.904.765,00 3.190.170,00
C. VERBINDLICHKEITEN 14.934.509,42 7.964.650,27
32.815.882,83 13.217.584,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Hexa.Kon GmbH, Bamberg,- im Folgenden auch kurz "Hexa.Kon" oder Gesellschaft genannt - ist geschäftsansässig am Margaretendamm 28, 96052 Bamberg, und unter der Registernummer HRB 4848 in das Handelsregister am Amtsgericht Bamberg eingetragen.

Der Jahresabschluss der Hexa.Kon wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und bekannt gemacht.

Für die Gesellschaft gelten gemäß § 264 i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Gemäß § 11 Abs. 4 des Gesellschaftsvertrages ist die Hexa.Kon GmbH zur Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften verpflichtet. Damit wird auch die sich aus dem § 6b Abs. 1 EnWG ergebende Verpflichtung "Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen" im Konzern der Stadtwerke Bamberg erfüllt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268 bis 274 a, 276 bis 278 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB erstellt. Die im vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Übrigen ist die Gliederung zum Vorjahr unverändert.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Berichtswährung ist Euro (€). Zahlenangaben erfolgen in € und T€.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag aktiviert.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung, sofern deren bilanziellen Auswirkungen nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren beträgt 0,00 €.

6. Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft unterliegt Preisänderungsrisiken aus länger laufenden Stromverträgen. Zur Kompensation der Risiken werden die Absatzgeschäfte im Rahmen eines Portfolio Hedging zusammengefasst und fortlaufend mit zeit- und mengenkongruenten Bezugskontrakten unterlegt. Der Gesamtbetrag der Lieferverpflichtungen für die Jahre 2024 bis 2026 in Höhe von ca. 92,2 Mio. € sind in gleicher Höhe durch Bezugsverträge abgesichert.

Die miteinander zu Bewertungseinheiten verbundenen Grund- und Sicherungsgeschäfte haben stets ihrer Art nach identische, gegensätzlich gerichtete Leistungen mit aufeinander abgestimmter Fälligkeit und gleichem Leistungsumfang zum Inhalt. Risiken und Chancen aus den einzelnen Verträgen heben sich, wegen der Übereinstimmung der verknüpften Leistungspflichten und -ansprüche, vollständig gegenseitig auf (vollständig effektive Sicherungsbeziehung).

Rückstellungen für drohende Verluste aus Sicherungsgeschäften sind nicht zu bilden, da die Bewertungseinheiten keinen ineffektiven Anteil aufweisen. Bei der Abbildung der Sicherungsbeziehungen kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung.

7. Latente Steuern

Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, den Überhang aktiver latenter Steuern nicht zu aktivieren.

C. Angaben zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind solche aus Lieferungen und Leistungen und betragen zum Bilanzstichtag 16.191.613,08 € (Vj.: 5.642,8 T€).

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

2. Eigenkapital

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 31.12.2023 eigene Anteile in Höhe von 520,00 € (Vj.: 0,5 T€). Das ausgegebene Kapital beträgt 74.580,00 € (Vj.: 74,6 T€). Zum 01.01.2024 wurden die eigenen Anteile an die SÜC Energie und H2O GmbH veräußert.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag besteht eine vertragliche Verpflichtung aus der Fixierung des Strombezuges 2024 von 75,9 Mio. €, 2025 von 14,7 Mio. €, sowie für 2026 von 1,6 Mio. €.

D. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch Herrn Dr.-Ing. Michael Fiedeldey als alleiniger Geschäftsführer vertreten. Der ausgewiesene Personalaufwand beinhaltet ausschließlich Geschäftsführungsvergütungen. Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.

1. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Die Beziehungen zu den nahestehenden Unternehmen bestehen aus dem Stromverkauf an die Gesellschafter mit einem Umfang von 138.013,0 T€ (Vj.: 58.006,6 T€) im Geschäftsjahr. Aus Dienstleistungsverträgen und aus Weiterverrechnungen wurden von der Gesellschaft 13.064,3 T€ (Vj.: 2.457,9 T€) bzw. 58,7 T€ (Vj.: 53,2 T€) an die Gesellschafter berechnet.

2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer.

3. Angaben nach § 6 b Abs. 2 EnWG

Die Gesellschaft organisiert die Beschaffung von Strom für ihre Gesellschafter. Die gesamten Umsätze der Gesellschaft resultieren aus Stromverkäufen und aus den Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Strombeschaffung gegenüber ihren Gesellschaftern, die vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen sind. Für zukünftige Stromlieferungen haben die Gesellschafter bereits Zahlungen in Höhe von 14,399 Mio. € geleistet, die als sonstige Rückstellungen erfasst wurden.

4. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bamberg, den 21. März 2024

Hexa.Kon GmbH

gez. Dr.-Ing. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Rechtsgrundlage

Die Hexa.Kon GmbH hat ihren Sitz in Bamberg.

Gesellschafter sind die nachstehenden Unternehmen:

Gesellschafter Anteil %
Stadtwerke Bamberg Energie- und Wasserversorgungs GmbH, Bamberg 33,16
Stadtwerke Hof Energie + Wasser GmbH, Hof 33,16
Hexa.Kon GmbH, Bamberg (eigene Anteile) 0,69
SWR Energie GmbH & Co. KG, Rödental 10,56
Stadtwerke Neustadt GmbH, Neustadt 11,25
Stadtwerke Ebermannstadt Versorgungsbetriebe GmbH, Ebermannstadt 11,18

2. Betriebszweck

Gegenstand des Unternehmens ist die Kooperation für den gemeinsamen Stromeinkauf sowie gemeinsames Netzmanagement mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschafter zu erhalten und zu stärken.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die gemeinsame Strombeschaffung für die Gesellschafter, die Bündelung der Interessen im Bereich der Gasbeschaffung gegenüber der enPlus eG sowie die Unterstützung der Gesellschafter im Rahmen der Netzentgeltthematik.

Darüber hinaus erarbeitet die Hexa.Kon GmbH, wann immer sinnvoll, mögliche zentrale Lösungen für versorgungswirtschaftliche Fragen und bietet ihren Gesellschaftern eine weit gefächerte Beratung und Unterstützung in Fragen des liberalisierten Strommarktes. Zudem fördert sie den gesellschafterübergreifenden offenen Austausch zu aktuellen und grundsätzlichen Themen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Viele Länder unternehmen eine Vielzahl von Schritten, um das Klima zu schützen, den weiteren ungehemmten Anstieg der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre zu bremsen und die Auswirkungen einer globalen Erwärmung abzumildern. Die naturwissenschaftlichen Aufarbeitungen weisen weiterhin auf die Brisanz von konsequentem Handeln und einem höheren Tempo bei der Ausgestaltung der Energiewende hin. Daran hat auch Covid-19 mit den einhergehenden Beschränkungen und konjunkturellen Einbußen keine Änderungen der Situation ergeben.

Der Jahresauftakt 2023 schien stabilisierende Tendenzen für die wirtschaftliche Entwicklung aufzuzeigen. Allerdings geriet die wirtschaftliche Entwicklung ab dem zweiten Quartal in einem nach wie vor stark krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Nicht nur der Krieg Russlands gegen die Ukraine, auch weitere geopolitische Spannungen belasten und tragen zu steigenden Unsicherheiten bezüglich konjunktureller Aussichten bei und schwächen seitdem das Wirtschaftswachstum aller Regionen. Somit ergibt sich für die Hexa.Kon eine Betroffenheit für ihre Geschäftstätigkeit beim Vergleich zum Vorjahr 2022 auch aus gestiegenen Energie-, Erzeuger- und Verbraucherpreisen, neben gestiegenen Zinsen und gestiegenen Baukosten. So weist das statistische Bundesamt für das Jahr 2023 nach ersten Berechnungen ein gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % niedrigeres preisbereinigtes Bruttoinlandprodukt für Deutschland aus. Damit kann die deutsche Wirtschaft ihre Erholung von vor dem Corona-Einbruch in 2020 nicht weiter fortsetzen - so die Aussagen der Statistiker.

Seit mehreren Jahren ist der Ausbau von regenerativen Stromerzeugungsanlagen ein wesentlicher Einflussfaktor im deutschen Strommarkt. Der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms an der Netzlast lag in Deutschland im Jahr 2023 bei 56 %. So hat in 2023 die Kohlestromerzeugung signifikant abgenommen (Steinkohle -36,8 %, Braunkohle -24,8 %). Eine Rolle spielte die temporäre Nichtverfügbarkeit verschiedener Kohlekraftwerke, als auch die hinreichende Verfügbarkeit günstigerer Energien. Erdgas hat demgegenüber als Energieträger zur Stromerzeugung gewonnen, so dass sich der Anteil gegenüber dem Vorjahr um 31,3 % gesteigert hat - bei Berücksichtigung des Gesamtanteils von 11,2 % den Gas an der Stromerzeugung einnimmt, relativiert sich dieser Wert wieder. Erwartungsgemäß nahm die Bedeutung der Stromerzeugung aus Kernenergie im Jahr 2023 weiter ab. Bereits zu Anfang Februar hatte sich hier ein Absinken der Erzeugung gezeigt. Am 15. April 2023 war es dann soweit, die drei letzten Kernkraftwerke wurden dauerhaft vom Netz genommen. Gründe für die Steigerung der Erneuerbaren Lieferungen sind vielfältig. Höhere Niederschlagsmengen führten zu Steigerungen bei der Erzeugung aus Wasserkraft. Besser Windbedingungen und gestiegene installierte Leistung bei Onshore-Windturbinen führen auch hier zu einem Erzeugungsplus. Die Offshore-Anlagen lagen bei der Einspeisung unter den Vorjahreswerten. Grund sind fehlende Verfügbarkeiten von Verbindungsleitungen und Ausfälle aufgrund von Wartungsarbeiten. Photovoltaik bewegte sich auf dem Vorjahresniveau wobei die sonnenärmere Witterung durch einen starken Leistungszubau kompensiert wurde. Die Gesamtmenge eingespeisten Stroms betrug in 2023 insgesamt 515 Milliarden kWh, gegenüber 2022 mit knapp 509,4 Milliarden Kilowattstunden, entspricht dies einer Steigerung von 1 %.

Die Preisentwicklung an den Großhandelsmärkten wurde im Jahr 2022 von der Ukraine-Krise geprägt. Damit waren die Preise für Gas und Kohle deutlich angestiegen. Auch zeigte sich in Folge die Strompreisentwicklung sehr volatil und eng an die Gaspreisentwicklung gekoppelt. Ab Oktober 2022 begannen die Großhandelsstrompreise wieder zu sinken und stabilisierten sich im Jahr 2023 auf einem im Vergleich zu den Vorkrisenjahren hohem Niveau.

Angebot und Nachfrage am Strommarkt sind inzwischen ein gesamteuropäisches Zusammenspiel. Strom wird dementsprechend im Verbund dort erzeugt wo er am günstigsten ist. Beim Import profitiert der deutsche Markt somit von günstigen Erzeugungsbedingungen im Ausland und umgekehrt.

2. Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft wird über das Jahresergebnis gesteuert. Als Handelsgesellschaft werden die gesamten eingekauften Strommengen an die Gesellschafterwerke mit einem Aufschlag zur Deckung der betrieblichen Aufwendungen weitergereicht.

Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.

3. Geschäftsverlauf

Im Rahmen der mit den Gesellschaftern abgestimmten Regelungen wurde das Portfolio für den Strombezug für die Jahre 2024 bis 2025 bewirtschaftet. Dabei wird weiterhin an der kontinuierlichen Eindeckung von Teilmengen über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren festgehalten. Dies führt im Ergebnis zu einer Glättung der Bezugskosten. Mit dem deutlichen Preisanstieg ab Ende Februar 2022 und den extremen Preisspitzen im Sommer 2022 hat sich der Portfoliopreis der Hexa.Kon deutlich verteuert und für das Lieferjahr 2023 wurde der Höchstwert erreicht. Für das Frontjahr 2024 gab es einen ersten Rückgang, der sich für die Lieferjahre 2025 und 2026 fortsetzten wird. Die Gesellschafter der Hexa.Kon wurden über die Entwicklung regelmäßig informiert und bei den Werken wurden Vorkehrungen zur Weitergabe an die Endkunden getroffen.

Die leistungsgemessenen Kunden (RLM) wurden wie in den vergangenen Jahren im Zuge des Vertragsabschlusses beschafft. Am Markt lässt sich bei diesem Kundensegment lediglich eine geringe Marge durchsetzen, die weitestgehend unabhängig vom aktuellen Preisniveau ist. Die Vertriebe der Hexa.Kon-Werke sind somit in der Lage, durch kundenindividuelle Bepreisung einen Großteil der Kunden zu bedienen. Nach dem Corona-Rückgang der letzten Jahre hat sich der Absatz wieder stabilisiert.

Im Jahr 2023 wurden intensive Gespräche mit der SÜC Energie und H2O GmbH hinsichtlich einer Zusammenarbeit in der Energiebeschaffung geführt. Die Verhandlungen konnten zu einem positiven Abschluss geführt werden und Ende des Jahres gab es von der SÜC die Zusage, der Hexa.Kon beizutreten und zukünftig über die Kooperation Strom zu beziehen. Die Zusammenarbeit beginnt ab 2026 mit einem gemeinsamen Bilanzkreismanagement. Ab 2027 soll dann die Strombeschaffung der SÜC über die Hexa.Kon abgewickelt werden. Die Einzelheiten der Zusammenarbeit wird in einem Projekt definiert, das für 2024 aufgelegt wurde.

4. Lage des Unternehmens

Die Absatzmenge liegt mit 538 Mio. kWh über dem Vorjahreswert (560 Mio. kWh) und über dem Planansatz. Da zum Zeitpunkt der Wirtschaftsplanung noch nicht klar war, wie sich der Einfluss der Pandemie weiter auswirken wird, wurde in der Planungsphase ein vorsichtiger Ansatz verfolgt, bei dem von weiterhin negativen Auswirkungen auf den Absatz ausgegangen wurde. Neben der über Plan liegenden Mengenausweitung waren auch deutlich höhere Preise in der Beschaffung und entsprechend in der Weiterberechnung an die Gesellschafter zu verzeichnen. Dies führte zu einer deutlich über Plan liegenden Ausweitung der Umsätze und des Materialaufwandes. Da die Beschaffungskosten mit einem geringen Kostenaufschlag an die Gesellschafter weiterberechnet werden, konnte auch das Jahresergebnis vor Steuern moderat über Plan und damit zufriedenstellend abschließen. Der hieraus erwirtschaftete Vorteil wurde genutzt, um die mit den Gesellschafterwerken vereinbarten Dienstleistungen zur Weiterentwicklung des Energiehandels zu finanzieren.

Im Einzelnen stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wie folgt dar:

4.1. Ertragslage

2023 2022
T€ T€
Rohergebnis 226,2 199,0
Personalaufwand -14,4 -14,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -119,0 -75,0
Finanzergebnis 0,5 4,8
Steuern vom Einkommen und Ertrag -179,5 -34,0
Jahresergebnis -86,2 80,5

Das Rohergebnis wurde aus den Umsatzerlösen, den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Materialaufwand ermittelt.

Aufgrund etwas höherer Bezugspreise bei gesunkenen Bezugsmengen im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich sowohl die Materialaufwendungen als auch die Umsatzerlöse. Das Rohergebnis stieg um 27,2 T€. Negativ ausgewirkt haben sich insbesondere gestiegene Steueraufwendungen die auch für Vorjahre noch zu leisten waren. Diese haben dann das Ergebnis ins Negative gedrückt.

4.2. Finanz- und Vermögenslage

2023 2022 Abweichung
T€ T€ T€
Umlaufvermögen 32.813,2 13.214,8 19.598,3
Rechnungsabgrenzung 2,7 2,8 -0,1
Aktiva 32.815,9 13.217,6 19.598,3
Eigenkapital 1.976,6 2.062,8 -86,2
Rückstellungen 15.904,8 3.190,2 12.714,6
Verbindlichkeiten 14.934,5 7.964,6 6.969,9
Passiva 32.815,9 13.217,6 19.598,3

Die Gesellschaft verfügt über kein Anlagevermögen. Das Umlaufvermögen und somit auch die Bilanzsumme wuchs um 19.598,3 T€. Basis davon ist zu 54 % ein Anstieg der Forderungspositionen und zu 46 % die Zunahme der Guthaben bei Kreditinstituten. Die liquiden Mittel betragen nunmehr 16,1 Mio. € (2022: 7,2 Mio. €). Zurückzuführen ist der Liquiditätsanstieg auf eine per Sonderumlage geschaffene Liquiditätsreserve um die Geschäfte der Hexa.Kon abzusichern. Die Liquiditätsreserve soll über Zeit wieder zurückgeführt werden. Das Eigenkapital ist um 86,2 T€ gesunken, die Eigenkapitalquote beträgt 6,0 % (Vj: 15,7 %). Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist auf die Erhöhung der Bilanzsumme zurückzuführen Diese wiederum resultiert aus einem Anstieg der Rückstellungen um 12.714 T€ sowie der Verbindlichkeiten um 6.970 T€. Die Entwicklung der Rückstellungen ist insbesondere geprägt durch die Liquiditätsreserve.

Zusammengefasst ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hexa.Kon GmbH als gut zu beurteilen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Das Geschäftsmodell wurde mit hohen Sicherheitsfaktoren kreiert, indem die für die Kunden beschafften Mengen stets mit einem Preisaufschlag an diese weiterberechnet werden. Diese Marge aus dem Handelsgeschäft ermöglicht der Hexa.Kon GmbH grundsätzlich, sich auch bei sinkenden Ein- und Verkaufsvolumina als ein dauerhaft wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen zu positionieren.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Grundlage der Geschäftsprognose ist der Wirtschaftsplan 2024, bestehend aus einem Erfolgs- und einem Investitionsplan. Die Gesamtplanung umfasst den Zeitraum 2024 bis 2028 und bildet die Basis der Steuerung der Geschäftsaktivitäten. In der Planung für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Strommenge von 443 Mio. kWh prognostiziert. Hierbei wird ein vorsichtiger Ansatz verfolgt, da die Auswirkungen der massiven Preisverwerfungen im Jahr 2022 nicht abschließend absehbar sind. Insolvenzen von großen Industriekunden sind ebenso möglich wie ein verstärkter Ausbau von Eigenerzeugung bei den Kunden, um ihre Energiekosten zu minimieren. Der deutlich höhere Marktpreis wird vermutlich auch im Jahr 2024 nachhaltig zu spüren sein. Herauszuheben ist die unklare Lage in der Ukraine die für extreme Nervosität an den Märkten sorgt und zu Preissprüngen von bis zu 5 Cent/kWh an einzelnen Handelstagen führt.

Mit einer geplanten Menge von 443 Mio kWh wird die Hexa.Kon nach derzeitiger Planung einen Umsatz von 85 Mio € und ein Ergebnis von voraussichtlich 38 T€ erwirtschaften. Dies bedingt, dass Aufwendungen für externe Dienstleistungen, die einer strategischen Weiterentwicklung dienen, an die Werke weiterverrechnet und nicht von der Hexa.Kon finanziert werden. Die hierfür notwendige vertragliche Regelung zwischen der Hexa.Kon und den Werken ist im Kooperations- und Dienstleistungsvertrag fixiert.

2. Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der Marktentwicklung

Nachdem die Auswirkungen der Corona-Krise bis Ende 2022 weitestgehend überwunden war, hat die durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verursachte Energiekrise die weltweite Aufmerksamkeit im Jahr 2023 auf sich gezogen. Die Auswirkungen der Energiekrise mit der einhergehenden hohen Inflation sowie die damit verbundenen Preissteigerungen prägen vielfach die wirtschaftliche Situation, so dass bei grundsätzlichen Wachstumsaussichten die insgesamt verhaltenen oder leicht negativen Aspekte überwiegen. Dreh- und Angelpunkt aller die Wirtschaft betrachtenden Szenarien ist und bleibt die Entwicklung des Energieverbrauchs. Die durch die Krise an den Energiemärkten verursachten Verwerfungen werden durch eine Vielzahl von staatlichen Gegenmaßnahmen und Transfers zur Dämpfung der Folgeeffekte bei den Preisentwicklungen an den Börsen für Brennstoff und Strom begleitet.

Die Hexa.Kon hat in den letzten Jahren mit überschaubarem Aufwand an Personalressourcen für die Werke eine optimierte Strombeschaffung durchführen können. Absehbar ist jedoch, dass sich der Energie- und Beschaffungsmarkt in den nächsten Jahren deutlich verändern wird. Neue Erzeugungsanlagen werden verpflichtet ihre Mengen direkt zu vermarkten. Um sämtliche Chancen im Markt zu nutzen war es deshalb notwendig, die Hexa.Kon weiterzuentwickeln, um sicherzustellen, dass die Gesellschafter auch zukünftig die Dienstleistungen von der Hexa.Kon erhalten, mit denen die Vertriebe im Endkundenmarkt einen Mehrwert generieren können. Vor diesem Hintergrund wurde die Beschaffung für die Jahre 2023 bis 2025 neugestaltet. Ab dem Lieferjahr 2023 wurde ein Vertrag zur Bilanzkreisbewirtschaftung ohne Mengenlieferung bei einem Dienstleister abgeschlossen, der es der Hexa.Kon und den Gesellschaftern ermöglicht, wesentlich flexibler auf marktliche Veränderungen zu reagieren. Hierbei übernehmen die Werke der Hexa.Kon das Spotmarktrisiko. Das Ausgleichsenergierisiko wird durch den Dienstleister getragen. Ausschlaggebend für dieses Modell ist die deutlich größere Flexibilität, die es zukünftig erlaubt, Mengen aus (regionalen) EE-Anlagen in das Beschaffungsportfolio zu integrieren und Endkunden Angebote zu unterbreiten, die im Markt gängig sind, mit dem bisherigen Beschaffungsmodell (Tranchenvertrag mit Toleranzband) aber nicht umsetzbar waren (z. B. Spotmarktbeschaffung).

Ein Risiko ist die Mengenentwicklung der belieferten Werke und damit letztendlich die Beschaffungsmenge der Hexa.Kon, da die Finanzierung des Geschäftsbetriebes im Wesentlichen über einen Preisaufschlag auf die Beschaffungsmenge erfolgt. Mittelfristig wird sich die Situation mit dem Beitritt der SÜC deutlich verbessern.

Chancen und Risiken im Bereich Finanzierung

Das Hauptrisiko der Hexa.Kon GmbH ist die ausreichende Liquidität für die Strombeschaffung. Zur Minimierung dieses Risikos ist die Einhaltung der Zahlungsziele durch die belieferten Gesellschafter notwendig. Damit die bisherige Strombeschaffung nach Börsenbeurteilung zu keinem erhöhten Risiko führt und die Gesellschafter marktgerechte Konditionen erhalten, wurden Leitlinien in einem Risikohandbuch zur Strombeschaffung definiert, nach denen die Handelsgeschäfte durchgeführt werden. Damit wird gewährleistet, dass die Beschaffung zu einem Beschaffungspreis realisiert wird, der im Durchschnitt maximal einem mittleren Marktpreisniveau entspricht. Da mit den Gesellschaftern die Weitergabe der Beschaffungskosten vereinbart ist, besteht für die Hexa.Kon kein direktes Risiko zu überhöhten Marktpreisen einzukaufen.

Chancen und Risiken im Bereich Betriebsorganisation

Die Hexa.Kon beschäftigt neben dem nebenamtlichen Geschäftsführer kein eigenes Personal. Ein personelles Risiko besteht somit nicht unmittelbar bei der Hexa.Kon, sondern nur mittelbar, da die Funktionsträger bei den beteiligen Unternehmen beschäftigt sind. Die Hexa.Kon hat keinen Einfluss auf die personelle Situation bzw. die Funktionsträger und auf das bestehende personelle Risiko, das beispielsweise durch den Wissensverlust der bei Ausscheiden von Entscheidungs- und Funktionsträgern aus dem Unternehmen entstehen kann.

Gegen die Hexa.Kon werden derzeit keine Ansprüche Dritter geltend gemacht. Wesentliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage sind somit nicht zu erwarten.

 

Bamberg, den 20. Mai 2024

gez. Dr.-Ing. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hexa.Kon GmbH, Bamberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hexa.Kon GmbH, Bamberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hexa.Kon GmbH, Bamberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 27. Mai 2024

Müller Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Müller, Wirtschaftsprüfer

Graf, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses 2023 erfolgte am 12.06.2024.

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