elexis AG
Selbe AdresseHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Menke seit 2.2.2023 | Prokura |
Alexander Heck seit 6.12.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Dr. Irle seit 13.11.2020 | Prokura |
Jürgen Simon seit 6.8.2020 | Geschäftsführer |
Ingo Dipl.-Oec. Koesfeld seit 7.11.2019 | Geschäftsführer |
Roman Andreas Frost seit 23.11.2017 | Prokura |
Uwe Wurster seit 21.3.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SMS GmbHDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 der SMS GmbH, Düsseldorf ("SMS group")Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzerngesamtergebnisrechnung
KonzernbilanzAKTIVA
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzernanhang1 Grundlagen des Konzernabschlusses1.1 Allgemeine GrundlagenDie SMS GmbH (SMS group), Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf, HRB 49121) hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften in Euro aufgestellt. Er entspricht auch den bis zum Bilanzstichtag verpflichtend in Kraft getretenen IFRS des IASB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro (€), der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahresbeträge sind, sofern nicht anders vermerkt, in T€ angegeben. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 24. März 2023 von der Geschäftsführung genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben. 1.2 Im Berichtsjahr erstmalig angewendete RechnungslegungsvorschriftenÄnderungen an IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse)IFRS 3 bezieht sich nach Überarbeitung nun explizit auf das überarbeitete IFRS Rahmenkonzept aus dem Jahr 2018. Damit wird klargestellt, ein Erwerber hat im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses bei der Beurteilung des Ansatzes von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten IAS 37 oder IFRIC 21 anzuwenden. Darüber hinaus wird der Standardtext von IFRS 3 um ein Ansatzverbot für im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Eventualforderungen ergänzt. Änderungen an IAS 16 (Sachanlagen)Die Änderung betrifft die Erfassung von Erträgen aus der Veräußerung sowie der Herstellungskosten von Gütern, die produziert werden, während eine Sachanlage an den vom Management beabsichtigten Standort bzw. in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird. Bisher war in IAS 16 nicht eindeutig geregelt, ob diese direkt erfolgswirksam zu erfassen oder mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der entsprechenden Sachanlage zu verrechnen sind. Als Folge der Änderung wird die Verrechnung mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nun explizit verboten. Stattdessen erfasst ein Unternehmen die Erträge aus derartigen Veräußerungen von Gütern und die Herstellungskosten dieser Güter direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung. Kosten für Testläufe, mit denen überprüft wird, ob die Sachanlage ordnungsgemäß funktioniert, stellen weiterhin ein Beispiel für direkt zurechenbare Kosten dar. Änderungen an IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen)Durch die Änderungen an IAS 37 wird die Definition jener Kosten, die zur Erfüllung eines Vertrages erforderlich sind, konkretisiert. Mit der Änderung an IAS 37 wird klargestellt, dass sich die Kosten der Vertragserfüllung aus den Kosten zusammensetzen, die sich direkt auf den Vertrag beziehen: inkrementelle Kosten der Vertragserfüllung (z. B. Lohneinzelkosten, Materialeinzelkosten) sowie eine Verrechnung anderer, der Erfüllung des Vertrags direkt zurechenbaren Kosten (z. B. die Zuweisung der anteiligen Abschreibungen für einen Posten des Sachanlagevermögens, der bei der Erfüllung mehrerer Verträge verwendet wird). Dagegen sind Kosten, die nicht direkt mit der Vertragserfüllung zusammenhängen, nicht bei der Identifikation eines belastenden Vertrages zu berücksichtigen. Annual Improvements 2018-2020Neben diesen Änderungen wurden im Rahmen der Annual Improvements 2018-2020 noch Verbesserungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 vorgenommen, die ebenfalls ab dem 01.01.2022 anwendbar sind. Änderungen an IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards)Nach IFRS 1.D16(a) wird es einem Tochterunternehmen zum Zeitpunkt seiner IFRS-Erstanwendung gestattet, im Rahmen der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden jeweils die vom Mutterunternehmen verwendeten Beträge unverändert zu übernehmen, nun inklusive des Eigenkapitals und seiner Bestandteile. Änderungen an IFRS 9 (Finanzinstrumente)Die Anpassung des IFRS 9 stellt klar, welche Gebühren in den 10%-Test bei Umschuldung oder Modifizierung der Vertragskonditionen eines Schuldinstruments einzubeziehen sind. Demnach sind nur solche Gebühren zu berücksichtigen, die direkt zwischen den beiden Vertragsparteien (z. B. Kreditnehmer und Kreditgeber) gezahlt bzw. vereinnahmt werden. Hingegen sind Gebühren dritter Parteien (z. B. Vermittlungsgebühren, die an einen Agenten gezahlt werden) nicht zu berücksichtigen. Änderung eines Beispiels zu IFRS 16 (Leasingverhältnisse)Aus dem erläuternden Beispiel Nummer 13 zu IFRS 16 wurden Zahlungen des Leasinggebers an den Leasingnehmer i.Z.m. Mietereinbauten entfernt, um mögliche Irritationen zu verhindern, da diese Zahlungen nicht die Definition von Leasinganreizen erfüllen. Die im Berichtsjahr erstmals anwendbaren neuen bzw. überarbeiteten Standards und Interpretationen haben unwesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gehabt. 1.3 Neu herausgegebene und noch nicht verpflichtend anzuwendende RechnungslegungsvorschriftenDas IASB hat die nachfolgend dargestellten Standards, Interpretationen und Änderungen herausgegeben, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordern:
Die SMS group plant nicht, eine der oben genannten Vorschriften vorzeitig anzuwenden. Diese Änderungen werden keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. 1.4 Erläuterungen zum KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss der SMS GmbH umfasst die Einzelabschlüsse der SMS GmbH, Düsseldorf, und der von ihr beherrschten in- und ausländischen Tochterunternehmen sowie strukturierte Unternehmen, bei denen die SMS GmbH die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. In den Konzernabschluss wurden folgende Gesellschaften einbezogen:
Gegenüber dem Vorjahr wurde eine Gesellschaft erworben, eine Gesellschaft erstkonsolidiert, eine Gesellschaft wurde innerhalb des Konsolidierungskreises verschmolzen, eine Gesellschaft wurde veräußert, zwei Gesellschaften wurden aus Wesentlichkeitsgründen entkonsolidiert und eine Gesellschaft wurde liquidiert. Die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind einzeln und insgesamt für das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SMS group von untergeordneter Bedeutung. Neben diesem Konzernabschluss der SMS GmbH, Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf, HRB 49121) bildet der Konzernabschluss der Siemag Weiss GmbH & Co. KG, Hilchenbach-Dahlbruch (Amtsgericht Siegen, HRA 5230) den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen. Die Offenlegung der Konzernabschlüsse erfolgt im Bundesanzeiger. Die Aufstellung über den Beteiligungsbesitz der SMS GmbH im Sinne von § 313 Abs. 2 HGB ist am Ende dieses Konzernanhangs aufgeführt. 1.5 Angaben zu Tochterunternehmen1.5.1 Nicht beherrschende AnteileVon den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter entfallen die Wesentlichen auf die Mitgesellschafter der folgenden Tochterunternehmen:
Zusammengefasste Finanzinformationen:
1.5.2 Anteile an nicht konsolidierten strukturierten UnternehmenDie SMS group hält die Mehrheit der Anteile an zehn in Luxemburg ansässigen Immobilienzweckgesellschaften. Geschäftszweck dieser Immobiliengesellschaften ist die privatrechtliche Errichtung und Finanzierung von öffentlichen Gebäuden für den Luxemburger Staat. Die Gebäude werden langfristig an den Luxemburger Staat vermietet und fallen nach Ablauf der vertraglich geregelten Mietdauer automatisch an den Staat zurück. Sämtliche aus der Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaften während der Bau-, Vermietungs- und Liquidationsphase künftig entstehenden Chancen und Risiken liegen aufgrund entsprechender vertraglicher Regelungen beim Luxemburger Staat. Die SMS group hat keinen Einfluss auf die finanzielle oder operative Ausrichtung dieser Gesellschaften. Im Verlustfall besteht keine Nachschusspflicht. Eine Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss unterbleibt aus diesen Gründen. Es bestehen keine darüber hinausgehenden Garantien oder ähnliche Verpflichtungen des Konzerns gegenüber diesen Gesellschaften.
1.6 KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss der SMS GmbH basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der einbezogenen Gesellschaften. Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den gleichen Stichtag, den 31. Dezember 2022, aufgestellt. Tochterunternehmen mit abweichenden Geschäftsjahren wurden auf Basis von Zwischenabschlüssen einbezogen. 1.6.1 Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie ZwischenergebniseliminierungDie Zwischenergebnisse aus internen Lieferungen und Leistungen von Vorräten und von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern berechnet. 1.6.2 Kapitalkonsolidierung
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Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, |
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schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und |
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die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. |
Die Gesellschaft nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.
Wenn die Gesellschaft keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Gesellschaft alle Tatsachen und Umstände, darunter:
| ― |
den Umfang der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang und zur Verteilung der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber; |
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potentielle Stimmrechte der Gesellschaft, anderer Stimmrechtsinhaber und anderer Parteien; |
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Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen und |
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weitere Tatsachen und Umstände, die darauf hinweisen, dass die Gesellschaft die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten, zu denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter Berücksichtigung des Abstimmungsverhaltens bei früheren Haupt- bzw. Gesellschafterversammlungen zu bestimmen. |
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Beherrschung endet. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Die nicht beherrschbaren Anteile am erworbenen Unternehmen werden ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert erfasst.
Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.
Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden im Rahmen von IFRS 9 bewertet und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Goodwill repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Goodwill wird als immaterieller Vermögenswert bilanziert und mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen.
Goodwills, die aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten.
Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Goodwills bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird.
Sofern die Gesellschaft Anteile an dem bisherigen Tochterunternehmen zurückbehält, werden diese mit dem zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung festgestellten beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser Wert stellt die Anschaffungskosten der Anteile dar, die abhängig vom Grad der Beherrschung in der Folge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 oder nach den Vorschriften für assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen bewertet werden.
Nach der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen bilanziert, bei denen die SMS group in der Regel aufgrund eines Beteiligungsbesitzes zwischen 20% und 50% einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden einschließlich außerplanmäßiger Abschreibungen eines Geschäfts- oder Firmenwerts in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen berücksichtigt.
Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Im Konzernabschluss der SMS group werden die Abschlüsse von Gesellschaften aus Ländern außerhalb des Euroraums grundsätzlich nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Da die Tochterunternehmen wirtschaftlich selbstständig sind, erfolgt die Umrechnung der Posten der Bilanz zum Kurs am Bilanzstichtag und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt.
Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs werden alle im Eigenkapital angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die der SMS group aus dem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Werden dagegen nur Teile eines Tochterunternehmens, das einen ausländischen Geschäftsbetrieb einschließt, veräußert, ohne dass es zu einem Verlust der Beherrschung kommt, wird der Anteil an der Umrechnungsdifferenz, der auf den veräußerten Anteil entfällt, an dem Veräußerungszeitpunkt den nicht beherrschenden Anteilen zugerechnet.
Ein aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Goodwill sowie die Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Resultierende Umrechnungsdifferenzen werden in den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst.
In der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sowie im Rückstellungsspiegel werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Posten zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet; der Unterschied aufgrund von Wechselkursänderungen wird als Währungsanpassung gesondert gezeigt.
Die Wechselkurse der für die SMS group relevanten Währungen haben sich wie folgt verändert:
| Stichtagskurs 1
€ |
Durchschnittskurs 1
€ |
|||
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | 2022 | 2021 | |
| USD (USA) | 1,0674 | 1,1372 | 1,0545 | 1,1805 |
| GBP (Großbritannien) | 0,8867 | 0,8402 | 0,8528 | 0,8605 |
| INR (Indien) | 88,3259 | 84,4200 | 82,6342 | 87,3644 |
| CHF (Schweiz) | 0,9877 | 1,0364 | 1,0037 | 1,0810 |
| ZAR (Südafrika) | 18,1516 | 18,1462 | 17,2501 | 17,5695 |
| CNY (China) | 7,4224 | 7,2499 | 7,0837 | 7,6228 |
| CAD (Kanada) | 1,4451 | 1,4377 | 1,3704 | 1,4830 |
| BRL (Brasilien) | 5,6425 | 6,3357 | 5,4301 | 6,3444 |
| JPY (Japan) | 140,8208 | 130,9145 | 137,8320 | 129,8811 |
| RON (Rumänien) | 4,9460 | 4,9485 | 4,9324 | 4,9219 |
| RUB (Russland) | 77,9165 | 85,3582 | 73,7648 | 87,1226 |
| CZK (Tschechien) | 24,1547 | 24,8956 | 24,5813 | 25,6774 |
| KRW (Südkorea) | 1.349,6641 | 1.352,3013 | 1.241,5842 | 1.349,7110 |
| TWD (Taiwan) | 32,7975 | 31,4777 | 31,3246 | 32,9766 |
| MYR (Malaysia) | 4,7022 | 4,7410 | 4,6287 | 4,8872 |
| TRY (Türkei) | 19,9737 | 15,0709 | 17,2874 | 10,5398 |
| IDR (Indonesien) | 16.629,3130 | 16.222,1575 | 14.299,2641 | 16.937,5309 |
| BHD (Bahrain) | 0,4024 | 0,4288 | 0,3975 | 0,4451 |
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer von überwiegend 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte, die im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden gemäß IFRS 3 mit ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben.
Der aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. erforderlicher Wertminderungen bilanziert und in der Konzernbilanz unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Wertansatz von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Gruppen von zahlungsmittelngenerierenden Einheiten, denen Goodwill zugeordnet ist, wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Zudem werden immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und Goodwill tragende Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft.
Entwicklungskosten werden grundsätzlich nicht aktiviert, da Neuentwicklungen erst in der praktischen Erprobungsphase ihre künftige wirtschaftliche Nutzbarkeit manifestieren. Aufgrund der andersartigen Abläufe der Produktentwicklung der elexis AG können bei dieser die angefallenen Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert werden, soweit die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung zur Nutzung oder zum Verkauf sichergestellt ist, der künftige wirtschaftliche Vorteil aus der Nutzung des Vermögenswertes wahrscheinlich ist und die Ausgaben während der Entwicklung verlässlich bewertet werden können. Die aktivierten Herstellungskosten umfassen in diesen Fällen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte werden ab ihrer Fertigstellung planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert, vermindert um planmäßige und notwendige außerplanmäßige Abschreibungen. Anschaffungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst.
Die Sachanlagen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Für die Sachanlagen werden im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Gebäude und Grundstückseinrichtungen: | 8 - 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen: | 5 - 20 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung: | 3 - 15 Jahre |
Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn sowohl der Veräußerungswert als auch der Nutzungswert des betroffenen Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken sind. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist.
Der Konzern mietet verschiedene Immobilien, Anlagen und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 1 bis 4 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen haben. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen, jedoch dürfen geleaste Vermögenswerte nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet werden.
Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Verbindlichkeit bilanziert. Jede Leasingrate wird in Tilgungs- und Finanzierungsaufwendungen aufgeteilt. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben.
Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
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feste Zahlungen einschließlich de facto fester (in-substance fixed) Zahlungen, abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize (lease incentives); |
| ― |
variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind; |
| ― |
erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien des Leasingnehmers; |
| ― |
der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung durch den Leasingnehmer hinreichend sicher (reasonably certain) ist und |
| ― |
Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Leasingnehmer eine Kündigungsoption wahrnehmen wird. |
Leasingzahlungen werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers.
Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
| ― |
der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit; |
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sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich aller etwaig erhaltener Leasinganreize; |
| ― |
alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und |
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geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts, an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen. |
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert sind beispielsweise IT-Ausstattung und kleinere Büromöbel.
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht selbst genutzt oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zählen unbebaute Grundstücke, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Bauten und Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden nach der Neubewertungsmethode zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value Modell) bewertet. Diese Vermögenswerte werden unter einem eigenen Bilanzposten ausgewiesen.
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfolgt auf Grundlage der Discounted Cash Flow-Methode (DCF-Methode). Der Detailplanungszeitraum bei dieser DCF-Bewertung erstreckt sich über zwölf Jahre. Die prognostizierten Erlöse der einzelnen Teilprojekte (Slots) sind zeitlich gestaffelt und die Verkaufserlöse der einzelnen Teilprojekte sind jeweils zum erwarteten Verwertungszeitpunkt angesetzt. Durch den Kapitalisierungszinssatz wird anschließend im Rahmen der DCF-Bewertung der entsprechende Barwert ermittelt. Zukünftige Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundstücks werden in dem jeweiligen Periodenergebnis erfasst und können somit die Ertragslage der SMS group beeinflussen.
Im Rahmen der Bewertung erfolgt eine Einteilung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die nutzungsartabhängigen Klassen:
| ― |
Neubau, hoher Standard |
| ― |
Neubau, mittlerer Standard |
| ― |
Neubau, erschwinglicher Wohnungsbau |
| ― |
Garagen und Stellplätze |
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Gewerbeimmobilien |
Die der Bewertung zugrunde gelegten, durchschnittlichen Verkaufserlöse orientieren sich an der späteren Nutzung der Teilprojekte. Es wurden drei Kategorien für den Neubau mit entsprechenden Verkaufserlösen festgelegt (hoher Standard: 13.500 €/m 2, mittlerer Standard: 11.500 €/m 2 und erschwinglicher Wohnungsbau: 7.000 €/m 2). Bei den Garagen und Stellplätzen wurde ein Erlös von 70.000 €/Stück angenommen. Für die Gewerbeimmobilien wurden die Verkaufserlöse mittels eines Mietmultiplikators auf Basis der jährlichen prognostizierten Mieteinnahmen ermittelt. Zusätzlich wurde im Detailplanungszeitraum für Verkaufserlöse der Teilprojekte und die Mieterlöse aus den Gewerbeimmobilien ein jährlicher Steigerungssatz angesetzt, der sich zwischen 1,9% und 2,5% bewegt. Analog wurde im Betrachtungszeitraum bei den Entwicklungs- und Erschließungskosten eine Dynamik unterstellt. Die angesetzten Kostensteigerungen liegen in einer Bandbreite von 3,3% bis 4,3% pro Jahr. Diese gegenüber dem Vorjahr deutliche Erhöhung ist vor allem durch die gestiegene Inflation im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 begründet sowie eine auch für das Jahr 2023 prognostizierte hohe Inflationsrate.
Langfristig orientiert sich die Steigerung aber weiterhin an der mittelfristig erwarteten Entwicklung der Verbraucherpreise, so liegt zum Beispiel das mittel- bis langfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank, trotz des aktuellen steigenden Preisniveaus, weiterhin bei 2%.
| Wesentliche Parameter für Bewertung Grundstück Luxemburg | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 01.01.2020 |
| Bauland in m 2 | 55.337 | 55.337 | 55.337 | 56.091 |
| Verwertbare Fläche in m 2 | 138.986 | 138.986 | 138.986 | 139.091 |
| Anzahl Garagen und Stellplätze | 1.556 | 1.556 | 1.556 | 1.823 |
| Projektstart | 2022 | 2020 | 2020 | 2019 |
| Haltedauer in Jahren | 12 | 12 | 12 | 12 |
| Ausstiegsdatum | 2031 | 2031 | 2031 | 2031 |
| Ø-Kostensteigerung p.a. | 3,3% - 4,3% | 1,6% - 2,0% | 1,6% - 2,0% | 1,6% - 2,0% |
| Ø-Mietentwicklung p.a. | 1,9% - 2,5% | 1,9% - 3,0% | 1,9% - 3,0% | 1,9% - 3,0% |
| Kapitalisierungszinssatz | 4,5% | 4,0% | 4,0% | 4,0% |
| Mietmultiplikator | 26 | 25 | 25 | 25 |
| Ø-Mieteinnahme pro m 2 | 35 - 38 | 35 | 35 | 35 |
| Verkaufserlös (Neubau hoher Standard) T€/m 2 | 13,5 | 11,8 | 11,8 | 10,9 |
| Verkaufserlös (Neubau mittlerer Standard) T€/m 2 | 11,5 | 9,9 | 9,9 | 9,5 |
| Verkaufserlös (Neubau erschwinglicher Wohnungsbau) T€/m 2 | 7,0 | 6,7 | 6,7 | 6,4 |
| Verkaufserlös (Stellplätze unterirdisch) T€/Stück | 70 | 70 | 70 | 70 |
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen sind nach IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Die Anschaffungskosten der Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen stellen eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar, da die Gesellschaften in der Regel ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Wertminderungen werden durch entsprechende Abschreibungen berücksichtigt.
Bei den sonstigen Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um nicht notierte Anteile, für die keine Marktwerte verfügbar sind. Die beizulegenden Zeitwerte der Gesellschaften unterliegen keinen starken Schwankungen.
Zu den Finanzinstrumenten gehören originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzforderungen und -verbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente.
Der Bestand der originären und derivativen Finanzinstrumente ist aus der entsprechenden Anhangangabe ersichtlich.
Finanzinstrumente werden mit erstmaliger Anwendung des IFRS 9 in die Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten", "Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert" oder "Ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert" eingeordnet.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei ihrer Erstbewertung grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Sofern keine signifikante Finanzierungskomponente vorliegt, werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu deren Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet. Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind die direkten Transaktionskosten im Buchwert enthalten. Die Folgebewertung ist abhängig von der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien:
Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wenn sie im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung darin besteht, die Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cashflows, ausschließlich bestehend aus Tilgungs- und Zinszahlungen, zu vereinnahmen. Soweit es sich nicht um kurzfristige Vermögenswerte handelt und der Effekt der Aufzinsung nicht unwesentlich ist, erfolgt der Ansatz unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.
Finanzielle Vermögenswerte, die keiner der beiden oben genannten Kategorien zugeordnet werden können, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Kategorie trifft insbesondere auf Eigenkapitalinstrumente und Derivate zu.
Nach dem Wertminderungsmodell des IFRS 9 werden für sämtliche Vermögenswerte die erwarteten Verluste für einen 12-Monats-Zeitraum nach dem Stichtag ermittelt. Sofern seit dem erstmaligen Ansatz eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos oder ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt, sind die erwarteten Kreditverluste über die Laufzeit zu erfassen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind dabei grundsätzlich die erwarteten Kreditverluste über die Laufzeit zu ermitteln.
Die Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt mit Ausnahme der Derivate zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Ein derivatives Finanzinstrument ist ein Finanzinstrument, dessen Wert sich in Abhängigkeit von einer Bezugsgröße ändert, das in der Regel keine oder nur geringe Anschaffungskosten erfordert und das zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird.
Derivativgeschäfte werden in der SMS group grundsätzlich nur zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft und aus Finanzierungstransaktionen eingesetzt. Die SMS group verfolgt eine Politik der nahezu 100%-igen Absicherung von Wechselkursrisiken. Dabei kommen derzeit fast ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz.
Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. In diesem Zusammenhang werden bei Fair Value Hedges (Wertsicherungsgeschäft) die Marktwertveränderungen des Sicherungsgeschäftes und die des dazugehörigen Grundgeschäfts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam erfasst.
Als Marktwerte sind die Rückkaufwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung entsprechend gegenläufiger Entwicklungen aus den gesicherten Grundgeschäften angegeben. Sie sind auf Basis quotierter Preise oder mit Hilfe von standardisierten Verfahren ermittelt. Der erstmalige Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Settlement Date.
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Rohstoffe und Handelswaren werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.
Kurzfristige Aufträge werden nach der Methode der Umsatzrealisierung nach Fertigstellung und Abnahme (completed contract method) erfasst. Langfristige, kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IFRS 15 nach der Methode der Umsatzrealisierung nach Leistungsfortschritt (percentage of completion method) erfasst. Sie werden auf der Grundlage der vereinbarten Auftragserlöse und der für den erreichten Grad der Fertigstellung angefallenen Kosten in den Umsatzerlösen und, nach Abzug erhaltener Kundenanzahlungen, in den Vertragsvermögenswerten ausgewiesen. Der Leistungsfortschritt wird in Abhängigkeit von den jeweiligen Besonderheiten der kundenspezifischen Fertigungsaufträge anhand der bislang angefallenen Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten ermittelt (cost to cost method).
Decken die vereinbarten Auftragserlöse nicht die voraussichtlichen Gesamtkosten ab, erfolgt zunächst eine entsprechende Wertberichtigung der aktivierten Vorräte bzw. der als Vertragsvermögenswerte ausgewiesenen poc-Forderungen. In einem zweiten Schritt erfolgt im Bedarfsfall die Bildung entsprechender Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zu deren Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Nicht kursgesicherte Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen werden abgezinst, sofern die Zeitspanne zwischen Übertragung der Verfügungsgewalt bzw. der Dienstleistung und der Bezahlung durch den Kunden länger als 1 Jahr beträgt. Die Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 nach dem vereinfachten Modell für die Bewertung von erwarteten Ausfallrisiken ermittelt.
Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteueranteil ausgewiesen.
Vertragskosten, die in direktem Zusammenhang mit langfristigen Aufträgen entstehen, werden in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten aktiviert und über die voraussichtliche Laufzeit des Vertrags erfolgswirksam aufgelöst. Diese direkten Kosten betreffen ausschließlich auftragsbezogene Provisionen an Dritte, welche ohne den Auftrag nicht angefallen wären. Sofern die Vertragskosten bei kurzfristigen Kundenverträgen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr entstehen, werden diese sofort als Aufwand erfasst.
Wertaufholungen für lang- und kurzfristige Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, werden vorgenommen, wenn die Gründe für eine in früheren Jahren erfolgte außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.
Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden leistungsorientierten Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) ermittelt. Von der so ermittelten Bruttopensionsverpflichtung wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Hieraus ergibt sich die anzusetzende Nettoschuld beziehungsweise der anzusetzende Nettovermögenswert.
Der Nettozinsaufwand/-ertrag bestimmt sich durch Multiplikation der Nettoschuld (des Nettovermögenswertes) zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung am Periodenbeginn zugrundeliegenden Zinssatz.
Der Diskontierungszinssatz wird auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am jeweiligen Stichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Währung und Laufzeit der zugrundegelegten Anleihen stimmen mit der Währung und den voraussichtlichen Fristigkeiten der nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse zu erfüllenden Versorgungsverpflichtungen überein.
Resultiert aus dem Abzug des Planvermögens von der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung eine Überdotierung, beschränkt sich der Ansatz des Nettovermögenswertes der Höhe nach auf den Barwert der mit dem Planvermögensüberschuss verbundenen wirtschaftlichen Vorteile, zum Beispiel in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder aufgrund geminderter künftiger Beitragszahlungen, sofern die Gesellschaft Verfügungsmacht über diese wirtschaftlichen Vorteile hat. Verfügungsmacht ist gegeben, wenn die Gesellschaft den Nutzen aus den wirtschaftlichen Vorteilen innerhalb der Laufzeit des Pensionsplans oder bei Erfüllung der Planschulden realisieren kann.
Im Rahmen der Ermittlung des Barwertes der mit dem Planvermögensüberschuss verbundenen wirtschaftlichen Vorteile werden etwaig bestehende Mindestdotierungsverpflichtungen berücksichtigt.
Die Neubewertungskomponente umfasst zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung und zum anderen den Unterschied zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und der zu Periodenbeginn typisierend angenommenen Rendite. Im Falle einer Überdotierung des Plans enthält die Neubewertungskomponente darüber hinaus die Veränderung des Nettovermögenswertes aus der Anwendung der Obergrenze (asset ceiling), soweit diese nicht in der Nettozinskomponente berücksichtigt wurde.
Sämtliche Neubewertungseffekte werden sofort im sonstigen Ergebnis erfasst, wohingegen die übrigen Komponenten des Nettopensionsaufwands (Dienstzeit- und Nettozinskomponente) in der Gewinn- und Verlustrechnung Berücksichtigung finden.
Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge einer Planänderung oder Plankürzung, werden die hieraus resultierenden Effekte als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich in dem Zeitpunkt, in dem die Planänderung oder Plankürzung eintritt.
Auch die aus einer Abgeltung resultierenden Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Abgeltung eintritt. Der Abgeltungsgewinn oder -verlust ergibt sich als Differenz zwischen dem zum Erfüllungstag ermittelten Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der Abgeltungszahlung unter Berücksichtigung der Übertragung von Planvermögen und solcher Zahlungen, die direkt vom Unternehmen in Verbindung mit der Abgeltung vorgenommen werden.
Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die sie zu den Beträgen berechtigen.
Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Rückstellungen, die einen Zinsanteil enthalten, werden abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistung werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Dem durch die Anwendung von IFRS 15 (percentage of completion method) erhöhten Unwägbarkeitsrisiko für ungeplante Mehrkosten wird durch die kalkulatorische auftragsbezogene Bildung einer erfahrungsbasierten Risikovorsorge auf Basis des so verumsatzten Auftragsvolumens Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr wurde eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Bezug auf die Ermittlung der erfahrungsbasierten Risikovorsorge vorgenommen. Der Grund für die Änderung ist die bessere Darstellung der tatsächlichen Vermögens- und Ertragslage des Konzerns. Die Änderung erfolgte gemäß IAS 8.19 retrospektiv und erfolgsneutral zum 1. Januar 2021. Nachfolgend werden die wesentlichen Effekte auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Konzernbilanz dargestellt.
|
geänderte Darstellung in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung 31.12.2021
(in T€) |
wie ursprünglich ausgewiesen | Anpassung IAS 8 | rückwirkend angepasst |
| Umsatzerlöse | 2.558.568 | 0 | 2.558.568 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -2.000.702 | -71.409 | -2.072.111 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 557.866 | -71.409 | 486.457 |
| Betriebliches Ergebnis | 93.503 | -71.409 | 22.094 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBIT) | 83.071 | -71.409 | 11.662 |
| Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) | 86.523 | -71.409 | 15.114 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -25.124 | 13.869 | -11.255 |
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | 61.399 | -57.540 | 3.859 |
|
geänderte Darstellung in der
Konzerngesamtergebnisrechnung 31.12.2021
(in T€) |
wie ursprünglich ausgewiesen | Anpassung IAS 8 | rückwirkend angepasst |
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | 61.399 | -57.540 | 3.859 |
| Wertberichtigung latente Steuern/Sonstiges | 7.918 | 0 | 7.918 |
| Gesamtergebnis | 106.219 | -57.540 | 48.679 |
|
geänderte Darstellung in der Konzernbilanz
01.01.2021
(in T€) |
wie ursprünglich ausgewiesen | Anpassung IAS 8 | rückwirkend angepasst |
| Summe Aktiva | 4.490.980 | -52.854 | 4.438.126 |
| davon aktive latente Steuern | 58.236 | -52.854 | 5.382 |
| Summe Passiva | 4.490.980 | -52.854 | 4.438.126 |
| davon passive latente Steuern | 179.196 | 0 | 179.196 |
| davon Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 1.187.227 | -229.923 | 957.304 |
| davon Eigenkapital (Gewinnrücklagen) | -56.373 | 177.070 | 120.697 |
|
geänderte Darstellung in der Konzernbilanz
31.12.2021
(in T€) |
wie ursprünglich ausgewiesen | Anpassung IAS 8 | rückwirkend angepasst |
| Summe Aktiva | 4.714.234 | -38.984 | 4.675.250 |
| davon aktive latente Steuern | 85.709 | -38.984 | 46.725 |
| Summe Passiva | 4.714.234 | -38.984 | 4.675.250 |
| davon passive latente Steuern | 202.533 | 0 | 202.533 |
| davon Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 1.118.102 | -160.722 | 957.380 |
| davon Eigenkapital (Gewinnrücklagen) | -85.818 | 121.738 | 35.920 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der für die einzelnen Gesellschaften maßgebenden Steuervorschriften auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt.
Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte und Schulden (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (Verbindlichkeitenmethode).
Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden in Anwendung der Vorschriften des IAS 12 nicht abgezinst und nur bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen saldiert ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Anlagengeschäft und damit verbundenen Dienstleistungen generiert. Bei langfristigen, kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden Umsätze nach dem Leistungsfortschritt (percentage of completion method) erfasst. Hiernach wird der Erlös entsprechend dem Leistungsfortschritt anhand der bislang angefallenen Kosten im Verhältnis zu den kalkulierten Gesamtkosten ermittelt. Die Umsätze aus Service-Dienstleistungen werden in der Periode vereinnahmt, in dem die Dienstleistungen erbracht wurden.
Bei Festpreisverträgen wird der Umsatz basierend auf der tatsächlichen Leistung am Ende des Berichtszeitraums als Anteil an den gesamten zu erbringenden Leistungen erfasst.
Bei Lieferungen von Erzeugnissen und Waren wird der Umsatz realisiert, sobald der Kunde durch Lieferung die Verfügungsgewalt über den zugesagten Vermögenswert erlangt.
Die mit den Kunden vereinbarten Zahlungen enthalten keine wesentlichen Finanzierungskomponente. Gewährleistungsverpflichtungen aus den Verträgen werden als Rückstellungen bilanziert.
Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode vereinnahmt. Die Berechnung des Effektivzinssatzes erfolgt auf Basis des Bruttobuchwertes des finanziellen Vermögenswertes. Sofern der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, erfolgt die Berechnung auf Basis des Nettobuchwertes nach Abzug der Wertberichtigung.
Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, sonstige vertriebsbezogene Aufwendungen im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 erst bilanziell erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit einhergehenden Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden grundsätzlich in der Periode als Ertrag erfasst, in denen die korrespondierenden Aufwendungen entstehen. Hierunter fallen im Wesentlichen Personalkostenerstattungen im Rahmen staatlicher Hilfsprogramme.
Die von der Bundesagentur für Arbeit erhaltenen Zahlungen aufgrund von Kurzarbeit stellen solche Zuschüsse aus öffentlicher Hand dar. Bei dem erstatteten Kurzarbeitergeld handelt es sich um einen durchlaufenden Posten, da diese Zahlung von der SMS group an die Arbeitnehmer weitergeleitet werden. Die erstatteten Sozialversicherungsbeiträge werden als Aufwandszuschüsse erfolgswirksam erfasst und von den Personalaufwendungen abgesetzt.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses der SMS group erfordert bei einigen Posten, dass für die Bewertung in der Bilanz, für die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und für den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen Annahmen getroffen oder Schätzungen vorgenommen werden. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung von Schätzungen erfolgswirksam geändert.
Die Ermessensausübung am Bilanzstichtag bezieht sich insbesondere auf folgende Positionen:
Die SMS group überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Goodwills. Die Überprüfung erfordert eine Berechnung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Goodwill zugeordnet ist. Dazu müssen die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt und angemessene Abzinsungssätze zur Ermittlung des Barwerts gewählt werden.
Die Ermittlung des Nutzungswertes erfolgt mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Nach-Steuer-Cashflows aus der vom Management genehmigten Vierjahresplanung verwendet. Die Planung basiert auf den Erwartungen des Managements, die an volkswirtschaftlichen Trends und historischen Entwicklungen angepasst sind. Den Wachstumsschätzungen, gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten und Steuersätzen liegen verlässliche Informationen zu Grunde, die das Risiko widerspiegeln, das mit der operativen Tätigkeit in der entsprechenden Branche bzw. dem Unternehmensbereich verbunden ist. Das letzte Planjahr wird grundsätzlich auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angenommen und unter Berücksichtigung weiterer Annahmen für die ewige Rente modifiziert.
Der Buchwert der Goodwills betrug zum 31. Dezember 2022 282.917 T€ (Vorjahr: 281.997 T€).
Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements.
Die Bewertung der Immobilie zum 31. Dezember 2022 erfolgte durch den unabhängigen Gutachter Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH, Stuttgart. Zum 31. Dezember 2021 wurde eine interne Bewertung der Immobilie mit Hilfe der speziellen Immobiliensoftware Argus Developer durchgeführt. Dabei wurden die Prämissen aus dem Jahre 2020 fortgeführt (siehe auch Kapitel 1.8.4).
Bei den Einnahmen in dem DCF-Modell handelt es sich im Wesentlichen um erwartete zukünftige Erlöse aus der Verwertung des Grundstücks (Verkauf Neubauten). Demgegenüber stehen Auszahlungen in Form von Erschließungs- und Entwicklungskosten. Der Verkehrswert der zu erschließenden Immobilie, auf der zukünftig Wohngebäude, Gewerbeobjekte sowie Garagen und Stellplätzen entstehen werden, belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 523.000 T€ (31. Dezember 2021: 523.900 T€).
Positiv hat sich im Jahr 2022 die Einreichung eines überarbeiteten Teilbebauungsplan für einen Teilbereich (PAP rue Wenceslas 1er) der in Luxemburg-Hollerich gelegenen Liegenschaften ausgewirkt. Im Ergebnis konnte dies durch eine einvernehmliche Beendigung einer gemeinsamen Entwicklungskooperation mit einem Dritten erwirkt werden. Hierdurch kann die SMS group nunmehr von der vollen Bebaubarkeit des Areals unter verbesserten Marktkonditionen profitieren.
Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hängt von einer Vielzahl von versicherungsmathematischen Annahmen ab. Diese Annahmen betreffen die Abzinsungssätze, die erwarteten Erträge des Planvermögens, die künftigen Lohn- und Gehaltsentwicklungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Rückstellungen unterliegen solche Schätzungen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2022 572.704 T€ (Vorjahr: 768.671 T€).
Die SMS group ist Steuersubjekt in unterschiedlichen Rechtskreisen. Die Ermittlung der Höhe des steuerpflichtigen Gewinns beruht auf der Beurteilung der Sachverhalte gemäß den gültigen Rechtsnormen und ihren Interpretationen. Die als Steueraufwand, Steuerschulden und Steuerforderungen ausgewiesenen Beträge basieren auf den getroffenen Annahmen. Insbesondere die Aktivierung von latenten Steueransprüchen aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen erfordert Schätzungen des künftig zur Verrechnung mit diesen Verlustvorträgen verfügbaren Gewinns. Zu einem späteren Zeitpunkt auftretende Unterschiede zu den getroffenen Schätzungen und Annahmen werden in der Periode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Die Aufwendungen und Erträge aus solchen Unterschieden werden in der Periode erfasst, in der das Unternehmen von ihnen Kenntnis erlangt. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die gesamten Ertragsteueransprüche 65.848 T€ (Vorjahr: 107.624 T€), die Steuerschulden betrugen 254.490 T€ (Vorjahr: 224.347 T€).
Die SMS group bilanziert langfristige Fertigungsaufträge nach der percentage of completion Method. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Abschätzung des Fertigstellungsgrades an. Die wesentlichen relevanten Schätzgrößen sind dabei die kalkulierten Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der Gesamtauftragserlös und die Auftragsrisiken. Die Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen (Vertragsvermögenswerte) wurden zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 295.287 T€ (Vorjahr: 265.139 T€) sowie die entsprechenden erhaltenen Anzahlungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen (Vertragsverbindlichkeiten) in Höhe von 474.915 T€ (Vorjahr: 415.457 T€) bilanziert. Die im Zusammenhang mit in der Abwicklung befindlichen Aufträgen gebildeten Rückstellungen für nachlaufende Kosten und Gewährleistungen sowie für langfristige Fertigungsaufträge betrugen zum 31. Dezember 2022 626.730 T€ (Vorjahr: 673.953 T€).
Die Aufgliederung der Konzernumsatzerlöse für das Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
| T€ | 2022 | 2021 |
| Kerngeschäft (metallurgischer Anlagenbau) | ||
| Anlagengeschäft | 1.856.937 | 1.469.330 |
| Services-Geschäft | 880.213 | 715.843 |
| Industrielle Beteiligungen | 419.817 | 391.956 |
| Sonstige/Konsolidierung | -18.100 | -18.561 |
| 3.138.867 | 2.558.568 |
| T€ | 2022 | 2021 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung | 851.425 | 834.027 |
| Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung | 2.287.442 | 1.724.541 |
| 3.138.867 | 2.558.568 |
Die Konzernumsatzerlöse setzen sich geografisch wie folgt zusammen:
| T€ | 2022 | 2021 |
| Nach Regionen | ||
| Westeuropa | 713.778 | 738.078 |
| Osteuropa | 150.148 | 174.587 |
| Afrika | 39.114 | 14.987 |
| MENA | 219.350 | 106.444 |
| Nordamerika | 828.542 | 669.864 |
| Lateinamerika | 270.552 | 139.962 |
| China | 425.100 | 408.291 |
| Indien | 304.482 | 185.906 |
| Sonstiges Asien | 187.801 | 120.449 |
| 3.138.867 | 2.558.568 |
Zum 31. Dezember 2022 besteht ein Bestand an unerfüllten Verträgen in Höhe von 9.249 Mio. € (Vorjahr: 7.666 Mio. €). Diese werden voraussichtlich zu 60% in 2023, 30% in 2024 und 10% danach realisiert. Alle anderen Verträge haben eine Laufzeit von einem Jahr oder weniger oder werden nach Zeitaufwand abgerechnet.
Die sonstigen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten.
Die sonstigen Aufwendungen enthalten die nicht den Funktionskosten zugeordneten Aufwendungen. Dazu gehören auch Kosten der technischen Entwicklung, Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenskäufen aufgedeckte stille Reserven, Veränderungen von Rückstellungen sowie Wertberichtigungen auf kurzfristige Vermögenswerte.
Für technische Entwicklung wurde im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von 128.838 T€ (Vorjahr: 95.644 T€) aufgewendet.
| T€ | 2022 | 2021 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | -2.458 | -869 |
| Aufwendungen / Erträge aus sonstigen Beteiligungen | 3.234 | 4.481 |
| Wertaufholung auf Beteiligungen | 336 | 0 |
| Wertminderungen auf Beteiligungen | -2.598 | -14.044 |
| -1.486 | -10.432 |
| T€ | 2022 | 2021 |
| Ertrag aus dem Verkauf von kurzfristig fälligen Wertpapieren des Umlaufvermögens | 849 | 4.588 |
| Aufwand aus dem Verkauf von kurzfristig fälligen Wertpapieren des Umlaufvermögens | -7.901 | -1.255 |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögen | -7.052 | 3.333 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 19.605 | 14.514 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (502) | (549) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -16.045 | -14.160 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | -(1) | -(6) |
| Bewertungsänderungen von Forderungen und Verbindlichkeiten Finanzverkehr | 3.413 | 3.303 |
| Bewertungsänderungen von kurzfristig fälligen Wertpapieren | -5.332 | 2.458 |
| Wertminderungsaufwendungen/Wertaufholungserträge auf finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte | -4.861 | 1.736 |
| Finanzergebnis aus Nettoliquidität | -10.272 | 11.184 |
| Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen | -10.179 | -8.082 |
| Ergebnis aus Planvermögen | 600 | 350 |
| Sonstiges | 0 | 0 |
| Finanzergebnis aus Pensionen | -9.579 | -7.732 |
| Finanzergebnis | -19.851 | 3.452 |
Das Finanzergebnis aus Nettoliquidität bezieht sich auf die in den Flüssigen Mitteln, den Wertpapieren des Umlaufvermögens und den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Positionen.
Die Zinserträge und -aufwendungen, die aus den drei Kategorien des IFRS 9 resultieren, teilen sich wie folgt auf:
| T€ | fAK | FVTPL |
| Zinserträge | 26.566 | 4.096 |
| Zinsaufwendungen | -31.381 | -19.132 |
| Zinsergebnis | -4.815 | -15.036 |
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| T€ | 2022 | 2021 rückwirkend angepasst |
| Laufende Ertragsteuern | -44.485 | -23.537 |
| Latente Steuern | -7.398 | 12.282 |
| Steueraufwand | -51.883 | -11.255 |
Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragssteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
| T€ | 2022 | 2021 rückwirkend angepasst |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (Gewinn +/ Verlust -) | 18.901 | 15.114 |
| Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) (in %) | 30,80 | 30,80 |
| Erwartete Ertragsteuer | -5.822 | -4.655 |
| Abweichung durch die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer | 186 | 382 |
| Abweichungen von dem erwarteten Steuersatz/ Steuersatzunterschiede Ausland | 940 | 2.990 |
| Änderung Wertberichtigung latenter Steuern (inkl. Verlustvorträge) | -21.472 | -7.874 |
| Änderung der latenten Steuern aufgrund Steuersatzänderungen | -103 | 153 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | -23.622 | -12.393 |
| Steuerfreie Erträge | 5.705 | 6.543 |
| Aperiodische Ertragsteuern | -7.219 | 4.199 |
| Sonstige | -476 | -600 |
| Effektive Ertragsteuern (laufende und latente Steuern) | -51.883 | -11.255 |
| Effektiver Steuersatz (in %) | 274,50 | 74,47 |
Als Ertragsteuern werden im Inland neben der Körperschaftsteuer von 15% (Vorjahr: 15%) und dem Solidaritätszuschlag von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) auf den Körperschaftsteuersatz auch die Gewerbeertragsteuer von 15% (Vorjahr: 15%) ausgewiesen.
Bestand an aktiven latenten Steuern:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 rückwirkend angebpasst | 01.01.2021 rückwirkend angepasst |
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.922 | 7.599 | 6.872 |
| Sachanlagen | 1.635 | 934 | 659 |
| Finanzanlagen | 1.932 | 1.788 | 4.497 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.151 | 1.208 | 1.404 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 699.440 | 740.194 | 816.372 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 78.371 | 137.958 | 135.891 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 197.140 | 180.976 | 189.451 |
| Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften | 16.072 | 23.987 | 17.168 |
| Aktive latente Steuern (brutto) | 1.003.663 | 1.094.644 | 1.172.314 |
| Wertberichtigung | -133.176 | -156.586 | -174.549 |
| Saldierung | -824.795 | -891.333 | -992.383 |
| Aktive latente Steuern (netto) | 45.692 | 46.725 | 5.382 |
Bestand an passiven latenten Steuern:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 rückwirkend angebpasst | 01.01.2021 rückwirkend angepasst |
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.946 | 12.400 | 11.274 |
| Sachanlagen | 36.614 | 39.765 | 41.336 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 124.529 | 124.961 | 121.497 |
| Finanzanlagen | 8.329 | 7.804 | 3.868 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 793 | 283 | 29 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 39.673 | 45.823 | 53.043 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 14.184 | 18.921 | 15.871 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 809.434 | 843.909 | 924.595 |
| Sonderposten mit Rücklage-Anteil | 17 | 0 | 66 |
| Passive latente Steuern (brutto) | 1.045.519 | 1.093.866 | 1.171.579 |
| Saldierung | -824.795 | -891.333 | -992.383 |
| Passive latente Steuern (netto) | 220.724 | 202.533 | 179.196 |
Die latenten Steuern setzen sich nach Laufzeiten wie folgt zusammen:
| T€ | 2022 | 2021 rückwirkend angepasst |
| Aktive latente Steuern, | ||
| die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden | 12.007 | 30.480 |
| die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden | 33.685 | 16.245 |
| Aktive latente Steuern | 45.692 | 46.725 |
| Passive latente Steuern, | ||
| die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden | 166.259 | 170.837 |
| die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden | 54.465 | 31.696 |
| Passive latente Steuern | 220.724 | 202.533 |
Die Veränderung erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigter latenter Steuern beträgt zum 31. Dezember 2022 ./. 11.825 T€. Diese resultiert im Wesentlichen aus dem Ansatz und der Bewertung latenter Steuern aus erfolgsneutralen Bewertungsunterschieden in den Pensionsrückstellungen, die sich durch im Eigenkapital verrechnete versicherungsmathematische Verluste ergeben.
Latente Steueransprüche bei Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im vorhergehenden Geschäftsjahr einen steuerlichen Verlust erzielt haben, wurden aktiviert, soweit aufgrund der Steuerplanungsrechnung davon ausgegangen wird, dass innerhalb der nächsten Jahre (i.d.R. 2-jähriger Betrachtungszeitraum) ausreichend positives steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung stehen wird.
Verlustvorträge, für die, vorbehaltlich Validierung und Wertberichtigung, keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, liegen nicht vor. Für die Konzerngesellschaften gilt der Grundsatz der Vollausschüttung. Temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen somit grundsätzlich nicht.
Soweit im Einzelfall ausnahmsweise vom Grundsatz der Vollausschüttung abgewichen wird, ist davon auszugehen, dass kurz- und mittelfristig keine Ausschüttung erfolgt und ein Ansatz latenter Steuern in diesem Ausnahmefall unterbleibt.
| T€ | 2022 | 2021 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -1.775.815 | -1.299.511 |
| Bezogene Leistungen | -258.287 | -243.719 |
| -2.034.102 | -1.543.230 |
| T€ | 2022 | 2021 |
| Löhne und Gehälter | -805.816 | -744.282 |
| Soziale Abgaben | -184.526 | -159.530 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -15.523 | -17.891 |
| -1.005.865 | -921.703 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.
Im Jahresdurchschnitt waren in der SMS group 14.006 Mitarbeitende und 415 Auszubildende (Vorjahr: 14.174 Mitarbeitende und 370 Auszubildende) beschäftigt. Die Anzahl der im metallurgischen Anlagenbau beschäftigten Mitarbeitenden lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 12.401 (Vorjahr: 12.480). Bei den industriellen Beteiligungen waren 2.020 (Vorjahr: 2.064) Mitarbeitende beschäftigt. Die Nutzung des Instruments der Kurzarbeit an den deutschen Standorten führte zu einer Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 8.560 T€).
|
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte
2021
(T€) |
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Ähnliches | Aktivierte Entwicklungskosten | Goodwill | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2021 | 357.301 | 12.304 | 318.375 | 2.143 | 690.123 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -3.595 | -3.914 | -30.905 | 0 | -38.414 |
| Zugänge | 1.316 | 8 | 99 | 967 | 2.390 |
| Abgänge | -3.353 | 0 | -5.069 | -29 | -8.451 |
| Umbuchungen | -24 | 0 | 0 | 24 | 0 |
| Währungsdifferenz | 2.922 | 0 | 1.052 | 2 | 3.976 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2021 | 354.567 | 8.398 | 283.552 | 3.107 | 649.624 |
| Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2021 | -308.472 | -12.275 | -34.924 | 0 | -355.671 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | 2.887 | 3.913 | 30.907 | 0 | 37.707 |
| Zugänge | -11.780 | -21 | 0 | -7 | -11.808 |
| Abgänge | 3.350 | 0 | 2.501 | 0 | 5.851 |
| Umbuchungen | -5 | 0 | 0 | 5 | 0 |
| Währungsdifferenz | -2.153 | 0 | -39 | 0 | -2.192 |
| Abschreibungen am 31.12.2021 | -316.173 | -8.383 | -1.555 | -2 | -326.113 |
| Buchwert 31.12.2021 | 38.394 | 15 | 281.997 | 3.105 | 323.511 |
|
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte
2022
(T€) |
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Ähnliches | Aktivierte Entwicklungskosten | Goodwill | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2022 | 354.567 | 8.398 | 283.552 | 3.107 | 649.624 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | 14 | 0 | 0 | -33 | -19 |
| Zugänge | 3.749 | 101 | 0 | 3.838 | 7.688 |
| Abgänge | -7.946 | 0 | 0 | -15 | -7.961 |
| Umbuchungen | 443 | 0 | 0 | -443 | 0 |
| Währungsdifferenz | 2.733 | 0 | 951 | -1 | 3.683 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2022 | 353.560 | 8.499 | 284.503 | 6.453 | 653.015 |
| Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2022 | -316.173 | -8.383 | -1.555 | -2 | -326.113 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | 254 | 0 | 0 | 0 | 254 |
| Zugänge | -11.513 | -8 | 0 | 0 | -11.521 |
| Abgänge | 7.944 | 0 | 0 | 0 | 7.944 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenz | -1.507 | 0 | -31 | 0 | -1.538 |
| Abschreibungen am 31.12.2022 | -320.995 | -8.391 | -1.586 | -2 | -330.974 |
| Buchwert 31.12.2022 | 32.565 | 108 | 282.917 | 6.451 | 322.040 |
Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) vorgenommen. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen erworbene Lizenzen, Zeichnungsbestand, Patente, EDV-Software, ähnliche Rechte und Werte sowie Goodwill und die aufgedeckten stillen Reserven für Technologie, Patente und Know-how im Rahmen eines Unternehmenserwerbs.
Der Buchwert der aufgedeckten stillen Reserven im Bilanzposten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Ähnliches beträgt 12.563 T€ (Vorjahr: 17.249 T€). Die gewöhnliche Amortisationszeit liegt bei 10 Jahren.
Die jährliche Prüfung der Werthaltigkeit des Goodwills nach IAS 36 erfolgt auf Grundlage des Nutzungswerts zum 31.12. eines Jahres. Wesentliche Annahmen bei der vorgenommenen Werthaltigkeitsprüfung waren der Diskontierungssatz (vor Steuern) von rund 12,9% (Vorjahr: 10,1%) und die jährliche Wachstumsrate nach Ablauf des Planungshorizontes von vier Jahren mit 1%. Auf Basis dieser Annahmen wurde festgestellt, dass die erzielbaren Beträge bei den Cash Generating Units (CGU) die entsprechenden Buchwerte übersteigen. Somit besteht zum 31. Dezember 2022 kein Wertminderungsbedarf. Zusätzlich wurde für die wesentlichen Bewertungsannahmen eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt:
Die Kürzung der angenommenen jährlichen Wachstumsraten um einen Prozentpunkt würde bei der Cash Generating Unit (CGU) Gruppe elexis keine außerplanmäßige Abschreibung auf den Goodwill erforderlich machen. Bei der CGU SMS group GmbH (kons.) würde dies zu einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 68 Mio. € führen. Die Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um zwei Prozentpunkte würde bei der CGU Gruppe elexis zu keiner Wertberichtigung führen. Für die CGU SMS group GmbH (kons.) würde sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 143 Mio. € ergeben.
Bei einem Grenzkapitalkostensatz von 12,80% vor Steuern würde, bei einer Verringerung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte, der erzielbare Betrag dem Buchwert der CGU SMS group GmbH (kons.) entsprechen. Für die CGU Gruppe elexis führt die Verringerung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte und bei Verwendung eines Zinssatzes von 16,34% zu einem Absinken des erzielbaren Betrages auf den Buchwert.
Die Goodwills sind insbesondere den Bereichen als jeweils relevante Cash Generating Units wie folgt zugeordnet:
| T€ | 2022 | 2021 |
| SMS group GmbH (kons.) | 226.538 | 225.979 |
| Gruppe elexis | 49.908 | 49.547 |
| 276.446 | 275.526 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | ||||
|
Entwicklung der Sachanlagen 2021
(T€) |
gesamt | davon right of use | gesamt | davon right of use | gesamt | davon right of use |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2021 | 706.141 | 48.093 | 399.688 | 243 | 189.556 | 13.978 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -201.857 | 362 | -2.762 | 0 | -6.400 | 332 |
| Zugänge | 965 | 7.124 | 7.410 | 80 | 7.763 | 2.862 |
| Abgänge | -9.322 | -1.772 | -6.838 | -58 | -5.004 | -2.028 |
| Umbuchungen | 19.818 | 0 | 5.008 | 0 | 1.919 | -6 |
| Währungsdifferenz | 5.684 | 1.789 | 12.199 | 1 | 2.459 | 33 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2021 | 521.429 | 55.596 | 414.705 | 266 | 190.293 | 15.171 |
| Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2021 | -288.226 | -15.876 | -289.683 | -97 | -152.584 | -6.424 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | 16.373 | -97 | 2.220 | 4 | 5.463 | 141 |
| Zugänge | 104 | -9.164 | -16.929 | -97 | -11.977 | -4.156 |
| Abgänge | 3.258 | 1.709 | 5.877 | 58 | 4.661 | 2.025 |
| Umbuchungen | -9 | 0 | 758 | 0 | -755 | 6 |
| Währungsdifferenz | -1.847 | -713 | -6.518 | 0 | -1.936 | -20 |
| Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2021 | -270.347 | -24.141 | -304.275 | -132 | -157.128 | -8.428 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 251.082 | 31.455 | 110.430 | 134 | 33.165 | 6.743 |
|
Entwicklung der Sachanlagen 2021
(T€) |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | gesamt | davon gesamt right of use |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2021 | 41.701 | 1.399.400 | 62.314 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -4.394 | -214.719 | 694 |
| Zugänge | 48.011 | 74.215 | 10.066 |
| Abgänge | -196 | -25.219 | -3.858 |
| Umbuchungen | -26.738 | 0 | -6 |
| Währungsdifferenz | 270 | 22.435 | 1.823 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2021 | 58.654 | 1.256.112 | 71.033 |
| Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2021 | -37 | -752.927 | -22.397 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | 0 | 24.104 | 48 |
| Zugänge | 0 | -42.219 | -13.417 |
| Abgänge | 0 | 17.589 | 3.792 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 6 |
| Währungsdifferenz | -4 | -11.039 | -733 |
| Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2021 | -41 | -764.492 | -32.701 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 58.613 | 491.620 | 38.332 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | ||||
|
Entwicklung der Sachanlagen 2022
(T€) |
gesamt | davon right of use | gesamt | davon right of use | gesamt | davon right of use |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2022 | 521.429 | 55.596 | 414.705 | 266 | 190.293 | 15.171 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -295 | 963 | -7.443 | 0 | -41 | 492 |
| Zugänge | 2.886 | 15.010 | 5.865 | 15 | 15.087 | 2.219 |
| Abgänge | -10.605 | -2.906 | -24.626 | -86 | -10.511 | -3.884 |
| Umbuchungen | 19.260 | 57 | 9.861 | 0 | 890 | -65 |
| Währungsdifferenz | 2.101 | -111 | 5.101 | 1 | -20 | 54 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2022 | 534.776 | 68.609 | 403.463 | 196 | 195.698 | 13.987 |
| Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2022 | -270.347 | -24.141 | -304.275 | -132 | -157.128 | -8.428 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -2 | -89 | 148 | 53 | 122 | 21 |
| Zugänge | -12.105 | -11.052 | -16.575 | -86 | -11.918 | -3.687 |
| Abgänge | 8.214 | 2.378 | 23.606 | 33 | 10.073 | 3.723 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -9 | 9 |
| Währungsdifferenz | -1.032 | -32 | -2.701 | 0 | 34 | -22 |
| Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2022 | -275.272 | -32.936 | -299.797 | -132 | -158.826 | -8.384 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 259.504 | 35.673 | 103.666 | 64 | 36.872 | 5.603 |
|
Entwicklung der Sachanlagen 2022
(T€) |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | gesamt | davon gesamt right of use |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2022 | 58.654 | 1.256.114 | 71.033 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -6.324 | 1.455 | |
| Zugänge | 97.370 | 138.452 | 17.244 |
| Abgänge | -207 | -52.825 | -6.876 |
| Umbuchungen | -29.346 | 657 | -8 |
| Währungsdifferenz | 155 | 7.281 | -56 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2022 | 126.626 | 1.343.355 | 82.792 |
| Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2022 | -41 | -764.492 | -32.701 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -1 | 252 | -15 |
| Zugänge | 0 | -55.423 | -14.825 |
| Abgänge | 0 | 48.028 | 6.134 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 9 |
| Währungsdifferenz | 1 | -3.753 | -54 |
| Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2022 | -41 | -775.388 | -41.452 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 126.585 | 567.967 | 41.340 |
Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) vorgenommen.
|
Nutzungsrechte
(T€) |
31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 35.673 | 31.455 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 64 | 134 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.603 | 6.743 |
| 41.340 | 38.332 |
|
Abschreibungen Nutzungsrechte
(T€) |
31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | -8.795 | -8.265 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | -35 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 44 | -2.004 |
| Zinsaufwand (in den Finanzierungsaufwendungen enthalten) | -1.900 | -1.269 |
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse (in den Kosten verkaufter Güter und Verwaltungsaufwendungen enthalten) | -1.127 | 673 |
| Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind (in den Verwaltungsaufwendungen enthalten) | -96 | -166 |
Im Rahmen des Kaufs der verbleibenden 40,81% der Anteile an der Paul Wurth S.A., Luxemburg in 2021, wurde die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie durch eine Abspaltung in die Paul Wurth Real Estate S.A., Luxemburg, übertragen, an der der ehemalige Minderheitsgesellschafter der Paul Wurth S.A. weiterhin mit den bisherigen 40,81% der Anteile beteiligt sind. Die Gesellschafter der Paul Wurth Real Estate S.A. haben beschlossen, die Immobilie in der Nähe des Luxemburger Bahnhofs zu entwickeln und voraussichtlich bis 2031 schrittweise zu veräußern.
Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt 523.000 T€ (Vorjahr: 523.900 T€). Die Ermittlung des Wertes für das Jahr 2022 wurde von den unabhängigen Gutachter Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH, Stuttgart, ermittelt.
Der Wert der Immobilie für das Jahr 2021 wurde durch eine interne Bewertung mittels der speziellen Immobiliensoftware Argus Developer durchgeführt. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie dar:
|
Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien 2022
(T€) |
|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2022 | 523.900 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| sonstige Änderungen | -900 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2022 | 523.000 |
| Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2022 | 0 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| sonstige Änderungen | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2022 | 0 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 523.000 |
|
Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien 2021
(T€) |
|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2021 | 505.467 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| sonstige Änderungen | 18.433 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2021 | 523.900 |
| Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2021 | 0 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| sonstige Änderungen | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2021 | 0 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 523.900 |
Im Jahr 2022 wurden Mieterlöse von 501 T€ (Vorjahr: 1.484 T€) erzielt. Dem gegenüber standen Aufwendungen in Höhe von 99 T€ (Vorjahr: 672 T€).
Entwicklung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen:
| T€ | 2022 | 2021 |
| Stand am 01.01. | 69.585 | 68.567 |
| Anteil am Gewinn/Verlust | -2.458 | -869 |
| Ausschüttung | 6.450 | -3.203 |
| Abschreibung auf stille Reserven | -612 | -612 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/sonstige Veränderungen | 273.655 | 5.763 |
| Währungsdifferenzen | 63 | -61 |
| Stand am 31.12. | 346.683 | 69.585 |
Im Folgenden werden die beiden aus Konzernsicht wesentlichen nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen dargestellt (alle Werte stellen Bruttowerte dar; der rechnerische Anteil der SMS group ergibt sich durch Multiplikation mit der Anteilshöhe):
| Beteiligung | ||||
| Name | Geschäftssitz | 31.12.2022 | 31.12.2021 | Geschäftsfeld |
| TMT-Tapping Measuring Tech. GmbH | Siegen, Deutschland | 50% | 50% | Abstich- und Messtechnologie für Hochöfen und NE-Schmelzöfen |
| TMT-Tapping Measuring Tech. S.à r.l. | Luxemburg, Luxemburg | 50% | 50% | Abstich- und Messtechnologie für Hochöfen und NE-Schmelzöfen |
| Sunfire GmbH | Dresden, Deutschland | 17% | 19% | Elektrolyse |
| SMS Altor Holding SA | Luxemburg, Luxemburg | 80% | n/a | Beteiligungsgesellschaft |
An der Sunfire GmbH hält die SMS group zum 31. Dezember 2022 noch 16,92% der Anteile (Vorjahr: 18,83%). Trotz der Beteiligungsquote von unter 20,00% gehen wir unter anderem aufgrund unseres Sitzes im Beirat sowie der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Sunfire GmbH und der SMS group weiterhin davon aus, dass die SMS group einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat.
Bei der SMS Altor Holding SA ist die SMS group mit 80% beteiligt, allerdings beträgt das Stimmrecht ausschließlich 50%, daher erfolgt der Einbezug in den Konzernabschluss nach der Equity Methode.
Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen hat die SMS group nur Rechte auf das anteilige Eigenkapital der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, wohingegen die Rechte auf das Vermögen und die Verbindlichkeiten in erster Linie bei den Gesellschaften verbleiben. Die Kontrolle über diese Gesellschaften kann nur gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern ausgeübt werden auf der Grundlage der mit den beteiligten Geschäftspartnern geschlossenen vertraglichen Vereinbarungen. Aus diesem Grunde werden diese Gesellschaften als assoziierte Gesellschaften eingestuft und im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert.
Die vertraglichen Vereinbarungen beschränken die Aktivität des Joint Ventures allgemein auf einen bestimmten Geschäftszweck oder einen bestimmten Markt und sehen eine Verpflichtung zum Konkurrenzausschluss der Gruppe bezüglich der Aktivität des Joint Ventures vor. Die vertraglichen Vereinbarungen verpflichten die SMS group nicht zu einer über den Anteil der Gruppe am Eigenkapital hinausgehenden finanziellen Unterstützung für die Unternehmung.
| TMT-Tapping Measuring | TMT-Tapping Measuring | SMS Altor | SMS Altor | |||
| Tech. GmbH | Tech S.à r.l. | Holding S.A. | Holding S.A. | |||
| T€ | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 30.205 | 29.909 | 36.829 | 32.813 | 1.618 | 0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 61.668 | 62.112 | 4.492 | 4.835 | 325.147 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 19.503 | 18.330 | 21.913 | 18.593 | 14 | 0 |
| Langfristige Schulden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Netto-Reinvermögen | 72.370 | 73.691 | 19.408 | 19.055 | 326.751 | 0 |
| SUNFIRE | SUNFIRE | Sonstige | ||
| T€ | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 110.929 | 110.529 | 55.964 | 57.635 |
| Langfristige Vermögenswerte | 36.707 | 20.005 | 2.804 | 3.114 |
| Kurzfristige Schulden | 13.774 | 12.221 | 47.721 | 49.350 |
| Langfristige Schulden | 0 | 318 | 1.369 | 1.861 |
| Netto-Reinvermögen | 133.862 | 117.995 | 9.678 | 9.538 |
| TMT-Tapping Measuring | TMT-Tapping Measuring | SMS Altor | SMS Altor | |||
| Tech. GmbH | Tech. S.à r.l. | Holding S.A. | Holding S.A. | |||
| T€ | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Netto-Reinvermögen per 01.01. | 73.691 | 72.054 | 19.055 | 18.737 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse | 31.079 | 48.864 | 26.395 | 23.940 | 0 | 0 |
| Nach-Steuer-Gewinn/Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 3.179 | 3.637 | 2.836 | 2.700 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 17 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 3.179 | 3.637 | 2.853 | 2.700 | 0 | 0 |
| Abschreibung stille Reserven | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttungen | -4.500 | -2.000 | -2.500 | -2.000 | 0 | 0 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | -382 | 326.751 | 0 |
| Netto-Reinvermögen per 31.12. | 72.370 | 73.691 | 19.408 | 19.055 | 326.751 | 0 |
| Anteil am assoziierten Unternehmen | 36.185 | 36.846 | 9.704 | 9.528 | 261.401 | 0 |
| 50% | 50% | 50% | 50% | 80% | 0% | |
| Buchwert 31.12. | 36.185 | 36.846 | 9.704 | 9.528 | 261.401 | 0 |
| SUNFIRE | SUNFIRE | Sonstige | ||
| T€ | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| Netto-Reinvermögen per 01.01. | 117.995 | 21.867 | 9.538 | 12.549 |
| Umsatzerlöse | 2.310 | 6.627 | 51.756 | 59.509 |
| Nach-Steuer-Gewinn/Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -39.133 | -27.074 | 2.257 | 2.306 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | -39.133 | -27.074 | 2.257 | 2.306 |
| Abschreibung stille Reserven | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttungen | 55.000 | 0 | -2.021 | -1.627 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 123.202 | -96 | -3.690 |
| Netto-Reinvermögen per 31.12. | 133.862 | 117.995 | 9.678 | 9.538 |
| Anteil am assoziierten Unternehmen | 22.757 | 22.419 | 16.636 | 792 |
| 17% | 19% | |||
| Buchwert 31.12. | 22.757 | 22.419 | 16.636 | 792 |
Zum 31. Dezember 2022 hat die SMS group den Joint Ventures Kreditlinien in Höhe von 9.683 T€ (Vorjahr: 8.646 T€) sowie ein Darlehen i.H.v. 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) eingeräumt.
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 226.514 | 183.660 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 483.965 | 481.293 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 53.772 | 29.663 |
| Geleistete Anzahlungen | 240.368 | 195.630 |
| 1.004.619 | 890.246 |
Die kurzfristigen Vertragsvermögenswerte setzen sich im Wesentlichen aus den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie den geleisteten Anzahlungen zusammen.
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Aus langfristigen kundenspezifischen Fertigungsaufträgen | 295.287 | 265.139 |
| Übrige Forderungen an Kunden | 550.256 | 517.322 |
| Übrige Forderungen an verbundene Unternehmen | 6.500 | 3.063 |
| 852.043 | 785.524 |
Forderungen aus langfristigen kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden bei Fakturierung in den kurzfristigen Vertragsvermögenswerten ausgewiesen. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 40.653 T€ (Vorjahr: 53.763 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:
| T€ | 2022 | 2021 |
| Stand am 01.01. | -149.103 | -136.942 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis/Währungsdifferenzen | 9 | -374 |
| Zuführungen | -49.489 | -29.419 |
| Inanspruchnahmen | 5.142 | 2.543 |
| Auflösungen | 57.754 | 15.089 |
| Stand am 31.12. | -135.687 | -149.103 |
Die nach der percentage of completion method bilanzierten Forderungen und erhaltenen Anzahlungen aus langfristigen kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ermitteln sich wie folgt:
| T€ | 2022 | 2021 |
| Als Umsatz ausgewiesene Auftragsteile | 3.825.247 | 3.795.099 |
| Dafür erhaltene Anzahlungen | -3.529.960 | -3.529.960 |
| Ausweis in Vertragsvermögenswerten | 295.287 | 265.139 |
Die im Geschäftsjahr nach der percentage of completion method erfassten Umsatzerlöse betragen 2.287.442 T€ (Vorjahr: 1.724.541 T€).
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Wertminderungsaufwendungen betreffen mit einem Betrag von 58.624 T€ (Vorjahr: 22.398 T€) Forderungen aus Verträgen mit Kunden.
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Vertragsvermögenswerte | 992.117 | 917.512 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.152.987 | 1.098.913 |
Bei den Vertragsverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die von Kunden erhaltenen Anzahlungen für den Bau kundenspezifischer Anlagen, für die über einen bestimmten Zeitraum Umsatzerlöse realisiert werden.
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Finanzmarktforderungen | 35.638 | 20.942 |
| Forderungen aus sonstigen Steuern | 42.340 | 37.246 |
| Abgrenzung periodenfremder Zahlungen | 23.790 | 24.786 |
| Vorschüsse und ähnliche Ansprüche an Dritte | 25.704 | 27.181 |
| Finanzderivate | 22.429 | 3.720 |
| Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 1.115 | 965 |
| Überdeckung Planvermögen | 4.022 | 1.172 |
| Übrige | 63.887 | 37.728 |
| 218.925 | 153.740 |
Diese sonstigen Vermögenswerte sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 14.223 | 11.323 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 204.702 | 142.417 |
Derivative Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 9 zum Marktwert angesetzt. Da sie weitgehend Sicherungszwecken dienen, stehen den positiven Marktwerten insoweit gegenläufige Wertveränderungen in den Bilanzposten der Grundgeschäfte gegenüber.
Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen sonstigen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen ihren Buchwerten.
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Wertpapiere | 32.737 | 276.014 |
| Flüssige Mittel | 829.342 | 896.244 |
| 862.079 | 1.172.258 |
Die Wertpapiere, Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen Finanzforderungen haben wie im Vorjahr kurzfristigen Charakter. Die Flüssigen Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand | 824.870 | 891.306 |
| Forderungen aus Finanzverkehr mit verbundenen Unternehmen | 2.250 | 3.271 |
| Forderungen aus Finanzverkehr mit Beteiligungen (at equity) | 0 | 0 |
| Sonstige Finanzforderungen | 2.222 | 1.667 |
| 829.342 | 896.244 |
Das Stammkapital der SMS GmbH in Höhe von 52.000 T€ ist voll eingezahlt und wird von der SMS Holding GmbH und der SMS Immobilien GmbH gehalten.
Die Kapitalrücklage der SMS GmbH stammt aus Agiobeträgen bei Kapitalerhöhungen.
Die Gewinnrücklagen der SMS group enthalten die Gewinnrücklagen der SMS GmbH in Höhe von 15.736 T€ (Vorjahr: 15.736 T€), die thesaurierten Gewinne und Verluste der Tochtergesellschaften sowie die direkt im Eigenkapital erfassten Änderungen der Pensionsrückstellungen. Die retrospektive Anpassung der Gewinnrücklagen nach IAS 8 der SMS group aufgrund der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethodik der erfahrungsbasierten Risikovorsorge führt zu einer Erhöhung des Eigenkapitals zum 1. Januar 2021 von 177.070 T€.
Die in Familienbesitz befindliche Muttergesellschaft der SMS GmbH verfolgt das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit der SMS group. Vor diesem Hintergrund haben die Gesellschafter langfristig vereinbart, den deutlich überwiegenden Teil des Jahresergebnisses der SMS group zu thesaurieren.
Das Kapitalmanagement ist daher geprägt durch die Verantwortung, die langfristig zur Verfügung stehende Kapitalbasis sowie die Ertrags- und Wachstumsziele der Gruppe zu sichern. Das steuerungsrelevante Kapital des Konzerns besteht aus dem Eigenkapital und den zinstragenden Finanzverbindlichkeiten. Dabei liegt der Fokus auf einer angemessenen Eigenkapitalausstattung.
Das Eigenkapital der SMS group beträgt 953 Mio. € (Vorjahr angepasst: 776 Mio. €) bei einer Eigenkapitalquote von 19,2% (Vorjahr angepasst: 16,6%). Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte.
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||||
| kurzfristig | langfristig | gesamt | kurzfristig | langfristig | gesamt | |
| Aus Finanzverkehr mit verbundenen Unternehmen | 40.261 | 0 | 40.261 | 58.067 | 0 | 58.067 |
| Gegenüber Kreditinstituten | 81.528 | 18.164 | 99.692 | 7.802 | 21.431 | 29.233 |
| Verbindlichkeiten von right of use Assets | 11.265 | 31.498 | 42.763 | 11.138 | 28.240 | 39.378 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 36.533 | 141.491 | 178.024 | 6.264 | 61.432 | 67.696 |
| 169.587 | 191.153 | 360.740 | 83.271 | 111.103 | 194.374 | |
Finanzschulden sind zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Angesichts geringer Laufzeiten bzw. eines seit der Aufnahme der Schulden nicht wesentlich veränderten Marktzinsniveaus ergeben sich keine wesentlichen Abweichungen des Zeitwertes von den Buchwerten.
Die Fälligkeiten der undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen stellen sich wie folgt dar:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| <= 1 Monat | 48.218 | 66.957 |
| 1 - 3 Monate | 1.975 | 3.158 |
| 3 - 12 Monate | 119.394 | 13.155 |
| 1 - 5 Jahre | 179.017 | 102.251 |
| > 5 Jahre | 12.136 | 8.853 |
| 360.740 | 194.374 |
Aus den Leasingverträgen werden künftig folgende Mindestleasingzahlungen fällig:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| <= 1 Jahr | 11.265 | 11.138 |
| 1 - 5 Jahre | 27.699 | 27.724 |
| > 5 Jahre | 6.579 | 3.246 |
| Summe Mindestleasingzahlungen | 45.543 | 42.108 |
| abzüglich Zinsanteil | -2.780 | -2.730 |
| Barwert der Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 42.763 | 39.378 |
Die Verzinsung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing liegt zwischen 2% p.a. bis 27% p.a. (Vorjahr: zwischen 1% p.a. bis 19% p.a.).
Leasingverbindlichkeiten sind in der Bilanz unter dem Posten "Finanzverbindlichkeiten" erfasst.
Die SMS group gewährt Altersversorgung in Form von überwiegend leistungsorientierten Plänen an die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland, Schweiz und Luxemburg. In einigen anderen Ländern erhalten berechtigte Arbeitnehmer Leistungen nach den jeweiligen landesspezifischen Gegebenheiten. Die Leistungen bemessen sich in der Regel nach Beschäftigungsdauer, Bezügen oder Beiträgen der begünstigten Mitarbeitenden unter Berücksichtigung der arbeits-, steuer- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern.
In den wesentlichen deutschen Gesellschaften besteht eine sogenannte SMS-Rente. Dem Versorgungskonto werden jährlich Beiträge gutgeschrieben, die sich nach der Höhe des jeweiligen versorgungsfähigen Jahreseinkommens richten und entsprechend verzinst werden. Die SMS-Rente kann durch eine Gehaltsumwandlung aufgestockt werden.
Fondsfinanzierte Pensionspläne des Konzerns befinden sich im Wesentlichen in der Schweiz, zu einem geringeren Umfang in Deutschland. Die Rechtsform der Pensionskasse unserer Gesellschaft in der Schweiz ist eine Stiftung. Der Stiftungsrat ist für die Steuerung, die Anlagestrategie und die Verwaltung des Pensionsplans verantwortlich. In der Schweiz wird der Arbeitgeber durch das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) gesetzlich verpflichtet, Mitarbeitende in einem Versorgungsplan zu versichern. Grundsätzlich handelt es sich dabei um einen beitragsorientierten Plan, bei dem ein Minimum an Leistungen sowie jährliche altersabhängige Mindest-Sparbeiträge gesetzlich festgelegt sind. Das Planvermögen ist in verschiedenen Portfolios investiert, die jeweils verschiedene Anlageklassen umfassen. Hiermit soll eine unter Risiko- und Renditeaspekten optimale Aufteilung der Anlageklassen erreicht werden. Die Anlageklassen der Fonds umfassen nationale und internationale Aktien, festverzinsliche Wertpapiere staatlicher und nichtstaatlicher Emittenten sowie Immobilienvermögen. Im Falle einer Unterdeckung sind unter bestimmten Bedingungen Sanierungsbeiträge fällig. Sofern das Planvermögen keinen wirtschaftlichen Nutzen für den Arbeitgeber darstellt, werden die entsprechenden Mittel begrenzt.
Der Anteil deutscher Gesellschaften am Barwert der Pensionsverpflichtungen beträgt 81,6% (Vorjahr: 84,4%). Für die Ermittlung des Barwertes der Pensionsverpflichtungen wurden in Deutschland die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:
|
Trends
% |
31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Gehaltstrend | 3,25 | 3,00 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| Diskontierungszinssatz | 4,20 | 1,30 |
Die hohen prognostizierten Inflationsraten 2022 und 2023 und deren Auswirkung auf die Pensionen wurden durch eine entsprechende Erhöhung der laufenden Rentenzahlungen zu den Anpassungsstichtagen 2023 und 2026 abgebildet und nicht durch eine pauschale Erhöhung des Rententrends. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten von Mercer angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen im Ausland werden unter Berücksichtigung landesspezifischer Rechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt.
Der Finanzierungsstatus der Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Barwert fondsfinanzierter Pensionsverpflichtungen | 93.332 | 102.363 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -110.951 | -97.015 |
| Nettoverpflichtung fondsfinanzierter Pensionsverpflichtungen | -17.619 | 5.348 |
| Barwert sonstiger Pensionsverpflichtungen | 567.040 | 762.151 |
| Nettoverpflichtung fondsfinanzierter und rückstellungsfinanzierter Pensionsverpflichtung | 549.420 | 767.499 |
| Effekte aus "asset ceiling" | 23.284 | 1.172 |
| Bilanzierter Betrag | 572.704 | 768.671 |
| Der bilanzierte Betrag verteilt sich auf folgende Bilanzposten: | ||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte: | 0 | 0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: | 572.704 | 768.671 |
Das Planvermögen setzt sich wie folgt zusammen:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 260 | 0% | 349 | 0% |
| Eigenkapitalinstrumente | 34.967 | 32% | 32.889 | 34% |
| Schuldinstrumente | 29.596 | 27% | 19.443 | 20% |
| Immobilien | 20.608 | 19% | 14.986 | 15% |
| Investment Fonds | 10.294 | 9% | 11.840 | 12% |
| Versicherungen | 4.223 | 4% | 4.128 | 4% |
| Sonstige | 11.003 | 10% | 13.381 | 14% |
| 110.951 | 100% | 97.015 | 100% | |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Stand am 01.01. | 97.015 | 86.080 |
| Dotierung durch den Arbeitgeber | 1.783 | 1.399 |
| Dotierung durch Arbeitnehmer | 692 | 644 |
| Zinserträge | 600 | 350 |
| Erträge aus dem Planvermögen (andere als Zinserträge) | 10.049 | 8.496 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -3.158 | -3.425 |
| Übrige Verwaltungskosten | -86 | -72 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | 4.056 | 3.548 |
| Sonstiges | 0 | -3 |
| Stand am 31.12. | 110.951 | 97.015 |
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Stand am 01.01. | 864.514 | 873.142 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 15.121 | 16.431 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 13 |
| (Gewinn-)/Verlust aus Abgeltungen | 0 | -55 |
| Zinsaufwand | 10.179 | 8.082 |
| Neubewertungen: | ||
| versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | -2.196 | -3.581 |
| aus Änderungen der demografischen Annahmen | ||
| versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | -212.115 | -2.202 |
| aus Änderungen der finanziellen Annahmen | ||
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | 14.011 | 4.441 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -32.870 | -35.221 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | 3.604 | 3.522 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 123 | -58 |
| Stand am 31.12. | 660.372 | 864.514 |
Die Neubewertung der Nettoschulden aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen ist im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Gruppen von Versorgungsberechtigten:
| ― |
Aktive Anwärter: 33% (Vorjahr: 39%) |
| ― |
Ausgeschiedene Anwärter: 6% (Vorjahr: 8%) |
| ― |
Pensionäre: 61% (Vorjahr: 53%) |
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 18,0 Jahre (Vorjahr: 16,0 Jahre).
Der in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasste Teil der Nettopensionsaufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | -15.121 | -16.431 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | -13 |
| Ertrag aus der Kapitalisierung von Rentenzahlungen | 0 | -55 |
| Zinsaufwand | -10.179 | -8.082 |
| Zinsertrag aus Planvermögen | 600 | 350 |
| Verwaltungsaufwand | -86 | -72 |
| -24.785 | -24.305 |
Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte den Barwert der Rückstellungen für Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2022 wie folgt verändert:
| Mio. € | 2022 | 2021 | |
| Rententrend | +0,25% | +10,5 | +23,3 |
| -0,25% | -10,2 | -28,1 | |
| Diskontierungszinssatz | +0,25% | -17,6 | -30,9 |
| -0,25% | +18,5 | +32,9 |
Für das Geschäftsjahr 2023 werden Zahlungen des Arbeitgebers für leistungsorientierte Pläne i.H.v. 46,9 Mio. € und für beitragsorientierte Pläne i.H.v. 0,8 Mio. € erwartet.
Für die nächsten Jahre werden folgenden Leistungszahlungen erwartet:
| in Mio. € | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 |
| Leistungszahlungen | 46,9 | 47,5 | 41,4 | 43,4 | 46,3 |
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Gegenüber Fremden | 442.990 | 367.338 |
| Gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.051 | 4.479 |
| 448.041 | 371.817 |
Der beizulegende Zeitwert der kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht grundsätzlich den ausgewiesenen Buchwerten.
Die Fälligkeiten der undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen stellen sich wie folgt dar:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| <= 1 Monat | 307.367 | 212.442 |
| 1 - 3 Monate | 56.157 | 63.966 |
| 3 - 12 Monate | 71.913 | 78.872 |
| 1 - 5 Jahre | 9.141 | 14.117 |
| > 5 Jahre | 3.463 | 2.420 |
| 448.041 | 371.817 |
Die Rückstellungen für geschäftsbezogene Risiken enthalten im Wesentlichen Nachlaufkosten für abgerechnete Anlagenaufträge, Gewährleistungsverpflichtungen und sonstige Risiken aus langfristigen Fertigungsaufträgen. Gewährleistungsverpflichtungen betreffen gesetzliche und vertragliche Garantieverpflichtungen sowie Kulanz gegenüber Kunden. Im Zuge der Aufstellung des Konzernabschlusses der SMS group erfolgt regelmäßig eine abschließende Bewertung der wesentlichen Auftragsrisiken. Die personalbezogenen Verpflichtungen bestehen für künftige Zahlungen für Jubiläen, Vorruhestand und Altersteilzeit. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken.
| T€ | Nachlaufkosten und Gewährleistungen | Langfristige Fertigungsaufträge | Andere geschäftsbezogene Risiken | Personalrückstellungen |
| 01.01.2021 (rückwirkend angepasst) | 603.173 | 72.405 | 137.573 | 154.993 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | 3.019 | 0 | 3.774 | -8.051 |
| Inanspruchnahmen | -77.698 | 0 | -87 | -61.688 |
| Auflösungen | -135.688 | -1.272 | -66.170 | -45.969 |
| Zuführungen | 182.138 | 18.491 | 77.680 | 71.033 |
| Zinseffekte | 1.255 | 0 | 23 | 318 |
| Währungsdifferenzen | 8.130 | 0 | 562 | 901 |
| 31.12.2021 (rückwirkend angepasst) | 584.329 | 89.624 | 153.355 | 111.537 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -8.071 | 0 | -21.946 | 26.643 |
| Inanspruchnahmen | -84.261 | 0 | -1.591 | -84.854 |
| Auflösungen | -176.774 | -3.642 | -151.369 | -46.607 |
| Zuführungen | 200.907 | 23.322 | 212.246 | 75.680 |
| Zinseffekte | 418 | 0 | 16 | 1.177 |
| Währungsdifferenzen | 878 | 0 | 1.255 | 914 |
| 31.12.2022 | 517.426 | 109.304 | 191.966 | 84.490 |
| T€ | Übrige | Sonstige Rückstellungen |
| 01.01.2021 (rückwirkend angepasst) | 81.336 | 1.049.480 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -2.163 | -3.421 |
| Inanspruchnahmen | -12.863 | -152.336 |
| Auflösungen | -29.342 | -278.441 |
| Zuführungen | 77.598 | 426.940 |
| Zinseffekte | 176 | 1.772 |
| Währungsdifferenzen | 378 | 9.971 |
| 31.12.2021 (rückwirkend angepasst) | 115.120 | 1.053.965 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges | -16.119 | -19.493 |
| Inanspruchnahmen | -11.287 | -181.993 |
| Auflösungen | -69.347 | -447.739 |
| Zuführungen | 74.663 | 586.818 |
| Zinseffekte | 365 | 1.976 |
| Währungsdifferenzen | 81 | 3.128 |
| 31.12.2022 | 93.476 | 996.662 |
Die sonstigen Rückstellungen sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 70.691 | 96.585 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 925.971 | 957.380 |
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 84.069 | 93.907 |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (8.533) | (7.878) |
| Verbindlichkeiten aus übrigen Steuern | 19.983 | 22.777 |
| Derivative Finanzinstrumente | 41.263 | 24.798 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 68.703 | 45.370 |
| 214.018 | 186.852 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 4.925 | 10.578 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 209.093 | 176.274 |
Die Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich enthalten unter anderem Aufwendungen für am Bilanzstichtag noch nicht fällige Löhne und Gehälter sowie die Abgrenzung von noch nicht genommenem Urlaub.
Die Verpflichtung zur Absicherung eigener und Verpflichtungen verbundener Unternehmen aus Arbeitnehmeransprüchen auf Zahlung von Wertguthaben aus Arbeitszeitregelungen wird durch eine Bankgarantie abgesichert.
Die derivativen Finanzinstrumente dienen weitgehend Sicherungszwecken. Insoweit stehen ihnen gegenläufige Wertveränderungen in den Bilanzposten der Grundgeschäfte gegenüber.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 14.291 T€ (Vorjahr: 15.294 T€) durch Grundpfandrechte gesichert. Forderungsabtretungen und sonstige Instrumente bestanden zum Bilanzstichtag i.H.v. 21 T€ (Vorjahr: 22 T€).
In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die Bereiche Cashflow aus der Geschäftstätigkeit, Cashflow aus der Investitionstätigkeit und Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises und der Wechselkurse sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel sind gesondert ausgewiesen.
Die Ermittlung des Cashflows aus der Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus der Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen eliminiert.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte sowie Unternehmensbeteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens. Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, Immateriellen Vermögenswerten und Beteiligungen werden gegengerechnet. Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Tochterunternehmen sind um die übernommenen flüssigen Mittel vermindert.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich zusammen aus folgenden zahlungswirksamen Transaktionen: gezahlte Dividenden, Aufnahme/Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Zinsein- und -auszahlungen sowie Dividenden aus Wertpapieren des Umlaufvermögens.
Ebenso im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthalten sind die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten sowie der entsprechende Tilgungsanteil.
Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten flüssigen Mittel entsprechen dem Bilanzposten Flüssige Mittel. Die flüssigen Mittel enthalten die Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestände und Zahlungsmitteläquivalente.
Angabe zu den Änderungen der Schulden aus Finanzierungstätigkeit gemäß IAS 7.44b:
| T€ | zahlungswirksame Veränderungen | zahlungsunwirksame Veränderungen | |||
| 31.12.2021 | Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit | Veränderungen aus Erlangung oder Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftstätigkeiten | Wechselkursveränderungen | 31.12.2022 | |
| kurzfristige Finanzschulden | 72.132 | 88.413 | -2.998 | 775 | 158.322 |
| langfristige Finanzschulden | 82.863 | 76.701 | 0 | 91 | 159.655 |
| Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) | 11.138 | 83 | 5 | 39 | 11.265 |
| Leasingverbindlichkeiten (langfristig) | 28.241 | 3.429 | 5 | -177 | 31.498 |
| Summe | 194.374 | 168.626 | -2.988 | 728 | 360.740 |
Neben Währungsrisiken unterliegt die SMS group Zinsänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und anderen Marktrisiken. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Die SMS group unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen sowie von Wertänderungen ihrer Wertpapierspezialfonds und Ausfallrisiken. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risikokategorien durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen bzw. zu steuern.
Die Währungsrisiken resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsströme der SMS group beeinflussen. Für zum 31. Dezember 2022 bestehende ungesicherte Währungspositionen der SMS group gilt, dass eine Kursänderung von +/-3% zu einer Wertänderung von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) geführt hätte.
Zur Absicherung werden Devisentermingeschäfte eingesetzt und mit einer Sicherungsquote von nahezu 100% als fair value hedge bilanziert.
| Fälligkeiten | |||
| T€ | < 1 Jahr | 1 - 2 Jahre | > 2 Jahre |
| 31.12.2022 | |||
| Nominalbetrag in T€ | 1.005.847 | 264.559 | 62.052 |
| 31.12.2021 | |||
| Nominalbetrag in T€ | 701.768 | 226.285 | 45.185 |
Der Bestand an Devisentermingeschäften sowie gesicherten Grundgeschäften entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Nominalbetrag der Sicherungsinstrumente | 1.332.458 | 973.238 |
| Buchwert Sicherungsinstrument - Vermögenswerte | -5.074 | -20.828 |
| Buchwert Sicherungsinstrument - Verbindlichkeiten | 37.120 | 23.638 |
Bei der bestehenden Konzernfinanzierung unterliegt die SMS group keinen Zinsrisiken. Daher erfolgt derzeit kein aktives Zinsmanagement.
Die SMS group unterhält Geschäftsverbindungen mit einer Vielzahl unterschiedlichster Vertragsparteien. Zur Minimierung von Risiken aus der Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen Dritter unterhält die SMS group ein umfangreiches Überwachungs- und Auswahlsystem sowohl für Lieferanten als auch für Kunden. Nach unserer Einschätzung ist die SMS group keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Das Ausfallrisiko aus liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten ist gering, da die Vertragsparteien hierfür Kreditinstitute mit erstklassigem Kreditrating sind.
Um möglichen Ausfallrisiken Rechnung zu tragen, wurden Wertminderungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 für die Bewertung von erwarteten Ausfallrisiken an, bei welchem für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit berücksichtigt wurden. Die Vertragsvermögenswerte entstehen durch erfüllte Leistungen, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden und haben daher dieselben Risikoklassen wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrunddessen stellen die erwarteten Kreditverluste der Forderungen eine angemessene Schätzung für die erwarteten Kreditverluste der Vertragsvermögenswerte dar.
Die Basis zur Bemessung der Wertminderungen bildet die Mischung eines pauschalen Prozentsatzes, der auf ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag und fallbezogene Umstände angewandt wird.
Zu den beiden Stichtagen haben sich entsprechend folgende Wertminderungen ergeben:
| in T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Pauschale Wertminderung | 18.101 | 6.470 |
| Fallbezogene Wertminderung | 117.586 | 142.633 |
| 135.687 | 149.103 |
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Wechselobligo | 4.243 | 929 |
Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€).
Das Bestellobligo für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beträgt 92.066 T€ (Vorjahr: 46.000 T€).
Die im Geschäftsjahr angefallenen Honorare des Konzernabschlussprüfers gliedern sich wie folgt:
| T€ | 2022 | 2021 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 516 | 514 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 37 | 31 |
| Sonstige Leistungen | 121 | 142 |
| 674 | 687 |
Aus der Klassifizierung aller Vermögenswerte und Schulden gemäß IFRS 9 ergeben sich die folgenden Bewertungskategorien:
| Wertansatz | ||||||
| T€ 31.12.2022 | Bewertungskategorie (IFRS 9) | Buchwert | zu fortgeführten Anschaffungskosten | Fair Value | gem. IFRS 16 (Finance Leasing) | keine Finanzinstrumente i. S. von |
| IFRS 9 | ||||||
| Anteile an nicht konsolidierten verbundenen | FVTPL | 9.388 | 9.388 | |||
| Unternehmen | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | FVTPL | 47.999 | 47.999 | |||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | FVTPL | 132.363 | 21.356 | 111.007 | ||
| Langfristige Vertragsvermögenswerte | 0 | |||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 14.223 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 5.745 | ||||
| FVTPL | 0 | 0 | 4.941 | |||
| n.a. | 0 | 0 | 3.537 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | fAK | 556.756 | 556.756 | |||
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | fAK | 295.287 | 295.287 | |||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 204.702 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 120.565 | ||||
| HA | 0 | 0 | 21.348 | |||
| FVTPL | 0 | 0 | 196 | |||
| n.a. | 0 | 0 | 62.593 | |||
| Wertpapiere | FVTPL | 32.737 | 0 | 32.737 | ||
| Flüssige Mittel | fAK | 829.342 | 829.342 | |||
| 2.122.797 | 1.886.438 | 170.229 | 0 | 66.130 | ||
| Wertansatz | ||||||
| T€ 31.12.2022 | Bewertungskategorie (IFRS 9) | Buchwert | zu fortgeführten Anschaffungskosten | Fair Value | gem. IFRS 16 (Finance Leasing) | keine Finanzinstrumente i. S. von IFRS 9 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 191.153 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 159.655 | ||||
| n.a. | 0 | 0 | 31.498 | |||
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 0 | |||||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | fAK | 0 | 0 | |||
| n.a. | 0 | 0 | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 169.587 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 158.322 | ||||
| n.a. | 0 | 0 | 11.265 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | fAK | 448.041 | 448.041 | |||
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 0 | |||||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 209.093 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 140.279 | ||||
| HA | 0 | 0 | 41.263 | |||
| n.a. | 0 | 0 | 27.551 | |||
| 1.017.874 | 906.297 | 41.263 | 42.763 | 27.551 | ||
fAK: Kredite und Forderungen (loans and
receivables); zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (other financial
liabilities measured at amortized cost);
HA: für Sicherungszwecke eingesetzte
Derivate (hedge accounting);
FVTPL: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet (at fair value through profit or loss);
n.a.: nicht anwendbar.
| Wertansatz | ||||||
| T€ 31.12.2021 | Bewertungskategorie (IFRS 9) | Buchwert | zu fortgeführten Anschaffungskosten | Fair Value | gem. IFRS 16 (Finance Leasing) | keine Finanzinstrumente i. S. von IFRS 9 |
| Anteile an nicht konsolidierten verbundenen | FVTPL | 5.460 | 5.460 | |||
| Unternehmen | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | FVTPL | 45.114 | 45.114 | |||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | FVTPL | 145.652 | 21.625 | 124.027 | ||
| Langfristige Vertragsvermögenswerte | 0 | 0 | ||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 11.323 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 5.656 | ||||
| FVTPL | 0 | 0 | 2.137 | |||
| n.a. | 0 | 0 | 3.530 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | fAK | 520.385 | 520.385 | |||
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | fAK | 265.139 | 265.139 | |||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 142.417 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 81.347 | ||||
| HA | 0 | 0 | 2.568 | |||
| FVTPL | 0 | 0 | 0 | |||
| n.a. | 0 | 0 | 58.502 | |||
| Wertpapiere | FVTPL | 276.014 | 0 | 276.014 | ||
| Flüssige Mittel | fAK | 896.244 | 896.244 | |||
| 2.307.748 | 1.840.970 | 404.746 | 0 | 62.032 | ||
|
Passiva |
||||||
| Wertansatz | ||||||
| T€ 31.12.2021 | Bewertungskategorie (IFRS 9) | Buchwert | zu fortgeführten Anschaffungskosten | Fair Value | gem. IFRS 16 (Finance Leasing) | keine Finanzinstrumente i. S. von IFRS 9 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 111.103 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 82.863 | ||||
| n.a. | 0 | 0 | 28.240 | |||
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 0 | 0 | ||||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | fAK | 0 | 0 | |||
| n.a. | 0 | 0 | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 83.271 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 72.133 | ||||
| n.a. | 0 | 0 | 11.138 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | fAK | 371.817 | 371.817 | |||
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 0 | 0 | ||||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 176.274 | 0 | ||||
| fAK | 0 | 121.519 | ||||
| HA | 0 | 0 | 24.798 | |||
| n.a. | 0 | 0 | 29.957 | |||
| 742.465 | 648.332 | 24.798 | 39.378 | 29.957 | ||
fAK: Kredite und Forderungen (loans and
receivables); zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (other financial
liabilities measured at amortized cost);
HA: für Sicherungszwecke eingesetzte
Derivate (hedge accounting);
FVTPL: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet (at fair value through profit or loss);
n.a.: nicht anwendbar.
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung von beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten und für Zwecke der Angaben entsprechend den Bewertungsverfahren:
Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind,
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Am Bilanzstichtag hielt der Konzern folgende zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente:
| T€ | |||
| Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 4.941 | 0 | 0 |
| Devisenterminkontrakte - Sicherungsbeziehung | 0 | 21.348 | 0 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 32.737 | 0 | 111.007 |
| Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Devisenterminkontrakte - Sicherungsbeziehung | 0 | 41.263 | 0 |
Vorjahr:
| T€ | |||
| Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.137 | 0 | 0 |
| Devisenterminkontrakte - Sicherungsbeziehung | 0 | 2.568 | 0 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 276.014 | 0 | 124.027 |
| Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Devisenterminkontrakte - Sicherungsbeziehung | 0 | 24.798 | 0 |
Während der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2022 gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1, 2 und 3.
Bei allen Finanzinstrumenten in der Stufe 2 handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte zu Kurssicherungszwecken. Das verwendete Bewertungsverfahren nutzt dabei als Bewertungsbasis die von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Devisenkurse zum genannten Stichtag. Indem die zum Stichtag gültigen Devisenswapsätze (Quelle: Thomson Reuters) in Verbindung mit den oben genannten Stichtagskursen auf die bestehenden Devisengeschäfte neu angewendet werden, ergeben sich die neuen Marktwerte für die Derivate.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens entfallen ausschließlich auf Anteile an diversen Private Equity Fonds. Diese Anteile werden mit dem Übergang auf IFRS 9 zum 1. Januar 2018 im Rahmen eines der Stufe 3 zugeordneten Bewertungsverfahrens eingestuft. Hierbei werden diese Finanzinstrumente Mark to Market bewertet und anschließend ein Liquiditätsabschlag vorgenommen.
Diese zum Zeitwert bilanzierten Fondsanteile entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| T€ | 2022 | 2021 |
| Bilanzansatz 31. Dezember | 124.027 | 140.813 |
| Zugänge im Geschäftsjahr | 18.572 | 1.207 |
| Teilabgänge des Geschäftsjahres | -18.426 | -25.971 |
| nicht realisierte ergebniswirksam erfasste Veränderungen der Mark to Market Bewertung | -13.167 | 7.979 |
| Beizulegender Zeitwert 31. Dezember | 111.006 | 124.027 |
Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IFRS 9 angehören.
Nettogewinne und -verluste nach Bewertungskategorien:
| 2022 | Zinsen/ Dividenden | zum Fair Value | Wertberichtigungen | aus Abgang | Summe |
| Darlehen und Forderungen (fAK) | 26.810 | 0 | -16.751 | 0 | 10.059 |
| Finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) | 13.169 | 0 | 0 | -6.666 | 6.503 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (fAK) | -9.031 | 0 | 0 | -20.926 | -29.957 |
| 2021 | Zinsen/ Dividenden | zum Fair Value | Wertberichtigungen | aus Abgang | Summe |
| Darlehen und Forderungen (fAK) | 17.512 | 0 | -6.973 | 0 | 10.539 |
| Finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) | 12.053 | 0 | 0 | 9.954 | 22.007 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (fAK) | -7.408 | 0 | 0 | 786 | -6.622 |
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht die SMS GmbH sowohl mit den konsolidierten Unternehmen als auch mit anderen nahestehenden Unternehmen und Personen in Beziehung.
Familiengesellschafter sind Mitglieder in Aufsichts- und Verwaltungsräten von anderen Unternehmen, mit denen die SMS GmbH im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Soweit Geschäfte mit diesen Unternehmen getätigt werden, werden diese zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.
Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden im Folgenden nicht erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.
| T€ | ||
| Oberstes Mutterunternehmen | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Forderungen | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 420 | 597 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.500 | 3.063 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.051 | 4.479 |
| Verbindlichkeiten aus construction contracts | 0 | 0 |
| Forderungen aus Finanzverkehr | 1.105 | 892 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzverkehr | 1.511 | 1.649 |
| Erbrachte Leistungen | 14.571 | 6.981 |
| assoziierte Unternehmen | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 841 | 883 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 532 | 190 |
| Forderungen aus construction contracts | 33 | 148 |
| Verbindlichkeiten aus construction contracts | 0 | 2.260 |
| Forderungen aus Finanzverkehr | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzverkehr | 0 | 0 |
| Erbrachte Leistungen | 13.709 | 18.198 |
| sonstige Beteiligungen | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 226 | 94 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.441 | 3.359 |
| Forderungen aus Finanzverkehr | 0 | 0 |
| Erbrachte Leistungen | 2.956 | 2.174 |
Die Preisstellung erfolgt hier wie im Fremdvergleich.
Mitarbeitende in Schlüsselpositionen erhielten während des abgelaufenen Geschäftsjahres 7.285 T€ (Vorjahr: 3.259 T€) kurzfristige Leistungen, 1.182 T€ (Vorjahr: 1.604 T€) Pensionszusagen und 59 T€ (Vorjahr: 281 T€) sonstige langfristige Vergütungen. Als Mitarbeitende in Schlüsselpositionen werden die Geschäftsführungen der wesentlichen operativen Führungsgesellschaften verstanden. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen betrugen zum 31. Dezember 2022 7.637 T€ (Vorjahr: 10.976 T€).
Die vollständig passivierten Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen und deren Hinterbliebenen betragen zum 31. Dezember 2022 insgesamt 14.112 T€ (Vorjahr: 16.855 T€). Die laufenden Bezüge betrugen 977 T€ (Vorjahr: 1.043 T€).
Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug 131 T€ (Vorjahr: 94 T€).
Es liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.
Folgende inländische Gesellschaften machten im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
AMOVA GmbH
Battenfeld Industrietechnik GmbH
BST GmbH
DUMA-BANDZINK GmbH
elexis AG
EMG Automation GmbH
Fontaine Engineering und Maschinen GmbH
IAS GmbH
SMS Businesspark City GmbH
SMS digital GmbH
SMS Elotherm GmbH
SMS group GmbH
SMS Hasenclever Maschinenfabrik GmbH
SMS Sack Verwaltungs GmbH
Folgende inländische Gesellschaften machten im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch:
SMS Sack GmbH & Co. KG
SMS Schloemann-Siemag AG & Co. OHG
SMS AG & Co. OHG
| Nr. | Gesellschaft |
Anteil am Kapital
% |
||
| 1 | SMS GmbH | DE | Düsseldorf | |
| 2 | SMS group GmbH | DE | Düsseldorf | 100,00 |
| 3 | QuinLogic GmbH | DE | Aachen | 100,00 |
| 4 | BST GmbH | DE | Bielefeld | 100,00 |
| 5 | MESACON Messelektronik GmbH | DE | Dresden | 100,00 |
| 6 | LUX Automation GmbH | DE | Düsseldorf | 100,00 |
| 7 | SMS digital GmbH | DE | Düsseldorf | 100,00 |
| 8 | SMS Hasenclever Maschinenfabrik GmbH | DE | Düsseldorf | 100,00 |
| 9 | SMS Sack GmbH & Co. KG | DE | Düsseldorf | 100,00 |
| 10 | SMS Sack Verwaltungs GmbH | DE | Düsseldorf | 100,00 |
| 11 | AMOVA GmbH | DE | Hilchenbach | 100,00 |
| 12 | GFI-Industriemontagen GmbH | DE | Hilchenbach | 94,82 |
| 13 | SMS AG & Co. OHG | DE | Hilchenbach | 100,00 |
| 14 | SMS Schloemann-Siemag AG & Co. OHG | DE | Hilchenbach | 100,00 |
| 15 | IAS GmbH | DE | Iserlohn | 100,00 |
| 16 | Nyquist Systems GmbH | DE | Landsberg am Lech | 100,00 |
| 17 | Fontaine Engineering und Maschinen GmbH | DE | Langenfeld | 100,00 |
| 18 | DUMA-BANDZINK GmbH | DE | Mönchengladbach | 100,00 |
| 19 | SMS Businesspark City GmbH | DE | Mönchengladbach | 100,00 |
| 20 | Amtec Kistler GmbH | DE | Prittriching | 100,00 |
| 21 | SMS Elotherm GmbH | DE | Remscheid | 100,00 |
| 22 | Battenfeld Industrietechnik GmbH | DE | Troisdorf | 100,00 |
| 23 | elexis AG | DE | Wenden | 100,00 |
| 24 | EMG Automation GmbH | DE | Wenden | 100,00 |
| 25 | Paul Wurth Deutschland GmbH | DE | Wiesbaden | 100,00 |
| 26 | Hertwich Engineering GmbH | AT | Braunau | 100,00 |
| 27 | TBK Automatisierung und Messtechnik GmbH | AT | Graz | 100,00 |
| 28 | SMS Beteiligungs-GmbH | AT | Vienna | 100,00 |
| 29 | SMS group Process Technologies GmbH | AT | Vienna | 100,00 |
| 30 | Drever International S.A. | BE | Liège | 100,00 |
| 31 | SMS Technical Services Gulf W.L.L. | BH | Manama | 100,00 |
| 32 | EMH Eletromecânica e Hidraulica Ltda. | BR | Belo Horizonte | 100,00 |
| 33 | Paul Wurth do Brasil Tecnologia e Soluções Industriais Ltda. | BR | Belo Horizonte | 100,00 |
| 34 | Vetta Tecnologia S.A. | BR | Belo Horizonte | 50,00 |
| 35 | Paul Wurth do Brasil Montagens e Manutençâo Industrial Ltda. | BR | Vespasiano | 100,00 |
| 36 | SMS group Metalurgia do Brasil Ltda. | BR | Vespasiano | 100,00 |
| 37 | SMS Metallurgical Service LLC | BY | Miory | 100,00 |
| 38 | SMS Concast Canada Inc. | CA | London | 100,00 |
| 39 | SMS Concast AG | CH | Zurich | 100,00 |
| 40 | EMG Automation (Beijing) Ltd. | CN | Beijing | 80,00 |
| 41 | Paul Wurth Metal Technology (Beijing) Co., Ltd. | CN | Beijing | 100,00 |
| 42 | SMS Siemag International Trading (Beijing) Co., Ltd. | CN | Beijing | 100,00 |
| 43 | SMS Siemag Technology (Beijing) Co., Ltd. | CN | Beijing | 100,00 |
| 44 | Shandong Kuanliang Energy Saving and Environmental Protection Technology C | CN | Shandong | 51,00 |
| 45 | BST eltromat International (Shanghai) Co., Ltd. | CN | Shanghai | 100,00 |
| 46 | Shanghai Paul Wurth Metallurgical Equipment Manufacture Co. Ltd. | CN | Shanghai | 100,00 |
| 47 | SMS Concast Trading (Shanghai) Co., Ltd. | CN | Shanghai | 100,00 |
| 48 | SMS Elotherm Induction Technology (Shanghai) Co., Ltd. | CN | Shanghai | 100,00 |
| 49 | SMS Engineering (China) Ltd. | CN | Shanghai | 100,00 |
| 50 | ARES Industrial Furnaces (Tianjin) Co., Ltd. | CN | Tianjin | 53,45 |
| 51 | SMS Siemag Technology (Tianjin) Co., Ltd. | CN | Tianjin | 100,00 |
| 52 | Paul Wurth, a.s. | CZ | Ostrava | 100,00 |
| 53 | Sidernaval Equipos Siderúrgicos S.A. | ES | Bilbao | 100,00 |
| 54 | SMS Group Technical Services (UK) Limited | GB | Chesterfield | 100,00 |
| 55 | PT SMS group Spare Part Services | ID | Cilegon | 100,00 |
| 56 | PT SMS Siemag Metallurgical Services | ID | Cilegon | 100,00 |
| 57 | SMS Meer India Private Limited | IN | Gurgaon | 100,00 |
| 58 | Esmech Equipment Private Limited | IN | Mumbai | 90,00 |
| 59 | Paul Wurth India PVT. LTD | IN | New Delhi | 100,00 |
| 60 | SMS India Pvt. Ltd. | IN | New Delhi | 100,00 |
| 61 | Paul Wurth Energy S.r.l. i.L. | IT | Genoa | 100,00 |
| 62 | Paul Wurth Italia S.pA | IT | Genoa | 100,00 |
| 63 | Hydromec S.r.l | IT | Gussago | 100,00 |
| 64 | OMAV S.pA | IT | Rodengo Saiano | 100,00 |
| 65 | SMS Italia S.r.l. | IT | San Donato Milanese | 100,00 |
| 66 | SMS group S.p.A. | IT | Tarcento | 100,00 |
| 67 | BST eltromat Japan Ltd. | JP | Osaka | 100,00 |
| 68 | CTI Systems S.à.r.l. | LU | Eselborn-Lentzweiler | 100,00 |
| 69 | Paul Wurth Geprolux S.A | LU | Luxembourg | 100,00 |
| 70 | Paul Wurth International SA | LU | Luxembourg | 100,00 |
| 71 | Paul Wurth Real Estate s.a. | LU | Luxembourg | 59,19 |
| 72 | Paul Wurth S.A. | LU | Luxembourg | 100,00 |
| 73 | SMS Investments S.A. | LU | Luxembourg | 100,00 |
| 74 | Metix Malysia Sdn. Bhd. | MY | Petaling Jaya | 100,00 |
| 75 | Paul Wurth Metallurgical Service LLC | RU | Kaluga | 100,00 |
| 76 | SMS Siemag Metallurgical Services Magnitogorsk LLC | RU | Magnitogorsk | 100,00 |
| 77 | SMS group LLC | RU | Moscow | 100,00 |
| 78 | The R.L. Best Company Inc. | US | Boardman | 75,00 |
| 79 | BST North America Inc. | US | Elmhurst | 100,00 |
| 80 | AccuWeb Inc. | US | Madison | 100,00 |
| 81 | SMS Elotherm North America, LLC | US | Shelby Township | 100,00 |
| 82 | EMG USA Inc. | US | Twinsburg | 100,00 |
| 83 | SMS group Dallas LLC | US | Wilmington | 70,00 |
| 84 | SMS group Inc. | US | Wilmington | 100,00 |
| 85 | SMS Site Services Inc. | US | Wilmington | 100,00 |
| 86 | Metix (Pty) Ltd. | ZA | Johannesburg | 9600 |
| 87 | SMS Group Properties (Pty) Ltd | ZA | Johannesburg | 100,00 |
| 88 | SMS Group Technical Services South Africa (Pty) Ltd. | ZA | Johannesburg | 100,00 |
| Nr. | Gesellschaft |
Anteil am Kapital
% |
||
| 1 | Sunfire GmbH | DE | Dresden | 16,92 |
| 2 | TMT-Tapping Measuring Technology GmbH | DE | Siegen | 50,00 |
| 3 | Beijing ZHONGDINGRUITUO Metallurgical Technology Co., Ltd. | CN | Beijing | 50,00 |
| 4 | Paul Wurth IHI Co., Ltd. | JP | Tokyo | 50,00 |
| 5 | SMS ALTOR Holding SA | LU | Luxembourg | 80,00 |
| 6 | TMT-Tapping Measuring Technology S.à r.l | LU | Luxembourg | 50,00 |
| 7 | Paul Wurth Kovrov JSC | RU | Kovrov | 55,00 |
| Name und Sitz der Gesellschaft | Geschäftsjahr | ||
| INLAND | |||
| 1 WeAre GmbH | DE | Berlin | 31.12.2021 |
| 2 CATALYTIC Power Solutions GmbH | DE | Bremen | 31.12.2021 |
| 3 Acaris Elektronik Holding GmbH | DE | Düsseldorf | 28.02.2021 |
| 4 Acaris Galvanik Holding GmbH | DE | Düsseldorf | 31.12.2021 |
| 5 SMS Insurance GmbH | DE | Düsseldorf | 31.12.2021 |
| 6 Primobius GmbH | DE | Hilchenbach | 30.06.2022 |
| 7 NEOVAC GmbH | DE | Karlstein | 31.12.2021 |
| 8 SIV Siegerländer Industrieverpackungs GmbH | DE | Kreuztal | 31.12.2021 |
| 9 CTI Systems GmbH | DE | Neubrandenburg | 31.12.2021 |
| 10 EPI Industrieanlagenplanung GmbH | DE | Oer-Erkenschwick | 31.12.2021 |
| 11 Y-Com Gesellschaft für Industrieautomation mbH | DE | Remscheid | 31.12.2021 |
| AUSLAND | |||
| 12 Box Bay FZCO | AE | Dubai | 31.12.2021 |
| 13 SMS Gulf FZE | AE | Dubai | 31.12.2021 |
| 14 LASE Australia | AU | Perth | 31.12.2021 |
| 15 SMS Elex AG | CH | Schwerzenbach | 31.12.2021 |
| 16 Paul Wurth de Chile SpA i.L. | CL | Santiago | 31.12.2021 |
| 17 Beijing Sino-Baide Technology Co., Ltd. | CN | Beging | 31.12.2021 |
| 18 Foshan Omav Machinery Engineering Co. Ltd. | CN | Foshan | 31.12.2021 |
| 19 CTI Systems China LLC | CN | Shanghai | 31.12.2021 |
| 20 SMS Concast Iberica S.A. | ES | Barcelona | 31.12.2021 |
| 21 BST Ibérica Barcelona S.L. | ES | Palau-Solità i Plegamans | 31.12.2021 |
| 22 BST eltromat France S.A.R.L. | FR | Verrieres Le Buisson | 31.12.2021 |
| 23 Parkegate Limited | GB | Chesterfield | 31.12.2021 |
| 24 Battenfeld Gloucester Europe Ltd. i.L. | GB | London | 31.12.2021 |
| 25 Battenfeld UK (Holdings) Ltd. i.L. | GB | London | 31.12.2021 |
| 26 SMS Mevac UK Limited | GB | Northwich | 31.12.2021 |
| 27 BST eltromat India Private Limited | IN | Mumbai | 31.12.2021 |
| 28 EMG Automation India Private Ltd. | IN | Mumbai | 31.12.2021 |
| 29 SMS Plastics Technology (India) Pvt. Ltd. i.L. | IN | New Delhi | n/a |
| 30 Pitel Engineering Pvt. Ltd. | IN | Thane | 31.12.2021 |
| 31 SMS group Pars | IR | Tehran | 31.12.2021 |
| 32 Silicor Materials Iceland Holding hf. | IS | Reykjavik | n/a |
| 33 H.S. Automation S.r.l. | IT | Bovezzo | 31.12.2021 |
| 34 Omav Combustion S.r.l. | IT | Rodengo-Saiano | 31.12.2021 |
| 35 BST eltromat Italia S.r.l. | IT | Saronno | 31.12.2021 |
| 36 SMS group K.K. | JP | Tokyo | 31.12.2021 |
| 37 Dräi Eechelen S.C.I. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 38 GIE Nei Hollerich | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 39 Immobilière Campus S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 40 Immobilière Cité Judiciaire 2025 S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 41 Immobilière CPE-Bertrange/Mamer S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 42 Immobilière Dräi Eechelen S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 43 Immobilière Ecole Européenne Bertrange Mamer S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 44 Immobilière Jean Monnet 2 S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 45 Immobilière Justicia 2026 S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 46 Immobilière Justicia Tour III S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 47 Immobilière Tudor S.à r.l. | LU | Luxembourg | 31.12.2021 |
| 48 Paul Wurth de Mexico S.A. de C.V. | MX | Edo. Mexico | 31.12.2021 |
| 49 Battenfeld Mexico S.A. De C.V. i.L. | MX | Mexico City | n/a |
| 50 SMS Metallurgy Polska Sp. z o.o. | PL | Katowice | 31.12.2021 |
| 51 SMS Metallurgy Romania S.r.l. | RO | Bucharest | 31.12.2021 |
| 52 LASE Russia | RU | Lipezk | 31.12.2021 |
| 53 SMS Saudi Arabia LLC | SA | Al Khobar | 31.12.2021 |
| 54 SMS group - Nordic AB | SE | Stockholm | 31.12.2021 |
| 55 LASE Singapore | SG | Singapore | 31.12.2021 |
| 56 SMS GROUP AP PTE. LTD. | SG | Singapore | 31.12.2021 |
| 57 BST eltromat South East Asia Co., Ltd. | TH | Bangkok | 31.12.2021 |
| 58 SMS group GmbH (Thailand) Co., Ltd. | TH | Bangkok | 31.12.2021 |
| 59 BST Istanbul Kontrol ve Otomasyon Sistemleri Ticaret ve Limited Şirketi | TR | Istanbul | 31.12.2021 |
| 60 SMS group Metalurji Servis Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi | TR | Istanbul | 31.12.2021 |
| 61 SMS Technical Service TOV | UA | Mariupol | 31.12.2020 |
| 62 Omav Automation LLC | US | Dallas/TX | 31.12.2021 |
| 63 SMS Concast America Inc. | US | Pittsburgh | 31.12.2021 |
| 64 CTI Systems Inc. | US | Waukesha | 31.12.2021 |
| 65 SISA USA Inc. | US | Wilmington | 31.12.2021 |
| 66 SMS group Vietnam Co., Ltd. | VN | Ho Chi Minh City | 31.12.2021 |
| Name und Sitz der Gesellschaft |
Anteil am Kapital
% |
Landeswährung | Kurs |
Eigenkapital
1.000 (LW) |
Ergebnis n. St.
1.000 (LW) |
| INLAND | |||||
| 1 WeAre GmbH | 100,00 | EUR | 1,000 | -1.390 | -608 |
| 2 CATALYTIC Power Solutions GmbH | 100,00 | EUR | 1,000 | 0 | 0 |
| 3 Acaris Elektronik Holding GmbH | 33,33 | EUR | 1,000 | 502 | 305 |
| 4 Acaris Galvanik Holding GmbH | 33,33 | EUR | 1,000 | 152 | -359 |
| 5 SMS Insurance GmbH | 100,00 | EUR | 1,000 | 71 | 1.234 |
| 6 Primobius GmbH | 50,00 | EUR | 1,000 | 6.794 | -1.124 |
| 7 NEOVAC GmbH | 25,10 | EUR | 1,000 | 6.564 | 0 |
| 8 SIV Siegerländer Industrieverpackungs GmbH | 50,00 | EUR | 1,000 | 1.161 | 18 |
| 9 CTI Systems GmbH | 100,00 | EUR | 1,000 | -439 | -1 |
| 10 EPI Industrieanlagenplanung GmbH | 100,00 | EUR | 1,000 | 269 | -183 |
| 11 Y-Com Gesellschaft für Industrieautomation mbH | 100,00 | EUR | 1,000 | 780 | 0 |
| AUSLAND | |||||
| 12 Box Bay FZCO | 66,67 | AED | 4,177 | 573 | -1.186 |
| 13 SMS Gulf FZE | 100,00 | AED | 4,177 | 3.337 | 990 |
| 14 LASE Australia | 100,00 | AUD | 1,565 | -7 | -35 |
| 15 SMS Elex AG | 60,00 | CHF | 1,036 | -1.540 | 45 |
| 16 Paul Wurth de Chile SpA i.L. | 100,00 | CLP | 968,894 | 0 | 0 |
| 17 Beijing Sino-Baide Technology Co., Ltd. | 23,00 | CNY | 7,250 | 79.596 | 6.015 |
| 18 Foshan Omav Machinery Engineering Co. Ltd. | 80,00 | CNY | 7,250 | 23.491 | 4.504 |
| 19 CTI Systems China LLC | 100,00 | CNY | 7,250 | -2.495 | 1.829 |
| 20 SMS Concast Iberica S.A. | 100,00 | EUR | 1,000 | 1.197 | 3 |
| 21 BST Ibérica Barcelona S.L. | 100,00 | EUR | 1,000 | 452 | 26 |
| 22 BST eltromat France S.A.R.L. | 100,00 | EUR | 1,000 | 319 | 25 |
| 23 Parkegate Limited | 100,00 | GBP | 0,840 | 515 | 0 |
| 24 Battenfeld Gloucester Europe Ltd. i.L. | 100,00 | GBP | 0,840 | 30 | 0 |
| 25 Battenfeld UK (Holdings) Ltd. i.L. | 100,00 | GBP | 0,840 | 9 | 0 |
| 26 SMS Mevac UK Limited | 100,00 | GBP | 0,840 | -27 | 0 |
| 27 BST eltromat India Private Limited | 51,00 | INR | 84,420 | 276.786 | 34.592 |
| 28 EMG Automation India Private Ltd. | 100,00 | INR | 84,420 | 149.006 | 26.488 |
| 29 SMS Plastics Technology (India) Pvt. Ltd. i.L. | 100,00 | INR | 84,420 | n/a | n/a |
| 30 Pitel Engineering Pvt. Ltd. | 100,00 | INR | 84,420 | 18.937 | 670 |
| 31 SMS group Pars | 99,00 | IRR | 47.762,399 | -796.108.185 | -17.777.999 |
| 32 Silicor Materials Iceland Holding hf. | 20,60 | ISK | 147,600 | n/a | n/a |
| 33 H.S. Automation S.r.l. | 50,00 | EUR | 1,000 | 361 | -116 |
| 34 Omav Combustion S.r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 1.499 | -157 |
| 35 BST eltromat Italia S.r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 2.602 | 161 |
| 36 SMS group K.K. | 100,00 | JPY | 130,915 | 131.841 | 9.004 |
| 37 Dräi Eechelen S.C.I. | 100,00 | EUR | 1,000 | 0 | 0 |
| 38 GIE Nei Hollerich | 50,00 | EUR | 1,000 | 0 | 0 |
| 39 Immobilière Campus S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 21 | 0 |
| 40 Immobilière Cité Judiciaire 2025 S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 7 | 0 |
| 41 Immobilière CPE-Bertrange/Mamer S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 15 | 0 |
| 42 Immobilière Dräi Eechelen S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 7 | 0 |
| 43 Immobilière Ecole Européenne Bertrange Mamer S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 13 | 0 |
| 44 Immobilière Jean Monnet 2 S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 98 | 0 |
| 45 Immobilière Justicia 2026 S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 99 | 0 |
| 46 Immobilière Justicia Tour III S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 48 | 0 |
| 47 Immobilière Tudor S.à r.l. | 100,00 | EUR | 1,000 | 8 | 0 |
| 48 Paul Wurth de Mexico S.A. de C.V. | 99,00 | MXN | 23,284 | 550 | 269 |
| 49 Battenfeld Mexico S.A. De C.V. i.L. | 100,00 | MXN | 23,284 | n/a | n/a |
| 50 SMS Metallurgy Polska Sp. z o.o. | 100,00 | PLN | 4,585 | 1.454 | 552 |
| 51 SMS Metallurgy Romania S.r.l. | 100,00 | RON | 4,949 | 1.637 | -1.618 |
| 52 LASE Russia | 60,00 | RUB | 85,358 | 5.965 | 3.048 |
| 53 SMS Saudi Arabia LLC | 100,00 | SAR | 4,271 | 3.676 | 3.026 |
| 54 SMS group - Nordic AB | 100,00 | SEK | 10,282 | 109 | 84 |
| 55 LASE Singapore | 100,00 | SGD | 1,536 | -4 | -8 |
| 56 SMS GROUP AP PTE. LTD. | 100,00 | SGD | 1,536 | 180 | 83 |
| 57 BST eltromat South East Asia Co., Ltd. | 99,98 | THB | 37,920 | 12.212 | 6.467 |
| 58 SMS group GmbH (Thailand) Co., Ltd. | 99,99 | THB | 37,920 | 4.178 | 586 |
| 59 BST Istanbul Kontrol ve Otomasyon Sistemleri Ticaret ve Limited Şirketi | 100,00 | TRY | 15,071 | 11.881 | 6.004 |
| 60 SMS group Metalurji Servis Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi | 100,00 | TRY | 15,071 | 6.433 | 1.571 |
| 61 SMS Technical Service TOV | 100,00 | UAH | 31,057 | -37.383 | -39.286 |
| 62 Omav Automation LLC | 90,00 | USD | 1,137 | 0 | 0 |
| 63 SMS Concast America Inc. | 100,00 | USD | 1,137 | 0 | 0 |
| 64 CTI Systems Inc. | 100,00 | USD | 1,137 | 12 | -1 |
| 65 SISA USA Inc. | 100,00 | USD | 1,137 | 4.958 | 0 |
| 66 SMS group Vietnam Co., Ltd. | 100,00 | VND | 25.945,217 | 3.822.676 | 131.063 |
Düsseldorf, den 24. März 2023
SMS GmbH
Burkhard Dahmen
Torsten Heising
Hans Ferkel
Michael Rzepczyk
Katja Windt
In der Gesellschafterversammlung am 25.04.2023 wurde der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt.
Die SMS group ist eine international agierende Unternehmensgruppe des Maschinen- und Anlagenbaus mit einem Schwerpunkt in der Stahl- und Nichteisen-Metallindustrie. Das Familienunternehmen wird in vierter Generation von der Familie Weiss geführt. Die Geschäftsaktivitäten der SMS group umfassen den metallurgischen Anlagenbau als Kerngeschäft, bestehend aus Neuanlagengeschäft und Services-Geschäft, sowie industrielle Beteiligungen, die das Produktportfolio ergänzen.
Die SMS group bietet Anlagen- und Servicelösungen entlang der gesamten metallurgischen Prozesskette an. Der metallurgische Anlagenbau gliedert sich in sieben Centers of Excellence (CoE), die Leistungen und Technologien an die Kunden weltweit liefern. Zu den CoE zählen Metallurgie und Umwelttechnik inklusive Hochöfen und Direktreduktionsanlagen, Flachprodukte, Langprodukte, Schmiedetechnik, Elektrik / Automation, SMS digital und Technischer Service sowie zwei produktübergreifende CoE Implementation und Supply-Chain-Management. Die Ergebnis- und Projekt-Verantwortung für Vertrieb und Abwicklung der Kundenprojekte liegt bei sechs Regionen (Americas, China, CIS/Russia, Europe, India & Asia Pacific sowie Italy, Middle East & Africa), um den Fokus auf unsere Kunden international und bereichsübergreifend auszurichten.
In den industriellen Beteiligungen sind die elexis-Gruppe und weitere Gesellschaften zusammengefasst. Sie ergänzen unser Kerngeschäft z. B. um die Bereiche Fertigungsautomatisierung, Antriebstechnik sowie Qualitätskontrolle.
Als weltweit operierendes Unternehmen ist die SMS group mit Standorten in West- und Osteuropa, der Nahostregion, Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika vertreten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 gehörten insgesamt 88 vollkonsolidierte Gesellschaften in 21 Ländern zur SMS group (Vorjahr: 91 vollkonsolidierte Gesellschaften in 22 Ländern).
Im Berichtsjahr 2022 kam es zu einem wesentlichen Zugang bei den Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. Gemeinsam mit den in Stockholm/Schweden ansässigen Investoren Altor Fund V (No. 1) AB bzw. Altor Fund V (No. 2) AB wurde im Dezember 2021 ein Kaufvertrag über den Erwerb von 50% der Anteile an dem globalen Industrieservice-Unternehmen KAEFER SE & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen, (KAEFER) geschlossen. Der Kauf wurde in 2022 wie geplant abgeschlossen. Die restlichen 50% der Anteile werden weiterhin durch die Eigentümerfamilie von KAEFER gehalten.
Die SMS group beabsichtigt mit Dekarbonisierungs-Lösungen eine führende Rolle bei der Transformation der Metallindustrie einzunehmen. Entlang der gesamten Prozesskette bietet die SMS group Technologien zur Reduktion des CO 2-Fußabdrucks an. Für die Primärroute stellen wir Dekarbonisierungs-Lösungen zur Metallerzeugung mittels grünem Wasserstoff und digitale Lösungen für Energieeinsparungen im Downstream-Bereich zur Verfügung. Für die Sekundärroute arbeiten wir an einer Vielzahl von Kunden- und Entwicklungsprojekten zur Maximierung der Recyclingquoten.
Mit der Erschließung von neuen Geschäftsfeldern, Produktinnovationen sowie einer Digitalisierungsoffensive ermöglicht die SMS group zukünftiges Unternehmenswachstum. Komplementär zu Innovationen in der Metallindustrie überträgt die SMS group ihre Kompetenzen auf andere Industriebereiche. Flexible Service- und Digitalisierungsdienstleistungen in Kombination mit Produktinnovationen bieten die Möglichkeit unser Kerngeschäft durch performancebasierte Geschäftsmodelle (Equipment-as-a-Service) zu komplettieren.
Unser Geschäftsaufwand für allgemeine Entwicklungen sowie für konstruktionsnahe Weiterentwicklungen der Produkte belief sich in 2022 auf insgesamt 129 Millionen Euro (Vorjahr: 96 Millionen Euro). Damit haben wir direkt 4,1 % vom Umsatz (Vorjahr: 3,7 % vom Umsatz) für Entwicklungen aufgewendet.
Das weltweit gestiegene Umweltbewusstsein erfordert ressourcen- und umweltschonende Verfahren und Prozesse in der Metallerzeugung. Der Dekarbonisierung der Stahlherstellungsprozesse kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Vor allem in Europa wird die Dekarbonisierung von den Herstellern und der Politik vorangetrieben. Wichtige Großinvestitionen in den Anlagenbau sind bereits beschlossen oder stehen kurz vor der Entscheidung.
Systemlösungen zur effizienten Vermeidung von CO 2-Emissionen aufgrund der zur erwartenden Kostenentwicklung für die CO 2-Zertifikate in der Zukunft bilden die Basis für Neuinvestitionen in der Anlagen- und Prozesstechnik. Die Digitalisierung bildet einen weiteren Ausgangspunkt für neue Entwicklungen, um Stahl nachhaltiger zu produzieren bzw. die Anlagen kostengünstiger zu konstruieren und betreiben zu können.
Die im nachfolgenden abgebildeten Entwicklungsprojekte zeigen exemplarisch unsere Fokussierung auf digitale Komponenten und Innovationen, die die Prozesse in der Industrie nachhaltig optimieren können:
Einige wichtige metallurgische Prozessgrößen sind nicht direkt messbar, können aber über modellgestützte Softsensortechnologie prognostiziert werden. Der thermische Zustand der umlaufenden Pfannen in einem Stahlwerk stellt eine Einflussgröße dar, über die die spätere Prozess- und Produktqualität abgeleitet werden kann. An dieser Stelle setzt die Softsensortechnologie an. Die Softsensortechnologie basiert auf einem dreidimensionalen, physikalischen Temperaturmodell der Pfannen und der darin befindlichen Schmelze. Mithilfe einer Echtzeit-Prognose des Temperaturverlaufs kann die ideale Stahltemperatur für den Gießprozess eingestellt werden. Das Modell wurde im vergangenen Jahr bei mehreren Kunden erfolgreich in Betrieb genommen. In einem nächsten Entwicklungsschritt werden die zu adaptierenden thermischen Randbedingungen durch KI1-gestützte Verfahren aus den Daten der laufenden Anwendungen präzisiert.
Das additive, metallverarbeitende Fertigungsverfahren Laser Powder Bed Fusion (LPBF2) bietet ein besonders großes Potenzial, um schnell und effektiv funktionsverbesserte Bauteile für den Maschinen- und Anlagenbau herzustellen. Aktuell steht nur ein eingeschränktes Werkstoffspektrum für dieses Fertigungsverfahren zur Verfügung. Ein Projektkonsortium, bestehend aus Fraunhofer Institut für Lasertechnik, Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel GmbH & Co. KG, Aconity GmbH und SMS group GmbH, hat drei neue Stahllegierungen mit einstellbaren Eigenschaften für den LPBF-Prozess entwickelt und industriell nutzbar gemacht. Koordiniert wurde das durch den NRW Leitmarktwettbewerb "Neue Werkstoffe" geförderte Verbundvorhaben von der SMS group GmbH.
1 Künstliche Intelligenz
2 Pulverbettbasierte Laserstrahlschmelzen
Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft EMG Automation GmbH ist ein Messgerät entwickelt worden, das die Austenitkorngröße hinter einer Warmbandstraße misst. Die Messung erfolgt während der Produktion und basiert auf dem Laser-Ultra-Schall-Verfahren (LUS). Der Prototyp dieses Messgerätes ist 2022 an der Warmbandstraße von SSAB in Borlänge, Schweden erfolgreich in Betrieb gegangen.
In einem von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt kooperieren mehrere Unternehmen sowie wissenschaftliche Institutionen wie die Ruhr-Universität Bochum und das Fraunhofer FHR zur erstmaligen Realisierung einer Konturmessung der Walzgutkante innerhalb einer Warmwalzstraße mittels Radarverfahren. Durch dieses Verfahren soll eine genaue und stabile Breitenmessung über die gesamte Walzgutlänge auch bei Skibildung (Aufbiegung der Walzgutvorderkante) und variablen Kantenformen ermöglicht werden.
In den Vorgerüsten von Warmbreitbandstraßen wird mithilfe der Staucher die gewünschte Bandbreite eingestellt. Dazu muss die aktuelle Breite gemessen werden. Um die Breite unter den anspruchsvollen Umgebungsbedingungen (Spritzwasser, Dampf, Staub und Hitze) zu gewährleisten, bietet sich die robuste Radarmesstechnik an.
Der Ende Februar begonnene Krieg in der Ukraine hat die weltweite Personalarbeit in der ersten Jahreshälfte in größerem Umfang begleitet. Hierbei stand die Organisation zur Aufnahme und Erstversorgung von Geflüchteten sowie das Bereitstellen von Hilfsgütern und die Einrichtung eines Solidaritätsfonds im Vordergrund. Auch die Evakuierung von Beschäftigten aus der Ukraine sowie der Abzug ausländischen Personals aus Russland wurde zentral koordiniert.
Im dritten Jahr der Corona-Pandemie wurde der Umgang für Unternehmen und deren Beschäftigte mit den Corona-Maßnahmen mehr und mehr zu einer Selbstverständlichkeit. Im betrieblichen Arbeitsalltag haben sich veränderte Arbeitsformen, wie Home-Office oder mobiles Arbeiten, etabliert und tragen somit zu einer Reduktion des Infektionsrisikos und Auftreten von größeren Infektionsketten im Betrieb bei.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 14.421 Mitarbeitende 4 (Vorjahr: 14.544) bei der SMS group beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beschäftigtenzahl nahezu unverändert (-123 Beschäftigte / -0,8 %). Mit 5.629 im Jahresdurchschnitt (Vorjahr: 5.864) ist die Beschäftigtenanzahl im Inland rückläufig. Im Ausland stieg die Beschäftigtenzahl hingegen auf 8.792 (Vorjahr: 8.680) an. Während die Beschäftigtenzahl im Neuanlagengeschäft weiter rückläufig war, konzentrierten sich Neueinstellungen im Bereich des Services. Diese über die letzten Jahre andauernde Entwicklung zeigt die kontinuierlich zunehmende Internationalisierung und verstärkte Service-Ausrichtung der SMS group. Die Prognose des Vorjahres, dass es zu einem leichten Personalaufbau kommt, hat sich nicht bewahrheitet, insbesondere wegen einer hohen Anzahl auslaufender Montageverträge bei der Paul Wurth do Brasil Montagens e Manutenção Industrial Ltda.. Bei den größeren Landesgesellschaften in den USA und Brasilien sowie Indien, die in 2022 eine Vielzahl an größeren Auftragseingängen einbuchen konnten, wurde gezielt neues Fachpersonal eingestellt. Im metallurgischen Neuanlagengeschäft verringerte sich die Anzahl der im Jahresdurchschnitt 2022 Beschäftigten auf 8.488 (Vorjahr: 8.742). Resultierend aus den positiven Geschäftsentwicklungen, insbesondere in den USA und in Indien haben unsere dortigen Standorte den Personalstamm aufgestockt. Auch das in Brasilien etablierte Kompetenzzentrum für die industrielle Digitalisierung im Bereich von Effizienz- und Nachhaltigkeitstechnologien, Vetta Tecnologia S.A., hat die Beschäftigtenanzahl erhöht. Dies rührt aus dem weltweit gestiegenen Kundeninteresse nach energieeffizienten und optimierten Produkt- bzw. Dienstleistungslösungen. Überkompensiert wurde dieser Personalaufbau durch einen wesentlichen Rückgang der Beschäftigtenzahl bei unserer Gesellschaft Paul Wurth do Brasil Montagens e Manutenção Industrial Ltda., aufgrund auslaufender Montageverträge. Weiter plangemäß verlief der Rückgang der Beschäftigten bei der SMS group GmbH in Deutschland im Zuge des modifizierten Zukunftstarifvertrages in Verbindung mit den darin verankerten Altersteilzeitvereinbarungen.
Der Bereich Services verzeichnete weltweit einen gezielten Personalaufbau. In Summe waren 3.913 Beschäftigte (Vorjahr: 3.738) in den Bereichen Ersatzteilgeschäft, Reparaturen und Wartungen, Modernisierungen von bestehenden Anlagen inklusive Performance-Verbesserungen oder Consulting-Aktivitäten angestellt.
Die Anzahl der Beschäftigten bei den industriellen Beteiligungen blieb im Jahresdurchschnitt mit 2.020 stabil (Vorjahr: 2.064).
4 Jahresdurchschnitt, inklusive Auszubildende
Die Weltwirtschaft stand im Jahr 2022 vor einer Reihe gravierender Herausforderungen. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine, dadurch rasant ansteigende Energiepreise, hohe Inflationsraten und die damit einhergehende Verschärfung der Finanzierungsbedingungen durch Zinserhöhungen verschlechterten die Aussichten der Industrie. Weiterhin belastete die bis zum Jahresende in China praktizierte "Null-Covid"-Strategie die globalen Lieferketten, was zu einer weiteren Dämpfung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums führte.
Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds hat sich das Weltwirtschaftswachstum von 6,0 % in 2021 auf 3,2 % in 2022 halbiert und wird 2023 auf 2,7 % weiter zurückgehen. Dies bedeutet das schwächste Wachstum seit 2001, mit Ausnahme der Finanzkrise und der Anfangsphase der Pandemie. Über ein Drittel der Weltwirtschaft verzeichnete 2022 in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen ein negatives Wirtschaftswachstum. Hierzu zählten die USA in der ersten Hälfe des Jahres und die Eurozone in der zweiten Hälfte des Jahres. Im Jahresvergleich schrumpfte das Wirtschaftswachstum in Industrienationen von 5,2 % in 2021 auf 2,4 % und in Schwellen- und Entwicklungsländern auf 3,7 % in 2022 (2021: 6,6 %).
Die direkten und indirekten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine verschärften weltweit die wirtschaftlichen Unsicherheiten. Neben der humanitären Notlage in der Ukraine, verbunden mit einer Vielzahl von Kriegsflüchtigen, sehen sich Unternehmen und Verbraucher seither mit gestiegenen Rohstoffpreisen, gestörten Lieferketten und drohenden Engpässen bei der Energieversorgung konfrontiert. So stieg die globale Inflation von 4,7 % im Jahr 2021 auf 8,8 % im Jahr 2022. Ein Rückgang der Inflation auf Vorjahresniveau wird sich voraussichtlich erst in 2024 einstellen. Zur Wahrung der Preisniveaustabilität erhöhten sowohl die EZB (auf 2,5 %) für den Euroraum als auch die FED in den USA (auf 4,25 % - 4,5 %) in mehreren Zinsschritten ihren Leitzins um jeweils bis zu 0,75 Prozentpunkte.
Das Wirtschaftswachstum in China sank im Vergleich zum Vorjahr mit -4,9 Prozentpunkten deutlich stärker als z. B. in Indien (-1,9 Prozentpunkte). Neben der Null-Covid-Politik und den damit verbundenen Produktionsstopps leidet die chinesische Wirtschaft unter einer schweren Immobilienkrise, schwacher Binnennachfrage und hoher Staatsverschuldung. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Exporte Chinas zum Ende des Jahres gesunken. Insbesondere mit den USA nahm der Außenhandel Chinas im Oktober 2022 um 10,4 % ab.
Neben der Ukraine-Krise, den weltweit hohen Inflationsraten, gestiegenen Energiepreisen, der Corona-Pandemie und Lieferkettenengpässen führen insbesondere in den Industrienationen der steigende Wettbewerbsdruck aus Asien und die umweltpolitischen Herausforderungen zu einem umfassenden Handlungsbedarf in Politik und Wirtschaft. Hinzu kommt, dass die Verschärfung der Finanzierungsbedingungen die Weltkonjunktur belastet.
Der seit Februar andauernde Krieg in der Ukraine hat sowohl die globale Konjunktur als auch die Stahlmarktentwicklung stark beeinträchtigt. In einem von Energiekrise, hoher Inflation und steigenden Zinsen gekennzeichneten Marktumfeld stagnierte auch der weltweite Stahlmarkt im vergangenen Geschäftsjahr 2022.
Größter Treiber der Inflation, insbesondere im europäischen Raum, waren und sind die gestiegenen Preise im Bereich der fossilen Energien. Die bisherige Preis-Aufwärtsspirale des Gaspreises erreichte Ende August 2022 an der niederländischen TTF 5-Börse den Höhepunkt mit 346 Euro für eine Megawattstunde. Der Ölpreis Brent zum Ende des zweiten Quartals belief sich auf rund 123 US-Dollar, was einem Zehnjahreshöchststand entspricht. Neben der Energie zur Stahlerzeugung stiegen auch Eisenerzpreise und Legierungselemente wie Nickel zeitweise deutlich an. Nach einer massiven Preiserhöhung für Nickel auf ein neues Rekordhoch von über hunderttausend Dollar pro Tonne Anfang März hat die Londoner Metallbörse LME 6 zwischenzeitlich sogar den Handel ausgesetzt. Nach deutlichem Anstieg in 2021 zogen die Stahlpreise zum Ende des ersten Quartals 2022 insbesondere im europäischen Raum erneut an. Der Warmbandpreis in Europa stieg innerhalb des Monats März um über 40 %. Nach der Preisexplosion insbesondere in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2022 sind die Energie- und Stahlpreise zum Ende des Jahres wieder gesunken.
Die weltweite Rohstahlproduktion sank im vergangenen Jahr 2022 um 4,3 % gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich hierfür waren ein starker Einbruch der Nachfrage infolge der Inflation, Unterbrechungen der Lieferketten und die Immobilienkrise in China. Die Stahlnachfrage sank in China das zweite Jahr in Folge (-4,0 %). Die größten Einbrüche verzeichneten die Region CIS (-9,2 %), Zentral- und Südamerika (-7,8 %) und die Europäische Union inklusive Großbritannien (-3,5 %). Lediglich in Afrika und Südostasien ist die Stahlnachfrage, ausgehend von niedrigem Niveau, signifikant gestiegen.
Die installierte Rohstahlkapazität dagegen stieg im vierten Jahr in Folge und wuchs leicht um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr auf 2,68 Milliarden Tonnen. Aufgrund des gesunkenen Produktionsvolumens hat sich die weltweite Überkapazität deutlich auf 30 % erhöht (Vorjahr: 26 %).
Trotz des hohen Energiebedarfs zeigte sich die weltweite Primäraluminiumproduktion unbeeindruckt vom rasanten Anstieg der Energiekosten und bewegte sich mit rund 68 Millionen Tonnen leicht über Vorjahresniveau (67 Millionen Tonnen). Regional zeigten sich aber zum Teil deutliche Unterschiede. Während die Produktion in Europa deutlich rückläufig war (-12,5 %), zeigte sich eine Ausweitung der Produktionsmengen in Südamerika (+10,7 %) und im Gebiet der Golfstaaten (+3,1 %). Daneben trug China, wo bereits über die Hälfte der weltweiten Produktionskapazitäten liegen, mit einem Produktionswachstum von weiteren +4,0 % zur Vergrößerung des weltweiten Primäraluminiumaufkommens bei.
5 Title Transfer Facility = Virtueller
Handelspunkt über den der Erdgashandel abgewickelt
wird
6 London Metal Exchange
Die wesentlichen Leistungsindikatoren der SMS group umfassen Auftragseingang, Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT), Nettoliquidität und Anzahl an Beschäftigten. Diese bilden die Grundlage für operative und strategische Managemententscheidungen:
| ― |
Der Auftragseingang ist definiert als die Summe
aller in der jeweiligen Berichtsperiode erhaltenen
Kundenbestellungen, bei denen folgende Kriterien
erfüllt sind:
|
||||||||
| ― |
Die Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt |
||||||||
| ― |
Die Herleitung der Nettoliquidität ist unter der Konzernkapitalflussrechnung abgebildet |
||||||||
| ― |
Die Beschäftigtenzahl entspricht dem Jahresdurchschnitt der Arbeitnehmer inklusive Auszubildenden (§ 267 Abs. 5 HGB) |
Trotz des Kriegs in der Ukraine sowie der anhaltenden Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie und Störungen in den globalen Lieferketten erzielte die SMS group mit einem Auftragseingang in Höhe von 4.612 Millionen Euro zum zweiten Mal in Folge eine erhebliche Volumensteigerung. Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, da sowohl der chinesische als auch der russische Markt im vergangenen Geschäftsjahr 2022 eingebrochen oder gar gänzlich weggebrochen sind. Infolge des russischen Krieges in der Ukraine und der damit international verhängten Sanktionen gegen Russland haben wir das Neuanlagengeschäft in Russland und Belarus komplett eingestellt. Bestandsaufträge mit Kunden in Russland wurden rückabgewickelt oder sistiert. In China erfuhren wir seit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen strikten, flächendeckenden Lockdowns im Zuge der bis Anfang Dezember praktizierten "Null-Covid"-Strategie eine merkliche Zurückhaltung bei Investitionen. Insbesondere die fortschreitende Abschottung Chinas gegenüber dem Rest der Welt führte dazu, dass der chinesische Markt hauptsächlich von lokalen Anbietern bedient wird.
Der kontinuierliche Anstieg der weltweiten Aluminiumproduktion spiegelt sich in unseren Auftragsbüchern wider. In den USA hat sich unser langjähriger Kunde Steel Dynamics Inc. entschieden, mit der SMS group als Partner für die Anlagenlieferung, in die Produktion von Aluminiumband einzusteigen.
Neben den Großprojekten und Modernisierungen steht weiterhin das Wachstum im Technischen Service, Elektrik / Automation und Digitalisierung im Vordergrund. Mit einem neuen Integrated Assessment & Consulting-Ansatz fokussieren wir uns auf die ganzheitliche Analyse von Anlagen. Ziele sind die Identifikation von Potenzialen durch die Verbesserung der Produktivität, der Qualität bzw. der Zuverlässigkeit und die Bildung von Partnerschaften über den Lebenszyklus der Maschinen und Anlagen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 steigerte sich das Auftragseingangsvolumen der SMS group zum zweiten Mal in Folge und überstieg mit 4.612 Millionen Euro den Vorjahreswert um 31,5 % (Vorjahr: 3.507 Millionen Euro). Insbesondere in den USA sowie in Indien konnte eine Vielzahl größerer Auftragseingänge verzeichnet werden. Hingegen wurden in Russland Auftragseingänge der Vorjahre und des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022 storniert, was zu einem negativen Auftragseingangswert in 2022 führte. Unsere Prognose hinsichtlich eines gleichbleibenden Auftragseingangs auf Vorjahresniveau hat sich nicht bestätigt, da deutlich mehr Kundenaufträge als erwartet gewonnen werden konnten.
Mit einem Volumen von 3.090 Millionen Euro (Vorjahr: 2.285 Millionen Euro) konnten wir im Bereich des metallurgischen Anlagenbaus eine wesentliche Steigerung (+35,2 %) bei den Auftragseingangsbuchungen erzielen. Der Anstieg des Auftragseingangs liegt zum einen begründet in Nachholeffekten aus den coronabedingten, zurückgestellten Investitionsvorhaben. Zum anderen ist die Nachfrage nach Investitionen in eine verbesserte Anlageneffizienz und von Dekarbonisierungs-Lösungen weiterhin hoch.
Auch das Services-Geschäft profitierte von dieser positiven Entwicklung. Zudem führte die Ausweitung des Dienstleistungsangebots wie Consulting und Training im Services-Geschäft zu einer Steigerung des Auftragseingangsvolumens um 20,6 % auf 960 Millionen Euro (Vorjahr: 795 Millionen Euro).
Der Auftragseingang der industriellen Beteiligungen verbesserte sich deutlich und steigerte sich auf 587 Millionen Euro (Vorjahr: 448 Millionen Euro). Im Wesentlichen ist dies durch eine erhöhte Nachfrage bei Aluminiumprodukten begründet.
Die geografische Verteilung des Auftragseingangs stellte sich in 2022 für die SMS group wie folgt dar:
| - Nordamerika: | 35,7 % | (Vorjahr: 17,2 %) |
| - Indien: | 24,4 % | (Vorjahr: 13,0 %) |
| - Westeuropa: | 19,5 % | (Vorjahr: 20,5 %) |
| - Sonstiges Asien: | 8,9 % | (Vorjahr: 2,6 %) |
| - China: | 6,3 % | (Vorjahr: 13,0 %) |
| - MENA: | 4,5 % | (Vorjahr: 12,4 %) |
| - Lateinamerika: | 3,8 % | (Vorjahr: 8,0 %) |
| - Afrika: | 0,8 % | (Vorjahr: 0,5 %) |
| - Osteuropa: | -3,8 % | (Vorjahr: 12,8 %) |
Aufgrund des stark angestiegenen Auftragseingangs im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 wuchs der Auftragsbestand deutlich an und übertraf mit 5.517 Millionen Euro den Vorjahreswert (Vorjahr: 3.944 Millionen Euro).
Der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete Umsatz in Höhe von 3.139 Millionen Euro legte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 um 580 Millionen Euro (Vorjahr: 2.559 Millionen Euro, +22,7 %) zu. Unsere Prognose in Bezug auf ein signifikant verbessertes Umsatzniveau sehen wir bestätigt.
Der Umsatz folgte der positiven Entwicklung im Auftragseingang. Im metallurgischen Anlagengeschäft verbesserte sich das Umsatzniveau von 1.469 Millionen Euro auf 1.857 Millionen Euro. Ähnlich hohe Zuwächse verzeichnete das Services-Geschäft. Hier wuchs der erzielte Umsatz um 164 Millionen Euro an und belief sich zum Geschäftsjahresende 2022 auf 880 Millionen Euro (Vorjahr: 716 Millionen Euro). Mit 420 Millionen Euro entwickelte sich auch der Umsatz im Bereich der industriellen Beteiligungen positiv und folgte der Belebung der geschäftlichen Aktivitäten im Auftragseingang (Vorjahr: 392 Millionen Euro).
Die geografische Verteilung des Umsatzes der SMS group in 2022 stellte sich wie folgt dar:
| - Nordamerika: | 26,4 % | (Vorjahr: 26,2 %) |
| - Westeuropa: | 22,7 % | (Vorjahr: 28,7 %) |
| - China: | 13,5 % | (Vorjahr: 16,0 %) |
| - Indien: | 9,7 % | (Vorjahr: 7,3 %) |
| - Lateinamerika: | 8,6 % | (Vorjahr: 5,5 %) |
| - MENA: | 7,0 % | (Vorjahr: 4,2 %) |
| - Sonstiges Asien: | 6,0 % | (Vorjahr: 4,7 %) |
| - Osteuropa: | 4,8 % | (Vorjahr: 6,8 %) |
| - Afrika: | 1,3 % | (Vorjahr: 0,6 %) |
Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu einer Änderung der Bewertung bei der erfahrungsbasierten Risikovorsorge. Daher wurden die entsprechenden GuV-Positionen des Geschäftsjahres 2021 rückwirkend angepasst. Dies führte zu einer Erhöhung der Herstellkosten des Umsatzes 2021 um 72 Millionen Euro. Gegenläufig entwickelten sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (+14 Millionen Euro), so dass sich daraus eine Reduzierung des Jahresüberschuss 2021 um 58 Millionen Euro ergab.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz steigerte sich im Geschäftsjahr 2022 um rund 80 Millionen Euro auf 567 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 486 Millionen Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich höheren Umsatz im abgeschlossenen Geschäftsjahr. Jedoch fiel die Bruttomarge im Verhältnis zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht ab und liegt mit 18,1 % um 0,9 Prozentpunkte unter der des Vorjahres (19,0 %). Negativ wirkte sich hier die erfahrungsbasierte Risikovorsorge in Höhe von 20 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 17 Millionen Euro) aus und insbesondere die Belastungen aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine (u.a. Preissteigerungen bei Energie und Material). Daneben belastete die nach wie vor hohe Unterdeckung infolge von Auslastungsschwankungen das Bruttoergebnis.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 sind sowohl unsere Vertriebs- als auch unsere Verwaltungskosten deutlich gestiegen. Ursächlich hierfür sind maßgeblich die nach der Corona-Pandemie anziehenden Vertriebsaktivitäten, die sich in weltweit verstärkten Reisetätigkeiten und Messepräsenzen widerspiegeln.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 betrugen die sonstigen Erträge 166 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 99 Millionen Euro). Ursächlich hierfür ist die Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen, im Wesentlichen für Restrukturierungen.
Zum Geschäftsjahresende 2022 betrugen die sonstigen Aufwendungen 226 Millionen Euro (Vorjahr: 148 Millionen Euro). Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Wertberichtigungen von Vermögenswerten russischer Gesellschaften zurückzuführen. Daneben fielen die Aufwendungen im Bereich der technischen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 21 Millionen Euro höher aus. Des Weiteren finden in den sonstigen Aufwendungen Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenskäufen identifizierten immateriellen Vermögenswerten Berücksichtigung.
Das Beteiligungsergebnis in 2022 betrug -1 Millionen Euro (Vorjahr: -10 Millionen Euro).
Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf -20 Millionen Euro (Vorjahr: +3 Millionen Euro). Diese rückläufige Entwicklung ist vor allem begründet durch negative Marktwertveränderungen bei den Wertpapieren sowie durch Abschreibungen und Verluste bei der Veräußerung von kurzfristig gehaltenen Anleihen.
Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) bewegte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 mit 19 Millionen Euro nahezu auf dem Niveau des angepassten Vorjahreswert (15 Millionen Euro). Trotz einer signifikanten Steigerung des Umsatzniveaus (+22,7 %) konnte das Bruttoergebnis nicht in gleichem Maße davon profitieren. Hohe Auftragskosten sowie eine weiterhin hohe Unterdeckung in Folge von Auslastungsschwankungen belasteten das Bruttoergebnis. Insbesondere die finanziellen Folgen aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sowie gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten wirkten sich negativ auf das Jahresergebnis aus. Unsere Prognose hinsichtlich einer leichten Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) bzw. einer weiteren positiven Fortentwicklung sehen wir bestätigt, allerdings auf einem niedrigen Niveau.
Zum 31. Dezember 2022 lag die Bilanzsumme der SMS group bei 4.953 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 4.675 Millionen Euro). Bezogen auf den Vorjahresendwert entspricht dies einer prozentualen Veränderung von +5,9 %.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 2.009 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 1.663 Millionen Euro). Der deutliche Aufbau resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme von 50 % der Anteile an KAEFER SE & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen. Zudem führten die fortschreitenden Bauaktivitäten am Standort Mönchengladbach (Neubau eines Hauptverwaltungsgebäudes, dem SMS Campus) zu einer Erhöhung der Sachanlagen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich in Summe um 68 Millionen Euro auf 2.944 Millionen Euro (Vorjahr: 3.012 Millionen Euro). Aufgrund der weiter verbesserten Auftragslage im Geschäftsjahr 2022 kam es zu einem weiteren Aufbau des Vorratsvermögens (+114 Millionen Euro) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+67 Millionen Euro). Gegenläufig wirkte sich die Reduzierung der Wertpapiere (-243 Millionen Euro) sowie der Flüssigen Mittel (-67 Millionen Euro) aus, welche zur Finanzierung der Investitionen sowie der Sicherung der Liquiditätssituation verwendet wurden.
Das Eigenkapital belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf 953 Millionen Euro und überschreitet damit das Niveau des angepassten Vorjahres (776 Millionen Euro) signifikant. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen eine Reduzierung der Pensionsrückstellungen, bedingt durch einen deutlichen Anstieg des Diskontierungszinssatzes von 1,3 % auf 4,2 %, die ergebnisneutral gegen das Eigenkapital gebucht wird. Folglich verbessert sich die Eigenkapitalquote um 2,6-Prozentpunkte auf 19,2 % (Vorjahr angepasst: 16,6 %). Aufgrund der Anpassung einer Bilanzierungsmethodik hat sich das Eigenkapital zum 1. Januar 2021 um 177 Millionen Euro auf 862 Millionen Euro erhöht.
Die Erhöhung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (+80 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus einem Darlehen von 110 Millionen Euro zur Finanzierung des Erwerbs der Anteile an KAEFER, das über einen Zeitraum von fünf Jahren zurückzuzahlen ist. Zudem sind rund 60 Millionen Euro aus der zweiten Rate des Erwerbs der restlichen Anteile an der Paul Wurth-Gruppe in 2026 fällig.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen reduzierten sich auf 573 Millionen Euro, wesentlich bedingt durch einen Anstieg des Diskontierungszinssatzes bei der Bewertung der Pensionen.
Die langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen beliefen sich auf 1.060 Millionen Euro (Vorjahr: 1.189 Millionen Euro).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 2.939 Millionen Euro stiegen um 230 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 2.709 Millionen Euro).
Der Anstieg bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (+86 Millionen Euro) ist hauptsächlich durch einen Überbrückungskredit in Höhe von 75 Millionen Euro begründet, welcher als Zwischenfinanzierung für den Bau der Immobilie des SMS Campus am Standort Mönchengladbach dient. Durch die sich weiterhin positiv entwickelnde Auftragslage im Geschäftsjahr 2022 erhöhten sich die Kundenanzahlungen, was sich unmittelbar in einer Erhöhung der kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten um 54 Millionen Euro auf 1.153 Millionen Euro widerspiegelt. In diesem Zusammenhang stiegen auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 372 Millionen Euro auf 448 Millionen Euro an. Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen, welche sich im Geschäftsjahr 2022 um 31 Millionen Euro auf 926 Millionen Euro verringert haben. Daneben kam es im Geschäftsjahr 2022 zu einer Änderung der Bewertung bei der erfahrungsbasierten Risikovorsorge. Diese Änderung erfolgte gemäß IAS 8.19 retrospektiv und erfolgsneutral zum 1. Januar 2021. Daher wurden die entsprechenden Bilanz- und GuV-Positionen des Geschäftsjahres 2021 rückwirkend angepasst. Der Vorjahreswert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen wurde um 161 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro reduziert.
Die Flüssigen Mittel beliefen sich zum Geschäftsjahresende 2022 auf 829 Millionen Euro (Vorjahr: 896 Millionen Euro). In 2022 betrug der Mittelabfluss aus der Geschäftstätigkeit -92 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: Mittelzufluss +297 Millionen Euro). Dem positiven EBIT in Höhe von 39 Millionen Euro steht eine Erhöhung beim Working Capital (-45 Millionen Euro) gegenüber, was auf eine weitere Belebung unserer Geschäftsaktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen ist. In den Veränderungen der sonstigen Rückstellungen bzw. des Nettoumlaufvermögens sind Effekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen für Prozessrisiken und Restrukturierung berücksichtigt.
Maßgeblich getrieben durch den Anteilserwerb von KAEFER stieg der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit auf -390 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: -151 Millionen Euro) an. Daneben steht der Anstieg bei den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Neubau unseres SMS Campus in Mönchengladbach. Im Zuge der Optimierung unserer ERP-Systemlandschaft wurden Aufwendungen für das Projekt SAP S4/HANA getätigt.
Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit lag bei 410 Millionen Euro (Vorjahr: 74 Millionen Euro). Diese deutliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Finanzverbindlichkeiten sowie aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens.
Die unterhalb der Konzernkapitalflussrechnung hergeleitete Nettoliquidität zum 31. Dezember 2022 hat sich im Vergleich zum Vorjahr (978 Millionen Euro) auf 501 Millionen Euro reduziert. Dabei haben sich die Flüssigen Mittel um 67 Millionen Euro auf 829 Millionen Euro und die Wertpapiere des Umlaufvermögens um 243 Millionen Euro auf 33 Millionen Euro vermindert sowie die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 167 Millionen Euro auf 361 Millionen Euro erhöht. Die Entwicklung entsprach dabei der Prognose des Vorjahres.
Die branchenüblichen erhaltenen Anzahlungen werden über Bankgarantien abgesichert. Der Anteil genutzter Aval- und Kreditlinien beträgt rund 54 % (Vorjahr: 51 %).
Die SMS group verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess. Das Risikomanagementsystem wird zentral gesteuert und bezieht alle wesentlichen Organisationseinheiten der SMS group in den Prozess ein. Der Bereich Finance informiert in regelmäßigen Abständen oder bei Bedarf ad-hoc die Geschäftsführung über Ereignisse des Risikomanagementsystems. Das vorrangige Ziel des Systems ist eine frühzeitige Erkennung von potenziellen Risiken und Chancen, die die Erreichung der Unternehmensplanung negativ oder positiv beeinflussen könnten.
Die Geschäftsführung der SMS group ist verpflichtet, wirksame Compliance-Instrumente zu etablieren, um die Einhaltung der relevanten Rechtsvorschriften sowie der internen Vorgaben sicherzustellen, damit insbesondere den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährdende Entwicklungen vermieden oder früh erkannt werden können.
Das Compliance Management System (CMS) der SMS group wurde auch in 2022 systematisch weiterentwickelt.
Ein wichtiger Bestandteil des CMS ist das in 2020 weltweit eingeführte elektronische Hinweisgebersystem. Dieses ermöglicht die rechtskonforme und effiziente Bearbeitung anonymer und nicht-anonymer Hinweise. Das Hinweisgebersystem wird gut angenommen und nicht missbraucht. Mithilfe der eingegangenen Meldungen konnte unter anderem Fehlverhalten abgestellt und Schäden vom Unternehmen abgewendet werden.
Das Compliance-Programm der SMS group befasst sich zurzeit im Schwerpunkt mit den Themen Korruptionsprävention und Kartellrecht. Die Anzahl der Verträge mit vertriebsnahen Dienstleistern konnte auch in diesem Jahr weiter reduziert werden. Es wurde eine Richtlinie zum Umgang mit Intermediärskonstellationen eingeführt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Umsetzung der Anforderungen des Gesetzes über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz). In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe wurde eine Risikoanalyse bei der SMS group GmbH und ihren Tochtergesellschaften sowie bei den direkten Lieferanten durchgeführt. Darauf basierend wurden risikomindernde Maßnahmen ergriffen und eine Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte abgegeben. Weiterhin wurden Menschenrechts- und Umweltbeauftragte sowie entsprechende Ansprechpartner in den relevanten Bereichen benannt. Das Risikomanagementsystem wird auch in 2023 weiter ausgebaut.
Im Berichtsjahr 2022 wurden wieder gruppenweit Compliance-Schulungen durchgeführt, die einen wesentlichen Beitrag zur Sensibilisierung der Beschäftigten und zur Risikominimierung leisten. Dabei wurde überwiegend auf digitale und hybride Formate gesetzt. Außerdem wurde ein Compliance E-Learning-Tool eingeführt, zunächst für die deutschen Gesellschaften. Die gruppenweite Einführung folgt in 2023.
Die Einhaltung von Vorgaben anderer Rechtsgebiete, wie Datenschutz und Exportkontrolle, wird hauptverantwortlich in den Fachabteilungen nachgehalten, die von der zentralen Compliance-Abteilung unterstützt werden. Hier lag ein Schwerpunkt auf der Unterstützung bei dem Umgang mit den Sanktionen gegen Russland. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Bereich HR-Compliance und den Herausforderungen des rechtskonformen Einsatzes von Fremdpersonal.
Die Interne Revision unterstützt die Geschäftsführung bei der Wahrnehmung ihrer Kontroll- und Überwachungsfunktion. Wesentliche Zielsetzung der Internen Revision ist die Unterstützung bei der Aufdeckung und Reduzierung von Risiken durch die Erbringung unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsleistungen.
Jährlich wird ein Audit Plan erstellt und durch die Geschäftsführung der SMS GmbH genehmigt. Der Audit Plan umfasst Vorschläge der Geschäftsführungen der SMS group GmbH, der elexis AG, der Paul Wurth S.A. sowie der Internen Revision selbst. Die Interne Revision ist zentraler Bestandteil des unternehmensinternen Risikomanagements, hat eine gruppenweite Zuständigkeit und führt ihre Tätigkeit weltweit durch. Im Berichtsjahr 2022 wurden wieder diverse Audits zu unterschiedlichen Themenbereichen weltweit durchgeführt.
Die Erbringung von Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Linienfunktionen erfolgte für verschiedene Bereiche und zu unterschiedlichen Themenfeldern. Diese Leistungen betrafen u.a. das Richtlinienmanagement, die Unterstützung des Bereichs Finance bei der Durchführung der Belegaudits sowie die Beantwortung von Fragen zur Umsetzung von Maßnahmen und der damit zusammenhängenden Beratung zur praktischen Unterstützung.
Folgende Risiken und Chancen werden durch die Geschäftsführung als wesentlich eingestuft:
Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat Zweifel an der bisherigen weltweiten Sicherheitsarchitektur hervorgerufen und die große Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas bzw. Erdöl offenbart. Die Auswirkungen des Krieges auf die Weltwirtschaft zeichnen sich zunehmend ab. Der russische Markt wird für international tätige Unternehmen, wie es die SMS group ist, auf absehbare Zeit verschlossen bleiben, wirtschaftliche Beziehungen sind nur schwer vorstellbar. Sanktions- und exportkontrollrechtliche Vorgaben wurden seit Kriegsbeginn fortlaufend aktualisiert und umgesetzt. Unsere russischen Gesellschaften werden seither von einem lokalen russischen Management-Team geführt, welches eigenständig vor Ort handelt und von unserem technischen Know-how abgeschnitten ist.
Wirtschaftliche Folgen zeigten sich vor allem in stark gestiegenen Energie- und Materialpreisen sowie in einer Verschärfung der ohnehin schon angespannten Versorgungslage in den globalen Lieferketten. Zudem führte die Rückabwicklung von bereits unterschriebenen Aufträgen mit russischen Kunden zu erhöhten Kosten und damit zu einer Ergebnisbelastung.
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, hohe Energiepreise sowie die weltweit gestiegenen Überkapazitäten in der Stahlerzeugung trüben die Aussichten in der Metallindustrie ein. Seit Ausbruch des Krieges im Februar 2022 sind diverse geopolitische sowie wirtschaftliche Herausforderungen zu beobachten. Der weitere Kriegsverlauf ist mehr denn je ungewiss, auch eine geographische Ausdehnung in andere Länder/Regionen erscheint nach wie vor im Bereich des Möglichen. Da ein kurzfristiger Kurswechsel in der russischen Außenpolitik zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar ist, werden aufgrund der gegen Russland verhängten Sanktionen auch weiterhin Geschäftsaktivitäten in der Region entfallen. Die restriktive Geldpolitik der EZB und FED zur Eindämmung der Inflation bei gleichzeitig steigenden Beschaffungs- und Energiepreisen erschwert unseren Kunden zunehmend die Finanzierung von Großinvestitionen. Dieses herausfordernde Geschäftsumfeld wird durch den starken Anstieg der weltweiten Überkapazitäten in der Stahlerzeugung verschärft.
Krisenbeständige Entwicklungen wie die Transformation der Metallindustrie auf klimaneutrale Prozesse, die Urbanisierung sowie die Elektrifizierung des Mobilitätssektors bieten der SMS group die Chance, die Marktposition langfristig zu stärken. Als einer der größten industriellen CO 2-Emittenten mit 3.189,5 Millionen Tonnen CO 2-Äquivalent steht die Stahlindustrie unter Zugzwang, Investitionen zur Erfüllung der Pariser Klimaziele zu tätigen. Die SMS group gehört zu den Pionieren der grünen Stahlerzeugung. Unter dem Motto #turningmetalsgreen liefern wir bereits jetzt eine Vielzahl nachhaltiger Technologien entlang der gesamten Prozesskette zur Erzeugung von Metallhalbzeugen sowohl für Greenfield-Projekte als auch für die Erweiterungen bestehender Anlagen. Zusammen mit strategischen Partnern entwickeln und fördern wir die Produktion von grünem Wasserstoff. Der CO 2-Fußabdruck eines konventionellen Hochofens kann unter anderem durch das Einblasen von Wasserstoff um 30 Prozent reduziert werden. Unser metallurgisches Kompetenzteam arbeitet derzeit an einem neuen Ofen, der durch das Einblasen von Synthesegasen mithilfe von Plasma-Brennern ein CO 2-Einsparpotenzial von bis zu 70 Prozent realisieren kann. Unsere digitalen Lösungen wie die Viridis-Energieplattform helfen unseren Kunden, ihren Energieverbrauch auch im Downstream-Bereich zu senken. Neben Dekarbonisierungs-Lösungen für die Primärroute leisten Recyclinganlagen der SMS group einen weiteren Beitrag zur Reduktion des CO 2-Fußabdruckes und ermöglichen in Teilen den Übergang in eine Kreislaufwirtschaft.
Die Lokalisierung und Verlagerung von Wertschöpfungsketten bietet insbesondere in Regionen mit geringen natürlichen Ressourcen großes Absatzpotential für effiziente Recyclinglösungen der SMS group. Die Elektroschrott-Recyclinganlage für Aurubis oder die Batterie-Recyclinganlage von unserem Joint Venture Primobius für Mercedes-Benz verdeutlichen das Absatzpotential dieser Technologien.
Das Risiko des Anlagenbaus besteht im Wesentlichen in der Komplexität und der langen Durchlaufzeit für die Abwicklung von Aufträgen. Diesen operativen Risiken des Anlagenbaus wird durch ein aktives Projektmanagement von Risiken, Terminen, Fortschritt und Kosten begegnet. Dadurch werden Abweichungen frühzeitig erkannt, so dass Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können.
Die für die SMS group bestehenden Liquiditäts- und Finanzrisiken werden durch den Bereich Corporate and Export Finance in Zusammenarbeit mit den Finanzverantwortlichen der lokalen Einheiten wahrgenommen. Das eingerichtete Risikomanagementsystem umfasst Regeln für sämtliche Konzerngesellschaften zur Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit der Unternehmensgruppe und für die Absicherung und Steuerung finanzieller Risiken aus Kundenaufträgen.
Auf Basis der strategischen Planung wird die mittelfristige Liquiditätsentwicklung der SMS group abgeleitet. Im Rahmen der monatlich erstellten rollierenden 12-Monats-Liquiditätsplanung der SMS group-Gesellschaften wird die Entwicklung der kurzfristigen Liquidität ermittelt und überwacht. Um die Finanzmittel der SMS group möglichst effizient zu nutzen, erfolgt soweit rechtlich oder regulatorisch zulässig und wirtschaftlich sinnvoll, ein Liquiditätsausgleich bei Kredit- und Anlagebedarf der Gruppengesellschaften. Hierzu werden u.a. regionale Cash Pools genutzt. Grundsätzlich erfolgen Anlagen der kurzfristigen Liquidität bei ausgewählten Banken guter Bonität aus dem Kreis unserer Aval- und Kreditbanken. Im August 2020 wurde auf Ebene der SMS GmbH eine Kreditlinie (Revolving Credit Facility) eingerichtet. Die Laufzeit dieser Finanzierungslinie beträgt drei Jahre und ermöglicht es flexibel auf Liquiditätserfordernisse zu reagieren. Im Jahr 2022 wurde die Laufzeit dieser Kreditlinie um ein weiteres Jahr bis August 2025 verlängert. Derzeit besteht für die SMS group kein Liquiditätsrisiko.
Den finanzwirtschaftlichen Risiken im Anlagenbau, die durch Fremdwährungsgeschäfte entstehen, wirkt die SMS group durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Devisentermingeschäften, entgegen. Es wird das Ziel der vollständigen Währungssicherung verfolgt. Nach Abschluss der Vollabsicherung erfolgen Anpassungen des Sicherungsvolumens bei Veränderungen der ursprünglich geplanten Zahlungsvolumina. Der Umfang der Sicherungsgeschäfte und der zu Grunde liegenden Grundgeschäfte wird regelmäßig überprüft.
Ein unvermeidbares Risiko in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten besteht in dem zeitlichen Auseinanderfallen zwischen Abschluss der Absicherung auf Basis eines Letter of Intent (LOI) und dem Inkrafttreten des Auftrags. Dieses Risiko ist jedoch vernachlässigbar, da die Quote für den Übergang von einem LOI zu einem Auftrag bei abgesicherten Aufträgen nahezu 100 % beträgt. Im Ergebnis führen die Währungssicherungen aus Konzernsicht somit zu geringen Restrisiken. Die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden im Rahmen des IFRS-Konzernabschlusses als Hedging-Beziehungen bilanziert.
Für zum 31. Dezember 2022 bestehende ungesicherte Währungspositionen der SMS group gilt, dass eine Kursänderung von +/-3 % zu einer Wertänderung von 4,2 Millionen Euro (Vorjahr: 3,8 Millionen Euro) geführt hätte.
Politische und wirtschaftliche Zahlungsrisiken in unseren Exportaufträgen werden, wo dies aufgrund unserer Risikoanalyse angebracht und möglich ist, unter anderem mittels privater oder staatlicher Kreditversicherungen abgedeckt. Insbesondere bei kleineren Exportaufträgen oder Aufträgen mit nur sehr geringem Einzelfertigungsvolumen greifen wir auch auf Akkreditive und Garantien zur Absicherung zurück. Forderungen gegen Kunden mit akzeptabler Bonität verbleiben als nicht besichertes Risiko. In Fällen, bei denen keine Absicherung oder vertragliche Strukturierung umsetzbar ist, wird auch im Rahmen der jeweiligen Aufträge Vorsorge getroffen.
Anlagenliefer- und Serviceverträge der Gesellschaften der SMS group werden überwiegend individuell erstellt und verhandelt. In diesen auf das jeweilige Einzelprojekt bezogenen Vertragswerken werden die für uns relevanten Rechtsthemen, allen voran Regelungen zur Haftung, Gewährleistung und Abnahme, explizit angesprochen und mit dem Ziel einer angemessenen Risikoverteilung individuell geregelt. Unser Risikomanagement sieht bestimmte Voraussetzungen für die Vertragsgestaltung vor, mit denen wir eine ausgewogene und rechtssichere Grundlage für unsere Vertragsbeziehungen mit den Kunden anstreben. Schulungen zu Vertragsgestaltung und Vertragsrisiken werden regelmäßig bei den Gruppengesellschaften durchgeführt.
Neben den vertraglichen Absicherungen werden Risiken durch Versicherungen abgedeckt. Für wahrscheinliche, nicht versicherte Risiken werden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.
Auch für Risiken, die aus Rechtsstreitigkeiten resultieren, wurden angemessene bilanzielle Vorsorgen getroffen, sofern die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist.
Die SMS group kauft unterschiedlichste Materialgruppen wie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Komponenten sowie weitere Vormaterialien und Dienstleistungen für die Herstellung der Produkte zu. Die im Berichtsjahr 2022 weiter gestiegenen Beschaffungskosten, verbunden mit einer hohen Volatilität bei den Material-, Energie- und Logistikkosten, erhöhen zunehmend das Beschaffungsrisiko der SMS group.
Störungen in den Lieferketten und die damit einhergehende reduzierte Teile- und Materialverfügbarkeit werden sich durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine voraussichtlich nur langsam auflösen. Die anhaltende Dynamik im Logistikbereich sowie Lieferengpässe bei einzelnen Materialen (Elektronikkomponenten) werden auch kurz- und mittelfristig zu Verzögerungen in den logistischen Ketten führen. Darüber hinaus können die Verfügbarkeit einzelner Energieträger (z. B. Gas) sowie die Corona-Entwicklung, insbesondere im asiatischen Raum, zu weiteren Risiken auf der Beschaffungsseite führen.
Durch die ökonomischen Unsicherheiten sowie die geopolitischen Entwicklungen wird es voraussichtlich zu einer weiteren Marktbereinigung in Form von Schließungen, Insolvenzen und Zusammenschlüssen bei unseren Lieferanten kommen.
Den dadurch gestiegenen Beschaffungsrisiken begegnen wir durch dedizierte Projektteams, welche an einer fortlaufenden Überwachung der Lieferketten, der Materialverfügbarkeiten und Lieferfähigkeit der Lieferanten arbeiten. Gestiegenen Beschaffungsrisiken während der Auftragsabwicklung treten wir durch die fortgesetzte und stärkere Diversifizierung unserer Lieferantenbasis, durch auf Total-Cost-Analysen und auf Risikoeinschätzungen orientierten Auftragsvergaben sowie intensiven Tätigkeiten zur Terminsicherung in der Abwicklung entgegen.
Um auch weiterhin neue, wettbewerbsfähige Beschaffungsmärkte zu erschließen, werden systematisch Lieferanten in Nord- und Südamerika (Mexiko, Brasilien), Asien (Südkorea, Taiwan, Vietnam, Indien, Türkei) und Europa (Süd- und Osteuropa) entwickelt. Unter Einbeziehung des globalen Supply-Chain-Netzwerkes unterliegt die systematische Entwicklung von neuen Lieferanten einem mehrstufigen Prozess. Hierbei werden neben Kosten auch Qualität und Termine berücksichtigt.
Sonstige Risiken wurden im vergangenen Jahr in Cyber-Bedrohungen und dem schwelenden Taiwan-China-Konflikt gesehen. Cyber-Kriminalität stellt eine stetig wachsende Bedrohung dar. Allein im Jahr 2022 wurde ein weltweiter Schaden in Höhe von 8,4 Billionen US-Dollar verursacht. Die SMS group arbeitet daher kontinuierlich an der Erhöhung der Sicherheitsstandards. Es wurden verpflichtende E-Learnings zu den Themen "IT-Sicherheit" und "Datenschutz" abgehalten.
Auf geopolitischer Ebene belastet der Taiwan-China-Konflikt, welcher sich zum Ende des Jahres 2022 im Kontext der Verhandlungen zwischen den USA und China über engere Wirtschaftsbeziehungen intensivierte, die Stabilität der weltweiten Handelspolitik. Aufrüstung, Wirtschaftssanktionen und Militärübungen Chinas im südchinesischen Meer sorgen nach wie vor für große Unsicherheit und wirtschaftlichen Schaden. Eine weitere Militarisierung der Außenpolitik Chinas könnte den Handelsstreit weiter verschärfen.
Nach den deutlichen Leitzinserhöhungen im abgelaufenen Jahr 2022 durch die FED und EZB aufgrund der hohen Inflation ist der weitere Kurs der Geldpolitik in 2023 von zentraler Bedeutung für die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung. Aufgrund der verlangsamenden Inflationsdynamik sind moderatere Zinsanstiege zu erwarten.
Die Abkehr Chinas von der "Null-Covid"-Strategie zum Jahresende 2022 und die verstärkten Reiseaktivitäten von und nach China könnten zu einer neuen, ansteckenden Virusmutation führen, die sich auch in der restlichen Welt ausbreiten könnte. Das Ausmaß dieses Risikos ist nach wie vor nicht verlässlich quantifizierbar und könnte für die Geschäftstätigkeiten der SMS group Risiken mit sich bringen.
Sämtliche zuvor beschriebenen Risiken und Chancen, mit denen sich die SMS group konfrontiert sieht, unterliegen hinsichtlich ihrer Einflüsse auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns einer kontinuierlichen Kontrolle und Steuerung. Die Identifizierung und aktive Steuerung der unternehmerischen Risiken über ein umfassendes Risikomanagement- und Kontrollsystem sind integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Die klare Definition von Zielen und die Überwachung ihrer Erreichung auf Basis eines mehrstufigen Planungs- und Informationssystems bilden den Kern des Risikomanagementsystems. Die SMS group verfügt über geeignete Instrumente zur Risikoerkennung und -abwehr.
Die ersten Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022 waren geprägt durch den Ukraine-Krieg und der damit sukzessiven Verknappung der fossilen Energieträger aus Russland. Zudem kam es auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten zu preislichen Verwerfungen und starken Volatilitäten. Die zur Abfederung der steigenden Inflationstendenzen deutliche Erhöhung der Leitzinsen durch die Zentralbanken könnte zukünftig nachfragebremsend und wachstumshemmend wirken. Ebenso könnte die Abkehr Chinas von der "Null-Covid"-Strategie und die Gefahr des Entstehens von neuen Corona-Virusmutationen Risiken für die Geschäftstätigkeiten der SMS group mit sich bringen, die jedoch nicht verlässlich quantifizierbar sind. Gleichwohl sehen wir im Rahmen der Dekarbonisierung der Stahlindustrie hin zu ökonomisch nachhaltigem Wirtschaften Potenziale für die SMS group, die sich in einem hohen Projektvolumen zeigen.
Daneben genießt die Sicherung unserer Liquidität weiterhin oberste Priorität. Aufgrund unserer Liquiditätsreserven sowie Kreditzusagen der Banken sehen wir weiterhin keine Gefährdung für den Fortbestand der Unternehmensgruppe.
Aus heutiger Sicht ergeben sich aus den beschriebenen Risiken und unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit keine wesentlichen Risiken für die SMS group.
Der Internationale Währungsfond prognostiziert für 2023 ein mäßiges Weltwirtschaftswachstum von 2,7 %. Die Wachstumsprognosen von Industrienationen (1,1 %) im Vergleich zu den Schwellen- und Entwicklungsländern (3,7 %) divergieren stärker als zuvor. Insbesondere das Wirtschaftswachstum der Euro-Zone (0,5 %) wird durch hohe Energiepreise belastet und deutlich abgeschwächt. Wachstumsprognosen für das Jahr 2023 sind in Summe jedoch mit großer Unsicherheit behaftet und mit größeren Abwärtsrisiken verbunden. Eine besondere Rolle spielt hier die zukünftige Militarisierung der russischen Außenpolitik. Weitere Preisschocks für Energie und Rohstoffe, eine weltweite Verschärfung der Finanzierungsbedingungen, die Immobilienkrise in China und ein Wiederaufleben der Corona-Pandemie haben großen Einfluss auf die zukünftige Wirtschaftslage.
Das strukturelle Kernproblem der Stahlindustrie, die weltweiten Überkapazitäten, ist nach wie vor nicht gelöst und hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 verstärkt. Unsere Absatzmärkte werden, wie auch in 2022, weiterhin preislich hart umkämpft sein. Zudem fällt durch den Ukraine-Krieg auf unabsehbare Zeit der russische Markt als Absatzmöglichkeit weg und China als wichtiger Absatzmarkt steht aufgrund des Taiwan-Konfliktes vor einer ungewissen Zukunft.
Gleichwohl sehen wir bei der Transformation der Stahlindustrie hin zur Klimaneutralität weiterhin große Marktpotenziale, da diese als eine der größten CO 2-Emittenten vor großen strukturellen Veränderungen steht. Ein Ausdruck hiervon ist die Absichtserklärung von H2 Green Steel zum Bau des weltweit ersten klimaneutralen Stahlwerkes in Schweden mit einem Volumen von über einer Milliarde Euro. Dieses Projekt stellt den Wendepunkt hin zu einer CO 2-neutralen Stahlproduktion dar. Ein weiteres großes Dekarbonisierungs-Projekt über eine wasserstoffbetriebene Direktreduktionsanlage wurde nach dem Bilanzstichtag von einem großen deutschen Kunden ebenfalls an die SMS group vergeben.
Die Prognosen zur Entwicklung der Weltwirtschaft sind mit großer Unsicherheit behaftet, die maßgeblich von dem weiteren Verlauf des Ukraine-Krieges abhängen. Drohende Versorgungsengpässe aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei fossilen Energieträgern und Rohstoffen und deren Auswirkungen auf die Industrieproduktion sind aktuell nicht abschätzbar.
Trotz ökonomischer und handels- und geopolitischer Unsicherheiten blickt die SMS group positiv auf das neue Geschäftsjahr 2023. Ein hoher Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022, das stetig steigende Interesse an unseren Dekarbonisierungs-Lösungen, technische Innovationen in unseren CoE sowie in den neuen Geschäftsfeldern eröffnen der SMS group Wachstumspotenziale für das laufende Jahr 2023.
Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir daher mit einem deutlich höheren Auftragseingang, bezogen auf das Vorjahresniveau, sowie einem deutlichen Zuwachs im Umsatz, maßgeblich resultierend aus den hohen Auftragseingängen der Geschäftsjahre 2021 und 2022. Das Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) wird sich deutlich verbessern. In Bezug auf die Nettoliquidität erwarten wir einen leichten Anstieg aufgrund der erwarteten Anzahlungen und dem Anarbeitungsgrad der Aufträge. Die Anzahl der Beschäftigten wird sich in 2023 leicht erhöhen. Ursächlich für diesen gezielten Personalaufbau ist der hohe Auftragsbestand.
Düsseldorf, den 24. März 2023
SMS GmbH
Die Geschäftsführung
Burkhard Dahmen
Torsten Heising
Hans Ferkel
Michael Rzepczyk
Katja Windt
Wir haben den Konzernabschluss der SMS GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SMS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und |
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vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 24. März 2023
BDO
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Eckmann, Wirtschaftsprüfer
Zurhake, Wirtschaftsprüfer
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