Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 9523
Vorher
HEKUMA GmbHelexis Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
8.12.2000
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Sensor- und Regelungstechnik, qualitätssichernden Systemen sowie elektrotechnischen, elektromechanischen, elektrohydraulischen und mechanischen sowie hydraulischen Geräten und Anlagen für die Fertigungsautomatisierung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Menke
seit 2.2.2023
Prokura
Alexander Heck
seit 6.12.2022
Geschäftsführer
Matthias Dr. Irle
seit 13.11.2020
Prokura
Jürgen Simon
seit 6.8.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Roman Andreas Frost
seit 23.11.2017
Prokura
Uwe Wurster
seit 21.3.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
elexis AG
Germany
4.857.300 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SMS GmbH

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 der SMS GmbH, Düsseldorf ("SMS group")

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

T€ Anhang 2022 2021 rückwirkend angepasst
Umsatzerlöse (2.1) 3.138.867 2.558.568
Herstellungskosten des Umsatzes -2.572.025 -2.072.111
Bruttoergebnis vom Umsatz 566.842 486.457
Vertriebskosten -314.177 -280.517
Allgemeine Verwaltungskosten -152.213 -134.481
Sonstige Erträge (2.2) 165.600 98.952
Sonstige Aufwendungen (2.3) -225.814 -148.317
Betriebliches Ergebnis 40.238 22.094
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (3.4) -2.458 -869
Übriges Beteiligungsergebnis 972 -9.563
Beteiligungsergebnis (2.4) -1.486 -10.432
Ergebnis vor Zinsen und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBIT) 38.752 11.662
Finanzerträge 14.274 26.949
Finanzaufwendungen -34.125 -23.497
Finanzergebnis (2.5) -19.851 3.452
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) 18.901 15.114
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (2.6) -51.883 -11.255
Jahresfehlbetrag/-überschuss -32.982 3.859
Davon entfallen auf:
Anteile der Gesellschafter der SMS GmbH -33.517 -2.966
Nicht beherrschende Anteile 535 6.825

Konzerngesamtergebnisrechnung

T€ 2022 2021 rückwirkend angepasst
Jahresfehlbetrag/-überschuss -32.982 3.859
Unterschiede aus der Währungsumrechnung von ausländischen Tochterunternehmen (nach Steuern) 4.945 28.635
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig in das Jahresergebnis umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind 4.945 28.635
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 191.163 9.838
hierauf Steueraufwand (-) / Steuerertrag (+) -56.767 -1.571
Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die zukünftig nicht in das Jahresergebnis umgegliedert werden 134.396 8.267
Wertberichtigung latente Steuern/Sonstiges 45.462 7.918
Sonstiges Ergebnis 184.803 44.820
Gesamtergebnis 151.821 48.679
Davon entfallen auf: Anteile der Gesellschafter der SMS GmbH 151.167 41.291
Nicht beherrschende Anteile 654 7.388

Konzernbilanz

AKTIVA

(T€) Anhang 31.12.2022 31.12.2021 rückwirkend angepasst 01.01.2021 rückwirkend angepasst
Immaterielle Vermögenswerte (3.1) 322.040 323.511 334.452
Sachanlagen (3.2) 567.967 491.620 497.586
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (3.3) 523.000 523.900 505.467
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 9.388 5.460 4.011
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (3.4) 346.683 69.585 68.567
Sonstige Beteiligungen 47.999 45.114 38.980
Wertpapiere des Anlagevermögens 132.363 145.652 155.048
Aktive latente Steuern (2.6) 45.692 46.725 5.382
Sonstige langfristige Vermögenswerte (3.8) 14.223 11.323 12.052
Langfristige Vermögenswerte 2.009.355 1.662.890 1.621.546
Vorräte ohne kurzfristige Vertragsvermögenswerte 307.789 237.873 180.020
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte (3.7) 696.830 652.373 626.082
Vorräte (3.5) 1.004.619 890.246 806.102
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne kurzfristige Vertragsvermögenswerte 556.756 520.385 453.464
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte (3.7) 295.287 265.139 302.722
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3.6) 852.043 785.524 756.186
Forderungen aus Ertragsteuern 20.156 21.915 18.216
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (3.8) 204.702 142.417 217.042
Wertpapiere (3.9) 32.737 276.014 277.464
Flüssige Mittel (3.9) 829.342 896.244 741.570
Kurzfristige Vermögenswerte 2.943.599 3.012.360 2.816.580
Summe Aktiva 4.952.954 4.675.250 4.438.126

PASSIVA

(T€) Anhang 31.12.2022 31.12.2021 rückwirkend angepasst 01.01.2021 rückwirkend angepasst
Gezeichnetes Kapital 52.000 52.000 52.000
Kapitalrücklage 499.264 499.264 499.264
Gewinnrücklagen 209.692 35.920 120.697
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 19.200 14.374 -13.698
Eigenkapital der Gesellschafter der SMS GmbH 780.156 601.558 658.263
Nicht beherrschende Anteile 173.156 174.753 203.776
Eigenkapital (3.10) 953.312 776.311 862.039
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (3.11) 191.153 111.103 65.771
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (3.12) 572.704 768.671 787.063
Passive latente Steuern (2.6) 220.724 202.533 179.196
Sonstige langfristige Rückstellungen (3.14) 70.691 96.585 92.176
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (3.15) 4.925 10.578 3.520
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 1.060.197 1.189.470 1.127.726
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (3.11) 169.587 83.271 90.676
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3.13) 448.041 371.817 366.531
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 33.766 21.814 18.602
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten (3.7) 1.152.987 1.098.913 865.207
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (3.14) 925.971 957.380 957.304
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (3.15) 209.093 176.274 150.042
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 2.939.445 2.709.469 2.448.362
Summe Passiva 4.952.954 4.675.250 4.438.126

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiede aus der Währungsumrechnung
01.01.2021 (rückwirkend angepasst) 52.000 499.264 120.697 -13.698
Jahresüberschuss -2.966
Sonstiges Ergebnis 16.185 28.072
Gesamtergebnis 0 0 13.219 28.072
Ausschüttungen -1.983
Sonstige Veränderungen -96.013
31.12.2021 (rückwirkend angepasst) 52.000 499.264 35.920 14.374
Jahresfehlbetrag -33.517
Sonstiges Ergebnis 179.858 4.826
Gesamtergebnis 0 0 146.341 4.826
Ausschüttungen -1.483
Sonstige Veränderungen 28.914
31.12.2022 52.000 499.264 209.692 19.200
T€ Eigenkapital der Gesellschafter der SMS GmbH Nicht beherrschende Anteile Gesamt
01.01.2021 (rückwirkend angepasst) 658.263 203.776 862.039
Jahresüberschuss -2.966 6.825 3.859
Sonstiges Ergebnis 44.257 563 44.820
Gesamtergebnis 41.291 7.388 48.679
Ausschüttungen -1.983 -1.562 -3.545
Sonstige Veränderungen -96.013 -34.847 -130.860
31.12.2021 (rückwirkend angepasst) 601.558 174.753 776.311
Jahresfehlbetrag -33.517 535 -32.982
Sonstiges Ergebnis 184.684 119 184.803
Gesamtergebnis 151.167 654 151.821
Ausschüttungen -1.483 -1.021 -2.504
Sonstige Veränderungen 28.914 -1.230 27.684
31.12.2022 780.156 173.156 953.312

Konzernkapitalflussrechnung

T€ 2022 2021 rückwirkend angepasst
Ergebnis vor Zinsen und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBIT) 38.752 11.662
Auszahlungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -32.522 -20.114
Abschreibungen/Zuschreibungen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens 68.981 80.263
Ergebnis aus der Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -1.730 -18.433
Veränderung der Pensionsrückstellungen -17.212 -17.374
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 2.458 869
Erhaltene Dividenden von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -6.450 3.203
Veränderung der Vorräte -112.975 -61.871
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -60.888 -19.442
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117.260 -3.075
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen 11.938 216.032
Veränderung der sonstigen Rückstellungen -52.187 -2.516
Ergebnis aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Beteiligungen und Wertpapieren des Anlagevermögens -1.399 6.694
Sonstige Veränderungen des Nettoumlaufvermögens -46.072 120.661
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit -92.046 296.559
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -127.768 -70.287
Investitionen in sonstige Unternehmensbeteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens -286.371 -39.279
Verkauf/Erwerb von konsolidierten Tochterunternehmen -2.345 -73.210
Erlöse aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 5.830 3.048
Erlöse aus Abgängen von Beteiligungen und Wertpapieren des Anlagevermögens 21.333 29.289
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt -1.127 -1.017
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -390.448 -151.456
Gezahlte Dividenden -1.487 -1.983
Aufnahme/Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 187.172 69.355
Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens 244.618 2.711
Zinsein- und -auszahlungen sowie Dividenden aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -2.474 19.200
Zinsanteil von Zahlungen i. Z. m. Finanzierungsleasing -1.900 -1.269
Tilgungsanteil von Leasingzahlungen -16.302 -14.265
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 409.627 73.749
Zahlungsbedingte Veränderung der flüssigen Mittel -72.866 218.852
Wechselkursbedingte Veränderungen -29.247 14.744
Veränderung Konsolidierungskreis/sonstiges 35.212 -78.921
Zahlungsunwirksame Veränderungen der flüssigen Mittel 5.965 -64.177
Veränderung der flüssigen Mittel -66.902 154.674
Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres 896.244 741.570
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres 829.342 896.244
Überleitung auf die als interne Steuerungsgröße verwendete Nettoliquidität
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres 829.342 896.244
Wertpapiere des Umlaufvermögens am Ende des Geschäftsjahres 32.737 276.014
Finanzverbindlichkeiten am Ende des Geschäftsjahres -360.741 -194.374
Nettoliquidität (Finanzsaldo) 501.338 977.884

Konzernanhang

1 Grundlagen des Konzernabschlusses

1.1 Allgemeine Grundlagen

Die SMS GmbH (SMS group), Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf, HRB 49121) hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften in Euro aufgestellt. Er entspricht auch den bis zum Bilanzstichtag verpflichtend in Kraft getretenen IFRS des IASB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro (€), der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahresbeträge sind, sofern nicht anders vermerkt, in T€ angegeben. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 24. März 2023 von der Geschäftsführung genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

1.2 Im Berichtsjahr erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Änderungen an IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse)

IFRS 3 bezieht sich nach Überarbeitung nun explizit auf das überarbeitete IFRS Rahmenkonzept aus dem Jahr 2018. Damit wird klargestellt, ein Erwerber hat im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses bei der Beurteilung des Ansatzes von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten IAS 37 oder IFRIC 21 anzuwenden. Darüber hinaus wird der Standardtext von IFRS 3 um ein Ansatzverbot für im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Eventualforderungen ergänzt.

Änderungen an IAS 16 (Sachanlagen)

Die Änderung betrifft die Erfassung von Erträgen aus der Veräußerung sowie der Herstellungskosten von Gütern, die produziert werden, während eine Sachanlage an den vom Management beabsichtigten Standort bzw. in den beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird. Bisher war in IAS 16 nicht eindeutig geregelt, ob diese direkt erfolgswirksam zu erfassen oder mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der entsprechenden Sachanlage zu verrechnen sind. Als Folge der Änderung wird die Verrechnung mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nun explizit verboten. Stattdessen erfasst ein Unternehmen die Erträge aus derartigen Veräußerungen von Gütern und die Herstellungskosten dieser Güter direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung. Kosten für Testläufe, mit denen überprüft wird, ob die Sachanlage ordnungsgemäß funktioniert, stellen weiterhin ein Beispiel für direkt zurechenbare Kosten dar.

Änderungen an IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen)

Durch die Änderungen an IAS 37 wird die Definition jener Kosten, die zur Erfüllung eines Vertrages erforderlich sind, konkretisiert. Mit der Änderung an IAS 37 wird klargestellt, dass sich die Kosten der Vertragserfüllung aus den Kosten zusammensetzen, die sich direkt auf den Vertrag beziehen: inkrementelle Kosten der Vertragserfüllung (z. B. Lohneinzelkosten, Materialeinzelkosten) sowie eine Verrechnung anderer, der Erfüllung des Vertrags direkt zurechenbaren Kosten (z. B. die Zuweisung der anteiligen Abschreibungen für einen Posten des Sachanlagevermögens, der bei der Erfüllung mehrerer Verträge verwendet wird). Dagegen sind Kosten, die nicht direkt mit der Vertragserfüllung zusammenhängen, nicht bei der Identifikation eines belastenden Vertrages zu berücksichtigen.

Annual Improvements 2018-2020

Neben diesen Änderungen wurden im Rahmen der Annual Improvements 2018-2020 noch Verbesserungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 vorgenommen, die ebenfalls ab dem 01.01.2022 anwendbar sind.

Änderungen an IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards)

Nach IFRS 1.D16(a) wird es einem Tochterunternehmen zum Zeitpunkt seiner IFRS-Erstanwendung gestattet, im Rahmen der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden jeweils die vom Mutterunternehmen verwendeten Beträge unverändert zu übernehmen, nun inklusive des Eigenkapitals und seiner Bestandteile.

Änderungen an IFRS 9 (Finanzinstrumente)

Die Anpassung des IFRS 9 stellt klar, welche Gebühren in den 10%-Test bei Umschuldung oder Modifizierung der Vertragskonditionen eines Schuldinstruments einzubeziehen sind. Demnach sind nur solche Gebühren zu berücksichtigen, die direkt zwischen den beiden Vertragsparteien (z. B. Kreditnehmer und Kreditgeber) gezahlt bzw. vereinnahmt werden. Hingegen sind Gebühren dritter Parteien (z. B. Vermittlungsgebühren, die an einen Agenten gezahlt werden) nicht zu berücksichtigen.

Änderung eines Beispiels zu IFRS 16 (Leasingverhältnisse)

Aus dem erläuternden Beispiel Nummer 13 zu IFRS 16 wurden Zahlungen des Leasinggebers an den Leasingnehmer i.Z.m. Mietereinbauten entfernt, um mögliche Irritationen zu verhindern, da diese Zahlungen nicht die Definition von Leasinganreizen erfüllen.

Die im Berichtsjahr erstmals anwendbaren neuen bzw. überarbeiteten Standards und Interpretationen haben unwesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gehabt.

1.3 Neu herausgegebene und noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat die nachfolgend dargestellten Standards, Interpretationen und Änderungen herausgegeben, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. deren Anwendung noch die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") erfordern:

Standard/Interpretation Titel Anzuwenden ab Geschäftsjahr
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023
IFRS 10 / IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture Erstanwendung auf unbestimmte Zeit verschoben
IAS 1 Leitlinien für die Anwendung von Wesentlichkeitsbeurteilungen / Darstellung des Abschlusses - Ausweis von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 1. Januar 2024 (EU Endorsement ausstehend)
IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von Rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler 01.01.2023
IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen 01.01.2023
IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einer Sale- und Lease Back-Transaktion 1. Januar 2024 (EU Endorsement ausstehend)

Die SMS group plant nicht, eine der oben genannten Vorschriften vorzeitig anzuwenden.

Diese Änderungen werden keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

1.4 Erläuterungen zum Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss der SMS GmbH umfasst die Einzelabschlüsse der SMS GmbH, Düsseldorf, und der von ihr beherrschten in- und ausländischen Tochterunternehmen sowie strukturierte Unternehmen, bei denen die SMS GmbH die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.

In den Konzernabschluss wurden folgende Gesellschaften einbezogen:

31.12.2022 31.12.2021
SMS GmbH und vollkonsolidierte Gesellschaften
Inland 25 24
Ausland 63 67
Summe vollkonsolidierte Gesellschaften 88 91
Gesellschaften, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Inland 2 2
Ausland 5 5
Summe Gesellschaften, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 7 7

Gegenüber dem Vorjahr wurde eine Gesellschaft erworben, eine Gesellschaft erstkonsolidiert, eine Gesellschaft wurde innerhalb des Konsolidierungskreises verschmolzen, eine Gesellschaft wurde veräußert, zwei Gesellschaften wurden aus Wesentlichkeitsgründen entkonsolidiert und eine Gesellschaft wurde liquidiert.

Die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind einzeln und insgesamt für das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SMS group von untergeordneter Bedeutung.

Neben diesem Konzernabschluss der SMS GmbH, Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf, HRB 49121) bildet der Konzernabschluss der Siemag Weiss GmbH & Co. KG, Hilchenbach-Dahlbruch (Amtsgericht Siegen, HRA 5230) den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen. Die Offenlegung der Konzernabschlüsse erfolgt im Bundesanzeiger.

Die Aufstellung über den Beteiligungsbesitz der SMS GmbH im Sinne von § 313 Abs. 2 HGB ist am Ende dieses Konzernanhangs aufgeführt.

1.5 Angaben zu Tochterunternehmen

1.5.1 Nicht beherrschende Anteile

Von den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter entfallen die Wesentlichen auf die Mitgesellschafter der folgenden Tochterunternehmen:

Beteiligung
in %
zugewiesener Gewinn/Verlust der Berichtsperiode
Name Geschäftssitz 2022 2021 2022 2021
T€ T€
Paul Wurth Real Estate S.A. Luxembourg / LU 59,19 59,19 646 6.071
Nicht beherrschende Anteile einzeln unwesentlicher Gesellschaften -111 754
Gesamtsumme nicht beherrschender Anteile 535 6.825
Dividende an nicht beherrschende Gesellschafter Kumulierter Anteil nicht beherrschende Gesellschafter
Name 2022
T€
2021
T€
2022
T€
2021
T€
Paul Wurth Real Estate S.A. 0 0 162.463 163.109
Nicht beherrschende Anteile einzeln unwesentlicher Gesellschaften -1.021 -1.562 10.693 11.644
Gesamtsumme nicht beherrschender Anteile -1.021 -1.562 173.156 174.753

Zusammengefasste Finanzinformationen:

T€ Paul Wurth Real Estate S.A.
31.12.2022 31.12.2021
Kurzfristige Vermögenswerte 865 2.320
Langfristige Vermögenswerte ohne Goodwill 523.044 524.023
523.909 526.343
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.232 1.468
Langfristige Verbindlichkeiten 124.529 124.961
125.761 126.429
Netto-Reinvermögen 398.148 399.914
Umsatzerlöse 570 302
Ergebnis nach Steuern (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) -1.668 14.938
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis -1.668 14.938

1.5.2 Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Die SMS group hält die Mehrheit der Anteile an zehn in Luxemburg ansässigen Immobilienzweckgesellschaften. Geschäftszweck dieser Immobiliengesellschaften ist die privatrechtliche Errichtung und Finanzierung von öffentlichen Gebäuden für den Luxemburger Staat. Die Gebäude werden langfristig an den Luxemburger Staat vermietet und fallen nach Ablauf der vertraglich geregelten Mietdauer automatisch an den Staat zurück. Sämtliche aus der Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaften während der Bau-, Vermietungs- und Liquidationsphase künftig entstehenden Chancen und Risiken liegen aufgrund entsprechender vertraglicher Regelungen beim Luxemburger Staat. Die SMS group hat keinen Einfluss auf die finanzielle oder operative Ausrichtung dieser Gesellschaften. Im Verlustfall besteht keine Nachschusspflicht. Eine Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss unterbleibt aus diesen Gründen.

Es bestehen keine darüber hinausgehenden Garantien oder ähnliche Verpflichtungen des Konzerns gegenüber diesen Gesellschaften.

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Landeswährung Beteiligungsbuchwert
T€
Immobilière Justicia 2026 S.à r.l. LU 100,00 EUR 100
Immobilère Tudor S.à r.l. LU 100,00 EUR 13
Immobilière Cité Judiciaire 2025 S.à r.l. LU 100,00 EUR 13
Immobilière Dräi Eechelen S.à r.l. LU 100,00 EUR 13
Dräi Eechelen S.C.I. LU 100,00 EUR 0
Immobilière Campus S.à r.l. LU 100,00 EUR 12
Immobilière Ecole Européenne Betrange/Mamer S.à r.l. LU 100,00 EUR 17
Immobilière CPE Bertrange/Mamer S.à r.l. LU 100,00 EUR 13
Immobilière Justicia Tour III S.à r.l. LU 100,00 EUR 50
Immobilière Jean Monnet 2 S.à r.l. LU 100,00 EUR 100
Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital
1.000 (LW)
Jahresergebnis
1.000 (LW)
Geschäftsjahr
Immobilière Justicia 2026 S.à r.l. 99 -2 2021
Immobilère Tudor S.à r.l. 8 -2 2021
Immobilière Cité Judiciaire 2025 S.à r.l. 7 -2 2021
Immobilière Dräi Eechelen S.à r.l. 7 -1 2021
Dräi Eechelen S.C.I. 0 0 2021
Immobilière Campus S.à r.l. 21 0 2021
Immobilière Ecole Européenne Betrange/Mamer S.à r.l. 13 -1 2021
Immobilière CPE Bertrange/Mamer S.à r.l. 15 -1 2021
Immobilière Justicia Tour III S.à r.l. 48 0 2021
Immobilière Jean Monnet 2 S.à r.l. 98 0 2021

1.6 Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der SMS GmbH basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der einbezogenen Gesellschaften. Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den gleichen Stichtag, den 31. Dezember 2022, aufgestellt. Tochterunternehmen mit abweichenden Geschäftsjahren wurden auf Basis von Zwischenabschlüssen einbezogen.

1.6.1 Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Zwischenergebniseliminierung

Die Zwischenergebnisse aus internen Lieferungen und Leistungen von Vorräten und von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern berechnet.

1.6.2 Kapitalkonsolidierung
1.6.2.1 Tochterunternehmen

Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen (seine Tochterunternehmen). Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie:

Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann,

schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und

die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Die Gesellschaft nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.

Wenn die Gesellschaft keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Gesellschaft alle Tatsachen und Umstände, darunter:

den Umfang der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang und zur Verteilung der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber;

potentielle Stimmrechte der Gesellschaft, anderer Stimmrechtsinhaber und anderer Parteien;

Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen und

weitere Tatsachen und Umstände, die darauf hinweisen, dass die Gesellschaft die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten, zu denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter Berücksichtigung des Abstimmungsverhaltens bei früheren Haupt- bzw. Gesellschafterversammlungen zu bestimmen.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Beherrschung endet. Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Die nicht beherrschbaren Anteile am erworbenen Unternehmen werden ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert erfasst.

Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.

Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden im Rahmen von IFRS 9 bewertet und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Ein aus einem Unternehmenserwerb resultierender Goodwill repräsentiert den Betrag, um den die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens, assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbsstichtag übersteigen. Der Goodwill wird als immaterieller Vermögenswert bilanziert und mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen, sofern nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise bestehen oder Ereignisse eintreten, die eine Wertminderung vermuten lassen.

Goodwills, die aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten.

Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Goodwills bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung zu gewährleisten.

1.6.2.2 Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

1.6.2.3 Veräußerung von Tochterunternehmen

Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird.

Sofern die Gesellschaft Anteile an dem bisherigen Tochterunternehmen zurückbehält, werden diese mit dem zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung festgestellten beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser Wert stellt die Anschaffungskosten der Anteile dar, die abhängig vom Grad der Beherrschung in der Folge für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 oder nach den Vorschriften für assoziierte oder Gemeinschaftsunternehmen bewertet werden.

1.6.2.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Nach der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen bilanziert, bei denen die SMS group in der Regel aufgrund eines Beteiligungsbesitzes zwischen 20% und 50% einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden einschließlich außerplanmäßiger Abschreibungen eines Geschäfts- oder Firmenwerts in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen berücksichtigt.

Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als "Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

1.7 Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss der SMS group werden die Abschlüsse von Gesellschaften aus Ländern außerhalb des Euroraums grundsätzlich nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Da die Tochterunternehmen wirtschaftlich selbstständig sind, erfolgt die Umrechnung der Posten der Bilanz zum Kurs am Bilanzstichtag und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt.

Bei der Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs werden alle im Eigenkapital angesammelten Umrechnungsdifferenzen, die der SMS group aus dem Geschäftsbetrieb zuzurechnen sind, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Werden dagegen nur Teile eines Tochterunternehmens, das einen ausländischen Geschäftsbetrieb einschließt, veräußert, ohne dass es zu einem Verlust der Beherrschung kommt, wird der Anteil an der Umrechnungsdifferenz, der auf den veräußerten Anteil entfällt, an dem Veräußerungszeitpunkt den nicht beherrschenden Anteilen zugerechnet.

Ein aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Goodwill sowie die Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Resultierende Umrechnungsdifferenzen werden in den direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst.

In der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sowie im Rückstellungsspiegel werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Posten zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet; der Unterschied aufgrund von Wechselkursänderungen wird als Währungsanpassung gesondert gezeigt.

Die Wechselkurse der für die SMS group relevanten Währungen haben sich wie folgt verändert:

Stichtagskurs 1
Durchschnittskurs 1
31.12.2022 31.12.2021 2022 2021
USD (USA) 1,0674 1,1372 1,0545 1,1805
GBP (Großbritannien) 0,8867 0,8402 0,8528 0,8605
INR (Indien) 88,3259 84,4200 82,6342 87,3644
CHF (Schweiz) 0,9877 1,0364 1,0037 1,0810
ZAR (Südafrika) 18,1516 18,1462 17,2501 17,5695
CNY (China) 7,4224 7,2499 7,0837 7,6228
CAD (Kanada) 1,4451 1,4377 1,3704 1,4830
BRL (Brasilien) 5,6425 6,3357 5,4301 6,3444
JPY (Japan) 140,8208 130,9145 137,8320 129,8811
RON (Rumänien) 4,9460 4,9485 4,9324 4,9219
RUB (Russland) 77,9165 85,3582 73,7648 87,1226
CZK (Tschechien) 24,1547 24,8956 24,5813 25,6774
KRW (Südkorea) 1.349,6641 1.352,3013 1.241,5842 1.349,7110
TWD (Taiwan) 32,7975 31,4777 31,3246 32,9766
MYR (Malaysia) 4,7022 4,7410 4,6287 4,8872
TRY (Türkei) 19,9737 15,0709 17,2874 10,5398
IDR (Indonesien) 16.629,3130 16.222,1575 14.299,2641 16.937,5309
BHD (Bahrain) 0,4024 0,4288 0,3975 0,4451

1.8 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1.8.1 Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer von überwiegend 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte, die im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden gemäß IFRS 3 mit ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben.

Der aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. erforderlicher Wertminderungen bilanziert und in der Konzernbilanz unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Wertansatz von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Gruppen von zahlungsmittelngenerierenden Einheiten, denen Goodwill zugeordnet ist, wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Zudem werden immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und Goodwill tragende Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft.

Entwicklungskosten werden grundsätzlich nicht aktiviert, da Neuentwicklungen erst in der praktischen Erprobungsphase ihre künftige wirtschaftliche Nutzbarkeit manifestieren. Aufgrund der andersartigen Abläufe der Produktentwicklung der elexis AG können bei dieser die angefallenen Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert werden, soweit die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung zur Nutzung oder zum Verkauf sichergestellt ist, der künftige wirtschaftliche Vorteil aus der Nutzung des Vermögenswertes wahrscheinlich ist und die Ausgaben während der Entwicklung verlässlich bewertet werden können. Die aktivierten Herstellungskosten umfassen in diesen Fällen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte werden ab ihrer Fertigstellung planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben.

1.8.2 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert, vermindert um planmäßige und notwendige außerplanmäßige Abschreibungen. Anschaffungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst.

Die Sachanlagen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Für die Sachanlagen werden im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Gebäude und Grundstückseinrichtungen: 8 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 5 - 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 - 15 Jahre

Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn sowohl der Veräußerungswert als auch der Nutzungswert des betroffenen Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken sind. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist.

1.8.3 Leasing

Der Konzern mietet verschiedene Immobilien, Anlagen und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 1 bis 4 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen haben. Die Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen, jedoch dürfen geleaste Vermögenswerte nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet werden.

Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht und entsprechende Verbindlichkeit bilanziert. Jede Leasingrate wird in Tilgungs- und Finanzierungsaufwendungen aufgeteilt. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben.

Vermögenswerte und Schulden aus Leasingverhältnissen werden bei Erstansatz zu Barwerten erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:

feste Zahlungen einschließlich de facto fester (in-substance fixed) Zahlungen, abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize (lease incentives);

variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind;

erwartete Restwertzahlungen aus Restwertgarantien des Leasingnehmers;

der Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung durch den Leasingnehmer hinreichend sicher (reasonably certain) ist und

Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Leasingnehmer eine Kündigungsoption wahrnehmen wird.

Leasingzahlungen werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers.

Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:

der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit;

sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich aller etwaig erhaltener Leasinganreize;

alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und

geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts, an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen.

Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert sind beispielsweise IT-Ausstattung und kleinere Büromöbel.

1.8.4 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht selbst genutzt oder zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gehalten werden. Zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zählen unbebaute Grundstücke, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Bauten und Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden nach der Neubewertungsmethode zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value Modell) bewertet. Diese Vermögenswerte werden unter einem eigenen Bilanzposten ausgewiesen.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfolgt auf Grundlage der Discounted Cash Flow-Methode (DCF-Methode). Der Detailplanungszeitraum bei dieser DCF-Bewertung erstreckt sich über zwölf Jahre. Die prognostizierten Erlöse der einzelnen Teilprojekte (Slots) sind zeitlich gestaffelt und die Verkaufserlöse der einzelnen Teilprojekte sind jeweils zum erwarteten Verwertungszeitpunkt angesetzt. Durch den Kapitalisierungszinssatz wird anschließend im Rahmen der DCF-Bewertung der entsprechende Barwert ermittelt. Zukünftige Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundstücks werden in dem jeweiligen Periodenergebnis erfasst und können somit die Ertragslage der SMS group beeinflussen.

Im Rahmen der Bewertung erfolgt eine Einteilung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die nutzungsartabhängigen Klassen:

Neubau, hoher Standard

Neubau, mittlerer Standard

Neubau, erschwinglicher Wohnungsbau

Garagen und Stellplätze

Gewerbeimmobilien

Die der Bewertung zugrunde gelegten, durchschnittlichen Verkaufserlöse orientieren sich an der späteren Nutzung der Teilprojekte. Es wurden drei Kategorien für den Neubau mit entsprechenden Verkaufserlösen festgelegt (hoher Standard: 13.500 €/m 2, mittlerer Standard: 11.500 €/m 2 und erschwinglicher Wohnungsbau: 7.000 €/m 2). Bei den Garagen und Stellplätzen wurde ein Erlös von 70.000 €/Stück angenommen. Für die Gewerbeimmobilien wurden die Verkaufserlöse mittels eines Mietmultiplikators auf Basis der jährlichen prognostizierten Mieteinnahmen ermittelt. Zusätzlich wurde im Detailplanungszeitraum für Verkaufserlöse der Teilprojekte und die Mieterlöse aus den Gewerbeimmobilien ein jährlicher Steigerungssatz angesetzt, der sich zwischen 1,9% und 2,5% bewegt. Analog wurde im Betrachtungszeitraum bei den Entwicklungs- und Erschließungskosten eine Dynamik unterstellt. Die angesetzten Kostensteigerungen liegen in einer Bandbreite von 3,3% bis 4,3% pro Jahr. Diese gegenüber dem Vorjahr deutliche Erhöhung ist vor allem durch die gestiegene Inflation im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 begründet sowie eine auch für das Jahr 2023 prognostizierte hohe Inflationsrate.

Langfristig orientiert sich die Steigerung aber weiterhin an der mittelfristig erwarteten Entwicklung der Verbraucherpreise, so liegt zum Beispiel das mittel- bis langfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank, trotz des aktuellen steigenden Preisniveaus, weiterhin bei 2%.

Wesentliche Parameter für Bewertung Grundstück Luxemburg 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020 01.01.2020
Bauland in m 2 55.337 55.337 55.337 56.091
Verwertbare Fläche in m 2 138.986 138.986 138.986 139.091
Anzahl Garagen und Stellplätze 1.556 1.556 1.556 1.823
Projektstart 2022 2020 2020 2019
Haltedauer in Jahren 12 12 12 12
Ausstiegsdatum 2031 2031 2031 2031
Ø-Kostensteigerung p.a. 3,3% - 4,3% 1,6% - 2,0% 1,6% - 2,0% 1,6% - 2,0%
Ø-Mietentwicklung p.a. 1,9% - 2,5% 1,9% - 3,0% 1,9% - 3,0% 1,9% - 3,0%
Kapitalisierungszinssatz 4,5% 4,0% 4,0% 4,0%
Mietmultiplikator 26 25 25 25
Ø-Mieteinnahme pro m 2 35 - 38 35 35 35
Verkaufserlös (Neubau hoher Standard) T€/m 2 13,5 11,8 11,8 10,9
Verkaufserlös (Neubau mittlerer Standard) T€/m 2 11,5 9,9 9,9 9,5
Verkaufserlös (Neubau erschwinglicher Wohnungsbau) T€/m 2 7,0 6,7 6,7 6,4
Verkaufserlös (Stellplätze unterirdisch) T€/Stück 70 70 70 70

1.8.5 Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen sind nach IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Die Anschaffungskosten der Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen stellen eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwertes dar, da die Gesellschaften in der Regel ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Wertminderungen werden durch entsprechende Abschreibungen berücksichtigt.

Bei den sonstigen Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um nicht notierte Anteile, für die keine Marktwerte verfügbar sind. Die beizulegenden Zeitwerte der Gesellschaften unterliegen keinen starken Schwankungen.

1.8.6 Originäre Finanzinstrumente

Zu den Finanzinstrumenten gehören originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzforderungen und -verbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente.

Der Bestand der originären und derivativen Finanzinstrumente ist aus der entsprechenden Anhangangabe ersichtlich.

Finanzinstrumente werden mit erstmaliger Anwendung des IFRS 9 in die Kategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten", "Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert" oder "Ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert" eingeordnet.

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei ihrer Erstbewertung grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Sofern keine signifikante Finanzierungskomponente vorliegt, werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu deren Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet. Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind die direkten Transaktionskosten im Buchwert enthalten. Die Folgebewertung ist abhängig von der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien:

Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wenn sie im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung darin besteht, die Vermögenswerte zu halten und die vertraglichen Cashflows, ausschließlich bestehend aus Tilgungs- und Zinszahlungen, zu vereinnahmen. Soweit es sich nicht um kurzfristige Vermögenswerte handelt und der Effekt der Aufzinsung nicht unwesentlich ist, erfolgt der Ansatz unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

Finanzielle Vermögenswerte, die keiner der beiden oben genannten Kategorien zugeordnet werden können, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Kategorie trifft insbesondere auf Eigenkapitalinstrumente und Derivate zu.

Nach dem Wertminderungsmodell des IFRS 9 werden für sämtliche Vermögenswerte die erwarteten Verluste für einen 12-Monats-Zeitraum nach dem Stichtag ermittelt. Sofern seit dem erstmaligen Ansatz eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos oder ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt, sind die erwarteten Kreditverluste über die Laufzeit zu erfassen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind dabei grundsätzlich die erwarteten Kreditverluste über die Laufzeit zu ermitteln.

Die Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt mit Ausnahme der Derivate zu fortgeführten Anschaffungskosten.

1.8.7 Derivative Finanzinstrumente

Ein derivatives Finanzinstrument ist ein Finanzinstrument, dessen Wert sich in Abhängigkeit von einer Bezugsgröße ändert, das in der Regel keine oder nur geringe Anschaffungskosten erfordert und das zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird.

Derivativgeschäfte werden in der SMS group grundsätzlich nur zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft und aus Finanzierungstransaktionen eingesetzt. Die SMS group verfolgt eine Politik der nahezu 100%-igen Absicherung von Wechselkursrisiken. Dabei kommen derzeit fast ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz.

Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. In diesem Zusammenhang werden bei Fair Value Hedges (Wertsicherungsgeschäft) die Marktwertveränderungen des Sicherungsgeschäftes und die des dazugehörigen Grundgeschäfts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam erfasst.

Als Marktwerte sind die Rückkaufwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung entsprechend gegenläufiger Entwicklungen aus den gesicherten Grundgeschäften angegeben. Sie sind auf Basis quotierter Preise oder mit Hilfe von standardisierten Verfahren ermittelt. Der erstmalige Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Settlement Date.

1.8.8 Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Rohstoffe und Handelswaren werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet.

Kurzfristige Aufträge werden nach der Methode der Umsatzrealisierung nach Fertigstellung und Abnahme (completed contract method) erfasst. Langfristige, kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IFRS 15 nach der Methode der Umsatzrealisierung nach Leistungsfortschritt (percentage of completion method) erfasst. Sie werden auf der Grundlage der vereinbarten Auftragserlöse und der für den erreichten Grad der Fertigstellung angefallenen Kosten in den Umsatzerlösen und, nach Abzug erhaltener Kundenanzahlungen, in den Vertragsvermögenswerten ausgewiesen. Der Leistungsfortschritt wird in Abhängigkeit von den jeweiligen Besonderheiten der kundenspezifischen Fertigungsaufträge anhand der bislang angefallenen Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten ermittelt (cost to cost method).

Decken die vereinbarten Auftragserlöse nicht die voraussichtlichen Gesamtkosten ab, erfolgt zunächst eine entsprechende Wertberichtigung der aktivierten Vorräte bzw. der als Vertragsvermögenswerte ausgewiesenen poc-Forderungen. In einem zweiten Schritt erfolgt im Bedarfsfall die Bildung entsprechender Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zu deren Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Nicht kursgesicherte Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen werden abgezinst, sofern die Zeitspanne zwischen Übertragung der Verfügungsgewalt bzw. der Dienstleistung und der Bezahlung durch den Kunden länger als 1 Jahr beträgt. Die Wertminderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 nach dem vereinfachten Modell für die Bewertung von erwarteten Ausfallrisiken ermittelt.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteueranteil ausgewiesen.

Vertragskosten, die in direktem Zusammenhang mit langfristigen Aufträgen entstehen, werden in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten aktiviert und über die voraussichtliche Laufzeit des Vertrags erfolgswirksam aufgelöst. Diese direkten Kosten betreffen ausschließlich auftragsbezogene Provisionen an Dritte, welche ohne den Auftrag nicht angefallen wären. Sofern die Vertragskosten bei kurzfristigen Kundenverträgen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr entstehen, werden diese sofort als Aufwand erfasst.

1.8.9 Wertaufholungen

Wertaufholungen für lang- und kurzfristige Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, werden vorgenommen, wenn die Gründe für eine in früheren Jahren erfolgte außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.

1.8.10 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden für jeden leistungsorientierten Plan separat und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) ermittelt. Von der so ermittelten Bruttopensionsverpflichtung wird das Planvermögen mit seinem beizulegenden Zeitwert abgezogen. Hieraus ergibt sich die anzusetzende Nettoschuld beziehungsweise der anzusetzende Nettovermögenswert.

Der Nettozinsaufwand/-ertrag bestimmt sich durch Multiplikation der Nettoschuld (des Nettovermögenswertes) zu Periodenbeginn mit dem der Diskontierung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung am Periodenbeginn zugrundeliegenden Zinssatz.

Der Diskontierungszinssatz wird auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am jeweiligen Stichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Währung und Laufzeit der zugrundegelegten Anleihen stimmen mit der Währung und den voraussichtlichen Fristigkeiten der nach Beendigung der Arbeitsverhältnisse zu erfüllenden Versorgungsverpflichtungen überein.

Resultiert aus dem Abzug des Planvermögens von der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung eine Überdotierung, beschränkt sich der Ansatz des Nettovermögenswertes der Höhe nach auf den Barwert der mit dem Planvermögensüberschuss verbundenen wirtschaftlichen Vorteile, zum Beispiel in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder aufgrund geminderter künftiger Beitragszahlungen, sofern die Gesellschaft Verfügungsmacht über diese wirtschaftlichen Vorteile hat. Verfügungsmacht ist gegeben, wenn die Gesellschaft den Nutzen aus den wirtschaftlichen Vorteilen innerhalb der Laufzeit des Pensionsplans oder bei Erfüllung der Planschulden realisieren kann.

Im Rahmen der Ermittlung des Barwertes der mit dem Planvermögensüberschuss verbundenen wirtschaftlichen Vorteile werden etwaig bestehende Mindestdotierungsverpflichtungen berücksichtigt.

Die Neubewertungskomponente umfasst zum einen die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Bruttopensionsverpflichtung und zum anderen den Unterschied zwischen tatsächlich realisierter Planvermögensrendite und der zu Periodenbeginn typisierend angenommenen Rendite. Im Falle einer Überdotierung des Plans enthält die Neubewertungskomponente darüber hinaus die Veränderung des Nettovermögenswertes aus der Anwendung der Obergrenze (asset ceiling), soweit diese nicht in der Nettozinskomponente berücksichtigt wurde.

Sämtliche Neubewertungseffekte werden sofort im sonstigen Ergebnis erfasst, wohingegen die übrigen Komponenten des Nettopensionsaufwands (Dienstzeit- und Nettozinskomponente) in der Gewinn- und Verlustrechnung Berücksichtigung finden.

Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge einer Planänderung oder Plankürzung, werden die hieraus resultierenden Effekte als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich in dem Zeitpunkt, in dem die Planänderung oder Plankürzung eintritt.

Auch die aus einer Abgeltung resultierenden Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Abgeltung eintritt. Der Abgeltungsgewinn oder -verlust ergibt sich als Differenz zwischen dem zum Erfüllungstag ermittelten Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der Abgeltungszahlung unter Berücksichtigung der Übertragung von Planvermögen und solcher Zahlungen, die direkt vom Unternehmen in Verbindung mit der Abgeltung vorgenommen werden.

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die sie zu den Beträgen berechtigen.

1.8.11 Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Rückstellungen, die einen Zinsanteil enthalten, werden abgezinst. Rückstellungen für Gewährleistung werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Dem durch die Anwendung von IFRS 15 (percentage of completion method) erhöhten Unwägbarkeitsrisiko für ungeplante Mehrkosten wird durch die kalkulatorische auftragsbezogene Bildung einer erfahrungsbasierten Risikovorsorge auf Basis des so verumsatzten Auftragsvolumens Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr wurde eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Bezug auf die Ermittlung der erfahrungsbasierten Risikovorsorge vorgenommen. Der Grund für die Änderung ist die bessere Darstellung der tatsächlichen Vermögens- und Ertragslage des Konzerns. Die Änderung erfolgte gemäß IAS 8.19 retrospektiv und erfolgsneutral zum 1. Januar 2021. Nachfolgend werden die wesentlichen Effekte auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Konzernbilanz dargestellt.

1. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung

geänderte Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2021
(in T€)
wie ursprünglich ausgewiesen Anpassung IAS 8 rückwirkend angepasst
Umsatzerlöse 2.558.568 0 2.558.568
Herstellungskosten des Umsatzes -2.000.702 -71.409 -2.072.111
Bruttoergebnis vom Umsatz 557.866 -71.409 486.457
Betriebliches Ergebnis 93.503 -71.409 22.094
Ergebnis vor Zinsen und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBIT) 83.071 -71.409 11.662
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) 86.523 -71.409 15.114
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -25.124 13.869 -11.255
Jahresfehlbetrag/-überschuss 61.399 -57.540 3.859
geänderte Darstellung in der Konzerngesamtergebnisrechnung 31.12.2021
(in T€)
wie ursprünglich ausgewiesen Anpassung IAS 8 rückwirkend angepasst
Jahresfehlbetrag/-überschuss 61.399 -57.540 3.859
Wertberichtigung latente Steuern/Sonstiges 7.918 0 7.918
Gesamtergebnis 106.219 -57.540 48.679

2. Konzernbilanz

geänderte Darstellung in der Konzernbilanz 01.01.2021
(in T€)
wie ursprünglich ausgewiesen Anpassung IAS 8 rückwirkend angepasst
Summe Aktiva 4.490.980 -52.854 4.438.126
davon aktive latente Steuern 58.236 -52.854 5.382
Summe Passiva 4.490.980 -52.854 4.438.126
davon passive latente Steuern 179.196 0 179.196
davon Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.187.227 -229.923 957.304
davon Eigenkapital (Gewinnrücklagen) -56.373 177.070 120.697
geänderte Darstellung in der Konzernbilanz 31.12.2021
(in T€)
wie ursprünglich ausgewiesen Anpassung IAS 8 rückwirkend angepasst
Summe Aktiva 4.714.234 -38.984 4.675.250
davon aktive latente Steuern 85.709 -38.984 46.725
Summe Passiva 4.714.234 -38.984 4.675.250
davon passive latente Steuern 202.533 0 202.533
davon Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.118.102 -160.722 957.380
davon Eigenkapital (Gewinnrücklagen) -85.818 121.738 35.920

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

1.8.12 Laufende und latente Steuern

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der für die einzelnen Gesellschaften maßgebenden Steuervorschriften auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte und Schulden (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (Verbindlichkeitenmethode).

Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden in Anwendung der Vorschriften des IAS 12 nicht abgezinst und nur bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen saldiert ausgewiesen.

1.8.13 Erträge und Aufwendungen

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Anlagengeschäft und damit verbundenen Dienstleistungen generiert. Bei langfristigen, kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden Umsätze nach dem Leistungsfortschritt (percentage of completion method) erfasst. Hiernach wird der Erlös entsprechend dem Leistungsfortschritt anhand der bislang angefallenen Kosten im Verhältnis zu den kalkulierten Gesamtkosten ermittelt. Die Umsätze aus Service-Dienstleistungen werden in der Periode vereinnahmt, in dem die Dienstleistungen erbracht wurden.

Bei Festpreisverträgen wird der Umsatz basierend auf der tatsächlichen Leistung am Ende des Berichtszeitraums als Anteil an den gesamten zu erbringenden Leistungen erfasst.

Bei Lieferungen von Erzeugnissen und Waren wird der Umsatz realisiert, sobald der Kunde durch Lieferung die Verfügungsgewalt über den zugesagten Vermögenswert erlangt.

Die mit den Kunden vereinbarten Zahlungen enthalten keine wesentlichen Finanzierungskomponente. Gewährleistungsverpflichtungen aus den Verträgen werden als Rückstellungen bilanziert.

Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode vereinnahmt. Die Berechnung des Effektivzinssatzes erfolgt auf Basis des Bruttobuchwertes des finanziellen Vermögenswertes. Sofern der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, erfolgt die Berechnung auf Basis des Nettobuchwertes nach Abzug der Wertberichtigung.

Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, sonstige vertriebsbezogene Aufwendungen im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.

1.8.14 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 erst bilanziell erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit einhergehenden Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden grundsätzlich in der Periode als Ertrag erfasst, in denen die korrespondierenden Aufwendungen entstehen. Hierunter fallen im Wesentlichen Personalkostenerstattungen im Rahmen staatlicher Hilfsprogramme.

Die von der Bundesagentur für Arbeit erhaltenen Zahlungen aufgrund von Kurzarbeit stellen solche Zuschüsse aus öffentlicher Hand dar. Bei dem erstatteten Kurzarbeitergeld handelt es sich um einen durchlaufenden Posten, da diese Zahlung von der SMS group an die Arbeitnehmer weitergeleitet werden. Die erstatteten Sozialversicherungsbeiträge werden als Aufwandszuschüsse erfolgswirksam erfasst und von den Personalaufwendungen abgesetzt.

1.9 Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung

Die Aufstellung des Konzernabschlusses der SMS group erfordert bei einigen Posten, dass für die Bewertung in der Bilanz, für die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und für den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen Annahmen getroffen oder Schätzungen vorgenommen werden. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung von Schätzungen erfolgswirksam geändert.

Die Ermessensausübung am Bilanzstichtag bezieht sich insbesondere auf folgende Positionen:

Werthaltigkeit von Goodwill

Die SMS group überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Goodwills. Die Überprüfung erfordert eine Berechnung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Goodwill zugeordnet ist. Dazu müssen die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt und angemessene Abzinsungssätze zur Ermittlung des Barwerts gewählt werden.

Die Ermittlung des Nutzungswertes erfolgt mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Nach-Steuer-Cashflows aus der vom Management genehmigten Vierjahresplanung verwendet. Die Planung basiert auf den Erwartungen des Managements, die an volkswirtschaftlichen Trends und historischen Entwicklungen angepasst sind. Den Wachstumsschätzungen, gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten und Steuersätzen liegen verlässliche Informationen zu Grunde, die das Risiko widerspiegeln, das mit der operativen Tätigkeit in der entsprechenden Branche bzw. dem Unternehmensbereich verbunden ist. Das letzte Planjahr wird grundsätzlich auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angenommen und unter Berücksichtigung weiterer Annahmen für die ewige Rente modifiziert.

Der Buchwert der Goodwills betrug zum 31. Dezember 2022 282.917 T€ (Vorjahr: 281.997 T€).

Bewertung von Vermögenswerten im Zusammenhang von Unternehmenszusammenschlüssen

Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Bewertung der Immobilie zum 31. Dezember 2022 erfolgte durch den unabhängigen Gutachter Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH, Stuttgart. Zum 31. Dezember 2021 wurde eine interne Bewertung der Immobilie mit Hilfe der speziellen Immobiliensoftware Argus Developer durchgeführt. Dabei wurden die Prämissen aus dem Jahre 2020 fortgeführt (siehe auch Kapitel 1.8.4).

Bei den Einnahmen in dem DCF-Modell handelt es sich im Wesentlichen um erwartete zukünftige Erlöse aus der Verwertung des Grundstücks (Verkauf Neubauten). Demgegenüber stehen Auszahlungen in Form von Erschließungs- und Entwicklungskosten. Der Verkehrswert der zu erschließenden Immobilie, auf der zukünftig Wohngebäude, Gewerbeobjekte sowie Garagen und Stellplätzen entstehen werden, belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 523.000 T€ (31. Dezember 2021: 523.900 T€).

Positiv hat sich im Jahr 2022 die Einreichung eines überarbeiteten Teilbebauungsplan für einen Teilbereich (PAP rue Wenceslas 1er) der in Luxemburg-Hollerich gelegenen Liegenschaften ausgewirkt. Im Ergebnis konnte dies durch eine einvernehmliche Beendigung einer gemeinsamen Entwicklungskooperation mit einem Dritten erwirkt werden. Hierdurch kann die SMS group nunmehr von der vollen Bebaubarkeit des Areals unter verbesserten Marktkonditionen profitieren.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hängt von einer Vielzahl von versicherungsmathematischen Annahmen ab. Diese Annahmen betreffen die Abzinsungssätze, die erwarteten Erträge des Planvermögens, die künftigen Lohn- und Gehaltsentwicklungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Rückstellungen unterliegen solche Schätzungen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2022 572.704 T€ (Vorjahr: 768.671 T€).

Steuern

Die SMS group ist Steuersubjekt in unterschiedlichen Rechtskreisen. Die Ermittlung der Höhe des steuerpflichtigen Gewinns beruht auf der Beurteilung der Sachverhalte gemäß den gültigen Rechtsnormen und ihren Interpretationen. Die als Steueraufwand, Steuerschulden und Steuerforderungen ausgewiesenen Beträge basieren auf den getroffenen Annahmen. Insbesondere die Aktivierung von latenten Steueransprüchen aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen erfordert Schätzungen des künftig zur Verrechnung mit diesen Verlustvorträgen verfügbaren Gewinns. Zu einem späteren Zeitpunkt auftretende Unterschiede zu den getroffenen Schätzungen und Annahmen werden in der Periode erfasst, in der sie aufgetreten sind. Die Aufwendungen und Erträge aus solchen Unterschieden werden in der Periode erfasst, in der das Unternehmen von ihnen Kenntnis erlangt. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die gesamten Ertragsteueransprüche 65.848 T€ (Vorjahr: 107.624 T€), die Steuerschulden betrugen 254.490 T€ (Vorjahr: 224.347 T€).

Langfristige Fertigung

Die SMS group bilanziert langfristige Fertigungsaufträge nach der percentage of completion Method. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Abschätzung des Fertigstellungsgrades an. Die wesentlichen relevanten Schätzgrößen sind dabei die kalkulierten Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der Gesamtauftragserlös und die Auftragsrisiken. Die Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen (Vertragsvermögenswerte) wurden zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 295.287 T€ (Vorjahr: 265.139 T€) sowie die entsprechenden erhaltenen Anzahlungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen (Vertragsverbindlichkeiten) in Höhe von 474.915 T€ (Vorjahr: 415.457 T€) bilanziert. Die im Zusammenhang mit in der Abwicklung befindlichen Aufträgen gebildeten Rückstellungen für nachlaufende Kosten und Gewährleistungen sowie für langfristige Fertigungsaufträge betrugen zum 31. Dezember 2022 626.730 T€ (Vorjahr: 673.953 T€).

2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.1 Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Konzernumsatzerlöse für das Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

T€ 2022 2021
Kerngeschäft (metallurgischer Anlagenbau)
Anlagengeschäft 1.856.937 1.469.330
Services-Geschäft 880.213 715.843
Industrielle Beteiligungen 419.817 391.956
Sonstige/Konsolidierung -18.100 -18.561
3.138.867 2.558.568
T€ 2022 2021
Zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung 851.425 834.027
Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung 2.287.442 1.724.541
3.138.867 2.558.568

Die Konzernumsatzerlöse setzen sich geografisch wie folgt zusammen:

T€ 2022 2021
Nach Regionen
Westeuropa 713.778 738.078
Osteuropa 150.148 174.587
Afrika 39.114 14.987
MENA 219.350 106.444
Nordamerika 828.542 669.864
Lateinamerika 270.552 139.962
China 425.100 408.291
Indien 304.482 185.906
Sonstiges Asien 187.801 120.449
3.138.867 2.558.568

Zum 31. Dezember 2022 besteht ein Bestand an unerfüllten Verträgen in Höhe von 9.249 Mio. € (Vorjahr: 7.666 Mio. €). Diese werden voraussichtlich zu 60% in 2023, 30% in 2024 und 10% danach realisiert. Alle anderen Verträge haben eine Laufzeit von einem Jahr oder weniger oder werden nach Zeitaufwand abgerechnet.

2.2 Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten.

2.3 Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen enthalten die nicht den Funktionskosten zugeordneten Aufwendungen. Dazu gehören auch Kosten der technischen Entwicklung, Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenskäufen aufgedeckte stille Reserven, Veränderungen von Rückstellungen sowie Wertberichtigungen auf kurzfristige Vermögenswerte.

Für technische Entwicklung wurde im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von 128.838 T€ (Vorjahr: 95.644 T€) aufgewendet.

2.4 Beteiligungsergebnis

T€ 2022 2021
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -2.458 -869
Aufwendungen / Erträge aus sonstigen Beteiligungen 3.234 4.481
Wertaufholung auf Beteiligungen 336 0
Wertminderungen auf Beteiligungen -2.598 -14.044
-1.486 -10.432

2.5 Finanzergebnis

T€ 2022 2021
Ertrag aus dem Verkauf von kurzfristig fälligen Wertpapieren des Umlaufvermögens 849 4.588
Aufwand aus dem Verkauf von kurzfristig fälligen Wertpapieren des Umlaufvermögens -7.901 -1.255
Ergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögen -7.052 3.333
Zinsen und ähnliche Erträge 19.605 14.514
(davon aus verbundenen Unternehmen) (502) (549)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.045 -14.160
(davon an verbundene Unternehmen) -(1) -(6)
Bewertungsänderungen von Forderungen und Verbindlichkeiten Finanzverkehr 3.413 3.303
Bewertungsänderungen von kurzfristig fälligen Wertpapieren -5.332 2.458
Wertminderungsaufwendungen/Wertaufholungserträge auf finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte -4.861 1.736
Finanzergebnis aus Nettoliquidität -10.272 11.184
Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen -10.179 -8.082
Ergebnis aus Planvermögen 600 350
Sonstiges 0 0
Finanzergebnis aus Pensionen -9.579 -7.732
Finanzergebnis -19.851 3.452

Das Finanzergebnis aus Nettoliquidität bezieht sich auf die in den Flüssigen Mitteln, den Wertpapieren des Umlaufvermögens und den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Positionen.

Die Zinserträge und -aufwendungen, die aus den drei Kategorien des IFRS 9 resultieren, teilen sich wie folgt auf:

T€ fAK FVTPL
Zinserträge 26.566 4.096
Zinsaufwendungen -31.381 -19.132
Zinsergebnis -4.815 -15.036

2.6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

T€ 2022 2021 rückwirkend angepasst
Laufende Ertragsteuern -44.485 -23.537
Latente Steuern -7.398 12.282
Steueraufwand -51.883 -11.255

Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragssteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

T€ 2022 2021 rückwirkend angepasst
Ergebnis vor Ertragsteuern (Gewinn +/ Verlust -) 18.901 15.114
Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) (in %) 30,80 30,80
Erwartete Ertragsteuer -5.822 -4.655
Abweichung durch die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer 186 382
Abweichungen von dem erwarteten Steuersatz/ Steuersatzunterschiede Ausland 940 2.990
Änderung Wertberichtigung latenter Steuern (inkl. Verlustvorträge) -21.472 -7.874
Änderung der latenten Steuern aufgrund Steuersatzänderungen -103 153
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -23.622 -12.393
Steuerfreie Erträge 5.705 6.543
Aperiodische Ertragsteuern -7.219 4.199
Sonstige -476 -600
Effektive Ertragsteuern (laufende und latente Steuern) -51.883 -11.255
Effektiver Steuersatz (in %) 274,50 74,47

Als Ertragsteuern werden im Inland neben der Körperschaftsteuer von 15% (Vorjahr: 15%) und dem Solidaritätszuschlag von 5,5% (Vorjahr: 5,5%) auf den Körperschaftsteuersatz auch die Gewerbeertragsteuer von 15% (Vorjahr: 15%) ausgewiesen.

Bestand an aktiven latenten Steuern:

T€ 31.12.2022 31.12.2021 rückwirkend angebpasst 01.01.2021 rückwirkend angepasst
Immaterielle Vermögenswerte 6.922 7.599 6.872
Sachanlagen 1.635 934 659
Finanzanlagen 1.932 1.788 4.497
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.151 1.208 1.404
Kurzfristige Vermögenswerte 699.440 740.194 816.372
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 78.371 137.958 135.891
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 197.140 180.976 189.451
Steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften 16.072 23.987 17.168
Aktive latente Steuern (brutto) 1.003.663 1.094.644 1.172.314
Wertberichtigung -133.176 -156.586 -174.549
Saldierung -824.795 -891.333 -992.383
Aktive latente Steuern (netto) 45.692 46.725 5.382

Bestand an passiven latenten Steuern:

T€ 31.12.2022 31.12.2021 rückwirkend angebpasst 01.01.2021 rückwirkend angepasst
Immaterielle Vermögenswerte 11.946 12.400 11.274
Sachanlagen 36.614 39.765 41.336
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 124.529 124.961 121.497
Finanzanlagen 8.329 7.804 3.868
Sonstige langfristige Vermögenswerte 793 283 29
Kurzfristige Vermögenswerte 39.673 45.823 53.043
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 14.184 18.921 15.871
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 809.434 843.909 924.595
Sonderposten mit Rücklage-Anteil 17 0 66
Passive latente Steuern (brutto) 1.045.519 1.093.866 1.171.579
Saldierung -824.795 -891.333 -992.383
Passive latente Steuern (netto) 220.724 202.533 179.196

Die latenten Steuern setzen sich nach Laufzeiten wie folgt zusammen:

T€ 2022 2021 rückwirkend angepasst
Aktive latente Steuern,
die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 12.007 30.480
die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 33.685 16.245
Aktive latente Steuern 45.692 46.725
Passive latente Steuern,
die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 166.259 170.837
die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 54.465 31.696
Passive latente Steuern 220.724 202.533

Weitere steuerliche Anhangangaben

Die Veränderung erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigter latenter Steuern beträgt zum 31. Dezember 2022 ./. 11.825 T€. Diese resultiert im Wesentlichen aus dem Ansatz und der Bewertung latenter Steuern aus erfolgsneutralen Bewertungsunterschieden in den Pensionsrückstellungen, die sich durch im Eigenkapital verrechnete versicherungsmathematische Verluste ergeben.

Latente Steueransprüche bei Gesellschaften, die im Berichtsjahr oder im vorhergehenden Geschäftsjahr einen steuerlichen Verlust erzielt haben, wurden aktiviert, soweit aufgrund der Steuerplanungsrechnung davon ausgegangen wird, dass innerhalb der nächsten Jahre (i.d.R. 2-jähriger Betrachtungszeitraum) ausreichend positives steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung stehen wird.

Verlustvorträge, für die, vorbehaltlich Validierung und Wertberichtigung, keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, liegen nicht vor. Für die Konzerngesellschaften gilt der Grundsatz der Vollausschüttung. Temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen somit grundsätzlich nicht.

Soweit im Einzelfall ausnahmsweise vom Grundsatz der Vollausschüttung abgewichen wird, ist davon auszugehen, dass kurz- und mittelfristig keine Ausschüttung erfolgt und ein Ansatz latenter Steuern in diesem Ausnahmefall unterbleibt.

2.7 Zusätzliche Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.7.1 Materialaufwand

T€ 2022 2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -1.775.815 -1.299.511
Bezogene Leistungen -258.287 -243.719
-2.034.102 -1.543.230

2.7.2 Personalaufwand

T€ 2022 2021
Löhne und Gehälter -805.816 -744.282
Soziale Abgaben -184.526 -159.530
Aufwendungen für Altersversorgung -15.523 -17.891
-1.005.865 -921.703

Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.

Im Jahresdurchschnitt waren in der SMS group 14.006 Mitarbeitende und 415 Auszubildende (Vorjahr: 14.174 Mitarbeitende und 370 Auszubildende) beschäftigt. Die Anzahl der im metallurgischen Anlagenbau beschäftigten Mitarbeitenden lag im Jahresdurchschnitt 2022 bei 12.401 (Vorjahr: 12.480). Bei den industriellen Beteiligungen waren 2.020 (Vorjahr: 2.064) Mitarbeitende beschäftigt. Die Nutzung des Instruments der Kurzarbeit an den deutschen Standorten führte zu einer Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 8.560 T€).

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte 2021
(T€)
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Ähnliches Aktivierte Entwicklungskosten Goodwill Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2021 357.301 12.304 318.375 2.143 690.123
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -3.595 -3.914 -30.905 0 -38.414
Zugänge 1.316 8 99 967 2.390
Abgänge -3.353 0 -5.069 -29 -8.451
Umbuchungen -24 0 0 24 0
Währungsdifferenz 2.922 0 1.052 2 3.976
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2021 354.567 8.398 283.552 3.107 649.624
Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2021 -308.472 -12.275 -34.924 0 -355.671
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges 2.887 3.913 30.907 0 37.707
Zugänge -11.780 -21 0 -7 -11.808
Abgänge 3.350 0 2.501 0 5.851
Umbuchungen -5 0 0 5 0
Währungsdifferenz -2.153 0 -39 0 -2.192
Abschreibungen am 31.12.2021 -316.173 -8.383 -1.555 -2 -326.113
Buchwert 31.12.2021 38.394 15 281.997 3.105 323.511
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte 2022
(T€)
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Ähnliches Aktivierte Entwicklungskosten Goodwill Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2022 354.567 8.398 283.552 3.107 649.624
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges 14 0 0 -33 -19
Zugänge 3.749 101 0 3.838 7.688
Abgänge -7.946 0 0 -15 -7.961
Umbuchungen 443 0 0 -443 0
Währungsdifferenz 2.733 0 951 -1 3.683
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2022 353.560 8.499 284.503 6.453 653.015
Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2022 -316.173 -8.383 -1.555 -2 -326.113
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges 254 0 0 0 254
Zugänge -11.513 -8 0 0 -11.521
Abgänge 7.944 0 0 0 7.944
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenz -1.507 0 -31 0 -1.538
Abschreibungen am 31.12.2022 -320.995 -8.391 -1.586 -2 -330.974
Buchwert 31.12.2022 32.565 108 282.917 6.451 322.040

Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) vorgenommen. Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen erworbene Lizenzen, Zeichnungsbestand, Patente, EDV-Software, ähnliche Rechte und Werte sowie Goodwill und die aufgedeckten stillen Reserven für Technologie, Patente und Know-how im Rahmen eines Unternehmenserwerbs.

Der Buchwert der aufgedeckten stillen Reserven im Bilanzposten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Ähnliches beträgt 12.563 T€ (Vorjahr: 17.249 T€). Die gewöhnliche Amortisationszeit liegt bei 10 Jahren.

Die jährliche Prüfung der Werthaltigkeit des Goodwills nach IAS 36 erfolgt auf Grundlage des Nutzungswerts zum 31.12. eines Jahres. Wesentliche Annahmen bei der vorgenommenen Werthaltigkeitsprüfung waren der Diskontierungssatz (vor Steuern) von rund 12,9% (Vorjahr: 10,1%) und die jährliche Wachstumsrate nach Ablauf des Planungshorizontes von vier Jahren mit 1%. Auf Basis dieser Annahmen wurde festgestellt, dass die erzielbaren Beträge bei den Cash Generating Units (CGU) die entsprechenden Buchwerte übersteigen. Somit besteht zum 31. Dezember 2022 kein Wertminderungsbedarf. Zusätzlich wurde für die wesentlichen Bewertungsannahmen eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt:

Die Kürzung der angenommenen jährlichen Wachstumsraten um einen Prozentpunkt würde bei der Cash Generating Unit (CGU) Gruppe elexis keine außerplanmäßige Abschreibung auf den Goodwill erforderlich machen. Bei der CGU SMS group GmbH (kons.) würde dies zu einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 68 Mio. € führen. Die Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um zwei Prozentpunkte würde bei der CGU Gruppe elexis zu keiner Wertberichtigung führen. Für die CGU SMS group GmbH (kons.) würde sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 143 Mio. € ergeben.

Bei einem Grenzkapitalkostensatz von 12,80% vor Steuern würde, bei einer Verringerung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte, der erzielbare Betrag dem Buchwert der CGU SMS group GmbH (kons.) entsprechen. Für die CGU Gruppe elexis führt die Verringerung der Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte und bei Verwendung eines Zinssatzes von 16,34% zu einem Absinken des erzielbaren Betrages auf den Buchwert.

Die Goodwills sind insbesondere den Bereichen als jeweils relevante Cash Generating Units wie folgt zugeordnet:

T€ 2022 2021
SMS group GmbH (kons.) 226.538 225.979
Gruppe elexis 49.908 49.547
276.446 275.526

3.2 Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung
Entwicklung der Sachanlagen 2021
(T€)
gesamt davon right of use gesamt davon right of use gesamt davon right of use
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2021 706.141 48.093 399.688 243 189.556 13.978
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -201.857 362 -2.762 0 -6.400 332
Zugänge 965 7.124 7.410 80 7.763 2.862
Abgänge -9.322 -1.772 -6.838 -58 -5.004 -2.028
Umbuchungen 19.818 0 5.008 0 1.919 -6
Währungsdifferenz 5.684 1.789 12.199 1 2.459 33
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2021 521.429 55.596 414.705 266 190.293 15.171
Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2021 -288.226 -15.876 -289.683 -97 -152.584 -6.424
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges 16.373 -97 2.220 4 5.463 141
Zugänge 104 -9.164 -16.929 -97 -11.977 -4.156
Abgänge 3.258 1.709 5.877 58 4.661 2.025
Umbuchungen -9 0 758 0 -755 6
Währungsdifferenz -1.847 -713 -6.518 0 -1.936 -20
Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2021 -270.347 -24.141 -304.275 -132 -157.128 -8.428
Buchwert am 31.12.2021 251.082 31.455 110.430 134 33.165 6.743
Entwicklung der Sachanlagen 2021
(T€)
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau gesamt davon gesamt right of use
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2021 41.701 1.399.400 62.314
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -4.394 -214.719 694
Zugänge 48.011 74.215 10.066
Abgänge -196 -25.219 -3.858
Umbuchungen -26.738 0 -6
Währungsdifferenz 270 22.435 1.823
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2021 58.654 1.256.112 71.033
Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2021 -37 -752.927 -22.397
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges 0 24.104 48
Zugänge 0 -42.219 -13.417
Abgänge 0 17.589 3.792
Umbuchungen 0 0 6
Währungsdifferenz -4 -11.039 -733
Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2021 -41 -764.492 -32.701
Buchwert am 31.12.2021 58.613 491.620 38.332
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung
Entwicklung der Sachanlagen 2022
(T€)
gesamt davon right of use gesamt davon right of use gesamt davon right of use
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2022 521.429 55.596 414.705 266 190.293 15.171
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -295 963 -7.443 0 -41 492
Zugänge 2.886 15.010 5.865 15 15.087 2.219
Abgänge -10.605 -2.906 -24.626 -86 -10.511 -3.884
Umbuchungen 19.260 57 9.861 0 890 -65
Währungsdifferenz 2.101 -111 5.101 1 -20 54
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2022 534.776 68.609 403.463 196 195.698 13.987
Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2022 -270.347 -24.141 -304.275 -132 -157.128 -8.428
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -2 -89 148 53 122 21
Zugänge -12.105 -11.052 -16.575 -86 -11.918 -3.687
Abgänge 8.214 2.378 23.606 33 10.073 3.723
Umbuchungen 0 0 0 0 -9 9
Währungsdifferenz -1.032 -32 -2.701 0 34 -22
Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2022 -275.272 -32.936 -299.797 -132 -158.826 -8.384
Buchwert am 31.12.2022 259.504 35.673 103.666 64 36.872 5.603
Entwicklung der Sachanlagen 2022
(T€)
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau gesamt davon gesamt right of use
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2022 58.654 1.256.114 71.033
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -6.324 1.455
Zugänge 97.370 138.452 17.244
Abgänge -207 -52.825 -6.876
Umbuchungen -29.346 657 -8
Währungsdifferenz 155 7.281 -56
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2022 126.626 1.343.355 82.792
Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2022 -41 -764.492 -32.701
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -1 252 -15
Zugänge 0 -55.423 -14.825
Abgänge 0 48.028 6.134
Umbuchungen 0 0 9
Währungsdifferenz 1 -3.753 -54
Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2022 -41 -775.388 -41.452
Buchwert am 31.12.2022 126.585 567.967 41.340

Im Geschäftsjahr 2022 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) vorgenommen.

Nutzungsrechte gem. IFRS 16 (Leasingverhältnisse)

Nutzungsrechte
(T€)
31.12.2022 31.12.2021
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 35.673 31.455
Technische Anlagen und Maschinen 64 134
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.603 6.743
41.340 38.332
Abschreibungen Nutzungsrechte
(T€)
31.12.2022 31.12.2021
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -8.795 -8.265
Technische Anlagen und Maschinen 0 -35
Betriebs- und Geschäftsausstattung 44 -2.004
Zinsaufwand (in den Finanzierungsaufwendungen enthalten) -1.900 -1.269
Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse (in den Kosten verkaufter Güter und Verwaltungsaufwendungen enthalten) -1.127 673
Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert, die keine kurzfristigen Leasingverhältnisse sind (in den Verwaltungsaufwendungen enthalten) -96 -166

3.3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie

Im Rahmen des Kaufs der verbleibenden 40,81% der Anteile an der Paul Wurth S.A., Luxemburg in 2021, wurde die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie durch eine Abspaltung in die Paul Wurth Real Estate S.A., Luxemburg, übertragen, an der der ehemalige Minderheitsgesellschafter der Paul Wurth S.A. weiterhin mit den bisherigen 40,81% der Anteile beteiligt sind. Die Gesellschafter der Paul Wurth Real Estate S.A. haben beschlossen, die Immobilie in der Nähe des Luxemburger Bahnhofs zu entwickeln und voraussichtlich bis 2031 schrittweise zu veräußern.

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt 523.000 T€ (Vorjahr: 523.900 T€). Die Ermittlung des Wertes für das Jahr 2022 wurde von den unabhängigen Gutachter Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH, Stuttgart, ermittelt.

Der Wert der Immobilie für das Jahr 2021 wurde durch eine interne Bewertung mittels der speziellen Immobiliensoftware Argus Developer durchgeführt. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie dar:

Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 2022
(T€)
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2022 523.900
Zugänge 0
Abgänge 0
sonstige Änderungen -900
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2022 523.000
Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2022 0
Zugänge 0
Abgänge 0
sonstige Änderungen 0
Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2022 0
Buchwert am 31.12.2022 523.000
Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 2021
(T€)
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 01.01.2021 505.467
Zugänge 0
Abgänge 0
sonstige Änderungen 18.433
Anschaffungs- und Herstellungskosten am 31.12.2021 523.900
Kumulierte Abschreibungen am 01.01.2021 0
Zugänge 0
Abgänge 0
sonstige Änderungen 0
Kumulierte Abschreibungen am 31.12.2021 0
Buchwert am 31.12.2021 523.900

Im Jahr 2022 wurden Mieterlöse von 501 T€ (Vorjahr: 1.484 T€) erzielt. Dem gegenüber standen Aufwendungen in Höhe von 99 T€ (Vorjahr: 672 T€).

3.4 Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

Entwicklung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen:

T€ 2022 2021
Stand am 01.01. 69.585 68.567
Anteil am Gewinn/Verlust -2.458 -869
Ausschüttung 6.450 -3.203
Abschreibung auf stille Reserven -612 -612
Veränderung Konsolidierungskreis/sonstige Veränderungen 273.655 5.763
Währungsdifferenzen 63 -61
Stand am 31.12. 346.683 69.585

Im Folgenden werden die beiden aus Konzernsicht wesentlichen nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen dargestellt (alle Werte stellen Bruttowerte dar; der rechnerische Anteil der SMS group ergibt sich durch Multiplikation mit der Anteilshöhe):

Beteiligung
Name Geschäftssitz 31.12.2022 31.12.2021 Geschäftsfeld
TMT-Tapping Measuring Tech. GmbH Siegen, Deutschland 50% 50% Abstich- und Messtechnologie für Hochöfen und NE-Schmelzöfen
TMT-Tapping Measuring Tech. S.à r.l. Luxemburg, Luxemburg 50% 50% Abstich- und Messtechnologie für Hochöfen und NE-Schmelzöfen
Sunfire GmbH Dresden, Deutschland 17% 19% Elektrolyse
SMS Altor Holding SA Luxemburg, Luxemburg 80% n/a Beteiligungsgesellschaft

An der Sunfire GmbH hält die SMS group zum 31. Dezember 2022 noch 16,92% der Anteile (Vorjahr: 18,83%). Trotz der Beteiligungsquote von unter 20,00% gehen wir unter anderem aufgrund unseres Sitzes im Beirat sowie der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Sunfire GmbH und der SMS group weiterhin davon aus, dass die SMS group einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft hat.

Bei der SMS Altor Holding SA ist die SMS group mit 80% beteiligt, allerdings beträgt das Stimmrecht ausschließlich 50%, daher erfolgt der Einbezug in den Konzernabschluss nach der Equity Methode.

Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen hat die SMS group nur Rechte auf das anteilige Eigenkapital der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, wohingegen die Rechte auf das Vermögen und die Verbindlichkeiten in erster Linie bei den Gesellschaften verbleiben. Die Kontrolle über diese Gesellschaften kann nur gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern ausgeübt werden auf der Grundlage der mit den beteiligten Geschäftspartnern geschlossenen vertraglichen Vereinbarungen. Aus diesem Grunde werden diese Gesellschaften als assoziierte Gesellschaften eingestuft und im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert.

Die vertraglichen Vereinbarungen beschränken die Aktivität des Joint Ventures allgemein auf einen bestimmten Geschäftszweck oder einen bestimmten Markt und sehen eine Verpflichtung zum Konkurrenzausschluss der Gruppe bezüglich der Aktivität des Joint Ventures vor. Die vertraglichen Vereinbarungen verpflichten die SMS group nicht zu einer über den Anteil der Gruppe am Eigenkapital hinausgehenden finanziellen Unterstützung für die Unternehmung.

Zusammengefasste Bilanzinformationen der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen:

TMT-Tapping Measuring TMT-Tapping Measuring SMS Altor SMS Altor
Tech. GmbH Tech S.à r.l. Holding S.A. Holding S.A.
T€ 2022 2021 2022 2021 2022 2021
Kurzfristige Vermögenswerte 30.205 29.909 36.829 32.813 1.618 0
Langfristige Vermögenswerte 61.668 62.112 4.492 4.835 325.147 0
Kurzfristige Schulden 19.503 18.330 21.913 18.593 14 0
Langfristige Schulden 0 0 0 0 0 0
Netto-Reinvermögen 72.370 73.691 19.408 19.055 326.751 0
SUNFIRE SUNFIRE Sonstige
T€ 2022 2021 2022 2021
Kurzfristige Vermögenswerte 110.929 110.529 55.964 57.635
Langfristige Vermögenswerte 36.707 20.005 2.804 3.114
Kurzfristige Schulden 13.774 12.221 47.721 49.350
Langfristige Schulden 0 318 1.369 1.861
Netto-Reinvermögen 133.862 117.995 9.678 9.538

Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

TMT-Tapping Measuring TMT-Tapping Measuring SMS Altor SMS Altor
Tech. GmbH Tech. S.à r.l. Holding S.A. Holding S.A.
T€ 2022 2021 2022 2021 2022 2021
Netto-Reinvermögen per 01.01. 73.691 72.054 19.055 18.737 0 0
Umsatzerlöse 31.079 48.864 26.395 23.940 0 0
Nach-Steuer-Gewinn/Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen 3.179 3.637 2.836 2.700 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 17 0 0 0
Gesamtergebnis 3.179 3.637 2.853 2.700 0 0
Abschreibung stille Reserven 0 0 0 0 0 0
Ausschüttungen -4.500 -2.000 -2.500 -2.000 0 0
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 -382 326.751 0
Netto-Reinvermögen per 31.12. 72.370 73.691 19.408 19.055 326.751 0
Anteil am assoziierten Unternehmen 36.185 36.846 9.704 9.528 261.401 0
50% 50% 50% 50% 80% 0%
Buchwert 31.12. 36.185 36.846 9.704 9.528 261.401 0
SUNFIRE SUNFIRE Sonstige
T€ 2022 2021 2022 2021
Netto-Reinvermögen per 01.01. 117.995 21.867 9.538 12.549
Umsatzerlöse 2.310 6.627 51.756 59.509
Nach-Steuer-Gewinn/Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen -39.133 -27.074 2.257 2.306
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Gesamtergebnis -39.133 -27.074 2.257 2.306
Abschreibung stille Reserven 0 0 0 0
Ausschüttungen 55.000 0 -2.021 -1.627
Veränderung Konsolidierungskreis 0 123.202 -96 -3.690
Netto-Reinvermögen per 31.12. 133.862 117.995 9.678 9.538
Anteil am assoziierten Unternehmen 22.757 22.419 16.636 792
17% 19%
Buchwert 31.12. 22.757 22.419 16.636 792

Zum 31. Dezember 2022 hat die SMS group den Joint Ventures Kreditlinien in Höhe von 9.683 T€ (Vorjahr: 8.646 T€) sowie ein Darlehen i.H.v. 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) eingeräumt.

3.5 Vorräte

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 226.514 183.660
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 483.965 481.293
Fertige Erzeugnisse und Waren 53.772 29.663
Geleistete Anzahlungen 240.368 195.630
1.004.619 890.246

Die kurzfristigen Vertragsvermögenswerte setzen sich im Wesentlichen aus den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie den geleisteten Anzahlungen zusammen.

3.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Aus langfristigen kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 295.287 265.139
Übrige Forderungen an Kunden 550.256 517.322
Übrige Forderungen an verbundene Unternehmen 6.500 3.063
852.043 785.524

Forderungen aus langfristigen kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden bei Fakturierung in den kurzfristigen Vertragsvermögenswerten ausgewiesen. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 40.653 T€ (Vorjahr: 53.763 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:

T€ 2022 2021
Stand am 01.01. -149.103 -136.942
Veränderungen Konsolidierungskreis/Währungsdifferenzen 9 -374
Zuführungen -49.489 -29.419
Inanspruchnahmen 5.142 2.543
Auflösungen 57.754 15.089
Stand am 31.12. -135.687 -149.103

Die nach der percentage of completion method bilanzierten Forderungen und erhaltenen Anzahlungen aus langfristigen kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ermitteln sich wie folgt:

T€ 2022 2021
Als Umsatz ausgewiesene Auftragsteile 3.825.247 3.795.099
Dafür erhaltene Anzahlungen -3.529.960 -3.529.960
Ausweis in Vertragsvermögenswerten 295.287 265.139

Die im Geschäftsjahr nach der percentage of completion method erfassten Umsatzerlöse betragen 2.287.442 T€ (Vorjahr: 1.724.541 T€).

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Wertminderungsaufwendungen betreffen mit einem Betrag von 58.624 T€ (Vorjahr: 22.398 T€) Forderungen aus Verträgen mit Kunden.

3.7 Vertragssalden

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Vertragsvermögenswerte 992.117 917.512
Vertragsverbindlichkeiten 1.152.987 1.098.913

Bei den Vertragsverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die von Kunden erhaltenen Anzahlungen für den Bau kundenspezifischer Anlagen, für die über einen bestimmten Zeitraum Umsatzerlöse realisiert werden.

3.8 Sonstige Vermögenswerte

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Finanzmarktforderungen 35.638 20.942
Forderungen aus sonstigen Steuern 42.340 37.246
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 23.790 24.786
Vorschüsse und ähnliche Ansprüche an Dritte 25.704 27.181
Finanzderivate 22.429 3.720
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 1.115 965
Überdeckung Planvermögen 4.022 1.172
Übrige 63.887 37.728
218.925 153.740

Diese sonstigen Vermögenswerte sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Sonstige langfristige Vermögenswerte 14.223 11.323
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 204.702 142.417

Derivative Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 9 zum Marktwert angesetzt. Da sie weitgehend Sicherungszwecken dienen, stehen den positiven Marktwerten insoweit gegenläufige Wertveränderungen in den Bilanzposten der Grundgeschäfte gegenüber.

Die beizulegenden Zeitwerte der übrigen sonstigen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen ihren Buchwerten.

3.9 Wertpapiere, Flüssige Mittel

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Wertpapiere 32.737 276.014
Flüssige Mittel 829.342 896.244
862.079 1.172.258

Die Wertpapiere, Guthaben bei Kreditinstituten und sonstigen Finanzforderungen haben wie im Vorjahr kurzfristigen Charakter. Die Flüssigen Mittel setzen sich wie folgt zusammen:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand 824.870 891.306
Forderungen aus Finanzverkehr mit verbundenen Unternehmen 2.250 3.271
Forderungen aus Finanzverkehr mit Beteiligungen (at equity) 0 0
Sonstige Finanzforderungen 2.222 1.667
829.342 896.244

3.10 Eigenkapital

Das Stammkapital der SMS GmbH in Höhe von 52.000 T€ ist voll eingezahlt und wird von der SMS Holding GmbH und der SMS Immobilien GmbH gehalten.

Die Kapitalrücklage der SMS GmbH stammt aus Agiobeträgen bei Kapitalerhöhungen.

Die Gewinnrücklagen der SMS group enthalten die Gewinnrücklagen der SMS GmbH in Höhe von 15.736 T€ (Vorjahr: 15.736 T€), die thesaurierten Gewinne und Verluste der Tochtergesellschaften sowie die direkt im Eigenkapital erfassten Änderungen der Pensionsrückstellungen. Die retrospektive Anpassung der Gewinnrücklagen nach IAS 8 der SMS group aufgrund der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethodik der erfahrungsbasierten Risikovorsorge führt zu einer Erhöhung des Eigenkapitals zum 1. Januar 2021 von 177.070 T€.

Angaben zum Kapitalmanagement

Die in Familienbesitz befindliche Muttergesellschaft der SMS GmbH verfolgt das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit der SMS group. Vor diesem Hintergrund haben die Gesellschafter langfristig vereinbart, den deutlich überwiegenden Teil des Jahresergebnisses der SMS group zu thesaurieren.

Das Kapitalmanagement ist daher geprägt durch die Verantwortung, die langfristig zur Verfügung stehende Kapitalbasis sowie die Ertrags- und Wachstumsziele der Gruppe zu sichern. Das steuerungsrelevante Kapital des Konzerns besteht aus dem Eigenkapital und den zinstragenden Finanzverbindlichkeiten. Dabei liegt der Fokus auf einer angemessenen Eigenkapitalausstattung.

Das Eigenkapital der SMS group beträgt 953 Mio. € (Vorjahr angepasst: 776 Mio. €) bei einer Eigenkapitalquote von 19,2% (Vorjahr angepasst: 16,6%). Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte.

3.11 Finanzverbindlichkeiten

T€ 31.12.2022 31.12.2021
kurzfristig langfristig gesamt kurzfristig langfristig gesamt
Aus Finanzverkehr mit verbundenen Unternehmen 40.261 0 40.261 58.067 0 58.067
Gegenüber Kreditinstituten 81.528 18.164 99.692 7.802 21.431 29.233
Verbindlichkeiten von right of use Assets 11.265 31.498 42.763 11.138 28.240 39.378
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 36.533 141.491 178.024 6.264 61.432 67.696
169.587 191.153 360.740 83.271 111.103 194.374

Finanzschulden sind zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Angesichts geringer Laufzeiten bzw. eines seit der Aufnahme der Schulden nicht wesentlich veränderten Marktzinsniveaus ergeben sich keine wesentlichen Abweichungen des Zeitwertes von den Buchwerten.

Die Fälligkeiten der undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen stellen sich wie folgt dar:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
<= 1 Monat 48.218 66.957
1 - 3 Monate 1.975 3.158
3 - 12 Monate 119.394 13.155
1 - 5 Jahre 179.017 102.251
> 5 Jahre 12.136 8.853
360.740 194.374

Aus den Leasingverträgen werden künftig folgende Mindestleasingzahlungen fällig:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
<= 1 Jahr 11.265 11.138
1 - 5 Jahre 27.699 27.724
> 5 Jahre 6.579 3.246
Summe Mindestleasingzahlungen 45.543 42.108
abzüglich Zinsanteil -2.780 -2.730
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finance Lease 42.763 39.378

Die Verzinsung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing liegt zwischen 2% p.a. bis 27% p.a. (Vorjahr: zwischen 1% p.a. bis 19% p.a.).

Leasingverbindlichkeiten

Leasingverbindlichkeiten sind in der Bilanz unter dem Posten "Finanzverbindlichkeiten" erfasst.

3.12 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die SMS group gewährt Altersversorgung in Form von überwiegend leistungsorientierten Plänen an die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland, Schweiz und Luxemburg. In einigen anderen Ländern erhalten berechtigte Arbeitnehmer Leistungen nach den jeweiligen landesspezifischen Gegebenheiten. Die Leistungen bemessen sich in der Regel nach Beschäftigungsdauer, Bezügen oder Beiträgen der begünstigten Mitarbeitenden unter Berücksichtigung der arbeits-, steuer- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern.

In den wesentlichen deutschen Gesellschaften besteht eine sogenannte SMS-Rente. Dem Versorgungskonto werden jährlich Beiträge gutgeschrieben, die sich nach der Höhe des jeweiligen versorgungsfähigen Jahreseinkommens richten und entsprechend verzinst werden. Die SMS-Rente kann durch eine Gehaltsumwandlung aufgestockt werden.

Fondsfinanzierte Pensionspläne des Konzerns befinden sich im Wesentlichen in der Schweiz, zu einem geringeren Umfang in Deutschland. Die Rechtsform der Pensionskasse unserer Gesellschaft in der Schweiz ist eine Stiftung. Der Stiftungsrat ist für die Steuerung, die Anlagestrategie und die Verwaltung des Pensionsplans verantwortlich. In der Schweiz wird der Arbeitgeber durch das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) gesetzlich verpflichtet, Mitarbeitende in einem Versorgungsplan zu versichern. Grundsätzlich handelt es sich dabei um einen beitragsorientierten Plan, bei dem ein Minimum an Leistungen sowie jährliche altersabhängige Mindest-Sparbeiträge gesetzlich festgelegt sind. Das Planvermögen ist in verschiedenen Portfolios investiert, die jeweils verschiedene Anlageklassen umfassen. Hiermit soll eine unter Risiko- und Renditeaspekten optimale Aufteilung der Anlageklassen erreicht werden. Die Anlageklassen der Fonds umfassen nationale und internationale Aktien, festverzinsliche Wertpapiere staatlicher und nichtstaatlicher Emittenten sowie Immobilienvermögen. Im Falle einer Unterdeckung sind unter bestimmten Bedingungen Sanierungsbeiträge fällig. Sofern das Planvermögen keinen wirtschaftlichen Nutzen für den Arbeitgeber darstellt, werden die entsprechenden Mittel begrenzt.

Der Anteil deutscher Gesellschaften am Barwert der Pensionsverpflichtungen beträgt 81,6% (Vorjahr: 84,4%). Für die Ermittlung des Barwertes der Pensionsverpflichtungen wurden in Deutschland die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

Trends
%
31.12.2022 31.12.2021
Gehaltstrend 3,25 3,00
Rententrend 2,00 2,00
Diskontierungszinssatz 4,20 1,30

Die hohen prognostizierten Inflationsraten 2022 und 2023 und deren Auswirkung auf die Pensionen wurden durch eine entsprechende Erhöhung der laufenden Rentenzahlungen zu den Anpassungsstichtagen 2023 und 2026 abgebildet und nicht durch eine pauschale Erhöhung des Rententrends. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten von Mercer angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen im Ausland werden unter Berücksichtigung landesspezifischer Rechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt.

Der Finanzierungsstatus der Pensionspläne stellt sich wie folgt dar:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Barwert fondsfinanzierter Pensionsverpflichtungen 93.332 102.363
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -110.951 -97.015
Nettoverpflichtung fondsfinanzierter Pensionsverpflichtungen -17.619 5.348
Barwert sonstiger Pensionsverpflichtungen 567.040 762.151
Nettoverpflichtung fondsfinanzierter und rückstellungsfinanzierter Pensionsverpflichtung 549.420 767.499
Effekte aus "asset ceiling" 23.284 1.172
Bilanzierter Betrag 572.704 768.671
Der bilanzierte Betrag verteilt sich auf folgende Bilanzposten:
Sonstige langfristige Vermögenswerte: 0 0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: 572.704 768.671

Das Planvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 260 0% 349 0%
Eigenkapitalinstrumente 34.967 32% 32.889 34%
Schuldinstrumente 29.596 27% 19.443 20%
Immobilien 20.608 19% 14.986 15%
Investment Fonds 10.294 9% 11.840 12%
Versicherungen 4.223 4% 4.128 4%
Sonstige 11.003 10% 13.381 14%
110.951 100% 97.015 100%

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Stand am 01.01. 97.015 86.080
Dotierung durch den Arbeitgeber 1.783 1.399
Dotierung durch Arbeitnehmer 692 644
Zinserträge 600 350
Erträge aus dem Planvermögen (andere als Zinserträge) 10.049 8.496
Gezahlte Versorgungsleistungen -3.158 -3.425
Übrige Verwaltungskosten -86 -72
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 4.056 3.548
Sonstiges 0 -3
Stand am 31.12. 110.951 97.015

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Stand am 01.01. 864.514 873.142
Laufender Dienstzeitaufwand 15.121 16.431
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 13
(Gewinn-)/Verlust aus Abgeltungen 0 -55
Zinsaufwand 10.179 8.082
Neubewertungen:
versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) -2.196 -3.581
aus Änderungen der demografischen Annahmen
versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) -212.115 -2.202
aus Änderungen der finanziellen Annahmen
Erfahrungsbedingte Anpassungen 14.011 4.441
Gezahlte Versorgungsleistungen -32.870 -35.221
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 3.604 3.522
Veränderung Konsolidierungskreis 123 -58
Stand am 31.12. 660.372 864.514

Die Neubewertung der Nettoschulden aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen ist im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Gruppen von Versorgungsberechtigten:

Aktive Anwärter: 33% (Vorjahr: 39%)

Ausgeschiedene Anwärter: 6% (Vorjahr: 8%)

Pensionäre: 61% (Vorjahr: 53%)

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 18,0 Jahre (Vorjahr: 16,0 Jahre).

Der in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasste Teil der Nettopensionsaufwendungen setzt sich wie folgt zusammen:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Laufender Dienstzeitaufwand -15.121 -16.431
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -13
Ertrag aus der Kapitalisierung von Rentenzahlungen 0 -55
Zinsaufwand -10.179 -8.082
Zinsertrag aus Planvermögen 600 350
Verwaltungsaufwand -86 -72
-24.785 -24.305

Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte den Barwert der Rückstellungen für Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2022 wie folgt verändert:

Mio. € 2022 2021
Rententrend +0,25% +10,5 +23,3
-0,25% -10,2 -28,1
Diskontierungszinssatz +0,25% -17,6 -30,9
-0,25% +18,5 +32,9

Für das Geschäftsjahr 2023 werden Zahlungen des Arbeitgebers für leistungsorientierte Pläne i.H.v. 46,9 Mio. € und für beitragsorientierte Pläne i.H.v. 0,8 Mio. € erwartet.

Für die nächsten Jahre werden folgenden Leistungszahlungen erwartet:

in Mio. € 2023 2024 2025 2026 2027
Leistungszahlungen 46,9 47,5 41,4 43,4 46,3

3.13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Gegenüber Fremden 442.990 367.338
Gegenüber verbundenen Unternehmen 5.051 4.479
448.041 371.817

Der beizulegende Zeitwert der kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht grundsätzlich den ausgewiesenen Buchwerten.

Die Fälligkeiten der undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen stellen sich wie folgt dar:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
<= 1 Monat 307.367 212.442
1 - 3 Monate 56.157 63.966
3 - 12 Monate 71.913 78.872
1 - 5 Jahre 9.141 14.117
> 5 Jahre 3.463 2.420
448.041 371.817

3.14 Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen für geschäftsbezogene Risiken enthalten im Wesentlichen Nachlaufkosten für abgerechnete Anlagenaufträge, Gewährleistungsverpflichtungen und sonstige Risiken aus langfristigen Fertigungsaufträgen. Gewährleistungsverpflichtungen betreffen gesetzliche und vertragliche Garantieverpflichtungen sowie Kulanz gegenüber Kunden. Im Zuge der Aufstellung des Konzernabschlusses der SMS group erfolgt regelmäßig eine abschließende Bewertung der wesentlichen Auftragsrisiken. Die personalbezogenen Verpflichtungen bestehen für künftige Zahlungen für Jubiläen, Vorruhestand und Altersteilzeit. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken.

T€ Nachlaufkosten und Gewährleistungen Langfristige Fertigungsaufträge Andere geschäftsbezogene Risiken Personalrückstellungen
01.01.2021 (rückwirkend angepasst) 603.173 72.405 137.573 154.993
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges 3.019 0 3.774 -8.051
Inanspruchnahmen -77.698 0 -87 -61.688
Auflösungen -135.688 -1.272 -66.170 -45.969
Zuführungen 182.138 18.491 77.680 71.033
Zinseffekte 1.255 0 23 318
Währungsdifferenzen 8.130 0 562 901
31.12.2021 (rückwirkend angepasst) 584.329 89.624 153.355 111.537
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -8.071 0 -21.946 26.643
Inanspruchnahmen -84.261 0 -1.591 -84.854
Auflösungen -176.774 -3.642 -151.369 -46.607
Zuführungen 200.907 23.322 212.246 75.680
Zinseffekte 418 0 16 1.177
Währungsdifferenzen 878 0 1.255 914
31.12.2022 517.426 109.304 191.966 84.490
T€ Übrige Sonstige Rückstellungen
01.01.2021 (rückwirkend angepasst) 81.336 1.049.480
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -2.163 -3.421
Inanspruchnahmen -12.863 -152.336
Auflösungen -29.342 -278.441
Zuführungen 77.598 426.940
Zinseffekte 176 1.772
Währungsdifferenzen 378 9.971
31.12.2021 (rückwirkend angepasst) 115.120 1.053.965
Veränderungen Konsolidierungskreis, Sonstiges -16.119 -19.493
Inanspruchnahmen -11.287 -181.993
Auflösungen -69.347 -447.739
Zuführungen 74.663 586.818
Zinseffekte 365 1.976
Währungsdifferenzen 81 3.128
31.12.2022 93.476 996.662

Die sonstigen Rückstellungen sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Sonstige langfristige Rückstellungen 70.691 96.585
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 925.971 957.380

3.15 Sonstige Verbindlichkeiten

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 84.069 93.907
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (8.533) (7.878)
Verbindlichkeiten aus übrigen Steuern 19.983 22.777
Derivative Finanzinstrumente 41.263 24.798
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 68.703 45.370
214.018 186.852

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind den folgenden Bilanzposten zuzuordnen:

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.925 10.578
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 209.093 176.274

Die Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich enthalten unter anderem Aufwendungen für am Bilanzstichtag noch nicht fällige Löhne und Gehälter sowie die Abgrenzung von noch nicht genommenem Urlaub.

Die Verpflichtung zur Absicherung eigener und Verpflichtungen verbundener Unternehmen aus Arbeitnehmeransprüchen auf Zahlung von Wertguthaben aus Arbeitszeitregelungen wird durch eine Bankgarantie abgesichert.

Die derivativen Finanzinstrumente dienen weitgehend Sicherungszwecken. Insoweit stehen ihnen gegenläufige Wertveränderungen in den Bilanzposten der Grundgeschäfte gegenüber.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 14.291 T€ (Vorjahr: 15.294 T€) durch Grundpfandrechte gesichert. Forderungsabtretungen und sonstige Instrumente bestanden zum Bilanzstichtag i.H.v. 21 T€ (Vorjahr: 22 T€).

4 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die Bereiche Cashflow aus der Geschäftstätigkeit, Cashflow aus der Investitionstätigkeit und Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises und der Wechselkurse sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel sind gesondert ausgewiesen.

Die Ermittlung des Cashflows aus der Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus der Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge sowie das Ergebnis aus Anlagenabgängen eliminiert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte sowie Unternehmensbeteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens. Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, Immateriellen Vermögenswerten und Beteiligungen werden gegengerechnet. Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Tochterunternehmen sind um die übernommenen flüssigen Mittel vermindert.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich zusammen aus folgenden zahlungswirksamen Transaktionen: gezahlte Dividenden, Aufnahme/Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, Veränderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Zinsein- und -auszahlungen sowie Dividenden aus Wertpapieren des Umlaufvermögens.

Ebenso im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthalten sind die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten sowie der entsprechende Tilgungsanteil.

Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten flüssigen Mittel entsprechen dem Bilanzposten Flüssige Mittel. Die flüssigen Mittel enthalten die Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestände und Zahlungsmitteläquivalente.

Angabe zu den Änderungen der Schulden aus Finanzierungstätigkeit gemäß IAS 7.44b:

T€ zahlungswirksame Veränderungen zahlungsunwirksame Veränderungen
31.12.2021 Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit Veränderungen aus Erlangung oder Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftstätigkeiten Wechselkursveränderungen 31.12.2022
kurzfristige Finanzschulden 72.132 88.413 -2.998 775 158.322
langfristige Finanzschulden 82.863 76.701 0 91 159.655
Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) 11.138 83 5 39 11.265
Leasingverbindlichkeiten (langfristig) 28.241 3.429 5 -177 31.498
Summe 194.374 168.626 -2.988 728 360.740

5 Sonstige Angaben

5.1 Finanzrisikomanagement

Neben Währungsrisiken unterliegt die SMS group Zinsänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und anderen Marktrisiken. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Die SMS group unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinssätzen sowie von Wertänderungen ihrer Wertpapierspezialfonds und Ausfallrisiken. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risikokategorien durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen bzw. zu steuern.

Währungsrisiken

Die Währungsrisiken resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsströme der SMS group beeinflussen. Für zum 31. Dezember 2022 bestehende ungesicherte Währungspositionen der SMS group gilt, dass eine Kursänderung von +/-3% zu einer Wertänderung von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) geführt hätte.

Zur Absicherung werden Devisentermingeschäfte eingesetzt und mit einer Sicherungsquote von nahezu 100% als fair value hedge bilanziert.

Fälligkeiten
T€ < 1 Jahr 1 - 2 Jahre > 2 Jahre
31.12.2022
Nominalbetrag in T€ 1.005.847 264.559 62.052
31.12.2021
Nominalbetrag in T€ 701.768 226.285 45.185

Der Bestand an Devisentermingeschäften sowie gesicherten Grundgeschäften entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Nominalbetrag der Sicherungsinstrumente 1.332.458 973.238
Buchwert Sicherungsinstrument - Vermögenswerte -5.074 -20.828
Buchwert Sicherungsinstrument - Verbindlichkeiten 37.120 23.638

Zinsrisiken

Bei der bestehenden Konzernfinanzierung unterliegt die SMS group keinen Zinsrisiken. Daher erfolgt derzeit kein aktives Zinsmanagement.

Ausfallrisiken

Die SMS group unterhält Geschäftsverbindungen mit einer Vielzahl unterschiedlichster Vertragsparteien. Zur Minimierung von Risiken aus der Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen Dritter unterhält die SMS group ein umfangreiches Überwachungs- und Auswahlsystem sowohl für Lieferanten als auch für Kunden. Nach unserer Einschätzung ist die SMS group keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Das Ausfallrisiko aus liquiden Mitteln und derivativen Finanzinstrumenten ist gering, da die Vertragsparteien hierfür Kreditinstitute mit erstklassigem Kreditrating sind.

Um möglichen Ausfallrisiken Rechnung zu tragen, wurden Wertminderungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 für die Bewertung von erwarteten Ausfallrisiken an, bei welchem für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit berücksichtigt wurden. Die Vertragsvermögenswerte entstehen durch erfüllte Leistungen, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden und haben daher dieselben Risikoklassen wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrunddessen stellen die erwarteten Kreditverluste der Forderungen eine angemessene Schätzung für die erwarteten Kreditverluste der Vertragsvermögenswerte dar.

Die Basis zur Bemessung der Wertminderungen bildet die Mischung eines pauschalen Prozentsatzes, der auf ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag und fallbezogene Umstände angewandt wird.

Zu den beiden Stichtagen haben sich entsprechend folgende Wertminderungen ergeben:

in T€ 31.12.2022 31.12.2021
Pauschale Wertminderung 18.101 6.470
Fallbezogene Wertminderung 117.586 142.633
135.687 149.103

5.2 Haftungsverhältnisse

T€ 31.12.2022 31.12.2021
Wechselobligo 4.243 929

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€).

5.3 Eventualverbindlichkeiten

Das Bestellobligo für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beträgt 92.066 T€ (Vorjahr: 46.000 T€).

5.4 Honorar Konzernabschlussprüfer

Die im Geschäftsjahr angefallenen Honorare des Konzernabschlussprüfers gliedern sich wie folgt:

T€ 2022 2021
Abschlussprüfungsleistungen 516 514
Andere Bestätigungsleistungen 37 31
Sonstige Leistungen 121 142
674 687

5.5 Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Aus der Klassifizierung aller Vermögenswerte und Schulden gemäß IFRS 9 ergeben sich die folgenden Bewertungskategorien:

Aktiva

Wertansatz
T€ 31.12.2022 Bewertungskategorie (IFRS 9) Buchwert zu fortgeführten Anschaffungskosten Fair Value gem. IFRS 16 (Finance Leasing) keine Finanzinstrumente i. S. von
IFRS 9
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen FVTPL 9.388 9.388
Unternehmen
Sonstige Beteiligungen FVTPL 47.999 47.999
Wertpapiere des Anlagevermögens FVTPL 132.363 21.356 111.007
Langfristige Vertragsvermögenswerte 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 14.223 0
fAK 0 5.745
FVTPL 0 0 4.941
n.a. 0 0 3.537
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fAK 556.756 556.756
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte fAK 295.287 295.287
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 204.702 0
fAK 0 120.565
HA 0 0 21.348
FVTPL 0 0 196
n.a. 0 0 62.593
Wertpapiere FVTPL 32.737 0 32.737
Flüssige Mittel fAK 829.342 829.342
2.122.797 1.886.438 170.229 0 66.130

Passiva

Wertansatz
T€ 31.12.2022 Bewertungskategorie (IFRS 9) Buchwert zu fortgeführten Anschaffungskosten Fair Value gem. IFRS 16 (Finance Leasing) keine Finanzinstrumente i. S. von IFRS 9
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 191.153 0
fAK 0 159.655
n.a. 0 0 31.498
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten fAK 0 0
n.a. 0 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 169.587 0
fAK 0 158.322
n.a. 0 0 11.265
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fAK 448.041 448.041
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 209.093 0
fAK 0 140.279
HA 0 0 41.263
n.a. 0 0 27.551
1.017.874 906.297 41.263 42.763 27.551

fAK: Kredite und Forderungen (loans and receivables); zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (other financial liabilities measured at amortized cost);
HA: für Sicherungszwecke eingesetzte Derivate (hedge accounting);
FVTPL: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (at fair value through profit or loss);
n.a.: nicht anwendbar.

Aktiva

Wertansatz
T€ 31.12.2021 Bewertungskategorie (IFRS 9) Buchwert zu fortgeführten Anschaffungskosten Fair Value gem. IFRS 16 (Finance Leasing) keine Finanzinstrumente i. S. von IFRS 9
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen FVTPL 5.460 5.460
Unternehmen
Sonstige Beteiligungen FVTPL 45.114 45.114
Wertpapiere des Anlagevermögens FVTPL 145.652 21.625 124.027
Langfristige Vertragsvermögenswerte 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 11.323 0
fAK 0 5.656
FVTPL 0 0 2.137
n.a. 0 0 3.530
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fAK 520.385 520.385
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte fAK 265.139 265.139
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 142.417 0
fAK 0 81.347
HA 0 0 2.568
FVTPL 0 0 0
n.a. 0 0 58.502
Wertpapiere FVTPL 276.014 0 276.014
Flüssige Mittel fAK 896.244 896.244
2.307.748 1.840.970 404.746 0 62.032

Passiva

Wertansatz
T€ 31.12.2021 Bewertungskategorie (IFRS 9) Buchwert zu fortgeführten Anschaffungskosten Fair Value gem. IFRS 16 (Finance Leasing) keine Finanzinstrumente i. S. von IFRS 9
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 111.103 0
fAK 0 82.863
n.a. 0 0 28.240
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 0 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten fAK 0 0
n.a. 0 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 83.271 0
fAK 0 72.133
n.a. 0 0 11.138
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fAK 371.817 371.817
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 176.274 0
fAK 0 121.519
HA 0 0 24.798
n.a. 0 0 29.957
742.465 648.332 24.798 39.378 29.957

fAK: Kredite und Forderungen (loans and receivables); zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (other financial liabilities measured at amortized cost);
HA: für Sicherungszwecke eingesetzte Derivate (hedge accounting);
FVTPL: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (at fair value through profit or loss);
n.a.: nicht anwendbar.

5.6 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung von beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten und für Zwecke der Angaben entsprechend den Bewertungsverfahren:

Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind,

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Am Bilanzstichtag hielt der Konzern folgende zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente:

T€
Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 4.941 0 0
Devisenterminkontrakte - Sicherungsbeziehung 0 21.348 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 32.737 0 111.007
Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Devisenterminkontrakte - Sicherungsbeziehung 0 41.263 0

Vorjahr:

T€
Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.137 0 0
Devisenterminkontrakte - Sicherungsbeziehung 0 2.568 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 276.014 0 124.027
Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Devisenterminkontrakte - Sicherungsbeziehung 0 24.798 0

Während der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2022 gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1, 2 und 3.

Bei allen Finanzinstrumenten in der Stufe 2 handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte zu Kurssicherungszwecken. Das verwendete Bewertungsverfahren nutzt dabei als Bewertungsbasis die von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Devisenkurse zum genannten Stichtag. Indem die zum Stichtag gültigen Devisenswapsätze (Quelle: Thomson Reuters) in Verbindung mit den oben genannten Stichtagskursen auf die bestehenden Devisengeschäfte neu angewendet werden, ergeben sich die neuen Marktwerte für die Derivate.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens entfallen ausschließlich auf Anteile an diversen Private Equity Fonds. Diese Anteile werden mit dem Übergang auf IFRS 9 zum 1. Januar 2018 im Rahmen eines der Stufe 3 zugeordneten Bewertungsverfahrens eingestuft. Hierbei werden diese Finanzinstrumente Mark to Market bewertet und anschließend ein Liquiditätsabschlag vorgenommen.

Diese zum Zeitwert bilanzierten Fondsanteile entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

T€ 2022 2021
Bilanzansatz 31. Dezember 124.027 140.813
Zugänge im Geschäftsjahr 18.572 1.207
Teilabgänge des Geschäftsjahres -18.426 -25.971
nicht realisierte ergebniswirksam erfasste Veränderungen der Mark to Market Bewertung -13.167 7.979
Beizulegender Zeitwert 31. Dezember 111.006 124.027

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar. Hierin sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IFRS 9 angehören.

Nettogewinne und -verluste nach Bewertungskategorien:

2022 Zinsen/ Dividenden zum Fair Value Wertberichtigungen aus Abgang Summe
Darlehen und Forderungen (fAK) 26.810 0 -16.751 0 10.059
Finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) 13.169 0 0 -6.666 6.503
Finanzielle Verbindlichkeiten (fAK) -9.031 0 0 -20.926 -29.957
2021 Zinsen/ Dividenden zum Fair Value Wertberichtigungen aus Abgang Summe
Darlehen und Forderungen (fAK) 17.512 0 -6.973 0 10.539
Finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) 12.053 0 0 9.954 22.007
Finanzielle Verbindlichkeiten (fAK) -7.408 0 0 786 -6.622

5.7 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Gesellschaften

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht die SMS GmbH sowohl mit den konsolidierten Unternehmen als auch mit anderen nahestehenden Unternehmen und Personen in Beziehung.

Familiengesellschafter sind Mitglieder in Aufsichts- und Verwaltungsräten von anderen Unternehmen, mit denen die SMS GmbH im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Soweit Geschäfte mit diesen Unternehmen getätigt werden, werden diese zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden im Folgenden nicht erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.

T€
Oberstes Mutterunternehmen 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen 0 0
Verbindlichkeiten 420 597
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.500 3.063
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.051 4.479
Verbindlichkeiten aus construction contracts 0 0
Forderungen aus Finanzverkehr 1.105 892
Verbindlichkeiten aus Finanzverkehr 1.511 1.649
Erbrachte Leistungen 14.571 6.981
assoziierte Unternehmen 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 841 883
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 532 190
Forderungen aus construction contracts 33 148
Verbindlichkeiten aus construction contracts 0 2.260
Forderungen aus Finanzverkehr 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzverkehr 0 0
Erbrachte Leistungen 13.709 18.198
sonstige Beteiligungen 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 226 94
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.441 3.359
Forderungen aus Finanzverkehr 0 0
Erbrachte Leistungen 2.956 2.174

Die Preisstellung erfolgt hier wie im Fremdvergleich.

5.8 Gesamtbezüge für Mitarbeitende in Schlüsselpositionen

Mitarbeitende in Schlüsselpositionen erhielten während des abgelaufenen Geschäftsjahres 7.285 T€ (Vorjahr: 3.259 T€) kurzfristige Leistungen, 1.182 T€ (Vorjahr: 1.604 T€) Pensionszusagen und 59 T€ (Vorjahr: 281 T€) sonstige langfristige Vergütungen. Als Mitarbeitende in Schlüsselpositionen werden die Geschäftsführungen der wesentlichen operativen Führungsgesellschaften verstanden. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen betrugen zum 31. Dezember 2022 7.637 T€ (Vorjahr: 10.976 T€).

Die vollständig passivierten Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen und deren Hinterbliebenen betragen zum 31. Dezember 2022 insgesamt 14.112 T€ (Vorjahr: 16.855 T€). Die laufenden Bezüge betrugen 977 T€ (Vorjahr: 1.043 T€).

Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug 131 T€ (Vorjahr: 94 T€).

5.9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

5.10 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 und § 264b HGB

Folgende inländische Gesellschaften machten im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

AMOVA GmbH

Battenfeld Industrietechnik GmbH

BST GmbH

DUMA-BANDZINK GmbH

elexis AG

EMG Automation GmbH

Fontaine Engineering und Maschinen GmbH

IAS GmbH

SMS Businesspark City GmbH

SMS digital GmbH

SMS Elotherm GmbH

SMS group GmbH

SMS Hasenclever Maschinenfabrik GmbH

SMS Sack Verwaltungs GmbH

Folgende inländische Gesellschaften machten im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch:

SMS Sack GmbH & Co. KG

SMS Schloemann-Siemag AG & Co. OHG

SMS AG & Co. OHG

5.11 Beteiligungsbesitz nach § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2022

Vollkonsolidierte Gesellschaften (§ 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Nr. Gesellschaft Anteil am Kapital
%
1 SMS GmbH DE Düsseldorf
2 SMS group GmbH DE Düsseldorf 100,00
3 QuinLogic GmbH DE Aachen 100,00
4 BST GmbH DE Bielefeld 100,00
5 MESACON Messelektronik GmbH DE Dresden 100,00
6 LUX Automation GmbH DE Düsseldorf 100,00
7 SMS digital GmbH DE Düsseldorf 100,00
8 SMS Hasenclever Maschinenfabrik GmbH DE Düsseldorf 100,00
9 SMS Sack GmbH & Co. KG DE Düsseldorf 100,00
10 SMS Sack Verwaltungs GmbH DE Düsseldorf 100,00
11 AMOVA GmbH DE Hilchenbach 100,00
12 GFI-Industriemontagen GmbH DE Hilchenbach 94,82
13 SMS AG & Co. OHG DE Hilchenbach 100,00
14 SMS Schloemann-Siemag AG & Co. OHG DE Hilchenbach 100,00
15 IAS GmbH DE Iserlohn 100,00
16 Nyquist Systems GmbH DE Landsberg am Lech 100,00
17 Fontaine Engineering und Maschinen GmbH DE Langenfeld 100,00
18 DUMA-BANDZINK GmbH DE Mönchengladbach 100,00
19 SMS Businesspark City GmbH DE Mönchengladbach 100,00
20 Amtec Kistler GmbH DE Prittriching 100,00
21 SMS Elotherm GmbH DE Remscheid 100,00
22 Battenfeld Industrietechnik GmbH DE Troisdorf 100,00
23 elexis AG DE Wenden 100,00
24 EMG Automation GmbH DE Wenden 100,00
25 Paul Wurth Deutschland GmbH DE Wiesbaden 100,00
26 Hertwich Engineering GmbH AT Braunau 100,00
27 TBK Automatisierung und Messtechnik GmbH AT Graz 100,00
28 SMS Beteiligungs-GmbH AT Vienna 100,00
29 SMS group Process Technologies GmbH AT Vienna 100,00
30 Drever International S.A. BE Liège 100,00
31 SMS Technical Services Gulf W.L.L. BH Manama 100,00
32 EMH Eletromecânica e Hidraulica Ltda. BR Belo Horizonte 100,00
33 Paul Wurth do Brasil Tecnologia e Soluções Industriais Ltda. BR Belo Horizonte 100,00
34 Vetta Tecnologia S.A. BR Belo Horizonte 50,00
35 Paul Wurth do Brasil Montagens e Manutençâo Industrial Ltda. BR Vespasiano 100,00
36 SMS group Metalurgia do Brasil Ltda. BR Vespasiano 100,00
37 SMS Metallurgical Service LLC BY Miory 100,00
38 SMS Concast Canada Inc. CA London 100,00
39 SMS Concast AG CH Zurich 100,00
40 EMG Automation (Beijing) Ltd. CN Beijing 80,00
41 Paul Wurth Metal Technology (Beijing) Co., Ltd. CN Beijing 100,00
42 SMS Siemag International Trading (Beijing) Co., Ltd. CN Beijing 100,00
43 SMS Siemag Technology (Beijing) Co., Ltd. CN Beijing 100,00
44 Shandong Kuanliang Energy Saving and Environmental Protection Technology C CN Shandong 51,00
45 BST eltromat International (Shanghai) Co., Ltd. CN Shanghai 100,00
46 Shanghai Paul Wurth Metallurgical Equipment Manufacture Co. Ltd. CN Shanghai 100,00
47 SMS Concast Trading (Shanghai) Co., Ltd. CN Shanghai 100,00
48 SMS Elotherm Induction Technology (Shanghai) Co., Ltd. CN Shanghai 100,00
49 SMS Engineering (China) Ltd. CN Shanghai 100,00
50 ARES Industrial Furnaces (Tianjin) Co., Ltd. CN Tianjin 53,45
51 SMS Siemag Technology (Tianjin) Co., Ltd. CN Tianjin 100,00
52 Paul Wurth, a.s. CZ Ostrava 100,00
53 Sidernaval Equipos Siderúrgicos S.A. ES Bilbao 100,00
54 SMS Group Technical Services (UK) Limited GB Chesterfield 100,00
55 PT SMS group Spare Part Services ID Cilegon 100,00
56 PT SMS Siemag Metallurgical Services ID Cilegon 100,00
57 SMS Meer India Private Limited IN Gurgaon 100,00
58 Esmech Equipment Private Limited IN Mumbai 90,00
59 Paul Wurth India PVT. LTD IN New Delhi 100,00
60 SMS India Pvt. Ltd. IN New Delhi 100,00
61 Paul Wurth Energy S.r.l. i.L. IT Genoa 100,00
62 Paul Wurth Italia S.pA IT Genoa 100,00
63 Hydromec S.r.l IT Gussago 100,00
64 OMAV S.pA IT Rodengo Saiano 100,00
65 SMS Italia S.r.l. IT San Donato Milanese 100,00
66 SMS group S.p.A. IT Tarcento 100,00
67 BST eltromat Japan Ltd. JP Osaka 100,00
68 CTI Systems S.à.r.l. LU Eselborn-Lentzweiler 100,00
69 Paul Wurth Geprolux S.A LU Luxembourg 100,00
70 Paul Wurth International SA LU Luxembourg 100,00
71 Paul Wurth Real Estate s.a. LU Luxembourg 59,19
72 Paul Wurth S.A. LU Luxembourg 100,00
73 SMS Investments S.A. LU Luxembourg 100,00
74 Metix Malysia Sdn. Bhd. MY Petaling Jaya 100,00
75 Paul Wurth Metallurgical Service LLC RU Kaluga 100,00
76 SMS Siemag Metallurgical Services Magnitogorsk LLC RU Magnitogorsk 100,00
77 SMS group LLC RU Moscow 100,00
78 The R.L. Best Company Inc. US Boardman 75,00
79 BST North America Inc. US Elmhurst 100,00
80 AccuWeb Inc. US Madison 100,00
81 SMS Elotherm North America, LLC US Shelby Township 100,00
82 EMG USA Inc. US Twinsburg 100,00
83 SMS group Dallas LLC US Wilmington 70,00
84 SMS group Inc. US Wilmington 100,00
85 SMS Site Services Inc. US Wilmington 100,00
86 Metix (Pty) Ltd. ZA Johannesburg 9600
87 SMS Group Properties (Pty) Ltd ZA Johannesburg 100,00
88 SMS Group Technical Services South Africa (Pty) Ltd. ZA Johannesburg 100,00

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (Angabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Nr. Gesellschaft Anteil am Kapital
%
1 Sunfire GmbH DE Dresden 16,92
2 TMT-Tapping Measuring Technology GmbH DE Siegen 50,00
3 Beijing ZHONGDINGRUITUO Metallurgical Technology Co., Ltd. CN Beijing 50,00
4 Paul Wurth IHI Co., Ltd. JP Tokyo 50,00
5 SMS ALTOR Holding SA LU Luxembourg 80,00
6 TMT-Tapping Measuring Technology S.à r.l LU Luxembourg 50,00
7 Paul Wurth Kovrov JSC RU Kovrov 55,00

Folgende Gesellschaften werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen (Angabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB):

Name und Sitz der Gesellschaft Geschäftsjahr
INLAND
1 WeAre GmbH DE Berlin 31.12.2021
2 CATALYTIC Power Solutions GmbH DE Bremen 31.12.2021
3 Acaris Elektronik Holding GmbH DE Düsseldorf 28.02.2021
4 Acaris Galvanik Holding GmbH DE Düsseldorf 31.12.2021
5 SMS Insurance GmbH DE Düsseldorf 31.12.2021
6 Primobius GmbH DE Hilchenbach 30.06.2022
7 NEOVAC GmbH DE Karlstein 31.12.2021
8 SIV Siegerländer Industrieverpackungs GmbH DE Kreuztal 31.12.2021
9 CTI Systems GmbH DE Neubrandenburg 31.12.2021
10 EPI Industrieanlagenplanung GmbH DE Oer-Erkenschwick 31.12.2021
11 Y-Com Gesellschaft für Industrieautomation mbH DE Remscheid 31.12.2021
AUSLAND
12 Box Bay FZCO AE Dubai 31.12.2021
13 SMS Gulf FZE AE Dubai 31.12.2021
14 LASE Australia AU Perth 31.12.2021
15 SMS Elex AG CH Schwerzenbach 31.12.2021
16 Paul Wurth de Chile SpA i.L. CL Santiago 31.12.2021
17 Beijing Sino-Baide Technology Co., Ltd. CN Beging 31.12.2021
18 Foshan Omav Machinery Engineering Co. Ltd. CN Foshan 31.12.2021
19 CTI Systems China LLC CN Shanghai 31.12.2021
20 SMS Concast Iberica S.A. ES Barcelona 31.12.2021
21 BST Ibérica Barcelona S.L. ES Palau-Solità i Plegamans 31.12.2021
22 BST eltromat France S.A.R.L. FR Verrieres Le Buisson 31.12.2021
23 Parkegate Limited GB Chesterfield 31.12.2021
24 Battenfeld Gloucester Europe Ltd. i.L. GB London 31.12.2021
25 Battenfeld UK (Holdings) Ltd. i.L. GB London 31.12.2021
26 SMS Mevac UK Limited GB Northwich 31.12.2021
27 BST eltromat India Private Limited IN Mumbai 31.12.2021
28 EMG Automation India Private Ltd. IN Mumbai 31.12.2021
29 SMS Plastics Technology (India) Pvt. Ltd. i.L. IN New Delhi n/a
30 Pitel Engineering Pvt. Ltd. IN Thane 31.12.2021
31 SMS group Pars IR Tehran 31.12.2021
32 Silicor Materials Iceland Holding hf. IS Reykjavik n/a
33 H.S. Automation S.r.l. IT Bovezzo 31.12.2021
34 Omav Combustion S.r.l. IT Rodengo-Saiano 31.12.2021
35 BST eltromat Italia S.r.l. IT Saronno 31.12.2021
36 SMS group K.K. JP Tokyo 31.12.2021
37 Dräi Eechelen S.C.I. LU Luxembourg 31.12.2021
38 GIE Nei Hollerich LU Luxembourg 31.12.2021
39 Immobilière Campus S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
40 Immobilière Cité Judiciaire 2025 S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
41 Immobilière CPE-Bertrange/Mamer S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
42 Immobilière Dräi Eechelen S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
43 Immobilière Ecole Européenne Bertrange Mamer S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
44 Immobilière Jean Monnet 2 S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
45 Immobilière Justicia 2026 S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
46 Immobilière Justicia Tour III S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
47 Immobilière Tudor S.à r.l. LU Luxembourg 31.12.2021
48 Paul Wurth de Mexico S.A. de C.V. MX Edo. Mexico 31.12.2021
49 Battenfeld Mexico S.A. De C.V. i.L. MX Mexico City n/a
50 SMS Metallurgy Polska Sp. z o.o. PL Katowice 31.12.2021
51 SMS Metallurgy Romania S.r.l. RO Bucharest 31.12.2021
52 LASE Russia RU Lipezk 31.12.2021
53 SMS Saudi Arabia LLC SA Al Khobar 31.12.2021
54 SMS group - Nordic AB SE Stockholm 31.12.2021
55 LASE Singapore SG Singapore 31.12.2021
56 SMS GROUP AP PTE. LTD. SG Singapore 31.12.2021
57 BST eltromat South East Asia Co., Ltd. TH Bangkok 31.12.2021
58 SMS group GmbH (Thailand) Co., Ltd. TH Bangkok 31.12.2021
59 BST Istanbul Kontrol ve Otomasyon Sistemleri Ticaret ve Limited Şirketi TR Istanbul 31.12.2021
60 SMS group Metalurji Servis Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi TR Istanbul 31.12.2021
61 SMS Technical Service TOV UA Mariupol 31.12.2020
62 Omav Automation LLC US Dallas/TX 31.12.2021
63 SMS Concast America Inc. US Pittsburgh 31.12.2021
64 CTI Systems Inc. US Waukesha 31.12.2021
65 SISA USA Inc. US Wilmington 31.12.2021
66 SMS group Vietnam Co., Ltd. VN Ho Chi Minh City 31.12.2021
Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Landeswährung Kurs Eigenkapital
1.000 (LW)
Ergebnis n. St.
1.000 (LW)
INLAND
1 WeAre GmbH 100,00 EUR 1,000 -1.390 -608
2 CATALYTIC Power Solutions GmbH 100,00 EUR 1,000 0 0
3 Acaris Elektronik Holding GmbH 33,33 EUR 1,000 502 305
4 Acaris Galvanik Holding GmbH 33,33 EUR 1,000 152 -359
5 SMS Insurance GmbH 100,00 EUR 1,000 71 1.234
6 Primobius GmbH 50,00 EUR 1,000 6.794 -1.124
7 NEOVAC GmbH 25,10 EUR 1,000 6.564 0
8 SIV Siegerländer Industrieverpackungs GmbH 50,00 EUR 1,000 1.161 18
9 CTI Systems GmbH 100,00 EUR 1,000 -439 -1
10 EPI Industrieanlagenplanung GmbH 100,00 EUR 1,000 269 -183
11 Y-Com Gesellschaft für Industrieautomation mbH 100,00 EUR 1,000 780 0
AUSLAND
12 Box Bay FZCO 66,67 AED 4,177 573 -1.186
13 SMS Gulf FZE 100,00 AED 4,177 3.337 990
14 LASE Australia 100,00 AUD 1,565 -7 -35
15 SMS Elex AG 60,00 CHF 1,036 -1.540 45
16 Paul Wurth de Chile SpA i.L. 100,00 CLP 968,894 0 0
17 Beijing Sino-Baide Technology Co., Ltd. 23,00 CNY 7,250 79.596 6.015
18 Foshan Omav Machinery Engineering Co. Ltd. 80,00 CNY 7,250 23.491 4.504
19 CTI Systems China LLC 100,00 CNY 7,250 -2.495 1.829
20 SMS Concast Iberica S.A. 100,00 EUR 1,000 1.197 3
21 BST Ibérica Barcelona S.L. 100,00 EUR 1,000 452 26
22 BST eltromat France S.A.R.L. 100,00 EUR 1,000 319 25
23 Parkegate Limited 100,00 GBP 0,840 515 0
24 Battenfeld Gloucester Europe Ltd. i.L. 100,00 GBP 0,840 30 0
25 Battenfeld UK (Holdings) Ltd. i.L. 100,00 GBP 0,840 9 0
26 SMS Mevac UK Limited 100,00 GBP 0,840 -27 0
27 BST eltromat India Private Limited 51,00 INR 84,420 276.786 34.592
28 EMG Automation India Private Ltd. 100,00 INR 84,420 149.006 26.488
29 SMS Plastics Technology (India) Pvt. Ltd. i.L. 100,00 INR 84,420 n/a n/a
30 Pitel Engineering Pvt. Ltd. 100,00 INR 84,420 18.937 670
31 SMS group Pars 99,00 IRR 47.762,399 -796.108.185 -17.777.999
32 Silicor Materials Iceland Holding hf. 20,60 ISK 147,600 n/a n/a
33 H.S. Automation S.r.l. 50,00 EUR 1,000 361 -116
34 Omav Combustion S.r.l. 100,00 EUR 1,000 1.499 -157
35 BST eltromat Italia S.r.l. 100,00 EUR 1,000 2.602 161
36 SMS group K.K. 100,00 JPY 130,915 131.841 9.004
37 Dräi Eechelen S.C.I. 100,00 EUR 1,000 0 0
38 GIE Nei Hollerich 50,00 EUR 1,000 0 0
39 Immobilière Campus S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 21 0
40 Immobilière Cité Judiciaire 2025 S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 7 0
41 Immobilière CPE-Bertrange/Mamer S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 15 0
42 Immobilière Dräi Eechelen S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 7 0
43 Immobilière Ecole Européenne Bertrange Mamer S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 13 0
44 Immobilière Jean Monnet 2 S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 98 0
45 Immobilière Justicia 2026 S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 99 0
46 Immobilière Justicia Tour III S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 48 0
47 Immobilière Tudor S.à r.l. 100,00 EUR 1,000 8 0
48 Paul Wurth de Mexico S.A. de C.V. 99,00 MXN 23,284 550 269
49 Battenfeld Mexico S.A. De C.V. i.L. 100,00 MXN 23,284 n/a n/a
50 SMS Metallurgy Polska Sp. z o.o. 100,00 PLN 4,585 1.454 552
51 SMS Metallurgy Romania S.r.l. 100,00 RON 4,949 1.637 -1.618
52 LASE Russia 60,00 RUB 85,358 5.965 3.048
53 SMS Saudi Arabia LLC 100,00 SAR 4,271 3.676 3.026
54 SMS group - Nordic AB 100,00 SEK 10,282 109 84
55 LASE Singapore 100,00 SGD 1,536 -4 -8
56 SMS GROUP AP PTE. LTD. 100,00 SGD 1,536 180 83
57 BST eltromat South East Asia Co., Ltd. 99,98 THB 37,920 12.212 6.467
58 SMS group GmbH (Thailand) Co., Ltd. 99,99 THB 37,920 4.178 586
59 BST Istanbul Kontrol ve Otomasyon Sistemleri Ticaret ve Limited Şirketi 100,00 TRY 15,071 11.881 6.004
60 SMS group Metalurji Servis Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi 100,00 TRY 15,071 6.433 1.571
61 SMS Technical Service TOV 100,00 UAH 31,057 -37.383 -39.286
62 Omav Automation LLC 90,00 USD 1,137 0 0
63 SMS Concast America Inc. 100,00 USD 1,137 0 0
64 CTI Systems Inc. 100,00 USD 1,137 12 -1
65 SISA USA Inc. 100,00 USD 1,137 4.958 0
66 SMS group Vietnam Co., Ltd. 100,00 VND 25.945,217 3.822.676 131.063

 

Düsseldorf, den 24. März 2023

SMS GmbH

Burkhard Dahmen

Torsten Heising

Hans Ferkel

Michael Rzepczyk

Katja Windt

In der Gesellschafterversammlung am 25.04.2023 wurde der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

der SMS GmbH, Düsseldorf (SMS group)

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Zusammensetzung und Geschäftsmodell des Konzerns

Die SMS group ist eine international agierende Unternehmensgruppe des Maschinen- und Anlagenbaus mit einem Schwerpunkt in der Stahl- und Nichteisen-Metallindustrie. Das Familienunternehmen wird in vierter Generation von der Familie Weiss geführt. Die Geschäftsaktivitäten der SMS group umfassen den metallurgischen Anlagenbau als Kerngeschäft, bestehend aus Neuanlagengeschäft und Services-Geschäft, sowie industrielle Beteiligungen, die das Produktportfolio ergänzen.

Die SMS group bietet Anlagen- und Servicelösungen entlang der gesamten metallurgischen Prozesskette an. Der metallurgische Anlagenbau gliedert sich in sieben Centers of Excellence (CoE), die Leistungen und Technologien an die Kunden weltweit liefern. Zu den CoE zählen Metallurgie und Umwelttechnik inklusive Hochöfen und Direktreduktionsanlagen, Flachprodukte, Langprodukte, Schmiedetechnik, Elektrik / Automation, SMS digital und Technischer Service sowie zwei produktübergreifende CoE Implementation und Supply-Chain-Management. Die Ergebnis- und Projekt-Verantwortung für Vertrieb und Abwicklung der Kundenprojekte liegt bei sechs Regionen (Americas, China, CIS/Russia, Europe, India & Asia Pacific sowie Italy, Middle East & Africa), um den Fokus auf unsere Kunden international und bereichsübergreifend auszurichten.

In den industriellen Beteiligungen sind die elexis-Gruppe und weitere Gesellschaften zusammengefasst. Sie ergänzen unser Kerngeschäft z. B. um die Bereiche Fertigungsautomatisierung, Antriebstechnik sowie Qualitätskontrolle.

Als weltweit operierendes Unternehmen ist die SMS group mit Standorten in West- und Osteuropa, der Nahostregion, Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika vertreten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 gehörten insgesamt 88 vollkonsolidierte Gesellschaften in 21 Ländern zur SMS group (Vorjahr: 91 vollkonsolidierte Gesellschaften in 22 Ländern).

Im Berichtsjahr 2022 kam es zu einem wesentlichen Zugang bei den Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. Gemeinsam mit den in Stockholm/Schweden ansässigen Investoren Altor Fund V (No. 1) AB bzw. Altor Fund V (No. 2) AB wurde im Dezember 2021 ein Kaufvertrag über den Erwerb von 50% der Anteile an dem globalen Industrieservice-Unternehmen KAEFER SE & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen, (KAEFER) geschlossen. Der Kauf wurde in 2022 wie geplant abgeschlossen. Die restlichen 50% der Anteile werden weiterhin durch die Eigentümerfamilie von KAEFER gehalten.

Die SMS group beabsichtigt mit Dekarbonisierungs-Lösungen eine führende Rolle bei der Transformation der Metallindustrie einzunehmen. Entlang der gesamten Prozesskette bietet die SMS group Technologien zur Reduktion des CO 2-Fußabdrucks an. Für die Primärroute stellen wir Dekarbonisierungs-Lösungen zur Metallerzeugung mittels grünem Wasserstoff und digitale Lösungen für Energieeinsparungen im Downstream-Bereich zur Verfügung. Für die Sekundärroute arbeiten wir an einer Vielzahl von Kunden- und Entwicklungsprojekten zur Maximierung der Recyclingquoten.

Mit der Erschließung von neuen Geschäftsfeldern, Produktinnovationen sowie einer Digitalisierungsoffensive ermöglicht die SMS group zukünftiges Unternehmenswachstum. Komplementär zu Innovationen in der Metallindustrie überträgt die SMS group ihre Kompetenzen auf andere Industriebereiche. Flexible Service- und Digitalisierungsdienstleistungen in Kombination mit Produktinnovationen bieten die Möglichkeit unser Kerngeschäft durch performancebasierte Geschäftsmodelle (Equipment-as-a-Service) zu komplettieren.

1.2. Forschung und Entwicklung

Unser Geschäftsaufwand für allgemeine Entwicklungen sowie für konstruktionsnahe Weiterentwicklungen der Produkte belief sich in 2022 auf insgesamt 129 Millionen Euro (Vorjahr: 96 Millionen Euro). Damit haben wir direkt 4,1 % vom Umsatz (Vorjahr: 3,7 % vom Umsatz) für Entwicklungen aufgewendet.

Das weltweit gestiegene Umweltbewusstsein erfordert ressourcen- und umweltschonende Verfahren und Prozesse in der Metallerzeugung. Der Dekarbonisierung der Stahlherstellungsprozesse kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Vor allem in Europa wird die Dekarbonisierung von den Herstellern und der Politik vorangetrieben. Wichtige Großinvestitionen in den Anlagenbau sind bereits beschlossen oder stehen kurz vor der Entscheidung.

Systemlösungen zur effizienten Vermeidung von CO 2-Emissionen aufgrund der zur erwartenden Kostenentwicklung für die CO 2-Zertifikate in der Zukunft bilden die Basis für Neuinvestitionen in der Anlagen- und Prozesstechnik. Die Digitalisierung bildet einen weiteren Ausgangspunkt für neue Entwicklungen, um Stahl nachhaltiger zu produzieren bzw. die Anlagen kostengünstiger zu konstruieren und betreiben zu können.

Die im nachfolgenden abgebildeten Entwicklungsprojekte zeigen exemplarisch unsere Fokussierung auf digitale Komponenten und Innovationen, die die Prozesse in der Industrie nachhaltig optimieren können:

Pfannentemperaturverfolgung über Softsensoren

Einige wichtige metallurgische Prozessgrößen sind nicht direkt messbar, können aber über modellgestützte Softsensortechnologie prognostiziert werden. Der thermische Zustand der umlaufenden Pfannen in einem Stahlwerk stellt eine Einflussgröße dar, über die die spätere Prozess- und Produktqualität abgeleitet werden kann. An dieser Stelle setzt die Softsensortechnologie an. Die Softsensortechnologie basiert auf einem dreidimensionalen, physikalischen Temperaturmodell der Pfannen und der darin befindlichen Schmelze. Mithilfe einer Echtzeit-Prognose des Temperaturverlaufs kann die ideale Stahltemperatur für den Gießprozess eingestellt werden. Das Modell wurde im vergangenen Jahr bei mehreren Kunden erfolgreich in Betrieb genommen. In einem nächsten Entwicklungsschritt werden die zu adaptierenden thermischen Randbedingungen durch KI1-gestützte Verfahren aus den Daten der laufenden Anwendungen präzisiert.

Funktionsangepasste Stahlwerkstoffe für die Additive Fertigung (AddSteel)

Das additive, metallverarbeitende Fertigungsverfahren Laser Powder Bed Fusion (LPBF2) bietet ein besonders großes Potenzial, um schnell und effektiv funktionsverbesserte Bauteile für den Maschinen- und Anlagenbau herzustellen. Aktuell steht nur ein eingeschränktes Werkstoffspektrum für dieses Fertigungsverfahren zur Verfügung. Ein Projektkonsortium, bestehend aus Fraunhofer Institut für Lasertechnik, Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel GmbH & Co. KG, Aconity GmbH und SMS group GmbH, hat drei neue Stahllegierungen mit einstellbaren Eigenschaften für den LPBF-Prozess entwickelt und industriell nutzbar gemacht. Koordiniert wurde das durch den NRW Leitmarktwettbewerb "Neue Werkstoffe" geförderte Verbundvorhaben von der SMS group GmbH.

1 Künstliche Intelligenz
2 Pulverbettbasierte Laserstrahlschmelzen

Messung der Gefügestruktur in Warmbandstraßen

Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft EMG Automation GmbH ist ein Messgerät entwickelt worden, das die Austenitkorngröße hinter einer Warmbandstraße misst. Die Messung erfolgt während der Produktion und basiert auf dem Laser-Ultra-Schall-Verfahren (LUS). Der Prototyp dieses Messgerätes ist 2022 an der Warmbandstraße von SSAB in Borlänge, Schweden erfolgreich in Betrieb gegangen.

ASRA 3: Breiten- und Ski-Erfassung mittels Radar

In einem von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt kooperieren mehrere Unternehmen sowie wissenschaftliche Institutionen wie die Ruhr-Universität Bochum und das Fraunhofer FHR zur erstmaligen Realisierung einer Konturmessung der Walzgutkante innerhalb einer Warmwalzstraße mittels Radarverfahren. Durch dieses Verfahren soll eine genaue und stabile Breitenmessung über die gesamte Walzgutlänge auch bei Skibildung (Aufbiegung der Walzgutvorderkante) und variablen Kantenformen ermöglicht werden.

In den Vorgerüsten von Warmbreitbandstraßen wird mithilfe der Staucher die gewünschte Bandbreite eingestellt. Dazu muss die aktuelle Breite gemessen werden. Um die Breite unter den anspruchsvollen Umgebungsbedingungen (Spritzwasser, Dampf, Staub und Hitze) zu gewährleisten, bietet sich die robuste Radarmesstechnik an.

3 Adaptive Regelung von Stahlbändern in Warmwalzstraßen auf Basis hochpräziser Radarsignalverarbeitungsverfahren

1.3. Beschäftigte

Der Ende Februar begonnene Krieg in der Ukraine hat die weltweite Personalarbeit in der ersten Jahreshälfte in größerem Umfang begleitet. Hierbei stand die Organisation zur Aufnahme und Erstversorgung von Geflüchteten sowie das Bereitstellen von Hilfsgütern und die Einrichtung eines Solidaritätsfonds im Vordergrund. Auch die Evakuierung von Beschäftigten aus der Ukraine sowie der Abzug ausländischen Personals aus Russland wurde zentral koordiniert.

Im dritten Jahr der Corona-Pandemie wurde der Umgang für Unternehmen und deren Beschäftigte mit den Corona-Maßnahmen mehr und mehr zu einer Selbstverständlichkeit. Im betrieblichen Arbeitsalltag haben sich veränderte Arbeitsformen, wie Home-Office oder mobiles Arbeiten, etabliert und tragen somit zu einer Reduktion des Infektionsrisikos und Auftreten von größeren Infektionsketten im Betrieb bei.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 14.421 Mitarbeitende 4 (Vorjahr: 14.544) bei der SMS group beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beschäftigtenzahl nahezu unverändert (-123 Beschäftigte / -0,8 %). Mit 5.629 im Jahresdurchschnitt (Vorjahr: 5.864) ist die Beschäftigtenanzahl im Inland rückläufig. Im Ausland stieg die Beschäftigtenzahl hingegen auf 8.792 (Vorjahr: 8.680) an. Während die Beschäftigtenzahl im Neuanlagengeschäft weiter rückläufig war, konzentrierten sich Neueinstellungen im Bereich des Services. Diese über die letzten Jahre andauernde Entwicklung zeigt die kontinuierlich zunehmende Internationalisierung und verstärkte Service-Ausrichtung der SMS group. Die Prognose des Vorjahres, dass es zu einem leichten Personalaufbau kommt, hat sich nicht bewahrheitet, insbesondere wegen einer hohen Anzahl auslaufender Montageverträge bei der Paul Wurth do Brasil Montagens e Manutenção Industrial Ltda.. Bei den größeren Landesgesellschaften in den USA und Brasilien sowie Indien, die in 2022 eine Vielzahl an größeren Auftragseingängen einbuchen konnten, wurde gezielt neues Fachpersonal eingestellt. Im metallurgischen Neuanlagengeschäft verringerte sich die Anzahl der im Jahresdurchschnitt 2022 Beschäftigten auf 8.488 (Vorjahr: 8.742). Resultierend aus den positiven Geschäftsentwicklungen, insbesondere in den USA und in Indien haben unsere dortigen Standorte den Personalstamm aufgestockt. Auch das in Brasilien etablierte Kompetenzzentrum für die industrielle Digitalisierung im Bereich von Effizienz- und Nachhaltigkeitstechnologien, Vetta Tecnologia S.A., hat die Beschäftigtenanzahl erhöht. Dies rührt aus dem weltweit gestiegenen Kundeninteresse nach energieeffizienten und optimierten Produkt- bzw. Dienstleistungslösungen. Überkompensiert wurde dieser Personalaufbau durch einen wesentlichen Rückgang der Beschäftigtenzahl bei unserer Gesellschaft Paul Wurth do Brasil Montagens e Manutenção Industrial Ltda., aufgrund auslaufender Montageverträge. Weiter plangemäß verlief der Rückgang der Beschäftigten bei der SMS group GmbH in Deutschland im Zuge des modifizierten Zukunftstarifvertrages in Verbindung mit den darin verankerten Altersteilzeitvereinbarungen.

Der Bereich Services verzeichnete weltweit einen gezielten Personalaufbau. In Summe waren 3.913 Beschäftigte (Vorjahr: 3.738) in den Bereichen Ersatzteilgeschäft, Reparaturen und Wartungen, Modernisierungen von bestehenden Anlagen inklusive Performance-Verbesserungen oder Consulting-Aktivitäten angestellt.

Die Anzahl der Beschäftigten bei den industriellen Beteiligungen blieb im Jahresdurchschnitt mit 2.020 stabil (Vorjahr: 2.064).

4 Jahresdurchschnitt, inklusive Auszubildende

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft stand im Jahr 2022 vor einer Reihe gravierender Herausforderungen. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine, dadurch rasant ansteigende Energiepreise, hohe Inflationsraten und die damit einhergehende Verschärfung der Finanzierungsbedingungen durch Zinserhöhungen verschlechterten die Aussichten der Industrie. Weiterhin belastete die bis zum Jahresende in China praktizierte "Null-Covid"-Strategie die globalen Lieferketten, was zu einer weiteren Dämpfung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums führte.

Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds hat sich das Weltwirtschaftswachstum von 6,0 % in 2021 auf 3,2 % in 2022 halbiert und wird 2023 auf 2,7 % weiter zurückgehen. Dies bedeutet das schwächste Wachstum seit 2001, mit Ausnahme der Finanzkrise und der Anfangsphase der Pandemie. Über ein Drittel der Weltwirtschaft verzeichnete 2022 in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen ein negatives Wirtschaftswachstum. Hierzu zählten die USA in der ersten Hälfe des Jahres und die Eurozone in der zweiten Hälfte des Jahres. Im Jahresvergleich schrumpfte das Wirtschaftswachstum in Industrienationen von 5,2 % in 2021 auf 2,4 % und in Schwellen- und Entwicklungsländern auf 3,7 % in 2022 (2021: 6,6 %).

Die direkten und indirekten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine verschärften weltweit die wirtschaftlichen Unsicherheiten. Neben der humanitären Notlage in der Ukraine, verbunden mit einer Vielzahl von Kriegsflüchtigen, sehen sich Unternehmen und Verbraucher seither mit gestiegenen Rohstoffpreisen, gestörten Lieferketten und drohenden Engpässen bei der Energieversorgung konfrontiert. So stieg die globale Inflation von 4,7 % im Jahr 2021 auf 8,8 % im Jahr 2022. Ein Rückgang der Inflation auf Vorjahresniveau wird sich voraussichtlich erst in 2024 einstellen. Zur Wahrung der Preisniveaustabilität erhöhten sowohl die EZB (auf 2,5 %) für den Euroraum als auch die FED in den USA (auf 4,25 % - 4,5 %) in mehreren Zinsschritten ihren Leitzins um jeweils bis zu 0,75 Prozentpunkte.

Das Wirtschaftswachstum in China sank im Vergleich zum Vorjahr mit -4,9 Prozentpunkten deutlich stärker als z. B. in Indien (-1,9 Prozentpunkte). Neben der Null-Covid-Politik und den damit verbundenen Produktionsstopps leidet die chinesische Wirtschaft unter einer schweren Immobilienkrise, schwacher Binnennachfrage und hoher Staatsverschuldung. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Exporte Chinas zum Ende des Jahres gesunken. Insbesondere mit den USA nahm der Außenhandel Chinas im Oktober 2022 um 10,4 % ab.

Neben der Ukraine-Krise, den weltweit hohen Inflationsraten, gestiegenen Energiepreisen, der Corona-Pandemie und Lieferkettenengpässen führen insbesondere in den Industrienationen der steigende Wettbewerbsdruck aus Asien und die umweltpolitischen Herausforderungen zu einem umfassenden Handlungsbedarf in Politik und Wirtschaft. Hinzu kommt, dass die Verschärfung der Finanzierungsbedingungen die Weltkonjunktur belastet.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der seit Februar andauernde Krieg in der Ukraine hat sowohl die globale Konjunktur als auch die Stahlmarktentwicklung stark beeinträchtigt. In einem von Energiekrise, hoher Inflation und steigenden Zinsen gekennzeichneten Marktumfeld stagnierte auch der weltweite Stahlmarkt im vergangenen Geschäftsjahr 2022.

Größter Treiber der Inflation, insbesondere im europäischen Raum, waren und sind die gestiegenen Preise im Bereich der fossilen Energien. Die bisherige Preis-Aufwärtsspirale des Gaspreises erreichte Ende August 2022 an der niederländischen TTF 5-Börse den Höhepunkt mit 346 Euro für eine Megawattstunde. Der Ölpreis Brent zum Ende des zweiten Quartals belief sich auf rund 123 US-Dollar, was einem Zehnjahreshöchststand entspricht. Neben der Energie zur Stahlerzeugung stiegen auch Eisenerzpreise und Legierungselemente wie Nickel zeitweise deutlich an. Nach einer massiven Preiserhöhung für Nickel auf ein neues Rekordhoch von über hunderttausend Dollar pro Tonne Anfang März hat die Londoner Metallbörse LME 6 zwischenzeitlich sogar den Handel ausgesetzt. Nach deutlichem Anstieg in 2021 zogen die Stahlpreise zum Ende des ersten Quartals 2022 insbesondere im europäischen Raum erneut an. Der Warmbandpreis in Europa stieg innerhalb des Monats März um über 40 %. Nach der Preisexplosion insbesondere in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2022 sind die Energie- und Stahlpreise zum Ende des Jahres wieder gesunken.

Die weltweite Rohstahlproduktion sank im vergangenen Jahr 2022 um 4,3 % gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich hierfür waren ein starker Einbruch der Nachfrage infolge der Inflation, Unterbrechungen der Lieferketten und die Immobilienkrise in China. Die Stahlnachfrage sank in China das zweite Jahr in Folge (-4,0 %). Die größten Einbrüche verzeichneten die Region CIS (-9,2 %), Zentral- und Südamerika (-7,8 %) und die Europäische Union inklusive Großbritannien (-3,5 %). Lediglich in Afrika und Südostasien ist die Stahlnachfrage, ausgehend von niedrigem Niveau, signifikant gestiegen.

Die installierte Rohstahlkapazität dagegen stieg im vierten Jahr in Folge und wuchs leicht um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr auf 2,68 Milliarden Tonnen. Aufgrund des gesunkenen Produktionsvolumens hat sich die weltweite Überkapazität deutlich auf 30 % erhöht (Vorjahr: 26 %).

Trotz des hohen Energiebedarfs zeigte sich die weltweite Primäraluminiumproduktion unbeeindruckt vom rasanten Anstieg der Energiekosten und bewegte sich mit rund 68 Millionen Tonnen leicht über Vorjahresniveau (67 Millionen Tonnen). Regional zeigten sich aber zum Teil deutliche Unterschiede. Während die Produktion in Europa deutlich rückläufig war (-12,5 %), zeigte sich eine Ausweitung der Produktionsmengen in Südamerika (+10,7 %) und im Gebiet der Golfstaaten (+3,1 %). Daneben trug China, wo bereits über die Hälfte der weltweiten Produktionskapazitäten liegen, mit einem Produktionswachstum von weiteren +4,0 % zur Vergrößerung des weltweiten Primäraluminiumaufkommens bei.

5 Title Transfer Facility = Virtueller Handelspunkt über den der Erdgashandel abgewickelt wird
6 London Metal Exchange

2.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der SMS group umfassen Auftragseingang, Umsatzerlöse, Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT), Nettoliquidität und Anzahl an Beschäftigten. Diese bilden die Grundlage für operative und strategische Managemententscheidungen:

Der Auftragseingang ist definiert als die Summe aller in der jeweiligen Berichtsperiode erhaltenen Kundenbestellungen, bei denen folgende Kriterien erfüllt sind:

Vorhandensein vertraglich vereinbarter Voraussetzungen für Inkrafttreten des Vertrags

Abschluss der Prüfung zur Ausfuhrgenehmigungspflicht

Absicherung von Fabrikations- und Zahlungsrisiken

Sicherstellung der Finanzierung des Projekts durch den Kunden

Die Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt

Die Herleitung der Nettoliquidität ist unter der Konzernkapitalflussrechnung abgebildet

Die Beschäftigtenzahl entspricht dem Jahresdurchschnitt der Arbeitnehmer inklusive Auszubildenden (§ 267 Abs. 5 HGB)

2.4. Geschäftsverlauf

Trotz des Kriegs in der Ukraine sowie der anhaltenden Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie und Störungen in den globalen Lieferketten erzielte die SMS group mit einem Auftragseingang in Höhe von 4.612 Millionen Euro zum zweiten Mal in Folge eine erhebliche Volumensteigerung. Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, da sowohl der chinesische als auch der russische Markt im vergangenen Geschäftsjahr 2022 eingebrochen oder gar gänzlich weggebrochen sind. Infolge des russischen Krieges in der Ukraine und der damit international verhängten Sanktionen gegen Russland haben wir das Neuanlagengeschäft in Russland und Belarus komplett eingestellt. Bestandsaufträge mit Kunden in Russland wurden rückabgewickelt oder sistiert. In China erfuhren wir seit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen strikten, flächendeckenden Lockdowns im Zuge der bis Anfang Dezember praktizierten "Null-Covid"-Strategie eine merkliche Zurückhaltung bei Investitionen. Insbesondere die fortschreitende Abschottung Chinas gegenüber dem Rest der Welt führte dazu, dass der chinesische Markt hauptsächlich von lokalen Anbietern bedient wird.

Der kontinuierliche Anstieg der weltweiten Aluminiumproduktion spiegelt sich in unseren Auftragsbüchern wider. In den USA hat sich unser langjähriger Kunde Steel Dynamics Inc. entschieden, mit der SMS group als Partner für die Anlagenlieferung, in die Produktion von Aluminiumband einzusteigen.

Neben den Großprojekten und Modernisierungen steht weiterhin das Wachstum im Technischen Service, Elektrik / Automation und Digitalisierung im Vordergrund. Mit einem neuen Integrated Assessment & Consulting-Ansatz fokussieren wir uns auf die ganzheitliche Analyse von Anlagen. Ziele sind die Identifikation von Potenzialen durch die Verbesserung der Produktivität, der Qualität bzw. der Zuverlässigkeit und die Bildung von Partnerschaften über den Lebenszyklus der Maschinen und Anlagen.

2.5. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.5.1 Ertragslage

Auftragseingang

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 steigerte sich das Auftragseingangsvolumen der SMS group zum zweiten Mal in Folge und überstieg mit 4.612 Millionen Euro den Vorjahreswert um 31,5 % (Vorjahr: 3.507 Millionen Euro). Insbesondere in den USA sowie in Indien konnte eine Vielzahl größerer Auftragseingänge verzeichnet werden. Hingegen wurden in Russland Auftragseingänge der Vorjahre und des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022 storniert, was zu einem negativen Auftragseingangswert in 2022 führte. Unsere Prognose hinsichtlich eines gleichbleibenden Auftragseingangs auf Vorjahresniveau hat sich nicht bestätigt, da deutlich mehr Kundenaufträge als erwartet gewonnen werden konnten.

Mit einem Volumen von 3.090 Millionen Euro (Vorjahr: 2.285 Millionen Euro) konnten wir im Bereich des metallurgischen Anlagenbaus eine wesentliche Steigerung (+35,2 %) bei den Auftragseingangsbuchungen erzielen. Der Anstieg des Auftragseingangs liegt zum einen begründet in Nachholeffekten aus den coronabedingten, zurückgestellten Investitionsvorhaben. Zum anderen ist die Nachfrage nach Investitionen in eine verbesserte Anlageneffizienz und von Dekarbonisierungs-Lösungen weiterhin hoch.

Auch das Services-Geschäft profitierte von dieser positiven Entwicklung. Zudem führte die Ausweitung des Dienstleistungsangebots wie Consulting und Training im Services-Geschäft zu einer Steigerung des Auftragseingangsvolumens um 20,6 % auf 960 Millionen Euro (Vorjahr: 795 Millionen Euro).

Der Auftragseingang der industriellen Beteiligungen verbesserte sich deutlich und steigerte sich auf 587 Millionen Euro (Vorjahr: 448 Millionen Euro). Im Wesentlichen ist dies durch eine erhöhte Nachfrage bei Aluminiumprodukten begründet.

Die geografische Verteilung des Auftragseingangs stellte sich in 2022 für die SMS group wie folgt dar:

- Nordamerika: 35,7 % (Vorjahr: 17,2 %)
- Indien: 24,4 % (Vorjahr: 13,0 %)
- Westeuropa: 19,5 % (Vorjahr: 20,5 %)
- Sonstiges Asien: 8,9 % (Vorjahr: 2,6 %)
- China: 6,3 % (Vorjahr: 13,0 %)
- MENA: 4,5 % (Vorjahr: 12,4 %)
- Lateinamerika: 3,8 % (Vorjahr: 8,0 %)
- Afrika: 0,8 % (Vorjahr: 0,5 %)
- Osteuropa: -3,8 % (Vorjahr: 12,8 %)

Auftragsbestand

Aufgrund des stark angestiegenen Auftragseingangs im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 wuchs der Auftragsbestand deutlich an und übertraf mit 5.517 Millionen Euro den Vorjahreswert (Vorjahr: 3.944 Millionen Euro).

Gewinn- und Verlustrechnung

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete Umsatz in Höhe von 3.139 Millionen Euro legte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 um 580 Millionen Euro (Vorjahr: 2.559 Millionen Euro, +22,7 %) zu. Unsere Prognose in Bezug auf ein signifikant verbessertes Umsatzniveau sehen wir bestätigt.

Der Umsatz folgte der positiven Entwicklung im Auftragseingang. Im metallurgischen Anlagengeschäft verbesserte sich das Umsatzniveau von 1.469 Millionen Euro auf 1.857 Millionen Euro. Ähnlich hohe Zuwächse verzeichnete das Services-Geschäft. Hier wuchs der erzielte Umsatz um 164 Millionen Euro an und belief sich zum Geschäftsjahresende 2022 auf 880 Millionen Euro (Vorjahr: 716 Millionen Euro). Mit 420 Millionen Euro entwickelte sich auch der Umsatz im Bereich der industriellen Beteiligungen positiv und folgte der Belebung der geschäftlichen Aktivitäten im Auftragseingang (Vorjahr: 392 Millionen Euro).

Die geografische Verteilung des Umsatzes der SMS group in 2022 stellte sich wie folgt dar:

- Nordamerika: 26,4 % (Vorjahr: 26,2 %)
- Westeuropa: 22,7 % (Vorjahr: 28,7 %)
- China: 13,5 % (Vorjahr: 16,0 %)
- Indien: 9,7 % (Vorjahr: 7,3 %)
- Lateinamerika: 8,6 % (Vorjahr: 5,5 %)
- MENA: 7,0 % (Vorjahr: 4,2 %)
- Sonstiges Asien: 6,0 % (Vorjahr: 4,7 %)
- Osteuropa: 4,8 % (Vorjahr: 6,8 %)
- Afrika: 1,3 % (Vorjahr: 0,6 %)

Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu einer Änderung der Bewertung bei der erfahrungsbasierten Risikovorsorge. Daher wurden die entsprechenden GuV-Positionen des Geschäftsjahres 2021 rückwirkend angepasst. Dies führte zu einer Erhöhung der Herstellkosten des Umsatzes 2021 um 72 Millionen Euro. Gegenläufig entwickelten sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (+14 Millionen Euro), so dass sich daraus eine Reduzierung des Jahresüberschuss 2021 um 58 Millionen Euro ergab.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz steigerte sich im Geschäftsjahr 2022 um rund 80 Millionen Euro auf 567 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 486 Millionen Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich höheren Umsatz im abgeschlossenen Geschäftsjahr. Jedoch fiel die Bruttomarge im Verhältnis zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht ab und liegt mit 18,1 % um 0,9 Prozentpunkte unter der des Vorjahres (19,0 %). Negativ wirkte sich hier die erfahrungsbasierte Risikovorsorge in Höhe von 20 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 17 Millionen Euro) aus und insbesondere die Belastungen aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine (u.a. Preissteigerungen bei Energie und Material). Daneben belastete die nach wie vor hohe Unterdeckung infolge von Auslastungsschwankungen das Bruttoergebnis.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 sind sowohl unsere Vertriebs- als auch unsere Verwaltungskosten deutlich gestiegen. Ursächlich hierfür sind maßgeblich die nach der Corona-Pandemie anziehenden Vertriebsaktivitäten, die sich in weltweit verstärkten Reisetätigkeiten und Messepräsenzen widerspiegeln.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 betrugen die sonstigen Erträge 166 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 99 Millionen Euro). Ursächlich hierfür ist die Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen, im Wesentlichen für Restrukturierungen.

Zum Geschäftsjahresende 2022 betrugen die sonstigen Aufwendungen 226 Millionen Euro (Vorjahr: 148 Millionen Euro). Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Wertberichtigungen von Vermögenswerten russischer Gesellschaften zurückzuführen. Daneben fielen die Aufwendungen im Bereich der technischen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 21 Millionen Euro höher aus. Des Weiteren finden in den sonstigen Aufwendungen Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenskäufen identifizierten immateriellen Vermögenswerten Berücksichtigung.

Das Beteiligungsergebnis in 2022 betrug -1 Millionen Euro (Vorjahr: -10 Millionen Euro).

Das Finanzergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf -20 Millionen Euro (Vorjahr: +3 Millionen Euro). Diese rückläufige Entwicklung ist vor allem begründet durch negative Marktwertveränderungen bei den Wertpapieren sowie durch Abschreibungen und Verluste bei der Veräußerung von kurzfristig gehaltenen Anleihen.

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) bewegte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 mit 19 Millionen Euro nahezu auf dem Niveau des angepassten Vorjahreswert (15 Millionen Euro). Trotz einer signifikanten Steigerung des Umsatzniveaus (+22,7 %) konnte das Bruttoergebnis nicht in gleichem Maße davon profitieren. Hohe Auftragskosten sowie eine weiterhin hohe Unterdeckung in Folge von Auslastungsschwankungen belasteten das Bruttoergebnis. Insbesondere die finanziellen Folgen aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sowie gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten wirkten sich negativ auf das Jahresergebnis aus. Unsere Prognose hinsichtlich einer leichten Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) bzw. einer weiteren positiven Fortentwicklung sehen wir bestätigt, allerdings auf einem niedrigen Niveau.

2.5.2 Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2022 lag die Bilanzsumme der SMS group bei 4.953 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 4.675 Millionen Euro). Bezogen auf den Vorjahresendwert entspricht dies einer prozentualen Veränderung von +5,9 %.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 2.009 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 1.663 Millionen Euro). Der deutliche Aufbau resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme von 50 % der Anteile an KAEFER SE & Co. Kommanditgesellschaft, Bremen. Zudem führten die fortschreitenden Bauaktivitäten am Standort Mönchengladbach (Neubau eines Hauptverwaltungsgebäudes, dem SMS Campus) zu einer Erhöhung der Sachanlagen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich in Summe um 68 Millionen Euro auf 2.944 Millionen Euro (Vorjahr: 3.012 Millionen Euro). Aufgrund der weiter verbesserten Auftragslage im Geschäftsjahr 2022 kam es zu einem weiteren Aufbau des Vorratsvermögens (+114 Millionen Euro) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+67 Millionen Euro). Gegenläufig wirkte sich die Reduzierung der Wertpapiere (-243 Millionen Euro) sowie der Flüssigen Mittel (-67 Millionen Euro) aus, welche zur Finanzierung der Investitionen sowie der Sicherung der Liquiditätssituation verwendet wurden.

2.5.3 Finanzlage

Das Eigenkapital belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf 953 Millionen Euro und überschreitet damit das Niveau des angepassten Vorjahres (776 Millionen Euro) signifikant. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen eine Reduzierung der Pensionsrückstellungen, bedingt durch einen deutlichen Anstieg des Diskontierungszinssatzes von 1,3 % auf 4,2 %, die ergebnisneutral gegen das Eigenkapital gebucht wird. Folglich verbessert sich die Eigenkapitalquote um 2,6-Prozentpunkte auf 19,2 % (Vorjahr angepasst: 16,6 %). Aufgrund der Anpassung einer Bilanzierungsmethodik hat sich das Eigenkapital zum 1. Januar 2021 um 177 Millionen Euro auf 862 Millionen Euro erhöht.

Die Erhöhung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (+80 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus einem Darlehen von 110 Millionen Euro zur Finanzierung des Erwerbs der Anteile an KAEFER, das über einen Zeitraum von fünf Jahren zurückzuzahlen ist. Zudem sind rund 60 Millionen Euro aus der zweiten Rate des Erwerbs der restlichen Anteile an der Paul Wurth-Gruppe in 2026 fällig.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen reduzierten sich auf 573 Millionen Euro, wesentlich bedingt durch einen Anstieg des Diskontierungszinssatzes bei der Bewertung der Pensionen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen beliefen sich auf 1.060 Millionen Euro (Vorjahr: 1.189 Millionen Euro).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 2.939 Millionen Euro stiegen um 230 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: 2.709 Millionen Euro).

Der Anstieg bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (+86 Millionen Euro) ist hauptsächlich durch einen Überbrückungskredit in Höhe von 75 Millionen Euro begründet, welcher als Zwischenfinanzierung für den Bau der Immobilie des SMS Campus am Standort Mönchengladbach dient. Durch die sich weiterhin positiv entwickelnde Auftragslage im Geschäftsjahr 2022 erhöhten sich die Kundenanzahlungen, was sich unmittelbar in einer Erhöhung der kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten um 54 Millionen Euro auf 1.153 Millionen Euro widerspiegelt. In diesem Zusammenhang stiegen auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 372 Millionen Euro auf 448 Millionen Euro an. Gegenläufig entwickelten sich die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen, welche sich im Geschäftsjahr 2022 um 31 Millionen Euro auf 926 Millionen Euro verringert haben. Daneben kam es im Geschäftsjahr 2022 zu einer Änderung der Bewertung bei der erfahrungsbasierten Risikovorsorge. Diese Änderung erfolgte gemäß IAS 8.19 retrospektiv und erfolgsneutral zum 1. Januar 2021. Daher wurden die entsprechenden Bilanz- und GuV-Positionen des Geschäftsjahres 2021 rückwirkend angepasst. Der Vorjahreswert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen wurde um 161 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro reduziert.

Liquidität

Die Flüssigen Mittel beliefen sich zum Geschäftsjahresende 2022 auf 829 Millionen Euro (Vorjahr: 896 Millionen Euro). In 2022 betrug der Mittelabfluss aus der Geschäftstätigkeit -92 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: Mittelzufluss +297 Millionen Euro). Dem positiven EBIT in Höhe von 39 Millionen Euro steht eine Erhöhung beim Working Capital (-45 Millionen Euro) gegenüber, was auf eine weitere Belebung unserer Geschäftsaktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen ist. In den Veränderungen der sonstigen Rückstellungen bzw. des Nettoumlaufvermögens sind Effekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen für Prozessrisiken und Restrukturierung berücksichtigt.

Maßgeblich getrieben durch den Anteilserwerb von KAEFER stieg der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit auf -390 Millionen Euro (Vorjahr angepasst: -151 Millionen Euro) an. Daneben steht der Anstieg bei den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Neubau unseres SMS Campus in Mönchengladbach. Im Zuge der Optimierung unserer ERP-Systemlandschaft wurden Aufwendungen für das Projekt SAP S4/HANA getätigt.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit lag bei 410 Millionen Euro (Vorjahr: 74 Millionen Euro). Diese deutliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Finanzverbindlichkeiten sowie aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens.

Die unterhalb der Konzernkapitalflussrechnung hergeleitete Nettoliquidität zum 31. Dezember 2022 hat sich im Vergleich zum Vorjahr (978 Millionen Euro) auf 501 Millionen Euro reduziert. Dabei haben sich die Flüssigen Mittel um 67 Millionen Euro auf 829 Millionen Euro und die Wertpapiere des Umlaufvermögens um 243 Millionen Euro auf 33 Millionen Euro vermindert sowie die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 167 Millionen Euro auf 361 Millionen Euro erhöht. Die Entwicklung entsprach dabei der Prognose des Vorjahres.

Die branchenüblichen erhaltenen Anzahlungen werden über Bankgarantien abgesichert. Der Anteil genutzter Aval- und Kreditlinien beträgt rund 54 % (Vorjahr: 51 %).

3. Risiko- und Chancenbericht

Konzerneinheitliches Chancen- und Risikomanagement

Die SMS group verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem für den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess. Das Risikomanagementsystem wird zentral gesteuert und bezieht alle wesentlichen Organisationseinheiten der SMS group in den Prozess ein. Der Bereich Finance informiert in regelmäßigen Abständen oder bei Bedarf ad-hoc die Geschäftsführung über Ereignisse des Risikomanagementsystems. Das vorrangige Ziel des Systems ist eine frühzeitige Erkennung von potenziellen Risiken und Chancen, die die Erreichung der Unternehmensplanung negativ oder positiv beeinflussen könnten.

Compliance

Die Geschäftsführung der SMS group ist verpflichtet, wirksame Compliance-Instrumente zu etablieren, um die Einhaltung der relevanten Rechtsvorschriften sowie der internen Vorgaben sicherzustellen, damit insbesondere den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährdende Entwicklungen vermieden oder früh erkannt werden können.

Das Compliance Management System (CMS) der SMS group wurde auch in 2022 systematisch weiterentwickelt.

Ein wichtiger Bestandteil des CMS ist das in 2020 weltweit eingeführte elektronische Hinweisgebersystem. Dieses ermöglicht die rechtskonforme und effiziente Bearbeitung anonymer und nicht-anonymer Hinweise. Das Hinweisgebersystem wird gut angenommen und nicht missbraucht. Mithilfe der eingegangenen Meldungen konnte unter anderem Fehlverhalten abgestellt und Schäden vom Unternehmen abgewendet werden.

Das Compliance-Programm der SMS group befasst sich zurzeit im Schwerpunkt mit den Themen Korruptionsprävention und Kartellrecht. Die Anzahl der Verträge mit vertriebsnahen Dienstleistern konnte auch in diesem Jahr weiter reduziert werden. Es wurde eine Richtlinie zum Umgang mit Intermediärskonstellationen eingeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Umsetzung der Anforderungen des Gesetzes über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz). In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe wurde eine Risikoanalyse bei der SMS group GmbH und ihren Tochtergesellschaften sowie bei den direkten Lieferanten durchgeführt. Darauf basierend wurden risikomindernde Maßnahmen ergriffen und eine Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte abgegeben. Weiterhin wurden Menschenrechts- und Umweltbeauftragte sowie entsprechende Ansprechpartner in den relevanten Bereichen benannt. Das Risikomanagementsystem wird auch in 2023 weiter ausgebaut.

Im Berichtsjahr 2022 wurden wieder gruppenweit Compliance-Schulungen durchgeführt, die einen wesentlichen Beitrag zur Sensibilisierung der Beschäftigten und zur Risikominimierung leisten. Dabei wurde überwiegend auf digitale und hybride Formate gesetzt. Außerdem wurde ein Compliance E-Learning-Tool eingeführt, zunächst für die deutschen Gesellschaften. Die gruppenweite Einführung folgt in 2023.

Die Einhaltung von Vorgaben anderer Rechtsgebiete, wie Datenschutz und Exportkontrolle, wird hauptverantwortlich in den Fachabteilungen nachgehalten, die von der zentralen Compliance-Abteilung unterstützt werden. Hier lag ein Schwerpunkt auf der Unterstützung bei dem Umgang mit den Sanktionen gegen Russland. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Bereich HR-Compliance und den Herausforderungen des rechtskonformen Einsatzes von Fremdpersonal.

Interne Revision

Die Interne Revision unterstützt die Geschäftsführung bei der Wahrnehmung ihrer Kontroll- und Überwachungsfunktion. Wesentliche Zielsetzung der Internen Revision ist die Unterstützung bei der Aufdeckung und Reduzierung von Risiken durch die Erbringung unabhängiger und objektiver Prüfungs- und Beratungsleistungen.

Jährlich wird ein Audit Plan erstellt und durch die Geschäftsführung der SMS GmbH genehmigt. Der Audit Plan umfasst Vorschläge der Geschäftsführungen der SMS group GmbH, der elexis AG, der Paul Wurth S.A. sowie der Internen Revision selbst. Die Interne Revision ist zentraler Bestandteil des unternehmensinternen Risikomanagements, hat eine gruppenweite Zuständigkeit und führt ihre Tätigkeit weltweit durch. Im Berichtsjahr 2022 wurden wieder diverse Audits zu unterschiedlichen Themenbereichen weltweit durchgeführt.

Die Erbringung von Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Linienfunktionen erfolgte für verschiedene Bereiche und zu unterschiedlichen Themenfeldern. Diese Leistungen betrafen u.a. das Richtlinienmanagement, die Unterstützung des Bereichs Finance bei der Durchführung der Belegaudits sowie die Beantwortung von Fragen zur Umsetzung von Maßnahmen und der damit zusammenhängenden Beratung zur praktischen Unterstützung.

Folgende Risiken und Chancen werden durch die Geschäftsführung als wesentlich eingestuft:

Ukraine-Krise

Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat Zweifel an der bisherigen weltweiten Sicherheitsarchitektur hervorgerufen und die große Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas bzw. Erdöl offenbart. Die Auswirkungen des Krieges auf die Weltwirtschaft zeichnen sich zunehmend ab. Der russische Markt wird für international tätige Unternehmen, wie es die SMS group ist, auf absehbare Zeit verschlossen bleiben, wirtschaftliche Beziehungen sind nur schwer vorstellbar. Sanktions- und exportkontrollrechtliche Vorgaben wurden seit Kriegsbeginn fortlaufend aktualisiert und umgesetzt. Unsere russischen Gesellschaften werden seither von einem lokalen russischen Management-Team geführt, welches eigenständig vor Ort handelt und von unserem technischen Know-how abgeschnitten ist.

Wirtschaftliche Folgen zeigten sich vor allem in stark gestiegenen Energie- und Materialpreisen sowie in einer Verschärfung der ohnehin schon angespannten Versorgungslage in den globalen Lieferketten. Zudem führte die Rückabwicklung von bereits unterschriebenen Aufträgen mit russischen Kunden zu erhöhten Kosten und damit zu einer Ergebnisbelastung.

Absatzrisiken und -chancen

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, hohe Energiepreise sowie die weltweit gestiegenen Überkapazitäten in der Stahlerzeugung trüben die Aussichten in der Metallindustrie ein. Seit Ausbruch des Krieges im Februar 2022 sind diverse geopolitische sowie wirtschaftliche Herausforderungen zu beobachten. Der weitere Kriegsverlauf ist mehr denn je ungewiss, auch eine geographische Ausdehnung in andere Länder/Regionen erscheint nach wie vor im Bereich des Möglichen. Da ein kurzfristiger Kurswechsel in der russischen Außenpolitik zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar ist, werden aufgrund der gegen Russland verhängten Sanktionen auch weiterhin Geschäftsaktivitäten in der Region entfallen. Die restriktive Geldpolitik der EZB und FED zur Eindämmung der Inflation bei gleichzeitig steigenden Beschaffungs- und Energiepreisen erschwert unseren Kunden zunehmend die Finanzierung von Großinvestitionen. Dieses herausfordernde Geschäftsumfeld wird durch den starken Anstieg der weltweiten Überkapazitäten in der Stahlerzeugung verschärft.

Krisenbeständige Entwicklungen wie die Transformation der Metallindustrie auf klimaneutrale Prozesse, die Urbanisierung sowie die Elektrifizierung des Mobilitätssektors bieten der SMS group die Chance, die Marktposition langfristig zu stärken. Als einer der größten industriellen CO 2-Emittenten mit 3.189,5 Millionen Tonnen CO 2-Äquivalent steht die Stahlindustrie unter Zugzwang, Investitionen zur Erfüllung der Pariser Klimaziele zu tätigen. Die SMS group gehört zu den Pionieren der grünen Stahlerzeugung. Unter dem Motto #turningmetalsgreen liefern wir bereits jetzt eine Vielzahl nachhaltiger Technologien entlang der gesamten Prozesskette zur Erzeugung von Metallhalbzeugen sowohl für Greenfield-Projekte als auch für die Erweiterungen bestehender Anlagen. Zusammen mit strategischen Partnern entwickeln und fördern wir die Produktion von grünem Wasserstoff. Der CO 2-Fußabdruck eines konventionellen Hochofens kann unter anderem durch das Einblasen von Wasserstoff um 30 Prozent reduziert werden. Unser metallurgisches Kompetenzteam arbeitet derzeit an einem neuen Ofen, der durch das Einblasen von Synthesegasen mithilfe von Plasma-Brennern ein CO 2-Einsparpotenzial von bis zu 70 Prozent realisieren kann. Unsere digitalen Lösungen wie die Viridis-Energieplattform helfen unseren Kunden, ihren Energieverbrauch auch im Downstream-Bereich zu senken. Neben Dekarbonisierungs-Lösungen für die Primärroute leisten Recyclinganlagen der SMS group einen weiteren Beitrag zur Reduktion des CO 2-Fußabdruckes und ermöglichen in Teilen den Übergang in eine Kreislaufwirtschaft.

Die Lokalisierung und Verlagerung von Wertschöpfungsketten bietet insbesondere in Regionen mit geringen natürlichen Ressourcen großes Absatzpotential für effiziente Recyclinglösungen der SMS group. Die Elektroschrott-Recyclinganlage für Aurubis oder die Batterie-Recyclinganlage von unserem Joint Venture Primobius für Mercedes-Benz verdeutlichen das Absatzpotential dieser Technologien.

Branchenspezifische Risiken

Das Risiko des Anlagenbaus besteht im Wesentlichen in der Komplexität und der langen Durchlaufzeit für die Abwicklung von Aufträgen. Diesen operativen Risiken des Anlagenbaus wird durch ein aktives Projektmanagement von Risiken, Terminen, Fortschritt und Kosten begegnet. Dadurch werden Abweichungen frühzeitig erkannt, so dass Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können.

Liquiditäts- und Finanzrisiken

Die für die SMS group bestehenden Liquiditäts- und Finanzrisiken werden durch den Bereich Corporate and Export Finance in Zusammenarbeit mit den Finanzverantwortlichen der lokalen Einheiten wahrgenommen. Das eingerichtete Risikomanagementsystem umfasst Regeln für sämtliche Konzerngesellschaften zur Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit der Unternehmensgruppe und für die Absicherung und Steuerung finanzieller Risiken aus Kundenaufträgen.

Auf Basis der strategischen Planung wird die mittelfristige Liquiditätsentwicklung der SMS group abgeleitet. Im Rahmen der monatlich erstellten rollierenden 12-Monats-Liquiditätsplanung der SMS group-Gesellschaften wird die Entwicklung der kurzfristigen Liquidität ermittelt und überwacht. Um die Finanzmittel der SMS group möglichst effizient zu nutzen, erfolgt soweit rechtlich oder regulatorisch zulässig und wirtschaftlich sinnvoll, ein Liquiditätsausgleich bei Kredit- und Anlagebedarf der Gruppengesellschaften. Hierzu werden u.a. regionale Cash Pools genutzt. Grundsätzlich erfolgen Anlagen der kurzfristigen Liquidität bei ausgewählten Banken guter Bonität aus dem Kreis unserer Aval- und Kreditbanken. Im August 2020 wurde auf Ebene der SMS GmbH eine Kreditlinie (Revolving Credit Facility) eingerichtet. Die Laufzeit dieser Finanzierungslinie beträgt drei Jahre und ermöglicht es flexibel auf Liquiditätserfordernisse zu reagieren. Im Jahr 2022 wurde die Laufzeit dieser Kreditlinie um ein weiteres Jahr bis August 2025 verlängert. Derzeit besteht für die SMS group kein Liquiditätsrisiko.

Währungsrisiken

Den finanzwirtschaftlichen Risiken im Anlagenbau, die durch Fremdwährungsgeschäfte entstehen, wirkt die SMS group durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Devisentermingeschäften, entgegen. Es wird das Ziel der vollständigen Währungssicherung verfolgt. Nach Abschluss der Vollabsicherung erfolgen Anpassungen des Sicherungsvolumens bei Veränderungen der ursprünglich geplanten Zahlungsvolumina. Der Umfang der Sicherungsgeschäfte und der zu Grunde liegenden Grundgeschäfte wird regelmäßig überprüft.

Ein unvermeidbares Risiko in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten besteht in dem zeitlichen Auseinanderfallen zwischen Abschluss der Absicherung auf Basis eines Letter of Intent (LOI) und dem Inkrafttreten des Auftrags. Dieses Risiko ist jedoch vernachlässigbar, da die Quote für den Übergang von einem LOI zu einem Auftrag bei abgesicherten Aufträgen nahezu 100 % beträgt. Im Ergebnis führen die Währungssicherungen aus Konzernsicht somit zu geringen Restrisiken. Die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden im Rahmen des IFRS-Konzernabschlusses als Hedging-Beziehungen bilanziert.

Für zum 31. Dezember 2022 bestehende ungesicherte Währungspositionen der SMS group gilt, dass eine Kursänderung von +/-3 % zu einer Wertänderung von 4,2 Millionen Euro (Vorjahr: 3,8 Millionen Euro) geführt hätte.

Ausfallrisiken aus Kundenaufträgen

Politische und wirtschaftliche Zahlungsrisiken in unseren Exportaufträgen werden, wo dies aufgrund unserer Risikoanalyse angebracht und möglich ist, unter anderem mittels privater oder staatlicher Kreditversicherungen abgedeckt. Insbesondere bei kleineren Exportaufträgen oder Aufträgen mit nur sehr geringem Einzelfertigungsvolumen greifen wir auch auf Akkreditive und Garantien zur Absicherung zurück. Forderungen gegen Kunden mit akzeptabler Bonität verbleiben als nicht besichertes Risiko. In Fällen, bei denen keine Absicherung oder vertragliche Strukturierung umsetzbar ist, wird auch im Rahmen der jeweiligen Aufträge Vorsorge getroffen.

Vertragsrisiken

Anlagenliefer- und Serviceverträge der Gesellschaften der SMS group werden überwiegend individuell erstellt und verhandelt. In diesen auf das jeweilige Einzelprojekt bezogenen Vertragswerken werden die für uns relevanten Rechtsthemen, allen voran Regelungen zur Haftung, Gewährleistung und Abnahme, explizit angesprochen und mit dem Ziel einer angemessenen Risikoverteilung individuell geregelt. Unser Risikomanagement sieht bestimmte Voraussetzungen für die Vertragsgestaltung vor, mit denen wir eine ausgewogene und rechtssichere Grundlage für unsere Vertragsbeziehungen mit den Kunden anstreben. Schulungen zu Vertragsgestaltung und Vertragsrisiken werden regelmäßig bei den Gruppengesellschaften durchgeführt.

Neben den vertraglichen Absicherungen werden Risiken durch Versicherungen abgedeckt. Für wahrscheinliche, nicht versicherte Risiken werden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Auch für Risiken, die aus Rechtsstreitigkeiten resultieren, wurden angemessene bilanzielle Vorsorgen getroffen, sofern die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist.

Beschaffungsmarktrisiken und -chancen

Die SMS group kauft unterschiedlichste Materialgruppen wie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Komponenten sowie weitere Vormaterialien und Dienstleistungen für die Herstellung der Produkte zu. Die im Berichtsjahr 2022 weiter gestiegenen Beschaffungskosten, verbunden mit einer hohen Volatilität bei den Material-, Energie- und Logistikkosten, erhöhen zunehmend das Beschaffungsrisiko der SMS group.

Störungen in den Lieferketten und die damit einhergehende reduzierte Teile- und Materialverfügbarkeit werden sich durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine voraussichtlich nur langsam auflösen. Die anhaltende Dynamik im Logistikbereich sowie Lieferengpässe bei einzelnen Materialen (Elektronikkomponenten) werden auch kurz- und mittelfristig zu Verzögerungen in den logistischen Ketten führen. Darüber hinaus können die Verfügbarkeit einzelner Energieträger (z. B. Gas) sowie die Corona-Entwicklung, insbesondere im asiatischen Raum, zu weiteren Risiken auf der Beschaffungsseite führen.

Durch die ökonomischen Unsicherheiten sowie die geopolitischen Entwicklungen wird es voraussichtlich zu einer weiteren Marktbereinigung in Form von Schließungen, Insolvenzen und Zusammenschlüssen bei unseren Lieferanten kommen.

Den dadurch gestiegenen Beschaffungsrisiken begegnen wir durch dedizierte Projektteams, welche an einer fortlaufenden Überwachung der Lieferketten, der Materialverfügbarkeiten und Lieferfähigkeit der Lieferanten arbeiten. Gestiegenen Beschaffungsrisiken während der Auftragsabwicklung treten wir durch die fortgesetzte und stärkere Diversifizierung unserer Lieferantenbasis, durch auf Total-Cost-Analysen und auf Risikoeinschätzungen orientierten Auftragsvergaben sowie intensiven Tätigkeiten zur Terminsicherung in der Abwicklung entgegen.

Um auch weiterhin neue, wettbewerbsfähige Beschaffungsmärkte zu erschließen, werden systematisch Lieferanten in Nord- und Südamerika (Mexiko, Brasilien), Asien (Südkorea, Taiwan, Vietnam, Indien, Türkei) und Europa (Süd- und Osteuropa) entwickelt. Unter Einbeziehung des globalen Supply-Chain-Netzwerkes unterliegt die systematische Entwicklung von neuen Lieferanten einem mehrstufigen Prozess. Hierbei werden neben Kosten auch Qualität und Termine berücksichtigt.

Sonstige Risiken und Chancen

Sonstige Risiken wurden im vergangenen Jahr in Cyber-Bedrohungen und dem schwelenden Taiwan-China-Konflikt gesehen. Cyber-Kriminalität stellt eine stetig wachsende Bedrohung dar. Allein im Jahr 2022 wurde ein weltweiter Schaden in Höhe von 8,4 Billionen US-Dollar verursacht. Die SMS group arbeitet daher kontinuierlich an der Erhöhung der Sicherheitsstandards. Es wurden verpflichtende E-Learnings zu den Themen "IT-Sicherheit" und "Datenschutz" abgehalten.

Auf geopolitischer Ebene belastet der Taiwan-China-Konflikt, welcher sich zum Ende des Jahres 2022 im Kontext der Verhandlungen zwischen den USA und China über engere Wirtschaftsbeziehungen intensivierte, die Stabilität der weltweiten Handelspolitik. Aufrüstung, Wirtschaftssanktionen und Militärübungen Chinas im südchinesischen Meer sorgen nach wie vor für große Unsicherheit und wirtschaftlichen Schaden. Eine weitere Militarisierung der Außenpolitik Chinas könnte den Handelsstreit weiter verschärfen.

Nach den deutlichen Leitzinserhöhungen im abgelaufenen Jahr 2022 durch die FED und EZB aufgrund der hohen Inflation ist der weitere Kurs der Geldpolitik in 2023 von zentraler Bedeutung für die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung. Aufgrund der verlangsamenden Inflationsdynamik sind moderatere Zinsanstiege zu erwarten.

Die Abkehr Chinas von der "Null-Covid"-Strategie zum Jahresende 2022 und die verstärkten Reiseaktivitäten von und nach China könnten zu einer neuen, ansteckenden Virusmutation führen, die sich auch in der restlichen Welt ausbreiten könnte. Das Ausmaß dieses Risikos ist nach wie vor nicht verlässlich quantifizierbar und könnte für die Geschäftstätigkeiten der SMS group Risiken mit sich bringen.

Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Sämtliche zuvor beschriebenen Risiken und Chancen, mit denen sich die SMS group konfrontiert sieht, unterliegen hinsichtlich ihrer Einflüsse auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns einer kontinuierlichen Kontrolle und Steuerung. Die Identifizierung und aktive Steuerung der unternehmerischen Risiken über ein umfassendes Risikomanagement- und Kontrollsystem sind integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Die klare Definition von Zielen und die Überwachung ihrer Erreichung auf Basis eines mehrstufigen Planungs- und Informationssystems bilden den Kern des Risikomanagementsystems. Die SMS group verfügt über geeignete Instrumente zur Risikoerkennung und -abwehr.

Die ersten Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022 waren geprägt durch den Ukraine-Krieg und der damit sukzessiven Verknappung der fossilen Energieträger aus Russland. Zudem kam es auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten zu preislichen Verwerfungen und starken Volatilitäten. Die zur Abfederung der steigenden Inflationstendenzen deutliche Erhöhung der Leitzinsen durch die Zentralbanken könnte zukünftig nachfragebremsend und wachstumshemmend wirken. Ebenso könnte die Abkehr Chinas von der "Null-Covid"-Strategie und die Gefahr des Entstehens von neuen Corona-Virusmutationen Risiken für die Geschäftstätigkeiten der SMS group mit sich bringen, die jedoch nicht verlässlich quantifizierbar sind. Gleichwohl sehen wir im Rahmen der Dekarbonisierung der Stahlindustrie hin zu ökonomisch nachhaltigem Wirtschaften Potenziale für die SMS group, die sich in einem hohen Projektvolumen zeigen.

Daneben genießt die Sicherung unserer Liquidität weiterhin oberste Priorität. Aufgrund unserer Liquiditätsreserven sowie Kreditzusagen der Banken sehen wir weiterhin keine Gefährdung für den Fortbestand der Unternehmensgruppe.

Aus heutiger Sicht ergeben sich aus den beschriebenen Risiken und unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit keine wesentlichen Risiken für die SMS group.

4. Prognosebericht

Ausblick 2023

Der Internationale Währungsfond prognostiziert für 2023 ein mäßiges Weltwirtschaftswachstum von 2,7 %. Die Wachstumsprognosen von Industrienationen (1,1 %) im Vergleich zu den Schwellen- und Entwicklungsländern (3,7 %) divergieren stärker als zuvor. Insbesondere das Wirtschaftswachstum der Euro-Zone (0,5 %) wird durch hohe Energiepreise belastet und deutlich abgeschwächt. Wachstumsprognosen für das Jahr 2023 sind in Summe jedoch mit großer Unsicherheit behaftet und mit größeren Abwärtsrisiken verbunden. Eine besondere Rolle spielt hier die zukünftige Militarisierung der russischen Außenpolitik. Weitere Preisschocks für Energie und Rohstoffe, eine weltweite Verschärfung der Finanzierungsbedingungen, die Immobilienkrise in China und ein Wiederaufleben der Corona-Pandemie haben großen Einfluss auf die zukünftige Wirtschaftslage.

Das strukturelle Kernproblem der Stahlindustrie, die weltweiten Überkapazitäten, ist nach wie vor nicht gelöst und hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 verstärkt. Unsere Absatzmärkte werden, wie auch in 2022, weiterhin preislich hart umkämpft sein. Zudem fällt durch den Ukraine-Krieg auf unabsehbare Zeit der russische Markt als Absatzmöglichkeit weg und China als wichtiger Absatzmarkt steht aufgrund des Taiwan-Konfliktes vor einer ungewissen Zukunft.

Gleichwohl sehen wir bei der Transformation der Stahlindustrie hin zur Klimaneutralität weiterhin große Marktpotenziale, da diese als eine der größten CO 2-Emittenten vor großen strukturellen Veränderungen steht. Ein Ausdruck hiervon ist die Absichtserklärung von H2 Green Steel zum Bau des weltweit ersten klimaneutralen Stahlwerkes in Schweden mit einem Volumen von über einer Milliarde Euro. Dieses Projekt stellt den Wendepunkt hin zu einer CO 2-neutralen Stahlproduktion dar. Ein weiteres großes Dekarbonisierungs-Projekt über eine wasserstoffbetriebene Direktreduktionsanlage wurde nach dem Bilanzstichtag von einem großen deutschen Kunden ebenfalls an die SMS group vergeben.

Prognose

Die Prognosen zur Entwicklung der Weltwirtschaft sind mit großer Unsicherheit behaftet, die maßgeblich von dem weiteren Verlauf des Ukraine-Krieges abhängen. Drohende Versorgungsengpässe aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei fossilen Energieträgern und Rohstoffen und deren Auswirkungen auf die Industrieproduktion sind aktuell nicht abschätzbar.

Trotz ökonomischer und handels- und geopolitischer Unsicherheiten blickt die SMS group positiv auf das neue Geschäftsjahr 2023. Ein hoher Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022, das stetig steigende Interesse an unseren Dekarbonisierungs-Lösungen, technische Innovationen in unseren CoE sowie in den neuen Geschäftsfeldern eröffnen der SMS group Wachstumspotenziale für das laufende Jahr 2023.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir daher mit einem deutlich höheren Auftragseingang, bezogen auf das Vorjahresniveau, sowie einem deutlichen Zuwachs im Umsatz, maßgeblich resultierend aus den hohen Auftragseingängen der Geschäftsjahre 2021 und 2022. Das Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EBT) wird sich deutlich verbessern. In Bezug auf die Nettoliquidität erwarten wir einen leichten Anstieg aufgrund der erwarteten Anzahlungen und dem Anarbeitungsgrad der Aufträge. Die Anzahl der Beschäftigten wird sich in 2023 leicht erhöhen. Ursächlich für diesen gezielten Personalaufbau ist der hohe Auftragsbestand.

 

Düsseldorf, den 24. März 2023

SMS GmbH

Die Geschäftsführung

Burkhard Dahmen

Torsten Heising

Hans Ferkel

Michael Rzepczyk

Katja Windt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der SMS GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SMS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 24. März 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eckmann, Wirtschaftsprüfer

Zurhake, Wirtschaftsprüfer

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