Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 3605
Vorher
AIR LLOYD Luftfahrt Technik GmbHADAC Luftfahrt Technik GmbH
Eingetragen
14.4.1992
Branche
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenVermietung von LuftfahrzeugenBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Gegenstand
Die Instandhaltung, Reparatur und Überholung von Luftfahrzeugen, Fahrzeugen und damit zusammenhängenden Gegenständen, der Handel mit Luftfahrzeugen und Fahrzeugen, sowie der Handel mit Ersatzteilen und Prüfgeräten für Luftfahrzeuge und Fahrzeuge und die Durchführung des Bodendienstes für Luftfahrzeuge und Fahrzeuge, der Betrieb von Schulen für Fluggerät-Mechaniker, das Chartern, Leasen und Verleasen von Luftfahrtzeugen und Fahrzeugen sowie die Durchführung aller Tätigkeiten, die mit Luftfahrt-Technik im weitesten Sinn zusammenhängen. Gegenstand der Gesellschaft ist weiterhin die Entwicklung, Instandhaltung, Reparatur und Überholung von Ausrüstung einschließlich Zubehör, insbesondere solcher, die im HEMS-Flugbetrieb zum Einsatz kommt sowie deren luftrechtliche Zulassung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Muschiol
seit 9.8.2024
Prokura
Ulrich Amersdorffer
seit 28.11.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ADAC Luftrettung gGmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.534.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ADAC Heliservice GmbH

Sankt Augustin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die ADAC Heliservice GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der ADAC Luftrettung gGmbH, München. Gegenstand der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist, unter Berücksichtigung der rechtlichen Anforderungen des Gesetzgebers und der europäische Luftaufsichtsbehörde EASA, die Erbringung von Dienstleistungen zur Sicherstellung der Lufttüchtigkeit von Hubschraubern kleinerer bis mittlerer Größe. Neben dem Hauptsitz in Hangelar in Sankt Augustin bei Bonn unterhält die Gesellschaft Betriebsstätten in Halle/Oppin bei Leipzig, in Landshut nahe München und in Bückeburg im Rahmen der Bereitstellung von Trainingshubschraubern für die Bundeswehr.

Das Kundenportfolio umfasst zu einem überwiegenden Teil die ADAC Luftrettung gGmbH. Darüber hinaus werden Dienstleistungen für die niederländische Luftrettung (ANWB MAA), für die Bundeswehr, für die Bundespolizei sowie für die Länderpolizeien und diverse kleinere Kunden erbracht. Ungeachtet der ADAC Luftrettung gGmbH liegt der Umsatzanteil mit externen Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 37,1% (VJ: 35,3%).

Die Serviceleistungen umfassen Überholungen, Austausch, Reparaturen, Inspektionen oder Änderungen (Modifikationen) an Helikoptern, Triebwerken und Komponenten. Diese Art Serviceleistung wird in den drei als Base Maintenance Stationen zugelassenen Standorten Hangelar, Oppin und Landshut erbracht. Weiter ist jede Station, die von den Luftrettungsorganisationen des ADAC und ANWB betrieben werden, als sogenannte Line Station zugelassen, um direkt dort vor Ort kleinere Inspektionen oder auch Schadensbehebungen durchführen zu können. Die Differenzierung von Base- und Line Maintenance Station leitet sich aus EASA-Regularien ab und hängt unter anderem sehr stark von der Ausstattung z.B. durch Spezial- und Diagnosewerkzeug ab. Die Abrechnung der Dienstleistungen erfolgt entweder über Pauschalverträge auf Basis des Flugstundenaufkommens, über Rahmenverträge oder über kundenspezifische Abrechnungen.

Um diese Einflussfaktoren auf das Ergebnis fortlaufend beobachten und bewerten zu können, verfügt das Unternehmen über ein effektives Berichtswesen. Zudem werden diverse Key Performance Indicator (KPI) genutzt, um unterjährig eine Überprüfung der Erreichbarkeit der Unternehmensziele zu gewährleisten. Wesentliche Kennzahl sind u. a. die Materialaufwandsquote, die im KPI-Berichtswesen um das Flugstundenaufkommen in der Pauschalwartung, die Umsatzquote bei externen Kunden sowie das Verhältnis vom Umsatz zur Personalkapazität ergänzt wird. Zudem werden quartalsweise Erwartungsrechnungen und im jährlichen Planungsprozess -neben der Budgetplanung- auch eine 5-Jahres-Mittelfristplanung erstellt. Mit der Geschäftsführung und dem Managementkreis werden monatlich die Planabweichungen besprochen, um im Bedarfsfall Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war -neben der anhaltend hohen Inflation und dem Fachkräftemangel- durch den andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine sowie den eskalierenden Nahostkonflikt geprägt. Mit +5,9% (Quelle: Statistisches Bundesamt) ging der Verbraucherpreisindex im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber dem Vorjahr zwar um einen Prozentpunkt leicht zurück, lag aber weiterhin auf hohem Niveau. Zur Stabilisierung der Verbraucherpreise war die Geldpolitik seitens der Zentralbanken weiterhin straff und die EZB erhöhte den Leitzins für das Hauptrefinanzierungsgeschäft im Euroraum weiter auf zuletzt 4,5 % (Quelle: Europäische Zentralbank). Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) ging im Jahr 2023 leicht um 0,1 % zurück (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zur Entwicklung der kommerziellen Luftfahrt, befindet sich das Unternehmen kundenseitig in einer weitgehend konjunkturunabhängigen Nische. Das beruht zum einen auf der zugewiesenen hoheitlichen Aufgabe der Rettung von Menschenleben, der unsere Auftraggeber verpflichtet sind. Zum anderen gelten für gewerbliche Luftfahrtunternehmen nationale und europäische Vorschriften, die u. a. die Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen hinsichtlich Umfangs und Zeitintervalle vorschreiben.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr lagen die Gesamterlöse (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen + sonstige betriebliche Erträge) um T€ 2.070 (+3,6%) über dem Vorjahreswert von T€ 57.992. Der höhere Umsatz konnte im Wesentlichen mit der Bundeswehr und einigen Länderpolizeien erzielt werden. Der Materialaufwand lag infolge der Geschäftsausweitung um rund T€ 1.749 über Vorjahr (2022: T€ 36.664 / 2023: T€ 38.413). Die Materialaufwandsquote (Verhältnis des Materialaufwands zum Umsatz, inkl. Bestandsveränderung) lag mit 64,6 % nahezu auf dem Vorjahresniveau von 64,8 % und damit auf der Planquote von 64,6%. Die Kennzahl Umsatzerlöse je Personalkapazität verschlechterte sich auf T€ 319 (VJ: T€ 335). Zwar wurden höhere Umsätze erzielt, darüber hinaus erhöhten sich aber auch die Personalkapazitäten. Die tatsächlichen wartungsbezogenen Flugstunden (Fh) bei der ADAC Luftrettung gGmbH lagen bei 23.549 Fh (-6,5% ggü. VJ).

Zum Jahresende weist das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag von T€ -218 aus. Damit wurde der Planwert von T€ +536 unterschritten. Die negative Abweichung resultiert im Wesentlichen aus der einmaligen Abwertung von Ersatzteilen aufgrund der geänderten Systematik der Bestandsbewertung hinsichtlich der Gängigkeit in Höhe von T€ 667 und der außerplanmäßigen Abschreibung auf Anlagen im Bau in Höhe von T€ 639 sowie der in diesem Zusammenhang im Berichtsjahr angefallenen verlorenen Planungskosten in Höhe von T€ 262.

LAGE

Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr 2023 von T€ 56.508 auf T€ 59.125 (ohne Bestandsveränderung in den teilfertigen Leistungen und sonstige betriebliche Erträge) und weisen damit eine Steigerung um 4,6 % auf. Getragen wird das Umsatzwachstum durch höhere Abrechnungen gegenüber der Bundeswehr und diversen Länderpolizeien.

Die Hubschrauberflotte der ADAC Luftrettung gGmbH besteht derzeit aus den Baumustern EC135/H135 und H145. Der überwiegende Anteil der Umsätze mit der ADAC Luftrettung gGmbH resultiert aus der Abrechnung der "flugstundenabhängige Wartungspauschalen" in Abhängigkeit vom Hubschraubertyp (Pauschalvertrag). Die Flugstundenpauschale wurde im Berichtsjahr im Rahmen der jährlichen Preisverhandlung angepasst. Das wartungsbezogene Flugstundenaufkommen der ADAC Luftrettung gGmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,5% auf 23.549 Flugstunden verringert (VJ: 25.187 Fh). Der Jahresumsatz mit der ADAC Luftrettung gGmbH stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,5% auf T€ 36.639 (VJ: T€ 36.442). Umsätze außerhalb der Pauschale sind um T€ -139 auf T€ 6.262 (VJ: T€ 6.401) zurückgegangen.

Die Umsätze mit externen Kunden haben sich zum Vorjahr erhöht (2022: T€ 19.949 / 2023: T€ 22.486).

Der Jahresumsatz mit der ANWB Medical Air Assistance B.V. stieg in Summe im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,1% auf 4. 551 (VJ: T€ 4.371).

Das Flugstundenaufkommen der Bundeswehr erhöhte sich (2022: 4.298 Fh / 2023: 5.261 Fh). Der Umsatz stieg aus diesem Grund um T€ 1.612 auf T€ 13.460.

Die Umsätze mit weiteren externen Kunden erhöhte sich leicht von T€ 2.657 auf T€ 2.869. Der Materialverkauf entwickelte sich ebenfalls ansteigend von T€ 1.070 auf T€ 1.204.

Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich von T€ 107 auf T€ 303.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen auf T€ 614 (VJ: T€ 1.377) zurück. Im Vorjahr wurden höhere Erträge aus der Währungsumrechnung erzielt.

Der Materialaufwand stieg infolge der Geschäftsausweitung von T€ 36.664 auf T€ 38.413. Dabei blieb die Materialaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz mit 64,6 % im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil.

Der Personalaufwand belief sich auf T€ 14.595 (VJ: T€ 12.896) und wies somit eine Steigerung von 13,2 % auf. Begründet ist diese Erhöhung insbesondere durch Personalaufbau, der Einführung einer neuen Gehaltssystematik sowie regulären jährlichen Gehaltsanpassungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 5.772 (VJ: T€ 5.739) und blieben nahezu stabil.

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag auf T€ -218 (VJ: T€ +1.966). Als wesentliche Gründe sind hier die bereits erwähnten Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen, die außerplanmäßige Abschreibung auf Anlagen im Bau einschließlich der verlorenen Planungskosten des Berichtsjahres sowie ein erhöhter Personalaufwand durch die zuvor genannten Aspekte zu nennen.

Finanzlage

Zum Jahresultimo weist das Unternehmen einen Finanzmittelfonds (Kassenbestand und Bankguthaben abzüglich Bankverbindlichkeiten) in Höhe von T€ 1.030 (VJ: T€ 2.552 / -59,6%) aus. Der operative Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen und Zinsen sowie abzüglich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens) verringerte sich aufgrund eines höheren Nettoumlaufvermögens um T€ 3.665 und beläuft sich auf T€ -297 (VJ: T€ 3.368).

Die Finanzlage bedarf infolge der geopolitischen Lage, der Verschlechterung der Materialversorgung sowie geplanter Investitionen weiterhin einer genauen Beobachtung. Eine strikte Kostendisziplin, eine differenzierte Sourcing-Strategie und weitere technologische Investitionen in die Supply Chain, sollen das gebundene Kapital auf einem notwendigen Minimum halten.

Vermögenslage

Das Gesamtinvestitionsvolumen lag mit T€ 1.225 (VJ: T€ 983) über dem Vorjahr. Hauptsächlich wurden Spezialwerkzeuge angeschafft, Ersatzinvestitionen der Betriebs- und Geschäftsausstattung durchgeführt sowie ein Baugrundstück am Standort Halle/Oppin erworben.

Die Vorräte wurden um T€ 340 (+3,5%) auf T€ 10.028 (VJ: T€ 9.688) erhöht, um u.a. Lieferengpässen und Preiserhöhungen im nächsten Geschäftsjahr entgegenzuwirken.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum 31.12.2023 T€ 102 (VJ: T€ 72). Die Forderungen gegen Dritte haben sich um 13,4% verringert und betrugen zum Stichtag T€ 3.430 (VJ: T€ 3.961).

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Ende des Geschäftsjahres aufgrund der rückläufigen Bilanzsumme 67,3 % (VJ: 64,1 %). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 wurde in Höhe von T€ 1.234 den Gewinnrücklagen zugeführt. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag 2023 vermindert, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich auf T€ 3.217 (VJ: T€ 2.944), im Wesentlichen aufgrund ausstehender Rechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf T€ 2.921 (VJ: T€ 3.490).

FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Ist 2022 Plan 2023 Ist 2023 Plan 2024
Materialaufwandsquote o. sbE 64,8% 64,6% 64,6% 62,7%
Umsatzquote externe Kunden 35,5% 34,3% 37,1% 34,2%
Erlöse/ Personalkapazität (in T€) 335 307 319 307
wartungsbezogene Flugstunden 34.595 35.834 33.687 33.655

Die Bezeichnung des Leistungsindikators Umsatzquote Drittkunden wurde sprachlich auf Umsatzquote externe Kunden angepasst.

Die Materialaufwandsquote betrug 64,6 % und lag damit auf Plan. Die Materialaufwände sind gegenüber den Umsätzen im Wesentlichen stabil geblieben. Aufgrund langer Reparaturdurchlaufzeiten wurde die Bevorratung von eigenen Kreislaufkomponenten erweitert. Zudem verursachten Lieferengpässe in Verbindung mit höheren Einstandspreisen höhere Materialpreise.

Die geplante Umsatzquote externe Kunden wurde hauptsächlich durch den überplanmäßigen Flugstundenverlauf der Bundeswehr übertroffen.

Im Jahr 2023 wurden nicht alle Personalplanstellen besetzt bzw. teilweise verzögert besetzt. Dadurch und durch den Umsatzanstieg verbesserte sich die Kennzahl Erlöse/Personalkapazität gegenüber dem Plan um rund 4%.

Die wartungsbezogenen Flugstunden lagen insgesamt auf Jahressicht -6,0% unter dem Planwert.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das Unternehmen bei der ADAC Luftrettung gGmbH auf Basis der vorgelegten Planung ein wartungsbezogenes Flugstundenaufkommen auf Vorjahresniveau. Im Bereich der Aufwandswartung wird ein steigender Umsatz erwartet. Bei der Bundeswehr ist ein Flugstundenaufkommen in geringerer Höhe eingeplant. Die Materialaufwandsquote wurde mit 62,7% angesetzt. Neben Preiserhöhungen auf der Lieferantenseite wird eine weitere Aufstockung von Kreislaufkomponenten geplant.

Beim ANWB Medical Air Assistance B.V. erwartet das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg bei den Flugstunden und damit einen Umsatzanstieg in der Pauschalwartung. Bei den Umsätzen in der Aufwandswartung wird mit einem Seitwärtstrend gerechnet.

Es wird von einer leicht rückläufigen Umsatzquote bei den externen Kunden in 2024 von insgesamt 34,2% ausgegangen, da die Umsätze mit der ADAC Luftrettung gGmbH voraussichtlich im Verhältnis stärker steigen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das Unternehmen aus dem regulären operativen Geschäft einen Umsatzanstieg auf T€ 67.069. Das Unternehmen kalkuliert trotz Infrastrukturinvestitionen sowie einem weiteren Personalaufbau mit einem Ergebnisanstieg vor Steuern auf T€ 169, da u.a. Infrastruktur-investitionen umgesetzt und weitere Personalkapazitäten aufgebaut werden. Durch den Personalaufbau wird sich die Kennzahl Erlöse pro Personalkapazität voraussichtlich rückläufig entwickeln. Diese wird sich planerisch um -3,9% von T€ 319 (2023) auf T€ 307 (2024) reduzieren.

Es ist weiterhin mit Lieferverzögerungen bei der Ersatzteilversorgung zu rechnen, die sich auf die Durchlaufzeiten in der Wartung auswirken können.

Chancenbericht

Die ADAC Luftrettung gGmbH hat für das Geschäftsjahr 2024 Einrüst- und Modifikationsmaßnahmen bei der Gesellschaft beauftragt. Damit werden zusätzliche Umsatzerlöse generiert. Auch in den Folgejahren werden aufgrund der Flottenerweiterung und -modifizierung Zusatzerlöse geplant.

Im abgelaufenen Jahr wurden alle wesentlichen Vertragsverhältnisse fortgeführt. Zusätzlich wurde im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung ein neuer Rahmenvertrag mit der Bundespolizei geschlossen. Da der Großteil der bestehenden Verträge eine mehrjährige Laufzeit hat, ist die Auslastung der Gesellschaft für die kommenden Jahre im Wesentlichen sichergestellt.

Künftige Wachstumschancen resultieren insbesondere im Ausbau der Leistungen im Bereich der Base- und Line Maintenance (EASA Part-145) bei bestehenden Kunden, der Gewinnung von neuen Kunden sowie der kontinuierlichen Ausweitung des Serviceangebots und Produktportfolios. Die direkte (persönliche) Ansprache (z.B. auf Messen) und/oder die aktive Beteiligung an Ausschreibungen sollen zu neuen strategischen Partnerschaften führen.

Zusammen mit der am Standort Hangelar / Sankt Augustin ansässigen Schwestergesellschaft ADAC HEMS Academy GmbH kann das Unternehmen neben der Wartung auch die technische Ausbildung und Pilotenschulung an potenzielle Kunden anbieten. Der Kunde erhält einen "Alles-aus-einer-Hand" Vorteil mit nur einem Ansprechpartner für alle Belange.

Weitere Wachstumschancen liegen in der Intensivierung der Vertriebsaktivitäten der Eigenentwicklungen. Mit einem Entwicklungsbetrieb (EASA Part-21 1 )) bietet die ADAC Heliservice GmbH an, Einbauten und Ausrüstung nach Kundenwünschen für den jeweiligen Hubschrauber zu entwickeln und luftrechtlich zuzulassen. Beispielhaft sei hier die Entwicklung und Zulassung einer neuen LED Lande- und Suchscheinwerferkonfiguration genannt.

Am Standort Halle/ Oppin wurde ein Grundstück erworben, um perspektivisch eine Ausweitung des Standorts zu ermöglichen und die Grundlage für weiteres Wachstum in Ostdeutschland zu schaffen.

Im Zuge der geplanten Anmietung von neuen Dockplätzen am künftigen Standort der ADAC Luftrettung gGmbH in Oberpfaffenhofen, entstehen für die ADAC Heliservice GmbH durch Entlastung der bereits bestehenden Standorte zudem Ansätze für Prozessverbesserungen, die in der Folge zu geringeren Standzeiten und verbesserter Kosteneffizienz beitragen sollen.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung der Chancen fortsetzen wird.

____________________

1) Anhang (Teil 21) der Verordnung (EG) Nr. 1702/2003 der Kommission vom 24. Sept. 2003 zur Festlegung der Durchführungsbestimmungen für die Erteilung von Lufttüchtigkeits- und Umweltzeugnissen für Luftfahrzeuge und zugehörige Erzeugnisse, Teile und Ausrüstungen sowie für die Zulassung von Entwicklungs- und Herstellungsbetrieben.

Risikobericht

Unabhängig von den gesetzlichen Anforderungen verfügt die ADAC Heliservice GmbH seit Jahren über ein System der Risikoidentifizierung, -steuerung und -überwachung. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Alle finanziellen Risiken unterliegen einer ständigen Kontrolle. Gegenmaßnahmen werden dann ergriffen, wenn die Gesellschaft (mitunter in enger Abstimmung mit der Muttergesellschaft) sie als notwendig erachtet.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein konsequentes Mahnwesen verfolgt. Verbindlichkeiten werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Ausnutzung von Skonto gezahlt.

Sowohl auf der Beschaffungs- wie auch auf der Absatzseite wird seitens der ADAC Heliservice GmbH überwiegend in Euro eingekauft und fakturiert. Mit einigen wenigen Lieferanten und Großkunden gibt es Geschäftstransaktionen auf US-Dollar-Basis. Zur Reduzierung von Währungskursrisiken werden zumindest teilweise Kurssicherungen durch Finanzinstrumente abgeschlossen. Das Wechselkursrisiko wird als gering eingestuft.

Rund 63% des Umsatzes werden mit der ADAC Luftrettung gGmbH erzielt, für deren Hauptmarkt auch weiterhin eine hohe Stabilität erwartet wird. Der Umsatz mit externen Kunden wurde in den letzten Jahren ausgebaut, um die Abhängigkeit vom Hauptkunden zu reduzieren. Das damit verbundene Abhängigkeitsrisiko wird als gering eingeschätzt. Für eine bessere strategische Aufstellung im Geschäft mit externen Kunden arbeiten wir, wie bereits im Chancenbericht erläutert, mit der ADAC HEMS Academy GmbH zusammen.

Wachstumshemmend wirken sich aktuell die starke Auslastung an den Standorten (räumlichen Kapazitäten) aus. Aufgrund der geplanten Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung an den Standorten Oberpfaffenhofen sowie perspektivisch am Standort Halle / Oppin (Neubau) wird das Risiko als gering eingestuft.

Durch die bestehenden, längerfristigen Wartungsverträge mit der ADAC Luftrettung gGmbH, dem ANWB Medical Air Assistance B.V. und der Bundeswehr wurde das Risiko eines Umsatzeinbruches bei den wichtigen Schlüsselkunden auf mittelfristige Sicht minimiert. Abhängigkeiten des Geschäfts von weiteren einzelnen Kunden werden im Gesamtbild als unkritisch und gering eingeschätzt.

Die Qualitätssicherungsmaßnahmen der ADAC Heliservice GmbH werden permanent weiterentwickelt und weiter ausgebaut. Zusätzliche Verprobungen sichern die Korrektheit von Reports und Daten aus der ERP-Software. Aktuell wird der Umstieg auf eine neue ERP-Softwareumgebung geprüft. Hieraus ergibt sich ein mittleres Risiko.

Die ADAC Heliservice GmbH ist in Beschaffungsmärkten tätig, in denen nur luftfahrtzertifizierte Lieferanten operieren dürfen. Aufgrund dieser Voraussetzungen ist der Beschaffungsmarkt für Ersatz- und Instandsetzungsmaterialien als eng einzustufen. Da die ADAC Heliservice GmbH primär zwei Airbus Muster wartet und instand setzt, hat der Hauptlieferant Airbus Helicopters dadurch eine monopolartige Stellung. Änderungen in der Struktur des Servicenetzwerkes und die damit einhergehende Vereinheitlichung und Reduzierung der Rabatte begegnet die Gesellschaft mit dem Ausbau der Zusammenarbeit mit anderen Herstellern. Mit großen Lieferanten wurden Verträge geschlossen, die ihre Bindung über gegenseitige Buy-in und Buy-out Verpflichtungen entfalten. Das Risiko wird als gering eingestuft.

Aufgrund der weiterhin anhaltenden Materialengpässe und Störungen in den Lieferketten infolge der Ukraine-Krise und des eskalierenden Nahost-Konflikts, können sich Risiken für die ADAC Heliservice GmbH durch z.B. längere Liegezeiten bei den zu betreuenden Helikoptern ergeben. Durch den Abschluss von langlaufenden Belieferungsverträgen für dynamische Komponenten auf Basis von Flugstunden mit den Hauptlieferanten (Airbus, Safran und Pratt & Whitney) wurde das Risiko von unterjährig auftretenden Kostenspitzen, die durch die Überholung von Hauptkomponenten verursacht werden, entgegengewirkt. In der Folge sind nahezu 80% der Materialkosten an die Flugstunden gekoppelt.

Den Risiken aus Materialengpässen begegnet die Gesellschaft zudem mit dem Aufbau neuer Kreislaufteile für die entsprechenden Hubschraubermuster, sofern diese nicht über die vorgenannten Belieferungsverträge mit den Hauptlieferanten abgedeckt sind. Es verbleibt gleichwohl ein Restrisiko, ob und in welchem Umfang die vorausschauende Bevorratung auf Basis von Ausfällen in der Vergangenheit der Zukunft gerecht wird.

Die Beschaffungsrisiken werden grundsätzlich als gering eingeschätzt. Bei einzelnen Komponenten ist jedoch eine kontinuierliche Verknappung festzustellen, weshalb das Unternehmen in enger Abstimmung mit den Lieferanten steht und Sicherheitspuffer in der Bezugszeit eingeplant werden (Gegenmaßnahmen). Das Beschaffungsrisiko wird in diesen Fällen als mittel eingestuft. So auch die Auswirkungen durch die anhaltend hohe Inflation auf die Materialpreise. Höhere Einkaufspreise werden auf Basis bestehender Verträge entweder direkt von den Kunden getragen oder zeitnah mit diesen verhandelt.

Die Gewinnung sowie die mittel- bis langfristige Bindung geeigneter Mitarbeiter ist eine Herausforderung, mit der sich auch die ADAC Heliservice GmbH konfrontiert sieht und der mit entsprechender Priorität begegnet wird. Maßnahmen zur Steigerung der Präsenz im Markt, zur weiteren Verbesserung der Attraktivität als Arbeitgeber sowie zur Erreichung von Talenten über Social-Media-Kanäle werden umgesetzt. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen wird das Risiko fehlender, qualifizierter Personalressourcen grundsätzlich als gering eingestuft. Bei besonders zertifiziertem Luftfahrtpersonal (Certified Staff nach EU-Verordnung 1321 Part 66) ist der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt, weshalb das Risiko als mittel eingestuft wird.

Die IT-gestützten Geschäftsprozesse sind den allgemeinen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Aus menschlichen Fehlern, organisatorischen oder technischen Verfahren und/oder Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung können Risiken entstehen, die die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen und personenbezogenen Daten gefährden. Daher werden die IT-Systeme fortlaufend überwacht, analysiert und bei Bedarf erweitert bzw. aktualisiert.

Vor Cyber-Angriffen sieht sich die Gesellschaft angemessen geschützt: Neben dem Einsatz von Antivirensoftware und Firewall werden alle Mitarbeiter regelmäßig in IT-Sicherheit geschult. Zusätzlich müssen Anwender verdächtig erscheinende E-Mails an eine separate Security E-Mailadresse zwecks Prüfung senden. Die Unternehmensdaten werden regelmäßig über interne und externe Backups gesichert. Von beiden zuvor genannten Risiken geht ein geringes Risiko aus.

Umweltrisiken, wie Extremwettersituationen, können ein geringes Risiko für die Gesellschaft bedeuten, wenn dadurch die Einsatzfähigkeit der Kunden eingeschränkt wird.

Die Geschäftslage und die weitere Entwicklung der ADAC Heliservice GmbH werden positiv eingestuft. Das Eintreten der zuvor genannten Risiken wird als gering eingeschätzt. Weitere Risiken, die gar den Fortbestand der ADAC Heliservice GmbH gefährden könnten, sind zurzeit nicht erkennbar.

 

Sankt Augustin, den 8. April 2024

Die Geschäftsführung

gez. Frédéric Bruder

gez. Ulrich Amersdorffer

Bilanz zum 31.12.2023

A K T I V A

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Nr. T€
A. ANLAGEVERMÖGEN (1) 6.355.199,38 6.645
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 277.729,44 373
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
227.093,15 373
2. Geleistete Anzahlungen 50.636,29 0
II. Sachanlagen 6.077.469,94 6.272
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.539.639,92 3.448
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.536,12 60
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.370.527,35 2.092
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.766,55 671
B. UMLAUFVERMÖGEN 18.430.773,03 18.802
I. Vorräte (2) 10.027.767,73 9.688
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.233.334,81 8.147
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.187.316,01 884
3. Geleistete Anzahlungen 607.116,91 656
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 5.849.162,69 5.598
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.429.669,48 3.960
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 101.563,52 72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.317.929,69 1.565
davon mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr 914.068,30 935
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.553.842,61 3.517
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 200.633,53 1.067
SUMME AKTIVA 24.986.605,94 26.514

P A S S I V A

Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Nr. T€
A. EIGENKAPITAL (4) 16.820.740,32 16.995
I. Gezeichnetes Kapital 1.534.000,00 1.534
II. Kapitalrücklage 10.140.605,27 10.141
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 5.320.690,21 4.087
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -174.555,16 1.234
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.216.500,53 3.696
1. Steuerrückstellungen 0,00 752
2. Sonstige Rückstellungen (5) 3.216.500,53 2.944
C. VERBINDLICHKEITEN (6) 4.949.365,09 5.822
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.523.790,72 964
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 70.000,00 62
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.920.749,61 3.490
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 177.461,68 1.041
5. Sonstige Verbindlichkeiten 257.363,08 265
davon aus Steuern 152.388,23 136
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 21.163,33 19
SUMME PASSIVA 24.986.605,94 26.514

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang 2023 2022
Nr. T€
1. Umsatzerlöse (7) 59.125.146,84 56.508
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 302.856,42 107
3. Sonstige betriebliche Erträge (8) 614.038,30 1.377
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 99.494,73 977
60.042.041,56 57.992
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.760.978,67 32.363
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.651.991,54 4.300
38.412.970,21 36.664
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.280.817,00 10.853
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
2.314.439,34 2.043
davon für Altersversorgung 93.418,91 103
14.595.256,34 12.896
6. Abschreibungen (9)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
1.499.136,85 734
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (10) 5.771.589,89 5.739
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 130.824,36 312
60.278.953,29 56.033
8. Betriebsergebnis -236.911,73 1.959
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.497,46 9
davon Erträge aus der Abzinsung 181,00 0
10. Negativzinsen 0,00 2
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.730,69 1
davon Aufwendungen aus der Abzinsung 20.630,26 1
12. Positive Zinsen 0,00 2
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 2
13. Finanzergebnis 18.766,77 8
14. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -218.144,96 1.966
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -61.297,97 714
16. Ergebnis nach Steuern -156.846,99 1.252
17. Sonstige Steuern 17.708,17 18
18. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -174.555,16 1.234

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma ADAC Heliservice GmbH mit Sitz in Sankt Augustin im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der Nummer HRB 3605 eingetragen.

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die im Abschluss aufgeführten Finanzinformationen sind, soweit nicht anders angegeben, in Tausend Euro (T€) dargestellt und wurden kaufmännisch gerundet. Es kann daher zu Rundungsdifferenzen innerhalb der Aufstellungen zwischen den Einzelangaben und den jeweiligen Summen kommen.

Zum besseren Verständnis sind in der Gewinn- und Verlustrechnung die nicht im Gesetz vorgesehenen Zwischensummen "Betriebsergebnis", "Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und "Finanzergebnis" ergänzt. Der Ausweis von positiven Zinsen und Negativzinsen erfolgt in einer eigenen Position.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, die im Wesentlichen 3 bis 5 Jahre beträgt, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben, die im Wesentlichen 3 bis 33 Jahre beträgt. Das Gebäude wird linear mit jährlich 3 % abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst worden. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Ersatzteilbestände sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Aus Gründen der Klarheit werden alle Beziehungen zwischen der ADAC Stiftung und ihren Tochter- bzw. Enkelunternehmen sowie die Beziehungen zwischen diesen Unternehmen untereinander als solche zu verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Kassenbestände und Bankguthaben werden mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte

Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Jubiläumsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis eines Zinsfußes von 1,76 % (VJ: 1,44 %) nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren sowie den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet.

Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird der Stichtagskurs angewendet.

Für Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz, die sich im Zeitablauf wieder ausgleichen, werden latenten Steuern gebildet. Hieraus ergeben sich aktive und passive latente Steuern, die miteinander saldiert werden. Insgesamt ergeben sich aktive latente Steuern, die in Ausübung des Ansatzwahlrechtes nicht angesetzt werden.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

(2) Vorräte

Zur reelleren Abbildung der Werthaltigkeit der Lagerbestände wurde die Systematik für die Bestandsbewertung im Geschäftsjahr 2023 überprüft und insbesondere für Ersatzteile mit mehr als fünf Jahren Nichtnutzung angepasst. Die Überführung in die neue Systematik führte im Jahresabschluss 2023 zu einem einmaligen Abwertungsbedarf in Höhe von T€ 667, der unter den Materialaufwendungen ausgewiesen ist.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 102 (VJ: T€ 72) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 914 (VJ: T€ 935) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 56 (VJ: T€ 0).

(4) Eigenkapital

Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen, in die gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 31. März 2023 der Jahresüberschuss des Vorjahres eingestellt wurde.

(5) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen, für Urlaubs- und Gleitzeitansprüche sowie für leistungsabhängige Vergütungen für Mitarbeiter gebildet.

(6) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

31.12.2023
in T€ Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.524 0 0 1.524
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 70 0 0 70
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.921 0 0 2.921
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 177 0 0 177
Sonstige Verbindlichkeiten 257 0 0 257
davon aus Steuern 152 0 0 152
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 21 0 0 21
Summe 4.949 0 0 4.949
31.12.2022
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 964 0 0 964
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 62 0 0 62
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.490 0 0 3.490
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.041 0 0 1.041
Sonstige Verbindlichkeiten 265 0 0 265
davon aus Steuern 136 0 0 136
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 19 0 0 19
Summe 5.822 0 0 5.822

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 177 (VJ: T€ 1.041) betreffen mit Forderungen saldierte organschaftliche Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 540 (VJ: T€ 1.068) und Verbindlichkeiten aus Leistungsverrechnungen in Höhe von T€ 52 (VJ: T€ 51).

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(7) Umsatzerlöse

2023 2022
T€ % T€ %
Umsatzerlöse
- Instandhaltung von Luftfahrtgeräten 57.921 98 55.496 98
- Ersatzteilverkäufe 1.204 2 1.012 2
Summe 59.125 100 56.508 100
- nach Regionen
Inland 54.002 91 51.672 91
Übrige EU-Länder 4.999 7 4.786 7
Australien/Ozeanien 11 1 10 1
Übrige Länder 113 1 40 1
Summe 59.125 100 56.508 100

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten realisierte Währungsgewinne in Höhe von T€ 99 (VJ: T€ 882) sowie unrealisierte Währungsgewinne in Höhe von T€ 0 (VJ: T€ 95). Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von T€ 109 (VJ: T€ 73) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Auflösung von Rückstellungen.

(9) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Aufgrund der Nichtdurchführung einer geplanten baulichen Erweiterung am Standort Sankt Augustin/Hangelar wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagen im Bau in Höhe von T€ 639 (VJ: 0 T€) vorgenommen. Dies umfasste insbesondere Baunebenkosten wie Planungs- und Gutachterkosten.

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen, der Verrechnung von zentral bei verbundenen Unternehmen geführten Leistungsbereichen und sonstigen Personalkosten zusammen. Der Posten beinhaltet in Höhe von T€ 20 (VJ: T€ 81) aperiodische Aufwendungen, welche im Wesentlichen aus Verlusten aus Anlagenabgängen (VJ: Wertberichtigungen auf Forderungen) resultieren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten realisierte Währungsverluste in Höhe von T€ 131 (VJ: T€ 312).

SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 16.778. Sie betreffen in Höhe von T€ 15.581 Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten T€ 1.197 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Seit 2014 besteht ein Belieferungsvertrag mit Airbus Helicopters Deutschland betreffend Ersatzteile auf Basis von Flugstunden für dynamische Komponenten der Muster EC135 und EC145. Der Vertrag läuft mindestens bis 2027 mit automatischer Verlängerung. Laut Vertrag besteht mit Kündigung des Vertrags eine Verpflichtung den Buy-In-Wert mit dem Buy-Out-Wert der Komponenten zu verrechnen. Dieser Vertrag dient einer weiterführenden Kostenglättung des Materialaufwandes an die Flugstunden, die sich damit wieder zunehmend proportional zu den Erlösen verhalten. Zum Stand 31.12.2023 weist das Buy-Out des Vertrages einen Wert von T€ 13.003 (VJ: T€ 15.220) aus.

Der Buy-In ist eine Zahlung in einen solchen Vertrag, der fällig wird, wenn man mit gebrauchten Komponenten in einen PbH (Parts by Hours) Vertrag einsteigt. Dieser berechnet sich aus der verbrauchten Laufzeit im Verhältnis zur gesamten Laufzeit bis zur Grundüberholung (verbrauchte Laufzeit x vereinbarte Rate). Dieses Buy-In soll die Kosten in der Zukunft abdecken, die durch die Abnutzung in der Vergangenheit entstanden sind. Im Gegenzug wird der Buy-Out vom Lieferanten erstattet, wenn der Vertrag endet, bevor die jeweilige Komponente zur geplanten Überholung oder Austausch fällig war.

Geschäftsführung

 

Ulrich Amersdorffer, Harburg Geschäftsführer ADAC Heliservice GmbH, Sankt Augustin.

 

Frédéric Bruder, Inning am Ammersee Geschäftsführer ADAC Luftrettung gGmbH, München, Geschäftsführer ADAC HEMS Academy GmbH, Sankt Augustin, Geschäftsführer ADAC Heliservice GmbH, Sankt Augustin, Geschäftsführer ADAC Telenotarzt gGmbH, Ulm (ab 03.08.2023).

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift nach § 286 IV HGB Gebrauch, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft selbst erhält.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug:

2023 2022
Verwaltung 60 55
Technischer Betrieb 126 117
Auszubildende 10 8
Aushilfen 6 4
Summe 202 184

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist im Konzernanhang der ADAC Luftrettung gGmbH, München, angegeben.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.

Gewinnverwendung


Die Geschäftsführung schlägt vor, dass der im Jahr 2023 erzielte Jahresfehlbetrag in Höhe von € -174.555,16 handelsrechtlich als Verlust auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ADAC Luftrettung gGmbH, München, der den kleinsten und größten Konsolidierungskreis gem. § 285 Nr. 14a HGB darstellt, einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Sankt Augustin, den 8. April 2024

Die Geschäftsführung

gez. Frédéric Bruder

gez. Ulrich Amersdorffer

Entwicklung des Anlagevermögens für 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.192.898,06 69.392,34 0,00 1.225,03 2.261.065,37
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.192.898,06 18.756,05 0,00 1.225,03 2.210.429,08
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 50.636,29 0,00 0,00 50.636,29
II. Sachanlagen 14.107.198,87 1.155.808,43 0,00 707.919,04 14.555.088,26
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
6.094.698,32 238.430,00 21.964,35 0,00 6.355.092,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 270.578,11 0,00 0,00 0,00 270.578,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.070.862,63 810.442,65 0,00 68.654,35 7.812.650,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 671.059,81 106.935,78 -21.964,35 639.264,69 116.766,55
Summe Anlagevermögen 16.300.096,93 1.225.200,77 0,00 709.144,07 16.816.153,63
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Planmäßige
Zugänge
Außerplan-
mäßige
Abschrei-
bungen
Änderungen
i.Z.m. Abgängen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.819.745,39 164.811,57 0,00 1.221,03 1.983.335,93
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.819.745,39 164.811,57 0,00 1.221,03 1.983.335,93
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen 7.835.428,31 695.060,59 639.264,69 692.135,27 8.477.618,32
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2.646.616,61 168.836,14 0,00 0,00 2.815.452,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 210.195,09 9.846,90 0,00 0,00 220.041,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.978.616,61 516.377,55 0,00 52.870,58 5.442.123,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 639.264,69 639.264,69 0,00
Summe Anlagevermögen 9.655.173,70 859.872,16 639.264,69 693.356,30 10.460.954,25
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 277.729,44 373.152,67
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
227.093,15 373.152,67
2. Geleistete Anzahlungen 50.636,29 0,00
II. Sachanlagen 6.077.469,94 6.271.770,56
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.539.639,92 3.448.081,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.536,12 60.383,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.370.527,35 2.092.246,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.766,55 671.059,81
Summe Anlagevermögen 6.355.199,38 6.644.923,23

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ADAC Heliservice GmbH, Sankt Augustin

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der ADAC Heliservice GmbH, Sankt Augustin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ADAC Heliservice GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 8. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kerstin Krauß, Wirtschaftsprüferin

ppa. Michael Neutz, Wirtschaftsprüfer

ADAC Heliservice GmbH

Sankt Augustin

Ergebnisverwendungsbeschluss 2023

Die Gesellschafterversammlung hat am 26. August 2024 folgende Ergebnisverwendung für den Jahresfehlbetrag 2023 beschlossen:

Der Beschluss lautet:

"Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 174.555,16 Euro wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen und gesondert im Eigenkapital der Gesellschaft ausgewiesen."

 

München, 26. August 2024

ADAC Heliservice GmbH

Die Geschäftsführung

Frédéric Bruder

Ulrich Amersdorffer


Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 26.08.2024 festgestellt.

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