Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Stieber GmbH
Hatschekstraße 36, 69126 Heidelberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Friedrich Dr. Rank seit 16.6.2025 | Geschäftsführer |
Jörg Stefan Dr. Greving seit 2.4.2024 | Prokura |
Kerry Gahm seit 2.4.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stieber GmbHHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell und Konzernverbund Die Stieber GmbH, mit Produktionsstätten in Heidelberg und Garching, gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Freiläufen und Rücklaufsperren. Der Vertrieb der Freiläufe erfolgt sowohl an OEM Kunden (OEM = Original Equipment Manufacturer) als auch über Händler. Im Geschäft mit Industriekunden bietet Stieber Lösungskonzepte für den Maschinenbau sowie andere Branchen, wie z.B. die Energie- und Rohstoffindustrie. Die Stieber GmbH hat einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Altra Industrial Motion Germany GmbH, Unna, einer Tochter der Altra Industrial Motion Netherlands B.V., Amsterdam, Niederlande, welche zur weltweit operierenden Regal Rexnord Corp. in Milwaukee, Wisconsin, USA, gehört. Am 27. März 2023 schlossen Altra Industrial Motion Corp. ("Altra"), die frühere Muttergesellschaft des Unternehmens, und Regal Rexnord Corporation ("Regal Rexnord") die zuvor angekündigten Transaktionen ab, die in der Vereinbarung und dem Fusionsplan vom 26. Oktober 2022 vorgesehen waren. Gemäß der Vereinbarung und dem Fusionsplan wurde das Unternehmen eine Tochtergesellschaft der Regal Rexnord Unternehmensgruppe. Regal Rexnord ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Subsystemen für Fabrikautomation, Lösungen für industrielle Antriebsstränge, Komponenten für die Automatisierung und mechanische Kraftübertragung, Elektromotoren und elektronische Steuerungen, luftbewegliche Produkte, sowie spezielle elektrische Komponenten und Systeme. Durch die langjährige Technologieführerschaft und die bewusste Konzentration auf die Herstellung sozialer und umweltfreundlicher Produkte und Subsysteme erfüllt die Gruppe regelmäßig die immer wichtiger werdenden Anforderungen von Kunden unter anderem in den Bereichen Medizin, alternative Energien, Luft- und Raumfahrt, Lebensmittel und Getränke, allgemeine Industrie und Lager/Intralogistik. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Regal Rexnord Corporation, Milwaukee, Wisconsin, Vereinigte Staaten von Amerika, enthalten. 1.2 Ziele und Strategien Stieber produziert Serien- sowie Sonderfreiläufe nach Kundenspezifikation. Im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit steht die Verwirklichung der Kundenanforderungen bezüglich Qualität, Lieferperformance und Kosten. Um dies zu erreichen, unterziehen wir unsere Prozesse ständigen Verbesserungen im Rahmen des konzernweiten Regal Rexnord Business Systems. Wir nutzen weiterhin die Konzernorganisation, um unsere Produkte weltweit anbieten zu können. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite Konjunktur zeigte sich nach der Erholung in den Jahren 2021 und 2022 auf einem leicht schwächeren Niveau. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt für das Jahr 2023 ein BIP-Wachstum von 3,1 % (World economic outlook, update Januar 2024) gegenüber 3,5 % im Jahr 2022. Die Erwartung für 2024 liegt ebenfalls bei +3,1 %. Bemerkt werden muss hier, dass der gesamte Euro-Raum hier gegenüber der Weltkonjunktur zurück blieb, Deutschland mit -0,3 % signifikant. Konjunkturindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex prognostizieren für 2024 im verarbeitenden Gewerbe eine leichte Erholung. Absolut gesehen bleiben die Erwartungen mit einem Index-Wert von 85,2 jedoch erheblich unter dem Wert von 90,1 vom Jahresbeginn 2023 (ifo-Geschäftsklima 25.01.2024). Das Bruttoinlandsprodukt für Deutschland sank 2023 Ergebnissen des statistischen Bundesamtes zufolge preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr (Statistisches Bundesamt, Monatsbericht des BMF Januar 2024, Seite 58ff.). Das Bundesministerium für Finanzen gibt in seinem Konjunkturbericht von Januar 2024 noch kein erwartetes Wachstum des BIP für 2024 an (IWF + 0,5 % für Deutschland), spricht jedoch von einer weiteren Eintrübung. Für den Bereich Anlagen- und Maschinenbau meldete der VDMA für das Jahr 2023 eine Veränderung der Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr von -12 % nominal. Die Veränderung wurde von -11 % Inlandsgeschäft und -13 % Auslandsgeschäft relativ gleichmäßig verursacht. Die oben genannten Quellen zeigen für 2023 zwar weltweit noch ein akzeptables Niveau, jedoch sind die überwiegend negativen Erwartungen des Vorjahres in Europa und spezifisch in Deutschland eingetreten. Hier ist sicherlich ein merklicher Einfluss des Ukraine Konflikts bemerkbar, der uns sicherlich auch noch weiter in der insgesamt positiven, erwarteten Entwicklung beeinflussen wird. 2.2 Geschäftsverlauf Umsatzentwicklungen Die Stieber GmbH erzielte im Berichtsjahr 2023 im Geschäftsfeld Freiläufe einen Umsatz vor Erlösschmälerungen in Höhe von 19,7 Mio. Euro (VJ 21,1 Mio. Euro). Der Rückgang wurde ab der zweiten Jahreshälfte von einer schwachen Nachfrage der Märkte verursacht. Zusätzlich zur stark eingebremsten Investitionstätigkeit der Endkunden hat sicherlich auch ein Abbau der im Markt befindlichen Lagerbestände an Freiläufen zur Situation beigetragen. Im Geschäftsbereich Kupplungen und Bremsen verringerte sich der Umsatz im laufenden Jahr auf 1,9 Mio. Euro (VJ 2,2 Mio. Euro). Der leichte Rückgang ist bedingt durch die Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen. Damit fiel der Gesamtumsatz im Berichtsjahr gegenüber 2022, der Umsatzplan für 2023 konnte nicht erfüllt werden. Der Auftragsbestand lag zum Stichtag bei 7,9 Mio. Euro (VJ 7,9 Mio. Euro) und damit auf Vorjahresniveau. Umwelt- und Arbeitsschutz Stieber ist seit 1997 nach DIN EN ISO 9001 und seit dem Jahr 2000 nach ISO 14001 zertifiziert. In 2016 konnte weiterhin die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 erreicht werden. In 2018 wurden die existierenden DIN EN ISO Zertifizierungen in ein integriertes Managementsystem überführt; dieses wurde im Rahmen eines Audits in 2023 bestätigt. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter im Rahmen des integrierten Managementsystems einem kontinuierlichen Schulungsprogramm unterzogen, sodass wir mit sehr niedrigen Unfall- und Ausschussraten aufwarten können. Beschaffung Im Verlauf des Jahres 2023 kam es gegenüber dem Vorjahr auf Grund der abnehmenden weltweiten Einschränkungen zu einer insgesamt entspannteren Lage bei der Beschaffung benötigter Materialien. Die reduzierten zur Verfügung stehenden Transportkapazitäten führten jedoch in vielen Bereichen nicht zu den erwarteten Frachtkostenentlastungen. Die Versorgungssicherheit über die Lieferketten konnte größtenteils stabil gehalten werden, in Einzelfällen kam es jedoch zu Terminverzögerungen. Investitionen Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 0,6 Mio. Euro (VJ 0,9 Mio. Euro) in Sachanlagen investiert. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 123 (VJ 124). 2.3 Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Umsatzerlöse fielen um 6,6 % auf 21,98 Mio. Euro (VJ 23,52 Mio. Euro), so dass der Plan für das Geschäftsjahr 2023 nicht erfüllt wurde. Die Materialaufwandsquote fiel im Vorjahresvergleich um 2,0 %-Punkte auf 31,3 % gegenüber 33,3 % im Vorjahr. Dieser Effekt resultiert unter anderem aus einer Verschiebung im Produktmix. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit 111 Tsd. EUR (VJ 108 Tsd. Euro) gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Personalaufwendungen sind mit 9,9 Mio. Euro (VJ 9,9 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr gleichgeblieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 614 Tsd. Euro (VJ 616 Tsd. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 2,6 Mio. Euro auf 2,4 Mio. Euro geringfügig gefallen, was primär mit geringeren Aufwendungen für Leasingkräfte, Personalbeschaffung und Frachten zusammenhängt. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung hat sich aufgrund der o.g. Einflüsse auf 1,99 Mio. Euro (VJ 3,26 Mio. Euro) verringert, was auf Grund des nicht erreichten Umsatzzieles nicht mit der Prognose des Vorjahres im Einklang steht. Finanzlage Das im Geschäftsjahr 2015 aufgenommene Darlehen in Höhe von 1,5 Mio. Euro wurde im Jahr 2023 komplett getilgt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Intercompany Darlehen in Höhe von 500 Tsd. Euro aufgenommen. Die Tilgung erfolgt bis zum Juni 2024. Die Entwicklung des operativen Cashflows folgt dem Betriebsergebnis. Der Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) zuzüglich der Abschreibungen ergab einen operativen Cashflow von 2,6 Mio. Euro (VJ 3,9 Mio. Euro). Das Finanzergebnis (ohne Zinsaufwendungen für Pensionen) betrug - 2 Tsd. Euro (VJ -2 Tsd. Euro). Die liquiden Mittel in Höhe von 1,2 Mio. Euro sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. Euro gestiegen. Damit befindet sich die Stieber GmbH weiterhin in einer finanziell stabilen Situation und wird auch im kommenden Geschäftsjahr in der Lage sein, die geplanten Investitionen zu finanzieren und den sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich um 0,1 Mio. Euro auf 12,0 Mio. Euro. Die Verringerung des Anlagevermögens um 4 Tsd. Euro resultiert daraus, dass die Investitionen geringfügig niedriger waren als die jährlichen Abschreibungen. Die Kapitalbindung im Umlaufvermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Vorräte um 38 Tsd. Euro und sind damit auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen um 269 Tsd. Euro. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um 271 Tsd. Euro auf 446 Tsd. Euro erhöht. Die Ursache für Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. den Aufbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegt vor allem an stichtagsbezogenen Effekten zum Jahresende. Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Rückstellungen um 306 Tsd. Euro auf 672 Tsd. Euro verringert, vor allem im Bereich der personalbezogenen Rückstellungen z.B. für Altersteilzeit. Ferner wurde eine Steuerrückstellung für Grunderwerbssteuer in Höhe von 243 Tsd. Euro gebildet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 101 Tsd. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 0,2 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro, was bei einer geringeren Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung vor allem mit der Darlehensaufnahme von 0,5 Mio. Euro zusammenhängt. Der an die Altra Industrial Motion Germany GmbH abzuführende Gewinn beträgt 2,0 Mio. Euro (VJ 3,3 Mio. Euro). Das Eigenkapital beträgt wie im Vorjahr 5,0 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote zum Stichtag verringerte sich durch die Erhöhung der Bilanzsumme auf 41,23 % (VJ 41,50 %). 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren
3 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 3.1 Chancen- und Risikobericht Gesamtbewertung Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht besteht grundsätzlich das Risiko eines sich abflachenden bzw. rückläufigen Konjunkturverlaufs auf Grund schleppender Investitionstätigkeiten. Wir gehen jedoch für 2024 von einem positiven Effekt der Zugehörigkeit zum Regal Rexnord Verbund aus, welcher uns bei der Erringung von Kundenaufträgen unterstützen wird. Aktuell sehen wir keine wesentlichen Risiken im Hinblick auf die zukünftige Ertragskraft unseres Unternehmens, sondern sehen uns in einer krisenfesten Aufstellung. Im Verlauf des Jahres 2024 bieten verzögerte Projekte aus den Vorjahren, welche wieder aufgenommen werden, zusätzliches Potenzial. Dies erwarten wir zu unterschiedlichen Zeitpunkten in allen relevanten Märkten, wie z.B. Asien, Nordamerika und Europa. Die von Wirtschaftsinstituten vorliegenden Prognosen weisen darauf hin, dass nach einem eher schwierigen Geschäftsjahr 2023 zumindest in der ersten Jahreshälfte auch 2024 in für uns relevanten Marktsegmenten herausfordernd wird. Ein basierend auf 2023 dennoch realisierbarer Umsatzanstieg bietet Chancen zu einer Stabilisierung des positiven Ergebnisses des Vorjahres. Liquiditätsrisiken Die Liquiditätsversorgung ist über unseren Barmittelbestand, den weiterhin guten operativen Cashflow sowie über unsere Bankbeziehungen und den Konzernverbund gesichert. Es bestehen keine Risiken aus derivativen Wertpapieren oder aus Zins-, Währungs- oder Warensicherungsvereinbarungen. Forderungsausfallrisiken Forderungsausfallrisiken werden über ein konsequentes Mahnwesen sowie Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. 3.2 Prognosebericht Die allgemeine Erwartung des Verharrens der Konjunktur auf ähnlichem Niveau wie 2023 in Folge der weiterhin die positive Entwicklung hemmenden Ukraine Krise sowie die Prognosen der Fachinstitute sind im Budget für das Jahr 2024 berücksichtigt. Wir erwarten für 2024 einen Anstieg der Umsatzerlöse zum Vorjahr von ca. 12 %. Dabei werden wir 2024 von unserem breiten Produktportfolio und unserem durch die Zugehörigkeit zu Regal Rexnord erweiterten, globalen Vertriebsnetz profitieren, und damit eventuelle Risiken in einzelnen geographischen Märkten ausgleichen können. Eine zu erwartende Stabilisierung der Investitionstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte bei unseren Endkunden wird dabei unterstützend wirken. Auf der Beschaffungsseite rechnen wir mit stabilen Preisen; Preisanstiege bei einzelnen Komponenten/Rohstoffen werden zum Teil durch zu erzielende Preisnachlässe auf Lieferantenseite kompensiert werden. Tarifliche Lohnsteigerungen sind in der Planung der Personalkosten für 2024 bereits berücksichtigt, der Tarifabschluss hat eine Laufzeit bis September 2024. Die Kostenentwicklung werden wir sowohl durch Prozessverbesserungen ausgleichen als auch durch Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergeben. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung erwarten wir für 2024 auf einem leicht verbesserten Niveau verglichen mit 2023, bedingt durch die geplante Umsatzsteigerung. Diese Ziele werden durch unsere Kundenorientierung und strikte Kostenkontrolle unterstützt werden.
Heidelberg, den 22. März 2024 Stieber GmbH Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangStieber GmbH, Heidelberg(HRB 336586, Amtsgericht Mannheim) Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Größenabhängige Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die zu den einzelnen Posten der Bilanz vorgeschriebenen Angaben wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 284 Abs.1 HGB in den Anhang aufgenommen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im Vorjahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert fortgeführt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend der unten genannten Nutzungsdauer linear um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und, sofern abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände wie unten genannt linear abgeschrieben.
Neue Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten ab 801 Euro werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Vermögensgegenstände bis 800 Euro werden direkt im Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Stichtagswert bilanziert. Wertabschläge für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer und Überbestand sowie verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Sofern die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger als die Herstellungskosten sind, werden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten oder zum am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,00% auf die Forderungen gebildet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,83% p. a. auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018G ermittelt. Darüber hinaus wurde eine jährliche Rentenanpassung von 2,20% angenommen. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden aufgrund der mit der Muttergesellschaft, der Altra Industrial Motion Germany GmbH, Unna, bestehenden Organschaft für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen nur auf Ebene der Muttergesellschaft gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagespiegel hervor. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten keine Forderungen gegen die Gesellschafterin (VJ 0 Euro). Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsverkehr. Das Gezeichnete Kapital betrug zum 31. Dezember 2023 500 Tsd. Euro. Die Kapitalrücklage beinhaltet freiwillige Zuzahlungen der Gesellschafterin. Im Rahmen der Verschmelzung wurden zum 1. Januar 2008 1.025 Tsd. Euro in die Kapitalrücklage eingestellt. Nach Gewinnabführung wies die Bilanz der Stieber GmbH zum 31. Dezember 2009 einen Bilanzgewinn in Höhe von 107 Tsd. Euro aus. Dieser Betrag wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2010 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode (PuC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 0% p.a., die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze mit 0% sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,20% entsprechend berücksichtigt. Für das Finanzierungsalter wurde die frühestmögliche Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente angenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,83%. Es wurden die Heubeck-Richttafeln 2018G zugrunde gelegt. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung des Markzinses auszuweisen, für den keine Abführungssperre im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags besteht. Der Unterschiedsbetrag beträgt 14 Tsd. Euro (VJ 77 Tsd. Euro). Die Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand erfasst. Die Steuerrückstellungen in Höhe von 243 Tsd. Euro wurden für Grunderwerbssteuer gebildet. Wesentliche Posten der Sonstigen Rückstellungen betreffen Erfüllungsverpflichtungen aus noch nicht genommenen Urlaubsansprüchen in Höhe von 214 Tsd. Euro (VJ 264 Tsd. Euro) und sonstige personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 299 Tsd. Euro (VJ 594 Tsd. Euro). Die Rückstellung für die Altersteilzeitverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode (PuC-Methode) berechnet. Dabei ist die jährliche Einkommensdynamik mit 2,20 % berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz mit einer Restlaufzeit von einem Jahr verwendet (Bundesbankzins). Er beträgt 1,0 % p.a. Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 2.793 Tsd. Euro (VJ 3.255 Tsd. Euro). Davon beträgt die Verbindlichkeit aus der Gewinnabführungsverpflichtung 2.793 Tsd. Euro (VJ 3.259 Tsd. Euro) und im Vorjahr Steuerforderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 5 Tsd. EUR, die mit der höheren Verbindlichkeit verrechnet wurden. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus einem Darlehen in Höhe von 501 Tsd. Euro (inkl. Zinsen) sowie in Höhe von 318 Tsd. Euro (VJ 149 Tsd. Euro) aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen in Höhe von 125 Tsd. Euro (VJ 99 Tsd. Euro) noch zu zahlende Lohnsteuer. Es bestand ein Gewährleistungsavalobligo i.H.v.109 Tsd. Euro (VJ 104 Tsd. Euro). Die Gesellschaft geht zum Aufstellungszeitpunkt von keiner Inanspruchnahme aus, da hierfür keine Gewährleistungsansprüche angemeldet wurden. Ansonsten bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse. Zum Bilanzstichtag bestanden Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 658 Tsd. Euro (VJ 701 Tsd. Euro). Die Restlaufzeiten dieser Verträge stellen sich wie folgt dar:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von 28 Tsd. Euro (VJ 43 Tsd. Euro) enthalten. In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von 23 Tsd. Euro (VJ 59 Tsd. Euro) enthalten. Die Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten in Höhe von 94Tsd. Euro Ertrag (VJ 148 Tsd. Euro Aufwand) aus Altersversorgung. Zinsaufwendungen in Höhe von 35 Tsd. Euro (VJ 36 Tsd. Euro), sind in Höhe von 33 Tsd. Euro (VJ 34 Tsd. Euro) durch den Zinsaufwand für die Pensionsverpflichtungen entstanden. Aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Diese Position beinhaltet den an die Altra Industrial Motion Germany GmbH, Unna, abgeführten Gewinn aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. Mindestbesteuerung: Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, wobei die früheste Anwendung am 1. Januar 2024 beginnt. Für die Stieber GmbH ergeben sich aufgrund der ertragssteuerlichen Organschaft mit der Altra Industrial Motion Germany GmbH keine Auswirkungen aus der neuen Vorschrift. Geschäftsführer der Gesellschaft bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses waren: Bis 27.03.2023 Todd Patriacca, Vice President of Finance, Massachusetts, USA Bis 27.03.2023 Glenn Deegan, Executive Vice President, Massachusetts, USA Vom 19.05.2023 bis 01.02.2024 Timothy Driscoll; Senior Director Finance, Massachusetts, USA Vom 19.05.2023 bis 01.02.2024 Dr. Stefan Greving, Geschäftsführer, Heidelberg Seit 01.02.2024 Kerry Gahm, Senior Director Finance, Wisconsin, USA Uwe Walter, hauptamtlicher Geschäftsführer, Neckargerach. Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet, da nur Herr Uwe Walter als Geschäftsführer im Personalaufwand der Stieber GmbH enthalten ist. Herr Todd Patriacca, Herr Glenn Deegan, Herr Timothy Driscoll, Herr Dr. Stefan Greving und Herr Kerry Gahm beziehen keine Vergütung von der Stieber GmbH. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Regal Rexnord Corporation, Milwaukee/Wisconsin, USA, einbezogen. Dieser Abschluss stellt zugleich den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen dar, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.
Heidelberg, den 22. März 2024 Stieber GmbH Die Geschäftsführung Uwe Walter Kerry Gahm sonstige BerichtsbestandteileEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.08.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stieber GmbH, Heidelberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stieber GmbH, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stieber GmbH, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 22. März 2024 Deloitte
GmbH
gez. Stefan Wilsch, Wirtschaftsprüfer gez. Boris Branski, Wirtschaftsprüfer |
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