Schlütersche Marketing Holding GmbH
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IndependentPower GmbH & Co. KGHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der IndependentPower GmbH & Co. KGI. Darstellung der Gesellschaft Die im Jahr 2003 gegründete IndependentPower GmbH & Co. KG ist als Stromgroßhandelsunternehmen im Deutschen Markt tätig und gehört zu den großen, nicht kommunalen Marktteilnehmern. Der Energieabsatz der Gesellschaft konnte in den ersten Jahren kontinuierlich gesteigert und stabilisiert werden. Seit ihrer Gründung hat die Gesellschaft kontinuierlich ein positives Jahresergebnis erreichen können. Angesichts der aktuellen Marktposition und der sich abzeichnenden gesetzlichen Rahmenbedingungen hat die unternehmensstrategische Ausrichtung auf die Stabilisierung der Energieabsatzmengen weiterhin oberste Priorität. Die Anzahl der Gesellschafter für die IndependentPower GmbH & Co. KG ist im Jahr 2023 mit fünf stimmberechtigen Kommanditisten und einer Komplementärin gleichgeblieben. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach den vorliegenden Angaben des Statistischen Bundesamtes konnte die deutsche Wirtschaft im Laufe des Jahres 2023 nicht wachsen. Nach dem moderaten Wachstum des Vorjahres sank das Bruttoinlandsprodukt um - 0,3 %. Aufgrund des Ukrainekrieges und der dadurch auftretenden Energiepreiskrise sowie aufgrund der Material- und Lieferengpässe fiel das Wachstum negativ aus. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem Ausland. Damit lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 wieder deutlich unterhalb des Durchschnittswerts der letzten zehn Jahre von + 1,2 %. Der Bausektor konnte eine minimale Steigerung um + 0,2 % erreichen, das produzierende Gewerbe verzeichnete jedoch einen Rückgang von - 2,0 %. Alleine der Bereich Dienstleistungen konnte einen nennenswerten Zuwachs von + 2,6 % erreichen. Das Handelsvolumen der Außenwirtschaft sank 2023 hauptsächlich aufgrund der rückläufigen Export- und Importpreise. So sanken 2023 die Exporte um -1,2 % und die Importe sogar um -9,9 % gegenüber dem Vorjahr. Das Zinsniveau wurde 2023 deutlich erhöht, so dass in mehreren Schritten der Hauptfinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank von 2,5 % auf 4,5 % anstieg. Der Leitzins hat damit das Zinsniveau zu Beginn der 2000er Jahre wieder erreicht. Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/inhalt.html Energiewirtschaftliche Entwicklung Der deutsche Primärenergieverbrauch lag 2023 mit 10.651 Petajoule (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.) etwa - 8,8 % also deutlich unter dem des Vorjahres (11.675 Petajoule) und ist demnach auf dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Die wesentlichen Gründe dürften in den Einsparungen aufgrund der immer noch hohen Energiepreise, der zurückgehenden Wirtschaftsleistung und der wärmeren Witterung liegen. Der Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch 2023 lag mit 2.079 Petajoule bei 19,5 %, ein Zuwachs von + 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Erdgasverbrauch fiel weiter aufgrund des Erdgasembargos gegen Russland um nochmals - 3,7 %. (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.). Die Großhandelspreise für Strom zeigten im Berichtsjahr nach den Preis-Eskalationen im Vorjahr einen deutlichen Preisrückgang. Gründe hierfür waren die deutlich zurückgehenden Sorgen über die Versorgungslage im nächsten Winter aufgrund der Erdgasmangellage, die deutlich steigenden Erdgasspeicherstände und die verbesserte Kraftwerkeverfügbarkeit, aber auch ein signifikanter Rückgang des Bedarfes halfen die Risiken zu reduzieren, so dass sich Ende des Jahres die Strompreise wieder auf einem zwar noch hohen, aber wieder vertretbaren Preisniveau einpendelten. Die Stromkosten für private und gewerbliche Verbraucher stiegen in den Jahren 2019 bis 2023 vor allem aufgrund der steigenden Großhandelspreise und Netzentgelte. Die EEG-Umlage wurde ab Juli 2022 nicht mehr berechnet und abgeschafft. Dies führte zu einer deutlichen Entlastung aller Stromverbraucher. Zusätzlich wurden durch das Strompreisbremsengesetz weitere Milliardenbeträge zur Entlastung durch die Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Die Preisentwicklung für CO 2 -Verschmutzungsrechte verlief am Anfang des Jahres steigend bis ein Preis von 100 Euro/tCO 2. Danach überwogen die schwachen Wirtschaftsdaten, so dass der Preis Ende des Berichtsjahres bei ca. 70 Euro/tCO 2 lag. Wesentlichen Einfluss auf die künftige Entwicklung des deutschen Strommarktes liegen weiterhin in der Verbrauchsentwicklung sowie dem Ausbau des preisstabileren Anteils der Erneuerbaren Energien. Die Entwicklung des Ukrainekrieges und die gravierenden, globalen Spannungen mit Russland oder im Nahen Osten werden weiterhin die Energiemärkte beeinflussen. Die Verfügbarkeit von Reservekraftwerken wird an Bedeutung gewinnen. Unternehmensentwicklung Die nachfolgende Fünfjahresübersicht stellt die Entwicklung von bedeutenden Größen für die IndependentPower GmbH & Co. KG dar:
Die gelieferten Energiemengen und damit auch die Bezugsmengen stiegen aufgrund geringerer Eigenerzeugung bei den Mandanten um + 12,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse sanken demgegenüber überproportional deutlich aufgrund der niedrigeren Preise im Großhandel. Dies ist aufgrund der relativ hohen Teilmengen des Liefervolumens ohne Terminabsicherungen durch die Kunden entstanden. Der Spotpreis bzw. die unterjährigen Terminprodukte lagen deutlich unter den Absicherungspreisen bei frühen Geschäften im Vorjahr oder Vorvorjahr. Vor dem Hintergrund der Beruhigung am Strommarkt erzielte die IndependentPower GmbH & Co. KG in 2023 wieder ein zufriedenstellendes Ergebnis. Der Ergebnisanstieg ergab sich im Wesentlichen durch das sich wieder anpassende Preisniveau zwischen den Handelspreisen und den Preisen für Erzeugungsmengen aus Erzeugungsanlagen. Unbefriedigend verlief die Bilanzkreisbewirtschaftung, also die Qualität der Prognose der Stromverbrauchsmengen, so dass höhere Ausgleichsenergiekosten im Berichtsjahr anfielen. Gleichmals musste zum ersten Mal in der Firmengeschichte ein Termingeschäft mit deutlichen Verlusten (234 TEUR) aufgrund eines Bearbeitungsfehlers zurückverkauft werden. Die Marktposition der IndependentPower GmbH & Co. KG im deutschen Energiemarkt konnte gehalten werden. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei durchschnittlich sechs in 2023. Der verbleibende darüber hinaus bestehende zusätzliche Aufwand wurde weiterhin durch die Beauftragung externer Firmen abgedeckt. Die Personalkosten in Höhe von TEuro 375 lagen unter dem Vorjahresniveau. III. Darstellung der Lage Finanzlage Die nachhaltige Ertragslage sowie die gute Liquidität der IndependentPower GmbH & Co. KG sichern nach wie vor die finanzielle Unabhängigkeit der Gesellschaft. Die Liquidität der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch den Mittelzufluss und -abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit determiniert. Am Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr über einen um TEuro 7.225 höheren Bestand an flüssigen Mitteln von insgesamt TEuro 17.078. Die Verbindlichkeiten stiegen um TEuro 3.497 auf TEuro 21.471. Das operative Geschäft wird ausschließlich aus dem betrieblichen Cash-Flow finanziert. Über das gesamte Geschäftsjahr lagen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vor. Aufgrund der gestiegenen Verzinsung von Einlagen erzielte die Gesellschaft im Jahr 2023 Zinserträge in Höhe von insgesamt TEuro 198. Die Gesellschaft kam ihren Zahlungsverpflichtungen aufgrund der durchgängig hohen Liquidität zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr pünktlich nach. Es bestanden keine Kreditlinien. Es gab keine Beschränkungen zur Verfügbarkeit des Kapitals. Vermögenslage Die Bilanz zeigt bei einer für ein Handels- und Vertriebsunternehmen typischerweise niedrigen Investitionstätigkeit vorwiegend kurzfristige Vermögenspositionen sowie laufende Verbindlichkeiten. Die Bilanzsumme beläuft sich auf Mio. Euro 23,0 (Vorjahr: Mio. Euro 19,8). 99,89 % der Aktiva entfallen auf das Umlaufvermögen, welches als größten Posten die Bankguthaben (TEuro 17.078) aufweist. Die Eigenkapitalquote sank von 7,7 % im Vorjahr auf 3,0 % zum Bilanzstichtag. Die Gesellschaft bleibt hauptsächlich durch Fremdkapital finanziert. Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Handelspartner. Ertragslage Die Umsatzerlöse 2023 lagen ca. 37 % unter den Umsatzerlösen des Vorjahres und ca. 36 % über denen des Vor-Vorjahres (vgl. oben unter III). Der Materialaufwand sank von TEuro 323.635 im Vorjahr auf TEuro 202.705 im Geschäftsjahr 2023. Der Personalaufwand sank um etwa TEuro 32 gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um etwa TEuro 442. Das Jahresergebnis 2023 liegt mit ca. TEuro 733 etwa 106 % über dem Vorjahresergebnis. Die Jahresergebnisse der letzten fünf Geschäftsjahre waren sämtlich positiv. An den Aussagen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts grundsätzlich keine Änderungen ergeben. IV. Voraussichtliche Entwicklung Durch den russischen Militäreinsatz und die im Anschluss verhängten Sanktionen gegen die russische Wirtschaft wurden massive Verwerfungen in den Importpositionen Erdgas und Rohöl in Kauf genommen, die zur fast völligen Einstellung von russischen Erdgaslieferungen nach Europa führten. Diese Situation wird sich auf überschaubare Zeit nicht ändern. Der Bezug von Primärenergieträgern insbesondere Erdgas aus anderen Förderländern und deren Lieferung als LNG wird von hoher Bedeutung sein, genauso wie der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Der Energiemarkt steht somit vor einer ökologischen und ökonomischen Herausforderung, da essentielle Energiemengen nicht mehr zur Verfügung stehen und somit Versorgungsengpässe zu befürchten sind. In diesem Kontext hat die Deutsche Bundesregierung zwangsläufig entsprechende wirtschaftliche Unterstützungen den Bürgern und der Wirtschaft zur Verfügung stellen müssen (Strom- und Erdgaspreisbremse), um einen nicht völligen Einbruch der Wirtschaftsleistung und des Bruttoinlandproduktes in Kauf zu nehmen. Hiermit wurden für 2023 milliardenschwere Entlastungen zur Verfügung gestellt. Aufgrund der langjährigen Erfahrung und des verhältnismäßig breiten und flexiblen Portfolios an Dienstleistungen und insbesondere den langjährigen Kundenbeziehungen wird die Gesellschaft den zukünftigen Anforderungen gewachsen sein. Daher ist die IndependentPower GmbH & Co. KG für den Wettbewerb in Deutschland auch für die kommenden Jahre gut gerüstet, sofern nicht weitere staatliche Eingriffe oder tatsächliche Lieferengpässe zu einer völligen Neugestaltung der Energiemärkte führen. Dies obliegt jedoch den politisch Verantwortlichen in der EU und in Deutschland. Die Prognose der kurzfristigen Geschäftsentwicklung der IndependentPower GmbH & Co. KG fällt aufgrund der grundsätzlich vereinbarten nicht mengenlimitierten Bezugs- und Lieferverträge (keine Mindestabnahmemengen) trotz der weiterhin recht hohen Energiepreise positiv aus. Auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist im Jahr 2024 bislang nicht negativ. Die Lieferverträge konnten zu einem großen Teil bereits für die Jahre 2025 / 2026 bzw. 2027 verlängert werden. Für das Geschäftsjahr 2024 ist mit einer deutlichen höheren Liefermenge aufgrund neuer Versorgungsmandate zu rechnen. Da sich Umsatzerlöse und Materialaufwand analog dem jeweiligen Großhandelspreisniveau ergeben werden und sich die Preissituation deutlich beruhigt hat, ist mit einem deutlich höheren Ergebnis als im Berichtsjahr zu rechnen. Investitionen größeren Umfangs sind nicht geplant. Im November 2024 wurden durch einen Cyberangriff die EDV gestützten Systeme der IndependentPower GmbH & Co. KG gestört. Es wurden umgehend in Abstimmung mit den Behörden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Folgen dieses Angriffs zu minimieren. Hierzu wurde die gesamte IT-Struktur neu aufgebaut und mit umgehend forensisch untersuchten Daten wieder in Betrieb genommen. Hier ist mit einem einmaligen Aufwand in Sachanlagen und externer Unterstützung von ca. 80.000 Euro zu rechnen. V. Chancen- und Risikosituation Im Rahmen des Risikomanagements verfolgt die Gesellschaft die Geschäftsentwicklung systematisch mit dem Ziel, die Lage des Unternehmens laufend beurteilen zu können. Unser Risikomanagement beinhaltet insbesondere:
Die sich aus dem Cyberangriff ergebenden Erkenntnisse wurden beim Neuaufbau der IT- Struktur konsequent berücksichtigt, so dass ein nochmals verbesserter Schutz der Datenstruktur gewährleistet werden kann. Folgende Methoden zu ihrer Risikominderung werden angewendet:
Der Geschäftsführung sind keine Risiken bekannt, die für das Unternehmen bestandsgefährdend sind. Die Geschäftsführung sieht Chancen vor allem in der Beherrschung der energiewirtschaftlichen Prozesse sowie in der Fähigkeit, auf Basis unserer gut qualifizierten Mitarbeiter zügig, flexibel und adäquat auf neue Anforderungen insbesondere auf die sich veränderten Kundenwünsche reagieren zu können.
Hannover, 22. Januar 2025 Die Geschäftsführung BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Hannover, den 22. Januar 2025 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023IndependentPower GmbH & Co. KG, Hannover
Hannover, den 22. Januar 2025 Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die IndependentPower GmbH & Co. KG mit Sitz in Hannover (nachfolgend auch als "Gesellschaft" bezeichnet) ist im Handelsregister unter HRA 27116 beim Amtsgericht Hannover eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Dabei wurden die für alle Kaufleute geltenden Vorschriften der §§ 246 bis 256a HGB beachtet sowie die ergänzenden Vorschriften der §§ 264 bis 288 HGB angewendet. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend den Bestimmungen der §§ 266 und 275 i.V.m. § 264a Abs. 1 HGB. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft erfüllt am Bilanzstichtag erstmals die Größenmerkmale für große Personenhandelsgesellschaften nach § 264a i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB (bisher: mittelgroß). Die Rechtsfolgen daraus treten gem. § 267 Abs. 4 HGB zum Abschlussstichtag noch nicht ein. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, sowie Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sämtliche Rückstellungen weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Sofern am Bilanzstichtag den von der Gesellschaft getätigten, einzelnen Stromtermingeschäften (Beschaffung) kostendeckende und in jeweils gleicher Höhe abgeschlossene Absatzgeschäfte gegenüber stehen, werden keine Drohverlustrückstellungen gebildet, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Ertragslage zu vermitteln. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen In der Anlage zum Anhang ist die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. 2. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen Ansprüche gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 2.016 (Vorjahr: TEUR 413), welche rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. 3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Zur Optimierung von Zahlungsflüssen wurde mit der EnergyLink GmbH, München, ein treuhänderischer Cashpooling-Vertrag abgeschlossen. Am Bilanzstichtag werden Bankguthaben in Höhe von gesamt TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 284) treuhänderisch von diesem Treuhänder verwaltet, wobei die Gesellschaft in der Funktion als Treugeber als wirtschaftliche Eigentümerin anzusehen ist. 4. Eigenkapital Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte unter Beachtung der Vorschrift § 264c Abs. 2 HGB und des Gesellschaftsvertrags. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, für ausstehende Kundengutschriften und für drohende Verluste. Da zum Bilanzstichtag Stromtermingeschäfte über 6.132 MWh noch nicht abgeschlossen wurden, muss gemäß § 249 Abs. 1 HGB handelsrechtlich eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet werden. Vor Bilanzerstellung wurde bezogen auf die im vorstehenden Satz genannten Stromtermingeschäfte ein Gegengeschäft abgeschlossen. Aus diesem Grund verzichtet die Gesellschaft auf die Verzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB. 6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zum Bilanzstichtag sind Bankguthaben zur Sicherung von Ansprüchen von insgesamt TEUR 2.948 (Vorjahr: TEUR 2.948) verpfändet. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, welcher durch die Verpfändung von Konten gesichert ist, beträgt TEUR 2.280. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen am Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 111.726 (Nettoposition). Dabei handelt es sich um im OTC-Handel abgeschlossene schwebende Stromtermingeschäfte für künftige Lieferperioden. Es wurden mit Kunden entsprechende Lieferverträge abgeschlossen, so dass eine offene Position zu keinem Zeitpunkt gegeben ist. IV. Sonstige Angaben 1. Zahl der Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres wurden gemäß § 285 Nr. 7 HGB von der Firma durchschnittlich 6 Arbeitnehmer (Vorjahr: 7) beschäftigt. 2. Gesellschaftsorgane Geschäftsführung: Zur Geschäftsführung und Vertretung ist ausschließlich die persönlich haftende Gesellschafterin, ELAG Geschäftsführungs GmbH, München, berechtigt und verpflichtet. Als Geschäftsführer der ELAG Geschäftsführungs GmbH waren im Berichtszeitraum bestellt:
Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9a HGB wurde von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mit Gesellschafterbeschluss der ELAG Geschäftsführungs GmbH vom 16. September 2024 wurde Herr Lars von Glahn mit Wirkung zum 1. Oktober 2024 zum weiteren Geschäftsführer bestellt. 3. Komplementär der Gesellschaft Persönlich haftende Gesellschafterin ist die ELAG Geschäftsführungs GmbH, München, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 25. Sie ist an der Gesellschaft ohne Einlage beteiligt. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung Die globalen, kriegerischen Auseinandersetzungen stellen einschneidende Ereignisse dar, welche die globale Wirtschaft im allgemeinen und die nationale Wirtschaft im speziellen, stark beeinflussen. Die Auswirkungen für unsere Gesellschaft haben wir im Lagebericht unter Punkt IV. "Voraussichtliche Entwicklung" dargestellt. 5. ErgebnisverwendungsbeschlussDie Gesellschafter haben beschlossen, dass der Jahresüberschuss entsprechend den Kapitalanteilen der Kommanditisten den jeweiligen Rücklagenkonten gutgeschrieben wird.
Hannover, den 22. Januar 2025 Für die Geschäftsführung: gezeichnet Dr.-Ing. Klaus Straßburger, Geschäftsführer der ELAG Geschäftsführungs GmbH Georg Knott, Geschäftsführer der ELAG Geschäftsführungs GmbH Lars von Glahn, Geschäftsführer der ELAG Geschäftsführungs GmbH BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IndependentPower GmbH & Co. KG, Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IndependentPower GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der IndependentPower GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 17. März 2025
Oliver Lins, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses: 20. März 2025 |
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