Dahmeland soziale Dienste GmbH
Selbe AdresseAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ditmar Wolfgang Luplow seit 27.7.2020 | Geschäftsführer |
Elfrun Makowski seit 27.7.2020 | Prokura |
Jens, geb. Krause Zarske seit 27.7.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Brandenburg Süd e.V. | 60.00% |
Stadt Wildau | 33.33% |
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Dahme-Spreewald e.V. | 6.67% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AWO Wildau GmbHWildauJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses der AWO Wildau GmbH (Amtsgericht Cottbus, HRB 9523 CB) entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Mit Körperschaftsteuerbescheid für 2022 vom 15.02.2024 wurde die Gemeinnützigkeit der Gesellschaft anerkannt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Gliederungsschema wurde unter Beachtung der Pflege-Buchführungsverordnung um den Posten Verwahrgelder erweitert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bis 2020 wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten einzustellen und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abzuschreiben. Nach vollständiger Abschreibung wird ein buchhalterischer Abgang unterstellt. Aus Gründen der Angleichung der Bilanzierungsgrundsätze im Konzern wurden in 2021 abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 analog § 6 Abs. 2 EStG angesetzt und im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die für die Finanzierung von Anlagevermögen gewährten Fördermittel im Rahmen des Investitionsprogramms Pflege - IVP - und sonstige Zuschüsse werden nicht von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der erworbenen Anlagegüter abgesetzt, sondern auf der Passivseite der Bilanz als Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens ausgewiesen. Die Sonderposten werden nach Maßgabe der verrechneten Abschreibungen für die mit Zuschüssen finanzierten Anlagegütern aufgelöst. Unter den unfertigen Leistungen werden abgegrenzte Betriebskosten, die auf Mieter umgelegt werden können, aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Die in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen nachträglichen Erschließungskosten eines Grundstückes im Erbbaurecht werden linear über die Dauer des Erbbaurechts abgeschrieben. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Umlaufvermögen Die unfertigen Leistungen betreffen die noch nicht abgerechneten Betriebskosten für vermietete barrierefreie Wohnungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen, wie im Vorjahr, in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen sind, wie im Vorjahr, kurzfristig. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Erschließungskosten von Grundstücken in Erbbaurecht in Höhe von EUR 47.667,30 (i.V. EUR 48.487,45) enthalten. 4. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 1.500 und ist vollständig eingezahlt. An der Gesellschaft sind der AWO Bezirksverband Brandenburg Süd e.V. mit TEUR 900, die Stadt Wildau mit TEUR 500 und der AWO Kreisverband Dahme-Spreewald e.V. mit TEUR 100 beteiligt. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.831.523,82 ergibt sich aus dem Gewinnvortrag aus den Vorjahren in Höhe von EUR 1.236.245,28 und dem Jahresüberschuss 2023 von EUR 595.278,54. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für mögliche Forderungen der Pflegekassen aus dem nachgelagerten Nachweisverfahren zum sogenannten Pflegeschutzschirm gemäß §150 Abs. 2 SGB IX und der Coronavirus-Testverordnung (TEUR 133, i.V. TEUR 309), Rückstellungen für mögliche Forderungen aus widersprochenen Entgelterhöhungen (TEUR 20, i.V. TEUR 20), Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 250, i.V. TEUR 202), Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 71, i.V. TEUR 70), Kosten der Aufbewahrung von Unterlagen (TEUR 53, i.V. TEUR 52), unterlassene Instandhaltung (TEUR 83) und Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 290). 6. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
* davon durch Grundschulden gesichert: TEUR
8.232 (Vorjahreswerte stehen in Klammern)
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen, wie im Vorjahr, in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 710 (i.V. TEUR 542) und aus Darlehen TEUR 3 (i.V. TEUR 651) enthalten. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich in folgende Tätigkeitsbereiche aufteilen:
2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 198 (i.V. TEUR 179) ausgewiesen, die i.W. aus der Auflösung der Rückstellungen für den Pflegeschutzschirm gemäß § 150 Abs. 2 SGB IX und der Coronavirus-Testverordnung bestehen, und Erträge aus Zuwendungen TEUR 100 (i.V. TEUR 150). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 (i.V. TEUR 17). 3. Finanzergebnis In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind EUR 3.862,26 (i.V. EUR 8.533,04) Zinsen an den Gesellschafter enthalten. 4. Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Steuern in Höhe von TEUR 14. C. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
2. Personal Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 342 Mitarbeiter (i.V. 352), 199 (i.V. 204) Vollzeitkräfte sowie 143 (i.V.148) Teilzeitkräfte, mit einem Äquivalent von 302 Vollzeitkräften (i.V. 309) beschäftigt. Zusätzlich befanden sich 17 Auszubildende (i.V. 30) in der Ausbildung zum examinierten Altenpfleger. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Ansprüche früherer Eigentümer (sogenannte Restitutionsansprüche) sind nicht bekannt. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 10.180, aus Leasingverträgen für Fahrzeuge in Höhe von TEUR 102, aus Immobilienmiete und Pacht TEUR 266 und aus Erbbauzinsen TEUR 6.546 mit Restlaufzeiten bis 2065, 2092, 2099 bzw. 2104. 4. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 gibt es keine Vorgänge, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. 5. Organe der Gesellschaft Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind:
Die Geschäftsführung erhält keine Bezüge. 6. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss der AWO Wildau GmbH. 7. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der AWO Wildau GmbH wird über den Konzernabschluss der AWO Wildau GmbH, Wildau, in den Gruppenabschluss des Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Brandenburg Süd e.V., Lübbenau, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss der AWO Wildau GmbH, Wildau, wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. 8. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.800.000,00 in die Gewinnrücklage einzustellen und EUR 31.523,82 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wildau, 24. Juli 2024 AWO Wildau GmbH Geschäftsführung Jens Zarske Wolfgang Luplow Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.07.2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens der AWO Wildau GmbH, Wildau, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäftsverlauf Die AWO Wildau GmbH ist eine Gesellschaft, die Leistungen in der vollstationären, teilstationären, ambulanten Pflege, der Kurzzeitpflege sowie der Verhinderungspflege mit den dazugehörigen Serviceleistungen erbringt. Die AWO Wildau GmbH fördert den gemeinnützigen Zweck der Altenhilfe und Wohlfahrtspflege, zuletzt bestätigt gemäß Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid 2022 vom 15. Februar 2024. Die AWO Wildau GmbH betreibt in Wildau, Deutsch Wusterhausen, Königs Wusterhausen und Niederlehme vollstationäre Pflegeeinrichtungen als unselbstständige Niederlassungen. In die Niederlassung Wildau ist eine Tagespflege, in die Niederlassung Deutsch Wusterhausen eine Kurzzeitpflege integriert. Die Niederlassung "Regine Hildebrandt" in Niederlehme arbeitet nach einem gerontopsychiatrischen Pflegekonzept, dem auch die angegliederte Tagespflege folgt. Seit 2017 wird in der Altstadt Königs Wusterhausen eine Tagespflege als solitäre Einrichtung betrieben. Weiterhin gehört zum Leistungsspektrum der AWO Wildau GmbH eine Physiotherapie und ein ambulanter Pflegedienst. Versorgungsschwerpunkte sind die Städte Wildau und Königs Wusterhausen. Ausgehend von einem guten Niveau zeigt dieser Bereich starke Wachstumsraten. Dies soll sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Gesamtkapazität liegt bei 471 vollstationären Pflegeplätzen (inklusive 16 Kurzzeitpflegeplätzen) und zusätzlichen 50 Tagespflegeplätzen. An den Standorten Wildau, Deutsch Wusterhausen, Königs Wusterhausen und Niederlehme werden 189 barrierefreie Wohnungen vermietet. Ein Leerstand ist unverändert nicht zu verzeichnen. Hauswirtschaftliche Dienstleistungen, die ganztägliche Verpflegung und technische Dienstleistungen werden vom Tochterunternehmen, WSG Wildauer Service GmbH, Wildau, erbracht. Die AWO Wildau GmbH blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Zu dieser positiven Entwicklung haben viele Akteure und insbesondere die motivierten Mitarbeiter beigetragen, denen es größtenteils gelungen ist, die Herausforderungen der Zeit zu erkennen und die GmbH verantwortungsbewusst durch Höhen und Tiefen zu führen. Das ist in der Altenpflegelandschaft in Deutschland angesichts der angezeigten Insolvenzen in 2023 und 2024 keine Selbstverständlichkeit. Nach den durch mehrere Krisen beeinflussten Vorjahren kann das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 595 (i.V. TEUR 206) abgeschlossen werden. Der Blick in die Auswertungen zeigt aber auch, dass nicht alle Kennzahlen im gewünschten Zielkorridor lagen und angesichts der steigenden Eigenanteile ein konzeptionelles Neudenken der Altenpflege die wohl größte Herausforderung der nächsten Jahre darstellt. Die AWO Wildau steht momentan am Anfang dieses Transformationsprozesses und die notwendigen Veränderungen werden Spuren in zukünftigen Zahlen hinterlassen. Die in der Pflege tätigen Mitarbeiter spüren nach den drei Corona-Jahren noch heute die Auswirkungen auf Physis und Psyche, was zeitweise mit hohen Krankenständen verbunden ist. Das führte in einigen Einrichtungen zu zeitweiligen Aufnahmestopps und hatte somit negative Auswirkungen auf die Belegung und die Auslastungsquoten. Die drei Tagespflegeeinrichtungen haben im Jahr 2023 keine Schließtage verzeichnen müssen und die Auslastung hat das angestrebte Ziel erreicht. Die ehemals vierte Tagespflegeeinrichtung in Deutsch Wusterhausen wurde Ende Dezember 2022 geschlossen. Verbrauchsmaterialen und eingekaufte Dienstleistungen bleiben auf hohem Kostenniveau. Die Stromkosten konnten nach der drastischen Belastung im Vorjahr durch den Abschluss eines mehrjährigen Liefervertrages begrenzt werden und wurden zusätzlich durch die staatliche Strompreisbremse abgefedert. Gemäß Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) und der damit verbundenen Tarifpflicht ist die AWO Wildau GmbH seit Oktober 2022 Mitglied im Arbeitgeberverband Wohlfahrt Brandenburg e.V. und für die Beschäftigten gilt der Tarifvertrag "Wohlfahrt in Brandenburg" mit der Gültigkeit ab dem 1. März 2023. Die Refinanzierung der nennenswerten Gehaltssteigerungen konnten in Pflegesatzverhandlungen sichergestellt werden. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Mit der Alterung der Bevölkerung nimmt, wie in den letzten Jahren erkennbar, die Pflegebedürftigkeit weiter zu. Der massive Personalmangel in der Langzeitpflege, der weiter steigende Bedarf an Pflegemöglichkeiten zeigen schon jetzt erhebliche Auswirkungen. Der seit Jahren viel zitierte Pflegenotstand findet in der Gesetzgebung nur zögerliche Lösungsansätze und ein gelungenes Gesamtpaket, das der Wertschätzung der uns anvertrauten alten Menschen angemessen ist, lässt weiterhin auf sich warten. Die stetig steigenden Kosten, wohlwollend akzeptiert, wenn es um eine angemessene und wertschätzende Bezahlung des Pflegeberufes geht, haben zur Folge, dass ein Einzug in eine Pflegeeinrichtung längst möglich hinausgezögert wird. Viele Pflegebedürftige sind schon heute finanziell überlastet. Angesichts der knappen öffentlichen Kassen wird die Pflege zunehmend in den familiären Bereich verlagert. Der häuslichen Pflege kommt in Brandenburg ein sehr hoher Stellenwert zu. Die Zahl der ambulant zu Versorgenden steigt und die Sicherstellung der professionellen Pflege bleibt ein Problem der Personalverfügbarkeit. Infolge des zunehmenden Leistungsdruckes für die in der Pflege Beschäftigten kommt es im stationären als auch ambulanten Bereich zu einem stärker ausgeprägten Arbeitgeberwechsel. Aus unserer Sicht punktet die AWO Wildau GmbH im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern mit Faktoren wie das Arbeitsklima und zusätzlichen Benefits. Die generalistische Ausbildung ist nach vier Praxisjahren etabliert. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Altenpflege im Wettstreit mit der Kranken- und Kinderpflege das Nachsehen hat. Ertragslage / Analyse der Geschäftsentwicklung Der Umsatz in der vollstationären Pflege betrug TEUR 21.700 (i.V. TEUR 19.164) und blieb mit 78% der umsatzstärkste Erlösbereich der AWO Wildau GmbH. Die in 2022 erfolgreich geführten Einzelsatzverhandlungen bildeten eine solide Basis für die lineare Fortschreibung der Pflegesätze ab März 2023 und sicherten den Umsatzzuwachs. Die bereits im Ausgang des Jahres geminderte Personalausstattung hat sich in 2023 gefestigt und machte eine Auslastung, wie in den Vorjahren üblich, nicht mehr möglich. Die Belegungsquote sank von 93,7% auf 86,7%. Die Nachfrage nach vollstationären Plätzen überstieg aber weiterhin trotz hoher Kosten für einen Pflegeplatz unsere Kapazitäten. Die Ausbildungsumlage wurde regulär mit Beginn des Jahres gesteigert. Die Umsätze aus dem Betreuungsaufwand nach § 43b SGB XI stiegen gemäß der linearen Kostensatzverhandlung um 9%, mit Gültigkeit der Preise ab 01.03.2023. Die Erträge aus der gesonderten Berechnung der Investitionskosten stehen in direkter Abhängigkeit zu den Belegungstagen und nahmen folglich ab. Die Kurzzeitpflege in Deutsch Wusterhausen wurde in 2023 wieder verstärkt nachgefragt und erreichte eine Belegung von knapp 50%. Zusammen mit verbesserten Kostensätzen ab März 2023 konnte der Umsatz deutlich auf TEUR 432 (Vorjahr TEUR 277) gesteigert werden. Die Auslastung der Tagespflegen erholte sich in 2023 weiterhin und stieg von 53% auf 84%. Die in 2023 geführten Einzelsatzverhandlungen für die Kostensätze Pflege, Unterkunft und Verpflegung und Fahrkosten führten ab Oktober zu einem weiteren Umsatzplus. Der befürchtete Rückgang der Belegung wegen der höheren Tagessätze wurde durch das Engagement der Tagespflegeleitungen aufgefangen. Der Umsatz lag in 2023 bei TEUR 1.056 (i.V. TEUR 747). Die Erlössituation im Ambulanten Dienst folgte prozentual der linearen Anhebung der Kostensätze im SGB V und XI ab dem 1. März 2023. Der Umsatz betrug TEUR 1.401 (i.V. TEUR 1.239). Die Umsätze aus der Vermietung teilen sich in die Vermietung der barrierefreien Wohnungen und die Verpachtung von Gewerbeflächen an die Servicegesellschaft auf. Bei gleichbleibend geringem Leerstand in der Wohnungsvermietung und der Anpassung der Indexmieten im letzten Quartal hat sich der Umsatz um TEUR 58 auf TEUR 1.469 gesteigert. Die Nachfrage nach diesem Segment ist weiterhin ungebrochen hoch. Ziel wird es daher in der Zukunft sein, diesen Bereich gemeinsam mit den Angeboten der ambulanten Pflege sowie weiteren Dienstleistungen gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Personalkosten lagen im Vergleich zum Vorjahr um 10% höher (TEUR 15.473) und sind durch gegenläufige Tendenzen beeinflusst. Zum einen stieg das Jahres-Arbeitnehmer-Brutto insbesondere im Bereich der Pflegekräfte deutlich an, zum anderen nahm die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter, in Vollzeitäquivalenten 302,3, im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 ab. Seit dem 1. Oktober 2022 zahlt die AWO Wildau GmbH nach dem Tarifwerk "Wohlfahrt in Brandenburg". Der Tarifabschluss ab dem 1. März 2023 legte eine Entgelterhöhung in der Pflege um 12,5% fest. Ab dem 1. Juli 2023 wurde die wöchentliche Arbeitszeit von 40 auf 39 Stunden reduziert. Im November 2023 wurde erstmalig die tarifliche Jahressonderzahlung an die Mitarbeiter der AWO Wildau GmbH ausgezahlt. Im Materialaufwand konnte in 2023 eine Senkung um 6% erzielt werden und lag somit bei TEUR 7.096 (i.V. TEUR 7.548). Die in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehenden Kosten fielen fast vollständig weg und die Energiekosten fielen geringer aus. Der mehrjährige Liefervertrag mit dem Stromlieferanten sowie die gesetzliche Strompreisbremse trugen maßgeblich zur Entlastung bei. Bei den Kosten für die Gaslieferung profitierte die AWO Wildau GmbH von dem langfristigen Vertragsabschluss aus den Vorjahren und dem abgesenkten Umsatzsteuersatz. Im Gegensatz dazu festigten sich inflationsbedingt hohe Preise für den Betreuungs- und Wirtschaftsbedarf. Die bezogenen Leistungen nahmen hinsichtlich abgefragter Sonder- und Desinfektionsreinigungen deutlich ab. Verbunden mit stabilen Preisen des Dienstleistungsvertrages mit der Tochtergesellschaft über die Hauswirtschaft, Verpflegung und technische Dienstleistungen trugen diese Effekte zu der Kostensenkung bei. Der Kostenanstieg in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist vornehmlich auf hohe Instandhaltungskosten an den Gebäuden aufgrund dringenden Nachholbedarfes zurückzuführen. Neutrale Erträge i.H.v. TEUR 179 entstanden aus der Auflösung getätigter Rückstellungen aus 2021 im Zusammenhang mit dem sogenannten "Rettungsschutzschirm Pflege". Außerordentliche Erträge wurden durch Zuwendung eines verbundenen Unternehmens (TEUR 100) erzielt. Geschäftsergebnis Das Jahresergebnis 2023 liegt mit TEUR 595 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 206) deutlich darüber und das Geschäftsjahr konnte sehr erfolgreich und über Plan abgeschlossen werden. Eine verbesserte Auslastung in der teilstationären Pflege, eine Personalausstattung korrespondierend zur Belegung, auskömmliche Kostensätze, sinkender Materialaufwand führten zu diesem zufriedenstellenden Ergebnis. Die prognostizierten moderat steigenden Umsatzerlöse wurden mit einem Zuwachs von 9,3% auf TEUR 27.823 erreicht. Belegungssituation Der Aufenthalt in der vollstationären Pflegeeinrichtung bleibt den Pflegebedürftigen der Pflegegrade 3 bis 5 vorbehalten. Bewohner des Pflegegrades 2 weisen den geringsten Anteil in der Pflegegradverteilung auf. In der Praxis zeigt es sich meistens, dass der Pflegegrad 2 nicht der aktuellen persönlichen Situation entspricht und kurze Zeit nach Einzug in die Einrichtung auf einen höheren Pflegegrad angepasst werden muss.
Personal Die AWO Wildau GmbH hat in den Niederlassungen und im ambulanten Dienst im Jahr 2023 folgende Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter beschäftigt:
Der im Vorjahr vorhandene Rückgang der Mitarbeiterzahlen konnte in 2023 erfolgreich gestoppt werden. Die Aufstockung des Personals in der zentralen Geschäftsstelle liegt in der Konzentration dieser verwaltenden Arbeiten in der Muttergesellschaft. Dienstleistungen für Tochter- und Schwesterunternehmen werden per Vertrag an diese berechnet. Die AWO Wildau GmbH bildet weiterhin Pflegefachfrauen/-männer aus, seit Oktober 2020 in der Generalistik. In 2023 haben fünf Auszubildende erfolgreich ihre Prüfung zum examinierten Altenpfleger/in und zwei zur Altenpflegehelferin bestanden. Davon konnten alle als Pflege- bzw. Pflegefachkraft übernommen werden. Im Oktober 2023 fingen neun neue Auszubildende ihre Ausbildung in der Altenpflege an. Finanzlage / Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen Die Investitionen des Jahres 2023 in Sachanlagen betrugen TEUR 934. Die Anzahlung für die im Laufe des Jahres 2024 fertig zu stellenden Photovoltaikanlagen (TEUR 227) wurden durch Darlehen finanziert. Weitere Zugänge wurden aus dem laufenden Cashflow investiert. Das Volumen der aufgenommenen und ausgezahlten Bankkredite beträgt im Berichtszeitraum TEUR 1.500. Kredittilgungen beliefen sich planmäßig auf TEUR 1.259. Davon wurden Darlehen des Hauptgesellschafters AWO Bezirksverband Brandenburg Süd e.V., Lübbenau, i.H.v. TEUR 648 zurückgeführt. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 32.485 per 31.12.2022 auf TEUR 33.571 per 31.12.2023 erhöht. Die Zunahme resultiert aus dem höheren Guthaben bei Kreditinstituten. Das Sachanlagevermögen ist zu 63,6% (i.V. 62,2%) durch Eigenkapital unter Einbeziehung der Sonderposten finanziert. Bezieht man die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in diese Rechnung mit ein, ist das Sachanlagevermögen zu 94,1% langfristig finanziert. In den sonstigen Rückstellungen sind die Rückstellungen für das Personal, Aufbewahrungen, Jahresabschluss und ausstehende Rechnungen wie auch Rückstellungen für mögliche Rückforderungen aus dem nachgelagerten Nachweisverfahren zum Rettungsschirm Pflege aus Corona-Zeiten enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten haben infolge der Auszahlung eines Darlehens zugenommen. Tilgungen aus langfristigen Kreditverbindlichkeiten wurden planmäßig geleistet. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Hauptgesellschafter sind durch Darlehenstilgung gesunken. Risikomanagementziele und -methoden Die AWO Wildau GmbH reduziert durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken und hält nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich. Die Organisation und Koordinierung sämtlicher Aktivitäten im Rahmen des Risikomanagements ist Bestandteil des in der AWO Wildau GmbH installierten Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2015. Zur Absicherung von Risiken wird der Versicherungsschutz laufend überprüft und durch eine jeweilige Anpassung des Versicherungsschutzes Rechnung getragen. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig geprüft und die Ausfallrisiken überwacht. Um dem Risiko zu begegnen, nicht über genügend Fachkräfte für den Betrieb eines Heimes verfügen zu können, betreibt die Gesellschaft eine aktive Personalpolitik. Dies erfolgt zum einen durch die umfangreiche und kostenintensive Ausbildung junger Menschen zur Pflegefachkraft. Zum anderen liegt das Augenmerk auf einem attraktiven Arbeitsumfeld und angemessenem Arbeitsentgelt. Diesbezüglich wurden gemeinsam mit dem Hauptgesellschafter Initiativen unternommen. Chancen- und Risikobericht Die Erfahrungen aus den zurückliegenden Krisen haben gezeigt, dass neben den organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen die personelle Basis bei den Führungskräften an sämtlichen Standorten gegeben ist, um diese Krisen zu bewältigen. Nach den Jahren besonderer Belastung zeigt sich allerdings zum Teil eine zunehmende Erschöpfung bei den Mitarbeitern, der mit entlastenden Maßnahmen insbesondere im betrieblichen Gesundheitsmanagement begegnet wird. Größte Bedeutung wird der Fachkräfte- und Arbeitskräftesicherung und einer zielgerichteten Personalentwicklung beigemessen. In direkter Konkurrenz mit Berlin, Krankenhäusern und anderen Pflegeeinrichtungen wird um Fachkräfte geworben und neben harten Fakten wie eine angemessene Vergütung werden weiche Faktoren wie das Arbeitsumfeld und Arbeitszeitmodelle immer wichtiger und zunehmend sehr individuell entschieden. Der Tarifvertrag bildet die sichere und verlässliche Basis und wird durch flankierende Maßnahmen ergänzt. Neben bereits in 2022 freiwilligen angebotenen Arbeitgeberleistungen wie "AWO macht Fit" hat die AWO Wildau GmbH in 2023 das Leasen von Dienstfahrrädern und das Deutschlandticket eingeführt. Die Fachkräftesicherung bleibt der AWO Wildau GmbH als Thema mit hoher Priorität erhalten, um eine qualitativ hochwertige Pflege zu gewährleisten. Die Aktivitäten zur Personalgewinnung und -haltung werden zum nicht zu vernachlässigenden Kostenfaktor. Seit Jahren hat in der AWO Wildau GmbH die Ausbildung zum Altenpfleger einen hohen Stellenwert. Dafür wendet die AWO Wildau GmbH deutlich mehr Kosten auf, als über die Refinanzierung der Ausbildungsvergütung und des Ausbildungszuschlages sichergestellt sind. Die generalistische Ausbildung, die die Auszubildenden mit dem Start ihrer Ausbildung im Oktober 2020 begonnen haben, stellt die AWO Wildau GmbH grundsätzlich vor neue Herausforderungen. Noch gibt es keine gesicherten Erfahrungen, ob das Risiko der Abwanderung in die anderen Einsatzbereiche die Chance auf die besonderen Arbeitsbedingungen im Umgang mit alten Menschen überwiegt. Absehbar ist bereits, dass sich der Wettbewerb um Absolventinnen spürbar verstärken wird. Weiterhin wird die Auslastung der vorhandenen Heime vom verfügbaren Personalbestand bestimmt. Die Nachfrage nach Heimplätzen ist grundsätzlich unverändert gegeben. Nächster Meilenstein ist die Umstellung der personellen Ressourcen auf die neue Personalbemessung und die Einstufung des Personals in Qualifizierungsniveaus. Die Ausgestaltung der damit verbundenen Weiterbildungen ist im Land Brandenburg noch nicht geregelt. Das verbesserte Ausbildungsprofil in der Breite der Pflegekräfte soll die Qualität der pflegerischen und betreuenden Leistungen nachhaltig positiv beeinflussen. Stark eingreifend und in immer geringeren Abständen ändern sich gesetzliche Rahmenbedingungen, die unmittelbar auf die Pflegeunternehmen und über diese hinaus Einfluss haben. Ein zeitnaher und sicherer Umgang mit den gesetzten Parametern setzt eine leistungsfähige Administration voraus. Diese Voraussetzungen sind nach wie vor vollumfänglich gegeben. Die Ausrichtung der stationären Pflegepolitik bleibt weiterhin unklar. Zu begrüßen sind die ab 2024 verbesserten prozentualen Entlastungen in Abhängigkeit der Aufenthaltsdauer und die ab 2025 vereinbarte Anhebung der Leistungsbeträge der Pflegekasse, federn sie doch in beschränktem Maße die hohen finanziellen Belastungen der Bewohner ab. Beim letzten Vorschlag aus dem Bundesgesundheitsministerium zum Aufbau eines weiteren Sektors in der Altenpflege, dem "stambulanten" Bereich, wird sich zeigen, wie praktikabel oder bürokratisch die Neuerung gestaltet wird. Trotzdem kann als nahezu sicher angenommen werden, dass auch in den nächsten Jahren der ambulante Bereich noch stärker wachsen wird. Auch aus Gründen der Risikostreuung wird dieser Bereich zukünftig, noch über die bisherigen Anstrengungen hinaus, ausgebaut. Entsprechend dieser Zielstellung wurde der Bereich der ambulanten Pflege grundsätzlich neu aufgestellt. Mit der räumlichen Veränderung unseres AWO Pflegedienstes in die Stadt Königs Wusterhausen ist der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Wachstum erreicht. Die weitere Ausdehnung des Wirkungskreises nach Wildau und Niederlehme ist gelungen. Weitere Orte im nördlichen Teil des Landkreises Dahme- Spreewald werden perspektivisch folgen. Ziel ist die Realisierung eines ebenso kontinuierlichen wie gleichzeitig planvollen und anspruchsvollen Wachstums in der ambulanten Pflege. Hierfür bieten die zahlreichen Mieterinnen und Mieter unserer Wohnanlagen in unmittelbarer Nachbarschaft unserer stationären Einrichtungen für den ersten Schritt ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten. Grundsätzlich kommt der Sicherung der finanziellen Basis, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Personalsituation, der Investitionserfordernisse sowie angesichts der hohen Einkaufspreise, eine besondere Bedeutung zu. Darauf wird mit regelmäßigen Pflegesatzverhandlungen reagiert. Auch hierfür ist die AWO Wildau GmbH aus heutiger Sicht gut aufgestellt. In den Pflegeeinrichtungen ist der Umgang mit Infektionen Alltag. Das Auftreten einer zur Pandemie eingestuften Infektion bedeutete im Arbeitsalltag des Pflegepersonals höhere Anforderungen und verlangte erhöhte Aufmerksamkeit. Das Auftreten weiterer Pandemien bleibt als Risiko bestehen, jedoch sind die gemachten Erfahrungen von Vorteil. Die vorhandenen Tagespflegen bilden im Pflegesetting eine verstärkt nachgefragte und gern genutzte Form der Pflege. Die Tagespflegen haben in Kombination mit der häuslichen Pflege eine positive Auswirkung auf die Auslastung. Der Bedarf an Instandhaltung und Investitionen wird in den Folgejahren hoch bleiben. Eine Priorisierung der Maßnahmen ist unerlässlich und die damit verbundenen Verbesserungen werden in den nächsten Jahren sichtbar sein. Dabei muss auch die steigende Erwartungshaltung der ",neuen Alten" an Wohnraum und Umfeld berücksichtigt werden. Die Ausgestaltung der Investitionskostenpauschale im Land Brandenburg, die seit Jahren unverändert und nicht adäquat dem Bedarf angepasst ist, leistet zur Attraktivität der Pflegeimmobilie nicht die nötige Unterstützung. Der nennenswerte Bestand an barrierefreien Wohnungen wird weiterhin ungebrochen nachgefragt und wird neuerlich durch Servicebestandteile ergänzt. Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen, gerade in diesem Bereich, sind kostenintensiv, und werden nach und nach bei Mieterwechsel erledigt. Diese Anstrengungen in eine noch stärkere Integration der Mieterinnen und Mieter in das breite Leistungsspektrum unserer Gesellschaft münden zu lassen, wird eine der kontinuierlichen Herausforderungen der nächsten Jahre sein. Prognosebericht Die Rahmenbedingungen in der Altenpflege bleiben anspruchsvoll und erfordern zukünftig ein Umbau des Pflegesettings. Diese langfristigen Veränderungen sind nicht ohne Investitionen in die Gebäudesubstanz und Ausstattung zu erreichen. Zur Umsetzung ist ein anspruchsvolles Investitionsprogramm für die nächsten Jahre aufgestellt worden. Diese Veränderungen werden unter Mobilisierung von Fremdkapital umgesetzt. Um in diesem Zusammenhang über hinreichende Eigenmittel zu verfügen, wird eine nicht betriebsnotwendige Immobilie innerhalb des Firmenverbundes veräußert. Mit diesen Maßnahmen wird die Basis für ein weiteres solides wirtschaftliches Wachstum für das nächste Jahrzehnt gelegt. Auf absehbare Zeit ist die Nachfrage nach stationären Altenpflegeplätzen gewährleistet, jedoch begrenzt die vorhandene Personalausstattung die Aufnahmekapazitäten. Die Entwicklung der Energiepreise hat starken Einfluss auf die Kostensituation und ist durch die in 2024 ans Netz gehenden Photovoltaikanlagen besser kalkulierbar. Die Vermietung der barrierefreien Wohnungen ist auch zukünftig sichergestellt. Vor diesem Hintergrund erwarten wir bei moderat steigenden Umsätzen im laufenden Geschäftsjahr ein wiederum positives Jahresergebnis. Ohne den Sondereffekt des Verkaufs eines Grundstückes wird das Ergebnis 2024 leicht unter dem des Vorjahres liegen.
Wildau, den 24. Juli 2024 AWO Wildau GmbH Geschäftsführung Jens Zarske Wolfgang Luplow Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AWO Wildau GmbH, Wildau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AWO Wildau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AWO Wildau GmbH, Wildau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 24. Juli 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Karina Frille, Wirtschaftsprüferin Elisa Eisenhauer, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023A. Vorbemerkung Die AWO Wildau GmbH, (Amtsgericht Cottbus, HRB 9523 CB), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. Das Gliederungsschema wurde unter Beachtung der Pflege-Buchführungsverordnung um den Posten Verwahrgelder erweitert. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die AWO Wildau GmbH, Wildau, sowie ein inländisches Tochterunternehmen einbezogen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in einer separaten Aufstellung einzeln aufgeführt. Diese Aufstellung des Anteilsbesitzes ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Erwerbsmethode, die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Das Tochterunternehmen wurde zum 1. Januar 2020 erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 2 Satz. 3 i. V. m. Satz 5 HGB erfolgte auf der Grundlage der Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss (sog. Nachholung der Erstkonsolidierung). Die Rückausnahme nach § 301 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. Satz 5 HGB wird aus Vereinfachungsgründen in Anspruch genommen, da zum Zeitpunkt der Begründung des Mutter-Tochter-Verhältnisses keine stillen Reserven bestanden. Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende passive Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 1.047 und wurde in die Gewinnrücklage eingestellt. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen wurden, sofern Aufrechnungsdifferenzen entstehen, erfolgswirksam eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich etwaiger Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie in Vorratsbeständen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bis 2020 wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 analog § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten einzustellen und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abzuschreiben. Nach vollständiger Abschreibung wird ein buchhalterischer Abgang unterstellt. Aus Gründen der Angleichung der Bilanzierungsgrundsätze in der Gruppe werden ab 2021 abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 analog § 6 Abs. 2 EStG angesetzt und im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die für die Finanzierung von Anlagevermögen gewährten Fördermittel im Rahmen des Investitionsprogramms Pflege - IVP - und sonstige Zuschüsse werden abweichend vom Einzelabschluss des Mutterunternehmens (Bruttomethode) im Konzernabschluss von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der erworbenen Anlagegüter abgesetzt (Nettomethode), da dies dem wirtschaftlichen Gehalt entspricht. Die Auflösung der Zuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauern der mit den Zuschüssen finanzierten Anlagegütern und wird mit den Abschreibungen verrechnet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der unfertigen Leistungen erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Dabei wird von der Vereinfachung nach § 240 Abs. 4 HGB (Durchschnittsbewertung) Gebrauch gemacht. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die in den Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen nachträglichen Erschließungskosten eines Grundstücks im Erbbaurecht werden linear über die Dauer des Erbbaurechts abgeschrieben. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Im Fall des Vorhandenseins eines Aktivüberhangs werden latente Steuern, die auf temporären Differenzen aus Einzelabschlüssen sowie aus der Anpassung an konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beruhen, aufgrund des Ansatzwahlrechts nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 und § 300 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Aktive latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen sind anzusetzen. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden mit latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen verrechnet und zusammengefasst ausgewiesen. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3. Aktive latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von sonstigen Rückstellungen ermittelt. Steuerliche Verlustvorträge werden nicht berücksichtigt. Bei einbezogenen inländischen Kapitalgesellschaften beträgt der Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer insgesamt 28,1 % bzw. aufgrund der Gemeinnützigkeit der Konzerngesellschaften und der damit einhergehenden Steuerbefreiung 0,0 %. Auf Zwischengewinne im Anlagevermögen erfolgt die Berechnung der Steuerlatenzen mit dem individuellen Steuersatz des empfangenden Unternehmens. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet, bewertet mit einem Steuersatz von 0,0 %. 4. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 5. Eigenkapital Das Stammkapital des Mutterunternehmens, AWO Wildau GmbH, beträgt TEUR 1.500 und ist vollständig eingezahlt. Im Konzernbilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.315 enthalten. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 390, i.V. TEUR 347), mögliche Rückzahlungsansprüche aus dem Pflegeschutzschirm (TEUR 133, i.V. TEUR 309), Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 103, i.V. TEUR 100) und Kosten der Aufbewahrung von Unterlagen (TEUR 83, i.V. TEUR 81). Zudem wurde unterlassener Instandhaltungsaufwand in Höhe von TEUR 83 (i.V. TEUR 0) in den Rückstellungen berücksichtigt. Für ausstehende Eingangsrechnungen wurde eine Rückstellung i.H.v. TEUR 290 (i.V. TEUR 0) gebildet. 7. Verbindlichkeiten
(Vorjahreswerte stehen in Klammern) Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten Darlehen in Höhe von TEUR 3 (i.V. TEUR 651) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 919 (i.V. TEUR 670). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 8.232 durch Grundpfandrechte sowie in Höhe von TEUR 1.351 durch eine Raumsicherungsübertragung des Inventars der Großküche Wildau und in Höhe von TEUR 309 durch Sicherungsübereignung an Fahrzeugen besichert. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
Dabei wurden 100 % der Umsätze im Inland erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 201, im Wesentlichen für die Auflösung von Rückstellungen für den Pflegeschutzschirm gemäß § 150 Abs. 2 SGB IX und der Coronavirus-Testverordnung, sowie Erträge aus Zuwendungen i.H.v. TEUR 100 ausgewiesen. 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 134 (i. V. 139) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 35 ausgewiesen. 5. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 4 (i. V. TEUR 9) nicht konsolidierte verbundene Unternehmen. F. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der im Konzern während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Zusätzlich sind 18 Auszubildende beschäftigt. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 718) sowie aus Erbbaupacht (TEUR 6.546). Es bestehen keine Kaufverpflichtungen. Es bestehen keine Bürgschaften. 3. Organe des Mutterunternehmens Geschäftsführer sind:
Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführer wird das Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Das Mutterunternehmen verfügt über keinen Beirat oder Aufsichtsrat. 4. Konzernzugehörigkeit Der Konzernabschluss der AWO Wildau GmbH, Wildau, wird in den freiwillig erstellten Gruppenabschluss des Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Brandenburg Süd e. V., Lübbenau, vormals Arbeiterwohlfahrt Regionalverband Brandenburg Süd e. V., Lübbenau, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. 5. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 51. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens, der in voller Höhe ausschüttungsgesperrt ist, in Höhe von EUR 1.800.000,00 in die Gewinnrücklage einzustellen und EUR 31.523,82 neue Rechnung vorzutragen.
Wildau, 20. September 2024 AWO Wildau GmbH Geschäftsführung Jens Zarske Wolfgang Luplow Angaben zur Billigung: Der Konzernabschluss der AWO Wildau GmbH für das Wirtschaftsjahr 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 18.12.2024 gebilligt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens der AWO Wildau GmbH, Wildau, im Geschäftsjahr 2023
Aufstellung der Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB der AWO Wildau GmbH, Wildau, zum 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung der AWO Wildau GmbH, Wildau, für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel der AWO Wildau GmbH, Wildau, für das Geschäftsjahr 2023
Aufgrund des Prinzips der Selbstlosigkeit im Gemeinnützigkeitsrecht gemäß § 55 Abs. 1 Nr. 1 AO ist der komplette Bilanzgewinn ausschüttungsgesperrt. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Konzerns Die AWO Wildau GmbH ist im Landkreis Dahme-Spreewald ein Unternehmen, das soziale Dienstleistungen vorwiegend für Senioren anbietet. Die dafür notwendigen Dienstleistungen in den Bereichen Verpflegung, Hauswirtschaft, technische Dienste und Gebäudeinstandhaltung werden konzernintern über das Tochterunternehmen erbracht. In den Konzernabschluss der AWO Wildau GmbH wurden folgende Unternehmen einbezogen:
Die Abschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen wurden auf den 31.12.2023 erstellt. Die AWO Wildau GmbH hat ganzjährig 100% der Anteile an der Tochtergesellschaft WSG Wildauer Service GmbH, Wildau gehalten. 2. Wirtschaftsbericht Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Mit der Alterung der Bevölkerung nimmt, wie in den letzten Jahren erkennbar, die Pflegebedürftigkeit weiter zu. Der massive Personalmangel in der Langzeitpflege, der weiter steigende Bedarf an Pflegemöglichkeiten zeigen schon jetzt erhebliche Auswirkungen. Der seit Jahren viel zitierte Pflegenotstand findet in der Gesetzgebung nur zögerliche Lösungsansätze und ein gelungenes Gesamtpaket, das der Wertschätzung der uns anvertrauten alten Menschen angemessen ist, lässt weiterhin auf sich warten. Die stetig steigenden Kosten, wohlwollend akzeptiert, wenn es um eine angemessene und wertschätzende Bezahlung des Pflegeberufes geht, haben zur Folge, dass ein Einzug in eine Pflegeeinrichtung längst möglich hinausgezögert wird. Viele Pflegebedürftige sind schon heute finanziell überlastet. Angesichts der knappen öffentlichen Kassen wird die Pflege zunehmend in den familiären Bereich verlagert. Der häuslichen Pflege kommt in Brandenburg ein sehr hoher Stellenwert zu. Die Zahl der ambulant zu Versorgenden steigt und die Sicherstellung der professionellen Pflege bleibt ein Problem der Personalverfügbarkeit. Die Attraktivität des Pflegeberufes hat besonders durch die deutlich gestiegene Bezahlung zugenommen, jedoch ist der Leistungsdruck auf die Beschäftigten unvermindert hoch. Im Ergebnis weisen Statistiken der Krankenkassen für die Beschäftigtengruppe in der Altenpflege den höchsten Krankenstand aus. Zusammen mit der demografischen Zusammensetzung der Mitarbeiterschaft ist das Vorhalten der personellen Ressourcen aktuell und für die Zukunft die größte Herausforderung für die Träger von Altenpflegeinrichtungen. Der Ausbildung kommt eine hohe Bedeutung in der Sicherstellung des nötigen Zuwachses an Beschäftigten in der Altenpflege zu. Allgemeiner Geschäftsverlauf Die AWO Wildau ist eine Gesellschaft, die Leistungen in der vollstationären, teilstationären und ambulanten Pflege, der Kurzzeitpflege sowie der Verhinderungspflege mit den dazugehörigen Serviceleistungen erbringt. Das Finanzamt hat die Gemeinnützigkeit der AWO Wildau GmbH in der Altenhilfe und Wohlfahrtspflege anerkannt. Die AWO Wildau betreibt in Wildau, Deutsch Wusterhausen, Königs Wusterhausen und Niederlehme vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit zum Teil integrierten Tagespflegen und einer Kurzzeitpflege. Im Altstadtkern Königs Wusterhausens befindet sich die Tagespflege "Schlossstraße". Die vollstationäre Einrichtung "Regine Hildebrandt" in Niederlehme ist speziell Bewohnern mit einer deutlich ausgeprägten Demenz vorbehalten. Der ambulante Pflegedienst hat seinen Versorgungsschwerpunkt in den Städten Wildau und Königs Wusterhausen. Ausgehend von einer stabilen Klienten-Anzahl wird dieser Bereich in den kommenden Jahren weiterwachsen. An den Standorten Wildau, Deutsch Wusterhausen, Königs Wusterhausen und Niederlehme werden knapp 200 ausgebaute, barrierefreie Wohnungen vermietet, die dauerhaft nachgefragt sind. Ein Leerstand ist unverändert nicht zu verzeichnen. Sämtliche hauswirtschaftliche Dienstleistungen, die ganztägliche Verpflegung der Heimbewohner und Tagespflegegäste und technische Dienstleistungen werden von der Tochtergesellschaft WSG erbracht. Zusätzlich zu den Lieferungen und Dienstleistungen für die AWO Wildau bietet die WSG Dritten Ihre Leistungen an. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Speisenversorgung von Schul- und Kitakindern. Ebenso werden Unterhaltsreinigungen, Fahrdienste, technische Leistungen sowie die Bereitstellung von Hausnotrufgeräten zahlreichen Kunden in der Region angeboten und erbracht. Die AWO Wildau blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Zu dieser positiven Entwicklung haben viele Akteure und insbesondere motivierte Mitarbeiter beigetragen, denen es größtenteils gelungen ist, die Herausforderungen der Zeit zu erkennen und die GmbH verantwortungsbewusst durch Höhen und Tiefen zu führen. Das ist in der Altenpflegelandschaft in Deutschland angesichts der angezeigten Insolvenzen in 2023 und 2024 keine Selbstverständlichkeit. Die in der Pflege tätigen Mitarbeiter spüren nach den drei Corona-Jahren noch heute die Auswirkungen auf Physis und Psyche, was zeitweise mit hohen Krankenständen verbunden ist. Das führte in einigen Einrichtungen zu zeitweiligen Aufnahmestopps und hatte somit Auswirkungen auf die Belegung und die Auslastungsquoten. Die drei Tagespflegeeinrichtungen haben im Jahr 2023 keine Schließtage verzeichnen müssen und die Auslastung hat das angestrebte Ziel erreicht. Die ehemals vierte Tagespflegeeinrichtung in Deutsch Wusterhausen wurde Ende Dezember 2022 geschlossen. Die WSG erzielte einen deutlichen Umsatzzuwachs, der durch gewonnene Ausschreibungen und durch im Vorjahr durchgeführten Preisanpassungen erreicht wurde. Die größten Anstiege verzeichneten die Niederlassung Küchen und die Niederlassung Technik. Lebensmittel, Verbrauchsmaterialen und eingekaufte Dienstleistungen bleiben auf hohem Kostenniveau. Die Stromkosten konnten nach der drastischen Belastung im Vorjahr durch den Abschluss eines mehrjährigen Liefervertrages begrenzt werden und wurden zusätzlich durch die staatliche Strompreisbremse gemindert. Gemäß Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) und der damit verbundenen Tarifpflicht ist die AWO Wildau seit Oktober 2022 Mitglied im Arbeitgeberverband Wohlfahrt Brandenburg e.V. und für die Beschäftigten gilt der Tarifvertrag "Wohlfahrt in Brandenburg" mit der Gültigkeit ab dem 1. März 2023. Die Refinanzierung der nennenswerten Gehaltssteigerungen konnte in Pflegesatzverhandlungen sichergestellt werden. Ertragslage Die Umsatzerlöse im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 35.421 (i.V. TEUR 31.699). Die Pflegeleistungen bleiben der umsatzstärkste Bereich des Konzerns. Die durchschnittliche Auslastung in der vollstationären Pflege von 86,7 % (i.V. 93,7 %) und angepassten Kostensätze in der vollstationären und ambulanten Altenpflege führten in 2023 zu einem Umsatz von TEUR 24.621 (i.V. TEUR 21.458). Die Umsätze aus der gesonderten Berechnung von Investitionskosten für alle Pflegeformen veränderten sich von TEUR 1.056 in 2022 auf TEUR 1.010. Zweitstärkster Umsatzbereich im Konzern sind die Essen-, Catering- und sonstigen Küchenleistungen mit einer Umsatzgröße von TEUR 5.584 (i.V. TEUR 4.752). Die Produktionskapazitäten waren fast vollständig ausgelastet. Trotz Schließung des dritten Küchenstandortes in 2022 konnte der Wegfall dieser Portionen in 2023 durch die höheren Abnahmemengen in den verbliebenen zwei Küchen vollständig und ein wenig darüber hinaus kompensiert werden. In den übrigen Umsatzerlösen (TEUR 1.925, i.V. TEUR 2.778) sind die stabilen Einnahmen aus der Vermietung der barrierefreien Wohnungen, die Einnahmen der Physiotherapie und Zuschüsse von Kommunen erfasst. Die Zuschüsse des Vorjahres beinhalten noch die ausgereichten Gelder aus dem sogenannten Pflegeschutzschirm, der bis zum 30. Juni 2022 bestand. Die Umsatzerlöse der WSG im Bereich Reinigung und Fahrdienst haben infolge Leistungsausweitung und Preisanpassungen einen Umsatz von TEUR 1.445 (i.V. TEUR 1.226) erzielt. Im Bereich Technik sind Hausmeisterleistungen und technische Leistungen erfolgreich verkauft worden, so dass der Umsatz in 2023 auf TEUR 836 (i.V. TEUR 429) stieg. Im Konzern wurden in 2023 alle Einrichtungen und Standorte durchgängig betrieben. Alle Dienstleistungen wurden für einen stabil verfügbaren Kundenkreis erbracht. Die Umsätze wurden ausschließlich im Inland erzielt. Der Materialaufwand (TEUR 6.440, i.V. TEUR 6.237) stieg im Vergleich zum erreichten Umsatzzuwachs von 12% nur um 3% an. Die Preise für Lebensmittel und Verbrauchsmaterialien verblieben nach der hohen Inflationsrate des Vorjahres auf hohem Niveau, allein die Energiekosten konnten erfolgreich durch den langjährigen Stromvertrag gesenkt werden. Zudem senkten staatliche Maßnahmen wie die Strompreisbremse die Energiekosten. Der Zuwachs in den bezogenen Leistungen hängt insbesondere mit dem erhöhten Bedarf an Speisentransporten sowie Preisanpassungen für eingekaufte Reinigungs- und Wäschereileistungen zusammen. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr TEUR 22.848 (i.V. TEUR 20.565). Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus dem Tarifabschluss des Tarifes "Wohlfahrt in Brandenburg", wodurch die Gehälter in der Pflege um 12,5% angehoben worden sind. Der sonstige betriebliche Aufwand betrug in 2023 TEUR 4.679 (i.V. 4.354). Die Zunahme stand in Zusammenhang mit den doppelt so hohen Instandhaltungsaufwendungen. Im Ergebnis wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 739 (i.V. TEUR 30) erzielt. Das prognostizierte deutlich gestiegene Konzernjahresergebnis wurde somit erreicht. Der geplante moderate Umsatzzuwachs übertraf mit 12% die Erwartung. Finanzlage / Investitionen und Finanzierung Die Liquidität des Konzerns war im Geschäftsjahr stets gesichert. Die Finanzierung der Investitionen (TEUR 1.472, i.V. TEUR 1.248) erfolgte zum Teil aus dem laufenden Cashflow. Kraftfahrzeuge wurden mit TEUR 391 zu TEUR 225 fremdfinanziert. Zur Finanzierung der Photovoltaikanlagen, die in 2024 fertig gestellt werden, wurde ein neues Darlehen aufgenommen, welches mit TEUR 1.500 zur Auszahlung kam. Bestehende Darlehen bei Kreditinstituten wie auch beim Hauptgesellschafter des Teilkonzerns, dem AWO Bezirksverband Brandenburg Süd e.V., wurden planmäßig getilgt. Die Tilgungen betrugen in 2023 TEUR 1.589. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt TEUR 25.163 (i.V. TEUR 23.356). Die Zunahme resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem erhöhten Kassenbestand und der Investitionstätigkeit in das Anlagevermögen. Auf der Passivseite steigen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Rückstellungen insbesondere für ausstehende Rechnungen. Personal- und Sozialbereich Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 598 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (i.V. 581) und 18 Auszubildende (i.V. 31) beschäftigt. Die Personalkosten inkl. der Sozialaufwendungen und betrieblichen Altersvorsorge betrugen TEUR 22.848 (i.V. TEUR 20.565). Die Zunahme der Mitarbeiterzahl ist mit 10 auf die WSG und 7 auf die AWO Wildau zurückzuführen. Zusammenfassung der Lagebeurteilung Die wirtschaftliche Lage des Konzerns hat sich nach den äußeren negativen Umständen des Vorjahres 2022 erholt. Die AWO Wildau GmbH mit der Tochtergesellschaft nimmt eine beachtliche Größe in der Erbringung sozialer Dienstleistungen im Landkreis Dahme-Spreewald ein. Das operative Jahresergebnis 2023 liegt mit TEUR 739 deutlich über dem des Vorjahres (i.V. TEUR 285 (ohne Ergebnis aus Entkonsolidierung der ehemals dritten Tochtergesellschaft). Die Umsatzerlöse konnten infolge Leistungsausweitung und Preisanpassungen gesteigert werden und kompensieren die durch Tarifsteigerungen erhöhten Personalaufwendungen. Kostendisziplin beim Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie stattliche Hilfen für den Energiebezug führten zu dem sehr guten Konzernüberschuss. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Der Konzern reduziert durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken und hält nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich. Die Organisation und Koordinierung sämtlicher Aktivitäten im Rahmen des Risikomanagements ist Bestandteil des in allen Einzelgesellschaften implementierten Qualitätsmanagementsystems, das in der AWO Wildau GmbH wie auch der WSG nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert war und ist. Es hält nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich und wirkt vorab durch die Erkennung möglicher Risiken reduzierend auf die Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts. Risikobericht Innerhalb des Qualitätsmanagementsystems werden regelmäßig folgende Risiken beobachtet und eingeschätzt. Nachstehend sind die wichtigsten Risiken ohne Wertung der Reihenfolge aufgezählt. Ein wesentliches Risiko besteht in der Sicherung des vorhandenen Fachpersonals und in der Suche nach neuem Personal. Aus diesem Grund betreibt die AWO Wildau GmbH seit vielen Jahren eine aktive Ausbildungspolitik mit einer intensiven Begleitung der Auszubildenden. Gemeinsam mit dem Hauptgesellschafter werden die notwendigen Strukturen für eine zielgerichtete Personalentwicklung neugestaltet. Die Neugewinnung von Fachkräften in Pflege und Küche ist weiterhin eine Herausforderung und kaum ohne professionelle Unterstützung leistbar. Arbeitskräfte für einfache Dienstleistungen sind eher zu finden, zum Teil sind die Arbeitsverhältnisse nicht von Dauer. Das Infektionsrisiko mit Auswirkungen auf Belegung, Situation der zu Pflegenden, Belastung des Pflegepersonals und höheren Hygieneaufwendungen bleibt grundsätzlich in der Pflege bestehen. Der Umgang mit Infektionen ist in der Pflege geschult. Die Belastungen einer Pandemie gehen allerdings über das normale Maß hinaus. Zur Beobachtung des Marktumfelds werden im Wesentlichen Auftragseingänge, Kundenzufriedenheitsanalysen und Marktstudien herangezogen. Die Absicherung der Lebensmittelqualität wird durch die Durchführung jährlicher Lieferanten-Audits gewährleistet. Ein allgemeines Risiko sind Kostensteigerungen, insbesondere im Bereich erhöhter Einkaufspreise für Bedarfsartikel und Lebensmittel. Hier werden die Vorteile einer zentralen Einkaufsabteilung und regelmäßige Best-Price-Vergleiche genutzt. Die Kosten für den Bezug von Energie und Wasser können über langfristige Verträge reguliert werden, folgen aber dem deutschlandweiten hohen Preisniveau. Auf Kostensteigerungen wird mit dem Instrument der Anpassung von Preisen unter Beobachtung des Wettbewerbs reagiert. In der Pflege werden Kostensätze regelmäßig neu bzw. nachverhandelt, um insbesondere die höheren Personalkosten aufzufangen. Die Anwendung der angepassten Kostensätze verzögert sich jedoch aufgrund schleppender Verhandlungen auf Kostenträgerseite und findet zeitversetzt mit einem hohen nachgelagerten administrativen Aufwand statt. Zunehmend und aufgrund knapper Kassen in Kommunen und Landkreisen wird dem Preis bei Ausschreibungen zur Verpflegung von Kita- und Schulkindern eine immer höhere Bedeutung beigemessen. Das damit verbundene Risiko nicht gewonnener Ausschreibungen kann zum Teil mit der örtlichen Nähe zu den Einrichtungen der Träger ausgeglichen werden. Der Bedarf an Instandhaltung und Investitionen wird in den Folgejahren hoch bleiben. Die Kostenentwicklung in der Baubranche ist wie im Vorjahr zwar nicht mehr hoch dynamisch, jedoch sind die Baukosten auf hohem Stand geblieben. Die Priorisierung der Maßnahmen ist abhängig von der Gewährleistung der technischen Erfordernisse, der Steigerung der Attraktivität der vorhandenen Pflegeangebote und der Entwicklung neuer Konzepte. Zinsschwankungen für bestehende Darlehen werden mittels langfristig vereinbarter Festzinssätze minimiert. Der Versicherungsschutz wird laufend überprüft und veränderten Realitäten des Versicherungsschutzes Rechnung getragen. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig geprüft und die Ausfallrisiken überwacht. Ein Belegungsrisiko ist aufgrund der hohen Nachfrage nach Pflegeplätzen im vollstationären Bereich wie auch bei den vermieteten barrierefreien Wohnungen derzeit nicht gegeben. Chancenbericht Die Erfahrungen aus dem Umgang mit der Pandemie, der Energiekrise und der Inflation haben gezeigt, dass neben den organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen auch die personelle Basis bei den Führungskräften an sämtlichen Standorten gegeben ist, um herausfordernde Krisen zu bewältigen. Ebenso ist für die zeitnahe und sichere Umsetzung sich ändernder gesetzlicher Rahmenbedingungen eine leistungsfähige Administration vorhanden. Der Fachkräftesicherung und einer zielgerichteten Personalentwicklung werden eine hohe Priorität beigemessen. Im Umfeld direkter Konkurrenz mit Berlin, Krankenhäusern und anderen Pflegeeinrichtungen wird auf die Personalarbeit das größte Augenmerk gelegt. Gemeinsam mit dem Hauptgesellschafter werden die hierfür notwendigen Strukturen eingebaut bzw. neugestaltet. Für die nächsten Jahre ist der Ausweitung des Einsatzgebietes des ambulanten Bereiches in die umliegenden Kommunen geplant. Insbesondere die zahlreichen Mieterinnen und Mieter unserer Wohnanlagen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den stationären Einrichtungen geben ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bedeutung der Tagespflegen im Pflegesetting soll ausgebaut werden. Ein Teil der vorhandenen Tagespflegen wird aus der räumlichen Nische in sichtbare Bereiche umziehen, die eine verbesserte Nutzung der Außenanlagen ermöglichen und einhergeht mit einer Erhöhung der Plätze. In Kombination mit der häuslichen Pflege ist die Auslastung gesichert. Die Gemeinschaftsverpflegung für Senioren, Kinder und Jugendliche ist durch die Nutzung der modernen Großküche auf eine solide Basis gestellt und ermöglicht eine zeitgemäße Essenproduktion mit erweiterter Kapazität. Die Niederlassung Küchen beteiligt sich regelmäßig an kommunalen Ausschreibungen zur Versorgung von Kindergärten, Horten und Schulen mit Speisen und Getränken in der Nähe der Küchenstandorte. Von Vorteil zeigt sich hier die testierte hohe Qualität der bedarfsgerechten und gesunden Verpflegung und die Verankerung in der Region. Die Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband "Wohlfahrt in Brandenburg" sichert dem Pflegepersonal gerechte und faire Löhne zu. Gleichzeitig trägt der Tarif zur Sicherung und Gewinnung von Arbeitskräften bei. Zusätzlich wurden und werden weitere Bausteine für zusätzliche Lohnbestandteile aktiv den Beschäftigten angeboten und tragen somit zur Mitarbeiterbindung bei. Mit der Errichtung von mehreren Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Pflegeimmobilien sind die Voraussetzungen für die Senkung der Stromkosten durch den Eigenproduktion gegeben. Zusätzlich können Erlöse aus der Einspeisung von Strom generiert werden. Prognosebericht Insgesamt wird angesichts der anspruchsvollen Rahmenbedingungen ein zufriedenstellender Geschäftsverlauf erwartet, der es dem Konzern ermöglicht, die angestoßenen Weiterentwicklungen planmäßig zu verfolgen. Die stationären Altenpflegeplätze werden trotz der veränderten Kostensituation weiterhin nachgefragt. Als Beschränkung einer unter wirtschaftlichen Aspekten betrachteten guten Belegung werden die vorhandene Personalausstattung, die inflationären Einkaufspreise, die veränderten Zinsbedingungen und das nicht prognostizierbare Infektionsgeschehen angesehen. Die Vermietung der barrierefreien Wohnungen ist auch zukünftig sichergestellt. Kostenseitig wird ein anspruchsvolles Instandhaltungsprogramm für die Pflegeimmobilien in den kommenden Jahren zu Buche schlagen. Die nötige Liquidität wird zum Teil durch den Verkauf einer Wohnanlage an den Hauptgesellschafter generiert. Des Weiteren dient diese Maßnahme zur Sicherung des nötigen Eigenkapitals für die Beschaffung von Fremdkapital, um die geplanten Investitionen zum Erhalt und Ausbau der pflegerischen Leistungen anzuschieben. Die Auftragslage sichert den Küchenstandorten eine nahezu vollständige Auslastung der vorhandenen Kapazitäten zu. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir bei leicht steigenden Umsätzen wiederum ein positives Jahresergebnis, welches ohne den o.g. Sondereffekt leicht unter dem Ergebnis von 2023 liegen wird.
Wildau, 20. September 2024 AWO Wildau GmbH Geschäftsführung Jens Zarske Wolfgang Luplow Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AWO Wildau GmbH, Wildau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der AWO Wildau GmbH, Wildau, und ihrer Tochtergesellschaft (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AWO Wildau GmbH, Wildau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 20. September 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Karina Frille, Wirtschaftsprüferin Elisa Eisenhauer, Wirtschaftsprüferin |
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