G.I.S. 14. Betriebs GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jochen Geis seit 23.8.2016 | Geschäftsführer |
Hans-Wolfgang Geis seit 23.8.2016 | Geschäftsführer |
Hans-Georg Geis seit 30.9.2004 | Geschäftsführer |
Wolfgang Geis seit 30.9.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Geis Holding GmbH & Co. KGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Geis Holding GmbH & Co. KGBad Neustadt a. d. SaaleKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KonzernbilanzAKTIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangAllgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Anzuwendende Vorschriften Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Personenhandelsgesellschaften aufgestellt. Gemäß § 264 a Abs. 1 HGB sind die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften weitestgehend anzuwenden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Konsolidierungskreis Bei der technischen Konsolidierung fungiert als Konzernspitze die Geis Holding GmbH & Co. KG. In den Konzernabschluss werden neben der Muttergesellschaft Geis Holding GmbH & Co. KG grundsätzlich alle Tochtergesellschaften gemäß § 290 HGB einbezogen. Bei diesen Unternehmen üben wir direkt oder indirekt die Kontrolle aus. Änderungen bei den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen ergaben sich durch folgende gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen: Erstkonsolidierungen In 2022 wurde folgendes Tochterunternehmen erstmals in den Konzernabschluss einbezogen: - IT ANALYSIS CZ s.r.o., Sitz Ejpovice, Anteile 100 % Unternehmensumbenennungen Folgendes Unternehmen wurde umbenannt: - zum 13.10.2022 G.I.S. 11. Betriebs GmbH in Geis Green Energy GmbH Verschmelzungen Folgende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2022 miteinander verschmolzen: - Apextrans AG mit General Transport AG Nicht konsolidierte Tochterunternehmen Tochterunternehmen, die gemessen an ihren Aktivitäten, verdeutlicht durch Außenumsatz, Ergebnis und Vermögen von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt es sich um folgende Gesellschaften: - TAS Transport and Service GmbH Global Logistics, Sitz Bad Neustadt a. d. Saale, Anteile 100 % - G.I.S. 12. Betriebs GmbH, Sitz Bad Neustadt a. d. Saale, Anteile 100 % (Neugründung zum 12.12.2022) - G.I.S. 13. Betriebs GmbH, Sitz Bad Neustadt a. d. Saale, Anteile 100 % (Neugründung zum 12.12.2022) Die folgende Aufstellung zeigt den Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 HGB. In der letzten Spalte wird angegeben, ob das jeweilige Unternehmen von den Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB Gebrauch macht. Aufstellung Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
Konsolidierungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den jeweiligen nationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt. Dies sind ganz überwiegend die Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für die bis zum 31. Dezember 2009 einbezogenen Tochterunternehmen nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten für die Anteile an dem Tochterunternehmen mit dem Konzernanteil an dessen Eigenkapital. Ein eventueller Mehrbetrag wird in voller Höhe als Geschäfts- und Firmenwert in den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben, da in den sonstigen Aktiva keine wesentlichen stillen Reserven enthalten sind. Für ab 2010 hinzugekommene Tochterunternehmen wird die Neubewertungsmethode angewendet. Minderbeträge aus dem Erwerb von Tochterunternehmen werden in den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung auf der Passivseite nach dem Eigenkapital eingestellt. Die Währungsumrechnung für die ausländischen Abschlüsse haben wir grundsätzlich zu den Mittelkursen am Bilanzstichtag vorgenommen. Das Eigenkapital wurde zum historischen Kurs umgerechnet. Für die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen in Fremdwährung wurde der Jahresdurchschnittskurs zugrunde gelegt. Aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Tochtergesellschaften sowie aus der Währungsumrechnung nach § 308 a HGB resultierende Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Konzernverbund werden erfolgswirksam behandelt, sofern es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um sonstige sich regelmäßig auf- und abbauende Forderungen und Verbindlichkeiten handelt. Sofern es sich um langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Darlehen handelt, die einer Investition in das Eigenkapital vergleichbar sind, werden sowohl die sich in den Einzelabschlüssen der konsolidierten Tochtergesellschaften als auch die sich aus der Währungsumrechnung nach § 308a HGB ergebenden Kursdifferenzen bis zur Abwicklung des Darlehensverhältnisses erfolgsneutral innerhalb der "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" dargestellt. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Werte wurden nicht aktiviert. Die immateriellen Anlagewerte werden über Zeiträume von 1 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Soweit die Ertragsteuern natürlicher Personen (Gesellschafter) betroffen sind, enthält der Konzernabschluss keine Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen für Urlaub und Überstunden wurden auf der Grundlage der bestehenden Verträge und der zum Bilanzstichtag gültigen Beitragssätze zur Sozialversicherung unter Anwendung des Vorsichtsprinzips geschätzt. Die Rückstellungen für Abschlusszahlungen an die Berufsgenossenschaft wurden anhand der Mitarbeiterzahlen und der anzuwendenden Tarife berechnet. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden anhand der zugehörigen Aufträge und Bestellungen berechnet. Bei Rückstellungen bis zu einem Jahr wurde keine Verzinsung vorgenommen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet, aber nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive latente Steuern aus den in den Konzernabschluss einfließenden Gesellschaften werden saldiert und mit den saldierten latenten Steuern aus den Konsolidierungsmaßnahmen zusammengefasst ausgewiesen. Bewertungseinheiten Im Konzern bestehen Derivativgeschäfte zur Zinssicherung mit Restlaufzeiten von 5 bis 10 Jahren. Bei den Grundgeschäften handelt es sich um bis zum Bilanzstichtag ausgereichte Bankkredite (insgesamt rund 24 Mio. Euro). Die Derivate werden mit den entsprechenden Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst (Micro-Hedging) und wir gehen von einer vollständigen Wirksamkeit der Bewertungeinheit aus. Dabei werden sich ausgleichende Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Als derivative Finanzinstrumente werden Zinsswaps eingesetzt. Durch diese Gestaltung wandeln wir variabel verzinsliche Kredite wirtschaftlich in Festzinskredite. Die bestehenden Zinssicherungsgeschäfte betreffen bereits bestehende Bankdarlehen. Wir haben deshalb die Darlehen mit den Zinsswaps zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen in der Regel unter diesen Annahmen einander, so dass eine vollständige Absicherung gegeben ist.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen. Die immateriellen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt auf:
Planmäßige Verteilung des Geschäfts- und Firmenwertes Soweit sich aus der Kapitalkonsolidierung Mehrwerte der Beteiligungsansätze über die jeweiligen Eigenkapitalien der Tochtergesellschaften ergaben, haben wir diese Mehrwerte als Firmenwert ausgewiesen. Bei den seit dem Jahr 2014 erworbenen Unternehmen wurde eine Nutzungsdauer von zehn Jahren unterstellt. In diesen Fällen erfolgte die planmäßige Verteilung nach § 301 Abs. 3 HGB linear auf 10 Jahre. Die Restbuchwerte aller zum 31.12.2022 aktivierten Firmenwerte betrugen 3.633 TEuro. Planmäßige Verteilung des erworbenen Kundenstamms Entgeltlich erworbene Kundenstämme werden aktiviert. Die planmäßige lineare Verteilung der aktivierten Werte wurde auf 8 Jahre festgelegt. Die Anschaffungskosten zum 01.01.2022 betrugen 9.211 TEuro. Die Sachanlagen setzen sich folgendermaßen zusammen:
Die Finanzanlagen gliedern sich in:
Konzernanlagenspiegel Auf der folgenden Seite stellen wir die Entwicklung des Anlagevermögens dar.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen entfallen auf:
Derivative Finanzinstrumente Im Konzern bestehen neben den zu Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäften weitere Derivativgeschäfte zur Zins- und Währungssicherung mit Restlaufzeiten von 3 bis 7 Jahren.
Einlage gemäß § 172 Abs. 1 HGB Der im Handelsregister gemäß § 172 Abs. 1 HGB angegebene Betrag übersteigt die Kapitalanteile der Kommanditisten um 4.200 TEuro. Gewinnrücklagen Die Bilanzposition Gewinnrücklagen beinhaltet ausschließlich andere Gewinnrücklagen. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung In 2014 hat sich aus der Kapitalkonsolidierung aufgrund des Erwerbs eines Tochterunternehmens ein Mehrwert des Eigenkapitals über dem Beteiligungsansatz in Höhe von 1.724 TEuro ergeben. Wir haben diesen Mehrwert als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Absatz 3 HGB ausgewiesen. Es erfolgt die planmäßige Verteilung über einen Zeitraum von 23 Jahren. Zum 1. Januar 2022 betrugen die kumulierten Auflösungen der Vorjahre 544 TEuro. In 2022 wurden 74 TEuro über den G.u.V.-Posten sonstige betriebliche Erträge aufgelöst. Somit betrugen die kumulierten Auflösungen per 31.12.2022 618 TEuro und der Buchwert zum 31.12.2022 1.106 TEuro. Die Rückstellungen gliedern sich folgendermaßen auf:
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde die Projected Unit Credit-Methode angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 25,8 TEuro, der gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt. Verbindlichkeitsspiegel
Die Pfandrechte bestehen an Grundstücken. Sicherungsrechte Die Grundstücke sind mit Grundschuldeintragungen belastet. Diese Grundschulden stehen als Sicherheit für diverse Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Avalkredite zur Verfügung. Für Zollverbindlichkeiten sind bei ausländischen Tochterunternehmen Termingelder in Höhe von 1.006 TEuro verpfändet. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 36.454 TEuro (Vorjahr: 27.372 TEuro). Latente Steuern Latente Steuern resultieren aus Bewertungsdifferenzen zwischen handelsrechtlichem Konzernabschluss und Steuerbilanz, aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen. Passive latente Steuern ergeben sich im Anlagevermögen, aus der Eliminierung eines Sonderpostens mit Rücklageanteil und einer steuerlich gebildeten 6b-Rücklage. Aktive latente Steuern resultieren aus Forderungen, Pensions- und sonstigen Rückstellungen, Verlustvorträgen und Maßnahmen der Zwischengewinneliminierung. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden für die Inlandsgesellschaften ein Ertragsteuersatz von 15,83 % und Gewerbesteuersätze zwischen 12 % und 16 % verwendet. Bei den Auslandsgesellschaften wurden im Wesentlichen Steuersätze von 19 % bzw. 21 % angewandt. Auf körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge und Verlustvorträge für vergleichbare ausländische Steuern wurden latente Steueransprüche in der Höhe aktiviert, in der wir für diese Sachverhalte in den nächsten fünf Jahren eine Steuerentlastung erwarten. Die aktiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr um 66 TEuro erhöht und belaufen sich am Stichtag auf 3.423 TEuro. Gleichzeitig sind die passiven latenten Steuern um 4.725 TEuro angestiegen. Sie betragen zum Stichtag 9.468 TEuro. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB bestehen zum 31.12.2022 nicht. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Aus betriebswirtschaftlichen Gründen bestehen Miet- und Pachtverträge über wesentliche Teile der von uns genutzten Betriebsmittel. Durch diese Gestaltung sind unsere Einrichtungen stets auf einem modernen Stand und stehen uns für die Zeit unseres Bedarfs zur Verfügung. Die sich aus diesen Verträgen ergebenden Zahlungsverpflichtungen für die jeweiligen Restlaufzeiten belaufen sich auf 131.416 TEuro. Aufgliederung der Umsatzerlöse Wir erbringen unsere Dienstleistungen innerhalb Europas. Die Tätigkeitsbereiche unterscheiden sich hier nicht erheblich voneinander, so dass eine Aufgliederung der Umsatzerlöse in Tätigkeitsbereiche entbehrlich ist. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden in Höhe von 720 TEuro vorgenommen. Sonstige Pflichtangaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (inklusive 217 Aushilfen) waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Vergütungen der Geschäftsführer der Muttergesellschaft Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten der Geschäftsführer der Muttergesellschaft in den Tochterunternehmen wurden im Berichtsjahr 2.459 TEuro gewährt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 % der Anteile Die folgende Aufstellung zeigt Unternehmen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB, von denen Tochterunternehmen mindestens den fünften Teil des Anteils besitzen.
Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar betrug 25.400 Euro für Abschlussprüfung, 8.787 Euro für Steuererklärungen und 3.931 Euro für sonstige Leistungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung Durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022 ist neben den geopolitischen und sozialen Auswirkungen eine wirtschaftliche Unsicherheit entstanden, die weiterhin erhebliche Risiken für die konjunkturelle Entwicklung, die Preisstabilität, das Konsumentenvertrauen, die Aufrechterhaltung der Lieferketten und die Energiesicherheit in Europa birgt. Zum aktuellen Zeitpunkt kann weder die Dauer noch die Intensität des Konflikts und somit die kurz-, mittelfristigen und langfristigen Folgen dieser völkerrechtswidrigen Aggression seriös eingeschätzt werden. Deshalb kann aus heutiger Sicht nicht abschließend beurteilt werden, wie sich die vorgenannten Effekte auf die wirtschaftliche Tätigkeit unseres Unternehmens auswirken werden. Die Geis Gruppe hat am 02.05.2023 über die Gesellschaft Geis Cargo International Luxemburg G.m.b.h. einen Kaufvertrag im Hinblick auf den Erwerb von 66% der Anteile der österreichischen Augustin Quehenberger Group GmbH abgeschlossen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden übernimmt die Geis Gruppe die Anteile rückwirkend zum 1. Januar 2023. Die verbleibenden 34% hält der bisherige Mehrheitseigentümer und CEO Christian Fürstaller. Die Logistikdienstleister Geis und Quehenberger ergänzen sich geografisch sowie leistungstechnisch sehr gut. Beide Unternehmen sind in verwandten Geschäftsfeldern, aber größtenteils in unterschiedlichen Ländern tätig. Neben den Kernmärkten Deutschland und Österreich verdichtet die Unternehmensgruppe ihre Präsenz vor allem in Zentral- und Südosteuropa. Mit insgesamt rund 10.000 Mitarbeitenden an etwa 200 Standorten in 13 Ländern sowie einem Umsatz von zirka 2 Mrd. Euro wird die Unternehmensgruppe zu einem führenden Logistikunternehmen in ihren Märkten. Offenlegungspflichten Verschiedene Konzerngesellschaften machen von den Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 oder 264 b HGB Gebrauch. Einzelheiten ergeben sich aus der Aufstellung der konsolidierten Unternehmen im Konzernanhang.
Bad Neustadt a. d. Saale, 26. Mai 2023 Hans-Georg Geis Wolfgang Geis Hans-Wolfgang Geis Jochen Geis Dr. Johannes Söllner handelnd als Geschäftsführer für die Firma Geis Management GmbH mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale. Konzernkapitalflussrechnung
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Summiert mit den Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 101.175 TEuro ergeben sich der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten laut Bilanz. Konzerneigenkapital
Im Konzernbilanzgewinn ist ein Betrag in Höhe von 26 TEuro enthalten, der gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegt. KonzernlageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die 1945 gegründete Geis-Gruppe mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale ist heute mit annähernd 6.600 Mitarbeitern an 125 eigenen Netz- und Logistikstandorten und einem internationalen Partner- und Kooperationsnetz an den wirtschaftlichen Drehscheiben präsent. Als inhabergeführtes Unternehmen beherrscht Geis das komplette logistische Leistungsspektrum: vom klassischen Lkw-Verkehr über globale Luft- und Seefracht bis zu komplexen logistischen Dienstleistungen. Geis zählte mehrfach zu "Bayerns Best 50" und wurde mit dem Bayerischen Qualitätspreis ausgezeichnet. Gemäß einer aktuellen Veröffentlichung des Fraunhofer-Instituts gehört Geis zu den Top 25 der Logistiker in Deutschland. Die Geis-Gruppe bietet den Kunden ganzheitliche Logistik- und Transportlösungen in Deutschland und ganz Europa an und arbeitet dabei mit leistungsfähigen Partnern und Kooperationen zusammen. Dabei wird auf zertifizierte Qualität und fest definierte Leistungsstandards gesetzt. Die strategische Zielsetzung liegt in einem stetigen und gesunden Wachstum mit angemessenem Ertrag. Zur Erreichung dieser Ziele wird auf umfassende Dienstleistungen und eine hohe Kundenzufriedenheit gesetzt. Die Geis Gruppe handelt mit all Ihren Tochterfirmen in allen Standorten und Ländern als familiengeführtes Unternehmen nach einer integren Geschäftspolitik. Dabei ist es Geis wichtig, die unterschiedlichen Kulturen sowie die Würde und Rechte der Menschen in allen Ländern zu respektieren und Verantwortung für die Gesellschaft und deren Normen als internationaler Logistikdienstleister zu übernehmen. Dabei wird nach ethischen und rechtlichen Prinzipien auf Basis der allgemeinen Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen gehandelt und die Einhaltung der international anerkannten Arbeits-und Umweltstandards verinnerlicht. Der Schutz der Umwelt ist ein grundsätzliches Unternehmensziel. Unter anderem deshalb ist die Geis-Gruppe nach der Umweltnorm ISO 14001:2015 zertifiziert. Im Bewusstsein, dass unsere wirtschaftlichen Ziele auf Dauer nur durch äußerst schonenden Umgang mit der Umwelt erreichbar sind, ist die ökologische Nutzung von Rohstoffen ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. An nahezu jedem Geis-Standort ist ein Umweltmanagementsystem mit Arbeitsgruppen Umwelt implementiert und sorgt so für eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen. Die Kraftfahrer innerhalb der Geis-Gruppe werden regelmäßig geschult für eine treibstoffsparende Fahrweise. Bei den eigenen Neubauprojekten steht die Ökologie durch konkrete Maßnahmen (z.B. LED-Beleuchtung, Solardächer, Regenwassernutzung) ebenfalls im Fokus. Mit energieeffizienter Hardware, geschulten Mitarbeitern und cleveren Virtualisierungs-Konzepten erreicht Geis auch im IT-Bereich einen hohen Grad an Nachhaltigkeit. 2. Organisatorische Struktur Bei den organisatorischen Einheiten innerhalb des Geis-Konzerns handelt es sich im Regelfall um rechtlich selbständige Kapitalgesellschaften. Sie sind überwiegend in einem der Bereiche Road Services, Logistics Services und Air + Sea Services vertreten. Daneben sind einzelne Gesellschaften im Rahmen der Immobilienentwicklung und -verwaltung tätig. 3. Forschung und Entwicklung Innovative Lösungen und die Digitalisierung der Prozesse eröffnen uns große Potentiale und Wettbewerbsvorteile. Daher haben wir ihre Erprobung und Entwicklung unternehmensweit systematisiert. Dabei finden moderne und sicherheitstechnisch relevante Entwicklungs- und Organisationsverfahren ihre Anwendung. Das Know-how wird in eigenen Arbeitsgruppen und in unternehmensübergreifenden Workshops erarbeitet. Die Geis-Gruppe engagiert sich in einer BVL-Arbeitsgruppe aus Experten von Handel, Industrie und Logistik und Forschungsprojekten. Gemeinsam werden Technologien identifiziert, mögliche Einsatzbereiche ermittelt, die Innovationen bewertet und in einzelnen Projekten in der Praxis getestet. Andere Projekte werden durch speziell dafür freigestellte Entwicklungsteams aus Projektmanagern und Programmierern vorangetrieben. Dazu zählen intelligente Dispositionssysteme ebenso wie Kapazitätsplanungstools für die tägliche Optimierung aller Lager-Ressourcen. Auf Basis eines sehr leistungsstarken Umfeldes von Standard-Software innerhalb unserer Produktbereiche (Road, Logistics, Air&Sea) entwickeln wir mit unternehmenseigenen IT-Experten maßgeschneiderte ergänzende Prozessmodule. Mit den Entwicklungsteams werden neue Technologien gezielt vorangebracht. Dabei sind Innovationen kein Selbstzweck. Es geht immer darum, dass sie einen Mehrwert bieten, die Prozesse und das Warenhandling für die Mitarbeiter zu optimieren und letztlich den Kunden zu nutzen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft schrumpft seit Ende 2022, nachdem sie sich bis in den Spätsommer hinein noch recht kräftig erholte. Zwar verlieren die Angebotsschocks, die die Produktionskapazitäten als Folge der Corona- und Ukrainekrise spürbar einschränkten, allmählich an Bedeutung. Allerdings schwächt sich seit dem Herbst zunehmend die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen ab. Zum einen dämpft die verhaltene Entwicklung der globalen Konjunktur das deutsche Exportgeschäft. Zum anderen belasten die hohen Inflationsraten die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten. Die Teuerung hat im Verlauf 2022 zunehmend an Breite gewonnen und verharrt seit einigen Monaten auf historischen Höchstständen. Während sich der direkte Beitrag der Energiepreise seit dem Herbst allmählich abschwächt, hat die Inflation bei allen anderen Waren und Dienstleistungen kontinuierlich zugenommen. Neben den gestiegenen Produktionskosten, die von den Unternehmen an die Verbraucher weitergegeben wurden, trugen dazu auch eine spürbare Ausweitung der Gewinnmargen in einigen, insbesondere konsumnahen Wirtschaftsbereichen bei. Nach den aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird in 2022 mit 1,9% Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) gerechnet. Insbesondere haben nach Auslaufen der Corona-Beschränkungen Nachholeffekte bei Dienstleistungen (Unterhaltungsbranche, Gastronomie und Tourismus) zu Wachstumsraten von +6% und mehr geführt. Auch der Bereich Information und Kommunikation konnte wieder deutlich zulegen. Demgegenüber nahm das Baugewerbe u. a. aufgrund der Zinsentwicklungen und der Lieferengpässe um über 2% ab. Das Verarbeitende Gewerbe konnte sich mit +0,2% nur stabil halten. Gründe sind die weiterhin gestörten Lieferketten und die stark gestiegenen Energiepreise. All diese Faktoren führen dazu, dass für die Logistik nur ein reales Wachstum von 0,6% für 2022 geschätzt wird (Quelle: "Gipfel der Logistikweisen"). Diese Ergebnisse der BIP-Entwicklung führten auch dazu, dass die Ergebnisse der realen Entwicklung des Wirtschaftsbereichs Logistik etwas nach unten korrigiert werden mussten. Das nominale Wachstum der Logistikbranche wird mit +8,5% geschätzt. Ein weiteres Indiz für das geringere Wachstum ist die Entwicklung der Mautdaten, die über die Jahre 2021 und 2022 eine deutliche Abnahme zeigt. Insbesondere die fehlende Erholung zum Jahresende 2022 hat hierzu beigetragen. Die aktuelle Schätzung des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG), das die Entwicklung des Transportaufkommens nach Tonnen und der Transportleistung nach Tonnenkilometern regelmäßig bewertet, zeigt für das Transportaufkommen und die Transportleistung in 2022 ebenso eine leichte Abnahme von −0,4 bzw. −0,1%. Diese Transportabnahme konnte durch die höhere Nachfrage von Lager- und Mehrwertleistungen zumindest leicht kompensiert werden. 2. Geschäftsverlauf Für die Geis-Gruppe war die geschäftliche Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2022 sehr zufriedenstellend. In 2022 wurde ein konsolidierter Umsatz in Höhe von 1.224,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1.063,1 Mio. Euro) erzielt. Das Wachstum von 161,3 Mio. Euro bzw. +15% resultiert vor allem aus der über alle Geschäftsbereiche und Länder hinweg realisierten Gewinnung von Neugeschäften, frachtratenbedingten Steigerungen im Bereich Air+ Sea sowie aus umgesetzten Preiserhöhungen, welche die Kostensteigerungen reflektieren. Mit im Jahresdurchschnitt rund 6.600 Mitarbeitern wickelte die Gruppe im Jahr 2022 mehr als 11,6 Millionen Transport- und Logistikaufträge ab. Es wurden insgesamt über 7,3 Millionen Tonnen Güter transportiert. Das Jahr 2022 stand für die Geis-Gruppe im Zeichen der Bewältigung der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, insbesondere den gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen sowie der allgemeinen Inflation. Die angespannten Lieferketten in diversen Industrien und die sich eintrübende Konsumstimmung führten zu Belastungen bei vielen Kunden innerhalb der Geis Gruppe. Der Fachkräftemangel in allen Berufsgruppen sowie deutlich steigenden Löhne und Gehälter führten zu besonderen Herausforderungen im Tagesgeschäft und signifikanten Personalkostensteigerungen. Es folgen Informationen zu den einzelnen Geschäftsbereichen. Alle Zahlen für die Geschäftsbereiche und die verschiedenen Länder sind vor Konsolidierung. 2.1. Road Services Im Geschäftsbereich Road Services wurden Umsätze in Höhe von 807,0 Mio. Euro erlöst. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von +15,3%. Der Bereich besteht aus Straßentransporten (Stückgut, Teil- und Komplettladungen) in Deutschland, Polen, Tschechien und der Slowakei. 2.1.1. Deutschland Road Geis ist bereits seit 1989 einer der Gesellschafter der IDS-Stückgutkooperation. Für die IDS Logistik GmbH stand nach neun Jahren Wachstum in Folge das Jahr 2022 unter der Überschrift Konsolidierung. Die größte deutsche Stückgutkooperation transportierte in 2022 insgesamt 16,7 Mio. Sendungen. Das B2C-Geschäft, mit der Privatkundenzustellung, ging nach der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Sonderkonjunktur wieder auf ein Normalniveau zurück, der B2B-Bereich blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die Sendungen im nationalen Geschäft lagen um 1,7 % unter dem Vorjahresniveau. In Deutschland haben die IDS Partnerunternehmen 3,5 Millionen Tonnen Güter bewegt. Das sind knapp 1,7 % weniger als im Vorjahr. Im Export konnte das Stückgutnetz dagegen bei den Sendungen um 8,6 % zulegen (Quelle: IDS). Als Beleg dafür, dass Qualität in der Geis-Gruppe einen sehr hohen Stellenwert hat, dient das IDS-Qualitäts-Ranking 2022. Gleich drei IDS Depots der Geis Gruppe stehen beim IDS Quality Ranking 2022 auf dem Siegertreppchen. Die Geis Eurocargo in Satteldorf hat nach Platz 3 in 2021 den Qualitätsvergleich im abgelaufenen Jahr für sich entschieden. Platz zwei belegt, und ist damit zum ersten Mal auf dem Podium, die Geis Bischoff Logistics in Lichtenfels. Die Bronzemedaille geht an die Hans Geis GmbH + Co KG, Niederlassung Kürnach. Im Bereich "Road Services national" ist der Umsatz deutlich um 15,9% auf 551,5 Mio. Euro gestiegen, vor allem aufgrund der Erweiterung der Geschäftsbeziehungen bei Bestandskunden, der erfolgreichen Akquisition von Neugeschäften sowie als Folge durchgesetzter Preiserhöhungen. Die Preiserhöhungen waren zwingend notwendig, um die Kostensteigerungen vor allem beim Treibstoff und den Personalkosten wirtschaftlich aufzufangen. 2.1.2. Zentraleuropa (CZ/SK/PL) In Zentraleuropa sind die Umsätze für den Bereich "Road-Services" im Geschäftsjahr 2022 um +13,9% auf 255,4 Mio. Euro gestiegen. Neben Deutschland ist für die Geis-Gruppe Tschechien der wirtschaftlich bedeutsamste Markt. In dem Land konnten im Bereich Road Umsätze in Höhe von rund 128 Mio. Euro erzielt werden. Dies ist ein Anstieg zum Vorjahr um +10%. Das tschechische Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2022 um ca. +2,5% (Vorjahr: 3,6%) gewachsen. Wachstumstreiber waren trotz Widrigkeiten die Industrie, Anlageinvestitionen und der öffentliche Konsum. Die Folgen von Russlands Krieg gegen die Ukraine setzen die Konjunktur in Tschechien unter Druck, im vierten Quartal ging die Dynamik erstmals zurück, auch weil die privaten Haushalte weniger konsumierten. Die Wirtschaft in der Slowakei konnte in 2022 mit einem Plus von 1,7% nicht ganz das Wachstum aus 2021 vom +3,0% bestätigen. Das Wachstum ist vor allem auf die starke Exporttätigkeit der slowakischen Industrie zurückzuführen. In der Slowakei ist im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz um ca. 8% auf 38,8 Mio. Euro gestiegen. Die polnische Wirtschaft hat sich im EU-Vergleich mit +4,9% (Vorjahr: +6,8%) wieder sehr gut geschlagen und konnte ein überdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zur Eurozone verzeichnen. Das Wachstum ging neben den gestiegenen Exporten auch auf die erhöhten Konsumausgaben für Alltagsprodukte zurück. Die Aufnahme von fast zwei Millionen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hat in Polen zu starken Impulsen in der Binnenkonjunktur geführt. Der Umsatz ist in Polen im Bereich Road mit +23% auf 88,8 Mio. Euro erneut sehr dynamisch gewachsen und reflektiert eine Steigerung der Marktanteile der polnischen Geis-Gesellschaft. 2.2. Logistik Services Die Geis-Gruppe bietet Lagerlogistik in eigenen und gemieteten, hochmodernen Logistikzentren in Deutschland, Luxemburg, Tschechien, Polen, der Slowakei und Ungarn an. Die Flächen nutzt Geis für das gesamte Spektrum der Lagerwirtschaft: von Beschaffungs- und Distributionslogistik bis hin zu Retouren- und Ersatzteillogistik. Auch Inhouse-Logistik wickelt Geis für seine Kunden ab. Bei über 60 Logistikprojekten werden von mehr als 2.500 motivierten Mitarbeitern hochqualitative und maßgeschneiderte Leistungen für namhafte Kunden vor allem aus den Branchen Automotive, Healthcare, Industrial, Electronics und Retail erbracht. Die zum Teil sehr langen Kundenbeziehungen, aber auch die Vielzahl neu gewonnener Projekte, zeigen, dass diese Qualitätsführerschaft im Logistikmarkt geschätzt wird. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Umsätze im Bereich "Logistics Services" um ca. +17 % auf 258,7 Mio. Euro (Vorjahr: 222,0 Mio. Euro) gesteigert werden. Der Bereich entwickelt sich aufgrund der starken Marktposition und der stetigen Erweiterung des Kundenportfolios seit Jahren sehr dynamisch. 2.3. Air- und Sea Services Der Bereich Air + Sea führt die Aktivitäten in Deutschland, Luxemburg, Polen, Tschechien und der Schweiz zusammen. In diesem Segment liegt der Umsatz mit 221,2 Mio. Euro um +9% über dem Vorjahreswert. Der Umsatzzuwachs resultiert vor allem aus einem frachtratenbedingten Wachstum, aus Projektgeschäften in Deutschland und Polen sowie der organisatorischen Stärkung der Aktivitäten in Luxemburg. Die Umsätze in Deutschland sind im Jahr 2022 um +4,2% auf 146,7 Mio. EUR gestiegen. Die Schweizer Wirtschaft ist in 2022 um +2,1% gewachsen (Vorjahr: 4,2%). Das Tochterunternehmen General Transport AG konnte in 2022 die Umsätze auf 52,6 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (47,2 Mio. Euro) steigern. Der mit der General Transport AG verschmolzene Neuerwerb aus 2021, die Apextrans AG, hat hier einen wesentlichen Anteil beigetragen. In Polen wurde im Air + Sea-Bereich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr vor allem durch Projektgeschäfte um +37% übertroffen. In Tschechien wurde der Vorjahresumsatz um +30% überschritten. 3. Lage 3.1. Ertragslage Die Geis-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 einen konsolidierten Umsatz von 1.224,4 Mio. Euro erzielt, nach 1.063,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg um 161,3 Mio. Euro entspricht ca. +15,2%. Die Speditionsaufwendungen sind volumen- und preisbedingt um rund +15% gestiegen. Die Personalaufwendungen haben sich um 25,8 Mio. Euro (+10,8%) auf 264,7 Mio. Euro erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 46,9 Mio. Euro in 2021 auf 14,7 Mio. EUR gesunken. Im Vorjahr waren in dieser Position Effekte aus der Veräußerung des Sachanlagevermögens enthalten. Das Konzernergebnis beträgt rund 61,8 Mio. Euro nach 75,5 Mio. Euro im Vorjahr. Im Vorjahr waren allerdings außerordentliche Ergebniseffekte aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen in Höhe von 26,1 Mio. EUR enthalten. Bereinigt um diesen Effekt steigt das Konzernergebnis um 12,4 Mio. EUR bzw. +25%. Das EBIT für das abgelaufene Geschäftsjahr beträgt 83,1 Mio. Euro (Vorjahr: 105,2 Mio. Euro) und setzt sich wie folgt zusammen:
Das um außerordentliche Ergebniseffekte aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen bereinigte EBIT 2021 betrug 69,2 Mio. EUR, so dass sich hieraus in 2022 eine Steigerung des bereinigten EBIT um +13,9 Mio. EUR ergibt. 3.2. Finanzlage Oberstes Ziel des Finanzmanagements der Geis-Gruppe ist es, die Liquidität zu jedem Zeitpunkt bedarfsgerecht zu sichern, die mit der Finanzierung verbundenen Risiken zu begrenzen und die Finanzierungskosten zu optimieren. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die liquiden Mittel im Konzern auf 242,9 Mio. Euro. Auch während des Geschäftsjahres verfügten die Konzerngesellschaften stets über ausreichende liquide Mittel. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen übersteigen die entsprechenden operativ bedingten Verbindlichkeiten bei weitem. Hinzu kommen Refinanzierungsmöglichkeiten im Konzernverbund. Die Geis-Gruppe hat ein konzernweites Cash-Pooling eingerichtet, das die Liquidität der einbezogenen Tochterfirmen sicherstellt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Möglichkeit der Skontierung wird generell genutzt. Im Laufe des Jahres 2022 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und ins Sachanlagevermögen Höhe von 44,4 Mio. Euro (Vorjahr: 55,8 Mio. Euro) getätigt. Das weiterhin hohe Niveau der Investitionen soll dazu dienen, das dynamische Wachstum und Stärkung der Marktposition der Geis-Gruppe nachhaltig sicherzustellen. Die wesentlichen Anlagenzugänge betrafen Investitionen in den Neubau und Modernisierung von Immobilien, Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen für das Intra-Logistik-Equipment und den eigenen LKW-Fuhrpark und Auszahlungen für die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur und -Software. Daneben wurden als langfristige Finanzanlagen rund 15,2 Mio. Euro in Wertpapiere mit hoher Bonität investiert. Der vereinfachte Cashflow aus Konzernjahresüberschuss und Abschreibungen (inkl. Abschreibungen auf Finanzanlagen) des Geschäftsjahres beträgt 89,8 Mio. Euro (Vorjahr 99,2 Mio. Euro). 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt am Stichtag rund 762,1 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um rund +22%. Den größten Anteil mit 39% an der Bilanzsumme hat weiterhin das Anlagevermögen mit rund 297 Mio. Euro. Innerhalb des Umlaufvermögens stellen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin einen wesentlichen Posten dar. Sie belaufen sich am Bilanzstichtag auf 196,6 Mio. Euro (Vorjahr: 168,0 Mio. Euro) und machen etwa 26% der Bilanzsumme aus. Den größten Posten auf der Passivseite stellt mit 409,7 Mio. Euro das Eigenkapital dar (Vorjahr: 360,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 53,8% (Vorjahr: 57,6%). Der Rückgang der Quote trotz des sehr guten Ergebnisses reflektiert die wachstumsbedingte und - im Vergleich zum Eigenkapital - überproportionale Zunahme der Bilanzsumme. Unter Berücksichtigung der in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verrechnungskonten der Gesellschafter in Höhe von 36,5 Mio. Euro (Vorjahr: 27,4 Mio. Euro) beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital 446,2 Mio. Euro (Vorjahr: 388,1 Mio. Euro) und die wirtschaftliche Eigenkapitalquote 58,6% (Vorjahr: 62,0%). Die Bankverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 52,8 Mio. Euro erhöht. Diese Verbindlichkeiten betragen nun 126,3 Mio. Euro (Vorjahr: 73,5 Mio. Euro). Enthalten in den Bankverbindlichkeiten sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 59,5 Mio. Euro (Vorjahr: 36,5 Mio. Euro). Die Zinsaufwendungen des Konzerns betragen rund 2,9 Mio. Euro. Die Konditionen für Refinanzierungen haben sich jedoch im Jahresverlauf 2022 durch die von der EZB eingeleitete "Zinswende" erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind geschäftsvolumenbedingt gegenüber dem Vorjahr um rund +14% auf 124,0 Mio. Euro gestiegen. Die Finanzierungsstruktur ist geordnet. Die langfristig gebundenen Vermögenswerte sind vollständig durch eigene Mittel gedeckt. Die Anlagenintensität als Verhältnis von Anlagevermögen zu Gesamtvermögen ist von 43,2% im Vorjahr auf 38,9% gesunken. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Wichtige Steuergrößen sind in der Geis-Gruppe umsatz-, ertrags- und liquiditätsbezogene Kennziffern. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Umsatz von 1.224,4 Mio. Euro (Vorjahr 1.063,1 Mio. Euro) erzielt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 beträgt 61,8 Mio. Euro (Vorjahr 75,5 Mio. Euro). Die Liquidität wird täglich überwacht. Es wird unter anderem ein Cash-Pooling eingesetzt, um die Liquidität für alle Konzernunternehmen zu optimieren und stets sicherzustellen. 4.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Partnerschaftlicher und respektvoller Umgang mit dem Einzelnen sind prägende Werte der Unternehmenskultur innerhalb der Geis-Gruppe. Besonderer Wert wird auf nachhaltige Unternehmensentwicklung, Kontinuität und Sicherheit gelegt. In der Geis-Gruppe finden alle Mitarbeiter abwechslungsreiche und interessante Aufgaben mit hohem Gestaltungsspielraum. Die Mitarbeiter sind die starke Basis der Geis-Gruppe. Es wird deshalb großer Wert daraufgelegt, die Fachkräfte von morgen selbst auszubilden, auch wenn die Rekrutierung sich aufgrund des demographischen Wandels von Jahr zu Jahr anspruchsvoller gestaltet. In verschiedenen Ausbildungsberufen wird jedes Jahr den Jugendlichen ein erfolgreicher Start in die Logistikwelt ermöglicht. Am Bilanzstichtag waren an den inländischen Geis-Standorten 339 Auszubildende und duale Studenten in den Fachrichtungen Kauffrau/-mann für Speditions- und Lagerdienstleistung, Fachkraft für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer, Kaufleute für Büromanagement und Fachinformatiker beschäftigt. Für ein duales Studium werden die Fachrichtungen Logistikmanagement, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre angeboten. Die Ausbildung von jungen Menschen hat in der Geis-Gruppe eine hohe Priorität und mit dem Wachstum der Gruppe in den vergangenen Jahren noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Im August/September 2022 haben 125 junge Männer und Frauen (Vorjahr: 133) ihre Ausbildungen an über 20 Standorten angetreten. 10 Abiturienten absolvieren ein anspruchsvolles, praxisbezogenes duales Studium. Die sehr gute Ausbildungsarbeit der Geis-Gruppe spiegelt sich auch in den nationalen Azubi-Wettbewerben der Logistikbranche wider, in denen junge Mitarbeiter von Geis regelmäßig auf den vorderen Plätzen zu finden sind. Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Geis-Gruppe 6.593 Mitarbeiter (Vorjahr 6.430). Der Anstieg ist vor allem bedingt durch Neueinstellungen aufgrund des Geschäftswachstums in Deutschland sowohl im Speditions- als auch im Kontraktlogistikbereich. Die Personalaufwendungen betrugen rund 264,7 Mio. Euro (Vorjahr 238,8 Mio. Euro). Mit zunehmender Komplexität in den Logistikprozessen steigen die Anforderungen an die Fach- und Führungskräfte in der Branche. Gleichzeitig sorgt die demografische Entwicklung für einen Mangel an qualifiziertem Personal. Dieser Herausforderung wird mit einem ganzheitlichen Konzept zur Mitarbeiterrekrutierung und -förderung auf allen Karrierestufen begegnet. III. Prognosebericht Die im Vorjahresbericht formulierten Erwartungen zum Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2022 wurden trotz der geopolitischen und volkswirtschaftlichen Herausforderungen übertroffen. Die Erwartungen über die Geschäftsentwicklung innerhalb der Geis-Gruppe stützen sich sowohl auf interne Planungsunterlagen als auch auf die derzeit verfügbaren Einschätzungen über die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen. Nicht berücksichtigt im Budget sind mögliche mittelbare und unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen aufgrund einer Eskalation des Kriegs in der Ukraine. Zum Erstellungszeitpunkt des Lageberichts gehen wir nicht davon aus, dass sich das makroökonomische Umfeld in Europa deutlich eintrübt. In der Budgetplanung für das Jahr 2023 geht die Geschäftsführung von einem nominalen Erlös-Wachstum von rund +5% aus, das insbesondere durch Neugeschäfte und durch Preiserhöhungen im Speditionsbereich und in der Kontraktlogistik realisiert werden soll. Letztere sind zwingend notwendig, um den erheblichen Kostensteigerungen vor allem bei Energie-, Personal- und eingekauften Frachtleistungen Rechnung zu tragen. Gegenläufig ist die Erwartungshaltung, dass durch die seit Mitte 2022 drastisch fallenden Frachtraten der Bereich Air+Sea deutlich unter dem Vorjahresumsatz liegt. Im Hinblick auf den Jahresüberschuss wird durch die erwarteten Mengenrückgänge vor allem in konsumnahen Branchen sowie durch die schwierigeren Rahmenbedingungen in der internationalen Spedition Air + Sea ein geringeres absolutes Ergebnis wie im Vorjahr erwartet. Die Beschäftigtenzahl der Geis-Gruppe wird im Jahr 2023 durch das Anlaufen neuer und den Ausbau bestehender Logistikprojekte sowie durch die Weiterentwicklung der Bereiche ROAD und Air+Sea voraussichtlich über dem Niveau von 2022 liegen. In den vorgenannten Prognosen ist die Akquisition der österreichischen Augustin Quehenberger Gruppe nicht berücksichtigt. Die Geis Gruppe hat am 02.05.2023 über die Gesellschaft Geis Cargo International Luxemburg G.m.b.h. einen Kaufvertrag im Hinblick auf den Erwerb von 66% der Anteile der Augustin Quehenberger Group GmbH abgeschlossen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden übernimmt die Geis Gruppe die Anteile rückwirkend zum 1. Januar 2023. Die verbleibenden 34% hält der bisherige Mehrheitseigentümer und CEO Christian Fürstaller. Die Logistikdienstleister Geis und Quehenberger ergänzen sich geografisch sowie leistungstechnisch sehr gut. Beide Unternehmen sind in verwandten Geschäftsfeldern, aber größtenteils in unterschiedlichen Ländern tätig. Neben den Kernmärkten Deutschland und Österreich verdichtet die Unternehmensgruppe ihre Präsenz vor allem in Zentral- und Südosteuropa. Mit insgesamt rund 10.000 Mitarbeitenden an etwa 200 Standorten in 13 Ländern sowie einem Umsatz von zirka 2 Mrd. Euro wird die Unternehmensgruppe zu einem führenden Logistikunternehmen in ihren Märkten. Auch im nächsten Geschäftsjahr wird die Geis-Gruppe stets in der Lage sein, fällige Verpflichtungen pünktlich zu erfüllen. Sofern der Lagebericht in Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht grundsätzlich Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Strategische und operationelle Risiken für den Geschäftsbetrieb werden in regelmäßigen Risikoinventuren identifiziert, analysiert und bewertet. Auf dieser Grundlage werden geeignete Maßnahmen zur Reduzierung bzw. Vermeidung dieser Risiken ergriffen. Branchenspezifische Risiken: Lieferketten sind verwundbar. Transportverzögerungen, Cyberangriffe, Materialengpässe, unerwartete Qualitätsprobleme und wie zuletzt zu sehen auch Pandemien können Warenströme behindern und Kosten verursachen. Die geopolitischen Spannungen aufgrund des Kriegs in der Ukraine und die weiterhin hohe Inflation werden auch im Jahr 2023 zu großen Unsicherheiten führen. Die deutsche Wirtschaft ist auf dem Gebiet der Ausbildung führend. Im Ausland gilt die deutsche Ausbildung als praxisnah. Ein Umstand, den es gilt beizubehalten. Der Engpass liegt nicht nur in der Qualität, sondern in der Quantität. Ausbildungsplätze in allen Bereichen zu besetzen, ist die große Herausforderung für die Zukunft. Deutschland ist weniger stark, wenn es um die Digitalisierung geht. Die Digitalisierung ist aber einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Zukunft. Hier müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Für die Transport- und Logistikbranche ist es wichtig, dass Deutschland in seine Infrastruktur investiert. Straßen und Brücken sind teilweise marode und für den Güterverkehr gesperrt. Die Frachtpreise steigen auch auf der Straße. Fahrermangel und Infrastrukturbremse tragen hier zu der Verschärfung bei. Verlader würden gerne auf die Schiene ausweichen. Doch auch dort fehlen die Kapazitäten und die Zuverlässigkeit, die durch drohende Geschwindigkeitsbegrenzungen und Nachtfahrverbote weiter reduziert werden könnten (Quelle BVL). Eine Ausweitung der Dieselfahrverbote unter Einbezug des gewerblichen Verkehrs würde zu erheblichen Problemen in der Branche führen. Die steigenden Personalkosten beim Fahrpersonal und anderen Fachkräften sind jetzt schon eklatant und werden in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. Die Regierungsfraktionen hat sich außerdem darauf verständigt, dass eine Mautreform zum 1. Januar 2024 kommt. Dazu soll dann die Ausdehnung der Lkw-Maut auf Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und eine CO 2 -Maut gehören. Die Versorgungssicherheit Deutschlands mit fossilen Rohstoffen aufgrund der hohen Abhängigkeit von russischen Lieferungen konnte über alternative Bezugsquellen aus anderen Ländern kompensiert werden, führte allerdings zu deutlich höheren Energie - und Treibstoffkosten. Ertragsorientierte Risiken Neuausschreibungen von Bestandskunden oder die Verlängerung bestehender Verträge zu reduzierten Preisen stellen ein Risiko für das Unternehmen dar. Innerhalb der Geis-Gruppe stehen deshalb eine enge Kundenbindung durch kundenindividuelle und innovative Lösungen, sowie ein stringentes Qualitätsmanagement im Vordergrund. Durch eine starke Diversifikation des Geschäftsmodells im Hinblick auf Produkte, Kundenbranchen und Länder wird eine Risikostreuung erreicht, die sich vorteilhaft auf das Management von Ertragsrisiken auswirkt. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der Geis-Gruppe sind derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar. Bankverbindlichkeiten in Höhe von 126,3 Mio. Euro stehen liquide Mittel in Höhe von ca. 242,9 Mio. Euro gegenüber. Es bestehen ausreichende freie Kreditlinien. Investitionen werden sorgfältig unter wirtschaftlichen und strategischen Aspekten bewertet und geplant, die Durchführung laufend und konsequent überwacht, der erzielte Erfolg überprüft und mit den Planannahmen abgeglichen. Der Konzernverbund ist in hohem Maße mit eigenen Mitteln ausgestattet. Zinsänderungsrisiken werden bei Bedarf durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte reduziert. Fremdwährungsrisiken bestehen nicht im wesentlichen Umfang. Die Geis-Gruppe verfügt über ein Regelwerk zur Sicherstellung gesetzeskonformen Verhaltens aller Mitarbeiter. Interne Prüfungen und Analysen gewährleisten die Einhaltung dieser Regeln. Durch ein aktives Forderungsmanagement und die Zusammenarbeit mit Kreditversicherern wird das Risiko von Forderungsausfällen möglichst geringgehalten. Selbst Forderungsausfälle von Großkunden würden zu keiner Gefährdung der finanziellen Stabilität des Konzerns führen. Alle bekannten Risiken sind nach heutigem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Von der Digitalisierung profitiert die Transport- und Logistikbranche vor allem durch effizientere Logistikabläufe: Die Vernetzung von Lkw, Lagerimmobilien, Kunden, Lieferanten usw., die Digitalisierung von Prozessen und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz können Ineffizienzen wie Leerfahrten deutlich vermindern und so einen Wettbewerbsvorteil für die beteiligten Unternehmen bewirken. Die Geis-Gruppe verfügt über das Know-how gut ausgebildeter Mitarbeiter, um sich diesen Anforderungen stellen zu können. So hat Geis für eine kontinuierliche Verbesserung den Team-Optimierungs-Prozess (TOP) geschaffen. TOP steigert die Qualität und Effizienz der Leistungen in allen Wertschöpfungsstufen. Zertifikate bestätigen die hervorragende Qualität der Gruppe: von ISO 9001 und ISO 14001 über ASCA und OHRIS bis hin zu EN 9120. Diese Rahmenbedingungen innerhalb der Geis-Gruppe sind das Fundament für die Akquisition neuer Kunden in den Zielbranchen und die Ausweitung der Geschäfte mit Bestandskunden in den Geschäftsfeldern Air + Sea, Logistics und Road. 3. Gesamtaussage Die Hauptrisiken der künftigen langfristigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem intensiven Wettbewerbsumfeld sowie der Rekrutierung von Fachkräften in einem angespannten Arbeitsmarkt. Die kurz- und mittelfristigen Herausforderungen werden vor allem durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Wertschöpfung in der Produktion, das Konsumentenverhalten sowie die Energiekostenentwicklung und -versorgung bestimmt werden. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität, des innovativen und kundenorientierten Geschäftsmodells sowie einer ausgewogenen und diversifizierten Produkt- und Kundenstruktur sieht sich die Geschäftsführung trotz aller Risiken gut gerüstet, um das profitable Wachstum der Gruppe auch in der Zukunft fortzusetzen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Das Forderungsmanagement ist stringent aufgestellt, um den Eingang der Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen zu überwachen und bei Überfälligkeiten unmittelbar reagieren zu können. Ein erheblicher Anteil der Forderungen ist über entsprechende Policen gegen Ausfall versichert. Vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen wird die Bonität der Kunden geprüft und bei Bestandskunden über professionelle Rating-Unternehmen laufend überwacht. Aufgrund der guten Ausstattung mit liquiden Mitteln ist die Geis-Gruppe stets in der Lage, fällige Verbindlichkeiten pünktlich zu begleichen. Die Zahlungsströme werden entsprechend ihrer Fälligkeiten geplant und disponiert. Innerhalb der Geis-Gruppe ist ein konzernweites Cash-pooling mit täglichem Netting eingerichtet. Auf diese Weise wird die Zinsbelastung verringert, und die Versorgung der Konzernunternehmen mit ausreichenden liquiden Mitteln sichergestellt.
Bad Neustadt a.d. Saale, den 26. Mai 2023 Hans-Georg Geis Wolfgang Geis Hans-Wolfgang Geis Jochen Geis Dr. Johannes Söllner handelnd als Geschäftsführer für die Firma Geis Management GmbH mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale. Sonstiger BerichtsteilAngaben zur Billigung:Der Jahresabschluss wurde am 26. Mai 2023 gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Geis Holding GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Geis Holding GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Geis Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Neustadt a.d.Saale, 26. Mai 2023 Dr.
Reese, Beckmann + Riechwald GmbH & Co. KG
Karsten Riechwald, Wirtschaftsprüfer |
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