RÖCO GmbH
Kortental 67, 44149 Dortmund, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frederike Urban seit 2.10.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Fuchs seit 8.9.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RÖCO GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell Die RÖCO GmbH ist ein technisches Handelsunternehmen mit dem Schwerpunkt auf mechanische Ersatzteile und Produkte sowie einem breiten Spektrum von ergänzenden Serviceleistungen. In unseren Produktbereichen sind wir Vertriebspartner von Premiumherstellern. Unsere wesentlichen Produktbereiche sind Wälzlager und Antriebstechnik; Hydraulik und Dichtungstechnik. Dabei nimmt der Servicebereich einen immer größeren Raum ein. Unseren ursprünglichen rein regionalen Absatzmarkt, den Ballungsraum Rhein/Ruhr, haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich erweitern können. Im Rahmen der Digitalisierung der Absatzwege können wir unsere Leistungen überregional anbieten und unsere Kunden unabhängig vom Standort deutschland- und europaweit beliefern. Das Kundenspektrum umfasst instandhaltende und produzierende Industrieunternehmen vorwiegend aus dem klassischen Mittelstand. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum -0,1% (Destatis; PM 066 v. 23.02.2024). Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und damit verbunden mit hohen Inflationsraten (5,9% für 2023) und steigenden Zinsen. Material- und Lieferengpässe haben sich im zweiten Halbjahr abgeschwächt, die Produktpreise blieben jedoch auf hohem Niveau. Die Industrieproduktion und die Investitionsbereitschaft entwickelten sich in diesem Kontext schwach. Das starke erste Quartal 2023 ist zum Teil auf Corona-bedingte Nachholbedarfe zurückzuführen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt (Destatis PM 019 v. 15.01.2024). Der technische Großhandel ist in seiner Hauptfunktion ein Dienstleister für den produzierenden Sektor. Die Entwicklung im technischen Handel ist zu großen Teilen abhängig von der Branchenkonjunktur der Hauptabnehmerbranchen Maschinenbau, Automotive, Energie, Chemie- und Papierindustrie, Mining oder den übrigen metallverarbeitenden Branchen. Entsprechend den sich abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Veränderungen können sich für die Zukunft strukturelle Veränderungen ergeben. Für den technischen Handel war das Berichtsjahr weiterhin geprägt von starkem Preiswettbewerb und dem hierdurch induzierten Druck auf Margen sowie von Konzentrationstendenzen in der Branche und der Digitalisierung im Handel. Darüber hinaus belasteten die Störungen der Lieferketten die gesamte Wirtschaft. 3. Geschäftsverlauf und Lage Der Umsatz der RÖCO GmbH im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 25,4 Mio. € (Vorjahr 26,1 Mio. €). Dies entspricht einem Rückgang von 2,71%. Diese Entwicklung ist auf die rückläufige Investitionsbereitschaft und schwächelnde Industrieproduktion zurückzuführen und konnte nur bedingt durch Akquirieren neuer Kunden und Bedarfe kompensiert werden. Die Aufrechterhaltung der Mitarbeiterstruktur und der Erhalt des Knowhows haben weiterhin eine hohe Priorität in unserem Unternehmen. Die weitere Digitalisierung einzelner Prozesse und die gezielte Kostenreduzierung haben die Lage zusätzlich positiv beeinflusst. Die Mitarbeiterzahl ist mit 81 (Kopfzahl) konstant geblieben. Im Berichtsjahr beschäftigt RÖCO acht Auszubildende im kaufmännischen und logistischen Bereich. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Mitarbeiterschulung und -entwicklung und Digitalisierung vorgenommen, um die Leistungsfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Im Wettbewerb um Fachkräfte und die Erhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit wurde zudem in eine Ladeinfrastruktur für E-Mobilität investiert. a) Vermögenslage Das Aktivvermögen der Gesellschaft von T€ 8.435 verminderte sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 8.714) um T€ 279 (= 3,2 %) und setzt sich zusammen aus mittel- und langfristig gebundenem Vermögen in Höhe von T€ 2.735 (= 32,42 %) sowie kurzfristig gebundenem Vermögen in Höhe von T€ 5.670 (= 67,58 %). Hierbei werden, aus internen Steuerungsgründen, 1/3 des Vorratsbestands (5.492 T€) dem langfristigen Bereich zugerechnet. Das langfristige Vermögen ist investitionsbedingt im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Entwicklung des kurzfristigen Vermögens ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen (- T€ 410 im Vergleich zum Vorjahr). Finanziert wird das Vermögen der RÖCO GmbH durch Eigenkapital in Höhe von insgesamt T€ 5.660 (= 68,1 %) sowie durch Fremdkapital in Höhe von T€ 2.200 (= 26,08 %). Vom Fremdkapital sind T€ 1.000 (Vorjahr: T€ 1.500) als langfristig einzustufen (Restlaufzeit zum Bilanzstichtag mehr als ein Jahr). Die sonstigen Rückstellungen betragen T€ 571 und sind im Vergleich zum Vorjahr (T€ 452) um T€ 119 angestiegen. Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus den Personalrückstellungen. b) Finanzlage Die Finanzmittelfonds der Gesellschaft bestehen im Wirtschaftsjahr 2023 aus den Kontokorrentkonten der Gesellschaft und den flüssigen Mitteln in Höhe von T€ 31 (Vorjahr: T€ 351) zum Bilanzstichtag. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug zum 31.12.2023 T€ 286 (Vorjahr: T€ 610). Für die Investitionstätigkeit kam es per Saldo zu Mittelabflüssen von T€ 91 (Vorjahr: T€ 93) und aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss auf Grund der Tilgung der langfristigen Verbindlichkeiten von T€ 515 (Vorjahr: T€ 22). c) Ertragslage Der Umsatz verringerte sich um 2,71 % auf 25,4 Mio. €. Durch Kostensteigerungen in den Bereichen Personal, Energie und Frachten konnten wir unser Kostenvolumen gegenüber dem Vorjahr nicht stabil halten. Der Druck auf die Margen hat sich durch den weiterhin bestehenden starken Wettbewerb nicht verringert. Dies führte zu einer Verschlechterung der Ertragslage. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Berichtsjahr nicht von großer Bedeutung. Die Personalkosten sind weiterhin unser größter Kostenblock, nach dem Materialaufwand. Wir lassen uns in unserer Personalplanung weiterhin nicht von kurzfristigen Kostenüberlegungen leiten, sondern von mittel- und langfristigen Überlegungen im Hinblick auf zukünftige Aufgaben und Ziele. Die übrigen umsatzbedingten betrieblichen Aufwendungen konnten wir durch sorgfältige Kostenkontrolle in etwa auf Vorjahresniveau halten. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr investitionsbedingt leicht erhöht. Die Zinsaufwendungen verminderten sich leicht im Vergleich zum Vorjahr ohne wesentliche Auswirkung auf die Ertragslage. Das Betriebsergebnis (EBT) lag im Geschäftsjahr 2023 bei T€ 467 (Vorjahr: T€ 778) und reduzierte sich somit im Vergleich zum Vorjahr um T€ 311 bzw. 39,97 %. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Umsatzerlöse bei gestiegenen Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der starken Umsatzentwicklung der Vorjahre und der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen relativiert sich die Gesamtbewertung der Ertragslage. Die Vermögens-,Finanz- und Ertragslage ist weiterhin als sehr gut zu bezeichnen, was der erfolgreichen Arbeit der Vorjahre ebenso geschuldet ist wie der fortgesetzten Thesaurierungsstrategie der Inhaber. 4. Prognosebericht Die Erwartungen für 2024 sind aufgrund der rückläufigen Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2023 gedämpft und es ist von einer schwierigen Geschäftsentwicklung auszugehen. Wir gehen davon aus, dass durch unser verbessertes Leistungsangebot eine stabile Umsatzentwicklung realisierbar ist. Wir gehen davon, dass die Umsatzerlöse und das EBT im Geschäftsjahr 2024 leicht über dem Vorjahresniveau liegen werden. Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen erschweren die Entwicklung erheblich. Die Kosten - insbesondere Energie und Frachten - bleiben auf stabil hohem Niveau. Der Krieg in der Ukraine und die Folgeerscheinungen belasten zunehmend die Kundschaft aus der Industrie. Der Nahostkrieg könnte zudem Druck auf den Ölpreis erzeugen und die Entwicklung der Industrieproduktion weiter dämpfen. Der Personalaufwand wird gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigen. Die sonstigen betrieblichen Kosten werden stabil gehalten werden. Der Zinsaufwand wird sich trotz steigendem Leitzins nur geringfügig erhöhen, da sich der Fremdkapitalbedarf reduziert. Wir werden unser Geschäft weiterhin über strikte Kostenkontrolle in allen Bereichen sowie konsequentes Vorrats- und Forderungsmanagement lenken. Wir werden durch konsequente Personalschulung, Personalgewinnung, Personalbetreuung und -planung unsere wesentlichen Erfolgsfaktoren so einrichten, dass wir bei Marktbearbeitung, Servicequalität und Kundenbetreuung eine gleichbleibend hohe Qualität bieten und dadurch in den sich verändernden Marktsituationen der erste Ansprechpartner für unsere Kunden sowie Zusatz- und Neugeschäft sind. Weiterhin werden wir die permanente Überprüfung unserer Abläufe fortsetzen, um so alle Möglichkeiten der Qualitätssteigerung nutzen und unseren Kunden einen ständig besser werdenden Service und Mehrwert bieten zu können. Ein klarer Fokus liegt dabei auf der Digitalisierung aller Geschäftsbereiche und -prozesse. Im Geschäftsjahr 2024 werden sich die Konjunkturerwartungen stabilisieren. Auf Grund der schwierigen Rahmenbedingungen für die produzierende Industrie ist in unserer Branche kein konjunkturelles Wachstum zu erwarten sein. Die Herausforderungen für unsere Kunden der produzierenden Industrie werden darüber hinaus auf Grund des Klimawandels, der Digitalisierung und des internationalen Wettbewerbs groß sein. Wir sind bestrebt neue Absatzwege und zusätzliche Marktsegmente zu erschließen, um das Umsatzniveau zu erhöhen und Marktanteile zu gewinnen. Einen Schwerpunkt werden wir in den nächsten Geschäftsjahren auf das Thema e-Business und Industrie 4.0 legen, um den sich immer stärker abzeichnenden Veränderungen in der Industrie und der Beschaffung Rechnung zu tragen. Zudem intensivieren wir unsere Aktivitäten im Segment Services und Montagen. 5. Chancen- und Risikobericht Absatzrisiko Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Die Erwartungen für die Industrieproduktion stagnieren im besten Fall. Auch für 2024 stellt die Energiepreisentwicklung als Folge des Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiewende ein kritisches Potential für die deutsche Wirtschaft dar. Die energieintensiven Industrieunternehmen (vor allem Stahl-, Aluminium-, Glas- und Papierherstellung) stehen unter massivem Kostendruck und könnten in Ihrer Existenz bedroht werden. Standortverlagerungen sind ein mögliches Szenario. Die Konkurrenz auf dem Weltmarkt und die klimapolitischen Veränderungen für die heimische Wirtschaft bedeuten für unser Unternehmen ein Hauptabsatzrisiko. Zudem verändert die Digitalisierung die Geschäftsprozesse. Dies betrifft auch die Beschaffung. Dies birgt für uns Chancen wie Risiken. KI-gestützte Lösungen werden erhebliche Veränderungen in den Arbeitsprozessen zur Folge haben. Unsere Vertriebsstrategie muss sich an diesen Veränderungen weiter eng orientieren. Auf der anderen Seite müssen wir unsere Kunden bei beratungsintensiven, komplexen Produkten und Anwendungsproblemen durch kompetente Mitarbeiter beraten und betreuen können, um uns als mittelständisches technisches Handelshaus am Markt zu behaupten und weiter zu wachsen. Personalrisiko Unser Unternehmen gehört dem Arbeitgeberverband des Groß- und Außenhandels an, ist jedoch nicht tarifgebunden. Wir legen bei unseren Mitarbeitern nach wie vor den Schwerpunkt auf eine Verbundkompetenz von kaufmännischen und technischen Qualifikationen. Diese Verbundkompetenz erreichen wir durch kontinuierliche Schulungen in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und durch die Einstellung von Mitarbeitern, die über derartige Ausbildungen verfügen. Das Ziel ist eine allgemeine Erhöhung des Qualifikationsniveaus unserer Mitarbeiter sowohl durch interne als auch externe Maßnahmen. Auf diese Weise erhöhen wir die Beratungsqualität für unsere Kunden. Über die Einbeziehung der Mitarbeiter in die Weiterentwicklung und Verbesserung der Prozesse erhöhen wir die Arbeitsplatzzufriedenheit und die Bindung an unser Unternehmen. Im Zuge des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Nachwuchskräfte intensivieren wir unser Personalmarketing in Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen. Wir bieten Schülern und Studenten die Möglichkeit über Praktika erste Erfahrungen im Berufsleben zu machen und machen uns dadurch gleichzeitig als potentieller Arbeitgeber bekannt. Auf diese Weise wollen wir unsere Mitarbeiterstruktur stets auf dem erforderlichen Stand halten und für die künftig evtl. stärker werdende Fluktuation gerüstet sein. Wir bieten unseren Mitarbeitern natürlich auch die üblichen Formen der Altersvorsorge an. Darüber hinaus erweitern wir kontinuierlich das Angebot an Zusatzleistungen. Finanzrisiko Im Finanzierungsbereich arbeiten wir seit Gründung des Unternehmens mit einem Kreditinstitut als Hausbank zusammen. Diese langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit werden wir auf der Basis des ständigen offenen Informationsaustausches fortsetzen. Wir sind natürlich im Interesse des Unternehmens auch für kostengünstige Finanzierungsalternativen bei neuen Projekten offen. Durch die erfolgreiche Arbeit in den Vorjahren ist die Innenfinanzierungsquote von Jahr zu Jahr gestiegen. Das Eigenkapital konnte im Berichtsjahr durch das operative Ergebnis weiter gestärkt werden. Nach wie vor verfügen wir über eine sehr hohe Eigenkapitalquote und somit über eine gesunde und stabile Kapitalstruktur. Ein ausreichendes Debitorenmanagement wird über das von uns eingerichtete System der Bonitätsprüfung und des Mahnwesens ständig gewährleistet. Chancen Die Digitalisierung bietet die Chance den Absatz der Waren durch ein überregionales Angebot zu erhöhen. Margenstarke kleinere Potentiale können über ein Onlineangebot kosteneffizient bedient werden. Dadurch entsteht ein erhebliches Neukundenpotential. Für 2024 ist eine weitere Intensivierung der e-Business-Aktivitäten vorgesehen. Hinzu kommen Möglichkeiten des Social-Sellings durch den Aufbau von Marketingaktivitäten im Social Media Bereich. Der Kostendruck und der Fachkräftemangel zwingen viele Kunden zum Abbau eigener Instandhaltungstätigkeiten. Der Ausbau des Serviceangebots von technischen Beratungen bis hin zu Instandhaltungsdienstleistungen verstärkt die Kundenbindung und stellt ein deutliches Wachstumspotential dar. Das bisher weitestgehend auf das Hydrauliksegment beschränkte Serviceangebot wurde auf die Segmente Antriebs- und Wälzlagertechnik sowie Dichtungstechnik ausgedehnt. Damit ist die Grundlage für ein kontinuierliches Wachstum in diesem Bereich gelegt.
Dortmund, den 31. März 2024 Barbara Urban Andreas Fuchs BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die RÖCO GmbH hat ihren Sitz in Dortmund. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB 18265 eingetragen. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie der Satzung aufgestellt. Die RÖCO GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft hat die Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. III. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Anlagevermögen a) Immaterielle Vermögensgegenstände Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung linear abgeschrieben. Der beim Erwerb des Vermögens der Bielemeyer GmbH & Co. KG, Menden, im Geschäftsjahr 2020 entstandene und aktivierte Firmenwert wird planmäßig, linear über 15 Jahre abgeschrieben. Die Schätzung dieser Nutzungsdauer basiert auf einem im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf erstellten Produktions- und Vertriebskonzept. b) Sachanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ab dem Monat der Anschaffung bzw. Herstellung linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. c) Finanzanlagen Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. 2. Vorräte Die Waren wurden mit den Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch pauschale Wertberichtigungen in Höhe von 2 % berücksichtigt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. 4. Liquide Mittel Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert bilanziert. 5. Aktive Rechnungsabgrenzung Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 6. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst, bei einer Restlaufzeit von fünf Jahren mit einem Zinsfuß von 1,18 %, die Abzinsung erfolgte nach der Nettomethode. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 8. Passive Rechnungsabgrenzung Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 9. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 10. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. IV. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen sowie der Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenstände sind Beträge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: TEUR 43,6) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtliche entstehen. Hierbei handelt es sich um Gutschriften von Lieferanten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 189,5 (Vorjahr: TEUR 177,7) gegen Gesellschafter. 3. Aktive Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den sonstigen Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. Der Berechnung wurde die Körperschaftsteuer mit 15 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer mit 16,975 % zugrunde gelegt. 4. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 1.771,4 enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen. 5. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten, insbesondere für Urlaubsansprüche, Mehrarbeit, Sondervergütungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge gebildet. 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten-Spiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Abtretungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und des Vorratsbestands gesichert. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gelten die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. V. SONSTIGE ANGABEN 1. sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.671 (Vorjahr: 1.458 TEUR) aus Miet- und Leasingverträgen. Mit den Miet- und Leasinggeschäften soll eine langfristige Kapitalbindung vermieden werden, damit diese Mittel der operativen Geschäftstätigkeit zur Verfügung stehen und die Liquiditätsplanung verbessert wird. Risiken aus den Geschäften bestehen keine. 2. Arbeitnehmer Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 80 Arbeitnehmer (Vorjahr: 69 Arbeitnehmer). Davon waren 29 (Vorjahr: 18) gewerbliche Arbeitnehmer und 51 Arbeitnehmer (Vorjahr: 51 Arbeitnehmer) kaufmännische Angestellte. 3. Geschäftsführung und Vertretung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr: Frau Barbara Urban, Kauffrau Herr Andreas Fuchs, Kaufmann Frau Barbara Urban ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angaben nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB werden gem. 286 Abs. 4 HGB unterlassen. 5. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Das von der Gesellschaft an Gesellschafter gewährten Darlehen wird mit 4,0 % p.a. verzinst und hat keine bestimmte Restlaufzeit. Sicherheiten wurden nicht gestellt. 6. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis von 310 TEUR wie folgt zu verwenden. Ein Betrag in Höhe von 20 % des Jahresergebnis ist in die satzungsmäßige Rücklage einzustellen. Der Restbetrag in Höhe von 248 TEUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Dortmund, 31. März 2024 gez. Barbara Urban gez. Andreas Fuchs
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.09.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die RÖCO GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der RÖCO GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RÖCO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Dortmund, 25. Juni 2024 Jan Tristan Stutthoff, Wirtschaftsprüfer |
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