Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 742212
Vorher
Ziemann International GmbH
Eingetragen
12.7.2012
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung und Vertrieb von Maschinen, Apparaten, Anlagen und Waren für die Brau- und Getränkeindustrie und Brauereieinrichtungen sowie die damit verbundenen Planungs-, Engineerings- und sonstigen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Axel Zügel
seit 1.2.2023
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer
Torsten Engel
seit 4.6.2020
Geschäftsführer
Mike Döbele
seit 13.9.2012
Prokura
Michael Kurzweil
seit 13.9.2012
Prokura
Klaus Albrecht Gehrig
seit 29.8.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CIMC Enric Tank and Process B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
CIMC Enric Tank and Process B.V.
Netherlands
16.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH

Ludwigsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH ist eine Gesellschaft der CIMC Enric Tank and Process B.V.-Gruppe (nachfolgend CETP-Group genannt) und ist innerhalb dieser für den Bereich flüssige Lebensmittelproduktionsanlagen zuständig. Oberste Muttergesellschaft der CIMC-Gruppe ist die "CIMC International Marine Containers (Group) Co., Ltd." mit Sitz in Shenzhen/China.

Die Gesellschaft hat zwei Standorte: In Ludwigsburg befinden sich die zentralen Servicebereiche, wie Personal, Finanzen, Projektmanagement, Vertrieb und Prozessengineering, während am Standort Bürgstadt die gesamte Produktion und die dem Geschäftsbereich Tankbau zugeordneten Einheiten angesiedelt sind.

Das Stammkapital der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH beträgt unverändert 16 Mio. Euro, alleiniger Gesellschafter ist die oben erwähnte CIMC Enric Tank and Process B.V. mit Sitz in Zwolle/Niederlande.

Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH beschäftigt sich weiterhin im Wesentlichen mit drei Geschäftsfeldern: Brauerei- und Getränkeanlagenbau, Herstellung von Tanks und Gefäßen für unterschiedliche Industrien, sowie der Planung und Herstellung von Lagertanks für Fruchtsaft sowie den dazugehörigen Prozessanteil.

Brauerei- und Getränkeanlagenbau

(Turnkey and Process Solutions/Brewhouses)

In den Bereichen des Sudhauses und der Kaltblockverrohrung entwirft die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH den Prozess (technologisch) und führt das Detail-Engineering (technische Auslegung aller Komponenten) für den mechanischen Teil sowie auch für die dazugehörige Automatisierung (Hardware und Software) aus. Die Edelstahlgefäße in diesen Bereichen werden selbst entworfen, konstruiert und gefertigt.

In den Bereichen Schroterei und Bierfiltration sowie bei Units, wie z.B. Wasserentgasungsanlagen, werden die Anlagen von Tochter- und Partnerfirmen in das Brauereikonzept der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH integriert. Bei den Versorgungsgewerken (u.a. Dampfversorgung, Kälteanlagen, Abwasseranlagen, Stromversorgung) arbeitet die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH mit Partnerfirmen zusammen, deren Teilbereiche als eigenständige Gewerke in die Brauereiprojekte integriert werden.

Anlagengröße und -kapazität

Traditionell realisiert die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH industrielle Brauereianlagen im mittleren und oberen Leistungssegment sowie Großtanks für die Fruchtsaftindustrie.

Tank- und Apparatebau

In der Fertigungsstätte Bürgstadt werden Brauerei- und Safttanks sowie Tanks für Präzisionsfermentation für den mittleren und oberen Kapazitätsbedarf gebaut. Größere Tanks bzw. Tanks, bei denen ein einteiliger Transport aus logistischen Gründen nicht möglich oder sinnvoll ist, werden in vorgefertigten Bauteilen ausgeliefert und vor Ort beim Kunden zusammengebaut.

Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH liefert, neben Tanks für die Brauerei- und Saftindustrie, auch Tanks für andere Lebensmittelindustrien, die chemische und pharmazeutische Industrie sowie den Energiesektor.

Kunden

Für ihre Kunden qualitativ hochwertige und innovative Brauereianlagen zu realisieren, mit denen diese auf lange Sicht erfolgreich in ihren Märkten bestehen können, ist der Anspruch der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH. Dies macht die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH weltweit zu einem der größten Hersteller und Lieferanten von Brauereianlagen.

Eine Vielzahl von wohlbekannten Unternehmen des internationalen Biermarktes befinden sich in der Kundenliste der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH; darunter nahezu alle global agierenden Brauereikonzerne (u.a. ABInBev, Heineken, Carlsberg, Asahi) sowie auch viele große, regionale Brauereien (u.a. Constellation Brands, Vattanac, Hanuman, Inter Mattrid Beverages, Bitburger) weltweit. Auch unter den Fruchtsaftproduzenten finden sich die wichtigsten globalen Produzenten (u.a. Cutrale, Louis Dreyfus Commodities, Citrofrut, Citrosuco).

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung tragen einen erheblichen Teil zur Zukunftsfähigkeit sowie zur Nachhaltigkeit der Produkte der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH bei.

Um die Marktposition in einem starken Wettbewerbsumfeld zu stärken, orientieren sich die Mitarbeitenden bei ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH an aktuellen Markttrends und pflegen einen guten und engen Kontakt zu Kunden und Meinungsführenden in der Branche. Dabei erfolgt stets und bewusst auch der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus auf weitere Märkte und die Technologien, die dort eingesetzt werden. Ein wesentlicher Baustein ist hierbei die hauseigene Forschungsbrauerei, die auch im Jahr 2023 diverse Möglichkeiten zu anwendungsnaher Entwicklungsarbeit bot und wiederum von zahlreichen Kunden aktiv zur Rezept- oder Verfahrensentwicklung genutzt wurde.

Kundenanforderungen beeinflussen die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Bei Sudhausanlagen wurden und werden für alle wesentlichen Prozessschritte neue Produkte und technologische Verfahren oder Upgrades bestehender Technologien entwickelt. Die Entwicklungsprogramme folgen in der Regel einem klassischen Stage-Gate-Ansatz, ausgehend von einem Ideenmanagement mit Ideenfindung, Bewertung und Ausarbeitung von Ideen ("Ideation") über die Konzept- und Projektevaluierung und Basisentwicklung im Rahmen eines I nnovation M anagement P rocess ("IMP") in unterschiedlich dimensionierten Versuchsmaßstäben bis hin zur Produktumsetzung mit Übergabe an den Vertrieb im P roduct D evelopment P rocess ("PDP"). Dabei werden alle Entwicklungen stets auch dahingehend geprüft, ob Schutzrechte erwirkt werden können oder patentrechtliche Einschränkungen bestehen.

Neben der Optimierung bestehender Produktreihen (Sudhaussysteme, Prozesstechnik für die Bierbereitung) legt das Unternehmen im Bereich der Produktentwicklung den Schwerpunkt auf den sparsamen und schonenden Umgang mit Ressourcen, die verbesserte Rohstoffausbeute, den reduzierten, effizienten Energie- und Materialeinsatz sowie nachhaltige Prozesstechnologien. Dieser Ansatz rückt immer mehr in den Fokus, speziell vor dem Hintergrund ambitionierter Kundenziele zur Klimaneutralität in Zusammenhang mit dem Europäischen Green Deal oder den Sustainable Development Goals (SDG's) der UN. Auch die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH bringt sich in ein gruppenweites Projekt ein, welches sich sowohl strategisch als auch operativ den SDG's widmet.

Technologische Öffentlichkeitsarbeit ist ebenfalls integraler Bestandteil von Forschung und Entwicklung. In diesem Zusammenhang wurden Vorträge auf Fachkongressen und Konferenzen gehalten sowie Poster mit Produktinnovationen präsentiert, um die technologische Expertise bei ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH zu unterstreichen.

Des Weiteren laufen regelmäßig Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit renommierten Hochschulen und Forschungsanstalten. In diesem Zusammenhang werden auch wissenschaftliche Arbeiten wie Master- oder Bachelorarbeiten am Standort in Ludwigsburg angeleitet.

Mitarbeitende

Im Kalenderjahr 2023 lag der Fokus der Personalarbeit auf den Themen Digitalisierung administrativer Prozesse, der Optimierung der Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinaus (" Office Floor Management") sowie der Entwicklung eines Führungskräfteprogramms.

Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie wurden folgende interne Projekte umgesetzt:

"Reiseplanung und Reiseabrechnung" wurden durch Einführung einer Cloud Lösung optimiert.

Die Anzahl der von SAP automatisiert erstellten Berichte wurde erhöht.

Das zentrale ERP-System "SAP" wurde um das Modul "Successfactor - Recruitment und Learning" für den Roll-Out Anfang 2024 erweitert.

Die Optimierung der Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinaus wurde durch die Einführung eines HR-Ticketinformationssystems und das Schulen einer unternehmensweiten anzuwendenden Methodenlehre ("Office Floor Management") erreicht. Hier war der Schwerpunkt die Definition von Verantwortlichkeiten und Aufgaben innerhalb der Teams.

Hervorragende Führungskräfte sind ein wichtiger Bestandteil des Unternehmenserfolges; in 2023 wurden das Konzept zur Unternehmens- und Führungskultur sowie ein darauf abgestimmtes modulares Schulungskonzept entwickelt.

Für das Kalenderjahr 2024 liegen die Schwerpunkte in folgenden Projekten:

Umsetzung des mehrjährigen Programmes zur Führungskräfteentwicklung

Digitale Personalakte

Weiterentwicklung des HR-Ticketinformationssystems

Begleitung des Unternehmensaufbaus in Saltillo/Mexiko

Zum 31. Dezember 2023 waren 417 Mitarbeitende (ohne Mitarbeitende auf Basis von Arbeitnehmerüberlassung, Auszubildende/Trainees und Mitarbeitende in Altersteilzeit-Ruhephase) beschäftigt, davon 214 am Standort Ludwigburg und 203 am Standort Bürgstadt.

Tarifanpassungen

Im Kalenderjahr 2023 gab es mit Wirkung zum 1. Juni 2023 eine Tabellenwerterhöhung in Höhe von 5,2 %. Im Mai 2024 wird der Tabellenwert um weitere 3,3 % angehoben. Des Weiteren wurde eine steuerfreie Inflationsprämie gewährt: Teil I kam im Januar 2023 (1.500 Euro pro Mitarbeiter) zur Auszahlung, Teil II (1.500 Euro pro Mitarbeiter) wurde im Januar 2024 ausbezahlt.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage im Jahr 2023 war gekennzeichnet durch eine höhere Inflation und volatile Lieferzeiten bei nahezu allen Zukauf-Teilen und Komponenten.

Die OECD sieht für ihren Weltindex einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,9 % für das Jahr 2023, während der gleiche Index für 2024 ein Wachstum von 2,7 % prognostiziert. Die OECD erwartet auch für 2025 ein ähnliches Niveau mit nur einem schwachen Anstieg von 3,0 %.

Marktsituation

Als international agierender Brauereianlagenhersteller wird das Geschäft der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH weiterhin von den weltwirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst.

Global betrachtet sind steigende Löhne, Volatilität im US-Dollar-Kurs, hohe Logistik- und Vertriebsausgaben, erforderliche Investitionen in Modernisierungsmaßnahmen sowie in den Markt drängende neue und lokale Wettbewerber dafür verantwortlich, dass der Wettbewerbsdruck permanent erhalten bleibt. Hinzu kommen Herausforderungen bzgl. Lieferpreis- und Lieferzeitenzusagen von Zulieferfirmen. Zusätzlich erhöhen nationale und internationale Zusammenschlüsse von Großkonzernen den Wettbewerbsdruck auch bei den Kunden der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH, vor allem bei den noch verbliebenen privaten Brauereien. Durch die weiterhin schwierige Marktsituation ist global mit einem geringeren Investitionsvolumen zu rechnen.

Allerdings ergeben sich auch Chancen und neue Absatzpotentiale durch wechselnde Markttrends sowie die daraus resultierenden neuen Anforderungen der Kunden. Diesen Anforderungen begegnet die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH mit angepassten neuen technischen Entwicklungen. Da die Bedürfnisse der Endkunden immer schneller und unvorhersehbarer wechseln, wird an Konzepten für flexible Getränkefabriken gearbeitet. Ebenfalls werden neue Märkte, wie Lohnabfüller und Präzisionsfermentation, erschlossen.

Wachstumsmärkte International

Der weltweite Biermarkt wird im Jahr 2024 einen Wert von 66,7 Milliarden USD erreichen. Marktforschungsinstitute gehen von einer Wachstumsrate in Höhe von 2,3 % in den nächsten sieben Jahren aus. Starke Wachstumsmärkte befinden sich weiterhin in Asien und Lateinamerika.

2. Wirtschaftliche Situation

Im vorliegenden Lagebericht sind die Angaben zur wirtschaftlichen Lage der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH nach den Vorschriften des HGB dargestellt.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen das Geschäft der Gesellschaft gesteuert wird, sind die Gesamtleistung, die Rohertragsmarge sowie das Jahresergebnis vor Steuern. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Anlagenbau die Leistung und die Rohertragsmarge aufgrund der Laufzeit der Aufträge über mehrere Jahre projektbezogen gesteuert werden.

Die im Jahr 2023 erstellte Prognose für das Geschäftsjahr 2023 über eine Gesamtleistung von 280 bis 320 Mio. EUR wurde leicht übertroffen. Das geplante Ergebnis vor Steuern von 15 bis 20 Mio. EUR wurde deutlich übertroffen. Ursächlich hierfür waren Verzögerungen bei Projekten, welche nicht wie geplant in 2022, sondern in 2023 abgerechnet wurden. Darüber hinaus lag das Finanzergebnis aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus über Plan.

Ertragslage

Im Jahr 2023 erhielt die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH neue Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 407,5 Mio. Euro (2022: 275,8 Mio. Euro). Damit lag der Auftragseingang deutlich über dem Auftragseingang 2022. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 888,5 Mio. Euro (2022: 683,6 Mio. Euro).

Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 205,1 Mio. Euro, (2022: 263,3 Mio. Euro). Die erwirtschaftete Gesamtleistung betrug 333,1 Mio. Euro (2022: 311,1 Mio. Euro). Roherträge (definiert als Saldo aus Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) wurden in Höhe von 89,2 Mio. Euro erzielt (2022: 88,8 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 4,9 Mio. Euro (2022: 9,4 Mio. Euro) resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus Währungsumrechnung und -bewertung (4,1 Mio. Euro) und der Auflösung von Rückstellungen (0,4 Mio. Euro). Die Materialaufwandsquote beträgt gemessen an der Gesamtleistung 73,2 % (2022: 71,5 %).

Die Rohertragsmarge beträgt 26,8 % (2022: 28,5 %). Die veränderten Materialaufwandsquoten und Rohertragsmargen stehen vor allem in direktem Zusammenhang mit der Leistung und dem erhöhten Einsatz von Handelswaren und Fremdleistungen.

Der Personalaufwand betrug 40,5 Mio. Euro (2022: 37,8 Mio. Euro). Die Abschreibungen beliefen sich auf 2,6 Mio. Euro (2022: 2,5 Mio. Euro).

Sonstige betriebliche Aufwendungen sind in Höhe von 20,4 Mio. Euro (2022: 17,4 Mio. Euro) angefallen. Der Anstieg der Aufwendungen stammt im Wesentlichen aus deutlich gestiegenen Reisekosten, Erhöhungen bei den Energiekosten, gestiegenen Zuführungen bei den Einzelwertberichtigungen sowie erhöhten Aufwendungen aus Währungsdifferenzen und Schulungskosten.

Das Geschäftsjahr 2023 der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 29,7 Mio. Euro (2022: 32,3 Mio. Euro) ab.

Investitionen

Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH hat 2023 im Wesentlichen in ein neues inländisches Unternehmen investiert, bei welchem die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH die deutliche Mehrheit der Anteile hält. Hierdurch wurde die Angebotspalette um den Bereich der Rohstoffbearbeitung erweitert.

Des Weiteren laufen die Vorbereitungen für den Aufbau einer Gesellschaft in Mexiko, welche in 2024 an den operativen Start gehen wird. Diese Gesellschaft wird im Wesentlichen neben dem mexikanischen Markt auch den US-Markt betreuen.

Beschaffung

Aufgrund der im Jahr 2023 weiterhin sehr guten Auftragslage hat sich das Bestellvolumen auf hohem Niveau gehalten.

Der Anteil der internationalen Beschaffung wird konstant ausgebaut. Die globale Beschaffung mit dem Ziel, Material und Dienstleitungen gezielt am Verwendungsort bzw. aus der Region zu beziehen, wird weiter vorangetrieben, und entsprechende Beschaffungskonzepte für die Hauptmärkte werden entwickelt.

Vor allem die lokale Beschaffung von Waren und Dienstleistungen an den Ausführungsorten, welche über die hierfür gegründeten Betriebsstätten und Tochterunternehmen ermöglicht wird, versetzt uns in die Lage, den Einkauf aus Kosten- und Terminsicht weiter zu optimieren.

Die Zusammenarbeit mit den Schlüsselpartnern wurde beibehalten und vertieft.

Der für die Volatilität der Edelstahlpreisentwicklung wichtige Nickelpreis unterlag 2023 den marktüblichen Schwankungen. Im Verlauf des Jahres sank der Nickelpreis wieder in Richtung des Niveaus vor dem Ukrainekrieg. In 2023 verfestigten sich die Energie- und Rohstoffpreise. Das Ziel, den CO 2 -Fußabdruck in der Stahlherstellung zu verbessern, führt in der Produktion zu einem höheren Schrottanteil, was wiederum die Schrottnachfrage erhöht und die Preise steigen lässt.

Das alles führt dazu, dass die effektiven Edelstahlpreise nicht in dem Maße gesunken sind, wie es das Sinken des Nickelpreises hätte vermuten lassen.

Der Schwarzstahlmarkt hat sich in 2023 weiter beruhigt. Die Versorgungslage ist wieder stabil. Jedoch wurde das Niveau der Preise vor dem Ukrainekrieg bis dato nicht wieder erreicht. Durch die veränderten Rahmenbedingungen ist das auch nicht zu erwarten. Um die Risiken von schwankenden Rohstoffpreisen zu minimieren, wurden die internen Abläufe angepasst, damit eine möglichst kurze Zeit zwischen Auftragseingang und Platzierung der Lieferantenbestellungen liegt.

Dem Risiko des schwankenden Edelstahlpreises wird im Wesentlichen durch eine regelmäßige Überprüfung der Konditionen sowie durch eine enge Verzahnung mit den Kalkulationsabteilungen und dem Vertrieb Rechnung getragen.

Die Beschaffung im internationalen Anlagenbau unterliegt den marktüblichen Risiken und kann durch politische bzw. kulturelle Bedingungen geprägt sein. Diesen Rahmenbedingungen wird durch entsprechende Vertrags- und Zahlungsbedingungen entgegengewirkt. Die Markteinflüsse, beispielsweise durch Materialknappheit und verlängerte Lieferzeiten, haben sich im Laufe des Jahres 2023 erheblich reduziert. Wo möglich und sinnvoll, werden die in den Vorjahren aufgebauten Lagerbestände wieder abgebaut.

Finanz-/Liquiditätslage

Die Liquidität war und ist zu jeder Zeit gesichert. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich gegenüber 2022 stichtagsbezogen erhöht. Durch die Einbindung in eine Finanzierungsvereinbarung der CIMC Enric Tank and Process B.V. und die Konzerninnenfinanzierung stehen der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH auch für die Zukunft liquide Mittel und Garantielinien in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren keine Kredite in Anspruch genommen. Investitionen werden aus dem laufenden Cashflow, Projektkosten aus den erhaltenen Anzahlungen finanziert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt 373,0 Mio. Euro (2022: 392,5 Mio. Euro), das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt 177,2 Mio. Euro (2022: 147,5 Mio. Euro). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 47,5 % (2022: 37,6 %).

Das Anlagevermögen ist mit 32,5 Mio. Euro (2022: 25,5 Mio. Euro) ausgewiesen. Hauptsächlich beinhaltet es Grundstücke und Gebäude in Höhe von 15,2 Mio. Euro (2022: 15,3 Mio. Euro), Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 8,7 Mio. Euro (2022: 0,6 Mio. Euro), technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 4,3 Mio. Euro (2022: 4,3 Mio. Euro) sowie immaterielle Vermögensgegenstände (Software, Patente und Lizenzen) mit 1,4 Mio. Euro (2022: 1,8 Mio. Euro). Der Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen um 8,1 Mio. Euro resultiert aus dem Erwerb von 81 % der Anteile an einem inländischen Unternehmen sowie der Gründung einer neuen Tochtergesellschaft in Mexiko.

Das Umlaufvermögen beinhaltet die Vorräte mit 64,7 Mio. Euro (2022: 66,0 Mio. Euro) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit 162,9 Mio. Euro (2022: 158,5 Mio. Euro).

Erhaltene Anzahlungen wurden, soweit auf angearbeitete Bestände entfallend, offen von den Vorräten abgesetzt. Die Nettovorräte sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der deutlich höheren unfertigen Leistungen stark angestiegen.

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Steuerforderungen sowie einer Vorauszahlung für den künftigen Erwerb der verbleibenden 19 % der Anteile an der neuen inländischen Tochtergesellschaft.

Durch ein konsequentes Forderungsmanagement wird dafür Sorge getragen, dass geplante Geldzuflüsse termingerecht realisiert werden.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind in 2023 investitions- und anzahlungsbedingt um 29,5 Mio. Euro auf 112,6 Mio. Euro zurückgegangen (2022: 142,1 Mio. Euro).

Rückstellungen sind in Höhe von 29,5 Mio. Euro (2022: 52,7 Mio. Euro) ausgewiesen. Die wesentlichen Veränderungen ergeben sich aus der Reduzierung der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Werklieferungen sowie die gesunkenen Steuerrückstellungen.

Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 102,1 Mio. Euro haben sich gegenüber dem Vorjahr (2022: 144,7 Mio. Euro) um 42,6 Mio. Euro vermindert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 2,1 Mio. Euro auf 20,5 Mio. Euro (2022: 18,4 Mio. Euro) erhöht. Dies resultiert aus dem Rechnungseingang im Dezember 2023. Die starke Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 14,1 Mio. Euro auf 42,7 Mio. Euro (2022: 28,6 Mio. Euro) resultiert hauptsächlich aus erhaltenen Anzahlungen.

Das Eigenkapital hat im Jahr 2023 um 29,7 Mio. Euro auf 177,2 Mio. (2022: 147,5 Mio. Euro) zugenommen, da ein Jahresüberschuss in entsprechender Höhe erwirtschaftet wurde und zudem keine Dividendenausschüttung an die CIMC Enric Tank and Process B.V. erfolgte.

3. Chancen- und Risikobericht

Die in den Vorjahren einschränkenden COVID-19-Maßnahmen konnten im Jahr 2023 in den für uns relevanten Märkten aufgehoben werden.

Aufgrund des weltweit hohen Inflationsniveaus, das von der OECD in den G20-Staaten auf 6,6 % im Jahr 2024 geschätzt wird, ergeben sich konsumdämpfende Auswirkungen, die sich auch auf die Kapazitätsauslastung unser Kunden auswirken. Dies kann Einfluss auf weitere Investitionsentscheidungen sowohl hinsichtlich der Größenordnung als auch des zeitlichen Rahmens haben. Aufgrund diesen volatilen Umfeldes unterliegen die damit verbundenen Risiken einer laufenden Überwachung und Beurteilung auf Geschäftsfeld- und Gesellschaftsebene sowie aggregiert auf Konzernebene.

Das sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg ergebende direkte Risiko für unseren Auftragseingang ist unverändert gering, da in diesen Ländern in den letzten Jahren kaum Projekte realisiert wurden.

Bedingt durch geopolitische Konflikte ergeben sich Risiken für unsere Lieferketten. Diese Themen werden weiter unverändert durch fachübergreifende Arbeitsgruppen permanent verfolgt und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Auslastungsbedingt wird am Standort Bürgstadt Kurzarbeit für die zweite Jahreshälfte 2024 angezeigt werden. Insgesamt können die Kapazitäten durch die getroffenen Maßnahmen sehr gut angepasst werden, ohne dass die Lieferfähigkeit eingeschränkt wird. Wir gehen davon aus, dass sich die Projektsituation zu Beginn des Jahres 2025 erholt und die Kurzarbeit beendet werden kann.

Bestandsgefährdende Risiken sieht die Gesellschaft nicht.

Integriertes Risiko- und Chancenmanagement

Als international agierendes Unternehmen ist die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH ständig unterschiedlichen Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, ausgesetzt. Um diese Risiken zu überwachen, zu kontrollieren und zu steuern, arbeitet die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH mit einem integrierten Risikomanagementsystem.

Risikoanalyse

Risikomanagementsysteme wurden in jeder Projektphase in Teilschritten implementiert und auch in 2023 weiter optimiert. Insbesondere wurden während der Projektausführung die Schnittstellen innerhalb unseres Unternehmens, aber auch mit anderen Lieferanten, transparenter gestaltet, um schneller Abweichungen im Projektfortschritt zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Risikoüberwachung

Im Unternehmen sind verschiedene Controlling-Prozesse vorhanden, die auch 2023 weiterentwickelt wurden. Regelmäßige Berichte über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden dem Management und anderen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt; darüber hinaus wird dieser Personenkreis über Planungsabweichungen informiert.

Die Controlling-Systeme (Planung, Berichtswesen, Steuerung) werden permanent weiterentwickelt und halten damit mit den aktuellen Informationsbedarfen Schritt. Die Komplexität des internen Workflows unter verschiedenen Blickwinkeln (Gesellschaft, Projekt, Wertschöpfung) kann somit transparent, durchgängig und konsistent dargestellt werden, und eventuelle Risiken werden erkannt.

Risikoplanung/-steuerung und -controlling

Die derzeitige Unternehmenssteuerung und -kontrolle erfolgt primär auf Basis der wöchentlichen rollierenden Liquiditätsvorschau, ergänzt um die 12-Monatsliquiditätsvorschau. Zusätzlich wird eine monatliche Gewinn- und Verlustrechnung mit Soll-/Ist-Vergleich durchgeführt, verbunden mit entsprechenden Abweichungsanalysen aus den laufenden Projekten und der laufenden Auftragseingangsplanung. Daraus erfolgt ein monatlicher Forecast auf das Jahresergebnis.

Das wichtigste Vertriebssteuerungsinstrument ist ein transparenter und lückenloser einheitlicher Forecast-Prozess. Hierzu wird die vorhandene Software SIS (Sales Information System) gegebenenfalls den wachsenden Informationsbedürfnissen der Vertriebsorganisation und des Controllings angepasst.

Es wird jährlich, in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Abteilungen, ein Management Case (Budget) mit einer Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz- und Cashflow-Planung entwickelt. Durch die Gesamtliquiditätsbetrachtung und -steuerung können auf Liquiditätsschwankungen gezielt reagiert und diese - wenn notwendig - innerhalb der CETP-Group ausgeglichen werden.

Operative und funktionale Risiken

Die Unternehmertätigkeit der Gesellschaft unterliegt verschiedenen branchenüblichen Risiken. Gegen diese wurden entsprechende Maßnahmen getroffen.

Im Einzelnen bestehen folgende Risiken der künftigen Entwicklung, die in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben werden:

Marktrisiken

Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH ist traditionell als Anbieter hochwertiger Anlagen auf hohem technischem Niveau bekannt. Dieser High-End-Markt wird auch weiterhin mit Priorität bedient, und es werden hierzu die entsprechenden Produkte entwickelt bzw. kontinuierlich verbessert. Auch im mittleren und unteren Marktsegment besteht auf dem Markt weiterhin Bedarf. Daher bedient die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH die ganze Palette an technischen Lösungen.

Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH wird sich auch weiterhin den permanenten Marktveränderungen und neuen Herausforderungen stellen. Dies betrifft auch die derzeitigen Herausforderungen im Supply Chain-Bereich inkl. Transportverfügbarkeit und Transportpreise.

Wesentliche Einflussgrößen in den Marktregionen und bei den Großkunden sind:

Unverändert hoher Wettbewerb und Preisdruck

Technologische Differenzierung

Regionale Verschiebungen

Politische Veränderungen

Verlängerte Lieferzeiten

Energie- und Rohstoffpreise

Veränderungen im Kaufverhalten unserer Kunden (zentral vs. dezentral)

Konzentrationsprozess der Global Player.

Das Marktrisiko im Bereich des Großanlagenbaus ist von der Investitionsbereitschaft der Global Player/Brauereikonzerne geprägt. Aufgrund der wenigen Groß- und Neubauprojekte im Geschäftsfeld der Brauereianlagen existiert weiterhin ein starker Preisdruck und somit ein Verdrängungswettbewerb. Durch das Vertriebskonzept, die Marktpräsenz, die Technologien sowie die flexiblen Fertigungskapazitäten innerhalb der CETP-Group ist die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH gut aufgestellt und kann hierdurch die Markt- und Länderrisiken und Chancen gegeneinander ausbalancieren.

Technologische Risiken

Für die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH verbleibt als Generalunternehmer bzw. Integrator und Anlagenbauer aufgrund der hohen technologischen Anforderungen des Marktes sowie weiterer Randbedingungen immer ein gewisses Restrisiko. Dieses Restrisiko wird im Vorfeld durch die Analyse der geforderten technischen und technologischen Leistungsgarantien auf Realisierbarkeit sowie die Durchführung einer Risikobewertung minimiert.

Der mit dezidierten Quality Gates entwickelte "Operational Excellence"-Prozess bezieht die operativen wie technischen Abteilungen bereits in der Angebotsphase in die Analyse mit ein. Er ist mittlerweile vollständig ausgerollt und in Anwendung.

Die Weiterführung eines konsequenten Vertragsmanagements, welches permanent weiterentwickelt wird, trägt ebenfalls zur Minimierung der Risiken bei, auch im Hinblick auf Force Majeur- bzw. aus den Erfahrungen mit den COVID-19-Regelungen.

Alle Forschungs- und Entwicklungsthemen unterliegen der strengen Prüfung durch die Patentbeauftragten im Unternehmen. Bestehende Schutzrechte werden geprüft, bevorstehende Schutzrechte beobachtet und beurteilt und eigene Schutzrechtsanmeldungen vorgenommen. Geschützt werden dabei Markennamen, Verfahren und Vorrichtungen, die bei der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH erfunden werden. Zum Stichtag am 31. Dezember 2023 hält die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH 41 Patente, davon sind 20 erteilt und 21 noch in der amtlichen Prüfung.

Grundsätzlich werden vor Beginn gemeinschaftlicher Arbeiten an neuartigen Fragestellungen schriftliche Erklärungen zur vertraulichen Behandlung entsprechend gekennzeichneter Inhalte zwischen der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH und jeder weiteren Vertragspartei vereinbart.

Finanzrisiken

Die Einbindung in den Konsortialvertrag der CIMC Enric Tank and Process B.V. und die Konzernfinanzierung gewährleisten der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH eine solide Basis zur Absicherung des operativen und strategischen Geschäfts.

Finanzielle Risiken werden weiterhin durch eine stetig konservative Bilanzpolitik sowie die Bildung von entsprechenden Rückstellungen abgesichert. Zahlungsausfallrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen mit den wesentlichen Kunden im Brauereimarkt ist dieses Risiko jedoch überschaubar. Bei Neukunden werden die Zahlungsfähigkeit analysiert und gegebenenfalls entsprechende Absicherungswerkzeuge, wie Akkreditive, Ausfuhrdeckung durch u.a. Euler-Hermes, eingesetzt. Darüber hinaus werden finanzielle Risiken durch Kundenanzahlungen begrenzt.

Eventuell bestehende Währungsrisiken werden über definierte, auftragsbezogene Devisentermingeschäfte abgesichert.

Weitere Risiken in diesem Bereich bestehen in der komplexen Beurteilung und den Unwägbarkeiten von internationalen Steuern, Betriebsstätten und Personalentsendungen.

Personalrisiken

Personalrisiken werden nach den folgenden wesentlichen Kriterien bewertet und diesen entsprechend gegengewirkt:

Engpassrisiko:

Aufgrund der sehr guten Projektsituation wurden im Laufe des Jahres 2023 sowie für 2024 weitere Vakanzen geschaffen. Dadurch entwickelte sich die Personalbeschaffung als ein weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit. Es gelang, die Fluktuation weiterhin auf einem geringen Stand zu halten.

Austrittsrisiko:

Analog den Vorjahren ist aufgrund des speziellen Knowhows für den Sonderanlagenbau für die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH eine Gefahr, dass Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Durch den nach wie vor vorhandenen Wettbewerb am Markt ist das Risiko der Fluktuation einzelner Mitarbeitender zu minimieren.

Anpassungsrisiko:

Hier besteht nach wie vor die Gefahr, dass sich die Mitarbeitenden nicht ausreichend an technologische oder sonstige (auch unvorhergesehene) Entwicklungen anpassen können. Durch stetige Weiterentwicklungsmaßnahmen und Fortführung von Schulungsmaßnahmen wird dieses Risiko minimiert. Diese Weiterentwicklungsmaßnahmen sind stetiger Bestandteil in der Prozesslandschaft.

Informations- und Kommunikationstechnologie- Risiken

Um die Sicherheit unseres Netzwerks zu steigern, wurde im Bereich der Netzwerk Security ein weiterer Baustein implementiert.

Im Bereich der Datensicherheit werden Backups zusätzlich noch in der Cloud gesichert.

Die 2022 eingeführte IT-Awareness Trainings-Plattform wurde mit Zusatzmodulen für IT-Administratoren erweitert und befindet sich mittlerweile im zweiten Kampagnenjahr. Das Security Awareness Training unterstützt Mitarbeitende dabei, Cyberbedrohungen am Arbeitsplatz zu erkennen und Risiken zu vermeiden.

Die kritischen Geschäftsprozesse werden bei den Dienstleistern der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH auf Hochverfügbarkeitssystemen betrieben; die Systeme sind skalierbar in Bezug auf Infrastruktur, Performance und Betriebsmodell. Die Dienstleister sind nach dem international anerkannten Prüfungsstandard ISAE 3402 zertifiziert. Zutritt innerhalb des Gebäudes zu Räumlichkeiten mit IT-Systemen sowie Zugriffsberechtigungen zu den Informationssystemen sind grundsätzlich auf das Mindestmaß beschränkt. Die Netzwerke sind gegen unbefugten Zugriff von außen geschützt. Betriebssysteme und Antivirensoftware werden ständig automatisiert auf dem aktuellen Stand gehalten.

Strategie und Chancen

Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH verfolgt folgende Strategien und Chancen:

Weitere Stärkung der Kernkompetenzen - Prozesstechnologie und Tankbau. Daraus ergeben sich Optimierungen in den Prozessabläufen und durch erhöhte Effizienz und verbesserte Produktqualität, weitere Chancen auf dem Weltmarkt.

Neu- und Weiterentwicklung strategischer Produkte, speziell im Bereich Präzisionsfermentation und Energieeffizienz.

Erweiterung des Key-Account-Managements.

Weitere Internationalisierung im Bereich Tank- und Apparatebau innerhalb der CETP-Group. Hierdurch ergeben sich ein erweitertes Kundenspektrum sowie eine Reduzierung der Abhängigkeit von der Brauereibranche. Im Fokus sind für 2024 Asien, Lateinamerika und Australien.

Die neuen Tochtergesellschaften in Brasilien und Mexiko fördern die lokale Präsenz und, damit einhergehend, Kundenähe.

Fortsetzung und Optimierung der Realisierung von Synergie-Effekten innerhalb der CETP-Group unter Einbeziehung der CIMC Liquid Process Technology Co., Ltd. (vormals ZIEMANN HOLVRIEKA Asia Co., Ltd.) in China.

Spezialisierung der einzelnen Unternehmen auf Produkte, die der Fertigungsausrichtung am besten entsprechen, damit verbunden Erhöhung der Qualität und Reduzierung der Kosten, Globalisierung der Beschaffung, schnellere Verfügbarkeit auf den Abnehmermärkten, Erhöhung der Lieferfähigkeit und verbesserte Preisgestaltung.

Kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und Kostenstruktur durch die Umsetzung entsprechender KVP-Prozesse im gewerblichen und kaufmännischen Bereich.

Durch den für die nächsten Jahre vorgesehenen Auf- und Ausbau des Customer Support and Service-Geschäftes ergeben sich ein erweiterter Marktzugang und eine engere Kundenbindung.

4. Prognosebericht

Aktuell liegt der Auftragseingang im ersten Quartal 2024 im Plan. Unter Berücksichtigung des aktuellen Auftragsbestandes zum 31. Dezember 2023 erwartet ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH für 2024 eine Gesamtleistung von 300 bis 350 Mio. Euro. Dabei wird ein Ergebnis in Höhe von 22 bis 27 Mio. Euro vor Steuern erwartet. Für 2024 wird mit einer Rohertragsmarge von ca. 20 % bis 25 % gerechnet.

Aufgrund der nach wie vor angespannten geopolitischen Lage ist ein Ausblick mit hohen Unsicherheiten behaftet. Dies betrifft im Wesentlichen Risiken im Bereich der Durchgängigkeit von Lieferketten und des Preisniveaus.

Gegenüber dem erfolgreichen Jahr 2023 liegen die Erwartungen für 2024 niedriger, jedoch weiterhin auf einem guten Niveau.

 

Ludwigsburg, 18. Juni 2024

ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH

Geschäftsführung

Klaus Gehrig

Torsten Engel

Florian Schneider

Axel Zügel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.432.370,00 1.823.319,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.209.680,08 15.293.063,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.303.386,00 4.317.875,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.295.583,00 2.249.722,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 580.146,09 1.256.086,25
22.388.795,17 23.116.746,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.692.457,91 573.082,86
32.513.623,08 25.513.148,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.906.562,75 9.755.678,11
2. Unfertige Erzeugnisse 372.637.586,37 244.642.873,18
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 105.512,36 112.885,26
4. Geleistete Anzahlungen 25.092.440,98 44.975.186,72
406.742.102,46 299.486.623,27
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -342.075.240,50 -233.459.417,79
64.666.861,96 66.027.205,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.366.033,30 15.477.762,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 134.647.515,53 135.593.149,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.840.428,84 7.476.467,17
162.853.977,67 158.547.379,54
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 112.597.754,71 142.149.744,69
340.118.594,34 366.724.329,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 395.042,18 280.403,14
373.027.259,60 392.517.881,04

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.000.000,00 16.000.000,00
II. Bilanzgewinn 161.193.118,43 131.511.804,35
177.193.118,43 147.511.804,35
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 964.642,51 10.500.556,26
2. Sonstige Rückstellungen 28.500.912,47 42.180.525,55
29.465.554,98 52.681.081,81
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 66,76
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 102.072.884,35 144.653.794,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.481.856,37 18.428.053,82
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.720.307,40 28.579.115,54
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.093.538,07 663.964,76
166.368.586,19 192.324.994,88
373.027.259,60 392.517.881,04

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 205.136.621,31 263.251.343,03
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 127.945.306,88 47.874.542,49
Gesamtleistung 333.081.928,19 311.125.885,52
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.937.101,33 9.377.998,53
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -132.052.231,42 -131.399.811,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -111.864.852,71 -90.920.358,15
-243.917.084,13 -222.320.169,23
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -33.979.269,49 -31.824.511,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.522.683,28 -5.943.101,80
-40.501.952,77 -37.767.613,51
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.625.803,21 -2.470.738,26
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.379.470,04 -17.400.643,55
Betriebliches Ergebnis 30.594.719,37 40.544.719,50
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.870.152,33 2.996.121,72
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -110.707,58 -416.577,68
10. Finanzergebnis 10.759.444,75 2.579.544,04
11. Ergebnis vor Steuern 41.354.164,12 43.124.263,54
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11.579.576,41 -10.683.679,99
13. Ergebnis nach Steuern 29.774.587,71 32.440.583,55
14. Sonstige Steuern -93.273,63 -95.647,91
15. Jahresüberschuss 29.681.314,08 32.344.935,64
16. Gewinnvortrag 131.511.804,35 99.166.868,71
17. Bilanzgewinn 161.193.118,43 131.511.804,35

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Gegenstand des Unternehmens:

Herstellung und Vertrieb von Maschinen, Apparaten, Anlagen und Waren für die Brau- und Getränkeindustrie und Brauereieinrichtungen sowie die damit verbundenen Planungs-, Engineerings- und sonstige Dienstleistungen.

Sitz der Gesellschaft ist die Schwieberdinger Straße 86 in 71636 Ludwigsburg. Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart (Register-Nummer HRB 742212).

I. Angaben zur Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang (einschließlich Anlagenspiegel).

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Das gesetzliche Gliederungsschema wurde um die Position Ergebnis vor Steuern ergänzt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die entsprechend einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung beachtet. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt.

B. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz
und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Entgeltlich erworbene Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben:

Immaterielle Vermögensgegenstände:

Software und Konzessionen 1-5 Jahre
Brandname und Technologie- Knowhow 15 Jahre

Sachanlagen:

Gebäude 10-42 Jahre
Gebäudeeinrichtung 10-30 Jahre
Außenanlagen 4-30 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-13 Jahre
Betriebsausstattung 2-14 Jahre
Geschäftsausstattung 2-13 Jahre
Fahrzeuge 3-10 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Gesellschaft hat die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren zeitliche Nutzung begrenzt ist, im Berichtsjahr nach der linearen Abschreibungsmethode über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei unterjährigen Zugängen erfolgte die Abschreibung zeitanteilig.

Dazu gehören unter anderem die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte, ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, technischen Anlagen und Maschinen und anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Außerplanmäßige Abschreibungen oder Zuschreibungen wurden analog Vorjahr nicht vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

2. Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, dabei werden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Soweit die Verkaufspreise die Herstellungskosten sowie noch anfallende Vertriebskosten nicht decken, wurden entsprechende Beträge als Wertberichtigungen von den Vorräten abgezogen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden, soweit zulässig, von den Vorräten offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt, ebenso die erhaltenen Anzahlungen. Alle erkennbaren Risiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

3. Aktive Rechnungsabgrenzung

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

5. Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Auf eine Abzinsung der nicht personenbezogenen Rückstellungen wurde verzichtet, da die Anteile mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr unwesentlich sind.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen sind zum Nominalwert angesetzt.

7. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungen, deren Kurse abgesichert sind, werden zu den abgesicherten Terminkursen angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisations- und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

II. Angaben zu Positionen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung und Aufteilung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

Angaben zum Anteilsbesitz:

Name und Sitz der Gesellschaft 2023 Währung Kurs 31.12.23 Anteil am Kapital
ZIEMANN HOLVRIEKA Asia Holding Company Ltd., Bangkok/Thailand THB 37,9730 49 %
ZIEMANN HOLVRIEKA Asia-Pacific Company Ltd., Bangkok/Thailand THB 37,9730 49 % *
ZIEMANN HOLVRIEKA Inc., Miami/USA USD 1,1050 100 %
ZIEMANN HOLVRIEKA Tank and Process Do Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien BRL 5,3618 100 %
ZIEMANN HOLVRIEKA Liquid Process Technology Mexico, Saltillo/ Mexiko MXN 18,7231 99,9 %
Künzel Maschinenbau GmbH, Mainleus/ Deutschland EUR 1 81 %
Name und Sitz der Eigenkapital Ergebnis
Gesellschaft 2023 TEUR Landeswährung TEUR Landeswährung
ZIEMANN HOLVRIEKA Asia Holding Company Ltd., Bangkok/Thailand -8 -289 -1 -12
ZIEMANN HOLVRIEKA Asia-Pacific Company Ltd., Bangkok/Thailand 370 14.042 42 1.587
ZIEMANN HOLVRIEKA Inc., Miami/USA 1.733 1.915 -639 -706
ZIEMANN HOLVRIEKA Tank and Process Do Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien 142 763 -42 -225
ZIEMANN HOLVRIEKA Liquid Process Technology Mexico, Saltillo/ Mexiko 275 5.150 -77 -1.441
Künzel Maschinenbau GmbH, Mainleus/ Deutschland 5.620 5.620 298 298

* : Direkter Anteilsbesitz; 74 % inklusive indirekter Anteilsbesitz.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (2022 TEUR 1) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 134.648 (2022 TEUR 135.593). Darin enthalten sind Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 1.565 (2022 TEUR 1.413) sowie Darlehensforderungen (inkl. Zinsforderungen) in Höhe von TEUR 133.083 (2022 TEUR 134.180). Die darin enthaltenen Forderungen gegen die Gesellschafterin CIMC Enric Tank and Process B.V., Zwolle/Niederlande, betragen TEUR 129.572 (2022 TEUR 128.512) und enthalten Darlehensforderungen (inkl. Zinsforderungen) in Höhe von TEUR 128.864 (2022 TEUR 128.512) und Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 708 (2022 TEUR 0). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr waren Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 646 enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 11.424 (2022 TEUR 7.419) sowie übrige sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.416 (2022 TEUR 57). Von letzteren entfallen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.805 auf die Kaufpreiszahlung auf ein Notaranderkonto zum künftigen Erwerb der verbleibenden 19 % der Anteile an der Künzel Maschinenbau GmbH, Mainleus, TEUR 129 auf einen Rückerstattungsanspruch aus nachträglicher Kaufpreisreduzierung aus dem Erwerb von 81 % der Anteile an dieser Gesellschaft sowie TEUR 305 auf Zinsforderungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

3. Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2023 2022
Gezeichnetes Kapital 16.000 16.000
Bilanzgewinn 161.193 131.512
Summe 177.193 147.512

Der Bilanzgewinn ergibt sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 29.681 (2022 TEUR 32.345) und dem Gewinnvortrag von TEUR 131.512 (2022 TEUR 99.167). Im Jahr 2023 hat, wie auch im Vorjahr, keine Dividendenausschüttung stattgefunden.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 28.501 (2022 TEUR 42.181) enthalten die folgenden Positionen:

in TEUR 2023 2022
Rückstellungen ausstehende Rechnungen 16.920 31.562
Personalrückstellungen 7.732 7.347
Rückstellungen Drohverluste 237 347
Rückstellungen für projektbezogene Finanzierungskosten 1.780 1.100
Übrige sonstige Rückstellungen 1.832 1.825
Summe 28.501 42.181

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betragen TEUR 166.369 (2022 TEUR 192.325).

Nach ihrer Fälligkeit gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:

in TEUR 2023 2022
< 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre Summe Summe
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 102.073 0 0 102.073 144.654
- zusätzlich offen von den Vorräten abgesetzt 342.075 0 0 342.075 233.459
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.905 577 0 20.482 18.428
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.720 0 0 42.720 28.579
- davon erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen 38.427 0 0 38.427 26.674
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.094 0 0 1.094 664
- davon aus Steuern 734 0 0 734 536
Summe 165.792 577 0 166.369 192.325

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber der Gesellschafterin CIMC Enric Tank and Process B.V., Zwolle/Niederlande, gab es zum 31. Dezember 2023 keine Verbindlichkeiten (2022 TEUR 1), und gegenüber anderen verbundenen Unternehmen bestanden diese in Höhe von TEUR 42.720 (2022 TEUR 28.578).

Mit Ausnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 577 (2022 TEUR 784), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Latente Steuern

Es wird vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, den Aktivüberhang von latenten Steuern nicht anzusetzen. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus den Drohverlustrückstellungen und aus Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen. Bei der Berechnung wurde eine durchschnittliche Gesamtsteuerlast (unterschiedliche Hebesätze im Bereich Gewerbesteuer) von 28,79 % (2022 28,79 %) angenommen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2023 gliedern sich die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt TEUR 205.137 (2022 TEUR 263.251) wie folgt auf:

nach Tätigkeit:
in TEUR
2023 2022
Prozess - Technik 160.250 235.159
Tanks 44.237 26.908
Abfallerlöse 610 1.140
Andere 40 44
Summe 205.137 263.251
nach Regionen:
in TEUR
2023 2022
Amerika 172.471 169.653
Europa 24.646 18.453
Afrika 7.017 656
Asien 1.003 74.489
Summe 205.137 263.251

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 4.937 (2022 TEUR 9.378). Es sind folgende Erträge enthalten:

in TEUR 2023 2022
Erträge aus der Währungsumrechnung 4.125 764
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Wertberichtigungen 609 6.741
Übrige periodenfremde Erträge 73 9
Erträge aus Schadenersatz von Versicherungen 0 1.720
Sonstige 130 144
Summe 4.937 9.378

Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 682 (2022 TEUR 8.470) und resultieren hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 404; 2022 TEUR 6.074), Verbindlichkeiten und Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 205; 2022 TEUR 667).

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt insgesamt TEUR 40.502 (2022 TEUR 37.768). Darin sind soziale Abgaben in Höhe von TEUR 5.752 (2022 TEUR 5.205) sowie Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 771 (2022 TEUR 738) enthalten, davon TEUR 580 (2022 TEUR 636) für Altersversorgung.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.379 (2022 TEUR 17.401) befinden sich folgende Aufwendungen:

in TEUR 2023 2022
Umlage Konzernunternehmen 3.226 3.317
Sonstige Beratungskosten 1.962 2.026
Vertriebsberatung 1.623 1.530
Reisekosten 1.471 799
Wartung/Reparatur IT 1.410 1.229
Energiekosten 1.063 786
Instandhaltungskosten Maschinen und Anlagen 952 1.131
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen 842 521
Wartung/Reparatur Grundstück und Gebäude 800 858
Werbekosten 731 643
Wirtschaftsprüfer - und Steuerberaterkosten 690 368
Versicherungen 659 639
Seminare/Schulungen 479 244
Personalwerbung 220 392
Gerichts - und Rechtsberatungskosten 209 76
Kfz - Leasing 207 227
Patentkosten 202 114
Telefonkosten 183 200
Büro - und Glasreinigung 153 137
Beiträge und Gebühren 140 24
Sonstige 3.157 2.140
Summe 20.379 17.401

Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 nicht enthalten (2022 TEUR 13).

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 1.772 (2022 TEUR 1.017) enthalten.

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 10.870 (2022 TEUR 2.996) enthalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.932 (2022 TEUR 2.993).

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Avalkosten in Höhe von TEUR 23 (2022 TEUR 20).

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf TEUR 11.580 (2022 TEUR 10.684) und beinhalten Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer sowie einbehaltene Quellensteuern. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus Vorjahren sind darin als Erstattungen in Höhe von TEUR 376 (2022 TEUR 2.037) enthalten.

C. Ergänzende Angaben

1. Darstellung der Konzernverhältnisse

Die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH wird in den Konzernabschluss der CIMC Enric Holdings Ltd., Grand Cayman/Cayman Islands, ein Unternehmen der CIMC-Gruppe, einbezogen. Die CIMC Enric Holdings Ltd. bildet aus Sicht von ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH den kleinsten Konsolidierungskreis.

Dieser Abschluss wird in Hongkong veröffentlicht. Des Weiteren wird dieser Abschluss in Deutschland im Unternehmensregister veröffentlicht, daher ist die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH gemäß § 292 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.

Das Mutterunternehmen der CIMC-Gruppe ist die CIMC International Marine Containers (Group) Co., Ltd. mit Sitz in Shenzhen/China und bildet aus Sicht von ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH den größten Konsolidierungskreis, dieser Konzernabschluss wird ebenfalls in Hongkong veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der CIMC Enric Holdings Ltd. wird entsprechend den Regelungen der Hong Kong Financial Reporting Standards ("HKFRSs") ausgegeben vom Hong Kong Institute of Certified Public Accountants ("HKICPA"), den allgemein anerkannten Buchhaltungsprinzipien, wie sie für in Hongkong ansässige Firmen gelten, erstellt und testiert. Die im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Handelsrecht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden betreffen im Wesentlichen:

Die Gliederung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nicht nach den §§ 266 und 275 HGB; für die Bilanz wird eine fristigkeitsorientierte Gliederung vorgenommen.

Nach HKFRSs werden langfristige Fertigungsaufträge nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion-Methode) bilanziert. Dagegen erfolgt nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften die Gewinnrealisierung erst mit Abnahme des Werks durch den Kunden (completed contract-Methode).

Vorräte werden nach HKFRSs und nach deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Während nach deutschem Recht eine Abwertung auch auf den niedrigeren Einkaufspreis erfolgt, hat nach HKFRSs eine Abwertung zwecks verlustfreier Bewertung - mit Ausnahme der Hilfs- und Betriebsstoffe - lediglich bei gesunkenen Verkaufspreisen zu erfolgen.

Nach HGB und nach HKFRSs sind auf alle zeitlich begrenzten Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Konzernbilanz latente Steuern zu ermitteln (sog. Timing-Konzept).

Dabei ist derjenige Steuersatz zugrunde zu legen, der voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der temporären Differenzen - also in der Zukunft - gültig ist. Für Verlustvorträge dürfen nach deutschem Recht latente Steuern angesetzt werden, sofern eine Nutzung in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich ist. Nach HKFRSs sind aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren, sofern diese in Zukunft zu Steuerminderungen führen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden nach HKFRSs unabhängig von ihrer Fristigkeit grundsätzlich mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Entsprechende Gewinne oder Verluste werden realisiert.

Finanzderivate sind nach HKFRSs zum Marktwert zu bilanzieren.

Nach den Vorschriften des HGB wird zur Bewertung von Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen sowie anderer langfristiger Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 (für Pensionsverpflichtungen der vergangenen 10) Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. lm Konzernabschluss nach HKFRSs erfolgen die Abzinsungen zum Bilanzstichtag mit einem fristadäquaten Marktzinssatz.

2. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Instrumente sichern ausschließlich Risiken aus bestehenden und schwebenden Grundgeschäften ab. Die Absicherung erfolgt durch Devisentermingeschäfte, welche im Geschäftsjahr in derselben Höhe und gleicher Fälligkeit abgeschlossen wurden. Zusammen mit dem Grundgeschäft bilden sie eine Bewertungseinheit i.S.d. § 254 HGB.

Deren Nominalwert sowie der Wert der abgesicherten Verkaufsverträge sind jeweils in Höhe von USD 68,756 Mio. bzw. BRL 19,818 Mio. deckungsgleich. Die Bewertungseinheit wurde mit der Einfrierungsmethode erfasst.

Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente ergibt sich aus der Bewertung des gesicherten Fremdwährungsbetrages mit der Kursdifferenz zwischen dem Kurs bei Abschluss des Termingeschäfts und dem Kurs zum Bilanzstichtag. Die Zeitwerte werden durch finanzmathematische Modelle von Banken ermittelt. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte beträgt zum Stichtag TEUR 1.064,5.

3. Haftungsverhältnisse

Wie im Vorjahr bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 24,6 Mio., die als Sicherheit hinterlegt und verpfändet wurden. Es handelt sich dabei um die Absicherung der Gewährung von Bankgarantien für die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH sowie für weitere Konzerngesellschaften von bis zu EUR 55 Mio., wovon die Konzerngesellschaften bis zu EUR 50 Mio. in Anspruch nehmen können. Am Bilanzstichtag waren Bankgarantien in Höhe von EUR 7,8 Mio. ausgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus dieser Sicherheit wird nicht gerechnet, da alle Konzernunternehmen ihre Verpflichtungen ordnungsgemäß erfüllen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In den Folgejahren ergeben sich die folgenden finanziellen Verpflichtungen, alle Angaben in TEUR:

Gesamt 2024 2025 2026 2027 - 2033
561 243 184 87 47

Zum 31. Dezember 2023 bestehen finanzielle Verpflichtungen, deren Hauptgegenstand das Leasing von Fahrzeugen ist. Es bestehen keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil der Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

5. Beschäftigte

Die Beschäftigtenzahlen bei der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH haben sich im Jahr 2023 wie folgt entwickelt:

2023 2022
Gehaltsempfänger 419 404
(ohne Ausbildungsverhältnisse)
2023 2022
Angestellte Gewerbliche Summe Angestellte Gewerbliche Summe
Ludwigsburg 214 0 214 200 0 200
Bürgstadt 59 146 205 58 146 204
Summe 273 146 419 258 146 404

6. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren bzw. sind bestellt:

Klaus Gehrig, Ludwigsburg, CEO

Torsten Engel, Schöneck, CFO

Florian Peter Schneider, Rottenburg, CCO

Axel Zügel, Gemmrigheim, COO (seit 1. Januar 2023)

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführer der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH betragen TEUR 3.108.

In den Personalaufwendungen sind wie im Vorjahr keine Kosten für ehemalige Geschäftsführer enthalten.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorarkosten im Zuge des Abschlusses der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH belaufen sich für Abschlussprüfungsleistungen auf TEUR 228 (2022 TEUR 197).

8. Nicht bilanzierte Risiken

Es gibt bei der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH keine nicht bilanzierten Risiken.

9. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB liegen nicht vor.

10. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 29.681 (2022 TEUR 32.345) auf. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 161.193 (2022 TEUR 131.512) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ludwigsburg, 18. Juni 2024

ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH

Geschäftsführung

Klaus Gehrig

Torsten Engel

Florian Schneider

Axel Zügel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbu - chungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.839.790,51 92.002,38 0,00 0,00 5.931.792,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 19.296.922,47 325.680,83 0,00 116.406,25 19.739.009,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.588.353,39 1.358.497,74 1.630.009,71 900.000,00 11.216.841,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.172.624,41 783.444,01 343.255,26 44.300,00 6.657.113,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.256.086,25 384.766,09 0,00 -1.060.706,25 580.146,09
37.313.986,52 2.852.388,67 1.973.264,97 0,00 38.193.110,22
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 573.082,86 8.119.375,05 0,00 0,00 8.692.457,91
43.726.859,89 11.063.766,10 1.973.264,97 0,00 52.817.361,02
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.016.471,51 482.951,38 0,00 4.499.422,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.003.859,39 525.470,08 0,00 4.529.329,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.270.478,39 835.498,74 192.521,71 6.913.455,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.922.902,41 781.883,01 343.255,26 4.361.530,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
14.197.240,19 2.142.851,83 535.776,97 15.804.315,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
18.213.711,70 2.625.803,21 535.776,97 20.303.737,94
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.432.370,00 1.823.319,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.209.680,08 15.293.063,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.303.386,00 4.317.875,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.295.583,00 2.249.722,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 580.146,09 1.256.086,25
22.388.795,17 23.116.746,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.692.457,91 573.082,86
32.513.623,08 25.513.148,19

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH, Ludwigsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH, Ludwigsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 18. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zheng Wang, Wirtschaftsprüferin

ppa. Martin Both, Wirtschaftsprüfer

NIEDERSCHRIFT

über die ordentliche Gesellschafterversammlung der Firma ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH (vormals Ziemann International GmbH), Maschinen- und Anlagenbau für Brauerei-, Getränke- und Lebensmittelindustrie, Ludwigsburg Schwieberdinger Str. 86, 71636 Ludwigsburg

08.08.2024

Unter Verzicht auf die Einhaltung von gesetzlichen und gesellschaftsrechtlichen Form- und Fristvorschriften zur Einberufung einer Gesellschafterversammlung durch den alleinigen Gesellschafter.

Anwesend:

1.

als Gesellschafter

 

CIMC Enric Tank and Process B.V., vertr.d. Corpag Services (Netherlands) B.V. vertr. d. ihren Geschaftsführer

Frau Lei Huang and Uan Liu, gemeinschaftlich vertretend,

als lnhaber eines Geschäftsanteils im Nennwert von insgesamt 16.000.000,00 €

Vertretenes Stammkapital 16.000.000,00 €

2.

als Geschäftsführer

 

Firma ZIEMANN HOLVRIEKA GmbH, Ludwigsburg

Hr. Klaus Gehrig

Hr. Torsten Engel

Hr. Florian Schneider

Hr. Axel Zügel

Tagesordnung

1.

Vorlage, Feststellung und Genehmigung des Jahresabschlusses 2023

2.

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinn 2023

3.

Entlastung der Geschäftsführung

4.

Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Die Gesellschafterin stellt fest, dass das gesamte Stammkapital vertreten ist und die Gesellschafterversammlung damit beschlussfähig ist.

Die Tagesordnung lautet wie folgt:

Zu TOP 1 Vorlage, Feststellung und Genehmigung des Jahresabschlusses 2023

1.1 Die Gesellschafterin stellt fest, dass der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 mit dem Lagebericht nach § 316 Abs. 1 HGB als große Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB von PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 60327 Frankfurt, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden ist.

In dem Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft ein Ergebnis vor Steuern von 41.354.164,12 € erzielt und weist nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (- 11.579.576.41 €) und Sonstige Steuern (- 93.273,63 €) einen Jahresüberschuss von 29.681.314,08 € aus.

Unter Einbezug des Gewinnvortrags von 131.511.804,35 € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 161.193.118 43 €.

Die erläuternden Einzelheiten gehen aus dem Anhang des Jahresabschlusses hervor.

1.2 Die Gesellschafterin fasst folgenden

Beschluss:

Der von der Geschäftsführung aufgestellte und von der PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 60327 Frankfurt, geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.12.2023, der mit einem Bilanzgewinn von 161.193.118,43 € abschließt, wird festgestellt und genehmigt.

Zu TOP 2 Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzergebnisses 2023

Auf Vorschlag der Gesellschafterin wird folgender Beschluss gefasst über die Verwendung des Bilanzgewinns

Beschluss:

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023, der 161.193.118,43 € beträgt, wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Zu TOP 3 Entlastung der Geschäftsführung

Die Gesellschafterversammlung beschließt einstimmig, der Geschäftsführung für die Ausübung ihrer Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

Beschluss:

Den Geschäftsführern, Hr. K. Gehrig, Hr. T. Engel, Hr. F. Schneider und Hr. A. Zügel wird für ihre Tätigkeiten im Geschaftsjahr 2023 vollständige Entlastung erteilt.

Zu TOP 4 Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Die Gesellschafterin fasst folgenden

Beschluss:

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 70174 Stuttgart, gewählt.

CIMC Enric Tank and Process B.V., Zwolle

durch: Ms Lei Huang - Managing Director A

durch: Ms Uan Liu - Managing Director B

als Gesellschafterin

*****

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 08.08.2024 festgestellt.

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