HOCHTIEF Lithium Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martina Steffen seit 23.11.2021 | Vorstandsmitglied |
Hinrich Schultz seit 29.1.2018 | Prokura |
Dirk von Keitz seit 25.11.2016 | Prokura |
Andrea Dipl.-Oec. Wistuba seit 3.5.2016 | Prokura |
Wolfgang Klee seit 19.4.2016 | Prokura |
José Ignacio Legorburo Escobar seit 27.5.2014 | Vorstandsmitglied |
Jochen Berg seit 8.11.2012 | Prokura |
Peter H. Coenen seit 12.3.2012 | Prokura |
Claudia Luckhaus seit 24.5.2011 | Prokura |
Bernd Fundel seit 26.9.2006 | Prokura |
Elmar Sauter seit 7.11.2001 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
FM Holding GmbHAufgelöst | 100.00% |
HOCHTIEF Building GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HOCHTIEF Construction AGEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Geschäftsbericht 2009Bericht des VorstandsLiebe Leserinnen, liebe Leser, als international tätiges, serviceorientiertes Bauunternehmen bündelt die HOCHTIEF Construction AG das klassische Kerngeschäft des HOCHTIEF-Konzerns. Wir verstehen uns als Dienstleister und entwerfen für unsere Kunden innovative Geschäftsmodelle sowie zukunftsweisende Serviceleistungen. So haben wir 2009 unter anderem unser Engagement im expansiven Markt für Offshore-Windkraftwerke weiter intensiviert. HOCHTIEF Construction gehört dort inzwischen zu den führenden Anbietern von Großgerät wie zum Beispiel Hubinseln. Die Baukonjunktur verlief im Berichtsjahr in Deutschland gegenüber 2008 leicht rückläufig. Das internationale Geschäft von HOCHTIEF Construction entwickelte sich hingegen erneut positiv. Dafür steht zum Beispiel der größte Auftrag in der Geschichte unseres Unternehmens: der Bau des exklusiven Einkaufsboulevards in der katarischen Hauptstadt Doha. Dieser Trend, die strikte Ausrichtung auf ertragsstarke Segmente und unsere konsequenten Kriterien für die Auftragshereinnahme führten dazu, dass unser betriebliches Ergebnis sowie das Ergebnis vor Steuern im Berichtszeitraum nachhaltig zunahmen. Allerdings wirkte sich das Altprojekt Rheinhallen/Rheinpark in Köln belastend aus. Nachdem die Restrukturierung unseres Unternehmens weitgehend abgeschlossen ist, will sich HOCHTIEF Construction mittelfristig zu einem der ertragsstärksten europäischen Bauunternehmen entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen und den Ertrag bis zum Jahr 2013 deutlich zu steigern, haben wir in unserem Programm fünf strategische Fokusthemen definiert: Wir wollen fairere Preise erzielen, die Effizienz steigern, die Umsätze in ertragsstarken Märkten erhöhen, die Umsätze mit risikooptimierten Geschäftsmodellen steigern und profitablere Marktpositionen erreichen. Das im Berichtsjahr gestartete Umsetzungsprogramm "LEAD5!" zielt darauf, alle Mitarbeiter aktiv miteinzubeziehen, um die ehrgeizigen Pläne von HOCHTIEF Construction aktiv zu unterstützen. Die Tatsache, dass wir unseren Kunden als Mitglied des HOCHTIEF-Netzwerks komplette Leistungspakete - von der Planung und Finanzierung bis hin zum Bau und Betrieb von Infrastrukturanlagen und Immobilien - anbieten können, hat uns auch im Berichtsjahr neue Umsatz- und Ertragspotenziale erschlossen. So konnten wir 2009 beispielsweise in Kooperation mit HOCHTIEF PPP Solutions weitere Aufträge im Bereich Public-Private-Partnership akquirieren. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften HOCHTIEF Property Management und HOCHTIEF Facility Management trug ebenfalls Früchte. Auch in den expansiven Bereichen Grünes Bauen und regenerative Energien haben wir im Geschäftsjahr 2009 unsere starken Positionen weiter ausgebaut. In diesen Segmenten gehört HOCHTIEF Construction zu den ersten Adressen. Bei der Entwicklung von hochwertigen Wohnimmobilien spielt unser Unternehmen in Deutschland eine führende Rolle. Wir haben also gute Gründe, um in einem nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld optimistisch in die Zukunft zu blicken. HOCHTIEF Construction ist gut aufgestellt, um künftige Herausforderungen zu bestehen und seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Unser Dank gilt den Kunden und Geschäftspartnern für das Vertrauen, das sie 2009 erneut in uns gesetzt haben, und für den offenen Dialog. Diese enge Kooperation ist einer der Eckpfeiler für unseren weiteren Erfolg. Danken möchten wir aber auch den Mitarbeitern von HOCHTIEF Construction. Ihr überdurchschnittliches Engagement, ihre hohe Qualifikation und ihre Loyalität machen uns immer stärker.
Essen, den 26. Januar 2010 Dipl.-Ing. Henner Mahlstedt VorstandDipl.-Kfm. Heiner Helbig, *1957, Hilden, VorstandDer Diplom-Kaufmann übernahm nach seinem Eintritt bei HOCHTIEF im Jahr 1998 zunächst Führungsaufgaben im Bereich Nordwest der HOCHTIEF Construction AG. Anschließend gehörte er zur Geschäftsleitung von HOCHTIEF Development. Des Weiteren war Helbig Geschäftsführer der HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH und der HOCHTIEF PPP Solutions GmbH sowie Mitglied des Aufsichtsrats der HOCHTIEF Construction AG. Im Oktober 2005 wurde er in den Vorstand der HOCHTIEF Construction AG berufen und verantwortet dort seitdem die Bereiche Einkauf, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, IT-Strategie, Recht, Revision, Steuern und Versicherung. Außerdem ist Helbig für die Tochtergesellschaft HOCHTIEF Global Trade GmbH und für das formart-Geschäft zuständig. Dipl.-Ing. Henner Mahlstedt, *1953, Essen, Vorsitzender des VorstandsDer Bauingenieur startete seine Tätigkeit bei der HOCHTIEF Construction AG im Jahr 2003. Damals übernahm er den Vorsitz der Bereichsleitung Ost. Seit Oktober 2005 ist er Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Construction AG. Im April 2007 übernahm Mahlstedt den Vorstandsvorsitz und den Posten des Arbeitsdirektors. Im Geschäftsjahr 2009 verantwortete er die Divisionen Building, Civil Europe und Construction International mit den jeweils zugeordneten Beteiligungen sowie die Streif Baulogistik GmbH. Außerdem führt Mahlstedt die Abteilungen Strategie und Risikomanagement der Dienstleistungsebene. Auch die Abteilungen Personal und Kommunikation sowie der Bereich HOCHTIEF Consult gehören zu seinem Verantwortungsbereich. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand unterrichtete ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über die wirtschaftliche Lage, die Entwicklung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften, die vorgesehene Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, das Risikomanagement sowie über bedeutende Einzelvorgänge. Der Aufsichtsrat hat diese Berichte in seinen Sitzungen ausführlich erörtert und mit dem Vorstand beraten sowie die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Zu Maßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG (zum Beispiel Einsicht in Bücher und Schriften der Gesellschaft) bestand keine Veranlassung. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren. Grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik, des Risikomanagements, der Auftrags- und Ergebnisentwicklung, der Finanzlage sowie die Beschäftigungssituation in den einzelnen Unternehmenseinheiten wurden in vier Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat im Einzelnen. In allen vier Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Geschäftslage der Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der Finanzmarktkrise. Hierbei waren die Auswirkungen auf den Hochbaumarkt in Deutschland und Europa sowie als Folge davon die Auslastung des Bereichs Building ein Schwerpunkt. Erörtert wurden auch die staatlichen Konjunkturprogramme. Ein wesentlicher Punkt der Aussprache war außerdem die Abwicklung ausgewählter Alt- beziehungsweise Verlustprojekte, insbesondere des Projekts Rheinhallen/Rheinpark in Köln. Hierbei standen unter anderem die Projektergebnisse mit der Analyse der Verlustursachen im Vordergrund. Beim Projekt Rheinhallen/Rheinpark wurden darüber hinaus ausführlich die Vertragssituation und die Abnahmeverhandlungen erörtert. Der Aufsichtsrat hat die Berichterstattung des Vorstands geprüft und darüber beraten. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat mit der Restrukturierung der Gesellschaft und dem Pricing-Projekt befasst. Wesentliches Thema der Aussprache war darüber hinaus die Strategieentwicklung mit einer Analyse der vorhandenen Stärken und Schwächen sowie die Umsetzung der neuen Strategie in mehreren Schritten. Außerdem erörterte der Aufsichtsrat - wie in den Vorjahren - die Entwicklung der europäischen Baumärkte und das europäische Wettbewerbsumfeld. Besonderes Augenmerk richtete der Aufsichtsrat im Personalbereich auf die Situation der Arbeitnehmer sowie die Maßnahmen zur Fortbildung und Schulung der Mitarbeiter. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2009 zweimal getagt und weitere Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG brauchte nicht einberufen zu werden. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der HOCHTIEF Construction AG für das Geschäftsjahr 2009 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 29. April 2009 gewählten und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresabschlusses beauftragten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 10. März 2010 ausgehändigt worden. Diese Unterlagen sind in der Bilanzsitzung vom Vorstand zusätzlich auch mündlich erläutert worden. Die Wirtschaftsprüfer, die den Prüfungsbericht unterzeichnet haben, haben an der Beratung des Aufsichtsrats über die Vorlagen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Herr Olaf Hasselmann ist am 31. März 2009, Herr Günter Haardt am 7. Mai 2009 und Herr Slawomir Lachowski am 29. September 2009 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt den Herren für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren fachmännischen Rat. Herr Klaus Brix ist durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 20. März 2009 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Herr Gregor Asshoff ist durch Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 26. Mai 2009 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Herr Dr. Frank Stieler ist durch eine außerordentliche Hauptversammlung mit Wirkung zum 30. September 2009 zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt worden. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Essen, 10. März 2010 Der Aufsichtsrat Dr.-Ing. Herbert Lütkestratkötter, Vorsitzender LageberichtGeschäftstätigkeitDie HOCHTIEF Construction AG ist ein serviceorientiertes Bauunternehmen und bündelt das traditionelle Kerngeschäft des HOCHTIEF-Konzerns. Mit unseren Produkten und Dienstleistungen gestalten wir Lebensräume an vielen Orten und mit unterschiedlichen Ansätzen. Das gilt für Deutschland genauso wie für immer mehr Länder und Regionen. So haben wir uns als Tochter der HOCHTIEF Aktiengesellschaft beispielsweise schon seit Längerem international als Experte für komplexe Infrastrukturdienstleistungen etabliert. Unsere innovativen, kunden- und umweltorientierten Leistungen entstehen vor allem durch das Engagement der motivierten Mitarbeiter. So gelingt es, für unsere Kunden konkreten Mehrwert zu schaffen. HOCHTIEF Construction realisiert vor allem Unikate und keine Massenprodukte. Das stellt uns vor die Herausforderung, Planungs- und Bauprozesse immer wieder auf neue Projekte zuzuschneiden. Für jedes Infrastrukturprojekt und jede Immobilie entwerfen wir einen individuellen Herstellungsprozess, der auf die spezifischen Anforderungen des Auftrags zugeschnitten ist. Damit wir unseren Kunden Spitzenleistungen und hohe Qualität anbieten können, bemühen wir uns, sie bereits in einer frühen Planungsphase zu begleiten. Dazu haben wir unser partnerschaftliches Vertragsmodell PreFair entwickelt und mit zahlreichen Partnern erfolgreich umgesetzt. HOCHTIEF Construction kann so nicht nur Bauabläufe optimieren, sondern, falls gewünscht, den gesamten Lebenszyklus eines Projekts begleiten. Dies gelingt uns durch die enge Kooperation mit den anderen HOCHTIEF-Gesellschaften und unseren Tochtergesellschaften. Über ein Netz aus Beteiligungsgesellschaften, Niederlassungen und Geschäftsstellen ist HOCHTIEF Construction in Westeuropa und in den nach wie vor expansiven osteuropäischen Ländern vertreten. Außerhalb Europas sind wir im Bereich komplexe Infrastruktur- und Hochbauprojekte aktiv - unter anderem im arabischen Raum. Wesentliche Beteiligungsgesellschaften der HOCHTIEF Construction AG
OrganisationWir haben unsere Organisation 2009 weiter optimiert. Der Erfolg dieser Aktivitäten spiegelte sich in einem effektiven Risikomanagement, einer verbesserten Marktbearbeitung und schnelleren Entscheidungen wider. Division BuildingIn der Division Building, zu der vor allem der Hochbau in Deutschland und die Kompetenzzentren für Rohbau/Industriebau, Wohnungsbau und das Bauträgergeschäft formart gehören, haben wir einige organisatorische Änderungen vorgenommen. Unsere österreichische Tochterfirma Durst-Bau ist jetzt noch stärker darauf fokussiert, hochwertige Wohnimmobilien im Großraum Wien zu entwickeln. Um in diesem lukrativen Bereich Synergien mit anderen HOCHTIEF-Einheiten zu heben, wurde die Gesellschaft 2009 in die Bauträgersparte formart überführt. Die Durst-Bau-Geschäftsstelle Innsbruck, die auf Infrastrukturprojekte im Hochgebirge spezialisiert ist, wurde in HOCHTIEF Construction integriert und gehört jetzt zur Niederlassung Civil Engineering and Traffic Operating Systems. Die Sparte Wohnungsbau erhielt eine einheitliche Führung. So wird es möglich, Prozesse in den unterschiedlichen Regionen weiter zu vereinheitlichen und überregionale Kunden noch besser zu betreuen. Auf den Trend zu Einzelvergaben, der sich durch Finanzkrise und steigende Baupreise verstärkt hat, reagierten wir mit der Gründung der Deutschen Baumanagement GmbH in Frankfurt. Unsere neue Gesellschaft soll als Construction-Manager Projekte strukturieren und abwickeln, die in Einzellosen an den Markt gebracht werden. Vorteil des neuen Modells für HOCHTIEF Construction: Wir übernehmen bei diesen Projekten nur geringe Risiken. Die unternehmerische Verantwortung bleibt beim Auftraggeber. Division Civil EuropeZur Division Civil Europe gehören vor allem die Kompetenzzentren wie Tunnelbau, Hafenbau und Kraftwerke sowie unsere Infrastrukturgesellschaften in Großbritannien und Österreich. Die Niederlassungen Civil Engineering and Traffic Operating Systems sowie Verkehrsprojekte und Hohlraumbau sind die Kompetenzzentren für Infrastrukturprojekte in Deutschland. Die Niederlassung Civil Engineering and Environmental befasst sich vor allem mit dem Bau von Kläranlagen. HOCHTIEF Bulgarien haben wir wegen der zu erwartenden Synergieeffekte aus Infrastrukturprojekten von der Division Construction International zur Division Civil Europe übertragen. Division Construction InternationalDie Division Construction International ist unter anderem für die Niederlassung Major International Projects zuständig. Sie begleitet die Großprojekte in europäischen und außereuropäischen Ländern. Außerdem führt Construction International die HOCHTIEF-Einheiten - unter anderem in Südafrika, Chile und Katar. Unsere Tochtergesellschaften in Tschechien, Polen und Russland sowie die Niederlassung Rumänien zählen ebenfalls zur Division Construction International. HOCHTIEF Polska wurde zu Beginn des neuen Geschäftsjahres in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. HOCHTIEF ConsultUnser Geschäftsbereich HOCHTIEF Consult hat sich als eines der größten Ingenieurbüros in Deutschland etabliert. Das Expertenteam zeichnet sich durch weit überdurchschnittliche Kompetenz und jahrelange Erfahrung in allen wesentlichen Bereichen eines Baudienstleisters aus. Dazu gehören unter anderem der schlüsselfertige Hochbau, der Tief- und Ingenieurbau, die Verkehrsinfrastruktur sowie das Bauprozessmanagement. Wir nutzen die Expertise von HOCHTIEF Consult vor allem bei der Angebotsvorbereitung, bei Design-and-Construct-Projekten und zur Lösung technisch komplexer Aufgaben während der Projektabwicklung. Im Berichtsjahr haben wir den Geschäftsbereich um das Kompetenzzentrum Real Estate Service erweitert. Sein Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Gebäudediagnose und Nachhaltigkeit. Außerdem berät das neue Kompetenzzentrum öffentliche Auftraggeber bei Fragen zur Infrastruktur. Streif BaulogistikDiese Tochtergesellschaft von HOCHTIEF Construction bündelt alle Kompetenzen rund um die Logistik von Baustellen in einem modularen Angebot. Mit dem ganzheitlichen Leistungsportfolio gehört Streif Baulogistik zu den führenden Dienstleistern im Bereich Baustelleninfrastruktur und -logistik. Auf der Kundenliste stehen HOCHTIEF-Gesellschaften genauso wie externe Auftraggeber.
Compliance-Organisation erweitertFür HOCHTIEF gehört Compliance - also Maßnahmen, um Recht, Gesetz und unternehmensinterne Richtlinien einzuhalten - zu den wesentlichen Aufgaben des Managements. Die Folgen von Gesetzes- und Regelverstößen sind häufig für das Unternehmen gravierend. Deshalb müssen die betroffenen Mitarbeiter mit erhebliechen Konsequenzen rechnen. HOCHTIEF hat daher im Berichtsjahr das Hauptressort Corporate Governance um eine Compliance-Organisation erweitert. Diese Einheit schult und berät alle Mitarbeiter. Ein General-Compliance-Manager steht als Ansprechpartner bereit. Eigene Handelsmarke eingetragenHOCHTIEF Global Trade und ihre Tochtergesellschaft HOCHTIEF Procurement Asia Ltd. kaufen als eigenständige Handelsgesellschaften Waren global ein und beraten in allen Beschaffungsfragen. Global Trade zählt zur Dienstleistungsebene der HOCHTIEF Construction AG. Seit 2009 lassen wir hochwertige Fliesen, Möbel und Badausstattungen von renommierten Herstellern in aller Welt produzieren. Um diese Produkte besser vermarkten zu können, entstand die Handelsmarke "HOCHMEISTER". Produkte, die unter diesem Label vertrieben werden, stehen für hohe Qualität, außergewöhnliches Design und faires unternehmerisches Handeln. MärkteÖkonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche EntwicklungWie im Jahr 2008 bestimmte die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise auch im Berichtsjahr die weltwirtschaftliche Entwicklung. Konkurse mehrerer großer Finanzinstitute erschwerten die Situation zusätzlich und erschütterten das Vertrauen in die Finanzmärkte. Dies führte dazu, dass sich Konjunktur und Wirtschaftsaktivitäten in der ersten Jahreshälfte 2009 negativ entwickelten - vor allem die Realwirtschaft sowie die Rohstoffmärkte. Es gelang jedoch durch massive staatliehe Rettungspakete, das Finanz- und Wirtschaftssystem weitgehend zu stabilisieren. In der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums festigten sich die Märkte wieder. Es bestehen jedoch nach wie vor Unwägbarkeiten. Konjunkturexperten gehen deshalb nur von einer langsamen Erholung aus. Die Bauwirtschaft profitierte nach wie vor besonders im Infrastrukturbereich von den gestarteten Konjunkturprogrammen. Die Rahmenbedingungen für Finanzierungen in der Projektentwicklung sind eng gesteckt. Finanzierungsinstitute unterstützen jedoch weiterhin gut vorbereitete und qualitativ hochwertige Entwicklungen mit auskömmlichen Renditechancen. Die Weltwirtschaft schrumpfte im Jahr 2009 um 0,8 Prozent. Prognosen für 2010 werden durch weiterhin vorhandene Risiken und deren mögliche Einflüsse auf die Wirtschaftslage erschwert. Der International Monetary Fund (IMF) rechnet für 2010 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent. Der für HOCHTIEF Construction relevante MarktDie Experten der renommierten Euroconstruct-Gruppe, eines Zusammenschlusses von Forschungs- und Beratungsinstituten, rechnen damit, dass die europäische Bauproduktion 2009 um 8,4 Prozent zurückgegangen sein wird. Damit entwickelte sich Europas Bauwirtschaft nach 2008 (-3,0 Prozent) erneut negativ. Auch in den meisten osteuropäischen Märkten bekam die Baukonjunktur - bis auf Polen - einen Dämpfer. Für das Jahr 2010 erwartet Euroconstruct jedoch mit -2,2 Prozent einen weniger starken Rückgang. WesteuropaDie westeuropäische Bauindustrie entwickelte sich im Jahr 2009 mit einem Minus von 8,9 Prozent erneut rückläufig. Für 2010 rechnet Euroconstruct für die von dem Marktforschungsinstitut untersuchten westeuropäischen Länder * mit einem Rückgang von 2,7 Prozent. Eine Trendwende wird im Jahr 2011 mit einem Plus von einem Prozent erwartet. Die Entwicklung in den einzelnen Segmenten zeigt ein unterschiedliches Bild. So gab der Hochbau 2009 um 9,8 Prozent nach. HOCHTIEF Construction hat auf diese Entwicklung noch vor der Finanzkrise reagiert und frühzeitig Kapazitäten reduziert. Im Geschäftsjahr 2010 ist laut Euroconstruct mit einem Minus von 4,7 Prozent zu rechnen. Dieser Rückgang lässt sich, genau wie im Jahr 2008, auf die geringen Investitionen im Wohnungsbau zurückführen. Die Nachfrage nach hochwertigen Wohnimmobilien, auf die sich HOCHTIEF Construction konzentriert, blieb jedoch nach wie vor hoch. Der Tiefbau erreichte im Berichtsjahr das Vorjahresniveau. Für 2010 ist jedoch von einem Rückgang um 1,0 Prozent auszugehen. Im darauf folgenden Jahr erwartet Euroconstruct ein leichtes Wachstum um 1,2 Prozent. Der Baumarkt in Österreich schwächte sich im Berichtszeitraum um 3,0 Prozent ab. Dazu trugen der Nichtwohnungsbau mit einem deutlichen Rückgang in Höhe von 10,9 Prozent sowie der Wohnungsbau mit einem Minus von 1,0 Prozent bei. Der Tiefbau konnte sich von dem negativen Trend abkoppeln und erzielte 2009 ein Wachstum um 1,8 Prozent. In Großbritannien setzte sich die 2008 begonnene Talfahrt der Baukonjunktur fort: Der Gesamtmarkt ging um 12,6 Prozent zurück (Vorjahr - 0,8 Prozent). Die Aussichten für 2010 sind laut Euroconstruct mit einem Minus von 0,8 Prozent besser. Die Nachfrage nach Tiefbauleistungen reduzierte sich im Jahr 2009 um 1,4 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Marktforschungsexperten beim Nichtwohnungsbau eine um 4,6 Prozent rückläufige Entwicklung. Der Tiefbau, in dem unsere Tochtergesellschaft HOCHTIEF (UK) Construction aktiv ist, wird hingegen mit einem Nachfrageplus von 7,7 Prozent wieder durchstarten. Der europäische Baumarkt: regionale Wachstumsentwicklung 2008 bis 2010 in Prozent
HOCHTIEF Construction ist mit seiner britischen Tochtergesellschaft gut aufgestellt, um von diesem positiven Trend zu profitieren. Die Baukonjunktur verlief 2009 in Deutschland leicht rückläufig (-1,2 Prozent). Im laufenden Geschäftsjahr soll die Nachfrage wieder zunehmen und ein Plus von 0,8 Prozent erreichen. Für 2011 erwartet Euroconstruct eine Stabilisierung (+0,1 Prozent). Der Wohnungsbau entwickelte sich 2009 leicht rückläufig und ging um 0,6 Prozent zurück. Der Nichtwohnungsbau verzeichnete einen Rückgang von 3,5 Prozent. Der Tiefbau legte hingegen um 0,9 Prozent zu. Dies lässt sich unter anderem auf die ersten Auswirkungen der Konjunkturprogramme zurückführen. Im Geschäftsjahr 2010 ist im deutschen Wohnungsbau mit einer Nachfragezunahme um 0,6 Prozent zu rechnen. Der Nichtwohnungsbau wird um 0,7 Prozent zurückgehen, während der Tiefbau, nach Aussage von Euroconstruct, mit einem Plus von 3,9 Prozent weiterhin im Aufwärtstrend bleibt. OsteuropaDie internationale Wirtschafts- und Finanzkrise wirkte sich auch auf die Baukonjunktur in den meisten osteuropäischen Ländern aus. Nach einem Zuwachs von 6,1 Prozent im Jahr 2008 erhöhte sich die Nachfrage in Osteuropa im Geschäftsjahr 2009 nur noch um 0,7 Prozent. Die Marktforscher erwarten für 2010 (+5,4 Prozent) und für 2011 (+10,2 Prozent) eine Rückkehr zu stabilem Wachstum. Mit dieser positiven Entwicklung wird Osteuropa in absehbarer Zeit wieder seiner Rolle als Wachstumsmotor der europäischen Bauindustrie gerecht werden. In Russland befand sich das Baugewerbe im Berichtsjahr auf einer rasanten Talfahrt. Die Bauleistungen gingen gegenüber 2008 nach Informationen des Business Monitor International um nahezu 12 Prozent zurück. Für Neubauprojekte im Bereich Wirtschaftsbau fehlte den meisten Investoren der Mut. Nur der Wohnungsbau zeigte sich 2009 überaus stabil und wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2010 weiter positiv entwickeln. HOCHTIEF Russia konzentriert sich auf große staatliche Infrastrukturprojekte und ist von der Entwicklung im russischen Baumarkt nicht betroffen. Die Bauindustrie in Polen legte nach 2008 auch im Berichtsjahr so deutlich zu wie in keinem anderen europäischen Land. Das Wachstum erreichte 5,3 Prozent. Für 2010 erwarten Marktforscher einen noch kräftigeren Anstieg (9,6 Prozent). Der Aufwärtstrend wird weiter zunehmen und 2011 voraussichtlich bei 16,3 Prozent liegen. Wachstumstreiber Nummer 1 bleibt der Tiefbau. Auch die Fußball-Europameisterschaft 2012 wirkt sich umsatzfördernd aus. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien nimmt ebenfalls zu. Nach einem Anstieg um 2,2 Prozent im laufenden Geschäftsjahr ist für 2011 mit einem Plus von 8,7 Prozent zu rechnen. HOCHTIEF Polska, Tochtergesellschaft von HOCHTIEF Construction, konnte im Berichtsjahr diverse attraktive Projekte akquirieren. Der Tschechischen Republik gelang es nicht, sich im Geschäftsjahr 2009 vollständig von den Folgen der weltweiten Krise abzukoppeln. Die Baukonjunktur schwächte sich um 4,3 Prozent ab. Für 2010 ist mit einem Minus von 0,3 Prozent eine leichte Verbesserung zu erwarten. Der Tiefbau blieb von der rückläufigen Entwicklung im Berichtsjahr jedoch unberührt und erzielte ein Plus von 15,9 Prozent (2010 +6,5 Prozent). Sonstige RegionenKatar gilt als Musterland im Mittleren Osten. Die Experten von "IHS Global Insight" gehen davon aus, dass Katar die restlichen Länder in der Golfregion in den Wachstumsraten überholt. Das Wachstum der Bauindustrie wird aber aufgrund der Verringerung der Ölfördermenge der OPEC und der deutlich geringeren Energiepreise gedämpft. Bis 2013 scheint eine jährliche Wachstumsrate von drei Prozent im Bausektor realistisch. 2008 waren die Ausgaben für den Wohnungsbau und den Nichtwohnungsbau in etwa ausgewogen. Mit dem Fokus auf Infrastrukturprojekten wird in den kommenden drei Jahren vor allem der Nichtwohnungsbau der entscheidende Wachstumstreiber sein. HOCHTIEF konnte sich bisher sehr gut mit Projekten wie der "Barwa Commercial Avenue" am Markt positionieren. Mit dem Blick auf Südamerika scheint Chile in den kommenden Jahren großes Potenzial zu besitzen. Chiles Bauwirtschaft basiert auf einem äußerst starken Infrastrukturbereich (60 Prozent der gesamten Bauindustrie). Nach einem starken Wachstum im Jahre 2008 (+ 7 Prozent) musste Chile im Jahr 2009 aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen Rückgang von sechs Prozent verkraften. Doch bereits 2010 wird erneut mit einem Wachstum von 3,2 Prozent gerechnet, das sich in den Folgejahren in ähnlicher Größenordnung fortsetzt. Die Prognosen gehen davon aus, dass Chile in den kommenden Jahren vor allem in Infrastruktur (Verkehr und Energie) investieren wird, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern. MarktsegmenteDer Energiesektor setzte 2009 den starken Aufwärtstrend des Vorjahres fort. Vor allen Dingen der Bereich erneuerbare Energien entwickelte sich überdurchschnittlich positiv. Dieser Aufwärtstrend wird anhalten. So erwarten Branchenexperten zum Beispiel ein besonders starkes Wachstum bei Offshore-Windenergieparks. Lagen die Investitionen für diese Kraftwerke im Berichtsjahr noch bei zirka einer Mrd. Euro, sind für 2011 bereits 3,3 Mrd. Euro zu erwarten. Mit einem ähnlichen Nachfrageschub ist im Bereich Geothermie zu rechnen. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) decken regenerative Energien derzeit nur zirka 15 Prozent des Stromverbrauchs. Die Bundesregierung will den Anteil dieser Energien am gesamten Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 auf wenigstens 20 Prozent erhöhen. HOCHTIEF Construction ist in den hochexpansiven Bereichen Offshore-Windenergieparks und Geothermie bereits aktiv. Die Investitionen in den Straßenbau haben sich europaweit sehr positiv entwickelt. Vor allem in Osteuropa ist mit besonders hohen Wachstumsraten zu rechnen. Hier werden derzeit große Straßenprojekte mit Volumina von mehreren Mrd. Euro vorbereitet. Starkes Verkehrswachstum, große Infrastrukturlücken, verbesserte gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen für PPP-Projekte sowie EU-Förderprogramme für Infrastrukturinvestitionen sind die Gründe für diesen Trend. HOCHTIEF Construction ist gemeinsam mit anderen HOCHTIEF-Gesellschaften schon seit Jahren im Straßenbau erfolgreich. Auch in Deutschland entwickelt sich der Fernstraßenbau positiv. Zwischen 2009 und 2011 wird mit einem gesamten Bauvolumen von zirka 2,8 Mrd. Euro gerechnet. Der Seeverkehr ging 2009 aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich zurück. Trotzdem ist der Bedarf an Hafenbauten noch längst nicht gestillt. Die Globalisierung und der damit verbundene konstante Anstieg des Güterverkehrs erfordern weltweit immer größere Kapazitäten. Verlagerte Logistikströme und immer gewaltigere Containerschiffe sind weitere Gründe für das große Interesse an solchen Neu- und Ausbauten. Zwei Beispiele von HOCHTIEF Construction: Im Hamburger Hafen beteiligen wir uns derzeit an mehreren Ausbauprojekten. In Bremerhaven realisiert unser Unternehmen die Kaiserschleuse. Auch das Marktsegment Bauen im Bestand geriet im Geschäftsjahr 2009 in den Einfluss der Finanz- und Wirtschaftskrise. Mit zirka 649 Mrd. Euro wurden europaweit 3,4 Prozent weniger in die Revitalisierung und Sanierung von Bestandsimmobilien investiert als im Vorjahr. Für 2010 erwartet Euroconstruct erneut einen Rückgang (-1 Prozent). 2011 sollen die Umsätze wieder steigen - um 0,8 Prozent. Der Markt für nachhaltiges Bauen wird sich nach einer Studie der Deutschen Bank besonders dynamisch entwickeln. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Ausgaben in diesem Segment bis zum Jahr 2030 deutschlandweit auf bis zu 340 Mrd. erhöhen. AuftragsentwicklungHOCHTIEF Construction hat sich auch im Berichtsjahr weiter international ausgerichtet. Dies führt dazu, dass wir Großprojekte zunehmend in lokalen Projektgesellschaften realisieren. Diese und die Beteiligungsgesellschaften * gewannen 2009 weiter an Bedeutung. Deshalb wird im vorliegenden Geschäftsbericht erstmals über die Entwicklung des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Europe berichtet, den die HOCHTIEF Construction AG führt.
* Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften
sind auf Seite 9 aufgeführt.
AuftragseingangDer Auftragseingang im Unternehmensbereich Europe lag mit 2.909 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2009 unter Vorjahresniveau (3.283 Mio. Euro). Dies begründet sich mit einem Rückgang in Deutschland von 1.309 Mio. Euro auf 865 Mio. Euro. Der Auftragseingang im internationalen Geschäft erhöhte sich hingegen auf 2.044 Mio. Euro und übertraf damit den Vorjahreswert (1.974 Mio. Euro). Der Auftrag zum Bau eines acht Kilometer langen Büro- und Einkaufszentrums in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar, trug wesentlich zu diesem Anstieg bei. Mit einem Gesamtwert von 1,3 Mrd. Euro ist dieses Projekt der größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte von HOCHTIEF Construction. Unsere Tochtergesellschaft HOCHTIEF Construction Qatar W.L.L. wickelt das Projekt ab. Insgesamt gesehen gelang es nicht, den durch die Finanzkrise verursachten Rückgang beim Auftragseingang zu kompensieren. Die Erwartungen, im Jahr 2009 einen Auftragseingang in Vorjahreshöhe zu erreichen, wurden nicht realisiert. Vor allem die Zahl der akquirierten Großprojekte ging aufgrund der verhaltenen Nachfrage im privaten Sektor zurück. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in einem von 1.993 Mio. Euro auf 974 Mio. Euro reduzierten Auftragseingang bei der HOCHTIEF Construction AG wider. In Deutschland lag der Auftragseingang bei 802 Mio. Euro (Vorjahr 1.207 Mio. Euro), im internationalen Geschäft bei 172 Mio. Euro (Vorjahr 786 Mio. Euro). Die Beteiligungen von HOCHTIEF Construction steigerten den Auftragseingang, bedingt durch den Großauftrag in Doha, von 1.290 Mio. Euro auf 1.935 Mio. Euro. Im Unternehmensbereich entwickelte sich der Auftragseingang in der Division Civil Europe gegenüber 2008 leicht positiv, in den Divisionen Building und Construction International rückläufig. LeistungDer Rückgang beim Auftragseingang führte im Vergleich zum Vorjahr (3.239 Mio. Euro) zu einer niedrigeren Bauleistung (2.742 Mio. Euro) im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe. In der HOCHTIEF Construction AG verminderte sich die Leistung von 2.019 Mio. Euro auf 1.525 Mio. Euro. Die Beteiligungsgesellschaften von HOCHTIEF Construction konnten mit 1.217 Mio. Euro das Niveau von 2008 (1.220 Mio. Euro) durch den Auftrag in Katar halten. Die Gesamtentwicklung, die nicht unserer Erwartung entsprach, drückt sich auch in der unter dem Vorjahreswert liegenden Entwicklung im deutschen sowie im internationalen Geschäft und bei den Divisionen aus. Der Rückgang in der Division Building ist auch auf die 2008 abgeschlossene Reorganisation des Hochbaugeschäfts in Deutschland zurückzuführen. Zur Reorganisation gehörte die bewusste Auftragsselektion mit dem Fokus auf einem ausgewogenen Risikoprofil. Auftragsentwicklung in Mio. Euro
AuftragsbestandDie Entwicklung von Auftragseingang und Leistung führte im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe zu einem Auftragsbestand, der mit 3.608 Mio. Euro leicht über dem Wert von 2008 (3.560 Mio. Euro) lag. Bei den Beteiligungsgesellschaften von HOCHTIEF Construction erhöhte sich der Auftragsbestand durch das Großprojekt in Doha auf zirka 1,8 Mrd. Euro (Vorjahr 1,1 Mrd. Euro). Mehr als 70 Prozent des Auftragsbestands im Unternehmensbereich entfielen auf das Auslandsgeschäft. Der Bestand an Aufträgen in Deutschland beziehungsweise bei der HOCHTIEF Construction AG erreichte aufgrund der verminderten Auftragseingänge nicht das Niveau von 2008. Die Reichweite des Auftragsbestands im Unternehmensbereich liegt rechnerisch bei etwa 16 Monaten und damit insgesamt auf einem relativ hohen Niveau. StrategieSeit der Neuausrichtung verfügt HOCHTIEF Construction über die drei Divisionen Construction International, Civil Europe und Building sowie die operativen Einheiten HOCHTIEF Consult und Streif Baulogistik. Damit sind wir, wie das Berichtsjahr zeigte, gut aufgestellt, um uns zu einem ertragsstarken Unternehmen zu entwickeln. Auf diesem Weg wird uns auch das 2009 gestartete Programm "LEAD5!" helfen. In schwieriger Marktsituation gut behauptetUnsere Divisionen Construction International und Civil Europe entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin erfolgreich - trotz der weltweiten Wirtschaftskrise, die sich besonders auf wichtige Märkte in Mittel- und Osteuropa auswirkte. Beide Divisionen erzielten 2009 stabile Ergebnisse. Im Bereich Building gelang es uns, die Trendwende einzuleiten. Die Neuprojekte sind jetzt wieder erfolgreich. Allerdings gibt es noch erhebliche Belastungen aus einem Altprojekt. Außerdem führte das verringerte Auftragsvolumen zu einer Unterdeckung der Geschäftskosten. Wir können trotzdem mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2009 zufrieden sein und optimistisch nach vorn blicken. Ehrgeiziges Ziel gesetztHOCHTIEF Construction gibt sich mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden. Mittelfristig soll sich das Unternehmen zu einem der ertragsstärksten internationalen Bauunternehmen in Europa entwickeln. Das Ziel ist eine deutlich verbesserte Umsatzrendite im Jahr 2013. Strategische FokusthemenUm das Ertragsziel zu erreichen und HOCHTIEF Construction anhaltend in die Gewinnzone zu bringen, haben wir in dem Programm fünf strategische Fokusthemen erarbeitet: 1. Fairere Preise erzielenIn Zukunft soll neben der technisch anspruchsvollen Bauleistung vor allem die Ergebnisqualität der Projekte im Mittelpunkt stehen. Wir kommunizieren deshalb den Mehrwert unserer Leistung und den daraus entstehenden Anspruch auf eine faire Vergütung. Dazu wird HOCHTIEF Construction den Vertrieb deutlich ausbauen und die Mitarbeiter weiter professionalisieren. Individuelle Dienstleistungspakete für unsere Kunden sollen uns Alleinstellungsmerkmale aufgrund der hohen technischen Kompetenz unseres Unternehmens verschaffen. Bei der Preisbildung geht es uns vor allem darum, eine ausgewogene Chancen- und Risikenverteilung zwischen HOCHTIEF Europe und dem Kunden zu vereinbaren. 2. Effizienz steigernOptimierte interne Prozesse tragen ebenfalls dazu bei, das Ergebnis zu verbessern. Deshalb werden wir die bereits eingeleiteten Initiativen und Verfahren konsequent nutzen und weiter ausbauen. Dazu gehört zum Beispiel Lean Construction in der Division Building. Damit gelingt es uns, verlässliche Bauprozesse zu gestalten und vorbeugendes Risikomanagement zu betreiben. Außerdem lassen sich Mitarbeiter sowie Material effizienter einsetzen und die Zahl der Unfälle lässt sich reduzieren. HOCHTIEF Construction wird deshalb Lean Construction auch in den Divisionen Construction International und Civil Europe einführen. Der Einkauf entwickelte zahlreiche neue Programme, um den Beschaffungsprozess schneller, effektiver und transparenter zu machen. * Verbesserte IT-Prozesse werden dazu beitragen, den Wissenstransfer zwischen Projektteams zu optimieren sowie die Rechnungserstellung in kürzerer Zeit zu ermöglichen. Virtuelle Projekträume und Konferenzsysteme machen es in Zukunft zudem möglich, die Zahl der Dienstreisen weiter zu reduzieren. Mithilfe unseres überarbeiteten Managementsystems lassen sich Neuerungen schneller im Unternehmen bekannt machen, die Zusammenarbeit wird erleichtert und Doppelarbeit vermieden.
* Weitere Informationen finden Sie auf Seite 25.
Im Bereich Personal werden wir dringend benötigte Fachkräfte mit der Aussicht auf attraktive Karrierechancen an das Unternehmen binden. Außerdem geht es darum, die Mobilität der Mitarbeiter zu fördern und sie für Auslandseinsätze zu gewinnen. Eine verbesserte interne Kommunikation soll den Informationsaustausch bei HOCHTIEF Construction und im gesamten Konzern fördern. So werden wir weitere Synergien schaffen sowie gemeinsam schneller und besser unsere Ziele erreichen. Außerdem geht es darum, die Zusammenarbeit im HOCHTIEF-Konzern zu verbessern und noch erfolgreicher zu werden - getreu dem Unternehmensmotto "One roof - all solutions". 3. Umsätze in ertragsstarken Märkten steigernAlle Einheiten von HOCHTIEF Construction betreiben künftig ein aktives Portfoliomanagement. Das heißt, sie identifizieren attraktive Zielmärkte, Geschäftsfelder sowie Kunden und erschließen sie konsequent. Aus gesättigten Märkten oder Regionen ziehen wir uns zurück, sobald intensive Markt- und Ressourcenanalysen dies empfehlen. Das gilt auch für Gebiete, in denen wir unsere Preise nicht durchsetzen können. 4. Umsätze in risikooptimierten Geschäftsfeldern steigernBauen ist immer mit einem Restrisiko verbunden - zum Beispiel durch unerwartete technische Probleme, Ausfall von Partnerunternehmen oder plötzlich veränderte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. HOCHTIEF Construction will solche Risiken frühzeitig identifizieren, um sie zu beseitigen oder zu beherrschen. Der Erfolg dieses Bestrebens hängt wesentlich vom vereinbarten Geschäftsmodell ab. Beim klassischen Generalunternehmermodell gewährleistet unser Unternehmen, dass Budget, Bauzeit und vereinbarte Qualität eingehalten werden. Flankierende oder alternative Modelle helfen, die Risiken weiter zu minimieren und stabile Cashflows zu erwirtschaften. Dazu gehört vor allem unser partnerschaftliches Vertragsmodell PreFair. Dieses Vertragsmodell haben wir im Berichtsjahr weiter optimiert. Es trägt dazu bei, die Leistung in der Pre-Construction-Phase für den Kunden transparenter zu machen. Vorteil für uns und den Kunden: Wir können schon in einer frühen Projektphase die Kosten für Bau und Betrieb positiv beeinflussen. Darüber hinaus wird HOCHTIEF Construction die Kooperation mit anderen Konzerngesellschaften intensivieren. Dies ist uns bislang vor allem durch die Zusammenarbeit mit HOCHTIEF PPP Solutions gelungen. Aber auch die Kooperation mit HOCHTIEF Facility Management wird immer enger. Wir bereiten unsere Projekte in der Bauphase so vor, dass sie anschließend von unserer Schwestergesellschaft übernommen werden können. Für andere Einheiten, wie zum Beispiel HOCHTIEF Airport oder HOCHTIEF Projektentwicklung, arbeitet unser Unternehmen verstärkt als Berater oder Construction-Manager. Bei diesen Aufträgen übernehmen wir Planungsleistungen oder strukturieren die Bauprozesse - ohne die genannten Risiken tragen zu müssen. 5. Profitablere Marktposition erzielenHOCHTIEF Construction will sich vom Wettbewerb differenzieren und nicht nur ein Anbieter unter vielen sein. Diese strategisch günstige Marktposition müssen wir uns erarbeiten. Deshalb baut das Unternehmen verstärkt strategische Kooperationen mit Schlüsselkunden sowie Partnerunternehmen und Zulieferern auf. Unser eng verzahntes Unternehmen erlaubt es, den Auftraggebern das größte Know-how zu bieten, das am Markt verfügbar ist. Gleichzeitig können wir die Ressourcen effizient bündeln und damit Mehrwert schaffen. Dazu gehören zum Beispiel unsere Aktivitäten im Bereich Windkraft * . Auch unsere Mitarbeit in Gremien und Netzwerken trägt dazu bei, die Entwicklung von Märkten aktiv mitzugestalten und strategische Partnerschaften aufzubauen. Wie zielführend diese Arbeit sein kann, zeigt unsere Mitgliedschaft bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). HOCHTIEF gehört nicht nur zu den Gründungsmitgliedern. Wir arbeiten auch in zahlreichen Ausschüssen mit und haben die ersten Auditoren zur Zertifizierung nachhaltiger Gebäude ausgebildet. Dies alles hat dazu beigetragen, dass HOCHTIEF im Bereich "Grünes Bauen" zu den Vorreitern gehört und einen exzellenten Ruf genießt.
* Weitere Informationen finden Sie auf den
Seiten 23 und 33.
Individuelles Umsetzungsprogramm entwickeltUm den Mitarbeitern unsere fünf strategischen Fokusthemen besonders deutlich zu machen und sie zum Mitmachen zu motivieren, startete der Vorstand im Berichtsjahr die Initiative "LEAD5!". Das Umsetzungsprogramm soll zeigen, wie unser Team jeden Tag aufs Neue dafür sorgen kann, dass wir effektiver arbeiten und kontinuierlich erfolgreicher werden. Die Inhalte von "LEAD5!" werden den einzelnen Einheiten vor Ort vorgestellt. Jeder Mitarbeiter ist aufgerufen, einen Beitrag zu leisten und eigene Ideen dazu zu entwickeln. Projekt "Overhead" erfolgreich beendetIm Berichtsjahr wurde das 2007 begonnene Maßnahmenpaket, um Strukturen zu straffen, Effizienz zu steigern sowie Einsparpotenziale zu identifizieren und zu nutzen, konsequent weiterverfolgt. Dabei ging es unter anderem darum, beim Einsatz von Dienstleistern Kosten zu reduzieren. Ende 2009 lief das Projekt "Overhead" mit guten Ergebnissen aus: Es gelang, zwölf Mio. Euro einzusparen. Neuer Marktauftritt für formartUnsere Bauträgersparte formart entwickelt sich zu einem führenden Wohnungsentwickler im Bereich hochwertige Objekte in ausgewählten Lagen Deutschlands. Zielgruppe sind institutionelle Anleger, die ganze Objekte kaufen sowie anspruchsvolle Privatkunden. Der Umsatz von formart ist im Berichtsjahr trotz der Finanzkrise weiter gestiegen. Um diesen Trend fortzuschreiben, erhielt formart 2009 einen neuen Marktauftritt. Außerdem haben wir den Vertriebsprozess in allen Einheiten vereinheitlicht. In vielen Wachstumsmärkten präsentAls ein auf nachhaltiges Umsatz- und Ertragswachstum fokussiertes Unternehmen analysieren wir die Märkte. Außerdem ermittelt HOCHTIEF Construction kontinuierlich Wünsche und Bedürfnisse, um rechtzeitig mit innovativen Angeboten auf neue Trends zu reagieren. Im Berichtsjahr haben wir unsere gute Positionierung im hochexpansiven Bereich Green Building weiter ausgebaut. Ähnlich wachstumsstark zeigt sich der Markt für Offshore-Windkraftwerke. Auch hier spielen wir eine immer wichtigere Rolle. Im Jahr 2009 ist HOCHTIEF Construction mit Beluga Shipping, der weltweit größten Schwergutreederei, eine Kooperation eingegangen. Wir werden gemeinsam neuartige Hubschiffe zum Bau dieser Kraftwerke entwickeln, produzieren und vertreiben. Beide Unternehmen bringen in das Joint Venture ihre komplementäre Kompetenz und Marktstellung ein mit dem Ziel, den rasant wachsenden Markt mit der dringend benötigten Schlüsseltechnologie zu versorgen. Eine verstärkte Nachfrage verspüren wir auch aus dem arabischen Raum - vor allem aus Katar. So verbuchte HOCHTIEF Construction 2009 mit dem Bau eines acht Kilometer langen Einkaufszentrums * in der katarischen Hauptstadt Doha den größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte. Weitere Großprojekte werden derzeit verhandelt.
* Weitere Informationen finden Sie auf Seite 29.
NachhaltigkeitNachhaltiges Handeln prägt die Aktivitäten von HOCHTIEF Construction in allen Bereichen und spiegelt sich in unseren zukunftsorientierten Projekten wider. Wir betreiben gezielt Klima- und Ressourcenschutz, sparen Energie und nutzen sie effizient. Damit stellt sich HOCHTIEF Construction seiner großen Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Auch unsere Werte und die Vision des Unternehmens orientieren sich am nachhaltigen Handeln. Kernbereiche der NachhaltigkeitUnser nachhaltiges Handeln konzentriert sich - wie im gesamten HOCHTIEF-Konzern - auf sechs Themenfelder mit klar definierten Zielen. Eine Übersicht mit Beispielen der Erfolge von HOCHTIEF Construction in den einzelnen Kernbereichen und unsere Ziele: Nachhaltige ProdukteIm Berichtsjahr erhielten mehrere unserer Immobilien das neue Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen * . -> Unser Ziel: Wir wollen Marktführer für nachhaltige Projekte in den Bereichen Bauen und Baulogistik werden.
* Weitere Informationen finden Sie im Internet
unter www.dgnb.de.
Aktiver KlimaschutzMit Grünem Bauen, zukunftsweisendem Energie-Management und der Förderung regenerativer Energien leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, das Klima zu schützen und die Emission von Treibhausgasen zu verringern. 2009 haben wir unser Engagement im Bereich Windenergie unter anderem durch eine Kooperation mit der Schwergutreederei Beluga gestärkt. ** Außerdem vollendete HOCHTIEF Construction die Bohrarbeiten für zwei Geothermiekraftwerke in Deutschland. -> Unser Ziel: Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden ->CO 2 einsparen.
** Weitere Informationen finden Sie auf Seite
23.
Attraktive ArbeitsweltMit der Ende 2009 gestarteten Mitarbeiterbefragung "HOCHTIEF-People.Index" werden wir künftig regelmäßig neue Anhaltspunkte für die Personalarbeit ermitteln, um die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter weiter zu erhöhen. -> Unser Ziel: Wir wollen unsere Stellung als attraktiver Arbeitgeber weiter ausbauen und uns langfristig als begehrter Arbeitgeber der Branche etablieren. Gesellschaftliches EngagementDurch unser Engagement entstand im Geschäftsjahr 2009 die neue Deutsche Schule in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar. Dort sind wir derzeit an mehreren großen Projekten beteiligt. Die Schule wird nicht nur von den Kindern der HOCHTIEF-Mitarbeiter besucht. 2010 fördert HOCHTIEF zudem mehrere Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Kulturhauptstadt Europa, RUHR.2010. -> Unser Ziel: Wir wollen uns dort gesellschaftlich engagieren, wo unser Unternehmen aktiv ist. Compliance und Ethikmanagement2009 haben wir unsere Compliance-Organisation weiter strukturiert und intensive Schulungen in diesem Bereich veranstaltet. Elektronische Lernprogramme zu Themen wie "illegale Beschäftigung" ergänzen das Angebot. -> Unser Ziel: Wir wollen Standards für Geschäftsethik setzen und wenden diese mit aller Kraft an. RessourcenschutzIm Berichtszeitraum haben wir eine Reihe von Maßnahmen begonnen, um Abfallmengen auf den Baustellen von HOCHTIEF Construction zu reduzieren und die Recyclingquote weiter zu verbessern. Zudem sorgen wir mit unseren Leistungen zum Bauen im Bestand dafür, dass der Flächenverbrauch reduziert wird. -> Unser Ziel: Wir wollen natürliche Ressourcen schonen und erhalten sowie den Ressourcenschutz optimieren. Vorbildliche InformationspolitikDer HOCHTIEF-Konzern ist das einzige deutsche Bauunternehmen, das einen Nachhaltigkeitsbericht herausgibt. Im Geschäftsjahr 2009 erschien der dritte, von einem Wirtschaftsprüfer geprüfte Bericht. In dieser Veröffentlichung berichten wir auch über das konsequente nachhaltige Handeln bei HOCHTIEF Construction. Über aktuelle Aktivitäten und Ereignisse informieren wir unter www.hochtief.de/ nachhaltigkeit. Dort steht auch der Nachhaltigkeitsbericht zum Download bereit. Auf dieser Internetplattform können sich Interessenten seit 2009 außerdem mit Fragen zu nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen an die zuständigen HOCHTIEF-Experten wenden. Forschung und EntwicklungDer Erfolg von HOCHTIEF Construction beruht wesentlich auf unserer kontinuierlichen Forschung und Entwicklung (FuE). Wir wollen mit unseren Innovationen vor allem die Kunden überzeugen und begeistern. Dies ist uns auch 2009 gelungen - allein sowie immer häufiger in enger Kooperation mit anderen HOCHTIEF-Gesellschaften. Wir entwickelten neue Technologien, setzten sie ein und optimierten bestehende Prozesse. So konnte HOCHTIEF Construction unter anderem frühzeitig auf neue Trends reagieren. Im Berichtsjahr standen vor allem diese FuE-Themen bei HOCHTIEF Construction im Fokus: Nachhaltigkeitssiegel der DGNBSeit Anfang 2009 vergibt die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das "Deutsche Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen". In einem internen Innovationsprojekt hat HOCHTIEF die Praxistauglichkeit der Zertifizierungskriterien, wie zum Beispiel ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale Qualität, überprüft und damit aktiv an der Entwicklung des Siegels mitgewirkt. In der Pilotphase erhielt der Bürokomplex "smarthouse" in München als eines der ersten Projekte das Vorzertifikat der DGNB in Gold. Im Laufe des Jahres wurden weitere HOCHTIEF-Projekte nach DGNB-Kriterien zertifiziert. So erhielt beispielsweise das NordexForum in Hamburg ebenfalls das Vorzertifikat in Gold. Ideenmanagement trägt FrüchteUnser im Geschäftsjahr 2008 implementiertes Ideenmanagement führte zu zahlreichen Verbesserungsvorschlägen unserer Mitarbeiter. Viele dieser Ideen ließen sich in die Praxis umsetzen und führten zu deutlichen Kosteneinsparungen. Ein Beispiel aus dem Tunnelbau: Hier spart eine neue Zeitablaufsteuerung der Rührwerke zur Bearbeitung der Betonitsuspension - eine Stützflüssigkeit, die für den Schildvortrieb verwendet wird - jährlich 100.000 Euro. Forschungsprojekt im Tunnelbau begleitetEnde 2009 ging das von der Europäischen Union geförderte Forschungsprojekt "TUNCONSTRUCT" erfolgreich zu Ende. Wir waren von Anfang an aktiv dabei. Gemeinsam mit Partnern entstand zum Beispiel eine Steuerungssoftware, die dazu beiträgt, Oberflächensetzungen beim Schildvortrieb in sensiblen Bereichen zu minimieren. Auch von dieser Entwicklung werden wir profitieren. Position im Bereich erneuerbare Energien gestärkt2009 ging der Bau des Offshore-Windparks "alpha ventus" nördlich der Insel Borkum weiter. Mit dem Joint Venture Beluga HOCHTIEF Offshore haben wir im Berichtsjahr unser Engagement im überaus expansiven Markt für Offshore-Windenergie ausgebaut. Gemeinsam mit der weltweit führenden Schwergutreederei Beluga werden wir Spezialschiffe entwickeln und betreiben. Sie machen es möglich, Offshore-Anlagen in einer Höhe von mehr als 100 Metern und mit einer Leistung von mehr als fünf Megawatt zu montieren. Das erste Spezialschiff soll 2012 einsatzbereit sein. Außerdem können wir mit unserer neu entwickelten Hubinsel Thor ab 2010 Windparks in bis zu 50 Metern Wassertiefe bauen und so weitere Ertragspotenziale für HOCHTIEF erschließen. Auch im hochattraktiven Bereich Tiefengeothermie haben wir unsere Aktivitäten fortgeführt. Mit unseren Kraftwerken in Kirchstockach und Dürrnhaar werden wir in Zukunft weitgehend CO 2 Strom in das Netz einspeisen. Die Leistung der beiden Anlagen liegt bei jeweils vier bis fünf Megawatt - genug Energie, um zirka 10 000 Einfamilienhäuser zu versorgen. Innovative Fräs-, Schleif- und OberflächentechnikUnter dem Dach von HOCHTIEF SurFace bündeln wir seit 2009 zwei neue Dienstleistungen: das Dekontaminieren der Oberflächen kerntechnischer und von Chemieanlagen sowie die Fassaden- und Oberflächenbearbeitung, zum Beispiel beim Renovieren von Gebäuden. Außerdem lassen sich vertikale Betonoberflächen durch Schleifvorgänge anspruchsvoll veredeln. Die beiden Systeme DE-CON und FORMIS verfügen über eine leistungsfähige Sauganlage. Sie lassen sich deshalb im Außen- und Innenbereich nahezu staubfrei anwenden. MitarbeiterHOCHTIEF Construction ist sich bewusst, dass hoch qualifizierte und leistungsbereite Mitarbeiter die Basis für nachhaltiges, profitables Wachstum sind. Nur so gelingt es, sich vom Wettbewerb zu differenzieren, überdurchschnittliche Qualität zu bieten und die Kunden zu begeistern. Deshalb konzentrierte sich unsere Personalarbeit auch im Berichtsjahr darauf, die besten Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden. Mitarbeiterzahl leicht gesunkenZum Geschäftsjahresende 2009 reduzierte sich die Zahl der Mitarbeiter im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe inklusive Auslands- und Projektgesellschaften um ein Prozent auf 9 883 und in der HOCHTIEF Construction AG um 3,4 Prozent auf 4 594. Diese Entwicklung begründet sich mit der Restrukturierung im Bereich Building. Die Zahl der Auszubildenden lag im Berichtsjahr dagegen auf hohem Niveau. 325 junge Leute absolvierten ihre Ausbildung im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe beziehungsweise 274 bei HOCHTIEF Construction. Aktiv gegen den FachkräftemangelAls wachstumsorientiertes Unternehmen müssen wir besonders talentierte Fach- und Führungskräfte finden und binden. Dazu tragen unter anderem unsere Studienangebote an der unternehmenseigenen HOCHTIEF-Akademie bei. Seit dem Start der HOCHTIEF-Akademie wurde inzwischen 57 Absolventen der Titel Bachelor of Engineering verliehen. Mit unserer neuen Aktion "Azubis werben Azubis" integrieren wir unsere Auszubildenden erfolgreich in die Suche nach geeignetem Nachwuchs. Konsequente PersonalentwicklungDie stete Weiterentwicklung und Internationalisierung unseres Unternehmens erfordert von unseren Mitarbeitern eine hohe räumliche Mobilität, aber auch die geistige Flexibilität, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. Dabei unterstützt HOCHTIEF seine Mitarbeiter aktiv. Neben fachlichen Weiterbildungsmöglichkeiten bietet HOCHTIEF auch zahlreiche Seminare zur Entwicklung der persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenz. Das im Berichtsjahr neu aufgelegte Förderprogramm "(Senior-)Talentpool" ermöglicht Nachwuchskräften eine gezielte und vom Vorgesetzten eng begleitete, individuelle Personalentwicklung. Mitarbeiter, Vorgesetzte und die Personalabteilung definieren dazu Personalentwicklungspläne und gleichen die erfolgreiche Umsetzung in regelmäßigen Gesprächen ab. Ziel der Talentpools ist es, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter systematisch auf die Übernahme weitergehender Fach- und Führungsaufgaben vorzubereiten. Vielfältige MotivationsinstrumenteEffiziente Mitarbeiterförderung beschränkt sich bei HOCHTIEF Construction nicht darauf, die fachliche und soziale Kompetenz der Beschäftigten zu steigern. Auch die familienorientierte Personalpolitik und eine positive Unternehmenskultur verstehen wir als ein wichtiges Instrument zur Mitarbeitermotivation. Diverse Maßnahmen, um die Gesundheit und Fitness der Mitarbeiter zu fördern, tragen dazu bei, die Qualität unserer Leistungen und das Wohlergehen der Beschäftigten auf hohem Niveau zu halten. Als Stimmungsbarometer wurde im Berichtsjahr erstmalig der People.Index durchgeführt - eine Mitarbeiterbefragung zur Arbeitsplatzzufriedenheit. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass HOCHTIEF Construction ein attraktiver Arbeitgeber ist, dem sich der Großteil der Mitarbeiter sehr verbunden fühlt. Die Mitarbeiterbefragung wird im Oktober 2010 wiederholt und ab dann halbjährlich durchgeführt. Auch 2009 weniger ArbeitsunfälleMithilfe des von HOCHTIEF entwickelten Sicherheits- und Umweltmanagements gelang es erneut, die Unfallquote zu senken. Dank an Mitarbeiter und BelegschaftsvertreterDie Mitarbeiter von HOCHTIEF Construction stehen in guten sowie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten loyal zu ihrem Unternehmen und engagieren sich mit ganzer Kraft für unseren Erfolg. Dafür steht unsere positive Entwicklung im Berichtszeitraum. Wir sind deshalb optimistisch, dass wir diesen Weg weiter fortsetzen werden. Der Vorstand möchte sich deshalb bei allen Mitarbeitern und Belegschaftsvertretern für ihren Einsatz und ihre Kollegialität herzlich bedanken. EinkaufIm Berichtsjahr haben wir wie in den Vorjahren über 70 Prozent unseres Leistungsvolumens für die Beschaffung von Material und Nachunternehmerleistungen aufgewendet. Unser Unternehmen hat seine Aktivitäten zur weiteren Effizienzsteigerung des Einkaufs konsequent vorangetrieben. Dabei ging es vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise auch darum, das Risikomanagement zu optimieren sowie Beschaffungsmärkte intensiv zu beobachten und zu analysieren. Lead-Buyer-Organisation erfolgreich weiterentwickeltLead-Buyer beschaffen ablaufkritische Warengruppen mit meist hohem Volumen - wie Fassaden, Beton, Technische Gebäudeausrüstung, Aufzüge oder Stahl. Um bessere Konditionen zu erhalten, koordinieren sie ihre Warengruppe und bündeln Aufträge. Außerdem verhandeln Lead-Buyer Preise, schließen Rahmenverträge und beobachten die Markt- und Preisentwicklung. Ihre umfangreichen Kenntnisse der nationalen und internationalen Märkte ermöglichen es uns, Preisveränderungen rechtzeitig zu erkennen und unmittelbar auf diese Entwicklungen zu reagieren. Die Lead-Buyer leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu unserem Risikomanagement. Auf Basis der Lead-Buyer-Organisation entstanden im Geschäftsjahr 2009 strategische Partnerschaften mit Lieferanten in den einzelnen Gewerken. Ein weiterer Lead-Buyer ist seit 2009 für den Einkauf von Planungsleistungen zuständig und erschließt HOCHTIEF Construction zusätzliche Einsparpotenziale. Einkaufsprozesse noch effizienter gestaltetIm Berichtsjahr konnten wir unser Lieferanten- sowie das Vertragsmanagement weiter standardisieren und führten eine neue Lieferantenbewertung ein. Außerdem nutzt HOCHTIEF Construction seit 2009 ein onlinebasiertes Ausschreibungsmanagement-Programm, um vergleichbare Produktanforderungen zu gewährleisten und den elektronischen Vergabevorschlag zu erstellen. Die beiden neuen Verfahren wurden 2009 deutschlandweit in allen Einheiten umgesetzt. Im Jahr 2010 sollen unsere internationalen Gesellschaften und Projekte hinzukommen. Darüber hinaus veranstaltete HOCHTIEF Construction mit gutem Erfolg zum ersten Mal Online-Auktionen. Im Berichtsjahr haben wir zudem im Zuge einer Balanced Scorecard Kennzahlen für den Einkauf festgelegt, die HOCHTIEF Construction mit dem neuen Controllinginstrument "ProCo" durchgängig dokumentiert. Weltweiten Direkteinkauf konsequent ausgebautÜber unsere beiden Handelsgesellschaften HOCHTIEF Global Trade und HOCHTIEF Procurement Asia beziehen wir zunehmend kostengünstige, aber trotzdem hochwertige Produkte direkt bei den Herstellern. HOCHTIEF Gobal Trade konzentriert sich darauf, weltweit Material in den Bereichen Technische Gebäudeausrüstung, Boden- und Wandbeläge sowie Sanitärausstattung zu beschaffen. Kunden der Handelsgesellschaft sind sowohl Nachunternehmer, die für HOCHTIEF Construction arbeiten, als auch Drittkunden. Im Berichtszeitraum war Global Trade in Deutschland, Rumänien, Abu Dhabi und auf Mauritius tätig. So haben wir beispielsweise im Berichtsjahr einen Hotelneubau auf Mauritius mit Fliesen und Sanitärprodukten beliefert. HOCHTIEF Procurement Asia mit Hauptsitz in Hongkong beschafft seit 2009 nicht nur Waren, sondern arbeitet auch als Händler für Drittkunden auf dem Weltmarkt. Dabei geht es vor allem um die Produktgruppen Fliesen, Mosaik, Natursteine, Laminat und Sanitärartikel. Im Berichtsjahr wickelte die Gesellschaft erste Aufträge sowie Wiederholbestellungen in Deutschland, Argentinien, Brasilien, Italien, Rumänien und den USA ab. Zusätzlich arbeiten die beiden Handelsgesellschaften für unsere 2009 registrierte Eigenmarke "HOCHMEISTER". Sie steht für hochwertige Produkte aus den Bereichen Sanitärarmaturen, -keramik, Badausstattung, -möbel, Fliesen, Natursteine, Mosaik, Leuchten und Hotelmöbel. Global Trade und HOCHTIEF Procurement Asia unterstützen dabei, die geeigneten Artikel zu finden, und übernehmen die Qualitätssicherung. Vermögens-, Finanz- und ErgebnislageNach mehreren Verlustjahren konnte die HOCHTIEF Construction AG ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2009 deutlich verbessern. Im Vorjahr initiierte Maßnahmen, um den Hochbau in Deutschland zu restrukturieren, stringente Rendite- und Kalkulationsvorgaben sowie eingeleitete strategische Schritte führten den Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe wieder in die Gewinnzone. Der Unternehmensbereich erreichte 2009 - nach einem Verlust in Höhe von 34,9 Mio. Euro im Jahr 2008 - mit 30,4 Mio. Euro ein positives Ergebnis vor Steuern (laut IFRS-Abschluss). Während die Ergebnisqualität der Neuaufträge weiterhin in allen Divisionen des Unternehmensbereichs zunimmt, belastet das besonders komplexe Altprojekt Rheinhallen/ Rheinpark in Köln das Hochbauergebnis erheblich. Eine Kompensation erfolgte durch die Divisionen Civil Europe und Construction International, die deutlich positive Ergebnisse mit beachtlichen Leistungsrenditen erreicht haben. Die HOCHTIEF Construction AG weist für das Geschäftsjahr 2009 ein positives Ergebnis von 1,3 Mio. Euro - nach einem Fehlbetrag von 102 Mio. Euro im Jahr zuvor - aus. Im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags haben wir das Ergebnis an unsere Muttergesellschaft HOCHTIEF Aktiengesellschaft abgeführt. Das Ergebnis der HOCHTIEF Construction AG wurde darüber hinaus durch folgende Effekte geprägt: Vor allem die internationalen Beteiligungsgesellschaften leisteten mit ihren Ergebnisausschüttungen einen hohen positiven Beitrag. Die insbesondere im Hochbaubereich der HOCHTIEF Construction AG zurückgehende Beschäftigung macht Personalmaßnahmen erforderlich, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Die Bilanzsumme der HOCHTIEF Construction AG erreichte mit 1.364 Mio. Euro nahezu die Höhe des Jahres 2008 (1.367 Mio. Euro), wobei der Rückgang der flüssigen Mittel mit einem Rückgang der Verbindlichkeiten korrespondiert. Weitere wesentliche Entwicklungen in der Bilanzstruktur haben sich nicht ergeben. Trotz eines Rückgangs auf 627 Mio. Euro (Vorjahr 704 Mio. Euro) lag der Finanzmittelbestand * auf einer zufriedenstellenden Höhe. Die Verringerung resultiert aus einem Abbau der Verbindlichkeiten, einem geringeren Anzahlungsvolumen aus Neuaufträgen und der Verlustfinanzierung des Altprojekts Rheinhallen/Rheinpark. Die Reduzierung führte in Verbindung mit sinkenden Zinssätzen jedoch auch zu einem niedrigeren Zinsergebnis, dem ein positiver Ergebnisbeitrag durch Zuschreibungen bei Wertpapieren gegenübersteht. RisikoberichtHOCHTIEF Construction verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Im Geschäftsjahr 2009 haben wir das System kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Zudem ist unser Unternehmen in das Risikomanagementsystem des HOCHTIEF-Konzerns integriert. Die Risiken werden dreimal im Jahr zusammen mit den Prognosen vor Ort erhoben und die Informationen von unten nach oben bis auf die Konzernebene verdichtet. Diese Vorgehensweise bezieht alle Führungskräfte auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie mit ein. Im Berichtszeitraum wurde die Vernetzung der im Unternehmen vorhandenen Kompetenzen weiter verbessert. Die Zusammenführung von Technischem Controlling, Vertrags- und Versicherungsmanagement und Qualitätsmanagement mit KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) unter einer gemeinsamen Leitung hat sich bewährt. Im Zusammenspiel mit den operativen Einheiten gewährleisten sie eine einheitliche und durchgängige Risikophilosophie. Die Projektbegleitung und Steuerung unter Risikogesichtspunkten erfolgt nach entsprechenden Klassifizierungen. Durch Audits werden nationale und internationale Projekte auf technische, kaufmännische sowie rechtliche Risiken überwacht. Das Angebotskomitee ist weiterhin wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagementsystems. Dieses Gremium besteht aus dem Vorstand von HOCHTIEF Construction und erfahrenen Führungskräften unseres Unternehmens, die Projektrisiken prüfen sowie über Angebote und Vertragsabschlüsse entscheiden. Den Gewährleistungsrisiken aus dem Baugeschäft begegnen wir, indem wir Nachunternehmerbürgschaften einfordern sowie gegebenenfalls Wartungsverträge abschließen und regelmäßige Nachkontrollen etablieren. Das im Jahr 2008 eingeführte Versicherungsprodukt "Subguard" wird in allen wesentlichen Projekten genutzt. Es hilft, Haftungsrisiken und Schadensfälle durch Insolvenzrisiko im Nachunternehmerbereich zu reduzieren. 2009 hat HOCHTIEF Construction das Managementsystem grundlegend überarbeitet und auf eine Web-basierte Grundlage gestellt. Hierdurch wird mehr Transparenz in der Systematik der Risikominimierung und Risikosteuerung erreicht. Die Schwerpunkte der Aktivitäten liegen unter anderem in:
Durch die vernetzte Organisation der operativen Einheiten wird die projektbezogene Kompetenz mit der lokalen Kompetenz kombiniert. Projekte der HOCHTIEF Construction AG und ihrer BeteiligungsgesellschaftenUnser Unternehmen bündelt die mehr als 130-jährige Erfahrung und das Know-how der HOCHTIEF-Gruppe im Kerngeschäft Bauen. Als serviceorientiertes Bauunternehmen ist HOCHTIEF Construction vor allem in den Bereichen Hochbau sowie Tief-, Ingenieur- und Flughafenbau tätig. Der Bereich Construction International spezialisiert sich auf den Bau und das Construction-Management von internationalen Großprojekten. Außerdem sind wir in den Produktmarktbereichen Bauträgergeschäft, Wohnimmobilien und Roh-/Industriebau erfolgreich aktiv. Im Geschäftsjahr 2009 nahm die eigenständige Deutsche Baumanagement GmbH ihre Geschäftstätigkeit auf. Sie soll als Construction-Manager Projekte strukturieren und abwickeln, die in einzelnen Losen vergeben werden. Die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit im HOCHTIEF-Konzern schafft Synergien und erlaubt es uns, Unikate zu realisieren, mit denen wir uns maßgeblich vom Wettbewerb unterscheiden. Durch das enge Netzwerk können wir für Kunden alle Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette des Bauens anbieten. Die folgenden Beispiele aktueller oder im Berichtsjahr abgeschlossener Projekte unterstreichen das breite Leistungsspektrum von HOCHTIEF Construction. HOCHTIEF ConstructionGroßprojekteBarwa Commercial Avenue, Doha (Katar)In der katarischen Hauptstadt Doha realisiert HOCHTIEF Construction mit dem Bau eines mehr als acht Kilometer langen Einkaufszentrums den größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte. Die Barwa Commercial Avenue wird ab Mitte 2012 auf knapp 900 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche (zirka 110 Fußballfelder) exklusive Geschäfts-, Büro- und Wohneinheiten bieten. Wir haben den Auftraggeber bereits bei der Planung des Großprojekts auf Basis unseres partnerschaftlichen Geschäftsmodells PreFair beraten und damit für alle Beteiligten weitgehende Planungssicherheit geschaffen. Vor Baubeginn setzte HOCHTIEF innovative Virtual-Construction-Technologie (ViCon) ein. Unsere Schwestergesellschaft HOCHTIEF ViCon entwickelte ein maßgeschneidertes, komplexes 3-D-Modell des Einkaufszentrums und berechnete daran die genauen Mengen benötigter Baumaterialien. Das Projekt in dem wachstumsstarken arabischen Staat hat ein Volumen von 1,3 Mrd. Euro. Gleichzeitig liefen die Planungen für ein weiteres Megaprojekt in dem Emirat: den Qatar Bahrain Causeway. Das künftig längste Damm- und Brückenbauwerk der Welt soll das Königreich Bahrain mit dem Emirat Katar verbinden. Auf einer Strecke von insgesamt 40 Kilometern werden eine vierspurige Straße und eine Bahntrasse die Golfstaaten verbinden. Rheinhallen/Rheinpark, KölnMit diesem Projekt haben wir einen der größten europäischen Medienstandorte an die Mediengruppe RTL übergeben. Außerdem ist ein großer Versicherungskonzern in die ehemaligen Messehallen eingezogen. Die Bruttogeschossfläche beträgt inklusive Parkhaus zirka 250 000 Quadratmeter - mehr als 30 Fußballfelder. Elbphilharmonie, HamburgIn der neuen HafenCity der Hansestadt gingen die Bauarbeiten für die Elbphilharmonie weiter. Das zukünftige Wahrzeichen der Stadt wird von HOCHTIEF Construction auf einem alten Kaispeicher errichtet und zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören. Neben drei Konzertsälen entstehen unter anderem ein Luxushotel mit etwa 250 Zimmern sowie ein Parkhaus für mehr als 500 Fahrzeuge. Zusätzlich realisiert HOCHTIEF Construction als Bauträger mehr als 40 exklusive Eigentumswohnungen und wird diese auch vermarkten. Zum Ende des Berichtsjahres erreichte das Gebäude mit der Fertigstellung des 17. Obergeschosses eine Höhe von zirka 70 Metern. Zudem begann die Montage der insgesamt 1 089 gläsernen Fassadenelemente. HOCHTIEF Facility Management wird nach Fertigstellung das Gebäudemanagement übernehmen und das Projekt betreiben. Bauträgergeschäft/formartWohnungen und Stadthäuser, DüsseldorfMit dem Projekt "Wildparkcarée" in Düsseldorf-Grafenberg realisiert HOCHTIEF Construction bis 2011 eine der größten Wohnungsentwicklungen in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt entstehen 280 Miet- und Eigentumswohnungen sowie Stadthäuser in gehobener Ausstattung. Die ersten 140 Wohnungen des Projekts mit einem Erlösvolumen von zirka 40 Mio. Euro sind bereits verkauft. Exklusive Wohnungen, StarnbergMitte August 2009 fiel der Startschuss für den Bau der Wohnanlage "Am Quell" in Starnberg. Dort entstehen bis Frühjahr 2011 fünf hochwertige Stadtvillen und drei Mehrfamilienhäuser. Drei Häuser der Wohnanlage sind speziell für Senioren konzipiert und barrierefrei. Außerdem bauen wir eine Tiefgarage mit 74 Stellplätzen. Die Gebäude werden durch eine zentrale Holzpellets-Heizanlage mit Wärme versorgt. Im Zuge der Baumaßnahme mit einem Investitionsvolumen von 17 Mio. Euro renaturiert HOCHTIEF Construction einen Bachverlauf auf dem Grundstück. Parkhaus, LeipzigSeit Anfang Mai des Berichtsjahres können Autofahrer das neue Parkhaus am Universitätsklinikum Leipzig nutzen. HOCHTIEF Construction hat die Immobilie mit 524 Stellplätzen als Bauträger entwickelt und realisiert. Büro- und GeschäftshäuserCR16, HamburgAuf dem Gelände des ehemaligen Opernparkhauses in der Hamburger Innenstadt gingen im November 2009 die Bauarbeiten für das Büro- und Wohngebäude "CR16" zu Ende. Auf neun Stockwerken entstanden insgesamt 23 200 Quadratmeter Bürofläche. In einem separaten zwölf-stöckigen Hochhaus wurden 44 hochwertige Mietwohnungen gebaut. Emporio, HamburgSeit Juli 2009 revitalisiert HOCHTIEF Construction das ehemalige Unilever-Hochhaus auf Basis eines PreFair-Vertrags nachhaltig und erweitert es durch einen Neubau zum Quartier "Emporio". Das bestehende Gebäude wird vollständig entkernt und um zwei Etagen aufgestockt. Gleichzeitig laufen die Arbeiten für den Neubau. Hier entsteht, neben Büro- und Gewerbeeinheiten, ein Hotel mit 325 Zimmern. Im Vergleich zum alten Unilever-Haus sollen die Betriebskosten für Heizung und Lüftung um mehr als 64 Prozent reduziert werden. Das "Emporio" erhielt bereits Anfang 2009 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das Vorzertifikat in Silber. Außerdem strebt die Immobilie die Zertifizierung nach dem US-amerikanischen Nachhaltigkeitsstandard LEED-Zertifikat in Gold an. Die Arbeiten sollen 2011 beendet sein. Das Auftragsvolumen für HOCHTIEF Construction beläuft sich auf 121 Mio. Euro. Glückaufhaus, EssenFür den Wiederholkunden Kölbl Kruse haben wir das historische Bürogebäude mit einer Nutzfläche von 17 000 Quadratmetern zwischen Ende 2007 und Herbst 2009 als Generalunternehmer entkernt, saniert und um ein neues Bürogebäude erweitert. Die Auftragssumme erreichte 34 Mio. Euro. Green Wave, EssenEnde des Geschäftsjahres 2009 begannen die Bauarbeiten für das Büro- und Verwaltungsgebäude der Gesellschaft für Nuklear-Service. Das sechsgeschossige "Green Wave" wird von uns bis April 2011 schlüsselfertig realisiert. Zum Auftragsvolumen von 28,1 Mio. Euro gehört auch der Bau einer Tiefgarage. Looper, DuisburgDer im April 2009 fertiggestellte Bürokomplex prägt mit einer Länge von zirka 74 Metern und seiner ovalen Form die Silhouette des neu gestalteten Duisburger Innenhafens. HOCHTIEF Construction hat die fünfstöckige Immobilie für den Wiederholkunden Kölbl Kruse errichtet. In der Auftragssumme von zirka 18 Mio. Euro ist der Bau von zwei Tiefgaragenebenen mit insgesamt 149 Stellplätzen sowie 96 Außenstellplätzen enthalten. Nordex, HamburgBis Ende 2010 werden wir die neue, von formart entwickelte Firmenzentrale des Windenergieanlagenherstellers Nordex fertigstellen. Die Immobilie wurde bereits weit vor der Fertigstellung an einen Schweizer Lebensversicherer veräußert. Das "NordexForum" bietet mit einer Bruttogeschossfläche von 15 200 Quadratmetern zunächst zirka 600 Nordex-Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Die Kapazität lässt sich in einem zweiten Bauabschnitt verdoppeln. Die Immobilie wird deshalb unter ökologischen Gesichtspunkten entwickelt und soll die Vorgaben der Energieeinsparverordnung um deutlich mehr als 20 Prozent unterschreiten. Das NordexForum hat bereits das Vorzertifikat in Gold der DGNB erhalten. Bei dem Projekt ist HOCHTIEF Vermieter, Bauherr und Projektsteuerer. Tower 185, FrankfurtMit dem mehr als 185 Meter hohen "Tower 185" bauen wir für den Immobilienentwickler Vivico in der Bankenmetropole eines der höchsten Gebäude Deutschlands. Das Auftragsvolumen für den Rohbau des 50-stöckigen Turms liegt bei zirka 62 Mio. Euro. Die Arbeiten werden von der HOCHTIEF-Einheit Roh- und Industriebau ausgeführt. Sie begannen im März 2009 und sollen im Frühjahr 2011 beendet sein. Insgesamt entsteht eine Mietfläche von 100 000 Quadratmetern. Etwa 60 Prozent der Fläche waren schon vor Baubeginn langfristig vermietet. Trianon, Prag (Tschechische Republik)Im Auftrag unserer Schwestergesellschaft HOCHTIEF Development realisierten wir in der tschechischen Metropole zwischen Mai 2007 und Anfang 2009 den Büro- und Geschäftskomplex "Trianon". Das elfgeschossige Gebäude überzeugt durch seine außergewöhnliche Architektur und liegt mitten in einem ruhigen Parkgelände. Das Projekt hatte ein Auftragsvolumen von zirka 32 Mio. Euro. VHV-Hauptverwaltungszentrum, HannoverIm Frühjahr 2009 stellten wir als Federführer einer Arbeitsgemeinschaft für das Versicherungsunternehmen ein Ensemble aus drei einzelnen Gebäuden mit jeweils sechs Stockwerken fertig. Der Neubau bietet mehr als 1 000 Mitarbeitern Platz und überzeugt unter anderem durch ein zukunftsweisendes Energiekonzept, das mit Erdwärme arbeitet. In Verbindung mit dreifach verglasten Fenstern und wärmegedämmten Wandelementen lässt sich der Energiebedarf für Heizung und Kühlung signifikant reduzieren. Die Auftragssumme lag bei insgesamt 69,1 Mio. Euro, davon entfielen 88 Prozent auf HOCHTIEF Construction. Volksbank, KarlsruheZwischen September 2007 und Anfang 2009 errichtete HOCHTIEF Construction die neue Hauptverwaltung der Volksbank Karlsruhe auf Basis eines nachhaltigen Konzepts. Erdwärme, Fotovoltaik und andere zukunftsweisende Technologien machen das Gebäude zum "Nullenergiehaus". Die Auftragssumme für das Projekt mit einer Bruttogeschossfläche von 10 800 Quadratmetern belief sich auf 18,9 Mio. Euro. HandelsimmobilienEKZ Tempelhofer Hafen, BerlinEnde April 2009 eröffnete das Einkaufszentrum am früheren Tempelhofer Hafen. HOCHTIEF Construction hat den Komplex mit einer Bruttogeschossfläche von 76 110 Quadratmetern in zwei Jahren als Generalunternehmer realisiert. Neben dem Bau des Einkaufscenters, das teilweise in ein denkmalgeschütztes Speichergebäude integriert ist, gehören Parkdecks mit 600 Stellplätzen zu dem Auftrag mit einem Volumen von 89 Mio. Euro. SportstättenSportstadion, Chorzow (Polen)AIs Federführer eines Konsortiums erweitert unsere polnische Tochtergesellschaft bis voraussichtlich Mitte 2011 das Schlesische Stadion in Chorzow nahe Kattowitz. Die Auftragssumme beläuft sich auf insgesamt knapp 62 Mio. Euro. Davon entfallen 32 Mio. Euro auf HOCHTIEF PoIska. Nach Ausbauende bietet die Sportarena 55 000 Fans Platz -8 000 mehr als in der Vergangenheit. Außerdem entspricht die AnIage dann den Standards der UEFA und der FIFA. Public-Private-PartnershipÖffentlicher Hochbau: Rathaus, MoersIm April 2009 erhielt HOCHTIEF PPP Solutions von der nordrhein-westfälischen Stadt Moers den Auftrag, ein neues Rathaus inklusive Bildungszentrum zu planen, zu finanzieren, zu bauen und nach Fertigstellung 23 Jahre lang zu betreiben. HOCHTIEF Construction ist im Auftrag der Schwestergesellschaft für die Bauarbeiten zuständig. Das Auftragsvolumen von HOCHTIEF Construction liegt bei 48 Mio. Euro. Vier Schulen, FrankfurtIm Auftrag von HOCHTIEF PPP Solutions stellten wir im dritten Quartal 2009 in Frankfurt vier neue Schulen fertig. Unsere Schwestergesellschaft hat diese Schulen auf Basis einer öffentlich-privaten Partnerschaft geplant und finanziert. Außerdem wird HOCHTIEF PPP Solutions die Projekte bis 2029 betreiben. Unser Unternehmen erhält 42 Prozent der gesamten Auftragssumme von 248 Mio. Euro. InfrastrukturprojekteS-Bahnhof Ostkreuz, BerlinSeit Juli 2009 ist HOCHTIEF Construction technischer und kaufmännischer Federführer einer Arbeitsgemeinschaft für den Umbau eines Teilbereichs des stark frequentierten Nahverkehrs-Umsteigebahnhofs. Zu den Arbeiten gehören unter anderem der Neubau von Bahnsteigbrücken, eines Tunnels sowie Stütz- und Lärmschutzwände und Gleisbau. Unser Anteil am gesamten Auftragsvolumen von 45,5 Mio. Euro liegt bei zirka 60 Prozent. Die Bauarbeiten sollen bis Ende September 2012 dauern. HOCHTIEF Construction war bereits am Umbau eines weiteren Teilstücks des S-Bahnhofs Ostkreuz beteiligt. ICE-Neubaustrecke, LichtenfelsIm Oktober des Geschäftsjahres 2009 fiel der Startschuss für den Bau eines weiteren Teils der ICE-Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt. Als Federführer einer Arbeitsgemeinschaft übernimmt HOCHTIEF Construction den Bau von zwei Eisenbahntunneln mit einer Länge von jeweils zirka drei Kilometern. Vom Auftragswert in Höhe von insgesamt 110 Mio. Euro entfallen etwa 38 Mio. Euro auf unser Unternehmen. Die Fertigstellung soll bis September 2013 erfolgen. EnergieGeothermiekraftwerk, KirchstockachIm Auftrag der Süddeutschen Geothermie-Projekte Gesellschaft, an der HOCHTIEF PPP Solutions beteiligt ist, übernahmen wir wesentliche Arbeiten zum Bau des geplanten Geothermiekraftwerks. Dazu gehörte es vor allem, den Bohrplatz vorzubereiten sowie zwei Geothermiebohrungen erfolgreich durchzuführen. Die Auftragssumme für HOCHTIEF Construction betrug zirka 20 Mio. Euro. Auch bei unserem zweiten Geothermiekraftwerk in Dürrnhaar wurden die Bohrarbeiten beendet. Die Kraftwerke werden je vier bis fünf Megawatt Leistung liefern - genug Energie für zirka 10 000 Einfamilienhäuser. Offshore-Windpark, NordseeGemeinsam mit mehreren großen Energieversorgern baut HOCHTIEF Construction nördlich der Insel Borkum den ersten deutschen Offshore-Windpark "alpha ventus". Der Park wird mit einer Gesamtleistung von 60 Megawatt 50 000 Haushalte versorgen können. Dazu wurden bis Ende 2009 bei einer Wassertiefe von 30 Metern zwölf Windenergieanlagen und ein Umspannwerk installiert. Unsere Hubplattform "Odin" trug wesentlich dazu bei, die Konstruktionsarbeiten in der Nordsee unter schwierigen Bedingungen erfolgreich durchzuführen. FlughäfenFlughafen, FrankfurtAm Flughafen Frankfurt übernehmen wir in einer Arbeitsgemeinschaft seit Juli 2009 die Rohbauarbeiten für die sogenannte "Wurzel" am Flugsteig A. Der 200 Meter lange Abschnitt verbindet den alten Flugsteig A mit dem künftigen Flugsteig A plus. Mit dem Ausbau des Flugsteigs am Terminal 1 entstehen bis Ende 2011 Parkpositionen für sieben Großraumflieger, davon vier Airbus A380. Von der gesamten Auftragssumme in Höhe von zirka 36 Mio. Euro gehen etwa 86 Prozent an HOCHTIEF Construction. Flughafen Wroclaw (Polen)Unsere Tochtergesellschaft HOCHTIEF Polska plant und baut den neuen Passagierterminal am internationalen Flughafen Wroclaw, dem ehemaligen Breslau. Dazu errichtet das Unternehmen ein dreigeschossiges, 200 Meter langes und 80 Meter breites Terminalgebäude inklusive technischer Gebäude und Anschlussbauten. Zu dem Auftrag mit einem Volumen von zirka 56 Mio. Euro gehören außerdem die Erweiterung des Straßennetzes, um die Verkehrsanbindung des Terminals zu optimieren, und der Bau von 1 000 neuen Parkplätzen. Wir werden das Projekt in der viertgrößten Stadt Polens 2011 an den Bauherrn übergeben. KlärwerkeGiurgiu-Slobozia (Rumänien)Im April 2009 unterschrieb unsere Niederlassung Rumänien den ersten Auftrag im Segment Umwelttechnik. Dabei geht es darum, die Wasseraufbereitungsanlage in Giurgiu-Slobozia, in der Nähe von Bukarest, zu sanieren, zu modernisieren und zu erweitern. Anschließend wird sich die Kapazität der Anlage mit 82 000 "Einwohnerwerten" nahezu verdoppelt haben. Die Laufzeit des Projekts mit einem Auftragsvolumen von neun Mio. Euro beträgt 38 Monate. Slatina (Rumänien)Im November des Berichtsjahres erhielt HOCHTIEF Construction den Auftrag, die Kläranlage in der Stadt Slatina umfassend zu modernisieren und auszubauen. Während der 33-monatigen Bauzeit werden wir nicht nur die Kapazität auf 72 000 Einheiten erhöhen, sondern auch die Phosphor- und Nitrogenbelastungen in dem gereinigten Abwasser drastisch reduzieren. Die Auftragssumme liegt bei etwa 13,8 Mio. Euro. SonderprojekteMaßregelvollzug Forensik, KölnIm Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen haben wir als Generalunternehmer den Neubau der Klinik für psychisch kranke Straftäter im Kölner Stadtteil Porz realisiert. Seit Frühjahr 2009 werden in den drei Therapiegebäuden 150 Patienten betreut. Zum Auftragsvolumen von 23,8 Mio. Euro gehörte auch der Bau einer Werkstatt sowie einer Sporthalle. Darüber hinaus galt es für uns, sehr hohe Anforderungen an Sicherheitstechnik und Ausbruchsicherheit zu erfüllen. Wesentliche Beteiligungsgesellschaften der HOCHTIEF Construction AGStreif Baulogistik GmbHDie Tochtergesellschaft von HOCHTIEF Construction ist als Baudienstleister auf Bau- und baunahe Infrastruktur und Logistik spezialisiert. Dazu zählen Leistungen, um Baustellen einzurichten sowie Bauabwicklung und Baustellenabläufe projektorientiert zu kombinieren. Zum Angebotsportfolio von Streif Baulogistik gehören die Vermietung von Baumaschinen und -geräten, das Vermieten und Verkaufen von Rüstung und Schalung sowie baulogistische Dienstleistungen. Im Berichtsjahr hat sich die Gesellschaft erwartungsgemäß entwickelt - Leistung und Ergebnis blieben im Plan. Der Anteil externer Kunden lag zum ersten Mal über der 60-Pro-zent-Marke. Das entspricht einem Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Polen hat Streif Baulogistik Polska 2009 die bestehenden Chancen konsequent genutzt und trotz rückläufiger Leistungen ein positives Ergebnis erzielt. Streif Baulogistik profitierte im Geschäftsjahr 2009 vom Trend zur Einzelvergabe am deutschen Baumarkt. Die Bereiche Logistics/Consulting & Management sowie Baumaschinen und -geräte haben sich gut auf dem Markt für Baulogistik positioniert. Das breite Leistungsspektrum und die konzerninterne Vernetzung sind wichtige Alleinstellungsmerkmale und erschließen der Gesellschaft die notwendigen Wettbewerbsvorteile. Für 2010 erwartet das Unternehmen unter anderem durch höhere Bauinvestitionen der öffentlichen Hand weitere Wachstumsimpulse. Im Berichtszeitraum entwickelte sich bereits das klassische Vermietgeschäft aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Schulersatzraum positiv. Dieser Trend wird sich im Geschäftsjahr 2010 vermutlich fortsetzen. Darüber hinaus erschließt der Vertrieb verstärkt das Segment Öffentlicher Hochbau. Streif Baulogistik wird auch weiterhin auf den Märkten ausgewählter Länder wachsen. So planen wir für 2010 die Expansion mit einer eigenen Gesellschaft im Emirat Katar und im Mittleren Osten. Darüber hinaus plant Streif Baulogistik, die bestehenden europäischen Landesgesellschaften weiter auszubauen. ProjektbeispieleEmporio, HamburgStreif Baulogistik stattet die Baustelle des Gebäudekomplexes Emporio, zu dem auch das ehemalige Unilever-Hochhaus gehört, mit Containeranlagen sowie der gesamten Elektrobaustelleneinrichtung aus. Außerdem liefert das Unternehmen den Baustrom und übernimmt umfassende Aufgaben im Bereich Baulogistik. Zusätzlich wurde Europas höchster frei stehender Kran mit einer Höhe von 106 Metern montiert. Universitätsklinik, GießenAn dem Universitätsklinikum entsteht ein neuer Gebäudekomplex mit 650 Betten, zwei Hörsälen und einem Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. Streif Baulogistik erhielt den Auftrag, beim zweiten Bauabschnitt Dienstleistungen wie zum Beispiel Versorgungs-, Entsorgungs- und Transportlogistik, Flächenmanagement sowie Zugangskontrolle zu übernehmen. Darüber hinaus sichert und überwacht das Unternehmen die Baustelle. United Nations Campus, BonnIn Bonn beteiligt sich Streif Baulogistik am Umbau eines früheren Regierungsgebäudes, das künftig von den United Nations genutzt wird. Das Unternehmen sichert, regelt und überwacht zum einen den Personen- und Fahrzeugverkehr auf der Baustelle. Zum anderen ist es für Zugangskontrolle und Bewachung, Transportlogistik und Entsorgungsmanagement zuständig. Außerdem gehören Erd-, Verkehrs- und Landschaftsbauarbeiten genauso zum Auftrag wie das Hochwassermanagement, die Lieferung von Baustrom, -beleuchtung und -wasser sowie von Tagesunterkunfts- und Sanitärcontainern. Sendezentrum, BerlinWährend der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin stellte Streif Baulogistik 370 Container für das International Broadcasting Centre bereit. In den Anlagen waren insgesamt 21 Fernseh- und Radiostationen untergebracht, die über das Event berichteten. Besondere Herausforderungen für Streif: der straffe Zeitplan, um die Container zu montieren und zu demontieren, sowie die Klimatisierung der Räume für die hochsensible Technik. Tower 185, FrankfurtDas Bürogebäude wird 2011 fertiggestellt und dann eines der höchsten Gebäude in Deutschland sein. Streif liefert für den Bau des mehr als 185 Meter hohen Turms unter anderem Schalungsmaterial für den Rohbau. Dazu gehört auch die selbst entwickelte Rahmenschalung StreifLight sowie ein Arbeits- und Wetterschutz. Zwei der sechs montierten Turmdrehkrane werden im Bauverlauf eine Höhe von 190 Metern erreichen. Fußballstadien, PolenStreif Baulogistik Polska beteiligt sich am Bau von zwei Stadien für die Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen. Für den Neubau des Nationalstadions in Warschau mit 55 000 Zuschauerplätzen stellt die polnische Streif-Tochter zwölf Krane zur Verfügung. In Posen wird das städtische Stadion mithilfe von fünf Streif-Drehkranen für das Turnier modernisiert. Neben der reinen Montageleistung war das Unternehmen in beiden Fällen in die Planung eingebunden und hat die Auftraggeber technisch beraten. HOCHTIEF Polska S.A.Die 1996 gegründete polnische Tochter von HOCHTIEF Construction ist eine unserer größten Beteiligungsgesellschaften. Zu ihrem Leistungsportfolio gehören Hochbau- und Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel Büro- und Wohnimmobilien, Fabrikgebäude, Shopping- und Freizeitcenter sowie Straßen, Brücken, Tunnel, Bahnstrecken, Häfen und Umweltschutzprojekte. Bei diesen Projekten arbeitet die Gesellschaft eng mit anderen Unternehmen aus dem gesamten HOCHTIEF-Netzwerk zusammen. Inzwischen entwickelt unsere polnische Tochtergesellschaft auch Finanzierungsmodelle und beteiligt sich an PPP-Projekten. Damit nähert sich auch HOCHTIEF Polska weiter der HOCHTIEF-Strategie an, Projekte während ihres gesamten Lebenszyklus zu begleiten. Im Berichtszeitraum hat sich das Geschäftsvolumen von HOCHTIEF Polska aufgrund der weltweiten Finanzkrise reduziert. Trotzdem wurde das Jahr 2009 mit einem überplanmäßigen Ergebnis abgeschlossen. Durch eine erfolgreiche Akquisitionsarbeit geht HOCHTIEF Polska mit einem soliden Auftragsbestand ins Jahr 2010. Zahlreiche Zertifizierungen bestätigen die hohe Qualität der Arbeit auch in den Bereichen Umweltschutz sowie Gesundheit und Arbeitsschutz - für Mitarbeiter und Nachunternehmer. Für das Jahr 2010 rechnen wir weiter mit einer zufriedenstellenden Entwicklung. ProjektbeispieleFlughafen, LodzLodz, zweitgrößte Stadt Polens, lässt seinen Flughafen ausbauen. Als Mitglied eines Konsortiums beteiligt sich unsere polnische Tochtergesellschaft am Bau des neuen, dreigeschossigen Terminals 3 und eines Kontrolltowers. Auch bei diesem Projekt liefert HOCHTIEF die Gepäckbeförderungsanlage. Fabrik- und Lagerhalle, KutnoIm November 2009 begann HOCHTIEF Polska damit, in der Stadt Kutno eine Fabrik- und Lagerhalle für einen spanischen Auftraggeber zu errichten. Zusätzlich baut das Unternehmen die erforderlichen Zufahrtswege und Parks. Das Auftragsvolumen liegt bei 3,6 Mio. Euro. Weitere Projekte in PolenAm Ende des Berichtsjahres plante oder realisierte HOCHTIEF Polska zum Beispiel auch diese Projekte: eine Abgasreinigungsanlage für die Stadt Kielce, Wohngebäude in Warschau, ein Fußballstadion im niederschlesischen Lubin und ein Outlet-Center in Gdansk. HOCHTIEF CZ a.s.Unsere Beteiligungsgesellschaft in der Tschechischen Republik war im Geschäftsjahr 2009 geprägt von der Finanzkrise sowie notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen. HOCHTIEF CZ geht mit einem soliden Auftragsbestand ins Jahr 2010. HOCHTIEF CZ bietet seinen Kunden Bauleistungen und Services während des gesamten Lebenszyklus von Infrastrukturprojekten, Immobilien und Anlagen. Dazu gehören Property-Development, Planung, Bau und Facility-Management. Im Bereich Hochbau realisiert die Gesellschaft Büro- und Wohngebäude, Shopping-Center, Industrieanlagen und saniert Immobilien. Zum Segment Infrastruktur gehören Tunnel, Brücken und Kläranlagen. Im Jahr 2009 stellte HOCHTIEF CZ wiederum einige Projekte fertig, die für die Gesellschaft ganz besondere Herausforderungen darstellten - zum Beispiel die Rekonstruktion des beliebten Prager Vitkov-Denkmals, große Bürocenter und der Bau des Wohnkomplexes Sacre Coeur in der tschechischen Hauptstadt sowie die Arbeiten an einer Schiffsschleuse. Die vielfältigen Leistungen und der hohe Anteil an langfristigen öffentlichen Infrastrukturaufträgen stellen sicher, dass sich die Gesellschaft in den nächsten Jahren stabil entwickeln kann. HOCHTIEF CZ will darüber hinaus in Kooperation mit anderen HOCHTIEF-Gesellschaften den Anteil des Dienstleistungsgeschäfts weiter steigern. ProjektbeispieleMetro, PragIn einem Joint Venture baut HOCHTIEF Construction die Prager Metrolinie A weiter aus. Die Strecke wird um zirka sechs Kilometer erweitert - zusätzlich entstehen unter anderem vier neue Bahnhöfe. Das Gesamtauftragsvolumen beläuft sich auf zirka 500 Mio. Euro. Der HOCHTIEF-Anteil liegt bei etwa 190 Mio. Euro. Barrierefreie Stadt, HoriceIn der tschechischen Stadt beteiligt sich unsere Gesellschaft an einem Projekt, das darauf zielt, alle öffentlichen Gebäude zu sanieren und die gesamte Infrastruktur behindertengerecht zu gestalten. Dazu gehören zum Beispiel Fußwege, Straßen, Parkplätze, die Wasserversorgung sowie die Straßenbeleuchtung. Das Projekt wird von der tschechischen Regierung finanziell gefördert. Tunnel, VoticeIm Berichtsjahr begann der Bau des Votice-Tunnels. Er gehört zum Neubau der tschechischen Bahnstrecke "Corridor IV" und hat eine Länge von 590 Metern. Das Projekt entsteht in offener Bauweise, also über Tag. Die Bauarbeiten sollen 2013 beendet werden. Kohlekraftwerk, LedviceHOCHTIEF Construction erweitert das Kohlekraftwerk vor allem um Maschinenräume. Der Auftragswert liegt bei zirka 31 Mio. Euro. OOO HOCHTIEF, Russland/HOCHTIEF RussiaUnsere Niederlassung sowie die 2007 gegründete Landesgesellschaft konnten sich im Geschäftsjahr 2009, trotz der internationalen Finanzkrise, gut behaupten und ihre Position im russischen Baumarkt stärken. Umsatz und Ergebnis lagen deutlich über den Planwerten. HOCHTIEF Russia realisiert vor allem Infrastrukturprojekte in den Marktsegmenten Flug- und Seehäfen, Industriebauten, Sportstätten und außergewöhnliche Einzelprojekte. Außerdem wird das Construction-Management für Industriebauten immer wichtiger. Bei seinen Aktivitäten konzentriert sich das Unternehmen hauptsächlich auf Moskau und St. Petersburg, beginnt jedoch mit Erfolg, auch in anderen Regionen zu akquirieren. Dabei profitiert HOCHTIEF Russia von der engen Vernetzung mit HOCHTIEF Construction und deren Kompetenzzentren. Die Einheit geht mit einem sehr soliden Auftragsbestand, insbesondere im Geschäftsfeld Flughafenbau, ins Jahr 2010. ProjektbeispielFlughafen Wladiwostok (Russland)Bis Ende 2011 plant und baut HOCHTIEF Russia einen neuen Terminal und eine neue Zufahrtsstraße für den internationalen Verkehrsflughafen der russischen Hafenstadt. Die Bruttogeschossfläche wird zirka 43 000 Quadratmeter betragen. Vier bis fünf Ein- und Aussteigebrücken sollen es möglich machen, bis zu knapp 1 400 Passagiere pro Stunde abzufertigen. Das Auftragsvolumen für die Anfang 2010 zu Ende gegangene Planungsphase lag bei zirka neun Mio. Euro. HOCHTIEF Construction Qatar W.L.L.Die 2008 gegründete Tochtergesellschaft HOCHTIEF Construction Qatar W.L.L. war im Berichtsjahr vor allem mit Bauaktivitäten und Akquisitionen aktiv. Die Wirtschaft des Emirats wächst nach wie vor dynamisch und plant beziehungsweise realisiert gewaltige Hochbau- und Infrastrukturprojekte. 2009 gelang es HOCHTIEF Construction, mit dem Auftrag zum Bau der Barwa Commercial Avenue in der katarischen Hauptstadt Doha den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte mit einem Volumen von 1,3 Mrd. Euro zu akquirieren. * Verhandlungen über weitere Projekte laufen. Die Gesellschaft erzielte im Kalenderjahr einen wesentlichen Ergebnisbeitrag. HOCHTIEF (UK) Construction Ltd.Die Gesellschaft zählt seit 2002 zu den Beteiligungsgesellschaften der HOCHTIEF Construction AG. Das Unternehmen richtet sich konsequent auf sein Kerngeschäft Straßen- und Bahnstreckenbau sowie Industriebau und Energiegewinnung aus. In diesen Bereichen gehört HOCHTIEF (UK) Construction zu den führenden Anbietern. In enger Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft wickelt die Gesellschaft außerdem erfolgreich Projekte im Kraftwerksbau ab und realisiert Müllverbrennungsanlagen. Im Berichtsjahr setzte HOCHTIEF (UK) Construction sein 2008 gestartetes Programm fort, die Akquise im Kerngeschäft zu stärken. Erklärtes Ziel ist es zudem, die HOCHTIEF Construction AG aktiv dabei zu unterstützen, sich mit ihrem Leistungsportfolio im britischen Markt zu etablieren. HOCHTIEF (UK) wird sich auch 2010 im Infrastrukturmarkt weiterentwickeln, sodass mit einer Steigerung der Bauleistung zu rechnen ist.
* Weitere Informationen finden Sie auf Seite 29.
ProjektbeispieleStratford Station, LondonIm Vorfeld der Olympischen Spiele im Jahr 2012 baut HOCHTIEF (UK) Construction den Bahnhof in Stratford aus. Zum Auftrag gehört unter anderem der Bau neuer Bahnsteige, Treppen und Lifte. Außerdem werden vorhandene Bahnsteige, Elektroinstallationen und Kommunikationssysteme erneuert. Die Arbeiten an dem 40-Mio.-Euro-Projekt laufen plangemäß - ohne die Öffentlichkeit zu stören. Autobahn, Grafschaft KentHOCHTIEF (UK) Construction bekam den Zuschlag, zwei Autobahnabschnitte in der Nähe des Flughafens Kent auf einer Länge von acht Kilometern auszubauen. Besondere Herausforderung bei diesem Projekt mit einem Auftragsvolumen von 35 Mio. Euro: Eine Eisenbahnlinie ist bei laufendem Betrieb zu unterqueren. DURST-Bau GmbHDie österreichische Tochtergesellschaft mit Stammsitz in Wien gehört seit 1987 zum HOCHTIEF-Konzern. Seit 2002 ist Durst-Bau eine Beteiligungsgesellschaft der HOCHTIEF Construction AG. Das Unternehmen arbeitet insbesondere in den Bereichen Wohnungsbau, Bauen im Bestand sowie im Bauträgergeschäft. Es wurde im Berichtsjahr in den Bereich formart integriert. Das Infrastrukturgeschäft wurde 2009 an HOCHTIEF Construction übergeben. * Nach der schwierigen Anlaufphase im Jahr 2009 wurden, in Verbindung mit einer Neuformierung des Bauträgerteams, Planung und Vertrieb der im Bestand befindlichen formart-Projekte in den Vordergrund gestellt. Aufgrund vermehrter Akquisitionsarbeit im Bereich des öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungsbaus geht Durst-Bau für das Geschäftsjahr 2010 von einer deutlichen Steigerung der Bauleistung und einem positiven Ergebnis aus. ProjektbeispieleRielgasse, WienIn der Nähe des Maurer Hauptplatzes entsteht eine Wohnhausanlage mit 35 Wohnungen und 44 Garagenplätzen. Das Bauträgerprojekt mit einem Auftragsvolumen von 13,7 Mio. Euro wird im Herbst 2010 fertiggestellt. Jheringgasse, WienBis zum Sommer 2010 dauern die Arbeiten zum Bau einer öffentlich geförderten Wohnanlage mit 32 Wohnungen inklusive Tiefgarage. Das Projekt umfasst eine Bruttogeschossfläche von 8 361 Quadratmetern und hat ein Auftragsvolumen von sieben Mio. Euro. Entreprise Generale de Construction HOCHTIEF-Luxembourg S. A.HOCHTIEF Luxembourg ist eine Beteiligungsgesellschaft von HOCHTIEF Construction und gehört seit 1981 zu unserem Unternehmen. In dieser Zeit hat sich die luxemburgische Gesellschaft erfolgreich auf dem Markt positioniert. HOCHTIEF Luxembourg beschäftigt sich vor allem damit, Bauträgerprojekte in den Bereichen Wohn- und Büroimmobilien zu entwickeln und zu realisieren. Dabei übernimmt HOCHTIEF Luxembourg alle Projektphasen: vom Grundstückskauf über den Vertrieb bis zum Bau. Im Geschäftsjahr 2009 war die Projektrealisierung von der internationalen Finanzkrise gekennzeichnet. Trotzdem blieb der Markt für Wohnimmobilien in Luxembourg weiterhin attraktiv. Das Jahr 2010 wird im Wesentlichen durch die Realisierung mehrerer Projekte geprägt sein, die 2009 erfolgreich vermarktet wurden. ProjektbeispieleResidence "Am Bambesch"Im nordwestlichen Randbereich der Stadt Luxemburg entsteht die Wohnanlage "Am Bambesch" direkt neben dem von HOCHTIEF Luxembourg erstellten Projekt "Les jardins de Mühlenbach". Die insgesamt 19 Wohneinheiten verfügen über Wohnflächen von 55 bis 130 Quadratmetern und werden in einem hochwertigen Ausbaustandard ausgeführt. Die Wohnanlage mit einem Investitionsvolumen von zirka neun Mio. Euro wird voraussichtlich Anfang 2011 bezugsfertig sein. Hotel Melia, Luxemburg-KirchbergIm Geschäftsjahr 2009 konnte HOCHTIEF Luxembourg den Hotelneubau als Generalunternehmer mehrere Monate vor dem vertraglich vereinbarten Termin übergeben. Das Projekt hat eine Bruttogeschossfläche von 11 000 Quadratmetern und wurde schlüsselfertig realisiert.
* Weitere Informationen finden Sie auf Seite 10.
HOCHTIEF Construction Austria GmbH & Co. KG/ HOCHTIEF Construction ÖsterreichDie im Geschäftsjahr 2007 gegründete selbstständige Landesgesellschaft arbeitete auch 2009 erfolgreich. Das neue Kompetenzzentrum Erd- und Straßenbau verbuchte einige attraktive Aufträge und trug wesentlich mit dazu bei, dass die Gesellschaft an die Erfolge des Vorjahres anschließen konnte. Das umfangreiche Leistungsportfolio des österreichischen Unternehmens deckt die Bereiche Tiefbau und Infrastruktur ab. Neben dem Kompetenzschwerpunkt Erd- und Straßenbau bietet HOCHTIEF Construction Austria Bauleistungen in den Bereichen Ingenieur-, Tunnelbau, Bahn- und Bahnhofsbau, Kraftwerke und Umwelttechnik im gesamten südosteuropäischen Raum. Das Geschäftsfeld Erd- und Straßenbau wird auch 2010 durch eine kontinuierliche Nachfrage nach Verkehrsinfrastruktur wachsen. ProjektbeispieleHauptbahnhof, SalzburgBis 2014 baut unsere österreichische Landesgesellschaft den Salzburger Hauptbahnhof zu einer regionalen und internationalen Drehscheibe aus. Dabei wird eine der größten Bahnstationen des Landes bei laufendem Betrieb zum Durchgangsbahnhof erweitert. Zum Auftragsvolumen gehört unter anderem der Bau von Bahnsteigen mit einer Gesamtlänge von zirka drei Kilometern. Außerdem wird die Schieneninfrastruktur verbessert. Der Auftragswert für das Projekt beläuft sich auf 50,5 Mio. Euro. Bahnhof Herzogenburg, NiederösterreichAls Mitglied einer Arbeitsgemeinschaft baut HOCHTIEF Construction bis Juni 2010 den Bahnhof Herzogenburg um. Kernstück des Projekts ist der Neubau einer Unterführung. Zusätzlich umfasst der Auftrag mit einem Volumen von 11,2 Mio. Euro unter anderem umfangreiche Abbrucharbeiten, Bodentausch- und Entwässerungsmaßnahmen, den Bau von Straßen, Bahnsteigen und einer Eisenbahnbrücke. PPP-Straßenprojekt, WienEnde Oktober 2009 wurde mit den Schnellstraßen S1 Ost und S2 ein Teilstück des ersten österreichischen PPP-Projekts für Verkehrswege termingerecht eröffnet. HOCHTIEF Construction Austria bekam von HOCHTIEF PPP Solutions 2006 als Führer eines Konsortiums den Auftrag, die 51 Kilometer lange Strecke zu bauen. Anfang 2010 wird das gesamte Projekt beendet sein. HOCHTIEF Construction RumänienUnsere 2006 gegründete Niederlassung in der rumänischen Hauptstadt Bukarest konnte sich - trotz erheblicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Landes aufgrund der weltweiten Finanzkrise - gut behaupten. Es gelang sogar, das Geschäft auszubauen. Besonderer Erfolg: HOCHTIEF Construction Rumänien erhielt die ersten drei Aufträge im Bereich öffentliche Umweltprojekte. Die Niederlassung wird drei Wasseraufbereitungsanlagen mit einem Auftragswert von insgesamt 36 Mio. Euro bauen. Mittelfristig will sich die Niederlassung auch im Bereich Verkehrsinfrastruktur etablieren. Hier gibt es hohes Potenzial. Rumänien plant - teilweise mithilfe von Mitteln der Europäischen Union -, in den nächsten fünf Jahren 1 000 Kilometer neue Straßen zu bauen. ProjektbeispieleKläranlage MediasIm Dezember 2009 wurde die Niederlassung Rumänien mit dem dritten Kläranlagenprojekt beauftragt. In Medias/ Transsilvanien soll die bestehende Anlage modernisiert und in 33 Monaten Bauzeit auf 74 000 Einheiten erweitert werden. Der Auftrag hat ein Volumen von 14 Mio. Euro. Hornbach Baumarkt, BukarestIhren vierten Hochbauauftrag erhielt die Niederlassung Rumänien im November 2009. Innerhalb von acht Monaten entsteht im Norden Bukarests ein Baumarkt im Wert von 9,2 Mio. Euro. Dabei wird eine bestehende Markthalle erneuert und um einen Drive-in und einen Gartenmarkt erweitert. HOCHTIEF Construction BulgarienUnsere Niederlassung in der bulgarischen Hauptstadt Sofia haben wir Ende 2005 eröffnet. HOCHTIEF Construction Bulgarien konzentriert sich auf schlüsselfertigen Wohn- und Gewerbebau sowie Logistikimmobilien. Der Bereich Umwelt mit Kläranlagen, Wasser- und Abwasserprojekten gehört zu den weiteren Schwerpunkten. Künftig will die Niederlassung auch von dem geplanten massiven Ausbau des Autobahnen- und Schienennetzes in Bulgarien profitieren. Viele dieser Projekte werden von der Europäischen Union finanziert. Wir erwarten in Bulgarien für 2010 eine steigende Realisierung von Projekten im Kläranlagenbau sowie bei Infrastrukturprojekten. PrognoseberichtIm Geschäftsjahr 2009 haben wir die 2007 begonnenen Maßnahmen zur Restrukturierung und Neuausrichtung konsequent und mit spürbarem Erfolg fortgesetzt. Damit sind wir intern gut gerüstet, um nachhaltig profitabel zu arbeiten. Der Verlauf der nach wie vor anhaltenden Finanzkrise wird jedoch die Entwicklung in Deutschland und in den internationalen Märkten maßgeblich beeinflussen. Gesamtwirtschaftliche SituationDer International Monetary Fund (IMF) geht vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise davon aus, dass die globale Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2010 um zirka drei Prozent wächst. BranchensituationDie Marktforscher von Euroconstruct erwarten für das laufende Geschäftsjahr in der deutschen Baukonjunktur ein leichtes Nachfrageplus. In den osteuropäischen Wachstumsländern rechnen die Branchenexperten mit einem Anstieg um mehr als fünf Prozent. In Westeuropa ist hingegen von einem Rückgang in Höhe von knapp drei Prozent auszugehen. AuftragseingangDie Entwicklung des Auftragseingangs wird im Unternehmensbereich HOCHTIEF Europe und bei der HOCHTIEF Construction AG entscheidend vom Akquiseerfolg bei einigen deutschen und internationalen Großprojekten abhängen. Die Division Building und die Division Civil Europe verhandeln diese Projekte derzeit. Auch vor dem Hintergrund des im Berichtsjahr gewonnenen größten Auftrags in unserer Unternehmensgeschichte erwarten wir für 2010 einen niedrigeren Auftragseingang. Von unserer Strategie, Aufträge konsequent zu selektieren, werden wir nicht abweichen. LeistungKurzfristige Auftragseingänge werden die Bauleistung im Unternehmensbereich und bei der HOCHTIEF Construction AG im laufenden Geschäftsjahr in hohem Maße beeinflussen. Allerdings deckt der Auftragsbestand zu Beginn des neuen Geschäftsjahres über 70 Prozent der auf Höhe des Vorjahres geplanten Bauleistung des Unternehmensbereichs ab. Die Entwicklung der einzelnen Divisionen ist differenziert zu betrachten. Die Division Construction International rechnet mit einer guten Auslastung aufgrund der ausländischen Großprojekte. Die Auslastung der Divisionen Building und Civil Europe im Jahr 2010 ist vom Eingang erwarteter Aufträge abhängig. Ergebnis- und FinanzentwicklungIn den nächsten Monaten geht es darum, erwartete Projekte zu akquirieren und damit die Weichen für eine weitere positive Ergebnis- und Finanzentwicklung im Unternehmensbereich sowie bei der HOCHTIEF Construction AG zu stellen. Sollten bei Akquisitionen gravierende Verzögerungen beziehungsweise Ausfälle eintreten, können wir auch im Geschäftsjahr 2010 marktbedingte Anpassungsmaßnahmen mit entsprechenden Auswirkungen auf unser Ergebnis nicht ausschließen. Weitere Risiken, die über die branchenüblichen hinausgehen, sehen wir nicht. Wir sind optimistisch und erwarten aufgrund der von uns umgesetzten internen Maßnahmen, dass sich das Ergebnis weiterhin positiv entwickelt und gegenüber dem Vorjahr verbessern wird. Der Erfolg unserer internationalen Einheiten lässt auch für das Jahr 2010 von ihnen einen guten Ergebnisbeitrag für den Unternehmensbereich Europe als auch durch Ausschüttungen an die HOCHTIEF Construction AG erwarten. Die HOCHTIEF Construction AG wird gemeinsam mit einigen Beteiligungsgesellschaften weiterhin im Cashpooling-System des HOCHTIEF-Konzerns eingebunden bleiben. Auch die weitere Liquiditätssituation im Unternehmensbereich und bei der HOCHTIEF Construction AG hängt von erwarteten Auftragseingängen und damit zusammenhängenden Anzahlungen ab. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009der HOCHTIEF Construction AG, EssenDer Jahresabschluss und der Lagebericht der HOCHTIEF Construction AG 2009 werden nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anlagenspiegel
Anmerkung zu den Veränderungen im Sachanlagevermögen: Der Zugang bei Grundstücken und Bauten stammt aus dem Kauf der Vermögenswerte der Geschäftsstelle Innsbruck von der Durst-Bau GmbH. Anmerkungen zu den Veränderungen im Finanzanlagevermögen: Die wesentlichen Anteilszugänge an verbundenen Unternehmen resultieren aus der Gründung der Projektgesellschaft Potsdamer Zwillinge GmbH & Co. KG und der HOCHTIEF Construction Slovakia s.r.o. sowie der Erhöhung der Beteiligung an der Uferpalais Projektgesellschaft mbH & Co. KG. Die wesentlichen Beteiligungsabgänge ergeben sich aus der Auflösung der RMZ HOCHTIEF Construction (India) Priv. Ltd., Bangalore, und dem Ausscheiden aus der Stadion Magdeburg GmbH & Co. KG. Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen handelt es sich um Abschreibungen auf den Buchwert der HOCHTIEF Construction Slovakia s.r.o. Anhang 2009der HOCHTIEF Construction AGAllgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die HOCHTIEF Construction AG hat von der Möglichkeit des § 265 Abs. 7 HGB, im Interesse der Darstellungsklarheit die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung in zusammengefasster Form aufzustellen, Gebrauch gemacht. Dem Grundsatz der Klarheit folgend, sind im Anhang Erweiterungen des gesetzlichen Bilanzschemas aufgrund langjähriger Praxis vorgenommen worden. Dabei handelt es sich um die "Forderungen an Arbeitsgemeinschaften" und "Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften". In den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften sind die Salden der entsprechenden Arbeitsgemeinschaften enthalten, die sich aus Lieferungen, Bauleistungen, Verwaltungsgebühren, Barvorlagen und anteiligen Ergebnisübernahmen zusammensetzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der HOCHTIEF Aktiengesellschaft, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen ist. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeSachanlagen werden zu Anschaffungs- beziehungsweise aktivierungspflichtigen Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter 150 Euro wurden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung als Aufwand verbucht. Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwar 150 Euro, nicht aber 1.000 Euro übersteigen, wurden in einem Sammelposten zusammengefasst und werden linear über fünf Jahre abgeschrieben. Wegen Geringfügigkeit wird erworbene Software unter Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Alle zulässigen steuerrechtlichen Sonderabschreibungen werden genutzt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen an Betriebsfremde werden mit dem Barwert angesetzt; im Übrigen erfolgt der Ansatz der Ausleihungen zum Nominalwert. Die Vorräte werden mit Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise mit niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten der nicht abgerechneten Bauarbeiten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten. Im Geschäftsjahr wurden erstmals Fremdkapitalzinsen in Höhe von 361 Tsd. Euro für projektbezogene Darlehen aktiviert. Drohende Verluste werden durch Abschläge von den Herstellungskosten beziehungsweise - soweit die Verluste die jeweiligen aktivierten Herstellungskosten übersteigen -durch Rückstellungen berücksichtigt. Bei ihrer Ermittlung wird die voraussichtliche Entwicklung der Aufträge bis Bauende zugrunde gelegt, wobei als zukünftige Erlöse grundsätzlich nur vom Auftraggeber schriftlich bestätigte Auftragswerte und als zukünftige Kosten geschätzte Vollkosten bis Bauende angesetzt werden. Im Berichtsjahr fielen bei neun lang laufenden Infrastrukturprojekten aufgrund geänderter geologischer Verhältnisse erhebliche Mehrkosten an. Für die Darstellung eines True-and-fair-Views des Jahresabschlusses 2009 wurden Nachträge in Höhe von 35,3 Mio. Euro mit ihren realistischen Auftragswerten angesetzt. Die von den Kunden erhaltenen Anzahlungen werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten von den Vorräten abgesetzt. Darüber hinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen. Bei der Bewertung der grundsätzlich zum Nennwert angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist den erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Darüber hinaus wird zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine pauschale Abwertung vorgenommen. Forderungen an Bauherren im Ausland sind -soweit möglich - durch Hermes-Bürgschaften gegen politische und wirtschaftliche Risiken weitgehend gesichert. Sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die Anschaffungskosten über dem Wert liegen, der den Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch Abschreibungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert bewertet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Pensionsrückstellungen und Jubiläumsrückstellungen sowie Rückstellungen für Altersteilzeit werden versicherungsmathematisch ermittelt. Es wird ein Rechnungszinsfuß von 3,5 Prozent angesetzt. Als Berechnungsgrundlage der Pensionsrückstellungen dienten die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck. Es handelt sich hierbei um eine Generationentafel, die Übergangswahrscheinlichkeiten in der betrieblichen Altersversorgung wie Sterblichkeit, Erwerbsminderung oder Verheiratungshäufigkeit nach Alter, Geschlecht und dem Geburtsjahr gestaffelt wiedergibt. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vorsichtigem kaufmännischem Ermessen gebildet; bei wenigen projektbezogenen Risiken hat die Gesellschaft die Rückstellungen auf Grundlage einer juristischen Einschätzung in Höhe des realistisch zu erwartenden Risikos bemessen. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. In den Umsatzerlösen sind auch anteilige Ergebnisübernahmen von Arbeitsgemeinschaften enthalten. Die Aufwendungen für Abfindungen an Arbeitnehmer sowie die sonstigen Steuern werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Währungsumrechnung und Management von WährungsrisikenForderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Jahresabschluss mit dem Leit- beziehungsweise Tageskurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung oder mit dem niedrigeren beziehungsweise höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt. Das Management von Währungsrisiken erfolgt über die HOCHTIEF Aktiengesellschaft durch verbindliche Richtlinien. Währungsrisiken (im Sinne von Transaktionsrisiken) entstehen überwiegend aus Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssigen Mitteln sowie schwebenden Geschäften in einer anderen als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft oder Betriebsstätte. Zur Absicherung gegen wechselkursbedingte Zahlungen beziehungsweise Positionen werden maßgeblich Devisentermingeschäfte eingesetzt. Vertragspartner der extern abgeschlossenen Derivate sind grundsätzlich Kreditinstitute erster Bonität, die nach anerkannten Verfahren die Marktwerte ermitteln. Die währungsbezogenen Geschäfte sichern zum Bilanzstichtag ein Volumen von 13,8 Mio. Euro (Forwards 1,3 Mio. Euro, Swaps 12,5 Mio. Euro) ab. Für Sicherungsgeschäfte mit negativer Marktbewertung sind sonstige Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro gebildet worden. Die positiven Marktwerte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 0,1 Mio. Euro. Erläuterungen der Bilanz1. AnlagevermögenDie Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind auf der Seite 43 dargestellt. Hinsichtlich der im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen verweisen wir auf die als Anlage beigefügte Anteilsliste. 2. Übrige Vorräte
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen im Rahmen des Cash-Poolings, aus Lieferungen und Leistungen, aus Darlehensgewährungen sowie einer Geldanlage in Höhe von zehn Mio. Euro, die zur Sicherung der Guthaben aus Arbeitszeitkonten verpfändet ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen an Rückdeckungsversicherungen, Zinsansprüche aus Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Forderungen an Betriebsfremde aus kurz- und mittelfristigen Darlehen, Vorlagen für Lohnausgleich und Schlechtwettergeld unserer Mitarbeiter, Forderungen aus ausländischer Umsatzsteuer, Forderungen an Projektgesellschaften, Forderungen an Mitarbeiter aus Vorschüssen und kurzfristigen Darlehen sowie andere Forderungen außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs und andere Vermögensgegenstände. 4. Sonstige WertpapiereDer Wertpapierbestand enthält überwiegend Anteile an Renten- und Aktienfonds und festverzinsliche Anlagen in Euro. Davon befinden sich Wertpapiere mit einem Buchwert von 151.029 Tsd. Euro (Vorjahr 149.417 Tsd. Euro) im rechtlichen Eigentum des HOCHTIEF Pension-Trust e. V. HOCHTIEF Construction AG gehört aufgrund eines Contractual-Trust-Arrangement (CTA) und durch vertragliche Regelung einem unabhängigen Pensionsfonds zur Ausgliederung von Vermögenswerten an, der zur Finanzierung von Pensionszahlungen der HOCHTIEF Construction AG genutzt wird. Die HOCHTIEF Construction AG bleibt wirtschaftlicher Eigentümer des Treuhandvermögens. Von den Wertpapieren sind 18.948 Tsd. Euro (Vorjahr 27.785 Tsd. Euro) zur Insolvenzsicherung der Wertguthaben aus Altersteilzeit gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz sowie zur Sicherung der Guthaben aus Arbeitszeitkonten verpfändet. 5. Flüssige MittelEs handelt sich überwiegend um Euroguthaben bei Kreditinstituten. Von den liquiden Mitteln befinden sich 28.455 Tsd. Euro (Vorjahr 33.274 Tsd. Euro) im rechtlichen Eigentum des Pensionsfonds. 6. Eigenkapital
Das Grundkapital der HOCHTIEF Construction AG ist eingeteilt in 100050000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alleinige Aktionärin ist die HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen. 7. Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Die laufenden Leistungen für die Pensionszahlungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 6.815 Tsd. Euro (Vorjahr 6.227 Tsd. Euro). Die Steuerrückstellungen betreffen Steuern für ausländische Betriebsstätten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Gewährleistungsverpflichtungen, Verpflichtungen für noch auszuführende Arbeiten, Kosten der Auftragsabwicklung und nachträgliche Kosten abgerechneter Aufträge, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Schadenersatzleistungen, Kosten der Altersteilzeit, Verpflichtungen aus Aktienoptionsprogrammen für Führungskräfte, ausstehenden Urlaub von Mitarbeitern, Jubiläumsverpflichtungen, Kosten für Organisationsentwicklungen, Beiträge für Berufsgenossenschaften, Jahresabschlusskosten und andere ungewisse Verbindlichkeiten. Hinsichtlich der Verpflichtungen, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, verweisen wir auf die unter Punkt 4 gemachten Angaben. 8. Verbindlichkeiten
* Restlaufzeiten über fünf Jahre sind
wie im Vorjahr nicht vorhanden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 49,9 Mio. Euro (Vorjahr 28,9 Mio. Euro) durch Grundpfandrechte und Abtretung von Kaufpreisforderungen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie andere Verbindlichkeiten außerhalb des Lieferungs- und Leistungsverkehrs und andere Verpflichtungen. 9. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Bürgschaften und Patronatserklärungen waren überwiegend zur Sicherung aufgenommener Bankkredite, für Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen, Vorauszahlungen und zur Eigenkapitalsicherung ausländischer Beteiligungsgesellschaften gegeben. Die HOCHTIEF Construction AG bürgte am Bilanzstichtag im Wesentlichen für Beteiligungsgesellschaften. Im Übrigen haftet die HOCHTIEF Construction AG gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen sie beteiligt ist. Im Rahmen des zentralen Finanzmittelausgleichs der HOCHTIEF Aktiengesellschaft besteht eine Mithaftung für die von der HOCHTIEF Aktiengesellschaft verursachten Mittelaufwendungen, soweit die Einhaltung der übernommenen Zahlungsverpflichtung das zur Erhaltung des Grundkapitals erforderliche Vermögen im Zeitpunkt der Eingehung der Zahlungsverpflichtung nicht berührt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von 60.599 Tsd. Euro (Vorjahr 73.787 Tsd. Euro), davon 22.318 Tsd. Euro (Vorjahr 29.616 Tsd. Euro) gegenüber verbundenen Unternehmen. Im laufenden Jahr 2009 sind 23.349 Tsd. Euro (Vorjahr 22.946 Tsd. Euro) Aufwendungen für Mieten und Pachten entstanden. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung10. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse von 1.523.262 Tsd. Euro (Vorjahr 1.333.039 Tsd. Euro) enthalten im Wesentlichen Auftragswerte abgerechneter eigener Aufträge, Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie anteilig übernommene Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften. Davon sind 1.432.132 Tsd. Euro im Inland und 91.130 Tsd. Euro im Ausland angefallen. Wegen der langfristigen Auftragsfertigung geben die Umsatzerlöse nur ein unvollständiges Bild der im Berichtsjahr erbrachten Leistung (einschließlich der anteiligen Leistung im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften) wieder. Daher wird ergänzend die Leistung im In- und Ausland dargestellt. Leistung
11. Sonstige betriebliche ErträgeHierunter sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung und indirekten Inanspruchnahme von Rückstellungen, aus Versicherungsentschädigungen, aus der Zuschreibung von Wertpapieren, aus der Erstattung von Verwaltungs- und Betriebsführungskosten, aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Kursgewinnen ausgewiesen. 12. Materialaufwand
13. Personalaufwand
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
14. AbschreibungenDie Abschreibungen betreffen ausschließlich Sachanlagen. 15. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Mieten, Pachten und Leasing, Versicherungsprämien einschließlich Kosten der Hermes-Absicherung gegen Auslandsrisiken, Gerichts-, Anwalts- und Notarkosten, Prozesskosten, Vertriebs- und Reisekosten, Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen, Aufwendungen für Organisationsentwicklungen, Sachkosten der Verwaltung, Kursverluste aus Fremdwährungen, Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen und zur Pauschalwertberichtigung auf Forderungen sowie weitere, nicht an anderer Stelle auszuweisende Sozialleistungen. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen sonstigen Steuern belaufen sich auf 1.838 Tsd. Euro (Vorjahr 1.383 Tsd. Euro). 16. Beteiligungsergebnis und Ergebnis aus Finanzanlagen
Das Beteiligungsergebnis ergibt sich im Wesentlichen aus Ausschüttungen ausländischer Beteiligungsgesellschaften. 17. Zinsergebnis
18. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UmlaufvermögensDiese Position beinhaltet lediglich außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Beteiligung. 19. Steuern vom Einkommen und ErtragDie Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen im Wesentlichen auf Ertragssteuern ausländischer Betriebsstätten. 20. Honorare der AbschlussprüferInsgesamt sind im Geschäftsjahr 2009 an den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft folgende Honorare für erbrachte Dienstleistungen als Aufwand erfasst worden:
21. Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Vorstandsbezüge werden gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht ausgewiesen. An frühere Mitglieder der Organe wurden für das Geschäftsjahr 2009 Gesamtbezüge von 833 Tsd. Euro ausgezahlt. Für diesen Personenkreis sind Pensionsrückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften von 6.091 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2009 gebildet. Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 betrugen 297 Tsd. Euro. KonzernzugehörigkeitDie HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen, ist alleinige Gesellschafterin der HOCHTIEF Construction AG und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses der HOCHTIEF Construction AG unterbleibt aufgrund der Einbeziehung der HOCHTIEF Construction AG und ihrer Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der HOCHTIEF AG, der beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird.
Essen, 26. Januar 2010 HOCHTIEF Construction AG Der Vorstand GremienAufsichtsratDr.-Ing. Herbert LütkestratkötterEssen, Vorsitzender; Vorsitzender des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gerhard Peters *Bad Nauheim, stellvertretender Vorsitzender; Mitglied der Geschäftsleitung der Zentralabteilung Personal der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Gregor Asshoff *Frankfurt am Main, Rechtsanwalt und Leiter der Hauptabteilung Politik und Grundsatzfragen der IG Bauen-Agrar-Umwelt (seit 26. Mai 2009) Klaus Brix *Lich, Vorsitzender der Geschäftsleitung der HOCHTIEF Construction AG, Niederlassung RheinMain (seit 1. April 2009) Matthias Donecker *Bensheim, Fachreferent beim Bundesvorstand IG Bauen-Agrar-Umwelt Rainer EichholzUnna, Sprecher der Geschäftsleitung des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Real Estate Günter Haardt *Leubsdorf, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung der ver.di GmbH, Berlin (bis 07. Mai 2009) Olaf Hasselmann *Hannover, Vorsitzender der Geschäftsleitung der HOCHTIEF Construction AG, Niederlassung Rohbau/Industriebau (bis 31. März 2009) Georg KürfgenEssen, Sprecher der Geschäftsführung des Unternehmensbereichs HOCHTIEF Services Slawomir LachowskiWarschau, Bankdirektor (bis 29. September 2009) Dr. Burkhard LohrHaltern am See, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Professor Dr. Martin RohrDüsseldorf, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft Pietro Spano *Hattingen, Sicherheitsfachkraft, HOCHTIEF Construction AG Dr. Frank StielerEppstein, Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF Aktiengesellschaft (seit 30. September 2009) Olaf Wendler *Osterweddingen, Personalkoordinator, HOCHTIEF Construction AG VorstandHenner MahlstedtEssen, Dipl.-Ing., Vorsitzender des Vorstands, Chief Executive Officer Heiner HelbigHilden, Dipl.-Kfm., Vorstand, Chief Financial Officer Anteilsliste
1 Aufgrund des bestehenden
Gewinnabführungsvertrags wurden Gewinne in Höhe
von 1.641 Tsd. Euro an die HOCHTIEF Construction AG
abgeführt.
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HOCHTIEF Construction AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, 27. Januar 2010 PricewaterhouseCoopers
Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer ppa. Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer |
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