Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 23233
Vorher
DATEV IT Dienstleistungs- und Service GmbH
Eingetragen
12.2.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Planung, Entwicklung, Erstellung, Anpassung und Pflege (Wartung) von Programmen der Datenverarbeitung sowie deren Vertrieb. Gegenstand ist weiterhin der Vertrieb von Computer-Hardware, das Angebot von Online-Diensten, der Betrieb und die Verbreitung von Datenbanken jeglicher Art, die Erbringung von Leistungen für den elektronischen Rechts- und Geschäftsverkehr sowie alle damit zusammenhängenden Nebenleistungen. Daneben kann die Gesellschaft Programme der Datenverarbeitung, Hardware und sonstige für die Datenverarbeitung und übermittlung geeignete Materialien erwerben, verkaufen, anmieten, vermieten bzw. in Lizenz geben sowie Beratungsleistungen auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung und der betriebswirtschaftlichen Beratung anbieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Meisel
seit 21.8.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DATEV eG AG Nürnberg GnR 70
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DATEV International GmbH (vormals: DATEV IT Dienstleistungs- und Service GmbH)

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Die DATEV International GmbH (vormals: DATEV IT Dienstleistungs- und Service GmbH) mit Sitz in Nürnberg ist Eigentümerin der Software für das Produktportfolio für Italien. Die Software wird über die Vertriebsgesellschaft DATEV KOINOS s.r.l. in Mailand vertrieben.

Die aufeinander abgestimmten Produkte bieten eine ganzheitliche Softwarelösung für italienische Steuerberater- und Wirtschaftsprüferkanzleien und deren Mandanten in Italien, darunter Lösungen für Buchführung, Jahresabschluss, Dokumentenmanagement und Gehaltsabrechnungen. Die Entwicklungsleistungen für dieses Produktportfolio erbringt die Entwicklungsgesellschaft in Assago (Mailand), die DATEV.it S.p.A. Durch Werk-, Entwicklungs- und Wartungsverträge zwischen DATEV International und DATEV.it ist gewährleistet, dass die italienische Software einen vergleichbaren Sicherheits- und Qualitäts-Standard besitzt wie die Software der DATEV eG.

Die DATEV International ist ein Tochterunternehmen der DATEV eG. Sie beschäftigt keine eigenen Mitarbeitenden. Die Leistungserbringung erfolgt im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages (Geschäftsführung, Buchhaltung und Administration).

Wirtschaftsbericht

Das Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 um 0,3 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Januar 2024) niedriger als im Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und extremen Energiepreiserhöhungen. Liefer- und Materialengpässe sowie steigende Preise für Nahrungsmittel bremsten trotz nachlassender Corona-Pandemie das Wirtschaftswachstum. Insgesamt konnte sich die deutsche Wirtschaft aber gut behaupten.

Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegte sich die IT-Branche mit einem Wachstum von 2,2 % (Quelle: Bitkom, Januar 2024) auf einem höheren Niveau.

Für das Jahr 2023 beläuft sich das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Italien auf 0,7 Prozent (Quelle: OECD.Stat Economic Outlook No 114 => basiert auf Daten des Istituto Nazionale di Statistica und der Banco d'Italia) im Vergleich zum Vorjahr.

Die europäische sowie die italienische Gesetzgebung treiben die Digitalisierungsprozesse voran. Dies zeigt insbesondere die E-Rechnung Italien ("fattura elettronica"), die bereits seit 01.01.2019 für Unternehmen verpflichtend innerhalb Italiens eingeführt wurde.

Entwicklung der Ertragslage

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren dienen Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern.

Umsatz

Die maßgeblichen Umsätze wurden durch Lizensierung der italienischen Softwareprodukte an die DATEV KOINOS erzielt.

Die Umsatzerlöse haben sich im Jahr 2023 wie erwartet entwickelt. Sie sanken auf 14,6 Mio. Euro (2022: 15,2 Mio. Euro), bedingt durch einen geringeren vertraglich vereinbarten Lizenzsatz von 54,4 % (2022: 63,1 %) wobei die Vertriebsgesellschaft DATEV KOINOS leicht gestiegene Umsätze ausweist.

Mit dem Hauptprodukt DK SET Studio, das DATEV KOINOS an Kanzleien vertreibt, konnte so 9,5 Mio. Euro Lizenzumsatz erzielt werden (2022: 9,4 Mio. Euro).

Der Lizenzumsatz der italienischen Softwareprodukte DK Set Company für Unternehmen - inkl. der im letzten Jahr als digitale Umsätze ausgewiesenen Werte - betrug 3,7 Mio. Euro (2022: 5,0 Mio. Euro).

Mit einem Umsatz von 0,6 Mio. Euro ist der Lizenzumsatz der Softwarelösung für den Personalbereich Paghe (2022: 0,8 Mio. Euro) leicht gesunken.

Der Umsatz aus dem Betrieb der DK Cloud Plattform betrug 0,8 Mio. Euro.

Aufwand

Der Betriebsaufwand (Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) stieg erwartungsgemäß im Jahr 2023 auf 6,5 Mio. Euro (2022: 4,9 Mio. Euro). Dies entsprach einer Erhöhung um 1,6 Mio. Euro bzw. 33 %.

Die Entwicklung des Portfolios für Italien in die Cloud befindet sich weiterhin in der Entstehungsphase. Investitionen in die Cloud-Software wurden als Anzahlungen bilanziert.

Im Jahr 2023 blieben die Abschreibungen somit auf ähnlichem Niveau und haben sich leicht auf 1,9 Mio. Euro erhöht (2022: 1,8 Mio. Euro). Die Marktreife ist ab dem Jahr 2024 zu erwarten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten Wartungskosten der Entwicklungsgesellschaft DATEV.it für die Erhaltung der On-Premises Software sowie die Aufwendungen für den Betrieb der Online-Plattformen in Italien. Zwischen der Muttergesellschaft DATEV eG und DATEV International besteht ein Dienstleistungsvertrag, durch den die Leistungen Geschäftsführung, Buchhaltung und Administration abgerechnet werden. Im Jahr 2023 wurden hierfür 48 Tsd. Euro abgerechnet (2022: 48 Tsd. Euro).

Der Steueraufwand sank im Berichtsjahr auf 2,7 Mio. Euro.

Ergebnis

Insgesamt führten die Veränderung der Umsatzerlöse und des Betriebsaufwands im Geschäftsjahr wie erwartet zu einem niedrigeren Betriebsergebnis. Es lag mit 8,1 Mio. Euro (2022: 10,3 Mio. Euro) um 2,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Das Finanzergebnis belief sich auf 63 Tsd. Euro (2022: -35 Tsd. Euro). Es bestand im Geschäftsjahr wesentlich aus Zinsen aus Geldanlage.

Mit einem Ergebnis vor Steuern von 8,1 Mio. Euro wurde der Vorjahreswert (2022: 10,3 Mio. Euro) wie in der Planung erwartet unterschritten (< 21%).

Als Ergebnis nach Steuern verblieben 5,4 Mio. Euro gegenüber 7,0 Mio. Euro im Vorjahr.

Entwicklung der Finanzlage

Die DATEV International verfügt über eine gute Liquiditäts- und Finanzierungsstruktur. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgemäß nachzukommen.

In die neue Softwaregeneration Cloud wurden 2,6 Mio. Euro (2022: 2,1 Mio. Euro) investiert. Die neuen Cloud-Produkte für Steuerberater werden voraussichtlich ab 2025 in Italien vertrieben und sollen dann neben den On-Premises Produkten bestehen. Investitionen in die neuen Produkte wurden als geleistete Anzahlung aktiviert. Die bestehenden On-Premises Produkte wurden um 0,5 Mio. Euro erweitert, demgegenüber stehen Abschreibungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro.

Das im Jahr 2022 gestartete Projekt für Prüferlösungen erreicht im 1. Halbjahr 2024 die Marktreife und erweitert unter dem Namen AUDITEV das Produktportfolio der DATEV International.

Die liquiden Mittel haben sich zum Stichtag auf 2,0 Mio. Euro (2022: 6,5 Mio. Euro) vermindert. Im Berichtsjahr wurde an die Muttergesellschaft DATEV eG ein Darlehen in Höhe von 10 Mio. Euro gewährt, welches über fünf Jahre zurückzuzahlen ist.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten die ausstehenden Kosten für Rechtsberatung sowie Kosten für die Jahresabschlussprüfung 2023.

Die Finanzierung des laufenden Geschäfts sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt.

Entwicklung der Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 23,8 Mio. Euro (2022: 19,3 Mio. Euro).

Der Buchwert des Anlagevermögens erhöhte sich insgesamt um 1,1 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro (2022: 6,3 Mio. Euro).

Das Anlagevermögen war zu 287 % (2022: 251 %) durch Eigenkapital gedeckt und machte 31 % (2022: 33 %) der Bilanzsumme aus.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich zum Stichtag auf 16,4 Mio. Euro (2022: 13,0 Mio. Euro).

Das Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag 21,3 Mio. Euro (2022: 15,8 Mio. Euro). Im Jahr 2023 wurden keine Gewinnausschüttungen an die Muttergesellschaft vorgenommen (Vorjahr 8,0 Mio. Euro) Das Jahresergebnis wurde vollständig thesauriert. Gleichzeitig reduzierte sich der Fremdkapitalbestand auf 2,6 Mio. Euro (2022: 3,5 Mio. Euro).

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf 2023 und der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft angesichts der andauernden Unsicherheiten und Herausforderungen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld zufrieden. Die gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Situation hatte nicht nur in Deutschland einen deutlichen Digitalisierungsschub ausgelöst. Davon profitierte auch das italienische Steuerberatergeschäft.

Übereinstimmend mit der Prognose wurden im Jahr 2023 in Italien zwar Mehrumsätze generiert, bei einem geringeren abzurechnenden Lizenzsatz ist der Umsatz bei DATEV International aber zurückgegangen.

Das Betriebsergebnis lag im Rahmen unserer Erwartungen und somit unter dem Vorjahreswert. Als Ergebnis nach Steuern verblieben 5,4 Mio. Euro (2022: 7,0 Mio. Euro). Die DATEV International verfügt aus Sicht der Geschäftsleitung über eine gute Eigenkapitalausstattung sowie eine solide Liquiditäts- und Finanzierungsstruktur. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgemäß nachzukommen. Beide finanzielle Leistungsindikatoren lagen über unseren Erwartungen.

Die Entwicklung des Portfolios für Italien in die Cloud wird weiter vorangetrieben und die Marktreife -zuerst Lösungen für Unternehmen - wird ab Ende 2024 erwartet.

Ausblick

Eine weiterhin hohe Inflation, steigende Zinsen und die mäßige Weltkonjunktur hatten die deutsche Wirtschaft 2023 ausgebremst. Auch wenn sich die Inflation im Verlauf des Jahres 2023 abschwächte, die Lohneinkommen stiegen und sich der Arbeitsmarkt robust zeigte, hat sich die Stimmung der Verbraucher zu Jahresbeginn 2024 dennoch eingetrübt. Streiks im Verkehr, Probleme in den Lieferketten und geopolitische Spannungen belasten der Bundesregierung zufolge die Konjunktur. Dies führe dazu, dass sich die erwartete konjunkturelle Erholung nochmals verzögere. Eine verlässliche Prognose des Bruttoinlandsprodukts ist weiterhin nicht absehbar. Die Bundesregierung geht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 für das laufende Jahr von einem Wirtschaftswachstum von 0,2 % aus.

Chancen- und Risikobericht

Im Geschäftsjahr 2024 wird die Erweiterung um cloudbasierte Produkte durch die Entwicklungsgesellschaft DATEV.it weiter fortschreiten. Wir rechnen damit, im Jahr 2024 weitere neue Anwendungen als marktreif zu definieren. Die schnell voranschreitende Digitalisierung stellt für die DATEV International eine große Chance dar. Durch die Zusammenarbeit mit einer flexibel und agil agierenden Entwicklungsgesellschaft (DATEV.it) können Lösungen schnell umgesetzt werden. Andererseits könnte die neue Softwaregeneration Cloud bei den Kunden der DATEV KOINOS in Italien nicht mit der erwarteten hohen Resonanz angenommen werden oder erst verspätet vertrieben wird. Dieses Risiko wird aber durch die weiterhin angebotene On-Premises Version minimiert. Diese Softwaregeneration wird ebenso weiterentwickelt und bietet so Chancen, wenn ein Umstieg auf Cloudlösungen noch nicht erfolgen kann.

Prognosebericht

Aufgrund des Geschäftsmodells werden die Umsatzerlöse insbesondere im Januar für das Bestandsgeschäft und im November und Dezember für das Neukundengeschäft realisiert, was eine entsprechende Prognoseungenauigkeit zum Jahresende mit sich bringt.

Im Jahr 2024 wird das neue Cloudprodukt AUDITEV am italienischen Markt direkt über DATEV International eingeführt. Damit werden unter anderem neue Zielgruppen in Italien adressiert. Perspektivisch soll diese Lösung zusätzlich auch Zielgruppen in anderen Ländern zur Verfügung gestellt werden.

Wir rechnen im Vergleich zum Berichtsjahr in der Prognose mit marginal steigenden Lizenzumsätzen.

Die Aufwendungen werden im Vergleich zu 2023 erkennbar zunehmen, da der Erhalt zweier Produktlinien zu mehr Abschreibungen und höheren Wartungsleistungen führt. Ein Ausbau des Geschäfts mit Cloudlösungen führt zu steigenden Aufwendungen für den Onlinebetrieb der Cloudprodukte durch die Entwicklungsgesellschaft DATEV.it. Das Ergebnis vor Steuern dürfte somit in der Prognose im Jahr 2024 leicht unter dem Niveau des Berichtsjahrs liegen.

 

Nürnberg, 15. März 2024

David Schöner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.400.669,88 6.288.789,30
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.400.669,88 6.288.789,30
B. Umlaufvermögen 16.421.178,94 13.011.907,76
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.434.248,30 6.533.277,03
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.000.938,18 659,01
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.433.310,12 6.532.618,02
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.986.930,64 6.478.630,73
Aktiva 23.821.848,82 19.300.697,06

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 21.261.584,72 15.824.370,74
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 10.582.000,00 10.582.000,00
III. Bilanzgewinn 10.653.584,72 5.216.370,74
davon Gewinnvortrag 5.216.370,74 3.263.479,67
B. Rückstellungen 668.007,31 1.948.491,67
C. Verbindlichkeiten 1.031.758,50 637.842,90
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.019.188,18 637.842,90
2. sonstige Verbindlichkeiten 12.570,32 0,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 860.498,29 889.991,75
Passiva 23.821.848,82 19.300.697,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.584.795,40 15.177.621,43
2. Personalaufwand 20.400,00 20.400,00
a) Löhne und Gehälter 20.400,00 20.400,00
3. Abschreibungen 1.927.076,22 1.849.450,28
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.927.076,22 1.849.450,28
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.564.366,83 3.022.253,76
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.687,50
davon aus verbundenen Unternehmen 6.250,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 35.065,29
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.698.425,87 3.297.561,03
8. Ergebnis nach Steuern 5.437.213,98 6.952.891,07
9. Jahresüberschuss 5.437.213,98 6.952.891,07
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.216.370,74 3.263.479,67
11. Ausschüttung 5.000.000,00
12. Bilanzgewinn 10.653.584,72 5.216.370,74

Anhang

I. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die DATEV International GmbH (vormals DATEV IT Dienstleistungs- und Service GmbH) mit Sitz in Nürnberg ist unter der Nummer HRB 23233 im Handelsregister B des Amtsgerichts Nürnberg eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Bilanzgliederungsschema nach § 266 HGB wurde angewendet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die von der DATEV eG am 2. Januar 2007 eingelegte Software in Höhe von 10.582.000,00 Euro wurde gutachterlich mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode bewertet. Die Software wird kontinuierlich weiterentwickelt und durch das Programmieren zusätzlicher Module erweitert. Im Jahr 2017 wurde entschieden, die Software durch eine Cloudbasierte Suite abzulösen. Auf Grund der aufgestellten Planung ist für einzelne Softwareprodukte 2023 mit der Marktreife zu rechnen. Die vollständige Cloudlösung mit allen geplanten Tools wird 2025 an den Markt gehen. Durch die Erweiterungen und Weiterentwicklung wird seit dem Jahr 2017 eine um 3 Jahre verlängerte Restnutzungsdauer von 8 Jahren angenommen. Dies entspricht einer Nutzungsdauer von insgesamt 19 Jahren. Das Geschäftsmodell der DATEV International GmbH sieht bisher ausschließlich die Vermarktung über die italienische Tochtergesellschaft der DATEV eG vor. Eine Vermarktung außerhalb der DATEV-Gruppe wäre grundsätzlich möglich.

Berechnungen aufgrund unterschiedlicher Verwertungsszenarien indizieren keine dauerhafte Wertminderung der Software, die eine außerplanmäßige Abschreibung erfordern würde.

Zum 01. August 2020 wurde die neu entwickelte Software Superbill als Cloudsoftware zu Anschaffungskosten aktiviert und auf 3 Jahre abgeschrieben. Es handelt sich um eine Standardsoftware zur Rechnungsschreibung. Im Jahr 2022 wurde bei dieser Software eine Verlängerung der Nutzungsdauer angenommen, da über den ursprünglichen Zustand hinaus weiterentwickelt wurde.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Im Eigenkapital wird im Berichtsjahr der Posten Bilanzgewinn ausgewiesen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Steuerrückstellungenbeinhalten die das Vorjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich auf den Teil des Lizenzumsatzes, der das Folgejahr betrifft und im Jahr 2023 bereits in Rechnung gestellt und bezahlt wurde.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres am Ende des Anhangs gesondert dargestellt.

Unsere Forderungen gegen der Gesellschafterin DATEV eG belaufen sich auf 10.000.938,18 Euro (Vorjahr 659,01 Euro). 10.000.000,00 Euro werden als längerfristiges Darlehen ausgegeben und sind bis zum 30.09.2028 zurückzuzahlen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind 6.250 Euro als antizipative Abgrenzungsposten in Form von Zinsertrag enthalten.

Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen. Es entspricht der Eintragung im Handelsregister.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin DATEV eG belaufen sich auf 24.802,70 Euro (Vorjahr 24.100,00 Euro). Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Sonstige Angaben

Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für die Abschlussprüfungsleistung des Geschäftsjahres 2023 beträgt 8.690,00 Euro.

Bei DATEV International GmbH sind weder im aktuellen noch im vorangegangenen Geschäftsjahr Mitarbeiter beschäftigt.

DATEV International GmbH fällt als Tochtergesellschaft in den Anwendungsbereich des Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG), das größtenteils zum 28.12.2023 in Kraft getreten ist. Für DATEV sind der überwiegende Teil der Regelungen frühestens ab dem 1.1.2024 anwendbar. Mithin ergeben sich für das Geschäftsjahr 2023 keine Auswirkungen. Auch in den Folgejahren ist nicht mit Steueraufwand aus der Anwendung des deutschen bzw. ausländischer MinStG zu rechnen, da sowohl temporäre als auch permanente Befreiungen greifen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem Ende des Geschäftsjahrs nicht eingetreten.

Angaben zum Mutterunternehmen

DATEV eG

Paumgartnerstr. 6-14 90429 Nürnberg

Eingetragen beim Registergericht Nürnberg GenReg Nr. 70

I. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer

Schöner, David (Mitglied der Geschäftsleitung der DATEV eG, Leiter International Markets, Holdings & Facility Management), Oberasbach

II. Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer schlägt vor, das Jahresergebnis in Höhe von 5.358.017,48 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Nürnberg, 15.03.2024

David Schöner

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.770.375,48 473.872,52 394.418,70
2. geleistete Anzahlungen 3.482.369,30 2.565.084,28 -394.418,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 28.252.744,78 3.038.956,80 0,00
Summe Anlagevermögen 28.252.744,78 3.038.956,80 0,00
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.891.031,70 1.927.076,22 1.747.635,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 5.653.034,88
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 23.891.031,70 1.927.076,22 7.400.669,88
Summe Anlagevermögen 23.891.031,70 1.927.076,22 7.400.669,88
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.806.420,00
2. geleistete Anzahlungen 3.482.369,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.288.789,30
Summe Anlagevermögen 6.288.789,30

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2024 festgestellt. Das Jahresergebnis 2023 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DATEV International GmbH, Nürnberg,

(vormals DATEV IT Dienstleistungs- und Service GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DATEV International GmbH (vormals DATEV IT

Dienstleistungs- und Service GmbH) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DATEV International GmbH (vormals DATEV IT Dienstleistungs- und Service GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 15. März 2024

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