HVB Trust Pensionsfonds AG

Arabellastraße 12, 81925 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 181773
Eingetragen
12.10.2009
Branche
Mit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Pensionskassen und PensionsfondsTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Gegenstand
Betrieb eines Pensionsfonds im Sinne des Versicherungsaufsichtsgesetzes sowie Betrieb und Vermittlung von Geschäften, die damit in mittelbarem und unmittelbarem Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Brigitte Schielke
seit 1.7.2022
Vorstandsmitglied
Oliver Postler
seit 25.6.2020
Vorstandsmitglied
Jochen Alfons Löhr
seit 12.10.2009
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HVB Trust Pensionsfonds AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresabschluss und Lagebericht der HVB Trust Pensionsfonds AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Lagebericht

Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Das Pensionsfondsgeschäft der HVB Trust Pensionsfonds AG wurde im Dezember 2009 aufgenommen. Es wird nur unmittelbar betrieben und verwaltet den Pensionsplan "HVB-Rente" zur Durchführung von leistungsorientierten Versorgungszusagen ohne versicherungsförmige Garantien im Sinne von §1 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Versorgungsberechtigte der HVB Trust Pensionsfonds AG sind ausschließlich ehemalige Mitarbeiter (aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (geschlechtsneutrale Differenzierung) verzichtet und nur die männliche Form (generisches Maskulinum) verwendet) und Organe (bzw. deren Hinterbliebene sowie Ausgleichsberechtigte nach dem Versicherungsausgleichsgesetz (VersAusglG)) des Trägerunternehmens UniCredit Bank GmbH (bis 15. Dezember 2023 UniCredit Bank AG), München (ehemals firmierend als Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG).

Rechtliche und organisatorische Struktur

Die HVB Trust Pensionsfonds AG wurde am 30. September 2009 in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft als 100%ige Tochter des HVB Trust e.V. gegründet und am 12. Oktober 2009 im Handelsregister München unter HRB 181773 eingetragen ("Gesellschaft"). Das Grundkapital wurde vollständig einbezahlt. Der HVB Trust e.V. fungiert als Treuhänder für im Wesentlichen vom Trägerunternehmen (UniCredit Bank GmbH) übertragene Vermögen, die ausschließlich der Erfüllung von Leistungszusagen auf betriebliche Altersversorgung sowie Leistungen für Auszahlpläne oder Sabbatical-Verpflichtungen dienen. Nach Genehmigung des Pensionsfonds durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am 4. Dezember 2009 wurde der Geschäftsbetrieb zum 15. Dezember 2009 aufgenommen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Sämtliche Aktien der HVB Trust Pensionsfonds AG befinden sich im Besitz des HVB Trust e.V., München. Die Beteiligung ist gemäß §16 Abs. 4 AktG der UniCredit Bank GmbH, München, zuzurechnen.

Der Vorstand der HVB Trust Pensionsfonds AG stellt gemäß §312 AktG für das Geschäftsjahr 2023 fest, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihr zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen sowie die im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt sowie dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde.

Wirtschaftliche Entwicklung

Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge betrug das globale Wirtschaftswachstum 3,1% im Jahr 2023 nach einem Zuwachs von 3,5% im Vorjahr. Ein wichtiger Grund für die geringere Wachstumsdynamik waren die noch immer vergleichsweise hohen Inflationsraten in vielen Industrie- und Schwellenländern, die die Realeinkommen der Privathaushalte belasteten. Zentralbanken wie die Federal Reserve und die EZB strafften ihre Geldpolitik weiter, um die Inflationsraten stärker zu senken, was die Konjunktur zusätzlich belastete. Die weltweiten Lieferketten normalisierten sich hingegen zusehends, wodurch die Unternehmen ihre Auftragsbestände abarbeiten konnten.

Die US-Wirtschaft konnte 2023 um 2,5% zulegen nach einem Zuwachs von 1,9% im Vorjahr (gemäß US Bureau of Economic Analysis (BEA)). Das Wachstum im Jahr 2023 wurde vor allem durch eine Steigerung der privaten Konsumausgaben verursacht. Zum einen bauten die Privathaushalte ihre während der Pandemie gebildeten Überschussersparnisse ab. Zum anderen legten Beschäftigung und Löhne weiter zu, wenngleich die Dynamik im weiteren Jahresverlauf 2023 etwas nachließ. Auch die Bauinvestitionen wuchsen, nicht zuletzt aufgrund der stimulierenden Wirkungen des "Inflation Reduction Act" für den Wirtschaftsaufbau. Die Federal Reserve erhöhte ihren Leitzins weiter von 4,5% im Januar 2023 auf 5,5% im Juli 2023, um die hohen Inflationsraten einzudämmen.

Die chinesische Wirtschaft wuchs im Jahr 2023 um 5,2% und damit deutlich stärker als im Vorjahr, als das Wachstum lediglich 3,0% betrug (gemäß National Bureau of Statistics of China). Wichtigster Auslöser für die schnellere Dynamik war die Öffnung der chinesischen Wirtschaft nach den pandemiebedingten Schließungen von etlichen Wirtschaftsbereichen. Allerdings dämpften eine rückläufige Bauwirtschaft sowie eine schrumpfende Bevölkerung tendenziell das Wachstum.

Im Euroraum wuchs die Wirtschaft um 0,5% im Jahr 2023 (gemäß Eurostat). Besonders stark fiel das Wachstum in Spanien aus (+2,5%), während es in Frankreich (+0,9%) und in Italien (+0,7%) deutlich schwächer war. In Deutschland schrumpfte die Wirtschaftsleistung sogar um 0,3%. Weiterhin hohe Energiekosten sowie schrumpfende Bauinvestitionen aufgrund deutlich höherer Baukosten und Zinsen belasteten die deutsche Wirtschaft stark. Hinzu kam die Verlangsamung der Weltwirtschaft, die die deutsche Konjunktur aufgrund ihrer starken Exportabhängigkeit weiter dämpfte.

Die Inflationsrate im Euroraum betrug 5,4% im Gesamtjahr 2023 nach 8,4% im Jahr davor (gemäß Eurostat). Aufgrund der noch immer überdurchschnittlich hohen Inflation erhöhte die EZB ihren Leitzins (Depositenrate) weiter von 2,0% zum Jahresanfang 2023 auf 4,0% im September 2023.

Der Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung 2023 um 0,3% resultierte vor allem aus rückläufigen privaten Konsumausgaben, sinkenden Bauinvestitionen sowie schrumpfenden Exporten. Der Arbeitsmarkt erwies sich weiterhin als robust: Die Zahl der Erwerbstätigen nahm um rund 0,35 Mio. zu (gemäß Bundesagentur für Arbeit) und erreichte damit einen neuen Rekordstand. Die Inflationsrate betrug 5,9% im Jahresdurchschnitt 2023 nach 6,9% im Vorjahr (gemäß Statistischem Bundesamt).

Geschäftsverlauf der HVB Trust Pensionsfonds AG Geschäftsentwicklung

Die HVB Trust Pensionsfonds AG verwaltet seit 15. Dezember 2009 einen geschlossenen Bestand von Versorgungsverpflichtungen, d. h. es werden keine weiteren Leistungen erdient und der Bestand wird lediglich abgewickelt. Die rechtliche Grundlage dafür bildet einerseits der zwischen der UniCredit Bank GmbH und der HVB Trust Pensionsfonds AG abgeschlossene Pensionsfondsvertrag und andererseits der Vermögensübertragungsvertrag, der zwischen dem HVB Trust e.V., der HVB Trust Pensionsfonds AG und der UniCredit Bank GmbH abgeschlossen wurde und der die Übertragung des anfänglichen Einlösungsbeitrags in Höhe von 1.285,0 Mio € regelt. Trägerunternehmen für die übertragenen Verpflichtungen ist weiterhin die UniCredit Bank GmbH. Die Kapitalanlage für Rechnung und Risiko des Trägerunternehmens erfolgt in Abstimmung mit dem Trägerunternehmen. Zum 15. Dezember 2016 wurden weitere Versorgungsverpflichtungen des Trägerunternehmens sowie Barvermögen in Höhe von 492,0 Mio € sowie zum 15. Dezember 2022 Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 335,0 Mio € unter Einbringung von Planvermögen an zwei Immobilienspezialfonds, Quantum HABITARE und Patrizia German Residential Fund II Wohnen, Werte, Wachstum in Höhe von 120,6 Mio € und Barvermögen in Höhe von 214,4 Mio € auf die HVB Trust Pensionsfonds AG übertragen ("Zweite und Dritte Übertragung").

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wurden 14.260 Versorgungsberechtigte betreut, darunter 2.675 Hinterbliebenenrentner/Waisen. Die Bestandsbewegungen 2023 werden in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Anwärter Invaliden- und Altersrenten Hinterbliebenenrenten
Männer
Anzahl
Frauen
Anzahl
Männer
Anzahl
Frauen
Anzahl
Summe der Jahresrenten
Tsd €
Witwen
Anzahl
Bestand am Anfang des I. Geschäftsjahres 4 2 5.886 6.155 94.712 2.281
II. Zugang während des Geschäftsjahres
Neuzugang an Anwärtern, Zugang 1. an Rentnern - - - - - 132
2. sonstiger Zugang - - - 1 4.033 5
3. gesamter Zugang - - - 1 4.033 137
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod - - 261 202 4.282 139
2. Beginn der Altersrente - - - - - -
3. Invalidität - - - - - -
4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf - - - - - -
Beendigung unter Zahlung von 5. Beträgen - - - - - -
Beendigung ohne Zahlung von . Beträgen - - - - - -
7. sonstiger Abgang - - - - - -
8. gesamter Abgang - - 261 202 4.282 139
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 4 2 5.625 5.954 94.463 2.279
davon:
nur mit Anwartschaft auf 1. Hinterbliebenenversorgung - - 5.617 5.831 94.209 -
2. lebenslange Altersrente 4 2 5.625 5.954 94.463 -
Hinterbliebenenrenten
Summe der Jahresrenten
Witwer
Anzahl
Waisen
Anzahl
Witwen
Tsd €
Witwer
Tsd €
Waisen
Tsd €
Bestand am Anfang des I. Geschäftsjahres 386 4 6.973 1.016 9
II. Zugang während des Geschäftsjahres
Neuzugang an Anwärtern, Zugang 1. an Rentnern 36 1 1.318 65 -
2. sonstiger Zugang - - 738 41 -
3. gesamter Zugang 36 1 2.056 106 -
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod 30 - 1.481 87 -
2. Beginn der Altersrente - - - - -
3. Invalidität - - - - -
4. Reaktivierung, Wiederheirat, Ablauf - - - - -
Beendigung unter Zahlung von 5. Beträgen - - - - -
Beendigung ohne Zahlung von . Beträgen - - - - -
7. sonstiger Abgang 1 - - - 3
8. gesamter Abgang 31 - 1.481 87 3
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 391 5 7.548 1.035 6
davon:
nur mit Anwartschaft auf 1. Hinterbliebenenversorgung - - - - -
2. lebenslange Altersrente - - - - -

Der Zeitwert der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern überdeckt zum 31. Dezember 2023 die Mindestdeckungsrückstellung nach § 24 Abs. 2 PFAV (Pensionsfonds Aufsichtsverordnung) um 11,46% (Vorjahr 8,88%).

Die HVB Trust Pensionsfonds AG hat mit der UniCredit Bank GmbH einen Funktionsausgliederungsvertrag abgeschlossen. Auf dieser Grundlage übernimmt die UniCredit Bank GmbH die Verwaltungsaufgaben der HVB Trust Pensionsfonds AG unentgeltlich. Die HVB Trust Pensionsfonds AG hat keine eigenen Mitarbeiter.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Rentenzahlungen zu Gunsten der Versorgungsberechtigten in Höhe von 116,3 Mio € ausbezahlt.

Kapitalanlagen

Das Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Sicherungsvermögen) ist sowohl in Anteilen des Spezialsondervermögens "HVB Rentenfonds" der Amundi Deutschland GmbH als auch in fünf Immobilienfonds investiert und betrug zum Geschäftsjahresende 2023 1.474,0 Mio € (2022: 1.469,7 Mio €). Das Kapitalanlageziel des "HVB Rentenfonds" besteht darin, die Bedienung der übernommenen Versorgungsverpflichtungen langfristig sicherzustellen. Unter Berücksichtigung der Vorschriften der Pensionsfonds Aufsichts-Verordnung (PFAV) liegt der Anlageschwerpunkt des Sicherungsvermögens nach wie vor auf Rentenpapieren deutscher und europäischer Emittenten guter Bonität, ergänzt um zusätzliche Kapitalanlagen wie z. B. in Aktien, Immobilien und seit 2023 auch Privatmarktanlagen. Das Eigenkapital in Höhe von 4,1 Mio € (davon Grundkapital 3,0 Mio €, Kapitalrücklage 0,5 Mio €, gesetzliche Rücklage und Bilanzgewinn 0,6 Mio €) ist überwiegend in festverzinslichen Schuldverschreibungen und Pfandbriefen (Bilanzposition: Sonstige Kapitalanlagen) angelegt.

Die Erträge aus Kapitalanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 12.144.879,78 € (2022: 1.989.066,51 €), davon entfallen 5.791.599,74 € auf Ausschüttungen aus Immobilienfonds, Zinsen aus Festgeldanlagen sowie Kupons der sonstigen Kapitalanlagen. Durch den Verkauf von Anteilen aus dem HVB Rentenfonds wurden Gewinne von 6.314.615,54 € realisiert.

Durch die Normalisierung des Zinsniveaus konnte der HVB Rentenfonds nicht realisierte Gewinne von 116.885.174,47 € verzeichnen. Bei vier Immobilienfonds mit Schwerpunkt Wohnen sowie gemischter Nutzung hingegen entstanden durch die allgemeine Entwicklung der Immobiliensparte nicht realisierte Verluste von 8.578.383,54 €. Lediglich ein Logistikfonds hat sich in 2023 positiv entwickelt.

Der Verkauf von HVB Rentenfonds-Anteilen zur Erstattung der durch das Trägerunternehmen unterjährig verauslagten Rentenzahlungen wurde in 2023 erstmals in mehreren Tranchen durchgeführt. Die Verkaufserlöse wurden unterjährig als Festgeld zu Marktzinsen angelegt. Die Anlagen der sonstigen Kapitalanlagen wurden in 2023 weitestgehend gegen Anleihen mit einer Verzinsung in Höhe des Rechnungszinses getauscht. Hierbei enstanden Verkaufsgewinne von 38.664,50 €.

Die laufende Bruttoverzinsung der Kapitalanlagen lag im Geschäftsjahr 2023 für das Sicherungsvermögen bei 0,39% (2022: 0,14%) und für die sonstigen Kapitalanlagen bei 1,08% (2022: 0,37%). Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen, Zuschreibungen und Abschreibungen bleiben bei dieser Methode der Berechnung der Durchschnittsverzinsung unberücksichtigt. Werden diese Erträge und Aufwendungen mit einbezogen, ergibt sich eine Nettoverzinsung für das Sicherungsvermögen von 0,82% (2022: 0,10%) und für die sonstigen Kapitalanlagen 2,04% (2022: -6,10%).

Seit Aufnahme des Geschäftsbetriebs der HVB Trust Pensionsfonds AG berät das Trägerunternehmen UniCredit Bank GmbH, München (siehe hierzu auch die Erläuterungen zur Kapitalanlage im Risikobericht) die Gesellschaft beim operativen Kapitalanlagemanagement.

In Kürze kann das Jahr 2023 als das Spiegelbild des Jahres 2022 bezeichnet werden, da sich die negativen Trends des Vorjahres umgekehrt haben. Der Markt und die Stimmung der Anlegerinnen und Anleger wurden weltweit vor allem durch die Bemühungen der Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation beeinflusst. Nach weiteren Zinserhöhungen haben die Zentralbanken eine Pause eingelegt - das hat im letzten Quartal zu Euphorie an den Märkten geführt. Im Gegensatz zum "perfekten Sturm" von 2022 verzeichneten Anleihen und Aktien im Jahr 2023 einen deutlichen Zuwachs. Geopolitische Spannungen hielten die Welt weiter in Atem. Das Wirtschaftswachstum blieb vergleichsweise schwach, aber ohne Einbrüche. Die US-Wirtschaft zeigte sich dabei robuster als die Eurozone. Die Inflationsentwicklung blieb hartnäcking und ging nur langsam zurück. Folglich blieben die Notenbanken restriktiv. Die Zinspolitik der Notenbanken blieb ein zentrales Thema an den Märkten Die Renditen stiegen erst deutlich an, bevor sie gegen Ende des Jahres in der Erwartung von Leitzinssenkungen kräftig fielen. Obwohl die Volatitlität insgesamt deutlich geringer war als in 2022 stieg die Schwankungsbreite an den Kapitalmärkten phasenweise sprunghaft an (Auslöser waren u.a.: Regional Savings Bank Entwicklung in den USA, Credit Suisse Debakel, Geopolitik). Nach starkem Start und zwischenzeitlicher Konsolidierung konnten die Aktienmärkte dank einer Jahresendrallye eine positive Wertentwicklung aufweisen.

Im Fazit kam es im abgelaufenen Jahr zu einer Gegenbewegung zu 2022 welches durch massive Kursrückgänge gezeichnet war. Die Investments in Anleihen, Aktien und Private Markets zeigten in 2023 dank besser als erwartetem Wachstum, sinkender Renditen und der Hoffnung auf Leitzinssenkungen in 2024 eine positive Wertentwicklung. Angesichts der Erwartung von schwächerem Wachtsum, weiter rückläufiger Inflation und Zinssenkungen in 2024 wurde das Zinsniveau genutzt um längerfristig laufende Anleihen weiter auszubauen. Daneben wurden in 2023 auch Strukturen innerhalb des Amundi Spezialfonds "HVB Rentenfonds" geschaffen, um über die nächsten Jahre sukzessive in Private Equity, Private Debt und Private Infrastructure zu investieren. Immobilien spiegelten die gestiegenen Zinsen mit einem Rückgang in der Bewertung während die laufenden Cashflows aufgrund von Inflationsanpassungen stiegen, was in der Summe zu einer leicht negativen Wertentwicklung führte.

Das gesamte Sicherungsvermögen erzielte im Geschäftsjahr 2023 eine positive Wertentwicklung von 120,6 Mio € oder +8,2% bezogen auf den Zeitwert der Assets (2022: -289,2 Mio € oder -22,6%).

Nachhaltigkeit / ESG Grundsätze

Die HVB Trust Pensionsfonds AG unterliegt dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG). Oberster Grundsatz für die Vermögensanlage ist daher, dass unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung "Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des Portfolios als Ganzes sichergestellt werden". Nach §234c und §237 Abs. 1 VAG ist der Pensionsfonds verpflichtet, im Risikomanagementsystem ökologische und soziale Risiken sowie die Unternehmensführung betreffende Risiken (Nachhaltigkeitsrisiken) zu berücksichtigen.

Die HVB Trust Pensionsfonds AG sieht Nachhaltigkeitsrisiken nicht als einzelne Risikoart an, sondern als Risiken, die sich in den Risikoarten wie Marktwertrisiken, Liquiditätsrisiken, operationellen Risiken etc. materialisieren können. Da die Verpflichtungen der HVB Trust Pensionsfonds AG als Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung klar definiert und begrenzt sind, werden Nachhaltigkeitsaspekte in der Anlage des Vermögens und bei der Risikobeurteilung berücksichtigt. Dabei sieht die HVB Trust Pensionsfonds AG auch die Chancen, die sich aus der Transformation der Wirtschaft ergeben können.

Nach dem Selbstverständnis der HVB Trust Pensionsfonds AG als Einrichtung der betrieblichen Altersvorsorge sieht die Gesellschaft es als ihre Aufgabe und Verantwortung an, entsprechende Aspekte zu Umwelt, Sozialem und guter Unternehmensführung (Englisch: Environment, Social and Governance - ESG) in die Anlageentscheidungen zu integrieren. Die HVB Trust Pensionsfonds AG ist davon überzeugt, dass langfristiger Anlageerfolg und Nachhaltigkeit eng miteinander verbunden sind. Entsprechend ist ein Nachhaltigkeitsansatz fester Bestandteil des gesamten Investmentprozesses, sodass sichergestellt werden kann, dass sich das Rendite-Risikoprofil gemäß Treuhandauftrag nicht verschlechtert.

Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten ist in einer ESG-Strategie definiert und über ein mehrstufiges Verfahren implementiert. Dazu gehören u.a. die nachstehend aufgeführten Punkte:

Integration von ESG Aspekten in den gesamten Investmentprozeß und über alle Assetklassen hinweg

Bei der Beauftragung von Assetmanagern werden Unterzeichner der UN-PRI (United Nations Principles for responsible Investments) und starkem ESG-Commitment bei ansonsten gleicher Qualifikation bevorzugt ausgewählt

Hinterlegung von Ausschlusskriterien (z. B. Geschäftsfelder wie kontroverse Waffen, Kohle, Tabak zum Teil mit bestimmten Schwellenwerten oder Geschäftspraktiken wie schwere Verstöße gegen UN Global Compact)

Hinterlegung eines ESG-Ratings mit Ausschluss der schlechtesten Namen

Stärkung von Investments mit einem positiven Beitrag zu den UN Sustainable Development Goals (z. B. über Green & Social Bonds oder Berücksichtigung von SDG Ratings)

Orientierung an den Pariser Klimaabkommen und Reduktion des CO 2 -Fussabdrucks durch konkrete Zielvorgaben

Regelmäßige Nachhaltigkeitsreports (z. B. zu ESG-Rating, Carbon-Footprint etc.)

Voting & Engagement (über die beauftragten Assetmanager)

Thematisierung von ESG-Aspekten im Austausch mit den Assetmanagern der einzelnen Segmente

Bereits in 2022 wurde eine ESG-Policy verabschiedet, die sich auf das ESG-Verständnis des Trägerunternehmens stützt.

Siehe auch "Informationen zur Nachhaltigkeit / ESG" unter Downloadbereich | HypoVereinsbank (HVB).

Solvabilität

Die Solvabilitätsspanne beträgt nach §238 VAG i. V. m. §25 Abs. 1 Nr. 3 PFAV 25% der Nettoverwaltungsaufwendungen im letzten Geschäftsjahr. Da die Verwaltungsaufwendungen das Trägerunternehmen (UniCredit Bank GmbH) übernommen hat werden keine Nettoverwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Der Mindestgarantiefonds beträgt 3,0 Mio €. Die in der Bilanz ausgewiesenen Eigenmittel in Höhe von 4,1 Mio € reichen aus, um den geforderten Mindestgarantiefonds zu bedecken.

Pensionsfondstechnische Rückstellungen

Die Pensionsfondstechnischen Rückstellungen in Höhe von 1.474,0 Mio € entsprechen dem vorhandenen Sicherungsvermögen.

Kostenentwicklung

Die gesamten Verwaltungskosten der HVB Trust Pensionsfonds AG einschließlich der Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses werden von der UniCredit Bank GmbH als Trägerunternehmen übernommen.

Die Gesellschaft hat keine eigenen Mitarbeiter.

Jahresergebnis und Gewinnverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresüberschuss von 82.070,19 €. Nach Einstellung von 4.103,51 € in die gesetzliche Rücklage sowie der Berücksichtigung des Bilanzgewinns des Vorjahres verbleibt ein Bilanzgewinn von 600.560,14 €, der nach dem Vorschlag des Vorstands auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Erklärung zu Mitwirkungspolitik, Abstimmungsverhalten und Offenlegungspflichten als Institutioneller Anleger gemäß §134b AktG

Die HVB Trust Pensionsfonds AG ist als Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung im Sinne von §134a Abs. 1 Nr. 1 c) AktG i. V. m. den §§236 ff. VAG ein institutioneller Anleger und daher grundsätzlich verpflichtet, gemäß §134 b Abs. 1 AktG eine Mitwirkungspolitik zu veröffentlichen, gemäß §134b Abs. 2 AktG jährlich über die Umsetzung der Mitwirkungspolitik zu berichten, sowie gemäß §134b Abs. 3 AktG ihr Abstimmverhalten zu veröffentlichen. Die Gesellschaft hat keine Aktien im Direktbestand. Aktionär im Sinne des AktG ist der jeweilige Fondsverwalter, die Kapitalverwaltungsgesellschaft Amundi Deutschland GmbH ("KVG"), da diese gemäß §93 Abs. 1 KAGB berechtigt ist, im eigenen Namen über die zu dem Sondervermögen HVB Rentenfonds der KVG gehörenden Gegenstände, und somit auch über die dort verbuchten Aktien, zu verfügen und alle Rechte aus ihnen auszuüben. Die HVB Trust Pensionsfonds AG übt daher keine eigenen Aktionärsrechte aus.

Grundsätzlich nimmt die HVB Trust Pensionsfonds AG keinen direkten Einfluss auf die Auswahl von Einzeltiteln im Sondervermögen HVB Rentenfonds und auch keinen Einfluss auf das Abstimmverhalten der KVG. Die Entscheidung über das Abstimmverhalten obliegt ausschließlich der KVG. Aus diesem Grund wird hiermit gemäß §134b Abs. 4 AktG erklärt, dass die oben genannten Vorgaben gemäß §134b Abs. 1-3 AktG nicht erfüllt werden.

Amundi Deutschland GmbH hat die vorgeschriebenen regulatorischen Informationen unter dem kostenfreien und öffentlich zugänglichen Link veröffentlicht:

https://www.amundi.de/privatanleger/Common-Content/Amundi-Germany/Common/Footer/Regulatorische-Informationen

Informationen nach §134c Abs. 1 bis 3 AktG

Die HVB Trust Pensionsfonds AG ist als institutioneller Anleger außerdem verpflichtet, gemäß §134c Abs. 1 -3 AktG folgendes offenzulegen:

Nach §134c Abs. 1 AktG wird hiermit offengelegt, inwieweit die Hauptelemente der Anlagestrategie dem Profil und der Laufzeit der Verbindlichkeiten der Gesellschaft als institutioneller Anleger entsprechen und wie sie zur mittelbis langfristigen Wertentwicklung ihrer Vermögenswerte beiträgt: Bei der Anlage des Vermögens im HVB Rentenfonds handelt es sich um einen gemischten Spezialfonds bei dem die Kapitalanlage im Wesentlichen in festverzinslichen Anlagen und Aktien erfolgt. Die Zins- und Dividendeneinnahmen sowie Kursveränderungen der Kapitalanlagen sollen sicherstellen, dass langfristig ein angemessener Ertrag erwirtschaftet werden kann, der über dem Rechnungszins liegt. Die Anlagestrategie trägt dem jeweiligen Kapitalmarktumfeld Rechnung und erfolgt unter Berücksichtigung der entsprechenden Risiken. Insbesondere berücksichtigt die Strategische Asset Allokation für den HVB Rentenfonds die Art und Dauer der Altersversorgungsleistungen. Das Planvermögen ist sowohl über die Assetklassen als auch innerhalb jeder Assetklasse diversifiziert.

Es steht ausreichende Liquidität zur Erstattung der von den Treugebern bzw. Trägerunternehmen verauslagten Pensionszahlungen zur Verfügung.

Da die Kapitalverwaltungsgesellschaft Amundi Deutschland GmbH ("KVG") als Vermögensverwalter für die HVB Trust Pensionsfonds AG handelt, werden hiermit gemäß §134c Abs. 2 AktG folgende Angaben über die Vereinbarungen mit der KVG offengelegt, die erläutern, wie die für die Gesellschaft als Vermögensverwalter handelnde KVG ihre Anlagestrategie und Anlageentscheidungen auf das Profil und die Laufzeit der Verbindlichkeiten der Gesellschaft abstimmt:

Angaben zur Berücksichtigung der mittel- bis langfristigen Entwicklung der Gesellschaft bei der Anlageentscheidung: Die zwischen Amundi und der HVB Trust Pensionsfonds AG vereinbarten Anlagerichtlinien regeln sowohl die Struktur der Assetallokation als auch die Regeln für die Einhaltung und Überwachung der einzugehenden Risiken. Diese Risiken sind im Risikobericht des Geschäftsberichtes beschrieben.

Angaben zur Mitwirkung in der Gesellschaft, insbesondere durch die Ausübung der Aktionärsrechte, einschließlich der Wertpapierleihe: siehe Beschreibung zur Mitwirkung nach §134b AktG. Spezielle Vereinbarungen für Wertpapierdarlehen und Wertpapierpensionsgeschäfte sind in den Anlagerichtlinien geregelt. Darüber hinaus wirkt die HVB Trust Pensionsfonds AG bei solchen Geschäften nicht aktiv mit.

Angaben zu Methode, Leistungsbewertung und Vergütung des Vermögensverwalters: Die Vergütung des Vermögensverwalters erfolgt zu einem festen %-Satz des Anlagevolumens. Performance- oder Umsatzaspekte spielen für die Vergütung des Vermögensverwalters keine Rolle.

Angaben zur Überwachung des vereinbarten Portfolioumsatzes und der angestrebten Portfolioumsatzkosten durch den institutionellen Anleger: Portfolioumsatzkosten sowie die Überwachung des Portfolioumsatzes sind mit dem Vermögensverwalter nicht vereinbart. Bei Transaktionskosten handelt es sich um einen festen Stückpreis pro Transaktion.

Angaben zur Laufzeit der Vereinbarung mit dem Vermögensverwalter: Die Vereinbarung mit dem Vermögensverwalter läuft auf unbestimmte Zeit und kann vom Vermögensverwalter mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Der Anleger hat die Möglichkeit mit einer Ankündigung von einem Monat die kompletten Anteile zurückzugeben und erhält im Gegenzug Barvermögen.

Risikobericht

Ziele des Risikomanagements

Die wesentlichen Ziele des Risikomanagements bestehen darin:

die Versorgungszusagen gegenüber den Versorgungsberechtigten einzuhalten sowie

die geplante Kapitalmarktrendite bei angemessener Risikopolitik langfristig zu erwirtschaften.

Neben den quantitativen Zielen beinhalten die risikopolitischen Grundsätze der Gesellschaft auch qualitative Elemente, die nicht direkt quantifizierbar sind:

die Einhaltung aller rechtlich relevanten Vorschriften inklusive Aussagen zu Nachhaltigkeitsrisiken,

die Einhaltung der innerbetrieblichen Anlagerichtlinien und Verfahren sowie

die Sicherstellung der Kundenzufriedenheit.

Kommentierung zu den Teilrisiken

Versicherungstechnische Risiken

Der Bewertung der Pensionszusagen liegen biometrische Rechnungsgrundlagen zugrunde, wie z.B. die Lebenserwartung oder Verheiratungshäufigkeit. Gemäß der jährlich durchgeführten Risikoanalyse der biometrischen Rechnungsgrundlagen kommt unser Verantwortlicher Aktuar zu folgendem Ergebnis (Gutachten vom 15. März 2024 zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023):

"Es bleibt festzuhalten, dass die beobachteten Sterblichkeiten und auch Verheiratungshäufigkeiten bei einer 5-Jahresbetrachtung in Zukunft eher Gewinne erwarten lassen. Die Rechnungsgrundlage Biometrie genügt u.E. also weiterhin den Anforderungen gem. §24 Abs. 2 Pensionsfondsaufsichtsverordnung (PFAV) nach einem besten Schätzwert, der die künftige Veränderung berücksichtigt. Allerdings gilt es den Verlauf in Zukunft kritisch zu beobachten."

Die biometrischen Risiken sind somit ausreichend abgedeckt.

Der Rechnungszins ist eine Annahme über die mittel- bis langfristig zu erzielenden Erträge aus der Anlage des Vermögens. Er geht in die versicherungsmathematischen Berechnungen als Diskontierungsfaktor ein, da die künftigen Versorgungsleistungen mit ihrem Wert zum Bilanzstichtag anzusetzen sind. Der Rechnungszins beträgt unverändert 2,75%.

Die Bedeckung der Mindestdeckung betrug zum Jahresende 2023 rund 111,5% bzw. es bestand eine Überdeckung von 151,5 Mio €.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Verwaltung der Kapitalanlagen und das Risikomanagement wurden durch einen Funktionsausgliederungsvertrag auf die UniCredit Bank GmbH übertragen, die sich hierzu eines strategischen Investment Committees (Strategic Investment Committee) sowie als Sub-Committee eines operativen Investment Committees (Operative Investment Committee) bedient. In den Committees wird periodisch über die Rahmenbedingungen der Kapitalanlage diskutiert sowie über konkrete Strategien zur Erreichung der langfristigen Ertragsziele entschieden. Die Kapitalanlagen umfassen derzeit einen Spezialfonds (HVB Rentenfonds) sowie fünf Immobilienspezialfonds (HVB Trust Select Fonds, LIP Real Estate Investment Fund - Logistics Germany, Warburg HIH Perspektive Einzelhandel Fokus Nahversorgung Fonds, Quantum HABITARE Fonds und Patrizia German Residential Fund II Wohnen, Werte, Wachstum).

Das Strategic Investment Committee tagt einmal je Quartal, kann aber bei Bedarf häufiger einberufen werden. Zu den Hauptfunktionen und -aufgaben zählen strategische Ziele und die strategische Assetallokation.

Das Operative Investment Committee tagt turnusgemäß vierteljährlich (i. d. R. in zeitlicher Nähe zur Sitzung des Strategic Investment Committee), kann aber bei Bedarf häufiger einberufen werden. Das Operative Investment Committee bestimmt insbesondere die konkrete Ausgestaltung der Assetallokation.

Die Committees beraten den Vorstand bei Anlageentscheidungen bezüglich des Planvermögens. Damit erhält der Vorstand u. a. Zugang zu den Kompetenzen des Trägerunternehmens wie beispielsweise Kapitalmärkte oder Immobilien. Für die Rechte, Pflichten und Aufgaben dieser Committees in Bezug auf die Anlage des Vermögens gilt eine Geschäftsordnung ("Geschäftsordnung der Investment Committees"). Die Vorstände der HVB Trust Pensionsfonds AG treffen jeweils die finale Anlageentscheidung.

Bei der operativen Umsetzung der Entscheidungen, der Verwaltung des Vermögens und beim Risikocontrolling wird zusätzlich auf externe Dienstleister (z. B. Assetmanager, Kapitalverwaltungsgesellschaft, Depotbank) zurückgegriffen.

Im Regelfall können die Ertragsziele der Kapitalanlage nur durch das Eingehen von Risiken erreicht werden. Die Anlage erfolgt über Anlageklassen und Regionen breit diversifiziert. Das Planvermögen sowie die in den Fonds gehaltenen Wertpapiere sind u.a. Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditäts-Risiken ausgesetzt.

Die operative Durchführung des Risikocontrollings für den HVB Rentenfonds liegt bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft (Amundi Deutschland GmbH). Über die im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben für den HVB Rentenfonds (Kapitalanlagegesetzbuch KAGB sowie Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung PFAV) bestehenden Risikobegrenzungen hinaus erfolgt die Überwachung und Steuerung der Risikopositionen des HVB Rentenfonds mit Hilfe eines hierarchischen Limitsystems (Value at Risk- und Verlustgrenzwerte). Im Rahmen der periodischen Berichterstattung erhält der Vorstand der HVB Trust Pensionsfonds AG standardisierte Reports zu den Risiken aus Kapitalanlagen, zu denen auch ein regelmäßiger Nachhaltigkeitsreport gehört.

Bei den Immobilieninvestments ist anhand der monatlichen Berichterstattung sowie der halbjährlich durchgeführten Anlageausschusssitzungen, an denen ein Vorstand der HVB Trust Pensionsfonds AG teilnimmt, die Risikoüberwachung jederzeit gegeben.

Operationelles Risiko der Kapitalanlage

Die Verantwortung für das Management der operationellen Risiken der Kapitalanlage (z. B. die Aufrechterhaltung der Qualität der Reportingstandards, Wertpapierabwicklung etc.) obliegt dem verantwortlichen Assetmanager (Amundi Deutschland GmbH, München) sowie der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaft bzw. Depotbank (Société Generale S.A.Paris, Zweigniederlassung Frankfurt) für den HVB Rentenfonds.

Für den HVB Trust Select Fonds sowie den Quantum HABITARE Fonds fungiert die Quantum Immobilien Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH als Assetmanager und die Caceis Bank S.A. Germany Branch als Verwahrstelle. Für den LIP Real Estate Investment Fund - Logistics Germany ist als Assetmanager die LIP Invest GmbH und als Verwahrstelle die INTREAL verantwortlich. Für den Warburg HIH Perspektive Einzelhandel Fokus Nahversorgung Fonds ist als Assetmanager die Warburg HIH Invest Real Estate GmbH und als Verwahrstelle die M.M Warburg & Co. KGaA verantwortlich. Für den Patrizia German Residential Fund II Wohnen, Werte, Wachstum ist als Assetmanager die PATRIZIA Augsburg Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH und als Verwahrstelle die BNP Paribas Securities Services S.C.A (Niederlassung Frankfurt am Main). Die Verantwortung für das Management der operationellen Risiken der Immobilien Investments liegt bei dem verantwortlichen Assetmanager sowie der jeweiligen Verwahrstelle.

Marktrisiko

Das Marktrisiko umschreibt die Gefahr eines Wertverlustes von Kapitalanlagen aufgrund negativer Marktpreisänderungen. Die Steuerung des Marktrisikos wird über verschiedene Komponenten des Investmentprozesses in den Anlageentscheidungen berücksichtigt. Ziel ist es, sowohl auf Ebene der Assetklassen als auch auf Strategieebene eine ausgewogene Diversifikation der Investments sicherzustellen:

Das Portfolio der HVB Trust Pensionsfonds AG ist breit diversitfiziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Grundlagen geschaffen, dass der HVB Rentenfonds auch in Private Equity, Private Debt und Infrastructe investieren kann und es wurden erste Investitionen in Höhe von 7,3 Mio € im Segment Private Markets getätigt.

Zur Überwachung und Steuerung der Marktrisiken der Anlagestrategien im HVB Rentenfonds werden verschiedene Kennzahlen verwendet. So wird täglich ein Value at Risk ermittelt und negative Performanceentwicklungen gegen Verlustgrenzen abgeglichen.

Das Strategic Investment Committee gibt den Rahmen vor, innerhalb dem die spezifischen Risikolimitierungen vom Operative Investment Committee in Abstimmung mit dem Vorstand der HVB Trust Pensionsfonds AG, festgelegt werden.

Zum Zweck der Risikomessung und -steuerung wird in Ergänzung zu den Maßnahmen der Kapitalverwaltungsgesellschaft der Value at Risk auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99%, 250 Tagen und einer Haltedauer von einem Tag mittels historischer Simulation quantifiziert.

Für den Fall von Limitüberschreitungen ist ein Eskalationsprozess mit Einbindung der Investment Committees und den Vorständen der HVB Trust Pensionsfonds AG definiert.

Darüber hinaus erfolgt zur frühzeitigen Erkennung von Verlusten bzw. unerwartet hohen Marktwertrückgängen laufend ein Abgleich der Wertentwicklung mit definierten Verlustgrenzwerten (Loss Thresholds). Die Überwachung wird auf täglicher Basis durch Amundi Deutschland GmbH sichergestellt. Bei Überschreitungen setzt auch hier ein mehrstufiges Eskalationsverfahren ein.

Insbesondere das Anleihenportfolio wird periodisch anhand verschiedener Risikokennzahlen tiefergehend analysiert und auf eine angemessene Fristenverteilung der Investments geachtet (Zahlen per Jahresende 2023; Zinsanteile sind enthalten). Das Laufzeitensegment über 10 Jahren wurde erneut weiter ausgebaut. Der durchschnittliche Zinssatz der Anleihen hat sich deutlich um +1,0% auf 2,2% erhöht. Im Durchschnitt ist die Duration der Anleihen von 11,3 Jahren auf 9,6 Jahren gesunken, die durchschnittliche Rendite auf die Endfälligkeit ist unverändert bei +3,5%.

HVB Rentenfonds - Anleihenbestand 2023 2022
Restlaufzeiten
in Mio €
< 1 Jahr 1,1 44,3
1-3Jahre 9,8 20,4
3-5 Jahre 90,7 91,4
5-7 Jahre 101,8 119,9
7-10 Jahre 295,0 263,9
>10 Jahre 627,2 556,3
Gesamt 1.125,6 1.096,2
Kennzahlen
Zinssatz in % 2,2 1,2
Rendite auf Endfälligkeit in % 3,5 3,5
Duration in Jahren 9,6 11,3
Restlaufzeit in Jahren 11,7 12,9

Emittenten Risiko

Aufgrund des hohen Anteils an verzinslichen Papieren im HVB Rentenfonds kommt der Beachtung der Kreditbzw. Emittentenrisiken eine besondere Bedeutung zu. Das Emittentenrisiko wird definiert als die Gefahr von Bonitätsverschlechterungen oder des Ausfalls von Emittenten. Eine Begrenzung des Risikos erfolgt mittels Beschränkungen in Bezug auf die Emittentenkonzentration sowie der Festlegung von Mindestratings. Die Länderaufteilung ergibt sich dabei sowohl aus (Quasi-) Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Pfandbriefen.

Im HVB Rentenfonds werden die Anforderungen an die Qualität der Emittenten bzw. zur Diversifikation der Sondervermögen in Bezug auf Emittentenrisiken durch die "Besonderen Anlagebedingungen" geregelt

(Ausstellergrenzen und Anlagegrenzen gemäß KAGB und Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung PFAV). In der Anlagepolitik wird eine angemessene Diversifizierung in den unterschiedlichen Anleihesegmenten angestrebt:

Darüber hinaus darf der Fonds grundsätzlich nur in Schuldverschreibungen mit einem Mindestrating von BBB-(S&P, Fitch) oder Baa3 (Moody's) investieren, wobei im Falle eines gesplitteten Ratings, das jeweils schlechteste maßgeblich ist. Sollte für Staatsanleihen kein Emissionsrating vorliegen, so können die in den Anlagerichtlinien genannten Ratingvorgaben auch dadurch erfüllt werden, dass der jeweilige Emittent die Ratingvorgaben einhält. Die Herabsetzung eines Ratings bzw. einer Ratingbewertung eines vertraglich aufgenommenen Finanzinstrumentes durch eine externe Ratingagentur führt nicht automatisch zur Verkaufspflicht des betroffenen Finanzinstrumentes durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft hat sich verpflichtet, eine anlassbezogene Überprüfung des externen Ratings durchzuführen und die Anleger zu informieren, für den Fall, dass kein Verkauf des herabgesetzten Finanzinstrumentes durchgeführt wird. Insgesamt weist das Anleiheportfolio eine gleichbleibend hohe Qualität auf:

Aufgrund des hohen Anteils an (Quasi-) Staatsanleihen und Investment Grade Anleihen sind die Liquiditätsrisiken als gering einzustufen.

Es gelten im HVB Rentenfonds zur Eingrenzung des Konzentrationsrisikos spezifische Investitionsgrenzen für Anlagen in Wertpapieren desselben Ausstellers, z. B. darf ein Maximum von 5% des Wertes des SpezialSondervermögens in Wertpapiere eines Emittenten investiert werden, sofern es sich nicht um öffentlich-rechtliche Gläubiger bzw. gedeckte Schuldverschreibungen von Kreditinstituten handelt (in diesen Fällen gelten Grenzen von 30% bzw. 15%) oder in Wertpapiere des Trägerunternehmens UniCredit Bank GmbH (in diesem Fall gilt eine Grenze von 10%). Für die Sub-Investmentmandate, z. B. die Corporate Bond Mandate, wurden separate Anlagegrenzen festgelegt, die an das jeweilige Investitionsvolumen des Mandates gekoppelt sind. Insgesamt ist das Anlageverhalten der HVB Trust Pensionsfonds AG darauf ausgerichtet, eine Risikokonzentration im Portfolio zu vermeiden.

Neben den privatrechtlichen Vereinbarungen (Regelung des Rechtsverhältnisses zwischen den Anlegern und der Amundi Deutschland GmbH) unterliegt der HVB Rentenfonds den gesetzlichen Vorgaben des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) sowie der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung (PFAV). Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben wird durch die Kapitalanlagegesellschaft gewährleistet, so dass ggf. zusätzliche bestehende Beschränkungen bezüglich der Emittentenkonzentration der Investments und der Bonität der Emittenten eingehalten werden bzw. etwaige Grenzverletzungen zeitnah bereinigt werden können.

Nachhaltigkeitsrisiken

Nach dem Selbstverständnis der HVB Trust Pensionsfonds AG als Einrichtung der betrieblichen Altersvorsorge sieht die Gesellschaft es als ihre Aufgabe und Verantwortung an, entsprechende Aspekte zu Umwelt, Sozialem und guter Unternehmensführung (Englisch: Environment, Social and Governance - ESG) in Anlageentscheidungen zu integrieren. Die HVB Trust Pensionsfonds AG verbindet daher das Ziel eine stabile Wertentwicklung zu erzielen mit der Integration von Nachhaltigkeitskriterien in die Anlagestrategie.

Nach §234c VAG ist die HVB Trust Pensionsfonds AG verpflichtet, im Risikomanagementsystem ökologische und soziale Risiken sowie die Unternehmensführung betreffende Risiken (Nachhaltigkeitsrisiken) angemessen zu berücksichtigen.

Die Gesellschaft sieht Nachhaltigkeitsrisiken nicht als einzelne Risikoart an, sondern als Risiken, die sich in den Risikoarten wie Marktwertrisiken, Liquiditätsrisiken, operationellen Risiken etc. materialisieren können. Da die Verpflichtungen der HVB Trust Pensionsfonds AG als Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung klar definiert und begrenzt sind, werden Nachhaltigkeitsaspekte in der Anlage des Vermögens und bei der Risikobeurteilung berücksichtigt. Dabei sieht die HVB Trust Pensionsfonds AG auch die Chancen, die sich aus der Transformation der Wirtschaft ergeben können.

Grundsätzlich gilt, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in Übereinstimmung mit den treuhänderischen Pflichten und regulatorischen Vorgaben erfolgen muss und das Risiko-Rendite-Profil nicht negativ beeinflussen soll.

Nachhaltiges Investieren stärkt die Reputation und schützt das Vermögen und die Gesellschaft vor negativen Auswirkungen. Risiken, die entsprechend berücksichtigt und vermieden bzw. reduziert werden sollen, sind unter anderem:

Risiken durch Klimawandel, Stranded Assets (bspw. Immobilien), steigende CO 2 -Preise usw.

Reputationsrisiken durch Investments in beispielsweise Waffen, Tabak oder Agrarrohstoffen

Investition in Unternehmen, die nicht im Einklang guter Unternehmenspraxis stehen (Verstöße gegen UN Global Compact)

Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten ist in einer ESG-Strategie definiert (siehe Nachhaltigkeits-/ ESG-Grundsätze).

Operationelle Risiken HVB Trust Pensionsfonds AG

Die operativen Arbeiten der HVB Trust Pensionsfonds AG werden gemäß Funktionsausgliederungsvertrag durch die UniCredit Bank GmbH durchgeführt. Eigene operationelle Risiken bestehen somit nicht.

Da sämtliche Funktionen unentgeltlich auf die UniCredit Bank GmbH ausgelagert sind, besteht kein Kostenrisiko.

Strategische Risiken

Eigene strategische Risiken bestehen nicht.

Gesamturteil

Die Maßnahmen des Risikomanagements werden - wie dargestellt - durch ein umfassendes Kontroll- und Berichtswesen flankiert. Als interne und externe Kontrollorgane wirken der Aufsichtsrat, die Revision der UniCredit Bank GmbH, der Treuhänder des Sicherungsvermögens und der Verantwortliche Aktuar. Dem Verantwortlichen Aktuar obliegt die regelmäßige Prüfung des notwendigen Mindestvermögens. Der Treuhänder überwacht fortlaufend das Sicherungsvermögen und achtet u.a. auf eine ausreichende Deckung der Verpflichtungen und die ordnungsgemäße Führung des Sicherungsvermögensverzeichnisses.

Die Hauptrisiken des Pensionsfonds liegen in der Kapitalanlage. Der Rechnungszins beläuft sich auf 2,75%. In 2022 wurde eine ausführliche Asset-Liability-Studie durchgeführt, die eine mittel- und langfristige Erwartung zur Erwirtschaftung eines Rechnungszinssatzes von 2,75% aufzeigt. Um den unverändert volatilen Marktgegebenheiten Rechnung zu tragen führt die HVB Trust Pensionsfonds AG im Geschäftsjahr 2024 eine erneute Asset-Liability Studie durch, die als Basis für eine ggf. notwendige erneute Anpassung der Kapitalanlage dient. Auf das laufende Geschäftsjahr 2024 blickt die HVB Trust Pensionsfonds AG verhalten optimisitisch. Die Aussichten für die wichtigen Anlageklassen erscheinen trotz zahlreicher Herausforderungen durchaus konstruktiv, die Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung bleiben jedoch abwärts gerichtet. Der zum Jahresende vorhandene Puffer in der Bedeckung der Mindesdeckung von rd. 10% sollte es ermöglichen marktbedingte Schwankungen zu kompensieren. Sollte die Mindestdeckung trotzdem unterschritten werden, besteht eine sofortige Nachschusspflicht der UniCredit Bank GmbH, so dass nur ein sehr geringes Risiko besteht, dass die Leistungen der HVB Trust Pensionsfonds AG nicht erbracht werden können.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklungen; Ausblick

Nach einem Zuwachs des globalen BIP von 3,1% 2023 dürfte sich die Weltwirtschaft 2024 etwas abkühlen, bevor sie dann 2025 wieder moderat an Fahrt aufnimmt. Die HVB Group geht von einem Wachstum von 2,7% im Jahr 2024 aus, gefolgt von 3,0% im Jahr 2025 (The UniCredit Macro & Markets Outlook: Central banks' pivot set to support market sentiment, veröffentlicht am 23. November 2023). Für eine moderate Verlangsamung der Weltwirtschaft 2024 sprechen die deutlich höheren Zinssätze aufgrund der Straffungen von Notenbanken wie Fed und EZB, die ihre vollen dämpfenden Auswirkungen erst mit einer Wirkungsverzögerung zeigen dürften. Zudem sind die Überschussersparnisse der Privathaushalte im Euroraum, die sich während der Pandemie aufgebaut haben, weitgehend aufgebraucht, während sie in den USA deutlich reduziert worden sind. Hinzu kommt eine weniger expansiv wirkende Fiskalpolitik in den Industrieländern. In China dürfte sich die konjunkturelle Schwäche angesichts einer voraussichtlich weiterhin schwierigen Situation am Immobilienmarkt fortsetzen. Aus fundamentaler Sicht erscheint das Risiko einer harten Landung der Weltwirtschaft 2024 allerdings eher gering. Zum einen sorgen voraussichtlich weiter rückläufige Inflationsraten für eine geringere Belastung der Kaufkraft für Privathaushalte und Unternehmen. Zum anderen dürften der Puffer aus niedrigen Schuldenständen des Privatsektors in vielen Industrieländern sowie vergleichsweise robuste Arbeitsmärkte eine noch stärkere Konjunkturverlangsamung verhindern. Allerdings erhöht die angespannte geopolitische Lage die Risiken für die Weltwirtschaft. So könnten etwa abrupte Kursausschläge an den Finanz- und Rohstoffmärkten sowie eine anhaltend hohe Unsicherheit aufgrund geopolitischer Ereignisse die Weltwirtschaft belasten.

Die HVB Group erwartet, dass die US-Wirtschaft ihr Wachstumstempo aus dem Jahr 2023 (2,5%) nicht halten kann und lediglich moderat um jeweils 1,0% 2024 und 2025 zulegen wird. Zum einen dürften die deutlich höheren Leitzinsen und die damit verbundene Verschärfung der Kreditkonditionen für Unternehmen und Privathaushalte erst mit einer zeitlichen Wirkungsverzögerung vollständig in der US-Wirtschaft ankommen. Zum anderen wird der private Konsum voraussichtlich an Dynamik verlieren. Die verbliebenen Überschussersparnisse befinden sich weitgehend in den Händen des wohlhabenderen Teils der Bevölkerung und dürften deshalb die privaten Verbraucherausgaben aufgrund der geringeren Konsumneigung weniger stark ankurbeln. Die Sparquote, die 2023 zeitweilig weniger als die Hälfte des Niveaus von vor der Pandemie betrug, wird vermutlich ansteigen, da sich der Arbeitsmarkt weiter moderat abschwächen dürfte und die Privathaushalte vorsichtiger werden. Die HVB Group erwartet ab dem zweiten Quartal 2024 Zinssenkungen der amerikanischen Notenbank, die sich bis zum Jahresende 2024 auf insgesamt 125 Basispunkte belaufen dürften (The UniCredit Macro & Markets Outlook: Central banks' pivot set to support market sentiment, veröffentlicht am 23. November 2023).

Eine voraussichtlich weiterhin schwache Entwicklung des Immobilienmarkts sowie eine vermutlich weiter rückläufige Bevölkerung dürften dazu beitragen, dass Chinas Wachstum eher holprig und im historischen Vergleich gedämpft bleibt. Nach einem Zuwachs von 5,2% im Jahr 2023 erwartet die HVB Group ein Wachstum von 4,5% 2024 gefolgt von 4,3% 2025 (The UniCredit Macro & Markets Outlook: Central banks' pivot set to support market sentiment, veröffentlicht am 23. November 2023).

Für den Euroraum erwartet die HVB Group für 2024 ein leichtes Wachstum von 0,5%, gefolgt von einer moderaten Erholung mit einem BIP-Zuwachs von 1,2% im Jahr 2025 (The UniCredit Macro & Markets Outlook: Central banks' pivot set to support market sentiment, veröffentlicht am 23. November 2023). Die Inflationsrate dürfte im Jahresdurchschnitt 2024 bei 2,2% und 2025 bei 1,8% liegen nach 5,4% im Jahr 2023. Die EZB dürfte die Leitzinsen ab dem zweiten Quartal 2024 allmählich senken, so dass sich die Zinssenkungen bis zum Jahresende 2024 auf insgesamt 75 Basispunkte belaufen dürften (The UniCredit Macro & Markets Weekly: Fed in no hurry to cut rates, veröffentlicht am 26. Januar 2024).

Für das Jahr 2024 erwartet die HVB Group auf Länderebene im Euroraum ein geringfügiges Wachstum des BIP in Deutschland um 0,4% (2025: 1,3%). Die Wirtschaftsleistung in anderen größeren Ländern der Eurozone dürfte sich hingegen im Jahr 2024 etwas besser entwickeln. Für Frankreich erwartet die HVB Group einen Zuwachs von 0,8% (2025: 1,1%), für Italien 0,6% (2025: 1,1%; The UniCredit Macro & Markets Outlook: Central banks' pivot set to support market sentiment, veröffentlicht am 23. November 2023).

Für eine leichte Konjunkturerholung in Deutschland 2024 spricht, dass der Abbau von hohen Lagerbeständen im verarbeitenden Gewerbe und Einzelhandel zu Ende gehen dürfte. Die vermutlich weiter sinkende Inflation wird auch die Kaufkraft der Privathaushalte weniger belasten. Allerdings dürfte ein restriktiverer Kurs in der Fiskalpolitik im Jahr 2024 die Wirtschaft tendenziell dämpfen. Hinzu kommt der starke Rückgang der Baugenehmigungen vor allem im Wohnungsbau, der sich vermutlich negativ auf die Bauaktivitäten auswirkt, nachdem die Auftragsbestände zusehends von den Bauunternehmen abgearbeitet worden sind. Im Jahresdurchschnitt 2024 dürften die Verbraucherpreise um 2,5% und im Jahr 2025 um 1,7% steigen (2023: 5,9%; The UniCredit Macro & Markets Weekly: Earnings season a litmus test for risk appetite, veröffentlicht am 12. Januar 2024).

Die HVB Trust Pensionsfonds AG wird angesichts des sehr herausfordernden Umfeldes wie auch in den letzten Jahren weiterhin eine eher angemessene Anlagepolitik verfolgen und Risikokonzentrationen im Portfolio durch eine weitgehende Diversifikation über Assetklasse, Segmente, Regionen und Manager vermeiden, die Anlagen im Zinsbereich nahe der Verpflichtungsstruktur aufzustellen und Marktrisiken zu überwachen und zu begrenzen. Die Renditeerwartungen werden in zwei Szenarien betrachtet, die auf Grundlage der strategischen Assetallokation sowohl im konservativen Basisszenario als auch im Langfristszenario Renditen erwarten lassen, die über dem Rechnungszins liegen werden.

Allerdings sind im unverändert schwierigen Marktumfeld die Erträge, die dem Anwachsen der Leistungsverpflichtungen entsprechen, bei Weitem nicht mit ausschließlich risikoarmen Anlagen zu verdienen. Es ist daher weiter unerlässlich, bestimmte Risiken, die noch entsprechend vergütet werden, risikobewusst einzugehen, um den erforderlichen Wertzuwachs zu erwirtschaften.

Falls es darüber hinaus zur dauerhaften Erfüllbarkeit der Verpflichtungen weiterhin notwendig sein sollte, wird das Trägerunternehmen weitere Nachschüsse leisten müssen. Zur Erfüllung aller Rentenansprüche steht darüber hinaus die UniCredit Bank GmbH als Trägerunternehmen in der Subsidiärhaftung.

Der Jahresüberschuss sowie der Bilanzgewinn 2024 werden sich auf dem Niveau 2023 bewegen.

Die dargelegten Prognosen bezüglich der zukünftigen Entwicklungen an den Kapitalmärkten entsprechen den derzeitigen Erwartungen des Vorstands. Unvorhergesehene politische Entscheidungen und wirtschaftliche Veränderungen können jedoch deutlich abweichende Ergebnisse zur Folge haben.

 

München, den 15. April 2024

Der Vorstand

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2023

in € 31.12.2023
in €
31.12.2022
in €
A Kapitalanlagen
I Sonstige Kapitalanlagen
1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 4.043.275,00 3.985.865,50
4.043.275,00 3.985.865,50
B Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
I Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern 1.473.004.359,23 1.469.169.091,41
II Sonstiges Vermögen 948.358,47 497.719,35
1.473.952.717,70 1.469.666.810,76
C Sonstige Vermögensgegenstände
I Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 39.615,90 67.319,61
II Andere Vermögensgegenstände 22.828,77 -
62.444,67 67.319,61
D Rechnungsabgrenzungsposten
I Abgegrenzte Zinsen und Mieten 39.467,46 9.931,83
39.467,46 9.931,83
SUMME DER AKTIVA 1.478.097.904,83 1.473.729.927,70
in € 31.12.2023
in €
31.12.2022
in €
A Eigenkapital
I Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen
II Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
III Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 44.626,99 40.523,48
IV Bilanzgewinn 600.560,14 522.593,46
4.145.187,13 4.063.116,94
B Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem
Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
I Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 1.473.952.717,70 1.469.666.810,76
1.473.952.717,70 1.469.666.810,76
SUMME DER PASSIVA 1.478.097.904,83 1.473.729.927,70

Ich bescheinige hiermit entsprechend §128 Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

 

München, den 12. April 2024

Dr. Bernd Mossgraber, Treuhänder

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 unter der Position B. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung der Grundsätze von §341f HGB sowie unter Beachtung der auf Grund von §240 Satz 1 Nr. 10 und 12 VAG erlassenen Rechtsverordnungen berechnet worden ist.

 

München, den 15. März 2024

Dr. Rainer Goldbach, Verantwortlicher Aktuar

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022 VERÄNDERUNG
ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN in € in € in € in %
I Pensionsfondstechnische Rechnung
1 Verdiente Beiträge für eigene Rechnung - 573.858.813,00 - 573.858.813,00 -100,0
a) Gebuchte Bruttobeiträge - 573.858.813,00 - 573.858.813,00 -100,0
2 Erträge aus Kapitalanlagen 12.144.879,78 1.989.066,51 10.155.813,27 >+100,0
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 5.791.599,74 1.989.066,51 3.802.533,23 >+100,0
aa ) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 5.791.599,74 1.989.066,51 3.802.533,23 >+100,0
b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 6.353.280,04 - 6.353.280,04 >+100,0
3 Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 117.098.978,06 2.309.220,58 114.789.757,48 >+100,0
4 Aufwendungen für Versorgungsfälle für eigene Rechnung - 116.297.497,17 - 99.797.199,54 -16.500.297,63 -16,5
a) Zahlungen für Versorgungsfälle - 116.297.497,17 - 99.797.199,54 -16.500.297,63 -16,5
aa ) Bruttobetrag - 116.297.497,17 - 99.797.199,54 -16.500.297,63 -16,5
Veränderung der übrigen pensionsfondstechnischen Netto-Rückstellungen - 4.285.906,94 - 185.309.365,22 181.023.458,28 97,7
a) Deckungsrückstellung - 4.285.906,94 - 185.309.365,22 181.023.458,28 97,7
aa ) Bruttobetrag - 4.285.906,94 - 185.309.365,22 181.023.458,28 97,7
6 Aufwendungen für Kapitalanlagen - - 922.975,32 922.975,32 100,0
a) Abschreibungen auf Kapitalanlagen - - 266.294,50 266.294,50 100,0
b) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen - - 656.680,82 656.680,82 100,0
7 Nicht realisierte Verluste aus Kapitalanlagen - 8.578.383,54 - 292.378.624,98 283.800.241,44 97,1
PENSIONSFONDSTECHNISCHES ERGEBNIS FÜR 8 EIGENE RECHNUNG 82.070,19 - 251.064,97 333.135,16 >+100,0
II Nicht Pensionsfondstechnische Rechnung
1 ERGEBNIS DER NORMALEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 82.070,19 - 251.064,97 333.135,16 >+100,0
2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 3.712,54 -3.712,54 -100,0
3 JAHRESÜBERSCHUSS/JAHRESFEHLBETRAG 82.070,19 - 247.352,43 329.422,62 >+100,0
4 Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 522.593,46 769.945,89 -247.352,43 -32,1
5 Einstellungen in Gewinnrücklagen - - - -
a) in die gesetzliche Rücklage - 4.103,51 - - -
6 BILANZGEWINN 600.560,14 522.593,46 77.966,68 14,9

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die HVB Trust Pensionsfonds AG, München wurde am 12. Oktober 2009 unter der Nummer HRB 181773 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb wurde am 4. Dezember 2009 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilt. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Pensionsfonds im Sinne des Versicherungsaufsichtsgesetzes sowie der Betrieb und die Vermittlung von Geschäften, die damit in mittelbarem und unmittelbarem Zusammenhang stehen. Das Pensionsfondsgeschäft wird nur unmittelbar betrieben. Alleiniger Gesellschafter ist der HVB Trust e.V., München.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG), der Verordnung über die Rechnungslegung von Pensionsfonds (RechPensV), der Pensionsfonds-Aufsichtsverordnung (PFAV), der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) und den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Kapitalanlagen

Börsenfähige Inhaberschuldverschreibungen und Pfandbriefe werden im Anlagevermögen geführt und sind zu Anschaffungskosten bewertet; ihre Folgebewertung erfolgt nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Den Zeitwerten wird der niedrigste Börsenkurs zugrunde gelegt. Einlagen bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern werden gemäß §341 Abs. 4 Satz 2, §341d HGB i. V. m. §8 RechPensV und den §§54-56 RechVersV mit dem Zeitwert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht erfasst. Die Bewertung von Vermögensgegenständen des Sondervermögens sowie die Berechnung des Nettoinventarwertes je Anteil erfolgt gemäß §168 und §169 KAGB und der Kapital-Rechnungslegungs- und Bewertungsverordnung (KARBV).

Sonstige Vermögensgegenstände

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert bewertet.

Pensionsfondstechnische Rückstellungen entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Die Deckungsrückstellung berechnet sich aus dem Maximum der sogenannten Mindestdeckungsrückstellung und dem Zeitwert des Sicherungsvermögens (§341f Abs. 1 Satz 2 HGB, §17 RechPensV). Die Mindestdeckungsrückstellung wurde nach §24 Abs. 2 PFAV nach der prospektiven Methode als Summe aller Leistungsbarwerte ermittelt. Für jeden Versorgungsberechtigten wurde die Mindestdeckungsrückstellung auf Grundlage der tatsächlich bezahlten Renten einzeln errechnet. Der Berechnung des Barwerts der Mindestdeckungsrückstellung des Pensionsplans "HVB-Rente" wurden ein Rechnungszins von 2,75%, die modifizierte Richttafel 2005G von K. Heubeck sowie die anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik zu Grunde gelegt.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Angaben zu den Aktiva

Kapitalanlagen

Das Eigenkapital ist weitgehend in Inhaberschuldverschreibungen und Pfandbriefen angelegt. Die Buchwerte dieser Schuldverschreibungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 4.043.275,00 €, die Marktwerte auf 4.167.720,00 €.

in € Bilanzwerte 31.12.2022 Zugänge Umbuchungen Zu-/ Abgänge Abschreibungen Bilanzwerte 31.12.2023
A Kapitalanlagen
I Sonstige Kapitalanlagen
Inhaberschuldverschreibungen und andere 1. festverzinsliche Wertpapiere 3.985.865,50 2.861.400,00 - - 2.803.990,50 - 4.043.275,00
INSGESAMT 3.985.865,50 2.861.400,00 - - 2.803.990,50 - 4.043.275,00

Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern

Die im Bilanzposten Aktiva B I erfassten Kapitalanlagen sind hauptsächlich im Spezial-Sondervermögen "HVB Rentenfonds" angelegt und veränderten sich im Geschäftsjahr 2023 von 1.293.755.640,96 € auf 1.305.955.488,73 €. Die Rückerstattung an die Bank für die Rentenzahlungen des Jahres 2023 116.297.497,17 €, die unterjährig von der Bank verauslagt werden, konnten im Geschäftsjahr komplett über die Performance erwirtschaftet werden. Bei den fünf Immobilienfonds hingegen wurden marktbedingte Wertkorrekturen in Höhe vom 8.364.579,95 € durchgeführt, so dass der Buchwert von 175.413.450,45 € auf 167.048.870,50 € zurückging.

in € Bilanzwerte 31.12.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Nicht realisierte Gewinne/Verluste Bilanwerte 31.12.2023
B Kapitalanlagen
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern 1.469.169.091,41 - - - 104.685.326,70 108.520.594,52 1.473.004.359,23
II Sonstiges Vermögen 497.719,35 116.748.136,29 - - 116.297.497,17 - 948.358,47
INSGESAMT 1.469.666.810,76 116.748.136,29 - - 220.982.823,87 108.520.594,52 1.473.952.717,70

Sonstige Vermögensgegenstände

Das laufende Guthaben bei Kreditinstituten besteht gegenüber der UniCredit Bank GmbH, einem verbundenen Unternehmen, und beträgt 948.358,47 €. Der Saldo und beinhaltet vorwiegend noch nicht wieder angelegte Ausschüttungen aus Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren des Aktivpostens A III.

Die anderen sonstigen Vermögensgegenstände enthalten bezahlte Stückzinsen aus dem Kauf einer Anleihe im freien Vermögen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei diesem Posten handelt es sich um anteilige, noch nicht fällige Zinsen aus Kapitalanlagen in Höhe von 39.467,46 €. Im Geschäftsjahr 2023 wurden sechs niedrigverzinsliche Anleihen komplett bzw. teilweise verkauft und in Anleihen mit einer Nominalverzinsung von 2,75% bzw. 2,875% angelegt.

Angaben zu den Passiva

Entwicklung des Eigenkapitals (§160 Abs. 1 Nr. 3 AktG, §272 HGB)

Das Grundkapital der HVB Trust Pensionsfonds AG beträgt 3.000.000,00 €. Es ist unterteilt in 3 Mio Stückaktien ohne Nennbetrag. Die Aktien lauten auf den Namen und sind voll eingezahlt. Die Einlage erfolgte am 30. September 2009.

Die Kapitalrücklage beträgt 500.000,00 €. Sie wurde vom HVB Trust e.V. zur Dotierung des Organisationsfonds geleistet. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden dem Organisationsfonds keine Mittel entnommen.

Der gesetzlichen Rücklage wurden gemäß §150 Abs. 1 und 2 AktG 4.103,51 € zugeführt. Sie beläuft sich damit auf 44.646,99 €.

Deckungsrückstellung (§17 Abs. 2 RechPensV)

Zum 31. Dezember 2023 betrug der Wert der Deckungsrückstellung entsprechend dem Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern (Passivposten B I) 1.473.952.717,70 €. Die Mindestdeckungsrückstellung nach §24 Abs. 2 PFAV beträgt 1.322.441.192,00 €.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Verdiente Beiträge für eigene Rechnung - gebuchte Bruttobeiträge

Im Geschäftsjahr 2023 bedurfte es keiner Dotierungen des Trägerunternehmen. Die Rentenanpassungsverpflichtung des Trägerunternehmens in Höhe von 56,3 Mio € konnte aus dem Vermögen der HVB Trust Pensionsfonds AG bedient werden.

Erträge aus Kapitalanlagen

Die in der Position I 2 ausgewiesenen Erträge aus anderen Kapitalanlagen enthalten Zinserträge für die Kapitalanlage der Eigenmittel in Höhe von 43.412,69 €, Zinserträge aus der unterjährigen Anlage von Termingeldern für Rechnung und Risiko von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Höhe von 583.206,25 € sowie Ausschüttungen aus Immobilienspezialfonds für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Höhe von 5.164.987,80 €. Ferner wurden Anteile am "HVB Rentenfonds" mit einem Gewinn von 6.314.615,54 € sowie niedrig verzinsliche Anleihen aus den sonstigen Kapitalanlagen mit einem Gewinn von 38.664,50 € verkauft.

Die in Position I 3 ausgewiesenen nicht realisierten Gewinne aus Kapitalanlagen resultieren aus der Marktpreisbewertung HVB Rentenfonds sowie des Immobilienspezialfonds HVB LIP Real Estate Investment Fund - Logistics Germany für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

Aufwendungen für Versorgungsfälle

Im Dezember 2023 wurden die während des Jahres durch die Bank verauslagten Rentenzahlungen an das Trägerunternehmen erstattet. Die bezahlten Versorgungsverpflichtungen betrugen 116.297.497,17 € (Vorjahr: 99.787.199,54 €).

Veränderung der übrigen pensionsfondstechnischen Nettorückstellung - Deckungsrückstellung - Bruttobetrag

Die Deckungsrückstellung veränderte sich in gleicher Höhe wie das Vermögen für Rechnung und Risiko für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Aufwendungen für Kapitalanlagen

Die in Position I 7 ausgewiesenen nicht realisierten Verluste aus Kapitalanlagen resultieren aus der Marktpreisbewertung der Imobilienfonds Trust Select Fonds, Warburg HIH Perspektive Einzelhandel Fokus Nahversorgung, Patrizia German Residential Fund II Wohnen, Werte, Wachstum und Quantum HABITARE für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Im Geschäftsjahr 2023 fielen keine Steuern an. Für die HVB Trust Pensionsfonds AG gelten die Voraussetzungen des §44a Abs. 5 EstG.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 600.560,14 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Die HVB Trust Pensionsfonds AG beschäftigt keine Arbeitnehmer. Die betrieblichen Funktionen wurden vertraglich auf die UniCredit Bank GmbH übertragen.

Beiträge zum Pensionssicherungsverein für die von der HVB Trust Pensionsfonds AG durchgeführten Versorgungszusagen trägt die UniCredit Bank GmbH. Im Rahmen der Übernahme der Verwaltungsaufwendungen übernimmt die UniCredit Bank GmbH auch die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses. Die Angaben nach §285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der HVB Group Kapitel "94 Honorar des Abschlussprüfers" enthalten.

Angaben zum Mutterunternehmen und zu eigenen Aktien

Mittelbares Mutterunternehmen ist die UniCredit Bank GmbH, München. Das vom HVB Trust e.V. treuhänderisch gehaltene Vermögen einschließlich der Beteiligung als Alleinaktionär der HVB Trust Pensionsfonds AG, wird in den Jahresabschluss der UniCredit Bank GmbH einbezogen. Die HVB Trust Pensionsfonds AG wird in den Konzernabschluss der HVB Group einbezogen. Sowohl der Konzernabschluss der HVB Group wie auch Einzelabschluss der UniCredit Bank GmbH werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die UniCredit S.p.A., Mailand hält seit 15. September 2008 100% des Grundkapitals der UniCredit Bank GmbH. Die HVB Trust Pensionsfonds AG hatte zum Bilanzstichtag keine eigenen Aktien im Bestand. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind voll einbezahlt und liegen treuhänderisch für die UniCredit Bank GmbH beim HVB Trust e.V.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres waren keine Vorgänge oder Ereignisse zu verzeichnen, die dauerhaft die Pensionsfonds AG gefährden.

Im Immobilienfonds HVB Trust Select wurde der Verkauf von zwei überwiegend gewerblich genutzten Objekten angestoßen, um das Portfolio noch stärker auf das als konservativer erachtete Segment Wohnen zu konzentrieren. Der in der Summe zu erwartende Bewertungsabschlag beim Verkauf wurde bereits zum Jahresende 2023 verarbeitet. Der Abschluß der Kaufverträge hat im ersten Quartal 2024 stattgefunden.

Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Dr. Christoph Auerbach (bis 29. Februar 2024) Head of People & Culture der UniCredit Bank GmbH, München Vorsitzender Vorstand HVB Trust e.V., München (Vorsitzender)
Dr. Jochen Fischer (bis 29. Februar 2024) Leiter Anteilsbesitz bei der UniCredit Bank GmbH, München (stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Lars Jungemann Leiter Trade Unions, Social Dialogue & Labor Law der UniCredit Bank GmbH, München (seit 14. März 2024 Vorsitzender)
Nikolay Iliev (seit 1. März 2024 Head of Credit Risk Control der UniCredit Bank GmbH (seit 14. März 2024 stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Stephan Fackler (seit 1. März 2024) Leiter Corporate Affairs / Corporate & Regulatory Law der UniCredit Bank GmbH, München
Vorstand
Jochen Löhr Vorstand HVB Trust Pensionsfonds AG Vorstand Pensionskasse der HypoVereinsbank VvaG
Oliver Postler Vorstand HVB Trust Pensionsfonds AG Vorstand HVB Trust e.V.
Brigitte Schielke Vorstand HVB Trust Pensionsfonds AG Vorstand HVB Trust e.V. Vorstand der Pensionskasse der HypoVereinsbank VVaG

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung.

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

München, den 15. April 2024

Der Vorstand

Jochen Löhr

Oliver Postler

Brigitte Schielke

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach der Gründung der HVB Trust Pensionsfonds AG im Jahr 2009 (mit der erstmaligen Übertragung von Verpflichtungen/Vermögen) wurden im Dezember 2016 sowie auch im Dezember 2022 weitere Verpflichtungen/ Vermögen vom Trägerunternehmen UniCredit Bank GmbH (bis 15. September 2023 UniCredit Bank AG) auf die HVB Trust Pensionsfonds AG übertragen.

Der Rechnungszins der HVB Trust Pensionsfonds AG beläuft sich unverändert auf 2,75%, die Rentenanpassungsverpflichtung konnte auf Grund der positiven Entwicklung der Kapitalmärkte von der HVb Trust Pensionsfonds AG übernommen werden. Die Erstattung der vom Trägerunternehmen verauslagten Rentenzahlungen in Höhe von 116,3 Mio € erfolgte im Dezember. Der Saldo von Erträgen aus den Kapitalanlagen sowie der Erstattung von 116,3 Mio € Rentenzahlungen an die UniCredit Bank GmbH veränderten sich die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern und Arbeitgebern um 4,3 Mio € auf 1.473,7 Mio € zum Jahresende 2023. Im gleichen Umfang veränderten sich auch die pensionsfondstechnischen Rückstellungen.

In Kürze kann das Jahr 2023 als das Spiegelbild des Jahres 2022 bezeichnet werden, da sich die negativen Trends des Vorjahres umgekehrt haben. Die Kapitalmärkte wurden weltweit vor allem durch die Bemühungen der Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation beeinflusst. Nach weiteren Zinserhöhungen haben die Zentralbanken eine Pause eingelegt. Das Wirtschaftswachstum blieb vergleichsweise schwach, aber ohne Einbrüche. Die US-Wirtschaft zeigte sich dabei robuster als die Eurozone. Die Inflationsentwicklung blieb hartnäckig und ging nur langsam zurück. Folglich blieben die Notenbanken restriktiv. Die Renditen stiegen erst deutlich an, bevor sie gegen Ende des Jahres in der Erwartung von Leitzinssenkungen kräftig fielen. Obwohl die Volatitlität insgesamt deutlich geringer war als in 2022 stieg die Schwankungsbreite an den Kapitalmärkten phasenweise sprunghaft an

Im Ergebnis kam es im abgelaufenen Jahr zu einer Gegenbewegung zu 2022, welches durch massive Kursrückgänge gezeichnet war. Die Investments in Anleihen, Aktien und Private Markets zeigten in 2023 dank besser als erwartetem Wachstum, sinkender Renditen und der Hoffnung auf Leitzinssenkungen in 2024 eine positive Wertentwicklung. Angesichts der Erwartung von schwächerem Wachtsum, weiter rückläufiger Inflation und Zinssenkungen in 2024 wurde das Zinsniveau genutzt um längerfristig laufende Anleihen weiter auszubauen. Daneben wurden in 2023 auch Strukturen innerhalb des Amundi Spezialfonds "HVB Rentenfonds" geschaffen, um über die nächsten Jahre sukzessive in Private Equity, Private Debt und Private Infrastructure zu investieren. Immobilien spiegelten die gestiegenen Zinsen mit einem Rückgang in der Bewertung, während die laufenden Cashflows aufgrund von Inflationsanpassungen stiegen, was in der Summe zu einer leicht negativen Wertentwicklung führte.

Das gesamte Sicherungsvermögen erzielte im Geschäftsjahr 2023 eine positive Wertentwicklung von 119,8 Mio € oder +8,2% bezogen auf den Zeitwert der Assets (2022: -289,2 Mio € oder -22,6%).

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Veränderungen informiert und in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung, insbesondere in Kapitalanlageentscheidungen eingebunden.

Im Geschäftsjahr 2023 befasste sich der Aufsichtsrat satzungsgemäß mit den Gesellschaftsangelegenheiten. Er hat den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten und die Geschäftsführungsmaßnahmen überwacht. Daneben haben Aufsichtsratsmitglieder an den Sitzungen des Strategischen Investment Committees (Strategic Investment Committee), das die wesentlichen Kapitalanlageentscheidungen vorbereitet, teilgenommen. Da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gebildet.

Aufgrund des Ausscheidens von Dr. Christoph Auerbach und Dr. Jochen Fischer aus dem Trägerunternehmen und der Niederlegung ihrer Mandate zum 29. Februar 2024 wurden zwei neue Aufsichtsratsmitglieder, Dr. Stephan Fackler und Nikolay Iliev, in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 1. März 2024 bestellt. Dr. Lars Jungemann wurde in der konstituierenden Sitzung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Nikolay Iliev zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Neben den regelmäßigen Berichten des Vorstands sind vom Aufsichtsrat insbesondere die Themen Entwicklung der Rechnungsgrundlagen, Steuerung der Vermögensanlage, Geschäfts- und Risikostrategie und die Ausgestaltung des Risikomanagements beraten worden.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss der HVB Trust Pensionsfonds AG zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Alle notwendigen Unterlagen und der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzergebnisses sind vom Vorstand rechtzeitig vor der Bilanzsitzung an alle Mitglieder des Aufsichtsrats verteilt worden. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurde in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 26. April 2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers behandelt.

Der Abschlussprüfer berichtete über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Insbesondere erläuterte er, dass er keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, über die gemäß §171 Abs. 1 Satz 2 AktG zu berichten gewesen wäre, festgestellt hat. Sowohl der Vorstand als auch der Abschlussprüfer beantworteten eingehend die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder.

Dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn in Höhe von 600.560,14 € wiederum auf neue Rechnung vorzutragen, stimmen wir zu.

Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer eigenen Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; dieser ist damit festgestellt.

Außerdem lag der Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars dem Aufsichtsrat vor und wurde in der Bilanzsitzung am 26. April 2024 vom Verantwortlichen Aktuar präsentiert sowie vom Vorstand erläutert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat waren keine Einwendungen gegen den Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Vorstands über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft. Hierbei hat er auch das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer einbezogen. Der Abschlussprüfer hatte bei seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht und hat daher den folgenden uneingeschränkten Vermerk erteilt:"

"Einwendungen im Sinne von §313 Abs. 4 AktG sind nachdem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung gegen den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben. Wir erteilen daher dem Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen der HVB Trust Pensionsfonds AG, München, für das Geschäftsjahr 2023 gemäß Anlage 1 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß §313 Abs. 3 AktG:

An den HVB Trust Pensionsfonds AG, München

Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung uns Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands erörtert und selbst geprüft. An den Erörterungen des Aufsichtsrats nahm der Abschlussprüfer teil, der dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete und neben dem Vorstand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat war nach seiner eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts mit dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers einverstanden. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat waren daher keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts zu erheben.

 

München, 26. April 2024

Der Aufsichtsrat der HVB Trust Pensionsfonds AG, München

Dr. Lars Jungemann, Vorsitzender

Nikolay Iliev, stellv. Vorsitzender

Dr. Stephan Fackler

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HVB Trust Pensionsfonds AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HVB Trust Pensionsfonds AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HVB Trust Pensionsfonds AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften bei der Bildung unseres Prüfungsurteils zum Lagebericht nicht berücksichtigt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Pensionsfonds geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstigen Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

Die Erläuterungen im Abschnitt "Nachhaltigkeit/ESG Grundsätze" auf Seite 6 des Lageberichts

Die "Erklärung zu Mitwirkungspolitik, Abstimmungsverhalten und Offenlegungspflichten als Institutioneller Anleger gemäß § 134b AktG" auf S. 7 des Lageberichts

Die Erläuterungen im Abschnitt "Informationen nach § 134c Abs. 1 bis 3 AktG" auf S. 8 des Lageberichts

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften/vom Prüfungsurteil umfassten Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Pensionsfonds geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmen Stätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hildebrand, Wirtschaftsprüfer

Stadelmann, Wirtschaftsprüferin

Auszug aus dem Protokoll der ordentlichen Hauptversammlung der HVB Trust Pensionsfonds AG vom 26. April 2024

über die Beschlussfassung der Verwendung des Ergebnisses 2023

2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorsitzende stellte den Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Abstimmung:

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 600.560,14 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Hauptversammlung beschloss mit allen vorhandenen Stimmen einstimmig durch Zuruf:

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 600.560,14 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Vorsitzende stellte fest, dass dieser Beschluss einstimmig durch Zuruf gefasst worden ist und verkündete den Beschluss.

 

München, den 26.04.2024

Dr. Lars Jungemann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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