SPIE IMO Anlagenmontagen GmbH
Selbe AdresseBau von Industrieanlagen, außer Gebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Czarnecki seit 10.6.2024 | Prokura |
Martin Skladal seit 31.1.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SPIE Operations SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IMO Service GmbHMerseburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023der IMO Service GmbHBranchenbericht Die chemische Industrie verzeichnete im Jahr 2023, getrieben durch die Energiepreissteigerungen und dem Fachkräftemangel in Deutschland, einen Produktionsrückgang von 7,9% im Vergleich zum Vorjahr. Wird die Pharmaindustrie aus der Betrachtung herausgenommen, so liegt der Rückgang bei 10,4% laut VCI-Bericht Stand Quartal 4 - 2023. Da auch die Erzeugerpreise um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr sanken, verzeichnet die Branche im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 12,2 %. Die Beschäftigungszahlen der Branche halten sich aber noch stabil. Die Branche des Rohrleitungs- und Anlagenbau war geprägt von Investitionen im Bereich der CO 2 -Reduzierung und Energieversorgung. Hierzu sind umfangreiche Projekt- und Instandhaltungsmaßnahmen von Rohrleitungen und Equipments weiterhin in der Planungsphase und bereits 2023 teilweise in der Umsetzung. Die geplante Wartungsstillstände und Projekte prägten das Geschäftsjahr der IMO Service GmbH. Durch den Zwang der Chemieindustrie auf die Kostenbremse zu treten, welches durch Schließung von Produktionsanlagen, Verlagerung von Geschäftsbereichen und Investitionen ins Ausland erreicht wurde, ist ein Rückgang der Wartungsleistung von annähernd 7,5% zu verzeichnen. Die Erhöhungen der Bestandsrahmenverträge, die Gewinnung von Projekten und von Neukunden lassen jedoch auf eine positive Geschäftsentwicklung für das Folgejahr schließen. Das zentrale Geschäftsfeld der IMO Service GmbH konnte im Jahr 2023 über alle Bereiche, eine Steigerung von rund 57 % verzeichnen. Die zusätzliche Stillstands-, Projekt und Neukundenakquise konnte diese Steigerung im Auftragsvolumen realisieren. Die Energiepolitik und der Fachkräftemangel führten zu einer zurückhaltenden Investitions- und Instandhaltungstätigkeit unserer Kunden, welche die Erlösgestaltung auch weiter erschweren wird A. Darstellung des Geschäftsverlaufs Das Kerngeschäft in den Anlagenabstellungen, Großprojekte im Raum Wismar und dem Industrieservice bildeten die Basis für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die seit 2021 akquirierten Projekte sowie die Erweiterung der Bereiche führten zur Steigerung der Leistung. Die gute Neukundenbeziehungen, die in 2022 geschaffen wurden, führten bereits im 1. und 2. Quartal zu einer positiven Auftragslage für 2023. Durch die Projekt-, Standort- und Leistungserweiterungen werden in den nächsten Jahren stabile Geschäftsvolumen erwartet. Als vertrauensvoller und zuverlässiger Partner für den Bereich Rohrleitungen und Equipment sowie im Stahl- und Kunststoffsektor hat die IMO Service GmbH ihre Marktpositionierung unseres Erachtens in 2023 weiter ausgebaut. Ursächlich für diese Einschätzung ist, dass bestehende Kundenverträge erneuert wurden und darüber hinaus neue Leistungen im Projektgeschäft beauftragt wurden. Dies führt aus unserer Sicht zu einer ausreichenden Absicherung der Grundlast in 2024, um die notwendigen Gemeinkosten refinanzieren zu können. Die Standorte in Schkopau, Böhlen, Schwarzheide, Premnitz und Schwedt wurden unverändert fortgeführt und werden zukunftsorientiert ausgerichtet. Die Ausrichtung der Gesellschaft unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und der damit einhergehenden Probleme des Fachkräftemangels ermöglicht es der IMO Service GmbH eine aus unserer Sicht gute Marktposition für die kommenden Jahre einzunehmen. Zusätzliche Sicherheit bildet die weiterhin hohe Ausbildungsrate der Gesellschaft, welche zur Gegensteuerung dieser Problematik, dient. Die IMO Service GmbH beschäftigt zum Bilanzstichtag rund 192 eigene Mitarbeiter, mit stabiler Tendenz. Investitionen erfolgten je nach Bedarf vor allem in Bereich Standortinfrastruktur wie auch in die Erneuerung von Fahrzeugen, Werkzeugen und Geräten. B. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme in 2023 beträgt 7.825 T€ (2022: 6.135 T€). Das Anlagevermögen steigerte sich um 222 T€ auf 732 T€. Die Steigerung ist insbesondere auf die Anschaffung von Kraftfahrzeugen zurückzuführen, welche fremdfinanziert werden. Weiterhin wurden Investitionen in immaterielle Software und ähnliche Rechte (60 T€), Bauten auf fremden Grundstücken (56 T€) sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (99 T€) vorgenommen. Die Anlagenintensität beläuft sich auf 9,4 % (2022: 8,3 %). Das kurzfristig gebundene Vermögen der Gesellschaft beläuft sich auf 4.929 T€ (2022: 5.046 T€). Die unfertigen Leistungen (10.107 T€) sind im Vergleich zum Vorjahr (2.549 T€) gestiegen. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen von 2.586 T€ auf 10.121 T€ (davon aktivisch abgesetzt: 10.107 T€). Die Forderungen in Höhe von 4.721 T€ (2022: 4.689 T€) bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferung und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von 4.204 T€ (2022: 4.364 T€), welche stichtagsbedingt gesunken sind. Darüber hinaus sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 517 T€ (2022: 325 T€) enthalten. Diese beinhalten kurzfristig fällige Darlehen von 482 T€ (2022: 282 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände von 187 T€ sind im Vergleich zum Vorjahr um 137 T€ gesunken. Der Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten beträgt 2.164 T€ (2022: 579 T€). Die freie Liquidität aus Bankguthaben entspricht 27,7% (2022: 9,4%) der Bilanzsumme. Das Eigenkapital der IMO Service GmbH beträgt zum Stichtag 1.158 T€ und ist infolge des erwirtschafteten Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr um 886 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 14,8 % (2022: 4,5 %). Es wird weiterführend auf die Erläuterungen zur Finanzlage verwiesen. Die Rückstellungen in Höhe von 1.692 T€ (2022: 1.109 T€) sind im Vergleich zum Vorjahr um 583 T€ gestiegen. Im Wesentlichen haben sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um 504 T€ sowie die Personalrückstellungen um 80 T€ erhöht. Aufgrund der Fremdfinanzierung von weiteren Fahrzeugen erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 338 T€ (2022: 192 T€), von denen 269 T€ zum Bilanzstichtag mittelfristigen Charakter haben. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten planmäßige Tilgungen in Höhe von 44 T€. Das verbleibende kurzfriste Fremdkapital in Höhe von 4.637 T€ (2022: 4.562 T€) beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Dritte) von 2.554 T€ (2022: 2.509 T€) und aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 770 T€ (2022: 1.216 T€). Ein kurzfristig fälliges Darlehen einschließlich Zinsen besteht (2022: 103 T€) nicht mehr. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten von 697 T€ auf 1.299 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Umsatzsteuerverbindlichkeiten (2023: 691 T€; 2022: 2 T€). Finanzlage
Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Periodenergebnis (um 1.067 T€) in Verbindung mit Einzahlungen aus erbrachten Leistungen sowie der Zunahme der sonstigen Rückstellungen (um 583 T€). Weiterhin wirkte sich der Abbau des kurzfristigen Vermögens, welches nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit bzw. dem Finanzmittelfonds zuzuordnen ist, (um 278 T€) sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit bzw. dem Finanzmittelfonds zuzuordnen sind, (um 130 T€) positiv auf den Cashflow aus. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus den Zugängen in das Sachanlagevermögen sowie zu den immateriellen Vermögensgegenständen abzüglich der zum Bilanzstichtag noch nicht bezahlte Investitionen in Höhe von netto 50 T€ (Vorjahr: 0 T€). Zur Finanzierung der Investitionen ins Anlagevermögen wurden teilweise Kredite aufgenommen. Unter Berücksichtigung des positiven Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich insgesamt eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um 1.885 T€ auf 2.646 T€. Der Finanzmittelfond setzt sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:
Eine eingeräumte Kreditlinie (50 T€) wurden zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme von Avalkreditlinien erfolgt zum Bilanzstichtag ausschließlich über die Robur Industriemontagen GmbH. Ertragslage
Die Montageleistung und die übrigen Erträge sind 2023 mit 36,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um 13,0 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Leistungen im Rahmen von Großabstellungen und größeren Einzelprojekten im Geschäftsjahr. Der Anstieg der Montageleistungen sowie die allgemeine Preis- und Inflationsentwicklung führten zum Anstieg der Betriebsaufwendungen um 11.781 T€., welche 98,7 % (2022: 103,3 %) bezogen auf die Montageleistungen betragen. Die Materialaufwandsquote im Vergleich zur Montageleistung beträgt 64,1 % (Vorjahr: 57,1 %). Durch ein gesteigertes Auftragsvolumen in 2023 erhöhten sich die Fremdleistungen. Weiterhin wurde durch den Leistungsanstieg zusätzliches Werkzeug und andere bewegliche Wirtschaftsgüter benötigt, wodurch sich die periodengerechten sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Abschreibungen und sonstigen Steuern im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 1.347 T€ erhöht haben. Für die erhöhten Leistungen wurde hauptsächlich Fremdpersonal aufgewendet. Der eigene Personalbestand hat sich im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr geringfügig verringert. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist hauptsächlich auf die Lohn- und Gehaltsentwicklung zurückzuführen. Das neutrale Ergebnis beinhaltet periodenfremde Erträgen 383 T€ sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 143 T€. Das Jahresergebnis beläuft sich 2023 auf 886 T€ und konnte gegenüber dem Vorjahr somit um 1.067 T€ verbessert werden. Die Gesamtleistung wurde maßgeblich durch Projekte, Shutdowns und Turnarounds erheblich gesteigert. Im Geschäftsjahr 2023 ist durch die flexible Kundenorientierung eine hohe Auslastung entstanden, so dass alle Bereiche davon partizipieren konnten. Gegenüber den ursprünglichen Planungen für das Geschäftsjahr 2023 konnte das EBITDA auf 1.109 T€ (geplant EBITDA 613 T€) gesteigert werden. Ursächlich hierfür sind erfolgreich abgeschlossene Projektleistungen und der Anstieg der Gesamtleistung. C. Chancen- und Risikobericht Das Tätigkeitsfeld der IMO Service GmbH soll durch Ausbau der Standorte im Sinne von Erweiterung der Serviceangebote sowie Erweiterung des Servicegebietes der einzelnen Niederlassungen und der Synergien mit den ROBUR Partnern in 2024 gesichert werden. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, setzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein. Auf Basis vereinheitlichter und an Planzahlen orientierter, detaillierter Monatsberichte analysieren wir Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten Geschäftsentwicklung und leiten hieraus die erforderlichen Maßnahmen ab. Im Rahmen des Personalaufbaus haben wir die Personalsteuerung intensiviert und flexibilisiert. Ebenso sehen wir das Chancenmanagement als fortwährende unternehmerische Aufgabe, um Chancen zu erschließen und zu nutzen umso mit der Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen. Unter Normalbedingungen am Markt bestehen aus unserer Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken. Die für uns wesentlichen Risikofelder stellen sich wie folgt dar: Marktrisiken Mit der konsequenten Entwicklung und Erweiterung des Industrieservice minimieren wir konjunkturelle Risiken erheblich. Die Akquise neuer Kunden trägt langfristig zur Sicherung der Leistung bei. Durch unsere Premiumkunden (Rahmenvertragspartner) wird eine kalkulierbare Auftragsabwicklung gesichert und eine Erweiterung dieser soll diese weiter stabilisieren. Leistungsschwankungen können durch langjährige Zusammenarbeit mit Kooperationspartner in der Montage und der daraus resultierenden niedrigeren Personalaufwandsquote ausgeglichen werden. Die enge Koordination des Personaleinsatzes mit anderen Unternehmen der ROBUR Gruppe unterstützt Schwankungen in der Auslastung auszugleichen. Trotz stagnierenden Wachstums in der Chemieindustrie ist die Nachfrage dank des Fachkräftemangels weiterhin gegeben. Die konjunkturelle Erholung wird auch bis weit in das Jahr 2024 andauern. Die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten, der Auftragsmangel und Standortprobleme sprechen dagegen. Diesen Risiken soll durch neue Projekte in erneuerbaren Energien (Wasserstoff) sowie alternative Gasquellen (LNG) begegnet werden. Inwieweit diese Verschlechterungen durch die Politik in Form von zusätzlichen wirtschaftsstabilisierenden Maßnahmen kompensiert werden, bleibt abzuwarten. Risiken aus der Leistungserbringung Mit dem Vorgenannten ist es der Gesellschaft möglich, auch hier die Risiken zu minimieren. Die Gesellschaft verfügt über ein markterprobtes Controlling-System, welches uns ermöglicht, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Risiken im Geschäft bestehen latent in der zeitlichen und kommerziellen Fehlbewertung von Projekten von Kunden. Hierbei beugt die Gesellschaft ebenfalls durch kontinuierliche Bonitätsprüfung und Vertragsgestaltung vor. Bei der Planung und Durchführung, insbesondere komplexer größerer Projekte, bestehen für uns Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Die Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der Bereichsleitung und des Controllings. Monatlich werden in einer Niederlassungsleiterbesprechung mit der Geschäftsführung die erzielten Erlöse den Kosten gegenübergestellt. Auf dieser Basis wird der Projekterfolg zum Projektende oder das laufende Niederlassungsergebnis aus Rahmenverträgen abgeschätzt und mit der Kalkulation verglichen. Abweichungen werden bewertet und Maßnahmen eingeleitet. Dadurch sollen Kalkulations-, Ausführungs- und Ergebnisrisiken minimiert werden. Personalrisiken In Hinblick auf das Risiko der Überalterung der Gesellschaft und des Fachkräftemangels werden zukunftsorientiert und kontinuierlich Gegenmaßnahmen umgesetzt. In gemeinsamer Zusammenarbeit mit der Ausbildungsgesellschaft der ROBUR-Group, der ANTEC GmbH, Merseburg, wurde die Ausbildungsrate gesteigert und soll weitergeführt werden. Zusätzlich wird der Markt in Bezug auf Neueinstellung in Zusammenarbeit mit der ROBUR Recruiting durchleuchtet und die Verbundenheit zwischen der Gesellschaft und dem Eigenpersonal fokussiert. Beschaffung Wir beobachten intensiv die für uns relevanten Beschaffungsmärkte und beugen Risiken vor, indem wir mit leistungsfähigen Lieferanten und Nachauftragnehmern zusammenarbeiten. Durch Verträge stellen wir darüber hinaus gehend die auftragsbezogenen Kapazitäten, Qualitäten und Preise sicher. Durch eine Business Unit weite Akquisestrategie sollen Zugänge zu weiteren Märken ermöglicht werden. Arbeitssicherheit und Qualitätssicherung Mit unserem gut entwickelten Arbeitssicherheitsmanagement treffen wir allgemein und auftragsbezogen alle Maßnahmen, um unsere Mitarbeiter vor Gefährdungen zu schützen und mit dem weitergehenden Fortschritt im Qualitätsmanagement den Kunden ein Qualitätsniveau auf höchsten Standard zu bieten. Finanzrisiken Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend aus eigenen Mitteln. Im Bedarfsfall erfolgt bei temporären Liquiditätsengpässen eine Abstimmung innerhalb der ROBUR-Group bezüglich der Finanzierungsstrategie. So kann es zur Verlängerung von Zahlungszielen oder Liquiditätshilfen kommen. Finanzrisiken überwachen wir mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten, die eine zeitnahe und transparente Berichtserstattung ermöglichen. Aufbauend auf einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Rechnungslegung gewährleistet das Berichtswesen eine im Turnus regelmäßige Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller Risiken. Mit zusätzlichen Finanzierungspartnern haben wir Vereinbarungen für ausreichende Linien (vor allem im Avalbereich) getroffen, um die zukünftige Unternehmensentwicklung angemessen zu begleiten. Aufgrund unserer durchgehend angewandten vorsichtigen und soliden Finanzpolitik sichern wir uns gegen Finanzrisiken ab. Die Finanzströme befinden sich unverändert in der monatlichen Überwachung durch den Konzern und unterliegen dessen zentraler Steuerung und Optimierung. Durch diese gruppenweite Koordinierung können liquide Mittel zielgerichteter eingesetzt bzw. im Bedarfsfall abgerufen werden. Infolge der Auftrags- und Leistungszyklen kann es in den ersten Monaten des folgenden Geschäftsjahres zu einer Unterdeckung der umlagefähigen Gemeinkosten kommen. Wir achten im Rahmen unserer Liquiditätsplanung und in Abstimmung innerhalb der Business Unit sowie innerhalb des Konzerns auf eine Sicherstellung der Liquidität. Hierzu bestanden innerhalb der Robur-Gruppe im Rahmen der BlackRock-Gruppenfinanzierung auch entsprechende Zusagen der dieser Finanzierungsvereinbarung angehörenden Unternehmen (aufgehoben am 6. März 2024). Überwiegend werden Liquiditätsengpässe durch mündlich vereinbarte Verlängerung von Zahlungszielen oder Gewährung kurzfristiger temporärer Liquiditätshilfen begegnet. Im Rahmen der Planung bis Ende des Jahres gehen wir vor dem Hintergrund des geplanten positiven Ergebnisses von einer Stabilisierung der benötigten Eigenmittel aus. Inwieweit weitere Eigenkapitalstärkungsmaßnahmen durchgeführt werden sollten, ist in der Diskussion. Die Planungen für das Jahr 2024 bauen auf den Planungen für 2023 auf. Wir gehen aktuell davon aus, dass wir unter Berücksichtigung des Entfalls der Großabstellungen, die Ergebnisstrukturen analog 2023 realisieren werden und sich darauf aufbauend die Liquiditätslage weiter verbessert. Darüber hinaus planen wir mit unserem langjährigen Vertragspartner die aktuellen Zahlungsziele zu diskutieren und somit den Zwischenfinanzierungsbedarf weiter zu senken. Zur Risikobegegnung bestanden bis zum 6. März 2024 gesamtschuldnerische Haftungen zwischen allen Unternehmen der Robur-Gruppe infolge der Gruppenrefinanzierung über einen Wagniskapitalfinanzierer. Im Rahmen der Gruppenfinanzierung erfolgt über die Konzernmutter eine regelmäßige Information der Business Units über den Liquiditätsstand der Gruppe. Vor dem Hintergrund des Erwerbs der ROBUR-Gruppe durch den SPIE-Konzern zum 15. März 2024 gehen wir davon aus, dass kurzfristig die Refinanzierung der Gruppe neu geordnet wird. Prognosebericht Die Ersatzinvestitionen werden sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund notwendiger Erneuerungen der Baustelleneinrichtungen wesentlich erhöhen. Forschung und Entwicklung werden wir weiterhin nicht betreiben. Die Zugehörigkeit zur ROBUR-Group wird das Geschäftsfeld unsere Angebotspalette für die Kunden weiterhin abrunden und eventuell erweitern. Durch die engere Zusammenarbeit innerhalb der ROBUR-Group, insbesondere in der Business Unit "Process" in Bezug auf Fachkräfteaustausch und Generierung von Neukunden, kann voraussichtlich zusätzliches Geschäft generiert werden. Weiterhin gehen wir davon aus, dass die Integration in den SPIE-Konzern ab Mitte März 2024 weitere Synergiepotentiale erschließen kann oder uns neue Märkte eröffnet. Der aktuelle Auftragsbestand liegt bei über € 17,5 Mio. und erfüllt damit zu 73% die geplanten Jahresmontageleistung. Die bereits von Kunden verlängerten Rahmenverträge bilden dabei die Basis mit ca. 39 % des Volumens und werden ergänzt durch zusätzliche Projekte. Diese sind zu großen Teilen bereits beauftragt und verteilen sich über beide Jahreshälften gleichmäßig. Die Kalkulation des Umfangs des Leistungsabrufs aus Rahmenverträgen basiert dabei auf unseren langjährigen Erfahrungen mit unseren Rahmenvertragspartnern. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir aufgrund der laufenden Projekte und dem kaum stattfindenden Wartungsstillständen von einer realisierbaren Montageleistung von rd. € 24 Mio. und somit von einer Gemeinkostendeckungsfähigkeit aus, welches sich final auch im geplanten Ergebnis widerspiegelt (geplantes EBITDA: 750 T€). Zu der zukünftigen Entwicklung der Finanzrisiken verweisen wir auf die vorherigen Ausführungen.
Merseburg, den 15. März 2024 Martin Skladal, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangGewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Gliederung A. Angaben zum Unternehmen B. Allgemeine Angaben C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung D. Sonstige Angaben A. Angaben zum Unternehmen IMO Service GmbH
B. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der IMO Service GmbH, Merseburg, wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem gesetzlichen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen. Von der Möglichkeit, Angaben im Anhang zu unterlassen, wurde hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 286 Abs. 4 HGB) Gebrauch gemacht. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Auslastung im ersten Quartal des Folgejahres ist stark witterungsabhängig. Regelmäßig kann im ersten Quartal keine adäquate Gemeinkostendeckung erwirtschaftet werden. Die strukturell eintretenden Defizite des ersten Quartals werden gemäß unseren Planungen bis Mitte des folgenden Geschäftsjahres ausgeglichen sein. Vor dem Hintergrund sehen wir aktuell keine Auswirkungen auf Going Concern-Prämissen, auch wenn die Liquiditätslage temporären Belastungen ausgesetzt ist. Die Bilanzierung- und Bewertung erfolgte somit unter Unternehmensfortführungsprognose. Gestützt wird diese Annahme auch durch die vielfältigen vertraglichen Verflechtungen innerhalb der ROBUR-Gruppe, die eine Fortführung sowie Sicherstellung der Liquidität durch Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten oder der Refinanzierung über den laufenden Verrechnungsverkehr unseres Erachtens angemessen sicherstellen (siehe hierzu auch unter Abschnitt "Schuldbeitritt, Bürgschaft, Forderungsabtretung"). C,. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert angewandt. Anlagespiegel Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagespiegel. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen. Soweit Herstellungskosten der Aktivierung zugrunde gelegt wurden, wurden angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten bei der Bewertung berücksichtigt. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. Im Rahmen des Abgangs von Gegenständen des Anlagevermögens wurden Buchgewinne (T€ 0; Vj.: T€ 0) und Buchverluste (T€ 0; Vj.: T€ 1) realisiert. Die Abschreibungen wurden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.
Für geringwertigen Anlagegüter erfolgte seit 2014 (bis 2017: € 410,00; ab 2018: € 800,00) eine Sofortabschreibung. Geringwertige Anlagegüter größer € 800,00 bis € 1.000,00 wurden nach ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit geringwertige Wirtschaftsgüter abgeschrieben sind, werden diese als Abgang gezeigt. Seit dem Geschäftsjahr 2021 werden die geringwertigen Anlagegüter (größer € 250,00 bis € 1.000,00) über ein Sammelkonto erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. 2. Vorräte / geleistete Anzahlungen / erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt grundsätzlich zu Herstellungskosten. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens eingerechnet. Leistungen, die durch den Auftraggeber noch nicht bestätigt sind, werden retrograd bewertet. Sie werden vermindert um einen pauschalen Abwertungsbetrag von 20 % für Wagnis und Gewinn sowie Vertriebskosten angesetzt. Darüber hinaus gibt es Einzelprojekte, bei denen die Fakturierung der Leistung in der Regel unter Berücksichtigung vertraglicher Besonderheiten nach Aufmaß und erfolgter Zwischenabnahmen unter Berücksichtigung der §§ 946 / 948 BGB erfolgt. Auf die Abrechnung werden je nach Projekteinschätzung individuelle Sicherheitsabschläge vorgenommen. Die unfertigen Leistungen werden darüber hinaus bei Bedarf verlustfrei zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Soweit Avalkredite (Bürgschaften) im Rahmen von Projekten herausgelegt wurden, sind die diesen zu Grunde liegenden Leistungen (Forderungen) an die entsprechenden Bürgen abgetreten. Die Bewertung von geleisteten Anzahlungen (netto) erfolgt zum Nennbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen (netto) werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vom Wahlrecht (§ 268 Abs. 5 Satz 2 HGB), die erhaltenen Anzahlungen aktivisch von den unfertigen Leistungen abzusetzen (T€ 10.107; Vj.: T€ 2.549), machen wir Gebrauch. Die erhalten Anzahlungen (insgesamt T€ 10.121) beinhalten keine Anzahlungen an verbundene Unternehmen. Der Anzahlungsgrad beträgt 100 %. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Bilanzstichtag gegenüber den Kunden durch Anzahlungsbürgschaften besichert. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Eventuell drohende Ausfallrisiken werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen (T€ 41; Vj.: T€ 41) berücksichtigt. Zur Deckung der Zinsverluste aufgrund verspäteter Zahlungseingänge sowie des allgemeinen Ausfallrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % (analog dem Vorjahr) des nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestandes (T€ 36; Vj.: T€ 40) gebildet. Daraus resultieren Herabsetzungen in Höhe von T€ 4 (Vj.: Zuführungen T€ 15). Im Geschäftsjahr waren keine Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen (Vj.: T€ 41) oder Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen aufgrund von Zahlungseingängen in 2023 (Vj.: T€ 0) zu verzeichnen. Forderungsausbuchungen gab es analog dem Vorjahr nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 7 (Vj. T€ 34) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 510 (Vj.: T€ 290) aus sonstigen Vermögensgegenstände. Diese setzen sich aus kurzfristigen Darlehensforderungen von T€ 482 (Vj.: T€ 282), Zinsforderungen von T€ 15 (Vj.: T€ 1), kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 13 (Vj.: T€ 7) zusammen. In den kurzfristigen Darlehens- und Zinsforderungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 200 und T€ 4 (Vj.: insgesamt T€ 0) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Ansprüche für erst im Folgejahr abziehbare Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 138 (Vj.: T€ 30) und Erstattungsansprüche für Ertragsteuern für die Veranlagungszeitraum 2022 in Höhe von insgesamt T€ 10 (Vj.: Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 T€ 49). Bezüglich der unter den sonstigen Vermögensgegenständen bilanzierten Ansprüche aus Arbeitszeitkonten (T€ 13; Vj.: T€ 14) werden die entsprechenden Regelungen der Betriebsvereinbarungen berücksichtigt. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit der Arbeitszeitkonten wird davon ausgegangen, dass diese durch die Arbeitnehmer vollumfänglich im folgenden Geschäftsjahr abgebaut werden. 4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind mit dem Nennbetrag bilanziert. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden unter den aktiven Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen. 6. Latente Steuern Es bestehen nur marginale Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden, welche zu aktiven latenten Steuern führen würden. Zum 31. Dezember 2023 bestehen körperschaftsteuerlich Verlustvorträge von T€ 722 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 541. Es wird von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB dahingehend Gebrauch gemacht, dass ein Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz nicht erfolgt. Die unternehmensindividuellen Steuersätze betragen für die Gewerbesteuer ca. 12 % und die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,825 %. 7. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Das Eigenkapital zeigt folgende Zusammensetzung:
Die Kapitalrücklage dotiert unverändert zum Vorjahr. Der Bilanzverlust 2022 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Steuerrückstellungen Steuerrückstellungen werden vor allem für zu erwartende Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer unter Berücksichtigung geleisteter Vorauszahlungen gebildet. Aufgrund der vorhandenen körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge zum 1. Januar 2023 fallen für den Veranlagungszeitraum 2023 keine Ertragsteuern an. 9. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (T€ 369; Vj.: T€ 289) sowie ausstehenden Eingangsrechnungen (T€ 1.177; Vj.: T€ 712) - davon verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 784 (Vj.: T€ 412). Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Abzinsungen für mittel- bis langfristige Rückstellungen (T€ 68; Vj.: T€ 36) wurden wegen Geringfügigkeit nicht durchgeführt. Im Geschäftsjahr wurden nicht benötigte Rückstellungen aufgelöst (T€ 81; Vj.: T€ 231). Die Ermittlung der Rückstellungen für Urlaub und Arbeitszeitkonten erfolgt für jeden einzelnen Mitarbeiter aufgrund der Urlaubs- und Arbeitszeitstatistik der Personalabteilung. Überstundenzuschläge in Höhe von 25 % werden entsprechend der gültigen Betriebsvereinbarung bei der Ermittlung der Rückstellung für Arbeitszeitkonten bei den Angestellten berücksichtigt. Die gewerblichen Arbeitnehmer erhalten entsprechende Überstundenzuschläge bereits bei Anfall mit ihrem Monatslohn ausbezahlt. Weiterhin werden die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung angemessen berücksichtigt. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, unbesichert bzw. unterliegen bei Materiallieferungen den üblichen Eigentumsvorbehalten. Als Sicherheiten bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen die finanzierten Fahrzeuge. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 770 (Vj.: T€ 1.216) aus Lieferungen und Leistungen. Kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten (Vj.: T€ 100) sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Zinsen (Vj.: T€ 3) bestehen nicht. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vj.: T€ 0). 11. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 229 (Vj.: T€ 53). 12. Sonstige betriebliche Erträge In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind weitere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 69 (Vj.: T€ 32) enthalten. 13. Materialaufwand In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 66 (Vj.: T€ 30) enthalten. 14. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten weitere periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 77 (Vj.: T€ 35). Im Rahmen der Abrechnung von Reisekosten unserer Mitarbeiter werden bei der Bilanzierung bisher keine Unterscheidungen zwischen lohnsteuerpflichtigen und lohnsteuerfreien Bestandteilen gemacht. Die kompletten Reisekosten in Höhe von T€ 266 (Vj.: T€ 241) werden vollständig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgebildet. 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Berichtsjahr haben aufgrund der vorhandenen Verlustvorträge Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für den Veranlagungszeitraum 2023 in Höhe von T€ 0 das Geschäftsergebnis des Geschäftsjahres 2023 beeinflusst. Es sind auch keine periodenfremden Ertragsteuern (Vj.: T€ 20) enthalten. D. Sonstige Angaben Geschäfte mit nahestehenden Personen und verbundenen Unternehmen Forderungen mit nahestehenden Personen / verbundenen Unternehmen sind in Höhe von T€ 517 (Vj.: T€ 325) bilanziert. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen / verbundenen Unternehmen sind in Höhe von T€ 770 (Vj.: T€ 1.319) ausgewiesen. Insgesamt wurden Erträge mit verbundenen bzw. nahestehenden Unternehmen von T€ 1.013 (Vj.: T€ 607) und Aufwendungen in Höhe von T€ 5.003 (Vj.: T€ 2.358) realisiert. Die Geschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Schuldbeitritt, Bürgschaft, Forderungsabtretung Die Gesellschaft ist in Vorjahren der Refinanzierungsvereinbarung der Konzernobergesellschaft mit einem Finanzinvestor beigetreten. Dieser hat der Konzernobergesellschaft ein Kreditvolumen von über € 80 Mio. zur Verfügung gestellt mit einer Option auf weitere € 75 Mio. Im Rahmen der Erfüllung von kreditvertraglichen Nebenverpflichtungen der Konzernobergesellschaft wurden die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen, dass auch die Konzerngesellschaften den diese Refinanzierung begleitenden Verträgen beitreten. Dies ist in 2020 erfolgt. Infolgedessen bürgt die Gesellschaft für Kredite von Schwesterngesellschaften und hat alle Forderungen sowie übrigen Vermögensgegenstände wie Bankguthaben, Claims u.ä. abgetreten. Zugleich besteht diese Zusage auch für die Gesellschaft durch alle anderen Konzerngesellschaften, die entsprechende Verträge unterzeichnet haben. Hinsichtlich der Entwicklung in 2024 verweisen wir auf den Nachtragsbericht unter Punkt E. In den Geschäftsjahr 2022 und 2022 wurden verbundenen Unternehmen kurzfristige Darlehen gewährt. Diese valutieren zum 31. Dezember 2023 einschließlich Zinsen mit T€ 497. Zum Geschäftsjahresende bestehen damit kurzfristige Darlehen an verbunden Unternehmen in Höhe von T€ 482 und Zinsforderungen in Höhe von T€ 15. Wenn und soweit zur Vermeidung einer (insolvenzrechtlichen) Überschuldung oder eines sonstigen Insolvenzgrundes erforderlich, tritt die IMO Service GmbH mit ihren sämtlichen Forderungen aus diesem Darlehensvertrag im Rang hinter alle gegenwertigen und künftigen Forderungen anderer Gläubiger zurück. Angaben zum Personal
* originäre Verwaltungs- und Vertriebsmitarbeiter Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2023 von Herrn Martin Skladal, Weißenfels OT Großkorbetha, wahrgenommen. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird von den Schutzvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB bestanden zum Bilanzstichtag wie folgt:
Darüber hinaus bestehen kurzfristige auftragsbezogene Mietverhältnisse in Höhe von rd. T€ 286 (i. Vj.: rd. T€ 306) - davon verbundene Unternehmen T€ 29 -, die innerhalb eines Jahres gekündigt werden können. Im Rahmen von Avalkreditlinien der ROBUR Industriemontagen GmbH (T€ 22.500; Inanspruchnahme 31. Dezember 2023: T€ 11.898, die diese an uns in Höhe von T€ 1.513 weitergereicht hat, haften wir als Gesamtschuldner. Im Geschäftsjahr 2022 wurde zwischen der IMO Service GmbH und einem verbundenen Unternehmen ein Forderungsverzicht mit Besserungsschein in Höhe von T€ 250 vereinbart und durchgeführt. Für das Geschäftsjahr 2023 wird die wirtschaftliche und bilanzielle Sicht noch nicht als ausreichend angesehen und daher das Aufleben der ursprünglichen Forderung ausgesetzt. Insbesondere die Unterdeckung im ersten Quartal 2024 lässt hier die vollständige Zahlung noch nicht zu. Für das Geschäftsjahr 2024 wird die Rückführung der Forderung geplant.
Merseburg, 15. März 2024 Martin Skladal, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BeschlüsseDie Gesellschafterversammlung der IMO Service GmbH, Merseburg stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 am 26. August 2024 fest und beschloss den Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2023 i.H.v. € 886.436,53 auf neue Rechnung vorzutragen. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IMO Service GmbH, Merseburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IMO Service GmbH, Merseburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IMO Service GmbH, Merseburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir weisen weiterhin auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt D. Sonstige Angaben im Anhang sowie Abchnitt C "Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht unter Finanzrisiken hin, in denen die enge wirtschaftliche Verflechtung innerhalb der Gruppe auch durch gesamtschuldnerische Haftung sowie die bestehenden Rangrücktrittsvereinbarungen darlegt. Infolge der bis 6. März 2024 gültigen gesamtschuldnerischen Bürgschaft konnte die Gesellschaft ihrerseits im Bedarfsfall auf Bürgschaften, Darlehensrahmen sowie freie Avallinien der Unternehmensgruppe zugreifen. Wir weisen weiterhin auf die Ausführungen des gesetzlichen Vertreters im Anhang Abschnitt B. Allgemeine Angaben und Abschnitt E. Nachtragsbericht sowie die Berichterstattung im Lagebericht unter dem Abschnitt C. Chancen- und Risikobericht hin, in welchen dargestellt wird, dass in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres die Ertrags- und Liquiditätssituation regelmäßig angespannt ist und bis wann. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 28. März 2024 ETL
Mitteldeutschland GmbH
gez. Zätzsch-Loos, Wirtschaftsprüfer gez. Nitzsche-Lezoch, Wirtschaftsprüfer |
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