Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 570004
Eingetragen
30.6.1947
Branche
Herstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus GlasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenGroßhandel mit keramischen Erzeugnissen und Glaswaren
Gegenstand
Herstellung von Gegenständen aus Glas oder ähnlichen Werkstoffen sowie der Handel mit solchen oder ähnlichen Erzeugnissen. Die Beteiligung an gleichen oder gleichartigen Unternehmungen sowie die Errichtung von Zweigniederlassungen ist gestattet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Suzana Lazarevic
seit 26.5.2025
Prokura
Jan Roel Sluis
seit 31.1.2024
Geschäftsführer
John Michael Vasuta
seit 2.2.2022
Geschäftsführer
Stefan Mohr
seit 24.1.2022
Prokura
Alexander Ückert
seit 7.2.2020
Prokura
Roland Ernst
seit 22.3.2017
Prokura
Jürgen Herbach
seit 8.4.2013
Prokura
Inge Schippers
seit 9.4.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Johns Manville International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Johns Manville International B.V.
Netherlands
24.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schuller GmbH

Wertheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Schuller GmbH befasst sich mit der Herstellung von Glasfaserprodukten für die verarbeitende Industrie. Die wichtigste Produktgruppe ist Glasfaservlies, das als Trägerbahn für flächenförmige Produkte, wie z.B. Bitumendachbahnen oder PVC-Bodenbeläge, verwendet wird. Zudem werden Feinfasermatten für verschiedene Filtrationsanwendungen, insbesondere für die Gebäudeklimatisierung, produziert. Eine weitere Produktgruppe sind Glasfasergarne und -vorgarne, die von den Abnehmern überwiegend zu Geweben weiterverarbeitet werden und zu einem großen Teil als Glasfasertapeten in die Innendekoration gehen. In kleinerem Umfang werden bindemittelfreie Nadelmatten aus Glasfasern hergestellt.

Neben dem Hauptwerk in Wertheim am Main besteht ein Zweigwerk in Steinach in Thüringen.

Mit der Johns Manville Europe GmbH, Bobingen, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. Die Produkte werden über die Johns Manville Sales GmbH, Bobingen, vertrieben, die für ihre Vertriebsaktivitäten eine Provision gemäß Sales Representative Agreement erhält.

Produktionstechnik

Ausgangspunkt der Produktion ist die Herstellung von Rohglas in elektrisch beheizten Schmelzöfen. Darauf folgt das Aufschmelzen des Rohglases in der Glasfasererzeugung zur Herstellung von Glasfasern für Glasvlies sowie zur Herstellung von Vorgarnen nach dem Schuller-Trommelspinnverfahren. Die Produktion der Glasvliese erfolgt in einem der Papierindustrie vergleichbaren Nassverfahren durch Dispersion der Glasfasern, Ablegen auf einem Siebband, folgender Binderimprägnierung und Trocknung. Für die Produktion von Glasmatten im Bereich Filtration werden aufgeschmolzene Glasfasern im heißen Luftstrom fibrilliert. Glasfaservorgarne werden durch einen Spinntrichter geformt und auf Spulen aufgewickelt. In geringem Umfang erfolgt die Weiterverarbeitung zu Garnen.

1.2. Forschung und Entwicklung

Nachdem sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Jahr 2022 auf die weitere Qualifizierung von Glasvliesen für den US-Markt konzentrierten, rückten Neuentwicklungen für beschichtete Bauplatten-Projekte in den Vordergrund. Ein Teil der Neuprodukte konnte bereits im Geschäftsjahr 2023 am Markt platziert werden.

Weiterhin konzentrierte sich die Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf die Nachhaltigkeit von Produktlösungen und auf die Erstellung von Ökobilanzen, so dass unsere Kunden gemäß den EU-Richtlinien für nachhaltige Konstruktionen und Energieeinsparungen ihre EPD's (Environmental Product Declaration) erstellen können. Diesem Trend folgend hat das Team in Steinach ein neues Bindemittel eingeführt, dessen Kohlenstoffzusammensetzung zu mehr als 90 % aus erneuerbaren Quellen stammt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsarbeit lag bei der Identifizierung und Implementierung kosteneffizienterer Rohstoffe, um dem Wettbewerbsumfeld und dem Preisdruck seitens der Kunden zu begegnen.

Die Entwicklungen energieeffizienter Filtermedien für HVAC Anwendungen prägten, wie schon in den vorangegangenen Jahren, auch das Berichtsjahr 2023. Es wurden dabei Optimierungen zur Reduzierung des Druckverlustes von Filtermedien diverser Filterklassen im Bereich ePM2.5 und ePM1 erzielt.

Die Umsetzung von erfolgversprechenden Ergebnissen aus der Simulation von optimierten Faserstrukturen mit Hilfe von CFD-basierter Software (computational fluid dynamics) konnte hingegen bisher in der Praxis leider nicht zu unserer vollen Zufriedenheit erreicht werden. Die Erwartungshaltung war dabei die Herstellung von hocheffizienten Filtermaterialien bei verringertem Druckverlust. Weitere Arbeiten sind in Planung.

Ein anderer Schwerpunkt der Arbeiten lag in der Entwicklung eines Bindersystems, welches zu einem gewissen Umfang auf nachwachsenden Rohstoffen basiert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach einem Rückgang des BIP in der Eurozone von 6 % im Jahr 2020 aufgrund der COVID-Pandemie, gefolgt von zwei Wachstumsjahren 2021 und 2022 (5,9 % bzw. 3,5 %), erzielte das BIP im Jahr 2023 ein moderateres Wachstum von 0,6 %. Allerdings verzeichnete der Index der Industrieproduktion einen Rückgang von 2,7 % für das Jahr 2023 nach einem Plus von 2,2 % im Jahr 2022. Dieser Marktrückgang war sowohl in West- als auch in Osteuropa zu beobachten, wenn auch bspw. in Polen in geringerem Maße. Wir sahen einen verstärkten Druck von Wettbewerbern aus dem Fernen Osten aufgrund der wieder etwas sinkenden Preise für Seefracht und einer niedrigeren lokalen Nachfrage in Verbindung mit Überkapazitäten.

Der Prognose zufolge sollte sich die europäische Nachfrage speziell im Bausegment verlangsamen, wobei der Wohnungsbau mit einem Rückgang von 1,6 % die treibende Kraft war. Der Nichtwohnungsbau sollte im niedrigen bis mittleren Bereich wachsen, obwohl die Nachfrage durch den Abbau erheblicher Lagerbestände aus dem Jahr 2022 beeinträchtigt wurde. Zum Vergleich: Basismaterialien im Bausegment, wie Zement, Gips und Mauerwerk, verzeichneten in Deutschland einen Rückgang von 12 % und in Frankreich einen Rückgang im mittleren einstelligen Bereich.

Des Weiteren nahm der Druck der Importe aus Asien im Laufe des Jahres 2023 durch einen deutlichen Rückgang der Seefrachtraten aus China in die EU zu. Die Frachtraten sanken unter die 3.000-Dollar-Marke pro Containerladung.

Wir schätzen, dass der deutsche Bausektor für Vliesstoffe im niedrigen zweistelligen Bereich rückläufig war, da neben den oben beschriebenen Einflussfaktoren, ein weiterhin hohes Materialkostenniveau im Bausegment, hohe Energiekosten verbunden mit gestiegenen Finanzierungszinsen die Aktivität und die Realisierung neuer Projekte behinderten. Die Budgets der privaten Haushalte standen unter Druck und die geopolitische Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine wirkte sich negativ auf das Verbrauchervertrauen und die Nachfrage aus.

Der Bereich der Verbundwerkstoffanwendungen für den Reisemobilmarkt entwickelte sich in Europa und Nordamerika deutlich unterdurchschnittlich mit Anzeichen für eine Verbesserung zum Ende des Jahres 2023. Die deutsche Automobilindustrie erholte sich in 2023 wieder etwas, nachdem sich der Mangel an Kabelbäumen aufgrund des Lieferengpasses in 2022 bedingt durch den Russland-Ukraine-Konflikt wieder normalisiert hatte. Die europäische Leichtfahrzeugproduktion erholte sich 2023 weiter im hohen einstelligen Bereich, blieb aber unter den Spitzenwerten der Jahre 2017-2019 zurück.

Das weiterhin hohe öffentliche Bewusstsein für mehr Hygiene und Gesundheitsschutz machte das Geschäft mit hocheffizienten Filtermedien insgesamt widerstandsfähiger. Die Marktentwicklung für hocheffiziente Luftfiltration mit biologisch abbaubaren Mikroglasfasermedien entwickelte sich weiter positiv.

2.2. Geschäftsverlauf

Die Nachfrage ist stark von der Entwicklung der Bau- und Automobilindustrie abhängig, wobei der Filtrationsbereich zunehmend an Bedeutung gewinnen konnte.

Unsere Kunden saßen zu Beginn des Jahres 2023 auf ihren sehr hohen und teuren Lagerbeständen, die sie nun begannen, Schritt für Schritt abzuverkaufen. Dies führte bei uns als Zulieferer zu einem mehr als verhaltenem Auftragseingang. Der Abverkauf der hohen Lagerbestände dauerte bei unseren Kunden bis in das dritte Quartal 2023 an.

Positiv ist zu vermerken, dass im Jahr 2023 eine Stabilisierung der Energiepreise erfolgte. Allerdings bewegten sich die Energiepreise weiterhin auf einem hohen Niveau (dem dreifachen im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten). Andererseits schwächte nun das kontinuierlich steigende Zinsniveau und eine sinkende Anzahl an Baugenehmigungen und somit ausbleibende Bauprojekte das Konsumverhalten unserer Kunden weiter ab. Die Auftragsvergabe für Bauvorhaben erfolgte nur sehr zögerlich oder es waren sogar weitreichende Stornierungen von Bauvorhaben wahrzunehmen. Der Großteil unseres Produktportfolios für Glasvlies geht direkt oder indirekt in die Baubranche. Durch internationale Exporte konnten wir die Nachfrageschwäche in Deutschland und Europa noch etwas kompensieren. Leider ist die für das zweite Halbjahr 2023 erwartete allgemeine wirtschaftliche Erholung nicht eingetreten.

Die Nachfrageschwäche, die sich ab dem Ende des 3. Quartal 2022 vor allem auf Deutschland und Europa bezogen hatte, hat sich in 2023 auch auf die internationalen Märkte ausgeweitet. Als exportorientiertes Unternehmen sind wir daher von dieser Entwicklung stark betroffen.

Unternehmensweit wurden verschiedenste Maßnahmen ergriffen, um den geänderten Nachfrageentwicklungen entgegenzusteuern. Durch verstärkte Anstrengungen bei Neuproduktentwicklungen konnten wir in anderen Produktionsbereichen, wie bei beschichteten Vliesen und bei Filtrationsanwendungen (Air Media) unseren Auftragsbestand halten bzw. teilweise auch ausweiten. Zudem haben wir v.a. im Bereich der Glasvliesproduktion durch Umstellung der Produktionszyklen, Veränderungen im Personalbestand, Flexibilisierung der Einsatzplanung und der Arbeits- und Urlaubszeiten Maßnahmen ergriffen, um dem Nachfrageeinbruch auszugleichen. Durch die getroffenen Maßnahmen konnten wir es vermeiden, für den gesamten Standort Kurzarbeit anzumelden. Teilbereiche waren allerdings von Kurzarbeit betroffen.

Bedingt durch die Minderauslastung brach das Geschäftsergebnis 2023 vor Steuern und Zinsen um 55% auf 19,9 Mio Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 ein (Prognose im Vorjahreslagebericht: 50-60% schlechteres Ergebnis vor Steuern und Zinsen). Einer Minderung der Umsatzerlöse um 34% (Prognose im Vorjahreslagebericht: minus 35-40% im Vergleich zum Vorjahr) und weiteren negativen Effekten aus Lagerabbau und Zukäufen standen niedrigere Kosten für Energien, Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und Personal gegenüber.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft verminderte sich von 214,1 Mio Euro in 2022 um 34% auf 141,8 Mio Euro in 2023 (Vorjahresprognose für 2023: Umsatzrückgang um ca. 35-40% im Vergleich zum Vorjahr). Die Hauptgründe für den enormen Umsatzeinbruch waren die gesättigten Märkte, hohe Lagerbestände bei unseren Kunden und die allgemeine, schwierige konjunkturelle Lage in Deutschland und Europa.

Das Bestandsniveau verminderte sich um insgesamt 2,6 Mio Euro, wobei sich die Bestände an Fertigerzeugnissen um 3,8 Mio Euro verminderten und sich die Bestände an unfertigen Erzeugnissen in Vorausplanung für den Ofenumbau um 1,2 Mio Euro erhöhten. Die aktivierten Eigenleistungen von 0,3 Mio Euro bewegten sich leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich rückstellungsbedingt von 0,6 Mio Euro auf 0,2 Mio Euro.

Die Kosten für Material- und Personalaufwand i.H.v. insgesamt 95,1 Mio Euro reduzierten sich um 36% oder um insgesamt 53,6 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe i.H.v. 55,3 Mio Euro haben nach enormen Steigerungen in den letzten beiden Jahren um ca. 46% im Jahresvergleich abgenommen. Es entfallen 16,4 Mio Euro auf niedrigere Rohmaterialkosten, 29,5 Mio Euro auf niedrigere Strom- und Gaskosten, 0,8 Mio Euro auf Hilfs- und Betriebsstoffe. Die gesunkenen Kosten sind einerseits auf eine wesentlich geringere Produktionsleistung und andererseits auf wieder etwas moderatere Preise zurückzuführen. Die Kosten für Reparaturmaterialien erhöhten sich um 0,3 Mio Euro und die Zukäufe an Handelsware um 2,1 Mio Euro. Insbesondere bedingt durch die geringere Produktionsleistung sanken die Aufwendungen für Löhne und Gehälter um 6% von 31,9 Mio Euro im Jahr 2022 auf 29,9 Mio Euro im Geschäftsjahr 2023. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung verminderten sich auf 7,2 Mio Euro, im Wesentlichen durch die niedrigeren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen basierend auf dem Pensionsgutachten. Die Auszahlungen für laufende Renten bewegten sich mit 2,4 Mio Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Die Abschreibungen i.H.v. 4,5 Mio Euro lagen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraum.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 20,2 Mio Euro verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio Euro. Während höhere Kosten für Versicherungen, Mitarbeitertrainings, Recruiting und Fremdwährungskursverluste zu verzeichnen waren, verminderten sich die Kosten für konzerninterne Allokationen, externe Läger, Abfallentsorgung, Reparaturen, Instandhaltung und Reinigungsarbeiten.

Die Zinserträge aus Cash Pooling lagen leicht über dem Vorjahr. Die Zinsaufwendungen i.H.v. 1,4 Mio Euro blieben gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant und beinhalten im Wesentlichen seit dem Jahr 2010 den Zinsanteil aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen. Seit 2016 ist für die handelsrechtliche Berechnung der Abzinsung von Pensionsrückstellungen ein Durchschnittszinssatz von 10 Jahren anstatt wie zuvor von 7 Jahren zu verwenden. Dieser Durchschnittszinssatz von 1,79% in 2022 erhöhte sich leicht 0,04%-Punkte auf 1,83% in 2023.

Das Jahresergebnis wurde basierend auf dem Gewinnabführungsvertrag an die Johns Manville Europe GmbH, Bobingen, abgeführt.

Finanzlage

Die Bilanzsumme i.H.v. 112,2 Mio Euro hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Mio Euro reduziert. Das Eigenkapital liegt unverändert bei 25,3 Mio Euro.

Die Summe der Rückstellungen verminderte sich leicht von 83,7 Mio Euro in 2022 um 0,7 Mio Euro auf 83,0 Mio Euro zum Jahresende 2023. Davon ist der Hauptanteil des Rückgangs den Pensionsrückstellungen zuzuschreiben, die sich um 0,8 Mio Euro auf 80,9 Mio Euro zum 31. Dezember 2023 verminderten. Die Rückstellung wurde auf Basis des Gutachtens der Höchster Pensions Benefits Service GmbH in Frankfurt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und bei Verwendung eines Zinssatzes von 1,83% pro Jahr (Vorjahr 1,79%) gebildet. Seit 2016 wird dem zu verwendenden Zinssatz ein Mittel über die letzten 10 Jahre und nicht mehr über die letzten 7 Jahre zugrunde gelegt. Auf die personalaufwandsbezogene Zuführung entfielen 2,3 Mio Euro, auf den Zinsanteil 1,4 Mio Euro. Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. 2,1 Mio Euro setzen sich u.a. aus Rückstellungen für Berufsgenossenschaft, Gleitzeit- und Arbeitszeitkonten, Boni, Abfindungen, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen und ausstehenden Rechnungen zusammen und haben sich leicht um 0,1 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht. Höheren Rückstellungen für Mitarbeiterboni und ausstehende Rechnungen standen etwas niedrigere Abfindungen gegenüber.

Im Weiteren verminderten sich auch die Verbindlichkeiten um 5,5 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich gegenüber externen im Inland ansässigen Lieferanten um 3,9 Mio Euro und gegenüber ausländischen Lieferanten um 0,1 Mio Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen v.a. die Muttergesellschaft in USA, deren Verbindlichkeiten sich zum Jahresende 2023 um 1,4 Mio Euro verminderten, und eine slowakische Schwestergesellschaft.

Die sonstigen Verbindlichkeiten, die im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnung umfassen, blieben im Jahresvergleich konstant bei 0,6 Mio Euro.

Die eigenen Mittel decken zusammen mit den Rückstellungen das Anlagevermögen mehr als vollständig ab. Die Finanzlage der Gesellschaft ist sehr zufriedenstellend. Die Eigenkapitalquote der Schuller GmbH liegt bei ca. 23%.

Vermögenslage

Die Aktiva beinhalten das Anlagevermögen in Form von Grundstücken, Gebäuden und Maschinen mit 73,3 Mio Euro.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 13,5 Mio Euro investiert, wobei 0,8 Mio Euro auf technische Anlagen und Maschinen, 0,8 Mio Euro auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und 11,9 Mio Euro auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau entfielen. Größere Investitionen wurden am Standort Wertheim für den Bau einer weiteren Air Media Anlage, für den Umbau eines Glasofens und für Vorrichtungen zur Schaumauftragung getätigt. Zudem erfolgten weitere Investitionen u.a. für Schneidegeräte, Kompressoren, Klimatisierung und Upgrades für Strangfasermaschinen. Insgesamt lagen die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 um ein dreifaches über dem Niveau der Abschreibungen. Standortübergreifend wurden neben Erhaltungsinvestitionen auch Investitionen zur Erhöhung der Sicherheit bzw. zur Einsparung von Energie und zur Nachhaltigkeit vorgenommen.

Nach dem starken Anstieg zum Ende des Vorjahres, reduzierte sich das Vorratsvermögen wieder um 5,3 Mio Euro auf insgesamt 24,2 Mio Euro zum Jahresende 2023. Die hohen Bestandswerte zum 31. Dezember 2022 sind auf die enorm hohen Energie- und Rohstoffkosten zurückzuführen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen verminderten sich in 2023 um 2,0 Mio Euro, die Bestände an Fertigerzeugnissen um 4,5 Mio Euro. In Vorbereitung für den bevorstehenden Glasofenumbau im Jahr 2024 erhöhte sich das Bestandsniveau an unfertigen Erzeugnissen um 1,2 Mio Euro im Vergleich zum Vorjahr. Generell ist das Bestandsniveau der Vorräte unter permanenter Beobachtung, um auf Liefer- und Nachfrageänderungen kurzfristig reagieren zu können. Es gilt sicherzustellen, dass sowohl Kundenwünsche in den auftragsstärkeren Monaten wahrgenommen werden können aber dennoch mittelfristig keine überhöhten Bestände im Unternehmen aufgebaut werden. Eine Überprüfung der Bestände erfolgt durch eine permanente Inventur in Kombination mit Stichtagsinventuren zum Jahresende.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 11,5 Mio Euro bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen die Johns Manville Sales GmbH i.H.v. 7,3 Mio Euro und gegenüber der Johns Manville Europe GmbH i.H.v. 4,2 Mio Euro. Die Forderungen gegen die Johns Manville Europe GmbH beinhalten Forderungen aus dem Cash-Pooling i.H.v. 24,7 Mio Euro verrechnet im Wesentlichen mit Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung i.H.v. 19,0 Mio Euro und Energieverbräuchen. Im Jahresvergleich verminderte sich sowohl der Saldo aus dem Cash-Pooling um 31,4 Mio Euro als auch die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung um 23,9 Mio Euro. Der Cash-Pooling-Saldo unterliegt einer Verzinsung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich um 2,5 Mio Euro von 5,5 Mio Euro zum Jahresende 2022 auf 3,0 Mio Euro zum Jahresende 2023, im Wesentlichen aus niedrigeren noch nicht erstatteten Ansprüchen an Stromsteuer, Netzentgelten, CO 2 -Steuer und Konzessionsabgaben, während sich die Forderungen aus noch ausstehenden Lieferantenboni und Anzahlungen an Lieferanten leicht erhöhten.

2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Sicherheit

Das Thema Arbeitssicherheit hat innerhalb der Johns Manville Gruppe höchste Priorität. Zur nachhaltigen Absenkung von Unfallrisiken und zur generellen Verbesserung der Sicherheitskultur wurden auch im aktuellen Jahr wieder zahlreiche Maßnahmen geplant und umgesetzt.

Um die Sicherheitskultur weiter zu stärken, wurden im Werk Wertheim zwei Sicherheitstage organisiert. Es wurde ein breites Spektrum an Sicherheitsthemen, bei denen sich Mitarbeiter und Familienangehörigen auch aktiv beteiligen konnten (wie bspw. Feuerlöschübungen) angeboten.

Neben den allgemein vorgeschriebenen Schulungen wurde das Programm "Train the Trainer" weiter ausgebaut. Durch dieses Programm werden die Vorgesetzten aktiv in die Unterweisung ihrer Mitarbeiter einbezogen.

Der im Jahr 2022 angefangene Prozess zur Überprüfung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilungen nach § 5 Arbeitsschutzgesetz wurden im Jahr 2023 weiter ausgebaut.

Im Jahr 2023 wurden in Wertheim und Steinach 6 Unfälle verzeichnet, die nach OSHA Recordable sind. Davon waren 3 Unfälle mit Ausfallzeiten nach OSHA. Diese Quote gilt es dringend wieder zu verbessern.

Pandemiemanagement

Nachdem im Jahr 2022 die höchsten Infektionsraten seit Pandemiebeginn verzeichnet wurden, ist im Jahr 2023 die Zahl der Neuinfektionen nach einem kurzem Aufflackern im Februar 2023 seit April auf Null gesunken. Es gab unter den betroffenen Mitarbeitern keine schweren Krankheitsverläufe. Pandemiebedingte Anlagenstillstände konnten vollständig vermieden werden.

Das Thema bleibt unter weiterer Beobachtung. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden spezielle Pandemiemaßnahmen im Laufe des Jahres 2023 eingestellt.

Personalbereich

Die Mitarbeiterzahl der Schuller GmbH lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bei 571 Mitarbeitern und verminderte sich somit gegenüber dem Vorjahr um 20 Mitarbeiter. Die Entlohnung beinhaltet neben den fixen auch variable Lohn- und Gehaltsbestandteile. Zudem wurden von der Schuller GmbH 25 Ausbildungsplätze zum Abschlussstichtag zur Verfügung gestellt.

Die Schuller GmbH hat einen Aufsichtsrat implementiert, der aus drei Mitgliedern besteht und dem Drittelbeteiligungsgesetz unterliegt. Die Frauenquote beträgt gegenwärtig zwei Drittel. Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, dass weiterhin zumindest ein Drittel des Aufsichtsrats durch eine Frau besetzt wird (Zielsetzung aus dem Vorjahr wurde erreicht).

Die Geschäftsführung der Schuller GmbH setzte sich im Jahr 2023 aus drei Mitgliedern zusammen. Hier ist das Ziel, dass die im Vorjahr zu verzeichnende Frauenquote von 33% zukünftig nicht unterschritten wird (Zielsetzung aus dem Vorjahr wurde erreicht).

Die Schuller GmbH ist eine Produktionsgesellschaft, in der typischerweise der Männeranteil überwiegt. Die erste Führungsebene der Schuller GmbH weist zurzeit eine Frauenquote von 22% (Vorjahr: 25%), die zweite Führungsebene von 11% (Vorjahr: 10%) aus. Die Gesellschaft hatte sich im Vorjahr zum Ziel gesetzt, die im Vorjahr aktuellen Frauenquoten von 25% für die erste Führungsebene und von 8% für die zweite Führungsebene nicht zu unterschreiten. Ziel ist es, die heutigen Frauenquoten in den verschiedenen Führungsebenen beizubehalten. Allerdings ist der Frauenanteil in den relevanten Berufsgruppen - falls Nachbesetzungen anstehen - als eher gering einzustufen; trotzdem legen wir bei ausgeschriebenen Stellen Wert darauf, dass wir mindestens eine Frau im Bewerbungsprozess haben.

Umwelt

Für beide Werke in Wertheim und Steinach werden die emissionsrechtlich festgelegten Grenzwerte, insbesondere für Formaldehyd, Ammoniak, Staub und Gesamtkohlenstoff eingehalten. Für die Glas-Vliesanlagen in beiden Werken sind seit einigen Jahren Regenerative Thermische Oxidationsanlagen (RTO) zur Abluftreinigung im Einsatz, während Abgaswäscher für die Air Media Linien genutzt werden.

Das Prozesswasser der beiden Werke wird entsprechend der Genehmigungen eingeleitet. Das Prozesswasser in Wertheim wird zusätzlich in einer eigenen Kläranlage gereinigt. Sämtliche Grenzwerte für die Einleitungen werden eingehalten.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Projekt gestartet, die Abfallentsorgung weiter zu optimieren. Es wurden mehrere Ansätze ausgearbeitet, die eine effizientere und auch kostengünstigere Abfallentsorgung ermöglichen. Im Jahr 2023 wurden die erfolgversprechendsten Maßnahmen umgesetzt. Entsorgungswege wurden optimiert, die Zahl der Transportbewegungen wurde reduziert und Kosten wurden eingespart.

Die Schuller GmbH ist nach ISO 14001:2015 zertifiziert.

Qualität

Die gesamten Prozesse wie Produkt- und Technologieentwicklung über Einkauf, Planung, Fertigung bis hin zu Qualitätskontrolle, Lagerung und Versand sind nach den Anforderungen der ISO 9001:2015 ISO 14001:2015 sowie ISO 50001:2018 definiert, beschrieben und extern zertifiziert. Die Prozesse werden im integrierten Managementhandbuch zusammen mit Richtlinien und Anweisungen beschrieben und im gesamten Unternehmen kommuniziert. Im Falle einer Prozessaktualisierung werden die relevanten Dokumente aktualisiert, nach Prüfung freigegeben und den beteiligten Abteilungen mitgeteilt. Darüber hinaus werden die Prozesse regelmäßig im Rahmen von internen Audits auf Basis implementierter Standards, überprüft und fortlaufend verbessert. Die Unternehmensleitung wird regelmäßig und im Rahmen der jährlichen Management-Bewertung u. a. über die Auditergebnisse informiert. Verbesserungs- und Korrekturmaßnahmen werden besprochen, vereinbart und nachgehalten.

Im Jahr 2023 lag der Schwerpunkt im Bereich Qualitätsmanagement in der Einführung und Umsetzung eines verbesserten Dokumenten-Management-Systems. Die Sharepoint-basierte Weblösung enthält ein automatisiertes Verfahren zur Freigabe und Archivierung von Dokumenten. Die Dokumente innerhalb des bestehenden Systems wurden in das neue Tool übertragen. Die Mitarbeiter wurden entsprechend geschult. Zukünftig ist geplant, weitere Vorgabe-Dokumente, die bisher innerhalb einzelner Bereiche gelenkt werden, in das System zu übertragen. Ziel ist es, eine zentrale Ablagestelle für Vorgabe-Dokumente an allen deutschen Standorten zur Verfügung zu stellen.

Des Weiteren lag der Schwerpunkt in 2023 in der Identifizierung von Verbesserungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Überwachung und Umsetzung des globalen Reklamationsprozesses. Einige Anpassungen konnten bereits umgesetzt werden. Weitere Projekte sind noch in Arbeit, mit der Zielsetzung formalen Aufwand zu reduzieren, um einen effektiven Einsatz von Ressourcen zu erreichen.

Um ein hohes Qualitätsniveau der Produkte von Johns Manville zu gewährleisten, werden in Zusammenarbeit mit den Kunden der Johns Manville Sales GmbH Produktspezifikationen entwickelt und fortlaufend angepasst. Darüber hinaus werden spezielle Qualitätsvereinbarungen mit Kunden aus bestimmten Branchen getroffen. Die Anforderungen in diesen Sondervereinbarungen gehen über die Anforderungen von ISO 9001:2015 hinaus und müssen die neuesten spezifischen Normenaktualisierungen widerspiegeln.

Die Kundenzufriedenheit wird jährlich anhand persönlicher Interviews, Fragebögen und von unseren Kunden durchgeführte Lieferantenbewertungen erhoben. Dies sind sehr wertvolle Informationsquellen, die zur weiteren Verbesserung von Produkten und Prozessen herangezogen wird. Die Ergebnisse fließen in die jährliche Management-Bewertung ein.

Im Berichtsjahr 2023 hat die Schuller GmbH das externe Re-Zertifizierungs-Audit durch eine der größten deutschen Zertifizierungsstellen für Managementsysteme erfolgreich durchlaufen, in dessen Verlauf das angewandte Managementsystem wiederum als voll funktionsfähig bestätigt wurde.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen:

Ein möglichst konstanter Auslastungsgrad sämtlicher Produktionsanlagen sowie stetige Kostenkontrolle sind weiterhin entscheidende Erfolgsfaktoren. Bei den Trägermaterialien, die in die Bauindustrie eingehen, steht die Weiterentwicklung bestehender Produkte im Vordergrund, um auch zukünftig am - wenn auch geringen - Marktwachstum zu partizipieren.

Die Gewährleistung der Produktqualität, wie im Abschnitt 2.4. skizziert, und durch kontinuierliche Produktweiterentwicklungen und -verbesserungen, wie im Abschnitt 1.2. 'Forschung und Entwicklung' beschrieben, werden die Voraussetzungen geschaffen, auch weiterhin aktiv am bestehenden Markt zu partizipieren und zukünftige Markttrends mitzubegleiten. Projekte zur Senkung des Energieverbrauches, zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Rohstoffsubstitution spielen weiterhin eine maßgebliche Rolle. Somit können wir den starken Trend zur besseren Nachhaltigkeit gut mitbegleiten. Dabei wird ein Energiemanagementsystem gemäß DIN 50001 eingesetzt.

Im Sommer 2024 konnte die vierte Air Media Anlage in Wertheim in Betrieb genommen werden. Die neue Anlage setzt ein starkes Zeichen für unsere Markführerschaft im Bereich der Luftfiltrationsmedien. Unsere Produkte, die in Heizung-, Lüftungs- und Klimasystemen zum Einsatz kommen, spielen eine entscheidende Rolle bei der Innenluftreinhaltung, besonders in sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern, Schulen und Reinräumen. Sie sind in der Lage, selbst Kleinstpartikel wie Viren, Bakterien und Ruß zu filtern. Zudem setzt die neue Anlage durch den Einbau eines innovativen Abluftsystems neue Maßstäbe in Sachen Umweltschutz und Effizienz.

Risiken:

Risikomanagement/Risikofrüherkennung: Die Gesellschaft ist in den internationalen Johns-Manville-Konzern eingebunden. Es werden ein jährliches Budget, monatliche Forecasts sowie wöchentliche Forecast-Updates erstellt. Die Abweichungen zum Plan, Forecast und zum Vorjahreszeitraum werden im Rahmen eines monatlichen Reportings und in entsprechenden Scorecards detailliert analysiert. Durch das bestehende Berichtswesen werden Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Reportinganforderungen unterliegen einer permanenten Optimierung, um Treiber von Kostensteigerungen frühzeitig zu erkennen sowie aussagekräftige Kennzahlen bspw. der Produktivität zu etablieren. Die Vorgaben des Mutterkonzerns in Denver als auch der gesamten Berkshire-Hathaway-Gruppe hinsichtlich des internen Kontrollsystems im Rahmen des amerikanischen Sarbanes-Oxley Acts werden erfüllt. Zudem finden regelmäßig Audits durch die Konzernrevision statt.

Finanzinstrumente zur Sicherung von Währungs- oder Zinsrisiken sind nicht im Einsatz.

Im Geschäftsjahr 2020 sind Geschäftsrisiken und sämtliche Auswirkungen, die sich aus der weltweiten Corona-Krise ergeben, neu hinzugekommen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass sämtliche Maßnahmen, die die Schuller GmbH zur Risikobegrenzung für alle Mitarbeiter und das Unternehmen implementiert hatte, voll gegriffen haben. Das Thema bleibt unter weiterer Beobachtung. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden spezielle Pandemiemaßnahmen eingestellt.

Aus Sicht der Geschäftsleitung bestehen zum Abschluss des Geschäftsjahres sowie weiterhin keine bestandsgefährdenden Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft.

Prognosebericht

Positiv ist zu vermerken, dass im Jahr 2024 eine weitere Stabilisierung der Energiepreise erfolgte. Allerdings bewegen sich die Energiepreise weiterhin auf einem hohen Niveau (dem zwei- bis dreifachen im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten).

Ein Großteil unseres Produktportfolios für Glasvlies geht direkt oder indirekt in die Baubranche. Die Nachfrage in der Baubranche liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Es besteht jedoch ein enormer Bedarf an Wohnraum, der zukünftig zu befriedigen ist. Die Absatzvolumina des ersten Quartales 2024 waren mit dem ersten Quartal 2023 vergleichbar und hatten sich somit nicht grundlegend verbessert. Eine leichte Markterholung war ab Mai/Juni 2024 prognostiziert und ist - wenn auch nicht durchgängig in allen Märkten - so doch in einigen Produktsparten zu verzeichnen. Zudem werden wir die inländische Nachfrageschwäche etwas durch internationale Exporte kompensieren können, so dass wir für das 2. Halbjahr von einer Absatzsteigerung von 15-25% gegenüber dem Vorjahr ausgehen.

Nachdem der Umsatz in 2023 gegenüber dem sehr guten Vorjahr um 34% eingebrochen war, erwarten wir nun für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt einen Umsatzanstieg von ca. 10% gegenüber dem Vorjahr. Unternehmensweit wurden verschiedenste Maßnahmen, wie Fokussierung auf Neuprodukteentwicklungen und Umstellung der Produktionsintervalle, ergriffen, um zumindest die internen Kosten weitestgehend unter Kontrolle zu halten. Unter Berücksichtigung der Umsatzprognosen und der noch andauernden Unterauslastung der Produktionsanlagen gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einer Steigerung des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen um 15-20% im Vergleich zum Vorjahr für die Schuller GmbH aus.

 

Schuller GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 76.298,67 210.792,91
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.192.089,19 5.567.167,28
Technische Anlagen und Maschinen 31.349.089,03 33.597.279,99
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.423.826,65 20.388.159,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.292.352,30 4.715.793,00
73.257.357,17 64.268.399,75
Finanzanlagen
Beteiligungen 117,70 117,70
Genossenschaftsanteil 900,00 900,00
1.017,70 1.017,70
73.334.673,54 64.480.210,36
Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.930.526,11 9.969.179,24
Unfertige Erzeugnisse 6.172.371,23 4.979.174,08
Fertige Erzeugnisse und Waren 10.116.305,67 14.613.184,23
24.219.203,01 29.561.537,55
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 868,00 2.975,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.530.072,15 18.813.819,43
Sonstige Vermögensgegenstände 2.981.358,94 5.531.834,48
14.512.299,09 24.348.628,91
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.264,68 1.510,50
38.732.766,78 53.911.676,96
Rechnungsabgrenzungsposten 135.779,80 80.231,75
112.203.220,12 118.472.119,07

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 24.000.000,00 24.000.000,00
Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 577.498,00 577.498,00
Gewinnvortrag 738.205,07 738.205,07
25.315.703,07 25.315.703,07
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 80.889.436,00 81.714.732,00
Sonstige Rückstellungen 2.123.362,67 2.030.618,00
83.012.798,67 83.745.350,00
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.110.184,29 7.087.964,69
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 186.711,00 1.720.157,03
Sonstige Verbindlichkeiten 577.823,09 602.944,28
(davon aus Steuern EUR 250.536,47; Vorjahr EUR 272.676,32)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 64.919,85; Vorjahr EUR 70.995,75)
3.874.718,38 9.411.066,00
112.203.220,12 118.472.119,07

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
Umsatzerlöse 141.768.014,26 214.083.191,96
Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.571.749,83 3.908.967,08
Andere aktivierte Eigenleistungen 253.074,69 155.773,58
Sonstige betriebliche Erträge 244.488,26 635.934,11
(davon aus Währungsumrechnung EUR 142.338,33; Vorjahr EUR 108.961,45)
139.693.827,38 218.783.866,73
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -55.303.117,03 -101.619.857,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.583.215,50 -523.150,49
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -29.937.885,08 -31.924.380,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -7.228.796,84 -14.631.912,90
(davon für Altersversorgung EUR 717.199,08; Vorjahr EUR 8.228.980,41)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.465.220,96 -4.542.443,95
Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.229.046,03 -21.582.388,77
(davon aus Währungsumrechnung EUR 133.981,86; Vorjahr EUR 81.445,93)
19.946.545,94 43.959.733,09
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 597.552,80 458.943,03
(davon Zinsen von verbundenen Unternehmen EUR 597.525,80; Vorjahr EUR 458.916,03)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.442.860,46 -1.375.400,00
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 1.442.450,00 Vorjahr €1.375.400,00)
Ergebnis nach Steuern 19.101.238,28 43.043.276,12
Sonstige Steuern -102.588,52 -102.581,79
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -18.998.649,76 -42.940.694,33
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Schuller GmbH mit Sitz in Wertheim am Main (Amtsgericht Mannheim HRB 570004) ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert zum Vorjahresabschluss nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Abschreibungsdauern betragen im Wesentlichen zwischen 3 und 5 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsdauern betragen im Wesentlichen zwischen 10 und 17 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagenvermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagenvermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter).

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bewertet.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, im Wesentlichen unter Anwendung von Standardpreisen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen grundsätzlich neben Fertigungslohn und -material alle steuerlich aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Für nicht mehr voll verwertbare bzw. ungängige Bestände und zur Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung werden Wertabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Soweit notwendig, werden Wertberichtigungen vorgenommen.

Die flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital und die Gewinnrücklagen werden zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB werden die Rückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, wobei unverändert zum Vorjahr der Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre ermittelt wurde. Es wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,83% (Vorjahr 1,79%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75% p.a. (Vorjahr 2,75% p.a.) und Rentensteigerungen von 2,25% p.a. (Vorjahr 2,25% p.a.) zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation (gestaffelt nach Lebensalter und Geschlecht) in Höhe von unverändert 0,00 - 12,50% p.a. unterstellt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden ebenfalls auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB werden die Rückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, wobei unverändert zum Vorjahr der Durchschnitt über die vergangenen sieben Jahre ermittelt wurde. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,75% (im Vorjahr 1,44%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75% p.a. (Vorjahr 2,75% p.a.) zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation (gestaffelt nach Lebensalter und Geschlecht) unterstellt.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden laufzeitadäquat nach § 253 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Bilanzierung und Bewertung im Allgemeinen

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Erstverbuchung grundsätzlich mit konzerninternen Umrechnungskursen erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden am Bilanzstichtag ebenfalls mit konzerninternen Umrechnungskursen bewertet. Die konzerninternen Umrechnungskurse weichen nur geringfügig von den jeweiligen Devisenkassakursen ab. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden imparitätisch bewertet: Diese werden mit den Entstehungskursen oder den niedrigeren (Forderungen) bzw. den höheren (Verbindlichkeiten) Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Johns Manville Europe GmbH, Bobingen, als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Schuller GmbH als Organgesellschaft sind vollständig im Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden latente Steuern aus den temporären Differenzen der Schuller GmbH im Abschluss der Johns Manville Europe GmbH als Organträgerin erfasst.

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen behandelt, die von der Gesellschaft, der Muttergesellschaft Johns Manville Europe GmbH direkt oder über die Konzernobergesellschaft Johns Manville Corporation, Denver, Colorado/USA, beherrscht werden.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist als Bestandteil des Anhangs als Anlage beigefügt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Grund des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB wurden weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr vorgenommen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit TEUR 7.346 (Vorjahr TEUR 9.665) sowie - nach Saldierung - aus einem Cash-Pool-Guthaben von TEUR 4.184 (Vorjahr TEUR 9.149). Die enthaltene Forderung aus dem saldierten Cash-Pool-Guthaben besteht gegen die Gesellschafterin.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 80.889. Diese liegen um TEUR 1.126 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Die Gesellschaft betrachtet den Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.126, der sich aus der Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittszins im Vergleich zur Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszins ergibt, mit Verweis auf den Wortlaut des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB als nicht abführungsgesperrt.

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.123 (Vorjahr TEUR 2.031) entfallen TEUR 1.465 (Vorjahr TEUR 1.445) auf den Personalbereich sowie mit TEUR 658 (Vorjahr TEUR 586) auf Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2023 2022
Glasfaserprodukte 139.575 212.354
Übrige Umsatzerlöse 2.193 1.729
141.768 214.083

Der Vertrieb der Glasfaserprodukte erfolgt über die inländische Schwestergesellschaft Johns Manville Sales GmbH, Bobingen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr TEUR 504) sowie Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 3). Daneben sind Kurserträge in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr TEUR 109) angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen konzerninterne Belastungen (TEUR 8.464; Vorjahr TEUR 8.543), sonstige Betriebskosten (TEUR 4.523; Vorjahr TEUR 5.340), Reparatur- und Wartungsaufwendungen (TEUR 4.134; Vorjahr TEUR 4.331) sowie sonstige Verwaltungskosten (TEUR 2.066; Vorjahr TEUR 2.337). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 505 535
Angestellte 71 70
576 605

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum:

Sabine Schmidt (Vorsitzende), Finanzvorstand; Johns Manville Corp.

Katherine C. Albery (stellvertretende Vorsitzende), Rechtsanwältin; Johns Manville Corp.

Andreas Weis (Gesamtbetriebsratsvorsitzender), Maschinenschlosser/Industriemechaniker; Schuller GmbH

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 5.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

John Michael Vasuta (President EP)

Inge Schippers (Business Finance Leader EU Nonwovens)

Jan Roel van der Sluis (Director Operations EP) - wurde mit Wirkung zum 1.1.2024 zum Geschäftsführer bestellt

Dr. Martin Nywlt (Director Operations EP) - Abberufung erfolgte zum Ablauf des 31.12.2023

Da kein Geschäftsführungsmitglied Bezüge von der Gesellschaft erhält, ist keine Angabe nach §285 Nr. 9 HGB notwendig.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 585. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.013.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Miet- u. Leasing- und Wartungsverpflichtungen 869 10
Bestellobligo 1.085 2.323
1.954 2.333

Das Bestellobligo hat im Wesentlichen eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Von den Miet- und Leasingverpflichtungen werden TEUR 853 im Jahr 2024 fällig.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Leasingverpflichtungen betreffen den Fuhrpark, Brandmeldeanlagen und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Schuller GmbH nimmt am Cash-Pooling der Johns Manville Europe GmbH teil. Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft eine Forderung aus Cash-Pooling gegen die Johns Manville Europe GmbH in Höhe von TEUR 24.662 (Vorjahr TEUR 56.086) unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus. Diese wurden mit Verbindlichkeiten gegen diese Gesellschaft aus dem Gewinnabführungsvertrag von TEUR 18.999 (Vorjahr TEUR 42.941), Verbindlichkeiten aus Strom- und Wasserverbräuchen von TEUR 1.563 (Vorjahr TEUR 4.150) sowie Forderungen aus sonstigen Leistungsverrechnungen von TEUR 84 (Vorjahr Verbindlichkeiten TEUR 154) saldiert.

Abschlussprüferhonorar

Im Jahr 2023 berechnete unser Abschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt/Main, ein Gesamthonorar von TEUR 158, wovon TEUR 50 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 81 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 26 auf sonstige Leistungen entfielen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages überträgt die Schuller GmbH ihr Jahresergebnis von TEUR 18.999 an die Johns Manville Europe GmbH, Bobingen.

Nachtragsbericht

Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, sind nicht eingetreten.

Konzernzugehörigkeit

Die Schuller GmbH ist ein Konzernunternehmen der Johns Manville Corporation, Denver, Colorado/USA. Diese ist wiederum Bestandteil der amerikanischen Berkshire-Hathaway-Gruppe. Der Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis wird von der Johns Manville Corporation, Denver, Colorado/USA, und für den größten Konsolidierungskreis von der Berkshire Hathaway Inc., Omaha, Nebraska/USA, aufgestellt. Der Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis ist unter www.berkshirehathaway.com erhältlich. Der Konzernabschluss der Berkshire Hathaway Inc. wird im Unternehmensregister unter der Firma der Johns Manville Europe GmbH offengelegt.

 

Wertheim am Main, den 21. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

J. M. Vasuta

J. R. van der Sluis

I. Schippers

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.032.171,01 0,00 0,00 4.884,56 1.027.286,45
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.909.229,51 0,00 0,00 19.995,09 32.889.234,42
Technische Anlagen und Maschinen 122.651.883,00 779.572,21 242.028,92 334.997,39 123.338.486,74
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.743.321,46 816.384,24 83.239,63 447.482,07 38.195.463,26
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.715.793,00 11.901.827,85 -325.268,55 16.292.352,30
198.020.226,97 13.497.784,30 0,00 802.474,55 210.715.536,72
Finanzanlagen
Beteiligungen 117,70 0,00 0,00 0,00 117,70
Genossenschaftsanteil 900,00 0,00 0,00 0,00 900,00
1.017,70 0,00 0,00 0,00 1.017,70
199.053.415,68 13.497.784,30 0,00 807.359,11 211.743.840,87
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 821.378,10 134.494,24 4.884,56 950.987,78
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.342.062,23 375.078,09 19.995,09 27.697.145,23
Technische Anlagen und Maschinen 89.054.603,01 3.269.792,09 334.997,39 91.989.397,71
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.355.161,98 685.856,54 269.381,91 17.771.636,61
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
133.751.827,22 4.330.726,72 624.374,39 137.458.179,55
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteil 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
134.573.205,32 4.465.220,96 629.258,95 138.409.167,33
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 76.298,67 210.792,91
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.192.089,19 5.567.167,28
Technische Anlagen und Maschinen 31.349.089,03 33.597.279,99
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.423.826,65 20.388.159,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.292.352,30 4.715.793,00
73.257.357,17 64.268.399,75
Finanzanlagen
Beteiligungen 117,70 117,70
Genossenschaftsanteil 900,00 900,00
1.017,70 1.017,70
73.334.673,54 64.480.210,36

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schuller GmbH, Wertheim am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schuller GmbH, Wertheim am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schuller GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 21. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jürgen Körbel, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der Schuller GmbH

Der Aufsichtsrat wurde von der Geschäftsführung laufend über die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft unterrichtet. Er hat hierbei die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht.

Der vorliegende Jahresabschluss nebst Anhang und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind unter Einbeziehung der Buchführung vom gewählten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Prüfungsergebnis stimmt der Aufsichtsrat zu.

Der Aufsichtsrat hat auch seinerseits den Jahresabschluss nebst Anhang und den Lagebericht geprüft. Einwendungen hierzu waren nicht zu erheben.

 

Wertheim, 04.12.2024

Schuller GmbH

Der Aufsichtsrat

Gez. Sabine Schmidt, Vorsitzende

BESCHLUSS VOM 4. DEZEMBER 2024 DER GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG DER

SCHULLER GMBH D -97877 WERTHEIM (AMTSGERICHT MANNHEIM HRB 570004)

Die JOHNS MANVILLE INTERNATIONAL B.V. AMSTERDAM, NETHERLANDS mit einem Geschäftsanteil von € 24.000.000 ist die alleinige Gesellschafterin der SCHULLER GMBH, D - 97877 BOBINGEN

Unter Verzicht auf sämtliche nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag einzuhaltenden Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung der Gesellschafterversammlung, beziehungsweise ihrer Tagesordnung, stimmt die unterzeichnende Gesellschafterin der Fassung von Beschlüssen der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft im schriftlichen Verfahren zu und hält hiermit eine ordentliche GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG ab und beschließt was folgt:

Der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Abschlußprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, versehene Jahresabschluß zum 31. Dezember 2023 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 bestehend aus Bilanz sowie Gewinn -und Verlustrechnung und Anhang, der mit einem Jahresüberschuss von € 18.998.649,76 abschließt, wird hiermit genehmigt und festgestellt.

Der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Gewinn in Höhe von:

€ 18.998.649,76 wird aufgrund des § 1 des Beherrschungs und Gewinnabführungsvertrages vom 20. August 1998 und dem Änderungsvertrag vom 29. November 2018 an die Johns Manville Europe GmbH abgeführt.

 

Denver, Colorado, USA, den 4. Dezember 2024

Johns Manville International B.V.

Katherine Albery

Stacy Milton

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 4. Dezember 2024 festgestellt.

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