D & S Holding GmbH
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Strube Research GmbH & Co. KGSöllingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022LageberichtPolitisches und wirtschaftliches Umfeld Gegenstand der Unternehmung Die Strube Research GmbH & Co. KG (Strube Research) war im Wirtschaftsjahr 2021/22 auf dem Gebiet der Züchtung der landwirtschaftlichen Fruchtarten Zuckerrüben und Weizen sowie der Saatgut-Vermehrung von Sonnenblumen, Zuckerrüben und Weizen tätig. Die Vermehrung des Zuckerrübensaatguts wird in der weiteren Folge durch die Schwesterngesellschaft Strube D&S GmbH beauftragt. Standorte des Unternehmens Die Strube Research hat ihren Geschäftssitz im niedersächsischen Söllingen (Amtsgericht Braunschweig HRA 200610) und besitzt eine weitere Betriebsstätte in Schlanstedt, Sachsen-Anhalt. An beiden Standorten werden Züchtungsarbeiten an den Kulturarten Zuckerrübe und Weizen durchgeführt, deren Ergebnis neue, vermarktungsfähige Sorten sind. Des Weiteren ist die Strube Research an einem Züchtungsunternehmen für Hybridroggen beteiligt. Allgemeine konjunkturelle Lage Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2022 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Die deutsche Wirtschaft hat sich trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholt; das BIP 2022 liegt mittlerweile um 0,7 % über dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Die Erhöhung der Wirtschaftsleistung betrifft fast alle Wirtschaftsbereiche. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben ziehen nach der Zurückhaltung der beiden vorangegangenen Jahre wieder deutlich an. Im direkten Vergleich zum Vorjahr 2021 wurden diese um 4,6 % gesteigert. Eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft waren erneut die Konsumausgaben des Staates, die im zweiten Jahr der Corona-Pandemie bereits um 3,8 % gestiegen waren und auch 2022 erneut um 1,1 % zulegten. Die Ausgaben wurden vor allem für die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests getätigt sowie für die Beschaffung von Corona-Impfstoffen und den Betrieb von Test- und Impfzentren. Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben erneut zu einem hohen Finanzierungsdefizit des Staates geführt. Laut Information des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2022 die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung die Einnahmen um 101,6 Milliarden Euro überstiegen. Das Defizit 2022 entspricht 2,6 % des Bruttoinlandsproduktes und konnte damit gegenüber den beiden Vorjahren deutlich reduziert werden. Die Bauinvestitionen fielen im Jahr 2022 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material deutlich niedriger aus als in den fünf vorangegangenen Jahren. Erstmals zeichnet sich in diesem Bereich ein leichter Rückgang ab. Der Außenhandel wird weiter gestärkt. Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2021. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 6,7 % zu. Damit wurde das Wachstum gegenüber dem Vorjahr zwar etwas abgemildert, konnte jedoch trotz der teilweise drastischen Preisanstiege nicht völlig ausgebremst werden. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2022 von 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Dies stellt einen neuen Spitzenwert für Deutschland dar. Während das Arbeitnehmerentgelt 2022 gegenüber 2021 um 5,5 % anstieg, reduzierten sich die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach überproportionalen Zuwächsen im Vorjahr um 0,6 %. Das Volkseinkommen stieg dementsprechend auf rund 2.858,5 Milliarden Euro. Die Bruttolöhne und -gehälter aller inländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (ohne Sozialbeiträge der Arbeitgeber) nahmen im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 6,3 % zu. Die Sozialbeiträge stiegen 2021 und 2022 kräftig. Ursächlich dafür waren ein höherer Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Rückgang der Kurzarbeit. Gleichzeitig entfiel für den größten Teil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Solidaritätszuschlag, was die Lohnsteuer senkte. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich im Jahr 2022 nominal um 7,2 %, die Sparquote sank um 5,0 % gegenüber 2020 auf 11,4 % für 2022. Nachdem die deutsche Wirtschaft bis zum 1. Quartal 2022 noch gewachsen war, dämpfte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine Ende Februar 2022 den Aufschwung. Die sukzessive Verringerung russischer Gaslieferungen führte im Verlauf des Sommers zu einer weiteren Steigerung der Energiepreise. Dies erhöhte zum einen die Produktionskosten der Unternehmen deutlich und zum anderen führte die zunehmende Überwälzung der Energiegroßhandelspreise auf die Verbraucher zu Kaufkraftverlusten bei den privaten Haushalten. Ein stabiler Arbeitsmarkt, staatliche Entlastungspakete und die Gaspreisbremse stützten den Konsum, wodurch auch für das Jahr 2022 ein Zuwachs von preisbereinigt 4,6 % der privaten Konsumausgaben erwirkt werden konnte. Nachlassende Lieferengpässe und ein teilweiser Abbau des hohen Auftragsbestandes schoben die Exporte und die Investitionen etwas an, sodass für das Gesamtjahr 2023 laut Sachverständigenrat mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 1,9 % zu rechnen ist. Angesichts gestiegener Energiepreise, aber auch aufgrund eines Anziehens der Kerninflation, betrug die Verbraucherpreisinflation im Oktober 2022 erstmals seit den frühen 1950er-Jahren 10,4 %. Aufgrund der hohen Inflationsraten erhöhten viele Zentralbanken die Leitzinsen. Darüber hinaus erfuhr die Weltkonjunktur im Frühjahr 2022 durch die gestiegene Zahl an Coronavirus-Infektionen und die damit verbundenen Produktionsausfälle, insbesondere in China, einen Dämpfer und es kam zu neuen Lieferengpässen. Nach Einschätzung des Sachverständigenrates dürften die Energiepreise insbesondere in Europa und Asien im Winterhalbjahr 2022/23 hoch bleiben. Die anhaltende Teuerung reduziert die Kaufkraft der privaten Haushalte, wodurch der private Konsum belastet wird. Insgesamt werden sich die Finanzierungsbedingungen infolge der weltweiten Straffung der Geldpolitik weniger günstig entwickeln als in den vergangenen Jahren und es kommt zu einer Verringerung der Nachfrage. Mit Verzögerung dürfte dies der aufwärtsgerichteten Preisentwicklung entgegenwirken. Branchenentwicklung Nachdem im Vorjahr Dauer- und Starkregenereignisse für massive Schäden gesorgt hatten, stand die Vegetationsentwicklung 2022 überwiegend im Zeichen von Hitze und Trockenheit. Auch das Erntejahr 2022 verdeutlichte die zunehmenden Probleme der Landwirtschaft durch die Klimakrise, die durch eine Zunahme der Winterniederschläge mit erhöhtem Risiko für Erosion und Nährstoffauswaschung, zunehmende Trockenperioden in den Hauptwachstumsphasen sowie Starkregen- ereignisse mit Bodenerosion und Überschwemmungen gekennzeichnet ist. Insgesamt wiederholte sich 2022 das Muster einer ausgeprägten Frühjahrs- und Sommertrockenheit mit einem im Deutschlandmittel bestehenden Niederschlagsdefizit von rund 40 % (im Vergleich zur Referenzperiode 1961 - 1990). Die anhaltende Trockenheit führte auch in diesem Jahr zu teilweise dramatisch sinkenden Flusspegeln sowie vermehrten Wald- und Feldbränden. In weiten Regionen Deutschlands stehen die landwirtschaftlichen Betriebe vor der Herausforderung, ihre Anbausysteme an die sich verändernden klimatischen Rahmenbedingungen anzupassen. Die Anbaufläche von Getreide zur Körnergewinnung lag zur Ernte 2022 bei 6,1 Millionen Hektar und betrug damit knapp 52 % der bundesweiten Ackerfläche. Die Anbaufläche von Winterweizen, der wichtigsten und ertragreichsten Getreidekultur in Deutschland, hat sich 2022 gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,8 % auf 2,9 Millionen Hektar erhöht. Damit entfallen 47 % der gesamten Getreidefläche auf Winterweizen. Der durchschnittliche Hektarertrag lag bei 76,5 Dezitonnen, die gesamte Erntemenge an Winterweizen erreicht somit etwas mehr als 22 Millionen Tonnen. Die Anbaufläche von Sommerweizen wurde gegenüber dem Vorjahr um fast 70 % ausgedehnt und belief sich auf rund 52.000 Hektar. Mit rund 55 Dezitonnen pro Hektar wurde auch ein höherer Flächenertrag festgestellt. Infolge höherer Anbauflächen und höherer Flächenerträge liegt die Erntemenge mit rund 286.100 Tonnen deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+81,2 %) wie auch des mehrjährigen Durchschnitts (+10,9%). Der Zuckerrübenanbau wurde zur Ernte 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % ausgedehnt und lag bei rund 397.300 Hektar, um 1,8 % höher als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021. Er umfasste 3,4 % der Ackerfläche in Deutschland. Die vier größten Anbauregionen Niedersachsen (99.500 Hektar), Bayern (63.000 Hektar), Nordrhein-Westfalen (55.200 Hektar) und Sachsen-Anhalt (49.300 Hektar) machen gut zwei Drittel der deutschen Zuckerrübenflächen aus. Nach den trockenen Vorjahren haben sich die Erträge in der Saison 2021/22 erholt. 82,4 Tonnen Rüben konnten 2021 pro Hektar geerntet werden, im Vergleich zu gut 73 Tonnen im Vorjahr. Somit schloss die Rübenkampagne 2021/22 mit einem Anstieg der Zuckererzeugung auf 4,6 Millionen Tonnen Weißzucker. 2,9 Millionen Tonnen Zucker wurden im Wirtschaftsjahr 2020/21 in Deutschland abgesetzt. Knapp 80 % hiervon gingen hiervon an die verarbeitende Industrie, an die chemische und Pharmaindustrie sowie an Ethanolhersteller im Non-Food Bereich. 12,5 % wurden als Haushaltszucker in Form von Raffinade, Puderzucker, Würfelzucker, Kandis und anderen Sorten vorwiegend über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft. Nach Schätzung der EU-Kommission vom Juli 2022 beläuft sich die Zuckerrübenfläche der EU-27 im Wirtschaftsjahr 2022/23 auf 1,3 Millionen Hektar; dies entspricht einem Rückgang von 4,6 % im Vorjahresvergleich. Vor allem die Landwirte in Frankreich bauen weniger Zuckerrüben an; dort wird mit einer Reduktion der Anbaufläche um 8,0 Millionen Hektar gerechnet. Damit würde Deutschland künftig die größte Menge an Zuckerrüben ausbringen. Angesichts der global zu beobachtenden Verbraucherpreisinflation sind insbesondere die Annahmen zur künftigen Nachfrageentwicklung mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Zuwächse beim Zuckerverbrauch dürften im Wesentlichen durch das Bevölkerungswachstum getrieben werden. Anders als bei Getreide haben Russland und die Ukraine für den Weltzuckermarkt zwar keine dominierende Bedeutung, jedoch lenkt der anhaltende Krieg den Blick auf die Marktperspektiven in diesen beiden Ländern. Russland hat seine Zuckererzeugung in den letzten 15 Jahren stark ausgedehnt, um unabhängig von Importen zu werden. Die Rübenanbaufläche soll 2022 um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen sein, auf 1,03 Millionen Hektar. Für die Ukraine geht man von einer Anbaufläche von 180.400 Hektar aus. Bei Sonnenblumen geht das USDA weltweit 2022 gegenüber 2021 sowohl von einer Flächeneinschränkung (um 1,4 Millionen Hektar) als auch von niedrigeren Flächenerträgen aus. Dies ist in besonderem Maße auf die kriegsbedingten Einschränkungen in der Ukraine zurückzuführen. Aus Sicht des USDA fällt die dortige Anbaufläche um 35 % und die Erntemenge um 45 % geringer aus als im Vorjahr. Dem gegenüber werden für Russland und Argentinien deutlich höhere Erntemengen erwartet. Insgesamt schätzt das USDA einen Rückgang der weltweit erzeugten Sonnenblumen von 2022/23 im Vergleich zu 2022/21 um knapp 14 % auf 50,4 Millionen Tonnen. In Europa kam es 2022 zu einer Ausweitung des Sonnenblumenanbaus. Mit knapp 4,8 Millionen Hektar wurde die vorjährige Anbaufläche um 10,4 % übertroffen. Ungünstige Vegetationsbedingungen während der Blühphase vor allem in Ungarn, Rumänien und Frankreich wirkten sich jedoch negativ auf die Ertragsbildung aus, sodass trotz der starken Flächenausweitung keine nennenswerte Steigerung bei der Erntemenge zu verzeichnen war. Die Kommission schätzte den Umfang der EU-weiten Ernte im Juni/Juli auf 10,5 Millionen Tonnen. In Deutschland wurde die Anbaufläche von Sonnenblumen um 123 % auf rund 85.300 Hektar ausgeweitet. Der Anbauschwerpunkt lag mit 29.600 Hektar in Brandenburg, gefolgt von Sachsen- Anhalt mit 22.700 Hektar. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Strube Gruppe ist ein internationaler Hersteller von Saatgut für die Landwirtschaft und Industrie. Dabei entwickelt die Strube Research hochspezialisierte Sorten für die unterschiedlichen Anbaubedingungen der Kunden. Das Produktportfolio umschließt die Produktgruppen Weizen, Gemüse (Zuckermais, Erbse, Kichererbse), Sonnenblume sowie Zuckerrübe. Der wertschöpfende Unternehmensprozess lässt sich vereinfacht in die Stufen Züchtung, Vermehrung, Aufbereitung und chemische Behandlung unterteilen. Der Wertschöpfungsprozess beginnt mit der Züchtung des Saatguts bei der Strube Research. Anschließend erfolgt die Vermehrung über den Gesellschafter Deleplanque und die Strube Italia. Die Aufbereitung wird bei der Strube D&S vorgenommen und beinhaltet die Reinigung, Kalibrierung sowie Mischung. Im letzten Schritt wird das aufbereitete Saatgut beim Gesellschafter SUET einer chem. Behandlung unterzogen. Zwischen der Strube D&S und der Strube Research gibt es eine sogenannte Cost-Plus-Vereinbarung. Mit der Vereinbarung wird gewährleistet, dass der Strube Research die entstandenen Aufwendungen zuzüglich einer Marge von 3 % von der Strube D&S GmbH erstattet werden. Am 11.12.2019 wurde die Vereinbarung neu gefasst. Die Vereinbarung gilt ab 01.07.2019 und wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen. Mit einer Frist von 3 Monaten zum Geschäftsjahresende kann der Vertrag gekündigt werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme von TEUR 22.775,8 (Vorjahr: TEUR 18.244,3) setzt sich wie folgt zusammen:
Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um geleistete Zahlungen der Gesellschaft, für Leistungserbringungen, die erst in der der Zukunft liegen. Erweiterungsinvestitionen im Sachanlagevermögen wurden in diesem Jahr nur unwesentlich unternommen. In notwendigen Ersatz wurde hingegen investiert. Vermindert um die planmäßige AfA des Geschäftsjahres reduzierte sich das Sachanlagevermögen um TEUR 611,3 auf TEUR 5.548,3 (Vorjahr: TEUR 6.159,6). Der neuinvestierte Sachanlagevermögenswert erfolgte aus eigenen Mitteln. Eine deutliche Zunahme ist hingegen im Bereich der Immateriellen Wirtschaftsgüter zu verzeichnen. Es wurden insgesamt TEUR 3.929,9 insbesondere für Sortenrechte aktiviert. Die Vorräte sind deutlich gesunken von TEUR 1.566,0 auf TEUR 22,0. Hintergrund dessen ist der Entfall der geleisteten Anzahlungen aus dem Vorjahr. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände nahmen im betrachteten Geschäftsjahr um TEUR 3.361,4 zu. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen valutieren mit TEUR 166,1 (Vorjahr: TEUR 77,7), Forderungen gegen beteiligte Unternehmen mit TEUR 3.083,7 (Vorjahr: TEUR 846,2) und sonstige Vermögensgegenstände mit TEUR 1.407,8 (Vorjahr: TEUR 372,3). Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen (ohne RAP) beträgt 44,0 % (Vorjahr: 48,4 %). Das Eigenkapital ist auf TEUR 5.522,4 (Vorjahr: TEUR 5.767,2) gesunken. Die Eigenkapital-Quote (Eigenkapital/Bilanzsumme x 100) ist mit 24,3 % deutlich gegenüber dem Vorjahr abgefallen. Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss/Eigenkapital x 100) wird negativ (Vorjahr: 13,9 %). Der Cash-Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) sinkt auf TEUR 606,5 (Vorjahr: TEUR 1.631,8). Die im vorangegangenen Berichtsjahr prognostizierten positiven Ergebnisse konnten im betrachteten Wirtschaftsjahr noch nicht erwirtschaftet werden. Hauptursache dessen ist in erster Linie eine deutlich höhere Belastung in Verbindung mit Sortenrechtsstreitigkeiten und den damit einhergehenden Rechts- und Beratungskosten. Auch für das Wirtschaftsjahr 2022/23 rechnen wir mit einer weiteren Verschlechterung des Ergebnisses. Das Absinken der Ergebnissituation wird dabei nicht so drastisch ausfallen, wie im Vorjahresvergleich, kann jedoch auch nicht ganz abgewendet werden. In mittlerer Frist wird sich die Ertragslage jedoch wieder auf einem positiven Niveau stabilisieren. Die Eigenkapitalquote wird stagnieren und kann bei einem Rückgang der Verbindlichkeiten sogar ansteigen. Der Cashflow wird im kommenden Wirtschaftsjahr 2022/23 etwa auf Vorjahresniveau ausfallen; steigert sich in der weiteren Folge jedoch deutlich. Während die Eigenkapitalrentabilität im kommenden Wirtschaftsjahr noch einmal deutlich nachgeben wird und weiterhin negativ ausfällt, zeichnet sich für die Zukunft ein positives Bild dieser Kennzahl ab. Rückstellungen wurden für zugesagte Pensionsverpflichtungen und für Steuerzahlungen gebildet. Im Bereich sonstige Rückstellungen ist insbesondere für Personalverpflichtungen wie Urlaubsgewährung, Arbeitszeitkonten, Gratifikationen und Boni Vorsorge getragen worden. Darüber hinaus wurden Kosten für die Jahresabschlusserstellung und Prüfungsleistungen sowie Rückstellungen für Kompensationszahlungen gebildet. Es wurde ein Rückstellungsbetrag in Höhe von gesamt TEUR 3.307,3 bilanziert (Vorjahr: TEUR 2.194,1). Das Verhältnis der Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme ist von 56,2 % im Vorjahr auf 61,1 % ge- stiegen. Finanzlage Die liquiden Mittel gehen leicht zurück und valutieren zum Abschlussstichtag mit TEUR 5.287,3 (Vorjahr: TEUR 5.941,6). Die Finanzlage des Unternehmens konnte zum Abschlussstichtag als stabil bezeichnet werden. Sie wird durch langfristige Verträge gesichert. Wir konnten unseren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2021/22 jederzeit fristgerecht nachkommen. Ertragslage Das Rohergebnis (Umsatzerlöse ./. Materialaufwand + sonstige betriebliche Erträge) beträgt TEUR 20.182,5 (Vorjahr: TEUR 18.083,6) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11,6 % erhöht. Auch im vorangegangenen Geschäftsjahr zeichnete sich diese Tendenz ab. Wesentliche Ursache dessen ist die weitere Zunahme der Erträge aus der Cost-Plus-Vereinbarung. Diese betrugen im Berichtsjahr TEUR 15.369,1 (Vorjahr: TEUR 11.502,5) und stiegen somit mit 33,6 % erneut an. Die Geschäftsführung geht künftig von weiter steigenden Umsatzerlösen aus, die jedoch nicht in erster Linie durch eine Zunahme der Cost-Plus Erträge bewirkt werden sollen. Die Ausweitung des Umsatzes soll vielmehr auf einer risikooptimierten Streuung innerhalb des Verkaufsportfolios für die einzelnen Fruchtgruppen fußen. Bei gleichzeitigen Einsparungen innerhalb des Materialbereichs rechnen wir mit einer sukzessiven Erhöhung des Rohertrags. Die sonstigen betrieblichen Erträge summieren sich auf TEUR 2.789,2 (Vorjahr: TEUR 4.101,4). Der große Rückgang basiert in erster Linie auf einem geringeren Ausweis der nicht abzuführenden Umsatzsteuer gemäß § 24 UStG (TEUR 2.007,3, Vorjahr: TEUR 3.235,0). Weiterhin wurden Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtungen (TEUR 300,0) generiert, anteilige Kosten für Vorgänge die Vergangenheit betreffend weiterberechnet (TEUR 125,0) und Fördermittel abgerufen (TEUR 123,6). Im Bereich der Materialaufwendungen wird eine 3-prozentige Minderung erwirtschaftet. In Zukunft gehen wir von weiteren Einsparungen aus, da insbesondere Kosten für die Vermehrung und die chemische Behandlung abgesenkt werden. Nach aktuellen Kalkulationen wird dieser Posten künftig keine 8 % des bisherigen Volumens annehmen. Als Hauptursache ist die Verlagerung der Vermehrungstätigkeit auf die Strube D&S zu nennen. Der Personalaufwand bleibt mit TEUR 6.743,9 auf Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 6.717,0) Im Geschäftsjahr 2021/22 lag die durchschnittliche Belegschaftsstärke bei 161 Arbeitnehmern (m/w/d). Künftig gehen wir auf Grund von anstehenden und zum Teil bereits vollzogenen Umstrukturierungsmaßnahmen von einem Rückgang der Personalkosten aus. Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Inflation muss gleichzeitig jedoch von einer moderaten Erhöhung des Lohnniveaus ausgegangen werden, weshalb die Personalkosten insgesamt lediglich leicht abfallen werden. Abschreibungen auf das immaterielle und das Sachanlagevermögen wurden in Höhe von TEUR 838,2 vorgenommen. Bei den Abschreibungen handelt es sich ausschließlich um gewöhnliche Abschreibung auf die im Inventar geführten Wirtschaftsgüter. Vom Wahlrecht der Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert von 800 Euro hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. Im Anlagevermögen der Strube Research wurden Immaterielle Wirtschaftsgüter aktiviert, die in den folgenden Geschäftsjahren zu einer Steigerung der Abschreibung um etwa 40 % führen werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres betragen TEUR 12.991,5 (Vorjahr: TEUR 9.911,0). Hierin enthalten sind unter anderem Züchtungskosten in Höhe von TEUR 5.313,9, Aufwand im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 3.614,9 und Abgänge vom Anlagevermögen über TEUR 145,1. Die Strube Gruppe hat sich der Zielsetzung verschrieben, insbesondere im Bereich der Zuckerrübe ihr Verkaufsportfolio zu straffen. Die Sortenvielfalt wird entsprechend etwas zurück gehen und es wird weniger Neuanmeldungen geben. In diesem Zusammenhang gehen wir davon aus, dass die Züchtungskosten nicht weiter ansteigen. Die Rechts- und Beratungskosten weisen im betrachteten Wirtschaftsjahr ein deutliches Peak auf. Da die ausstehenden Rechtsstreitigkeiten zwischenzeitlich beigelegt werden konnten, prognostizieren wir einen signifikanten Rückgang in dieser Position. Aufwendungen für Mieten, Pachten, Versicherungen und Beiträge über TEUR 386,8 werden für das Geschäftsjahr ausgewiesen. Darüber hinaus entstanden nichtabzugsfähige Vorsteuer- und Erwerbsteuerbeträge, die sich im aktuellen Geschäftsjahr auf TEUR 1.552,6 belaufen. Grund dafür ist, dass die Strube Research als land- und forstwirtschaftlicher Betrieb bis zum Beginn des Kalenderjahres 2022 der Besteuerung nach Durchschnittssätzen unterlag (§ 24 UStG). An die Gesellschaft berechnete Umsatzsteuerbeträge wurden für diesen Zeitraum in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand ausgewiesen. Analog wurde berechnete Umsatzsteuer im Zuge von Verkaufsprozessen im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge erfasst. Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr ein positives Finanzergebnis in Höhe von 302,1 (Vorjahr: TEUR 390,1) aus. Hintergrund sind Ausschüttungen von Gewinnanteilen von Unternehmen, an denen die Strube Research beteiligt ist. Im betrachteten Geschäftsjahr wurde ein negatives Ergebnis von TEUR 231,7 erwirtschaftet (Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 799,5). Unter Würdigung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft und der sonstigen Einflüsse, musste mit diesem Ergebnis gerechnet werden. Als Ursache dieses Ergebnisses muss die zuvor erwähnte Rechtsstreitigkeit genannt werden. Da dieser Vorgang in die Eigenverantwortlichkeit der Gesellschaft fällt und keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit darstellt, werden diese Kosten nicht durch die Strube D&S über die Cost-Plus Umlage erstattet. Forschung und Entwicklung Der Hauptbereich der Strube Research ist die Züchtung neuer Sorten im Bereich der Zuckerrübe und des Weizens. Seit 2018 haben wir uns in diesem Bereich beständig weiterentwickelt. Im Jahr 2021 und 2022 konnten für den Weizen neun neue Sorten im In- und Ausland zugelassen werden. Für den Winterweizen wird der Züchtungsumfang an die perspektivische personelle und räumliche Situation angepasst. Beim Sommer- und Wechselweizen wird an einer Auflösung des Selektionstauschs gearbeitet. Besonders zu erwähnen sind die neuen Weizensorten Absint und Cayenne, die einen hohen Ertrag mit einem mittel bis hohen Proteingehalt verbinden. Dies ist im Zuge der neuen Düngeverordnung positiv. Auch die aus dem Vorjahr zugelassenen Sorten Arevus und SU Banatus bieten auf Grund ihrer Winterhärte großes Potential in den nördlichen Breitengraden. Im Kalenderjahr 2022 wurden für Strube europaweit insgesamt 40 neue Zuckerrübensorten zugelassen. Die Eigenschaften der Sorten liegen in einer Kombination aus hohem Zuckerertrag und Toleranzen gegenüber den wesentlich auftretenden Krankheiten wie Cercospora, Rizomania, Nematoden und auch Vergilbungsviren. In Deutschland wurde für Strube vom Bundessortenamt die erste offiziell bestätigte vergilbungs- virustolerante Sorte im gesamten Sortiment zugelassen. Damit liegt Strube in der Entwicklung von Sorten gegenüber dem sehr stark ansteigenden Bedarf nach vergilbungsvirustoleranten vorn. In den nächsten Jahren gehen wir von weiteren Zulassungen von vergilbungsvirustoleranten Sorten in Westeuropa aus. Trotz Pandemie konnte ein weitestgehend störungsfreier operativer Betrieb sichergestellt werden. Erfolge gab es bei der sequenzbasierten Genotypisierungsmethode für Saatgut-Qualitätsanalysen. Diese ermöglich künftig eine Ausweitung der Kapazitäten und bedeutet gleichzeitig eine deutliche Kostenersparnis. Ein zweiter wichtiger Bereich sind die Forschungsprojekte, die zum großen Teil mit wissenschaftlichen Instituten durchgeführt werden und auch mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Diese Projekte sind national, aber auch europäisch angelegt. Hierbei geht es um Entwicklung von innovativen Technologien als auch um Methoden, resistente und tolerante Sorten zu erforschen. Risikomanagement Zentrales Ziel ist es, mit der Strube Research GmbH & Co. KG den Bestand des Unternehmens weiterhin zu sichern sowie dauerhaft eine angemessene Rendite zu erwirtschaften und so den Unternehmenswert kontinuierlich und systematisch zu steigern. In allen Geschäftsbereichen können Risiken sowohl durch externe als auch durch interne Faktoren auftreten. Um Chancen und Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, sind im Unternehmen Risikomanagementsysteme eingerichtet worden. Marktspezifische Analysen der einzelnen Absatzmärkte werden durchgeführt. Für die Strube Research ist der verantwortungsvolle Umgang mit unternehmerischen Risiken und Chancen ein wichtiger Bestandteil der werteorientierten und nachhaltigen Unternehmensführung. Dies zeigt sich auch im Wahrnehmen und im Nutzen von Chancen, die die Sicherung sowie den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling und die Implementierung interner Kontrollen. Soweit es wirtschaftlich möglich und sinnvoll ist, werden versicherbare Risiken durch ein unternehmensübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt. Für geografische Regionen, die nur schwer oder mit erhöhten Kosten zu versichern sind, werden entsprechende Detailverträge für Kunden erstellt, die auf einer partnerschaftlichen Ausrichtung basieren, jedoch für die Strube Gruppe eine größtmögliche Risikominimierung berücksichtigen. Zur Absicherung der Umsatz- und Absatzaktivitäten ist ein umfangreiches Forderungsmanagement mit einer vorgelagerten Bonitätsprüfung etabliert. In enger Zusammenarbeit mit dem Vertrieb werden Maßnahmen zur Vermeidung von Zahlungsausfällen und Überfälligkeiten permanent abgestimmt. Durch den intensiven Kommunikationsaustauch mit der Vertriebsorganisation und der Kooperation mit externen Bonitätsgesellschaften werden bestimmte Risiken in den einzelnen Ländern frühzeitig erkannt. In diesem Zusammenhang werden weiterhin mögliche Forderungsausfallrisiken in bestimmten Ländern mit einer Warenkreditversicherung abgesichert. Für einige Kunden im osteuropäischen Ausland und im mittleren Osten erhalten wir keine externe Absicherung. Für diese Länder sind wir in permanenter Risikoabstimmung mit unseren Vertriebsexperten. Neuaufträge werden nur bedient, soweit die intern definierten Kreditlimits befolgt wurden und der fristgerechte Zahlungsfluss offener Rechnungen in der Vergangenheit stattgefunden hat. In bestimmten Ländern werden Kunden nur unter Vorkasse oder durch Vorlage einer Bankgarantie beliefert werden. Für die Optimierung von Abrechnungsvorgängen in Fremdwährungen haben wir ein aktives Währungsmanagement eingerichtet. Aussichten, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die zuvor geschilderte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat den aktuellen Schiefstand der Gesellschaft aufgezeigt. Aktuell übertreffen die Aufwendungen die Umsätze, was sowohl zu einem negativen Jahresergebnis als auch zu Engpässen der Liquidität führt. Die Geschäftsführung hat die Gefahr und die möglichen bestandsgefährdenden Risiken, die sich daraus ergeben können, erkannt und arbeitet nun intensiv an einer Neuausrichtung des Geschäftsbetriebs. Dieser Umschwung soll mit Hilfe eines Expertenteams gelingen, welches sich auf die Beratung sanierungsbedürftiger Unternehmen spezialisiert hat. Gemeinsam ist ein Sanierungsgutachten erstellt worden, welches neben den Prognosen für verschiedene Szenarien auch Maßnahmen aufzeigt, die zur Gesundung des Geschäftsbetriebes beitragen sollen. Im Rahmen dieses Berichts werden strukturelle Änderungen vorgeschlagen, die die Unternehmensgruppe wieder in einen marktfähigen Renditekorridor führen sollen. Der nachfolgende Abschnitt enthält Auszüge aus diesem Maßnahmenpaket; dessen Umsetzung unterliegt jedoch zum Zeitpunkt der Feststellung noch der aufschiebenden Bedingung einer Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung. Grundsätzlich wird eine breitere Streuung des Portfolios empfohlen: Während die Abhängigkeit von der Zuckerrübe als umsatzstärkster Geschäftsbereich eher reduziert werden soll, wird eine größere Vielfalt an anderen Fruchtgruppen angestrebt. Auch die Vertriebsaktivitäten sollen dahingehend aufgestellt werden - Kleinstmengen, Sorten mit Minimalumsatz und nicht profitable Kunden können künftig nicht weiter unterstützt werden. Transparente Preiskalkulationen, klare Kommunikation und definierte Prozessketten sind essenziell für die weitere Unternehmenspositionierung. Dies bezieht sich nicht allein auf die Strube Research GmbH & Co. KG, sondern inkludiert alle Zweige der Strube Gruppe. Insbesondere auch in den ausländischen Vertriebsgesellschaften muss ein Anreiz zur Gewinnorientierung geschaffen werden. Eine Subventionierung durch die deutsche Kerngesellschaft muss künftig unterbunden werden. Aber nicht nur der Vertrieb hat Herausforderungen zu bewältigen, auch die Produktion muss durch gezielte Kostenreduktion effizienter werden. Der Hauptfokus liegt dabei auf einer Absenkung der Herstellkosten durch die Gesellschafter. Nur wenn die Vermehrung sowie die chemische Behandlung zu marktüblichen Preisen angeboten werden, kann die weitere Wertschöpfung gewinnbringend fortgeführt werden. Nach Jahren rückläufiger Zuckerrübenanbauflächen hat in den meisten Ländern eine Konsolidierung stattgefunden. Die Zuckerpreise sind zurzeit stabil bzw. ziehen leicht an. Der Zuckerverbrauch weltweit ist stabil bis steigend. Um auf das Risiko von Veränderungen jederzeit flexibel und angemessen reagieren zu können, bereitet sich die Gesellschaft in allen Aktivitäten darauf vor. Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und politischer Risiken in Zukunftsmärkten werden die Geschäftsaktivitäten dort entsprechend risikobewusst und angemessen sensitiv entwickelt. Die wichtigsten Märkte im Saatgutbereich bilden weiterhin die mittel- und westeuropäischen Länder. Es ist auch zu erkennen, dass Nordafrika, der Mittlere Osten und ebenfalls China als Zielabsatzmärkte in Betracht gezogen werden müssen, was aus ersten erfolgreichen Verkaufstransaktionen in nicht zu vernachlässigender Umsatzhöhe bereits heute schon ableitbar ist. Unabhängig davon steht die länderübergreifende Entwicklung leistungsfähiger Produkte für die Fruchtarten Zuckerrüben und Weizen auch zukünftig im Fokus. Aufgrund der angespannten Situation in der Ukraine und in Russland werden angedachte Investitionen und Kooperationen einer neuen gründlichen Prüfung unterzogen werden. Im Bereich der Zuckerrübenproduktion werden die technische Weiterentwicklung und strukturelle Anpassungen als Zukunftsprojekte identifiziert. Dies bezieht auch eine Verbesserung der Lagerorganisation mit ein. Erschwert wird die Zielerreichung nach persönlicher Einschätzung der Verantwortlichen von drohendem Personalmangel und unzureichender Transparenz und Kommunikation. Abgestimmte Zieldefinitionen und eine gemeinsame strategische Ausrichtung werden den Akteuren helfen, die Effizienz zu erhöhen. Als einer der ersten Maßnahmen steht dabei die Eindämmung der Sortenvielfalt auf dem Programm, um Unproduktivitäten zu vermeiden. Aber nicht nur in der Produktion, auch im Züchtungsbereich gilt es Verbesserungspotential zu heben. Als Dreh- und Angelpunkt werden auch hier die transparente Kommunikation und Abstimmung zwischen den Bereichen genannt. Markttrends müssen weitergegeben werden, sodass eine zielgerichtete Züchtung etabliert werden kann. Im Bereich der Biotechnologie gibt es bereits klare Zielvorstellungen für künftige Projekte. Neben ersten Pilotprojekten befinden sich andere Projekte bereits in der Umsetzung. Auf Grund kontinuierlicher methodischer Neu- und Weiterentwicklung kommt es in diesem Bereich immer wieder zu Änderungen technischer und organisatorischer Prozesse. Auch neue gesetzliche Anforderungen befeuern diese Kultur des schnellen Wandels. Die Forschung und Entwicklung stellt jedoch weiterhin die Kernkompetenz dieses Bereichs dar. Auch hier gibt es jedoch den Wunsch nach mehr Transparenz und Kommunikation insbesondere in Form einer Feedbackschleife zur Verwertung der Daten und Ergebnisse. Für die in Deutschland entwickelten Weizensorten werden weiter neue Märkte, vor allem in Mittel- und Osteuropa, erschlossen. Um den sich ändernden klimatischen Bedingungen zu begegnen, liegt der Fokus der Züchtungsaktivitäten in diesem Bereich auf der bewussten Verbreiterung des Produktportfolios. Dazu wurden im Wirtschaftsjahr 2020/21 weitere neue Weizensorten zugelassen. Sie werden in einer steigenden Zahl von Ländern vermarktet. Dem Unternehmen steht ein insgesamt ausreichendes Sortiment an vertriebsfähigen Weizensorten zu Verfügung. Auch für die kommenden Jahre sind neue Sorten zur Zulassung vorgesehen. Die Weizenzüchtung legt den Fokus auf Hochertragssorten mit hoher Backqualität, die in ihren agronomischen Eigenschaften den Anforderungen der Zielmärkte entsprechen. Der Bereich Weizen profitiert dabei von einer guten Zusammenarbeit zwischen den Bereichen wie der Züchtung, der Produktion und dem Produktmanagement. Mit der Ausweitung dieser Sparte wird die Gesellschaft über eine weitere Eingliederung in die bestehenden Strukturen nachdenken müssen, sodass auch der Vertrieb künftig stärker eingebunden werden wird. Zur strategischen Aufstellung und für die alltäglichen Belange gibt es eine gute Kommunikation mit der Geschäftsführung. In Gesprächen wird die perspektivische Personalausgestaltung und die räumliche Situation diskutiert, und nach einer gewinnbringenden Lösung für alle Beteiligten gesucht. Insbesondere im Hinblick auf die starke saisonale Ausrichtung der Arbeit müssen hier zielführende Ansätze gefunden werden. Die früheren Nischenbereiche Sonnenblume und Gemüse (Erbse und Mais) wurden strukturell überarbeitet und haben an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen. Durch den weiteren Ausbau der Vertriebskanäle soll auch eine bessere Risikostreuung erreicht werden. Hierbei wird durch eine weitere Diversifikation unseres Angebots die Abhängigkeit von der Zuckerrübe weiter reduziert werden. Es wird sogar darüber nachgedacht, im Gemüse und Getreidesegment weitere Sorten in das Produktportfolio aufzunehmen, die über das bestehende bzw. im Ausbau befindliche Vertriebsnetz der Gruppe vermarktet würden. Entsprechende Synergien kostentechnischer Natur würden lukriert. Der Bereich Gemüse beobachtet die Entwicklung des Marktes und die immer größeren Anforderungen im Bereich der Chemieaufbringung genau, um die anvisierte Markterweiterung erfolgreich umsetzen zu können. Auch die weitere Qualitätssicherung und eine kontinuierliche Überprüfung der Lagerkapazitäten werden fokussiert. Um die Abhängigkeit von der Zuckerrübe weiter zu reduzieren, soll das Produktportfolio in den kommenden Jahren um die Sorten Soja und Hirse erweitert werden. In der Folge werden Anbauflächen für Zuckerrüben reduziert und die Bestände zurückgefahren. Die Geschäftsführung geht für das folgende Geschäftsjahr von einer Umsatzsteigerung für die Strube Gruppe aus. Diese Steigerung resultiert zu einem großen Teil aus notwendigen Preissteigerungen. Mengenmäßig ist wahrzunehmen, dass die Fruchtart Zuckerrübe weiter nachgeben wird. Der Anteil der Fruchtart Rübe nimmt prozentual im Umsatzsegment ab, absolut werden aber steigende Zahlen prognostiziert. In die Fruchtart Gemüse wird weiter investiert, was sich in den steigenden Umsatzerwartungen der Folgegeschäftsjahre niederschlägt. Hierbei werden ebenfalls neue Sorten in der Businessunit integriert, deren Marktfähigkeit und -durchdringung für die Folgegeschäftsjahre angedacht ist. Insgesamt wird von steigenden Umsatzerwartungen ausgegangen, die zu Beginn nach Konsolidierungsnotwendigkeiten eher niedrig bis moderat ausfallen werden, hingegen in weiterer Folge deutlich sein können. Hinsichtlich der Beschaffung vermehrten Saatgutes rechnen wir auch in der Zukunft nicht mit Engpässen; die Preise für Vermehrungsleistungen sollten auf marktüblichem Niveau ausfallen. Aktuell wird die politische Situation in der osteuropäischen Region Russland und Ukraine und das damit verbundene Spannungsfeld sorgsam durch die Gesellschaft beobachtet. Beide Märkte sind für das Geschäft der Strube D&S mit ihren dort ansässigen Vertriebsgesellschaften nicht unwichtig. Für die Kampagne des Folgejahres sind die Bestellungen für Saatgut bereits eingegangen bzw. bereits an die Standorte in Moskau und Kiew ausgeliefert, damit den Bestellungen der lokalen Kunden nachgekommen werden kann. Das Saatgut lagert in eigenen Lagerhäusern vor Ort und wird alsbald ausgeliefert und fakturiert. Es ist für uns nicht vorhersehbar, wie mit möglichen Sanktionen im Falle von Eskalationen in der Region umgegangen werden muss. Das größtmögliche Risiko, das uns treffen kann, wäre wirtschaftlich die Vollabschreibung von bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Außenverhältnis zu Kunden, da der Zuckermarkt in Staatshand liegt und von dort unserer Einschätzung nach nicht mehr geleistet würde, was im Innenverhältnis konkludent ebenfalls erfolgen würde. Andere Fruchtarten sind hiervon genauso betroffen mit der gleichen Auswirkung auf unsere Gesellschaften. Wir gehen davon aus, dass internationale Geldtransaktionen oder die Konvertierung von lokaler Währung in Euro schwer realisierbar bis unmöglich werden. Wie mit den vorhandenen Vertriebsgesellschaften in weiterer Folge in einem solchen Szenario umgegangen werden wird, ist bisher noch nicht diskutiert. Darüber hinaus werden interne sowie externe Synergieeffekte durch strategische und internationale Forschungs- und Züchtungskooperationen weiter konsequent genutzt und ausgebaut. Im Jahr 2023 wurden für Strube europaweit insgesamt 28 neue Zuckerrübensorten zugelassen. Die Eigenschaften der Sorten liegen in einer Kombination aus hohem Zuckerertrag und Toleranzen gegenüber den wesentlich auftretenden Krankheiten wie Cercospora, Rizomania, Nematoden und auch Vergilbungsviren. Mit insgesamt neun Neuzulassungen in Frankreich konnte im wichtigsten Markt Europas das Portfolio für die aktuellen und zukünftigen Anforderungen erneuert werden. In Deutschland wurde für Strube vom Bundessortenamt die erste offiziell bestätigte vergilbungsvirustolerante Sorte im gesamten Sortiment zugelassen. Damit liegt Strube in der Entwicklung von Sorten gegenüber dem sehr stark ansteigenden Bedarf nach vergilbungsvirustoleranten vorn. In den nächsten Jahren gehen wir von weiteren Zulassungen von vergilbungsvirustoleranten Sorten in Westeuropa aus. Die zu erwartenden und auch schon existierenden Restriktionen bezüglich der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln stellen das Unternehmen vor neue Herausforderungen, denen durch technische Innovationen und verstärkte Beratung begegnet werden soll. Für den deutschen Markt wurden im Wirtschaftsjahr 2021/22 keine neue Zuckerrübensorten zugelassen. Für das Anbaujahr 2022 und danach haben die Zuckerunternehmen neue Vertragsmodelle entwickelt, auf deren Grundlage die Rübenanbauer ihre Anbauplanung neu ausrichten müssen. Die Konsolidierungsprozesse der Zuckerfirmen sind weitestgehend abgeschlossen. Für ein wettbewerbsorientiertes Unternehmen wie die Strube Research GmbH ist es von essenzieller Bedeutung, dass die Mitarbeiter sowohl flexibel und innovativ als auch hochqualifiziert und motiviert sind. Um den Unternehmenserfolg zu sichern und um wettbewerbsfähig zu bleiben, nimmt die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter einen hohen Stellenwert ein. Wir legen in der Personalentwicklung Wert auf umfassende Ausbildungs- und Entwicklungskonzepte, die unsere Mitarbeiter in verschiedenen Berufsphasen dabei unterstützen, ihre persönlichen und fachlichen Fähigkeiten zu erhalten und weiterzuentwickeln. Insbesondere durch das Unternehmenswachstum, die damit einhergehende Vielfalt der Mitarbeiter und die stärkere Unternehmensvernetzung weltweit, ist es von besonderer Bedeutung, internationalen Austausch durch interkulturelle Schulungsmaßnahmen zu unterstützen. Die künftigen Herausforderungen sind nur gemeinsam zu bewältigen, daher fokussiert die Personalentwicklung ihre Anstrengungen vorwiegend auf die Optimierung der Zusammenarbeit und den individuellen Weiterbildungsbedarf. Der Personalbestand wird den steigenden Anforderungen der Gesellschaft laufend angepasst. Die ständige Personalentwicklung sichert durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter die immer höher werdenden Anforderungen der Produktions- und Vertriebsanforderungen ab. Aufgrund der aktuellen Arbeitsmarktsituation wird es aber zunehmend schwieriger, qualifiziertes Personal zu akquirieren; dies betrifft gerade auch den Führungsbereich. Es wird daher essenziell wichtig das Personal langfristig an das Unternehmen zu binden, verstärkt in der Ausbildung von neuen Fach- und Führungskräften voranzuschreiten und Anreize für eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit zu schaffen. Als erste Maßnahmen werden die Arbeitszeit- und die Urlaubstageregelung überarbeitet, sodass den Mitarbeitern eine angemessene Erholung gewährleistet werden kann. Neben monetären Anreizen wird von einer Vielzahl von Mitarbeitern eine stärkere Identifikation mit dem Unternehmen gewünscht. So könnte durch Team-Building Maßnahmen und abteilungsübergreifende Events eine größere Zusammengehörigkeit erreicht werden. Da die aktuelle Entwicklung immer stärker auf technologischen Fortschritt ausgerichtet ist, können wir uns auch bei Strube nicht davor verschließen und werden stärker in diesen Bereich investieren müssen. Dies bedingt einerseits eine stärkere Aufstellung der personellen Kapazitäten, andererseits müssen Projekte die IT künftig von Beginn an einbeziehen, sodass die Prozesse gemeinsam optimal erarbeitet werden können. In den letzten Jahren wurden darüber hinaus die App-gestützten Services erschlossen; so gibt die Analyse- und Prognose-App BeetControl den Landwirten beispielsweise Hilfestellung zur Erkennung von Blattkrankheit, um Pflanzenschutzmaßnahmen einleiten zu können. Auch Wetterdaten, Risikogebietseinschätzungen und Resistenzeigenschaften werden mittels KI für eine Handlungsempfehlung einberechnet. Weitere Unterstützung für die Endkunden ist geplant und wird entwickelt. Im Bereich des Vertriebs wird im Einklang damit an einer Überarbeitung des Marketings- und Veranstaltungskonzeptes gearbeitet, da ein Wandel in den Zielgruppenanforderungen spürbar wird. Der Fokus liegt auf den Projekten, die die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens prägen werden. Es wird zudem eine neue Preispolitik verfolgt und die Portfolioauswahl reduziert, um die Effizienz steigern zu können. Im Geschäftsjahr 2021/22 belasten höhere Kosten für Frachten, Provisionen und Personalgestellung gegenüber den Gesellschaftern für Serviceleistungen das Ergebnis. Die vergleichsweise geringen Verkaufspreise, verbunden mit niedrigen Margen, führen hauptsächlich im osteuropäischen Raum zu negativen Ergebnissen. Im außer-europäischen Raum drücken hohe Marktbearbeitungskosten sowie höhere Frachtaufwendungen das Ergebnis. Eine neue Reisekostenrichtlinie und eine Reglementierung der ausländischen Vertriebsgesellschaften und Repräsentanzen sollen Kostenexplosionen künftig eindämmen, da die stärksten Wachstumsmärkte des Zuckerkonsums im außer-europäischen Gebiet liegen, und daher eine stärkere Bearbeitung in diesen Ländern für die Zuckerrübe anvisiert wird. Ein weiteres Ziel ist der Austritt der Gesellschaft aus einer externen Vertriebsgesellschaft durch den Aufbau eines eigenen Kundennetzwerkes. Die Geschäftsführung wird in Zukunft ihren Fokus auf die Kosteneffizienz und die Prozessoptimierung legen. Die weitere Digitalisierung und die Erhaltung der Arbeitssicherheit stehen dabei ebenso auf der Agenda. Durch strukturelle Anpassungen, vor allem durch Zentralisierung von Funktionen innerhalb der Konzernmutter, Deleplanque Gruppe, sind Arbeitnehmer freigesetzt worden, bzw. wurde und wird in bestimmten Bereichen die Befristung von Mitarbeitern nicht verlängert und Mitarbeiter, die in Rente gehen, nicht ersetzt. Dadurch hat sich die Fluktuationsrate auf 8,7% erhöht. Neueinstellungen wurden insbesondere in den Bereichen Produktion und Züchtung durchgeführt. Die Corona-Pandemie hat zu einem erhöhten Krankenstand geführt. Die Verfügbarkeit von Personal kann in Extremfällen zu Unterbesetzungen in Abteilungen führen, die wir durch Austausch zwischen den Abteilungen kompensieren müssen. Investitionen stehen in den Bereichen Gebäude, Landmaschinen und Qualitätssicherung an. Ersatzinvestitionen werden in erforderlichem Umfang vorgenommen. Des Weiteren stehen in den kommenden Jahren auch energetische Sanierungen der Bestandsgebäude an, um den steigenden Versorgungskosten frühzeitig zu begegnen. Dies bedarf einer weitblickenden Planung und einer anschließenden kontinuierlichen Verfolgung der Baumaßnahmen. Zum 30.06.2022 waren noch Rechtsfragen mit den vorherigen Eigentümern der Strube Research strittig, die zum Zeitpunkt des Testats abschließend geklärt werden konnten. Die Prozessrisiken sind durch Rückstellungen gesichert. Um Kostenvorteile zu erzielen und in bestimmten Bereichen koordinierter vorzugehen, sind einige Positionen auf Gruppenebene mit unserem Mehrheitsgesellschafter geschaffen. Die Controlling Aufgaben werden unter dem Gruppen-CFO weitestgehend wahrgenommen, der Vertriebsdirektor koordiniert auch den Vertriebsbereich unseres Mehrheitsgesellschafters mit. Der Einkauf wird zentralisiert werden, die Marketingarbeit läuft schon koordiniert. Dadurch erzielen auch wir Kostenvorteile, die sich positiv auf unser Ergebnis auswirken werden und erhöhen unsere Marktpräsenz. Eine weitere Reduzierung des Overheads wird angestrebt, um den aktuellen Umsatzverhältnissen zu entsprechen. Die künftige Zielausrichtung liegt in der Entwicklung innovativer Saatgüter verschiedener Sorten und der Erschließung neuer Märkte im außer-europäischen Gebiet. Der Verkauf soll dabei flexibel auf die kontinuierlich wechselnden Markt- und Kundenbedürfnisse angepasst werden. Eine verursachungsgerechte Kalkulation und eine transparente Preisfindung sollen den künftigen Unternehmenserfolg sicherstellen. Die Strube Research GmbH & Co. KG steht in einem engen Abhängigkeitsverhältnis zur Schwestergesellschaft der Strube D&S GmbH, da sie ihre Aufwendungen von dieser erstattet bekommt. Dieses Konzept sichert die Strube Research solange ab, bis die Strube D&S ihrerseits in eine Schieflage gerät und ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Sollte die Umsetzung des geschilderten Maßnahmenpakets scheitern, würde die Strube Research mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine bestandsgefährdende Lage geraten, da die Strube D&S ihren kaufmännischen Verpflichtungen voraussichtlich nicht mehr vollumfänglich nachkommen könnte. Die Geschäftsführung erkennt die geschilderten Risiken an und verpflichtet sich zur Umstellung auf ein Turnaround Management. Zur weiteren Unterstützung wird künftig zudem ein Experte beauftragt, eben diese Punkte genau zu monitoren und in einen engen Austausch mit der Geschäftsführung zu treten, sodass mögliche Prognoseabweichungen sofort erkannt werden und ein entsprechender Aktionsplan ausgegeben werden kann. In dem betrachteten Geschäftsjahr musste die Gesellschaft einige Hindernisse überwinden und stieß dabei immer wieder auf neue Herausforderungen. Bilanziell, aber auch personell mussten dabei deutliche Verluste in Kauf genommen werden. Das Ergebnis wird in den Zahlen ausgedrückt. Mit dem zuvor erwähnten Maßnahmenkatalog und unter Zuhilfenahme weiterer Unterstützung wurde eine Perspektive für die Unternehmensgruppe geschaffen. Dies soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Situation weiterhin angespannt ist, es zeigt jedoch einen klaren Weg aus der Krise heraus auf, sodass wir in Zukunft wieder positive Ergebnisse für die Strube Gruppe - und damit auch einen stabilen Partner für die Strube Research - erwarten. Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sowie auf wirtschaftliche und politische Entwicklung beziehen. Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns bis zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrundeliegenden Angaben nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Hierbei beziehen wir uns weitestgehend auf Anstrengungen, sich neuen Märkten in unserer geografischen Ausrichtung zuzuwenden.
Söllingen, den 27. Mai 2023 Maxime Petrowski Michael Donat BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang1. Angaben zum Jahresabschluss Die Strube Research GmbH & Co. KG hat ihren Gesellschaftssitz in der Hauptstraße 1, Söllingen (Amtsgericht Braunschweig HRA 200610). Persönlich haftender Gesellschafter ist die Strube Research Verwaltungs GmbH, Söllingen (Amtsgericht Braunschweig HRB 200252) mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 25. Eine Niederlassung in Spanien wurde im Betrachtungszeitraum abgewickelt. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Strube Research GmbH & Co. KG ist gem. § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Gesellschaft. 1.1 Angaben zur Bilanz Going-Concern Betrachtung Die Strube Research GmbH & Co. KG steht in einem engen Abhängigkeitsverhältnis zur Schwestergesellschaft der Strube D&S GmbH. Über eine sogenannte Cost-Plus-Vereinbarung werden die Aufwendungen der Strube Research zuzüglich einer 3-prozentigen Marge von der Strube D&S erstattet. Dieses Konzept sichert die Strube Research solange ab, bis die Strube D&S ihrerseits in eine Schieflage gerät und ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Dies wäre der Fall, wenn der Strube D&S die Kreditlinie gestrichen werden würde und keine alternative Finanzierung vereinbart werden kann. Die Strube D&S befindet sich aktuell in einer Liquiditätskrise. Durch ein externes Expertenteam wurde ein Sanierungsgutachten für die Strube D&S erstellt, welches eine bedingte Sanierungsfähigkeit bescheinigt. Voraussetzung für den Erfolg der Maßnahme sind jedoch verschiedene Kriterien, die unter anderem die Zustimmung der Gesellschafter bedürfen. Sollte das Maßnahmenpaket gemäß Sanierungsgutachten nicht, oder nur unzureichend umgesetzt werden können, und die finanzierende Bank in der Folge ihr Investment entzieht, wäre dies auch für die Strube Research bestandsgefährdend. Eine ausführlichere Darstellung der angedachten Maßnahmen im Einzelnen findet sich im Lagebericht unter dem Punkt ,Aussichten, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung'. Sachanlagen Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter ist das Wahlrecht der Sofortabschreibung bis EUR 800,00 in Anspruch genommen worden. Darüber hinaus sind Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 651,7 ausgewiesen worden (Vorjahr: TEUR 535,6). Mit einer Fertigstellung ist im Wirtschaftsjahr 2022/2023 zu rechnen. Finanzanlagen Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten. Davon sind Anteile an verbundenen Unternehmen unverändert in Höhe von TEUR 331,1 bilanziert und Beteiligungen in Höhe von TEUR 2.895,3 ausgewiesen worden. Vorräte Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich ausschließlich um Heizöl in Höhe von TEUR 22,0 (Vorjahr: TEUR 10,5), welches mit dem Einkaufspreis bewertet worden ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt worden und belaufen sich gesamt auf TEUR 4.657,6 (Vorjahr: TEUR 1.296,2). Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 3.083,7 (Vorjahr: TEUR 846,2)). Im Berichtsjahr bestanden keine Wertberichtigungen auf diese Forderungen mehr (Vorjahr: TEUR 300,0). Die Forderungen betreffen nahezu ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt worden und belaufen sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 5.287,3 (Vorjahr: TEUR 5.941,6). Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser enthält nominell bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für einen bestimmten Zeitraum danach. Eigenkapital Ausgewiesen werden das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital von TEUR 2.000,0, das Kapital der Gesellschafterkonten in Höhe von TEUR 3.522,4 sowie ein Ausgleichsposten für eigene, aktivierte Anteile in Höhe von TEUR 25,0. Der Jahresfehlbetrag beträgt im Geschäftsjahr TEUR 231,7 (Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 799,5). Rückstellungen Diese werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen TEUR 93,3. Als Bewertungsverfahren ist die Projected Unit Credit Method (PUC - Methode) mit einem Rententrend von 1 % angewandt worden. Der Wert der Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018G mit einem Zinsfuß von 1,78 % errechnet. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung wurde der Rechnungszins auf Basis des 10-Jahresdurchschnitts zum Stichtag in die Berechnung einbezogen. Bei den Steuerrückstellungen handelt es sich um prognostizierte Forderungen der Gemeinden zur Gewerbesteuer. Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 2.730,8. Darin sind wesentliche Beträge in Höhe von TEUR 1.470,3 für Ausgleichszahlungen und TEUR 662,9 für Gerichtskosten gebucht, sowie Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 528,5 und Rückstellungen für Jahresabschlusskosten über TEUR 69,1. Die Aufwendungen betreffen das Wirtschaftsjahr. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind fristenadäquat abgezinst worden. Hierbei wurde auf die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze zurückgegriffen. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den jeweiligen Erfüllungsbeträgen. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 4.819,5 (Vorjahr: TEUR 8.912,9) den Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beruhen ebenfalls in Höhe von TEUR 272,5 auf den Liefer- und Leistungsverkehr. Gesellschafterverbindlichkeiten bestanden in Höhe von TEUR 6,4. Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 1.163,2 (Vorjahr: TEUR 482,6). Hierbei handelt es sich um Verbindlichkeiten für Steuern und Abgaben (TEUR 955,5) sowie für Verbindlichkeiten aus Lohn, Gehalt und im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 197,9). Zur Finanzierung der Aktivitäten der Strube-Gruppe haben die Gesellschaften mit der Commerzbank AG eine Vereinbarung über eine variable Finanzierungslinie abgeschlossen. Als Darlehensnehmerin ist die Schwestergesellschaft Strube D&S GmbH geführt. Die Strube Research GmbH & Co. KG haftet für den eingeräumten Schuldbetrag. Dieser beläuft sich zum Stichtag auf 17,9 Millionen Euro. Da die Schuldnerin ausreichend Bonität aufweist und die im Übrigen gewährten Sachsicherheiten den Finanzierungsbetrag abdecken, wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering angesehen. Die Gesellschaft hält im Geschäftsjahr mehrere Pacht- und Leasingverträge. Hintergrund ist im Wesentlichen die Schaffung langfristiger Nutzungsmöglichkeiten von Flächen und die Preisabsicherung des korrespondierenden Pachtzinses über die Vertragslaufzeit sowie Sicherung von Grundstücken für Züchtungszwecke und Lagerung. Die Leasingverträge betreffen insbesondere Fahrzeuge. Alle neu eingegangenen Dauerschuldverhältnisse werden aus heutiger Sicht als risikolos eingestuft. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus diesen Verträgen betragen TEUR 335,1. Fremdwährungsumrechnung Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgte zum amtlichen Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der jeweiligen Leistung. Zum Stichtag wurde eine Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum amtlichen Devisenkassamittelkurs vorgenommen. Es gibt keine Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 1.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse/außergewöhnliche Erträge Die Gesellschaft hat mit der Strube GmbH & Co. KG und in deren Nachfolge auch mit der Strube D&S GmbH eine Vereinbarung geschlossen, die der Strube Research GmbH & Co. KG einen Kostenersatz inklusive einer Gewinnmarge für ihre Tätigkeit zusichert. Diese Vereinbarung gilt ab Beginn des Wirtschaftsjahres 2017/2018. In der Folge sind im Berichtsjahr Erträge aus Kostenübernahmen von TEUR 15.369,1 (Vorjahr: TEUR 11.502,5) ausgewiesen. Periodenfremde Erträge Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von TEUR 300,0. Diese betreffen die Minderung der Wertberichtigung auf im Rahmen einer Sortenrechtsstreitigkeit von Dritten beanspruchte Forderungen. Es handelt sich um Erträge, die nicht das Wirtschaftsjahr 2021/2022 betreffen. Periodenfremde Aufwendungen / Außergewöhnliche Aufwendungen Im betrachteten Wirtschaftsjahr sind Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 2.043,4 zu verzeichnen gewesen. Diese stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit einer Sortenrechtsstreitigkeit. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Effekte aus der Änderung des Diskontierungssatzes im Rahmen der Abzinsung der Pensionsrückstellung sind insgesamt im Finanzergebnis gezeigt. 2. Sonstige Angaben Ausschüttungssperre Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszins und dem 7-Jahresdurchschnittzins in Höhe von TEUR 2,7 unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB. Personalbestand Die durchschnittliche Zahl der während des Wirtschaftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 161 (Vorjahr 164), dabei handelt es sich um 102 Vollzeitkräfte, 29 Teilzeitkräfte und 30 Aushilfen. Geschäftsführer der Gesellschaft Zur Geschäftsführung und Vertretung als persönlich haftende Gesellschafterin ist die Firma Strube Research Verwaltungs GmbH, Söllingen, berechtigt und verpflichtet. Diese verfügt über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von TEUR 25,0. Herr Martin Reisige, Diplom-Kaufmann, Cuxhaven, ist zum Geschäftsführer der Strube Research GmbH & Co. KG bestellt. Er ist am 2. Mai 2023 aus der Gesellschaft ausgeschieden. Im Berichtsjahr wurde keine Geschäftsführervergütung gezahlt. Am 12. Mai 2023 sind Herr Maxime Petrowski, CFO, und Herr Michael Donat, Leiter Finanzen, Rechnungswesen und Controlling, als Geschäftsführer eingetreten. Beteiligungen Die Gesellschaft ist an mehreren Gesellschaften beteiligt. Gemäß § 286 Abs. 3 S.1 Nr. 1 HGB wurden die Beteiligungen nicht gesondert in der nachstehenden Tabelle aufgeführt, die einzeln und insgesamt unwesentlich sind. Die Gesellschaft ist an folgenden Gesellschaften beteiligt bzw. mit folgenden Gesellschaften verbunden:
Der Jahresabschluss der Strube Research GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Deleplanque & Cie SA, Maisons-Laffitte, Frankreich, einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Handelskammer des Departements Yvelines, Versailles in Frankreich erhältlich. (Chambre de Metiers des Yvelines, Versailles). Es handelt sich hier um den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig auch den kleinsten Konzernkreis. Dieser Konzernabschluss entfaltet befreiende Wirkung nach § 291 HGB. Der Konzernabschluss der Deleplanque & Cie SA wird nach den französischen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Grundsätzlich gibt es zwischen den deutschen und französischen handelsrechtlichen Regelungen Ansatz- und Bewertungsunterschiede. Die Bilanzierungsansätze, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze zwischen der deutschen und französischen Rechnungslegung wurden im Rahmen der Konsolidierung überprüft. Durch Ausübung von Wahlrechten war es möglich, die Bilanz- und Bewertungsansätze von der Strube Research GmbH & Co. KG unverändert in den französischen Konzernabschluss zu übernehmen. Unter diesen Voraussetzungen wurde von der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts Gebrauch gemacht. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum 30.06.2022 waren noch Rechtsfragen mit den vorherigen Eigentümern der Strube Research strittig, die zum Zeitpunkt des Testats abschließend geklärt werden konnten. Die Prozessrisiken sind durch Rückstellungen gesichert. Mit Wirkung zum 2. Mai 2023 ist Herr Martin Reisige aus der Geschäftsführung der Gesellschaft ausgeschieden.
Söllingen, den 27. Mai 2023 Maxime Petrowski Michael Donat Anlagenspiegel
Sonstige BerichtsbestandteileDer Jahresabschluss wurde am 29.06.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Strube Research GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Strube Research GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Strube Research GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Ich verweise auf Angabe 1.1 "Going-Concern Betrachtung" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Aussichten, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Strube Research GmbH & Co. KG in einem engen Abhängigkeitsverhältnis zur Schwestergesellschaft Strube D&S GmbH befindet, da sie ihre Aufwendungen weitestgehend von dieser erstattet bekommt. Sollte die Strube D&S GmbH in eine wirtschaftliche Schieflage geraten und ihren Verpflichtungen aus den vertraglichen Vereinbarungen nicht mehr nachkommen können, so ist die nachhaltige Finanzierung der Gesellschaft nicht mehr sichergestellt. Es werden daher nunmehr verstärkt Sanierungsmaßnahmen ergriffen, um der negativen Entwicklung der letzten Jahre entgegezuwirken. Wie in Angabe 1.1 "Going-Concern Betrachtung" im Anhang sowie den Angaben in Abschnitt "Aussichten, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Meine Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hildesheim, 27. Mai 2023 Dipl.-Kfm. Claus Hellberg, Wirtschaftsprüfer |
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Beteiligungsgesellschaften
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen