Alliance Medical f-con GmbH
Nikolaus-August-Otto-Straße 7A, 56357 Holzhausen an der Haide, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martina Leplow seit 21.12.2022 | Geschäftsführer |
Howard Alexander David Marsh seit 21.12.2022 | Geschäftsführer |
Axel Schmidt seit 8.8.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Alliance Medical Limited | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Alliance Medical f-con GmbH (vormals: Life Radiopharma f-con GmbH)HolzhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 20231. Rahmenbedingungen a. Geschäftsmodell Die Life Radiopharma f-con GmbH mit Hauptsitz in Holzhausen betreibt ein Unternehmen, welches sich auf den Großhandel radioaktiver Pharmaka, insbesondere Diagnostika für Humanmedizin, sowie die laufende Forschung und Entwicklung in der Nuklearmedizin spezialisiert hat. Ferner stellt die Koordination einzelner Herstellungsstätten, die verbundene Unternehmen der Gesellschaft sind, eine weitere Kerntätigkeit dar. Hierbei übernimmt die Gesellschaft für die Radiopharmazeutika standortübergreifend das Auftragsmanagement mit und die Betreuung von externen Kunden, die Organisation der Logistik vom Hersteller zum Endkunden unter Einbeziehung entsprechend qualifizierten Transportunternehmen sowie umfassende Vertriebs -und Marketingaufgaben im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. b. Ziele und Strategien Das langfristige Ziel der Gesellschaft ist die Sicherstellung der Patientenversorgung mit Radiopharmazeutika im Einzugsbereich der Gesellschaft durch die Festigung und den weiteren Ausbau der aktuellen Marktposition. Dies soll erreicht werden durch den weiteren Ausbau des aktuell bestehenden Zyklotronnetzwerkes, die Fortführung und Ausbau bestehender Kooperationen sowie Anbahnung und Eingehen neuer strategisch sinnvoller Partnerschaften mit Unternehmen in angrenzenden oder ergänzenden Territorien. Eine weitere Verbesserung und Optimierung der Lieferkette von der Beschaffung, über die Herstellung und Freigabe bis zur Lieferung und Marktbeobachtung der von der Gesellschaft vertriebenen Produkte sowie die Sicherstellung und Erschließung von Backup Lösungen, um Versorgungsausfälle zu minimieren, sind ein weiteres mittel bis langfristiges Ziel. Unabdingbar ist dabei die weitere Entwicklung des internen Qualitätsmanagements, um den hohen Ansprüchen und Erwartungen unseres fortlaufend wachsenden Leistungsportfolios, gerecht zu werden. Die Life Radiopharma f-con GmbH sowie alle Alliance Medical Gesellschaften in ganz Europa sind ständig bestrebt, die Leistung des Unternehmens zu steigern, auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Die Gesellschaft ist der Überzeugung, dass ein Umfeld, in dem sich die Mitarbeiter begeistern können, sich wohlfühlen, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leben und Arbeit haben und motiviert sind, der beste Beitrag zur Erzielung positiver Ergebnisse und zur Entwicklung des Unternehmens ist. Die Gesellschaft bietet für die Mitarbeiter attraktive gesundheitsfördernde Angebote, wie das Leasing von E-Bikes, welche sowohl für den Weg zur Arbeit als auch für private Zwecke genutzt werden dürfen, für die Mitarbeiter*innen zur Verfügung stehen. Außerdem wurde eine "Work from Home Policy" eingefügt, zwecks Sicherstellung eines gesundheitsfördernden Arbeitsplatzes, sowie Arbeitsumgebung. Zusätzlich bietet die Gesellschaft Unterstützung bei der Erhöhung der mentalen Fitness und übernimmt bis zu 50 Prozent der Betreuungskosten für Kinder im Vorschulalter. Die individuelle und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter wird durch interne und externe Schulungsangebote gefördert. Weiterhin hat die Gesellschaft mit Änderungen begonnen, die darauf abzielen, bestimmte Arbeitsabläufe zu digitalisieren, um eine größere Effizienz und ein besseres Zeitmanagement zu gewährleisten. Dazu sind aktuell 2 Projekte gestartet worden. Zum einen die Einführung eines neuen digitalisierten Auftragsannahmesystems. Das aktuelle System der Gesellschaft, PrOFS, für die Bestellung radiopharmazeutischer Produkte und Freigabe von Produktchargen, ist nicht mehr zeitgemäß und weist Schwächen auf. Insbesondere fehlen wesentliche Funktionen für effiziente und konforme Abläufe, es verlässt sich auf veraltete Technologie und hat eingeschränkte Integrationsmöglichkeiten. Um diese anzugehen, hat die Gesellschaft die Entwicklung einer maßgeschneiderten Softwarelösung, die die bestehenden Geschäftsabläufe automatisiert, beauftragt und plant für das kommende Quartal die probeweise Einführung desselben. Das neu entwickelte Auftragsannahmesystem stellt DSGVO-, und pharmazeutische Good Practices (GxP)-Konformität sicher und hält sich an aktuelle Cybersicherheitsstandards. Durch neu aufgesetzte bzw. erweiterte Funktionen zur Bestellannahme, optimierte Auftragsverwaltung, Chargeneffizienz, automatisierte Auftragsweiterleitung, Integration der Transportabläufe und Rechnungsfunktionen, wird eine erhebliche Margenoptimierung ermöglicht. Zudem wurde kürzlich eine Smart Laboratory-Software eingekauft, die speziell für pharmazeutische Labore und Zyklotronzentren entwickelt wurde. Dieses Labor-Informations- und Management-System (LIMS) bietet eine Lösung, die die Produktions- und Digitalisierungsprozesse in Übereinstimmung mit GMP-Standards erleichtert. Die Software unterstützt unsere Herstellstätten bei Ihrer digitalen Transformation, indem sie Produktions-, Validierungs- und F&E-Experimentprozesse in einem einzigen IT-System überwacht. Dies erleichtert, schnelle und genaue Entscheidungen zu treffen, Echtzeitinformationen bereitgestellt und auch hier auf Produktions- und Laborebene die Effizienz der Geschäftsprozesse innerhalb der Organisation erheblich verbessert werden. Einer der Hauptvorteile der von der Gesellschaft erworbenen Anwendung im Vergleich zu ähnlicher Laborsoftware sind ihre flexiblen Produktions-, Validierungs- und Experimentprozessmanagementmodule, die einen reibungslosen Übergang von der Forschungsphase zur Produktionsphase ermöglichen. Darüber hinaus unterstützt die Software die Verwaltung von Rohstoffen, Werkzeugen und Geräten. Die LIMS Flexibilität ermöglicht einen reibungslosen Übergang von papierbasierten zu digitalen Arbeitsabläufen und überbrückt so effektiv die Lücke zwischen den beiden Methoden. Das flexible Geräteintegrations-Framework namens EQonn ermöglicht die automatisierte Dateneingabe von verschiedenen Laborgeräten, Labor- und IT Systemen. Die Life Radiopharma f-con GmbH ist an langfristigen nachhaltigen Zielen interessiert und nimmt an dem von der Unternehmensgruppe entwickelten Programmen für Umwelt, Nachhaltigkeit und Governance (ESG Programme) teil. Dabei ausdrücklich zu nennen ist die aktuell laufende Kampagne "Reduce our Use", die sich vorwiegend auf die Senkung der Emissionen konzentriert, um einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben können. Hierzu werden innerhalb der Gruppe Umweltarbeitsgruppen gebildet, die sich auf Möglichkeiten und Bereiche zur Senkung der CO 2 -Emissionen konzentrieren. Dabei sollen nicht nur die ökonomischen, sondern auch die ökologischen Faktoren berücksichtigt werden. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft zielt darauf ab, die vorhanden Ressourcen, sowohl ökonomischer als auch ökologischer Art, schonend und sinnvoll zu nutzen. Durch ein hohes Maß an Flexibilität und einer in allen Bereichen nachhaltigen Ausrichtung der Gesellschaft sollen die Ziele unter Wahrung aller gesetzten Qualitätsstandards erreicht werden. c. Forschung und Entwicklung Insgesamt werden 9% des Branchenumsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. Die laufende Forschung und Entwicklung der Gesellschaft ist auf die Nuklearmedizin fokussiert und dient im Wesentlichen der kontinuierlichen Erweiterung des Leistungsportfolios der Gesellschaft, welches die Herstellung eigener Produkte als auch der Produkte von führenden Pharmaunternehmen für den Bereich der onkologischen und neurologischen Diagnostik umfasst Hinzu kommt, dass wir die klinische Entwicklung von Therapeutika unterstützen durch Herstellung und Lieferung der entsprechenden Diagnostiktools (Tracer) in entsprechende Phase I-III Studien. d. Entwicklung der wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen Auch im Jahr 2023 waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch spürbar. Die Nachholprozesse aus den Jahren der Corona-Pandemie begünstigten der Branche zwar ein Umsatzwachstum in Höhe von 4,8% zum Vorjahr, jedoch standen dem stark gestiegene Personal-, Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise sowie hohe Kosten bedingt durch die EU-Medizinprodukte-Verordnung gegenüber. Eine solche Kostenentwicklung spiegelt sich auch in dem vom statistischen Bundesamt attestierten preisbereinigten Bruttoinlandprodukt wider, dieses sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Die Investitionen werden derzeit zunehmend vom Standort Deutschland in das Ausland verlagert. 2. Wirtschaftsbericht a. Geschäftsverlauf Auf Grund der bestehenden gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen wirtschaftlichen Situation hat die Gesellschaft, entgegen den Erwartungen, im Berichtsjahr 2023 einen Verlust erzielt. Die gesamtwirtschaftliche Situation und die damit verbundenen Entwicklungen auf Branchenebene spiegeln sich im Gesamtergebnis des Berichtjahrs wider, welches deutlich unter dem Gesamtergebnis des Vorjahres liegt. Unter Wahrung der im Vorjahr definierten Ziele ist es der Life Radiopharma f-con GmbH trotzdem gelungen, die erhöhten Kosten durch eine Steigerung der Umsatzerlöse teilweise zu kompensieren. Zudem beträgt die Verlustübernahme (TEUR 555) als Organträger rund die Hälfte des negativen Ergebnisses. Unsere strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre wird es sein, die Kostenstrukturen weiter zu optimieren, um so an die erfolgreichen Jahre der Vergangenheit anzuknüpfen und unsere Marktposition weiter zu festigen. b. Ertragslage Bedingt durch die stark angezogene Inflation von 5,9 % zum Vorjahr und der Verlustübernahme als Organträger, hat sich das Jahresergebnis der Alliance Medical f-con GmbH von einem Vorjahresüberschuss in Höhe von TEUR 133 hin zu einem Verlust in Höhe von TEUR 1.104 im aktuellen Geschäftsjahr entwickelt. Einen der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 21.457 (Vorjahr TEUR 17.877) dar. Diese haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.580 (20,02 %) deutlich erhöht. Die verbesserte Ertragslage ist unter anderen auf Preiserhöhungen, getrieben durch die Inflation sowie Synergieeffekten und dem damit einhergehendem Wettbewerbsvorteil zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 300 auf TEUR 285 (- 4,74 %) verringert. Der Materialaufwand ist korrespondierend zu der Entwicklung der Umsatzerlöse und aufgrund der mit der Energiepreiskrise verbundenen Preissteigerungen um TEUR 3.107 (19,10 %) auf insgesamt TEUR 19.374 angestiegen. Das Rohergebnis verzeichnete einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 24 % auf TEUR 2.368. Der Personalaufwand ist um TEUR 973 auf TEUR 1.945 gestiegen. Im Kern ist dies auf konzernintern eingeführte Bonusprogramme für Mitarbeiter zurückzuführen. Die Abschreibungen haben sich von TEUR 98 im Vorjahr auf TEUR 136 (+ 39,36 %) erhöht, was sich auf die gestiegene Höhe der Immateriellen Vermögensgegenstände zurückführen lässt. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Wesentlichen Ausgaben für Fremdleistungen/ Fremdarbeiten erhöht. Insgesamt haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 849 auf TEUR 994 (17,05 %) erhöht. Die durch den Ergebnisabführungsvertrag zugewiesenen Gewinne verringerten sich im Berichtsjahr um TEUR 38 auf TEUR 405 (Vorjahr TEUR 443). Des Weiteren kamen Aufwendungen in Höhe von TEUR 555 durch die Verlustübernahmen der Alliance Medical RP GmbH hinzu. Die Kosten für Zinsen und ähnliche Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 247 (Vorjahr TEUR 327). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gesunkenen Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 78 auf TEUR 245 (-24,14%) zurückzuführen. Das Gesamtergebnis der Gesellschaft (vor Ergebnisabführung an die Organträgerin) in Höhe von TEUR -1.104 (Vorjahr TEUR 133) spiegelt die derzeitige gesamt- und brachenwirtschaftliche Entwicklung wider und verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.237. c. Finanzlage Das Anlagevermögen ist zu 8,3 % durch Eigenkapital gedeckt. Die Gesellschaft finanziert sich zum Großteil aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche 67,4 % der Bilanzsumme darstellen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, stellen mit insgesamt TEUR 141 lediglich 1,2 % der Bilanzsumme dar. Der Bestand der vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von TEUR 661 ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 365 gesunken (TEUR 1.026). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtszeitraum TEUR -1.045. Dieser ist im Wesentlichen geprägt durch eine Zunahme der Rückstellungen und Abnahme des Working Capital. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -481 und bedingt im Wesentlichen auf die im Berichtsjahr vorgenommenen Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 1.161 und betrifft im Wesentlichen die im Geschäftsjahr vorgenommenen Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführung oder Auszahlungen an Unternehmenseigner (JVZ) sowie die laufende Begebung und Tilgung von (Finanz-) Krediten. d. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme um TEUR 169 auf TEUR 11.349 verringert. Dies entspricht einem Wachstum von -1,47 %. Das Anlagevermögen verzeichnete einen absoluten Anstieg von TEUR 7.017 auf TEUR 7.219. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) beträgt 63,6 % (Vorjahr 60,9 %). Diese Entwicklung ist vor allem in der Abnahme der geleisteten Anzahlungen im Bau um TEUR 976 auf TEUR 0 begründet. Das Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von TEUR 601 verbleibt auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages auf Vorjahresniveau. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote in Höhe von 5,3 % (Vorjahr 5,2 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist zum Stichtag auf TEUR 141 (Vorjahr TEUR 84) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.177 auf TEUR 7.647 reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf die Reduktion der Leistungsverbindlichkeiten zurückzuführen. e. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt ist die Vermögens,- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als "gut" zu bezeichnen. Die Umsatzerlöse konnten trotz der bestehenden Unsicherheiten an den Märkten und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Branche, wie in der Vorjahresprognose erwartet, deutlich gesteigert werden. Das Gesamtergebnis der Gesellschaft ist jedoch negativ ausgefallen. Dies ist unter anderem zurückzuführen auf die starke Erhöhung der Personalaufwands, der gestiegenen Materialkosten, externer Produktzukäufe bei eigenen Produktionsausfällen sowie der Verlustübernahme als Muttergesellschaft. 3. Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht a. Chancenbericht Die Alliance Medical f-con GmbH sieht das Chancenmanagement als fortwährend unternehmerische Aufgabe. Die Geschäftsführung ist bestrebt, künftige Anforderungen, Chancen und fortlaufende Trends, zu erkennen, zu analysieren, und die Gesellschaft entsprechend auszurichten. Der Chancenausblick der Gesellschaft wird von der Geschäftsführung als "gut" bezeichnet. Die mit unseren Kunden teils langjährig bestehenden Geschäftsbeziehungen sind durch einen hohen Grad an Dienstleistungsorientierung und vertrauensvoller Partnerschaftlichkeit verbunden. Die Anschaffung und erfolgreiche Inbetriebnahme eines neuen Zyklotrons am Standort Bonn hat bereits und wird auch weiterhin eine Kapazitätserweiterung für unsere Radiopharmakaproduktion zur Folge haben. Auch in der Tochtergesellschaft ZAG Zyklotron GmbH ist eine Erweiterung geplant, genehmigt und gestartet worden. Dies umfasst den Neubau eines GMP Labors auf dem Forschungscampus, der es der Gesellschaft ermöglichen wird, auch aus Karlsruhe neue Tracer für Krebs- und neurologische Erkrankungen herstellen zu lassen und anschließend als Großhändler vertreiben zu können. Ab Fertigstellung des Projektes führt dieses Neubauvorhaben ebenfalls zu einer zusätzlichen Kapazitäts- und Umsatzopportunität. Eine Umstellung unsere sämtlichen FDG Produktionsstätten auf eine einheitliche Synthesemodulplattform und die damit einhergegangene Einreichung der entsprechenden aktualisierten Zulassungsvariationen wird eine wesentlich höhere Produktionsausbeute erzielen und Kapazität für zusätzliche, heute noch nicht realisierbare, Produktionsslots ermöglichen. Damit gehen mögliche Produktionssteigerungen bis zu 40% einher. Diese Slots können für die jetzt zugelassenen und in der Nachfrage bis 2030 mit bis zu jährlichen Dosenvolumina Steigerungen von bis zu 20% jährlich (vor einer erst dann einsetzenden Sättigung) eingesetzt werden. Die Gesellschaft hat in diesem Rahmen sowohl mit einem führenden Anbieter von PSMA Produkten als auch neurologischer Tracer langjährige Herstellungs- und Vertriebsverträge abschließen können. Aufgrund des gegenüber den Standardtracern FDG, FEC und NaF erheblich attraktiveren Preise, wird hier das aktuell größte Wachstumspotenzial gesehen. Unsere Personalstruktur umfasst eine auf unsere speziellen Bedürfnisse angepasste Arbeitnehmerschaft, die durch langjährige Erfahrung, Zuverlässigkeit und Pflichtbewusstsein stets bestrebt ist, alle Aufträge unter Wahrung der von der Geschäftsführung vorgegeben Qualitätsansprüche abzuschließen. Durch interne Fortbildungen und stetige Kontrollen von internen Abläufen und Einhaltung von Qualitätsvorgaben wird gewährleistet, den bestehenden wirtschaftlichen Risiken vorzubeugen. Zudem ist durch die in der Einführung befindlichen oben beschriebenen digitalisierten Softwarelösungen für das Auftragswesen und unsere Herstelllabore ein entscheidender Schritt zur Prozessoptimierung und vereinfachter Handhabung zu erwarten. Ziel ist zudem die Akquise junger Fachkräfte, um diese frühzeitig an die organisatorischen Strukturen heranzuführen und langfristig an die Gesellschaft zu binden. Dies verschafft uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil im Kampf um Fachpersonal. b. Risikobericht Neben den dargestellten Chancen bestehen Risiken, deren Management die fortwährende Aufgabe der Geschäftsführung ist. Das Marktumfeld wird von der Gesellschaft fortlaufend beobachtet und der enge Kontakt zu Kunden und den weiteren Stakeholdern gepflegt, um Veränderungen des Umfelds frühzeitig zu erkennen und um darauf reagieren zu können. Für die Gesellschaft können sich Risiken ergeben, welche von der Geschäftsführung nicht steuerbar sind. Hierzu zählt insbesondere die Entwicklung der konjunkturellen Weltwirtschaftslage, welche sich im Wesentlichen durch die Kriegssituation in der Ukraine seit Februar 2022 sowie der Konflikte im Nahen Osten und den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie-Situation seit dem Jahr 2020 verschlechterte. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist für die Beurteilung und Überwachung unter einem einheitlichen Ansatz für die Zulassung von Arzneimitteln und für das Inverkehrbringen der Arzneimittel in der Europäischen Union zuständig. Die wesentlichen Risiken stellen die komplizierten sowie kostenintensiven Genehmigungsverfahren sowie Neuerungen in den Zulassungsvoraussetzungen dar. Auch Verzögerungen sowohl bei zentralisierten wie dezentralisierten nationalen Zulassungsverfahren, insbesondere bei einlizenzierten oder im Lohnauftrag hergestellter Arzneimittel können nicht für die Gesellschaft steuerbare Risiken bergen. Die Gesellschaft beobachtet zudem die in der Branche aktuell erheblichen M&A sowie die damit einhergehenden Konsolidierungstendenzen genau, um sich ergebende Wachstumschancen zu erhalten oder passende Synergie- oder attraktive Akquisitionsziele identifizieren zu können. Der Arbeitsmarkt in der Branche ist aktuell von einem erhöhten Fachkräftemangel geprägt. In den vergangenen Jahren konnten die Auswirkungen durch Schulungen und intensive Ausbildung des Personals auf ein Minimum reduziert werden. Dies soll auch in Zukunft so geschehen, sodass gerade Berufseinsteiger eine optimale Ausbildung im Hinblick auf die hohen Ansprüche des Unternehmens erhalten. Die Geschäftsführung sieht insgesamt keine Risiken, die eine Gefährdung für den Fortbestand der Gesellschaft bedeuten würden. c. Prognosebericht Aufgrund der allgemein unsicheren Wirtschaftslage und in Abwägung der vorgenannt dargestellten und analysierten künftigen Chancen und Risiken geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die Umsatzerlöse, die Gesamtleistung und das Jahresergebnis der Gesellschaft auf Grund der gegenwärtigen/ zukünftigen Auftragslage im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen werden. Dies führt die Gesellschaft auf das erweiterte Produktportfolio, namentlich der neuartigen Onko und Neurotracer zurück und die diesbezüglich neu geschlossenen mittel- bis langfristigen Lohnherstellungs, Distributions- oder Lizenzverträge zurück. Auch wurden Kooperationen in Österreich und Niederlande um Produkte ergänzt, die mittlerweile kommerziell aufgesetzt und im Vertrieb befindlich sind. Für die Einhaltung der Ziele ist der konstruktive Austausch und Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern unabdingbar und noch mehr in den Vordergrund gerückt. Durch das bereits vorhandene Netzwerk können Abläufe weiter optimiert und Risiken frühzeitig erkannt und durch entsprechende Maßnahmen kompensiert werden. In dieser Prognose sind bereits alle zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Holzhausen, den 31. Juli 2024 Martina Leplow Howard Alexander David Marsh Axel Schmidt BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Life Radiopharma f-con GmbH hat ihren Sitz in Holzhausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Koblenz unter HRB 7413 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern. Bei der Erstellung des Anhangs wurden die Aufstellungserleichterungen gemäß §§ 276 und 288 HGB teilweise in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung sowie den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Oktober eines Kalenderjahres bis zum 30. September des folgenden Kalenderjahres. Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - soweit es sich um abnutzbare Gegenstände handelt - reduziert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Geschäftsjahres werden grundsätzlich pro rata temporis linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert nach Abzug von Wertberichtigungen angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Berücksichtigung von § 256a HGB bewertet. Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen, die das folgende Wirtschaftsjahr betreffen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Währungsverbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag beim Entstehen der Verbindlichkeit bzw. zu dem evtl. höheren (ungünstigeren) Devisenkassamittelkurs (Vorsichtsprinzip). IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibung des Geschäftsjahres haben wir in dem Anlagenspiegel dargestellt. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, wurden analog zu § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (Geringwertige Wirtschaftsgüter). Eine Anpassung für handelsbilanzielle Zwecke erfolgte nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 443) aus Gruppenverrechnungen sowie mit TEUR 503 (Vorjahr: TEUR 414) aus Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalteten Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, Alliance Medical GmbH, Castrop-Rauxel, in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 219). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr betragen insgesamt 9.562.648,10 Euro (Vorjahr: 10.296.605,39 Euro). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen insgesamt 118.896,62 Euro (Vorjahr: 62.600,51 Euro). Es bestehen Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10 (PLN 42.779). Die Umrechnung von Währungsverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag beim Entstehen der Verbindlichkeit bzw. zu dem evtl. höheren (ungünstigeren) Devisenkassamittelkurs. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 3.358 (Vorjahr: TEUR 5.927) aus Gruppenverrechnungen sowie in Höhe von TEUR 4.289 (Vorjahr: TEUR 2.896) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Sie bestehen in Höhe von TEUR 3.245 (Vorjahr: TEUR 6.289) gegenüber der Gesellschafterin, diese setzen sich aus der Gruppenverrechnung sowie aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zusammen. V. Sonstige Angaben Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen:
Das Jahresergebnis der Alliance Medical RP GmbH (vormals: Life Radiopharma Bonn GmbH), Bonn, wird vollständig gemäß Gewinnabführungsvertrag vom 15. August 2019 an die Alliance Medical f-con GmbH abgeführt. Das Jahresergebnis der ZAG Zyklotron AG, Eggenstein-Leopoldshafen, wird vollständig gemäß Gewinnabführungsvertrag vom 21. Juli 2022 an die Life Radiopharma f-con GmbH abgeführt. Die Gesellschaft ist sonstige finanzielle Verpflichtungen (mehrjährige Lizenz-/Supportverträge) eingegangen, deren Gesamtbetrag nach dem Bilanzstichtag rd. TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 124) beträgt. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich 14 Arbeitnehmer, davon übten drei eine Teilzeitbeschäftigung aus. Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Life Healthcare Group Holdings Limited mit Sitz in Südafrika und wird letztmalig in deren Konzernabschluss einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Des Weiteren wird die Gesellschaft in den Teilkonzernabschluss der Alliance Medical Limited, mit Sitz im Vereinigten Königreich, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Hauptamtliche Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr: Michel Pieter Jongens, Den Haag, Niederlande (einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen), bis 14. Dezember 2022, Herr Axel Schmidt, Holzhausen (einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen), Frau Martina Leplow, Berlin (einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit), ab 14. Dezember 2022, Herr Howard Alexander David Marsh, Dunchurch, Großbritannien (einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit), ab 14. Dezember 2022. Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Das Jahresergebnis wird vollständig gemäß Gewinnabführungsvertrag vom 15. August 2019 an die Gesellschafterin abgeführt beziehungsweise übernommen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Dezember 2023 und Veröffentlichung im Handelsregister zum 05. Januar 2024 wurde die Gesellschaft in Alliance Medical f-con GmbH umfirmiert. Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Lage des Unternehmens führen könnten.
Holzhausen, 31. Juli 2024 Life Radiopharma f-con GmbH Axel Schmidt Martina Leplow Howard Alexander David Marsh
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.10.2024 festgestellt. Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Life Radiopharma f-con GmbH, Holzhausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Life Radiopharma f-con GmbH, Holzhausen - bestehend aus der Bilanz zum 30.09.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Life Radiopharma f-con GmbH, Holzhausen, für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.09.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende, wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Datteln, 30. September 2024 VESTIA
WP - GmbH
Dr. Nikolaus Fork, Wirtschaftsprüfer Michael Suren, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen