Hanseatischer Drahthandel GmbH

Benzstraße 20, 21423 Winsen (Luhe), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 206588
Eingetragen
9.12.2005
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
der Import und Export von, sowie der Großhandel mit Waren aller Art, insbesondere Eisenwaren, (ausgenommen erlaubnispflichtige Waren), sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten und Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Pannasch
seit 30.11.2023
Prokura
Patrick Angres
seit 5.12.2019
Prokura
Sven Möller
seit 20.11.2018
Prokura
Helmut Rinas
seit 20.12.2016
Geschäftsführer
Karsten Müller
seit 20.12.2016
Prokura
Torsten Kühn
seit 20.12.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Iris Roßkopf
seit 20.12.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

66.66% identifiziert33.33% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
33.33%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Börnsen
100.000 €
33.33%
Bendestorf
100.000 €
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hanseatischer Drahthandel GmbH

Winsen (Luhe)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Hanseatischer Drahthandel GmbH, Winsen (Luhe)

1. Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Hanseatischer Drahthandel GmbH ist mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung, einer der größten produzentenunabhängigen Großhändler Deutschlands in den Bereichen Eisenwaren, Zäune und Gartenzubehör. Die über Jahrzehnte lange Internationalisierung des Einkaufs sichert uns einen breiten Zugang zu den globalen Beschaffungsmärkten sowie die strategische und langfristige Partnerschaft mit den Lieferanten und der Industrie. Die Geschäftsbeziehungen erstrecken sich über Europa und Asien (China/Indien).

Die Hanseatischer Drahthandel GmbH ist ein zukunftsorientiertes familiengeführtes Unternehmen und wird geprägt durch ein klares und eindeutiges Wertesystem. Nach wie vor ist es unser höchstes Ziel, nachhaltig und organisch zu wachsen und hohe Zuverlässigkeit zu garantieren. Eckpfeiler unserer Strategie sind Service, Kontinuität, Stabilität und Verlässlichkeit, die sich in allen Geschäftsprozessen wiederfinden. Aus diesem, über Jahrzehnte gelebten Wertesystem, wurde im Jahr 2006 das "hadra"-Fundament abgeleitet.

Das Einhalten aller gültigen Regeln und der faire und partnerschaftliche Umgang mit unseren Geschäftspartnern und Marktbegleitern gehören zu den wichtigsten Grundpfeilern unseres Unternehmens. Die Geschäftsführung und alle Führungskräfte haben eine Vorbildfunktion und tragen damit eine besondere Verantwortung. Zu unseren über 5.700 Kunden gehören hauptsächlich Baumärkte, Fachhändler und Zaunbauer. Um auch unseren Kunden einen Mehrwert zu bieten, gewährleisten wir eine hohe lagerhaltende Distribution unserer Produkte. Die beständige und zuverlässige Verfügbarkeit von Produkten beeinflusst sowohl den Umsatz der Hanseatischer Drahthandel GmbH als auch die Zufriedenheit der Kunden. Beschaffung und Warenverfügbarkeit sind daher wesentlich für die Geschäftsentwicklung. Dadurch können wir dem Kunden eine wöchentliche Belieferung zusagen und seine Lagerhaltung bzw. Kapitalbindung verringern. Unsere Kunden und Partner profitieren von einem breiten Produktportfolio, welches sich jedes Jahr erweitert.

Die Geschäftsart Streckengeschäft stellt eine besondere Form des Handel dar. Für uns als Großhändler ist dieses Geschäft ein weiteres Standbein zu dem traditionellen Kommissionsgeschäft über das Lager. Beim Streckengeschäft erwirbt die Hanseatischer Drahthandel GmbH für ihre Geschäftspartner Ware vom Lieferanten, der diese unmittelbar an den Handelspartner bzw. dessen Kunden weiterleitet. Die Rechnung des Lieferanten wird auf die Hanseatischer Drahthandel GmbH ausgestellt und diese stellt dem Geschäftspartner eine separate Rechnung aus.

Bedeutender Teil unseres Geschäftsmodells ist die Lieferung von Produkten an unseren Kunden mithilfe von wöchentlichen Touren LKWs. Eine zentrale Aufgabe im Handlungsumfeld ist für die Hanseatischer Drahthandel GmbH daher, die Umweltauswirkungen der Logistikprozesse entlang unserer Wertschöpfungskette zu optimieren. Durch eine zielgerichtete Koordination von Lieferungen und Wareneingängen und durch ein besseres Bestandsmanagement versuchen wir die internen Transporte zwischen unseren Standorten zu reduzieren.

Über 200 Mitarbeiter sorgen täglich für die bestmögliche Unterstützung aller Geschäftspartner, sowohl für Kunden als auch für Lieferanten. Im Wettbewerb sind nur solche Unternehmen dauerhaft erfolgreich, die ihre Kunden durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit nachhaltig überzeugen.

Das Unternehmen setzt nicht nur auf das stationäre Einzelhandelsgeschäft, sondern auch auf das Entwicklungspotenzial im E-Commerce. Der Gesamtanteil der digitalen Kanäle und Online-Plattformen in unserem Marktsegment sind stetig steigend.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auch wenn das Wachstum mit prognostizierten 3,1 ?% nur moderat ausfiel, hat sich im Jahresverlauf 2023 die Weltkonjunktur im Vergleich zum Jahr 2022 trotz der anhaltend hohen Inflation und der straffen Geldpolitik besser als erwartet entwickelt. In vielen Ländern lagen die Energiepreise, infolge des Russland-Ukraine-Kriegs, im Vergleich zu den Jahren vor 2022 weiterhin auf hohem Niveau. Weitere geopolitische Spannungen, wie der Nahost-Konflikt, belasten die Weltkonjunktur zusätzlich. Insgesamt war das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Jahr 2023 im Wesentlichen in Deutschland und Europa von hohen Inflationsraten und den damit einhergehenden eingeleiteten Gegenmaßnahmen durch Zentralbanken geprägt. Die globalen Inflationsraten sind im Berichtszeitraum kontinuierlich gesunken. Weiterhin haben insbesondere die Immobilienmärkte weltweit deutlich an Schwung verloren. Zu Beginn des Jahres 2023 sorgte die Abkehr von Chinas Zero-COVID-Strategie für positive Impulse für die weltweite Konjunktur, jedoch verlor der chinesische Aufschwung im Verlauf des Berichtszeitraums an Stärke.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland betrug im Jahr 2023 rund 4,12 Billionen EUR. Preisbereinigt sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr 2022 um 0,3 %. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner betrug im Jahr 2023 ca. 48.750,00 €.

Laut der Bundesagentur für Arbeit waren auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt Auswirkungen der schwachen Konjunktur sichtbar. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) stiegen im Jahresdurchschnitt an. Gleichzeitig nahm aber auch die Erwerbstätigkeit leicht zu. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %.

Nach robuster Expansion in den Pandemie-Folgejahren 2021 und 2022 und vor dem Hintergrund hoher Lebenshaltungskosten, schwacher Auslandsnachfrage und einer strafferen Geldpolitik hat die europäische Wirtschaft laut Europäischer Kommission an Schwung verloren.

In Europa verlangsamte sich die wirtschaftliche Entwicklung unter dem Einfluss der hohen Inflation und anhaltend hoher Zinsen deutlich. Der Internationale Währungsfond (IWF) erwartet für die Eurozone in seiner Januar-Prognose 2024, in deren meisten Ländern kaum mehr als Stagnation verzeichnet wurde, für das Jahr 2023 eine geringe Zunahme des BIP um 0,5 ?%. In Frankreich und Italien soll das Wachstum bei 0,8 ?% bzw. 0,7 ?% liegen.

In den USA konnte die Wirtschaft 2023 trotz hoher Inflation und steigender Zinsen ein leichtes Wachstum verzeichnen. Begünstigt durch umfangreiche Förderprogramme der Regierung, wurde das Wachstum von den privaten Konsumausgaben und Zuwächsen bei gewerblichen Bauinvestitionen getragen. Laut IWF dürfte die US-Wirtschaft 2023 insgesamt um 2,5 ?% zugenommen haben.

Die chinesische Wirtschaft konnte laut Schätzungen des IWF im Berichtszeitraum um 5,2 % wachsen. Zu Beginn des Jahres profitierte die Wirtschaft in China infolge der Abkehr von der Zero-COVID-Strategie von einer starken Wachstumsdynamik, die jedoch im Laufe des Jahres nachließ. Insbesondere der sich im Berichtszeitraum verschlechternde Immobiliensektor stellte ein Hemmnis für ein noch stärkeres Wachstum dar. Auf die Probleme im Immobiliensektor reagierte die chinesische Regierung mit staatlichen Unterstützungsmaßnahmen und senkte, auch in Anbetracht der geringen Inflation, die Zinssätze.

3. Geschäftsverlauf Hanseatischer Drahthandel GmbH

Die Hanseatischer Drahthandel GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Geschäftsvolumen von 104,86 Mio. € ab. In Anbetracht der wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen des Jahres und den damit verbundenen schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen ist dieses Ergebnis als sehr positiv zu bewerten. Mit dieser Geschäftsentwicklung ist, wie im Lagebericht 2022 prognostiziert, die Bandbreite des Negativszenarios eingetreten. Die Entwicklung war auf Nachfrageeinbrüche aufgrund der schwachen Entwicklung, vor allem im baukonjunkturellen Umfeld, sowie erhebliche Preiseinbrüche zurückzuführen.

Nach Angaben des Weltstahlverbands (World Steel Association) ist die globale Rohstahlproduktion im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben (- 0,1 %) und erreichte ein Niveau von rund 1.850 Mio. Tonnen. Das Produktionsvolumen in den USA blieb ebenfalls konstant (+ 0,2 %), während es in der Europäischen Union deutlich um rund 7,4 % sank. In China blieb die Rohstahlproduktion im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr konstant (+ 0,1 %).

Hohe weltweite Inflationsraten, gestiegene Finanzierungskosten und weiterhin hohe Energie- sowie Rohstoffpreise haben 2023 die Bauaktivitäten und damit die Nachfrage nach unseren Produkten wesentlich beeinträchtigt. Die Absatzmengen haben sich in den einzelnen Produkten unterschiedlich entwickelt. Der teils massive Nachfragerückgang im privaten Wohnungsbau konnte durch eine solide Entwicklung im industriellen Gewerbebau sowie bei Infrastrukturprojekten nicht ausgeglichen werden. Im Geschäftsjahr 2023 waren unsere Absatzmengen daher in allen Geschäftsbereichen in unterschiedlichem Maße rückläufig.

Angesichts der im Jahr 2023 weiter steigenden Leit- und damit auch Hypothekarzinsen verteuerten sich Wohnbaukredite und gleichsam verringerte sich die Leistbarkeit für die Schaffung von Eigenheimen. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr setzte sich dieser Effekt auch 2023 in markanten Abnahmen der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienwohnbau fort. Dabei verzeichneten die meisten Länder innerhalb der Region Europa besonders starke Rückgänge von bis zu 50 %. Erfahrungsgemäß wird in volatilen Zeiten der Zeitraum zwischen der Erteilung von Baubewilligungen und dem tatsächlichen Baubeginn immer länger. Mit Rückgängen im mittleren zweistelligen Bereich entwickelte sich auch die Anzahl der Wohnbaubeginne in den europäischen Kernmärkten negativ. Die Baufertigstellungen als nachlaufender Indikator verzeichneten im Jahr 2023 ebenfalls eine abnehmende Entwicklung.

Trotz der Herausforderungen in unserem Marktumfeld, konnte die Hanseatischer Drahthandel GmbH das Geschäftsjahr 2023 mit einem Geschäftsvolumen von über 104,86 Mio. EUR abschließen. Die kontinuierliche Verbesserung der Kostenstrukturen und die richtige Strategie zur Reduktion unserer Bestände, haben ein positives Unternehmensergebnis ermöglicht. Der Unternehmensüberschuss für 2023 liegt bei 2,019 Mio. EUR vor Steuern (Jahresüberschuss nach Steuern 1,38 Mio. EUR).

Mit der zunehmenden Abkühlung der Bauaktivität in Deutschland, erlebten viele Anbieter und Produzenten in unserer Branche einen spürbaren Rückgang der Nachfrage und sahen sich 2023 nun mit einem deutlichen Absinken der Bauprojekte konfrontiert. Dieser Rückgang der Aufträge und die damit verbundene unterausgelastete Produktion, setzte die Margen der Unternehmen unter Druck und verstärkte den Verkaufsdruck.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, mussten Anbieter ihre Produktionskapazitäten anpassen und gleichzeitig nach Möglichkeiten suchen, ihre Effizienz zu steigern.

Der Fokus lag für die Hanseatischer Drahthandel GmbH darauf, die Kosten zu kontrollieren, ohne dabei die Qualität oder den Service zu vernachlässigen. Um neue Marktsegmente zu erschließen, mussten gleichzeitig innovative Vertriebsstrategien, wie u.a. im E-Commerce oder bei technischen Produkten, entwickelt werden.

Wir konnten aufgrund unseres breiten Produktportfolios flexibel auf die veränderten Marktbedingungen reagieren und gleichzeitig langfristige Wachstumsstrategien positionieren, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen und langfristig erfolgreich zu bleiben.

Trotz des beschriebenen Rückgangs der Nachfrage, haben wir uns 2023 dazu entschlossen, in die Zukunft zu investieren. Unser Fokus liegt auf der langfristigen Perspektive und der Stärkung unserer Position am Markt.

Die Hanseatischer Drahthandel GmbH hat 2023 die Neuorientierung am Standort Wildeshausen beschlossen. In einem neu erschlossenen Gewerbepark in Wildeshausen, bauen wir auf 25.000 qm einen neuen eigenen Standort. Dieses umfasst auch eine Lagerhalle von 4.500 qm.

Diese Investition unterstreicht unser Engagement für Wachstum und Innovation. Die neue Lagerhalle wird es uns ermöglichen, unsere Lagerkapazitäten zu erweitern und effizienter in der Abwicklung unserer Auslieferung der Schiebetore zu arbeiten.

Die abgeschlossene Neuausrichtung im Produktsegment Schiebetore verlief äußerst positiv. Wir konnten den wachsenden technischen Anspruch unserer Kunden mit unserem technischen Support an allen Niederlassungen gerecht werden. Es ist uns erfolgreich gelungen, im zweiten Jahr der Neuausrichtung, unseren Absatz in diesem Segment zu erhöhen. Die Anpassung unserer Sortimentskompetenz an die Kundenbedürfnisse, waren weitere Garanten, um unsere Wettbewerbsposition auch in 2023 zu stärken.

Der Umsatz und Rohertrag bleiben die wesentlichen Steuerungsgrößen im Handelsgeschäft und sind die wichtigsten Indikatoren für die Profitabilität eines Handelsunternehmens.

2021 2022 2023
Umsatz in Mio. EUR 135,6 137,80 104,21
Rohertrag in Mio. EUR 37,1 34,71 26,65

Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erzielte Umsatzvolumen und der Rohertrag (Umsatz minus Wareneinsatz) entsprach der ursprünglich prognostizierten Entwicklung der Gesellschaft.

Wir konnten 2023, trotz eines unsicheren Marktumfelds, den vielen Herausforderungen, die uns im vergangenen Jahr begleitet haben, mit einer starken Basis diese schwierige Phase im Großen und Ganzen als Unternehmen unbeschadet überstehen. Wir können mit Stolz sagen, dass sich im vergangenen Jahr unsere einzelnen Niederlassungen, unsere Mitarbeiter und auch unser Geschäft als widerstandsfähig gegenüber der Krise und ihren Folgen gezeigt haben. Unsere Mitarbeiter haben eine außerordentliche Leistung vollbracht, so dass wir unseren Kunden nahezu ohne Einschränkung bei deren Projekten und Herausforderungen, zur Seite stehen konnten.

4. Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Hanseatischer Drahthandel GmbH im Geschäftsjahr 2023 ist im Wesentlichen auf die Preisdynamik und insbesondere die Zinsentwicklung nach Ausbrechen des Krieges in der Ukraine zurückzuführen. Dieses drückte der Umsatzentwicklung 2023 an vielen Stellen ihren Stempel auf. So sanken die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 33,55 Mio. EUR auf rd. 104,21 Mio. EUR. Alle in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass wir trotz eines unsicheren Marktumfelds auch im Jahr 2023 ein positives EBITDA ausweisen können.

Der Materialaufwand sank um 25,0 % auf EUR 77,56 Mio. Trotz des auf dem Markt vorherrschenden Verkaufsdruckes betrug die Rohertragsquote ca. 26 %.

Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 194 Mitarbeiter (VJ 200). Der Personalaufwand für das Jahr 2023 betrug EUR 11,27 Mio. (VJ EUR 11,57 Mio.). Die Reduktion der Personalkosten beträgt 3,0 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken zum Vorjahreszeitraum um rd. 0,32 Mio. EUR auf 12,81 Mio. EUR. Durch das 2023 stark gestiegene Zinsniveau, stieg der Zinsaufwand auf 386 Teuro (Vorjahr 205 Teuro). Die Zinserträge stiegen gleichermaßen auf 204 Teuro (Vorjahr 19 Teuro)

Die Abschreibungen entwickelten sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr mit 1.032 Teuro nahezu konstant zu 1.012 Teuro.

Das Ergebnis, unbeeinflusst von Abschreibungen bzw. Zuschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), betrug im Berichtszeitraum 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 EUR 3,61 Mio. (Vj. 10,75 Mio. EUR).

Gemeinsam haben wir, in einem für alle herausfordernden Jahr, Außerordentliches für unsere Kunden geleistet und eine operative EBITDA-Marge von knapp 3,46 % erreicht.

Die Hanseatischer Drahthandel GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 2,019 Mio. aus.

5. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Hanseatischer Drahthandel GmbH zum 31.12.2023 betrug 36,2 Mio. EUR und erhöhte sich damit leicht um rund 3,0 % über dem Wert des Vorjahres.

Die Warenbestände sanken um 4,40 Mio. EUR und lagen bei 12,73 Mio. EUR. Das Forderungsvolumen zum Stichtag lag bei 6,72 Mio. EUR (Vorjahr 3,75 Mio. EUR).

Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 EUR 17,40 Mio. (VJ 22,04 Mio.). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote, gemessen an der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag, beträgt 48,2 % (VJ 62,0 %).

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr lagen zum 31.12.2023 bei 9,44 Mio. EUR (Vj. 2,66 Mio. EUR). Diese Erhöhung begründet sich in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für den Bau in Wildeshausen. Die Finanzierung aller Standorte erfolgt weiterhin durch die Zentrale in Winsen. Über einen Bankenpool, bestehend aus Deutsche Bank und HypoVereinsbank, stehen uns immer ausreichend Geldmarktkredite bzw. Eurokredite zur Verfügung.

Finanzierungsrisiken oder -lücken bestehen nicht. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Finanzplanung, mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie einer täglich aktualisierten kurzfristigen Finanzvorschau, sichergestellt. Die der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien wurden über das Jahr nicht voll in Anspruch genommen. Zur Finanzierung stehen hier zwei Banken im Rahmen eines Poolvertrages langfristig zur Verfügung. Dieser Bankenpool ist der zentrale Bestandteil der Unternehmensfinanzierung. Aufgrund der mit den Banken geschlossenen bilanzorientierten Kreditvereinbarung, muss die Eigenkapitalquote über 28% liegen. Darüber hinaus ist der Finanzierungsspielraum an den Warenbestand, plus Kundenforderungen, abzüglich der Lieferantenverbindlichkeiten gebunden. Die Finanzierung des Unternehmens, einschließlich des erforderlichen Working Capitals, war im Jahr 2023 stets sichergestellt.

Als Handelsunternehmen legen wir außerdem großen Wert auf das Working Capital. Es wird in der Gesellschaft als Summe aus Vorratsvermögen und Kundenforderungen, abzüglich Lieferantenverbindlichkeiten definiert. Das Working Capital beträgt zum Stichtag 31.12.2023 EUR 15,21 Mio.

Durch die hohe Eigenkapitalquote ist die Gesellschaft operativ, wie auch in Bezug auf ihre Finanzlage, gut und sicher für die Zukunft aufgestellt.

6. Risikomanagement und Chancen

Das Marktumfeld und die gesetzlichen bzw. regulatorischen Rahmenbedingungen von der Hanseatischer Drahthandel GmbH verändern sich stetig. Die Risikopolitik von der Hanseatischer Drahthandel GmbH orientiert sich an der Unternehmensstrategie, die auf nachhaltigen Werterhalt und die Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet ist. Unsere internationale Geschäftstätigkeit bringt nicht nur Chancen, sondern auch kurz-, mittel- und langfristige Risiken mit sich. Daher hat die Hanseatischer Drahthandel GmbH ein Risikomanagementsystem etabliert, das vorhandene Risiken aufzeigt und in einem strukturierten Prozess, durch Anerkennung, Vermeidung, Auslagerung oder Limitierung, Risiken begegnet. In allen strategischen Entscheidungen wird unser Risikobewusstsein berücksichtigt. Dabei werden nur operative Risiken bewusst in Kauf genommen, das Eingehen von Risiken außerhalb des operativen Geschäfts ist unzulässig.

Das Handelsgeschäft der Hanseatischer Drahthandel GmbH wird durch Unsicherheiten in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst, insbesondere in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Die Ausgestaltung der verfolgten Risikostrategie wird dabei durch die von der Geschäftsführung implementierte Wachstumsstrategie bestimmt. Das Risikomanagement soll bestehende und künftige Erfolgspotentiale sichern.

Das derzeitige interne Kontrollsystem basiert auf einer strukturierten Dokumentation der Kontrollen bei Prozessen und der damit verbundenen Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzberichterstattung haben könnten. Als Basis für das interne Kontrollsystem stehen die entsprechenden Arbeitsanweisungen und ein MIS (Management Informationssystem) zur Verfügung.

Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf Unterstützungsprozesse beziehen, werden von der Hanseatischer Drahthandel GmbH grundsätzlich nicht eingegangen. Kernprozesse sind hierbei die Entwicklung und Umsetzung der jeweiligen Geschäftsmodelle, die Beschaffung der Waren und Dienstleistungen, Standortentscheidungen, die Sicherstellung der Liquidität, sowie die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Nicht vermeidbare Risiken sind, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, zu versichern. Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium und Risikomanagement gesteuert werden.

Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind:

- Dokumentation der Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und effizientes Risikomanagement in einer Unternehmensrichtlinie,

- Koordination des Risikomanagementprozesses auf Unternehmensebene,

- Erfassung der Risiken und Maßnahmen,

- Steuerung der lokalen Risikomanagementprozesse, einschließlich Risikoidentifizierung und -bewertung durch das lokale operative Management,

- direkte Information und offene Kommunikation über identifizierbare Risiken zwischen Geschäftsführung und Management,

- Mitwirkung des relevanten Managements bei der Identifizierung und Erfassung von strategischen und langfristigen Risiken,

- Förderung des unternehmensweiten Risikobewusstseins.

Bei der Hanseatischer Drahthandel GmbH ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Das oben beschriebene Risikomanagementsystem, auf Basis des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dieses versetzt die Geschäftsführung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Bei der Ausgestaltung und Aufrechterhaltung des Systems wird die Geschäftsführung durch den Kaufmännischen Leiter unterstützt.

Damit wir Chancen erkennen, aufgreifen und realisieren können, gehört es zu den zentralen Bestandteilen unseres Chancenmanagements, die Markt- und Wettbewerbsentwicklungen im Umfeld der Hanseatischer Drahthandel GmbH laufend zu beobachten und zu analysieren. Unsere Geschäftsführung- und Führungsstruktur bildet eine wichtige Basis dafür, Potenziale konsequent zu nutzen. Sie ist auf effiziente und effektive Strukturen und Abläufe ausgerichtet. Auf diese Weise können wir aus einem herausfordernden und dynamischen Umfeld Marktchancen schnell und gezielt aufgreifen und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken. Geschäftschancen sollen unter dem Aspekt nachhaltiger Profitabilität gezielt genutzt werden. Wir befassen uns nicht nur mit initiierten Maßnahmen des organischen Wachstums, sondern prüfen auch neue Geschäftsmodelle sowie externe Möglichkeiten auf ihren möglichen Beitrag zum Unternehmenserfolg der Hanseatischer Drahthandel GmbH.

Ungeachtet dessen, ist eine wesentliche Abhängigkeit von der Konjunkturentwicklung in Deutschland festzustellen. Ein wesentlicher Teil der Umsätze wird mit saisonalen Artikeln erzielt, deren Absatz stark von externen Faktoren wie z.B. Witterungsbedingungen beeinflusst wird. So könnte die Frühjahrssaison durch einen lang anhaltenden Winter kurz ausfallen und sich in niedrigeren Umsätzen im wichtigen ersten Quartal des Geschäftsjahres niederschlagen.

Unvorteilhafte Entwicklungen einiger oder all dieser Einflussgrößen können einen negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Produkten und Systemlösungen von der Hanseatischer Drahthandel GmbH, die abgesetzten Mengen und das Preisniveau haben. Zyklische Schwankungen der Nachfrage bergen das Risiko von Überkapazitäten, die einen erhöhten Preisdruck, eine Verringerung der Margen zur Folge haben können. Auf diese konjunkturell bedingten Risiken begegnen wir mit einer möglichst breiten Produktaufstellung in verschiedenen Kundenbranchen. Zudem beobachten wir die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in unseren Kundensegmenten genau, um anhand von Frühindikatoren konjunkturelle Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Die wesentlichen Risiken, die durchgehend mit den Chancen des unternehmerischen Handelns verknüpft sind, ergeben sich insbesondere durch die Interaktion mit den Zaunbau-, Fachhandels- und Baustoffhandelspartnern. Im Bereich des Kreditrisikos werden dabei insbesondere die Risiken und Zahlungsausfälle abgebildet, die durch den Verlust von Geschäftspartnern, durch Insolvenz oder durch mögliche temporäre Liquiditätsprobleme, auftreten können. Bonitäts- und Liquiditätsprobleme von Zaunbau-, Fachhandels- und Baustoffhandelspartnern und die damit verbundenen Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme können erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben. Darüber hinaus können Forderungsausfälle unmittelbar die Ergebnissituation sowie die Liquiditätslage von der Hanseatischer Drahthandel GmbH negativ beeinflussen. Diese Risiken sind dem Geschäftsmodell immanent.

Um die Zahlungsverschlechterungen und Limitüberschreitungen rechtzeitig zu erkennen, haben wir in der Vergangenheit resultierend aus einer Umstrukturierung in der Buchhaltungsabteilung, die Anbindung an die Auskunftssysteme Creditreform und Euler Hermes intensiviert.

Für das Eintreten der Annahmen und Schätzungen spielen insbesondere die weiteren Folgen der geopolitischen Verwerfungen, die weitere Entwicklung des Zinsniveaus, Verfügbarkeiten von Krediten und die Bauaktivität im Bereich des Neubaus sowie des öffentlichen Bausektors, eine tragende Rolle. Auch, wenn sich das Geschäft der Hanseatischer Drahthandel GmbH bisher als weitgehend resilient gegenüber den Folgen der Krisen gezeigt hat, ist nicht auszuschließen, dass krisenbedingte Entwicklungen in einzelnen Märkten, Branchen und Unternehmen, die sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht genau vorhersagen ließen, Einfluss auf die Umsätze und die finanzielle Performance der Hanseatischer Drahthandel GmbH haben könnten.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit ist es vielfach unumgänglich, Risiken einzugehen, um Chancen am Markt wahrzunehmen. Es ist somit Ziel, die Risikosituation des Unternehmens zu optimieren und nicht zu minimieren, da sonst Chancen unberücksichtigt bleiben.

Unter strategischem Risiko ist das nicht ausnutzen möglicher Potenziale zu verstehen. Zum Großteil ist diese Art der Risiken auf interne Faktoren zurückzuführen. Hiervon sind die Bereiche des Einkaufs und des Verkaufs betroffen.

So gilt es zu versuchen, sich auf kommende Chancen einzustellen und diese effizient zu nutzen. Vertriebseffektivität und Kostensenkung bzw. Kostenoptimierung sind wesentliche Bestandteile dieser Herausforderung. Auch die Organisationsstruktur steht hierbei immer wieder im Fokus, mit dem Ziel, diese schlanker und effizienter zu gestalten, um sich noch besser im Wettbewerb mit kleinen und mittelständischen Unternehmen behaupten zu können. Auch die weiterhin verstärkte Differenzierung zum Wettbewerb soll dazu beitragen, die Marktrisiken zu minimieren.

7. Prognosebericht

7.1 Rahmenbedingungen in Deutschland

Seit Jahresbeginn 2023 trat die deutsche Wirtschaft auf der Stelle. Trotz sinkender Inflationsraten und steigender Löhne im Vergleich zum Vorjahr, blieb die Erholung beim privaten Konsum vorerst aus. Sowohl private Einsparungen als auch die Zinspolitik zur Bekämpfung der Inflation dämpften die Konjunkturentwicklung. Im verarbeitenden Gewerbe und der Bauwirtschaft war das Auftragspolster im Jahresverlauf abgeschmolzen, da die Nachfrage nach Neuaufträgen gesunken war und Teile der bestehenden Aufträge zudem storniert wurden. Der Anteil der Bauunternehmen, die eine Beeinträchtigung der Produktion durch Auftragsmangel meldeten, hatte sich von Januar bis Dezember 2023 nahezu verdreifacht. Die angebotsseitigen Produktionshemmnisse und die Verfügbarkeit von Vorprodukten bewegten sich hingegen nahezu auf dem Niveau von vor der Coronakrise, so dass der Rückgang der Nachfrage inzwischen zu einer Unterauslastung der Produktionskapazitäten führte. Im Jahr 2024 werden zudem noch erhöhte Mautgebühren und steigende CO 2 -Aufschläge auf Bauprodukte durchschlagen. Mit der weiteren Abschwächung der Inflation dürfte auch der Zinshöhepunkt überschritten sein, so dass mit einer ersten Leitzinssenkung im Frühsommer dieses Jahres zu rechnen sein dürfte. Im Zuge dessen wird eine Zunahme des globalen Warenhandels und des Warenkonsums als Konjunkturtreiber für das Jahr 2024 erwartet.

Für das Jahr 2024 gehen sowohl das ifo Institut als auch das Institut für Weltwirtschaft (IfW) von einem Anstieg des BIP um +0,9 % aus. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geht von einem deutlich geringeren Wachstum von +0,2 % für 2024 aus.

In Deutschland sollten sich 2024 die anhaltende Reduzierung der Inflation und die weiterhin steigenden Lohnraten positiv auf die Kaufkraft auswirken. Sofern die Europäische Zentralbank, wie derzeit erwartet, mit der Senkung der Leitzinsen im Laufe des Jahres 2024 beginnt, dürfte auch der Warenhandel wieder ein Wachstumstreiber werden. Im Gegenzug sollte sich die Baukonjunktur hingegen weiter abkühlen. Vor allem der Wohnungsbau wird voraussichtlich weiterhin von hohen Baupreisen und nur langsam sinkenden Kreditzinsen belastet.

7.2 Rahmenbedingungen in Europa, Asien und der USA

Die Weltwirtschaft sollte 2024 nach jüngsten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ihre im Vorjahr gezeigte konjunkturelle Dynamik im Wesentlichen beibehalten. Das Wachstum in den Industrienationen dürfte dabei in Summe marginal schwächer als 2023 ausfallen. So wird für die USA und Japan eine Verlangsamung der Expansion erwartet, die von den etwas stärker als zuvor prognostizierten Erholungen in der Eurozone und Großbritannien nicht kompensiert werden dürfte. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird eine gegenüber 2023 stabile Entwicklung gesehen. Insgesamt rechnet der IWF in seiner aktuellen Prognose für das Gesamtjahr 2024 mit 3,1% Wachstum der Weltwirtschaft (2023: 3,1%).

Für die konjunkturelle Erholung des Euroraums 2024 wird mit einem sehr moderaten Wachstum gerechnet. Eine Abschwächung des Preisdrucks sowie der Inflationsraten, dürfte zu einer Steigerung der Reallöhne sowie des verfügbaren Einkommens und damit zu einer Ausweitung des privaten Verbrauchs führen. Nach dem weitgehenden Abbau der erhöhten Lagerbestände von Zwischenprodukten wird eine anziehende Dynamik des Warenhandels und der Industrieproduktion erwartet. Die Nachwirkungen der monetären Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation sollten allerdings weiterhin einen dämpfenden Effekt auf die Binnennachfrage, und hier insbesondere auf die Investitionen ausüben. Insgesamt prognostiziert der IWF für das Gesamtjahr 2024 0,9% Wirtschaftswachstum in der Eurozone (2023: 0,5 %)

Die World Steel Association (worldsteel) geht für 2024 von einem leichten Wachstum der Stahlnachfrage von 1,9% (2023: 1,0%) im Vergleich zum Vorjahr aus. Dabei wird erwartet, dass in den Schwellenländern, vor allem im asiatischen Raum, der Erholungsprozess schneller voranschreitet als in den Industrieländern. Für die Volksrepublik China wird eine Stagnation der Stahlnachfrage prognostiziert. Die Einschätzungen für die EU (zuzüglich Vereinigtes Königreich) fallen laut worldsteel besser aus, sind aber in Relation zur rückläufigen Entwicklung des Vorjahres zu betrachten. Demnach wird mit einer steigenden Stahlnachfrage von 5,8% (2023: - 1,3%) gerechnet und für Deutschland ein überproportional hoher Anstieg in Höhe von 10,6% (2023: - 3,9%) antizipiert, sodass die Rückgänge des Vorjahres leicht überkompensiert werden dürften. Auch der europäische Stahlverband Eurofer geht von einer spürbaren Erholung der Stahlnachfrage (+7,6%; 2023: - 1,6%) in der EU (ohne Vereinigtes Königreich) aus. Beide Verbände verweisen jedoch auf die weiterhin hohen Unsicherheiten des geopolitischen Umfeldes und die damit einhergehenden erheblichen Abwärtsrisiken für die volkswirtschaftliche Entwicklung

7.3 Prognose der Geschäftsentwicklung 2024

Das Jahr 2024 wird wiederum von einer gewissen geopolitischen Instabilität und größeren politischen Veränderungen geprägt sein, deren Auswirkungen auf unsere Endmärkte in Deutschland und Europa äußerst schwierig einzuschätzen sind. Die seit Spätherbst 2023 ausbleibenden Zinserhöhungen der Zentralbanken und die deutlich niedrigeren Inflationsraten geben vor allem für die zweite Jahreshälfte von 2024 Anlass für einen gewissen Optimismus der Trendumkehr.

Wir erwarten, dass sich im ersten Quartal 2024 das niedrige Niveau der Aktivität im Bausektor aus dem vierten Quartal 2023 fortsetzen wird und unsere Endmärkte im ersten Quartal 2024 unter dem Niveau der Märkte 2023 liegen werden. Nach wie vor besteht ein hoher Bedarf an Wohnraum. Dieser bedingt eine Verzögerung bzw. einen Rückstau an Projekten, basierend auf der niedrigen Bauaktivität im Neubaubereich. Ab dem zweiten Quartal 2024 sollte es zu einer Stabilisierung bzw. einem leichten Aufschwung kommen.

Der vorherrschenden Unsicherheit in der Bau-/ Stahlbranche wird unter Verwendung einer Szenariobetrachtung entgegengetreten. Für das ermittelte Basisszenario wird ein stabiler Absatz der Produkte unterstellt, welcher zusammen mit einem niedrigeren Preisniveau zu einer Entwicklung der Geschäftsvolumina innerhalb einer Bandbreite von -5 % gegenüber dem Vorjahr führt. Daneben impliziert das ermittelte Positivszenario mit einer steigenden Absatzentwicklung, eine Entwicklung leicht oberhalb des Basisszenarios. Demgegenüber wird im Negativszenario, bei einer über dem Basisszenario hinaus rückläufigen Absatz- und Preisentwicklung, von einer Entwicklung unterhalb der Bandbreite des Basisszenarios ausgegangen.

Die immer noch anhaltenden Auswirkungen des aktuellen Zinsniveaus zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresberichts 2023 sind noch nicht zuverlässig abschätzbar. Wir werden die Entwicklungen genau beobachten und können, dank unseres lokal operierenden Führungsmanagements, Entscheidungssituationen vor Ort zeitnah einschätzen.

Sämtliche Prognosen für 2024 sind in diesem Kontext von Unsicherheit und Volatilität in einer neuen Dimension geprägt. Daher sind alle Einschätzungen unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklungen zu betrachten.

Trotz dieser Begleitumstände, blicken wir hoffnungsvoll in die Zukunft. Als Gesamtziel soll die Ertrags- und Finanzlage, trotz sinkender Umsatzerwartung, sich weiter positiv entwickeln und unserem Unternehmen ein starkes Fundament für die Zukunft gewährleisten.

Der Marktentwicklung treten wir durch weitere intensive Kundenakquise entgegen. In Landesbereichen, in denen wir noch nicht so stark vertreten waren, werden wir künftig verstärkt tätig.

Durch diese Maßnahmen und Investitionen am Standort Wildeshausen möchten wir nachhaltig am Markt erfolgreich sein und durch weitere Anpassungen des Produktportfolios in neue innovative Produkte die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Die Planung für 2024 sieht ein Umsatzvolumen von rund EUR 107 Mio., ein Rohertrag von EUR 27,5 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern von rund EUR 3 Mio. vor. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wird sich weiter verbessern.

Klar ist: Hohe Wettbewerbsfähigkeit bleibt uns nur erhalten, wenn die wirtschaftspolitische Gestaltung individuelle Entfaltungsmöglichkeiten schafft. Es geht darum, kleine und große Unternehmen ebenso wie Bürgerinnen und Bürger weiterhin in die Lage zu versetzen, sich produktiv am wirtschaftlichen und auch am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.

 

Winsen (Luhe), den 29. März 2024

Hanseatischer Drahthandel GmbH

Geschäftsführung

gez. Torsten Kühn

gez. Helmut Rinas

gez. Richard Herrling

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 15.719.435,15 11.147.112,09
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 98.364,00 87.615,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.364,00 87.615,00
II. Sachanlagen 15.621.071,15 11.059.497,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.652.954,70 7.867.629,70
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.678.501,40 3.143.788,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.289.615,05 48.079,39
B. Umlaufvermögen 20.449.126,69 23.961.744,81
I. Vorräte 12.727.820,85 17.123.417,83
1. fertige Erzeugnisse und Waren 12.298.360,28 15.797.918,13
2. geleistete Anzahlungen 429.460,57 1.325.499,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.723.677,14 3.753.001,79
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.413.453,77 3.517.357,18
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.310.223,37 235.644,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 997.628,70 3.085.325,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.939,84 38.791,69
Bilanzsumme, Summe Aktiva 36.194.501,68 35.147.648,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 17.404.224,88 22.039.205,74
I. gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnvortrag 15.739.205,74 15.122.433,73
III. Jahresüberschuss 1.365.019,14 6.616.772,01
B. Rückstellungen 3.242.339,02 6.255.335,08
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 314.643,82 286.638,00
2. Steuerrückstellungen 1.214.246,00 3.659.734,58
3. sonstige Rückstellungen 1.713.449,20 2.308.962,50
C. Verbindlichkeiten 15.547.937,78 6.853.107,77
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.441.145,97 2.665.125,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 119.518,88 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 932.933,72 1.269.689,70
4. sonstige Verbindlichkeiten 5.054.339,21 2.918.293,07
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.841,64 6.367,61
Bilanzsumme, Summe Passiva 36.194.501,68 35.147.648,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 104.210.964,10 137.762.457,36
2. sonstige betriebliche Erträge 653.638,67 694.718,94
3. Materialaufwand 77.556.822,98 103.048.990,14
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 77.556.822,98 103.048.990,14
4. Personalaufwand 11.267.162,13 11.572.896,86
a) Löhne und Gehälter 9.188.657,54 9.477.353,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.078.504,59 2.095.543,66
5. Abschreibungen 1.032.627,48 1.012.222,01
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.032.627,48 1.012.222,01
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.806.660,01 13.123.347,46
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 204.708,33 19.686,74
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 386.806,35 205.832,86
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 630.723,47 2.862.147,68
10. Ergebnis nach Steuern 1.388.508,68 6.651.426,03
11. sonstige Steuern 23.489,54 34.654,02
Jahresüberschuss 1.365.019,14 6.616.772,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Hanseatischer Drahthandel GmbH, Winsen (Luhe)

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma "Hanseatischer Drahthandel GmbH" mit Sitz in Winsen (Luhe) ist im Handelsregister beim Amtsgericht Lüneburg unter HRB 206588 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Hanseatischer Drahthandel GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Es waren die nachfolgenden - gegenüber dem Vorjahr unveränderten - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Die Bewertung der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die geleisteten Anzahlungen, die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bilanziert.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden alle erkennbaren Einzelfallrisiken bei der Bewertung berücksichtigt.

Für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wurden für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko bzw. Skontorisiko eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden bereits gezahlte, zukünftige Geschäftsjahre betreffende Aufwendungen aktiviert. Der Posten wird in der Rechnungsperiode aufgelöst, in der der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Verpflichtungen für Pensionen und Altersteilzeit wurden mit dem Erfüllungsbetrag nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, unter Zugrundelegung der "projected unit credit method" (PUC-Methode), dem nach internationaler Rechnungslegung angewendeten Anwartschaftsbarwertverfahren, bewertet. Grundlegende Annahmen waren ein Rechnungszins von 1,82 % p.a., ein Lohn-, Gehaltstrend-, Rententrend von 0,00 % p.a. und die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der verwendete Zinssatz entspricht dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 2.556,00 (Unterschiedsbetrag). Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übriger Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Zins- und Währungssicherungsgeschäfte

Zur Minimierung von Zahlungsstromrisiken aus variabel verzinslichen Darlehen wurden Zinshöchstsatzgeschäfte (Cap) abgeschlossen.

Zur Minimierung von Wechselkursrisiken aus konkreten Einkaufskontrakten aus China in USD wurden mehrere Währungssicherungsgeschäfte (Forwards) abgeschlossen.

Diese ökonomischen Sicherungsbeziehungen wurden durch die Bildung von Bewertungseinheiten (micro-hedge) gemäß § 254 HGB bilanziell nachvollzogen. Zur Abbildung der gegenläufigen Wertänderungen für den wirksamen Teil der gebildeten Bewertungseinheiten wurde die Einfrierungsmethode angewendet, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden.

Bei Vorliegen von ineffektiven Teilen werden negative Marktwerte durch die Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt.

Die Messung der Effektivität erfolgte mittels der "critical terms match-Methode". Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten auf Basis risikoloser Zinsstrukturkurven.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: TEUR 5.248,1.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: TEUR 6.158,8.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 793.921,79 81.648,10 0,00 0,00 0,00 875.569,89
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 793.921,79 81.648,10 0,00 0,00 0,00 875.569,89
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.069.124,86 0,00 0,00 0,00 0,00 9.069.124,86
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.475.330,67 290.806,38 0,00 122.159,00 0,00 6.643.978,05
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.079,39 5.242.267,00 0,00 731,34 0,00 5.289.615,05
Summe Sachanlagen 15.592.534,92 5.533.073,38 0,00 122.890,34 0,00 21.002.717,96
Summe Anlagevermögen 16.386.456,71 5.614.721,48 0,00 122.890,34 0,00 21.878.287,85
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 706.306,79 70.899,10 0,00 0,00 0,00 777.205,89
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 706.306,79 70.899,10 0,00 0,00 0,00 777.205,89
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.201.495,16 214.675,00 0,00 0,00 0,00 1.416.170,16
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.340.331,67 747.053,38 0,00 121.908,40 0,00 3.965.476,65
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.541.826,83 961.728,38 0,00 121.908,40 0,00 5.381.646,81
Summe Anlagevermögen 5.248.133,62 1.032.627,48 0,00 121.908,40 0,00 6.158.852,70
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 98.364,00 87.615,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 98.364,00 87.615,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 7.652.954,70 7.867.629,70
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.678.501,40 3.143.788,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.289.615,05 48.079,39
Summe Sachanlagen 0,00 15.621.071,15 11.059.497,09
Summe Anlagevermögen 0,00 15.719.435,15 11.147.112,09

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit TEUR 27,2 (Vj. TEUR 27,2) Guthaben mit Verfügungsbeschränkungen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31. Dez 23
TEUR
Pensionsverpflichtung 305,90
Deckungsvermögen 26,00
Pensionsrückstellung 279,90
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 26,00
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 5,50
Ertrag aus Deckungsvermögen 0,00
Aufwand 5,50
Verpflichtung Altersteilzeit 106,40
Deckungsvermögen 71,70
Rückstellung Altersteilzeit 34,70
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 74,00
Zinsaufwand aus ATZ 1,30
Ertrag aus Deckungsvermögen -2,30
Aufwand -3,60

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten insbesondere das noch nicht veranlagte Geschäftsjahr 2022.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Boni/Rabatte in Höhe von TEUR 1.096, Aufwendungen des Personalbereiches mit TEUR 408 und ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 117.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 TEUR kleiner 1J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
Gegenüber Kreditinstituten 9441,10 4535,10 2759,00 2147,00
(Vorjahr) (2.665,10) (2.205,50) (459,60) (0,00)
erhaltene Anzahlungen 119,50 119,50 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Aus Lieferungen / Leistungen 932,90 932,90 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.269,70) (1.269,70) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 5054,30 5054,30 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.918,30) (2.918,30) (0,00) (0,00)
Summe 15547,90 10641,90 2759,00 2147,00
(Vorjahr) (6.853,10) (6.393,50) (459,60) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 6,0 Mio. durch Grundpfandrechte gesichert. Die Gesellschafter haben zusammen Höchstbetragsbürgschaften über TEUR 2.100 abgegeben. Darüber hinaus sind die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Globalabtretungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sicherungsübereignungen der Warenvorräte besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit branchenüblichen Eigentumsvorbehalten belegt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 172 (im Vj.: TEUR 197).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 7 (im Vj.: TEUR 6).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.920 (im Vj.: TEUR 1.620) enthalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Eine Umsatzaufgliederung ist nach § 286 Abs. 2 HGB unterblieben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 (im Vj.: TEUR 31).

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 35 (im Vj.: TEUR 39).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10 (im Vj.: TEUR 13).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 5 (im Vj.: TEUR 6) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen p.a. betragen ca. TEUR 974 (Mieten) und ca. TEUR 396 (Leasing).

Die Bezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich insgesamt auf TEUR 506.

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 30. Davon entfallen TEUR 30 auf die Abschlussprüfung.

Bewertungseinheiten

Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt bzw. eliminiert.

Zur Absicherung gegen steigende Geldmarktzinsen bestehen 2 Zinscaps umit denen der variable Zinssatz aus Kreditverträgen der Höhe nach begrenzt wird und 1 Zinsswap, der den festen Zins auf den Basis-Satz plus Spread transformiert . Die Voraussetzungen für die Bildung einer Bewertungseinheit (§ 254 HGB) sind gegeben, die Zinssicherungsgeschäfte werden nicht bilanziert. Das Nominalvolumen beläuft sich auf insgesamt EUR 8,4 Mio.. Die Sicherungsgeschäfte haben zum 31. Dezember 2023 einen positiven Marktwert in Höhe von TEUR 182. Die Zinscaps haben eine Laufzeit bis 31. Mai 2025 bzw. bis zum 1. Juli 2025. Der Zinsswap hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2033.

Zur Absicherung gegen Wechselkursschwankungen wurden USD-Währungsterminkontrakte (Forwardvereinbarungen) mit Laufzeiten bis maximal Ende Oktober 2024 abgeschlossen. Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich Sicherungszwecken und bilden zusammen mit den fest kontrahierten Geschäften eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB. Diese Währungsgeschäfte wurden nicht bilanziert. Das Nominalvolumen beläuft sich zum Bilanzstichtag 2023 auf USD 5,7 Mio. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich für diese Währungssicherungsgeschäfte ein negativer beizulegender Zeitwert in Höhe von TEUR 118. Den Währungssicherungsgeschäften stehen konkrete Einkaufskontrakte in USD gegenüber.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl (ohne Auszubildene) belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 194 , davon 112 Angestellte und 82 Gewerbliche.

Namen der Geschäftsführer

Die Geschäftsführung erfolgt bzw. erfolgte durch nachfolgend aufgeführte Geschäftsführer:

• Herr Torsten Kühn, Kaufmann, Bendestorf

• Herr Helmut Rinas, Kaufmann, Börnsen

• Herr Richard Herrling, Kaufmann, Schweiz

Vorgänge von besonderer Bedeutung (Nachtragsbericht)

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres, aber bis zur Beendigung der Aufstellung des Abschlusses eingetreten sind, und die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, ist zu berichten. Im sog. Nachtragsbericht sind Art und finanzielle Auswirkungen des Vorgangs zu erläutern.

Aktuell beeinflusst die Coronapandemie nicht mehr so das Leben wie in den letzten Jahren. Die Geschäftsführung beobachtet die Entwicklung fortlaufend, um auch weiterhin geeignete Maßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für das Unternehmen zu ergreifen.

Der seit Ende Februar 2022 andauernde Krieg in der Ukraine hat wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen fast aller Branchen aufgrund von Einschränkungen in Produktion, Handel und Dienstleistungenund zu steigenden Energiekosten geführt. Die Folgen der Krise können auch bei uns die Auftragslage beeinflussen und zu Beschaffungs- und Lieferengpässen, Ausfall von Mitarbeitern und/oder zu Zahlungsproblemen bei Kunden führen Hohe Inflationsraten, der in vielen Branchen herrschende Arbeitskräftemangel und die zu erwartende Rezession in Europa und Deutschland sind weitere Herausforderungen, mit denen Unternehmen derzeit konfrontiert werden.

Trotz dieser Unsicherheiten bestehen nach unserer Einschätzung jedoch keine bedeutsamen Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Winsen (Luhe), den 29. März 2024

Hanseatischer Drahthandel GmbH

Geschäftsführung

gez. Torsten Kühn

gez. Helmut Rinas

gez. Richard Herrling

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

"

An die Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Cuxhaven, 16. Mai 2024

TKP Tutas, Kruse & Coll. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Diplom-Betriebswirt (FH) Ingo Kruse, Wirtschaftsprüfer

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