Volksbank Zwickau eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz GnR 31
Vorher
Volksbank Zwickau e.G.
Eingetragen
20.10.2003
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschliesslich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Reisen und Immobilien; ı) der Erwerb, die Erschließung, die Errichtung, die Veräußerung, die Vermietung, die Verpachtung und die Verwaltung von Immobilienvermögen; j) das Betreiben von Parkhäusern und sonstigen Parkflächen; k) das Betreiben von und die Beteiligung an regenerativen Energieanlagen. Die Genossenschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an Unternehmen beteiligen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniela Döring
seit 2.1.2024
Vorstandsmitglied
Daniela Weiß
seit 5.10.2023
Prokura
Carmen Müller
seit 8.9.2016
Prokura
Tassilo Rödel
seit 2.8.2007
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Zwickau eG

Zwickau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Volksbank Zwickau eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist.

Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte.

Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Generalversammlung.

Unser Geschäftsgebiet umfasst den Landkreis Zwickau mit 3 Geschäftsstellen sowie 2 SB - Standorten.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Die für das Verständnis der Analyse unseres Geschäftsverlaufs und unserer wirtschaftlichen Lage maßgeblichen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt:

Das Jahr 2024 fiel in Deutschland aus gesamtwirtschaftlicher Sicht abermals schwach aus. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,2 %. Bereits im Jahr 2023 war die reale Wirtschaftsleistung aufgrund struktureller und konjunktureller Belastungen etwas zurückgegangen (-0,3 %). Erfreulich ist jedoch, dass die Inflation weiter nachließ. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2024 um 2,2 %, nachdem sie sich 2022 und 2023 noch um hohe 6,9 % und 5,9 % verteuert hatten.

In Sachsen ist mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5% zu rechnen. Darauf deutet die stark unterschiedliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 hin.

Nach dem vor allem inflationsbedingten Rückgang im Vorjahr um 0,4 % schwenkten die preisbereinigten privaten Konsumausgaben 2024 in Deutschland wieder auf ihren Wachstumspfad ein. Das Wachstum des Privatverbrauchs fiel aber mit 0,3 % verhalten aus, auch weil das vergleichsweise hohe Zinsniveau die Sparanreize verstärkte. Kräftiger als die privaten Konsumausgaben legten die realen Konsumausgaben des Staates (+2,6 %) zu, die im Vorjahr (-0,1 %) nahezu stagniert hatten.

Bei den realen Bauinvestitionen setzte sich der Abwärtstrend der Vorjahre fort. Sie gaben um 3,5 % nach und damit ähnlich stark wie im Vorjahr (-3,4 %). Im Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau wurde erheblich weniger investiert, während sich der öffentliche Bau vergleichsweise robust zeigte.

Die Arbeitslosenzahl kletterte im Jahresdurchschnitt 2024 um 178.000 auf knapp 2,8 Mio. Menschen und damit auf den höchsten Stand seit 2015. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 5,7 % im Vorjahr auf 6,0 %. In Sachsen liegt diese Quote bei 6,5 %.

Nachdem die EZB die Leitzinsen in der ersten Jahreshälfte unverändert gelassen hatte, begann sie ab der

Sitzung vom 6. Juni mit Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte, sodass der Zinssatz für die Einlagefazilität zum Jahresende um 100 Basispunkte niedriger bei 3,0 % lag.

Der DAX startete mit 16.751 Punkten ins Jahr 2024 und bewegte sich bis Ende März in Richtung der Marke von 18.500 Punkten. Von dort aus tendierte der Deutsche Leitindex zunächst seitwärts mit leichten Ausschlägen nach unten und oben. Unterm Strich legte der DAX von rund 16.800 Punkten Anfang 2024 auf rund 19.900 Punkte zu.

Im Gebiet des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V., dem die Volksbank Zwickau eG angehört, haben die Volks- und Raiffeisenbanken ihre Bilanzsummen im Jahr 2024 um 3,1 % bzw. 6,2 Mrd. Euro steigern können. Die bilanziellen Kundengelder legten von Januar bis Dezember um 3,5 % bzw. 5,5 Mrd. Euro zu. Das Wachstum liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau (+ 0,4 %). Die Ausleihungen stiegen im Jahr 2024 um 2,7 % bzw. 3,8 Mrd. Euro. Bei den Kreditlaufzeiten werden verstärkt langfristige Ausleihungen seitens der Kunden nachgefragt. Insgesamt weisen 75,0 % aller Banken einen Zuwachs bei den Ausleihungen auf.


II.2 Leistungsindikatoren

Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Der bedeutsamste Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank ist die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung / dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung / dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Die finanzielle Leistungskennzahl stimmt mit dem sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergebenden Betrag nicht überein, da bei der Berechnung das neutrale Ergebnis sowie die Zahlungen für Ertragssteuern nicht mit einbezogen werden.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis (einschließlich laufender Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren) sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar; betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren bleiben auch hier unberücksichtigt.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote einhergehend mit der harten Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (Eigenmittel des Instituts in Prozent des Gesamtrisikobetrags).

Ein weiterer wichtiger Leistungsindikator ist für die Bank die Liquidity Coverage Ratio (LCR) als Liquiditätskennzahl nach den Verordnungen (EU) 2015/61 und 575/2013 (Bestand an liquiden Aktiva / Nettoabflüsse in den nächsten 30 Tagen).

In den nächsten Abschnitten des Lageberichts wird auf deren Entwicklung bei der Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Genossenschaft sowie im Rahmen des Prognoseberichts eingegangen.

Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2024

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2024 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung stieg um 187 TEUR von 2.062 TEUR auf 2.249 TEUR. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung / dBS betrug damit 0,94 % (Vorjahr 0,89 %) bei geplanten 0,82 %. Die positive Veränderung resultiert insbesondere aus dem im Vorjahresvergleich stark gestiegenen Zinsüberschuss. Demgegenüber standen ein konstantes Provisionsergebnis sowie konstante Betriebskosten. Aufgrund organisatorischer Veränderungen sowie größerer Instandhaltungsmaßnahmen fiel das Ergebnis aus dem Immobiliengeschäft stark.

Die CIR lag im Geschäftsjahr 2024 mit 69,2 % leicht unter dem Vorjahreswert von 70,1 % und dem Planwert von 71,1 %.

Die harte Kernkapitalquote und damit auch die Kernkapitalquote stiegen aufgrund der Gewinnthesaurierung um 0,5 %-Punkte auf 17,9 % bei einem Planwert von 17,7 %.

Die Gesamtkapitalquote belief sich in der Folge auf 19,3 % (Vorjahr: 19,2 %). Der Planwert betrug 19,1 %.

Die LCR war zum 31. Dezember 2024 mit 244 % höher als am Ende des Vorjahres (187 %) und lag ausreichend über der Warngrenze von 120 %.

Alle bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren haben sich besser entwickelt als erwartet.

Im Einzelnen stellt sich der Geschäftsverlauf wie folgt dar:


II.3 Geschäftsverlauf der Volksbank Zwickau eG

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Bilanzsumme 246.217 234.206 + 12.011 5,1
Außerbilanzielle Geschäfte 5.885 6.557 - 672 10,2

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 12.011 TEUR bzw. 5,1 % auf 246.217 TEUR. Maßgeblich hierfür war insbesondere der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.

Die außerbilanziellen Geschäfte, die sich aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 570 TEUR und aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 5.315 TEUR zusammensetzen, haben sich um 672 TEUR verringert. Hierunter befinden sich auch Abnahmeverpflichtungen gegenüber Fondsgesellschaften in Höhe von 482 TEUR (Vorjahr 2.707 TEUR).

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Kundenforderungen 128.538 123.109 + 5.429 4,4
Wertpapiere 89.735 73.828 + 15.907 21,5
Forderungen an Kreditinstitute 9.372 17.561 - 8.189 46,6

Die Kundenforderungen stiegen aufgrund einer erhöhten Nachfrage, insbesondere bedingt durch längerfristige Wohnungsbaufinanzierungen, um 4,4 %. Der Planwert sah ein Wachstum von 2,0 % vor.

Bei einem Anstieg der Bilanzsumme um 5,1 % hat sich der Anteil der Kundenforderungen von 52,6 % auf 52,2 % vermindert. Da die höheren Kundeneinlagen nicht gänzlich zur Finanzierung des Kundenkreditgeschäfts benötigt wurden, erhöhten sich in der Folge die Geld- und Kapitalmarktanlagen insgesamt.

Das Kundenkreditvolumen entfällt in Höhe von 66,2 % auf grundpfandrechtlich besicherte Forderungen. Die Kreditvergaben an Firmenkunden betrafen überwiegend Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands.

Die Wertpapiere haben sich in Folge der Anlage hereingenommener Kundengelder erhöht.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Verbindlichkeiten 7.263 7.347 - 84 1,1
gegenüber Kreditinstituten
Spareinlagen von Kunden 35.926 39.164 - 3.238 8,3
andere Einlagen von Kunden 172.642 158.031 + 14.611 9,2

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich nicht wesentlich verändert.

Der Anstieg der Kundengelder um 11.373 TEUR bzw. 5,8 % übersteigt die Prognose von 3,0 % deutlich.

Im Zuge dieser Veränderungen erhöhte sich der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden weiter von 84,2 % auf 84,7 %.

Im Wesentlichen bedingt durch die Zinsentwicklungen haben sich die Sicht- und Termineinlagen zu Lasten der Spareinlagen erhöht.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- 401 335 + 66 19,7
und Depotgeschäften
andere Vermittlungserträge 399 372 + 27 7,3
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.100 1.082 + 18 1,7

Das Dienstleistungsgeschäft hat sich insgesamt wie geplant entwickelt. Das Provisionsergebnis lag mit 1.748 TEUR zwar über dem Vorjahreswert von 1.636 TEUR, blieb jedoch mit 0,72 % der durchschnittlichen Bilanzsumme unter dem Erwartungswert von 0,76 %.

Investitionen

Von den Zugängen im Sachanlagevermögen in Höhe von 105 TEUR entfielen 14,4 % auf Grundstücke und Gebäude sowie 85,6 % auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr war neben den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie des Nahostkonflikts durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet.


II.4 Lage der Volksbank Zwickau eG

II.4.1 Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Gewinn- und Verlustrechnung Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Zinsüberschuss 1) 4.056 3.640 + 416 11,4
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 635 688 - 53 7,7
Provisionsüberschuss 2) 1.748 1.637 + 111 6,8
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3) 522 841 - 319 37,9
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen 2.785 2.645 + 140 5,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.620 1.765 - 145 8,2
Bewertungsergebnis 4) -75 269 - 344 127,9
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.184 2.350 - 166 7,1
Steueraufwand 352 636 - 284 44,7
Jahresüberschuss 281 265 + 16 6,0

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV - Posten 8 abzüglich GuV - Posten 12.
4) GuV-Posten 13 - 16

Die Entwicklung der Ertragslage hat die in der Vorperiode berichtete Prognose übertroffen.

Im Berichtsjahr war wiederum ein Anstieg des Zinsüberschusses zu verzeichnen. Dieser ist sowohl auf das Wachstum im Kundenkredit- und Eigenanlagengeschäft als auch auf den Anstieg der Durchschnittsverzinsung vor allem bei den Eigenanlagen zurückzuführen.

Die Erträge aus nicht festverzinslichen Wertpapieren, die insbesondere Immobilienfonds beinhalten, sind geringfügig gesunken.

Der Provisionsüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Das sonstige betriebliche Ergebnis ist grundsätzlich durch Erträge aus Immobilien, insbesondere durch Mieterträge, geprägt.

Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Gehaltssteigerungen leicht erhöht.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind, aufgrund der Verschiebung der Aufwendungen für Renditeobjekte in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, gesunken.

Die Abschreibungen haben sich insgesamt konstant entwickelt.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 2.249 TEUR (+ 187 TEUR) lag insbesondere aufgrund des gestiegenen Zinsüberschusses und der gleichbleibenden Betriebskosten leicht über dem Wert des Vorjahres von 2.062 TEUR. Die Rentabilitätskennzahl Betriebsergebnis vor Bewertung in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme betrug somit 0,94 % und stieg damit gegenüber dem Vorjahr (0,89 %) leicht an.

Die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio - CIR; vgl. Definition im Abschnitt II.2) ist einhergehend mit dem gestiegenen Betriebsergebnis leicht von 70,1 % auf 69,2 % gesunken.

Das gesunkene Bewertungsergebnis resultiert aus Zuführungen zu Einzel- sowie Pauschalwertberichtigungen und gleichzeitig gesunkenen Erträgen aus Risikovorsorge früherer Jahre.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich in der Folge um 166 TEUR auf 2.184 TEUR leicht verringert. Hiervon wurden 1.550 TEUR dem Fonds für allgemeine Bankrisiken zugeführt.

Vom Jahresüberschuss, der sich auf Vorjahresniveau bewegt, wurden 70 TEUR als Vorwegzuführung den Rücklagen zugeführt. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 211 TEUR, weitere 64 TEUR den Rücklagen zuzuweisen.

II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage

Die Entwicklung der Finanzlage übertraf unsere in der Vorperiode berichteten Prognose deutlich. Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ration (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 171 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die LCR bei 244 %.

Neben der Barreserve und Bankguthaben stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) zur Verfügung. Die eingeräumten Kreditlinien der DZ BANK AG haben wir im Jahresverlauf nur dispositionsbedingt in Anspruch genommen.

Unsere Refinanzierungsstruktur ist weitgehend unabhängig von den Interbanken- und Kapitalmärkten und überwiegend durch Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden geprägt.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen.

Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten.

Weitere Ausführungen finden sich unter III.4 Liquiditätsrisiken.

II.4.3 Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage hat unsere in der Vorperiode berichtete Prognose übertroffen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenkapital Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Gezeichnetes Kapital 4.284 4.237 + 47 1,1
Rücklagen 8.630 8.500 + 130 1,5

Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch Gewinnthesaurierung in die Rücklagen. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 11.450 TEUR (Vorjahr 9.900 TEUR).

Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich dadurch von 10,62 % auf 10,80 % leicht erhöht.

Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 17,9 % (Vorjahr 17,4 %) und die Gesamtkapitalquote auf 19,3 % (Vorjahr 19,2 %). Die aufsichtsrechtlich geforderten Mindestgrößen wurden jederzeit erfüllt. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beträgt 0,11 % (Vorjahr 0,11 %). Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine Kapitalrendite von 0,74 % (Vorjahr 0,74 %) ergeben.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 52,2 % (Vorjahr 52,6 %).

Konzentrationen bestehen in der Branche Grundstücks- und Wohnungswesen. Die Größenklassengliederung ist ausgewogen.

Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 und Vorsorgereserven decken die latenten Risiken angemessen ab.

Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapiere Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Anlagevermögen 55.500 52.843 + 2.657 5,0
Liquiditätsreserve 34.234 20.985 + 13.249 63,1

Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 36,5 % (Vorjahr 31,5 %) an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 76,3 %-Punkten auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 23,7 %- Punkten auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6), welche ausschließlich Anteile an Investmentfonds (sowohl Publikums- als auch Spezialfonds) betreffen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Durch die Wahlrechtsausübung werden Abschreibungen in Höhe von 1.138 TEUR vermieden.

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Bei den Beteiligungen ergaben sich keine und bei den Sachanlagen keine wesentlichen Veränderungen.

Derivategeschäfte

Die Genossenschaft hat keine Geschäfte in derivativen Instrumenten getätigt oder im Bestand.


II.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung und der wirtschaftlichen Lage unseres Hauses im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zur ursprünglichen Planung unter Einbeziehung der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie des Nahostkonflikts zufrieden.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist angestiegen und die Vermögenslage hat sich entsprechend verbessert. Die Forderungen an Kunden sind stärker als geplant gestiegen, es ist eine Erhöhung um 4,4 % zu verzeichnen. Der Anstieg der Kundengelder um 5,8 % übersteigt die Prognose von 3,0 % deutlich.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank ist unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als angemessen zu beurteilen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittel und die Liquidität wurden jederzeit eingehalten.


III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

III.1 Risikomanagementsystem

Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen bzw. Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien.

Wir haben unser Risikotragfähigkeitskonzept gemäß Schreiben der BaFin und der Deutschen Bundesbank vom 24. Mai 2018 über die "aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessuale Einbindung in die Gesamtbanksteuerung ("ICAAP") - Neuausrichtung" mit einer normativen und ökonomischen Perspektive barwertig ausgerichtet.

Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft und Eigengeschäft sowie ein verändertes Zinsniveau in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses grundsätzlich einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Im Rahmen einer vierteljährlichen Risikoberichterstattung bzw. ggf. Ad-hoc-Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft.

Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite für die für uns wesentlichen Risiken untergliedern.

Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:

Risikotragfähigkeit zum 31.12.2024 Ökonomische Perspektive
(Werte in TEUR)
Risikodeckungspotential 37.379
Gesamtbankrisikolimit 26.000
Marktpreisrisiko gesamt 7.064
Davon Zinsrisiko 7.064
Adressenausfallrisiken 7.690
Davon aus Kundenkreditgeschäft 1.602
Davon aus Eigenanlagen 6.088
Operationelles Risiko 917
Sonstige wesentliche Risiken 3.906
Risikopuffer 6.424
Anteil der Risiken am Gesamtbankrisikolimit in % 75,29
Anteil Risiken am Risikodeckungspotential in % 52,37

Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normativePerspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzepts ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungen ist ein zentrales Element unseres Risikomanagements.

Im Folgenden erläutern wir das Risikomanagement unserer wesentlichen Risiken.

III.2 Marktpreisrisiken

Zinsänderungsrisiken

Die Zinsänderungsrisiken haben eine besondere Bedeutung für die Prognosen und deren Einhaltung bezogen auf den Zinsertrag, die Zinsaufwendungen sowie die Bewertung der Wertpapiere.

Die Zinsrisiken messen wir vierteljährlich mit dem Software Modul VR Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit (9.000 TEUR) gegenübergestellt, dessen Überschreiten grundsätzlich die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Im Geschäftsjahr bewegte sich das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits. Zum 31. Dezember 2024 ist das Limit zu 78,5 % ausgelastet.

Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte und Elastizitäten ermittelt. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten sowie des barwertigen und periodischen Ausreißertests ermittelt.

Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Anstieg des Zinsbuchbarwertes nur bei fallenden Zinssätzen zu erwarten. Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene keine Zinssicherungsinstrumente ein.

Eine Drohverlustrückstellung in Verbindung mit der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 war nicht erforderlich.

Darüber hinaus erfolgt eine monatliche Berichterstattung über die Bestandsentwicklung des Kunden- und Eigengeschäftes (einschließlich einer Depot-A-Auswertung) an den Vorstand.

Sonstige Marktpreisrisiken

Hinsichtlich der Marktpreisrisiken aus festverzinslichen Wertpapieren verweisen wir auf die vorherige Darstellung und im Zusammenhang mit den Investmentfonds auf unsere Ausführung zum Immobilienrisiko unter den sonstigen Risiken. Darüber hinaus bestehen keine nennenswerten Marktpreisrisiken.

III.3 Adressenausfallrisiken

Forderungen an Kunden

Die Adressenausfallrisiken können insbesondere Einfluss auf die Prognosen und deren Einhaltung bezogen auf die Bewertung der Kundenforderungen und der Eigenanlagen haben.

Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Risiko- und Strukturlimiten.

Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken nutzen wir die VR-Rating-Module des genossenschaftlichen Verbunds.

Das Adressenausfallrisiko im Kundenkreditgeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird. Das Risikolimit für das Kundenkreditgeschäft in Höhe von 2.500 TEUR ist zum 31. Dezember 2024 zu 64,1 % ausgelastet und wurde auch im Geschäftsjahr nicht überschritten.

Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.

Unsere Auswertungen der Strukturen geben im Wesentlichen Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Risikokonzentrationen bestehen in der Branche Bauwesen sowie in Bezug auf die Größe einzelner Engagements nach Risikovolumen, Blankovolumen bzw. CVaR.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Eigenanlagen

Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, Einschätzungen der DZ BANK AG und auf eigene Analysen von Berichten bzw. Veröffentlichungen sowie Beobachtungen der Spreadentwicklungen der Emittenten zurück.

Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte, indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %). Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) berechnet wird. Das Risikolimit für die Eigenanlagen in Höhe von 8.000 TEUR ist zum 31. Dezember 2024 zu 76,1 % ausgelastet. Auch im Geschäftsjahr bewegte sich das Adressenausfallrisiko bezüglich der Eigenanlagen innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limits.

Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen erwarben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde. Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite und Einzellimite, die eine hinreichende Streuung des Depotbestandes gewährleisten. Risikokonzentrationen gemessen an der Verteilung des CVaR bestehen im Segment der Banken und speziell in Bezug auf unser Engagement bei der DZ BANK AG sowie trotz eines vergleichsweise geringen Nominalvolumens von 4,0 Mio. EUR bei den Anlagen im Ratingbereich BBB.

Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen und beurteilen deshalb Beteiligungsrisiken nicht als wesentliche Risikoart.

Für weitere Ausführungen zu den Eigenanlagen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Länderrisiken

Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.


III.4 Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeitsrisiko und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Dies wirkt sich in Form der Refinanzierungskosten insbesondere auf die Prognose und deren Einhaltung bezogen auf die Zinsaufwendungen aus.

Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotenzial begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und -controllingprozesse aufgenommen.

Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann.

Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 244 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zwischen 171 % und 244 %, sodass die Kennziffer stets über dem geforderten Mindestwert von 100 % lag. Zusätzlich haben wir eine Warngrenze in Höhe von 120 % definiert.

Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 132 % und damit über unserer Beobachtungsgrenze von 115 % und über der Mindestanforderung von 100 %.

Das Refinanzierungskostenrisiko berechnen wir regelmäßig auf Basis einer historischen Analyse der Veränderungen des Liquiditätsspreads unseres maßgeblichen Refinanzierungssatzes. Dabei kommt das 99,9 %-Quantil der Stützstelle der Refinanzierungskurve zur Anwendung. Das ermittelte Refinanzierungskostenrisiko wird auf das Teilrisikolimit in Höhe von 1.000 TEUR angerechnet, welches zum 31. Dezember 2024 zu 58,5 % ausgelastet ist.

In Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage.

In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir als gering.

Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagen- und Liquiditätsstrategie streuten wir die Positionen der Liquiditätsreserve über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können.


III.5 Operationelle Risiken

Die operationellen Risiken können insbesondere Einfluss auf die Prognosen und deren Einhaltung bezogen auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben.

Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht.

Die operationellen Risiken werden in ihrer Höhe auf Basis eines Self-Assessments ermittelt und einem Teillimit in Höhe von 1.000 TEUR gegenübergestellt. Dies ist zum 31. Dezember 2024 zu 91,7 % ausgelastet.

Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten sowie laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale.

Eine Prüfung der Verfahren und Systeme erfolgt durch die Interne Revision. Des Weiteren haben wir Versicherungsverträge (z.B. für Diebstahl- und Betrugsrisiken) im banküblichen Umfang abgeschlossen.

Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt, die regelmäßig auf Wirksamkeit überprüft wird.

Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare sowie von rechtlich geprüften Vertragsvordrucken. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir bei Bedarf juristische Hilfe in Anspruch.

Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten.


III.6 Weitere Risiken

III.6.1 Immobilienrisiko

Das Immobilienrisiko aus direkt sowie indirekt über Fonds gehaltene Immobilien schätzen wir neben den vorgenannten bereits aufsichtsrechtlich als wesentlich eingestuften Risiken ebenfalls als wesentlich ein und berücksichtigen es entsprechend den aufsichtsrechtlichen Regelungen bei der Gesamtbanksteuerung. Dies wirkt sich insbesondere auf die Prognose und deren Einhaltung bezogen auf die Bewertung des Immobilienvermögens aus.

Es wird insbesondere durch das Wertverlust-, das Mietausfall- und das Kostensteigerungsrisiko bestimmt. Zur Berechnung nehmen wir, abgeleitet aus historischen Immobilienpreisänderungen, regions- und nutzungsartenspezifische Abschlägen auf den Verkehrswert vor und prüfen die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen.

Zudem erfolgt die Anrechnung auf das Teillimit für das Immobilienrisiko in Höhe von 4.500 TEUR, welches zum 31. Dezember 2024 zu 73,8 % ausgelastet ist.

III.7 Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend war die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2024 unter den definierten Risikoberechnungen gegeben war.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Geschäftsjahr 2024 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhandenen Eigenmittel belaufen sich zum 31. Dezember 2024 auf 24.386 TEUR. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen bei der Vermögenslage.

Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit auch für das Geschäftsjahr 2025 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation der Bank voraussichtlich gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank voraussichtlich nicht wesentlich beeinträchtigen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.


IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der Volksbank Zwickau eG für das nächste Geschäftsjahr 2025 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen, insbesondere durch den Russland-Ukraine-Konflikt, den Nahostkonflikt, den Präsidentenwechsel in den USA sowie die Bundestagswahl in Deutschland, als unzutreffend erweisen können.

Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von qualifiziert-komparativen Prognosen (Richtung und Intensität der Veränderung). Nachfolgend werden folgende Begriffe zur Darstellung der Entwicklungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren genutzt. Unsere Einstufungen sind wie folgt zu interpretieren:

- stark sinken bzw. steigen Abweichung größer - 15 % / größer + 15 %

- leicht sinken bzw. steigen Abweichung zwischen -/+ 5 % und -/+ 15 %

- konstant bleiben Abweichung zwischen - 5 % und + 5 %.

Für die Darstellungen zur LCR wird abweichend hiervon eine Intervallprognose genutzt.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) stieg im Januar 2025. Mit nun 87,7 Punkten - nach 86,4 Punkten im Dezember - liegt der Barometerwert wieder unter der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. Das Bruttoinlandsprodukt sank im Jahr 2024 um 0,2 Prozent, somit schrumpfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Jahr in Folge.

Laut neuester Konjunkturprognose des DIW bleiben die Aussichten für den Jahresverlauf gedämpft. Angesichts der erfolgten Bundestagswahl, dem Amtsantritt von US-Präsident Trump sowie Sorgen vor einer Verschärfung der Handelskonflikte ist die wirtschaftspolitische Lage unsicher. Dadurch befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer abwartenden Haltung. Der leichte Aufwärtstrend beim Konjunkturbarometer deutet darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft die Talsohle durchschritten haben könnte.

Die bayerischen Kreditgenossenschaften erwarten für 2025 einen leichten Rückgang des Zinsüberschusses. Der Provisionsüberschuss und die Verwaltungsaufwendungen werden sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Das Betriebsergebnis wird sich demnach entsprechend verringern und durch ein moderates Bewertungsergebnis belastet werden.

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage

In Erwartung einer relativ stagnierenden Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das Geschäftsjahr 2025 von einem Wachstum in Höhe von 3,0 % im Kundenkreditgeschäft und in Höhe von 3,5 % im Kundeneinlagengeschäft aus. Das Gesamtvolumen der Kundenkredite sowie der Kundeneinlagen wird sich damit insgesamt konstant entwickeln.

Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung für die Ertragslage ist auch im kommenden Jahr die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Wir erwarten auf der Grundlage unserer Zinsprognose, bei der wir von einer Rückkehr von der inversen zu einer normalen, aber weiterhin eher flachen Zinsstrukturkurve ausgehen, einen gleich bleibenden Zinsüberschuss. Das Provisionsergebnis wird sowohl absolut als auch im Verhältnis zur dBS gleich bleiben. Bei den Personalaufwendungen rechnen wir mit nahezu keinen Veränderungen. Während die anderen Verwaltungsaufwendungen voraussichtlich nur leicht steigen, werden sich die Abschreibungen aufgrund umfangreicher Investitionsvorhaben stark erhöhen.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung wird sich in gleicher Höhe wie 2024 bewegen. Im Kreditgeschäft rechnen wir angesichts der stagnierenden Konjunkturerwartungen mit einem starken Anstieg der Bewertungsaufwendungen. Das Bewertungsergebnis Wertpapiere wird sich nach Wertaufholungseffekten im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Basis der angenommenen Zinsentwicklung sowie der Spreadentwicklung stark verringern.

Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2):

Wir gehen von einem leicht sinkenden Betriebsergebnis vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme aus. Bei der CIR rechnen wir mit einer leichten Verbesserung.

Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Stärkung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche Dotierung der Rücklagen und des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Aufgrund der Einführung der CRR III und dem damit gestiegenen Gesamtrisikobetrag verändern sich die Kapitalquoten. Die aufsichtsrechtlich festgelegte harte Kernkapitalquote sowie die Gesamtkapitalquote werden aufgrund der Einführung der CRR III leicht rückläufig sein.

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) wird sich tendenziell verringern und in einer Bandbreite zwischen

160 % und 200 % bewegen. Wir gehen davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert jederzeit eingehalten wird.

Gesamtaussage

Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und weltpolitischen Entwicklung, dass das Ergebnis vor Bewertung der Volksbank Zwickau eG im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme damit konstant sein wird. Die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an die Eigenmittel und die Liquidität ist gewährleistet. Die Risikotragfähigkeit der Bank wird voraussichtlich gegeben sein.

Risiken

Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte. Weitere wesentliche Risiken sehen wir insbesondere in den möglichen weiteren negativen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts, des Nahost-Konflikts, des Präsidentenwechsels in den USA sowie der erfolgten Bundestagswahl in Deutschland, die sich in unerwartete Entwicklungen auf die Konjunktur und an den Finanzmärkten niederschlagen können. Eine unerwartete Entwicklung der Zinsstrukturkurve kann zu einer Beeinträchtigung des geplanten Zinsergebnisses kommen.

Chancen

Wesentliche Chancen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf bestehen im nächsten Geschäftsjahr, insbesondere wenn sich die Konjunktur positiver und die Zinsstrukturkurve zu unseren Gunsten anders entwickelt als prognostiziert.


V. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Zwickau, 13.03.2025

Volksbank Zwickau eG

Der Vorstand

gez. Tassilo Rödel gez. Daniela Döring


Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2024 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2024 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Zwickau, 22.05.2025
gez. Medicke
(Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresabschluss (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2024

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1.Barreserve
a) Kassenbestand 3.495.014,56 4.283
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 2.956.937,67 2.025
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 2.956.937,67 (2.025)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 6.451.952,23 0
2.Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen
Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3.Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 8.353.334,38 15.521
b) andere Forderungen 1.018.936,11 9.372.270,49 2.040
4.Forderungen an Kunden 128.537.584,72 123.110
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 85.067.967,25 (69.687)
Kommunalkredite 1.788.917,41 (2.564)
5.Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 10.242.315,69 7.170
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank 10.242.315,69 (7.170)
bb) von anderen Emittenten 58.234.747,50 68.477.063,19 47.582
darunter: beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank 42.703.007,71 (31.725)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 68.477.063,19 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6.Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 21.257.692,94 19.076
7.Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 459.272,00 459
darunter: an Kreditinstituten 413.078,78 (413)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.408.050,00 1.867.322,00 1.408
darunter: bei Kreditgenossenschaften 1.400.000,00 (1.400)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8.Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter: an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9.Treuhandvermögen 224.704,83 273
darunter: Treuhandkredite 224.704,83 (273)
10.Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11.Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0
12.Sachanlagen 9.414.528,56 9.670
13.Sonstige Vermögensgegenstände 614.228,11 1.589
14.Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0
Summe der Aktiva 246.217.347,07 234.206


Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 2
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 7.263.444,09 7.263.444,09 7.345
2.Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von drei Monaten 35.803.757,79 39.043
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten 121.810,91 35.925.568,70 121
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 142.733.207,54 134.928
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist 29.908.575,38 172.641.782,92 208.567.351,62 23.103
3.Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter: Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel
im Umlauf 0,00 (0)
4.Treuhandverbindlichkeiten 224.704,83 273
darunter: Treuhandkredite 224.704,83 (273)
5.Sonstige Verbindlichkeiten 243.975,01 176
6.Rechnungsabgrenzungsposten 3.464,58 2
7.Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 1.478.023,00 1.482
b) Steuerrückstellungen 331.253,23 176
c) andere Rückstellungen 1.278.974,66 3.088.250,89 2.473
8....................................... 0,00 0
9.Nachrangige Verbindlichkeiten 2.250.000,00 2.250
10.Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11.Fonds für allgemeine Bankrisiken 11.450.000,00 9.900
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12.Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 4.284.325,00 4.237
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 3.728.130,11 3.693
cb) andere Ergebnisrücklagen 4.902.256,90 4.807
cc) 0,00 8.630.387,01 0
d) Bilanzgewinn 211.444,04 13.126.156,05 195
Summe der Passiva 246.217.347,07 234.206
1.Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen 570.039,68 170
c) Haftung aus der Bestellung von Sicher-
heiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 570.039,68 0
2.Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten
Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und
Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 5.315.447,66 5.315.447,66 6.387
darunter: Lieferverpflichtungen aus
zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)


2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2024

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1.Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.566.383,93 3.323
darunter: aus Abzinsung von Rückstellungen 298,00 (1)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.712.403,12 5.278.787,05 897
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (0)
2.Zinsaufwendungen -1.223.230,78 4.055.556,27 -580
darunter: aus Aufzinsung von Rückstellungen -174,00 (0)
darunter: erhaltene negative Zinsen 0,00 (0)
3.Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 635.138,27 688
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 79.181,80 61
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 714.320,07 0
4.Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5.Provisionserträge 1.963.040,45 1.838
6.Provisionsaufwendungen -214.753,16 1.748.287,29 -202
7.Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8.Sonstige betriebliche Erträge 792.681,51 887
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 2.983,00 (3)
9............................ 0,00 0
10.Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -2.312.000,26 -2.195
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung -473.366,36 -2.785.366,62 -451
darunter: für Altersversorgung -78.957,15 (-80)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -1.619.828,98 -4.405.195,60 -1.765
11.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -375.921,95 -374
12.Sonstige betriebliche Aufwendungen -270.820,60 -46
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen -20.676,00 (-19)
13.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellungen im Kreditgeschäft -79.719,54 0
14.Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und
bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -79.719,54 262
15.Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
16.Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen
an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Wertpapieren 4.386,57 4.386,57 7
17.Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18............................ 0,00 0
19.Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.183.574,02 2.350
20.Außerordentliche Erträge 0,00 1.451
21.Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -1.451
22.Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -343.450,91 -614
24.Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -8.679,07 -352.129,98 -21
24a.Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -1.550.000,00 -1.450
25.Jahresüberschuss 281.444,04 265
26.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
281.444,04 265
27.Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
281.444,04 265
28.Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -35.000,00 -35
b) in andere Ergebnisrücklagen -35.000,00 -70.000,00 -35
29.Bilanzgewinn 211.444,04 195

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Volksbank Zwickau eG, Zwickau, ist beim Amtsgericht Chemnitz unter der Genossenschaftsregister-Nummer 31 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich aus den dargestellten Gründen im Vergleich zum Vorjahr nachstehende Veränderungen:

Gegenüber dem Vorjahr werden die im Zusammenhang mit der Vermietung stehenden Aufwendungen bei reinen Renditeimmobilien im GuV-Posten 12 'sonstige betriebliche Aufwendungen' ausgewiesen. Die von den Mietern getragenen Umlagen für Betriebs- und Nebenkosten werden unsaldiert im GuV-Posten 8 'sonstige betriebliche Erträge' ausgewiesen. Im Vorjahr wurden diese Aufwendungen unter den anderen Verwaltungsaufwendungen (GuV-Posten 10 b) ausgewiesen; die Vorjahresbeträge wurden nicht angepasst.

Zudem werden wie im Vorjahr die im Zusammenhang mit der Vermietung stehenden Aufwendungen bei gemischt genutzten Immobilien in vollem Umfang unter den anderen Verwaltungsaufwendungen (GuV-Posten 10 b) ausgewiesen, von den Mietern der Kreditgenossenschaft übernommene Anteile der Betriebs- und Nebenkosten werden mit diesen Aufwendungen nicht saldiert.


B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Sorten sind nicht im Bestand, da die Bank am SER-Mail Orderverfahren der Reisebank AG teilnimmt.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden für Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen) Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (sog. Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten werden auf Basis der im genossenschaftlichen Finanzverbund etablierten VR-Rating-Verfahren geschätzt. Die Annahmen zu Kredithöhen im Ausfallzeitpunkt, den zukünftigen Zahlungen und den Sicherheitenverwertungserlösen und -kosten basieren auf einem LGD-Modell. Als Voraussetzung für die Anwendung der Bewertungsvereinfachung ist im Rahmen der Kreditvergabepraxis sichergestellt, dass die Konditionenvereinbarung zum Zeitpunkt der Kreditvergabe unter Berücksichtigung einer risikoadäquaten Bonitätsprämie erfolgt, deren Höhe sich an dem erwarteten Verlust über die Restlaufzeit orientiert. Die Ausgeglichenheitsannahme wurde zum Bilanzstichtag überprüft. Die Ausgeglichenheit kann weiter angenommen werden, da die quantitative Zeitreihenanalyse aufzeigt, dass keine wesentlichen Ausreißer in der Veränderung der (Einzel-)Risikovorsorge vorhanden sind und die Konditionenfestsetzung unter Berücksichtigung der vorgegebenen Konditionentableaus sowie Standardrisikokosten erfolgt.

Die Risikovorsorgebeträge für die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden als Pauschalwertberichtigungen von den jeweiligen Aktivposten abgesetzt. Die für Eventualverbindlichkeiten sowie unwiderrufliche Kreditzusagen ermittelten Risikovorsorgebeträge werden von den Unterstrich-Positionen abgesetzt und als pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c) ausgewiesen. Für widerrufliche Kreditzusagen erfolgt allein die Passivierung einer pauschalen Rückstellung in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c).

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB im Bestand.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bewertet. Hierunter fallen auch unsere Anlagen in Fonds. Im Geschäftsjahr erfolgte die Umwidmung eines Fonds vom Anlagevermögen in die Liquiditätsreserve, da gegenüber der Kapitalverwaltungsgesellschaft ein Rücknahmeverlangen über die im Bestand befindlichen Anteile abgegeben wurde.

Bei im Geschäftsjahr zugegangenen, wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren werden Anschaffungskosten über pari durch anteilige Abschreibungen des Agios an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst. In den Vorjahren wurden Anschaffungskosten über pari durch sofortige Abschreibungen des Agios im Jahr der Anschaffung an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst. Die Änderungen führen gegenüber der vorherigen Vorgehensweise im Zeitverlauf zu einer sachgerechteren Darstellung der Ertragslage (im Zugangsjahr einmalig ertragserhöhend, über die Laufzeit des Agios jeweils ertragsmindernd), wobei die Auswirkungen im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung sind.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Soweit die strukturierten Finanzinstrumente aufgrund des eingebetteten derivativen Finanzinstruments wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Chancen und Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen, konnte auf eine getrennte Bilanzierung verzichtet werden, weil gemäß § 253 Abs. 3 oder 4 HGB am Abschlussstichtag eine Bewertung zum niedrigeren aus beizulegendem Wert und fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt und die Bewertung auf einer Notierung des strukturierten Finanzinstruments auf einem aktivem Markt basiert.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu Anschaffungskosten nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer.

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Vorjahren bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Passive Steuerlatenzen bestehen in der Position Passiver steuerlicher Ausgleichsposten nach Investmentsteuergesetz, denen aktive Steuerlatenzen in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere und Rückstellungen gegenüberstehen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30,6 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der 'Richttafeln 2018 G' (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Als Rententrend für die Pensionsrückstellungen bzw. als Gehaltstrend für die Altersteilzeitrückstellung wurden 2,0 % berücksichtigt.

Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte entsprechend deren Restlaufzeit mit 1,46 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per Dezember 2024) entsprechend des für die Ermittlung des Rechnungszinses vorgeschriebenen Verfahrens. Die Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird nicht in Anspruch genommen. Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein negativer Unterschiedsbetrag von 17.222 EUR, entsprechend entfällt die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden abweichend zum Ab- / Aufzinsungseffekt im Personalaufwand ausgewiesen.

Die Berechnung der Rückstellungen aus Altersteilzeit erfolgte nach dem Barwertverfahren. Die Abzinsung erfolgte mit 1,51 %. Die Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird nicht in Anspruch genommen.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sonstige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Posten- und Kartenentgelte angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig einbezogen.

Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2024 war keine Rückstellung zu bilden.

Vermerke unter dem Bilanzstrich

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.

Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich.

Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2024 betreffen in voller Höhe Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken sowie Abnahmeverpflichtungen gegenüber Fondsgesellschaften.

Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.

Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Im Falle der Passivierung einer Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen oder Eventualverbindlichkeiten wird der jeweilige Posten unter dem Strich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt.

Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers sowie bei Credit Linked Notes die Bonität des Referenzschuldners ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen.

Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Vgl. Ausführungen zu Wertpapieren über pari im Abschnitt 'Wertpapiere'.


C. Entwicklung des Anlagevermögens

(volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01. Zugänge Umbuchungen
(+/-)
a) Abgänge
b) Zuschüsse
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
am Bilanzstichtag
Buchwerte am
Bilanzstichtag
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle
Anlagewerte
68.082 0 0 a) 0
b) 0
68.082 0
Sachanlagen
a) Grundstücke 16.136.362 118.015 -1 a) 21.431
16.232.945 9.212.952
und Gebäude b) 0
b) Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
2.480.750 89.713 -251.036 a) 242.187
b) 0
2.077.240 201.577
a 18.685.194 207.728 -251.037 a) 263.618
b) 0
18.378.267 9.414.529
Buchwerte
Vorjahr
EUR
Immaterielle
Anlagewerte
93
Sachanlagen
a) Grundstücke 9.408.355
und Gebäude
b) Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
261.352
a 9.669.800
Abschreibungen (kumuliert) 01.01. Änderung der kumulierten
Abschreibungen aufgrund
Zugängen (ohne Abschreibungen
Geschäftsjahr)
(+)
Änderung der kumulierten
Abschreibungen aufgrund
Abgängen
(-)
Änderung der kumulierten
Abschreibungen aufgrund
Umbuchungen
(+/-)
Abschreibungen Geschäftsjahr Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle
Anlagewerte
67.989 0 0 0 93 0
Sachanlagen
a) Grundstücke 6.728.007 0 1.888 0 293.874 0
und Gebäude
b) Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
2.219.398 -251.036 174.654 0 81.955 0
a 9.015.394 -251.036 176.542 0 375.922 0
Abschreibungen (kumuliert)
am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle
Anlagewerte
68.082
Sachanlagen
a) Grundstücke 7.019.993
und Gebäude
b) Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
1.875.663
a 8.963.738
Anschaffungskosten 01.01. Veränderungen (saldiert) Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des
Anlagever-
mögens
53.172.304 1.880.380 55.052.684
Beteiligungen
und Geschäfts-
guthaben bei
Genossen-
schaften
1.867.322 0 1.867.322
b 55.039.626 1.880.380 56.920.006
Summe a und b 73.724.820 66.334.535


D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 9.318.271 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate mehr als drei Mo-
nate bis ein Jahr
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) 18.936 1.000.000 0 0
Forderungen an Kunden (A 4) 3.122.009 7.205.868 33.134.724 83.413.839

In den Forderungen an Kunden sind 1.661.145 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 7.940.300 EUR fällig.

In den Forderungen und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an
Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 9.318.271 17.532.155
Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 16.090.702 13.728.295

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig börsennotiert nicht börsennotiert nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR EUR EUR EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 68.477.064 65.006.979 3.470.085 24.728.534
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 1.645.866 0 1.645.866 0

In der Wertpapieraufstellung sind die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere gesondert gekennzeichnet. Die Abgrenzung erfolgte nach Laufzeiten und Wertpapierarten.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang:

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 24.520.661 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 23.905.050 EUR.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 11.692.602 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 11.170.228 EUR.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertänderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistung bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind und eine Durchhalteabsicht besteht.

Auf die im Anlagevermögen ausgewiesenen Investmentfondsanteile wurden außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB nicht vorgenommen. Die Wertminderung bei diesen Anlagen wird von uns als voraussichtlich nicht dauerhaft beurteilt, da für die Fonds eine Durchhalteabsicht besteht.

Im Bilanzposten 'Treuhandvermögen' (A9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen und für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen handelt es sich um Forderungen an Kunden.

In den Sachanlagen sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 1.498.270
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.577

Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

EUR
Steuererstattungsansprüche 309.918

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 7.263.444 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis drei Monate mehr als drei Mo- mehr als ein Jahr mehr als fünf
nate bis ein Jahr bis fünf Jahre Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b)
290.158 991.808 3.443.389 2.538.089
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten (P 2ab)
0 0 121.811 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb)
9.800.772 10.291.922 9.815.881 0

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Im Bilanzposten 'Treuhandverbindlichkeiten' (P4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Bei diesen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Angaben zum Posten Nachrangige Verbindlichkeiten:

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 30.674 EUR an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, liegen nicht vor.

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Nachrangigkeit der Verbindlichkeit ist wie folgt geregelt:

Die aufgeführten Verbindlichkeiten sind im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 0,5 und 4,5 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 1,05 % bis 1,70 % ausgestattet.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 7.263.444 7.347.290

Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 4.202.550
b) der ausscheidenden Mitglieder 79.975
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 1.800
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 0

Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Rücklagen
EUR EUR
Stand 1. Januar 2024 3.693.130 4.806.593
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 0 60.664
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 35.000 35.000
Stand 31. Dezember 2024 3.728.130 4.902.257

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (35.000,00 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen ( 35.000,00 EUR) wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 3,500 % 147.070,01
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 0,00
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 64.374,03
Insgesamt 211.444,04

In den Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 10.618 EUR enthalten.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Zur Sicherheit übertragene Gesamtbetrag
Vermögensgegenstände in EUR
1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten 7.263.444
U1b. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen Abtretung von Einlagen 482.621

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um 124 EUR (Vorjahr 787 EUR) erhöht. Deren Umfang wird auch in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus Wertpapiervermittlung und der Vermittlung von Versicherungsverträgen.

Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:

Sonstige betriebliche Erträge EUR
Mieteinnahmen 725.272


E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 16.376 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 134.843 EUR.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2024 Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.478.023 EUR.

Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für

EUR
Mitglieder des Vorstands 7.517
Mitglieder des Aufsichtsrats 77.372

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 588.255 EUR.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der im Jahr 2024 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 19,25 22,50

Außerdem wurden durchschnittlich 2,50 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anzahl der Anzahl der Ge-
Mitglieder schäftsanteile
Anfang 2024 1.471 166.287
Zugang 2024 52 7.425
Abgang 2024 69 5.610
Ende 2024 1.454 168.102
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 45.375
Höhe des Geschäftsanteils EUR 25 Höhe der Haftsumme EUR 0

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

Türkenstraße 22 - 24

80333 München

Mitglieder des Vorstands:

Tassilo Rödel (Vorstandsvorsitzender), genossenschaftlicher Geschäftsleiter, Bankvorstand Marktbereich

Daniela Döring (Vorstandsmitglied), genossenschaftliche Geschäftsleiterin, Bankvorstand Betriebsbereich

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Jens Medicke (Vorsitzender), selbstständiger Raumausstattermeister

Sabine Steuernagel (stellvertretende Vorsitzende), Töpfermeisterin im Ruhestand

Volker Meyer, Meister Gas-, Wasser-, Heizungs- und Lüftungsinstallation, Geschäftsführer der
Solar + Haustechnik Meyer GmbH

Dirk Laubusch, Fleischermeister im Ruhestand

Thomas Schebitz, Geschäftsführer der PALA Kälteanlagen Klimatechnik GmbH

Zwickau, 13. März 2025

Volksbank Zwickau eG

Der Vorstand

gez. Tassilo Rödel gez. Daniela Döring


BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Volksbank Zwickau eG, Zwickau

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Zwickau eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung Kundenforderungen

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Bewertung Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 128,5 Mio. EUR. Dies entspricht 52,2 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 5,3 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 0,6 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.

Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u. a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z. B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) durchgeführt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.

Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Genossenschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Helmut Thurn

München, 10. April 2025

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

gez. Klaus Roggenbuck gez. Helmut Thurn

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Dieser Jahresabschluss wurde am 04.06.2025 festgestellt.

BaFin - Instituts - Nummer: 101974


Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2024
("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Zwickau eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Zwickau eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Zwickau eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024 7.311 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 38,7.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 2.184 TEUR.

Die Steuern auf Gewinn betragen 343 TEUR und betreffen ausschließlich laufende Steuern.

Die Volksbank Zwickau eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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