Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 28309
Vorher
ILS Intelligent Leasing Solutions GmbH
Eingetragen
13.11.2006
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Das Leasing- und Mietkaufgeschäft für mobile Wirtschaftsgüter sowie deren Handel und erlaubnisfreie Vermietung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Carsten Hoffmann
seit 3.7.2019
Prokura
Uwe Hinnersmann
seit 3.1.2018
Geschäftsführer
Marco Müller
seit 11.12.2017
Prokura
Jörg Paulat
seit 17.7.2017
Prokura
Frank Smaniotto
seit 17.7.2017
Prokura
Oliver Suermann
seit 17.7.2017
Geschäftsführer
Christian Hoffmann
seit 17.7.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
De Lage Landen International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
De Lage Landen International B.V.
Netherlands
33.333 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

elf Leasing GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die elf Leasing GmbH ist ein unabhängiger Anbieter von Finanzierungsleasing und Mietkauf für ausgesuchte mobile Wirtschaftsgüter mit Schwerpunkt im Mid-Ticket-Segment. Die Gesellschaft richtet ihr Produktangebot bislang ausschließlich an gewerbliche Endkunden mit Sitz im Inland. Hierbei fokussiert sie sich gezielt auf die Finanzierung ausgesuchter Objektgruppen im Rahmen einer Kerngeschäftsfeldstrategie. Neben den primären Kerngeschäftsfeldern Nutzfahrzeuge, Land- und Forsttechnik und Produktionsmaschinen sowie Baumaschinen definiert sie mit Kranen, Höhentechnik, Recycling- und Entsorgung sowie Kommunaltechnik weitere vier Spezialsegmente als sekundäre strategische Interessengebiete. Sie ist vertrieblich unverändert bundesweit aktiv und arbeitet neben ihren beiden Hauptstandorten in Essen und Hannover in der Fläche mit weiteren Vertriebsstützpunkten.

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Essen im Handelsregister in Abteilung B unter der Nr. 28309 eingetragen. Sie ist als Finanzdienstleistungsinstitut eingestuft, da sie als Leasinggeber im Sinne § 1 Abs. 1a Nr. 10 Kreditwesengesetz (KWG) gewerbsmäßig Finanzierungsleasingverträge abschließt. Damit unterliegt sie der eingeschränkten Aufsicht der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Seit 2016 ist das Unternehmen Mitglied im Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL).

Hauptgesellschafterin ist unverändert die Bankhaus Bauer AG, die am Bilanzstichtag weiterhin eine qualifizierte Mehrheit der Anteile mit einer Quote von 80,29% hielt. Die weiteren Anteile an der Gesellschaft entfallen auf Management bzw. Mitarbeiter sowie einen weiteren Minderheitsgesellschafter.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft blieb im Berichtszeitraum unverändert besetzt und wurde durch Oliver Suermann (Sprecher) auf der Marktfolgeseite und Uwe Hinnersmann, verantwortlich für die Marktseite der Gesellschaft, wahrgenommen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Kontext der Nachwirkungen des Ukraine-Krieges, des Energiepreisschocks und der phasenweise hohen Inflationsraten sowie in der Folge erheblichen Zinsanpassungen konnte die Weltwirtschaft nur mit moderatem Tempo wachsen. Es wird derzeit von einer Wachstumsrate von 2,8% ausgegangen. Die geopolitischen Spannungen wirkten belastend auf den Welthandel. Allerdings bestanden in der wirtschaftlichen Entwicklung ausgeprägte regionale Unterschiede. Während beispielsweise die USA bereits eine deutliche wirtschaftliche Erholung verzeichnen konnten, blieb die Konjunktur in Europa vergleichsweise schwach. Auch wenn die Inflationsraten zumeist bereits rückläufig waren, blieb der private Konsum als Folge des Kaufkraftverlustes zurückhaltend und die Zinsanhebungen entfalteten eine dämpfende Wirkung.

Dies trifft in besonderer Weise auf die deutsche Volkswirtschaft zu. Hier ergab sich nach vorläufigen Erhebungen ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3%. Damit bildete Deutschland auch im innereuropäischen Vergleich eines der Schlusslichter. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ist der private Konsum in 2023 um 0,8% in preisbereinigter Betrachtung zurückgegangen, obschon die verfügbaren Einkommen der Haushalte zulegten. Hier dürften Unsicherheiten infolge des politischen Umfelds und der geopolitischen Spannungen gleichermaßen ursächlich sein. Zugleich reduzierte auch der Staat seine Konsumausgaben um 1,7%, allerdings pandemiebedingt von hohem Ausgangsniveau kommend. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der gleichfalls schwachen Binnennachfrage mit einem Minus von 3,0 % sogar noch kräftiger zurück. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen ebenfalls um -0,3 % zurück.

Der Ausblick auf das Jahr 2024 fällt entsprechend verhalten aus. Zwar wird mit nachlassender Inflation eine leichte konjunkturelle Belebung erwartet, aber unter dem Eindruck des schwachen Schlussquartals haben verschiedene Wirtschaftsinstitute ihre Wachstumsprognosen für das angelaufene Jahr korrigiert. So reduzierte das ifo-Institut seine Vorhersage für das deutsche Wirtschaftswachstum im Dezember von 1,4% auf nur noch 0,9%. Auch das Bundeswirtschaftsministerium rechnet zum Jahresbeginn infolge der schwachen Frühindikatoren noch nicht mit einer Trendwende für die deutsche Konjunktur im ersten Quartal, wenngleich für den weiteren Jahresverlauf eine binnenwirtschaftlich getragene Erholung erwartet wird. Die anhaltenden Unsicherheitsfaktoren belasten laut ifo-Institut auch weiterhin die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und privaten Konsumenten gleichermaßen.

Für die Leasing-Branche bedeuten diese konjunkturellen und wirtschaftspolitischen Unsicherheitsfaktoren, dass die Erwartungen an das angelaufene Jahr mit Blick auf eine anhaltende Investitionszurückhaltung der Kundschaft weiter zurückgenommen werden müssen.

Im abgelaufenen Jahr verzeichnete die Leasingbranche nach vorläufigen Erhebungen des Bundesverbands Deutscher Leasing- Unternehmen e.V. (BDL) trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein merkliches Neugeschäftswachstum. Im Detail zeigt sich abweichend davon allerdings ein hochgradig heterogenes Bild. So ist der Zuwachs im Mietkaufgeschäft signifikant niedriger. Zudem berücksichtigen die Zahlen keine Preisbereinigung, was angesichts des hohen Teuerungsniveaus einen besonders starken Effekt entfaltet haben dürfte. Die Neugeschäftsentwicklung differiert überdies zwischen den verschiedenen Assetklassen massiv. Während das volumenintensive PKW- und stückintensive Fahrradgeschäft mit erheblichen Wachstumsraten zum Branchenwachstum beitrugen, waren die für unsere Gesellschaft maßgeblichen Objektgruppen teils selbst preisunbereinigt von deutlichen Rückgängen belastet. Ein etwas aussagekräftigeres Bild liefert die Betrachtung der Vertragsanzahl nach Segmenten und Produkten. Diese war für Mietkauf mit -3,1% rückläufig, was vor allem der Objektgruppe Busse, LKW und Anhänger zugeschrieben wird. Die Rückgänge für Produktionsmaschinen und Agrartechnik bewegten sich sogar jenseits der 10%-Marke.

Entsprechend zurückhaltend fällt derzeit auch der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr aus. In wirtschaftlich wie auch politisch fragilem Umfeld dürfte zudem auch weiterhin mit erhöhten Abweichungswahrscheinlichkeiten zu rechnen sein. In diesem Kontext muss von einer anhaltenden Investitionszurückhaltung ausgegangen werden, was die Wachstumschancen der Leasingbranche deutlich limitieren dürfte.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Nach noch gutem Start in das Geschäftsjahr büßte die Gesellschaft im weiteren Verlauf durch nachlassende Antragszahlen ihren Vorsprung auf die Planung sukzessive wieder ein und fiel im Schlussquartal marginal hinter die Zielwerte zurück. Damit ergab sich schlussendlich ein aktiviertes Neugeschäft von insgesamt 109,2 Mio. EUR, was einer Planabweichung von -3,1% entsprach. In Anbetracht der Marktrahmendaten, gerade für die von der Gesellschaft vorrangig bedienten Kerngeschäftsfelder, wird das Ergebnis gleichwohl als noch zufriedenstellend bewertet.

Trotz des zunehmend kritischeren Marktumfelds zeigte sich die Risikosituation der Gesellschaft bemerkenswert robust, wobei sich zum Jahresende zumindest eine leichte Trendumkehr in den Risikoindikatoren zeigte. Dennoch konnte die Gesellschaft hier im Berichtsjahr in saldierter Betrachtung erneut positive Ergebnisbeiträge aus endabgerechneten Engagements verzeichnen und damit selbst unter Einbezug der kalkulatorischen Risikovorsorge deutlich unterhalb der geplanten Risikoaufwendungen bleiben. Die Recovery-Ratio der Gesellschaft bewegte sich auf weiterhin hervorragendem Niveau. Neben dem Erfolg des kredit- und risikostrategischen Ansatzes der Gesellschaft war diese abermals erfreuliche Entwicklung auch einer noch immer recht günstigen Marktlage auf den relevanten Sekundärmärkten mit noch starker Nachfrage und hohen Preisniveaus zu verdanken. Die Eingangsqualität des Neugeschäfts, gemessen an der durchschnittlichen 1-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit bei Vertragsbeginn, ließ in der zweiten Jahreshälfte etwas nach, allerdings konnte die Spreizung auf den Bundesdurchschnitt weiter ausgebaut werden. Insgesamt bewegt sich die Portfolioqualität der Gesellschaft damit weiterhin deutlich oberhalb der Durchschnittswerte für die deutsche Volkswirtschaft, die im Berichtszeitraum eine merklich steigende Ausfallgefährdung verzeichnen musste.

Die Entwicklungsdynamik auf den Zinsmärkten nahm im Vergleich zu den massiven Sprüngen des Vorjahres wieder ab. Im Verlauf des Jahres verteuerte sich die Mittelbeschaffung der Gesellschaft weiter. Erst im letzten Quartal des Berichtsjahres wurde unter dem Eindruck nachlassender Inflationsraten eine leichte Gegenbewegung erkennbar. Durch stetige Anpassungen im Außenverhältnis an das sich schnell ändernde Zinsniveau der Refinanzierungsmärkte konnten die Rohzinsmargen aber stabil gehalten werden. Die Gesellschaft konnte durch die getroffenen Maßnahmen auf das Gesamtjahr bezogen somit ihre Margenzielsetzung für das abgelaufene Jahr erreichen.

Die Refinanzierung der Gesellschaft unterlag planmäßigen strukturellen Veränderungen. Seit Mitte des Berichtsjahres refinanziert sich die Gesellschaft bis auf weiteres vorrangig gruppenintern. Die Mittelbeschaffung erfolgte vollständig bedarfsorientiert ausnahmslos im Wege des True Sale. Im Laufe des Jahres platzierte die Gesellschaft überdies in mehreren Transaktionen Teile des refinanzierten Portfolios innerhalb des bestehenden Partnernetzwerks an einen externen Refinanzierer um. Laufende Projekte zur Etablierung neuer gruppenextern angesiedelten Refinanzierungsinstrumente wurden im Berichtsjahr zunächst zurückgestellt mit Blick auf eine nunmehr vorrangig angestrebte, wachstumsbegründete Veränderung der Gesellschafterstruktur im Folgejahr, in dessen Kontext auch die zukünftige Mittelbeschaffung der Gesellschaft neu zu ordnen sein wird.

Infolge des nachlassenden Antragsvolumens verringerte sich zum Jahresultimo der Genehmigungsvorlauf im Vergleich zum Jahresbeginn deutlich. Mithin fällt der Ausblick auf die Folgeperiode auch unter Würdigung des konjunkturellen Umfelds zunächst verhalten aus. Die Gesellschaft wird überdies ihre Geschäftsentwicklung vorerst auch weiterhin von ihren Möglichkeiten der refinanzierungsseitigen Mittelverfügbarkeit abhängig zu machen haben.

Wie schon in den Vorjahren blieben die Ergebnisse der durchgeführten internen und externen Prüfungshandlungen in Bezug auf die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft und auf das von ihr generierte Neugeschäft auch weiterhin ohne wesentliche Beanstandungen. Der Prüfungsplan der internen Revision wurde vollständig erfüllt, außerplanmäßige Sonderprüfungen waren erneut nicht erforderlich.

3. Ertragslage

Trotz leichter Unterschreitung des Volumenziels konnte die Gesellschaft ihre Zielsetzung auf Ergebnisebene übertreffen und das Jahr mit einem Vorsteuerergebnis von 0,7 Mio. EUR abschließen.

Die zugrundeliegende Ertragsstruktur der Gesellschaft blieb dabei weitgehend unverändert und ist somit wie gehabt durch eine hohe Mietkaufquote in Verbindung mit der nahezu ausschließlichen Refinanzierung im Wege des Forderungsverkaufs geprägt. Erträge aus Zinsmargen, also Leasingerträge und Zinserträge aus Mietkaufverträgen saldiert mit den entsprechenden Gegenpositionen, stellen mithin die maßgeblichen ordentlichen Rohertragskomponenten der Gesellschaft dar. Während die Erträge aus dem Leasingteilportfolio der Gesellschaft wieder leicht gesteigert werden konnten, fielen die Erfolgsbeiträge aus dem Mietkaufgeschäft merklich schwächer aus. Im Leasinggeschäft resultieren Erträge trotz Forfaitierung aus der periodengerechten Verteilung der Erlöse durch die Bildung und sukzessive Auflösung entsprechender passivischer Rechnungsabgrenzungsposten, während es im Mietkaufgeschäft zu einer Sofortrealisation der Roherträge zum Zeitpunkt des Forderungsverkaufs kommt. Dementsprechend wirken in letzterem Bereich Veränderungen der Neugeschäftsvolumina unmittelbarer auf die Ertragslage der Gesellschaft durch.

Der relative Anteil von Provisionsaufwendungen, die für die Vermittlung von Neugeschäft durch Vendoren und Multiplikatoren sowie Tippgeber zu leisten waren, konnte gegenüber dem hohen Wert des Vorjahres wieder abgebaut werden, was auf einen erhöhten Anteil von eigeneingeworbenem Neugeschäft zurückzuführen war und entlastend auf der Aufwandsseite wirkte.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen bleiben nahezu unverändert. Sie stellen die wesentliche Gegenposition zu den realisierten Erträgen aus dem Leasinggeschäft dar. Das Risikoergebnis stellte sich äußerst moderat dar und blieb deutlich unter den Planannahmen und per Saldo auch unter dem Vorjahreswert. Weitere mit dem Neugeschäft einhergehende Stückaufwendungen entfielen wie in den Vorperioden vornehmlich auf Kosten im Zusammenhang mit der Einholung von Bonitätsinformationen und Kosten im Zusammenhang mit der Evaluierung von Finanzierungsobjekten.

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen in der Berichtsperiode getrieben von erhöhtem Personalaufwand an. Für die Gesellschaft als personalintensives, serviceorientiertes Dienstleistungsunternehmen stellen diese eine bestimmende Kostengröße dar. Der dortige Anstieg belief sich im Vorjahresvergleich insgesamt auf 9,4%, was aber vorrangig auf Personalzuwachs zurückzuführen war. Der Pro- Kopf-Aufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr hingegen nur leicht um 1,7%. Jenseits dessen waren Raum-, Fahrzeug-, IT-Kosten sowie Kosten der Rechtsberatung weitere wesentliche Inhalte der Verwaltungsaufwendungen. Ferner belasteten einmalig angefallene Projektkosten im Kontext von verworfenen Refinanzierungsüberlegungen das Periodenergebnis.

Die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zum Rohertrag der Gesellschaft, veränderte sich im Vorjahresvergleich nachteilig und mündete im Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 in einem Wert von nun 85,3%. Hier konnte im Vorjahr als Folge des Rekordergebnisses noch ein deutlich besserer Wert erzielt werden.

4. Finanzlage

Bei leicht verkürzter Bilanz konnte infolge des Jahresüberschusses des abgelaufenen Geschäftsjahres das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahresstichtag weiter ausgebaut werden. Es beläuft sich damit zum Stichtag auf einen Gesamtwert von 2,5 Mio. EUR. Mithin ergibt sich hieraus eine bilanzielle Eigenkapitalquote von nunmehr 5,6% (Vj. 4,5%).

Mit einem Zuwachs von 6,7% konnte die Gesellschaft ihren Substanzwert im Stichtagsvergleich weiter steigern. Zum Jahresultimo belief sich dieser nach Ermittlung in Orientierung am BDL-Schema auf 5,1 Mio. EUR (Vj. 4,8 Mio. EUR). Anders als zum Vorjahresstichtag waren Verzerrungen infolge von Zinsunterschieden bei der Bewertung des kontrahierten, aber noch nicht aktiven Vertragsvorlaufs nicht mehr von nennenswerter Bedeutung, da über die Berichtsperiode zum einen eine deutlich geringere Schwankungsbreite gegeben war und sich zudem auch die Zeitspannen zwischen Genehmigung und Aktivierung infolge rückläufiger Lieferzeiten wieder verkürzten.

Die Passivseite der Gesellschaft zeigte sich strukturell einmal mehr ohne größere Veränderungen. Wie schon in den Vorjahren dominieren hier die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten das Bilanzbild, die vorrangig aus den verkauften Raten- und Restwertforderungen des auf das Leasingprodukt entfallenen Teilportfolios resultieren und der periodischen Abgrenzung der hieraus resultierenden Erträge dienen. Diese blieben im Vorjahresvergleich weitgehend konstant.

Ebenfalls unverändert gegenüber den Vorjahren entfielen die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausschließlich auf die kurzfristige Inanspruchnahme von Vorfinanzierungsfazilitäten zum Zwecke der temporären Überbrückung und Paketbildung bis zur endgültigen Refinanzierung im Wege des Forderungsverkaufs. Die Auslastung dieser Kreditlinien zeigte sich im stichtagsbezogenen Vergleich wieder deutlich verringert, da zum Stichtag ein geringerer Bestand von Verträgen in Teilauszahlungsabwicklung vorlag. Auch innerhalb der Berichtsperiode nahm die Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt jenseits der Vorfinanzierung Kreditmittel in Anspruch und führte sämtliche weiteren Konten weiter durchgängig kreditorisch.

Die Refinanzierung des Neugeschäfts der Gesellschaft erfolgte weiterhin nahezu ausnahmslos durch Forderungsverkäufe. Diese erfolgten vorrangig über die Mehrheitsgesellschafterin und bis einschließlich Juni 2023 über das seit 2018 bestehende strukturierte Finanzierungsprogramm, welches letztmalig in 2022 prolongiert wurde und sich seit Jahresmitte in geplanter Amortisation befindet. Punktuell ergänzten Einzelforfaitierungen mit weiteren gruppenexternen Bankpartnern den Refinanzierungsmix der Gesellschaft. Unverändert basierte die Mittelbeschaffung ausnahmslos auf regresslosen Forderungsverkäufen mit je nach Vertragsform entsprechend bilanzentlastendem Charakter. In geringem Umfang bestanden zum Stichtag noch mit Eigenmitteln finanzierte Forderungen. Diese resultierten aus Forderungen, die temporär zu Abwicklungszwecken zurückgenommen wurden oder bereits vor Abverkauf keine Eignung mehr für einen Forderungsverkauf aufwiesen.

Die Steuerrückstellungen waren zum Stichtag zu erhöhen, da aus der Anlaufphase der Gesellschaft resultierende steuerliche Verlustvorträge im Vorjahr vollständig aufgebraucht wurden. Sonstige Rückstellungen resultierten vorrangig aus der Vorsorge für im Folgejahr zahlbare Sonderzahlungen an Mitarbeiter. Ein weiterer wichtiger Teil der Sonstigen Rückstellungen entfällt auf die Risikovorsorge der Gesellschaft für verkaufte Forderungen im Rahmen von Erstverlusthaftungen. Diese werden unverändert gegenüber Vorjahr als ökonomisches Äquivalent zu Pauschal- wie auch Einzelwertberichtigungen auf Grundlage des gesellschaftsinternen, vertragsindividuellen Loss-Given-Default-Ansatzes ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahresultimo konnte diese Position wieder abgebaut werden.

Die Liquiditätsschöpfung der Gesellschaft zeigte sich stetig positiv. Hier profitierte die Gesellschaft von einer Teilfreisetzung von gebundenen Mitteln aus der barbesicherten Erstverlusthaftung der ab Jahresmitte in Amortisation befindlichen Finanzierungsstruktur und den erfolgten Reallokationen aus diesem Bestand. Selbstverständlich kam die Gesellschaft auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit vollständig und termingerecht nach. Im Rahmen von Refinanzierungsverträgen vereinbarte Financial Covenants wurden beachtet und jederzeit eingehalten. Bestehende Sicherungsinstrumente aus dem strukturierten Refinanzierungsprogramm mussten im Laufe der Berichtsperiode nur in teilweisem Umfang temporär beansprucht werden und wurden im Zuge der Revolvierung vertragsgemäß wieder angereichert.

5. Vermögenslage

Das Bilanzbild der Gesellschaft ist infolge des anhaltend hohen Mietkaufanteils in Verbindung mit einer ausschließlichen Refinanzierung im Wege des Forderungsverkaufs überschaubar. Das Leasingvermögen stellt die maßgebliche verbleibende Position der Aktiva dar. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich diese Position um 4,7%. Rückflüssen aus überwiegend planmäßigen Abschreibungen und Abgang bei planmäßiger wie auch vorzeitiger Vertragsbeendigung standen nicht im gleichem Umfang Zugänge aus dem generierten Neugeschäft entgegen. Das Leasingvermögen wird in handelsrechtlicher Betrachtung in Orientierung am Amortisationsprofil der ihnen zugrundeliegenden Leasingverträge abgeschrieben. Hier ergeben sich somit Inkongruenzen zur steuerlichen Perspektive.

Das Mietkaufgeschäft der Gesellschaft ist dagegen nur in der kurzen Phase der Vorfinanzierung bis zum Forderungsverkauf in der Bilanz der Gesellschaft visibel. Aus diesem Teil des Geschäfts ist folglich nur eine marginale Teilmenge zum Stichtag noch bilanzrelevant und entfällt überwiegend auf Verträge in Vorfinanzierung oder in Ingangsetzung. Ferner sind hier wenige Forderungen beinhaltet, die sich in der Anbahnung als nicht absetzbar herausgestellt haben und dauerhaft auf dem Buch der Gesellschaft gehalten werden. Diese zeigen sich in den Kundenforderungen. Da die Gesellschaft regelmäßig vor Ultimo eines Monats sämtliche aktivierte und refinanzierungsfähigen Forderungen absetzt, ergibt sich zu den Stichtagen hier üblicherweise nur ein geringfügiger Bestand.

Verträge in laufender Ingangsetzung, z.B. aus Teilauszahlungsabwicklung, fließen in die Position Sonstige Vermögensgegenstände ein. Im Stichtagsvergleich erhöhte sich dieser Posten gegenüber dem Vorjahr.

Die aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände beziehen sich wie in Vorjahren schwerpunktmäßig auf die Kernanwendung der Gesellschaft, die durch ein Schwesterunternehmen in enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft auch im Berichtsjahr weiterentwickelt wurde und deren anteilige Erweiterungskosten fortlaufend aktiviert wurden, ohne allerdings den Gesamtabschreibungszeitraum dabei weiter auszudehnen. Alle eigengenutzten Sachanlagen werden auf Basis der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die leichte Ausweitung der Forderungen an Kreditinstitute war auf deutlich erhöhte Betriebsmittel als Folge der stetigen Liquiditätsschöpfung aus dem laufenden Geschäft der Gesellschaft zurückzuführen. Die mit Sicherungsrechten Dritter belegten Kontoguthaben als Teilmenge dessen reduzierten sich hingegen gegenüber dem letzten Jahresultimo.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Die systematische Steuerung von Risiken ist eine der zentralen Anforderungen an die Geschäftstätigkeit als Finanzierungsdienstleister. Zielsetzung ist es hierbei, alle maßgeblichen Risiken zu identifizieren, zu kontrollieren, nach Möglichkeit zu reduzieren sowie existenzgefährdende Risiken mit hoher Sicherheit zu vermeiden und dadurch die Risikotragfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Dieses Risikomanagement hat die Gesellschaft unter Beachtung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) zu organisieren. Die Gesellschaft hat hierzu in konsequenter und konsistenter Ableitung aus der Geschäftsstrategie eine Kredit- und eine Risikostrategie sowie eine IT-Strategie erarbeitet und in der Berichtsperiode turnusgemäß unter Einbeziehung sämtlicher Fachbereiche überprüft und bei Bedarf verfeinert und aktualisiert. In Ergänzung führt sie inzwischen auch eine dezidierte Nachhaltigkeitsstrategie als weitere Teilstrategie, die sie in Abstimmung mit den weiteren Strategieinhalten implementiert hat und fortlaufend weiterentwickelt. Diese Strategien stellen den grundsätzlichen Rahmen für die Identifizierung, Bemessung und das Management von Risiken dar. Hierdurch soll in ganzheitlicher Sicht die Grundlage für ein einheitliches Risikoverständnis in der Organisation und eine unternehmensweite Risikokultur geschaffen und erhalten werden.

Ausgangspunkt der turnusgemäßen Überarbeitung war zunächst eine umfängliche Bestandsaufnahme zur Identifizierung aller maßgeblichen Risiken, die sodann strukturiert und systematisch gruppiert wurden, um ihnen abschließend eine Einschätzung zu Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotential zuzuweisen. In einem nächsten Schritt wurden geeignete Gegenmaßnahmen zur Begrenzung, Vermeidung, Abwälzung oder Verminderung von Risiken auf Ebene jeder Risikoart definiert und die Effekte auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotential hin bewertet. Im Ergebnis wurden die wesentlichen Risikoarten für die Gesellschaft identifiziert. In der letzten Prozessstufe hat die Gesellschaft geeignete Frühwarnindikatoren und Messverfahren sowie Zuständigkeiten zum Management dieser Risiken definiert. Im Rahmen des Gesamtprozesses wurden in explizit gesonderter Herangehensweise auch nachhaltigkeitsrelevante Aspekte untersucht und in allen Prozessstadien einbezogen.

Die Überarbeitungen des abgelaufenen Jahres betrafen im Wesentlichen Ableitungen aus den erfolgten Richtungsentscheidungen einschließlich den Wechselwirkungen für die zukünftige Refinanzierung der Gesellschaft. Verfeinerungen erfolgten überdies im Sinne einer Nachschärfung der Dokumentation im Bereich der IT-Strategie. Ferner erfuhr auch die Nachhaltigkeitsstrategie eine weitere Verfeinerung. Gerade in diesem Bereich sieht die Gesellschaft auch eine wesentliche Entwicklungsaufgabe für die zukünftigen Perioden. Im Berichtsjahr wurden durch Bildung einer weiteren Systemschnittstelle zu einem externen Dienstleister unter anderem bereits organisatorische Vorbereitungen für eine Integration von adressindividuellen Nachhaltigkeitsaspekten in den Kreditvergabeprozess getroffen. Jenseits dessen gab es keine wesentlichen Veränderungen mit Durchwirkung auf die Kreditstrategie der Gesellschaft, auch wenn diese durch die temporär tolerierte weitgehende Monostrukturierung der Refinanzierung zeitweise wieder deutlich stärker fremdbestimmt in ihrem Annahmeverhalten war.

Bei der Risikostrategie wurde mit Blick auf die absehbaren Umfeldbedingungen das Personalrisiko nun auch insgesamt als weitere wesentliche Risikoart klassifiziert. Jenseits dessen kam es in den Bereichen der Kredit- und Risikostrategie im Zuge der turnusgemäßen Aktualisierung vorrangig zu Adjustierungen auf Grundlage der Erkenntnisse aus der bisherigen Geschäftstätigkeit oder mit Blick auf Veränderungen bei den regulatorischen Vorgaben. Ferner spielte die stärkere Vernetzung der Teilstrategien unter Nachhaltigkeitsaspekten eine wesentliche Rolle in der Überarbeitung der Gesamtstrategie.

Über die Gesamtverantwortung der Organisation für das Risikomanagement im Allgemeinen hinaus sind spezifische Primärverantwortlichkeiten im Management wesentlicher Risiken insbesondere in der Geschäftsführung, der Kreditabteilung, der Compliance-Funktion bzw. dem Beauftragtenwesen und dem Controlling, hier vor allem dem Risikocontrolling, angesiedelt. Hier gab es in der Berichtsperiode keine Veränderungen.

Flankiert wird die im Regelfall einzelfallorientierte Risikosteuerungsfunktion der Kreditabteilung durch ein schwerpunktmäßig portfolioorientiertes Controlling. Die zentralen Berichterstattungs- und Analyseinstrumente blieben im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr unverändert, wenngleich es im Zuge der stetigen Organisationsentwicklung zu vielfältigen Optimierungen im Detail kam. Die Gesellschaft unterzieht ihr Portfolio regelmäßigen Analysen und berichtet über die Ergebnisse unter anderem im Rahmen umfassender Portfolio-Reports. Ferner ermittelt sie monatlich ausgehend von der Substanzwertrechnung als Risikodeckungspotential in Gegenüberstellung zu den Risikoquantifizierungen ihre Risikotragfähigkeit in enger Anlehnung an die Anwendungshinweise des BDL. Das regelmäßige Berichtswesen wird quartalsweise außerdem durch ausführliche Berichte des Managements und des Risikocontrollings ergänzt. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche weitere Detailberichte und Standardanalysen, primär für gesellschaftsinterne Adressaten, erstellt.

Unter den wesentlichen Risikoarten ist unverändert das Adressausfallrisiko als das vordringlichste aber auch geschäftsmodelltypische Risiko für die Gesellschaft zu sehen. Unter dem Oberbegriff des Adressausfallrisikos subsumiert die Gesellschaft als wesentliche Risikoarten unverändert insbesondere Ausfall- und Betrugsrisiken durch Kunden einschließlich des Risikos von Unterschlagung und Betrug sowie die potentielle Gefahr von Risikokonzentrationen durch Klumpenbildung im Portfolio. Teilweise kommt es hier zu einer definitorischen Überdeckung mit operationellen Risiken. Die Gesellschaft erfasst diese jedoch in Analogie und Konsistenz zu den Vorjahren bewusst weiterhin mit unter dem Adressausfallrisiko, auch mit Blick auf die Primärzuständigkeit in der Kreditabteilung als verantwortliche Steuerungsinstanz der Organisation für diese kunden- bzw. bonitätsinduzierten Risiken, und die Kreditstrategie als Rahmenwerk zur Behandlung dieser Risiken.

Die Bemessung von Adressausfallrisiken erfolgt im Rahmen des Kreditentscheidungsprozesses weiterhin fallindividuell über eine loanto-value-Betrachtung für ausnahmslos jeden Vertrag. Hierüber ist die Gesellschaft in der Lage, die Risikoposition in jedem Engagement zu jedem Zeitpunkt klar zu quantifizieren und auf Basis dessen sachgerechte Risikoentscheidungen zu treffen. In der Aggregation dieser Informationen kann die Gesellschaft zügig auch portfoliobezogen sehr fundierte Risikoeinschätzungen sowohl stichtagsbezogen als auch im Verlauf erzeugen. Sie bildet damit auch die Grundlage der LGD-Kalkulation zur Bestimmung des erwarteten Verlusts. Dieser fallindividuelle Ansatz wird zudem um eine Systematik zur bedarfsorientierten aggregierten Anpassung von Objektwertverläufen mittels einer Indexierung in laufenden Verträgen ergänzt, ohne dabei die Individualität der initialen Evaluierung zu konterkarieren. Diese Methodik wurde auch im Berichtsjahr konsistent und unverändert beibehalten.

Als ein zentrales Instrument zur Relativierung von Ausfallrisiken versteht die Gesellschaft neben einem hochqualitativen Kreditprüfungsprozess insbesondere die Diversifizierung ihres Portfolios und hier vornehmlich die Vermeidung von Konzentrationen auf Ebene von Kunden bzw. Kreditnehmereinheiten. Mit inzwischen weitgehend gegebener Durchalterung stellt sich das Portfolio der Gesellschaft inzwischen breit verteilt und zunehmend homogenisiert dar. Die Diversifizierungsmaßzahl und die Analyse der Spitzenkonzentrationen sind regelmäßiger Bestandteil der Portfolioüberwachung und des diesbezüglichen Reportings. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten bei Vertragsingangsetzung als ein wesentlicher Indikator für die Eingangsqualität des Neugeschäfts bewegten sich gemessen anhand der Angaben der Creditreform auch in dieser Berichtsperiode klar unterhalb des Bundesdurchschnitts. In zunehmend schwierigem Marktumfeld konnte der Abstand auf den Durchschnitt sogar abermals weiter verbessert werden. Insgesamt ist aber auch im Bestand der Gesellschaft zum Jahresende hin eine Trendumkehr feststellbar. Ebenso weist das Portfolio weiter anhaltend niedrige Blankopositionen auf, so dass sich der kalkulatorische Erwartete Verlust (expected loss) auf sehr niedrigem Niveau bewegt. Die tatsächlich schlagend gewordenen akkumulierten Risiken liegen in der retrospektiven Betrachtung sogar nochmals deutlich niedriger. Dieser Trend konnte auch im Berichtsjahr fortgesetzt werden und die realisierten Risikoaufwendungen in saldierter Betrachtung weiter marginalisiert werden. Die Gesellschaft sieht hierin vor allem einen Ausfluss ihrer klar fokussierten Kerngeschäftsfeldstrategie und der einhergehenden Kompetenzbündelung entlang der gesamten Prozesskette.

Aufgrund der nahezu vollständigen Refinanzierung der Gesellschaft durch true-sale-basierte Fundinginstrumente werden Delkredererisiken regelmäßig auf die Refinanzierungspartner übertragen und beschränken sich in der Folge allenfalls auf definierte Erstverlustpositionen in Orientierung am erwarteten Verlust des Portfolios. Auch wenn es der Selbstanspruch der Gesellschaft ist, seine Refinanzierungspartner im Rahmen der eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten bestmöglich schadenfern zu halten, besteht hierin letztlich im Extremfall ein wesentliches Risikominderungsinstrument. Im Berichtsjahr wurde der Umfang der Erstverlusthaftungen als Folge von Umplatzierungstransaktionen und Verschiebungen in der Mittelbeschaffung zudem abgebaut.

Alle gesellschaftsindividuell definierten, risikobezogenen Indikatoren blieben in der Berichtsperiode weiter deutlich unterhalb der risikostrategisch definierten Schwellenwerte. Die Rücklastschriftquote als ein wesentlicher Performance-Indikator entwickelte sich über das Gesamtjahr innerhalb üblicher Bandbreiten. Lediglich zum Jahresende zeigte sich eine leichte Trendumkehr ausgehend von allerdings sehr niedrigem Niveau ab. Überdies erreichte die Gesellschaft durch stringentes Forderungsmanagement auch weiterhin eine kurze durchschnittliche Betreibungsdauer. Die Selbstzahlerquote wurde wieder zunehmend bedeutungslos und konnte inzwischen weitgehend marginalisiert werden. Die ohnehin starke Recovery-Quote der Vorperioden konnte im Berichtsjahr in günstigem Marktumfeld auf den relevanten Sekundärmärkten weiter verbessert werden und liegt damit signifikant oberhalb der Planannahmen. Wie schon im Vorjahr konnte sie in der Alleinbetrachtung der abgeschlossenen Verwertungsfälle des Berichtsjahres deutlich oberhalb der 100%-Marke gehalten werden. Insgesamt bewegten sich die effektiven Verluste seit Neugründung in 2017 in akkumulierter und saldierter Betrachtung weiter auf äußerst niedrigem Niveau. Hier konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine weitere Marginalisierung erzielt werden.

Zinsänderungsrisiken als Teil des Marktpreisrisikos ist die Gesellschaft grundsätzlich nur in marginalem Umfang ausgesetzt, da diese regelmäßig auf die zumeist sehr kurze Vorfinanzierungsphase beschränkt bleiben. Die abgeschlossenen Finanzierungsverträge werden unverändert ausnahmslos fristenkongruent mit entsprechender Zinsfestschreibung refinanziert und sehen gegenüber dem Leasingnehmer gleichfalls keine variable Zinsvereinbarung vor. Jenseits dessen ist die Gesellschaft diesen Risiken nur in der Anbahnungsphase zwischen erfolgter Vertragsannahme und tatsächlicher Aktivierung mit endgültiger Refinanzierung ausgesetzt, wobei dieses Risiko im Bedarfsfall auf Grundlage entsprechender Anpassungsklauseln kompensiert werden kann. Davon machte die Gesellschaft in der Berichtsperiode weiterhin Gebrauch, um in einem Umfeld mit erhöhter Volatilität der Zinsmärkte die Rohzinsmargen zu stabilisieren, was in der Berichtsperiode auch gelang.

Betrugs- und Unterschlagungsrisiken begegnet die Gesellschaft durch ein strenges KYC-Prinzip und die sorgsame Auswahl ihrer Kooperationspartner und Lieferanten. Flankierend setzt sie diverse Instrumente zur anlassbezogenen wie auch fortlaufenden Bonitätsüberwachung in Bezug ihre Vertragspartner ein.

Marktpreisrisiken betreffen die Gesellschaft vorrangig über das Objektwertrisiko, welches folglich auch als eine weitere wesentliche Risikoart bewertet wird. Dies gilt umso mehr, als dass die Gesellschaft dem Objektwert über den loan-to-value-Ansatz einen besonders zentralen Stellenwert in der Risikoquantifizierung beimisst. Sie hat sich daher in ihren Kredit- und Risikosteuerungsprozessen operativ, prozessual und Know-how-seitig in besonderer Weise darauf fokussiert. Dementsprechend besteht innerhalb der Organisation ein besonderes Bewusstsein für den Umgang und die Bewertung dieser Risiken in den definierten Kerngeschäftsfeldern. Neben dem fortlaufenden Aufbau und der Förderung interner Kompetenzen, Erfahrungswerte und Datensammlungen reichert die Gesellschaft ihr Know-how zudem durch den Zugriff auf zahlreiche externe Informationsquellen in Form von Datenbanken, Bluebooks, Marktplatzdaten und ein Netzwerk von Experten und Sachverständigen an.

Branchentypische Refinanzierungsrisiken geht die Gesellschaft grundsätzlich aktiv nicht ein. Diese Risiken betreffen sie daher nur in sehr begrenztem Umfang. Die Gesellschaft trifft prinzipiell keine ungedeckten Finanzierungszusagen, sondern stellt vor jeder Einzelzusage über bestehende vertraglich definierte Eignungskriterien, den vernetzten Kreditprozess mit der Hauptgesellschafterin oder durch Einholung von fallindividuellen Genehmigungen Dritter mindestens eine gleichlautende Refinanzierungsindikation bzw. - zusage sicher. Das durch die Gesellschaft zu tragende Refinanzierungsannahmerisiko, welches aus negativen Bonitätsänderungen im Zeitraum zwischen erfolgter Vertragsannahme durch die Gesellschaft und dem Beginn der Refinanzierung resultiert, ist daher grundsätzlich auf die überschaubar kurze Phase der Anbahnung bzw. Vorfinanzierung beschränkt. Im Berichtszeitraum ergaben sich hier entsprechend weiter nur überschaubare Fallzahlen, aus denen zudem bislang aber auch keine tatsächlichen Ausfälle resultierten, so dass sich ein Schaden lediglich auf gegebenenfalls erhöhte kalkulatorische Risikokosten und Eigenmittelbindung beschränkte.

Mit den verfügbaren Refinanzierungsinstrumenten war die Gesellschaft im Berichtszeitraum auch nach strategischer Neuordnung jederzeit in der Lage, eine bedarfsgerechte Mittelversorgung für die Darstellung des aufgebrachten Neugeschäfts sicherzustellen. Bis zur Finalisierung der angestrebten strukturellen Veränderungen fokussiert sich die Gesellschaft in Abstimmung mit ihrer Hauptgesellschafterin übergangsweise auf eine gruppeninterne Mittelversorgung. Eine Neuordnung für die Zukunft wird dann mit Projektabschluss angestrebt.

Innerhalb ihres operativen Kernprozesses ergab sich durch die Möglichkeit eines jederzeitigen bedarfsorientierten Mittelabrufs sowohl gruppenintern wie auch bis zur Jahresmitte noch gegenüber der bestehenden Refinanzierungsstruktur kein erhöhtes Liquiditätsrisiko, da der Verkauf von Forderungen vollständig nach Mittelbedarf gesteuert werden konnte und keines organisatorischen Vorlaufs bedurfte. Dem Liquiditätsmanagement wird unverändert eine besondere Bedeutung beigemessen. Die Steuerung der Liquidität ist für jedes Unternehmen mit beschränkten Ressourcen eine der zentralen Herausforderungen der allgemeinen Unternehmensführung. Die Gesellschaft differenziert hierbei zum einen den Strang der Liquidität für das operative Kerngeschäft, resultierend aus Vorfinanzierung und Refinanzierung und zum anderen klar abgegrenzt den der eigentlichen Betriebsmittel der Gesellschaft, die vorwiegend aus den Überschüssen des erstgenannten Strangs gespeist werden.

Die Gesellschaft überwacht ihre Liquiditätslage unverändert durch regelmäßig aktualisierte 13-Wochen-Vorschau-Rechnungen in Ergänzung zur allgemeinen Unternehmensplanung, sowie Plan-Ist-Abweichungsanalysen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft aus ihrem operativen Prozess heraus stetig in ausreichendem Umfang positive Liquiditätsbeiträge schöpfen und somit eine hinreichende Liquidität der Gesellschaft jederzeit sicherstellen. Im Stichtagsvergleich wurden die freien Betriebsmittel erneut deutlich ausgeweitet. Kreditmittel mussten wie in den Vorjahren zu keinem Zeitpunkt beansprucht werden. Die Gesellschaft verfügte jederzeit über ausreichende liquide Mittel, um ihren Zahlungsverpflichtungen stets vollständig und termingerecht nachzukommen. Im Rahmen der bestehenden Refinanzierungsstruktur hat die Gesellschaft sich ferner vertraglich verpflichtet, definierte Covenants in Bezug auf ausgesuchte Bilanzrelationen und Kennzahlen zu beachten. Diese waren in der Berichtsperiode ebenso wie in den Vorjahren durchgängig eingehalten und die erforderlichen Nachweise hierzu wurden termingerecht erbracht.

Unter operationellen Risiken versteht die Gesellschaft die Gefahr von Verlusten, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen interner Verfahren, von Menschen und Systemen ergeben oder infolge externer Ereignisse eintreten. Dieses Risikofeld untergliedert sie dementsprechend in Rechtsrisiken, Prozessrisiken, Systemrisiken, Personenrisiken und Risiken aus externen Ereignissen. Die Gesellschaft versteht Qualität und Sensibilisierung als zentrale Präventionsinstrumente zur Vermeidung oder Reduzierung von solchen operationellen Risiken. Die permanente Verbesserung und Weiterentwicklung der Organisation, der verfügbaren Ressourcen und der Prozessabläufe wird gerade auch mit Blick auf das noch immer recht junge Unternehmensalter und die überschaubare Organisationsgröße als fortlaufende Entwicklungsaufgabe verstanden, die neben der Primärverantwortung auf Leitungsebene auch durch jeden einzelnen Mitarbeiter mitverantwortet wird. Operationellen Risiken beugt die Gesellschaft dementsprechend insbesondere durch qualifiziertes und sorgfältig ausgewähltes Personal vor. Standardisierte Prozesse und strukturierte elaborierte Kontrollhandlungen reduzieren etwaige operationelle Risiken im Bereich Verität und Betrug. Mit Blick auf die inzwischen vorangeschrittene Organisationsentwicklung in Verbindung mit der langjährigen Berufserfahrung der Schlüsselmitarbeiter schätzt die Gesellschaft die diesbezüglichen Risiken weiter als nicht wesentlich ein.

Betriebs- und Katastrophenrisiken werden aufgrund der gewählten IT-Infrastruktur mit redundantem Serverbetrieb und umfassenden Sicherungsmaßnahmen im Rechenzentrum sowie einem grundsätzlich leistungsfähigen Support des externen Dienstleisters in Verbindung mit den dezentralen Zugriffsmöglichkeiten und durchgängig mobil angelegten Arbeitsplatzausstattungen ebenso als nicht wesentlich eingestuft. Die Gesellschaft hat überdies einen strukturierten Notfallplan entwickelt, der im Bedarfsfall den Informationsfluss und dezentralen Notfallbetrieb definiert. Ferner sind entsprechende Risiken im üblichen Umfang umfassend versichert. Vor dem Hintergrund der getroffenen Maßnahmen und Strukturen ergibt sich aus Sicht der Gesellschaft auch hier kein wesentliches Risiko.

Rechtsrisiken reduziert die Gesellschaft durch den Einsatz standardisierter Verträge und Formulare, die in enger Zusammenarbeit mit renommierten Juristen entwickelt wurden und bei Bedarf angepasst werden. Ferner hat sie über ihre Verbandsmitgliedschaft direkten Zugang zu relevanten Informationen auch bei veränderter Sachlage.

Der Compliance-Funktion wird in der Gesellschaft ein hoher Stellenwert beigemessen. Sie ist dementsprechend organisatorisch prominent angesiedelt und ressourcenseitig ausreichend besetzt. Insgesamt ergibt sich somit auch auf dieser Ebene kein als wesentlich einzustufendes Risiko für die Gesellschaft. Fehlerfälle, Forderungsausfälle und Verluste aus schlagend gewordenen Risiken werden strukturiert erfasst und im Rahmen einer umfassenden Analyse regelmäßig unter Einbezug der operativ Verantwortlichen gemeinsam mit der Geschäftsführung etwaige Handlungs- bzw. Änderungsnotwendigkeiten identifiziert. Der hohe Druck durch die frequenten und immer engmaschigeren Neuerungen in der Regulierung mit einhergehender Vielzahl von zusätzlichen und detaillierten Mindestanforderungen stellt gerade kleinere Organisationen vor stetige Herausforderungen.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung liegen auch in ganzheitlicher Betrachtung zum Ablauf der Berichtsperiode weiter keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken und in Zusammenfassung auch kein Gesamtrisiko vor, welches den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Außergewöhnliche Schadenereignisse von signifikanter Größenordnung waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zu beklagen. Mit Blick auf die Thesaurierung der zunehmenden Überschüsse der letzten Perioden konnte die Resilienz der Gesellschaft gesteigert werden. Im Falle von Fehlbeträgen in der Zukunft könnte die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft erodieren und auch mit Blick auf die diesbezüglich zu beachtenden Covenants Eigenkapitalzuführungsbedarf auslösen. Das Risiko konnte in den letzten Jahren aber merklich reduziert werden. Überdies hatte die Hauptgesellschafterin für den Bedarfsfall in der Vergangenheit wiederholt ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Stützung signalisiert. Wie schon im Vorjahr wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Blick auf die auskömmliche Ertragslage der Gesellschaft und weitere Planung zunächst keine Notwendigkeit gesehen, diese Zusage erneuern zu lassen. Um den geplanten Wachstumskurs der Gesellschaft nachhaltig realisieren zu können, bleibt unverändert die perspektivische Hinzugewinnung weiterer Refinanzierungsquellen oder andere Maßnahmen zur Sicherstellung einer adäquaten Mittelbeschaffung unabdingbar. Hierbei muss in der aktuellen Gesellschafterstruktur stets auch die gruppenbezogene Betrachtung Berücksichtigung finden, die mit Blick auf die Eigenmittelregulierung als stark limitierender Faktor wirkt und zu einem spezifischen Anforderungsprofil an die Ausgestaltung geeigneter Refinanzierungsinstrumente führt. Durch die eingeleiteten Maßnahmen für eine strukturelle Veränderung der Gesellschaftersituation wird absehbar eine Eliminierung dieses Entwicklungsrisikos erwartet. Sollte dieses Projekt entgegen derzeitiger Erwartung nicht zu einem positiven Ergebnis geführt werden können, würde dies eine deutliche Nachsteuerung gegenüber der bestehenden Planung in enger Abstimmung mit der aktuellen Hauptgesellschafterin erfordern. Gleichsam erfolgskritisch für eine erfolgreiche Expansion bleibt sodann die Erweiterung der Personalausstattung insbesondere im Marktbereich.

Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr bei moderatem Auslastungsgrad mit weiterhin komfortablen Puffern jederzeit klar gegeben und nicht gefährdet, auch wenn der Auslastungsgrad im Stichtagsvergleich trotz einer gestärkten Substanz aufgrund von Anpassungen auf die ökonomische Perspektive sowie die Einbeziehung des Migrationsrisikos geringfügig höher ausfiel.

2. Chancen

Auf Grundlage ihrer fokussierten geschäftsstrategischen Ausrichtung versteht sich die Gesellschaft auch weiterhin als spezialisierter Nischenanbieter und sieht ihre Alleinstellungsmerkmale insbesondere in einer ausgeprägten Produkt- und Objektexpertise, die ihr in besonderer Weise das Ausschöpfen der Produktchancen der objektorientierten Leasing- und Mietkauffinanzierung erlauben. Gleichermaßen zeichnen sie eine starke Kunden- und Vendorenorientierung durch persönliche Betreuung mit einem hohen Maß an Zuverlässigkeit, Individualität und Flexibilität aus. Kurze Prozessdurchlaufzeiten dank schneller Entscheidungswege mit ausgeprägter Reagibilität mündend in hoher Entscheidungsgeschwindigkeit zeichnen die Gesellschaft hierbei besonders aus.

Mithin erreicht die Gesellschaft eine Differenzierung im Wettbewerb dementsprechend weniger über das Produkt an sich oder dessen Eigenschaften oder Bepreisung, sondern vielmehr über die Qualität der Erbringung der einhergehenden Dienstleistung und dessen praktischer Umsetzung und Abwicklung für ihre Kunden und Kooperationspartner. Das Unternehmen zehrte hierbei wie schon in den Vorjahren von einer existenten, teils langjährig bestehenden Bestandskundenbasis als wesentlichem Erfolgsfaktor.

Ein primärer Erfolgstreiber liegt in diesem Kontext im leistungsstarken, qualifizierten und langjährig branchenerfahrenen Personal auf der Markt- wie auch der Marktfolgeseite der Gesellschaft. Gerade über das Kernteam verfügt die Gesellschaft über langjährig etablierte Kunden- und Vendorenbeziehungen als Fundament des vertrieblichen Erfolgs. Es bleibt Zielsetzung der Gesellschaft in zunehmenden Umfang ergänzend dazu strukturierte Vertriebskooperationen hinzuzugewinnen, die über einzelpersonenbezogen geprägte Beziehungen hinausgehen. Entwicklungschancen ergeben sich somit neben der klassischen Neukundenakquisition insbesondere aus der weiteren Aktivierung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit Vendoren und Multiplikatoren. Insgesamt wird hierin noch erhebliches Zuwachspotential gesehen. Zudem bleibt es eine der zentralen Zielsetzungen, das Neugeschäftsvolumen endogen durch eine Homogenisierung der Vertriebsleistung weiter zu steigern. Ergänzend strebt die Gesellschaft wie gehabt weiteres Wachstum aber insbesondere auch durch die Hinzugewinnung von weiterem qualifizierten Vertriebspersonal an. Flankierend wird sie auch zukünftig weiter gezielt das Netzwerk an Multiplikatoren über die Hinzugewinnung ausgewählter Adressen ausbauen.

Die Gesellschaft bewegt sich trotz anhaltend intensivem Wettbewerb in einem langfristig weiterhin grundsätzlich als prosperierend zu bezeichnenden Branchenumfeld, welches sich auch in den vergangenen Jahren positiv von der klassischen Bankenbranche abheben konnte. Mittelfristig bietet der deutsche Leasingmarkt weiter überdurchschnittliches Entwicklungspotential allein durch eine stärkere Penetrationsrate bei der Finanzierung des gesamtwirtschaftlichen Investitionsbedarfs. Gerade aus der erforderlichen Transformation zu einer nachhaltigeren Gesamtwirtschaft und dem resultierenden erheblichen Investitionsbedarf in der Transitionsphase werden sich auch längerfristig additionale Marktchancen insbesondere für die Leasingbranche entfalten.

Die Zielbranchen in den definierten Kerngeschäftsfeldern versprechen in der Langfristbetrachtung zugleich weiterhin solide Wachstumsaussichten, folgen dabei im Regelfall aber trotz teilweiser inhaltlicher Nähe voneinander unabhängigen Konjunkturzyklen. Durch die erfolgte Erweiterung dieses Ansatzes kann die Gesellschaft sich absehbar weitere Potentiale erschließen und ihr Geschäftsmodell weiter verstetigen, ohne dabei den strategischen Kern zu verwässern.

Kurzfristig dürften trotz derzeitiger Eintrübung der Wachstumsraten der deutschen Volkswirtschaft noch immer über Nachholeffekte bei den Ausrüstungsinvestitionen Chancen erwachsen. Im Verlauf des Jahres wird zudem eine moderate konjunkturelle Belebung erwartet, die in einer wieder zunehmenden Investitionsbereitschaft der Kunden münden sollte. In längerfristiger Sicht bietet der technologische Wandel, aktuell auch insbesondere in der Breite getrieben von Nachhaltigkeitsbestrebungen und Digitalisierungsnotwendigkeiten, mit einhergehend hohem Investitionsbedarf in den kommenden Jahren ein großes Potential für weiteres Wachstum der Leasinganbieter. Die Gesellschaft begrüßt diese Entwicklungen und beabsichtigt sich hier entsprechend auch weiterhin als verlässlicher Lösungsanbieter zu positionieren.

Die von flachen hierarchischen Strukturen geprägte und äußerst schlank gehaltene Aufbauorganisation der Gesellschaft sorgt für eine hohe Kosteneffizienz, begrenzt aber in Drucksituationen im Umkehrschluss auch die Möglichkeit für die Realisation weiterer Einsparungen. Derzeit sieht die Gesellschaft gerade in der Marktfolge-Organisation noch deutliche Potentiale, sich über Prozessoptimierungen und fortschreitende Digitalisierung weiter zu hebeln und mit bestehendem Team auch höhere Stückmengen bewältigen zu können. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal wird hier auch in der individualisierten Anwendungsentwicklung aus der engen Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen flc solutions GmbH gesehen. Im Ergebnis verfügt die Gesellschaft mit weiter voranschreitender Fortentwicklung über eine besonders leistungsfähige und prozessstützende sowie vollständig bedarfsorientierte Hauptanwendung, die die Realisierung der angestrebten Alleinstellungsmerkmale optimal flankiert und zugleich ein hohes Maß an erforderlicher Flexibilität bei Prozessveränderungen gewährt.

Insgesamt sieht die Gesellschaft Chancen für die kommenden Geschäftsjahre auf eine deutliche Steigerung des Neugeschäfts und damit einhergehend eine Ausweitung ihrer Marktposition als möglich an, sofern die erforderlichen zusätzlichen Refinanzierungsmittel oder alternative Lösungsansätze aus den laufenden Prozessen heraus zur Umsetzung gebracht werden können. Die letzten Geschäftsjahre zeigten jedoch grundsätzlich auch die Fähigkeit der Gesellschaft, sich auf abweichende Wachstumsgrößen hin kurzfristig auszurichten zu können und auf Rückschläge agil zu reagieren, ohne die Aufbauorganisation schwächen zu müssen.

Die Gewinnung von qualifiziertem Personal, gerade auch auf der Marktseite sieht die Gesellschaft als weiteren Schlüsselfaktor für den weiteren Wachstumskurs und beabsichtigt vor diesem Hintergrund im angelaufenen Geschäftsjahr ihre diesbezüglichen Aktivitäten abermals zu intensivieren, um die sich abzeichnenden Marktchancen perspektivisch auch für sich nutzen zu können.

Die strategische und prozessuale Grundausrichtung der Gesellschaft ermöglicht nach Einschätzung der Geschäftsleitung auf Basis der verfügbaren Ressourcen die dauerhafte Realisierung kompetitiver Vorteile in der Rolle als herstellerunabhängiger Nischenanbieter mit einer ausgeprägten Schwerpunktsetzung auf die persönliche Serviceerbringung.

3. Prognosebericht

Die Gesellschaft ist mit deutlich erodiertem Vorlauf an genehmigtem und kontrahiertem Geschäft in das neue Geschäftsjahr gestartet, so dass ein verhaltener Jahresauftakt in Umsatz und Ertrag erwartet wird. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen zeigen sich gleichfalls schwierig. Zudem ist der Fortgang der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft in starkem Maße vom erfolgreichen Abschluss des laufenden Projekts zur Veränderung der Gesellschafterstruktur abhängig zu machen. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung schreitet das Projekt planmäßig voran und lässt eine weitgehend plankonforme Umsetzung erwarten. Hieraus erwartet die Gesellschaft sodann deutliche Impulse für einen forcierten Wachstumskurs und eine Stärkung der Positionierung im Wettbewerb.

Gemäß ihrer Planung sieht die Gesellschaft ausgehend von einer Seitwärtsbewegung dennoch mit gebotener Vorsicht erst zum Jahresende eine merkliche Belebung und plant entsprechend konservativ mit einem leicht rückläufigen Ergebnis bei moderater Umsatzsteigerung. Bei Ausbleiben der angestrebten Strukturänderung ergäbe sich ein deutliches Abweichungspotential. Hier wäre die weitere Unternehmensentwicklung in hohem Maße von den längerfristig verfügbaren gruppeninternen Refinanzierungsmöglichkeiten abhängig zu machen, was zumindest in einer deutlichen Adjustierung von Neugeschäft und Organisation zu münden hätte. Für das angelaufene Geschäftsjahr wäre in diesem Fall nur ein ausgeglichenes Ergebnis bei reduziertem Neugeschäft zu erwarten. Die Liquiditätslage bliebe allerdings auch in diesem Szenario für das Geschäftsjahr komfortabel.

Das unstete Marktumfeld als Folge globaler Krisenherde erschwert auch weiterhin belastbare Prognosen und sorgt für erhöhte Abweichungspotentiale. Trotz nachlassendem Inflationsdruck erwarten wir allenfalls moderat fallende Zinsen. Einer ausgeprägten Reagibilität kommt anhaltend eine besonders hohe Bedeutung zu, um sich bei Bedarf auch sehr kurzfristig einem hochdynamischen Umfeld anpassen zu können.

Für den Fall von deutlichen Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld und zur Impact-Analyse wurden überdies verschiedene alternative Planszenarien erstellt. Eine Bestandsgefährdung ist auf Grundlage der Planung im Base Case ebenso wie in einem alternativen Szenario, in das laufende Projekt zur Veränderung der Gesellschafterstruktur nicht erfolgreich zum Abschluss gebracht werden könnte, für das laufende Geschäftsjahr nicht abzusehen.

Im Falle einer weiteren Ausweitung der Kriegshandlungen in der Ukraine oder einer weiteren Eskalation anderer globaler Krisenherde, wie beispielsweise in Nordkorea, Israel oder Taiwan sind auch schwerwiegendere Folgewirkungen für das westliche Wirtschaftssystem weiterhin nicht gänzlich auszuschließen.

 

Essen, 12. April 2024

Oliver Suermann

Uwe Hinnersmann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Barreserve
Kassenbestand 447,05 447,05
2. Forderungen an Kreditinstitute
Täglich fällig 5.871.825,71 5.653.750,34
3. Forderungen an Kunden 1.104.826,34 944.939,77
4. Leasingvermögen 34.736.721,97 36.453.208,51
5. Immaterielle Anlagewerte 501.071,00 489.862,00
6. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.272,28 107.780,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände 1.795.685,83 1.721.115,50
8. Rechnungsabgrenzungsposten 69.654,27 82.481,92
44.215.504,45 45.453.585,09

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Täglich fällig 2.282.679,34 4.430.022,41
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Andere Verbindlichkeiten
Täglich fällig 1.385.738,58 801.648,72
3. Sonstige Verbindlichkeiten 517.711,68 401.794,66
4. Rechnungsabgrenzungsposten 36.275.584,67 36.531.253,34
5. Passive latente Steuern 0,00 25.000,00
6. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 476.964,00 363.750,00
b) Sonstige Rückstellungen 801.700,00 848.575,00
1.278.664,00 1.212.325,00
7. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 33.333,00 33.333,00
b) Kapitalrücklage 1.621.328,20 1.621.328,20
c) Bilanzgewinn 820.464,98 396.879,76
2.475.126,18 2.051.540,96
44.215.504,45 45.453.585,09
Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 1.170.611,97 1.745.442,25

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Leasingerträge 12.869.063,46 12.533.912,52
2. Leasingaufwendungen 1.132.416,12 1.351.050,75
11.736.647,34 11.182.861,77
3. Zinserträge 4.065.035,67 5.302.064,65
4. Zinsaufwendungen 325.103,72 243.078,45
3.739.931,95 5.058.986,20
5. Provisionsaufwendungen 831.044,70 1.049.838,45
831.044,70 1.049.838,45
6. Sonstige betriebliche Erträge 151.075,35 145.856,85
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.025.659,86 2.789.003,96
ab) Soziale Abgaben 499.900,16 450.739,29
3.525.560,02 3.239.743,25
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 1.280.838,17 1.267.945,52
4.806.398,19 4.507.688,77
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen 9.043.755,96 9.057.730,88
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 114.850,24 99.559,41
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 144.202,56 277.581,90
11. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 22.182,23 39.496,86
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 709.585,22 1.434.802,27
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 286.000,00 462.000,00
14. Jahresüberschuss 423.585,22 972.802,27
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 396.879,76 575.922,51
16. Bilanzgewinn 820.464,98 396.879,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die elf Leasing GmbH mit Sitz in Essen wird im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRB 28309 geführt.

Leasingunternehmen werden als Finanzdienstleistungsinstitute eingestuft, wenn sie als Leasinggeber im Sinne § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 Kreditwesengesetz (KWG) gewerbsmäßig Finanzierungsleasingverträge abschließen.

Die elf Leasing GmbH unterliegt damit als Finanzdienstleistungsinstitut der eingeschränkten Aufsicht der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsinstitute. Die eingeschränkte Aufsicht der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsinstitute beinhaltet im Wesentlichen die Anzeigepflichten nach § 14 KWG und § 24 KWG. Ein weiterer Schwerpunkt der Aufsicht liegt im Risikomanagement gemäß § 25a KWG.

B. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Der Jahresabschluss der elf Leasing GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften zur Rechnungslegung des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Im vorliegenden Geschäftsjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der §§ 340 ff. HGB und RechKredV angewendet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert.

Um den Besonderheiten des Leasinggeschäfts Rechnung zu tragen, ist die Bilanz um den Posten "Leasingvermögen" erweitert worden. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Posten "Leasingerträge" sowie "Leasingaufwendungen" aufgenommen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der §§ 246 ff. sowie §§ 264 ff. HGB ausgewiesen, soweit letztere nach § 340a HGB für anwendbar erklärt worden sind. Die besonderen Vorschriften der §§ 340 ff. HGB in Verbindung mit der RechKredV wurden beachtet.

Im Einzelnen waren dies:

Die Barreserve wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert aktiviert.

Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten bewertet und, sofern erforderlich, um notwendige Einzelwertberichtigungen vermindert.

Das Leasingvermögen wird mit den Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die jeweiligen Vertragslaufzeiten auf den gesicherten Restwert und betragen zwischen 1 und 10 Jahren.

Immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern ermittelt. Die angesetzten Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 12 Jahren.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der planmäßigen, linearen Abschreibungen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, bewertet. Die angesetzten Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 23 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 1.000,00 wurden in voller Höhe sofort abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 HGB für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die nach dem Bilanzstichtag Aufwand darstellen.

Latente Steuern wurden auf Basis des bilanzorientierten Temporary-Concepts gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, gegenüber Kunden und sonstige Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert; waren die Barwerte anzusetzen, wurden diese angesetzt.

Die bei der Forfaitierung von laufenden Leasingraten erhaltenen Kaufpreise (= Barwerte) sowie von Kunden erhaltene Leasingsonderzahlungen werden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und linear über die Grundmietzeit aufgelöst. Die bei der Forfaitierung von Restwertansprüchen aus Leasingverträgen erhaltenen Kaufpreise (= Barwerte) werden ebenfalls in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und über die Grundmietzeit auf den Nominalwert aufgezinst.

Sonstige Rückstellungen wurden zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Nicht vorhandene Gliederungen und Untergliederungen bzw. vorgeschriebene Vermerke gemäß der RechKredV wurden im Sinne § 265 Abs. 8 HGB nicht aufgeführt, sofern keine Jahreswerte auszuweisen waren.

Im Rahmen verschiedener bestehender Rahmenforderungskaufverträge verkauft die Gesellschaft regresslos Mietkauf- und Leasingverträge. Erträge aus dem Verkauf von Mietkaufverträgen werden unter Zinserträge ausgewiesen und im Jahr des Verkaufes voll ertragswirksam vereinnahmt. Erträge aus dem Verkauf von Leasingforderungen werden unter der Position Leasingerträge ausgewiesen und über die Laufzeit der forfaitierten Verträge periodisch über die Bildung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten ertragswirksam abgegrenzt.

C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Forderungen an Kunden

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
aus Mietkaufverträgen 777.167,54 831.523,53
aus Leasingverträgen 177.360,81 66.149,05
aus sonstigen Forderungen 293.649,97 103.370,74
Wertberichtigungen -143.351,98 - 56.103,55
1.104.826,34 944.939,77
- bis 3 Monate 678.266,96 448.286,81
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 144.695,12 122.749,56
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 281.553,44 366.370,32
- mehr als 5 Jahre 310,82 7.533,08
- mit unbestimmter Laufzeit 0,00 0,00

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Auf das Leasingvermögen wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Vermögensgegenstände für zukünftige Mietkaufverträge EUR 1.695.600,00 (Vorjahr: EUR 1.470.163,40).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
täglich fällig 2.282.679,34 4.430.022,41
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00
2.282.679,34 4.430.022,41
- bis 3 Monate 2.282.679,34 4.430.022,41
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0,00 0,00
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0,00 0,00
- mehr als 5 Jahre 0,00 0,00
- mit unbestimmter Laufzeit 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschafter 2.282.559,34 4.332.868,94

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Kreditorische Debitoren 1.310.545,39 703.828,72
Erhaltene Kautionen 75.193,19 97.820,00
Andere Verbindlichkeiten 0,00 0,00
1.385.738,58 801.648,72
- bis 3 Monate 1.310.545,39 703.828,72
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 7.570,00 0,00
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 67.623,19 97.820,00
- mehr als 5 Jahre 0,00 0,00
- mit unbestimmter Laufzeit 0,00 0,00

Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 134.334,47 167.813,01
sonstige Verbindlichkeiten 126.334,40 182.425,51
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Steuern 257.042,81 51.556,14
517.711,68 401.794,66
- bis 3 Monate 517.711,68 401.794,66
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0,00 0,00
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0,00 0,00
- mehr als 5 Jahre 0,00 0,00
- mit unbestimmter Laufzeit 0,00 0,00

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellung beinhaltet in Wesentlichen erwartete Steuerzahlungen für die vorangegangene und aktuelle Berichtsperiode.

sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen für Forfaitierungen EUR 361.000,00 (Vorjahr: EUR 433.000,00), Personalaufwendungen EUR 288.800,00 (Vorjahr: EUR 333.900,00), sowie für Abschluss- und Prüfungskosten EUR 105.000,00 (Vorjahr: EUR 41.675,00).

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 33.333,00.

Zum Stichtag beträgt die Kapitalrücklage unverändert EUR 1.621.328,20.

Sicherungs- und Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gegenüber der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft für betragsmäßig begrenzte Delkredererisiken im Rahmen des geschlossenen Forderungsrahmenkaufvertrages. Zum Bilanzstichtag betragen die hieraus resultierenden Eventualverbindlichkeiten TEUR 519 (Vorjahr: TEUR 496). Als Sicherung für die Verpflichtung hat die Gesellschaft ein Bankkonto bei der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft eingerichtet und verpfändet. Der Anspruch ist höchstens auf den insgesamt rechnerischen Gesamtbetrag der Delkrederehaftung beschränkt.

Die Gesellschaft haftet gegenüber einem weiteren Refinanzierer für betragsmäßig begrenzte Delkredererisiken im Rahmen des geschlossenen Forderungsrahmenkaufvertrages. Zum Bilanzstichtag betragen die hieraus resultierenden Eventualverbindlichkeiten TEUR 652 (Vorjahr: TEUR 1.249). Hierfür musste die Gesellschaft einen Garantiebetrag unter den Forderungen an Kreditinstituten welcher zu Gunsten des Refinanzierers verpfändet wurde, hinterlegen. Zum Bilanzstichtag beträgt das Guthaben EUR 763.097,99.

Die Höhe der unter der Bilanz aus diesen Gewährleistungsverträgen angegebenen Eventualverbindlichkeiten resultiert aus den vertraglich festgelegten, höchstens durch die Gesellschaft zu tragenden Delkredererisiken abzüglich der hierfür passivierten Gewährleistungsrückstellungen. Die gebildeten Gewährleistungsrückstellungen beruhen im ersten Schritt auf einer Einzelfallbetrachtung des erwarteten Ausfallrisikos eines jeden verkauften Leasing- oder Mietkaufvertrages. Im zweiten Schritt wird das verbliebene, latente Ausfallrisiko für jeden Vertrag und Kunden auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit und der Restschuld unter Berücksichtigung des jeweiligen Blankoanteils ermittelt. Die so gebildeten Rückstellungen für Gewährleistungen für Forfaitierungen betrugen EUR 361.000,00 (Vorjahr: EUR 433.000,00).

Geographische Märkte der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge werden im Inland erwirtschaftet.

D. Sonstige Angaben

Geschäftsführer

 

Oliver Suermann

Geschäftsführer Marktfolge

 

Uwe Hinnersmann

Geschäftsführer Markt

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der angestellten Arbeitnehmer betrug 43.

Prüfungshonorare

Das Abschlussprüferhonorar von insgesamt EUR 27.500,00 entfällt ausschließlich auf Leistungen des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses.

Konzernzugehörigkeit

Die elf Leasing GmbH, Essen, ist ein Tochterunternehmen der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft, Essen, welche mit ihren Töchtern in den Konzernabschluss der BB Beteiligungs GmbH, Essen, einbezogen wird. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingverpflichtungen für Büroräume, IT- Infrastruktur und Dienstwagen bis zum Jahr 2033 in Höhe von TEUR 1.342. Auf das Geschäftsjahr 2024 entfallen TEUR 365.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Essen, den 12. April 2024

Oliver Suermann

Uwe Hinnersmann

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand am 1. Januar 2023 Zugänge Abgänge Stand am 31. Dezember 2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Leasingvermögen 60.577.488,67 12.304.632,31 13.394.770,08 59.487.350,90
II. Immaterielle Anlagewerte 781.019,89 108.000,00 3.996,00 885.023,89
III. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.672,70 45.551,52 0,00 222.224,22
61.535.181,26 12.458.183,83 13.398.766,08 60.594.599,01
Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2023 Zugänge Abgänge Stand am 31. Dezember 2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Leasingvermögen 24.124.280,16 9.043.755,96 8.417.407,19 24.750.628,93
II. Immaterielle Anlagewerte 291.157,89 96.791,00 3.996,00 383.952,89
III. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.892,70 18.059,24 0,00 86.951,94
24.484.330,75 9.158.606,20 8.421.403,19 25.221.533,76
Restbuchwerte
31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Leasingvermögen 34.736.721,97 36.453.208,51
II. Immaterielle Anlagewerte 501.071,00 489.862,00
III. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.272,28 107.780,00
35.373.065,25 37.050.850,51

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die elf Leasing GmbH, Essen,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der elf Leasing GmbH, Essen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der elf Leasing GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 12. April 2024

MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Karl-Heinz Berten, Wirtschaftsprüfer

Christoph Maniura, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Elf Leasing GmbH, Essen zum 31. Dezember 2023 wurde am 19.06.2024 festgestellt.

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