Russmann Leasing GmbHLiquidiert

Wermbachstraße 14, 63739 Aschaffenburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 10498
Eingetragen
24.11.2008
Branche
Leasing von nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern, ohne CopyrightsInstitutionen für FinanzierungsleasingVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Gegenstand
das Leasing von beweglichen Sachen als Leasinggeber

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Heike Sandkühler
seit 24.11.2008
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Russmann Leasing GmbH

Aschaffenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2017

der Russmann Leasing GmbH

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Leasingerträge 2.504.629,06 1.848.314,71
2. Leasingaufwendungen 163.147,18 170.625,65
3. Zinserträge 10,00 0,00
4. Zinsaufwendungen 579.538,45 594.258,80
5. Sonstige betriebliche Erträge 62.377.054,12 43.735.448,56
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen    
a) andere Verwaltungsaufwendungen 1.655,53 2.274,40
  1.655,53 2.274,40
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen    
a) auf Leasingvermögen 1.552.477,14 642.356,71
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 62.526.982,49 44.137.135,01
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 57.892,39 37.112,70
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.331,98 2.837,65
11. Sonstige Steuern 46.907,89 27.586,45
12. Jahresüberschuss 7.652,52 6.688,60
13. Gewinnvortrag 65.719,33 59.030,73
14. Bilanzgewinn 73.371,85 65.719,33

Bilanz zum 31. Dezember 2017

der Russmann Leasing GmbH

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Forderungen an Kreditinstitute    
a) täglich fällig 759.552,02 227.169,74
2. Forderungen an Kunden 6.466.955,02 3.098.922,27
3. Leasingvermögen 17.180.959,84 20.088.371,19
4. Sonstige Vermögensgegenstände 24.225,12 28.044,29
5. Rechnungsabgrenzungsposten 35.789,59 9.195,48
  24.467.481,59 23.451.702,97

Passivseite

   
  Geschäftsjahr Vorjahr
 
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten    
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 20.394.138,25 22.997.462,07
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden    
a) andere Verbindlichkeiten    
aa) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3.959.971,49 321.021,57
  24.354.109,74 23.318.483,64
3. Rückstellungen    
a) andere Rückstellungen 15.000,00 42.500,00
  15.000,00 42.500,00
4. Eigenkapital    
a) Eingefordertes Kapital    
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Bilanzgewinn 73.371,85 65.719,33
  98.371,85 90.719,33
  24.467.481,59 23.451.702,97

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird unter der Firma Russmann Leasing GmbH beim Handelsregister Aschaffenburg unter der Nummer HRB 10498 geführt.

Der Jahresabschluss der Russmann Leasing GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Kreditwesengesetzes aufgestellt. Hierbei wurde die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) beachtet.

Die Russmann Leasing GmbH darf nach Erteilung der Erlaubnis am 11.12.2013 durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als Finanzdienstleistung das Finanzierungsleasing erbringen.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, erfolgte der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Bilanz wurde nach dem Formblatt 1 und die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Formblatt 3 der RechKredV aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Im Posten "Forderungen an Kreditinstituten" und im Posten "Forderungen an Kunden" sind keine verbrieften oder unverbrieften Forderungen an verbundenen Unternehmen und auch keine verbrieften oder unverbrieften Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten.

Im Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" und im Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kunden" sind keine verbrieften oder unverbrieften Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und keine verbrieften oder unverbrieften Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten.

Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten. Forderungen mit unbestimmter Laufzeit liegen nicht vor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine vereinbarte Laufzeit von bis zu sechs Monaten und haben eine Kündigungsfrist von sechs Monaten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben eine vereinbarte Laufzeit von bis zu sechs Monaten.

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, aber bereits am Bilanzstichtag den Charakter von für das Finanzdienstleistungsinstitut typischen Verbindlichkeiten haben, sind bereits demjenigen Posten der Passivseite der Bilanz zugeordnet worden, dem sie zugehören.

Im Zuge der Erlaubnis, das Finanzierungsleasing zu erbringen, erfolgte erstmals im Geschäftsjahr 2013 die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung unter Anwendung der RechKredV. Der Rückverkauf der Fahrzeuge an den Lieferanten wird i.d.R. bereits beim Erwerb, im Rahmen von Buy-Back-Verträgen, gesichert.

Das Leasingvermögen wird vermindert um planmäßige steuerrechtlich zulässige Abschreibungen angesetzt. Hierbei werden die Anschaffungskosten für Fahrzeuge, die im Rahmen von Buy-Back-Verträgen angeschafft wurden, über die geplante Laufzeit linear bis auf die geplanten Wiederverkaufswerte abgeschrieben. Die Entwicklung des Leasingvermögens wird nachstehend aufgezeigt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

In den sonstigen Vermögensgegenständen wird eine Forderung gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von Euro 24.075,15 (Vorjahr: Euro 24.075,15) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Die übrigen Forderungen in den sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit von bis zu sechs Monaten.

Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es bestehen die branchenüblichen Sicherheiten.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

3. Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung

Im Posten "Zinsaufwendungen" sind Aufwendungen für Zinsen aus der kurzfristigen Finanzierung des Erwerbes der Vermietfahrzeuge ausgewiesen.

4. Sonstige Pflichtangaben

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus Erlösen aus Kraftfahrzeugverkäufen im Inland mit Euro 24.635.026,08 (Vorjahr: Euro 39.472.638,67), im EU-Ausland mit Euro 4.539.411,75 (Vorjahr: Euro 2.620.813,55), im Drittland mit Euro 1.085.147,10 (Vorjahr: Euro 0,00) und aus nichtsteuerbaren Erlösen aus Kraftfahrzeugverkäufen an die Russmann GmbH & Co. KG in Höhe von Euro 32.117.469,19 (Vorjahr: Euro 1.641.996,34). Den sonstigen betrieblichen Erträgen von insgesamt Euro 62.377.054,12 (Vorjahr: Euro 43.735.448,56) stehen Aufwendungen aus Anlagenabgänge Fahrzeuge in Höhe von Euro 62.020.221,73 gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

Jeder Posten der Bilanz entfällt auf das Leasing-Geschäft.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Abschreibungen auf Leasingvermögen in Höhe von Euro 1.552.477,14 (Vorjahr: Euro 642.356,71) ausgewiesen.

In den Leasingaufwendungen sind Aufwendungen für Leasingfahrzeuge von Euro 163.147,18 (Vorjahr: Euro 170.625,65) enthalten.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände oder Schulden bestehen nicht zum Bilanzstichtag.

Die Leasingverpflichtungen betragen Euro 23.391,00 (Vorjahr: Euro 50.840,00).

Als Sicherheiten wurden keine Vermögensgegenstände übertragen. An den erworbenen Leasingfahrzeugen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Zum Geschäftsführer ist Herr Peter Russmann, Haibach, Kaufmann, bestellt.

Das notwendige Personal wurde im Rahmen einer Mitarbeiterüberlassung bzw. in Personalunion mit Mitarbeitern der Unternehmensgruppe gestellt.

5. Leasingvermögen

Das Leasingvermögen setzt sich aus Vermietfahrzeugen zusammen und hat sich wie folgt entwickelt:

Bestand an Vermietfahrzeugen

Euro
Anschaffungskosten vom 31.12.2016 20.501.434,13
Zugänge 60.665.287,52
Abgänge zu Buchwerten 62.020.221,73
Kumulierte Abschreibungen 1.965.540,08
Buchwert zum 31.12.2017 17.180.959,84
Buchwert zum 31.12.2016 20.088.371,19
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2017 1.552.477,14

 

Aschaffenburg, der 26.03.2018

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Russmann Leasing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichende sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind im Leasingsektor für Personenkraftfahrzeuge und Nutzfahrzeuge tätig. Hierbei konzentrieren wir uns auf das Segment relativ kurzer Nutzungszeiten (6-18 Monate). Diese Vertragslaufzeiten ermöglichen unseren Kunden hohe Planungs- und Kostensicherheit bei gleichzeitig hoher Flexibilität.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

In unserer aktuellen Größenklasse empfinden wir uns noch völlig losgelöst von den globalen Markt- und Wirtschaftsdaten. Das insgesamt positive Geschäftsklima sehen wir eher als Hemmnis. Je langfristiger die Planbarkeit der Investitionen, je geringer die Nachfrage nach hoch flexiblen Investitionsmodellen.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Wirtschaftsjahr war beeinflusst von der "Dieselkriese" und der damit verbundenen Unsicherheit im Bereich der Fahrzeug Restwerte. Die VW Leasing z.B. stellte zusätzlich rd. 500,- je Fahrzeug zurück. Aufgrund bestehender Herstellergarantien ergab sich für uns kein erhöhtes Restwertrisiko. Die geplante Umsatzsteigerung wurde vollumfänglich erreicht.

Die Rahmenmarktdaten zeigten trotz der eher kontraproduktiven Situation eine gute Nachfrage.

Wir sind insgesamt mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden.

3. Vertrieb

Vertriebsseitig waren wir auch 2017 eingebettet in die Vertriebsstruktur der Russmann Gruppe.

Die Vertriebsergebnisse übertrafen unsere Planungen. Dennoch werden wir 2018 die Vertriebsstruktur verändern und eine eigene Vertriebsorganisation aufbauen.

4. Organisation

Die Auslagerung der administrativen Tätigkeiten in ein "Shared Service Center" gemeinsam mit den übrigen Unternehmen der Russmann Gruppe, erwies sich als richtig und kostensparend.

So wird das Vertragshandling, das operative Flottenmanagement sowie die Vertragsverhandlungen zum Flotteneinkauf durch die Abteilung Fleet Purchasing und Fleet Management bei der Russmann GmbH & Co. KG gegen eine Bearbeitungsgebühr verarbeitet.

Die Adressprüfung, das Risk Management sowie jegliche finanzielle Verarbeitung wird in Personalunion in der Russmann Gruppe, dort im Bereich "Shared Services" verarbeitet.

Durch die gesellschaftliche Verknüpfung besteht kein Risiko einer unerwarteten Beendigung der Auslagerungsvereinbarungen.

5. Lage

Unsere Gesellschaft weist unverändert eine grundsolide Vermögens- und gesicherte Finanzlage auf.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Fahrzeug, Umsatzrendite und den cash flow heran.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den cash flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Die Kennzahlen zeigen allesamt einen positiven Trend. EBIT und EBITA, stehen auch 2017 in einem gesunden Verhältnis zueinander.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gesund bezeichnet werden.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

IV. Prognosebericht

Für das Wirtschaftsjahr 2018 planen wir eine Ausweitung der Umsätze um mindestens 30 % bei gleichzeitiger linearer Verbesserung der Erträge. Die Eigenkapitalstruktur wird entsprechend verbessert und dem wachsenden Umsatzvolumen angepasst. Gesellschafterdarlehen sollen 2018 in verstärkten Umfang auch zur Flottenfinanzierung eingesetzt werden.

Aufgrund der anhaltend guten Nachfrage kann auch 2018 mit einem stabil wachsenden Geschäftsverlauf gerechnet werden.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über Darlehen. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft wurden mit Hausbanken aktuell zusätzliche Kreditlinien vereinbart.

Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Adressausfallrisiken

Die Adressen werden im 4 Augenprinzip unter Einbeziehung der erreichbaren Auskunftsdatenbanken und Sichtung aktueller wirtschaftlicher Daten, in regelmäßigen Rhythmen, geprüft. Klumpenrisiken werden vermieden.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Parallel wird hierbei die weitere Vorgehensweise bezüglich der betroffenen Adresse mit der Geschäftsleitung erörtert. Die Überwachung erfolgt im Debitorenmanagement.

Eine Auslagerung des Debitorenmanagements ist für das Q 4 / 2018 geplant.

3. Marktpreisrisiken

Die Marktpreise sind durch hohe Flottenverfügbarkeit erheblich unter Druck. Wir begegnen diesem Druck durch verbesserte Einkaufskonditionen, optimierte Prozesse und der Ausweitung möglicher Serviceleistung in Verbindung mit den übrigen Mobilitätsprodukten der Russmann Gruppe.

Für das Jahr 2018 sehen wir an der Preisfront keine Entspannung.

4. Liquiditäts- und

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Das Institut verfügt über ein effektives, tägliches, Liquiditätsforecasting so dass -risiken schnell erkannt und beseitigt werden können. Seitens der Gesellschafter stehen nicht unerhebliche Mittel auch zur kurzfristigen Überbrückung zur Verfügung.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln, Gesellschafterdarlehen oder/und Lieferantenkrediten.

5. operationelle Risiken

Mit den Fahrzeugherstellern bestehen Jahresverträge mit festen- und Optionsvolumen. Das Risiko einer Flottenknappheit ist somit ausgeschlossen.

Die Fahrzeugrestwerte sind in 90 % aller Fälle durch die Hersteller garantiert. Somit sind Marktrisiken, getrieben aus den Restwerten der Fahrzeuge, vernachlässigbar. Allerdings sind hierdurch auch die Ertragschancen auf natürliche Weise limitiert.

6. Chancenbericht

Die Volumenchancen 2017 haben wir weitgehend genutzt. Auf den herrschenden Preisdruck allerdings nur begrenzt reagiert und somit bewusst auf weiteres, zusätzliches, Wachstum verzichtet.

VI. Risikoberichterstattung

1. Liquidität

Die Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als ausreichend. Es standen erhebliche, ungenutzte Kreditlinien zur Verfügung.

2. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen war überwiegend mit Restwertgarantien unterlegt. Die Produkte welche sich ohne Absicherung in der Flotte befanden, waren mit erheblichen Nachlässen erworben und konnten ohne Buchverluste vermarktet werden.

3. Elektronische Datenverarbeitung

Die Server wurden ausnahmslos in ein externes Rechenzentrum, eines deutschen Anbieters, ausgelagert. In diesem Rechenzentrum werden die Daten in zwei Brandabschnitten transparent gespiegelt. Zusätzlich wird in einem weiteren Rechenzentrum, eines Drittanbieters in Karlsruhe, ein tägliches offsite Backup gelagert.

4. Adressrisiken

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Ausbuchungen nennenswerter Größe mussten nicht vorgenommen werden.

5. Stresstest

Die Liquidität des Unternehmens wurde jeweils einmal im Quartal einem Stresstest unterzogen. Dank der vorsichtigen Liquiditätsplanung konnten die Tests ohne Beanstandung abgeschlossen werden.

6. Zusammenfassung

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Aktuell sind keine Risiken erkennbar.

 

Aschaffenburg, der 27. März 2018

Peter Russmann

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