Wassergewinnung mit Fremdbezug zur Verteilung
HAMBURG ENERGIE GmbHLiquidiert
20539 Hamburg, DEUStammdaten
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Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HAMBURG ENERGIE GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HAMBURG ENERGIE GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HAMBURG ENERGIE GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HAMBURG ENERGIE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Lageberichtsangaben zur Erklärung zum Hamburger Corporate Governance Kodex (HCGK) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zum Hamburger Corporate Governance Kodex. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteil Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des Entwurfs einer Neufassung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW EPS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Hamburg, 3. April 2020 Ernst
& Young GmbH
Ludwig, Wirtschaftsprüfer Horn, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2019
1) Vorjahreswerte wurden aufgrund von
Umgliederungen angepasst.
Anhang für das Geschäftsjahr 2019Die HAMBURG ENERGIE GmbH, Hamburg, ist im Handelsregister des Amtsgerichtes von Hamburg unter der HRB Nr. 109583 eingetragen. I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt worden. Die Bilanzierung erfolgt gemäß der FHH-Konzernrichtlinie. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Softwarelizenzen) sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Finanzierung von im Bau befindlichen Anlagen wurden aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 50 Jahren für Wärmenetze. Die Vermögensgegenstände der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über einen Zeitraum von 5 bis 20 Jahren linear abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter von über EUR 250 bis EUR 1.000 (netto) wird jährlich ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Jahr seiner Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren linear abgeschrieben. Der Ausweis im Anlagenspiegel erfolgt unter dem Posten Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Abgang erfolgt nach fünf Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 250 (netto) wurden als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Ausnahme bildet hier die Abwertung der Anteile an einem verbundenen Unternehmen zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zum Nominalwert bewertet, erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag dargestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten abgegrenzte Forderungen gegen Strom-, Gas- und Wärmekunden und werden mit den bereits erhaltenen Abschlägen verrechnet. Uneinbringliche Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung für ältere Forderungen wurde vorgenommen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenen Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Es wird vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern werden aktiviert. Zuwendungen, die als finanzielle Zuwendungen zu einer Investition gewährt werden und deren rechtliche Zweckbindung sich in der Durchführung der Investition erschöpft, werden unter einem Sonderposten ausgewiesen und fristenkongruent zu den Abschreibungen aufgelöst. Rückstellungen werden gem. § 253 Abs. 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, bei sonstigen Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, bei Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wird gemäß Satz 2 des § 253 Abs. 2 HGB bei den langfristigen Personalrückstellungen pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Änderungen des Abzinsungszinssatzes oder Zinseffekte aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung basierend auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre und dem Ansatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre ist ausschüttungsgesperrt. Der Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 479. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Anschlusskostenbeiträge und Baukostenzuschüsse für die Errichtung der Nahwärmeanlagen werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten dargestellt und ertragswirksam über die Vertragslaufzeit der Wärmelieferung an den einzelnen Kunden aufgelöst. Der Ausweis des Aufwandes aus den Energiesteuern erfolgte bis zu dem Geschäftsjahr 2018 im Materialaufwand. Ab dem Geschäftsjahr 2019 werden diese mit den zugehörigen Umsatzerlösen verrechnet. Der Vorjahresausweis wurden dem neuen Ausweis angepasst. Die Umsatzerlöse verringerten sich dadurch im Geschäftsjahr 2019 um TEUR 21.101 (Vj. TEUR 19.652). III. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Die immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 2.053; Vj. TEUR 2.249) bestehen im Wesentlichen aus Softwarelizenzen. Die technischen Anlagen setzen sich im Wesentlichen aus Windkraftanlagen (TEUR 48.989; Vj. TEUR 47.602), Nahwärmeversorgungsanlagen (TEUR 10.688; Vj. TEUR 10.163), BHKW (TEUR 5.817; Vj. TEUR 4.905) und weiteren Erzeugungsanlagen (TEUR 5.644; Vj. TEUR 6.122) zusammen. In den anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung sind Büroausstattungsgegenstände und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 92; Vj. TEUR 12) sowie geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 251,00 und EUR 1.000,00 als Sammelposten (TEUR 75; Vj. TEUR 74) enthalten. In den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau (TEUR 6.474; Vj. TEUR 8.473) sind im Wesentlichen die Investitionen für das BHKW und Wärmenetz Dudenweg (TEUR 2.950), das BHKW und Wärmenetz Fischbek (TEUR 1.601), diverse Maßnahmen für den Energiebunker (TEUR 782) sowie für Wärmenetze 4.0 (TEUR 233) enthalten. Aktivierte Fremdkapitalzinsen sind in Höhe von TEUR 84 (Vj. TEUR 262) angefallen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Geschäftsanteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
Weiterhin bestehen Beteiligungen an der EBE-Elsflether Bioenergie GmbH, Elsfleth (TEUR 2.532), an der Windpark Winsen (Luhe) GmbH & Co. KG, Winsen (Luhe) (TEUR 4.878), der Windpark Winsen (Luhe) Verwaltungs GmbH, Winsen (Luhe) (TEUR 13) sowie an der GTW Geothermie Wilhelmsburg GmbH, Hamburg (TEUR 562) und der ReTec Zweite Betriebs UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Hamburg (TEUR 1.341). Die Angaben zum Anteilsbesitz stellen sich wie folgt dar:
(*1) Jahresabschluss 2019 liegt noch nicht vor.
Eigenkapital und Ergebnis aus 2018
Forderungsspiegel
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 16.838; Vj. TEUR 12.250) enthalten abgegrenzte Forderungen der Strom-, Gas- und Wärmekunden in Höhe von brutto TEUR 114.253 (Vj. brutto TEUR 94.326). Diese wurden mit den Abschlägen in Höhe von TEUR 103.033 (Vj. TEUR 88.980) verrechnet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 11.390; Vj. TEUR 9.262) enthalten abgegrenzte Forderungen der Strom-, Gas- und Wärmekunden in Höhe von brutto TEUR 24.620 (Vj. brutto TEUR 1.424). Diese wurden mit den Abschlägen in Höhe von TEUR 22.555 (Vj. TEUR 1.247) verrechnet. Zudem besteht eine Forderung von TEUR 5.729 (Vj. TEUR 4.595) gegen die Gesellschafterin, die im Wesentlichen aus Tagesgeldausleihungen besteht. Die Forderungen gegenüber der Kernverwaltung der Freie und Hansestadt Hamburg werden in den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen als Davon-Vermerk ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 4.471; Vj. TEUR 1.593) bestehen im Wesentlichen aus sonstigen Forderungen (TEUR 2.613; Vj. TEUR 1.088) und aus Forderungen aus der Umsatzsteuer (TEUR 1.223; Vj. TEUR 240) Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen ein abgegrenztes Disagio aus der Darlehensaufnahme zur Finanzierung der WKA Dradenau (TEUR 73; Vj. TEUR 84) sowie Bearbeitungsgebühren und Avalprovisionen für Bürgschaften und Darlehen (TEUR 109; Vj. TEUR 134). Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.370 (Vj. TEUR 2.693) ergeben sich aus steuerlichen Verlustvorträgen und Vermögensunterschieden zwischen Steuer- und Handelsbilanz. Der Berechnung lag ein Steuersatz von 32,275 % zugrunde. Eigenkapitalspiegel
Das Stammkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den Vorgaben des Bilanzierungs- und Bewertungsstandards der Freie und Hansestadt Hamburg nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Method" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die ,Heubeck-Richttafeln 2018 G' verwendet. Für die Bewertung des Rückstellungsvolumens wurden ein Gehaltstrend von 2,3 % (Vj. 2,3 %) p. a. zzgl. 0,5 % (Vj. 0,5 %) p. a. Karrieretrend, ein Rententrend von 1,2 - 1,5 % (Vj. 1,5333 %) p. a., eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 1,0 % (Vj. 1,0 %) p. a. und ein Rechnungszinssatz von 2,71 % (Vj. 3,21 %) p. a. berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie beinhalten im Wesentlichen nicht abgerechnete Gas- und Stromlieferungen (TEUR 12.220; Vj. TEUR 13.883), nicht abgerechnete Netznutzung (TEUR 7.527; Vj. TEUR 4.935) nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten (TEUR 7.068; Vj. TEUR 3.840) sowie Verpflichtungen aus Arbeitsverhältnissen (TEUR 822; Vj. TEUR 825). Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 76.505; Vj. TEUR 79.796) beinhalten im Wesentlichen Darlehen in Höhe von TEUR 76.035; Vj. TEUR 79.292) und Zinsabgrenzungen in Höhe von TEUR 468 (Vj. TEUR 501). TEUR 13.757 (Vj. TEUR 8.257) der Darlehen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, TEUR 37.371 (Vj. TEUR 37.077) haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Darlehen sind teilweise durch unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafterin oder der FHH besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 720, Vj. TEUR 329) und enthalten zudem abgegrenzte Forderungen der Strom-, Gas- und Wärmekunden in Höhe von brutto EUR 287 (Vj. TEUR 18.468). Diese wurden mit den Abschlägen in Höhe von EUR 1.418 (Vj. TEUR 17.234) verrechnet. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.411 (Vj. TEUR 3.209), die aus einem Gesellschafterdarlehen in der Höhe von TEUR 3.000 (Vj. TEUR 3.000), aus Leistungsverrechnung für den Monat Dezember von TEUR 386 (Vj. TEUR 184) sowie einer Zinsabgrenzung (TEUR 25; Vj. TEUR 25) bestehen. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen werden im Wesentlichen Anschlusskostenbeiträge und Baukostenzuschüsse für die Errichtung der Nahwärmeanlagen ausgewiesen, die ertragswirksam über die Vertragslaufzeit der Wärmelieferung an den einzelnen Kunden aufgelöst werden. Im Geschäftsjahr sind TEUR 300 (Vj. TEUR 199) erfolgswirksam aufgelöst worden. IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse (TEUR 241.690; Vj. TEUR 227.222) enthalten Strom- (TEUR 171.264; Vj. TEUR 160.919) und Gasverkäufe (TEUR 48.173; Vj. TEUR 45.290) und Erlöse aus der Energieerzeugung (TEUR 15.021; Vj. TEUR 13.310). Die periodenfremden Effekte durch die Abweichungen von den hochgerechneten Abgrenzungen des Vorjahres betragen im Strombereich rund TEUR -1.806 und im Gasbereich TEUR 716. Erstmals werden die Aufwendungen aus der Strom- und Erdgassteuer mit den zugehörigen Umsatzerlösen verrechnet. Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 2.977; Vj. TEUR 1.283) beinhalten u. a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 931; Vj. TEUR 451), periodenfremde Erträge (TEUR 269; Vj. TEUR 323), Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (TEUR 133; Vj. TEUR 126) sowie Erträge aus Förderprojekten (TEUR 1.104; Vj. TEUR 890). Diese wurden bis zum Geschäftsjahr 2018 in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Materialaufwand sind Abgrenzungen für die Netznutzungsentgelte für Strom (TEUR 2.483; Vj. TEUR 1.557) und Gas (TEUR 168; Vj. TEUR 325) enthalten. Die Aufwendungen aus der Strom- und Erdgassteuer werden ab dem Geschäftsjahr 2019 mit den zugehörigen Umsatzerlösen verrechnet, die Vorjahreswerte wurden angepasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 10.419; Vj. TEUR 11.581) beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Sonstige Fremdleistungen (TEUR 3.038; Vj. TEUR 2.939), Marketing und Werbung (TEUR 1.806; Vj. TEUR 2.379), Aufwendungen aus dem Leistungsaustausch innerhalb des HAMBURG WASSER Konzerns (TEUR 1.574; Vj. TEUR 1.841) und Aufwendungen für Miete, Pachten und Leasing(TEUR 1.043; Vj. TEUR 1.416). Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 455 (Vj. TEUR 651) periodenfremde Aufwendungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterin verschlagen, den Jahresüberschuss (TEUR 1.996) mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen und den Gesamtbetrag auf das Geschäftsjahr 2020 vorzutragen. V. Sonstige Angaben Angaben nach § 6b EnWG Die konzerninternen Umsätze belaufen sich im Geschäftsjahr auf 57 Mio. EUR. Die Leistungen bestehen zu 36 % aus Gaslieferungen und zu 57 % aus Stromlieferungen und zu 3 % aus Energiedienstleistungen. Die sonstigen Leistungen belaufen sich auf 4 %. Die konzerninternen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 65 Mio. EUR. Die Leistungsbezüge bestehen zu 73 % aus Netzentgelten, zu 22 % aus Gasaufwendungen sowie aus sonstigen Leistungen (5 %). Es wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit verbundenen sowie assoziierten Unternehmen oder nahestehenden Personen getätigt. Abschlussprüfungshonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfungsleistungen betrug TEUR 23 (Vj. TEUR 23). Zusammensetzung der Organe und Vergütungsbericht Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2019 bestellt:
Im Geschäftsjahr 2019 wurden folgende Vergütungsbeträge an die Geschäftsführer gezahlt:
Der Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2019 aus folgenden Mitgliedern:
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2019 EUR 1.680 (Vj. EUR 1.440). Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Finanzinstrumente Der Wert der Commodity-Derivate (Warenterminkontrakte), die die Basis der strukturierten Strombeschaffung sind, hängt unmittelbar von den Marktpreisen für Strom ab. Die Beschaffungsstrategie der HE ist in erster Linie auf die risikominimierte Eindeckung der zur Versorgung von Kunden der HE benötigten Energiemengen ausgelegt. Eine Beschaffung von Energiemengen zu Spekulationszwecken ist nicht vorgesehen. Die abgeschlossenen Beschaffungspositionen sind bereits vertriebsseitig in voller Höhe durch Verkaufskontrakte bzw. Vertriebsprognosen gedeckt und können vertriebsseitig mit einer Gewinnmarge verkauft werden. Die Gesellschaft bildet gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit auf Basis eines Microhedges bzw. eines Portfoliohedges und verzichtet auf eine Bilanzierung der Beschaffungspositionen zum aktuellen Marktpreis zum Bilanzstichtag (Anwendung der Einfrierungsmethode). Die zum Bilanzstichtag offenen Beschaffungsverträge, die in eine Bewertungseinheit auf Basis eines Portfoliohedges einbezogen wurden, haben ein Nominalvolumen von EUR 22,1 Mio. und eine Laufzeit bis Ende 2022. Diese Verträge dienen der Absicherung von Preisänderungsrisiken beim Einkauf von Energie für Kunden auf Basis bestehender Kundenverträge (Back-to-Back-Beschaffung für Geschäftskunden in Höhe von EUR 19,6 Mio.) bzw. erwarteter Verkaufsmengen in der Zukunft. Der Marktwert des Portfolios beträgt am Stichtag insgesamt EUR 52,1 Mio. Belegschaft Im Jahresdurchschnitt waren 88,8 Angestellte beschäftigt, die Frauenquote betrug 29,8 %. Die Quote der Teilzeitmitarbeiter beträgt 19,7 %. Angabe zu ausschüttungsgesperrten Beträgen Aus der Aktivierung von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.370 (Vj. TEUR 2.693) besteht in dieser Höhe ein gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrter Betrag. Aus der Berechnung für die Abzinsung der Pensionsrückstellung (Veränderung des durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre) ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag von TEUR 479 (Vj. TEUR 294). Die Ausschüttungssperre greift nicht, da genug Rücklagen vorhanden sind. Gesellschafter Das Stammkapital der HAMBURG ENERGIE GmbH, Hamburg, wird in EURO geführt und beträgt EUR 1.000.000,00. Alleinige Gesellschafterin der HAMBURG ENERGIE GmbH ist die Hamburger Wasserwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung (HVWV), Hamburg. Der Jahresabschluss der HAMBURG ENERGIE GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV), Hamburg, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen erstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der HAMBURG ENERGIE GmbH wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Nachtragsberichterstattung Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus ausgerufen. Der weitere Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und Folgen auf den Geschäftsverlauf der HE werden laufend überwacht. Es sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar. Im Jahresverlauf sind jedoch weitere Belastungen möglich. Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HE haben.
Hamburg, den 31. Januar 2020 HAMBURG ENERGIE GmbH Michael Prinz, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019Grundlagen des Unternehmens DAS UNTERNEHMEN Die HAM BURG ENERGIE GmbH (im Nachfolgenden HAM BURG ENERGIE oder HE genannt) wurde im Jahr 2009 als städtischer Energieversorger gegründet, der seine Kunden mit kohle- und atomstromfreier Energie beliefert. Dabei investiert HAM BURG ENERGIE direkt in regenerative Erzeugungsanlagen in der Region. ZIELE UND STRATEGIEN HAMBURG ENERGIE setzt sich für eine zukunftsweisende Energieversorgung in der Freie und Hansestadt Hamburg ein. Das Unternehmen vertreibt klimaschonende Energieprodukte - vorwiegend Ökostrom und Erdgas mit städtischem Biogasanteil, investiert in ökologische Erzeugungsanlagen und engagiert sich gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft in innovativen Forschungsvorhaben. Auf diese Weise treibt HAMBURG ENERGIE die lokale Energiewende in Hamburg und der M etropolregion voran und unterstützt die Klimaschutzpolitik des Hamburger Senats. Wirtschaftsbericht ENTWICKLUNGEN IN DER BEUEFERUNG VON ENERGIEKUNDEN HAM BURG ENERGIE setzt seinen Wachstumskurs im Hamburger Energiemarkt auch im zehnten Jahr seines Bestehens fort. Im Strombereich ist die Kundenzahl im Geschäftsjahr 2019 um rund 5 % gewachsen, im Gasbereich um gut 7 %. HAM BURG ENERGIE baut damit seine Position in den Märkten für Strom und Gas, jeweils hinter den Grundversorgern, aus. Das Wachstum wurde vor dem Hintergrund eines weitgehend stabilen Marktumfelds realisiert, das weiterhin durch starken Preiswettbewerb geprägt ist. Zahlreiche Insolvenzen von Discountanbietern, wie zuletzt der BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH im Januar 2019, zeigen dabei, dass der Preiskampf teilweise an den Grenzen der Unwirtschaftlichkeit geführt wird. Die Zahl der Anbieter lag 2019 - trotz einiger neuer Marktteilnehmer - mit 1.150 nahezu unverändert zum Vorjahr. Grund dafür ist vor allem die hohe Anzahl an Übernahmen und Fusionen, die 2018 stattgefunden haben. 1 Auch das Wechselaufkommen im Strommarkt zeigt sich weitgehend unverändert. Im Gasmarkt ist die Zahl der Lieferantenwechsel sogar leicht rückläufig. 2 Die intensive öffentliche Debatte um den weltweiten Klimawandel hat im Laufe des Geschäftsjahres 2019 allerdings zu einer stärkeren Nachfrage nach Ökostromprodukten geführt. Das Wechselportal Verivox verzeichnete eine ähnlich große Nachfrage wie im Nachgang der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2012. In den zurückliegenden Jahren war die Nachfrage konstant zurückgegangen. 3 Vor allem durch die stark gestiegenen Netzentgelte für Strom in Hamburg - um durchschnittlich rund 13 % - haben viele Versorger ihre Preise für Privatkunden erhöht.4 Auch HAMBURG ENERGIE hat die Strompreise für einen Großteil der Kunden im Frühjahr 2019 angepasst. Zum 1. Dezember 2019 greifen die Regeln der neuen Marktkommunikation ("Mako 2020"). Mit ihr wird die Rolle des Messstellenbetreibers (MSB) zur Messwerterhebung eingeführt. Durch die Implementierung der Mako 2020 waren umfangreiche Anpassungen in der Systemlandschaft von HAMBURG ENERGIE erforderlich. Mit der endgültigen Ausprägung des Zielmodells im Zuge der Umsetzung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende werden voraussichtlich weitere Anpassungen notwendig. Ansonsten haben sich seit der EEG-Novelle von 2017 keine für das Kerngeschäft von HAM BURG ENERGIE wesentlichen Änderungen des Rechtsrahmens ergeben. Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien Im Jahr 2019 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Deutschland bei 46 %. 5 Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren (36,3 % 2017, 38,2 % 2018). Die höchste Zuwachsrate ist dabei auf ein Plus von 25 %bei der Offshore-Windenergie zu verzeichnen. 6 Demgegenüber ist der Zubau an Windparks im Onshore Bereich in Deutschlands bereits ab 2018 deutlich zurückgegangen. Einschränkungen in der Genehmigung, Widerspruchsverfahren und anhängige Klagen hemmen weiter den Ausbau der Windenergie auch in 2019. Bis heute ist lediglich ein Bruttozubau von rd. 500 MW zu verzeichnen, was nur 9,5 % des Zubaus aus 2017 entspricht. 7
1 vgl. Energiemarktreport 2019 von Verivox und
Kreutzer Consulting
Demgegenüber ist der Wärmebedarf in Deutschland seit einigen Jahren stabil. Die Erzeugungsart hat sich in den letzten Jahren allerdings immer stärker gewandelt. 8 Der Anteil des Endenergieverbauchs für Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 14,4 Prozent. Die absolute Nutzung erneuerbarer Wärme blieb zwar in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (170 TWh), gleichzeitig wurden aber weniger fossile Energieträger im Wärmesektor verbraucht. 9 Als Ergebnis bleibt festzuhalten, dass der Wärmeabsatz nahezu konstant ist, sich die Erzeugungsstruktur aber immer stärker wandelt. Ein weiterer starker Zuwachs des Anteils der Erneuerbaren Energien wird derzeit kritisch gesehen. Problematisch sind hier weiterhin nicht wirklich stattfindende nennenswerte Fortschritte im Bereich der Photovoltaik in Deutschland wie auch insbesondere der derzeit faktisch gestoppte Zubau von Windenergieanlagen (onshore). Das angepeilte Ziel von 65 % Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch scheint so vorerst in weite Ferne zu rücken. 10 GESCHÄFTSENTWICKLUNG HAMBURG ENERGIE schließt das abgeschlossene Geschäftsjahr 2019 mit einem positiven und überplanmäßigen Jahresüberschuss ab. Der Wirtschaftsplan 2019 sah einen Umsatz in Höhe von EUR 264 Mio. bei einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.943 vor. Erreicht wurden Umsatzerlöse von EUR 242 M io. bei einem Jahresüberschuss von TEUR 1.996. Sowohl im Strom- als auch im Gasbereich konnten für die Tarifkunden 2019 die angesetzten Planzahlen für gewonnen Kunden zum Bilanzstichtag erreicht werden. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte konnten durch vertriebliche Anstrengungen und Marketingaktionen in beiden Segmenten eine substanzielle Anzahl an Neukunden gewonnen werden, so dass zum Jahresende die Zahl der in 2020 in Belieferung gehenden Kunden den Plan für das Jahr 2019 überschreiten wird. Insgesamt konnten zum Bilanzstichtag 31.12.2019 ca. 123.000 (Vj. 116.000) Privat- und Gewerbekunden im Strom verzeichnet werden. Die Privat- und Gewerbekundenzahlen im Gasbereich sind zum Jahresende auf ca. 26.000 (Vj. 25.000) Kunden gestiegen.
8
https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energieverbrauch-fuer-fossile-erneuerbarewaerme#textpart-1
Der Stromabsatz an Privatkunden stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig (+1 %) an. Der Absatz an Gewerbekunden stieg deutlich um 10 %. Die Absatzmenge an Individualkunden stieg leicht um 1 %. Der Gasabsatz an Privatkunden stieg gegenüber dem Vorjahr merklich (+14 %) an. Diese Entwicklung ist auf die Kundengewinne im Jahr 2019 zurückzuführen. Der Absatz an Individualkunden stieg um 6 %. Die Absatzmenge an Geschäftskunden stieg deutlich um 10 %. INVESTITIONEN UND INNOVATIONEN 2019 hat HE die Investitionen in regenerative Erzeugungsanlagen fortgesetzt, um die Eigenerzeugungsquote des Unternehmens zu erhöhen. Zudem hat HE die Zusammenarbeit mit ausgewählten Unternehmen der Region vertieft, um weiterhin durch die enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Kooperationspartnern die Energiewende mit innovativen Ideen voranzutreiben. Insbesondere den Start der Versorgung des Mobilitätsdienstleisters M OIA an einem Standort im Norden Hamburgs durch den von HAM BURG ENERGIE in 2019 durchgeführten Umbau der Heizzentrale und die Versorgung der Bestandsimmobilien in dem Quartier ist hier als ein Projekt zu nennen. HAMBURG ENERGIE wird in diesem Quartier auch in den Folgejahren die Versorgung des sukzessive wachsenden Bestandes an Wohn- und Gewerbeimmobilien nach weiteren Baumaßnahmen übernehmen. Grundsätzlich lag das Hauptaugenmerk der investiven Tätigkeiten aufgrund des beschriebenen schwierigen Marktumfeldes im Bereich der Erzeugung von Windenergie im abgelaufenen Geschäftsjahr in erster Linie auf der Versorgung von weiteren Quartieren mit umweltfreundlichem Strom und Wärme. MITARBEITER Im Jahresdurchschnitt waren bei HE 71,3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voll und 17,5 Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt. Unter Berücksichtigung von Auszubildenden ergibt sich eine durchschnittlich produktive Beschäftigtenzahl von 88,8 in 2019. Zum Stichtag 31.12.2019 waren 76 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unbefristet und 14 befristet beschäftigt. Ein großer Teil der Tätigkeiten aus den Querschnittsbereichen wird weiterhin gemäß diverser Dienstleistungsverträge von der Hamburger Wasserwerke GmbH und externen Dienstleistern übernommen. HE verfolgt das Ziel, eine schlanke und schlagkräftige Struktur aufzuweisen, die flexibel auf neue Herausforderungen und Marktentwicklungen reagieren kann. ERTRAGSLAGE Das Jahresergebnis von TEUR 1.996 ergibt sich durch das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeiten unter Berücksichtigung des Steueraufwandes. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die Umsätze im Segment Strom auf EUR 171,3 Mio. und lagen damit bei vergleichbarer Basis nach Saldierung der Stromsteuer über dem Vorjahresniveau (EUR 160,9 Mio.). Auch die Umsätze im Gasbereich lagen bei vergleichbarer Basis nach Saldierung der Erdgassteuer mit EUR 48,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 45,3 Mio.). Die Umsatzerlöse der Eigenerzeugung von Energie (Strom, Wärme und Direktvermarktung von Energie) liegen mit EUR 15,0 Mio. trotz eines erneut sehr windarmen Jahres deutlich über dem Vorjahresniveau (EUR 13,3 M io.). Grund sind die im Laufe des Jahres 2019 erfolgten Inbetriebnahmen von weiteren Erzeugungsanlagen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 2.977 (Vj. TEUR 1.283). Diese bestehen zu einem erheblichen Teil aus Erträgen aus Förderprojekten (TEUR 1.104), die in der Vergangenheit unter den Umsatzerlösen bilanziert wurden. Weitere große Positionen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 931 und andererseits aus sonstigen periodenfremden Erträgen (TEUR 269). Diesen aperiodischen Erträgen stehen im sonstigen betrieblichen Aufwand periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 455 entgegen. Darüber hinaus sind unteranderem Erträge aus Schadensersatzansprüchen bei Windenergieanlagen (TEUR 192), aus bereits abgeschriebenen Forderungen (TEUR 244) und sonstigen Erträgen (TEUR 102) angefallen. Die Materialaufwendungen (EUR 218,5 Mio.) liegen analog den Umsatzerlösen deutlich über Vorjahresniveau (EUR 203,1 Mio.) - auch hier wieder bei vergleichbarer Basis nach Saldierung der Strom- und Erdgassteuer mit den Umsatzerlösen. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Anpassung des Tarifvertrages und der Ausweitung des Geschäfts und dem damit verbundenen Personalzuwachs gestiegen und beläuft sich auf EUR 8,0 Mio. (Vj. EUR 6,8 Mio.). Es wurden wegen des weiterhin planmäßigen Wachstums des Unternehmens Neueinstellungen getätigt. Perspektivisch beabsichtigt HE weiterhin, die notwendige Flexibilität durch die Beauftragung und Steuerung von Dienstleistern in den Aufgabenbereichen, die nicht als Kernkompetenz identifiziert werden, aufrecht zu erhalten. Die Abschreibungen liegen mit EUR 5,3 Mio. aufgrund der planmäßigen Inbetriebnahme von Erzeugungsanlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich über dem Wert von 2018 (EUR 4,3 Mio.). Der sonstige betriebliche Aufwand unterschreitet in 2019 den Wert des Vorjahres (EUR 11,6 M io.) um EUR 1,2 M io. und liegt bei EUR 10,4 M io. Bedeutendste Einzelpositionen sind hier die Inanspruchnahme von sonstigen Fremd- und Dienstleistungen (EUR 3,0 Mio.), der Marketingaufwand (EUR 1,8 Mio.), der aber deutlich gegenüber dem Vorjahr reduziert wurde, Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Leistungen aus dem Mutterkonzern (EUR 1,6 Mio.) und Mieten und Pachten (EUR 1,0 Mio.). Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -378 (Vj. TEUR -1.177) und wird einerseits durch Zinsaufwendungen für die Investitionstätigkeiten und Avalprovisionen geprägt. Auf der Ertragsseite führen Zinserträge aus Gesellschafterdarlehen an Beteiligungs- und Tochtergesellschaften und Beteiligungsergebnisse zu einem positiven Effekt. FINANZLAGE Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2019 jederzeit sichergestellt. Der Mittelbedarf aus dem laufenden Geschäftsbetrieb und den Investitionen konnte aus eigenen Mitteln und durch die Aufnahme von mittel- und langfristigen Darlehen gedeckt werden. Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft gibt folgende Kapitalflussrechnung in aggregierter Form Aufschluss:
Hinsichtlich der Kapitalstruktur verweisen wir auf die Angaben im Anhang. Die Darlehen haben einen Zinssatz von 0,63 % bis 3,51 % p. a. VERMÖGENSLAGE Das Stammkapital der HE beträgt zum 31. Dezember 2019 EUR 1,0 Mio. In der Kapitalrücklage wird ein Betrag von EUR 16,0 Mio. ausgewiesen. Die Fremdfinanzierung der Gesellschaft erfolgt maßgeblich über Darlehen von Kreditinstituten (EUR 76,0 Mio. zum 31. Dezember 2019), die teilweise durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafterin bzw. der FHH besichert sind. Außerdem besteht ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 3,0 Mio. Das Darlehen der Gesellschafterin wird marktüblich verzinst. FINANZIELLE UND NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Der Stromabsatz lag im Jahr 2019 bei 747,0 GWh und ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 2 % gestiegen. Der hierin enthaltene Absatz an Privatkunden lag bei 288,9 GWh und ist damit um rund 1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Gasabsatz betrug 1.481,4 GWh und ist damit um ca. 11 % gegenüber 2018 gestiegen. An Privatkunden wurden ca. 523,7 GWh abgegeben - dies ist eine Steigerung um ca. 14 %. Im Jahr 2019 wurden ca. EUR 6,9 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände, Erzeugungsanlagen und Beteiligungen investiert. Die Investitionsquote lag 2019 bei 6 %. Die Stromproduktion der HE-Erzeugungsanlagen betrug für das Jahr 2019 195,6 GWh (Vj. 179,1 GWh) und stieg damit um 9 %. Diese setzt sich zusammen aus 122,6 GWh Winderzeugung, 11,7 GWh aus Photovoltaik, 21,8 GWh aus der Stromproduktion von KWK-Anlagen und 39,5 GWh aus den Biomassenanlagen in Brunsbüttel und Elsfleth. Die Eigenerzeugungsquote für den Absatz an Privatkunden lag bei 68 % (Vj. 63 %) überschreitet somit weiter die angestrebte 50%-Marke. Weiterhin wird von HE angestrebt, die Menge an CO 2-Emissionen zu reduzieren und weiter die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern im Raum Hamburg voranzutreiben. Hier kann durch die verschiedenen Projekte ein bedeutsamer Teil beigetragen werden. Die Jahresmenge der CO 2-Reduktion lag in 2019 bei ca. 132.458 t (Vorjahr: 122.8641). Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognose Für das Jahr 2020 plant HEbei einem Umsatz von insgesamt ca. EUR 300 Mio. mit einem positiven Jahresergebnis von TEUR 2.014. Der gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 geplante Umsatzanstieg in 2020 liegt in erster Linie an einer in der Planung aufgrund gestiegener Netzentgelte und Energiepreise vorgesehenen und auch Anfang 2020 durchgeführten Preisanpassung für Strom- und Gaskunden. Auf das Jahresergebnis hat die gestiegene Umsatzplanung wenig Auswirkung, da aufgrund der beschriebenen Ursachen für die Preissteigerung höhere Materialaufwendungen in 2020 entstehen. Es werden für das Geschäftsjahr 2020 rund 120.000 Strom- und 28.000 Gaskunden geplant. Die konkreten Auswirkungen aus der Ausbreitung des Coronavirus auf die Entwicklung im Jahr 2020 sind angesichts der sich aktuell ständig verändernden Lage schwer einzuschätzen. Die Geschäftsführung rechnet gegenwärtig nur mit einem geringen Rückgang der Umsätze. Nennenswerte Beeinträchtigungen im Bezug von Waren und Leistungen sind momentan ebenfalls noch nicht erkennbar. Entsprechend werden keine signifikanten Auswirkungen auf die Ertragslage erwartet. Chancenbericht Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bildet weiterhin der Vertrieb von Strom- und Gasprodukten (Energielieferung) an Privat- und Geschäftskunden sowie die Investition in Erneuerbare-Energie-Projekte (Energieversorgung). In beiden Kern-Geschäftsfeldern bestehen gute Zukunftsperspektiven. 2019 hat HAMBURG ENERGIE eine umfassende Marktforschung durchgeführt, die bestätigt, dass die Unternehmensmarke sowohl in puncto Bekanntheit als auch Sympathiewerten im Vergleich mit dem Wettbewerb sehr gut positioniert ist. Mit einer gemessenen gestützten Markenbekanntheit von 81 % liegt HAMBURG ENERGIE in der Hansestadt auf dem Niveau bekannter bundesweiter Anbieter, wie z.B. yello (87 %) und deutlich vor Lichtblick (48 %). 11 Damit verfügt HAMBURG ENERGIE über eine gute Ausgangslage für weitere Kundengewinne und eine gute Kundenbindung im Hamburger Markt. Dabei bestehen nach wie vor Wachstumspotenziale auch abseits des preisgetriebenen Wettbewerbs. So befinden sich nach Untersuchungen der Bundesnetzagentur mit 27 % immer noch ein knappes Drittel der Kunden in der Grundversorgung. Auch die Aussichten im Geschäftsfeld Wärmeversorgung stellen sich positiv dar: Die Nachfrage nach Wohnraum in der Hansestadt ist nach wie vor hoch. Die Wohnungsbaupolitik des Hamburger Senats zielt weiterhin darauf ab, den Rahmen für 10.000 neue Wohnungen pro Jahr zu schaffen. 13 Dank der wachsenden Metropole und der zahlreichen Stadtentwicklungsprojekte - wie Mitte Altona, A7-Deckel, West-Entwicklung, HafenCity und nicht zuletzt Wilhelmsburg - ergeben sich vielfältige Geschäftspotenziale für die energetische Wohnraum- und Quartiersversorgung, vor allem im Bereich ökologischer Nahwärmelösungen. Zusätzliche Potenziale ergeben sich durch die Klimapolitik des Hamburger Senats: 2019 wurde der Klimaplan fortgeschrieben und ein neues Klimaschutzgesetz verabschiedet. Bis zum Jahr 2030 soll der C02-Ausstoß in der Hansestadt demnach um 55 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 sinken. Bis 2050 soll Hamburg klimaneutral werden. Das Klimaschutzgesetz sieht unter anderem ab 2023 eine Pflicht zur Installation von Solaranlagen für Neubauten sowie ab M itte 2021 einen verpflichtenden Anteil Erneuerbarer Energien bei einem Tausch von Heizungsanlagen vor. Darüber hinaus sollen die Gebäude der öffentlichen Hand energieeffizient errichtet und saniert werden. 14 Risikobericht HAM BURG ENERGIE unterliegt bei seiner Geschäftsausübung der Verpflichtung zur Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Aus den rechtlichen Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) und den Vorgaben der Gesellschafterin HWW hat HAM BURG ENERGIE organisatorische Verfahren und Instrumente wie jährliche Wirtschaftsplanberatungen und regelmäßige Geschäftsführungs- und Bereichsleitersitzungen entwickelt, die eine Früherkennung und Bewältigung von Risiken effektiv ermöglichen.
11 vgl."Efolgsmessung Markenstatus 2019",
Marktforschungsinstitut mindline energy, Nürnberg 2019
Im Konzern HAM BURG WASSER existiert ein harmonisiertes M anagementsystem zur Früherkennung von Unternehmensrisiken. Gemäß eines im Risikomanagementsystem vorgesehenen Turnus der Bewertung der unternehmensrelevanten Risiken werden dort jährlich sämtliche als unternehmensrelevant identifizierte Risiken bewertet. Diese Risikobewertungen enthalten Maßnahmen zur Beherrschung und Minimierung der Risiken. Umsetzung und Verantwortung für diese Maßnahmen werden bei HE dokumentiert und verfolgt. Transparenz wird durch ein aussagefähiges Berichtswesen im Rahmen eines Risikomanagements für die Strombeschaffung und durch regelmäßig stattfindende Sitzungen des Risikokomitees geschaffen. Das Berichtswesen wurde in 2015 überprüft und adressatengerecht angepasst. Auch für den Gasbereich ist ein solches Berichtswesen implementiert. Auf diese Weise wird dem Beschaffungsrisiko als bedeutendstem Einzelrisiko Rechnung getragen. Es resultiert aus den der Belieferung weit vorauslaufenden Beschaffungsaktivitäten, die auf Basis der erwarteten Kundenzugänge ausgelöst werden. Ergeben sich Abweichungen bei der Kundenentwicklung, folgen hieraus entsprechende Beschaffungsrisiken. Um die Risikoposition zu minimieren, wird der prognostizierte Kundenabsatz in regelmäßigen Abständen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Gegebenheiten aktualisiert und die Beschaffungspositionen glattgestellt. Nennenswerte offene Positionen werden damit weitestgehend vermieden. Vertriebsrisiken bestehen insbesondere dadurch, dass in den letzten Jahren der Preiswettbewerb in der Branche enorm zugenommen hat. Zudem erschwert die gestiegene Anzahl an Ökostromprodukten die Marktbearbeitung mangels eines Alleinstellungsmerkmals. HAMBURG ENERGIE versucht insoweit durch einen ausgezeichneten Kundenservice, eine sorgfältige und transparente Preisgestaltung sowie durch Fokussierung auf das Image eines lokalen, umweltfreundlichen Energieanbieters die Differenzierung der Marke HAM BURG ENERGIE als Premiummarke zu festigen. Regulatorische Risiken beinhalten Gefahren aus veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und nicht beeinflussbaren externen Vorgaben, wie z.B. die EEG-Novellierungen. Diesen wird durch eine ständige Beobachtung und Bewertung begegnet. Ferner bestehen Finanzierungs- und Kreditrisiken dadurch, dass HAMBURG ENERGIE langfristig Kapital in verschiedenen Investitionsprojekten bindet. Die Risiken können sich dadurch ergeben, dass die tatsächlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten höher oder die prognostizierten Einzahlungsüberschüsse niedriger ausfallen können als erwartet. Grundsätzlich weist HAMBURG ENERGIE derzeit trotz der Kapitalmaßnahme aus 2016 noch immer eine niedrige Eigenkapitalquote auf und ist somit für die Finanzierung weiterhin auf den Kapitalmarkt angewiesen. Die aktuelle Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen öffentlichen Maßnahmen zur Eindämmung haben auch Einfluss auf den Konzern HAMBURG WASSER Die eingeleiteten internen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und die Einschränkungen durch Quarantänemaßnahmen haben eine Auswirkung auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Des Weiteren kann die aktuelle Knappheit an Arbeitsschutzausrüstung Einfluss auf einen Teil der Leistungserbringung nach sich ziehen. Die in diesem Zusammenhang eingeleiteten Maßnahmen beinhalten unter anderem die Einrichtung eines Einsatzstabs, Kontaktminimierung, regelmäßige Mitarbeiter- und Kundeninformationen auf Basis der jeweiligen Lageeinschätzung sowie Maßnahmen zur Steuerung und Sicherstellung der Liquidität. Finanzinstrumente Der Wert der Commodity-Derivate (Warenterminkontrakte), die die Basis der strukturierten Strombeschaffung sind, hängt unmittelbar von den Marktpreisen für Strom ab. Die Beschaffungsstrategie der HE ist in erster Linie auf die risikominimierte Eindeckung der zur Versorgung von Kunden der HE benötigten Energiemengen ausgelegt. Eine Beschaffung von Energiemengen zu Spekulationszwecken ist nicht vorgesehen. Die abgeschlossenen Beschaffungspositionen sind bereits vertriebsseitig in voller Höhe durch Verkaufskontrakte bzw. Vertriebsprognosen gedeckt und können vertriebsseitig mit einer Gewinnmarge verkauft werden. Die Gesellschaft bildet gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit auf Basis eines Microhedges bzw. eines Portfoliohedges und verzichtet auf eine Bilanzierung der Beschaffungspositionen zum aktuellen Marktpreis am Bilanzstichtag. Die zum Bilanzstichtag offenen Beschaffungsverträge, die in eine Bewertungseinheit auf Basis eines Portfoliohedges einbezogen wurden, haben ein Nominalvolumen von EUR22,1 Mio. und eine Laufzeit bis Ende 2022. Diese Verträge dienen der Absicherung von Preisänderungsrisiken beim Einkauf von Energie für Kunden auf Basis bestehender Kundenverträge (Back-to-Back-Beschaffung für Geschäftskunden in Höhe von EUR 19,6 Mio.) bzw. erwarteter Verkaufsmengen in der Zukunft. Der Marktwert des Portfolios beträgt am Stichtag insgesamt EUR 52,1 Mio. Erklärung zum Hamburger Corporate Governance Kodex Die Gesellschaft gibt eine Erklärung zum Hamburger Corporate Governance Kodex (HCGK) ab und veröffentlicht diese auf ihrer Internetseite. Vergütungsbericht Das Vergütungssystem der Geschäftsführungen bei HAM BURG ENERGIE ist grundsätzlich so ausgerichtet, dass der überwiegende Teil der Vergütung durch ein Festgehalt definiert wird und darüber hinaus variable Bestandteile vereinbart sind, die erfolgsabhängig an die Erreichung definierter Ziele gekoppelt sind. Die variable Vergütung der hauptamtlichen Geschäftsführer wird vertraglich vom Aufsichtsrat als Höchstbetrag festgelegt. Die tatsächliche Höhe orientiert sich an der Erreichung von Zielen in Bezug auf finanzwirtschaftliche Kennzahlen, an Kennzahlen aus dem Bereich Klimaschutz und an spezifischen Fachkennzahlen des Unternehmens. Über die konkrete Zielerreichung informiert der Aufsichtsratsvorsitzende.
Hamburg, den 31. Januar 2020 Michael Prinz, Geschäftsführer Niederschriftüber die Gesellschafterversammlung der HAMBURG ENERGIE GmbH am 12.06.2020 um 11.00 Uhr in den Räumen der Hamburger Wasserwerke GmbH (HWW), Billhorner Deich 2, 20539 Hamburg Teilnehmende: Herr Dr. Johannes Brunner und Herr Carsten Pohl für die Gesellschafterin Hamburger Wasserwerke GmbH Herr Dr. Brunner und Herr Pohl erklären: Wir sind bevollmächtigt, die Gesellschaftsrechte bei der HAMBURG ENERGIE GmbH wahrzunehmen. Wir verzichten auf die Einhaltung der Vorschriften über Form und Frist der Einberufung einer Gesellschafterversammlung. Wir beschließen Folgendes:
Hamburg, 12.06.2020 Johannes Brunner Carsten Pohl |
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