Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 139047
Vorher
upljft gmbhloved digital GmbH
Eingetragen
18.11.2015
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind Dienstleistungen aller Art im Bereich Social Media Advertising.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Meinikat
seit 19.12.2024
Prokura
Dirk Kedrowitsch
seit 19.12.2024
Prokura
Hendrik auf der Heidt
seit 19.12.2024
Prokura
Johannes Peter Sporer
seit 19.12.2024
Prokura
Stefan Schulte
seit 19.12.2024
Prokura
Armin Jochum
seit 19.12.2024
Geschäftsführer
Nele Ann Zierrath
seit 19.12.2024
Prokura
Lin Lehn
seit 19.12.2024
Prokura
Michael Jacobs
seit 19.12.2024
Prokura
Marcel Büttgenbach
seit 19.12.2024
Prokura
Ann-Katrin Rose
seit 19.12.2024
Prokura
Anna-Maria Wegner
seit 19.12.2024
Prokura
Horst Wagner
seit 19.12.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

20.00% identifiziert80.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
K**** H******thjnk GmbH
10.00%
A**** J*****thjnk GmbH+1
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

loved digital GmbH (vormals: upljft gmbh)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

loved digital GmbH, Hamburg (vormals upljft gmbh)

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die loved digital GmbH (ehem. upljft gmbh) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) mit Sitz in Hamburg, die im Jahre 2015 als Joint Venture von einem der erfolgreichsten Anbieter von Social Media Marketing Technologien, der FACELIFT brand building technologies GmbH (FACELIFT) und der Kreativagentur thjnk ag, Hamburg, gegründet wurde. Mit Vertrag vom 1. Juni 2022 wurde die Gesellschaft zu 100% von der thjnk ag übernommen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Begleitung, Beratung und Umsetzung von Social Media sowie Digitalmarketing-Maßnahmen für Werbekunden jeglicher Art auf allen gängigen Plattformen. Dies kann von reiner Beratung über konzeptionelle und kreative sowie technische Umsetzung von Kommunikationsstrategien bis zur medialen Aussteuerung entsprechender Maßnahmen durch die Mitarbeiter reichen.

Wirtschaftsbericht

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Energiepreisentwicklung belasten die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringen große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum nicht zuletzt wegen eines Lieferstopps oder eines Importembargos für russische Energieträger verschlechtern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 3% im Jahr 2022 und 2,4% im Jahr 2023 jeweils im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Für das Jahr 2024 wird ein weiteres Wachstum von 3% erwartet, da die Erholung der globalen Wirtschaftsaktivität durch eine stabilere geopolitische Lage und eine erhöhte Nachfrage nach technologischen und nachhaltigen Lösungen unterstützt wird.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im Jahr 2022 um 1,9 % zugelegt und im Jahr 2023 ist es um -0,3 % gesunken. Für das Jahr 2024 wird ein moderates Wachstum von 0,2% erwartet, begründet durch geopolitische Unsicherheiten, strukturellen Problemen, Rückgang der Industrieproduktionen und demografische Entwicklungen. Zudem stellen höhere Energiepreise und vorgegebene Klimaziele eine zusätzliche Belastung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft dar. Die Inflationsraten lagen für den Euro-Raum bei 8,4 % und 5,7 % (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023. In Deutschland lag diese bei 7,9% und 6 % (VPI). Laut dem Jahresgutachten 2024 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird für den Euro- Raum eine Inflationsrate von etwa 3,0% gemäß dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) prognostiziert. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. (Quelle: Wirtschaftlicher Sachverständigenrat der Bundesregierung)

Der deutsche Werbemarkt

Nach dem deutlichen Anstieg der Nettodaten um rund 9 Prozent in 2021 aufgrund der Corona- Nachholeffekte, sanken die Netto-Werbeeinnahmen in 2022 leicht um 0,6 Prozent auf 25,7 Mrd. Euro.

Der Grund: die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Konflikts und damit einhergehend die sinkende Konsumneigung.

Auch die digitale Werbung stieg deutlich weniger dynamisch als in den Vorjahren an, wobei wenige Plattformen einmal mehr besser als der Gesamtmarkt abschnitten. Zuwächse erzielten auch die Außenwerbung, Anzeigenblätter, Fachzeitschriften, Direktwerbung, Radio und Kino. Die weiteren Formen kommerzieller Kommunikation stiegen um rund 6 Prozent.

Ein wechselhaftes Jahr auch für die Online-Werbung: In 2022 konnten die Erwartungen der erfolgsverwöhnten Branche nur teilweise erfüllt werden. War die Displaywerbung, zu der auch Video- Instreamwerbung gehört, im Vorjahr noch um rund 25 Prozent gestiegen, legte sie 2022 nur um 1,1 Prozent zu. Vor allem das traditionell starke vierte Quartal blieb hinter den Erwartungen und den Umsätzen des Vorjahres zurück.

Die Internetwerbung setzt sich in der ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V.) - Nettosystematik aus Search, Display Ads (darin enthalten In-Stream Videowerbung), Classifieds und In- Stream Audiowerbung zusammen. Sie erreichte insgesamt 11.824,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11.616,4 Mio. Euro), ein Plus von 1,8 Prozent. Die Suchwortvermarktung stieg hingegen um 3,5 Prozent auf 5.350 Mio. Euro (Vorjahr: 5.170,5 Mio. Euro und +11 Prozent). Die Display-Ads nahmen um lediglich 1,1 Prozent auf 5.178,0 Mio. Euro (Vorjahr: 5.120 Mio. Euro) zu und zeigten damit ein stärker abgebremstes Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren. Der Bereich Classifieds dagegen sank um 3,4 Prozent auf 1.199,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.241,9 Mio. Euro). Die Entwicklung innerhalb der Classifieds verlief uneinheitlich mit positiven wie negativen Ergebnissen. (Quelle: ZAW Werbemonitor)

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die Grundlage der Steuerung des Unternehmens sind, gehören grundsätzlich die Entwicklung der Net Sales (Umsatz abzüglich der bezogenen Fremdleistungen) von TEUR 4.568 (Vj. TEUR 4.740) sowie die Rentabilität in Form des EBITDA von TEUR -706 (Vj. TEUR -955) und der EBITDA-Marge von -16% (Vj. -20%). Die EBITDA-Marge ist das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern im Verhältnis zu den Net Sales.

Ertragslage

Ertragslage
in TEUR
2022 2021
REVENUE 21.140 24.418
NETSALES/ GROSSMARGIN 4.573 4.740
PERSONALAUFWAND 3.922 4.639
EBITDA -706 -955
EBITDA MARGE AUFNETSALES -16% -20%

Gegenüber 2021 sanken die Umsätze im Jahr 2022 um -3.278 TEUR auf 21.140 TEUR. Das operative Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) 2022 lag bei -706 TEUR und die damit verbundene EBITDA-Marge zu den Net Sales bei -16% (Vj. -20%).

Gründe für den Rückgang der Umsätze liegen an den Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine Krieges. Durch diese allgemeine Verunsicherung verzögerten sich auch diverse Entscheidungen für eine Beauftragung durch Kunden der loved digital. Diverse Kunden wollten erst einmal die allgemeinen ökonomischen Auswirkungen abwarten, bevor sie in weitere Werbemaßnahmen investieren. Durch eingeleitete strategische Maßnahmen, die sich bis in 2023 erstreckten, und damit verbundenen Umstrukturierungen und Kostenreduzierungen konnte ein Teil des Umsatzrückgangs in 2022 aufgefangen werden. Es wurden im Zuge der Restrukturierung sämtliche Kunden kontaktiert und neue Vertragsverhandlungen initiiert. Die Fokussierung nicht-produktiver Kunden führte zu Vertragsauflösungen und ermöglichte eine valide Prognose für die Folgemonate.

Die beschriebenen Verzögerungen erforderten jedoch eine kontinuierliche Anpassung der Restrukturierungsmaßnahmen. Gleichzeitig wurden durch Restrukturierung, auch im Personalbereich, und Synergien mit der thjnk Gruppe Kosteneinsparungen in den Bereichen Personal, Miete und IT umgesetzt.

Finanzlage

Ein wesentlicher Teil des notwendigen Liquiditätsbedarfs des Unternehmens wird durch die mit den Kunden vereinbarten Werbebudgets bereitgestellt. Diese werden entweder vorab zur Verfügung gestellt bzw. bedürfen eines Abrufes durch die Gesellschaft. Am 27. Oktober 2022 hat die Gesellschaft eine Cash Pooling-Vereinbarung mit der WPP Marketing Communications Germany GmbH, Frankfurt/Main, geschlossen. Hierdurch ist die Zahlungsfähigkeit nachhaltig gesichert.

Der Restwert des Darlehens des ehemaligen Gesellschafters (FACELIFT) beträgt 330 TEUR. Für dieses Darlehen liegt eine unbefristete Rangrücktrittserklärung vor. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine zusätzliche Darlehensaufnahme von der neuen Gesellschafterin, der thjnk ag. Zum 31.12.2022 beträgt die Darlehensverbindlichkeit 2.492 TEUR. In Höhe von 135 TEUR liegt darüber eine unbefristete Rangrücktrittserklärung vor. Die loved digital GmbH (vormals: upljft gmbh) war jederzeit in der Lage, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, zum einen durch die Gesellschaftereinlagen und zum anderen durch das vertraglich fixierte Cash-Pooling.

Vermögenslage
IN TEUR
2022 2021
ANLAGEVERMÖGEN 69 125
UMLAUFVERMÖGEN 4.017 5.244
BILANZSUMME 5.698 6.183
EIGENKAPITAL 0 0

Das Anlagevermögen besteht ausschließlich aus aktivierten Aufwendungen für den Ausbau des Webauftrittes sowie aus Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Berichtsjahr wurden liquiditätswirksame Überführungen der Betriebs- und Geschäftsausstattung in die Konzernmutter thjnk ag in Gesamthöhe von knapp 23 TEUR vorgenommen. Die Mietereinbauten sind fast konstant bei knapp 59 TEUR (VJ:. TEUR 61) geblieben.

In 2022 erwirtschaftete loved digital (vormals: upljft) einen Verlust in Höhe von 814 TEUR. Zusammen mit den bisher angefallenen Verlusten beträgt der zum 31.12.2022 nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag 1.565 TEUR (VJ: 751 TEUR). Die Gesellschaft ist damit bilanziell überschuldet. Zu den Auswirkungen auf die Liquidität bzw. die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft verweisen wir auf die Angaben zur Finanzlage in diesem Lagebericht sowie auf die allgemeinen Hinweise im Anhang.

Aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Neuausrichtung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen Großkunden zum 31.12.2022 erstmals im Intercompany-Bereich ausgewiesen; bisher handelte es sich dabei um einen Dritt-Kunden. Daneben führte das rückläufige Geschäft zum deutlichen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Ebenso aufgrund der neuen Gesellschafterstruktur ergab sich eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei gleichzeitigem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Rückstellungen mit 283 TEUR sind geringer als die aus dem Vorjahr (441 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 283 TEUR (Vj. 431 TEUR) und beinhalten zum größten Teil Rückstellungen für Betriebs- und Nebenkosten (90 TEUR) und für Rechts- und Beratungskosten (64 TEUR).

Der Aufbau im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist auf die von Kunden erhaltenen bisher ungenutzten Media-Budgets zurückzuführen.

Gesamtaussage

Insgesamt verzeichnete die Gesellschaft in 2022 vor dem Hintergrund eher schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis. In 2021 wurde für 2022 eine positive Entwicklung prognostiziert. Diese ist im Laufe von 2022 zu erkennen, aufgrund der anhaltenden schwierigen wirtschaftlichen Lage konnte der prognostizierte EBITDA Wert von -500k jedoch nicht vollständig erreicht werden.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Auch die loved digital GmbH (vormals upljft gmbh) ist in ihrem operativen Geschäft vielfältigen Risiken ausgesetzt, die die Unternehmensentwicklung negativ beeinflussen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden können. Die aktuelle Situation (der Krieg in der Ukraine) verstärkt die Unsicherheiten am Markt. Die Gesellschaft wird von diesen Risiken beeinflusst. Die genauen Auswirkungen sind schwer abschätzbar.

Im Jahr 2022 wurde die Gesellschaft vollständig von der thjnk ag übernommen. Neben der gesellschaftsrechtlichen Übernahme wurde die Gesellschaft im Laufe des Jahres an die operativen Systeme der thjnk Gruppe (inkl. Cash-Pooling der WPP Gruppe) angeschlossen. Nach Einschätzung des Managements ist die Unternehmensfortführung hierdurch sichergestellt.

Prognose für 2023 und 2024

Durch eine gute Auftragslage vermerkt das Unternehmen eine leicht verbesserte Umsatzentwicklung in 2023 im Vergleich zum Jahr 2022. Die Maßnahmen der Konsolidierung, Restrukturierung und Optimierung der Effizienz trugen ebenfalls zu einem verbesserten Ergebnis in 2023 bei.

Gegenüber dem Jahr 2022 liegt für das ungeprüfte Geschäftsjahr 2023 eine Steigerung des EBITDA von ca. 57% vor. Die Net Sales betragen ca. 4,8 Mio. EUR. Dieses Wachstum ergibt sich u.a. aus Fokussierung auf Kernkompetenzen, dem Ausbau bestehender Kunden und der Gewinnung von Neukundengeschäft.

Gleichzeitig gab es Kosteneinsparungen in den Bereichen Personal, Miete und IT. Durch Prozessoptimierungen im Projektmanagement ergeben sich geringere Akquisitionskosten von neuen Projekten/Kunden. Durch Synergien mit der thjnk-Gruppe soll es zu weiteren Kostenoptimierungen kommen. Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, das EBITDA auf etwa -300 TEUR zu reduzieren und in den folgenden Jahren wieder kostendeckend zu wirtschaften. Entsprechend verbessert sich die EBITDA-Marge auf ca. - 6 -7%.

Die seit Beginn 2023 wahrgenommene Wiederbelebung der Marktaktivität wirkte sich positiv für den Jahresverlauf 2023 aus. Für 2024 rechnen wir mit der Fortsetzung dieses Trends.

Ziel der loved digital Strategie ist, neben einem deutlichen Wachstum in den kommenden Jahren, wieder die Rentabilität je Kunde zu steigern. In der mittelfristigen Perspektive ist eine deutlich positive EBITDA Marge das definierte Ziel. Die Chance der Rentabilitätssteigerung, auch durch die nun greifenden Effekte der eingeführten Softwarelösungen, werden als positiv eingeschätzt.

Die umfangreiche Restrukturierung der loved digital GmbH, einschließlich Stellenabbau, Ausgliederung von Serviceleistungen und Prozessoptimierung, ist nahezu abgeschlossen, was das Unternehmen gut für 2024 aufstellt. Die Auftragslage für das erste Halbjahr ist gesichert und wichtige Bestandskunden wurden gebunden, während die Rentabilität durch Effizienzsteigerungen steigt. Eine deutliche Umsatzsteigerung und ein stark verbessertes EBITDA (+420TEUR) werden erwartet.

Chancen

Die Corona-Pandemie hat neben den aufgezeigten Herausforderungen auch Chancen für das Geschäftsmodell der loved digital GmbH hervorgebracht:

Die Kraft des sozialen Beweises

Soziale Medien sind nicht nur Schaufenster für Produkte, sondern auch für Lebensstile. Wenn Influencer und Freunde Produkte verwenden und empfehlen, neigen Follower dazu, diesen Empfehlungen zu vertrauen. Positive Bewertungen und lobende Kommentare von anderen Käufern dienen als sozialer Beweis, der das Vertrauen der potenziellen Käufer in ein Produkt stärkt und sie eher dazu ermutigt, es zu kaufen.

Influencer mit großer Reichweite beeinflussen das Kaufverhalten erheblich. Bewerben sie ein Produkt positiv und ihre Erfahrungen damit, sehen ihre Follower dies oft als sozialen Beweis dafür, dass das Produkt von hoher Qualität und den Kauf wert ist. Die Anzahl der Follower und Likes auf den Profilen ist ein Anhaltspunkt für die Glaubwürdigkeit. Profile mit vielen Followern werden oft als vertrauenswürdiger wahrgenommen und Produkte, die von solchen Profilen unterstützt werden, gewinnen an Ansehen.

Die Bequemlichkeit des Online-Shoppings

Die nahtlose Integration von Einkaufsfunktionen in sozialen Medien hat dem schnellen Kauf per Klick den Weg geebnet. Wenn ein Produkt auftaucht, das den Nutzern gefällt, können sie oft direkt auf die Website gehen und es mit nur wenigen Klicks kaufen.

Online-Shopping boomt. Es ermöglicht den Verbrauchern, Produkte bequem von zu Hause oder unterwegs aus zu kaufen, ohne die Zeit und Mühe aufbringen zu müssen, in Geschäfte zu gehen. Das fördert jedoch Impulskäufe, denn kann etwas ohne Aufwand direkt mit einem Klick erworben werden, sind Menschen eher bereit, diesen Kauf zu tätigen.

Zudem ist es 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche verfügbar. Verbraucher können zu jeder Tagesoder Nachtzeit einkaufen, was Flexibilität und Bequemlichkeit bietet, die über die Geschäftszeiten traditioneller Einzelhandelsgeschäfte hinausgeht.

Online-Marktplätze bieten oft eine breite Auswahl an Produkten aus verschiedenen Kategorien und von verschiedenen Marken. Dies ermöglicht es den Verbrauchern, genau das zu finden, was sie suchen, ohne von Geschäft zu Geschäft zu gehen. (Quelle: Deutsches Institut für Marketing)

Social Media hat in den letzten Jahren einen enormen Einfluss auf die Art und Weise, wie Unternehmen mit Kunden interagieren und ihr Geschäft betreiben. Doch wie steht es um die Social-Media-Nutzung in Deutschland?

● Über 60 Prozent der Deutschen nutzen Social Media, Tendenz steigend.

● Facebook ist immer noch mit Abstand die beliebteste Plattform, gefolgt von Instagram und YouTube.

● Die meisten Social-Media-Nutzer sind zwischen 18 und 49 Jahren alt.

● Für Unternehmen bietet Social Media eine effektive Möglichkeit, ihre Marke zu präsentieren und mit Kunden in Kontakt zu treten.

● Eine gezielte Social-Media-Strategie kann zu höherem Traffic auf der Unternehmens-Website, einer verbesserten Kundenbindung und einer höheren Markenbekanntheit führen.

● Auch kleine und mittelständische Unternehmen können von Social Media profitieren, indem sie gezielte Kampagnen planen und Inhalte teilen, die ihre Zielgruppe ansprechen.

Insgesamt zeigt die Social-Media-Nutzung in Deutschland, dass diese Plattformen für Unternehmen nicht mehr wegzudenken sind. Wer erfolgreich sein will, sollte auf eine intelligente Social-Media- Strategie setzen und sich auf die Bedürfnisse seiner Zielgruppe konzentrieren (Quelle: LinkedIn).

Zudem ist geplant, im Geschäftsjahr 2024 im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung der thjnk- Gruppe verschiedene Gesellschaften der thjnk-Gruppe rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die loved digital GmbH zu verschmelzen, um die Profitabilität der Gesellschaft zu stärken.

Risiken

Hinsichtlich der Risiken für die zukünftige Entwicklung der loved digital spiegeln die Aussagen von ZAWPräsident Andreas F. Schubert im aktuellen ZAW-Bericht auch die Herausforderungen der loved digital wider, mit denen auch wir uns konfrontiert sehen. Die letzten drei Jahre waren durch externe Faktoren wie die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg von einer ungewöhnlichen Volatilität geprägt. Die hohe Inflation und die damit einhergehende Kaufzurückhaltung der Verbraucher sowie steigende Kosten innerhalb der Branche haben im vergangenen Jahr und bis heute zu einer deutlichen Eintrübung der allgemeinen, wirtschaftlichen Lage geführt.

In diesem angespannten Umfeld teilen wir die Besorgnis des ZAW-Präsidenten hinsichtlich einer möglichen Überregulierung. Werbeverbote und übermäßig komplexe Anforderungen an die Marktkommunikation hemmen potentielle Investitionen, die Wertschöpfung von Marken und Unternehmen reduzieren und den Markterfolg von Innovationen gefährden. Darüber hinaus würde die Refinanzierungskraft der Medien stark beeinträchtigt werden. Die wirtschaftlichen Aussichten sind daher als unsicher zu bewerten und wir benötigen ein investitionsfreundlicheres Klima, um Wachstum zu realisieren. (Quelle: ZAW 02.06.2023)

Trotz der wachsenden Begeisterung bezüglich Social Media und damit verbundenen Investitionen können sich Kunden entscheiden, auf Wettbewerber oder größere Inhouse Marketing Abteilungen auszuweichen. Außerdem sind die meisten Aufträge der Kunden projektgebunden und somit von ihnen unmittelbar zu stoppen, zu verzögern oder aber auch komplett zu canceln.

Die Konstanz in den bestehenden Kundenbeziehungen und die Wirtschaftskraft der Kunden in der Gesellschaft bilden eine stabile Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft und aus diesem Grund schätzen wir dies als mittleres Risiko ein.

Das Risiko der Fluktuation von Mitarbeitern und damit eines Verlustes von Know-How ist vorhanden.

Dem wird allerdings mit einer nachhaltigen Personalstrategie im Wege einer persönlichen Ansprache durch die Gründer und die Geschäftsführung, von Incentives und weiteren Personalbindungsmaßnahmen entgegengewirkt. Aufgrund der Marktposition und der ausgezeichneten Reputation ist davon auszugehen, dass das Unternehmen hochqualifiziertes und gut ausgebildetes Personal weiterhin anziehen kann. Auswirkungen der langen Remote Working Phasen und der Lockdowns auf das Mitarbeiter- und Kandidatenverhalten nach Lockerung können derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Wir schätzen die Herausforderungen im Bereich des Humankapitals weiterhin als mittleres Risiko ein.

Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe des Buchwertes. Außenstände werden im operativen Bereich kontinuierlich überwacht.

Möglichen Ausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus besteht eine Kreditausfallversicherung, die im Zweifel rund 90% des Ausfallrisikos trägt. Das Ausfallrisiko wird deshalb zukünftig weiterhin als sehr gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr 2022 einen Verlust von 814 TEUR erzielt und weist zum 31. Dezember 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 1.565 TEUR aus und ist damit weiterhin bilanziell überschuldet. Aus der strategischen Planung für die nächsten fünf Geschäftsjahre ergibt sich insgesamt ein positiver Liquiditätsüberschuss aus der Geschäftstätigkeit. In den Monaten einer Liquiditätsunterdeckung innerhalb des Planungszeitraums wird die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch die Cash Pooling Vereinbarung mit der WPP Marketing Communication Germany GmbH, Frankfurt/Main, sichergestellt. Insofern besteht diesbezüglich kein bestandsgefährdendes Risiko bzw. keine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

 

Hamburg, 1. August 2024

Dirk Kedrowitsch, Geschäftsführung

Vincent Amadeus Hartig, Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 69.045,00 125.631,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.900,00 15.117,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.900,00 15.117,00
II. Sachanlagen 66.145,00 110.514,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.145,00 110.514,00
B. Umlaufvermögen 4.028.949,02 5.241.293,62
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.475.513,60 5.141.409,60
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.369.324,38 5.126.242,28
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 76.205,97
3. sonstige Vermögensgegenstände 29.983,25 15.167,32
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 553.435,42 99.884,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.224,10 62.838,60
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen 1.564.803,55 750.994,26
Summe Aktiva 5.710.021,67 6.180.757,48

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 775.994,26 -245.149,51
III. Jahresfehlbetrag 813.809,29 1.021.143,77
IV. Nachrichtlich: nicht gedeckter Fehlbetrag (Passivausweis) -1.564.803,55 -750.994,26
B. Rückstellungen 283.244,11 441.211,38
1. Steuerrückstellungen 9.840,59
2. sonstige Rückstellungen 283.244,11 431.370,79
C. Verbindlichkeiten 5.058.491,65 5.439.264,64
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.929.665,35 329.746,69
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.202.299,20
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.128.826,30 907.218,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 368.285,91 300.281,46
Summe Passiva 5.710.021,67 6.180.757,48

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 21.139.831,35 24.417.551,91
2. sonstige betriebliche Erträge 21.899,13
3. Materialaufwand 16.588.895,26 19.677.443,16
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.323.298,09 19.433.942,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 265.597,17 243.500,55
4. Personalaufwand 3.922.064,31 4.639.287,97
a) Löhne und Gehälter 3.278.648,58 3.884.319,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 643.415,73 754.968,47
5. Abschreibungen 51.227,00 55.294,07
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 51.227,00 55.294,07
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.356.838,16 1.055.950,53
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 56.515,04 42.315,95
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -31.596,00
Jahresfehlbetrag 813.809,29 1.021.143,77

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

loved digital GmbH, Hamburg (vormals upljft gmbh)

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Abweichend zum Vorjahr werden die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen, anstelle in den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Mit Vertrag vom 1. Juni 2022 hat die thjnk ag, Hamburg, sämtliche Anteile an der loved digital GmbH (vormals upljft gmbh) erworben; somit wurde die loved digital GmbH verbundenes Unternehmen der thjnk Gruppe. Alleinige Gesellschafterin ist die thjnk ag, Hamburg.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr 2022 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 814 (VJ: TEUR 1.021) erzielt und weist zum 31. Dezember 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 1.565 aus. Die Gesellschaft ist damit bilanziell überschuldet. Die Liquidität bzw. die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird durch die Teilnahme am Cash-Pool der WPP-Gruppe gedeckt. Diese seit dem 27. Oktober 2022 wirksame Vereinbarung stellt die Liquidität des der Gesellschaft sicher, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Ohne die Aufrechterhaltung der zeitlich unbegrenzten Cash Pooling Vereinbarung wäre der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Insofern besteht diesbezüglich ein bestandsgefährdendes Risiko bzw. eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma loved digital GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 139047 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen werden über eine Laufzeit zwischen 3 und 12 Jahren abgeschrieben

Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Im aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen bzw. Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und im Vorjahr die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegen die Gesellschafterin bestehen insgesamt Forderungen von TEUR 0 (VJ: TEUR 7 gegen die ehemalige Gesellschafterin).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 (VJ: TEUR 25) ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 96; VJ: TEUR 312) und Provisionen (TEUR 39; VJ: TEUR 55) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben alle, sofern nicht anders angegeben, wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 525 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (VJ: TEUR 4.217) enthalten; davon sind TEUR 518 (VJ: TEUR 0) gegenüber der Gesellschafterin. Zudem sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.492 aus Darlehensverpflichtungen sowie aus der Cashpool-Vereinbarung gegenüber der Gesellschafterin enthalten (VJ: TEUR 246). Für Gesellschafter-Darlehensverbindlichkeiten über TEUR 135 (VJ: TEUR 0) besteht ein Rangrücktritt.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, waren im Vorjahr Verbindlichkeiten von TEUR 13 aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 242 sonstige Darlehensverbindlichkeiten enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 295(VJ: TEUR 375) Steuern und mit TEUR 1 (VJ: TEUR 1) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Darlehen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von TEUR 330 (VJ: TEUR 0) enthalten, für das ein Rangrücktritt besteht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus jährlichen Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 267 (davon TEUR 131 gegenüber der Gesellschafterin), die eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren haben.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 18 (VJ: TEUR 0) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und mit TEUR 1 (VJ: TEUR 0) Fremdwährungserträge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 12 (VJ: TEUR 0) periodenfremde

übrige Aufwendungen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Vincent Amadeus Hartig, Geschäftsführer, Hamburg (ab 29.06.2022)

Dirk Kedrowitsch, Geschäftsführer, Hamburg (ab 29.06.2022)

Dirk Nagel, Geschäftsführer, Hamburg (bis 29.06.2022)

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der genannten Personen wird auf die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB hingewiesen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 2021
Angestellte 58 81
Praktikanten 1 1
Werkstudenten 16 7
75 89

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) der WPP

Deutschland Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRA 47365 (Mutterunternehmen i.S.v. § 290 HGB), einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG veröffentlicht.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt, ist WPP Plc., London/Großbritannien. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite unter SEC File-Nr. 000-16350 auf der Internetseite der SEC, www.sec.gov, Sektion "Filing & Forms" erhältlich.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 wurde die upljft gmbh in die loved digital GmbH umfirmiert.

Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 11. Januar 2024.

Es ist geplant, im Geschäftsjahr 2024 im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung der thjnk- Gruppe verschiedene Gesellschaften der thjnk-Gruppe rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die loved digital GmbH zu verschmelzen, um die Profitabilität der Gesellschaft zu stärken.

 

Hamburg, 1. August 2024

Dirk Kedrowitsch, Geschäftsführung

Vincent Amadeus Hartig, Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die loved digital GmbH (vormals upljft gmbh), Hamburg Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der loved digital GmbH (vormals upljft gmbh), Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden- geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der loved digital GmbH (vormals upljft gmbh), Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Umsatzerlöse waren hinsichtlich ihrer korrekten Periodenabgrenzung nicht abschließend prüfbar, weil die Gesellschaft die Periodenabgrenzung nicht vollständig belegen konnte. Eine hinreichende Klärung konnte von der Gesellschaft bis zur Beendigung unserer Prüfung nicht erbracht werden. Auch durch alternative Prüfungshandlungen konnten wir keine hinreichende Sicherheit über die korrekte Periodenabgrenzung gewinnen. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die allgemeinen Hinweise im Anhang, die Angaben zur Vermögens- und Finanzlage sowie den Risikobericht im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft bilanziell überschuldet ist und ohne die finanzielle Unterstützung durch die Teilnahme am Cash-Pool der WPP-Gruppe der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet ist. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 1. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gez.

Michael Kritzer

und

Frank Hübner

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