Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 201010
Vorher
Birco Baustoffwerk GmbH
Eingetragen
22.1.1987
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Handel mit Baustoffen aller Art sowie sämtliche damit zusammenhängenden und den Geschäftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Keven Ehinger
seit 11.12.2025
Prokura
Andreas Sitter
seit 11.12.2025
Prokura
Patrik Kist
seit 30.6.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Christian Merkel
seit 23.6.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MÜLLER-STEINAG HOLDING AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MÜLLER-STEINAG HOLDING AG
Switzerland
1.054.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BIRCO GmbH

Baden-Baden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER BIRCO GMBH, BADEN-BADEN

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a. Ertragslage

b. Finanzlage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

1. Vergleich mit Vorjahresprognose

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

3. Aussichten für die BIRCO GmbH 2024

IV. Risiko und Chancenbericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Lagebericht gleichgestellt; lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wurde in Teilen des Berichts die männliche Form gewählt.

I. Grundlagen des Unternehmens

BIRCO gehört zu den führenden Anbietern von Rinnensystemen, Regenwasserbehandlungsanlagen und Systemen zur Rückhaltung und Versickerung in Europa.

Die Produkte werden über eigene Vertriebsbüros in Deutschland, Frankreich, Benelux sowie über Vertriebspartner und Lizenznehmer in insgesamt 17 weiteren Ländern vertrieben.

Das Unternehmen entwickelt ausgewogene, ganzheitliche Entwässerungskonzepte für die Kompetenzfelder Schwerlast, Umwelt, Galabau, Design und Projektmanagement und begleitet jeden Arbeitsschritt von der Planung bis zur Realisierung.

Seit Ende 2022 ist Birco eine 100%Tochter der Müller-Steinag Gruppe.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 in einem weiterhin von Krisen geprägten Umfeld ins Stocken geraten. Nach ersten Berechnungen ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % gesunken (Vorjahr + 1,8 %).

Das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone (19 Länder) wuchs nur um 0,4 % (Vorjahr 3,4 %). (Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis); eurostat)

Das Bauhauptgewerbe in Deutschland schließt das Jahr 2023 mit einem nominalen Umsatzplus von 1,3 % ab (Vorjahr +9,8 %) verlor aber real um 5,3 %. Besonders stark war der Umsatzrückgang im Wohnungsbau.

Die durchschnittliche jährliche Produktion im Baugewerbe in der EU ist 2023 nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union um 0,1 % gestiegen. (Quellen: Destatis; Zentralverband des deutschen Baugewerbes; eurostat).

2. Geschäftsverlauf

In Deutschland konnten wir den Umsatz mit unseren Produkten aus Eigenfertigung im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern. Hier waren wir insbesondere im Projektgeschäft erfolgreich.

Auf unseren Exportmärkten mussten wir einen leichten Rückgang verzeichnen.

Insgesamt konnten wir das Jahr 2023 im Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau abschließen. Vor dem Hintergrund der schwierigen Lage im Baugewerbe können wir die Geschäftsentwicklung damit als zufriedenstellend beurteilen.

Unseren Auftragsbestand konnten wir zum Stichtag 31. Dezember 2023 durch den Ausbau unseres Projektgeschäftes nochmals deutlich steigern.

Die Produktion von Rinnen-Systemen zur Oberflächenentwässerung aus Beton im Rüttel-Stampf-Verfahren war im Berichtsjahr ausgelastet.

Die durch den Ukraine-Konflikt ausgelösten Materialengpässe und stark steigenden Preise für Energie und Material im Jahr 2022 haben sich 2023 wieder weitgehend normalisiert.

Die Lagerbestände sind im Vergleich zum 31.12.2022 nahezu gleichgeblieben. Wie im Vorjahr sichert der Lagerbestand den Bedarf für eine höhere Eigenfertigung und die Vorproduktion für bereits abgeschlossene Aufträge für große Infrastrukturprojekte im Jahr 2024.

Die vorgesehenen Maßnahmen zur Wartung und Instandhaltung unserer Produktionskapazitäten wurden planmäßig durchgeführt.

Neuinvestitionen fanden auch 2023 im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie und dem weiteren Ausbau und der Modernisierung unserer Produktions- und Logistik-Infrastruktur statt. Die bisher größte Einzelinvestition von BIRCO, der Bau einer neuen Mischanlage mit einem Investitionsvolumen von über 6 Mio. €, ist seit Mai 2023 in Betrieb.

2023 beschäftigten wir im Jahres-Durchschnitt 157 Mitarbeiter, davon 56 gewerbliche Mitarbeiter und 101 Verwaltungs- und Vertriebsmitarbeiter (inkl. Auszubildende).

3. Lage

Ertragslage

Das Rohergebnis (Rohertrag ohne sonstige betriebliche Erträge) in Höhe von T€ 24.445 ist im Vergleich zum Vorjahr von T€ 24.450 nahezu unverändert, hat sich im Verhältnis zur Gesamtleistung (Summe Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen) (T€ 43.261, Vj.: T€ 43.769) aber um 0,6 Prozentpunkte verbessert.

Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 0,6 Prozentpunkte verbessert.

Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozentpunkte angestiegen. Absolut haben sich die Aufwendungen um T€ 618 erhöht. Dies resultiert hauptsächlich aus Anpassungen der Löhne und Gehälter.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten einen außerordentlichen Ertrag von rund T€ 626. Dieser Ertrag steht im Zusammenhang mit der Umstrukturierung im Vorjahr. In 2023 konnte ein Teil einer aus der Umstrukturierung resultierenden Verbindlichkeit ausgebucht werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich nach dem Sondereffekt im Vorjahr wieder auf einem für uns üblichen Niveau.

Die Abschreibungen haben sich durch die Aktivierung der neuen Mischanlage deutlich erhöht. Ein weiterer Grund für die im Vorjahresvergleich höheren Abschreibungen liegt im Erwerb der Betriebsgrundstücke Ende letzten Jahres. Die operativen Sachkosten sind im Vergleich zum Vorjahr durch den Wegfall der Mietzahlungen für die nun bei der BIRCO GmbH bilanzierten Betriebsgrundstücke und Gebäude gesunken. Dafür ist im Finanzergebnis der Zinsaufwand für das Darlehen des neuen Gesellschafters gestiegen. Dies ist der wesentliche Faktor, weshalb das Finanzergebnis einen um rund T€ 821 höheren Gesamtaufwand als im Vorjahr ausweist.

Im Geschäftsjahr konnte in Höhe von T€ 300 eine Ausschüttung von unserem französischen Tochterunternehmen vereinnahmt werden.

Die Ertragsteuern betragen ergebnisbedingt T€ 420 (Vorjahr T€ 920).

Insgesamt wird ein Jahresüberschuss von T€ 1.781 erzielt.

b. Finanz- und Vermögenslage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Skontierungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die laufenden Investitionen werden aus dem Cash-flow heraus finanziert. Die Investition in die neue Mischanlage wurde über ein Bankdarlehen finanziert. Die Zinsbelastung wurde auf niedrigem Niveau für die nächsten 10 Jahre gesichert. Wechselkursrisiken bestehen keine. Die Anlage steht zum Bilanzstichtag mit 6,13 Mio. EUR in den Büchern und ist im Umfang von 3,9 Mio. EUR fremdfinanziert.

Eine ausreichende Liquidität der Gesellschaft war auch im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Darlehensvereinbarungen mit der Muttergesellschaft haben eine unbestimmte Laufzeit, sodass Tilgungszahlungen jährlich an die Finanzsituation angepasst werden können. Flankierend hat die Muttergesellschaft eine Rangrücktrittsvereinbarung in Höhe von TEUR 16.000 sowie eine harte Patronatserklärung abgegeben, sodass keine Tilgungszahlungen zur Unzeit zu erwarten sind.

Andererseits wird die zukünftige Finanzlage durch die Übernahme der Betriebsgrundstücke aufgrund des Wegfalls bisheriger Mietzahlungsverpflichtungen entlastet sein. Auch diese Investition in Höhe von TEUR 7.025 ist gegenüber der Muttergesellschaft im Rahmen eines unbefristeten Darlehensverhältnisses zurückzuführen.

Die Zusatzbelastung über die Zinszahlungen aus der Übernahme der Passiva bzw. der Anschaffung der Betriebsgrundstücke sollten zunächst in etwa der Entlastung der Mietverpflichtungen entsprechen, sodass sich die Effekte weitgehend ausgleichen. Abhängig von der künftigen Finanzlage können zinsmindernde Tilgungsleistungen erfolgen.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur unserer Gesellschaft wurde im Vorjahr durch einen Gesellschafterwechsel und die damit einhergehenden Maßnahmen stark beeinflusst. Es sei an dieser Stelle auf die Ausführungen im Lagebericht des Vorjahres verweisen.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 254 auf TEUR 41.484 erhöht.

Der Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme erhöhte sich um 6,0 Prozentpunkte auf 38,4 %. Der Anstieg ist in großen Teilen auf die Fertigstellung der neuen Mischanlage zurückzuführen.

Die Vorräte zum Ende des Geschäftsjahres haben sich um T€ 94 auf T€ 6.050 erhöht.

Der Anstieg der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 931 im Verglich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 786. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Stichtagsvergleich um T€ 98 auf T€ 2.478 verringert.

Flüssige Mittel werden zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 1.829 (Vorjahr T€ 3.512) ausgewiesen.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag konnte aufgrund des Jahresüberschusses von T€ 1.781 auf T€ 12.596 verringert werden.

Aufgrund des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages wird wie im Vorjahr ein Eigenkapital von T€ 0 ausgewiesen.

Die Rückstellungen haben sich um T€ 536 verringert, was im Wesentlichen durch die sonstigen Rückstellungen bedingt ist. Innerhalb der sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere die Personalrückstellungen verringert.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vorjahresvergleich um T€ 791 verringert. Der wesentliche Posten der Verbindlichkeiten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Hierin ist die Verbindlichkeit aus dem in 2022 vollzogenen Grundstücks- und Anteilskauf in Höhe von T€ 31.500 enthalten. Tilgungen gab es in 2023 keine. Eine harte Patronatserklärung der seit 2022 neuen Gesellschafterin, der Müller-Steinag Holding AG in der Schweiz, zur Absicherung der Zahlungsverpflichtungen nach deutschem Recht liegt vor. Zusätzlich wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung zur insolvenzrechtlichen Korrektur der Unterbilanz abgeschlossen. Die Unterbilanz resultiert alleine aus der in 2022 vorgenommenen Übernahme von Verpflichtungen im Rahmen der Verschmelzung ohne entsprechende Gegenpositionen auf der Aktivseite. Der "Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag" ist damit vollständig unabhängig von der sowohl im Vorjahr als auch im Berichtsjahr positiven und stabilen Finanz- und Ertragslage zu betrachten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stehen im Zusammenhang mit der neu gebauten Mischanlage. Zum Bilanzstichtag beträgt die Höhe der Bankkredite T€ 3.938.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 3,8 % (Vorjahr: 3,3 %) der Bilanzsumme aus. Diese Verbindlichkeiten können wir regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen begleichen.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Rückgang um T€ 2.004 zu verzeichnen. Eine Verbindlichkeit aus der Umstrukturierung im Vorjahr in Höhe von T€ 3.217 wurde im Berichtsjahr teilweise bezahlt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Einen Überblick über die Entwicklung von BIRCO geben die wesentlichen Kennzahlen aus unserer Unternehmenssteuerung:

Der Rohertrag reduziert sich aufgrund der im Abschnitt "Geschäftsverlauf" dargestellten Entwicklung um T€ 5 von T€ 24.450 im Vorjahr auf T€ 24.445.

Das EBIT ist bereinigt um die Sondereffekte in 2022 und 2023 von T€ 3.188 auf T€ 2.514 gesunken.

5. Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage der BIRCO GmbH ist insgesamt als gut zu beurteilen. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet.

Die Zahlungsbereitschaft war im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit gewährleistet. Die eingeräumten offenen Kreditlinien in Höhe von T€ 2.015 wurden unterjährig teilweise für kurze Zeit in Anspruch genommen.

III. Prognosebericht

Vergleich mit Vorjahresprognose

Im Vergleich zur Prognose des Vorjahres konnten wir unseren Umsatz nicht wie geplant um 4,7% steigern. Wie im Wirtschaftsbericht geschildert, haben wir sowohl Umsatz als auch Rohertrag auf dem Niveau des Vorjahres halten können. Das Betriebsergebnis ist bereinigt um die Sondereffekte in 2022 und 2023 um 21% zurück gegangen.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft tritt seit zwei Jahren auf der Stelle. In ihrem Herbstgutachten senken die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen deutlich nach unten. Im laufenden Jahr 2024 wird das Bruttoinlandsprodukt um -0,1 % schrumpfen.

Auch für die deutsche Bauwirtschaft wird 2024 ein weiteres schwieriges Jahr. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erwarten ein Umsatzminus von 3 %. Besonders stark wird der Rückgang im Wohnungsbau (-13 %) erwartet. Hohe Zinsen und weiterhin hohe Baukosten wirken sich hier negativ aus.

Auch die europäische Bauwirtschaft wird von den schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Zins- und Kostenentwicklung negativ beeinflusst. Hier wird ein Rückgang des Bauvolumens um insgesamt 4 % für die Jahre 2023 und 2024 erwartet.

(Quellen: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose; Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.; ifo/EUROCONSTRUCT)

3. Aussichten für die BIRCO GmbH 2024

Trotz der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage in Deutschland und Europa, planen wir unseren Umsatz im Jahr 2024 mindestens auf dem Vorjahres-Niveau zu halten.

Die ständige Weiterentwicklung unseres Produktportfolios deckt die stetig steigende Nachfrage an Lösungen und Produkten für nachhaltige, ökologische und ökonomische Wasserkreisläufe.

Der grundlegende Bedarf an Wohnraum, sowie der Sanierung und dem Neubau von Infrastruktur und Industriebauten besteht nach wie vor. Die dringend erforderlichen und von der Bauwirtschaft geforderten Maßnahmen der Bundesregierung zur Unterstützung und mehr Planungssicherheit in Form von Investitionen, Wohnungsbauförderung und die Förderung von Infrastrukturprojekten sehen wir als weitere Chance für den Absatz unserer hochwertigen Produkte.

Wir haben für BIRCO mögliche Entwicklungsszenarien erstellt, und gehen darin vorsichtig von einem Rohertrag auf Vorjahresniveau und einem ausgeglichenen Jahresergebnis aus. Unsere Kostenstrukturen haben wir darauf ausgerichtet, effizient in diesem Szenario zu operieren und gleichzeitig auch flexibel auftretenden Risiken zu begegnen aber auch Chancen, die sich ergeben zu nutzen. Weitere strategische Investitionen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung und Portfolio Entwicklung werden wir wie geplant fortführen.

Beim Eintritt anderer nicht gänzlich auszuschließender Szenarien würde beispielsweise bei einem Umsatzrückgang von 10% bei gleichzeitig steigenden Personal-, Energie- und Materialkosten 2024 einen Rückgang beim Rohertrag von voraussichtlich 5 - 10 % resultieren. Beim Betriebsergebnis erwarten wir dann einen Rückgang um 60 - 80 %.

Die Auslastung in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres war zufriedenstellend. Die schwache Konjunktur, insbesondere in Deutschland, schlägt sich auch bei BIRCO in Umsatz und Ertrag nieder. Der Umsatz per September ist nahezu auf Vorjahresniveau aber 6% unter Plan.

IV. Risiko und Chancenbericht

Unser zertifiziertes IMS (Integriertes Management-System) unterstützt den regelmäßigen Informationsaustausch mit unserer Qualitätssicherung. Das Management und die verantwortlichen Mitarbeiter aus den jeweiligen Bereichen (z.B. Vertrieb, Produktion) sind durch den innerbetrieblichen Informationsfluss und regelmäßige Meetings aktuell informiert, so dass Störungen im betrieblichen Ablauf rechtzeitig erkannt und behoben werden können. Organisatorische und technische Risiken sind dadurch eingegrenzt.

Das monatliche Berichtswesen und die Quartalsberichterstattung beinhalten die aktuelle wirtschaftliche Lage mit Analyse der Ist-Situation, die Abweichung zur Planung und eine Prognose der weiteren Entwicklung. Die relevanten Risiken sind frühzeitig erkennbar und können durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen begrenzt werden.

Risikobericht

Konjunktur und Branchenrisiken

Die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Risiken, denen sich die BIRCO GmbH gegenübersieht, hängt von der konjunkturellen Lage in unseren Absatzmärkten ab.

Der fortdauernde Krieg in der Ukraine und weltweit immer neu aufflammende Konfliktherde belasten weiterhin die globale Konjunktur. Es ist nach wie vor nicht vollständig absehbar, in welchem Umfang dies auch Auswirkungen auf unsere Absatz- und Beschaffungsmärkte haben wird. Durch einen Rückgang der Nachfrage kann es zu Umsatzrückgängen kommen, die aktuell in ihrem Ausmaß nicht quantifizierbar sind. Auf der anderen Seite kann es zu Produktionsausfällen bei Lieferanten und dadurch zu Lieferengpässen und einer Verknappung und Verteuerung von Rohstoffen kommen.

Risiken in Forderungen

Wir steuern die Forderungsausfallrisiken durch die laufende Überwachung der Forderungen und ein konsequentes Mahnwesen. Neukunden werden vor Belieferung mit Hilfe von Auskunfteien überprüft und dann erst freigegeben. Internationale Großprojekte werden durch Vorauszahlungen, Bankgarantien oder Akkreditive abgesichert. Für die Forderungen im Euroraum besteht eine Warenkreditversicherung.

Existenzgefährdende Forderungsausfallrisiken bestehen derzeit nicht.

Liquiditätsrisiko

Durch die laufende Erfassung der Zahlungsströme und einer vorausschauenden Liquiditätsplanung werden die Liquiditätsrisiken gesteuert. In Verbindung mit unserem Bestand an Kreditlinien ist unser kurzfristiger Liquiditätsbedarf gesichert.

Rechtliche Risiken, Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Bei wesentlichen Rechtsgeschäften werden mögliche Risiken grundsätzlich durch die Geschäftsführung unter Einbeziehung eines Rechtsanwaltes geprüft. Die in der Baubranche möglichen Gewährleistungs- und Haftungsrisiken aus Schadensfällen und Reklamationen, sind durch wirksame Versicherungen minimiert und werden gegebenenfalls, nach Maßgabe des Vorsichtsprinzips, durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt. Der Umfang der Prozessrisiken wird jährlich durch unseren Rechtsanwalt beurteilt und entsprechende Rückstellungen veranlasst.

Beschaffung

Die Beschaffung bei Fremdlieferanten ist mit den grundsätzlichen Risiken hinsichtlich Lieferfähigkeit, Termintreue, Preisstabilität sowie der Qualität behaftet. Deshalb wird ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl und Entwicklung zuverlässiger Lieferanten gerichtet. Grundsätzlich gilt es, Abhängigkeiten zu einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Bei einzelnen Komponenten ist der mögliche Lieferantenkreis jedoch begrenzt. Diese Quellen werden mit besonderer Aufmerksamkeit betreut.

Unsere Lieferanten werden sorgfältig ausgewählt und mittels Kreditauskunft auf finanzielle Stabilität geprüft. Für die wichtigsten Produktionsmaterialien und Handelswaren haben wir mindestens zwei zertifizierte Lieferanten und ausreichende Sicherheitsbestände aufgebaut.

Durch Beschränkungen in Folge von kriegerischen Konflikten oder aufgrund von Sanktionsmaßnahmen bei Wirtschaftskonflikten, kann es zu einem Ausfall von Lieferketten kommen, so dass für die Produktion erforderliche Roh- und Betriebsstoffe nicht mehr verfügbar wären oder nicht mehr transportiert werden können.

Massiv steigende Preise, keine Preisgarantien der Lieferanten und steigende Transportpreise können zu negativen Margen und damit zu einem Risiko für unser Betriebsergebnis führen. Wir steuern dieses Risiko über eine laufende Nachkalkulation unserer Produkte und Projekte und entsprechende Preisanpassungen am Markt.

Vertrieb

Besondere vertriebliche Risiken sind nicht vorhanden, da unser Geschäftsmodell auf der Entwicklung einer Vielzahl von Kunden und Kooperationen basiert. Damit ist eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden nicht vorhanden.

Personal

Dem zunehmenden Fachkräftemangel begegnen wir dadurch, dass wir BIRCO als Arbeitgebermarke mit attraktiven Angeboten für Mitarbeitende weiter stärken. Gleichzeitig treiben wir die Optimierung und Digitalisierung unserer internen Prozesse voran.

2. Chancenbericht

Die BIRCO GmbH ist seit Jahren ein im Bereich der Oberflächenentwässerung tätiges Unternehmen, welches auch zukünftig Wachstums- und Ertragspotential bietet. Alle Bereiche der Organisation sind darauf ausgerichtet, entsprechende Chancen zu identifizieren, zu analysieren und konsequent zu nutzen, um die Marktposition auch zukünftig zu sichern und auszubauen.

Neben den oben beschriebenen Risiken bestehen, nach unserer Einschätzung, gute Chancen, die einen positiven Einfluss auf die Umsatz-, Ergebnis- oder Liquiditätsentwicklung haben können.

Chancen ergeben sich für uns im Wesentlichen aus

der ständigen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios

Fokussierung auf unsere Kernmärkte in Deutschland und Europa

der Optimierung betrieblicher Prozesse, gestützt auf unser Fertigungs-Know-how in der Produktion sowie den Möglichkeiten der Digitalisierung der internen Abläufe

den Möglichkeiten der Digitalisierung für Maßnahmen der Kundengewinnung und -bindung sowie neuer Geschäftsmodelle

dem gut ausgebildeten Personal

dem stetig wachsenden Bedarf an Ausbau und Sanierung von Infrastruktur und intelligenten, ökologischen Lösungen für das Regenwassermanagement.

Nutzen von Synergieeffekten und enge Zusammenarbeit im Schweizer Absatzmarkt

Gesamtaussage zum Risiko- und Chancenbericht

Entsprechend unserer Unternehmensgröße und Organisation haben wir eine unternehmensinterne Kultur und Kommunikation, die uns eine Wahrnehmung unserer Chancen gewährleistet. Die Risiken sollen minimiert werden.

Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung aufgrund unseres konsequenten Liquiditätsmanagements und der sehr guten Positionierung des Unternehmens im Markt mit unserem Produktportfolio und unserer Erfahrung im Projektgeschäft gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.

Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

 

Baden-Baden, den 21. November 2024

Christian Merkel, Vorsitzender der Geschäftsführung

Peter Krattiger, Geschäftsführer

Dr. Ingo Markgraf, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BIRCO GMBH, BADEN-BADEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 16.691.765,89 14.130
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 136.660,00 124
II. Sachanlagen 15.919.905,89 13.371
III. Finanzanlagen 635.200,00 635
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.895.444,13 12.554
I. Vorräte 6.049.534,23 5.956
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.016.689,01 3.086
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.829.220,89 3.512
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 224.031,86 84
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 76.300,00 84
E. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 12.596.322,87 14.378
41.483.864,75 41.230

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.054.000,00 1.054
II. Kapitalrücklage 3.848.003,94 3.848
III. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000
IV. Bilanzgewinn/-verlust -18.498.326,81 -20.280
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 12.596.322,87 14.378
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.391.943,74 2.928
C. VERBINDLICHKEITEN 39.091.921,01 38.302
41.483.864,75 41.230

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 25.310.460,06 24.811
2. Personalaufwand 11.485.961,23 10.868
a) Löhne und Gehälter 9.292.400,69 8.701
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.193.560,54 2.167
- davon für Altersversorgung: EUR 221.864,20 (Vorjahr: TEUR 285)
3. Abschreibungen 1.272.962,67 776
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.393.904,17 37.734
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 2,67 (Vorjahr: TEUR 0)
5. Erträge aus Beteiligungen 300.000,00 0
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 300.000,00 (Vorjahr: TEUR 0)
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 114,86 0
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 79.297,52 1
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.318.288,36 119
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.104.398,14 (Vorjahr: TEUR 28)
- davon Abzinsungen Rückstellungen: EUR 22.476,43 (Vorjahr: TEUR 20)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 419.860,17 921
- davon latente Steuern: EUR 7.500,00 Vorjahr: TEUR -4)
10. Ergebnis nach Steuern 1.798.895,84 -25.606
11. Sonstige Steuern 17.672,49 0
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.781.223,35 -25.606
13. Verlust-/Gewinnvortrag aus dem Vorjahr -20.279.550,16 5.324
14. Bilanzverlust -18.498.326,81 -20.282

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

DER BIRCO GMBH, BADEN-BADEN

I. Allgemeine Angaben, Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Allgemeine Angaben

Die Birco GmbH mit Sitz in 76532 Baden-Baden, Herrenpfädel 142, ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 201010.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft im Hinblick auf die Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungsvorschriften eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Angaben der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 5 Jahren.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 50 Jahre) linear vorgenommen. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu EUR 1.000,00 werden im Jahr der Anschaffung in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. mit dem beizulegenden Wert.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese enthalten die Einzelkosten, Sonderkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen bewertet. Erkennbaren Ausfallrisiken einzelner Forderungen wird grundsätzlich durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% vorgenommen.

Die Pensionsrückstellung ist aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Für die Berechnung wurde die Projected-Unit-Credit-Methode mit den Sterbetafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zur Anwendung kommt das Teilwertverfahren unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 1,83 %. Die Einbeziehung einer erwarteten Lohn- und Gehaltsdynamik, eines Fluktuationstrends und einer Rentendynamik ist aufgrund der vertraglichen Grundlagen entbehrlich. Bei der Abzinsung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, den durchschnittlichen Marktzinssatz bei angenommener Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Wertansätzen gemäß § 253 Abs. 2 und § 253 Abs. 6 HGB (Zinssatz 1,83 % versus Zinssatz von 1,75 %) beträgt EUR 4.527,00 (ausschüttungsgesperrter Betrag).

Die Sonstigen Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag bewertet. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind ebenso berücksichtigt wie künftige Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 bzw. S. 2 HGB abgezinst.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde nach den Grundsätzen der IDW-Stellungnahme RS HFA 3 vom 19. Juni 2013 bewertet. Den Berechnungen liegen die Grundwerte aus den Heubeck-Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck sowie ein Rechnungszins von 1,72 % und ein Gehaltstrend von 3,6 % zugrunde.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihren künftigen Erfüllungsbeträgen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

II. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungsspiegel zum 31. Dezember 2023:

davon Restlaufzeiten
Gesamt
EUR
unter 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 879.812,46 879.812,46 0,00 0,00
Vorjahr 94.450,66 94.450,66 0,00 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.136.876,55 3.136.876,55 0,00 0,00
Vorjahr 2.992.540,02 2.992.540,02 0,00 0,00
Gesamt 4.016.689,01 4.016.689,01 0,00 0,00
Vorjahr 3.086.990,68 3.086.990,68 0,00 0,00

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 0) zugleich Forderungen gegen Gesellschafter.

3. Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage resultiert vollständig aus anderen Gewinnrücklagen.

4. Bilanzverlust

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag von EUR -20.279.550,16 enthalten.

5. Ausschüttungssperre / Latente Steuern

Für die Ausschüttung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 84).

Im Geschäftsjahr 2023 werden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 84) ausgewiesen. Diese resultieren aus unterschiedlichen steuer- und handelsrechtlichen Wertansätzen von Rückstellungen.

Zusätzlich bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge aus der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 5.

6. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Aufwendungen und Erträgen

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen und Altersteilzeit sind teilweise durch Rückdeckungsversicherungen gesichert. Die Rückdeckungsversicherungen dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem versicherungsmathematisch ermittelten Aktivwert.

Entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden die Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen (Pensionszusagen) sowie Altersteilzeit (in Summe EUR 1.221.744,00) mit den verrechnungsfähigen Vermögenswerten (in Summe EUR 676.631,77) sowie die dazugehörigen Aufwendungen (in Summe EUR 22.907,42) und Erträge (in Summe EUR 431,00) saldiert.

7. Sonstige Rückstellungen

Die Sonstige Rückstellungen betreffen insbesondere Rückvergütungen für Kunden (EUR 1,2 Mio.) und Personalaufwendungen (EUR 0,6 Mio.).

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023:

davon Restlaufzeiten
Gesamt
EUR
unter 1 Jahr
EUR
größer 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
davon gesichert
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.937.500,00 450.000,00 3.487.500,00 1.687.500,00 3.937.500,00
Vorjahr 1.827.413,61 450.000,00 1.377.413,61 475.000,00 1.827.413,61
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 66.881,45 66.881,45 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 31.975.896,11 275.896,11 31.500.000,00 26.500.000,00 2.000.000,00
Vorjahr 31.589.585,71 1.500.000,00 30.089.585,71 24.089.585,71 2.000.000,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.111.643,45 3.111.643,45 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 4.885.060,46 4.885.060,46 0,00 0,00 0,00
Gesamt 39.091.921,01 3.904.421,01 34.987.500,00 28.187.500,00 5.937.500,00
Vorjahr 38.302.059,78 6.835.060,46 31.466.999,32 24.564.585,71 3.827.413,61

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden teilweise über die Grundschuld abgesichert.

Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren nahezu vollständig aus einer Kaufpreisverpflichtung gegenüber einem Altgesellschafter.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 66.881,45 (Vorjahr TEUR 0).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

9. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen von EUR 22.476,43 (Vorjahr TEUR 20).

10. Erträge im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von TEUR 626. Diese stehen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung auf der Gesellschafterebene im Vorjahr. Insoweit verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter Abschnitt II. Wirtschaftsbericht.

11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 284 sonstige finanzielle Verpflichtungen (insb. aus Kraftfahrzeug-Leasingverträgen). Hiervon sind innerhalb eines Jahres TEUR 149 und innerhalb von ein bis fünf Jahren TEUR 135 fällig.

12. Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 18.498.326,81 - resultierend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.781.223,35 und dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 20.279.550,16 - auf neue Rechnung vorzutragen.

III. Sonstige Pflichtangaben

1. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

- Herr Christian Merkel; Leitung Technik, Betrieb und Vertrieb sowie kaufmännischer Bereich; Baden-Baden,

- Herr Peter Krattiger; Strategieentwicklung; Amlikon-Bissegg / Schweiz,

- Herr Dr. Ingo Markgraf; Leitung Personal, Digitalisierung, Forschung und Entwicklung; Köln (seit 1. September 2023)

alle Einzelvertretung

Unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

2. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 56 Arbeiter, 95 Angestellte und 5 leitende Angestellte beschäftigt.

3. Anteilsbesitz

Jahr Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
Birco France SAS, Reichstett, Frankreich 2023 100,00 672 121

4. Konzernzugehörigkeit § 285 Nr. 14, 14a HGB

Mutterunternehmen ist die MÜLLER-STEINAG HOLDING AG, Ennetmoos / Schweiz, die den Konzernabschluss für den größten Kreis und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss liegt in der Schweiz vor.

 

Baden-Baden, den 21. November 2024

Birco GmbH

Christian Merkel

Peter Krattiger

Dr. Ingo Markgraf

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.179.497,91 103.158,89 0,00 41.000,00 1.241.656,80
Geleistete Anzahlungen 2.625,00 0,00 0,00 0,00 2.625,00
1.182.122,91 103.158,89 0,00 41.000,00 1.244.281,80
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.025.000,00 417.557,83 2.907.790,25 0,00 10.350.348,08
Technische Anlagen und Maschinen 4.067.664,28 111.902,34 3.655.207,76 0,00 7.834.774,38
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.723.709,68 426.551,62 48.617,44 655.872,57 9.543.006,17
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.868.428,85 2.775.598,03 -6.611.615,45 0,00 32.411,43
24.684.802,81 3.731.609,82 0,00 655.872,57 27.760.540,06
III. Finanzanlagen
Anteile an Verbundene Unternehmen 630.000,00 0,00 0,00 0,00 630.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.200,00 0,00 0,00 0,00 5.200,00
635.200,00 0,00 0,00 0,00 635.200,00
26.502.125,72 3.834.768,71 0,00 696.872,57 29.640.021,86
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.058.990,91 89.630,89 0,00 41.000,00 1.107.621,80
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.058.990,91 89.630,89 0,00 41.000,00 1.107.621,80
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.863,00 243.407,14 0,00 0,00 256.270,14
Technische Anlagen und Maschinen 2.720.572,28 499.060,58 27.160,00 0,00 3.246.792,86
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.579.739,68 440.864,06 -27.160,00 655.872,57 8.337.571,17
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
11.313.174,96 1.183.331,78 0,00 655.872,57 11.840.634,17
III. Finanzanlagen
Anteile an Verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12.372.165,87 1.272.962,67 0,00 696.872,57 12.948.255,97
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.035,00 120.507,00
Geleistete Anzahlungen 2.625,00 2.625,00
136.660,00 123.132,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.094.077,94 7.012.137,00
Technische Anlagen und Maschinen 4.587.981,52 1.347.092,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.205.435,00 1.143.970,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.411,43 3.868.428,85
15.919.905,89 13.371.627,85
III. Finanzanlagen
Anteile an Verbundene Unternehmen 630.000,00 630.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.200,00 5.200,00
635.200,00 635.200,00
16.691.765,89 14.129.959,85

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BIRCO GmbH, Baden-Baden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BIRCO GmbH, Baden-Baden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BIRCO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Baden-Baden, den 22. November 2024

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schell, Wirtschaftsprüfer

Hiss, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses/Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der BIRCO GmbH wurde am 11. Dezember 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Dort wurde beschlossen, dass der erzielte Jahresüberschuss, einschließlich eines Verlustvortrages aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR -20.279.550,16 mit insgesamt EUR -18.498.326,81 in das Geschäftsjahr 2024 vorgetragen wird.

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