KFD TopCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nico Gerlach seit 2.7.2025 | Geschäftsführer |
Marten Hilbertz seit 11.1.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 9.08% | |
| 0.44% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Husk HoldCo AB | 90.48% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KF Design GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024KF Design GmbH1. Grundlagen des Unternehmens Die KF Design GmbH mit der Marke REMEMBER® ist ein führender Anbieter für individuelle Design-, Lifestyle- und Geschenkartikel. Aufgrund der hohen Qualität und Innovationskraft wurde das Unternehmen vielfach mit renommierten Design-Preisen ausgezeichnet. Aus Sicht des Endverbrauchers steht REMEMBER® für eine Marke, die mit hoher Innovationskraft und attraktiven Preispunkten eine breite Anzahl von Konsumenten erreicht. Das durch Marktstudien abgesicherte und identifizierte Marktpotential bietet große Wachstumschancen im B2C/Endverbrauchergeschäft. Aus Sicht des Handels ist REMEMBER® ein "Frequenzbringer" mit einem attraktiven Sortiment und Marge und ist damit ein Türöffner für viele Händler stationär und online. Ergänzend hierzu haben wir im Rahmen der Unternehmensstrategie unsere "Vision" und "Mission" überarbeitet und geschärft: Unsere Vision: Wir wollen farbenfrohes Design schaffen, das Freude und Begeisterung in die Welt bringt. Design, das alltäglich genutzt wird, dass die Menschen überrascht und dazu inspiriert, ihre Individualität auszudrücken. Unsere Mission: Unsere Mission ist es, mit unserem einzigartigen Designstil, bei dem der gekonnte Einsatz unserer besonderen Farb-DNA im Focus steht, alltägliche Dinge mit viel Leidenschaft neu zu gestalten. An unserer Vision und Mission richten wir unser zukünftiges Handeln aus, diese bilden damit weitere Unternehmensgrundlagen. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. HDE-Umsatzprognose für 2024: Umsätze im Einzelhandel steigen um 3,5 Prozent Nach einem schwierigen 2023 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit zumindest leicht verbesserten Umsätzen für den Einzelhandel im laufenden Jahr. Im Vorjahresvergleich steigen die Umsätze demnach nominal um 3,5 Prozent, real entspricht das einem Plus von einem Prozent. Gleichzeitig bleiben aber viele Risiken für den Konsum. Dazu gehören die Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie der sich verschärfende Arbeitskräftemangel. HDE-Präsident von Preen warnt zudem vor den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gefahren einer Politik der Ausgrenzung und Intoleranz. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) | 2024, HDE-Pressemitteilungen 2024 2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Das Wachstum im Onlinehandel bleibt 2023 recht verhalten. Immerhin ist mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent bzw. 0,8 Mrd. Euro auf 85,4 Mrd. Euro (netto - auch im Folgenden) eine leicht positive Tendenz zu verzeichnen. Der Onlineumsatz ist damit 44,3 Prozent höher als 2019 - vor der Corona-Sonderkonjunktur. In der Branchenbetrachtung zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Alles, was das Zuhause schöner macht, hat 2023 an Umsatz verloren, wie Wohnen und Einrichten (-3%), Heimwerken und Garten (-3%) und CE/Elektro (-2,5%). Produkte für die persönliche Ausstattung, Freizeit, Gesundheit, Ernährung und Schönheit liegen hingegen im Plus - wie FMCG mit +8,7%. Quelle: HDE Online Monitor 2024 2.3 Entwicklung der KF Design GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr 2023/2024 ist im Nettoumsatz durch die Konzentration auf profitable Fokus Kunden und Märkte sowie Print Aktivitäten rückläufig zum Vorjahr. Aufgrund der gestiegenen Wertschöpfung durch striktes Kosten -und Margenmanagement jedoch wieder profitabel mit einem positiven EBITDA. Die im Rahmen unseres 'Aktionsplans zur Zukunftssicherung' eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zeigen bereits signifikante Erfolge und sichern den erfolgreichen Turnaround im ersten Jahr der Restrukturierung. 3. Lage des Unternehmen 3.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der KF Design GmbH reduzierte sich zum 30. Juni 2024 um 1,8 % auf 9.721 TEUR (Vorjahr: 9.897 TEUR). Diese Veränderung resultiert primär aus der Reduktion der Vorräte und der Senkung der Kreditverbindlichkeiten. Darüber hinaus wurde eine Sonderabschreibung in Höhe von 200 TEUR auf den Webshop vorgenommen. Diese resultiert aus dem Rückbau auf eine Standard-Technologie, um die Kompatibilität mit bestehenden Schnittstellen sowie zukünftigen Aktualisierungen sicherzustellen. Die Vorräte wurden konsequent um 20 % auf 3.694 TEUR reduziert (Vorjahr: 4.612 TEUR). Dies gelang durch optimierte Einkaufsprozesse, stringente Bestandsmanagementstrategien sowie gezielte Abverkäufe von Überbeständen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 26 % auf 5.177 TEUR gestiegen (Vorjahr: 4.097 TEUR). Dies ist im Wesentlichen auf die Verlustübernahme durch den Gesellschafter KFD BidCo GmbH im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft belaufen sich auf 4.163 TEUR (Vorjahr: 3.333 TEUR). Das Eigenkapital stieg durch die Einlage in die Kapitalrücklage auf 4.432 TEUR (Vorjahr: 2.265 TEUR), wodurch die Eigenkapitalquote erheblich von 23 % auf 46 % verbessert wurde. Im Berichtsjahr wurden seitens der schwedischen Konzernmutter weitere 1,5 Mio. EUR Darlehen gewährt. Mit Beschluss vom 28. Juni 2024 wurden sämtliche Darlehensverbindlichkeiten der Konzernmutter (2,0 Mio. EUR) inklusive der aufgelaufenen Zinsen (167 TEUR) in die freie Kapitalrücklage überführt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um 31 % auf 3.662 TEUR reduziert (Vorjahr: 5.326 TEUR), da Teile der Darlehen durch Kapitalzuführungen und betriebliche Liquiditätsverbesserungen abgelöst wurden. 3.2. Finanzlage Der operative Cashflow betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 845 TEUR und verbesserte sich damit deutlich im Vergleich zum Vorjahr (-1.331 TEUR). Trotz Umsatzrückgängen konnte durch eine Reduzierung der Bestände, optimiertes Kostenmanagement und geringere operative Verluste ein positiver Effekt auf die Liquidität erzielt werden. Die bestehenden Kreditlinien bei Banken über 6,0 Mio. EUR wurden weiterhin eingehalten und sind mindestens bis Juli 2025 gesichert. Zudem wurde die Kapitalrücklage durch Gesellschaftereinlagen gestärkt, wodurch die finanzielle Stabilität weiter gefestigt wurde. 3.3. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2023/24 schloss erneut mit einem Jahresüberschuss von 0 EUR ab. Vor Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft belief sich der Jahresfehlbetrag auf -765 TEUR (Vorjahr: -6.105 TEUR). Das spiegelt die erfolgreiche Umsetzung unseres Aktionsplans zur Zukunftssicherung im ersten Jahr der Restrukturierung wider. Die Umsatzerlöse sanken im Vergleich zum Vorjahr um -24 % auf 13.003 TEUR (Vorjahr: 17.038 TEUR). Dies ist hauptsächlich auf den Abbau unrentabler Absatzkanäle und Marketingmaßnahmen zurückzuführen in einem aktuellen Marktumfeld, das durch eine starke Kaufzurückhaltung geprägt ist. Damit lagen wir - weiter unterstützt durch ein optimiertes Produktportfolio - im Umsatz deutlich über Plan (+7%, +0,9 Mio. EUR). Der Materialaufwand reduzierte sich um -44 % auf 4.361 TEUR (Vorjahr: 7.798 TEUR), wodurch sich die Rohertragsmarge verbesserte. Der Personalaufwand sank um -47 % auf 2.512 TEUR (Vorjahr: 4.712 TEUR), was vor allem durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und den gezielten Abbau von Personalkosten bedingt war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um -44 % auf 5.964 TEUR (Vorjahr: 10.622 TEUR). Besonders hervorzuheben ist die drastische Senkung der Marketingkosten (-63 %) sowie Einsparungen bei Beraterkosten. Der Fokus auf nachgewiesen profitable Marketingmaßnahmen hat die Effektivität und damit den ROI deutlich gesteigert. Das EBITDA betrug knapp +0,3 Mio. EUR (Vorjahr -5,8 Mio. EUR) und spiegelt damit die erfolgreiche Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen wider, insbesondere durch signifikante Kostenoptimierungen. Ausblick: Im laufenden Geschäftsjahr 2024/25 wird eine weitere Steigerung der Profitabilität durch Effizienzsteigerungen, optimierte Kostenstrukturen und durch die weitere Erschließung profitabler Vertriebslinien und Märkte erwartet. 4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Voraussichtliche Entwicklung Im kommenden Geschäftsjahr werden wir unseren erfolgreich eingeleiteten Kurs zur Sanierung der Unternehmung fortsetzen. Focus ist die Marktperformance mit Distributionsausbau und Eintritt in neue Kundensegmente. Bestandskundenreaktivierung und Neukundengewinnung sind zentraler Teil unserer Wachstumsstrategie. Geschäftsverlauf und Prognose § Ertragslage: Die konsequente Fortführung der Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere der im Rahmen einer Reorganisation erfolgte Personalabbau, die Anpassungen im Marketingbudget und weiterer Kostensenkungsmaßnahmen haben zu einer deutlichen Reduktion unserer Kostenstruktur geführt. Die gesteigerte Effizienz und Effektivität unserer Vertriebs- und Marketingmaßnahmen, sowohl im B2C/Endverbrauchergeschäft online und im Printbereich als auch im B2B Händlergeschäft, haben zu einer signifikanten Steigerung des Return on Invests und einer Verbesserung der Ertragslage geführt. § Umsatz und Ergebnis: Für das laufende Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir durch den Distributionsausbau wieder eine positive Umsatzentwicklung. § Die Fortführung der Kostensenkungsmaßnahmen und Margenwachstum werden im Ergebnis ein positives EBITDA und Net Income erzielen. § Finanzierung: Im 2. Halbjahr des kommenden Geschäftsjahres stehen Bankengespräche an zur Verlängerung der Kreditlinien über das Ende des lfd. Geschäftsjahres an. Wir erwarten einen positiven Abschluss der Gespräche. § Mit der Muttergesellschaft KFD BidCo GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag (EAV) vom 21. Juni 2023. Der mittel-/langfristige Forderungsausgleich hieraus erfolgt durch zu erwartende Überschüsse in den nächsten Jahren unter sonst gleichen Bedingungen "ceteris paribus" Zukunftsaussichten Mit Blick nach vorne setzen wir weiterhin Maßnahmen ein, die ein nachhaltiges profitables Wachstum sichern. Im Business Case erwarten wir in den Folgejahren eine branchenübliche Rendite. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir einen Umsatz von über 15 Mio. EUR bei einem voraussichtlichen deutlich positiven EBITDA und einem positiven Jahresergebnis. Die Maßnahmen zur Internationalisierung und die Weiterentwicklung unseres Online-Marketings bieten zusätzliche Wachstumspotenziale, die wir gezielt nutzen. Der Neuaufbau unseres Webshops und die Integration des Qualitätsmanagements in die frühe Phase der Produktentwicklung tragen maßgeblich zur Erhöhung der Effizienz und zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit bei. Insgesamt sehen wir unser Unternehmen auf einem guten Weg zu nachhaltigem, profitablem Wachstum durch Stärkung und Ausbau unserer Marktposition national und international. 4.2. Chancen Ein besonderes Hauptaugenmerk richten wir auf unser E-Commerce Business, das die zentrale Stellschraube und Triebfeder für unser zukünftiges Wachstum darstellt. Weitere Themenfelder, die im kommenden Geschäftsjahr schwerpunktmäßig bearbeitet werden, sind Strategie, Prozessoptimierung und Organisationsentwicklung. Wir sehen langfristig großes Wachstumspotenzial durch verstärkte Neukundengewinnung sowohl im Endverbraucher- als auch im Händlergeschäft ebenso wie durch eingeleitete Maßnahmen zum Ausbau und Reaktivierung unserer Bestandskunden. Das im Endverbrauchergeschäft identifizierte Marktpotenzial unserer Zielgruppe ist mit aktuell weniger als 2 % bei weitem nicht ausgeschöpft, wie die in Auftrag gegebene Marktforschungsstudie "Caspar Feld" bestätigt. Im B2B/Händlergeschäft sehen wir Wachstumschancen durch "Roll-Out" der Konzepte bei Filialisten und Verbänden. Internationalisierung: Der Ausbau des internationalen Vertriebs zeigt weiterhin gutes Wachstum. Wir konnten das Geschäft mit internationalen Schlüsselkunden deutlich ausbauen und erwarten weiterhin starke Zuwächse. Der neue Webshop bietet eine solide IT-Basis für die weitere Internationalisierung im B2C-Geschäft, einem wesentlichen Treiber für profitables Wachstum. Neuprodukteinführungen: Unser Sortiment wurde erfolgreich durch zahlreiche Produktneuheiten ergänzt, was die Attraktivität der Marke REMEMBER® steigert. Damit haben Neuprodukte einen signifikanten Anteil am Umsatz- und Margenwachstum durch die Ausweitung des Portfolios. Distributionsausbau B2B: Wir sehen deutliches Potential bei der Erweiterung unserer Distribution im B2B Bereich, v.a. über Filialisten und Verbände. So konnten wir bereits im aktuellen Jahr sichtbare Erfolge verzeichnen und hierdurch unsere Markenbekanntheit steigern. Hohe Logistikqualität: Seit der Integration der Logistik und Lagerhaltung ins Unternehmen hat sich unsere Lieferqualität und -geschwindigkeit nachhaltig verbessert. Wir planen, diese Qualität ebenso wie unser Logistikkonzept im kommenden Geschäftsjahr weiter zu optimieren. Hohe Warenverfügbarkeit: Trotz verzögerter Lieferketten aufgrund der Weltlage haben wir eine sehr gute Produktverfügbarkeit sichergestellt. Mit der Normalisierung der Lieferketten werden wir unsere Lagerreichweiten anpassen, ohne die Lieferfähigkeit zu beeinträchtigen. Optimierung des Qualitätsmanagements: Durch die Integration des Qualitätsmanagements in die frühen Phasen der Produktentwicklung können wir potenzielle Fehler frühzeitig identifizieren und im Designprozess beheben. Dies reduziert Folgekosten und optimiert die Retourenquote. Verbesserung der IT-Systeme / ERP-System: Eine wesentliche Chance liegt in der Weiterentwicklung unserer IT-Systeme. Die Einführung eines neuen ERP-Systems, der Ausbau unseres BI-Systems zur Optimierung von Reporting- und Analyseprozessen sowie von CRM- und Kampagnenmanagementsystemen wird unsere Effizienz und Effektivität weiter steigern. 4.3. Risiken Wir bewegen uns weiterhin in einem volatilen Marktumfeld mit einer starken Kaufzurückhaltung und verweisen hierzu auf die einschlägigen Medien und Prognosen. Diesem werden wir entgegengetreten durch ein attraktives Neuproduktprogramm mit Preispunkten, die auch in einem schwierigen Marktumfeld den Verbraucher überzeugen. Risiken ergeben sich durch die nicht abschließend zu beurteilende Auswirkung des Konsumklimas der und Unsicherheiten in der allgemeinen Weltlage auf das Kaufverhalten. Das gleiche gilt für die Beschaffungspreise (u.a. höhere Transportkosten auf den Schiffwegen aus Asien) und Erhöhungen von Löhnen und Gehältern. Die ausgeprägte Saisonalität unseres Geschäftsmodells und damit einhergehende Liquiditätsbedarfe in der Vorsaison zur rechtzeitigen Bevorratung der Produkte führen ebenfalls zu einem Risiko durch die Kapitalbindung in Beständen. § Um mögliche negative Kosteneffekte auf die Bruttomarge zu reduzieren, passen wir nach regelmäßigen Reviews die Verkaufspreise selektiv an und achten auf optimierte Margen bei Neuprodukten. § Forderungsverluste versuchen wir durch ein zeitnahes Überwachungs- und Mahnwesen geringer zu halten. Im B2B/Händlergeschäft wurde eine COFACE Kreditausfallversicherung zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos abgeschlossen. Im B2C/Endverbrauchergeschäft wird mit der Einführung neuer Online-Zahlungsmöglichkeiten (neben Paypal u.a. Kreditkarten und gesicherter Kauf auf Rechnung) das Forderungsausfallrisiko weiter reduziert. § Maßnahmen zur Reduktion von Ineffizienzen in unseren Kostenstrukturen sowie zur Fokussierung auf effektiven Einsatz unserer Finanzmittel sind eingeleitet und werden weiterhin optimiert. Die gestiegenen Bestände zur Sicherung der Warenverfügbarkeit erhöhen das Risiko aufgrund hoher Reichweiten auf einzelnen Artikeln. Hohe Lagerbestände führen zu gestiegenen Lagerkosten bei der Anmietung externer Lagerflächen. Gestiegene Energiekosten können zu weiteren Kostenerhöhungen bei unseren Dienstleistern führen. § Um den Bestandsrisiken bei einzelnen Produkten Rechnung zu tragen, wurden im Jahresabschluss ausreichende Wertberichtigungen auf Bestände berücksichtigt. § Desweiteren ist die weitere Optimierung der Bestände ein Fokusthema für das nächste Geschäftsjahr. So werden die Planungsprozesse für eine genauere Bedarfsplanung professionalisiert und Artikel mit Überreichweiten durch gezielte Abverkaufsaktivitäten reduziert. § Durch die Reduktion der Bestandsreichweiten werden die notwendigen Kosten für externe Lagerhaltung reduziert. Logistikkapazität und Effizienz: Unsere Lagerkapazität im Hauptlager Krefeld ist begrenzt. Das erwartete weitere Wachstum erfordert Maßnahmen zum Ausbau der Versandkapazität. § die Kapazität im Versandbereich ist wurde bereits durch zusätzliche Packtische erhöht, so dass wir unsere geplanten steigenden Mengen liefern können. § Durch die Zusammenarbeit mit Leiharbeiterfirmen und durch ein Netzwerk an Aushilfen können wir die notwendige Personalkapazität bereitstellen. § Neben möglichen Anpassungen im Schichtmodell sehen wir weitere Effizienzpotentiale bei der Optimierung der Pick- und Packprozesse. Innerhalb der Geschäftsführung und Management Team gibt es keine Veränderungen zum Vorjahr.
Krefeld, 30.12.2024 Gerd Giesen Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung wird durch außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren gemeinen Wert abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 83.252,91 EUR. Die Steuerrückstellungen beinhalten die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer des Jahres 2022. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Hierin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 200.000,00 EUR. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 806.113,45 EUR. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 1.187.238,29 EUR. Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Unter Anderem waren folgende antizipative Sachverhalte in Höhe von 34.551,36 EUR zu berücksichtigen:
Sämtliche Ansprüche haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die Barwertmethode angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Der handelsrechtliche Rechnungszins ergibt sich, indem die von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Juni 2024 veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren auf Juni 2023 fortgeschrieben werden. Auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen war eine Auflösung der Rückstellungen erforderlich. Es wird jedoch vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht, die Überdeckung beträgt zum 30.06.2024 609,80 EUR. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 924,00 EUR. Eine Ausschüttungssperre besteht aufgrund des Gewinnabführungsvertrags nicht. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Rückdeckungsversicherungsansprüche, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Die bisherigen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen (Muttergesellschaft, Husk HoldCo AB, Schweden) wurden zum 30. Juni 2024 in Höhe von 2.167.127,23 EUR in die Kapitalrücklage umgewandelt. Latente Steuern Von dem Wahlrecht, keine latenten Steuern abbilden zu müssen, haben wir Gebrauch gemacht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB). Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen: Sicherheiten - Poolvereinbarung Mit den Kreditinstituten Sparkasse Krefeld als Poolführer und Commerzbank wurde ein Sicherheiten - Poolvertrag abgeschlossen. Barkreditlinien wurden in Höhe von insgesamt 6.000.000,00 EUR bis 31. Juli 2025 eingeräumt. Die Barkreditlinie der Sparkasse Krefeld wurde durch Aufnahme eines Geldmarktkredites in Höhe von 1.500.000,00 EUR gekürzt. Sicherheiten- verbundene Unternehmen Zur weiteren Absicherung der Liquidität wurde ein Darlehensvertrag der Husk HoldCo AB in Höhe von 4.000.000,00 EUR zum Abruf bereitgestellt, wovon bereits 2.000.000,00 EUR abgerufen wurden. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 15.776,37 EUR (Vorjahr: 18.656,63 EUR). Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 20.195,17 EUR (Vorjahr: 40.594,29 EUR). Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer - Herr Alexander Daniel Euler (Kaufmann), Düsseldorf (16. Dezember 2022 - 14.Juli 2023) - Herr Gerd Giesen (Kaufmann), Hamburg (ab 15. Juli 2023) Vergütungen der Geschäftsführer Wir verweisen auf § 286 Abs. 4 HGB. Ergebnisverwendung Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der KFD BidCo GmbH wird der Jahresfehlbetrag zum 30. Juni 2024 (765.667,33 EUR) übernommen. Der Bilanzgewinn (2.165.094,43 EUR) - er stammt aus der Zeit vor Bestehen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages - wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Unterschrift der Geschäftsführung
Krefeld, 30. Dezember 2024 gez. Gerd Giesen, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KF Design GmbH Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der KF Design GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KF Design GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften Der Jahresabschluss vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Die KF Design GmbH weist zum 30. Juni 2024 eine Forderung gegenüber ihrer Gesellschafterin in Höhe von TEuro 4.163 aus. Diese Forderung umfasst rund 42,8% der Bilanzsumme. Derzeit ist nicht erkennbar, ob die Gesellschafterin finanziell so ausgestattet ist, dass diese die Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag aus eigenen Mitteln ausgleichen könnte. Die gesetzlichen Vertreter der KF Design GmbH beabsichtigen, diese Forderungen mit den voraussichtichen zukünftigen Gewinnausschüttungen zurückzuführen. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, den 30. Dezember 2024 AKP
Fassin Hamacher Herrnkind Partnerschaft mbB
Dipl.-Kfm. (FH) Tönnissen, Wirtschaftsprüfer |
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