HYPAFOL GmbH
Obere Hauptstraße 22, 85368 Wang, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Inge Plock seit 10.4.2019 | Geschäftsführer |
Markus Plock seit 10.4.2019 | Geschäftsführer |
Stefanie Neudecker seit 10.4.2019 | Geschäftsführer |
Heiko Plock seit 2.4.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% | |
| 25.00% | |
| 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Plock Holding GmbHMauernKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Amtsgericht München, HRB 248185KONZERNBILANZ zum 30. Juni 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/20221. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
1.2 Allgemeine Grundlagen Die Gesellschaft hat den Konzernabschluss zum 30.06.2022 unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB erstellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss der Plock Holding GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni des Folgejahres. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach mit dem HGB in Einklang stehenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Sinne von § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. In Abweichung von DRS 18 "Latente Steuern" enthält der Konzernanhang keine Darstellung des Zusammenhangs zwischen erwartetem und ausgewiesenem Steueraufwand in Form einer Überleitungsrechnung. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Plock Holding GmbH, Mauern, sind drei inländische Konzernunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Plock Holding GmbH, Mauern, ist unmittelbar Mutterunternehmen für die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen.
Alle in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen der Gesellschaft haben mit Gesellschafterbeschluss vom 20. Mai 2022 von der Befreiungsoption nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen im Sinne des § 313 Abs. 2 Nr. 7-8 HGB auf. Nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen im Sinne des § 296 Abs. 2 S. 1 HGB, ist die Beteiligung an der ROLPAP s.r.o., Ruzomberok (Slowakei). Die Gesellschaft ist indirekt über die Plock GmbH, Wang, zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt. Die Beteiligung wird in der Konzernbilanz als "Anteile an verbundenen Unternehmen" in Höhe von TEUR 7 ausgewiesen. Die Beteiligung ist von untergeordneter Bedeutung für das tatsächliche Gesamtbild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. 3. Konsolidierungsgrundsätze Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses. 4. Konsolidierungsmethoden Die auf die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit den entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich festgelegten, für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens überein. 4.1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB vorgenommen. Hierbei werden die Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen Zeitwert angesetzt und der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erwerbs verrechnet. Ein nach Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. Ein nach Verrechnung auf der Passivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. 4.2. Schuldenkonsolidierung Ausleihungen und andere Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden entsprechend § 303 HGB aufgerechnet. 4.3. Zwischenergebniseliminierung Auf die Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da der Einfluss auf die tatsächlichen Verhältnisse des Gesamtbildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. 4.4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind Erlöse und sonstige Erträge aus gruppeninternen Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden . 5. Angaben zu wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigem Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die sich an den Erfahrungswerten und der Planung der Geschäftsleitung orientiert, ermittelt und erfolgen nach der linearen Methode. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt grundsätzlich über die vorsichtig geschätzte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren trägt dem Umstand Rechnung, dass es sich bei den Gesellschaften um etablierte Geschäftsbetriebe mit gefestigter Marktstellung und langfristig positiven Zukunftsaussichten handelt. Finanzanlagen Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ausleihungen werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Vorräte Die Vorräte wurden zu Konzernanschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten gemäß § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 HGB wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die angemessenen Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden direkte Wertabschläge in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bzw. Marktpreisen bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten - aktiv - Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteiligen Vorleistungen bis zum Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen dem Steuerbilanzwert und dem HGB-Bilanzwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld sowie Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt (bilanzorientierter Ansatz). Als temporäre Differenzen werden alle Differenzen eingeordnet, die nicht permanent sind. Zeitliche Differenzen bestehen im Wesentlichen beim Anlagevermögen sowie bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Darüber hinaus werden latente Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen abgegrenzt, soweit sie sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Vom Wahlrecht nach § 306 S. 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht und die latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern von TEUR 531. Die Bewertung der Differenzen erfolgte zum unternehmensindividuellen Steuersatz von 28,43%. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Die im Rahmen der Erstkonsolidierung durch Neubewertung und Kapitalkonsolidierung entstandenen passiven Unterschiedsbeträge im Sinne des § 301 Abs. 3 HGB sind nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Sie haben ausschließlich Eigenkapitalcharakter, da das konsolidierungspflichtige Kapital jeweils den Buchwert der Beteiligung überschritten hat. Die passiven Unterschiedsbeträge werden planmäßig über die gewichtete Restnutzungsdauer der erworbenen und korrespondierenden abnutzbaren Vermögensgegenstände aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die ausgewiesene Pensionsrückstellung wurde im Rahmen einer entgeltlichen Verpflichtungsübernahme passiviert. Die Pensionsrückstellung ist danach in Höhe des für die Verpflichtungsübernahme erhaltenen Entgelts anzusetzen. Zum Stichtag weist das versicherungsmathematische Gutachten nach der "Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode)" basierend auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, einen Wert aus, der unterhalb des für die Verpflichtungsübernahme erhaltenen Entgelts liegt. Nach § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB war ein Erwerbsgewinn nicht zu Erfassen (Vorsichtsprinzip). Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen bemessen sich nach der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahmen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden sie mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Soweit die Jahresabschlüsse Posten enthalten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgt die Umrechnung in Euro auf Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt. Posten der Bilanz werden gemäß § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 256a HGB - soweit erforderlich - mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Die Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 279 und die Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen TEUR 15. 6. Erläuterungen zu Posten der Konzernbilanz Anlagevermögen Die Abschreibung je Posten der Konzernbilanz ist aus dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen. Konzern-Anlagenspiegel zum 30.06.2022Plock Holding GmbHMauern
ANHANG für das Geschäftsjahr 2021/2022Plock Holding GmbHAngaben zu Geschäfts- und Firmenwerten Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 9.359 enthalten Geschäfts- und Firmenwerte aus den Neubewertungen, die der Kapitalkonsolidierung vorangegangen sind, in Höhe von TEUR 9.319. Die restlichen in der Konzernbilanz ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte stammen aus in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Angaben zu Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 10 und entfällt ausschließlich auf sonstige Vermögensgegenstände. Forderungen gegenüber Gesellschaftern im Sinne von § 42 Abs. 3 GmbHG bestehen in Höhe von TEUR 0. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen aus echtem Factoring in Höhe von TEUR 919 ausgewiesen. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung nach Handels- und Steuerrecht von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aufgrund unterschiedlicher Nutzungsdaueren sowie der unterschiedlichen Bewertung von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Des Weiteren wurden in die aktiven latenten Steuern die Unterschiede aus der Bewertung von Pensionverpflichtungen, Rückstellungen für Personalkosten und Urlaubsrückstellungen nach Handels- und Steuerrecht einbezogen. Passive latente Steuern resultieren nahezu ausschließlich aus der unterschiedlichen Bewertung einer Rücklage in der Handels- und Steuerbilanz. Der Konzern weist zum Bilanzstichtag aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 996 und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 465. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 28,43% zugrunde gelegt. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021/2022 passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 1.872 ergebniswirksam aufgelöst. Pensionsrückstellung Die Gesellschaft hat im Rahmen einer Übertragung von Versorgungsverpflichtungen eine Ausgleichszahlung in Höhe von EUR 4.850.000,00 erhalten. Gemäß IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Handelsrechtliche Bilanzierung von Altersversorgungsverpflichtungen (IDW RS HFA 30 n.F.) ist die Transaktion, soweit das erhaltene Entgelt den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag übersteigt, bei der übernehmenden Gesellschaft Plock Holding GmbH erfolgsneutral buchhalterisch zu erfassen. Zugleich darf weder zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung noch an den Folgeabschlussstichtagen eine Erfassung eines sogenannten Erwerbsgewinns erfolgen. Dem folgend hat die Gesellschaft zum Abschlussstichtag ein Pensionsgutachten erstellen lassen. Der ermittelte notwendige Erfüllungsbetrag liegt am Bilanzstichtag weiterhin unterhalb der Ausgleichszahlung. Dementsprechend wird die Ausgleichszahlung in voller Höhe passiviert. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellung beinhaltet zu überwiegendem Teil die noch nicht veranlagten Steuern für das Geschäftsjahr 2021/2022 in Höhe von TEUR 1.305 für die Gewerbesteuer sowie in Höhe von TEUR 1.175 für die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag sowie noch nicht veranlagte Steuer für die beiden Vorjahre in Höhe von TEUR 1.203 betreffend die Gewerbesteuer und in Höhe von TEUR 1.454 betreffend die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind zum Bilanzstichtag Aufwendungen für ungewisse Verpflichtungen enthalten für sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 257 , für Resturlaubsansprüche in Höhe von TEUR 128, für Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von TEUR 130 sowie für Aufbewahrungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 29. Die restlichen sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 182 entfallen zu überwiegendem Teil auf ungewisse Verpflichtungen aus der Nebenkostenabrechnung der angemieteten Räumlichkeiten. Verbindlichkeiten Zum Abschlussstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im Sinne des § 42 Abs. 3 GmbHG. Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachstehendem Verbindlichkeitsspiegel
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB Neben den in der Konzernbilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 1.500. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Als Gründe hierfür sind zu nennen: Erfüllung der Verpflichtung durch den Schuldner. Nicht in der Konzernbilanz erscheinende Geschäfte Der Konzern hat zum 30.06.2022 einen Teil seiner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an ein Factoring-Unternehmen abgetreten. Diese Maßnahme diente neben der Verbesserung der Liquidität auch die Auslagerung eines Teils des Debitoren Managements. Vor dem 30.06.2022 flossen unserer Gesellschaft dadurch TEUR 1.823 an Liquidität zu. Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber. Der Konzern hat zum 30.06.2022 Verpflichtungen aus Sale & Lease-Back Geschäften in Höhe von TEUR 194, die nicht zu bilanzieren waren. Sonstigen finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 2.261 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhaltet diese Verpflichtung folgende Sachverhalte:
7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Konzerns lassen sich in geographische Märkte wie folgt einteilen.
Im Geschäftsjahr wurden aus dem Verkauf von Wertpapieren außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 735 erzielt sowie außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von TEUR 200 sowie Abschreibungen auf im Umlaufvermögen befindlichen Wertpapieren auf den Stichtagskurs von TEUR 3.351 . 8. Sonstige Pflichtangaben Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 531. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt: Arbeitnehmergruppen
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 44. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Bezüge der Geschäftsführer Im Geschäftsjahr 2021/2022 betragen die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung TEUR 1.655. Honorar des Abschlussprüfers Der Aufwand für Honorar des Abschlussprüfers im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 9 a) HGB beträgt für das Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt TEUR 25. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit der Gesellschafterin die folgende Ergebnisverwendung vor: Vortrag des sich ergebenden Jahresüberschusses zum 30.06.2022 in Höhe von insgesamt EUR 3.232.652,36 auf neue Rechnung. Unterschrift der Geschäftsführung
Mauern, den 29. November 2022 Heiko Plock, Geschäftsführer Inge Plock, Geschäftsführerin Markus Plock, Geschäftsführer Stefanie Neudecker geb. Plock, Geschäftsführerin Konzern-Kapitalflussrechnung (indirekte Methode) vom 01.07.2021 bis 30.06.2022Plock Holding GmbHMauern
Eigenkapitalspiegel zum 30. Juni 2021Plock Holding GmbHMauernHandelsrecht
Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/20221. Grundlagen der Unternehmensgruppe 1.1 Organisationsstruktur, Geschäftsmodell, und Geschäftstätigkeit 1.2 Ziele und Strategien 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2019/20 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.3 Geschäftsverlauf 2.4 Beschreibung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.4.1 Vermögenslage 2.4.2 Finanzlage 2.4.3 Ertragslage 2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 3. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft 4. Prognosebericht 1. Grundlagen der Unternehmensgruppe 1.1 Organisationsstruktur, Geschäftsmodell und Geschäftstätigkeit Die in den Konzernabschluss der Plock-Unternehmensgruppe einbezogenen Unternehmen bestehen derzeit aus vier Gesellschaften:
Die wesentliche Geschäftstätigkeit der Plock Holding GmbH, gegründet im April 2019, ist das Halten und Verwalten von Beteiligungen und die Erbringung von Managementdienstleistungen für die Unternehmen des Plock-Konzerns. Bei den von der Plock Holding GmbH gehaltenen Beteiligungen handelt es sich ausschließlich um operative Unternehmen. Diese agieren unabhängig voneinander in der Branche der Hygieneartikel. Das Produktportfolio umfasst unter anderem die Gruppe der Papierwaren, wie zum Beispiel Toilettenpapiere und Handtuchpapiere, die Gruppe der Produkte aus Kunststoffen wie zum Beispiel Müllsäcke und Einmalhandschuhe, Gastronomieartikel, Reinigungsprodukte, Spendersysteme sowie individuelle Werbedrucke. Die Unternehmen der Plock Gruppe unterscheiden sich insoweit voneinander, dass unterschiedliche Zielgruppen bedient werden. Die Plock GmbH legt den Fokus auf die Belieferung des Fachhandels. Die Gesellschaft wurde im Jahr 1999 in Mauern, im Landkreis Freising, gegründet (ca. 20 km zum Flughafen München). Die Gesellschaft ist über die vergangenen Jahre kontinuierlich gewachsen. Zur Unterstützung und Absicherung des Wachstumsprozesses ist die Gesellschaft in den letzten Jahren verstärkt dazu übergegangen, die Endprodukte bei Auftragsfertigungsunternehmen in Europa und Asien produzieren zu lassen. In Verbindung mit mehreren Logistikunternehmen kann zum Teil "über Nacht" Ware von den Auftragsfertigungs- und Handelspartnern der Plock GmbH, beispielsweise in Italien und der Slowakei, abgerufen werden, und innerhalb 48 Stunden aus dem zentralen Lager bei Moosburg a.d. Isar an den Kunden/Handel weitergeleitet werden. Der Kunde kann kurzfristig Ware ordern und hält damit seinen Lagerbestand überschaubar und hat die Kosten im Griff. Bei den in Asien gefertigten Produkten arbeitet die Plock GmbH intensiv mit international erfahrenen Logistikunternehmen zusammen, um dauerhaft die Lieferfähigkeit aufrechterhalten zu können. Die besondere Herausforderung bei der Beschaffung dieser Produkte ist die teilweise sehr lange Lieferfrist; ein Bestellvorlauf von bis zu sechs Monaten ist dabei durchaus im Rahmen des Möglichen. Die Plock GmbH übernimmt innerhalb der Gruppe den gesamten Einkauf und die Logistik für die operativen Unternehmen. Die EMT Consult GmbH beliefert hauptsächlich Industrie und Gewerbe, öffentliche Einrichtungen sowie Hotellerie und Gastronomie. Sie wurde 2011 gegründet und ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Ein wesentlicher Baustein ist neben dem direkten Geschäft mit Großabnehmern der Online-Handel. Die EMT Consult GmbH verfügt über einen eigenen Online-Shop. Die HYPAFOL GmbH ist auf den reinen Online-Handel ausgelegt und deckt neben den gewerblichen Verbrauchern auch die Bedarfe des privaten Nutzers ab. Dazu ist sie auf gängigen Online-Plattformen vertreten und verfügt über einen eigenen Online-Shop. Die HYPAFOL GmbH wurde im Jahr 2015 gegründet. Die Produktfamilie Das Geschäftsmodell basiert von Beginn an auf dem Angebot von Eigenmarken, die sich durch sehr gute, gleichbleibende Qualität und günstige Preise auszeichnen. Dazu wurde zunächst die Handelsmarke FUNNY eingeführt. In 2008 wurde QUICKY und im Jahr 2012 die Handelsmarken SEMYtop und SEMYcare ins Leben gerufen. Mit der Einführung der Marke SOBSY wurde zu Beginn 2019 die Markenstrategie weitergeführt. Jede der Marken besetzt in den verschiedenen Produktgruppen Produkte mit spezifischen Eigenschaften. Das Produktangebot deckt die überwiegend im gewerblichen Markt nachgefragten Produkte ab. Produktportfolio der Plock-Unternehmensgruppe:
Unser Erfolg beruht auf der termingerechten und schnellen Beschaffung, Herstellung und Zwischenlagerung unserer Produkte, den erfolgreichen Vertrieb und das permanente Marketing für unsere Markenproduktfamilien FUNNY, QUICKY, SEMYTop/ SEMYCare und Sobsy. Wesentliche Absatzmärkte und unsere Wettbewerbsposition Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt vor allem in Deutschland und den Ländern der EU. Der Hygieneartikelmarkt in Europa wird überwiegend von großen Herstellern beherrscht. Das Segment der Hygieneprodukte ist ein hart umkämpfter Markt, auf dem Schnelligkeit und Flexibilität ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor sind. Die Plock Unternehmensgruppe hat es mit ihren Strategien und Produkten geschafft, sich eine respektable Position zu verschaffen, was nicht zuletzt die Gewinnung von diversen Großkunden widerspiegelt. Wesentliche externe Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung haben grundsätzlich auch die globale Wirtschaftslage, insbesondere aber die stark schwankenden Wechselkurse und die Verfügbarkeit von Produktionskapazitäten bei unseren Fertigungspartnern. 1.2 Ziele und Strategien Die Plock Unternehmensgruppe setzt weiter auf langfristiges Wachstum, wobei das Hauptaugenmerk aber auf der Profitabilität liegt. Gefördert wird die Unternehmensentwicklung zudem durch Aktivitäten außerhalb des Unternehmens. Dazu zählen die Beteiligung an Produktionsunternehmen sowie Investitionen in Direktvermarktungen und den Wachstumsmarkt des digitalen Handels. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2021/2022 (Quelle: Auszüge und inhaltliche Wiedergabe aus dem Jahresgutachten 2021/2022 "Corona-Krise gemeinsam bewältigen, Resilienz und Wachstum stärken" - Kurzfassung, November 2021 (1), Konjunkturprognose 2022/2023, erschienen im März 2022 (2), BMWi - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2022(3), Ifo Geschäftsklimaindex_09-2022 (4), GfK-Konsumklimaindex_09-2022 (5) ) In ihrem Jahresgutachten 2021/2022 vom November 2021 stellte der Sachverständigenrat fest, dass sich über den Sommer 2021 hinweg die Weltwirtschaft und damit auch die europäische und deutsche Wirtschaft von den Folgen der Corona Pandemie zunehmend erholt. Allerdings wurde auch festgestellt, dass angebotsseitige Engpässe die globalen Wertschöpfungsketten stören und damit zusammen mit den weiterhin bestehenden pandemiebedingten Einschränkungen das Wachstum dämpfen. Es wurde damit gerechnet, dass sich insbesondere die Industrieproduktion zum Teil in das Jahr 2022 verschiebt. Zu diesem Zeitpunkt prognostizierte der Sachverständigenrat für Deutschland einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,7 % im Jahr 2021 und um 4,6 % im Jahr 2022. Die im März 2022 ausgegebene Konjunkturprognose befasst sich sowohl mit den wirtschaftlichen Eckdaten des abgeschlossenen Jahres 2021 und mit dem Einfluss des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf die weltwirtschaftliche Entwicklung. Die Weltkonjunktur war in der 2. Jahreshälfte 2021 weiter aufwärtsgerichtet und konnte gegenüber der 1. Jahreshälfte 2021 leicht an Dynamik gewinnen. Im 3. Quartal 2021 wuchs die weltweite Produktion auf der Basis von marktbasierten Wechselkursen um gut 1,4 % gegenüber dem Vorquartal wieder etwas stärker als im 2. Quartal 2021. Das geschätzte Wachstum im 4. Quartal 2021 war mit 1,3 % nur geringfügig schwächer und vor allem China und die USA verzeichneten wieder beschleunigte Wachstumsraten, während sich das Wachstum im Euro-Raum dagegen deutlich und in den Schwellenländern etwas verlangsamte. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft nach Schätzung des Sachverständigenrates im Jahr 2021 kräftig um knapp 6%. Das BIP im Euro-Raum wuchs im 4. Quartal 2021 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal und um 4,6 % zum Vorjahresquartal. Die Entwicklung im 4. Quartal war wie in den beiden Vorquartalen von den südeuropäischen Ländern getragen. So legten Spanien und Portugal um 2,0 % und 1,6 % zu, in Frankreich und Italien war das Wachstum mit 0,7 % und 0,6 % schwächer. In Deutschland und Österreich ist die Wirtschaftsleistung dagegen um 0,3 %, beziehungsweise 1,5 % zurückgegangen. Für das Gesamtjahr 2021 weist Eurostat eine Jahreswachstumsrate des BIP von 5,3 % für den gesamten Euro-Raum aus. Der Verbraucherpreisanstieg im Euro-Raum hat im Februar 2022 den höchsten gemessenen Wert seit Bestehen der Währungsunion erreicht. Die Löhne sind in 2021 deutlich weniger gestiegen als die Verbraucherpreise. Bereinigt man die Bruttolohnentwicklung um die Inflationsrate, so ergeben sich für die Jahre 2020 und 2021 Wachstumsraten um 6,0 % und -2,3 %. Im Vergleich zum Jahresgutachten 2021 haben sich die Aussichten für die deutsche Volkswirtschaft deutlich verschlechtert. Zum einen hat die erneute Intensivierung des Pandemiegeschehens im Winterhalbjahr 2021/22 die Konsumausgaben der Haushalte insbesondere für kontaktintensive Dienstleistungen gedrückt. Zum anderen haben sich die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe, Energie und Vorprodukte immer stärker auf die Verbraucherpreise überwälzt, was die reale Kaufkraft der Haushalte zusätzlich belastet hat. Bezüglich des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine kommt der Sachverständigenrat zu dem Schluss, dass dies den Ausblick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft deutlich verschlechtert und eine große politische Unsicherheit mit sich bringt. Einige Volkswirtschaften haben umfassende Sanktionen gegen Russland verhängt, die das Land weitgehend von den internationalen Finanzmärkten ausschließen und den Warenhandel mit Russland in einigen Bereichen deutlich einschränken. Darüber hinaus haben eine ganze Reihe von westlichen Unternehmen ihre Exporte nach Russland oder ihre Transaktionen innerhalb Russlands eingestellt. Obwohl davon ausgegangen wird, dass die ökonomischen Kosten der bis zu diesem Zeitpunkt verhängten Sanktionen in erster Linie in Russland selbst zu spüren sein werden, dürften sie gleichwohl das globale Wachstum vor allem in 2022 bremsen und die vielerorts ohnehin bereits hohe Inflation weiter steigen lassen. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges wird bereits zu diesem Zeitpunkt als extrem hoch eingeschätzt. Eine Abhängigkeit von der Dauer des Krieges, der Wirkung der bereits verhängten Sanktionen sowie möglicher weiterer Entwicklungen, wie etwa einem möglichen Stopp der russischen Energielieferungen wurde festgestellt. Der Sachverständigenrat hat 3 Kanäle identifiziert, über die der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die Weltwirtschaft beeinflusst:
In Bezug auf den Euro-Raum wird festgestellt, dass der Warenhandel zwischen Russland und dem Euro-Raum seit 2012 rückläufig ist, aber dennoch Rohstoffe auf anhaltend hohem Niveau aus Russland importiert werden. In Deutschland ist vor allem die Produktion von Vorleistungsgütern auf russische Vorprodukte angewiesen. Demzufolge könnte ein Ausfall russischer Importe zu einem Rückgang der Wertschöpfung in diesen Bereichen führen. Zusätzlich zu diesen Risken führt der Ausfall von spezifischen Vorprodukten - wie etwa in der Ukraine hergestellten Kabelbäumen für die Automobilindustrie - ebenfalls vorübergehend zu deutlichen Produktionsrückgängen. Neben den Auswirkungen des Krieges sieht der Sachverständigenrat nach wie vor die Corona-Pandemie als prägend für die Entwicklung der Weltwirtschaft an. Die Ende November 2021 entdeckte Omikron-Variante hat in der zweiten Januarhälfte 2022 einen neuen Höchststand der globalen Neuinfektionen von durchschnittlich täglich etwa 3,5 Millionen bewirkt. Das waren etwa vier Mal mehr als zum bisherigen Höchststand im Frühjahr 2021. Dennoch geht man davon aus, dass die ökonomischen Folgen der Omikron-Welle geringer ausfallen als die vorangegangener Infektionswellen. Trotz aller Unwägbarkeiten und Annahmen geht der Sachverständigenrat für 2022 von einem kalenderbereinigten Wirtschaftswachstum im Euro-Raum von 2,9 % aus. Gegenüber dem Jahresgutachten korrigiert er damit seine Prognose um 1,4 Prozentpunkte nach unten. Ein überdurchschnittliches Wachstum wird für Spanien (5,2 %), Frankreich (3,4 %) und Italien (3,1 %) erwartet, Deutschland (1,9 %) dürfte deutlich schwächer wachsen. Das geringere Wachstum Deutschlands könne auf einen geringeren statistischen Überhang und größere wirtschaftliche Auswirkungen des Krieges als in den anderen Mitgliedstaaten zurückgeführt werden. Für das Jahr 2023 wird für den Euro-Raum eine BIP-Wachstumsrate von 2,9 % erwartet. Die Inflationsraten im Euro-Raum dürften im Jahr 2022 gegenüber dem Jahr 2021 nochmals kräftig zunehmen. Für das Jahr 2022 rechnete der Sachverständigenrat in seiner März-Prognose mit einer Gesamtrate von 6,2 %. Die Inflationsrate im Jahr 2023 dürfte mit 2,9 % deutlich unter der Rate von 2022 liegen, das 2-Prozent-Ziel der EZB allerdings signifikant übersteigen. Die nun vorliegende Herbstprojektion der Bundesregierung vom 12. Oktober 2022 zeigt folgende aktuelle Einschätzung auf:
Sowohl die Wirtschaftsakteure als auch die privaten Konsumenten werden mit massiven Unsicherheiten konfrontiert. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September 2022 deutlich verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklima-Index ist im September auf 84,3 Punkte gefallen, nach 88,6 Punkten (saisonbereinigt) im August. Dennoch wird die Lage am Arbeitsmarkt als stabil bewertet, man geht aber davon aus, dass die übliche Herbstbelebung angesichts der globalen Unsicherheiten relativ schwach ausfallen würde. Die Stimmung bei den privaten Haushalten ist wegen schwacher Konjunkturerwartungen und steigender Energiekosten weiter deutlich gefallen. So niedrig wie derzeit sei sie noch nie seit Beginn der Messungen gewesen. Die Bundesregierung wird einen wirtschaftlichen Abwehrschirm über 200 Milliarden Euro spannen, um die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher und die Unternehmen abzufedern. Kernelemente sind die Einführung einer Strompreisbremse für private Haushalte und KMU sowie schnellstmöglich auch eine Gaspreisbremse. Bestehende Hilfsprogramme werden bis zum 31.12.2022 verlängert, etwa die KfW-Kredithilfen und das Energiekostendämpfungsprogramm. Damit können Unternehmen Liquidität sichern, wenn sie aufgrund der hohen Energiekosten in Schwierigkeiten geraten. Ebenfalls hat sie Änderungen im Insolvenzrecht auf den Weg gebracht. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Nach den konjunkturellen und Corona-Pandemie bedingten Probleme und damit einhergehenden Nachfrageausfällen wurden in der Branche teilweise sogar Maschinen stillgelegt. Dies führte im Weiteren bei steigender Nachfrage zur Verknappung von Rohstoffen und damit auch zu Preissteigerungen. Der Preisauftrieb bei Papier beschleunigte sich aufgrund des Preisanstiegs bei Rohöl und Erdgas. Parallel dazu haben sich zu Anfang 2022 die Preise für CO 2 -Zertifikate verdreifacht. Der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine hat diesen Preisanstieg massiv befeuert, nicht zuletzt dadurch, dass viele Länder im Rahmen eines Sanktionspaketes versuchen, ihre Lieferungen von Russland wegzuleiten. Die Papierindustrie als besonders energieintensive Industrie kämpft seit Beginn des Jahres 2022 mit exorbitant steigenden Energiepreisen, verursacht durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, eingeschränkte Liefermengen und zuletzt der Einstellung der Gaslieferungen Russlands an die EU. Dies hatte von Seiten der Hersteller und Verarbeiter von Tissuepapier sowohl regelmäßige Preiserhöhungen als auch Kapazitätsengpässe zur Folge. Problematisch war in 2021 und in 2022 der Landtransport von Waren sowohl innerhalb Deutschlands als auch der EU. Der Ukraine-Konflikt führte zu einer weiteren Verschärfung der Mangellage bei Frachtraum und Fahrern. Der Engpass bei Containerfrachten und damit den Preisen ist hingegen rückläufig. Der Wechselkursverfall von Euro zu Dollar in 2022 führte zu weiteren Preiserhöhungen bei Rohstoffen und anderen Produkten, die in US-Dollar abgerechnet werden. 2.3 Geschäftsverlauf Die wesentlichen Steuerungsgrößen des Plock Konzerns sind die Umsatzerlöse und auch das Rohergebnis. Der Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 Umsatzerlöse im Inland in Höhe von TEUR 30.034 (Vorjahr TEUR 26.059), im EU-Gemeinschaftsgebiet in Höhe von TEUR 7.567 (Vorjahr TEUR 6.771) und in Drittlands Gebieten in Höhe von TEUR 1.093 (Vorjahr TEUR 1.317). Insgesamt erzielte der Plock Unternehmensgruppe Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 38.694 (Vorjahr TEUR 34.147). Das Rohergebnis beläuft sich im ersten Geschäftsjahr 2021/2022 des Konzerns auf TEUR 21.375 (Vorjahr TEUR 19.540) Das operative Geschäft hat in allen Gesellschaften der Gruppe ein Wachstum erfahren. Die Unternehmen, die sich im Onlinegeschäft platziert haben, hatten Umsätze in Höhe von TEUR 13.686 gegenüber dem Vorjahr in Höhe TEUR 12.017 zu verzeichnen. Dies entspricht einem Anstieg von 13,9% gegenüber dem Vorjahr. Der Konzern verzeichnet im stationären Geschäft (Plock GmbH) für das abgelaufene Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 25.008 gegenüber Umsatzerlösen im Vorjahr in Höhe von TEUR 22.130. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 13,0%. Damit wurden die Erwartungen hinsichtlich der Umsatzerlöse übertroffen. Der Anstieg des Rohergebnisses gegenüber dem Vorjahr von 9,4% übertrifft auch hier die Erwartungen im niedrigen einstelligen Bereich. Das Jahresergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Im Betriebsergebnis enthalten sind Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 735 (Vorjahr TEUR 2.557), sowie Verluste aus der Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 200 sowie Abschreibungen auf Wertpapiere auf den Stichtagswert von TEUR 3.352. Nach Abzug aller Steuern in Höhe von TEUR 2.473 (Vorjahr TEUR 909) wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Jahresüberschuss von TEUR 3.233 (Vorjahr TEUR 4.968) erzielt. Die Bilanz weist zum Stichtag 30.06.2022 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 13.901 (Vorjahr TEUR 10.668) aus. Dies entspricht einer EK-Quote von 23,9 % (Vorjahr 23,0 %). 2.4 Beschreibung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.4.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 58.090. Nachfolgend werden die wesentlichen Posten der Vermögensgegenstände und Schulden dargestellt:
Die Gesamtkapitalrendite (Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen/Gesamtkapital) betrug im Berichtsjahr 6,4 % (Vorjahr 11,6 %). Die immateriellen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von TEUR 9.359 (Vorjahr TEUR 10.694) sowie entgeltlich erworbenen Rechten und EDV-Software in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr TEUR 35). Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.346 resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung gebildeten Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von TEUR 1.331. Das Sachanlagevermögen besteht zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 299, Vorjahr TEUR 469) sowie Technischen Anlagen und Maschinen (TEUR 188, Vorjahr TEUR 200) und geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau (TEUR 25, Vorjahr TEUR 51). Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Die Abnahme des Sachanlagevermögens begründet sich im Wesentlichen sowie durch reguläre Abschreibungen. Die Anlagenintensität II (Sachanlagevermögen/Gesamtvermögen) liegt bei 0,8 % (Vorjahr 1,6 %). Die Finanzanlagen in Höhe von TEUR 19.850 (Vorjahr TEUR 14.600) bestehen zu überwiegendem Teil aus Ausleihungen an dem Konzern nahestehende Unternehmen. Die Vorräte insgesamt und die fertigen Erzeugnisse und Waren im Speziellen haben geschäftsmodellbedingt einen hohen Anteil am Gesamtvermögen der Gesellschaft und summieren sich auf 15,1% (Vorjahr 11,2%) der Bilanzsumme. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren zum Ende hin Lagerbestände aufgebaut worden, um den Auswirkungen von Lieferengpässen zu begegnen. Das sonstige Umlaufvermögen enthält u.a. Forderungen aus Factoring. Neben einer Warenbestandsfinanzierung nutzt die Gesellschaft bereits seit Oktober 2013 bei einigen Firmen des Konzerns Factoring als Finanzierungsform; dabei tritt sowohl echtes wie auch unechtes Factoring auf; in jedem Fall handelt es sich um offenes Factoring. Forderungen gegen das Factoringunternehmen aus echtem Factoring werden nicht mehr in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sondern in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen wie im Vorjahr TEUR 100 und bestehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen, das nach § 296 Abs. 2 HGB aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.242 (Vorjahr TEUR 708) enthalten diejenigen Forderungen, die nicht über das Factoring abgewickelt werden. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen im Berichtszeitraum TEUR 2.157 (Vorjahr TEUR 1.578). Diese beinhalten zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres im Wesentlichen Forderungen aus echtem Factoring in Höhe von TEUR 919, Forderung aus Zinsen im Zusammenhang mit Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 494, Forderungen im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 267, Forderungen aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 184 und Forderungen aus Kautionen in Höhe von TEUR 176. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzten sich im Vorjahr im Wesentlichen aus Forderungen aus echtem Factoring in Höhe von TEUR 594, Forderungen aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 270, Forderungen im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 218 und Forderungen aus Kautionen in Höhe von TEUR 176 zusammen. Die zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres aktivierten sonstigen Wertpapiere in Höhe von TEUR 11.979 (Vorjahr TEUR 4.864) wurden überwiegend im Geschäftsjahr erworben und werden aufgrund der kurzfristigen Halteabsicht dem Umlaufvermögen zugeordnet. Daneben bestehen Liquide Mittel überwiegend in Form von Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.082 (Vorjahr TEUR 6.890). Die Passivseite der Bilanz zeigt einen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung von TEUR 13.105 (Vorjahr TEUR 14.977) der korrespondierend zu den aufgedeckten Geschäfts- und Firmenwerten im Rahmen der Erstkonsolidierung über einen Zeitraum von 10 Jahren aufgelöst wird. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.850 (Vorjahr TEUR 4.850) ergeben sich aus einer Übernahmeverpflichtung. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Pensionsrückstellungen im Konzernanhang. Die Steuerrückstellungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 5.202 und betreffen hauptsächlich das laufende Geschäftsjahr sowie das Vorjahr. Von Stundungsmöglichkeiten wurde im gesetzlichen Rahmen gebraucht gemacht. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für ungewisse Verpflichtungen aus sonstigen Personalkosten und Resturlaubsansprüchen enthalten. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 15.173 (Vorjahr TEUR 7.503). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen der Aufnahme / Inanspruchnahme neuer Betriebsmittelkredite in Höhe von TEUR 9.551 sowie aus der Rückführung eines Kontokorrentkredits in Höhe von TEUR 2.006. Der Konzern hat zum Stichtag erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr TEUR 61) passiviert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr 231 TEUR) ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.233 (Vorjahr TEUR 3.644) bestehen hauptsächlich gegenüber einem stillen Gesellschafter (Mezzanine-Finanzierung) in Höhe von TEUR 3.000 (Vorjahr TEUR 3.000) sowie Verbindlichkeiten aus der Vorauszahlung der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 829 (Vorjahr TEUR 485). Passive latente Steuern bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 465 (Vorjahr TEUR 507) und basieren im Wesentlichen auf temporären Unterschieden bei den Bilanzposten im Handels- und Steuerrecht. 2.4.2 Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist geordnet. Als finanziellen Leistungsindikator betreffend die Finanzlage sieht die Gesellschaft die Entwicklung des Finanzmittelfonds bzw. des Cash-Flows, insbesondere den CashFlow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Der Mittelabfluss des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 6.425 resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von TEUR 3.233, der Hinzurechnung der Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 1.575 sowie die Verminderung des Cash-Flows aufgrund der Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, in Höhe von TEUR 7.802 und der Zunahme des Vorratsbestands in Höhe von TEUR 3.557. Der Mittelabfluss des Cash-Flows aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 4.520 resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.250 denen Zuflüsse aus erhaltenen Zinsen in Höhe von TEUR 742 gegenüberstehen. Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen stehen fast ausschließlich in Zusammenhang mit den Ausleihungen an dem Konzern nahestehende Unternehmen. Der Mittelzufluss des Cash-Flows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 9.071 ist im Wesentlichen auf die Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen in Höhe von TEUR 9.550 sowie für Auszahlung von Zinsen in Höhe von TEUR 479 zurückzuführen. Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021/2022 ein Finanzmittelabfluss in Höhe von TEUR 1.874 und damit eine Verringerung des Finanzmittelfonds von TEUR 3.978 auf TEUR 2.104. Im Übrigen verweisen wir auf die als Konzernabschlussbestandteil beigefügte Konzern-Kapitalflussrechnung. Eingehende Rechnungen werden grundsätzlich innerhalb der Zahlungsziele, meist sogar innerhalb weniger Tage nach Rechnungseingang beglichen. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Berichtsjahrs uneingeschränkt gesichert. Wir gehen davon aus, auch zukünftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. 2.4.3 Ertragslage Das Betriebsergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr beträgt TEUR 5.502. Folgende wesentliche Posten beeinflussen das Betriebsergebnis:
Der Anstieg des Rohergebnisses in Höhe von TEUR 1.835 gegenüber dem Vorjahr ist zurückzuführen auf den Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 4.547, der Bestandsmehrung des Vorratsvermögens insgesamt in Höhe von TEUR 5.262, dem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.682 und dem Anstieg der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 5.873 und für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 418. Die Umsatzerlöse haben sich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres auf dem Niveau der Planung entwickelt. Die bis Ende Frühjahres 2022 geltenden strengen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie der Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022 haben nicht zu einer verstärkten Nachfrage der Produkte des Konzerns geführt. Der Anstieg der Umsatzerlöse über die Planwerte hinaus, ist auf Preissteigerungen zurückzuführen. Die Erhöhung des Bestands an fertigen / unfertigen Erzeugnissen zeigt per Saldo die Erhöhung des Vorratsbestands an Waren zum Bilanzstichtag. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 1.682 ist im Wesentlichen beeinflusst durch die gesunkenen Erträge aus Wertpapierverkäufen in Höhe von TEUR 1.786, den gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Auflösungen für Rückstellungen in Höhe von TEUR 58 sowie den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Erträgen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 265. Der Ertrag aus der Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 1.872. Die Beeinflussung durch die Corona-Pandemie sowie die Auswirkungen des Ukrainekriegs sorgte insgesamt auch für einen höheren Materialaufwand des Konzerns. Dies ist zu einem auf die gestiegenen Einkaufpreise für Rohstoff- und Materialkosten in Folge gestiegener Energiekosten zurückzuführen, andererseits auf die gestiegenen Transportkosten. Dennoch konnten die Marge stabil gehalten und die Preiserhöhungen überwiegend an die Kunden weitergeben werden. Aufgrund des Rückgangs des Mitarbeiterstammes von 52 Mitarbeitern auf 44 Mitarbeiter, waren auch die Personalkosten rückläufig.. Aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise wurde auch im Geschäftsjahr 2021/2022 Kurzarbeit als Hilfsmittel in Anspruch genommen. Die Abschreibungen sind im Wesentlichen beeinflusst durch die Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte im Zusammenhang mit der Neubewertung in Folge der erstmaligen Kapitalkonsolidierungen in Höhe von TEUR 1.331. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 2.587 auf TEUR 10.142. Der Anstieg ist im Wesentlichen beeinflusst durch die gestiegenen Abschreibungen auf Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 3.351, die gestiegenen Kosten der Warenabgabe in Höhe von TEUR 144, den Verlusten aus der Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 200, den gesunkenen Raumkosten in Höhe von TEUR 154, den gesunkenen Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 117, den zurückgegangenen Kosten für Reparaturen und Instandhaltung in Höhe von TEUR 22, den gestiegenen Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 54 und den gestiegenen Fahrzeugkosten in Höhe von TEUR 31. Wesentlicher Kostentreiber der Kosten der Warenabgabe sind die Aufwendungen für Ausgangsfrachten. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 479 entfallen im Wesentlichen auf Zinsaufwand für aufgenommen Darlehen. Die für unser Unternehmen als finanzieller Leistungsindikator sehr wichtige Materialeinsatzquote (Materialaufwand/Umsatz) beläuft sich auf 61,6 % (Vorjahr 51,4 %). Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die gestiegenen Einkaufspreise nicht in Gänze an die Abnehmer weitergegeben werden konnten und dass zum Ende des Geschäftsjahres der Lagerbestand erhöht wurde, dem aber noch keine Umsatzerlöse gegenüberstehen. 2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Bei Gesamtbetrachtung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes die wirtschaftliche Lage des Konzerns als gut anzusehen ist. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet und damit ist eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, die Zukunft des Unternehmens erfolgreich zu gestalten. Die Ertragslage war im Geschäftsjahr wesentlich geprägt durch den aufgrund der Corona-Pandemie, den Ukrainekrieg und die damit einhergehenden Preissteigerungen, insbesondere im Energiesektor, und dem damit verbundenen Anstieg der Einkaufspreise für Rohstoff- und Materialkosten sowie dem Anstieg der Transportkosten. 3 Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Plock-Gruppe Risiken für die künftige Entwicklung Umfeld- und Branchenrisiken Politisches, rechtliches und regulatorisches Umfeld Die Auswirkungen des noch andauernden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine führt zu erheblichen Planungsuntersicherheiten. Die Sanktionen der europäischen Regierungen gegen Russland lösten bis jetzt und werden auch in Zukunft Reaktionen auslösen, die erheblichen Einfluss auf die deutsche Volkswirtschaft, unsere Branche und auch die Gesellschaft haben können. Dies gilt auch für eventuell eskalierende globale Handelskonflikte oder breitflächig steigende Importzölle. Inwieweit der Ukraine Krieg und die damit verbundenen Mehrkosten und Engpässe von Energieressourcen Auswirkungen haben und damit auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft haben, konnte unternehmensseitig derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Der Klimawandel und die damit verbundenen umfassenden ökologischen Herausforderungen können zu weitreichenden politischen, rechtlichen und regulatorischen Veränderungen führen, welche die Produktion, den Handel und das Konsumverhalten wesentlich beeinflussen können. Konkurrenzsituation Die Wettbewerbssituation für uns als mittelständische Unternehmensgruppe bleibt nach wie vor schwierig, da sich die größten Hersteller durch Zukäufe international breit aufstellen und dadurch sowohl europa- als auch weltweit arbeiten. Der bestehende Kostendruck und daraus resultierende geringe Margen treiben diese Entwicklung weiter voran. Absatzmarkt 2 Jahre Corona-Pandemie hat dem Einzel- und dem Fachhandel das Überleben schwergemacht. Home-Office, verändertes Verbraucherverhalten, Personalknappheit in gastronomienahen Bereichen führte zu schwankender Nachfrage bei Hygieneprodukten. Aufgrund der erwarteten steigenden Corona-Zahlen in Herbst und Winter könnte dies zu einer rückläufigen Nachfrage führen. Ebenfalls können Unternehmenspläne, Home-Office beizubehalten, zu einer zurückgehenden Nachfrage führen. Aufgrund steigender Energiekosten und stärkerer Konsumentenzurückhaltung könnten die Insolvenzzahlen drastisch steigen. Beim e-commerce können aufgrund ebenfalls aufgrund gestiegener Energie- und Lebenshaltungskosten Kaufrückgänge auftreten, wobei wir das Risiko bei Produkten des täglichen Bedarfs als eher klein einschätzen. Die Bereitschaft der Kundschaft zur Vorratshaltung wird sich immer weiter verringern, um die Kapitalbindung zu reduzieren. Beschaffungsmarkt Die Warenbeschaffung ist sowohl abhängig von der Verfügbarkeit von Rohstoffen als auch von den Kapazitäten der Hersteller. Hier erfolgt die Reduzierung der bestehenden Risiken und Abhängigkeiten durch eine breite Streuung möglicher Zulieferer und umsichtige Beschaffung von Waren. Preisschwankungen bei Rohstoffen und eine Verknappung des Angebots durch Fabrikschließungen oder Maschinenstilllegungen könnten zu Versorgungsengpässen führen. Die extrem gestiegenen Energiekosten können darüber hinaus dafür sorgen, dass einige Zulieferer die Pandemie nicht überstehen. Fortsetzung Beschaffungsmarkt Neben der Preise für die zu beschaffenden Produkte, wird bei Transporten sowohl die Verfügbarkeit von Ressourcen, wie z.B. Container / Schiffe oder LKW als auch deren Kosten weiterhin eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Gesetze und Richtlinien zum Umwelt- und Klimaschutz könnten ebenfalls zur Verknappung des Angebots und zu Preiserhöhungen führen. Bei verarbeiteten Kunststoffen treffen unsere Branche starke Preisschwankungen und die Währungsschwankungen zwischen US-Dollar und Euro. Leistungswirtschaftliche Risiken Diese Risiken ergeben sich durch Totalausfall von Lieferanten (politische Lage, Maschinenausfall, höhere Gewalt, Corona) oder fehlerhafte Produktionschargen. Dadurch könnten Aufträge nicht bedient werden oder erhöhte Kosten durch Auslieferung fehlerhafter Produkte entstehen. Finanzwirtschaftliche Risiken Rohstoffpreise Das Geschäftsmodell der Plock-Gruppe bedingt eine hohe Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Nicht oder zeitlich versetzte Weitergabe von Preiserhöhungen können die Renditeziele gefährden. Liquidität Das dauerhafte Verfehlen von Renditezielen in größerem Ausmaß könnte die Liquidität der Gesellschaft schwächen, was die fristgerechte Erfüllung von Verpflichtungen gefährden könnte. Daraus könnte sich das Risiko von Lieferverzögerungen oder Liefereinstellung seitens betroffener Lieferanten ergeben. Währungen Im Wesentlichen konzentrieren sich die Zahlungsströme unseres Unternehmens auf den Euro, darüber hinaus an zweiter Stelle auf den US-Dollar. Die Plock-Gruppe ist insoweit auch Wechselkursschwankungen des Euros gegenüber dem US-Dollar ausgesetzt. Diese Kursschwankungen sind vor allem beim Einkauf von Folien und Handschuhen von Bedeutung, da diese aus Asien importiert werden. Sonstige Risiken IT-Risiken Versteckte Angriffe via Internet oder Email steigern die Risiken einer Infizierung von Rechnersystemen und können zur Störung der Betriebsabläufe führen. Viren und Trojaner entwickeln sich ständig weiter, die Häufigkeit täuschend echter Fälschungen bei Email-Adressen nimmt zu. Die Bedrohungen sind vielfältig und lassen kaum einen umfassenden Schutz zu. Personalrisiken Im Grundsatz wird die Verfügbarkeit von Personal an unserem Standort schwierig bleiben. Im Umfeld des Flughafens und durch die Nähe großer Industriebetriebe werden kleinere Betriebe nicht die gleichen Chancen haben. Chancen der künftigen Entwicklung Trotz der aktuellen unsicheren Wirtschaftslage durch Kriegswirren, hohe Inflation, Klimawandel, Corona, Energiekrise und verändertes Konsumentenverhalten sehen wir uns gut positioniert. Wir haben uns durch vorausschauende Planung und Beschaffung auf sowohl lieferantenbezogene Engpässe als auch kurzfristige Hamsterkäufe durch Kunden vorbereitet. Unsere Handelsmarken sind in Deutschland und Europa bekannt und bieten unterschiedlichen Ansprüchen jeweils das richtige Produkt. Auch wenn die Zurückhaltung bei Käufen von Konsumgütern wächst, sind wir aufgrund des hohen Hygienemaßstabes der Menschen beim Absatz unserer Produkte der täglichen Hygiene eher vorsichtig optimistisch. Hinzu kommt, dass unser Produktportfolio im wesentlichen Artikel abdeckt, die auch in allen Marktsegmenten gebraucht werden. In diesen Zeiten zählt umso mehr unsere schlanke Organisation, Flexibilität, klare Strategien und kurze Entscheidungswege. Rückblickend auf die zurückliegenden Jahre, haben sich verschlechterte Bedingungen, immer positiv auf die Gesellschaften ausgewirkt. Wenn die Konjunktur wieder wächst, gehen wir davon aus, dass Gewerbe und Industrie nach Einsparpotentialen suchen werden und unser Produktangebot und Preisgefüge kommt dem entgegen. Basierend auf den sehr guten Kontakten in der Branche und unsere überdurchschnittliche Zuverlässigkeit gegenüber Partnern und Kunden gehen wir davon aus, dass sich unsere Organisation und unser Sortiment schnell auf sich verändernde Marktbedingungen anpassen lässt. 4 Prognosebericht Der Lagebericht beinhaltet Aussagen und Angaben, die auf die Zukunft gerichtet sind und auf Annahmen, Erwartungen und Schätzungen der Konzernleitung beruhen. Die Konzernleitung geht davon aus, dass die den Aussagen zugrundeliegenden Annahmen und Erwartungen realistisch sind, aber es kann aufgrund in der Zukunft liegender möglicher Risiken und Unsicherheiten nicht gewährleistet werden, dass sich diese auch als richtig erweisen werden. Zu den genannten zukünftigen Risiken und Unsicherheiten gehören zum Beispiel Veränderungen im wirtschaftlichen, geschäftlichen und gesellschaftlichen Umfeld, Wechselkursschwankungen sowie eventuelle Änderungen in der Geschäftsstrategie. Der Absatz von Hygieneartikeln des täglichen Lebens ergibt sich durch den regelmäßigen Verbrauch der Abnehmer. Die Auftragslage hat sich grundsätzlich stabilisiert, schwankt aber dennoch von Monat zu Monat. Industrie und Betriebe der typischen Verbraucher von Hygieneprodukten wie zum Beispiel Gastronomie, Hotellerie und die Zurückhaltung der Konsumenten agieren vorsichtig und machen eine Prognose schwierig. Zudem ist nicht klar, wie sich die erwartete Wirtschaftsschwäche in Deutschland in den nächsten Monaten und Jahren entwickeln wird. Dies ist sicherlich auch abhängig von den Energiepreisen, dem Krieg in der Ukraine, und der Inflation. Wir gehen davon aus, dass eine Erholung der grundlegenden wirtschaftlichen Situation mehrere Jahre brauchen wird. Prognose der Unternehmensentwicklung Die Prognose des Vorjahres von leicht steigenden Umsätzen und einem proportional steigenden Rohergebnis ist eingetreten und wurde, wie unter "2.3 Geschäftsverlauf" beschrieben, übertroffen. Die unsichere Wirtschaftslage durch Krieg, Inflation, Corona, steigende Preise führt zu einer hohen Unsicherheit im Geschäftsjahr 2022/2023. Die relevanten Rohstoffpreise und Transportpreise Straße steigen. Die Papierproduktion und -verarbeitung leidet unter extrem hohen Energiepreisen, die das Risiko erhöht, dass die Verfügbarkeit mancher Produkte eingeschränkt wird, so dass die Wiederbeschaffung einen noch längeren Zeitraum einnehmen könnte als während der Corona-Pandemie. Corona wird uns auch im kommenden Jahr begleiten, jedoch gehen wir nicht davon aus, dass weitere Lockdowns kommen werden. Wir glauben allerdings nicht, dass es bei den Verbrauchern noch einmal zu einer verstärkten Nachfrage und Bevorratung von Hygieneartikeln kommt, es sei denn unvorhersehbare Ereignisse würden kurzfristig eintreten. Eine über die im 2. Halbjahr des abgelaufenen Geschäftsjahres hinausgehende Stabilisierung beim Umsatz sehen wir derzeit nicht. Die kommenden schwierigen Wintermonate mit der Frage nach einer ausreichenden und stabilen Energieversorgung für Industrie und Haushalte lassen dies nicht zu. Wir rechnen aufgrund der aktuellen Lage frühestens im Jahr 2023 mit der Rückkehr zu einer stabileren Auslastung unseres Konzerns. Trotz der Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Preise des Wareneinkaufs, in Abhängigkeit von der Entwicklung der Energiepreise, und der Verfügbarkeit von Rohstoffen gehen wir für das GJ 2022/2023 mit leicht steigenden Umsätzen und einem proportional dazu steigenden Rohergebnis. In unserer Planung rechnen wir jeweils mit einer Steigerung im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bestandsgefährdende Risiken sind im Zeitpunkt der Erstellung des Konzernlageberichts für uns nicht erkennbar.
Mauern, 29. November 2022 Heiko Plock, Geschäftsführer Inge Plock, Geschäftsführerin Markus Plock, Geschäftsführer Stefanie Neudecker geb. Plock, Geschäftsführerin Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Plock Holding GmbH, Mauern Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Plock Holding GmbH, Mauern, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Plock Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 1. Dezember 2022 R&D
GmbH
Angelika Helm, Wirtschaftsprüferin |
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