Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 55272
Vorher
SKS Drahtgitter Beteiligungs-GmbHHALFEN GmbH
Eingetragen
15.10.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Herstellung, die Bearbeitung und der Vertrieb von Befestigungs- und Montagesystemen aus Metallen und Kunststoffen für Gebäude und Anlagen. Dies gilt insbesondere für die sog. "Halfenschiene" zur Befestigung von Lasten an Beton und Stahl. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin der Erwerb, die Verwaltung und Beteiligung von und an Gesellschaften jeder Art. Insbesondere die Beteiligung an Handelsgesellschaften, die Führung der Geschäfte in solchen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung in Handelsgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Sebastian Hoppe
seit 19.4.2022
Prokura
Oliver Holleber
seit 11.10.2021
Prokura
Stefan Dupont
seit 11.10.2021
Geschäftsführer
Olaf Wienands
seit 27.11.2017
Prokura
Guido Lange
seit 17.12.2008
Prokura
Dirk Dr. Albartus
seit 8.12.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CRH Nederland B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
CRH Deutschland GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leviat GmbH

Langenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Leviat GmbH ist ein international tätiges Unternehmen in der Beton-Verankerungs-, Fassaden-Befestigungs- und Montagetechnik. Sie entwickelt und produziert Produkte und technische Lösungen für den Bau und für industrielle Anwendungen und vertreibt diese weltweit über ihre in- und ausländischen Tochtergesellschaften sowie Distributoren.

Der Funktionsbereich der Leviat GmbH innerhalb der Leviat Group umfasst die Produktionsaktivitäten in Langenfeld und Artern, den nationalen und internationalen Vertrieb sowie die Management- und Servicefunktionen wie z.B. Beschaffung von Produktions- und nicht Produktionsmaterialien, Forschung und Entwicklung, Logistik, Personal, EDV, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Qualitätsmanagement und Marketing für die Gruppe, sowie internationales Produktmanagement, Marketing-Kommunikation, Technische Dokumentation und Software, Zertifikate, Zulassungen, technischer Support und Angebotsberechnung.

Im Bereich Forschung und Entwicklung der Leviat GmbH sind ca. 50 Mitarbeiter schwerpunktmäßig mit Produktneu- und Produktweiterentwicklungen befasst, dazu wurden im Jahr 2023 6,0 Mio. EUR aufgewendet. Die Gesellschaft betreibt Grundlagenforschung, um Neuzulassungen von Produkten, insbesondere für die Märkte in Europa, China und den USA, zu erreichen. Darüber hinaus bestehen Forschungskooperationen mit diversen Hochschulen, wie z.B. RWTH Aachen, Ruhr Universität Bochum und Universität Kaiserslautern.

2. Wirtschaftsbericht

a) Marktsituation

Der für Leviat wichtigste Markt Europa sank im Segment Wohnungsbau um 4,9 %, während der Gewerbebau auf Vorjahresniveau stagnierte. Die Leviat GmbH verlor aufgrund des Marktrückgangs und auch aufgrund der ERP-Einführung 11,3 % der europäischen Umsätze zum Vorjahr. Die außereuropäischen Umsätze fielen um 36 %, was ebenfalls auf eine schwache Marktentwicklung und die Einführung des ERP-Systems zurückzuführen ist.

b) Besonderheiten des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr fand die Einführung eines neuen ERP-Systems statt. Die SAP-Einführung umfasste alle betrieblichen Prozesse und wurde gemeinsam mit weiteren Leviat-Gesellschaften zum 01.01.2023 durchgeführt. Durch die Einführung wurde der Geschäftsbetrieb in den ersten Monaten des Jahres im Auftrags-Fulfillment beeinträchtigt. Zur Jahresmitte waren alle Prozesse stabil.

Im Geschäftsjahr wurde eine Kapitalerhöhung bei der Leviat Sp. z.o.o., Kalisz/Polen, durchgeführt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft 100 % der Anteile an der Modersohn GmbH & Co. KG in Spenge erworben.

3. Geschäftsverlauf

a) Ertragslage

Mit 169,0 Mio. EUR in 2023 war der Umsatz deutlich geringer als der Vorjahresumsatz von 198,8 Mio. EUR. Auch die Umsatzprognose ohne Intercompany Managementumlagen von 195,1 Mio. EUR wurde mit 130,8 Mio. EUR nicht erreicht

In 2023 sanken die Produktumsätze gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer schlechten Konjunkturlage im Baubereich, der schwächelnden Nachfrage sowie der Beeinträchtigung der Auftragsabwicklung aufgrund des neu eingeführten ERP-Systems um 44,8 Mio. EUR. Zusätzlich machten sich ausbleibende Umsatzerlöse mit Leviat Sp.z o.o., Kalisz/Polen, (ca. 39 Mio. EUR) aufgrund der begonnenen Umstrukturierung der Absatzwege durch CRH negativ bemerkbar. Dahingegen stiegen die Umlagen an verbundene Unternehmen um 14,9 Mio. EUR.

Umsatz Mio. 2023 2022 Veränd. Veränd. %
Verbund. Unternehmen Inland 0,9 0 0,9
Verbund. Unternehmen Ausland 108,4 120,2 -11,8 -9,8 %
Drittkunden Inland 56,2 73,9 -17,7 -24,0 %
Drittkunden Ausland 3,5 4,7 -1,2 -25,5 %
Gesamt 169,0 198,8 -29,8 -15,0 %

Das Rohergebnis (ohne sonstige betriebliche Erträge) sank entsprechend dem geringeren Umsatz um 8,7 Mio. EUR auf 97,4 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen von 3,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 2,4 Mio. EUR zurück. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erreichten mit 0,7 Mio. EUR das Niveau des Vorjahres.

Die Personalaufwendungen stiegen um insgesamt 0,8 Mio. EUR auf 40,6 Mio. EUR. Hierbei standen eine im Durchschnitt höhere Mitarbeiterzahl und Tariferhöhungen deutlich geringeren Zuführungen zu Personalrückstellungen sowie geringeren Restrukturierungsaufwendungen entgegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen um 0,9 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR.

Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern sank um insgesamt 6,8 Mio. EUR auf 48,4 Mio. EUR. Den größten Teil davon machten die um 3,6 Mio. EUR gesunkenen Frachtkosten und die um 1,7 Mio. EUR gesunkenen LEVIAT-Umlagen aus.

Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

Im Geschäftsjahr konnten Zinserträge in Höhe von insgesamt 3,9 Mio. EUR erzielt werden. Diese stammen aus der Verzinsung des Cash Pool-Guthabens beim Gesellschafter (3,8 Mio. EUR).

Insgesamt sank das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung an den Gesellschafter leicht auf 11,1 Mio. EUR (Vorjahr: 11,5 Mio. EUR).

Das operative Ergebnis des Vorjahres wurde insbesondere aufgrund des deutlich gesunkenen Umsatzes nicht erreicht.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen ergeben.

b) Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft nahm insgesamt um 61,7 Mio. EUR zu. Den größten Teil des Zuwachses machten die Finanzanlagen mit 50,6 Mio. EUR aus. Die Sachanlagen stiegen um 2,5 Mio. EUR, die immateriellen Vermögensgegenstände um 8,6 Mio. EUR.

Das Umlaufvermögen nahm um insgesamt 77,4 Mio. EUR ab.

Die Vorräte nahmen um 3,3 Mio. EUR zu, was im Wesentlichen durch eine höhere Bevorratung aufgrund der Risiken aus dem Ukraine-Krieg und durch gestiegene Beschaffungspreise zu begründen ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die um 80,2 Mio. EUR abnahmen, bestanden im Wesentlichen aus Warenlieferungen und der LEVIAT-Umlage sowie gegen den Gesellschafter aus dem zweistufigen Cash-Pooling.

Die Abnahme ist maßgeblich durch die Kapitalrückzahlung an den Gesellschafter (30 Mio. EUR) sowie den Zukauf einer Beteiligung (27,8 Mio. EUR) und die Erhöhung der Beteiligung in Polen (22,8 Mio. EUR) begründet.

Während die sonstigen Vermögensgegenstände um 0,3 Mio. EUR abnahmen, stiegen die Liquiden Mittel um 0,4 Mio. EUR an.

Der Rechnungsabgrenzungsposten sank ebenfalls leicht um 0,2 Mio. EUR.

Auf der Passivseite waren um 2,7 Mio. EUR höhere Rückstellungen zu verzeichnen, was im Wesentlichen auf die um 3,5 Mio. EUR gestiegenen Pensionsrückstellungen zurückzuführen ist. Die sonstigen Rückstellungen sind um 0,8 Mio. EUR zurückgegangen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Mio. EUR, wohingegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,0 Mio. EUR sanken. Zum Bilanzstichtag sind noch 8,2 Mio. EUR Verbindlichkeiten aus dem zweistufigen Cash-Pooling in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

c) Finanzlage

Die Leviat GmbH ist in das Cash-Pooling-System der CRH Deutschland GmbH einbezogen und finanziert sich innerjährlich über das Konzernverrechnungskonto mit dieser Gesellschaft. Dabei handelt es sich um ein zweistufiges Cash-Pooling-System, indem erst die Konten der beteiligten verbundenen Unternehmen ausgeglichen und dann der entsprechende Gesamtsaldo an die Gesellschafter abgeführt wird. Das Cash-Pool-Guthaben gegenüber Gesellschafter sank von 156,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 62,2 Mio. EUR.

Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in 2023 betrugen 5,3 Mio. EUR. Diese Summe wurde im Wesentlichen zur Modernisierung des bestehenden Maschinenparks, zur Erweiterung der Produktionskapazität sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung verwendet. Des Weiteren wurden 9,1 Mio. EUR in die Immateriellen Vermögensgenestände aufgrund der Einführung eines neuen ERP-Systems investiert. Die Investitionssumme liegt insgesamt auf dem geplanten Niveau.

Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von 50,6 Mio. EUR resultieren aus der bereits erläuterten Kapitalerhöhung bei der Leviat Sp. z.o.o., Kalisz/Polen, sowie dem Erwerb von 100 % der Anteile an der Modersohn GmbH & Co. KG in Spenge.

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist, falls vereinbart unter Einhaltung der Skontofrist, zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Insgesamt beurteilen wir die Lage der Gesellschaft unter Berücksichtigung der weltweiten Markt- und Wirtschaftskonjunktur als befriedigend.

d) Personalentwicklung

Die Leviat GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2023 insgesamt 498 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber 509 am Ende des Vorjahres. Die Zahl der Auszubildenden reduzierte sich um eine Person.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche interne Steuerungsgrößen zur Unternehmensüberwachung sind die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Umsatz

Jahresergebnis vor Abführung

Unfallbedingte Ausfalltage

Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:

Vorjahresvergleich Ist 2023 Ist 2022 Veränderung %
Umsatz (TEUR) 168.924 198.808 -29.884 -15,0 %
Jahresergebnis (TEUR) 11.065 11.488 -423 -3,7 %
Unfallbedingte Ausfalltage 95 207 -112 -54,1 %
Ist vs. Plan Ist 2023 Plan 2023 Abweichung %
Umsatz (TEUR) 168.924 195.057 -26.133 -13,4 %
Jahresergebnis (TEUR) 11.065 10.151 914 9,0 %
Unfallbedingte Ausfalltage 95 0 95 -

Der Gesamtumsatz blieb, insbesondere aufgrund der deutlich geringeren Produktumsätze, um 15,0 % hinter dem Vorjahr und 13,4 % hinter dem Plan. Aufgrund der starken marktbedingten Auftragsrückgänge sowie anfänglicher Probleme bei der SAP-Einführung konnten die Umsatzerwartungen im Jahr 2023 nicht erfüllt werden.

Das Jahresergebnis blieb nur leicht unter dem Vorjahr und übertraf den Plan um 9 %. Die hierfür maßgeblichen Faktoren wurden bereits in der Ertragslage (3. a) beschrieben.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf Arbeitssicherheitskennzahlen. Die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genießt in unserem Unternehmen höchste Priorität. Auch aufgrund der Zugehörigkeit zum CRH-Konzern und der Umsetzung dessen Sicherheitskonzeptes, liegen die Sicherheitsstandards unserer technischen Anlagen, der Betriebsausstattung sowie der Verkehrsflächen auf sehr hohem Niveau. Außerdem erfolgen regelmäßige Schulungen, um die Belegschaft in Fragen der Arbeitssicherheit zu trainieren und zu sensibilisieren. Für die Arbeitssicherheit existiert ein Kennzahlensystem basierend auf Unfällen, Ausfalltagen, Schweregraden sowie vorbeugenden Lernfällen und standardisierten Trainings. Das Ziel ist selbstverständlich, Unfälle vollständig zu vermeiden. Im Jahr 2023 konnte dieses Ziel nicht erreicht werden; drei Unfälle führten zu insgesamt 95 unfallbedingten Ausfalltagen, nachdem es im Vorjahr zwei Unfälle gegeben hatte.

4. Prognosebericht

a) Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Baukonjunktur wird seit 2021 durch die besonderen Ereignisse wie Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine erheblich beeinflusst. Im Verlauf dieser Jahre erlitt die Baukonjunktur daher eine Dämpfung aufgrund unsicherer Planungsbedingungen. Zudem führten im Jahr 2023 weltweite Zinssteigerungen zu höheren Finanzierungskosten und damit zu einem Rückgang von Bauprojekten. Der Absatz unserer Produkte wurde von diesen Effekten erheblich beeinträchtigt.

Auf der Beschaffungsseite ging im Jahr 2023 der Preisdruck für Rohstoffe zurück, dennoch wirken höhere Materialpreise noch bis heute, da wegen der Beschaffungsunsicherheiten zu Beginn des Ukrainekrieges eine hohe Bevorratung vorgenommen wurde, die mangels normaler Absätze noch nicht wieder abgebaut wurde. Beschaffungsengpässe wurden im Jahr 2023 sowie in 2024 nicht mehr festgestellt. Auch für 2025 sind diesbezüglich aktuell keine Einschränkungen zu erwarten.

Im Verlauf des Jahres blieben die Preise für Stahlprodukte und andere Materialkategorien stabil.

Wir erwarten keine technologischen Risiken, da wir durch ständige Beobachtung von Markt- und Produktanforderungen unsere Produkte weiterentwickeln. Weitere technische Risiken durch Änderung der Fertigungstechnologie sehen wir nicht.

Auf der Absatzseite war das Jahr 2023 durch die umfassenden Marktrückgänge belastet und darüber hinaus ging im ersten Quartal die Lieferfähigkeit aufgrund der SAP-Einführung zurück. In den ersten Monaten des Jahres 2024 verzeichnen wir eine flache Entwicklung der Auftragseingänge bei leichter Erhöhung der Auslieferungen.

Da die Gesellschaft in das Cash Pooling System der CRH Deutschland GmbH einbezogen ist, bestehen keine Liquiditätsrisiken. Auch die Ausfallrisiken sind sehr gering, da die Gesellschaft zu einem großen Teil an verbundene Unternehmen innerhalb der Leviat-Gruppe liefert und für Drittkunden ein sehr gutes Forderungsmanagement betreibt.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungsunternehmen wird einem regelmäßigen Plan/Ist Vergleich unterzogen. Der Planung liegt ein standardisierter Budgetprozess zugrunde und die vorhandenen Beteiligungen werden einem jährlichen Impairmenttest unterzogen, um Risiken nicht werthaltiger Beteiligungen abfangen zu können.

b) Voraussichtliche Entwicklung

Zu Ende November 2024 liegt der Kundenumsatz vor Leviat Charges mit TEUR 106.861 deutlich unter dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die nicht eingetretene Erholung der Baukonjunktur und der damit verbundenen geringen Nachfrage in Deutschland und den internationalen Märkten.

Für das gesamte Jahr 2024 beurteilen wir die weitere Entwicklung zurückhaltend. Aufgrund der anhaltenden Schwäche der Marktnachfrage sowie des pessimistischen Ausblickes auf die Baumärkte erwarten wir einen Rückgang der Produktumsätze im Vergleich zum Vorjahr auf 123 Mio. EUR (-6 % zu 2023) sowie einen Gesamtumsatz inkl. Managementumlagen mit 25 % unter Vorjahresniveau.

Wir erwarten ein Ergebnis vor Ergebnisabführung, welches bei einem Verlust von ca. -20 Mio. EUR liegen wird, da bei rückläufigen Umsätzen die Kostensteigerungen in allen betrieblichen Bereichen nicht kompensiert werden können. Im Vergleich zum Vorjahr sind keine Sondereffekte aus gestiegenen Management-Umlagen oder nachträglichen Preisanpassungen bei Intercompany Kunden zu erwarten. Zudem haben die Schließung einer Montagetechnik am Standort Langenfeld sowie ein betrieblich bedingter Personalabbau negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis.

Für das Folgejahr 2025 gehen wir von einer Erholung der Baubranche und damit einer leichten Erhöhung der Umsätze aus.

Bei dem nichtfinanziellen Indikator Unfallbedingte Ausfallstage sind per Ende Oktober 149 Ausfalltage im Jahr 2024 zu verzeichnen, so dass das ursprüngliche Ziel von 0 Unfalltagen nicht zu erreichen ist.

 

Langenfeld, den 19. Dezember 2024

Leviat GmbH

Die Geschäftsführung

Joachim Liehr

Stephan Bauerdick

Stefan Dupont

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 9.289.123,11 675.610,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8,00 8,00
9.289.131,11 675.618,14
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 160.568,41 176.170,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.167.826,33 5.741.275,90
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.000.727,72 2.779.920,05
4. Geleistete Anzahlungen 6.971.778,44 5.123.769,48
16.300.900,90 13.821.136,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.670.670,40 10.066.238,71
2. Beteiligungen 643.617,06 643.617,06
61.314.287,46 10.709.855,77
86.904.319,47 25.206.609,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.767.360,59 4.541.000,00
2. Unfertige Erzeugnisse 1.713.492,30 1.254.000,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.492.147,11 14.900.000,00
23.973.000,00 20.695.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.366.440,79 2.064.402,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 73.550.742,33 153.704.687,29
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 214.120,97 207.397,89
4. Sonstige Vermögensgegenstände 674.009,39 975.346,63
75.805.313,48 156.951.834,61
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 916.089,77 471.189,50
100.694.403,25 178.118.024,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 339.043,73 532.998,05
187.937.766,45 203.857.632,13

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 107.496.159,66 137.496.159,66
III. Gewinnvortrag 5.577,89 5.577,89
107.527.737,55 137.527.737,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 43.031.051,00 39.510.502,00
2. Sonstige Rückstellungen 10.431.786,64 11.206.300,36
53.462.837,64 50.716.802,36
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.560.835,15 10.599.572,82
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.235.532,58 4.592.523,85
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 425.216,80 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 725.606,73 420.995,55
davon aus Steuern: EUR 359.900,51 (Vorjahr: EUR 356.223,49)
26.947.191,26 15.613.092,22
187.937.766,45 203.857.632,13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 168.923.749,66 198.807.961,11
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 67.019,57 2.342.771,73
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.442.758,75 2.971.173,76
davon aus Währungsumrechnung: EUR 71.235,52 (Vorjahr: EUR 122.406,77)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 66.945.255,49 89.264.055,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.634.302,13 5.775.293,08
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 31.473.433,71 29.704.341,70
b) Soziale Abgaben 9.081.834,21 10.105.345,90
davon für Altersversorgung: EUR 3.483.339,53 (Vorjahr: EUR 4.671.218,74)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.447.210,68 1.517.072,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 48.464.164,01 55.283.816,32
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 154.044,66 (Vorjahr: EUR 336.019,23)
8. Erträge aus Beteiligungen 1.675,71 7.224,65
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.942.966,11 4.241,08
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.942.966,11 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.178.439,66 900.239,90
davon an verbundene Unternehmen: EUR 389.798,70 (Vorjahr: EUR 243.111,00)
davon aus Aufzinsung: EUR 698.209,00 (Vorjahr: EUR 649.560,00)
11. Ergebnis nach Steuern 11.153.529,91 11.583.208,32
12. Sonstige Steuern 88.864,96 95.271,83
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-) -11.064.664,95 -11.487.936,49
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Leviat GmbH, Langenfeld, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle dargestellt.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Leviat GmbH mit Sitz in Langenfeld im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 55272 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über 3 Jahre abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwerte wurden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben, da es sich dabei um rechtlich geschützte Produktgruppen mit typischen Lebenszyklen von bis zu 15 Jahren handelt und sich der Markt für derartige Produktgruppen wegen der begrenzten Anbieterzahl und der hohen Markteintrittskosten nur langsam verändert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro-rata-temporis abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei Bauten auf fremden Grundstücken 14 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 10 Jahre sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten, dessen Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Für Werkzeuge wurde ein Festwert gebildet und seit Oktober 2015 werden wesentliche Werkzeuge einzeln aktiviert.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Vom Wahlrecht auf außerplanmäßige Abschreibung bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wird kein Gebrauch gemacht.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83% (Vorjahr: 1,78%) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,30 % (Vorjahr: 2,20 %) und erwartete Rentensteigerungen ebenfalls mit 2,30 % (Vorjahr: 2,20 %) berücksichtigt. Für die Bewertung wurden die Richttafeln von Prof. Dr. K. Heubeck um Fluktuationswahrscheinlichkeiten je nach Alter und Dauer der Betriebszugehörigkeit erweitert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Rückstellung für zukünftige Jubiläumszuwendungen ist ebenfalls nach versicherungsmathematischen Methoden nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck auf der Basis der bei den Pensionsrückstellungen dargestellten Faktoren errechnet worden. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) verwendet. Gleiches gilt für die Rückstellung für zukünftige Altersteilzeitleistungen, wobei ein Rechnungszinsfuß von 1,04% (Vorjahr: 0,58%) angesetzt wurde.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Auf den Ausweis latenter Steuern wird aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft verzichtet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. Januar 2023 100% der Anteile an der Modersohn GmbH & Co. KG in Spenge erworben.

Zudem wurde im Geschäftsjahr mit Beschluss vom 15. Dezember 2023 eine Kapitalerhöhung bei der Leviat Sp. z.o.o., Kalisz/Polen in Höhe von 22.760 TEUR durchgeführt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB

zum 31. Dezember 2023 in 1.000 Euro (TEUR)

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis
% TEUR TEUR
Modersohn GmbH & Co. KG, Spenge * 100 27.619 -1.153
Leviat AB, Göteborg/Schweden * 100 5.625 210
Leviat S.R.L., Bergamo/Italien * 100 5.337 525
Leviat Sp. z.o.o., Kalisz/Polen * 100 16.070 -11.063
Leviat s.r.o., Praha/Tschechien * 100 2.031 938

* Eigenkapital und Jahresergebnis gemäß dem für Konsolidierungszwecke aufgestellten IFRS-Reporting Package zum 31. Dezember 2023.

Die Gesellschaft hält darüber hinaus Beteiligungen von jeweils 10 % an der Fuchs Schraubenwerk GmbH und der Fuchs + Co. KG in Siegen.

Bei den Zugängen zum Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen sowie Investitionen für Qualitätsverbesserungen bei Maschinen, Betriebs- und Büroausstattung.

Die Forderungen der Leviat GmbH gegen verbundene Unternehmen resultieren aus der Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 18.956 (Vorjahr: TEUR 7.335), den Forderungen aus bestehenden Cash-Pooling-Guthaben und Umsatzsteueransprüchen aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft sowie aus Ergebnisabführung über insgesamt TEUR 54.595 (Vorjahr: TEUR 146,370). Davon entfallen TEUR 54.567 (Vorjahr: TEUR 146.370) auf den Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen ausländische Steuererstattungsansprüche sowie Mietkautionen und sonstige Vorauszahlungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 26.000,00.

Die Kapitalrücklage resultiert aus dem teilweisen Verzicht der Gesellschafterin auf den Rückzahlungsanspruch aus der Zahlung des Kaufpreises für die Anteile an der HALFEN GmbH & Co. KG sowie aus der Verschmelzung der CRH Insulation GmbH auf die HALFEN GmbH (jetzt Leviat GmbH) sowie in Höhe von TEUR 439 aus der Verschmelzung der Ancon GmbH, Nürnberg, auf die HALFEN GmbH (jetzt Leviat GmbH).

Aus der Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr mit Beschluss vom 18.12.2023 eine Kapitalrückzahlung in Höhe von 30 Mio. EUR an die Gesellschafterin geleistet.

Die Rückstellungen für Pensionen umfassen die Verpflichtungen aus laufenden Renten und Anwartschaften in vollem Umfang.

Der Unterschiedsbetrag für Pensionsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB, zwischen der Rückstellung unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und der Rückstellung unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 752 (Vorjahr: TEUR 3.058) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Kundenboni 2.475 3.150
Tantiemen 2.112 2.015
Bedingte Gegenleistung 1.072 0
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.526 1.656
Personal - Altersteilzeit 1.367 1.826
Urlaub 446 305
Jubiläumszuwendungen 337 332
Gewährleistung 208 359
Sonstige Personalkosten 180 439
Restrukturierung 150 703
Beratung und Rechtsangelegenheiten 143 225
Übrige 416 196
Summe 10.432 11.206

Die Verbindlichkeiten teilen sich nach Fälligkeit wie folgt auf:

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 mit den Angaben gemäß § 285 Nr. 1 und 2 HGB

Gesamtbetrag bis 1 Jahr
in TEUR 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.561 10.600 7.561 10.600
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.236 4.592 18.236 4.593
a) Gesellschafter 0 0 0 0
b) sonstige verbundene Unternehmen 18.236 4.592 18.236 4.593
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 425 0 425 0
Sonstige Verbindlichkeiten 726 421 726 421
(davon aus Steuern) 360 356 360 356
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 0 0 0 0
(davon Übrige sonstige Verbindl.) 366 65 366 65
Summe Verbindlichkeiten 26.947 15.613 26.947 15.613
von 1 bis 5 Jahren über 5 Jahre
in TEUR 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
a) Gesellschafter 0 0 0 0
b) sonstige verbundene Unternehmen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
(davon aus Steuern) 0 0 0 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 0 0 0 0
(davon Übrige sonstige Verbindl.) 0 0 0 0
Summe Verbindlichkeiten 0 0 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 8.226 (Vorjahr: TEUR 4.022) solche aus Cash-Pooling sowie mit TEUR 10.010 (Vorjahr: TEUR 571) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Für die Verbindlichkeiten sind keine Sicherheiten gestellt worden.

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Patronatserklärung vom 25. März 2013 zugunsten der Leviat Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich, mit der Gültigkeit bis zum 31. März 2024, dreimonatiger Kündigungsfrist und automatischer Verlängerung um ein Jahr, falls keine Kündigung erfolgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingeschätzt.

Außerdem hat die Leviat GmbH für die Leviat Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich, zugunsten der UniCredit Leasing Fuhrparkmanagement GmbH, Wien/Österreich, eine Patronatserklärung vom 23. Januar 2013 in Höhe von EUR 200.000,00 abgegeben.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Gliederung der Umsätze nach Regionen:

Umsatzerlöse TEUR 2023 2022
Inland 57.103 73.856
Europa 102.671 110.649
USA 2.868 2.789
Asien 2.667 10.715
Übrige 3.615 799
Summe 168.924 198.808

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.443 (Vorjahr: TEUR 2.971), enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung von sonstigen Leistungen an verbundene Unternehmen mit TEUR 1.369 (Vorjahr: TEUR 1.651) und periodenfremde Erträge.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Periodenfremde Erträge
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 752 721
Erträge aus der Vereinnahmung ausgebuchter Forderungen 0 68
Erstattung von Versicherungen 0 2
sonstige Erträge 1 47
753 838

Die Zahl der Mitarbeiter betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023

2023 Anzahl 2022 Anzahl
Angestellte 206 278
Arbeiter 282 220
Auszubildende 10 11
Gesamt 498 509

Die Zahl der Mitarbeiter der Leviat GmbH (ohne Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt 506 (Vorjahr: 491), davon 216 Angestellte (Vorjahr: 273) und 290 Arbeiter (Vorjahr: 290).

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 40.555 (Vorjahr: TEUR 39.810) enthält Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 157).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Betriebs- und Verwaltungskosten, Zuführungen zu Rückstellungen, soweit diese den übrigen Aufwandspositionen nicht zugeordnet werden können, sowie Aufwendungen aus der Weiterbelastung von verbundenen Unternehmen, davon waren TEUR 1.007 periodenfremd (Vorjahr: TEUR 958).

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz-MinStG), welches in Deutschland die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung beinhaltet, ist zum Bilanzstichtag bereits in Kraft getreten und grundsätzlich für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden.

Die Leviat GmbH fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen.

Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der Konzernmuttergesellschaft eine erste Analyse hinsichtlich der steuerlichen Auswirkung aus der globalen Mindestbesteuerungsregelung durchgeführt. Hieraus wurden nur unwesentliche Effekte aus der Entrichtung einer Pillar Two Top-Up Tax identifiziert.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Verringerung der Kapitalbindung werden Gebäude, PKW sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen nicht erworben, sondern im Wesentlichen gemietet bzw. geleast. Aus diesen Miet- und Leasingverträgen resultieren die folgenden finanziellen Verpflichtungen:

Fällig 2024 fällig 2025-2028 fällig 2029 ff.
TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Gebäudemieten Fremde 485 830 0
Gebäudemieten verbundene Unternehmen 1.440 2.880 0
PKW-Leasing / e-bike Leasing 321 850 0
Miete Büroausstattungen 123 0 0
Miete Betriebsausstattungen 61 19 0
2.430 4.579 0

Zum 31. Dezember 2023 besteht kein Bestellobligo.

Konzernzugehörigkeit

Die Leviat GmbH, Langenfeld, ist ein über die CRH Deutschland GmbH, Kruft, (CRH) in Mehrheitsbesitz stehendes Tochterunternehmen der CRH plc., Dublin/Irland, und ist mit allen Gesellschaften des CRH-Konzerns verbunden.

Die CRH plc., Dublin/Irland, ist Mutterunternehmen des einzigen Konsolidierungskreises. Diese Gesellschaft stellt einen den EG-Richtlinien entsprechenden Konzernabschluss und Konzern- Lagebericht auf, der beim Companies Registration Office in Irland veröffentlicht wird. Dieser Konzernabschluss wird von der CRH im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Damit ist die Leviat GmbH von der Aufstellung eines eigenen Teil-Konzernabschlusses befreit.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nach § 285 Abs. 17 HGB nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben des Konzernabschlusses der CRH plc. einbezogen wird.

Mitglieder der Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Leviat GmbH sind bestellt die Herren

 

Joachim Liehr, Vorsitzender der Geschäftsführung

 

Stephan Bauerdick, Geschäftsführer Operations

 

Stefan Dupont, Geschäftsführer Finanzen

 

Thomas Lange, (bis 23.01.2024) Geschäftsführer Vertrieb

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf TEUR 889.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 3.338 (Vorjahr: TEUR 3.202). Die Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich wie im Vorjahr auf TEUR 101.

 

Langenfeld, den 19. Dezember 2024

Die Geschäftsführung

Joachim Liehr

Stephan Bauerdick

Stefan Dupont

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 8.493.225,12 9.116.596,12 149.555,00 0,00 17.759.376,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 59.348.290,75 0,00 0,00 0,00 59.348.290,75
67.841.515,87 9.116.596,12 149.555,00 0,00 77.107.666,99
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 248.508,89 0,00 0,00 0,00 248.508,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.130.272,26 1.119.605,40 143.384,70 0,00 29.393.262,36
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.102.786,32 1.790.572,84 202.938,82 891.598,59 10.204.699,39
4. Geleistete Anzahlungen 5.123.769,48 2.343.887,48 -495.878,52 0,00 6.971.778,44
42.605.336,95 5.254.065,72 -149.555,00 891.598,59 46.818.249,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.066.238,71 50.604.431,69 0,00 0,00 60.670.670,40
2. Beteiligungen 643.617,06 0,00 0,00 0,00 643.617,06
10.709.855,77 50.604.431,69 0,00 0,00 61.314.287,46
121.156.708,59 64.975.093,53 0,00 891.598,59 185.240.203,53
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 7.817.614,98 652.638,15 0,00 8.470.253,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 59.348.282,75 0,00 0,00 59.348.282,75
67.165.897,73 652.638,15 0,00 67.818.535,88
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 72.338,26 15.602,22 0,00 87.940,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.388.996,36 836.439,67 0,00 23.225.436,03
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.322.866,27 942.530,64 61.425,24 7.203.971,67
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
28.784.200,89 1.794.572,53 61.425,24 30.517.348,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
95.950.098,62 2.447.210,68 61.425,24 98.335.884,06
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 9.289.123,11 675.610,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8,00 8,00
9.289.131,11 675.618,14
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 160.568,41 176.170,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.167.826,33 5.741.275,90
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.000.727,72 2.779.920,05
4. Geleistete Anzahlungen 6.971.778,44 5.123.769,48
16.300.900,90 13.821.136,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.670.670,40 10.066.238,71
2. Beteiligungen 643.617,06 643.617,06
61.314.287,46 10.709.855,77
86.904.319,47 25.206.609,97

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Leviat GmbH, Langenfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Leviat GmbH, Langenfeld ,bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leviat GmbH, Langenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. Dezember 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Feldhoff, Wirtschaftsprüfer

Sandra Baumann, Wirtschaftsprüferin

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