STELIA AEROSPACE S.A.S. Deutschland
Selbe AdresseLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile Zwecke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Maria Werner seit 5.12.2022 | Prokura |
Jörg Friederich Bischof seit 5.12.2022 | Prokura |
Gerd Walter Weber seit 3.11.2022 | Geschäftsführer |
Joachim Schmidt seit 3.11.2022 | Prokura |
Sebastian Peters seit 3.11.2022 | Geschäftsführer |
André Gerhard Kurt Dr. Walter seit 3.11.2022 | Geschäftsführer |
Joachim Nägele seit 3.11.2022 | Prokura |
Thorsten Fischer seit 6.9.2022 | Geschäftsführer |
Frank Müller seit 6.9.2022 | Prokura |
Moritz Petri seit 17.2.2022 | Prokura |
Markus Getta seit 16.12.2021 | Prokura |
David Müller seit 6.7.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EADS Deutschland GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Premium AEROTEC GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021Grundlagen des UnternehmensPremium AEROTEC ist ein 100-Prozent-Tochterunternehmen
der AIRBUS SE und voll integrierter Zulieferer im
Airbus-Verbund.
Das Kerngeschäft von Premium AEROTEC umfasst die
Entwicklung und Herstellung von Flugzeugstrukturen aus
Metall und Kohlenstofffaserverbundwerkstoff. Der
Luftfahrtzulieferer nimmt in seiner Branche eine
führende Position ein. Premium AEROTEC ist in
großen zivilen und militärischen
Flugzeugprogrammen vertreten (Airbus A319-A321, A330, A350
XWB, A380, A400M und Eurofighter). Das Unternehmen ist der
weltweit größte Airbus-Zulieferer für
Flugzeug-Rumpfstrukturen sowie in seiner Branche ein
wichtiger Anbieter mit langjähriger Erfahrung sowohl
im zivilen als auch im militärischen Flugzeugbau. Das
Unternehmen hat unverändert das Ziel, seine Position
als wichtiger Lieferant erster Ordnung (Tier 1-Zulieferer)
für zivile und militärische Flugzeugstrukturen in
den nächsten Jahren auszubauen.
Premium AEROTEC ist der größte
Strukturlieferant für die A350 XWB, deren Rumpf zum
überwiegenden Teil aus Faserverbundwerkstoffen
hergestellt wird. Die komplette vordere Rumpfsektion 13/14,
die Seitenschalen des hinteren Rumpfs (Sektion 16/18) sowie
die Fußbodenstruktur und die Druckkalotte stammen aus
den Werken von Premium AEROTEC. In seinem Industriesegment
strebt Premium AEROTEC die Führerschaft bei der
Entwicklung und Anwendung neuer und innovativer Werkstoffe,
Technologien und Verfahren an. Bereits bei der
Unternehmensgründung vorhandene technologische
Alleinstellungsmerkmale wie der großdimensionale
Schalenbau in Nordenham oder das in Augsburg entwickelte
und durch den Airbus-Konzern geschützte
CFK-Infiltrationsverfahren VAP® hat das Unternehmen in
den vergangenen Jahren um weitere Fähigkeiten
ergänzt. Dazu zählen beispielsweise Verfahren der
CFK-Verarbeitung (z.B. automatisiertes Ablegen von
vorimprägnierten Faserbändern oder
thermoplastische Umformung) und die dafür notwendigen
Entwicklungsfähigkeiten. Gemeinsam mit Partnern setzt
das Unternehmen darauf, den Einsatz von Thermoplast im
industriellen Flugzeugbau mit dem Ziel der Produktion von
ausgerüsteten Sektionen zu ermöglichen und
investiert zielgerichtet in die Digitalisierung und
Automatisierung seiner Fertigung. Das Unternehmen besitzt
eine Zulassung als von der Europäischen
Zulassungsbehörde EASA anerkannter Entwicklungs- und
Herstellungsbetrieb.
Sitz des Unternehmens ist Augsburg, wo neben der
Unternehmensleitung wichtige Zentralfunktionen sowie das
zentrale Engineering untergebracht sind. Im Engineering
sind bei Premium AEROTEC insgesamt ca. 300
Entwicklungsingenieure (davon 200 in Augsburg)
beschäftigt. Wichtigste Ziele von Premium AEROTEC sind
die Kunden-Zufriedenheit und die Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit. Die angestrebte erhöhte
Rentabilität in allen Unternehmensbereichen ist die
Basis für die kontinuierliche Weiterentwicklung und
Transformation von Premium AEROTEC als einem der
führenden Unternehmen in seinem Industriesegment.
Der Standort Augsburg zählt mit seiner über
100-jährigen Geschichte zu den Pionierstandorten des
deutschen Flugzeugbaus. Mit über 2.700
Beschäftigten zum Ende 2021, davon rund 130
Auszubildende und duale Studenten, sind an diesem Standort
beschäftigt. Schwerpunkte in Augsburg sind die
Fertigung und Montage von Rumpfteilen und hochbelastbaren
Strukturkomponenten für zivile und militärische
Programme. Eine führende Rolle spielt der Standort im
Bereich der CFK-Technologien.
Der Standort Nordenham bildet mit über 2.500
Beschäftigten zum Ende 2021, davon 150 Auszubildenden
und dualen Studenten, das Zentrum für den Schalen- und
Sektionsbau sowie die Großblechfertigung von Premium
AEROTEC. Im Bereich der integrierten Schalenfertigung
zählt Nordenham zu den modernsten
Produktionsstandorten. Weitere Schwerpunkte am Standort
Nordenham bilden die Profilfertigung, das Streckziehen von
großflächigen Metallstrukturen sowie die FML-
und CFK-Klebetechnik.
Der Standort Varel mit seinen rund 1.400
Beschäftigten zum Ende 2021 -davon rund 110
Auszubildende und duale Studenten -ist ausgestattet mit
einem hoch-modernen Maschinenpark für Teilefertigung
in der europäischen Luftfahrtindustrie. Hier werden
hochkomplexe Zerspanteile sowie Dreh- und Frästeile
aus Aluminium, Stahl und Titan für alle Baumuster der
Airbus-Familie, den Militärtransporter A400M und den
Eurofighter produziert. Darüber hinaus ist dieser
Standort Vorreiter im Bereich der Additiven Fertigung.
Premium AEROTEC betreibt hier seit einigen Jahren 3D
Drucker für die Serienfertigung von komplexen
Luftfahrt- als auch Automotive-Bauteilen aus Titan und
Aluminium.
Der Werksteil Bremen beschäftigt rund 400
Mitarbeiter zum Ende 2021 -davon 2 Auszubildende und duale
Studenten - und ist das Kompetenzzentrum von Premium
AEROTEC für Blech- und Thermoplast-Teile sowie der
Teilefertigung. Für die A350 XWB werden spezielle
Thermoplast-Clips hergestellt.
Premium AEROTEC hat in Hamburg mit rund 60 Mitarbeitern
zum Ende 2021 einen weiteren Standort nahe am Kunden und
inmitten einer leistungsfähigen Zulieferlandschaft.
Neben Augsburg ist Hamburg damit der zweite Hauptstandort
des Engineerings, mit Fokus auf Metalltechnologien,
Thermoplast und der Entwicklung von Druckrümpfen.
Im Jahresdurchschnitt 2021 beschäftigte Premium
AEROTEC 7.201 Mitarbeiter (2020: 8.273), davon 353 (2020:
353) Auszubildende und duale Studenten. Der Personalaufwand
einschließlich der Aufwendungen für
Altersversorgung belief sich insgesamt auf € 564,3
Mio. (2020: € 609,4 Mio.). Der Rückgang ist
bedingt durch den Abbau von Mitarbeitern aufgrund des
Freiwilligenprogrammes für
Personalrestrukturierungsmaßnahmen, welches Ende 2020
gestartet und im 4. Quartal 2021 beendet wurde, sowie durch
Erstattungen der Bundesagentur für Arbeit € 25,3
Mio. im Rahmen von Kurzarbeit.
Die Tochtergesellschaft Premium AEROTEC SRL in Ghimbav,
Bezirk Braşov (Kronstadt), Rumänien, dient der
Produktion und Montage von Metall-Strukturen für
Airbus-Serienprogramme, den Militärtransporter A400M,
sowie für CFK Thermoplast-Komponenten. Das Werk ist
damit nahtlos in die Prozesskette der deutschen Standorte
von Premium AEROTEC in Augsburg, Bremen, Nordenham und
Varel eingebunden.
Im Frühjahr 2021 hat der Airbus-Konzern bekannt
gegeben, sein industrielles Setup neu gestalten zu wollen,
um für die nächste Generation von Flugzeugen
gerüstet zu sein. Dies wird wesentliche Auswirkungen
auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
haben. Für weitere Ausführungen in diesem
Zusammenhang verweisen wir insbesondere auf den Abschnitt
"Prognose, Chancen und Risikobericht".
Wirtschaftliche RahmenbedingungenNachdem der weltweite Ausbruch der Corona-Pandemie die
weltweite Wirtschaft im Jahr 2020 in die Rezession
geführt hatte, konnte sich die globale
Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 wieder erholen. In seinem
"World Economic Outlook" vom Oktober 2021 prognostizierte
der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Anstieg
des weltwirtschaftlichen Wachstums im Jahr 2021 in
Höhe von 5,9 Prozent. Für das Jahr 2022 rechnet
der IWF mit einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft und
geht von einem Wachstum in Höhe von 3,6 Prozent aus.
Zivile LuftfahrtDer weltweite Ausbruch der Corona-Pandemie hat auch
weiterhin massiven Einfluss auf die wirtschaftliche
Entwicklung der globalen Luftfahrtindustrie. Im Jahr 2021
ist der Passagierluftverkehr um 58 Prozent im Vergleich zu
2019 eingebrochen. Insbesondere in den ersten beiden
Monaten des Jahres 2021 ist die Nachfrage um drei Viertel
gegenüber 2019 zurückgegangen und hat sich dann
nur langsam erholt. Die europäischen
Fluggesellschaften verzeichneten für das Jahr 2021
einen Rückgang von 61 Prozent gegenüber dem Jahr
2019.
Die IATA geht in ihrem "Economic Performance of the
Airline Industry Report" vom Dezember 2021 für 2022
insgesamt von einer Erholung des Luftverkehrs im Vergleich
zum Vorjahr aus. Die IATA geht weiterhin davon aus, dass
der Bedarf an neuen Flugzeugen erst ab dem Jahr 2024 das
Vorkrisenniveau wieder erreichen wird.
Airbus rechnet in seinem Global Market Forecast
2021-2040 damit, dass zur Deckung des wachsenden Bedarfs
und der Modernisierung veralteter Flotten bis 2040
über 39.000 neue Flugzeuge (Passagierflugzeuge mit
mehr als 100 Sitzen sowie Frachter) benötigt werden.
Im Mai 2021 hat Airbus angekündigt, vor dem
Hintergrund der erwarteten Erholung der Luftfahrtindustrie
seine Produktionsraten schrittweise wieder zu erhöhen
(A320: 45 Flugzeuge / Monat; A330: 2 Flugzeuge / Monat;
A350: 6 Flugzeuge / Monat). Für die A320-Familie
fordert Airbus seine Zulieferer auf, ein Szenario mit einer
Rate von 70 Maschinen bis zum ersten Quartal 2024 zu
ermöglichen. Im Jahr 2021 hat Airbus insgesamt 611
Verkehrsmaschinen ausgeliefert. Für das Jahr 2022
strebt das Unternehmen die Auslieferung von rund 720
Verkehrsflugzeugen an.
Militärische LuftfahrtDer europäische Markt für militärische
Flugzeugprogramme hängt weiterhin stark von der
Budgetsituation der europäischen Staaten ab. Nach
Jahren der Reduzierung bzw. Stagnation sind die
Verteidigungsausgaben in Europa in den vergangenen Jahren
wieder leicht angestiegen. Ob sich diese Entwicklung vor
dem Hintergrund der geänderten geopolitischen
Situation, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine,
grundlegend verändern wird, bleibt vorerst abzuwarten.
Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die
Verteidigungsausgaben insgesamt signifikant ansteigen
werden. Ob und wieviel Premium AEROTEC davon im Bereich der
Strukturmontage für Militärflugzeuge in der
Zukunft profitieren kann, ist derzeit noch nicht klar
absehbar.
Premium AEROTEC ist einer der führenden
Strukturlieferanten im A400M-Programm. Gegenwärtig
bleibt die Produktionsrate der A400M auf niedrigem Niveau
von jährlich rund acht Shipsets stabil.
Hinsichtlich des Eurofighter-Programms verfolgt Airbus
Defence and Space weiterhin verschiedene Vertriebskampagnen
in Europa sowie international. Sofern diese positiv
verlaufen, würde Premium AEROTEC auch von diesen als
Unterauftragnehmer profitieren.
Premium AEROTEC ist im militärischen Flugzeugbau gut gerüstet und steht auch für neue militärische Luftfahrtprogramme -wie beispielsweise Europas zukünftiges Luftkampfsystem (Future Combat Air System - FCAS) sowie künftige europäische Drohnenprogramme - und deren komplexe Herausforderungen als starker industrieller Partner bereit. Premium AEROTEC ist bereits im FCAS Umfeld aktiv und unterstützt die derzeitigen Prime-Kunden bei den ersten Schritten für diese zukünftigen Verteidigungssysteme. WirtschaftsberichtSchlüsselkennzahlen
* Einschließlich Beteiligungsergebnis
i.H.v. € 6,0 Mio. (i.Vj. € 13,0 Mio.)
GeschäftsentwicklungIm Geschäftsjahr 2021 erzielte das Unternehmen
einen EBIT von € -28,1 Mio. Dieser gegenüber dem
Vorjahr um € +217,5 Mio. stark verbesserte EBIT ist
wie im Vorjahr wesentlich beeinflusst durch den
wirtschaftlichen Einbruch aufgrund von Covid 19 und die
Einflüsse aus den durchgeführten
Restrukturierungsmaßnahmen. Negative Fixkosteneffekte
von € -71,3 Mio belasteten das Ergebnis (im Vorjahr
€ -113 Mio.). Gegenläufig wirkte im
Geschäftsjahr eine Auflösung der
Rückstellung für Personalstrukturmaßnahmen
von € 51,9 Mio. Das Vorjahr war mit einer
Zuführung zur Rückstellung für
Personalstrukturmaßnahmen i.H.v. € -136,0 Mio.
belastet. Für eine weitergehende Analyse der
Ergebnisentwicklung wird auf die Ertragslage verwiesen.
Die Entwicklung der Digitalisierungs- und
Transformationsinitiative verläuft nach Plan. Die
verschiedenen Projekte in den einzelnen Funktionsbereichen
(bspw. SMARTPeople mit den drei Säulen People &
Administration, Communication & Collaboration und
Robotics) wurden in 2021 weiterverfolgt.
Premium AEROTEC wird sich 2022 auf einen Ratenhochlauf
im Single Aisle Programm ausrichten, nachdem das Programm
in den Vorjahren durch das weltweit reduzierte
Flugaufkommen massiv betroffen war, verursacht durch COVID
19. Insbesondere wird der Fokus auf dem Produktionsanlauf
des A321XLR (Extra Long Range) liegen. Im A350 Programm
sind Ratensteigerungen im Vergleich zur Ausgangssituation
2021 geplant. Das Eurofighter- und A400M Programm haben
derzeit stabile Ratenprognosen.
Entwicklungen in den bedeutenden ProgrammenWie im Geschäftsjahr 2020 beeinträchtigte die
Covid-19 Krise das Ergebnis der Premium AEROTEC GmbH auch
im Geschäftsjahr 2021 erheblich, insbesondere durch
die nach wie vor niedrigen Kadenzen. Des Weiteren konnten
Ratenerhöhungen im Single Aisle Programm die
vertraglich vereinbarte Preisreduktion
überkompensieren und führten insgesamt zu einem
Umsatzanstieg von 10% in diesem Programm in 2021 (versus
2020). Es konnten dabei jedoch nicht alle Fixkosten
über das erreichte Produktions-/ Stundenvolumen
absorbiert werden, trotz Abbau der Kapazitäten im
Rahmen des Restrukturierungsprograms.
Nach Programmen ergaben sich im Geschäftsjahr 2021
die folgenden Stückzahlen:
Single Aisle Programm (501 Einheiten, im Vorjahr 449
Einheiten), A330 Programm (22 Einheiten, im Vorjahr 22
Einheiten) und A380 Programm (0 Einheiten, im Vorjahr 2
Einheiten aufgrund des Programmstopps).
Das Unternehmen erzielte im A350 Programm eine neutrale
Brutto Marge und lieferte 40 (vs. 58 Einheiten im Vorjahr)
Rumpfsektionen 13/14 und 16/18. Zusatzkosten konnten durch
zusätzliche Zahlungseingänge seitens des
Auftragsgebers im Wesentlichen ausgeglichen werden.
Im A400M Programm hat Premium AEROTEC Bauteile für
7 Maschinen (vs. 8 Einheiten im Vorjahr) geliefert. Der
leichte Kadenzrückgang und reduzierte Umsätze
für Entwicklungs- und Zusatzleistungen führten
hierbei insgesamt zu einer negativen Bruttomarge, jedoch
konnten die periodischen Kosten der geringeren Auslastung
im Vgl. zum Vorjahr erheblich reduziert werden.
Der Umsatz und die Bruttomarge aus dem Eurofighter
Programm wirkten sich wie im Vorjahr positiv auf das
Ergebnis aus (14 Einheiten, im Vorjahr 15 Einheiten).
Der Auftragsbestand von Premium AEROTEC hängt
überwiegend vom Auftragsbestand von Airbus ab. Der
Kunde vergibt "Programm Life-Time Contracts", die
grundsätzlich jährlich in der Planung abgestimmt
und durch Abrufe konkretisiert werden.
Das Tochterunternehmen Premium AEROTEC SRL in
Rumänien hatte seine Produktion von Airbus-Bauteilen
in 2020 ebenfalls pandemiebedingt entsprechend reduzieren
müssen. Im Jahr 2021 lieferte das Tochterunternehmen
Bauteile im Wert von € 59,2 Mio. (i. Vj. € 47,0
Mio.) an die Standorte von Premium AEROTEC in Deutschland.
SteuerungsgrößenAls Schlüsselindikatoren für die
wirtschaftliche Leistung des Unternehmens verwendet Premium
AEROTEC neben dem Umsatz auch den EBIT (Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen
und übrigem Finanzergebnis) und den Free Cash-Flow
(Veränderung des Finanzmittelbestandes).
ErtragslageDer Jahresfehlbetrag betrug im Geschäftsjahr 2021
€ -125,6 Mio. gegenüber € -352,8 Mio. im
Vorjahr, was einer Verbesserung von € 227,2 Mio.
entspricht. Das EBIT belief sich auf € -28,1 Mio.
gegenüber € -245,6 Mio. im Vorjahr und
verbesserte sich somit um € 217,5 Mio. ebenfalls
deutlich. Ausschlaggebend für diese Verbesserungen
waren im Wesentlichen drei Entwicklungen: Deutlich
gesunkene Fixkosteneffekte von € -71,3 Mio. (i. Vj.
€ -113,0 Mio.), eine Auflösung von
Rückstellungen für
Personalstrukturmaßnahmen von € +51,9 Mio.,
während das Vorjahr durch eine Zuführung zu den
Vorsorgen für Restrukturierungsmaßnahmen von
€ -136,0 Mio. belastet war, sowie daneben eine
erhebliche Verbesserung des Währungsergebnisses auf
€ +9,1 Mio. (i. Vj. € -60,5 Mio.).
Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
entwickelten sich wie folgt:
Der Umsatz erreichte im Berichtsjahr einen Wert von
€ 1.313,7 Mio. (2020: € 1.436,7 Mio.). Der
Rückgang ist überwiegend bedingt durch den durch
COVID 19 verursachten Einbruch im Luftverkehr und die
Preisreduzierung im SA Programm. Der Ratenanstieg beim
Single Aisle konnte hierbei den Ratenrückgang des A350
Programms, sowie den Produktionsstopp des A380 Programms
nicht kompensieren. Das Portfolio der zivilen
Airbus-Flugzeuge (A320-Familie, A330 und A350 XWB)
repräsentierte im Berichtsjahr rund 84 Prozent des
Gesamtumsatzes (Vorjahr: 82 Prozent). Der Anteil des
Single-Aisle Programms betrug € 664 Mio. (i. Vj.
€ 472 Mio.). Zudem ging die Einlösung von
Sicherungsgeschäften deutlich zurück € 1
Mio. (i. Vj. € 56 Mio.).
Die Umsatzkosten reduzierten sich um einen Betrag von
€ 151,5 Mio. Die Reduzierung spiegelt sich
größtenteils wider bei den Material- €
119,6 Mio. und Personalkosten € -45,1 Mio., unter
anderem aufgrund von Personalabbaumaßnahmen im Rahmen
des Restrukturierungsprogramms. Diese wurden daneben
beeinflusst durch Effekte aus der Kurzarbeit (€ -25,3
Mio.). Des Weiteren wirkte die Verringerung des
Personalaufwands für Leiharbeitskräfte um €
11,7 Mio.
Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und
Entwicklung (F&E), die in den Umsatzkosten erfasst
sind, betrugen im Jahr 2021 € 6,0 Mio. (2020 €
3,3 Mio.).
Die allgemeinen Verwaltungs- und Vertriebskosten
betrugen € 23,4 Mio. im Vergleich zum Vorjahr €
27,0 Mio. Es handelt sich dabei überwiegend um Kosten
für Personal, Fremdleistungen und
Servicevereinbarungen. Der Rückgang ist bedingt durch
den Abbau von Mitarbeitern im Rahmen des
Restrukturierungsprogrammes.
Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. €
84,3 Mio. gegenüber € 22,0 Mio. im Vorjahr
betreffen im Wesentlichen weitere Erstattungsansprüche
im Zusammenhang mit einen Großschaden i.H.v. €
18,8 Mio. (i. Vj. € 16,0 Mio), sowie Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen für
Personalstrukturmaßnahmen i.H.v. € 51,9 Mio. und
sonstige Rückstellungen € 6,5 Mio. (i. Vj. €
5,9 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. €
36,0 Mio. gegenüber € 166,1 Mio. im Vorjahr
betreffen im Wesentlichen weitere Aufwendungen im
Zusammenhang mit einem Großschaden i.H.v. € 32,6
Mio. (i. Vj. € 26,3 Mio). Das Vorjahr war
zusätzlich belastet durch die Bildung einer
Rückstellung für Personalstrukturmaßnahmen
i.H.v. € 136 Mio.
Das Finanzergebnis verbesserte sich geringfügig auf
€ -91,5 Mio. (im Vorjahr € -94,0 Mio.). Es
enthält im Wesentlichen den Zinsanteil aus der
Veränderung der Pensionsrückstellungen.
Die Ausschüttung der Premium AEROTEC SRL reduzierte
sich auf € 6,0 Mio. gegenüber € 13,0 Mio. im
Vorjahr (für Steuerungszwecke im EBIT berichtet).
VermögenslageIm Berichtsjahr verminderte sich das Anlagevermögen
(ohne Finanzanlagen) um € 34,1 Mio. auf € 279,5
Mio. (2020: € 313,5 Mio.). Den Investitionen in
Höhe von € 31,2 Mio. (2020: 47,7 Mio.) standen im
Wesentlichen planmäßige Abschreibungen in
Höhe von € 63,5 Mio. (2020: € 72,8 Mio.)
gegenüber. Die Investitionen betrafen vor allem den
Wiederaufbau von Technischen Anlagen und Maschinen, die
durch einen Großschaden ausgesondert werden mussten
(€ 10,0 Mio.) sowie den Aufbau der Produktionslinie
zur Herstellung von Bauteilen in der ACF Konfiguration.
Die Reduzierung des Umlaufvermögens um € 100,4
Mio. auf € 993,1 Mio. resultiert
größtenteils aus dem Rückgang der
Vorräte um € 79,5 Mio. aufgrund der schrittweisen
Erholung bei den Produktionsraten, welche sich auch im
Anstieg der Forderungen um € 25,4 Mio. zeigen (davon
€ +13,7 Mio. gegen verbundene Unternehmen). Die
Sonstigen Vermögensgegenstände reduzieren sich um
€ 46,0 Mio. (im Wesentlichen: Zahlungen an die
Transfergesellschaft (€ -12,8 Mio.), sonstige
Forderungen an Mitarbeiter aus der Lohn- und
Gehaltsabrechnung (€ -13,0 Mio.), sowie eine Forderung
an die Real Estate Gesellschaft aus Weiterverrechnungen im
Zusammenhang mit einem Großschaden (€ -6,2
Mio.).
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 125,6 Mio.
zusammen mit dem Verlustvortrag von € 1.633,1 Mio.
ergibt einen Bilanzverlust i.H.v. € -1.758,7 Mio., der
zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag
i.H.v. € 1.559,5 Mio. führt.
Im Berichtsjahr reduzierten sich die Rückstellungen
gegenüber dem Vorjahr um € 214,5 Mio. auf €
1.087,9 Mio., im Wesentlichen bedingt durch die Reduzierung
der Rückstellung für
Restrukturierungsmaßnahmen um € 256,4 Mio.
(Verbrauch € 193,5 Mio., Auflösung € 51,9
Mio. sowie Umgliederung in die Verbindlichkeiten
gegenüber Mitarbeitern € 10,9 Mio.). Des Weiteren
reduzierten sich die Rückstellungen für
Nachlaufkosten um € 36,5 Mio. Die
Pensionsrückstellungen erhöhten sich um €
89,2 Mio. aufgrund der Änderungen bei den
versicherungsmathematischen Berechnungsparametern (i. W.
Zinseffekte). Die Sonstigen Rückstellungen reduzierten
sich um € 303,7 Mio. auf € 152,3 Mio. vor allem
bedingt durch die Veränderung bei der
Rückstellung für Personalstrukturmaßnahmen
i.H.v. € -256,4 Mio.
Die Verbindlichkeiten inklusive der erhaltenen
Anzahlungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr
um € 198,8 Mio. auf € 1.756,9 Mio. i. W. aufgrund
der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen (€ 153,0 Mio., davon Cashpool
€ 166,3 Mio.). Ebenfalls erhöhten sich die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (€
28,2 Mio.) bedingt durch die Ratenerhöhung, sowie die
erhaltenen Anzahlungen (€ 2,5 Mio.) und die sonstigen
Verbindlichkeiten (€ 15,1 Mio.). Bei den sonstigen
Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um
Verbindlichkeiten gegenüber den Mitarbeitern sowie
Verbindlichkeiten aus Personalstrukturmaßnahmen
(€ 10,9 Mio.), die aus den Sonstigen
Rückstellungen umgegliedert wurden.
FinanzlageDie Cash-Versorgung von Premium AEROTEC ist durch die
Teilnahme am Cashpool der AIRBUS SE im Rahmen der
gewährten Linien gesichert. In den Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen sind ein
Gesellschafterdarlehen der AIRBUS SE in Höhe von
€ 225 Mio. mit Fälligkeitsdatum 31. Dezember 2023
sowie Darlehen der Airbus Operations GmbH i.H.v. insgesamt
€ 15,8 Mio. für die Entwicklung der A350 XWB
enthalten, dessen Tilgung entsprechend der Auslieferungen
durch Airbus an die Fluggesellschaften erfolgt. Ebenso ist
hier die Cashpool-Verbindlichkeit gegenüber der AIRBUS
SE in Höhe von € 1.270 Mio. ausgewiesen (2020:
€ 1.103 Mio.). Bezüglich des
Gesellschafterdarlehens besteht eine
Rangrücktrittserklärung. Die Kreditlinie für
den Cashpool (€ 1.400 Mio.) wurde durch die AIRBUS SE
im März 2022 bis zum 31. Dezember 2023
verlängert. Diese Linie deckt auch unterjährig
anfallende Liquiditätsbedarfsspitzen ab. Damit stellt
Premium AEROTEC auf Basis der vorliegenden operativen
Unternehmens- und Liquiditätsplanung sicher, dass die
Gesellschaft jederzeit über ausreichende
Liquidität verfügt, um die Fortführung des
Unternehmens zu gewährleisten.
Der Free Cash Flow hat sich im Geschäftsjahr 2021
gegenüber dem Vorjahr leicht auf € - 166,3 Mio.
verbessert (€ -172,3 Mio. in 2020), wobei Auszahlungen
für Personalstrukturmaßnahmen von € -193,5
Mio. zu berücksichtigen waren. Positiv wirkte sich vor
allem der Abbau der Vorräte (€ +79,5 Mio.) aus.
GesamtaussageDie Umsatzentwicklung in 2021 liegt mit -8,5% leicht
über der Vorjahresprognose, die von einem reduzierten
Umsatz von 10% ausging.
Premium AEROTEC hat das Geschäftsjahr 2021 mit
einem negativen EBIT von € - 28,1 Mio. abgeschlossen
(i. Vj. € -245,6 Mio.). Dieses erheblich verbesserte
Ergebnis ergab sich vor allem durch eine Reduzierung der
negativen Fixkosteneffekte bei den Programmen (€ +41,7
Mio.), Erträgen aus der Auflösung von
Rückstellungen für
Personalstrukturmaßnahmen (€ +51,9 Mio., i. Vj.
Aufwendungen aus der Zuführung i.H.v. € -136,0
Mio.) sowie einer Verbesserung beim Währungsergebnis
von € +69,6 Mio. Das prognostizierte stark
verbesserte, jedoch leicht negative handelsrechtliche EBIT
wurde somit nur knapp verfehlt.
Der Free Cash Flow war im Geschäftsjahr weiterhin
stark negativ (€ -166,3 Mio.) insbesondere bedingt
durch die nach wie vor hohen Zahlungsmittelabflüsse
beim operativen Cash Flow (€ -143,1 Mio.), was im
Wesentlichen auf die Auszahlung für die Abwicklung der
Personalstrukturmaßnahmen zurückzuführen
ist (€ -193,5 Mio.). In 2021 ergab sich ein Cash Flow
aus der Investitionstätigkeit von € -21,2 Mio.
(i. Vj. € -40,8 Mio.) Hierbei wirkten sich
insbesondere die gesunkenen Zugänge im
Sachanlagevermögen von € 31,2 Mio. aus (i. Vj.
€ 47,8 Mio.), was im Wesentlichen auf geringere
Investitionen im A350 XWB Programm zurückzuführen
ist. Die Aufwendungen für den Neubau der
Galvanik-Halle wurden an die Immobiliengesellschaft
weiterverrechnet. Der prognostizierte negative Free Cash
Flow ist somit in erwarteter Größenordnung
eingetreten.
Prognose, Chancen- und RisikoberichtPrognoseBei den folgenden zukunftsbezogenen Aussagen ist zu
berücksichtigen, dass die tatsächliche
Entwicklung von der erwarteten Entwicklung abweichen kann.
Die vorliegende Prognose beruht auf der im November 2021
verabschiedeten Unternehmensplanung, die weder Effekte auf
die Gesellschaft aus der Neugestaltung des industriellen
Setups von Airbus im Bereich der Flugzeugstrukturmontage
noch mögliche Auswirkungen aufgrund der aktuellen
geopolitischen Lage, in Folge der Invasion Russlands in der
Ukraine berücksichtigt. Auf mögliche
Einflüsse hieraus wir in gesonderten Absätzen am
Ende dieses Kapitels eingegangen.
Premium AEROTEC erwartet auf dieser Basis für das
Geschäftsjahr 2022 insgesamt einen Anstieg des
Umsatzes von ca. 15% im Vergleich zum Geschäftsjahr
2021. Der geplante Ratenanstieg in 2022 bei der A350 XWB
sowie die weitere Reduzierung der Fixkostenunterdeckung
aufgrund steigender Produktion werden die wiederum
reduzierten Preise beim Single Aisle Programm teilweise
kompensieren. Long Range wurde mit einer konstanten
Produktionsrate geplant.
Im militärischen Seriengeschäft wird das A400M
Programm auf niedrigem Niveau stabil bleiben. Die Raten im
Eurofighter Programm werden sich weiterhin auf stabilem
Niveau entwickeln.
Von hoher Bedeutung für die Zukunft von Premium
AEROTEC ist auch weiterhin die Umsetzung des
unternehmensinternen Erneuerungsprogramms (vormals:
"BeReady"). Die erwarteten Effekte sollen nach dem
erfolgreichen Abschluss der
Restrukturierungsmaßnahmen (Odyssee) im Zusammenhang
mit dem geplanten Anstieg der Kadenzen sukzessive ab dem
Geschäftsjahr 2022 realisiert werden. Dieses Programm
zielt darauf ab, dass das Unternehmen nicht nur die
Wettbewerbsfähigkeit am globalen Markt mittel- bis
langfristig sichert und ausbaut, sondern auch die
Rentabilität der Geschäftsfelder nachhaltig
vorantreibt. Wettbewerbsfähig zu bleiben und die
Wirtschaftlichkeit zu steigern, ist notwendig, damit
Premium AEROTEC eine Position als Technologieführer im
Markt erreichen kann.
Die Geschäftsführung erwartet somit, dass die
laufenden Effizienzsteigerungsmaßnahmen die
Rentabilität der zivilen Serienprogramme im Jahr 2022
verbessern werden. Das Währungsrisiko aus den
erwarteten USD-Umsätzen von Premium AEROTEC wird unter
Berücksichtigung der USD Bezüge über
Devisentermingeschäfte abgesichert (Sicherungsquote
für 2022 rund 65%). Beginnend mit dem Inkrafttreten
der Neustrukturierung Mitte 2022 ist es vorgesehen,
für die Premium AEROTEC im Rahmen der Airbus Hedging
Policy alle USD-Geschäfte mit einem fixen USD-Kurs
abzusichern. Für Planungszwecke wurde für den
ungesicherten Anteil ein Kurs von 1,25 USD / € zu
Grunde gelegt.
Auf dieser Basis ist die EBIT Erwartung für 2022
mit einem weiterhin negativen EBIT von ca. € -34 Mio.
leicht verschlechtert im Vergleich zum Berichtsjahr 2021.
Insbesondere der erhöhte Investitionsbedarf i.H.v.
€ +59 Mio. aufgrund des geplanten Ratenanstiegs im
Single Aisle Programm sowie die in diesem Programm
vereinbarten Preisreduzierungen führen in 2022 zu
einem zwar erheblich verbesserten, jedoch weiterhin
negativen Free Cash Flow in der Größenordnung
von € -87 Mio. Die Geschäftsführung geht
hierbei davon aus, dass die sich möglicherweise aus
der Neugestaltung des industriellen Setups von Airbus bei
der Gesellschaft ergebenden zusätzlichen
Liquiditätsbedarfe entsprechend vom Gesellschafter
ausgeglichen werden.
Auf Grundlage der vorliegenden Unternehmensplanung geht
die Geschäftsführung von einer Fortführung
des Unternehmens mit einem erhöhten Umsatz von ca. 15%
aus. Die Sicherstellung der Liquidität verfolgt sie
darüber hinaus jederzeit durch geeignete
Maßnahmen.
Ferner kann das Eintreten von Risiken, die im Abschnitt
"Chancen und Risiken" detaillierter beschrieben werden, den
Umsatz, das EBIT und den Free Cash Flow gegenüber den
geplanten und prognostizierten Werten beeinträchtigen.
RisikomanagementDas Risikomanagement-System (RMS) von Premium AEROTEC
ist in das RMS von Airbus einbezogen. Der
Risikomanagementprozess ist modelliert und in die
bestehenden Geschäftsprozesse von Premium AEROTEC
integriert. Durch das Risikomanagement-System werden
operationale, finanzielle, strategische sowie rechtliche
Risiken und Chancen erfasst, die Wahrscheinlichkeit ihres
Eintretens beurteilt sowie mögliche Belastungen
(positive Effekte bei Chancen) und ihre Auswirkung auf das
Geschäftsergebnis bewertet und Aktionspläne zur
Mitigation der Risiken oder das Nutzen von Chancen
festgelegt. Die Informationen über Risiken und deren
Auswirkungen sowie Gegenmaßnahmen werden
regelmäßig an die Geschäftsführung
berichtet.
Das Risikomanagement-System von Premium AEROTEC wurde im
Jahr 2021 im Rahmen der EN 9100:2018 (ISO 9001:2018) im
Rezertifizierungs-Audit erfolgreich auditiert.
Die Gesellschaft ist Wechselkursschwankungen zwischen
dem US-Dollar und dem Euro ausgesetzt, da der Umsatz
insbesondere für das Airbus-Seriengeschäft in
US-Dollar getätigt wird und nur in erheblich
geringerem Umfang in USD denominierte
Beschaffungsverträge abgeschlossen werden konnten. Die
daraus resultierenden Risiken aus Währungsschwankungen
werden durch entsprechende Devisentermingeschäfte im
Rahmen der Hedging Policy der Airbus SE begrenzt.
Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Nominalwert des
Wechselkurssicherungs-Portfolios $ 1.022 Mio. zu einem
durchschnittlichen Sicherungskurs von € 1 = US$ 1,23.
Somit ist das Netto-Währungskursrisiko für 2022
knapp 65% abgesichert.
Das Erreichen von Unternehmenszielen ist auch von
Partnern und Lieferanten abhängig sowie von der
Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten. Mit der
Entwicklung von neuen Produktionsverfahren und der
Erschließung neuer Märkte schafft Premium
AEROTEC die Grundlagen für zukünftige
Geschäftserfolge. Den damit verbundenen Chancen gehen
zunächst die Risiken der technischen Realisierung und
der Finanzierung voraus.
Zur Sicherstellung der ausreichenden Liquidität
besteht bei Premium AEROTEC ein dediziertes
Cash-Controlling, das wöchentlich kurzfristige
rollierende Ist-Erwartungen zum Liquiditätsbedarf
erstellt und monatlich einen -unter Berücksichtigung
von ausgewählten operativen
Liquiditätssteuerungsgrößen
-mittelfristigen Cash-Ausblick generiert. Dieses
Controlling und die entsprechende rollierende
Liquiditätssimulation mit einem hierfür
entwickelten Steuerungsinstrument soll die mittelfristige
Liquiditätsentwicklung des Unternehmens antizipieren,
um gegebenenfalls Unterstützungsmaßnahmen
einleiten zu können. Die Kreditlinie für den
Cashpool seitens der AIRBUS SE i.H.v. € 1.400 Mio
wurde im März 2022 bis zum 31. Dezember 2023
verlängert.
Chancen und RisikenDie im Folgenden nach Wesentlichkeit in absteigender
Reihenfolge dargestellten Chancen und Risiken
berücksichtigen weder Effekte auf die Gesellschaft aus
der Neugestaltung des industriellen Setups von Airbus im
Bereich der Flugzeugstrukturmontage noch mögliche
Auswirkungen aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage, in
Folge der Invasion Russlands in der Ukraine. Erwartete oder
potenzielle Auswirkungen hieraus werden jedoch, soweit
möglich, allgemein am Ende dieses Kapitels
erläutert.
Umsatz:Die Umsatzentwicklung wird maßgeblich durch das
Produktionsverhalten des Hauptkunden Airbus bestimmt. Der
Auftragsbestand von Airbus sichert, in Verbindung mit den
bestehenden "Programme Life-Time Contracts" für die
Serienprogramme, die Grundauslastung für die
mittelfristige Zukunft. Trotzdem ist es möglich, dass
es unterjährig produktionsbedingt Änderungen des
jeweiligen Produktionsplans oder eine Neuzuordnung
innerhalb der einzelnen Programme oder zwischen den
Programmen geben kann.
Airbus wird auf absehbare Zeit unser größter
und wichtigster Kunde bleiben. Daneben wollen wir die
bestehenden Beziehungen zu anderen Kunden intensivieren, um
neue Aufträge zu gewinnen. Zudem streben wir eine
Erweiterung des Wartungs-, Reparatur- und
Ersatzteilgeschäfts an. Ergänzend zur konkreten
Bauteilentwicklung intensivieren wir unsere Forschungs- und
Technologieaktivitäten. Wir wollen auf den für
uns wesentlichen Feldern der Rumpfstrukturen führend
sein. Unser umfangreiches Knowhow in der CFK-Verarbeitung
entwickeln wir mit besonderem Fokus auf die
Thermoplast-Technologie weiter. Wir investieren in die
Weiterentwicklung unserer technologischen und industriellen
Fähigkeiten wie der Automatisierung von
Fügeverfahren, wirtschaftlichen Fertigung von CFK
Strukturbauteilen sowie der Digitalisierung in der
Produktion.
Wechselkurs:Die Planungen von Premium AEROTEC zur
Wechselkursentwicklung sind vor dem Hintergrund der
weltwirtschaftlichen Risiken mit Unsicherheiten verbunden.
Dabei geht das Unternehmen von einer anhaltend großen
Volatilität an den Devisenmärkten aus.
Für das Jahr 2022 sind die Währungsrisiken aus
den US-Dollar-Umsätzen (abzüglich der USD-Dollar
Ausgaben) durchschnittlich mit $ 1,23 und insgesamt zu ca.
65% abgesichert Premium AEROTEC nimmt dabei am
konzernweiten Hedging von Airbus Commercial teil. Dieses
läuft in der bisherigen Struktur für Premium
AEROTEC in 2023 aus und wird durch ein neues Verfahren der
nahezu vollständigen Absicherung von
Währungsrisiken bei Airbus Commercial abgelöst,
das sukzessive ab Mitte 2022 implementiert werden soll.
Tarifabschluss:Die Flächentarifverhandlungen 2021 mit einer
Laufzeit bis September 2022 sind abgeschlossen. Das
bedeutet, ab September 2022 werden erneute
Flächentarifverhandlungen stattfinden. Die sich
hierbei ergebenden zukünftigen Anpassungen des Lohn-
und Gehaltsniveaus könnten von den Planungsannahmen
nach oben abweichen, was zu einer entsprechenden
Erhöhung der Personalkosten führen würde.
Tochterunternehmen Premium AEROTEC SRL (PAS)Das Tochterunternehmen PAS (mit Sitz in Bra§ov,
Rumänien) wurde in den vergangenen Jahren von einem,
von der Premium AEROTEC gesteuerten Werk, hin zu einer
weitgehend selbstständig agierenden Produktionseinheit
entwickelt. Dabei wurde der Arbeitsanteil der PAS
sukzessive erhöht, was insgesamt zu einer Verbesserung
der Kostenstruktur führt.
Programmspezifische Chancen und Risiken:Im Airbus-Seriengeschäft, insbesondere im Single
Aisle, gilt es die Lieferfähigkeit sichern und eine
Unterbrechung der Lieferkette zu vermeiden. Hierzu bereitet
das Unternehmen zusammen mit dem Kunden Airbus Szenarien
vor, um in einigen Bereichen derzeit existierenden
Single-Source-Beziehungen auf mehrere Partner zu erweitern
bzw. um über temporär höhere
Produktionskadenzen in Airbus Fertigungsbereichen
Produktionspuffer zur Stabilisierung aufzubauen.
Die Erfahrungen aus den Kostensenkungsprojekten im A350
Programm werden auf das Single Aisle Programm
übertragen, um die Herstellungskosten pro Shipset
weiter zu reduzieren. Dabei setzen wir neben den
Optimierungen in den Fertigungslinien und in der
Teilefertigung auch auf Design to Value und
Preisreduzierungen in der Zulieferkette.
Das A350 Programm und das Single Aisle Programm sind die
Programme mit der größten Bedeutung für
Premium AEROTEC.
Die monatliche Produktionsrate im A350 XWB ist im Rahmen
der Corona Krise auf Rate 4 zurückgegangen.
Mittelfristig ist ein Anstieg auf Rate 6 geplant. Trotz den
aus der niedrigen Rate resultierenden Fixkostenbelastungen,
konnten die Effizienzrisiken weiter reduziert werden. Die
für 2021 geplanten Einsparungen aus den DtC (Design to
Cost) und RCC (Recurring Cost Convergence) Projekten haben
sich bestätigt. Mit den weiteren Optimierungen -im
Rahmen der Step 8 / Step 9 Maßnahmen -sind
zusätzliche signifikante und kontinuierliche
Verbesserungen des Produktes sowie der Kostenstruktur in
Umsetzung. Hinsichtlich der A350 XWB wurden im
Geschäftsjahr 2021 die Preise für Lieferungen im
Geschäftsjahr über zusätzliche quartalsweise
Zahlungen erhöht. Auch für 2022 ist es geplant,
diese zusätzlichen Zahlungen quartalsweise umzusetzen.
Längerfristig wird die Frachter Version des A350 XWB
die Umsatzentwicklung und somit die
Geschäftsergebnisse positiv beeinflussen.
Die monatliche Produktionsrate im Single Aisle Programm
ist in 2021 im Vergleich zu 2020 auf 43 leicht angestiegen.
Im Laufe des Jahres 2022 ist ein signifikanter Anstieg auf
Rate 54 vorgesehen. Die Variante A321LR mit der
Airbus-Cabin-Flex (ACF) Konfiguration wird dabei neben der
Standard Variante A320NEO einen größeren Anteil
haben. Hier gilt es, die wieder steigenden Kadenzen
abzusichern und eine Unterbrechung der Lieferkette zu
vermeiden. Alle notwendigen Investitionen für diesen
erneuten Ratenhochlauf sind bereits getätigt oder
werden weiterhin planmäßig umgesetzt.
Zusätzliche Varianten wie A321XLR (XLR) wurden ab 2020
entwickelt und die ersten Testmaschinen gefertigt. Premium
AEROTEC stellt mit dem Rear Center Tank zusätzlich
eine zentrale Großbaugruppe her, welche erstmalig in
Q2/2021 dem Kunden Airbus übergeben wurde. Die A321XLR
wird den Fluggesellschaften und Passagieren eine noch
größere Ökoeffizienz und Reichweite bieten.
Zukünftig wird der Ratenanteil der A321 Varianten
sogar noch weiter ansteigen.
Für 2021 stellen die weiterhin geringen Kadenzen
beim A400M Programm sowie die geringen Kadenzen beim A330
Programm ein Kostenrisiko dar, welches über geeignete
Maßnahmen reduziert werden soll.
Nach dem erfolgreichen Wiederanlauf im Eurofighter
Programm konnten die Produktionsrate bei ca. 14 im Jahr bei
Premium AEROTEC stabilisiert werden. Die Eurofighter
Fertigung konnte in 2021 die Kuwait Produktion erfolgreich
abschließen. Daran schließt sich die Produktion
für Katar und Quadriga nahtlos an. Die Deutsche
Luftwaffe wird in den nächsten Jahren 38 neue
Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter im Rahmen des so
genannten Quadriga-Vertrages (Tranche 4) erhalten. Die
Auslieferung der Flugzeuge soll ab 2025 beginnen und 2030
abgeschlossen sein. Bislang wurden insgesamt 140 Flugzeuge
der Tranchen 1, 2 und 3 an den deutschen Kunden
ausgeliefert. Zusätzlich hat die Bundeswehr den
TORNADO im Einsatz, der aufgrund seines Alters ebenfalls
ersetzt werden muss. Hieraus werden sich voraussichtlich im
Hinblick auf ausgewählte Rollen dieses Flugzeugtyps
weitere Chancen zu Beauftragungen ergeben. Durch weitere
international angelegte Export-Verkaufskampagnen ergeben
sich unter Berücksichtigung der allgemeinen
politischen Lage weitere Chancen für zusätzliches
Volumen, von denen Premium AEROTEC auch als
Unterauftragnehmer profitieren könnte.
Das Tri-Nationale Umfeld im (Future Combat Air System -
FCAS) -vertreten durch die Länder Deutschland, Spanien
und Frankreich -ist derzeit geprägt von politischen
Aktivitäten hinsichtlich Finanzierung und
Aufgabenteilung. Premium AEROTEC bietet sich als
kompetenter Entwicklungs- und Systempartner zu den
verschiedenen Flugzeugsystemen an und erarbeitet Konzepte
um auch hier als führender Lieferant in die
Wertschöpfungskette integriert zu werden.
Neugestaltung des industriellen Setups von AirbusIm Frühjahr 2021 hat der Airbus-Konzern bekannt
gegeben, sein industrielles Setup neu gestalten zu wollen,
um für die nächste Generation von Flugzeugen
gerüstet zu sein. Hierbei wird u. a. die Produktion
und Montage von großen Flugzeugstrukturen und
Strukturkomponenten, als Kerngeschäft von Airbus, in
Frankreich und Deutschland jeweils in eigenständige,
vollständig in den Produktionsverbund von Airbus
integrierte, Gesellschaften überführt. Eine
grundsätzliche Vereinbarung hierzu mit den
Arbeitnehmervertretungen in Deutschland wurde Anfang
Februar 2022 erzielt.
Die Gesellschaft wird sich somit zukünftig
schrittweise hin zu einer Holding-Gesellschaft der Division
Airbus Commercial in Deutschland entwickeln und
entsprechend umfirmiert werden.
Die konkreten Auswirkungen auf die Prognose der
Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022
können zum gegenwärtigen Zeitpunkt u.a. aufgrund
der noch laufenden Detailplanungen zu den internen
Umbaumaßnahmen sowie möglicher Risiken im
Hinblick auf den Zeitplan der Umsetzung der geplanten
Schritte noch nicht abschließend eingeschätzt
werden. Die Geschäftsführung geht aber davon aus,
dass sich insgesamt für 2022 ein gegenüber der
vorliegenden Planung wesentlich reduziertes Umsatzvolumen
ergeben wird. Eine verlässliche Einschätzung im
Hinblick auf die EBIT-Auswirkungen ist noch nicht
möglich, da dies u.a. auch maßgeblich von den
noch festzulegenden Verrechnungspreisen zwischen den
Einheiten abhängen wird. Die Absicherung der
Liquidität wird in jedem Fall unverändert durch
die Airbus SE erfolgen.
Der neue industrielle Setup wird ebenso die Chancen und
Risiken der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Zu nennen
sind beispielsweise Chancen aus den erwarteten
Effizienzsteigerungen oder die Vorteile der noch engeren
Integration in den Airbus Produktionsverbund. Dem stehen
naturgemäß zumindest kurz- bzw. mittelfristig
Risiken aus den geplanten internen Umbaumaßnahmen und
Integrationsschritten sowie deren zeitliche Umsetzung oder
auch den Herausforderungen bei der Anpassung der
IT-Infrastruktur und der Logistik gegenüber.
Aktuelle geopolitischen Lage in Folge der Invasion Russlands in der UkraineAls Reaktion auf die Invasion Russlands in der Ukraine
wurden umfangreiche Sanktionen durch die EU,
Großbritannien, die USA und andere Staaten
verhängt, die insbesondere auch Exportverbote im
Bereich der Luft- und Raumfahrt umfassen. Daneben haben die
Sanktionen auch wesentliche Auswirkungen auf die
internationalen Lieferketten, wobei im Bereich der Luft-
und Raumfahrt insbesondere die Beschaffung von
Rohmaterialien wie zum Beispiel Titan betroffen ist. Eine
anhaltende Erhöhung der Energiepreise einhergehend mit
einer Verknappung des zugänglichen Angebots kann
wesentliche Auswirkungen auf den internationalen
Luftverkehr und damit die Luft- und Raumfahrt Industrie
haben.
Chancen könnten sich für die Gesellschaft
langfristig durch zusätzliche Beauftragungen im
Bereich der militärischen Strukturmontagen im Rahmen
der weiteren Ausweitung der Verteidigungsbudgets in Europa
und insbesondere in Deutschland ergeben.
Konformität mit dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst:Aufgrund des Gesetzes für die gleichberechtigte
Teilhabe von Frauen und Männern an
Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im
öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat der Premium
AEROTEC GmbH im Dezember 2017 beschlossen, den Frauenanteil
im Aufsichtsrat bei 8% und in der
Geschäftsführung bei 0% zu belassen.
Per 31. Dezember 2021 beträgt der Frauenanteil im
Aufsichtsrat 17% und in der Geschäftsführung 0%.
Beide Ziele wurden damit erfüllt.
Im April 2021 legte die Geschäftsführung fest, bis 31. Dezember 2026 den Frauenanteil in der ersten Ebene unterhalb der Geschäftsführung auf 7% und der zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsführung auf 12% zu erhöhen. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Frauenanteil in der ersten Ebene 10% und in der zweiten Ebene 9%.
Augsburg, den 29. April 2022 Die Geschäftsführung Dr. Thomas Ehm Alexander Thierer Dr. Ulrich Weber Joachim Nägele Frank Müller Bilanz der Premium AEROTEC GmbH, AugsburgAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung der Premium AEROTEC GmbH, Augsburg
Anlagespiegel 2021Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2021
BETEILIGUNGSÜBERSICHTAufstellung über den Anteilsbesitz zum 31.12.2021
* vorläufiger Jahresabschluss 2021
Die Aufstellung über den Anteilsbesitz
gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB ist beim
Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg, HR B 23630
hinterlegt.
Anhang der Premium AEROTEC GmbHRegistergericht: Amtsgericht Augsburg
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.954 | 7.929 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.794 | 10.378 |
| Sonstige Ausleihungen | 316 | 415 |
| 10.064 | 18.722 |
Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens im
Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Wertpapiere des Anlagevermögens /
Deckungsvermögen:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Deckungsvermögen
für Pensionsverpflichtungen aus Entgeltum-
wandlung |
||
| Beizulegender Wert | 8.752 | 9.002 |
| ./. Saldierung mit Pensionsverpflichtungen aus Entgeltumwandlung | -8.752 | -9.002 |
| Summe
Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtung
aus
Entgeltumwandlung |
0 | 0 |
| Deckungsvermögen
für Verpflichtungen aus Airbus-Pension
Plan Konten |
||
| Beizulegender Wert | 57.664 | 19.076 |
| ./. Saldierung mit Verpflichtung aus Pensionsverpflichtungen | -20.903 | -2.970 |
| ./. Saldierung mit Verpflichtung aus Entgeltumwandlung | -36.761 | -16.106 |
| Summe
Deckungsvermögen für Verpflichtungen aus
Airbus
Pension Plan Konten |
0 | 0 |
| Deckungsvermögen für Altersteilzeitverpflichtungen | ||
| Beizulegender Wert | 20.950 | 17.502 |
| ./. Saldierung mit Verpflichtung aus Altersteilzeitverhältnissen | -18.339 | -16.734 |
| ./. Aktiver Unterschiedsbetrag | -2.611 | -768 |
| Summe Deckungsvermögen für Altersteilzeitverpflichtungen | 0 | 0 |
| Deckungsvermögen
für Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeit-
konten |
||
| Beizulegender Wert | 29.814 | 35.631 |
| ./. Saldierung mit Verpflichtung aus Lebensarbeitszeitkonten | -29.814 | -35.631 |
| Summe
Deckungsvermögen für Verpflichtungen aus
Lebensarbeitszeitkonten |
0 | 0 |
| Deckungsvermögen für Verpflichtungen aus Sicherheitskonten | ||
| Beizulegender Wert | 1.794 | 10.378 |
| ./. Saldierung mit Verpflichtung aus Sicherheitskonten | 0 | 0 |
| Summe
Deckungsvermögen für Verpflichtungen aus
Sicherheitskonten |
1.794 | 10.378 |
| Summe Wertpapiere /
Deckungsvermögen (Finanzanlage-
vermögen) |
1.794 | 10.378 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 2.611 | 768 |
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB n.F.
wurden die Anteile am Kapitalanlagefonds zur Sicherung der
Lebensarbeitszeitkonten zum beizulegenden Zeitwert mit dem
Erfüllungsbetrag der langfristig fälligen
Verpflichtung verrechnet. Da das Vertragsmodell der
Lebensarbeitszeitkonten bei der Premium AEROTEC GmbH eine
Verpflichtung gegenüber den Arbeitnehmern zum
beizulegenden Zeitwert oder höheren Anschaffungswert
der Fondsanteile garantiert, erfolgt eine vollständige
Verrechnung. Der beizulegende Zeitwert beträgt 29.814
TEUR (i.Vj. 35.631 TEUR), der Anschaffungswert 25.348 TEUR
(i.Vj. 32.007 TEUR). Die Fondsanlagen betreffen
marktgängige Wertpapiere, die zu Marktwerten am
Stichtag bewertet werden.
Hinsichtlich des Beteiligungsbesitzes verweisen wir auf
die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Premium AEROTEC
GmbH. Die Premium AEROTEC SRL ist mit unveränderten
Anschaffungskosten von 7.239 TEUR angesetzt, ebenso ist der
Beteiligungsansatz der APWORKS GmbH unverändert mit
690 TEUR. Seit 2021 ist Premium AEROTEC GmbH an der Airbus
Alpha 22 GmbH zu 100% Anteilseigner und mit 25 TEUR
beteiligt.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 166.071 | 183.171 |
| Unfertige Erzeugnisse, Unfertige Leistungen | 491.737 | 553.992 |
| Geleistete Anzahlungen | 18.085 | 18.205 |
| 675.893 | 755.368 |
In den Beständen für Unfertige Erzeugnisse und
Leistungen sind angearbeitete und den einzelnen
Flugzeugprogrammen zugeordnete Fertigungsaufträge und
das Drittgeschäft enthalten. Für das Programm
A380 bestehen zum Stichtag Wertberichtigungen i.H.v.
insgesamt 10.690 TEUR, die Hausteilbestände und
programmspezifische RHB betreffen. Im Vorjahr bestanden
Wertberichtigungen für die Programme A380, SA-ACF und
A350 (insgesamt 25.346 TEUR).
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.875 | 4.151 |
| davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 15.875 | 4.151 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 270.585 | 256.911 |
| davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 270.585 | 256.911 |
| Forderungen gesamt | 286.460 | 261.062 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen
überwiegend aus Lieferungs- und Leistungsforderungen
gegen die Airbus Operations GmbH i.H.v. 233.903 TEUR (i.Vj.
218.194 TEUR), die Airbus Defence and Space GmbH i.H.v.
17.744 TEUR (i.Vj. 28.560 TEUR) und die Premium AEROTEC SRL
i.H.v. 9.578 TEUR-(i.Vj. 3.612 TEUR).
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| Ansprüche | TEUR | TEUR |
| an Versicherungen für Brand Galvanik | 16.441 | 37.298 |
| Vorauszahlung an eine
Transfergesellschaft im Rahmen
des Restrukturierungsplanes |
1.156 | 14.000 |
| aus Kurzarbeitergeld
einschließlich Sozialversicherungs-
beiträgen |
3.061 | 13.478 |
| aus Energiesteuerrückerstattung | 5.007 | 4.173 |
| aus Umsatzsteuer | 0 | 4.263 |
| Übrige | 5.121 | 3.621 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 30.786 | 76.833 |
Hier handelt es sich um Übersicherung von
Wertpapieren zur Insolvenzsicherung von
Altersteilzeitansprüchen i.H.v. 2.611 TEUR (i.Vj. 768
TEUR), die nicht mit den Altersteilzeitverbindlichkeiten
saldiert werden konnten (siehe Punkt (3) Finanzanlagen).
Die Zusammensetzung des Eigenkapitals stellt sich wie
folgt dar:
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Stammkapital | 50.000 | 50.000 |
| Kapitalrücklage | 133.900 | 133.900 |
| Gewinnrücklage | 15.261 | 15.261 |
| Bilanzverlust | -1.758.673 | -1.633.066 |
| Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | 1.559.512 | 1.433.905 |
| Eigenkapital | 0 | 0 |
Der Bilanzverlust ergibt sich durch den Verlustvortrag
von -1.633.066 TEUR (i.Vj -1.280.295 TEUR) und den
Jahresfehlbetrag 2021 von -125.607 TEUR (i.Vj -352.771
TEUR) und erhöhte sich damit auf einen Wert von
-1.758.673 TEUR.
Zum 31. Dezember 2021 unterliegt nach § 268
Abs. 8 HGB ein Gesamtbetrag von 116.613 TEUR (i.Vj. 131.396
TEUR) der Ausschüttungssperre. Der Betrag resultiert
aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den Wertansätzen
von Altersvorsorgeverpflichtungen betreffend § 253
Abs. 6 S. 3 HGB i.H.v. 102.855 TEUR (i.Vj. 125.175 TEUR),
sowie aus der Bewertung des Planvermögens für das
Aufbaukonto, für den
Altersteilzeit-Erfüllungsrückstand, für das
Sicherheitskonto, für die Lebensarbeitszeitkonten
sowie für pensionsähnliche Verpflichtungen zum
Zeitwert von 13.758 TEUR (i.Vj. 6.221 TEUR).
Aus unmittelbaren Zusagen besteht zum 31.12.2021 eine
Unterdeckung i.H.v. 5.516 TEUR (i.Vj. 7.354 TEUR) aus der
ratierlichen Verteilung des Umstellungsbetrags aus der
erstmaligen Anwendung des BilMoG.
Die Pensionsverpflichtung aus dem Basiskonto des P3
Pensionsplans und die Verpflichtung aus dem Airbus Pension
Plan Hauptkonto i.H.v. insgesamt 818.059 TEUR (i.Vj.
726.897 TEUR) wurde mit dem Deckungsvermögen i.H.v.
20.903 TEUR (i.Vj. 2.970 TEUR) verrechnet. Die hierfür
entstandenen Anschaffungskosten betrugen 16.355 TEUR (i.Vj.
3.013 TEUR). Die Verpflichtung aus dem Aufbaukonto des P3
Pensionsplans und aus dem Airbus Pension Plan Zusatzkonto
i.H.v. insgesamt 183.988 TEUR (i.Vj. 147.648 TEUR) wurde
mit dem Deckungsvermögen i.H.v. 45.513 TEUR (i.Vj.
25.108 TEUR) verrechnet (siehe Punkt (3) Finanzanlagen).
Die hierfür entstandenen Anschaffungskosten betrugen
39.686 TEUR (i.Vj. 24.711 TEUR).
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253
Abs. 6 S. 3 HGB beträgt 102.855 TEUR (i.Vj. 125.175
TEUR).
Das Deckungsvermögen besteht im Wesentlichen
aus Fondsanlagen in marktgängigen Wertpapieren, die zu
Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet sind. Wertpapiere
werden mit Hilfe von allgemein anerkannten
Bewertungsmethoden auf Grundlage von aktuellen
verfügbaren Marktinformationen bewertet. Notierte
Preise auf aktiven Märkten für identische
Vermögenswerte beruhen typischerweise auf
beobachtbaren Marktdaten wie Börsenkursen,
Zinssätzen und Wechselkursen. Daneben werden auch
Fondsanlagen in nicht marktgängigen Anlagen gehalten,
zum Beispiel Private Equity. Für diese Anlagen liegen
in der Regel keine notierten Preise an aktiven Märkten
vor. Die Bewertung erfolgt mittels anerkannter
Bewertungsmethoden auf den Grundlagen auch von nicht
beobachtbaren Informationen.
In den sonstigen Rückstellungen sind im
Wesentlichen auftragsbezogene Rückstellungen
(Nachlaufkosten und Abrechnungsrisiken) sowie
Verpflichtungen, die die Belegschaft betreffen (im
Wesentlichen Sondervergütung, Erfolgsbeteiligung,
Jubiläumsrückstellungen und Altersteilzeit)
enthalten.
Die Rückstellung für
Personalstrukturmaßnahmen beträgt 465 TEUR
(i.Vj. 256.869 TEUR).
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 13.607 TEUR (i.Vj.
11.096 TEUR) und betreffen ausschließlich Projekte
und Aufträge (A350 und Eurofighter). Erhaltene
Anzahlungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr
liegen wie im Vorjahr nicht vor.
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 135.967 | 107.760 |
| davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 135.967 | 107.760 |
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen | 1.540.594 | 1.387.635 |
| davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 1.300.251 | 1.145.184 |
| davon Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren | 240.343 | 242.451 |
| davon ggü. AIRBUS SE | 225.000 | 225.000 |
| davon ggü. Airbus Operations GmbH | 15.343 | 17.451 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 66.756 | 51.605 |
| davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 66.756 | 51.605 |
| davon aus Steuern | 6.028 | 6.592 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0 | 5 |
Das unveränderte Gesellschafterdarlehen der AIRBUS
SE i.H.v. 225.000 TEUR wird fällig Ende 2023 und wird
mit 4,25 % p.a. verzinst. Ein weiteres Darlehen i.H.v
15.843 TEUR (i.Vj. 16.233 TEUR) für den A350 besteht
gegenüber der Airbus Operations GmbH. Weiterhin wird
in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen das Cash-Pooling mit der AIRBUS SE i.H.v.
1.269.754 TEUR (i.Vj. 1.103.737 TEUR) dargestellt.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im
Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
aus Urlaub und Mehrarbeit i.H.v. 21.951 TEUR (i.Vj. 20.517
TEUR). Des Weiteren sind hier Verbindlichkeiten für
Pensionszahlungen i.H.v. 24.568 TEUR (i.Vj. 21.767 TEUR)
enthalten.
Die Altersteilzeitverpflichtung für den
Erfüllungsrückstand i.H.v. 18.339 TEUR (i.Vj.
16.734 TEUR) konnte vollständig mit dem
Deckungsvermögen verrechnet werden.
Ferner sind in dem Posten Verbindlichkeiten aus
Restrukturierungsmaßnahmen gegenüber
Mitarbeitern i.H.v. 10.935 TEUR (i. Vj. 0) enthalten.
Aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen
beläuft sich der Gesamtbetrag der Verpflichtungen
für Immobilien und Mobilien auf 381.482 TEUR (i.Vj.
264.908 TEUR). Davon bestehen gegenüber verbundenen
Unternehmen Verpflichtungen i.H.v. 296.929 TEUR (i.Vj.
169.754 TEUR). Bei den verbundenen Unternehmen handelt es
sich um Mietverträge mit der Airbus Real Estate
Premium AEROTEC Augsburg GmbH & Co. KG, der Airbus Real
Estate Premium AEROTEC Nord GmbH & Co. KG und der
Airbus Operations GmbH. Darin enthalten ist eine
Verpflichtung i.H.v. 176.799 TEUR (i.Vj. 33.906 TEUR) mit
einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren.
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen,
insbesondere das Bestellobligo, bewegen sich im
geschäftsüblichen Rahmen.
Die Umsatzerlöse, aus der Veräußerung
von Produkten, teilen sich wie folgt auf:
| 2021 | 2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Deutschland | 1.237.713 | 1.353.386 |
| Ausland | 75.997 | 83.266 |
| 1.313.710 | 1.436.652 |
In den Umsatzerlösen werden die Ergebniseffekte aus
der Fremdwährungsbewertung von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen i.H.v. -10.022 TEUR (i.Vj.
-11.254 TEUR) und der Einlösung von
Sicherungsgeschäften i.H.v. 846 TEUR (i.Vj. -55.633
TEUR) dargestellt.
In den Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen i.H.v. 1.372.766
TEUR (i.Vj. 1.524.279 TEUR) sind im Wesentlichen Material-
und Personalaufwendungen enthalten. Ebenso sind die
Kursverluste aus der Fremdwährungsbewertung von
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v.
1.699 TEUR (i.Vj. Kursgewinne i.H.v. 6.414 TEUR) enthalten.
Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen 21.651 TEUR
(i.Vj. 24.205 TEUR) und die Vertriebskosten betragen 1.731
TEUR (i.Vj. 2.791 TEUR). Im Wesentlichen handelt es sich
dabei um Kosten für Personal, Fremdleistungen und
Servicevereinbarungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie
folgt zusammen:.
| 2021 | 2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Erträge aus
Kostenerstattungen von Versicherungen für
Schadensfälle |
18.750 | 16.000 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 65.551 | 5.928 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 48 | 97 |
| 84.349 | 22.025 |
In den Erträgen aus der Auflösung von
Rückstellungen sind im Wesentlichen die
Personalstrukturmaßnahmen i.H.v. 51.941 TEUR,
Personalrückstellungen i.H.v. 9.403 TEUR sowie
übrige sonstige Rückstellungen i.H.v. 4.207 TEUR
enthalten. Bei den Erträgen aus der Auflösung der
Rückstellung für Personalstrukturmaßnahmen
handelt es sich gleichzeitig um solche von
außergewöhnlicher Größenordnung und
Bedeutung.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie
folgt zusammen:
| 2021 | 2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Aufwendungen für
die Bildung von Rückstellungen für
Restrukturierungsmaßnahmen |
0 | 136.000 |
| Aufwendungen für Schadensfälle | 32.560 | 26.323 |
| Aufwendungen aus dem
Unterschiedsbetrag der versiche-
rungsmathematischen Bewertung der Pensionsverpflicht- ungen nach altem und neuem Handelsrecht (BilMoG) |
1.839 | 1.839 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.650 | 1.900 |
| 36.049 | 166.062 |
| 2021 | 2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Erträge aus Beteiligungen | 6.007 | 13.023 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 6.007 | 13.023 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 81 | 1.729 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 66 | 1.708 |
| davon von Gesellschafter | 66 | 1.708 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (111.384) | (95.053) |
| davon an verbundene Unternehmen | (287) | (408) |
| davon an Gesellschafter | (9.588) | (9.736) |
| Übriges Finanzergebnis | 13.845 | (13.733) |
| Finanzergebnis gesamt | (91.451) | (94.034) |
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus der
Ausschüttung der Tochtergesellschaft Premium AEROTEC
SRL.
Zinserträge betreffen die Guthabenverzinsung
der Währungskonten bei der Airbus SE.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten
die Verzinsung des Gesellschafterdarlehens und der
Verbindlichkeit aus dem Cashpool mit der AIRBUS SE. Ebenso
ist der Zinsanteil der Altersversorgung i.H.v. -99.782 TEUR
(i.Vj. -82.474 TEUR) hier ausgewiesen.
Im Übrigen Finanzergebnis sind die
Ergebniseffekte der Fremdwährungsbewertung der
Cashpool Konten in fremder Währung i.H.v. 6.502 TEUR
(i.Vj. -13.640 TEUR) enthalten.
Die aus der Wertentwicklung der Wertpapiere, die gem.
§ 246 Abs. 2 i.V.m. § 253 Abs. 1 HGB mit den
entsprechenden Verpflichtungen verrechnet wurden,
resultierenden Erträge i.H.v. 7.343 TEUR (i. Vj.
Aufwand -139 TEUR) sind im übrigen Finanzergebnis
ausgewiesen.
Die Aufwendungen für sonstige Steuern i.H.v. 17
TEUR (i.Vj. 43 TEUR) betreffen KfZ-Steuer.
| 2021 | 2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren |
319.996 |
359.938 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 105.093 | 184.739 |
| 425.089 | 544.677 |
| 2021 | 2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Löhne und Gehälter | 446.414 | 493.897 |
| Soziale Abgaben | 80.285 | 92.485 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 37.574 | 22.991 |
| 564.273 | 609.373 | |
| Davon Effekt aus der
Saldierung von Kurzarbeitergeld
inklusive Sozialversicherungsleistungen |
25.300
|
56.243
|
| Beschäftigte: | Stichtag
Anzahl |
Durchschnitt
Anzahl |
||
| 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| Beschäftigte | 6.679 | 7.780 | 6.848 | 7.920 |
| Auszubildende | 395 | 394 | 353 | 353 |
| 7.074 | 8.174 | 7.201 | 8.273 | |
Die Geschäftsführung wird der
Gesellschafterversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember
2021 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag i.H.v. 125.607 TEUR
zusammen mit dem Verlustvortrag i.H.v. 1.633.066 TEUR auf
neue Rechnung vorzutragen.
Im Frühjahr 2021 hat der Airbus-Konzern bekannt
gegeben, sein industrielles Setup neu gestalten zu wollen,
um für die nächste Generation von Flugzeugen
gerüstet zu sein. Hierbei wird u. a. die Produktion
und Montage von großen Flugzeugstrukturen und
Strukturkomponenten, als Kerngeschäft von Airbus, in
Frankreich und Deutschland jeweils in eigenständige,
vollständig in den Produktionsverbund von Airbus
integrierte Gesellschaften überführt. Eine
grundsätzliche Vereinbarung hierzu mit den
Arbeitnehmervertretungen in Deutschland wurde Anfang
Februar 2022 erzielt. Die Umsetzung des neuen Setups soll
in Deutschland in mehreren Schritten erfolgen und wird
wesentliche Auswirkungen auf die zukünftige
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben. Die
Gesellschaft wird sich dabei schrittweise hin zu einer
Holding-Gesellschaft der Division Airbus Commercial in
Deutschland entwickeln.
Als Reaktion auf die Invasion Russlands in der Ukraine
wurden umfangreiche Sanktionen durch die EU,
Großbritannien, die USA und andere Staaten
verhängt, die insbesondere auch Exportverbote im
Bereich der Luft- und Raumfahrt umfassen. Daneben haben die
Sanktionen auch wesentliche Auswirkungen auf die
internationalen Lieferketten. Eine anhaltende Erhöhung
der Energiepreise kann wesentliche Auswirkungen auf den
internationalen Luftverkehr und damit die Luft- und
Raumfahrt Industrie haben. Die Gesellschaft ist in allen
Funktionen Bestandteil der von Airbus gebildeten
Krisen-Reaktions-Teams und evaluiert mögliche
Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit
einschließlich der zu ergreifenden Maßnahmen
fortlaufend in enger Abstimmung mit Airbus. Mögliche
Auswirkungen können zum gegenwärtigen Zeitpunkt
nicht mit hinreichender Sicherheit eingeschätzt
werden.
Für weitere Ausführungen zu diesen beiden
Ereignissen nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die
Erläuterungen im Lagebericht im Kapitel "Prognose,
Chancen- und Risikobericht".
Die Gesellschaft hat zum Geschäftsjahresende
fünf Geschäftsführer. Vier der
Geschäftsführer haben kein
Anstellungsverhältnis bei der Gesellschaft. Von der
Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird
Gebrauch gemacht.
Die Bezüge für den Aufsichtsrat betragen
für das Berichtsjahr 62 TEUR (i.Vj. 54 TEUR).
| 2021 | 2020 | |
| TEUR | TEUR | |
| Abschlussprüfungsleistungen | 215 | 205 |
| Steuerberatungsleistungen | 14 | 5 |
| sonstige Leistungen | 56 | 51 |
| 285 | 261 |
| Name, Vorname: | ausgeübter Beruf: | Wohnort: |
| Asam, Dominik
(Vorsitzender) |
CFO Airbus SE | München |
| Busch, Thomas | Gesamtbetriebsrats
Vorsitzender |
Varel |
| Flenker, Stefan | Head of HRBP & Site
Person.
Mgmt. VAR/BRE |
Oldenburg |
| Eilers, Michael | Betriebsratsvorsitzender
Nordenham |
Nordenham |
| Kerner, Jürgen
(Stellvertretender Vorsitzender) |
geschäftsführendes
Vorstandsmitglied IG Metall; Hauptkassierer IG Metall |
Königsbrunn |
| Kunzendorf, Sebastian |
Betriebsratsvorsitzender,
Augsburg |
Neusäß |
| Lamm, Daniela | Head of Airbus
Affiliates
Governance, Airbus SAS |
Toulouse Frankreich |
| Loiselet, Didier | Head of Performance
Management, Airbus SAS |
Neuilly-sur-Seine Frankreich |
| Perdoux, Pierre | Head of Industrial
Strategy &
Systems Airbus, Airbus SAS |
Toulouse Frankreich |
| Dr. Volk, Katharina |
Gewerkschaftssekretärin der
IG Metall - Bezirksleitung Küste |
Bordesholm |
| Wagner, Marco | HR Director Airbus
Commercial
Germany |
Hetzerath |
| Dr. Walter, André | Werk- und Standortleiter
Hamburg, Airbus Operations GmbH |
Ganderkesee |
Dr. Thomas Ehm
Chief Executive Officer PAG
Hamburg
Alexander Thierer (ab 16.12.2021)
Chief Financial Officer PAG
Geislingen an der Steige
Kai Arndt (bis 28.07.2021)
Chief Financial Officer PAG
Fredenbeck
Frank Müller
Leiter Personalwesen PAG
Hollern-Twielenfleth
Joachim Nägele
Leiter Programme und Vertrieb PAG
Bad Wörishofen
Dr. Ulrich Weber
Head of Operations
Garmisch-Partenkirchen
Der Gesellschafter der Premium AEROTEC GmbH ist die
AIRBUS SE, Amsterdam. Der Abschluss der Premium AEROTEC
GmbH wird in den Konzernabschluss der AIRBUS SE, Amsterdam,
mit Firmensitz in Leiden, einbezogen, der nach den
International Financial Reporting Standards aufgestellt
wird. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger
veröffentlicht.
Die AIRBUS SE erstellt den befreienden
Konzernabschluss gemäß § 291 HGB.
Augsburg, den 29. April 2022
Die Geschäftsführung
Dr. Thomas Ehm
Alexander Thierer
Frank Müller
Joachim Nägele
Dr. Ulrich Weber
Wir haben den Jahresabschluss der Premium AEROTEC GmbH, Augsburg, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Premium AEROTEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Konformität mit dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. |
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 29. April 2022
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Leistner
Wirtschaftsprüfer
Meyer
Wirtschaftsprüfer
The Airbus SE, a European public limited-liability
company (Societas Europaea) with its registered office
(statutaire zetel) in Amsterdam, The Netherlands, with its
official address at Mendelweg 30, 2333 CS Leiden, The
Netherlands, and registered with the Dutch Commercial
Register under number 24288945 ("Airbus SE") (the
"shareholder") is the sole shareholder of Premium AEROTEC
GmbH with registered office and official address in 86179
Augsburg, Haunstetter Str. 225, Germany, registered in the
Commercial Register of the Local Court Augsburg
(Amtsgericht) under HRB 23630 ("Company").
Waiving compliance with the deadline and formal
requirements for holding a shareholder meeting, the
shareholder is holding a shareholder meeting of the Company
and unanimously adopts the following resolution:
1. Having taken note of the report of the supervisory
board of the Company addressed to the shareholder, the
annual accounts per 31 December 2021 with a balance sheet
total of K€ 2.844.800 and a balance sheet loss of
€ 125.607.000,00 as attached are adopted.
2. The result of the fiscal year 2021, the loss in the
amount of € 125.607.000 together with the loss carried
forward in the amount of € 1.633.066.000 will be
transferred to and carried over to the fiscal year 2022.
3. The managing directors are discharged for the fiscal
year 2021.
4. The members of the supervisory board are discharged
for the fiscal year 2021.
5. KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Berlin and Frankfurt is appointed as auditor for the fiscal
year 2022.
6. The total remuneration for all members of the
supervisory board is fixed at a sum of € 63.000 plus
VAT for the fiscal year 2022.
No further resolutions have been passed. The shareholders meeting is closed.
Leiden, 27 October 2022.
Airbus SE
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