VIZUU GmbHLiquidiert

57290 Neunkirchen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 11997
Eingetragen
30.8.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Die Entwicklung, Beratung und Vermarktung von Hard-, Software und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Optimierung der Supply Chain von industriell genutzten Ladungsträgern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik

Neunkirchen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Anlage zur Konzernbilanz gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 PubIG i.V.m. § 5 Abs. 5 Satz 3 PubIG

2020 2019
TEUR TEUR
a) Umsatzerlöse 736.639 863.117
b) Erträge (Aufwendungen) aus Beteiligungen -66 84
c) Löhne, Gehälter, soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 55.678 62.777

Die Bewertungs- und Abschreibungsmethoden sowie die Zahl der Beschäftigten sind im Konzernanhang erläutert bzw. angegeben.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben

Mutterunternehmen ist die SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Siegen unter HR A 5045 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Neunkirchen.

Die SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik, ist als Personenhandelsgesellschaft nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des PubIG verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen und offen zu legen.

In Anwendung der von § 13 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 5 Abs. 5 Satz 3 und § 9 Abs. 2 PublG eingeräumten Erleichterungen soll die Gewinn- und Verlustrechnung nicht offengelegt werden, die Angaben nach § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG sind in einer Anlage zur Bilanz enthalten.

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss wurden neben der SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik, als Mutterunternehmen, die Abschlüsse aller in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Die Gesellschaften sind, mit Ausnahme der Muttergesellschaft, in der gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt (Anlage 3 zum Konzernanhang).

Die SLW Versicherungsvermittlungs GmbH i.L., Neunkirchen, wird als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode gemäß § 311 HGB in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Aufstellung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach folgenden Grundsätzen:

Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals der konsolidierten Tochterunternehmen nach der Neubewertungsmethode bzw. bis 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung mit den Anteilen der jeweiligen Muttergesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung (vor 2010),

Fortschreibung des Buchwertes der Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen im Rahmen der Equity-Methode,

Eliminierung der bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten,

Verrechnung von konzerninternen Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen,

Eliminierung von Ergebnisübernahmen einbezogener Gesellschaften und von Beteiligungserträgen sowie Ab- und Zuschreibungen auf Anteile an den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften,

Eliminierung von Gewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen,

Vornahme von Steuerabgrenzungen auf steuerwirksame Konsolidierungsmaßnahmen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten.

III. Währungsumrechnung

1. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, da die Jahresabschlüsse nicht in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zu den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Einstandskurs wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Umrechnungsdifferenzen im Brutto-Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

2. In den Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften, da nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet worden. Die Unterschiedsbeträge aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

3. Bei der Währungsumrechnung in den Einzelabschlüssen wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Transaktionen während des Geschäftsjahrs sind zum jeweiligen Tagesdurchschnittskurs umgerechnet worden.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt waren und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden.

Im Rahmen der Abfindung eines Gesellschafters in 2016 wurden anteilige stille Reserven im Einzelabschluss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 8.492 ergebnisneutral als Aufstockung der Buchwerte bilanziert. Abweichend hiervon wurde in Übereinstimmung mit § 308 Abs. 1 HGB i.V.m. IDW RS HFA 7 im Konzernabschluss der Abfindungsmehrbetrag im Eigenkapital verrechnet.

2. Soweit bei der Kapitalkonsolidierung die Beteiligungsbuchwerte niedriger als der Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals sind, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, der in Vorjahren dem Eigenkapital zugerechnet worden bzw. in Teilen ergebniswirksam aufgelöst worden ist. Soweit die Beteiligungsbuchwerte höher als die entsprechenden Eigenkapitalanteile sind, wurden die sich ergebenden Unterschiedsbeträge durch Aufdeckung von stillen Reserven aktiviert.

3. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten werden planmäßig zwischen 2 und 7 Jahren ab Erwerbszeitpunkt linear sowie außerplanmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgen über 5 Jahre. Die erwartete Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen begründet die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte über 5 Jahre.

4. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und bei außergewöhnlichen Wertminderungen gekürzt um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 20 Jahren für das bewegliche Sachanlagevermögen und längstens 50 Jahren für das abnutzbare unbewegliche Anlagevermögen nach der degressiven mit Übergang zur linearen Methode sowie der linearen Methode.

Bei den einbezogenen Auslandsgesellschaften sind die dort festgelegten Nutzungsdauern für die jeweiligen Wirtschaftsgüter in den Konzernabschluss übernommen worden, soweit sie mit den deutschen Rechnungslegungsvorschriften vereinbar sind.

5. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bzw. bei assoziierten Unternehmen zum fortgeschriebenen Wert at equity bilanziert. Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

6. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Wiederbeschaffungspreis bewertet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten, wobei in angemessenem Umfang Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen einbezogen sind. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden angemessene Abwertungen vorgenommen. Für Magazinware wurden Festwerte gemäß § 240 Abs. 3 HGB gebildet.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 werden gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB i.V.m. § 13 Abs. 2 PublG und § 298 Abs. 1 HGB erhaltene Anzahlungen in voller Höhe offen von den Vorräten abgesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

7. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen ist allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen worden.

8. Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsenkurs oder beizulegenden Wert am Abschlussstichtag.

9. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen kurz- und mittelfristige Abgrenzungen.

10. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen auf Konzernabschlussebene aufgrund von temporären Differenzen. Von dem Aktivierungswahlrecht für latente Steuern aus den einbezogenen Einzelabschlüssen wurde kein Gebrauch gemacht. In der Konzernbilanz werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen.

11. Die Posten des Eigenkapitals wurden gemäß § 9 Abs. 3 PublG in einem Posten zusammengefasst.

12. Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen sind in einen Sonderposten eingestellt worden, der zur periodengerechten Abgrenzung entsprechend den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst wird.

13. Die Rückstellungen für Pensionen sind ausschließlich bei den deutschen Gesellschaften angefallen und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrundeliegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Bewertungsverfahren Teilwertverfahren bzw. Rentenbarwertverfahren
Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
Rechnungszins 2,30 %
Rententrend 2,00 %
Einkommenstrend Leistungen sind unabhängig vom Einkommen

Als Rechnungszins für die Pensionsrückstellungen wurde der von der Deutschen Bundesbank nach der Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichte Zehn-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2020 bei einer Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt (Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 716.

Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst.

Im Rahmen der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die unentziehbaren Möglichkeiten der Arbeitnehmer zur Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung in Höhe der voraussichtlich entstehenden Aufstockungsbeträge und der Erfüllungsrückstände berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen tragen in angemessenem Umfang und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sowie unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2020 abgezinst worden.

14. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im Geschäftsjahr hat das Mutterunternehmen von Tochterunternehmen Ausschüttungen in Höhe von TEUR 9.000 phasengleich vereinnahmt. Auf den Gesellschafter-Darlehenskonten wurde die anrechenbare Kapitalertragsteuer als Entnahme erfasst.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der sog. Bruttomethode und ist aus der Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht entfallen ausschließlich auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind noch nicht verrechenbare Vorsteuern in Höhe von TEUR 173 ausgewiesen. Sie entstehen rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag.

3. Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern entfallen ausschließlich auf Sachverhalte aus dem Konzernabschluss (Konsolidierungsmaßnahmen). Für die Berechnung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze sowie ein Konzernsteuersatz von 29 % (Vorjahr: 27 %) zugrunde gelegt. Die sich ergebende Differenz resultiert im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung.

4. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen

Der ausgewiesene Betrag entfällt mit TEUR 485 auf Investitionszuschüsse und mit TEUR 714 auf Investitionszulagen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen aus dem Personalbereich sowie Garantierückstellungen.

6. Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Guthaben auf Gesellschafterkonten in Höhe von TEUR 53.538 ausgewiesen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in einem Verbindlichkeitenspiegel in der Anlage 2 zum Konzernanhang dargestellt.

Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Halbfabrikaten und Waren sowie Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen resultieren jährliche finanzielle Verpflichtungen von TEUR 3.010 mit ähnlichen Aufwendungen in Folgejahren.

Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken.

Daneben bestehen Erbbauzinsverpflichtungen im Gesamtbetrag von jährlich TEUR 6 sowie ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 318.

8. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Am Abschlussstichtag bestehen 5 Vereinbarungen zum Kauf von USD auf Termin (USD 7.284.000). Die Devisentermingeschäfte wurden zur Absicherung des Kursrisikos im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten Materialeinkäufen in Fremdwährung (Grundgeschäft) abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte ermöglichen, dass die Fremdwährungs-Cashflows der Grundgeschäfte zu einem vorher festgelegten Kurs umgetauscht werden. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte entsprechen der voraussichtlichen Laufzeit der Grundgeschäfte (vereinbarter Liefertermin), die Beträge sind deckungsgleich. Materialeinkäufe und Devisentermingeschäfte bilden eine Bewertungseinheit im Sinne von § 254 HGB.

Daneben besteht eine Vereinbarung zum Verkauf von USD auf Termin (USD 1.073.000) zur Absicherung des Kursrisikos im Zusammenhang mit einer laufzeitgebundenen Geldanlage in Fremdwährung (Grundgeschäft). Das Sicherungsgeschäft ermöglicht, dass die angelegten Termingelder zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit zu einem vorher festgelegten Kurs umgetauscht werden können. Laufzeit und Volumen des Sicherungsgeschäfts entsprechen denen des Grundgeschäfts. Es handelt sich um eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB.

Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte sind gegenläufig und weisen die gleiche Sensitivität zum Basiswert Tageskurs auf. Die Wertänderungen gleichen sich nach Abwicklung der jeweiligen Positionen aus. Es handelt sich um Micro-Hedges. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird anhand der "Critical-Terms-Match"-Methode beurteilt. Zur bilanziellen Abbildung wird die Einfrierungsmethode verwendet.

Weitere derivative Finanzinstrumente, die nicht Sicherungszwecken dienen, wurden nicht abgeschlossen.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Eine Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 5 Abs. 5 Satz 3 und § 9 Abs. 2 PubIG nicht veröffentlicht, die erforderlichen Angaben werden in einer Anlage zur Bilanz publiziert.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Eliminierung der Innenumsätze wie folgt:

2020 2019
TEUR TEUR
a) Nach Tätigkeitsbereichen
Stahl 657.810 740.914
Produktion 78.829 122.203
736.639 863.117
b) Nach Märkten
Inland 538.165 601.050
Ausland 198.474 262.067
736.639 863.117

2. Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer (TEUR 187, davon TEUR - 4 für Vorjahre) entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss.

VII. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2020 2019
Angestellte 302 319
Gewerbliche Arbeitnehmer 701 756
Gesamt 1.003 1.075

2. Geschäftsführung

Der persönlich haftende Gesellschafter sowie die Geschäftsführer der Komplementärin Pfannenberg GmbH haben Bezüge in Höhe von TEUR 1.648 erhalten. Für die Versorgungsbezüge von Hinterbliebenen früherer Mitglieder der Geschäftsführung bestehen bilanzierte Pensionszusagen mit einem Barwert zum Bilanzstichtag von TEUR 478 (Vorjahr: TEUR 506).

3. Anteilsbesitz

Einzelheiten zum Anteilsbesitz zeigt die entsprechende Aufstellung (Anlage 3 zum Konzernanhang).

4. Unbeschränkt haftende Gesellschafterinnen

Die in den Konzernabschluss einbezogene Pfannenberg GmbH, Neunkirchen, ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl und Kunststofftechnik, Neunkirchen. Die in den Konzernabschluss einbezogene SCHÄFER Werke Verwaltungs GmbH, Neunkirchen, ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der SCHÄFER Lochbleche GmbH & Co KG, Neunkirchen.

5. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Konzernabschluss und Konzernlagebericht der SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik, Neunkirchen, haben für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB.

 

Neunkirchen, den 9. November 2021

Pfannenberg GmbH

Theo Schäfer

Michael Mockenhaupt

Guido Klinkhammer

Marcus Düber

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Konzernanteil %
1. SCHÄFER Werke GmbH, Neunkirchen 1) 3) 100,00
2. SCHÄFER Ausstattungssysteme GmbH, Neunkirchen 1) 3) 100,00
3. SCHÄFER Lochbleche GmbH & Co KG, Neunkirchen 2) 100,00
4. SCHÄFER Gehäusesysteme GmbH, Neunkirchen 1) 100,00
5. Pfannenberg GmbH, Neunkirchen 100,00
6. SCHÄFER Werke Verwaltungs GmbH, Neunkirchen 100,00
7. EMW Stahl Service GmbH, Neunkirchen 1) 3 ) 100,00
8. EMW Treuen GmbH, Treuen 1) 100,00
9. SSI Schäfer Bürosysteme GmbH, Weitefeld 100,00
10. VIZUU GmbH, Neunkirchen 1) 100,00
11. SLW Versicherungsvermittlungs GmbH i.L., Neunkirchen 60,00
12. SCHÄFER SUDEX s.r.o., Ledec nad Sazavou/Tschechien 100,00
13. Schaefer Container Systems North America, Inc., Atlanta/USA 100,00

1) Befreiung von der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB
2) Befreiung von der Aufstellung Lagebericht und Offenlegung gemäß § 264b HGB
3) Befreiung Aufstellung Lagebericht gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.298.861,02 2.168
2. Geschäfts- oder Firmenwert 52.155,49 144
3. Geleistete Anzahlungen 647.919,95 418
1.998.936,46 2.730
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.304.203,06 37.160
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.045.074,56 12.836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.184.541,95 5.542
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 990.406,77 1.104
54.524.226,34 56.642
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 71.239,87 138
2. Beteiligungen 0,00 200
3. Sonstige Ausleihungen 211.360,00 10
282.599,87 348
56.805.762,67 59.720
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 97.839.001,47 104.200
2. Unfertige Erzeugnisse 4.558.090,04 5.435
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 33.786.657,53 39.730
4. Geleistete Anzahlungen 201.053,54 256
136.384.802,58 149.621
5. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -484.924,28 -514
135.899.878,30 149.107
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 81.931.535,08 82.908
Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 217.609,91 (312)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.227,13 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.853.205,78 10.946
Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 5.250,00 (9)
90.788.967,99 93.854
III. Wertpapiere
(Sonstige Wertpapiere) 9.018.629,65 505
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 58.153.250,91 42.017
293.860.726,85 285.483
C. Rechnungsabgrenzungsposten 332.916,76 114
D. Aktive latente Steuern 597.304,38 839
351.596.710,66 346.156

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital 246.526.353,92 239.706
Davon:
Eigenkapitaldifferenz aus
Währungsumrechnung: EUR 3.831.150,91 (6.187)
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen 1.199.311,92 1.268
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 12.226.895,00 12.823
2. Steuerrückstellungen 2.806.055,35 2.507
3. Sonstige Rückstellungen 9.675.790,45 11.641
24.708.740,80 26.971
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.500.426,48 19.990
2. Sonstige Verbindlichkeiten 60.661.877,54 58.221
Davon aus Steuern: EUR 4.453.718,50 (3.431)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 235.729,57 (293)
79.162.304,02 78.211
351.596.710,66 346.156

Brutto-Anlagengitter

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Kursveränderungen Zugänge
01.01.2020 U = Umbuchungen
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
U 133.446,50
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 10.519.363,97 -9.149,77 41.954,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 881.253,34 -74.473,13 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 417.941,55 0,00 363.424,90
U 133.446,50
11.818.558,86 -83.622,90 405.379,74
II. Sachanlagen
U 300.984,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.493.520,94 -408.724,02 683.812,65
U 261.453,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 98.394.030,64 -695.913,16 2.526.252,52
U 191.236,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.125.485,71 -68.298,03 1.219.734,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.103.805,08 -14.078,32 654.355,88
U 753.675,87
209.116.842,37 -1.187.013,53 5.084.155,33
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 15.000,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen
782.203,00 0,00 560,00
3. Sonstige Ausleihungen U 782.763,00
10.466,20 0,00 333,80
U 782.763,00
807.669,20 0,00 893,80
U 1.669.885,37
Insgesamt 221.743.070,43 -1.270.636,43 5.490.428,87
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abgänge Wertveränderungen
U = Umbuchungen 31.12.2020 at equity 31.12.2020
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 91.347,00 10.594.268,54 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 806.780,21 0,00
U 133.446,50
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 647.919,95 0,00
U 133.446,50
91.347,00 12.048.968,70 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 89.069.594,47 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 353.576,72 100.132.247,26 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 453.013,20 22.015.145,75 0,00
U 753.675,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 990.406,77 0,00
U 753.675,87
806.589,92 212.207.394,25 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 15.000,00 56.239,87 *
2. Beteiligungen U 782.763,00
0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen
0,00 793.563,00 0,00
U 782.763,00
0,00 808.563,00 56.239,87
U 1.669.885,37
Insgesamt 897.936,92 225.064.925,95 56.239,87
Kumulierte Abschreibungen
Kursveränderungen Zugänge Abgänge
01.01.2020 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 8.351.556,69 -7.348,61 1.042.546,44 91.347,00 9.295.407,52
2. Geschäfts- oder Firmenwert 737.048,25 -68.223,16 85.799,63 0,00 754.624,72
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.088.604,94 -75.571,77 1.128.346,07 91.347,00 10.050.032,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.332.767,91 -164.528,58 1.597.152,08 0,00 52.765.391,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 85.558.101,74 -488.150,34 3.366.261,33 349.040,03 88.087.172,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.583.699,02 -37.593,84 1.733.755,82 449.257,20 16.830.603,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
152.474.568,67 -690.272,76 6.697.169,23 798.297,23 157.683.167,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen U 582.203,00
582.203,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen U 582.203,00
0,00 0,00 0,00 0,00 582.203,00
U 582.203,00 U 582.203,00
582.203,00 0,00 0,00 0,00 582.203,00
U 582.203,00 U 582.203,00
Insgesamt 162.145.376,61 -765.844,53 7.825.515,30 889.644,23 168.315.403,15
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.298.861,02 2.167.807,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 52.155,49 144.205,09
3. Geleistete Anzahlungen 647.919,95 417.941,55
1.998.936,46 2.729.953,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.304.203,06 37.160.753,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.045.074,56 12.835.928,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.184.541,95 5.541.786,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 990.406,77 1.103.805,08
54.524.226,34 56.642.273,70
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 71.239,87 137.675,73
2. Beteiligungen
0,00 200.000,00
3. Sonstige Ausleihungen
211.360,00 10.466,20
282.599,87 348.141,93
Insgesamt 56.805.762,67 59.720.369,55

* Entwicklung: Stand 1.1.2020 EUR 122.675,73 - anteilige Ergebnisse 2020 (Eigenkapitalminderung) EUR -66.435,86

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Konzerns

Die SCHÄFER Werke-Gruppe agiert maßgeblich rund um ihre Kernkompetenz "Stahlverarbeitung" in den beiden Geschäftsbereichen:

• Stahl

Der Geschäftsbereich Stahl beinhaltet die Geschäftsfelder Stahl-Service und Lochbleche. Dieser Bereich umfasst den Handel mit industriellen Rohstoffen und Fertigerzeugnissen aller Art, den Betrieb von zwei Stahl-Service Centern sowie die Produktion und den Vertrieb von Lochblechen für die verarbeitende Industrie in unterschiedlichen Materialien, individuellen Lochbildern und auf Kundenwunsch auch mit erweiterten Anarbeitungsschritten.

• Produktion

Der Geschäftsbereich Produktion beinhaltet die Geschäftsfelder Getränkebehälter, Industriecontainer aus Edelstahl sowie Gehäuse und Lösungen.

Zum Geschäftsfeld Getränkebehälter gehören die Entwicklung, Konstruktion, Produktion und der Vertrieb internationaler Behälterlösungen mit Schwerpunkt für die Getränkeindustrie. Das Geschäftsfeld Industriecontainer aus Edelstahl umfasst die Entwicklung, Konstruktion, Produktion und den Vertrieb internationaler kundenspezifischer Behälterlösungen für flüssige und pastöse Stoffe sowie Schüttgüter inklusive Komponenten und Ersatzteile.

Das Geschäftsfeld Gehäuse und Lösungen beinhaltet die Bereiche IT-Systems, Industriegehäuse und Einrichtungssysteme (LBE + Büro) und umfasst die Entwicklung, Konstruktion, Produktion und den Vertrieb von Rack-, Kühlungs- und Einhausungslösungen für Rechenzentren, Racklösungen für Applikationen in der Netzwerktechnik, Sonder- und Standard-Gehäuselösungen, Baugruppen für den Einsatz zur Aufnahme von Elektronik, Elektrik- und Stromverteilungskomponenten sowie Möbeln aus Stahlfeinblech sowie Holz für Büro und Betrieb, die in hohem Maße über ein Handelsunternehmen oder auch als OEM-Produkte im Direktgeschäft vertrieben werden.

Ziel der Aktivitäten der VIZUU GmbH ist es, zukünftig für durchgängige Datentransparenz in der Supply Chain zu sorgen. Geplant ist, Industriecontainer mittels Datenlogger und cloudbasierter Plattform zukünftig in die Lage zu versetzen, jederzeit Auskunft über Füllmenge, Standort und Temperatur zu geben und somit Warenwirtschaftsprozesse zunehmend zu verschlanken, da Anwender vom permanenten und transparenten Datenzugriff profitieren.

Zur SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik, als Mutterunternehmen, gehören 13 in- und ausländische Tochter- bzw. assoziierte Unternehmen. Zur Gruppe gehören fünf Werke an vier Standorten in Deutschland und ein Werk an einem Standort in Tschechien, sowie eine Vertriebs- und Servicegesellschaft in den USA.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) fällt im Jahr 2020 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0 % niedriger aus als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt. Ein Bereich, der sich in der Krise behaupten konnte, war das Baugewerbe.

Die Betrachtung des laufenden Jahres 2021 zeigt, dass die Entwicklung der Weltwirtschaft weiterhin maßgeblich von der Corona-Pandemie bestimmt wird. Das ifo-Institut geht in seiner Konjunkturprognose aus dem Sommer 2021 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt der Welt in diesem Jahr voraussichtlich um 6,6 % und im Jahr 2022 um 4,2 % zulegen wird. Während China sein Vorkrisenniveau schon seit dem dritten Quartal 2020 wieder deutlich überschritten hat, dürfte die globale und die US-amerikanische gesamtwirtschaftliche Produktion im zweiten Quartal 2021 das Vorjahreskrisenniveau überschreiten. Die meisten anderen Länder folgen ein Quartal später, der Euroraum als Ganzes allerdings erst Anfang 2022.

Für die Inlandskonjunktur kann festgestellt werden, dass sich die deutsche Wirtschaft zunehmend von der Coronakrise erholt. Das Ifo-Institut berichtet in ihrer Konjunkturprognose aus dem Herbst 2021, dass die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 1,6 % zulegen konnte und damit ein Großteil des Konjunktureinbruchs zu Jahresbeginn wettgemacht werden konnte. Zur Erholung haben vor allem mehrere Dienstleistungsbereiche beigetragen, die von den allmählichen Corona-Öffnungen im Frühsommer profitierten und ihre Umsätze steigern konnten. Allerdings ist die Konjunktur in Deutschland derzeit gespalten. Im Verarbeitenden Gewerbe schrumpfte die Wertschöpfung im zweiten Quartal um 1,3 %, nachdem sie bereits zu Jahresbeginn um 0,8 % zurückgegangen ist. Obwohl die Auftragseingänge beinahe ununterbrochen gestiegen und die Auftragsbücher so voll wie selten zuvor sind, standen Lieferengpässe bei wichtigen industriellen Vorprodukten einer Ausweitung der Produktion im Wege. Diese Engpässe dürften eine unmittelbare Folge der Coronakrise sein.

Deutlich angezogen hat seit Jahresbeginn die Inflationsrate, die im August mit 3,9 % den höchsten Wert seit 1993 erreichte. Maßgeblich hierfür waren zum einen die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer, die für sich genommen die Inflationsrate im Januar um gut einen Prozentpunkt steigen ließ. Zum anderen verteuerten sich die Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Schließlich kam es in den vergangenen Monaten auch zu spürbaren Preisanstiegen bei Nahrungsmitteln sowie einigen Dienstleistungen.

Für den weiteren Prognoseverlauf unterstellt das ifo-Institut, dass das Infektionsgeschehen soweit unter Kontrolle bleiben wird, dass weder erneute staatliche Einschränkungen erforderlich noch freiwillige Konsumzurückhaltung zu erwarten sind. Bis zum Jahresende werden verbleibende Beschränkungen sukzessive aufgehoben, so dass einer vollständigen konjunkturellen Erholung beim Handel und in den kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen nichts im Wege stehen dürfte. Unter den genannten Rahmenbedingungen dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2021 um 2,5 % zulegen und im kommenden Jahr um 5,1 %. Im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Sommer 2021 wurde damit die Wachstumsrate um 0,8 Prozentpunkte gesenkt und für das Jahr 2022 um 0,8 Prozentpunkte angehoben.

Von zentraler Bedeutung für die SCHÄFER Werke-Gruppe ist insbesondere die Entwicklung der deutschen Automobilindustrie. Die Coronakrise hat sich 2020 auf den internationalen Märkten massiv ausgewirkt. In nahezu allen Ländern der Welt gingen die Verkäufe teils drastisch zurück. Von den drei großen Absatzregionen musste Europa (EU27 & EFTA & UK) den größten Rückgang um rund ein Viertel verbuchen. In den USA gingen die Verkäufe zweistellig zurück. Der chinesische Markt erholte sich zwar vergleichsweise zügig, blieb aber im Gesamtjahr noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2021 dürften die internationalen Märkte auf breiter Front wachsen - das Vor-Corona-Niveau wird aber insgesamt noch nicht erreicht. Der europäische Pkw- Markt (EU27, EFTA & UK) konnte sich im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem historisch niedrigen Vorjahreswert verbessern. Die Neuzulassungen stiegen laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) um 27 Prozent auf 6,5 Mio. Einheiten. Trotz der - auf den ersten Blick - starken Wachstumsrate bewegt sich der europäische Markt rund ein Viertel unterhalb des Vergleichszeitraums aus 2019. Anhaltende Lockdowns, geschlossene Autohäuser und zum Jahreswechsel ausgelaufene Anreizprogramme sorgten zu Jahresbeginn für Gegenwind. Aktuell verhindert der anhaltende Engpass bei Halbleitern eine raschere Markterholung.

Ebenfalls wichtig für die Gruppe ist die Entwicklung der Brauwirtschaft. Das Corona-Jahr und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben der Bierbranche im Jahr 2020 massive Einbußen beschert. Insbesondere der mehrmonatige Lockdown der Gastronomie, das Verbot von Veranstaltungen und der Kollaps wichtiger Auslandsmärkte hat von einem Tag auf den anderen zu einem Zusammenbruch des Fassbiermarktes geführt, womit die Brauereien einen großen Teil ihrer wirtschaftlichen Basis verloren haben. Mittlerweise sind die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung weltweit gelockert, dennoch zieht der Deutsche Brauer-Bund für die ersten sieben Monate 2021 eine enttäuschende Bilanz, da die Wiedereröffnung der Außen- und der Innengastronomie schleppend angelaufen ist, was sich voll auf die Brauereien und deren Fassbiergeschäft durchschlägt. Die unterschiedliche Entwicklung in den verschiedenen Regionen der Welt und die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie macht es außerdem weiterhin schwierig, zuverlässige Aussagen über den Gesamtmarkt und die globalen Auswirkungen zu treffen. Laut Ausblick des Barth-Haas-Berichtes wird der weltweite Bierausstoß 2021 wohl erneut geringer ausfallen als im Vergleichsjahr 2019.

2.2. Geschäftsverlauf 2020

Der Geschäftsverlauf der SCHÄFER Werke Gruppe im Jahr 2020 kann trotz der massiven Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie insgesamt noch als zufriedenstellend bewertet werden. Der Umsatz, wie auch der Absatz, lagen unter dem Vorjahreszeitraum und der für 2020 vorgenommenen Planung.

2.2.1. Absatz- und Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse lagen gegenüber dem Vorjahr um EUR -126,5 Mio. bzw. -14,7 % unter dem Vorjahresniveau und betrugen insgesamt EUR 736,6 Mio. Der Exportanteil hat sich auf 26,9 % vermindert, gegenüber dem Vorjahreswert von 30,4 %.

Situation auf dem Stahl-Service Markt

Trotz einer deutlichen Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufes durch die Corona-Pandemie ist es gelungen, den Mengenrückgang der Stahl-Service Aktivitäten gegenüber Vorjahr auf nur -5,0 % zu begrenzen. Nach einem sehr guten ersten Quartal brach der Absatz durch die Werksschließungen der Automobilhersteller in den Monaten April und Mai um bis zu 50 % ein. Ab dem dritten Quartal erholten sich die Abrufe dieser Branche wieder und im vierten Quartal lagen die Bedarfe dann sogar deutlich über Vorjahresniveau. Der wertmäßige Umsatz dieses Bereiches liegt mit -11,9 % unter dem Vorjahresniveau, was aber in erster Linie auf, um ca. 7 % niedrigere Stahlpreise zurückzuführen ist.

Situation auf dem Lochblechmarkt

Der Bereich Lochbleche hat sich über das gesamte Geschäftsjahr konstant positiv entwickelt und konnte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 7,0 % erwirtschaften. SCHÄFER Lochbleche bedient ein breites Kundenspektrum in unterschiedlichsten Märkten. So konnte eine rückläufige Nachfrage aus der Industrie mit steigenden Bedarfen aus dem Bausektor überkompensiert werden. Außerdem kam es durch coronabedingte Schließungen der Produktionen bei den südeuropäischen Herstellern zu Liefer- und Versorgungsschwierigkeiten am Gesamtmarkt, wodurch zusätzliche Umsätze getätigt werden konnten.

Situation auf dem Containermarkt

Die Marktlage 2020 für Getränkebehälter wurde massiv durch die weltweite Pandemie beeinflusst. Insbesondere der mehrmonatige Lockdown der Gastronomie, das Verbot von Veranstaltungen und der Kollaps wichtiger Auslandsmärkte hat von einem Tag auf den anderen zu einem Zusammenbruch des Fassbiermarktes geführt. Im ersten Halbjahr konnten noch die Auftragseingänge aus Ende 2019 produziert und abgesetzt werden, neue Aufträge wurden jedoch von den Brauereien nahezu nicht mehr vergeben. Somit liegt der Umsatz des Bereiches in der Folge der Marktsituation mit -52,0 % deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, der Absatzrückgang fällt mit -53,9 % gegenüber 2019 aus.

Bei Industriecontainern lag der Umsatz im Geschäftsjahr -12,3 % unter dem Niveau des Vorjahres, das im Budget angesetzte Planniveau wurde mit -14,3 % verfehlt. Grund hierfür ist, dass die durch die Corona-Krise ausgelöste Unsicherheit zu Verschiebungen oder sogar Stornierungen von Aufträgen und Projekten geführt hat. Außerdem konnte die für 2020 geplante Ausweitung der Vertriebsaktivitäten in einigen Ländern aufgrund der erlassenen internationalen Beschränkungen nicht wie geplant durchgeführt werden.

Situation im Bereich Gehäuse und Lösungen

Der Umsatz des Bereiches Gehäuse und Lösungen liegt insgesamt -14,8 % unter dem Vorjahreswert, was insbesondere auf vorgenommene Sortimentsbereinigungen im Bereich LBE + Büro zurückzuführen ist. Diese Maßnahme zur Reduzierung der Produktvielfalt resultierte aus der durchgeführten Zusammenlegung der beiden Fertigungsstandorte und führte in der Folge zu Synergien in der Fertigung.

Im Bereich IT-Systems hingegen konnte der Umsatz um 23,4% gesteigert werden. Hierfür ist eine positive Entwicklung der Bestandskunden verantwortlich, außerdem konnten Projekte mit Neukunden und die Erweiterung des Exportgeschäftes positive Beiträge zur Umsatzentwicklung generieren.

2.2.2. Materialsituation und Preise

Stahlmarktsituation

Nachdem alle Marktteilnehmer im Frühjahr und Sommer 2020 von einer deutlich geringeren Nachfrage in Folge der Corona-Pandemie ausgegangen sind, wurden in diesem Zeitraum sämtliche Lagerbestände entlang der der gesamten Lieferkette massiv abgebaut. Dies hatte zur Folge, dass der gestiegenen Nachfrage im dritten und vierten Quartal, insbesondere aus der Automobilindustrie, nicht genügend Mengenangebot durch die Stahlhersteller gegenüberstand, was zu enormen Lieferverzögerungen und drohenden Bandstillständen bei Automobilherstellern führte. In der Folge dieses Ungleichgewichtes zwischen Angebot und Nachfrage ist der Stahlpreis für nahezu alle Produkte gegen Ende des Jahres 2020 stark angestiegen und dieser Anstieg setzt sich auch noch im Jahr 2021 weiter fort, da der notwendige Bestandsaufbau in der gesamten Lieferkette einige Monate in Anspruch nimmt.

Edelstahl

Nachdem der Edelstahlpreis im ersten Halbjahr 2020 kontinuierlich gesunken ist, hat sich diese Entwicklung ab Juli geändert und der Beschaffungspreis stieg seitdem stetig an. Auch hier zeigt sich gegen Ende des Jahres ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, was sich in massiv verlängerten Lieferzeiten und enormen Preissteigerungen widerspiegelt und diese Tendenz setzt sich im Jahr 2021 weiter fort.

2.2.3.Personalentwicklung

Die durchschnittliche Belegschaft der SCHÄFER Werke-Gruppe betrug im Jahr 2020 1.003 Mitarbeiter (701 gewerbliche Mitarbeiter sowie 302 Angestellte). Dies sind 72 Mitarbeiter bzw. 6,7 % weniger als im Vorjahr. Der Umsatz pro Mitarbeiter von ca. TEUR 734 liegt damit unter Vorjahr (ca. TEUR 803).

Es wurden durchschnittlich 49 Auszubildende sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich beschäftigt. Eine eigene Lehrwerkstatt und die breite Ausrichtung der Gruppe ermöglicht den Auszubildenden eine optimale und umfassende Ausbildung.

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Leiharbeiter fiel deutlich von 116 im Jahr 2019 auf 50 in 2020. Der Anteil der Leiharbeiter fällt gemessen an der Zahl der gesamten Beschäftigten von ca. 11 % auf ca. 5 %.

Der Personalaufwand fiel im Jahr 2020 auf EUR 55,7 Mio. (Vorjahr: EUR 62,8 Mio.) Der Anteil an der Gesamtleistung liegt bei 7,6 % und liegt damit über dem Niveau 2019 (Vorjahr: 7,3 %). Den teilweise massiven Absatzeinbrüchen im Geschäftsverlauf wurde mit dem Instrument der Kurzarbeit sowohl im kaufmännischen als auch im produzierenden Bereich entgegengewirkt.

Die Personalstatistik weist eine ausgewogene Altersstruktur bei den Beschäftigten sowie eine geringe Personalfluktuation der Mitarbeiter aus.

Es erfolgen regelmäßig Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bei allen Mitarbeitern und in allen Bereichen. Zur Weiterbildung der Mitarbeiter stehen Weiterbildungsprogramme sowie Seminarangebote externer Anbieter zur Verfügung. Für jeden Bereich werden entsprechende Programme jährlich ausgearbeitet und mit der Personalabteilung festgelegt. Die SCHÄFER Werke GmbH & Co KG verfügt über eine eigene zentrale Lehrwerkstatt, in der jedes Jahr gewerbliche Jugendliche in verschiedenen Lehrberufen ausgebildet werden. Darüber hinaus werden auch jedes Jahr Jugendliche in kaufmännischen Berufen ausgebildet. Somit ist gewährleistet, dass der Gruppe gut ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung stehen, trotz der immer schwieriger werdenden Situation auf dem Arbeitsmarkt.

2.2.4. Investitionen

Im Jahr 2020 wurden insgesamt EUR 5,5 Mio. investiert. Die Investitionen erfolgten vor allem in Technische Anlagen und Maschinen und verteilen sich maßgeblich auf die Bereiche Stahl und Getränkebehälter.

Die Finanzierung erfolgte komplett über Eigenmittel.

2.2.5.Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Der Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung lag im Jahr 2020 mit 82,1 % preisinduziert unter dem Vergleichswert (Vorjahr: 83,6 %). Der Jahresüberschuss fiel in der Folge aufgrund des höheren Rohertrages auf Vorjahresniveau aus und das ist, insbesondere trotz der massiven Absatz-Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie, als sehr positiv zu bewerten. Das für das Jahr 2020 geplante Ergebnis konnte aufgrund der unvorhergesehenen Situation nicht erreicht werden.

Das Gesamtvermögen wird zum Abschlussstichtag mit EUR 351,6 Mio. (Vorjahr: EUR 346,2 Mio.) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 70,1 % leicht über dem Vorjahreswert von 69,2 %. Das Anlagevermögen wird mit 434 % (Vorjahr: 401 %) durch das ausgewiesene Eigenkapital gedeckt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Vorratsbestand zum Stichtag mengenmäßig, aber auch wertmäßig um ca. EUR 13,2 Mio. reduziert. Grund hierfür ist das bereits beschrieben Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf der Beschaffungsseite für Stahl.

Die liquiden Mittel erhöhen sich im Jahr 2020 auf EUR 58,2 Mio. und fallen damit um ca. EUR 16,1 Mio. höher als im Vorjahr aus, was insbesondere auf die Reduzierung der Vorräte und den Jahresüberschuss zurückzuführen ist.

2.2.6. Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz

Umweltschutz ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Ökologisches Handeln und der sorgsame Umgang mit Rohstoffen und Energien sind uns Verpflichtung. Das Unternehmen ist nach DIN ISO 50001 (Energiemanagementsystem) sowie nach DIN ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) zertifiziert.

Der Schutz und die Sicherheit der Mitarbeiter stehen bei der SCHÄFER Werke-Gruppe an erster Stelle. Um dem deutschen Arbeitsschutzrecht wie auch den Weiterentwicklungen der Vorschriften durch die Europäische Union Folge zu leisten, wird ein eigener Sicherheitsingenieur beschäftigt, der für alle Unternehmen der SCHÄFER Werke-Gruppe tätig ist. Die Aufgabe des Sicherheitsingenieurs umfasst die Unterstützung und Beratung im Sinne des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) z.B. bei der arbeits- und körpergerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen, bei der Beschaffung von Maschinen und Ausrüstungen, bei der Umsetzung rechtlicher Vorschriften und vielen weiteren Themen betreffend Arbeitssicherheit und Gesundheit. Gefährdungsanalysen helfen dabei, vorhandene Gefahrenpotenziale zu erkennen und zu minimieren, sowie geplante Maßnahmen frühzeitig auf ihre Sicherheit hin zu prüfen. Und auch die regelmäßige Durchführung von Messungen wie Lärm, Beleuchtungsintensität, klimatischen Bedingungen und Gefahrstoffen gehört zu den Leistungen des Arbeitsmedizinischen Zentrums. Dadurch werden sicherheitsrelevante wie gesundheitliche Arbeitsbedingungen zum Wohle der Mitarbeiter regelmäßig analysiert und fortlaufend optimiert.

3. Prognose, Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement ist im Konzern ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, das Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen.

3.1. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Um dem Risiko von Forderungsausfällen, bedingt durch Zahlungsunfähigkeit bzw. Insolvenzen auf Kundenseite zu begegnen, werden Forderungen so hoch wie möglich warenkreditversichert. In enger Zusammenarbeit mit dem Kreditversicherer findet ein eigenes Debitorenmanagement Anwendung, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden überwacht werden.

Zur Abdeckung von eventuellen Schäden sind alle Firmen im Rahmen der für die SCHÄFER Werke-Gruppe bestehenden Versicherungen in den Bereichen Produkthaftung, Betriebshaftpflicht, Cyber, Umwelt, Strafrecht, Kfz-Rückruf Betriebsunterbrechung sowie einer Insolvenzanfechtungsversicherung abgesichert. Das Risiko einer Insolvenzanfechtung beschäftigt viele deutsche Firmen seit Jahren und bleibt unversichert auch ein unkalkulierbares Risiko. Ende 2019 wurde zusammen mit dem Mitgesellschafter entschieden, die im Jahre 2013 gegründete Gesellschaft SLW Versicherungsvermittlungs GmbH zur Liquidation anzumelden und zukünftig stattdessen mit einem externen Versicherungsmakler zusammenzuarbeiten. Die Liquidation und Auflösung der SLW Versicherungsvermittlungs GmbH wird im Jahr 2021 vollzogen.

Devisentermingeschäfte wurden ausschließlich für Sicherungszwecke zur Reduzierung des Fremdwährungsrisikos im Rahmen des operativen Geschäftes eingesetzt. Devisenrisiken aus Produktverkäufen beschränken sich auf einige wenige Aufträge, die auf USD-Basis abgeschlossen wurden. Der weitaus größte Teil aller Geschäfte wird auf Euro-Basis abgewickelt. Devisenrisiken aus Produktankäufen in Fremdwährungen bestanden im Berichtszeitraum nur in geringem Umfang. Sowohl auf der Einkaufs- wie auf der Verkaufsseite wurden solche Abschlüsse generell mit Devisentermingeschäften abgesichert.

In allen Geschäftsbereichen setzt die SCHÄFER Werke-Gruppe SAP durchgängig als ERP-System ein. Die interne und externe Kommunikation wird über modernste Informationstechnologien abgewickelt. Hier könnte ein Ausfall zu Störungen der Geschäftsprozesse und zu Datenverlusten führen. Um diesen Risiken zu begegnen, arbeitet die SCHÄFER Werke-Gruppe mit modernster Soft- und Hardware, die regelmäßig erneuert und auf den neuesten Stand gebracht wird. Der Einsatz von Backup-Systemen minimiert das Risiko von Datenverlusten. Der Einsatz von Virenscannern und Firewallsystemen schützt den Konzern vor unberechtigten Datenzugriffen von außen. Ein Datenmissbrauch soll durch die konsequente Anwendung eines Berechtigungskonzeptes sowie durchgeführte Penetrationstests verhindert werden.

Wie bereits weiter oben beschrieben, ist die Mitarbeiterfluktuation insgesamt sehr gering, was auf die Unternehmenskultur zurückzuführen ist, die die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt. Hierdurch wird das Risiko von Know-how-Verlusten minimiert. Außerdem profitiert die Gruppe von einer eigenen Ausbildungswerkstatt, in der jedes Jahr junge Mitarbeiter sowohl in kaufmännischen als auch in gewerblichen Berufen ausgebildet werden. Diese Auszubildenden werden bevorzugt nach ihrer Ausbildung in den verschiedenen Geschäftsbereichen eingesetzt, sodass die Rekrutierung junger, gut ausgebildeter Mitarbeiter auch in Zukunft gewährleistet ist. Darüber hinaus stehen allen Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten offen, damit sie sich den immer weiter steigenden Anforderungen an die verschiedenen Berufsbilder anpassen und in der Unternehmensgruppe für weitergehende Aufgaben qualifizieren können.

Die weitere Entwicklung im Bereich der Aktivitäten der VIZUU GmbH bleibt abzuwarten. Der Entwicklungsstand der Hard- und Software muss an die Erfordernisse des Marktes und der potenziellen Kunden angepasst werden, um eine vermarktungsreife Situation und die Umsetzung des Geschäftsmodelles erreichen zu können.

Bereich Stahl

Als eines der größten Risiken für die Gruppe kann nach wie vor das Risiko resultierend aus der Volatilität der Stahlpreisentwicklung eingestuft werden. Das beschriebene Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gegen Ende des Jahres 2020 hat zu massiven Erhöhungen des Materialpreises geführt und diese Tendenz hat sich auch im Jahr 2021 kontinuierlich weiter fortgesetzt, wodurch in der Folge eine deutliche Erhöhung des Working Capital festzustellen ist.

Um das Preisrisiko zu minimieren, wird kundenbezogenes Material in Spezialgüten oder Sonderabmessungen so gering wie möglich gehalten oder aber einzelvertraglich abgesichert. Den üblicherweise abgeschlossenen Verkaufsrahmenverträgen stehen auf der Einkaufsseite gleichlaufende Verträge gegenüber.

Die Materialversorgung ist auf der Einkaufsseite durch gute und langjährige Beziehungen zu vielen namenhaften Stahlherstellern weltweit gewährleistet. Es wird eine regelmäßige Erschließung neuer Bezugsquellen angestrebt, um so die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu minimieren und eine kontinuierliche Stahlversorgung sicherzustellen. Der Konzentrationsprozess auf der Herstellerseite in der Vergangenheit wird sich sicherlich auch in Zukunft noch weiter fortsetzen und die Auswirkungen bleiben je nach neuen Konstellationen abzuwarten.

In Deutschland und Europa ist die Entwicklung der Automobilindustrie maßgeblich verantwortlich für den Stahlverbrauch, sodass auch weiterhin eine hohe Abhängigkeit des Stahl-Service-Bereiches von der Entwicklung der Automobilindustrie und deren Zulieferbetrieben zu verzeichnen ist. Aktuell bremst der anhaltende Versorgungsengpass bei Halbleitern den Absatz der Automobilindustrie, was in der Folge auch wieder Auswirkungen auf die derzeitige Stahlnachfrage hat. Der zunehmend festzustellende Trend hin zur E-Mobilität dürfte keine negativen Auswirkungen auf die Nachfrage nach Stahl haben, da die Konstruktionen der PKW-Karosserien der derzeitigen und auch zukünftigen Modelle überwiegend Stahl als Einsatzmaterial vorsehen.

Der Konzern ist in der Automobil- und -zulieferbranche als sehr zuverlässiger Partner anerkannt, der aufgrund des relativ hohen Lagerbestandes auch kurzfristig lieferfähig ist und hat diese Stärke ganz bewusst in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Die sehr starke und solide Finanzausstattung der SCHÄFER Werke-Gruppe bietet die Möglichkeit, trotz hoher Stahlpreise das Geschäftsvolumen und die Lagerbestände weiter auszubauen und auch spontan an angebotenen Spotmengen auf dem Stahlmarkt zu profitieren.

Im Bereich Lochbleche wird weiterhin an einer konsequenten Marktbearbeitung und der Ausweitung der Anarbeitungsmöglichkeiten gearbeitet. Nach den ersten Erfolgen auf der Vertriebsseite im vorangegangenen Geschäftsjahr, konnten weitere Erfolge und neue Kunden mit komplexeren Verarbeitungsschritten in diesem Vertriebsweg gewonnen werden. Ziel der Erschließung neuer Kunden und Märkte ist es, die Abhängigkeit vom sehr preisumkämpften Standardgeschäft sukzessive zu reduzieren. Daneben laufen Maßnahmen und Aktivitäten, die dazu beitragen, das Standardgeschäft so effizient und rationell wie möglich abzuwickeln. Auf der Beschaffungsseite für Vormaterial wurde insbesondere für die Materialgüten Aluminium und Edelstahl erfolgreich nach neuen internationalen Lieferanten gesucht, wodurch eine breitere Beschaffungsbasis erreicht werden konnte.

Bereich Produktion

Aufgrund der durch Corona beeinträchtigten Marktsituation in der weltweiten Brauindustrie ist die Situation des Bereiches derzeit als unsicher zu bewerten. Es bleibt abzuwarten, inwieweit es zu Folgen des anhaltenden Absatzeinbruches kommt und wie sich einzelne Marktteilnehmer darauf einstellen. Außerdem sollten die zuvor bestehenden Risiken nicht außer Acht gelassen werden, da sie sicherlich auch weiterhin nicht an Relevanz verlieren. Hier ist die Wettbewerbssituation mit chinesischen Anbietern in einigen Regionen zu nennen, da diese im Qualitätsniveau in der Vergangenheit deutlich aufgeholt haben. Außerdem ist insbesondere in den Ländern USA und UK der Einfluss der KEG Leasing Firmen weiterhin zu beobachten, was den direkten Kundenkontakt zu den Brauereien erschwert und entscheidend beeinflusst.

In dem Bereich Industrie-Container wurde in der Vergangenheit vor allem in die Schweißtechnik am Standort Ledec nad Sazavou weiter investiert und zugleich die Fertigungsabläufe rationalisiert. Hintergrund hierfür ist, dass sich der Arbeitsmarkt in Tschechien aufgrund einer sehr guten allgemeinen Beschäftigung im Land zunehmend herausfordernder darstellt und das Angebot an angelernten Fachkräften dadurch sehr gering ist und immer umkämpfter wird, was auch zu Steigerungen der Personalkosten führt.

Der vollzogene Schritt der Konsolidierung im Bereich Gehäuse und Lösungen zeigt die erwünschten positiven Folgen. Durch die Konzentration der Fertigung auf einen Standort zeigen sich deutliche Synergie- und Produktivitätsvorteile. Mit weiteren Investitionen in die Fertigungstechnik am Standort Betzdorf sollen weitere Rationalisierungspotentiale realisiert und die Wettbewerbsfähigkeit des Bereiches weiter erhöht werden.

3.2. Prognosebericht und Ausblick

Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2021 war für den Stahl-Service-Bereich sehr zufriedenstellend. Die Absatzzahlen lagen in den ersten sechs Monaten deutlich über dem Niveau des Vorjahres, was unter anderem auf die wirtschaftliche Erholung im Bereich der Automobilindustrie zurückzuführen ist. Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf der Beschaffungsseite für Stahl konnte durch neue internationale Bezugsquellen sukzessive ausgeglichen werden, was insbesondere für die realisierte Ausweitung des Streckengeschäftes sehr entscheidend war.

Im zweiten Halbjahr 2021 zeigt sich, dass die Versorgung der Automobilindustrie mit Halbleitern aus Asien nach wie vor noch eingeschränkt ist und es auch noch einige Wochen dauern wird, bis sich wieder eine Versorgungssicherheit einstellt. Dies führt aktuell dazu, dass sich die Abrufe aus der Branche gegenüber dem ersten Halbjahr reduziert haben, die Nachfrage aus dem Industriesektor läuft jedoch sehr stabil. Die Vorschau für das Geschäftsjahr 2021 zeigt eine höhere Tonnage wie im Jahr 2020. Die sprunghaften Preissteigerungen zu Beginn des Jahres und auch der sich fortsetzende Trend führen zu positiven Ergebnisbeiträgen (Windfall-Profits).

Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnissituation für den Bereich Lochbleche werden insbesondere von den stetig ansteigenden Materialpreisen für Stahl, Edelstahl und auch Aluminium positiv beeinflusst. Außerdem wurde im Laufe des Jahres eine interne Umstrukturierung vorgenommen und sowohl die Produktions- als auch die Vertriebsaktivitäten des Bereiches Lochbleche in die Gesellschaft EMW Stahl Service GmbH integriert, was ebenfalls Synergieeffekte und positive Ergebnisbeiträge generiert.

Der Bereich Getränkebehälter leidet weiterhin an den Folgen der Pandemie. Durch die weltweite Schließung von Restaurants und Bars und den Absagen von öffentlichen Events wurde das Neugeschäft massiv beeinflusst und der Auftragseingang ist bis in das erste Halbjahr 2021 weiterhin fast vollständig eingebrochen. Die im Sommer vorgenommenen Lockerungen und Öffnungen und die damit verbundenen ersten Auftragseingänge aus internationalen Märkten sorgen für einen positiveren Ausblick in die Zukunft. Allerdings bestehen auch vor dem Hintergrund der aktuell stetig steigenden Infektionszahlen weiterhin Unsicherheiten über die Markterholung und die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Im Bereich Industriecontainer ist ein nach wie vor hoher Auftragsbestand festzustellen, der eine stetige Verbesserung der Effizienz und Produktivität erfordert. Gerade im ersten Halbjahr 2021 war der Standort in Tschechien sehr von coronabedingten Ausfällen am eigenen Standort, aber auch bei Zulieferern und Transportunternehmen betroffen und somit konnte sowohl der für diesen Zeitraum geplante Umsatz als auch das Ergebnis nicht erreicht werden. Ziel ist, den Rückstand im zweiten Halbjahr unter derzeit stabileren und kalkulierbareren Verhältnissen noch zu kompensieren.

Im Bereich Gehäuse und Lösungen gilt es, die geschaffenen Voraussetzungen weiterhin in positive Umsatz- und Ergebnisbeiträge umzusetzen. Im Bereich IT setzt sich der positive Trend der Vorjahre weiter fort und es konnten wiederum einige große Projekte mit namenhaften neuen Kunden gewonnen werden. Für den Bereich Einrichtungssysteme (LBE + Büro) zeigen sich die Vorteile aus der Zusammenführung der beiden Fertigungsstandorte und es wird an der weiteren Optimierung gearbeitet. Außerdem wurden im Rahmen einer Werksentwicklungsplanung anstehende Investitionen in Maschinen und Anlagen ausgearbeitet, wodurch eine weitere Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet werden soll.

4. Gesamtaussage zur Lage der Unternehmensgruppe

Die SCHÄFER Werke-Gruppe hat das Jahr 2020 trotz der unsicheren und teilweise auch unkalkulierbaren Situation zufriedenstellend abgeschlossen. Der Umsatz liegt unter dem des Vorjahres und auch unter dem Planansatz, was auf die Preisentwicklung der Vormaterialien und den Absatzeinbruch bei Getränkebehältern zurückzuführen ist. Trotz der beschriebenen Beeinträchtigungen konnte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau festgestellt werden, der ursprüngliche Planansatz konnte jedoch nicht erreicht werden. Für 2021 wird aufgrund der beschriebenen Preisentwicklung bei Vormaterial und den damit verbundenen Aufwertungseffekten (Windfall-Profits) von einer besseren Ergebnissituation ausgegangen. In diesem Jahr zeigt sich wiederum, dass die Diversifizierung der Gruppe in die unterschiedlichen Bereiche Stahl und Produktion die Abhängigkeit von Krisen in einzelnen Branchen deutlich mindert und somit der negative Umsatz- und Ergebniseffekt aus dem Bereich Getränkebehälter durch die anderen Bereiche überkompensiert werden kann.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Liquiditätssituation im Jahr 2020 aufgrund der Reduzierung der Vorräte und Forderungen erhöht und gewährleistet die Umsetzung erforderlicher Investitionsmaßnahmen ohne Inanspruchnahme von Fremdkapital. Aufgrund der aktuellen Erhöhung des Working Capital ist daher mit einer Reduzierung der Liquidität zum Bilanzstichtag 2021 zu rechnen.

Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie und auch der nach wie vor andauernden Unsicherheit über den weiteren Verlauf, wird weiterhin sowohl in neue Produktionsanlagen, Werkzeuge und Vorrichtungen investiert. Darüber hinaus wird konsequent ein nennenswerter Betrag im Bereich Digitalisierung zur Verfügung gestellt, um interne Abläufe und Prozesse sukzessive zu verändern und zu rationalisieren.

 

Neunkirchen, den 9. November 2021

Theo Schäfer

Pfannenberg GmbH

Theo Schäfer

Michael Mockenhaupt

Guido Klinkhammer

Marcus Düber

Bescheinigung zum offenzulegenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Vorstehende zur Offenlegung bestimmte Konzernbilanz nebst Anlage zur Konzernbilanz, Konzernanhang und Konzernlagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik, Neunkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik, Neunkirchen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SCHÄFER Werke GmbH & Co KG, Stahl- und Kunststofftechnik, Neunkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den nach § 13 PubIG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach §13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillenburg, den 9. November 2021

WESTTREU GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin

Selzer, Wirtschaftsprüfer"

Eine Verwendung oder Weitergabe der obigen Bescheinigung zum offenzulegenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bescheinigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unsere Bescheinigung zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen.

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
31.12.2020 Davon bis 1 Jahr Davon mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.500.426,48 18.500.426,48 0,00 0,00 19.989.437,84
Sonstige Verbindlichkeiten 60.661.877,54 60.661.877,54 0,00 0,00 58.221.362,04
Davon aus Steuern (4.453.718,50) (3.431.392,86)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (235.729,57) (292.503,00)
79.162.304,02 79.162.304,02 0,00 0,00 78.210.799,88
Restlaufzeit
Davon bis 1 Jahr Davon mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.988.566,04 871,80 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 58.221.362,04 0,00 0,00
Davon aus Steuern
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
78.209.928,08 871,80 0,00

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