Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 247880
Vorher
Kayaba Europe GmbH
Eingetragen
10.10.2002
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Export, Import, Produktion und Verkauf von automatischen, elektrischen und elektronischen Geräten, Teilen und ähnlichen Produkten; Übernahme Funktion als regionale Hauptverwaltung der europäischen verbundenen Gesellschaften der KYB Gruppe sowie der zentralen Führung und Leitung der Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaften in Europa; Gründen, Erwerb von Beteiligungen und Verwalten von Gesellschaften mit gleichartigem oder ähnlichem Unternehmensgegenstand; Erbringung von administrativen, technischen, finanziellen und wirtschaftlichen Leistungen gegenüber anderen Gesellschaften, Betrieben und Einzelpersonen; Erwerb, Veräußerung, Verwaltung, Vergeben und Erhalten von Lizenzen und Betrieb beweglicher und unbeweglicher Sachen und anderer Waren, einschließlich Patente, Markenrechte, Lizenzen, Genehmigungen und anderer gewerblicher Schutzrechte; Aufnahme und/oder Vergabe von Darlehen;

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Toshiaki Aizawa
seit 12.12.2024
Geschäftsführer
Minoru Ishikawa
seit 12.12.2024
Geschäftsführer
Michiharu Hayashi
seit 26.6.2024
Geschäftsführer
Ryuichi Kaneko
seit 26.6.2024
Geschäftsführer
Yoshihisa Nambu
seit 27.6.2022
Geschäftsführer
Yuto Uchida
seit 16.3.2021
Geschäftsführer
Fumihiko Izumi
seit 13.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KYB CorporationJPN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

KYB Corporation
Japan
701.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KYB Europe GmbH

Aschheim

Jahresabschluss zum 31. März 2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

A. Grundlagen des Unternehmens

KYB Europe GmbH vertreibt Stoßdämpfer, Federn und Montagesätze als Ersatzteile ("Aftermarket") im Wesentlichen an die europäische Automobilwirtschaft und an die Automobilhersteller ("OEM").

Die Produkte werden im Wesentlichen von der Konzernobergesellschaft der KYB Gruppe, KYB Corporation Ltd., Tokio/Japan, die den OEM-Markt beliefert, und von anderen Konzerngesellschaften in Spanien, Thailand, Tschechien und Brasilien hergestellt.

In 2012 wurde die KYB Eurasia LLC (KER), Moskau/Russland, gegründet. Die Gesellschaft belieferte Russland und die angrenzenden GUS-Staaten. Die KYB Eurasia LLC als Vertriebsgesellschaft wurde über ein Lager in Riga/Lettland durch KYB Europe GmbH beliefert. Mit Einstellung der Geschäftstätigkeit in Russland aufgrund des Ukraine-Krieges in 2022 wurde das Lager in Riga geschlossen und aufgelöst.

Die KYB Europe GmbH in Deutschland fungiert als operative Kontrollinstanz für die Gesellschaften in Europa. Die spanische Niederlassung ist ein Shared Service Center für die Produktionsstätten in Spanien und verantwortlich für die Bereiche F&E, Qualität, Personal und Finanz- und Rechnungswesen. Seit September 2020 werden IT-Dienstleistungen ebenfalls zentral von Spanien aus gesteuert. Die erbrachten Leistungen werden an die anderen Gesellschaften bzw. Niederlassungen weiterbelastet.

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die zu Anfang 2023 getroffene Prognose (Frühjahrsprojektion vom 26. April 2023) des BMWK für die Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes in Deutschland für 2023 um 0,4% fiel mit dem tatsächlichen Rückgang für das Jahr 2023 von -0,3% wesentlich geringer aus. Im Vorjahr war das deutsche Bruttoinlandsprodukt aufgrund der starken Erholung nach der COVID-19 Pandemie noch um rund 1,8% gewachsen. Insbesondere sind nach einem Rückgang im Vorjahr (-2,9%) im 4. Quartal 2023 die Exporte von Waren und Dienstleistungen um -1,6% gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen.

Die Prognose der Europäischen Kommission für Europa über eine Steigerung der Wirtschaft um 0,3% in 2023 (Pressemitteilung vom 11. November 2022) wurde durch die tatsächliche Entwicklung des Jahres 2023 übertroffen (Erhöhung um 0,6%; EU Kommission vom 15. November 2023).Das spanische BIP ist im Vergleich zum Vorjahr (4,3%) nur um 2,5% gestiegen und auch in Italien betrug der Anstieg nur 0,9% (Vorjahr 3,2%). Das BIP ist in Frankreich um 0,9% in 2023 (Vorjahr 2,5%) angestiegen, ist somit aber über dem EU-Durchschnitt.

Im Laufe des Jahres 2023 erholten sich die privaten Konsumausgaben in Deutschland und Europa etwas, nachdem sie im Winterhalbjahr 2022/2023 stark zurückgegangen waren. So stiegen sie im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal leicht um 0,2%, was insbesondere durch eine gestiegene Nachfrage nach Dienstleistungen positiv beeinflusst wurde. Ebenfalls stiegen die Konsumausgaben des Staates mit 0,3% leicht gegenüber dem Vorquartal an. Dagegen nahmen die Investitionen deutlich ab: Preis-, Saison- und Kalenderbereinigt gingen die Bauinvestitionen um -1,7% im Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie bereits in den vorangegangen Quartalen abgenommen hatten. Noch deutlicher waren die Investitionen (insbesondere Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) mit -3,5% zum Jahresende rückläufig. Im vierten Quartal 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um -0,3% gegenüber dem Vorquartal. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024).

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann die Entwicklung des Stoßdämpfermarktes 2023/2024 als stabil bezeichnet werden. Da die Gesellschaft im Aftermarket Bereich tätig ist, haben Lieferengpässe der Automobilhersteller ("OEM") keinen unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung.

B.2 Geschäftsverlauf

B.2.1 Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage der Gesellschaft

B.2.1.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023/2024 stiegen die Verkaufserlöse um 9% gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der Umsatzsteigerung um 14% in Europa durch zusätzliche Nachfrage in neuen Märkten. Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 193.786 nach TEUR 178.073 im Vorjahr erzielt. Dies lag über den ursprünglichen Erwartungen von Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 177.083.

Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.527 erzielt werden. Dies lag weit unter den ursprünglichen Erwartungen, die ein Ergebnis von TEUR 5.538 prognostiziert hatten. Damit verringerte sich trotz gestiegener Umsatzerlöse der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.204). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die um TEUR 1.122 (5,4%) gestiegenen Personalkosten von TEUR 21.974 sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von TEUR 32.213 gegenüber im Vorjahr TEUR 27.715 zurückzuführen. Das Jahresergebnis war unter anderem durch Erträge aus Beteiligungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.136 geprägt.

Die Bruttomarge (Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren) lag mit TEUR 58.289 deutlich über den ursprünglichen Erwartungen (TEUR 34.196). Die Bruttomarge in Relation zu den Umsatzerlösen hat sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig von 31,0% auf 30,1% vermindert.

Der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren) blieb mit TEUR 56.025 in etwa auf Vorjahresniveau von TEUR 53.453.

Der Umsatz der KYB Europe GmbH ist um TEUR 15.713 (8,82 %) von TEUR 178.073 im Vorjahr auf TEUR 193.786 im Geschäftsjahr gestiegen.

Insbesondere in den europäischen Märkten konnte ein höherer Umsatz als im Vorjahr erzielt werden. Negativ hingegen ist der Rückgang des Absatzes in Asien von TEUR 2.220 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 1.594 im Geschäftsjahr 2023. Auch in den sonstigen Regionen ist ein Umsatzrückgang von TEUR -6.845 auf TEUR 2.301 im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 realisiert worden.

Der Umsatz lässt sich tabellarisch wie folgt darstellen:

2023/2024 2022/2023 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Europa 189.891 97,99% 166.707 93,62% 23.184 13,91%
Asien 1.594 0,82% 2.220 1,25% -626 -28,20%
Sonstige 2.301 1,19% 9.146 5,14% -6.845 -74.84%
193.786 100,00% 178.073 100,00 % 15.713 8,82%

Das Ergebnis vor Steuern (Summe der Nummern 1 bis 9 der Gewinn- und Verlustrechnung) sank umTEUR 4.699 auf TEUR 2.854. Die Personalaufwendungen stiegen um TEUR 1.123 (5,4%) im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum auf TEUR 21.974. Dies lag hauptsächlich darin begründet, dass Lohn- und Gehaltskosten wegen der anhaltenden Inflation angehoben worden sind.

Weiterhin sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 4.498 (16,2%) auf TEUR 32.213 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Frachtkosten mit TEUR 6.345 (im Vorjahr TEUR 6.220), Währungskursverluste mit TEUR 2.141 (im Vorjahr TEUR 1.075) sowie aus Rechts- und Beratungskosten mit TEUR 2.965 und TEUR 1.865 im Jahr 2022.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 1.140) entfallen im Wesentlichen auf die deutsche Niederlassung.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt TEUR 1.527 (i. Vj. TEUR 5.204). Hauptursächlich für die Ergebnisverschlechterung ist der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und gestiegene Personalaufwendungen.

B.2.1.2 Vermögens- und Finanzlage

B.2.1.2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich um TEUR 2.227 auf TEUR 210.103.

Das Anlagevermögen sank um TEUR 150 auf TEUR 68.258 zum 31. März 2024.

Über das Wirtschaftsjahr gesehen, haben sich die Vorräte um TEUR 971 auf TEUR 62.516 verringert. Die geringfügige Reduzierung (1,5%) resultiert hauptsächlich aus einer planmäßigen Reduzierung der Kapitalbindung in den Lägern.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um TEUR 882 auf TEUR 50.202 nicht wesentlich im Vergleich zum Vorjahr. Trotz des Geschäfts in der Ukraine bestehen zum Stichtag keine wesentlichen Ausfallrisken für Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich um TEUR 1.856 auf TEUR 4.244.

Einen Anstieg gab es in den sonstigen Vermögensgegenständen von TEUR 1.749 im Vorjahr auf TEUR 4.224 im Berichtsjahr, im Wesentlichen durch die Erhöhung der Umsatzsteuerforderungen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich von TEUR 20.841 auf TEUR 19.824 vermindert. Hauptgrund ist die Tilgung bestehender Darlehen.

B.2.1.2.2 Finanzlage

Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.464 auf TEUR 20.497 verringert. Dies ist im Wesentlichen auf die Anpassungen der Rückstellungen für Kundenboni auf Grund der Umsätze, Personal, Werbemaßnahmen und ausstehende Rechnungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.807 auf TEUR 16.157 erhöht, was im Wesentlichen auf das höhere Geschäftsvolumen zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 7.898 auf TEUR 42.325 erhöht. Ursächlich hierfür ist ebenfalls das gestiegen Geschäftsvolumen.

KYB Europe GmbH finanziert sich über laufende Einkünfte, kurzfristige Bankdarlehen sowie das von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellte Eigenkapital.

Zum 31. März 2024 betrugen die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten TEUR 33.000 (Vorjahr TEUR 47.600). Dies resultierte aus der Rückzahlung von kurzfristigen Bankverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Reduzierung der Vorräte und der einhergehenden verbesserten Cash Position.

Gesamtbeurteilung der Geschäftsführung

Im Berichtsjahr waren wir jederzeit in der Lage, unsere finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Insgesamt bewerten wir den Geschäftsverlauf im Berichtsjahr als zufriedenstellend. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts beurteilen wir die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil.

B.2.2 Vergleich Prognose aus Wirtschaftsjahr 2022 mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 193.786 nach TEUR 178.073 im Vorjahr erzielt. Dies lag über den ursprünglichen Erwartungen von Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 177.083.

Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.527 erzielt werden. Dies lag unter den ursprünglichen Erwartungen, die ein Ergebnis von TEUR 5.538 prognostiziert hatten.

Die Bruttomarge (Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren) lag mit TEUR 58.289 ebenfalls über den ursprünglichen Erwartungen (TEUR 34.196).

Der Rohgewinn (Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren) blieb mit TEUR 56.025 in etwa auf dem Vorjahresniveau von TEUR 53.453.

B.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unsere bedeutsamen, finanziellen Leistungsindikatoren sind die Bruttomarge (Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge abzüglich Aufwendungen für bezogenen Waren), die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens nicht eingesetzt.

B.4 Niederlassungen

Die Gesellschaft besitzt am Bilanzstichtag insgesamt 6 Niederlassungen. Es sind die Niederlassungen in Deutschland, Spanien, Italien, Großbritannien und in der Tschechischen Republik, wobei jede dieser Niederlassungen den Markt des eigenen Landes bedient.

Überblick über die Niederlassungen:

Umsatz
in T€
KYB-DE KYB Europe GmbH, Niederlassung Aschheim, Deutschland 139.850 72,2%
KYB-ES KYB Europe GmbH, Iberia Branch, Madrid, Spanien 15.114 7,8%
KYB-UK KYB Europe GmbH, UK Branch, Warrington, Großbritannien 15.466 7,9%
KYB-IT KYB Europe GmbH, Italy Branch, Castellanza, Italien 10.619 5,5%
KYB-CZ KYB Europe GmbH, ocstepny zavod, Pardubice, Tschechische Republik 0 0
KYB-KEH KYB Europe GmbH, Sucursal en Navarra, Navarra, Spanien 12.736 6,6%

Die tschechische Niederlassung wurde im September 2023 gegründet, der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 bei null.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Makroökonomischer Prognosebericht

In den letzten beiden Jahren stagnierte die deutsche Wirtschaft und war vor allem von den hohen Energiepreisen, aber auch den Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie und der Unterbrechung der Lieferketten geprägt. Im Jahr 2023 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um -0,3 %. Hauptgrund hierfür war die mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine einhergehenden Anstiege der Energiepreise bzw. der Einsparung von Energie, die zu einem Rückgang der Produktion führten. Die Folgen dieses Krieges sind aber vielfältig: Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wird durch ein historisch niedriges Wachstum des Welthandels stark getroffen. Hinzu kommen niedrige Investitionen wegen hoher Zinsen, die auch zu einem Anstieg der Sparquote und somit zu einem Sinken der Binnennachfrage führen sowie Kaufkraftverluste durch die hohe Inflation. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin als stabil. (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung vom 22. Februar 2024).

Die Preise für Strom und Gas sind schneller zurückgegangen als von vielen Fachleuten vorhergesagt und kosten heute an der Börse etwa so viel wie vor den Energiepreisschocks. Das wirkt sich zum einen positiv auf die Inflation aus. Zum anderen profitiert auch die Industrie, was man unter anderem auch an einer seit Anfang 2024 zu beobachtenden Ausweitung der Produktion in energieintensiven Industrien sieht.

In Summe wird für die Jahre 2024 und 2025 erwartet, dass die Wirtschaft die Auswirkungen des Ukrainekrieges weiter hinter sich lassen wird, was ein Faktor für die wirtschaftliche Erholung sein wird. Des Weiteren wird erwartet, dass dank Lohnsteigerungen und geringerer Inflation der Bevölkerung real wieder mehr Einkommen zur Verfügung steht, was zu einer Erhöhung der Binnennachfrage führt. Die Erholung wird aber gebremst durch internationale Krisen und anhaltend hohe Zinsen (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung vom 22. Februar 2024).

Die deutsche Bundesregierung rechnet in ihrer Frühjahresprojektion 2024 vom 24. April 2024 mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,3 % in 2024 (Inflationsrate 2,4 %) und im nächsten Jahr 2025 mit einem Wachstum von 1,0 % (Inflation 1,8 % und somit wieder unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2,0 %). Seit Jahresbeginn 2024 verstärken sich zunehmend positive Signale, die Anzeichen für eine konjunkturelle Aufhellung verstärken sich.

Die wirtschaftliche Erholung wird unterstützt von Maßnahmen der Bundesregierung für Unternehmen und Privathaushalte wie etwa Maßnahmen zur Förderung der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft, steuerliche Entlastungen und das Wachstumschancengesetz.

Wesentliche Wachstumsimpulse werden von der Bundesregierung in ihrer Frühjahrsprognose 2024 durch die Privathaushalte erwartet: Durch das Sinken der Inflation und sich dadurch ergebenden deutlich höheren Reallöhnen wird der Konsum weiter belebt. Von einer leichten Verbesserung der Außenwirtschaft wird auch die exportorientierte deutsche Wirtschaft profitieren.

Für die EU und den Euroraum betrug das BIP-Wachstum für das Gesamtjahr 2023 0,4% und ist verglichen zum Vorjahr um 3%-Punkte gesunken (im Jahr 2022 3,4%. (Quelle: Eurostat Veröffentlichung vom 8. März 2024).

In der Frühjahrsprognose 2024 der EU vom 15. Mai 2024 rechnet die Europäische Kommission mit einem BIP-Wachstum von 1,0%. Für 2025 wird mit einem höheren Wachstum gerechnet. Dieses Wachstum ist vor allem dadurch begründet, dass Verbraucher aufgrund höherer Löhne und besserer Beschäftigungsmöglichkeiten mehr ausgeben. Zu den positiven Faktoren gehören eine niedrigere Inflation, hauptsächlich auf Grund niedrigerer Energiepreise, die sich positiv auf Konsum und Investitionen auswirken können und eine gute Entwicklung des Arbeitsmarktes. So wurden 2023 EU-weit mehr als 2 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Die Arbeitslosenquote lag im März 2024 in der EU mit 6% auf einem Rekordtief.

Die EU sieht aber weiterhin einige Herausforderungen wie eine Abschwächung des Investitionswachstums aufgrund des reduzierten Wohnungsbaus. Hierdurch dürften die Zinssätze weniger stark als erwartet sinken.

Nach ihrem Höchststand im Jahr 2022 ist die Inflationsrate in der EU insbesondere durch den massiven Rückgang der Energiepreise erheblich gesunken. In 2024 wird sie voraussichtlich 2,7% und im Jahr 2025 2,2% betragen.

Die Auswirkungen des Krieges (Energiepreisschock und einhergehende Inflation sowie Produktionsrückgänge) zwischen Russland und der Ukraine sowie internationale Krisen (z.B. in Israel) hat die Prognoseerstellung erneut deutlich erschwert.

Wir glauben, dass die Auswirkungen von COVID-19 weitgehend überwunden sind und dass die Risiken für die Wirtschaft durch zukünftige Pandemien sehr gering sind. Auch die Unterbrechungen der Lieferketten und ihre negativen Auswirkungen auf die Produktionsaktivitäten von Unternehmen scheinen gelöst. Allerdings bestehen nach wie vor die Auswirkungen des anhaltenden Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine, wenn auch in abgeschwächter Form.

Gemäß unseren Erwartungen ist der westeuropäische Markt sehr stabil. Unsere Strategie ist es unsere Absatzwege für Produkte mit hohem Gewinn (Federn, Montage-Kit und Schutz-Kit) zu verbessern sowie Logistik- und weitere operative Kosten zu reduzieren, während sich die Märkte und unser Kundenstamm weiter konsolidiert. Nach unserer Einschätzung bieten die osteuropäischen Märkte derzeit einige Chancen.

Marktbezogener Prognosebericht

KYB Europe GmbH sieht auch in Zukunft Wachstumsmöglichkeiten in Polen und auf dem Balkan. Dies ist im Wesentlichen auf die steigende Anzahl an neuen und vor allem gebrauchten Fahrzeugen zurückzuführen, wovon Vertriebspartner und Werkstätten vermutlich profitieren werden. Die Zahl der Mitbewerber mit Produkten mit niedrigem Preis steigt jedoch weiter an. Darüber hinaus haben die immer noch hohen Euro-Zinsen dazu geführt, dass einige unserer Kunden ihre Lagerbestände reduziert haben, was sich auf unseren Umsatz auswirken kann.

Interner Prognosebericht

Das Management geht auf Basis der Planung für das Geschäftsjahr 2024 von einem Umsatz von TEUR 189.293 und einem deutlichen Anstieg des Jahresüberschusses aus. Es wird eine Bruttomarge von TEUR 34.980 erwartet.

Die Geschäftsführung geht davon aus, die Planung für das Geschäftsjahr 2024 erreichen zu können.

Risikobericht

KYB Europe GmbH ist Konzerngesellschaft der in Japan börsennotierten KYB-Gruppe. Im Rahmen des Group Reportings bestehen Budgetierungs-, Reporting- und Controlling Prozesse.

Die Geschäftsführung ist stark in das laufende Geschäft sowie die Risiko-Kommunikation eingebunden.

Wir sind verschiedenen Risiken ausgesetzt, die im Folgenden in der Reihenfolge (beginnend mit dem höchsten) ihrer Bedeutung aufgeführt werden.

Im Abschluss zum 31. März 2024 belaufen sich die kurzfristigen Bankkredite auf TEUR 33.000 (Vorjahr TEUR 47.600). Zudem bestehen zum 31. März 2024 kurzfristige Darlehen in Höhe von TEUR 10.000 (Vorjahr TEUR 10.000) von verbundenen Unternehmen. Außerdem hat die Muttergesellschaft, KYB Corporation, Tokio/Japan, der Gesellschaft mit Datum vom 16. Mai 2024 und 22. August 2024 zwei Patronatserklärungen erteilt und der Gesellschaft hierin ausreichend finanzielle Mittel zugesagt, um die Unternehmensfortführung sicherzustellen.

Ein weiteres Risiko stellen die derzeit hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten und damit verbundenen hohen Zinssätze dar. Es wird davon ausgegangen, dass aufgrund des weiter niedrigen verfügbaren Einkommens der Verbraucher die Nachfrage nach Autoersatzteilen sinken und die Nachfrage sich auf billigere Produkte verlagern wird. Weiterhin reduzieren die großen Kunden ihre Lagerbestände aufgrund steigender Finanzierungskosten.

Vor dem Hintergrund der Russland-Sanktionen wurde die Belieferung Russlands und die KYB-Präsenz in Russland vollständig eingestellt. Dies bedeutet, dass der Umsatz mit Russland seit März 2022 vollständig entfällt.

Als Unternehmen des KYB-Konzernverbunds sind wir von den strategischen Entscheidungen der Konzernzentrale in Japan abhängig.

Bei unseren Kunden ist ein fortschreitender Konzentrationsprozess durch Zusammenschluss und die Organisation in Einkaufsverbänden zu beobachten. Diese Konzentration erhöht die Marktmacht auf der Kundenseite und erzeugt Druck auf die Preise unserer Produkte und auf die Profitabilität unseres Geschäfts.

Ein Wechselkursrisiko auf der Kundenseite wird weitestgehend vermieden, indem alle Verkäufe in Euro erfolgen, mit Ausnahme der britischen Niederlassung, die in britischen Pfund operiert, und Tschechien die in lokaler Währung fakturiert. Das Zahlungsausfallrisiko begrenzen wir durch die Verwendung kundenspezifischer Kreditlimits.

Die KYB Europe GmbH bezieht Produkte hauptsächlich von Lieferanten innerhalb der KYB-Gruppe. Die Produktknappheit für die Kunden hat sich im Laufe des Jahres verbessert, was zu einem Lagerbestand geführt hat, der unter dem Stand vom Ende des letzten Geschäftsjahres liegt. Die Logistik ist hauptsächlich an externe Parteien ausgelagert. Auf Grund weltweiter Verknappung von Logistikkapazitäten musste die KYB Europe GmbH erhöhte Preise der Logistikpartner hinnehmen.

Darüber hinaus verursachte die Aussetzung von Produktlieferungen nach Russland einen vorübergehenden Bestandsstau im Lager, aber dieses Problem wurde gelöst, da Verkaufspläne für andere Regionen geklärt oder Lieferungen abgeschlossen wurden, wodurch die vorübergehende Bestandserhöhung beseitigt wurde.

Chancenbericht

In Europa wächst der Marktanteil von KYB bei Ersatz-Stoßdämpfern für Fahrzeuge durch die hohe Produktqualität und unseren hervorragenden Kundendienst weiter. In den europäischen Märkten konnten wir daher im Geschäftsjahr 2023 stabile Umsatzerlöse verzeichnen. KYB genießt in diesen Märkten eine sehr hohe Reputation auf Grund der hohen Produktqualität und der großen Produktpalette für europäische und asiatische Kraftfahrzeuge. Daraus erwarten wir uns zukünftig weitere Marktchancen.

 

Aschheim, 22. August 2024

KYB Europe GmbH

Fumihiko Izumi, Geschäftsführer

Yuto Uchida, Geschäftsführer

Takashi Saito, Geschäftsführer

Kiichi Fukui, Geschäftsführer

Yoshihisa Nambu, Geschäftsführer

Ryuichi Kaneko, Geschäftsführer

Michiharu Hayashi, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 39.729,39 45.045,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.981.855,38 5.098.969,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.622,33 5.361.477,71 407.213,10 5.506.182,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 62.856.986,36 62.856.986,36
68.258.193,46 68.408.214,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 62.516.039,95 63.487.185,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50.201.594,39 51.083.435,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.243.617,17 6.099.546,06
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.224.385,15 58.669.596,71 1.748.671,42 58.931.652,55
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.823.649,34 20.840.700,28
141.009.286,00 143.259.538,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 835.940,41 662.355,58
210.103.419,87 212.330.107,82

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 701.000,00 701.000,00
II. Kapitalrücklage 64.212.224,70 64.212.224,70
III. Gewinnvortrag 24.868.458,68 22.760.063,49
IV. Jahresüberschuss 1.526.739,98 5.204.395,19
91.308.423,36 92.877.683,38
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 71.354,88 155.350,24
2. Steuerrückstellungen 105.331,76 126.706,30
3. Sonstige Rückstellungen 20.496.615,06 21.961.009,02
20.673.301,70 22.243.065,56
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.000.000,00 47.600.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.157.290,39 8.350.043,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.324.854,33 34.426.650,13
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.639.550,09 6.832.665,06
98.121.694,81 97.209.358,88
210.103.419,87 212.330.107,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2023/2024 2022/2023
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 193.786.224,47 178.072.770,29
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.263.658,53 1.712.228,32
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -137.761.082,36 -124.619.787,04
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.694.470,20 -16.990.402,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -4.279.140,52 -3.860.261,38
- davon für Altersversorgung EUR -80.621,00 (i. Vj. EUR 22.872,00) - -21.973.610,72 -20.850.663,61
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -326.320,91 -380.887,31
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -32.213.258,59 -27.715.002,46
7. Erträge aus Beteiligungen 1.136.030,00 2.376.150,00
- insgesamt aus verbundenen Unternehmen -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 492.594,35 75.725,20
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.550.488,11 -1.118.101,80
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.140.442,32 -2.214.992,13
11. Ergebnis nach Steuern 1.713.304,34 5.337.439,46
12. Sonstige Steuern -186.564,36 -133.044,33
13. Jahresüberschuss 1.526.739,98 5.204.395,13

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Registergericht: München, HRB-Nr: 247880

I. Grundlagen der Rechnungslegung

Wie in den Vorjahren wurde die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

KYB Europe GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Der Einzelabschluss wurde nach deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) sowie den ergänzenden gesetzlichen Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauern wurden zu Grunde gelegt:

Nutzungsdauer Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 14

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 250 nicht übersteigen. Die geringwertigen Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 800 betragen, werden zu 100% im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgaben abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet.

Vorräte

Waren werden grundsätzlich zu gleitenden Durchschnittspreisen oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Darüber hinaus werden Transportkosten und Zölle auf bezogene Waren als Anschaffungsnebenkosen aktiviert. Im Berichtsjahr wurden Waren ohne Verkauf nachfolgender Staffel abgeschrieben: Kein Verkauf bis zu 2 Jahren: 20% Abschreibung; kein Verkauf bis zu 3 Jahren: 30% Abschreibung; kein Verkauf bis zu 4 Jahren: 40% Abschreibung; kein Verkauf bis zu 5 Jahren: 50% Abschreibung; kein Verkauf über 5 Jahren und eingestelltes Business: 100% Abschreibung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Neben einer Pauschalwertberichtigung werden auf zweifelhafte Forderungen Einzelwertberichtigungen gebildet und nicht einbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der geleisteten Zahlungen angesetzt, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In der französischen Niederlassung gilt eine tarifliche Vereinbarung über einen leistungsorientierten Pensionsplan. Der beizulegende Zeitwert der nach § 246 HGB zu verrechnenden Vermögensgegenstände beträgt TEUR 125 und entspricht den Anschaffungskosten. Die verrechneten Zinserträge betragen TEUR 3, die verrechneten Erträge aus der Anpassung von Pensionsrückstellung betragen TEUR 80. Die Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 200 wurde auf der Basis eines zum 31. März 2024 erstellten versicherungsmathematischen Gutachtens (projected unit credit method) basierend auf den Tables Prospectives par Génération ermittelt. Der Rückstellungsermittlung wurde ein Zinssatz von 3,35 % zugrunde gelegt. Des Weiteren wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,00 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 0,00% p. a. unterstellt. Auf eine Anpassung des Gutachtens auf den 31. März 2024 sowie auf die Anpassung des Diskontierungszinssatzes an die handelsrechtlichen Vorschriften wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Gemäß Handelsrecht hätte sich zum 31. März 2024 bei Zugrundelegung einer pauschalierten Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ein Zinssatz von 1,83 % (Zehnjahresdurchschnitt), bzw. 1,80 % (Siebenjahresdurchschnitt) ergeben.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der ukrainischen Betriebsstätte und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken aus Drohverlusten und ungewissen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag mit den Erfüllungsbeträgen gebildet, mit denen die Gesellschaft nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wahrscheinlich in Anspruch genommen wird.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie Kassenbestand und Bankguthaben oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf bestehende körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Währung Eigenkapital am 31.03.2023
Tausend
Jahresergebnis 2022/23
Tausend
KYB Suspensions Europe, S.A.U., Ororbia, Spanien 100 % EUR 26.974 1.223
KYB Advanced Manufacturing Spain, S.A.U., Los Arcos, Spanien 100 % EUR 23.200 952
KYB Manufacturing Czech, s.r.o., Pardubice, Tschechien 99 % CZK 470.574 14.242
KYB CHITA Manufacturing Europe s.r.o., Chrudim, Tschechien 70 % CZK 511.464 39.072

Währungskurs: CZK/EUR zum 31. März 2024: 0,03955

Da zum Erstellungszeitpunkt noch keine geprüften Jahresabschlüsse für die genannten verbundenen Unternehmen vorlagen, werden hier die Vorjahreszahlen angegeben. Die Anteile an den genannten Gesellschaften wurden für TEUR 62.857 erworben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände weisen, wie im Vorjahr, sämtliche Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 1.244 (i. Vj. TEUR 3.099) Lieferungen und Leistungen und TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) betreffen Forderungen gegen die Gesellschafterin (KYB Corporation). Es bestehen Darlehensforderungen gegenüber der KYB Suspensions Europe S.A.U. in Höhe von TEUR 3.000 (i. Vj. TEUR 3.000).

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR
1. April 2023 92.878
Dividendenzahlung aus dem Jahresüberschuss 2022/2023 entnommen -3.096
Jahresüberschuss 2023/24 1.527
31. März 2024 91.308

Im Berichtsjahr entstand ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.527.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen (TEUR 20.497) betreffen im Wesentlichen Kundenboni (TEUR 12.455), ausstehende Rechnungen (TEUR 3.719), Honorargebühren (TEUR1.455), personalbezogene Rückstellungen (TEUR 1.243), Werbekosten (TEUR 871), Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 248), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 199) sowie Lagerrücknahmeverpflichtungen (TEUR 157).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 33.000 (i. Vj. TEUR 47.600) sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 16.157 (i. Vj. TEUR 8.350) haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 42.325 (i. Vj. TEUR 34.427) sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig und betreffen mit TEUR 32.325 (i. Vj. TEUR 22.757) Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin KYB Corporation bestanden in Höhe von TEUR 16.133 (i. Vj. TEUR 10.969), davon aus Darlehensverbindlichkeit TEUR 10.000 (i. Vj. TEUR 10.000).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten:

31.03.2024
TEUR
31.03.2023
TEUR
Steuerverbindlichkeiten 419 334
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 507 544
Übrige 5.714 5.955
6.640 6.833

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind alle, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern

Die Bewertung der temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz erfolgt auf dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von rund 26,68%. Auf den Ansatz der sich rechnerisch ergebenden Steuerentlastung in Höhe von ca. TEUR 539 wurde wie im Vorjahr gemäß § 274 HGB verzichtet. Der Aktivüberhang resultiert im Wesentlichen aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für Forderungen gegen verbundene Unternehmen, der Fremdwährungsbewertung für Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Garantierückstellungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die geographische Verteilung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

2023/2024
TEUR
2022/2023
TEUR
Europa 189.891 166.707
Asien 1.594 2.220
Sonstige 2.301 9.146
193.786 178.073

Nach Tätigkeitsgebieten ergeben sich Umsätze in Höhe von TEUR 192.537 (i. Vj. TEUR 177.201) aus dem Verkauf von Kfz-Ersatzteilen, während Umsätze in Höhe von TEUR 1.249 (i. Vj. TEUR 872) aus der Weiterbelastung von Konzerndienstleistungen resultieren.

Die Umsätze aus der Weiterbelastung von Konzerndienstleistungen stammen von Service Rechnungen an KYB Japan.

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge (TEUR 2.264 i. Vj. TEUR 1.712) beinhalten im Wesentlichen Wechselkursgewinne (TEUR 1.105; i. Vj. TEUR 1.319). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 29) aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Mieten und Leasing (TEUR 9.282; i Vj. TEUR 10.322), Frachten (TEUR 6.435; i. Vj. TEUR 6.220), Werbung (TEUR 2.760; i. Vj. TEUR 2.816) und Währungskursverluste (TEUR 2.141; i. Vj. TEUR 1.075).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit TEUR 53 (i. Vj. TEUR 51) verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR 403 (i. Vj. TEUR 122) verbundene Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Apr. 2024- Mär. 2025
TEUR
Apr. 2025- Mär. 2026
TEUR
Apr. 2026- Mär. 2027
TEUR
Apr. 2027 und danach
TEUR
Gesamt
TEUR
Leasingverpflichtungen 399 273 113 30 815
Mieten 1.055 827 680 776 3.338
Total 1.454 1.099 793 806 4.153

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für die Hauptverwaltung und die weiteren Niederlassungsstandorte in Europa sowie Leasingverträge. Bei den Mietobjekten für die Betriebe ist die Anmietung einem Erwerb vorzuziehen, um im Falle der Beendigung von Leistungsverträgen einzelner Objekte nicht das Verwertungsrisiko der jeweiligen Immobilie tragen zu müssen. Ein weiterer Vorteil liegt in der geringeren Kapitalbindung. Risiken können sich aus der jeweiligen Vertragsbindung ergeben, sofern einzelne Objekte nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden könnten. Verhandlungen über eine Vertragslaufzeitverlängerung beinhalten Chancen sowie Risiken für die Preisgestaltung.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter in den Niederlassungen war während des Geschäftsjahres wie folgt:

Niederlassung/Verkaufsbüro Durchschnitt 2023/2024 31.03.2024
Deutschland 42 43
Frankreich 22 21
Großbritannien 35 35
Spanien 30 30
Navarra (Spanien) 133 133
Italien 7,5 7
Türkei 1 1
Ukraine 4 4
Rumänien 4 4
Tschechische Republik 0,5 2
Polen 8,5 8
Gesamt 287,5 288

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Geschäfte zwischen verbundenen Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers belief sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf TEUR 360 und resultiert ausschließlich aus Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführer

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses:

Fumihiko Izumi, Geschäftsführer, München

Yuto Uchida, Geschäftsführer, München

Takashi Saito, Geschäftsführer, Tokio/Japan

Kiichi Fukui, Geschäftsführer, Tokio/Japan

Yoshihisa Nambu, Geschäftsführer, Tokio/Japan

Ryuichi Kaneko, Geschäftsführer, Pardubice/Tschechische Republik

(seit dem 01. Mai 2024; Beschluss des Gesellschafters vom 25.4.2024)

Michiharu Hayashi, Geschäftsführer, Pamplona/Spanien

(seit dem 16. Mai 2024; Beschluss des Gesellschafters vom 25.4.2024)

Toshiyuki Yamada, Geschäftsführer, Pardubice/Tschechische Republik

(bis zum 30. April 2024; Beschluss des Gesellschafters vom 25.4.2024)

Kazuhiko Kanematsu, Geschäftsführer, Pamplona/Spanien

(bis zum 15. Mai 2024; Beschluss des Gesellschafters vom 25.4.2024)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 682.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine Pensionszahlungen an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung vorgenommen; Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis waren nicht erforderlich.

Konzernabschluss

Die KYB Europe GmbH wird in den nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") aufgestellten Konzernabschluss der KYB Corporation, Tokio/Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im japanischen EDINET (Electric Disclosure for Investor's NETwork) unter der Nummer E02147 veröffentlicht.

Zum 31. März 2024 wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der KYB Corporation, Tokio/Japan, einbezogen und ist somit von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 292 HGB befreit. Der Konzernabschluss der KYB Corporation, Tokio/Japan, wird nach seiner Aufstellung in englischer Sprache im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht werden.

Wesentliche Rechnungslegungsunterschiede zwischen HGB und IFRS im Konzernabschluss betreffen folgende Sachverhalte:

Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Pensionsrückstellungen werden nach unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben im Abschluss abgebildet. Ebenso bestehen unterschiedliche Darstellungen in Bezug auf die Aufwandsermittlung des Geschäftsjahres, welche auch zu Effekten in der Gewinn- und Verlustrechnung führen (z. B. "Other Comprehensive Result" oder auch die "Interest Costs").

Die Rückstellungsberechnung für drohende Verluste aus Aufträgen erfolgt unter fehlender Einbeziehung des kalkulatorischen Wagnisses, welches im Wesentlichen der Vorsorge für die Zeit der Gewährleistung entspricht. Es erfolgt keine aktivische Wertberichtigung, sondern der Verlust wird in Höhe des nicht schon realisierten Verlusts als Rückstellung erfasst.

Die Anschaffungskosten von Finanzanlagen umfassen nicht die Anschaffungsnebenkosten.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung im Rahmen der Berichterstattung erfolgt im Gegensatz zum HGB nach dem Umsatzkostenverfahren.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/24 eine Dividende in Höhe von TEUR 1.145 auszuschütten und den Gewinnvortrag von TEUR 24.868 zusammen mit dem verbleibenden Jahresüberschuss des Geschäftsjahres von TEUR 382 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine weiteren Ereignisse ergeben, die einen materiellen Einfluss auf die Vermögenswerte, das Ergebnis oder die finanzielle Situation der Gesellschaft haben.

 

Aschheim, 22. August 2024

KYB Europe GmbH

Fumihiko Izumi, Geschäftsführer

Yuto Uchida, Geschäftsführer

Takashi Saito, Geschäftsführer

Kiichi Fukui, Geschäftsführer

Yoshihisa Nambu, Geschäftsführer

Ryuichi Kaneko, Geschäftsführer

Michiharu Hayashi, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungskosten
01.04.2023
EUR
Kursdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 751.307,72 763,63 6.488,87 185.080,03 573.480,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.253.844,97 0,00 0,00 0,00 5.253.844,97
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.542.388,46 17.260,02 199.317,78 521.111,32 5.237.854,94
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 62.856.986,36 0,00 0,00 0,00 62.856.986,36
74.404.527,51 18.023,65 205.806,65 706.191,35 73.922.166,46
Abschreibungen
01.04.2023
EUR
Kursdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.03.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 706.262,34 -138,12 12.706,60 185.080,02 533.750,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 154.875,71 0,00 117.113,88 0,00 271.989,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.135.175,36 13.783,90 196.500,43 487.227,08 4.858.232,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.996.313,41 13.645,78 326.320,91 672.307,10 5.663.973,00
Buchwerte
31.03.2024
EUR
31.03.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 39.729,39 45.045,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.981.855,38 5.098.969,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.622,33 407.213,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 62.856.986,36 62.856.986,36
68.258.193,46 68.408.214,10

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KYB Europe GmbH, Aschheim

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KYB Europe GmbH, Aschheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KYB Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Der Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 62.857 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil uns aussagefähige Unterlagen für den Nachweis der zum 31. März 2024 angesetzten Buchwerte nicht zur Verfügung gestellt wurden. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen, insbesondere an der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen, der Abschreibungen auf Finanzanlagen, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.

Der Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 16. September 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Penzkofer, Wirtschaftsprüfer

Kirch, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 25. September 2024 festgestellt.

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