Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 717236
Eingetragen
27.6.2013
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Die Entwicklung, Fertigung, Handel und der Vertrieb von Hardware und Software Lösungen, sowie mobilen und energieautarken Computer-Plattformen. Des Weiteren werden auch IT Dienstleistungen und Services angeboten. Diese Lösungen und Dienstleistungen finden Anwendung in der Life Sciences Industrie - u.a. Pharma, Biotechnik, Medizintechnik und weitere vergleichbare Einsatzbereiche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Martin Dr. Printz
seit 3.4.2024
Geschäftsführer
Philipp Malte Linder
seit 17.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Karlsruhe
40.000 €
80.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Systec & Solutions GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.504,00 60.967,00
2. Geleistete Anzahlungen 3.000,00 71.827,05
119.504,00 132.794,05
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.276,67 312.072,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.376,27 5.376,27
2. Beteiligungen 251.268,25 371.268,25
256.644,52 376.644,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.805.660,82 2.341.067,22
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 216.238,59 108.256,81
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 410.733,65 598.993,60
4. Geleistete Anzahlungen 52.716,89 48.398,93
2.485.349,95 3.096.716,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.451.182,18 2.019.967,89
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 102.863,69 3.146,49
3. Sonstige Vermögensgegenstände 87.391,66 155.042,06
1.641.437,53 2.178.156,44
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.923.358,90 2.081.479,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 65.812,10 63.087,49
D. Aktive latente Steuern 36.171,90 0,00
6.955.555,57 8.240.951,29

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 3.271.668,94 2.147.773,75
III. Jahresüberschuss 1.501.954,89 2.223.895,19
4.823.623,83 4.421.668,94
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 162.768,13 603.572,79
2. Sonstige Rückstellungen 1.420.001,26 1.656.559,18
1.582.769,39 2.260.131,97
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 600.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 67.471,79 2.533,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 308.916,57 616.460,23
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.163,45 297.239,59
5. Sonstige Verbindlichkeiten 167.610,54 42.916,59
- davon aus Steuern EUR 157.266,18 (i. V. EUR 38.630,68)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 7.795,23 (i. V. EUR 3.934,11)
549.162,35 1.559.150,38
6.955.555,57 8.240.951,29

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 9.181.921,41 9.042.881,06
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.867.404,98 3.670.810,87
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 593.726,31 476.290,19
- davon für Altersversorgung EUR 27.706,15 (i. V. EUR 25.353,81)
4.461.131,29 4.147.101,06
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 204.351,41 174.588,25
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.241.942,62 1.973.017,68
2.274.496,09 2.748.174,07
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 400.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. V. EUR 400.000,00)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.280,61 8.921,00
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 120.000,00 60.000,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.147,67 10.468,63
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 667.786,14 862.090,25
- davon latenter Steuerertrag EUR 62.471,90 (i. V. latenter Steueraufwand EUR 26.300,00)
-771.653,20 -523.637,88
10. Ergebnis nach Steuern 1.502.842,89 2.224.536,19
11. Sonstige Steuern 888,00 641,00
12. Jahresüberschuss 1.501.954,89 2.223.895,19

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Systec & Solutions GmbH hat ihren Sitz in Karlsruhe und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 717236 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Von dem Wahlrecht nach § 276 S. 2 HGB, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB zu einem Posten unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammenzufassen, wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses kein Gebrauch gemacht.

Die Aufstellung der Bilanz erfolgt vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabeerleichterungen des § 288 Abs.2 HGB im Anhang in Anspruch.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zum 31. Dezember 2023 ist ein Aktivüberhang der latenten Steuern entstanden. Es wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erstmals Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern zwischen einem und drei Jahren zugrunde. Geleistete Anzahlungen auf immaterielles Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern zwischen drei und 14 Jahren zugrunde.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu Euro 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten bewertet. Zur Berücksichtigung von voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ein Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde zu Festwerten angesetzt.

Die unfertigen und die fertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten oder den niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind zu Nennwerten und ohne Umsatzsteuer angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die gesetzlichen Vertreter haben von ihrem Wahlrecht gemäß § 10 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrags, 25 % des Gewinns in die freie Rücklage einzustellen, keinen Gebrauch gemacht.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des steuerlichen Gewinns dotiert. Zum 31. Dezember 2022 enthielt der Saldo passive latente Steuern in Höhe von EUR 26.300, da die Systec & Solutions gem. § 274a Nr. 4 HGB als kleine Kapitalgesellschaft von der Anwendung des § 274 HGB über die Abgrenzung latenter Steuern befreit war.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz entsprechend ihrer Restlaufzeit abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert ohne Umsatzsteuer bilanziert.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuer-bilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in fremder Währung sind mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt unter Berücksichtigung von Verlusten und Gewinnen aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 4) dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Es besteht eine 100 %-ige Beteiligung an der Systec & Solutions ApS, Holbaek/Dänemark. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 DKR 292.113,00 und das Jahresergebnis ist negativ in Höhe von DKR 1.485.780,00.

Darüber hinaus bestehet eine Beteiligung über 25,1 % an der Bex-Solution GmbH Automatisierungstechnik, Karlsruhe. Das Eigenkaptal der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR -1.024.862,46 und die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 699.265,67 aus.

Im Berichtsjahr war eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund nachhaltiger Verluste der Beteiligungsgesellschaft erforderlich.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt unverändert EUR 13.884,07 und betrifft Kautionen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zum einen aus dem Darlehen gegen die Systec & Solutions ApS in Höhe von EUR 100.000,00 und zum anderen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. EUR 2.863,69 zusammen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vorjahr zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Finanzanlagen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Die aktiven latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 36.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 50.000,00.

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Bilanzierung aktiver latenter Steuern in Höhe von EUR 36.171,90 einer Ausschüttungssperre.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.189 (i. V. TEUR 1.551).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen zum 31. Dezember 2023 alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Zum 31. Dezember 2022 hatten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über EUR 300.000,00 eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind, wie im Vorjahr, zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sicherheiten für Verbindlichkeiten nach § 285 Nr. 1b HGB wurden von der Gesellschaft neben dem üblichen Eigentumsvorbehalt nicht gewährt.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind erhaltene, nicht rückzahlbare Aufwandszuschüsse in Höhe von EUR 65.436,00 (i. V. EUR 94.720,23) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 24.379,76 (i. V. EUR 204.665,01) enthalten.

2. sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 61.667,19 (i. V. EUR 83.936,11) enthalten.

3. Außerplanmäßige Abschreibungen

Auf Finanzanlagen wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 120.000,00 (i. V. EUR 60.000,00) vorgenommen.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen entsprechen den Verpflichtungen zum Nominalwert.

Verpflichtungen aus Fällig in 2024 Fällig in 2025-2028 Fällig nach 2028
TEUR TEUR TEUR
Miet- und Kfz-/Rad-Leasingverträgen 641 2.380 1.457

Aus dem Mietvertrag für die Gewerberäume in Karlsruhe mit einer Festlaufzeit bis zum 30. September 2030 besteht eine Verpflichtung zur Zahlung einer Mietkaution in Höhe von TEUR 111, die alternativ auch in Form einer Bankbürgschaft erbracht werden kann.

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Angestellten betrug 47. Daneben sind zwei Geschäftsführer beschäftigt.

3. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Systec & Solutions setzt sich wie folgt zusammen:

Philipp Malte Linder, technischer Geschäftsführer, Karlsruhe

Dr. Martin Printz, kaufmännischer Geschäftsführer, Ettlingen (seit 1. Februar 2024)

Andreas König, ehem. kaufmännischer Geschäftsführer, Linkenheim-Hochstetten

Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

F. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres entstanden sind, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Karlsruhe, den 22. August 2024

Systec & Solutions GmbH

Geschäftsführung

Dr. Martin Printz, Geschäftsführer

Philipp M. Linder, Geschäftsführer

Andreas König, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der Systec & Solutions GmbH, Karlsruhe, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.298,83 45.567,96 71.827,05 12.418,00 347.275,84
2. Geleistete Anzahlungen 71.827,05 3.000,00 -71.827,05 0,00 3.000,00
314.125,88 48.567,96 0,00 12.418,00 350.275,84
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 651.374,71 257.699,67 0,00 26.804,67 882.269,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.376,27 0,00 0,00 0,00 5.376,27
2. Beteiligungen 431.268,25 0,00 0,00 0,00 431.268,25
436.644,52 0,00 0,00 0,00 436.644,52
1.402.145,11 306.267,63 0,00 39.222,67 1.669.190,07
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 181.331,83 61.856,01 12.416,00 230.771,84
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
181.331,83 61.856,01 12.416,00 230.771,84
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.302,31 142.495,40 26.804,67 454.993,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 60.000,00 120.000,00 0,00 180.000,00
60.000,00 120.000,00 0,00 180.000,00
580.634,14 324.351,41 39.220,67 865.764,88
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.504,00 60.967,00
2. Geleistete Anzahlungen 3.000,00 71.827,05
119.504,00 132.794,05
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 427.276,67 312.072,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.376,27 5.376,27
2. Beteiligungen 251.268,25 371.268,25
256.644,52 376.644,52
803.425,19 821.510,97

Der Jahresabschluss der Systec & Solutions GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. September 2024 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Systec & Solutions GmbH (nachfolgend auch "Systec & Solutions" genannt) wurde 2013 gegründet und hat ihren Sitz in Karlsruhe. Daneben existiert seit Oktober 2020 eine Tochtergesellschaft in Hørsholm/Dänemark, die den regionalen Vertrieb und Service verantwortet.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Fertigung, Integration, Handel und der Vertrieb von Hardware und Software-Lösungen, sowie von mobilen und energieautarken Computer-Plattformen. Des Weiteren werden auch IT-Dienstleistungen, Projektmanagement und Services angeboten. Diese Lösungen und Dienstleistungen finden Anwendung in der internationalen Life Sciences Industrie - u. a. Pharma Industrie, Biotechnik, Medizintechnik und weiteren vergleichbaren Einsatzbereichen.

Systec & Solutions hat sich am Markt für GMP (Good Manufacturing Practise)-IT Hardware Lösungen zur Anwendung im Reinraum bzw. für den Einsatz mit hohem Hygienebedarf zu einem etablierten und zunehmend bedeutsamen Marktteilnehmer entwickelt.

Das Kerngeschäft von Systec & Solutions sind gekapselte und in Edelstahl gehauste Bediengeräte und Rechnerplattformen für den Einsatz in Reinräumen oder bei sehr hohen hygienischen Anforderungen. Sonstige OEM (Original Equipment Manufacturer)-Produkte wie Scanner, Printer und Tablets runden das Produktportfolio ab.

In enger Abstimmung mit dem Markt entwickeln wir mit einem fokussierten Entwicklerteam innovative GMP-Produkte selbst und ständig weiter, um den besonderen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden. Zum Schutz unseres geistigen Eigentums registrieren wir bestimmte Entwicklungen bei den entsprechenden Ämtern.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globalen Volkswirtschaften haben sich im Jahr 2023 trotz des Nahostkonflikts weiter solide entwickelt. Die Wachstumsraten im Jahr 2023 betrugen: Welt +3,0 %, USA +2,1 %, Euroraum +0,4 % und Deutschland -0,3 %. 1

Für die globale Geschäftsentwicklung der Systec & Solutions ist insbesondere das Investitionsverhalten der Pharma- und Biotechindustrie weisend. Investiert die Life Science Industrie in neue Werke oder Produktionsstätten und führt an den Standorten moderne Software u. a. für die papierlose Steuerung und Dokumentation der Herstellung in Reinräumen ein, verbessern sich die Absatzchancen für Systec & Solutions.

Aufgrund des speziellen Nischenmarktes für GMP-IT Hardware-Komplettlösungen, in dem die Systec & Solutions tätig ist, sind mäßig verlässliche Branchendaten aus der Marktforschung für unser Produktportfolio verfügbar. In der für uns bedeutsamsten Absatzbranche, der Life Science Industrie, ist für 2024 ff. weiterhin ein Wachstum zu erwarten, an dem wir mit unseren Produkten mittelbar partizipieren. 2 Dies betrifft insbesondere die Marktentwicklung des MES (Manufacturing Execution Systems)-Geschäfts, welches für uns den größten Absatzmarkt darstellt. Viele unserer Kunden setzten unsere Geräte in Projekten direkt oder indirekt im Zusammenhang mit MES-Systemen im Reinraum ein. Gemäß Growth Research by The Insight Partners, wächst der MES-Markt in der Life Sciences Industrie von 2023 bis 2033 durchschnittlich jährlich um 12,0 % (CAGR). 3 Dies deckt sich auch mit unseren Erfahrungen und Informationen aus internen Quellen.

2. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der Systec & Solutions war insgesamt neutral. Während der Umsatz gegenüber dem Jahresplan zurückging, konnte sich das betriebliche Ergebnis durch passende Handlungen weiterhin gut entwickeln, liegt aber unter dem Vorjahreswert. Die im Vorjahreslagebericht getroffene Prognose eines noch geringfügigen Wachstums wurde nicht erreicht.

Der Umsatz ist von TEUR 13.396 im Jahr 2022 um 4,9 % auf TEUR 12.737 im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Damit mussten wir entgegen der uns umgebenden Marktentwicklung einen Geschäftsrückgang verzeichnen, welchem mit gezielten Investitionen und organisatorischen Maßnahmen entgegengesteuert wird.

Der Umsatz im Geschäftsjahr wurde zu einem Großteil durch neue Großprojekte und Aufträge von Bestandskunden erreicht. Es konnten weitere wichtige strategische, global agierende Kunden hinzugewonnen werden.

1 Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den Jahren 2019 bis 2023 nach Wirtschaftsbereichen (WZ 2008) und nach preisbereinigten Veränderungsraten.
2 Europäische Zentralbank (2024): Projektionen des Eurosystems vom Dezember 2023.
3 Fortune Insights (2024): Markt für Life Science Analytik.

Wie bereits im Vorjahr konnte Systec & Solutions nicht in allen wichtigen Regionen wachsen. Besonders in der Nordic Region wurde die Umsatzprognose verfehlt. Der allgemeine Rückgang konnte trotz Wachstum der Überseeregionen und geringem Wachstum im europäischen Kernmarkt nicht ausgeglichen werden. Nichtsdestotrotz konnten wichtige Projekte mit einigen Bestandskunden in Europa und strategischen Kunden in Nordamerika und Großbritannien Beständigkeit in der Geschäftsentwicklung sichern.

Die globale Entwicklung der Finanzmärkte und die politischen und wirtschaftlichen Spannungen nahmen spürbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Eine Vielzahl von Projekten wurde verschoben, im Volumen reduziert oder pausiert bzw. zurückgestellt.

Einen starken wirtschaftlichen Einfluss hatten die Energiekrise und die Inflation sowie damit verbundene Preissteigerungen auf Material und Komponenten. Weiterhin wurden die Beschaffungspreise bei nahezu allen signifikanten Lieferanten erhöht, was sich besonders bei den energieintensiven Komponenten deutlich bemerkbar machte. Geeignete Maßnahmen wie Produktoptimierungen und strategischer Einkauf sowie eine engere Zusammenarbeit mit Lieferanten konnten die Preissteigerungen auf tragbarem Niveau halten. Auf Grund der Kostensteigerungen mussten wir die Preise für viele unserer Produkte erhöhen. Bisher konnten wir diese Preiserhöhungen weitgehend am Markt durchsetzen.

In der Beschaffung haben sich die Wege und Mechanismen im Vergleich zum Vorjahr normalisiert. Besondere Verzögerungen oder Lieferausfälle bei der Beschaffung wie im Jahr 2022 bestehen nicht mehr. Somit konnte im Verlauf des Jahres auch aus den Beständen produziert werden und der Lagerbestand reduziert werden.

Die Nachfrage nach Produkten für die hygienische Produktion in Reinräumen hat sich im Jahre 2023 allgemein zufriedenstellend entwickelt. Der schnell integrierbare Ansatz der Produkte erwies sich hierbei als stützend.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 beläuft sich die Zahl unserer Mitarbeiter auf 48 (i. V. 48).

Folgende unternehmensstrategische Maßnahmen, welche das Geschäftsjahr 2023 beeinflusst haben, wurden getroffen:

Teamaufbau, Investitionen in neue Mitarbeiter/innen in nahezu allen Bereichen

Investition in Marketing, Vertrieb

Optimierung der Produktionsprozesse

Umstrukturierung der gesamten Organisation

3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags- und Finanzlage der Systec & Solutions GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 bedingt zufriedenstellend entwickelt.

a) Ertragslage

Der Umsatz ist um 4,9 % auf TEUR 12.737 gesunken, die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung, andere aktivierte Eigenleistungen) liegt bei TEUR 13.100 und damit um -1,1 % unter dem Vorjahreswert.

Das Geschäftsjahr 2023 schloss die Systec & Solutions mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 2.274 (i. V. TEUR 2.748) und einem Jahresüberschuss von TEUR 1.502 (i. V. TEUR 2.224) ab. Damit war ein Gewinnrückgang von 32,5 % zu verzeichnen.

Durch konsequente Optimierung in Fertigung und Einkauf sowie die Verwendung des aufgebauten Materialbestandes ist die Materialeinsatzquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) von 34,4 % auf 31,4 % gesunken. Der betriebliche Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % auf TEUR 8.986 (i. V. TEUR 8.689). Durch den deutlichen Umsatzrückgang konnte vor allem wegen der gesunkenen Materialintensität ein etwas positiverer Rohertrag erzielt werden.

Der Personalaufwand betrug im Jahr 2023 TEUR 4.461 und erhöhte sich damit um 7,6 %. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Investition in das Team und neue Mitarbeiter sowie erfolgsabhängige Vergütungen begründet. Der Personalaufwand stieg im Verhältnis zur Gesamtleistung auf eine Quote von 34,1 % (i. V. 31,3 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 269 bzw. 13,6 % auf TEUR 2.242 angestiegen. Maßgeblich einflussnehmend waren hierbei die Rechts- und Beratungskosten wie auch die Aufwendungen für Gewährleistungen. Durch den Umsatzeinbruch bei unserer dänischen Vertriebstochter sanken die Verkaufsprovisionen in Höhe von TEUR 298 (i. V. TEUR 528) erneut signifikant.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind v. a. durch geringere Gewinne aus der Währungsumrechnung sowie geringere Zuschüsse um TEUR 158 auf TEUR 196 gesunken.

Das Jahresergebnis 2023 ist durch eine erneute außerplanmäßige Abschreibung auf eine Unternehmensbeteiligung mit TEUR 120 belastet.

Der Anstieg der Steuerquote (Ertragsteuern / Ergebnis vor Steuern) auf 30,8 % (i. V. 27,9 %) ist maßgeblich durch das Ausbleiben steuerbegünstigter Beteiligungserträge begründet.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Gesamtvermögen zum 31. Dezember 2023 von TEUR 6.956 ist zu 69,4 % durch Eigenkapital und im Übrigen durch Fremdkapital finanziert. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Kreditlinien bei Banken, um etwaigen kurzfristigen Kapitalbedarf zu decken. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Ausschüttungen an die Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.100 vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden hauptsächlich Investitionen in das Anlagevermögen im Bereich immaterieller Vermögensgegenstände und Sachanlagen getätigt. Gleichzeitig ist das Anlagevermögen, beeinflusst durch die Abschreibung von Finanzanlagen, um TEUR 19 auf TEUR 803 gesunken. Die Finanzierung erfolgte aus dem laufenden Cashflow ohne Fremdfinanzierung.

Liquidität

Kapitalflussrechnung (verkürzt)

Finanzmittelfonds am 1.1.2023 2.081 TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.767 TEUR
Cashflow aus Investitionstätigkeit -285 TEUR
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.640 TEUR
Finanzmittelfonds am 31.12.2023 1.923 TEUR

Der Finanzmittelfonds am 31. Dezember 2023 setzt sich zusammen aus einem Guthaben bei Kreditinstituten i. H. v. TEUR 1.455 sowie einer Finanzmittelanlage zur kurzfristigen Disposition in Höhe von TEUR 468.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist wesentlich durch den Jahresüberschuss von TEUR 1.502 geprägt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet die getätigten Investitionen ins Anlagevermögen von TEUR -306 sowie erhaltene Zinsen von TEUR 21. In dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist die Gewinnausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.100 sowie die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 600 enthalten.

Das Working Capital, welche sich aus dem Gesamtbetrag des Umlaufvermögens abzüglich der kurzfristigen Rückstellungen und der Verbindlichkeiten ergibt, ist positiv und beträgt am 31.12.2023 TEUR 3.931.

Die Systec & Solutions war und ist in der Lage, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit pünktlich nachzukommen und hat die Flexibilität, Zahlungsziele zugunsten reduzierter Preise zu verkürzen und Preisnachlässe auf die Rechnungsbeträge bei früherer Zahlung (Skonto) auszunutzen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme von Systec & Solutions GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.956. Sie ist gegenüber dem Vorjahr 2022 (TEUR 8.241) um 15,6 % gesunken.

Das Eigenkapital hat sich um das Jahresergebnis 2023 i. H. v. TEUR 1.502 abzüglich der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Gewinnausschüttung i. H. v. TEUR 1.100 um TEUR 402 auf TEUR 4.824 erhöht. Dadurch stieg die Eigenkapitalquote auf 69,4 % (i. V. 53,7 %).

Das Anlagevermögen ist um TEUR 19 auf TEUR 803 gesunken. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind von TEUR 133 auf TEUR 120 gesunken. Die Sachanlagen erhöhten sich um TEUR 115 auf TEUR 427. Die Finanzanlagen sind von TEUR 377 auf TEUR 257 gesunken. Gestützt durch das externe Unternehmenswertgutachten zum 31. Dezember 2022 nach IDW S1 i.d.F. 2008, begleitet durch die Geschehnisse im Geschäftsverlauf 2023, haben wir im Jahresabschluss 2023 abermals eine außerplanmäßige Abschreibung wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung von TEUR 120 vorgenommen.

Die Vorräte sind zurückgegangen. Sie betrugen TEUR 2.485 (i. V. TEUR 3.097). Der Rückgang ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Bestände auf ein passenderes Niveau reduziert wurden, was mit Entspannung der Lieferkettenprobleme angebracht ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 537 auf TEUR 1.641 gesunken, was dem Rückgang des Geschäftes geschuldet ist.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind um TEUR 158 auf TEUR 1.923 (i. V. TEUR 2.081) gesunken.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 163 beinhalten die voraussichtlich noch zu entrichtenden Ertragsteuern für die Jahre 2022 und 2023.

Die sonstigen Rückstellungen sanken von TEUR 1.657 auf insgesamt TEUR 1.420 insbesondere durch geringere Rückstellungen für ziel- und gewinnabhängige Personalkosten aufgrund des gesunkenen Jahresergebnisses.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten um TEUR 1.010 auf TEUR 549 ist stichtagsbedingt und insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 308 und die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -600) begründet.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, das Jahresergebnis sowie die Beteiligungserträge.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Die aktuelle Situation und Krise durch den Krieg in der Ukraine und die hohe Inflation und die damit verbundenen Kostensteigerungen erschweren die Planung. Die Auswirkungen sind weiterhin in Gänze kaum absehbar. Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussende Entwicklungen und Risiken erschweren jede Prognose. Wie der Krieg sich in der Ukraine entwickeln wird und welche weiteren Folgen dies für die Welt haben wird, ist schwer prognostizierbar.

Die Konjunkturaussichten für 2024 sind gedämpft. Für Deutschland wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % erwartet, wohingegen für die Europäische Union ein Zuwachs von 0,9 % und für die Weltwirtschaft von 2,5 % prognostiziert wird.

Aufgrund der schwierigen Prognose hinsichtlich der konjunkturellen und wirtschaftlichen, globalen Entwicklung sind wir vorsichtig, aber optimistischer als im Vorjahr. Durch einen normalisierten Auftragseingang im Jahr 2023 sowie das darauf basierende Backlog ist ein stabiler Start in das Jahr 2024 gewährt. Darüber hinaus ist die Exportquote von ca. 75,0 % positiv zu bewerten, da ausländische Märkte gegenüber Deutschland ein stärkeres Wachstum prognostizieren. Dennoch stellen wir fest, dass der Auftragseingang im Jahre 2024 bisher nicht korrigierend wirkt, obgleich das akute Investitionsverhalten bei unseren Kunden stabiler scheint. Ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich für 2024 ist erreichbar aufgrund des Investitionsverhaltens als auch der positiven Entwicklung der Kundenanfragen. Insbesondere die Neuausrichtung im Management, fokussierte Expansionen und internationale Investitionen sowie die strategische Schärfung des Leistungsportfolios unterstützen das Geschäft. Da das Unternehmen in allen Bereichen investiert, und vor allem die Investition in Personal und globale Expansion wesentliche Höhen annimmt, planen wir mit einem deutlich niedrigeren Jahresüberschuss vor Beteiligungserträgen als im Jahre 2023.

Durch eine Restrukturierung der Tochtergesellschaft Systec & Solutions ApS werden eine sich stabilisierende Geschäftslage und ein Wachstum von 80,0 % erwartet. Aufgrund der vergangenen schlechten Jahre erwarten wir trotz dieser Prognose nur geringe Beteiligungserträge in der Gewinn- und Verlustrechnung 2024.

2. Risikobericht

Risikomanagement

Die Systec & Solutions ist als international tätiges Unternehmen im Rahmen ihrer geschäftlichen Aktivitäten verschiedenen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Die Überwachung der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts erfolgt durch ein zeitnahes Controlling- und Berichtssystem, das sicherstellt, dass der Unternehmensführung alle relevanten Informationen vorliegen, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können.

Darüber hinaus sind in den Prozessabläufen der zentralen betrieblichen Funktionen Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen integriert, welche wesentlichen Geschäftsrisiken vorbeugen. Zentrale Elemente sind dabei das ERP- und das Finanzbuchführungssystem sowie das Qualitätsmanagement-Handbuch, welches stetig weiterentwickelt wird.

Agilität und schnelle Problemlösung sind ebenso Teil des Risikomanagements, wie dezidierte Prozesse und Abläufe, die sicherstellen, dass Risiken minimiert werden.

Nachfolgend sind die wesentlichen Risikofelder beschrieben, die sowohl die Geschäftsentwicklung als auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können. Dies sind nicht die einzigen Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die jetzt noch als weniger signifikant erachtet werden, können sich bei veränderter Sachlage gegebenenfalls nachteilig auf das Unternehmen auswirken.

Wirtschaftliche Risiken

Unsicherheiten entstehen aus:

Konjunkturelle Entwicklung: Die Pandemie und der Nahostkonflikt haben zu politischer Instabilität und Unsicherheit geführt, die sich weiter negativ auf die Konjunktur auswirken können.

Preisentwicklung der Energiemärkte und Inflation: Die gestiegenen Energiepreise und die Inflation können zu höheren Kosten und Preisdruck führen.

Lieferkettenrisiken und Einfluss politischer Instabilitäten: Verschlechterungen in den Lieferketten, insbesondere in Asien, können zu Verzögerungen und Engpässen führen. Der Konflikt zwischen China und Taiwan kann zu weiteren Lieferkettenrisiken führen.

Investitionstopps oder Kürzungen: Die gestiegenen Preise und die Unsicherheit können zu Investitionstopps oder Kürzungen führen.

Wettbewerbssituation: Neue Wettbewerber und/oder neue Produkte der Wettbewerber können die Wettbewerbssituation verschärfen.

Rechtliche Rahmenbedingungen: Änderungen an GMP- und technische Anforderungen für Industrie PCs und Bediengeräte für den Einsatz in Reinräumen können zu neuen Herausforderungen führen.

Internationale Marktentwicklung und Nachfrage unserer Produkte: Veränderungen in der internationalen Marktentwicklung und Nachfrage unserer Produkte können sich auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Klimawandel und nachhaltige Klimaschutzmaßnahmen: Langfristige Risiken durch den Klimawandel und die Notwendigkeit nachhaltiger Klimaschutzmaßnahmen.

Cybervorfälle und Betriebsunterbrechungen: Risiken durch Cybervorfälle und Betriebsunterbrechungen, die zu Unternehmensinsolvenzen und Arbeitslosigkeit führen können.

Personal und Fachkräftemangel: Risiken durch den Fachkräftemangel und die Beeinträchtigung der Angebotsseite.

Rechtliche Risiken

Aus derzeitiger Sicht bestehen keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken.

Sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das größte Risiko ist inzwischen der Nahostkonflikt und dessen Auswirkungen auf die Konjunktur, Lieferketten, Energiepreise und die globale Sicherheit. In unsicheren Märkten besteht besonders die Gefahr, dass CAPEX Projekte on hold gehen oder gänzlich gestrichen werden.

Beschaffung

Auf Grund der konjunkturellen Entwicklung und der Lieferkettenrisiken kann insbesondere die Verfügbarkeit von notwendigen Teilen und Vorprodukten zum Erstellen der Produkte und Lösungen eingeschränkt sein oder diese wesentlich verteuern. Demzufolge können Lieferzeiten weiter ansteigen oder bestimmte Produkte nicht fertiggestellt und ausgeliefert werden. Es besteht das Risiko, dass Produkte nicht wie geplant in der Menge abgesetzt werden können.

Wie bereits im Jahr 2022 wurden im Jahre 2023 passende Maßnahmen ergriffen, um Kosten möglichst konstant zu halten und Kostensteigerungen zu minimieren, die Lieferketten möglichst stabil zu halten und die Auswirkungen auf die Lieferfähigkeit weitgehend zu reduzieren. Der Materialaufwand konnte mit Hilfe geeigneter Maßnahmen im Einkauf und in der Entwicklung weiter optimiert werden. Viele Elektronikkomponenten, Displays und andere Bauteile werden in US-Dollar gehandelt. Um Währungsschwankungen besser auszugleichen, handelt Systec & Solutions diverse Produkte direkt über ein US-Dollar-Konto.

Personal

Die erfolgreiche Unternehmensfortführung wird vom Erhalt und der Neueinstellung von qualifizierten und motivierten Mitarbeitern/innen beeinflusst. Ein motiviertes und gut ausgebildetes Team sichert die Entwicklung innovativer und qualitativ guter Produkte, den erfolgreichen Absatz unserer Produkte bei Bestands- und Neukunden und ermöglicht qualifizierte Service- und Supportleistungen. Durch zahlreiche Maßnahmen und innerbetriebliche Angebote wird ein attraktives Umfeld geschaffen, um die besten Mitarbeiter zu finden und zu binden. Allerdings wird zunehmend festgestellt, dass es immer schwieriger, kostspieliger und zeitaufwendiger wird geeignete Mitarbeiter/innen zu finden. Teilweise sind notwendige Mitarbeiter/innen am Markt nicht verfügbar.

Finanzierung

Durch entsprechende Rahmenvereinbarungen mit den beiden Hausbanken steht derzeit genügend kurzfristige Liquidität zur Verfügung. Durch die Inflation sind die Zinsen für Kredite angestiegen. Die Kosten für die Finanzierung werden daher zukünftig steigen.

Beteiligungen

Die im Januar 2022 eingegangene Unternehmensbeteiligung erfüllt die Erwartungen noch immer nicht und erreicht den zugrundeliegenden Plan nicht. Es besteht das Risiko, dass die getroffenen Annahmen und Prognosen, welche der Investition und der Beteiligungsbewertung zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt wurden, in der Zukunft noch immer nicht vollumfänglich eintreten und infolgedessen im Jahresabschluss eine weitere Abwertung des Beteiligungsbuchwerts vorgenommen werden muss, die der Höhe nach eine wesentliche Auswirkung auf das Jahresergebnis haben kann.

Zusammenfassend bestehen signifikante Unsicherheiten insbesondere konjunkturell durch die Folgen der Pandemie und des Ukraine Krieges, die schwer prognostizierbar sind.

Weitere sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder Risiken, die einzeln oder insgesamt den Bestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind derzeit nicht zu erkennen.

3. Chancenbericht

Trotz der globalen Unsicherheiten und geopolitischer Konflikte ergeben sich für die Systec & Solutions Chancen in der aktuellen Marktsituation. Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt und wird auch in Zukunft von der wachsenden Nachfrage nach innovativen Lösungen in der Pharmazie und Life-Science-Branche profitieren. Insbesondere die stetige Digitalisierung der Produktionsprozesse bei Kunden unterstützt den Absatz der angebotenen Leistungen.

Zu den Kunden der Systec & Solutions zählen nahezu alle der größten weltweit tätigen pharmazeutischen Unternehmen. Die installierte Basis wächst kontinuierlich weiter, so dass Folgegeschäfte durch Ersatz- und Zusatzbestellungen, Reparaturen und Services steigen und das Basisgeschäft anteilig wachsen wird.

Ein Investitionsrückstand der vergangenen Jahre und mangelnder internationaler Erfolg hat zu einem Rückgang des Geschäftes geführt und somit eine gezielte Maßnahmenreihe beflügelt. Für das Jahr 2024 wird ein verhalten optimistisches Wachstum erwartet, basierend auf der aktuellen Auftragslage, den bekannten Großprojekten und der kontinuierlichen Ausweitung der installierten Basis. Der Abwärtstrend des Vorjahres soll durch Investition und strategische Neuausrichtung gefördert werden.

Die Internationalisierung wird stark vorangetrieben, um neue geografische Absatzmärkte zu erschließen und auszubauen. Die Zusammenarbeit mit internationalen Vertriebspartnern wird intensiviert, um die Großkundenkundenbetreuung zu verbessern und das Basisgeschäft zu stärken.

Um die Innovationsstellung unserer Produkte zu sichern, werden stetig innovative Ansätze in der Entwicklung beachtet und umgesetzt. Die Produktpalette wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den Vorsprung zu unseren Marktbegleitern zu halten. Insbesondere synergetische Innovationen sollen zur förderlichen Entwicklung und einem besseren Marktzugang beitragen.

 

Karlsruhe, den 22. August 2024

Systec & Solutions GmbH

Geschäftsführung

Dr. Martin Printz, Geschäftsführer

Philipp M. Linder, Geschäftsführer

Andreas König, Geschäftsführer

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss werden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 347 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Systec & Solutions GmbH, Karlsruhe,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Systec & Solutions GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Systec & Solutions GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, 22. August 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christiane Keßler, Wirtschaftsprüferin

Carmen Witte, Wirtschaftsprüferin

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