WALDNER Finance SE & Co. KG
Selbe AdresseKreditinstitute des Sparkassensektors
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Bieg seit 12.7.2024 | Vorstandsmitglied |
Wolfgang Sailer seit 10.3.2022 | Prokura |
Stephan Schaale seit 15.11.2021 | Vorstandsmitglied |
Jochen Früh seit 15.11.2021 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WALDNER SEWangen im AllgäuKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024Konzern-Lagebericht1. GRUNDLAGE DES UNTERNEHMENS Wir entwickeln innovative und führende Lösungen für unsere Kunden weltweit, die oft maßgeschneidert sind. WALDNER-Produkte erfüllen dabei regelmäßig neue Anforderungen - mehr Ergonomie, mehr Nutzerkomfort, mehr Interaktion und mehr Sicherheit. 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die WALDNER-Gruppe besteht seit über 115 Jahren. Unsere Wurzeln liegen im Bereich der Milchwirtschaft. Unsere Zentrale ist in Wangen im Allgäu. Es gibt vier operative Geschäftsbereiche: Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen, Process- & Automation Solutions, Laborraumlösungen und Schuleinrichtungen. Unser Geschäftsbereich Laborraumlösungen arbeitet weltweit für Kunden aus der Pharma-, Chemie- und petrochemischen Industrie sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen. Mit Tochtergesellschaften sind wir in China, England, Frankreich, Indien, Italien, Spanien, USA, Singapur, Schweiz, Australien und den Niederlanden vertreten. Daneben sind wir mit Büros in wichtigen Märkten präsent. Ein großer Schwerpunkt sind moderne, flexible Laborraumlösungen, hier setzen wir mit WALDNER "DIMENSIONS" Maßstäbe für individuell geplante, wandelbare 'all in one'- Raumkonzepte. Wir verstehen uns als Systemanbieter und stellen unseren Kunden Planungskompetenz zur Verfügung. So können wir im Zusammenspiel mit unseren Kunden individuelle Lösungen für die technische Gesamtplanung mit Spezialisierung in Labor-, Medizin- und Medientechnik anbieten. Der Geschäftsbereich Schuleinrichtungen entwickelt inspirierende Lösungen für naturwissenschaftliche Fachräume, fächerübergreifende MINT-Lernlandschaften sowie Raumkonzepte und Medienversorgungssysteme für forschendes Lernen. Neben dem Unternehmenssitz in Öhringen unterhalten wir eine Produktionsgesellschaft in Ungarn. Wegen ihrer Nähe zu den internationalen Märkten engagieren sich auch unsere Auslandsgesellschaften für den Geschäftsbereich Schuleinrichtungen. Unser Geschäftsbereich Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen konzipiert, plant, produziert und vertreibt Verpackungsmaschinen für Lebensmittel- und Tiernahrungshersteller - den WALDNER Dosomat. Abfüllmaschinen von WALDNER werden bis ins kleinste Detail auf Füllstoff und Behältnis abgestimmt und mit modernster Abfüll- und Steuerungstechnik ausgestattet, sodass ein effizientes und präzises Abfüllen möglich ist, stets unter Einhaltung höchster Hygienestandards. Sie können auf nahezu jede kundenspezifische Anforderung angepasst werden. Ebenfalls innerhalb dieses Geschäftsbereichs bietet die Wassertechnik Produkte an, die Flüssigkeiten hygienisch sowie ökonomisch entsorgen. Krankenhäuser und Großküchen schätzen dabei unser Know-how ebenso wie Kunden aus der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Der Geschäftsbereich Process- & Automation Solutions beschäftigt sich mit der Entwicklung, Planung und dem Verkauf von Prozessanlagen und Automationslösungen, Koch- und Trocknungsanlagen, Isolatoren und Containment-Systeme für die Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Zu diesem Geschäftsbereich gehört auch unser Leistungsspektrum bei Hard- und Softwarelösungen für komplette Automatisierungssysteme, vor allem für die Pharma- und Life Science-Industrie. Auf bestmöglichen Service für unsere Kunden legen wir in allen Geschäftsbereichen größten Wert. Wir haben leistungsstarke Teams vor Ort, die vor allem im Bereich Laboreinrichtungen unter dem Dach des 'Global Customer Service' gebündelt sind. 1.2 Einheitliche Organisation Unter der Leitlinie "ONE WALDNER" haben wir die Einzelgesellschaften in eine aufeinander abgestimmte Organisation überführt. Unsere vier Geschäftsfelder agieren rechtsformübergreifend. Durch deren Zusammenwirken stärken wir rollenbasierte Führungsprinzipien und fördern so ein leistungs- und kompetenzbasiertes, agiles Zusammenarbeiten sowie die Attraktivität von WALDNER als Arbeitgeber. Die WALDNER Holding SE & Co. KG führt die Gruppe und nimmt unternehmensübergreifende Zentralfunktionen wahr, vor allem in den Bereichen Informationstechnologie, Datamanagement, Personal, Facility Management, Legal, Compliance, Zoll-/ Export, Finanzen und Controlling sowie Marketing. 1.3 Forschung und Entwicklung Im Rahmen einer intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ergänzt und erweitert die WALDNER Gruppe ihr Produktportfolio regelmäßig. Der Fokus liegt hierbei auf dem Ausbau unserer Kernkompetenzen und der Erhöhung des Kundennutzens. Wir setzen auf Knowhow und Innovationskraft unserer Ingenieure. Wesentliche Teile unseres technischen Produktportfolios sind jüngeren Datums. Die entscheidenden Treiber unserer Innovationskraft sind unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Aufwendungen der WALDNER-Gruppe für Forschung und Entwicklung bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Gruppenweit wird dies durch einen jährlichen Innovationswettbewerb mit Förderung der insgesamt besten Ideen vorangetrieben. 2 WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft kommt auch in 2024 kaum in Schwung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist in seinen Erwartungen an das deutsche Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr noch verhalten optimistisch: er sieht hier eine Stagnation mit einem Wachstum von null Prozent voraus. Seine Prognose für das kommende Jahr hat er im Vergleich zur vergangenen Prognose herabgesenkt: 2025 werde die deutsche Wirtschaft nur um 0,8 Prozent wachsen, zuvor war er noch von einem Wachstum von 1,3 Prozent ausgegangen. Zu einer umgekehrten Einschätzung kommt die deutsche Bundesregierung, die davon ausgeht, dass die deutsche Wirtschaft 2024 um 0,2 Prozent schrumpft, im kommenden Jahr jedoch derzeit mit einem Wachstum von 1,1 Prozent rechnet. Als Ursache der schlechten Entwicklung benennt der IWF unter anderem den Fachkräftemangel, aber auch einen schwachen Binnenkonsum. Zudem werde Deutschland durch die Haushaltskonsolidierung und einen starken Rückgang der Immobilienpreise belastet. Verglichen mit anderen großen EU-Ländern hat Deutschland damit nach IWF-Erwartung den schlechtesten Wert: Italiens Wirtschaft soll demnach um 0,7, Frankreichs um 1,1 und Spaniens um 2,9 Prozent wachsen. Für die Eurozone erwartet der IWF ebenfalls nur schwache Werte mit 0,8 Prozent Wachstum in diesem und 1,2 Prozent Wachstum im kommenden Jahr. Die Weltwirtschaft soll in beiden Jahren um jeweils 3,2 Prozent wachsen und damit einen Zehntelprozentpunkt weniger als 2023. Das stärkste Wachstum unter größeren Ländern erwartet der IWF in diesem Jahr in Indien und China mit 7,0 beziehungsweise 4,8 Prozent. Für die US-Wirtschaft erwartet der IWF eine leichte Verschlechterung von 2,9 Prozent (2023) auf 2,8 Prozent in diesem und 2,2 Prozent im kommenden Jahr. Hintergrund der aktuellen Prognose sind die zahlreichen geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken, die zu wachsender Unsicherheit im Hinblick auf die Weltwirtschaft führen. Die Volkswirte des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) haben im September ihre Produktionsprognose für den Maschinenbau am Standort Deutschland für das Jahr 2024 angepasst. Sie wurde von -4 Prozent auf -8 Prozent reduziert. Dieser Schritt war notwendig, da die Erwartungen an die Entwicklung im laufenden Jahr bislang deutlich verfehlt wurden. Auch in vielen anderen Ländern verlief die Entwicklung bisher schlechter als erwartet. Daher gehen die VDMA-Volkswirte nun davon aus, dass der weltweite Maschinenumsatz im Jahr 2024 preisbereinigt um 2 Prozent schrumpfen wird. Im kommenden Jahr dürfte sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte bessern und eine leicht positive Entwicklung erreicht werden. Die Weltwirtschaft ist geprägt von Verunsicherung, Kriegen und Handelsdisputen. In Europa ist der künftige wirtschaftspolitische Kurs sowohl der EU als auch vieler Mitgliedsstaaten nach den jüngsten Wahlen unklar. Das gilt nicht minder für Deutschland. Zudem hält sich die Inflation in einigen Ländern hartnäckiger als erwartet, mit der Folge, dass Zinssenkungen auf wichtigen Märkten wie den USA oder in der EU langsamer als erwartet erfolgen. In den USA, dem wichtigsten Exportmarkt der deutschen Maschinenbauindustrie, deutet sich eine Schwächeperiode an, in der China aus anderen Gründen bereits seit längerem steckt. Im ersten Halbjahr 2024 sanken die Maschinenexporte aus Deutschland denn auch um nominal 4,8 Prozent auf 100,6 Milliarden Euro. "Dem Verarbeitenden Gewerbe gehen die Aufträge aus.", so fasst der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) in seinem Quartalsbericht QIII/2024 die Situation im produzierenden Gewerbe in Deutschland zusammen. Hierbei sinken Auftragsbestands-Reichweiten und Auslastungen z.T. deutlich. Der deutsche Außenhandel hat sich noch nicht von dem schwachen Ergebnis aus dem Jahr 2023 erholt. Der BDI rechne für das gesamte Jahr 2024 mit einem Rückgang der Exporte von Waren und Dienstleistungen um 0,5 Prozent. Bei den Importen erwarten wir einen Rückgang um 1,5 Prozent. Gleichzeitig bleibt der private Konsum, trotz gestiegener Kaufkraft, weiterhin schwach. Der ifo Geschäftsklimaindex hingegen stieg im Oktober auf 86,5 Punkte, nach 85,4 Punkten im September. Das ist der erste Anstieg nach vier Rückgängen in Folge. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Auch die Erwartungen hellten sich auf, bleiben aber von Skepsis geprägt. Die deutsche Wirtschaft konnte den Sinkflug vorerst stoppen. Nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes (Destatis) stagniert im Oktober 2024 die Beschäftigung in Deutschland auf Vorjahresniveau (46,1 Mio. Beschäftigte). Das schwache Wirtschaftswachstum zeigt sich auch in der Abwärtsanpassung der zu erwartenden Steuereinnahmen. Den Ergebnissen der 167. Steuerschätzung zufolge entwickeln sich die Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen schlechter als noch in der Mai-Schätzung erwartet. Die Steuereinnahmen liegen für die Jahre 2024 bis 2028 um rund 11,6 Mrd. Euro niedriger als prognostiziert. Daher ist auch aus fiskalischer Sicht grundsätzlich nicht mit einem deutlichen positiven Wirtschaftsimpuls zu rechnen. Es bleibt dabei, dass die Gesamtheit der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten und die hohe Zahl ungelöster aktueller Krisen für unsere Entwicklung Risiken birgt. Entscheidungshorizonte bleiben verkürzt, was in unseren auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit angewiesenen Branchen grundsätzlich keine günstigen Parameter sind. Belastend wirkt weiterhin der Mangel an Facharbeitern sowie die allgemein deutlich steigenden Lohn- und Gehaltsniveaus im qualifizierten Bereich. Gerade aufgrund der wahrnehmbaren Konjunkturschwäche registrieren wir jedoch allgemeinwirtschaftlich positive Impulse. So verzeichnen wir allgemein wieder deutlich mehr Bewerbungen und auch in Mangelberufen, in denen seit Jahren kaum qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden waren, wieder erste Besetzungen. Lieferantenseitig konnten nach Jahren teilweise massiver Kostensteigerungen erste Kostensenkungen erzielt werden. In unseren Absatzbranchen nehmen wir unverändert ein positives Bild wahr. Während wir im Bereich Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen weiterhin von dem während der Corona-Phase nochmals verstärkten Trend zur heimischen Tierhaltung profitieren, ist der Trend zu Investitionen in Bildung und Forschung im In- und Ausland ungebrochen. Hier spielt auch die Integration der Zugewanderten in unser Bildungssystem eine zunehmend wichtige und stabilisierende Rolle. Hiervon profitieren unsere Geschäftsbereiche Laborraumlösungen und Schuleinrichtungen. Process- & Automation Solutions schließlich liegen im Trend zur Stärkung der heimischen Pharmaindustrie, die im Gegensatz zur Chemieindustrie bisher von den Folgen steigender Energiekosten kaum getroffen ist. Zusätzlich verzeichnen wir eine starke Nachfrage nach Automationslösungen. Bei den 17 Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung der Menschen deckt die WALDNER Unternehmensgruppe mit ihren Produkten drei der TOP 4 ab: - Keine Armut- Kein Hunger- Gesundheit und Wohlergehen sowie- hochwertige Bildung. Wir hoffen, von der weiterhin positiven Entwicklung auch in den nächsten Jahren zu profitieren. Zusammenfassend sind wir insgesamt zufrieden und weiterhin zuversichtlich, vor allem aufgrund der branchenspezifisch positiven Rahmenbedingungen in der Versorgung mit Lebensmitteln und der Forschung, Entwicklung und Herstellung von Medikamenten. Bildung hat maßgebliche Bedeutung zur Förderung von Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt und Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Zusätzlich ist Bildung ein wesentlicher Schlüssel zur Integration einerseits, Förderung von Forschung und Innovation andererseits. Spitzenbildung wird im internationalen Wettbewerb immer wichtiger und auch wird in Deutschland zunehmend akzeptiert. Trotz der erwarteten Eintrübung der finanziellen Rahmenbedingungen der öffentlichen Haushalte gehen wir daher davon aus, dass sich der Megatrend 'Bildung' vor diesem Hintergrund auch bei absehbar reduzierten Spielräumen der öffentlichen Haushalte weiterhin positiv entwickelt. 2.2 Langfristige Auftragsfertigung, projektbezogene Vorratsbestände Unser Geschäft ist in allen Bereichen geprägt von den Besonderheiten langfristiger Auftragsfertigung. Im Geschäftsbereich Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen liegen unsere Stärken bei großen Maschinen für technisch hochspezialisierte und anspruchsvolle Anwendungen. Bei Laborraumlösungen sind wir ebenfalls als erstklassiger Partner für technisch komplexe Projekte positioniert. In den letzten Jahren ist der Anteil von Großprojekten kontinuierlich angestiegen, weil wir in diesem Marktsegment unsere technologischen Stärken zur Geltung bringen können. Wir bilanzieren nach der Completed-Contract-Methode des HGB. Umsatzerlöse werden erst realisiert, wenn das Gesamterfüllungsrisiko auf unsere Kunden übergegangen ist. Vor dem Gefahrübergang bilanzieren wir unfertige Erzeugnisse zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Durch die bei technologisch anspruchsvollen, hochwertigen Projekten längeren Projektlaufzeiten sind unsere Bestände an unfertigen Erzeugnissen in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Große Teile der Bestände sind projektindividuell hergestellt oder angeschafft und durch Kundenanzahlungen finanziert. Dies zeigt die nachfolgende Übersicht über die unfertigen Erzeugnisse:
Der Anstieg der Abschläge auf unfertige Erzeugnisse resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Auftragsbestand. Die Vorratsbewertung ist weiterhin konservativ. Neben den dargestellten Abschlägen auf unfertige Erzeugnisse enthält unsere Vorratsbewertung weitere Abschläge auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von T€ 5.775 (Vorjahr T€ 4.717). 2.3 Geschäftsverlauf Mit einem Auftragseingang in Höhe von 375,1 Mio. € konnte die Gesamtjahresplanung (320,0 Mio. €) deutlich (+17,2 Prozent) überschritten werden. Unser Auftragsbestand liegt mit 431,5 Mio. € über dem Vorjahresniveau (+7,0 Prozent). Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir in allen vier Geschäftsbereichen erfreuliche Auftragseingänge erzielt. Dies ist vor dem Hintergrund der adversen Rahmenbedingungen mit konjunktureller Schwäche, leistungshemmendem Fachkräftemangel und hohen politischen Unsicherheiten bemerkenswert. Die Geschäftsbereiche Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen und Process- & Automation Solutions verzeichneten bei einem jeweils sehr guten Auftragseingang eine verbesserte Ertragskraft. Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Schuleinrichtungen hat sich stabilisiert. In Summe hat dies zu einem sehr guten Geschäftsverlauf über dem Niveau der Planung geführt. Das Ergebnis lag daher ebenfalls deutlich über dem Plan. Die Auftragseingänge bilden eine gute wirtschaftliche Basis für das laufende Geschäftsjahr. Auch der Geschäftsbereich Laborraumlösungen hat sich im zurückliegenden Geschäftsjahr über dem Niveau der Planung erfolgreich gegen die adversen Rahmenbedingungen gestemmt. Das Marktumfeld ist weiterhin anspruchsvoll, jedoch ist die Steigerung der Investitionen im medizinischen Bereich weiterhin spürbar. In der Folge der konjunkturellen Schwäche bemerken wir in einzelnen Ausschreibungen zunehmend branchenfremden Wettbewerb. Die Maßnahmen der Ertragssteigerung wurden abgeschlossen. Vor allem das margenorientierte Management hat sich bewährt und aufgrund wesentlicher Einflüsse bei der Bearbeitung eines Großprojektes als bedeutend für die Leistungsentwicklung erwiesen. Wir führen dieses konsequent fort. Die Abwicklungsprozesse wurden weiterhin optimiert - dies mit entsprechenden Effekten auf den Materialaufwand und vor allem die Strukturkosten. Primär auf Basis des deutlich verbesserten Auftragsmixes und -durchlaufs konnte das Ergebnis des Geschäftsbereichs signifikant erhöht werden. Im Jahresdurchschnitt konnten wir eine insgesamt stabile Beschäftigungssituation halten. Der Umsatz der Gruppe konnte um rd. 23,0 Mio. € auf 347,0 Mio. € gesteigert werden. Auch das Rohergebnis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 35,1 Mio. € auf 249,7 Mio. € erhöht werden. Die bei uns projektbedingt schwankende Materialaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, ist von 36,2 Prozent auf 30,6 Prozent gesunken. Der Personalaufwand ist um 11,5 Mio. € von 111,1 Mio. € auf 122,6 Mio. € gestiegen. Das Betriebsergebnis hat sich auf 21,0 Mio. € erhöht. Die Gesamtkostenentwicklung liegt auf dem Niveau der Planung für das Berichtsjahr. Das Finanzergebnis liegt mit -1,5 Mio. € ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres (-1,5 Mio. €). Insgesamt konnte so auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 19,5 Mio. € übertroffen werden. Der Jahresüberschuss steigt von rd. 11,8 Mio. € im Vorjahr auf 13,0 Mio. €. Unsere Planungen wurden damit deutlich übertroffen. 2.4 Lage Im vergangenen Geschäftsjahr haben sich für WALDNER die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabilisiert. Kostensteigerungen konnten deutlich reduziert und in manchen Fällen auch zurückgeführt werden. Die Änderung im Zinsumfeld, hohe Krankenstände und vor allem der Mangel an qualifizierten Fachkräften zwingen uns jedoch weiterhin, kurzfristig und flexibel zu reagieren. Im Bereich des Exports bemerken wir außerdem die Auswirkungen der deutlichen Kostensteigerungen der vergangenen Jahre. Die Geschäftsbereiche Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen und Process- & Automation Solutions werden im laufenden Jahr unter hoher Auslastung arbeiten und stabile Ergebnisbeiträge erwirtschaften. Unter Nutzung der zuvor bei Schuleinrichtungen und Laborraumlösungen bewährten Verfahren arbeiten wir nun auch bei Process- & Automation Solutions sowie Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen an der Verbesserung unserer Prozesse und Erhöhung des Durchsatzes. Marktchancen sehen wir weiterhin bei der Integration der Bereiche Laborraumlösungen und Schuleinrichtungen im Export. Durch aktives Gemeinkostenmanagement werden sowohl im Bereich Schuleinrichtungen als auch im Bereich Labor die signifikanten Kostensteigerungen der vergangenen Jahre teilweise kompensiert. Im Rahmen umfangreicher Prozessanalysen, der Überarbeitung der Produktstruktur und des IT-Bebauungsplanes werden in den kommenden beiden Jahren in mehreren Schritten gewachsene Strukturen und Abläufe durch zeitgemäße Lösungen ersetzt. Dies wird in den kommenden Jahren Umstellungskosten nach sich ziehen. Langfristig rechnen wir mit einer deutlichen Senkung der Prozesskosten. Die Implementierung von SAP/S4 Hana ist in den Geschäftsbereichen Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen und Process- & Automation Solutions abgeschlossen, in der Schuleinrichtungs-Gruppe sowie bei Laborraumlösungen befindet sie sich in der Umsetzungsphase. 2.4.1 Ertragslage Unsere Tätigkeitsbereiche und Absatzmärkte liegen im Laborbau (Laborraumlösungen) inklusive Schulen mit naturwissenschaftlichen Einrichtungen (Schuleinrichtungen) sowie dem Maschinen- (Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen) und Anlagenbau (Process- & Automation Solutions) im In- und Ausland. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden in allen Geschäftsbereichen positive Ergebnisse erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse stammen zu 69,5 Prozent aus dem Laborbau inklusive Schulen mit naturwissenschaftlichen Einrichtungen (Laborraumlösungen + Schuleinrichtungen) und zu 30,5 Prozent aus dem Maschinen- und Anlagenbau (Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen sowie Process- & Automation Solutions) sowie zu 50,4 Prozent aus dem In- und zu 49,6 Prozent aus dem Ausland. Unser Materialeinsatz ging im Vergleich zum Vorjahr von 36,2 Prozent auf 30,6 Prozent in Bezug auf die Gesamtleistung zurück. Es konnten in allen Geschäftsbereichen trotz Kostensteigerungen höhere Margen gegenüber Vorjahr erzielt werden, vor allem mittels eines verbesserten Auftragsmixes, Preisanpassungen, Preisgleitklauseln und effizienten Prozessen. Die Zahl eigener Mitarbeiter stieg um 35 MA von 1.689 MA im Vorjahr auf 1.724 MA im Berichtsjahr. Zuwachs gab es in den zentralen Funktionen, um die Innovationskraft erhalten zu können sowie genügend Kapazität für die ERP-Umstellung zur Verfügung zu haben. Des Weiteren gab es einen personellen Zuwachs (+8 MA) beim indischen Joint Venture. In den weiteren Geschäftsbereichen gab es keinen wesentlichen Anstieg. Der Personalaufwand erhöhte sich deutlich um 11,5 Mio. €. Dies resultiert sowohl aus den tariflichen Lohnsteigerungen als auch dem Personalzuwachs. Unsere Beschäftigungslage ist in Summe gut. Alle Bereiche waren insgesamt zufriedenstellend bis hoch ausgelastet, wobei sich die Auslastung im Geschäftsbereich Laborraumlösungen diskontinuierlich entwickelt hat. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 26,1 Prozent (20,7 Mio. €), wobei die Vertriebs- und Montagekosten besonders stark anstiegen. Das Finanzergebnis von - 1,5 Mio. € beinhaltet vor allem Zinsen für Gesellschafterdarlehen (T€ 1.577). Der Konzernjahresüberschuss liegt mit 13,0 Mio. € um 1,2 Mio. € (+10,1 Prozent) über dem Vorjahreswert (11,8 Mio. €). 2.4.2 Finanzlage Unsere Finanzlage ist gut. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 34,6 Mio. € gestiegen. Sie belaufen sich auf 73,2 Mio. € (Vorjahr 38,6 Mio. €), bei reduziertem Stand der Bankverbindlichkeiten (-0,9 Mio. €). Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonto zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Dies wurde im vergangenen Geschäftsjahr nochmals intensiviert. Die Anzahlungen unserer Kunden decken in vollem Umfang die projektbezogenen Vorräte ab. Im Vorjahr mussten 7,5 Mio. € selbst finanziert werden. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind auf Grund unserer Rechtsform mit 12,7 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr 17,6 Prozent) ein wesentlicher Bestandteil unserer Eigenmittel. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich lediglich auf 8,7 Prozent der Bilanzsumme. Für Kundenanzahlungen werden überwiegend entsprechende Bankbürgschaften gestellt. Die unfertigen Erzeugnisse konnten im vergangenen Jahr durch Kundenanzahlungen und den operativen Cash-Flow finanziert werden. Das Digitalisierungs- und Prozessprojekt "PRO-FIT" wird im Rahmen eines Sale- & Lease-Back Modells finanziert, welches teilweise schon zurückgeführt ist, teilweise in Folgejahren zurückgeführt werden wird. Die in dem Geschäftsjahr getätigten Investitionen belaufen sich auf 7,0 Mio. €. Es handelt sich vor allem um verschiedene Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software. Die Liquidität des Unternehmens war jederzeit gewährleistet und ist zukünftig gesichert. 2.4.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist auf 194,4 Mio. € (Vorjahr 156,6 Mio. € /+ 24,2 Prozent) gestiegen, vor allem aufgrund des Anstiegs der liquiden Mittel und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg nochmals um 12,5 Mio. € auf 72,5 Mio. € (+20,9 Prozent). Die Eigenkapitalquote ist von 38,3 Prozent auf 37,3 Prozent gesunken. Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert aus der ganz erheblich gestiegenen Bilanzsumme. Die Eigenmittelquote - bestehend aus dem bilanziellen Eigenkapital sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern - ist in der Folge sowie durch die Auszahlung stiller Gesellschafter ebenfalls gesunken. Sie liegt bei 50,0 Prozent (Vorjahr 55,9 Prozent). Die Vorräte, kurzfristigen Forderungen und Bankguthaben übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich. 2.4.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere Unternehmensteuerung nutzen wir die Kennzahlen "Umsatz pro Mitarbeiter-/in", Umsatzrentabilität", "Rohertragsquote" sowie "Cash Flow". Die Umsatzrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis Jahresüberschuss zu den Umsatzerlösen. Die Rohertragsquote ergibt sich aus der Differenz zwischen der Gesamtleistung und des Materialaufwandes, im Verhältnis zur Gesamtleistung. Die Ermittlung des Cash Flow erfolgt aus dem Jahresergebnis, den Abschreibungen und der Dotierung bzw. Auflösung von langfristigen Pensionsrückstellungen. Trotz der im Geschäftsjahr um 35 MA gestiegenen Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sich die Kennzahl Umsatz pro Mitarbeiter/-in von 196,4 T€ auf 201,3 T€ erhöht. Die Umsatzrentabilität stabilisiert sich bei 3,7 Prozent. Die Ergebnissteigerung beruht auf der Verbesserung der Ergebnisse aller vier Geschäftsfelder. Das Rohergebnis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 249,7 Mio. € erhöht. Die Konzerngesamtleistung ist um 7,0 Prozent gestiegen. Der Cash Flow hat sich von 17,9 Mio. € im Vorjahr, auf 19,1 Mio. € erhöht. Der Finanzmittelbestand im Berichtsjahr ist um 35,6 Mio. € gestiegen, er liegt bei komfortablen 72,3 Mio. €. Dies resultiert im Wesentlichen aus den erhöhten Anzahlungen (+ 33,2 Mio. €) und dem gestiegenen Cash Flow. Besonderer Wert wurde und wird auf die Qualifizierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch gezielte Förderung und Weiterbildung gelegt. Mit sehr hoher Aufmerksamkeit widmen wir uns außerdem der qualifizierten Ausbildung von Nachwuchskräften, z. B. im Rahmen unseres "Newcomer"-Projektes. Stolz sind wir auf mehrere IHK-Preisträger. Neben den Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wurden weitere Fördermaßnahmen und Coachings genutzt, um Prozesse, Zusammenarbeit und Kundenkontakte zu verbessern. Den Fachkräftebedarf decken wir vorrangig durch eigene Aus- und Weiterbildung. Fortgesetzt wurde neben dem unternehmensübergreifenden Traineeprogramm das Weiterbildungsprogramm "Lern von mir". Sowohl im Geschäftsjahr 2023/2024 als auch im laufenden Jahr haben wir wieder zahlreiche Auszubildende eingestellt und so kontinuierlich die Ausbildungsquote erhöht. Gegen den allgemeinen Trend konnten im laufenden Jahr 49 junge Menschen für den Einstieg mit Ausbildung oder dualem Studium für WALDNER gewonnen werden. Für das aktuelle Führungsteam wurden die Qualifizierungsmaßnahmen im Sinne der Ziele der strategischen Unternehmensentwicklung nochmals intensiviert. Die Verbesserung interner Prozesse ist uns ein großes Anliegen. Unser Prozessentwicklungsprojekt "PRO-FIT", in dessen Rahmen auch die Einführung von SAP S/4-Hana umgesetzt wird, erfordert große Aufmerksamkeit und bindet Ressourcen. Um solche Projekte zum Erfolg zu führen, akquirieren wir weiterhin gezielt hoch qualifizierte Mitarbeiter/-innen zur dauerhaften Verstärkung des mittleren Managements. Zusätzlich beschäftigt sich die Gruppe verstärkt mit umweltschonenden und zur Energieeinsparung geeigneten Maßnahmen, die kontinuierlich umgesetzt werden. So konnte der Stromverbrauch am Standort Wangen in den vergangenen 5 Jahren trotz steigender Gesamtleistung um ca. 16 Prozent, der Verbrauch von Heizöl um ca. 68 Prozent gesenkt werden. Waldner bezieht seit 2023 zu 100 % Ökostrom. Durch den Wechsel zu einem anderen Stromversorger senken wir nun unsere CO2 Emissionen insgesamt um über 50% und haben diese beim Strom auf null abgesenkt. Wo immer möglich verwenden wir unsere Dächer für Photovoltaikanlagen, deren Ertrag wir nahezu ausschließlich selbst nutzen. Durch die Investition in eine neue Pulverbeschichtungsanlage werden wir den Trend zur Energieeinsparung auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Neben dieser sind diverse weitere Maßnahmen zur Verbesserung unserer Energiebilanz geplant, mit denen wir die Entwicklung der Vorjahre konsequent fortsetzen. Durch den frühzeitigen Start unseres Projektes zur Erstellung unseres WALDNER Nachhaltigkeitsberichtes profitieren wir bereits heute von den Erkenntnissen der eingerichteten Messpunkte und haben die Wahrnehmung im Unternehmen für nachhaltiges Wirtschaften und Produktentwicklung deutlich verbessert. 3 PROGNOSEBERICHT Unsere Geschäftsbereiche sind zukunftsfähig aufgestellt. Wir kümmern uns mit den Bereichen Bildung und Forschung wie auch Lebensmitteltechnologie und Verfahrenstechnik um Zukunftsmärkte, in denen wir mit technologischer Kompetenz fest verankert sind. Auch wenn wir uns üblichen konjunkturellen Schwankungen nicht entziehen können, kamen im vergangenen Geschäftsjahr in allen vier Geschäftsbereichen Wachstumsimpulse, die sich in insgesamt unsicheren Zeiten positiv ausgewirkt haben und werden. Um die positive Entwicklung und die Marktstellung der WALDNER Gruppe zu unterstützen und zu ergänzen, wurden im Berichtsjahr wiederum - insbesondere in den Geschäftsbereichen Laborraumlösungen, Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen und den Process- & Automation Solutions - verschiedene Möglichkeiten einer horizontalen und vertikalen Diversifikation geprüft. Derzeit sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung versuchen wir, Risiken zu reduzieren und das Ausmaß nicht vermeidbarer Schäden so gering wie möglich zu halten. Zur Beobachtung der Marktentwicklung und zur Festlegung von Verkaufszielen werden im Wesentlichen die Auftragseingänge, Konjunkturdaten in den Zielmärkten, Marktstudien und die Einschätzung des Vertriebs herangezogen. Auf Basis einer sich stabilisierenden Entwicklung im Export, einer sich deutlich bessernden Situation im europäischen Umfeld, greifender Maßnahmen beim Ausbau unserer Aktivitäten im Geschäftsbereich Schuleinrichtungen sowie der positiven Entwicklung in den Geschäftsbereichen Füll- ,Verschließ- und Verpackungsmaschinen und Process- & Automation Solutions - nicht zuletzt durch den Zukauf der HAS Technologie GmbH mit ihrem Leistungsspektrum bei Hard- und Softwarelösungen für komplette Automatisierungssysteme im Vorjahr - rechnen wir mit einer gegenüber dem Vorjahr verbesserten Geschäftsentwicklung. Insgesamt erwarten wir für das laufende und das folgende Geschäftsjahr in unseren Branchen weiterhin ein gutes konjunkturelles Umfeld und gehen nicht davon aus, dass sekundäre Effekte der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit inklusive der Kostensteigerungen, wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäft haben werden. Die Versorgungssituation schätzen wir hierbei derzeit als beherrschbar ein. Entscheidend für den unternehmerischen Erfolg wird weiterhin bleiben, die gestiegenen Kosten durch vorausblickende Kalkulation, Preisänderungsklauseln sowie gute und transparente Kommunikation an unsere Kunden weiterzugeben. Dies ist, insbesondere im Bereich des langfristigen Projektgeschäftes, elementar. Da wir in allen Bereichen unseres Konzerns über hohe Auftragsbestände verfügen, rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einer guten Kapazitätsauslastung, die jedoch zeitweise durch Verzögerungen auf den Baustellen starken Schwankungen unterliegen kann. Die Nachfrage des laufenden Geschäftsjahres in den Bereichen Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen und Process- und Automation Solutions liegt in den ersten Monaten bereits über Plan. Es werden weiterhin große Anstrengungen unternommen, Kosteneinsparungspotentiale zu nutzen, um die Gesamtkosten zu reduzieren. Zudem müssen die Risiken in der Projektabwicklung deutlich reduziert werden. Wir planen, auch weiterhin in allen Geschäftsbereichen angemessene Erträge zu erzielen. Primär aufgrund der Verbesserung im Geschäftsbereich Laborraumlösungen und einer Stabilisierung der Geschäftsbereiche Schuleinrichtungen, Füll-, Verschließ- und Verpackungsmaschinen sowie Process- & Automation Solutions erwarten wir auch für die Gruppe in den kommenden Jahren eine steigende Ertragskraft bei stabilen Umsätzen. Die Weiterentwicklung unserer internen Prozesse im Rahmen der Ertragssteigerung sowie der Fortführung von PRO-FIT haben die laufenden Kosten temporär ansteigen lassen. Zusammenfassend rechnen wir für die beiden kommenden Geschäftsjahre mit einem gegenüber 2023/2024 moderat steigenden Ergebnis. 4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 4.1 Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Sofern sich die Konjunktur durch die Fortführung der internationalen, isolationistischen Politik und vor allem der kriegerischen Auseinandersetzungen dauerhaft abschwächt, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden negativ beeinflussen und sich negativ auf Investitionsentscheidungen unserer Kunden auswirken. Insbesondere die deutlichen Rückschritte für den freien Handel in der Welt betrachten wir weiterhin mit Sorge. Die zins- und inzwischen auch konjunkturbedingte Krise in der Bauindustrie wird sich ebenfalls negativ auf unsere Branche sowie auf unsere Lieferanten auswirken. Daraus können erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken für unser Unternehmen entstehen. Ertragsorientierte Risiken: Der hohe Wettbewerbsdruck hat in den relevanten Branchen weiter zugenommen. Abwicklungsbezogenen Risiken bei Großprojekten begegnen wir mit fortlaufender Modernisierung unserer Prozesse, Methoden und Werkzeuge. In allen vier Geschäftsbereichen analysieren wir permanent die sich verändernden Kunden- und Marktbedürfnisse, um unserem Anspruch als Innovationstreiber gerecht zu werden. Die kostenintensive Abwicklung bei Labor sowie die weitere Arbeit am IT-Bebauungsplan und PRO-FIT führt weiterhin zu leistungswirtschaftlichen Risiken. Finanzwirtschaftliche Risiken: Kundenanzahlungen stellen einen wesentlichen Teil unserer Finanzierung dar. Bisher ist die Entwicklung in diesem Bereich weitgehend stabil. Wegen enger Kundenbeziehungen und der Marktstellung der Konzernunternehmen sind wir zuversichtlich, uns auch weiterhin vor allem über Kundenanzahlungen finanzieren zu können. Dem Risiko reduzierter Anzahlungen begegnen wir durch die Vereinbarung ausreichender Kreditlinien sowie die Nutzung staatlicher und privatwirtschaftlicher Methoden der Ausfallsicherung. Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe ist jederzeit gewährleistet. Kundenaufträge werden überwiegend in Euro abgewickelt. Aufträge in fremder Währung werden im Rahmen von kongruenten Devisentermingeschäften gegen Währungsrisiken abgesichert. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sowie ausreichenden Finanzierungslinien nicht erkennbar. 4.2 Chancenbericht Alle Geschäftsbereiche waren in den vergangenen Jahren nur geringfügig von konjunkturellen Schwankungen betroffen. Aufgrund der positiven Rahmenbedingungen in unseren Märkten sehen wir der künftigen Entwicklung daher zuversichtlich entgegen. Auch künftig erwarten wir für unsere Kernbereiche Lebensmitteltechnologie sowie Bildung und Forschung zusätzliche Wachstumsimpulse, so dass die dämpfenden Impulse im konjunkturellen Umfeld uns nur eingeschränkt treffen werden. Durch die Erweiterung der Unternehmensgruppe mit der Firma HAS Technologie GmbH im Vorjahr werden wir die Bereiche Pharma und Chemie in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Das internationale Geschäft im Bereich Schuleinrichtungen liegt bei unserer Labor-Gesellschaft, weil dort bereits eine internationale Vertriebsstruktur vorhanden ist. Das Potential dieser sehr erfolgreichen Veränderung werden wir auch in den kommenden Jahren ausbauen. Wir sind in Branchen tätig, in denen Innovationskraft und Kundenorientierung herausragende Bedeutung haben. Nach unserer Erfahrung bringt die allgemeine konjunkturelle Entwicklung Chancen für Forschungs- und Bildungsprojekte mit sich, die wir durch konsequente Marktbearbeitung mit unseren hohen Qualitätsansprüchen, mit Optimierung interner Abläufe sowie mit gezielter Förderung und Weiterbildung der Mitarbeiter verfolgen werden. Daher sehen wir, trotz der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, optimistisch in die Zukunft. 4.3 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Kundenstamm ist solvent und bonitätsstark. Mit einem Großteil der Kunden arbeiten wir seit mehreren Jahren zusammen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Die kurzfristige Finanzierung ist über Eigenmittel, Kundenanzahlungen, Lieferantenkredite und Kontokorrentlinien jederzeit gedeckt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein adäquates Debitorenmanagement. Unsere Risikopolitik bezüglich der Finanzpositionen ist konservativ. Das Finanz- und Risikomanagement ist auf die Sicherstellung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ausgerichtet. Aufträge in fremder Währung werden im Rahmen von Devisentermingeschäften gegen Währungsrisiken abgesichert. 5 GESAMTAUSSAGE Als international tätige Unternehmensgruppe ist WALDNER einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt. Wir sind in Branchen tätig, die strukturell Wachstum versprechen. Dem Wettbewerbsdruck müssen wir uns stellen, ebenso der aufgrund der Langfristigkeit vieler Projekte besonders hohen Anfälligkeit für Änderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, wie Inflation und Protektionismus. Weiterhin stehen wir vor organisatorischen Herausforderungen bei der kontinuierlichen Modernisierung interner Prozesse. Chancen und Risiken werden durch eine zeitnahe Kennzahlenanalyse erkannt und im Führungskreis des Unternehmens regelmäßig bewertet. Unser Controlling überwacht Chancen und Risiken entsprechend ihrer Tragweite und unterstützt die Geschäftsführung bei vorbeugenden Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Zusätzliche Maßnahmen waren nicht zu ergreifen. Durch ein fortlaufendes Reporting der wesentlichen Kennzahlen aller unserer Gesellschaften, eine detaillierte monatliche Erfolgsrechnung und regelmäßige Forecasts sind wir jederzeit über die wirtschaftliche Lage unserer Beteiligungen informiert. Risiken, welche die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beinträchtigen oder gefährden könnten, liegen derzeit nicht vor. Planabweichungen werden kurzfristig analysiert, besprochen und Maßnahmen zur Zielerreichung festgelegt. Durch unser Leitbild "#oneWALDNER" und die etablierte Führungsholding versprechen wir uns deutlich mehr Geschwindigkeit und Effizienz bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Seit 2023 gliedern wir uns in vier unternehmensübergreifende, selbständig agierende Geschäftsbereiche. Die zugrundeliegende Organisation werden wir auch in Zukunft konsequent weiterentwickeln. Die Erfahrungen des zurückliegenden Geschäftsjahres ermutigen uns, auf Kurs zu bleiben.
Wangen im Allgäu, 28. November 2024 Konzern-BilanzAktivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.07.2023 bis 30.06.2024
Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 01.07.2023 bis 30.06.2024
Entwicklung des Eigenkapitals im Vorjahr:
Entwicklung des Eigenkapitals im Vorjahr:
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023/2024Der Konzernabschluss wurde von der WALDNER SE als persönlich haftende Gesellschafterin der Waldner Holding SE & Co. KG nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Die WALDNER SE hat ihren Sitz in Wangen (Allgäu) und ist in Deutschland eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 743161. Bewertungs- und Ausweisvorschriften für große Kapitalgesellschaften wurden beachtet. Zusatzangaben, die für einzelne Positionen der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesetzlich gefordert sind, haben wir weitgehend in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen wir nach dem Gesamtkostenverfahren auf. Konsolidierungskreis Unser Konzernabschluss umfasst die persönlich haftende Gesellschafterin, die WALDNER SE, die Waldner Holding SE & Co. KG sowie sämtliche ihrer Tochtergesellschaften. Die OOO Waldner Rus., Moskau/Russland wird nicht mehr länger im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, da die Möglichkeit des beherrschenden Einflusses auf diese Tochtergesellschaft geendet hat. Es erfolgte zum 1. Juli 2023 eine Entkonsolidierung und der Übergang von der Vollkonsolidierung auf die Bewertung zu Anschaffungskosten. Das sich zum Zeitpunkt des Abgangs ergebende Reinvermögen zu Konzernbuchwerten wurde zunächst als fortgeführte Anschaffungskosten bilanziert. Diese wurden dann auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben und sind unter den Beteiligungen ausgewiesen. Die Waldner alpha GmbH wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 05.12.2023 auf die WALDNER Future Labs GmbH (Umfirmierung im Geschäftsjahr von Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH) verschmolzen. Der Konzernabschluss ist befreiender Konzernabschluss nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB für die einbezogenen inländischen Gesellschaften. Ansatz- und Bewertungsgrundsätze Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden nach den in unserem Konzernhandbuch festgelegten einheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätzen erstellt. Vermögensgegenstände bewerten wir höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Vorräte bewerten wir zu durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Soweit Risiken ersichtlich waren, haben wir angemessene Abschreibungen vorgenommen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Es wurde unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinsfuß von 1,84 % gerechnet. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. In den Vorjahren (Jahresabschlüsse bis 30. Juni 2015) wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet. Der Differenzbetrag zwischen dem 7-Jahres- und dem 10-Jahresdurchschnittszins der bilanzierten Pensionszusagen beträgt ./. € 2.660,00. Für der Anpassungspflicht unterliegende Zusagen wurde ein Rententrend von 2,0 % berücksichtigt. Ein Gehaltstrend wurde nicht eingerechnet. Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen betrugen € 18.657,00. Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtung erfolgt nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der so genannten Anwartschaftsbarwertmethode sowie den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zur Ermittlung der Rückstellung wurden ein Rechnungszinsfuß von 1,27 % sowie ein Gehaltstrend von 3,50 % zugrunde gelegt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von einem Jahr ergibt. Die Rückstellung für Jubiläumszahlungen wurde nach der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) mittels den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zur Ermittlung der Rückstellung wurden ein Rechnungszinsfuß von 1,86 % sowie ein Gehaltstrend von 3,50 % zugrunde gelegt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen für Jubiläumszahlungen und für Altersteilzeitverpflichtungen betrugen € 24.637,92. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten des Konzerns abzudecken. Sie betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich, Garantieleistungen, Drohverluste, ausstehende Rechnungen, Restrukturierungen, Nachlaufkosten für Projekte und Risiken aus Lieferverzögerungen (Vertragsstrafen). Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitmodelle erfolgte nach den Vorgaben des Instituts der Wirtschaftsprüfer. Die Verpflichtungen wegen italienischer Ruhestandsregelungen werden bei den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Eine Abzinsung von langfristigen Rückstellungen wurde bis auf die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumszahlungen nicht vorgenommen, da wir davon ausgehen, dass die Effekte aus der Abzinsung und die Effekte aus künftigen Kostensteigerungen sich gegenseitig aufheben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und im Vorjahr die Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern wurden wegen gesellschaftsrechtlicher Besonderheiten jeweils in einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesen. Verbindlichkeiten haben wir mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden, soweit sie auf das Vorratsvermögen entfallen, wie im Vorjahr offen auf der Aktivseite bei der Position "Vorräte" abgesetzt. Es konnten im Gegensatz zum Vorjahr nicht die gesamten Anzahlungen von den Vorräten offen abgesetzt werden, so dass ein übersteigender Betrag verblieb, der auf der Passivseite bei der Position "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" auszuweisen war. Währungsumrechnung Die Umrechnung haben wir nach einer modifizierten Stichtagskursmethode vorgenommen. Die Posten der Bilanz wurden zu Stichtagskursen umgerechnet. Bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir zunächst den durchschnittlichen Währungskurs des vergangenen Geschäftsjahres ermittelt und mit diesem Kurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen haben wir innerhalb des Konzerneigenkapitals offen ausgewiesen. Die Abweichungen zu Stichtagskursen waren ohne größere Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Infolge der Umrechnung mit Stichtagskursen ergeben sich Umrechnungsdifferenzen, die ergebnisneutral behandelt werden. Konsolidierung Für Erwerbsvorgänge vor erstmaliger Anwendung des BilMoG wurden bei der Kapitalkonsolidierung aufgrund der Übergangsregelung des Art. 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB die Buchwerte ohne Aufdeckung stiller Reserven fortgeführt. Die Anschaffungskosten der Anteile werden auf die Beträge des Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung haben wir im Jahr der Erstkonsolidierung mit Rücklagen verrechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten, Zwischengewinne aus konzerninternen Warenlieferungen, Umsätze und Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Kapitalflussrechnung In der Kapitalflussrechnung wurde der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode und der Cashflow aus der Investitionstätigkeit sowie der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode ermittelt. Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf nachfolgendem Anlagenspiegel zusammengestellt.
Soweit aus Anteilskäufen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung Unterschiedsbeträge verbleiben, werden diese als Geschäfts- und Firmenwert aktiviert und linear abgeschrieben. Den Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Hohenloher-Gruppe schreiben wir über fünfzehn Jahre ab, weil wir das Geschäftsmodell als nachhaltig tragfähig ansehen. Der Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der im Vorjahr erworbenen Anteile an der HAS Technologie GmbH wird über fünf Jahre abgeschrieben, weil das auf Digitalisierung begründete Geschäftsmodell der Gesellschaft den schnelllebigen Entwicklungen dieser Branche unterliegt. Im Übrigen schreiben wir noch vorhandene Firmenwerte auf 10 Jahre ab. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus der Zwischengewinneliminierung (T€ 218). Diese sind mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 12,3 % ermittelt. Auf die Aktivierung latenter Steuern auf HBII-Anpassungen wurde in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften verzichtet. Das ausgewiesene gezeichnete Kapital setzt sich aus dem Grundkapital der WALDNER SE in Höhe von € 125.000,00 zusammen. Im Posten Kapitalanteile der Kommanditisten wird das Kommanditkapital der Waldner Holding SE & Co. KG, der Waldner Grundstücks GmbH & Co. KG und der WALDNER Finance SE & Co. KG ausgewiesen. In den Gewinnrücklagen ist die bei der WALDNER SE gebildete gesetzliche Rücklage von € 6.700,00 enthalten. Wegen der geringfügigen Höhe wurde auf einen gesonderten Ausweis der gesetzlichen Rücklage verzichtet. Der Posten Anteile Gesellschafter enthält die variablen Kapitalkonten der Kommanditisten. Die in einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Die im Vorjahr ebenfalls in einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern waren kurzfristig fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 975.991,52 haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Diese sind nicht besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche bzw. Absatzmärkte:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen von T€ 1.552 und sonstige periodenfremde Erträge von T€ 254 sowie Erträge aus Währungsumrechnung von T€ 816. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus der Erhöhung von Wertberichtigungen auf Forderungen von T€ 388 und sonstige periodenfremde Aufwendungen von T€ 1.492 sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung von T€ 345 enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsungen von T€ 23 verbucht. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In der Position sind Aufwendungen aus Abzinsungen von T€ 43 enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In der Position sind Aufwendungen aus der Minderung aktiver latenter Steuern von T€ 68 und Erträge aus der Minderung passiver latenter Steuern von T€ 6 enthalten. Kurssicherung Bei größeren Aufträgen vereinbaren wir mit unseren Kunden Zahlungspläne, teilweise auch in Schweizer Franken, in Singapur-Dollar und in US-Dollar. Die hieraus resultierenden künftigen Zahlungen tauschen wir bereits bei Auftragseingang durch Kurssicherungsgeschäfte, die an den Zahlungsplan angepasst sind, in Euro um, damit wir bei künftigen Wechselkurs-Schwankungen der Fremdwährungen keine Risiken tragen müssen. Es bestehen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte über 4.951.469,96 CHF, über 2.387.266,70 SGD und über 873.500,00 USD. Die Barwerte zum Bilanzstichtag betragen TEUR 21,6. Es wurden Bewertungseinheiten gebildet. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Es bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 7.327, wovon T€ 3.922 auf Leasingverpflichtungen für neue EDV-Programme entfallen; es wird hierzu auf die nachfolgenden Erläuterungen zu wesentlichen Verträgen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, verwiesen. Wesentliche Verträge, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind Mit Vertrag vom 25. Juni 2019 wurde eine Vereinbarung über die Lieferung, Anpassung und Implementierung eines dem Anforderungsprofil der Waldner-Gruppe entsprechenden gruppenübergreifend funktionierenden, integrierten Konzerntemplates (ERP-System) auf Basis der SAP-Geschäftsprozessbibliothek und der All-for-One-Einführungsmethode "Aktives Prototyping" abgeschlossen. Mit Vertrag vom 26. Juni 2019 wurde mit der CHG-Meridian AG eine Vereinbarung über den Verkauf der kompletten ERP-Systemlösung und einer anschließenden Vermietung von der CHG-Meridian AG (sog. Sale-and-Lease-back) abgeschlossen. Die Mindestmietdauer wurde mit 54 Monaten vereinbart. Die Bereitschaft der CHG-Meridian AG als Vermieterin zur Finanzierung der Systemlösung über 54 Monate Mindestmietdauer ist der Höhe nach beschränkt auf maximal € 15.000.000,00 (zzgl. gesetzl. Umsatzsteuer). Mit Zusatzvereinbarung vom 2. Februar 2024 wurde die Mindestmietdauer mit Wirkung zum 01.01.2024 um 48 Monate bis zum 31.12.2027 verlängert. Die Zusatzvereinbarung betrifft die Finanzierung von Zusatzinstallationen in Höhe von maximal € 7.500.000,00 (zzgl. gesetzl. Umsatzsteuer), die im Zeitraum vom 01.01.2024 bis 31.03.2026 in Anspruch genommen werden. Aufstellung des Anteilsbesitzes
Auf weitere Angaben wird verzichtet, § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB. Die Konsolidierung beruht auf der Beherrschung der Gruppengesellschaften durch die WALDNER SE nach § 290 Abs. 2 HGB. Beteiligungsquoten werden aus Sicht des Gesellschafterkreises angegeben. Die OOO Waldner Rus., Moskau/Russland wird nicht mehr länger im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, da die Möglichkeit des beherrschenden Einflusses auf diese Tochtergesellschaft geendet hat. Es erfolgte zum 1. Juli 2023 eine Entkonsolidierung und der Übergang von der Vollkonsolidierung auf die Bewertung zu Anschaffungskosten. Das sich zum Zeitpunkt des Abgangs ergebende Reinvermögen zu Konzernbuchwerten wurde zunächst als fortgeführte Anschaffungskosten bilanziert. Diese wurden dann auf einen Erinnerungswert von € 1,00 abgeschrieben und sind unter den Beteiligungen ausgewiesen. Die Waldner alpha GmbH wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 05.12.2023 auf die WALDNER Future Labs GmbH (Umfirmierung im Geschäftsjahr von Ilmenauer Systemeinrichtungen GmbH und Sitzverlegung nach Wangen) verschmolzen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des GeschäftsjahrsNach Abschluss des Geschäftsjahres 2023/2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Angaben zur Steuerabgrenzung gem. § 285 Nr. 29 HGBDie Abgrenzung passiver latenter Steuern betrifft die Gewerbesteuer der Waldner Grundstücks GmbH & Co. KG. Den Berechnungen liegt ein Steuersatz von 12,25 % zu Grunde. Für Geschäfts- und Fabrikgebäude wurde steuerlich eine Rücklage nach § 6b EStG übertragen, hierdurch ist der steuerliche Wertansatz T€ 1.163 niedriger als der Ansatz in der Handelsbilanz. Hieraus ergeben sich passive latente Steuern von T€ 142. Sonstige Angaben Mitglieder des Aufsichtsrats sind Dr. Jörg O. Waiblinger, Wirtschaftsprüfer, Ulm (Vorsitzender), Karl Angele, Dipl.-Ing. (FH), Leutkirch-Friesenhofen, Dr. Nele Honecker, Organisationsberaterin, Blaustein. Aufsichtsratsvergütungen wurden nicht gewährt. Bei der Waldner Holding SE & Co. KG, der Waldner Laboreinrichtungen SE & Co. KG, der Hermann Waldner GmbH & Co. KG, der Hohenloher Schuleinrichtungen GmbH & Co. KG und bei weiteren verbundenen Unternehmen besteht ein Beirat, für den die Vorschriften des Aktiengesetzes nicht anwendbar sind. Er ist personengleich mit dem Aufsichtsrat der WALDNER SE besetzt. Die Gesamtbezüge der Beiratsmitglieder haben sich insgesamt auf € 29.132,00 belaufen, Kredite wurden nicht gewährt. Die Abschlussprüferhonorare für die Prüfung des Konzernabschlusses der WALDNER SE sowie der einbezogenen Tochtergesellschaften betragen T€ 90. Auf die Angabe der Bezüge der Organmitglieder wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt 1.823 Mitarbeiter (davon 696 Arbeiter und 1.028 Angestellte) und 99 Auszubildende beschäftigt. Von den Beschäftigten entfallen auf das Inland 1.492 Personen und auf das Ausland 331 Personen. Dieser Konzernabschluss ist befreiender Konzernabschluss im Sinne des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes genannten inländischen Unternehmen.
Wangen im Allgäu, den 28. November 2024 Jochen Früh Stephan Schaale Markus Bieg Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WALDNER SE, Wangen im Allgäu Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WALDNER SE, Wangen im Allgäu, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30.06.2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WALDNER SE, Wangen im Allgäu, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30.06.2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschäden) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wangen im Allgäu, den 10. Dezember 2024 Dr.
Esters & Prof. Dr. Joos & Seifert GmbH & Co.
KG
Christian Seifert, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde in der Aufsichtsratssitzung am 11.12.2024 gebilligt. Bericht des Aufsichtsrats zum Jahres- und Konzernnabschluss 2023/24an die Hauptversammlung der Waldner SEBeratung und Überwachung des Vorstands Der Aufsichtsrat hat während der Berichtszeit die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß und umfassend wahrgenommen. Er überwachte die Geschäftsführung und beriet den Vorstand bei der Leitung des Konzerns. Er ist vom Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die beabsichtigte geschäftspolitische Ausrichtung, grundlegende strategische Fragen sowie über bedeutsame Einzelvorgänge eingehend schriftlich und mündlich unterrichtet worden. Bei wesentlichen Vorgängen hat sich der Vorstand mit dem Aufsichtsrat beraten. Schwerpunkte der Beratungen Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige und langfristige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Aufsichtsrat stand dem Vorstand bei der Leitung des Konzerns regelmäßig beratend zur Seite. Er hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat und insbesondere seinen Vorsitzenden umfassend und zeitnah informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wurde der Aufsichtsrat eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war stets über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet. Im Geschäftsjahr 2023/24 haben insgesamt 5 Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Schwerpunkte waren vor allem die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns, der Geschäftsverlauf einzelner Geschäftsfelder, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation sowie die strategische Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet. Die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zum Jahresabschluss 2023/24 fand statt am 11.12.2024. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats stand ich außerhalb der durchgeführten Sitzungen im direkten Dialog mit dem Vorstand, um mich über aktuelle unternehmerische und strategische Fragenstellungen abzustimmen. Jahresabschluss und Konzernabschluss Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde in der Bilanzsitzung am 11.12.2024 besprochen. Weiterhin wurde in dieser Sitzung der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24 besprochen, welchen die vom Aufsichtsratsvorsitzenden als Konzernabschlussprüfer beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Esters & Prof. Dr. Joos & Seifert GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Wangen im Allgäu geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen hat. Der Bericht des Konzernabschlussprüfers wurde in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen. Der Konzernabschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und ist für Erläuterungen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlageberichtseinerseits geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 30.6.2024 und den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.7.2023 bis 30.6.2024 gebilligt, der damit festgestellt ist. Dank an die Beschäftigten Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre im abgelaufenen Geschäftsjahr erbrachten Leistungen, ihren engagierten Einsatz und die geleistete Arbeit zur Erreichung der Unternehmensziele.
Wangen, den 11.12.2024 Der Aufsichtsrat Dr. Jörg O. Waiblinger, Vorsitzender |
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