HLP GmbH handling.logistics.postproductions.
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jeannette, geb. Franke Kaufmann seit 12.2.2021 | Geschäftsführer |
Nico Franke seit 2.5.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 21.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Rinnetal GmbHRudolstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Das Geschäftsmodell der Autohaus Rinnetal GmbH ist der Handel mit Neuwagen, Gebrauchtwagen, Ersatzteilen und Zubehör sowie die Dienstleistungen an Fahrzeugen wie Service, Reparatur, Unfallinstandsetzung und Vermietung. Hinzu kommt die Vermittlung von Finanzdienstleistungen (Finanzierungs- und Leasingverträge sowie Wartungs- und Serviceverträge). Die Autohaus Rinnetal GmbH ist am Standort Rudolstadt exklusiver Handels- und Servicepartner für die Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Skoda. Hierzu halten wir die entsprechenden unbefristeten Verträge. Weiter sind wir Servicepartner der Marken Audi, Seat und Cupra und halten auch hier unbefristete Verträge. Nach Definition durch die Verträge ist unser Marktgebiet Europa, was im Gebrauchtwagenbereich zu Teilen auch zutrifft. Tatsächlich aber konzentriert sich unser Absatz von Neufahrzeugen und Dienstleistungen primär auf die Region Saalfeld-Rudolstadt. Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 92 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 9 Auszubildende im technischen oder kaufmännischen Bereich, sowie 7 geringfügig Beschäftigte. Im Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 wurden insgesamt 247 Neufahrzeuge ausgeliefert und 574 Gebrauchtwagen gehandelt, sowie 30.461 Reparaturstunden verkauft. 2. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden von uns branchenüblich nicht betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Der deutsche Gesamtmarkt für Pkw Neufahrzeuge ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 200.000 Fahrzeuge auf 3,84 Mio. Einheiten angewachsen und entspricht der Vorhersage. Gegenläufig zum Gesamtmarkt verlor unser regionaler Markt in Saalfeld-Rudolstadt 7% und erreichte 1.812 Neuzulassungen. Der Gebrauchtwagenmarkt bzw. die Besitzumschreibungen waren im Bundesgebiet um 8% angestiegen und lagen bei 6,03 Mio. Fahrzeugen. In unserem regionalen Gebiet entwickelte sich der Markt ebenfalls positiv um 7% und umfasste 5.880 Fahrzeuge. Exakte Daten über unseren regionalen Servicemarkt liegen uns nicht mehr vor. Nach Ableitung aus den stabilen Kenngrößen wie Fahrzeugbestand, Durchschnittsalter und Wartungs- bzw. Reparaturbedarf, rechnen wir mit einer Größenordnung auf dem Niveau der Vorjahre. Die Wettbewerbssituation in unserem Markt hat sich im Wesentlichen nicht verändert, es sind keine Marktteilnehmer hinzugekommen oder ausgeschieden. Unsere Marktanteile liegen auf Vorjahresniveau und entsprechen mindestens dem Branchendurchschnitt. 2. Geschäftsverlauf Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 basierte auf den gleichen Prämissen wie in der vorausgegangenen Periode, was eher optimistischen oder auch kühnen Annahmen entsprach. Die Vorausschau wird in Anbetracht der komplexen Aufgabenstellungen in allen Themenbereichen immer schwieriger und die Zahl der unvorhersehbaren Sondereinflüsse aus der Politik, dem Markt etc. werden immer mehr. Daher ist es nicht verwunderlich, dass unsere Prognose in einigen Bereichen bestätigt wurde oder genau so auch nicht zutraf. In Summe haben wir unsere Umsatz- oder Absatzziele nicht erreicht, aber eine Steigerung gegenüber Vorjahr erzielt. Im Ergebnis konnten wir auf Grund unserer in der Vergangenheit optimierten Strukturen und Prozesse mit Effizienz und Flexibilität die allgegenwärtigen Kostensteigerungen ausgleichen und bis zum 3.Quartal ein Ergebnis über Plan ausweisen. Im weiteren Jahresverlauf gelang uns der Spagat zwischen fehlendem Umsatz und wachsenden Kosten (z. B. Zinsen +120 T€) weniger gut und das Ergebnis sank unter Plan und Vorjahr. Im Neuwagenhandel haben wir in Stück und Umsatz die gesteckten Ziele verfehlt und liegen auch deutlich unter dem Vorjahr (Absatz und Bruttoertrag -20%). Die Ursachen liegen zum einen im rückläufigen Volumen in unserem regionalen Markt und zum anderen ließ auch das Verhalten unserer liefernden Hersteller (Bestellbarkeit, Lieferfähigkeit, Absatzförderung) keine Strategie erkennen. Das Ergebnis dieser Kostenstelle ist traditionell eher bescheiden, aber in 2023 war nicht einmal ein neutrales Abteilungsergebnis zu erreichen, zumal sich hier auch auf Grund der hohen Umlaufmittel (Fahrzeugbestand) der größte Teil der Zinsentwicklung niederschlägt. Der Handel mit Gebrauchtwagen war zum vierten Mal in Folge unser umsatzstärkster Geschäftsbereich und bietet neben den bekannten Risiken nach wie vor auch die größten Chancen. Die Erlöse liegen hier 20% über dem Vorjahr, aber 5% unter Plan. Im Deckungsbeitrag III ist unser eine Steigerung von 12% gegenüber Vorjahr und 27% gegenüber Plan gelungen. Die Bereiche Service und Teile sind nach wie vor gemeinsam zu betrachten, da wir den überwiegenden Anteil unserer Teileerlöse über den eigenen Service handeln und kein separiertes Teilegeschäft betreiben. Den Umsatz konnten wir um 7% gegenüber Vorjahr steigern und liegen damit nur 1% unter der Planung. Obwohl wir ganzjährig eine stabile Nachfrage erfahren haben, liegen wir bei den verkauften Service- und Reparaturstunden doch unter unserem Ziel, was hauptsächlich Kapazitätsengpässen (Personal) geschuldet war. Dem folgend konnten wir in diesen Kostenstellen unseren DBIII vom Vorjahr zwar übertreffen (+30T€), unseren anvisierten DB III (-99T€) aber nicht erreichen. Das Geschäftsfeld Fahrzeugvermietung haben wir auch in 2023 mit unseren langjährigen Partnern bedient. Hier haben wir unsere Erlösziele, die auf dem Niveau des Vorjahres rangieren, erreicht und konnten den Deckungsbeitrag ebenfalls im Plankorridor halten. Die Gesellschaft beschäftigte zum 31.12. des vergangenen Jahres 83 Mitarbeiter. Hinzu kamen 7 Auszubildende in 5 Ausbildungsberufen, in denen wir auch weiterhin Ausbildung betreiben. Veränderungen in der Personalstruktur bzw. -ausstattung waren den üblichen Ab- und Zugängen geschuldet. Einschneidende Maßnahmen in diesem Bereich waren nicht geplant und haben auch nicht stattgefunden. Die bedeutendste personelle Veränderung fand zum Ende des Jahres in der Geschäftsführung statt. Der Firmengründer Herr Jürgen Franke beendete seine langjährige Tätigkeit als Geschäftsführer und steht dem Unternehmen fort an nur noch beratend zur Seite. Für alle Mitarbeiter ist ein Aus- bzw. Weiterbildungsplan existent, der kontinuierlich angepasst und umgesetzt wird, um allen bestehenden sowie zukünftigen Anforderungen zu begegnen und natürlich auch die Standards unserer Vertragspartner zu erfüllen. Zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit und der Einhaltung der DSGVO halten wir die notwendigen externen Personen und Einrichtungen unter Vertrag. Alle diesbezüglichen jährlichen Bedingungen und Maßnahmen wurden erfüllt. Handels- und Serviceverträge mit den Marken VW Pkw und VW Nutzfahrzeuge bestehen unbefristet fort. Bei der Marke Skoda fand eine erwartete Handelsnetzüberarbeitung statt, in deren Zuge unser Handelsvertrag mit der Marke beendet wird. Weiter halten wir auch unbefristete Serviceverträge der Marken Audi, Seat, Cupra und Skoda. Die daraus entstehende Vielzahl von Tests und Überprüfungen durch unsere Vertragspartner, sowohl im fachlichen als auch in den administrativen Bereichen, wurden alle vollumfänglich bestanden und bestätigen uns eine hohe Prozessqualität und -sicherheit. Nach den Anforderungen der DIN EN ISO, des TÜV, sowie des Umweltsiegels wurden wir im vergangenen Jahr erneut in allen Bereichen zertifiziert. Die Zusammenarbeit, mit den schon über viele Jahre in unserer Gesellschaft engagierten Kreditinstituten, basiert weiterhin auf einem vertrauensvollen und konstruktiven Verhältnis. Alle Kapitaldienste wurden pünktlich bedient. 3. Unternehmenslage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten von 23.781 T€ in 2022 um 1,69 % auf 24.182 T€ in 2023 gesteigert werden. Trotzdem haben wir unsere ursprüngliche Planung um 2.176 T€ verfehlt. Die Erlösrückstände betreffen alle Geschäftsbereiche, jedoch in unterschiedlichen Dimensionen:
Den in der Planung gesetzten Kostenrahmen haben wir nur teilweise eingehalten, da wir die Teuerung, die in allen Bereichen fortschreitet, unterschätzt hatten. Die Stückkosten (var. Kosten) blieben in Folge der ausgebliebenen Fahrzeugauslieferungen deutlich unter dem Plan.
Der Personalaufwand lag bei 4.006 T€, damit erwartungsgemäß über dem Vorjahr, aber im Planungskorridor. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis Personalaufwand zu Gesamtleistung) ist mit 16,6 % gegenüber dem Vorjahr (Vj. 16,1 %) auf ähnlichem Niveau. Diese Quote hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, was der Verschiebung in der Umsatzverteilung vom weniger personalintensiven Fahrzeughandel hin zum personalintensiveren Servicebereich geschuldet ist. Daher betrachten wir hier das aussagekräftigere Verhältnis Personalaufwand zum Rohertrag, was sich von 61,8% in 2020, über 55,4% in 2021 zu 52,42% in 2022 positiv entwickelt hat. In der vergangenen Periode hatten wir einen Anstieg auf 54,61% zu verzeichnen. Der Wert liegt zwar im Sollbereich, doch gilt hier besondere Aufmerksamkeit, um eine weitere Steigung zu verhindern. Die Materialaufwendungen sind branchenbedingt der größte Kostenbereich. Die Materialaufwandsquote (Verhältnis Materialaufwand zu Gesamtleistung) beträgt 70,6 % (Vj. 70,2 %). Die Absenkung gegenüber den vergangenen Perioden ergibt sich aus der vorgenannten Verschiebung der Umsatzanteile des Gesamtbetriebes. Trotz Verfehlung unser Umsatzziele konnten wir unseren anvisierten Rohertrag erreichen. Er liegt um marginale 0,7% gegenüber Vorjahr auf 7.336 T€. Unser Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich von 850 T€ im Vorjahr auf 819 T€ nur leicht vermindert. Der Jahresüberschuss beträgt 325 T€ (Vorjahr 524 T€). b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf gerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur ist weiterhin sehr stabil. Die Eigenkapitalquote lag im Vorjahr bei 22,9 % und hat sich auf 24,6 % zum 31.12.2023 erhöht. Es wurden im Geschäftsjahr keine Ausschüttungen an die Gesellschafter getätigt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen mit 7,0 Mio. € gegenüber der VW-Bank GmbH. Sie summieren sich aus 1,1 Mio. € für Investitionen und 5,9 Mio. € für Umlaufmittel aus dem operativen Geschäft. Im Vorjahr waren es 6,7 Mio. €. Die Liquidität ist gegenüber dem Vorjahresstichtag geringfügig gesunken. Unsere liquiden Mittel betragen zum Abschlussstichtag 528 T€ (Vorjahr 551 T€). Unser kurz- und mittelfristig finanziertes Vermögen übersteigt unsere hierzu äquivalenten Schulden (working capital) zum Bilanzstichtag um 1.440 T€ (Vj. 1.218 T€). Diese Kennzahl liegt im Zielbereich ist ein wichtiger Indikator unserer stabilen Finanzlage. c) Vermögenslage Unsere Sachanlagen betragen 32,3 % (Vj. 34,1 %) der Bilanzsumme. Unser Vorratsvermögen hat sich von 5.009 T€ im Vorjahr auf 5.760 T€ zum Bilanzstichtag erhöht. Unsere Bestände bzw. Vorräte entsprechen in Zusammensetzung, Struktur, Alter und Umschlaghäufigkeit dem Durchschnitt der Branche. Die Bestandsveränderungen bewegen sich im üblichen Rahmen, die aus natürlichen Schwankungen des laufenden Geschäftsbetriebes entstehen. Die Bilanzsumme liegt zum Abschlussstichtag bei 11.442 T€ (Vorjahr 10.866 T€). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Umsatzrendite und den Rohertrag heran. Die Umsatzrentabilität (Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist im Vergleich zum Vorjahr mit 3,6 % auf 3,4 % im Berichtsjahr leicht gesunken. Der Rohertrag ist von 7.287 T€ im Vorjahr auf 7.336 T€ im Jahr 2023 gestiegen. III. Prognosebericht Vorhersagen, die Zukunft betreffend, waren schon immer schwierig. Aber wie unter 2. Geschäftsverlauf schon beschrieben, haben mittelfristige Prognosen eher Glücksspielcharakter. Die von Politik und Industrie in die Gesellschaft und den Markt getragenen Einflüsse sorgen von regional bis global für unvorhersehbare Verwerfungen. Daher gilt für uns den mit professioneller Unterstützung im Jahr 2021 gestarteten Prozess zur permanenten, qualitativen Weiterentwicklung unserer Organisations-, Prozess-, Personal- und Infrastruktur kontinuierlich zu verfolgen, die Effektivität, Effizienz und Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens stetig im Focus zu halten, um auf künftige Entwicklungen und Anforderungen des Marktes, der Verbraucher, der Lieferanten und des Umfeldes schnell und flexibel reagieren zu können. Als Grundlage für unsere Planung haben wir den Soll/Ist Abgleich aus dem Geschäftsjahr 2023 in die Zukunft gespiegelt und um die bereits abzusehenden Veränderungen ergänzt. Wir rechnen mit einem Umsatzziel von ca. 26.000 T€ und einem Betriebsergebnis auf dem Niveau der Vorjahre. Der Start in das aktuelle Geschäftsjahr verlief ähnlich dem des Vorjahres. Wir sind gegenüber unseren Absatzzielen leicht im Hintertreffen, liegen aber dafür im Ergebnis im Plankorridor. Gänzlich daneben liegen bisher ausschließlich die prognostizierten Saisonkurven. Weitere Einflüsse oder Ereignisse von Bedeutung hat es in diesem Jahr noch nicht gegeben. IV. Hinweis auf wesentliche Chancen und Risiken Den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährdende Risiken waren zum Bilanzstichtag nicht zu erkennen. Das Autohaus Rinnetal ist seit über 30 Jahren im Markt etabliert. Wir erreichen die branchenüblichen Marktanteile, genießen einen hohen Bekanntheitsgrad und werden von unseren Kunden überdurchschnittlich gut bewertet. Die aktuellen Handels- und Serviceverträge laufen bereits im vierten Jahr. Hier bleibt zu beobachten, ob die Standards und Richtlinien, sowie die Margen- und Bonussysteme für uns weiterhin rentabel sind. In diesem Zusammenhang prüfen wir auch regelmäßig, ob es gegebenenfalls auch Veränderungen in unserem Markenportfolio bedarf. Hier ist ebenfalls noch zu entscheiden, in wie weit die freiwerdenden Kapazitäten aus den Neuwagenhandel Skoda auf andere Geschäftsfelder umgelenkt oder abgebaut werden. Unsere Bestände befinden sich in Größe und Struktur auf dem gewünschten Niveau. Damit liegen Kapitalbindung und Liquidität im geplanten Bereich und wir erhalten uns eine hohe Flexibilität. Darüber hinaus befinden wir uns in den Bereichen Immobilien, Ausrüstung und Ausstattung auf einem hohen Niveau. Wir investieren permanent in Ausrüstung und Ausstattung, sowie in Wartung, Pflege und Instandsetzung unseres Anlagevermögens. Investitionen sind in 2024 ausschließlich in Organisation, Strukturen, Systeme und Prozesse zur Umsatz-, Effizienz- und Ertragssteigerung vorgesehen, die mit fortschreitender Digitalisierung und Mobilitätswende einhergehen. Teil hiervon ist selbstverständlich auch der stetige Invest in unsere Mitarbeiter, um Qualifikation und Befähigung ständig auf einem hohen Level zu halten und auszubauen. Mit unserer bereits in der Vergangenheit belegten Flexibilität, getragen auch durch die qualifizierte, loyale und motivierte Belegschaft, können wir in allen Bereichen auf Verschiebungen in den Märkten reagieren. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien der Volkswagen Bank, der Volksbank Saaletal und der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Rudolstadt, den 30. Juni 2024 Nico Franke Jeannette Kaufmann HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Autohaus Rinnetal GmbH hat ihren Sitz in Rudolstadt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HR B 201316 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Aufgliederung des Bilanzpostens Sachanlagen wurde branchenbedingt um die Position Geschäfts- und Vorführfahrzeuge erweitert. Dies dient einer klareren und übersichtlicheren Darstellung. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB). Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen sind folgende Grundsätze und Methoden maßgebend: Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit den Anschaffungskosten angesetzt und linear auf die Dauer von 10 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis 800,00 € werden als geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr des Zugangs aktiviert und gleichzeitig voll abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Vorräte Die Vorräte umfassen fast ausschließlich Handelswaren und werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Ausfalls gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Danach werden auf sämtliche Differenzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Pensionsrückstellungen Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden entsprechend der handelsrechtlichen Regelung des § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem abgezinsten notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,83 % p.a. angesetzt. Die Ermittlung erfolgte durch einen externen Sachverständigen. Rückdeckungsversicherungen bestehen. Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, wurden mit dem Zeitwert des Rückdeckungsanspruchs bewertet (§ 253 Abs. 1 S. 3 HGB). sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Ein höherer beizulegender Wert war nicht anzusetzen. Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. 2. Latente Steuern Der nach der Steuerbilanz sich ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Von der Möglichkeit einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden wurde deshalb Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 15,83 % für Körperschaftsteuer und 12,25 % für Gewerbesteuer. 3. Ausschüttungssperren Der Gesamtbetrag, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 58.664,00 €. Er resultiert aus folgenden Positionen:
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde das Projected Unit Credit Verfahren (PUC-Methode) angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen: § Pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren § Durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,83 % (im Vorjahr: 1,80 %), der von der Dt. Bundesbank bekannt gemacht wurde § Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0 % nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit § Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 4,9 T€ (Vj. 22,3 T€). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, wurden mit dem Zeitwert des Rückdeckungsanspruchs bewertet (§ 253 Abs. 1 S. 3 HGB). Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung der handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen umfassen u. a. Rückstellungen für Gewährleistungen, Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen, Aufbewahrungsverpflichtung, Prozesskosten, sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses. 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Sicherheiten der Verbindlichkeiten sind nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.
Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird nachfolgend erläutert: - Bürgschaften der Gesellschafter Frau Jeannette Kaufmann und Herr Nico Franke - Grundschulden über 3,72 Mio. € auf den Betriebsgrundstücken in Rudolstadt - Rahmensicherungsübereignungsvertrag für Kraftfahrzeuge sowie Ersatz- und Austauschteile Es besteht ein gemeinsamer Finanzierungsrahmenvertrag der Autohaus Rinnetal GmbH und der Auto Riviera GmbH, Rudolstadt, mit einem Kreditinstitut. Die beiden Gesellschaften haften darin gesamtschuldnerisch für den finanzierten Fahrzeugbestand. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB:
Unter Hinweis auf § 285 Nr. 3 und 3a) HGB bestehen in den nächsten 5 Jahren Ankaufsverpflichtungen aus 532 Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 9,6 Mio. €. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 285 Nr. 4 HGB unterbleibt, da die Gesellschaft die Erleichterungsvorschrift des § 288 HGB in Anspruch nimmt. In den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 35 T€ (Vorjahr 44 T€) enthalten. VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Angaben zur Zahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 82 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Berechnung erfolgte gem. § 267 Abs. 5 HGB. 2. Beteiligungen Die Gesellschaft hält eine Beteiligung von 21 % an der Auto Riviera GmbH mit Sitz in Rudolstadt. Weitere Angaben zu dieser Beteiligung unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 3 S. 2 HGB. Weitere Beteiligungen sind für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. 3. Mitglieder der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung von folgenden Personen wahrgenommen: • Jürgen Franke, Kfz-Handwerksmeister • Nico Franke, Kfz-Mechanikermeister • Jeannette Kaufmann, geb. Franke, Betriebswirt des Handwerks Die Angaben der Organbezüge entfällt unter Bezugnahme auf die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB. 4. Honorar des Abschlussprüfers Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers gem. § 288 Abs. 2 HGB. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 6. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 325.312,66 € mit dem Gewinnvortrag von 2.338.429,41 € zu verrechnen.
Rudolstadt, den 30.06.2024 Nico Franke Jeannette Kaufmann
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Autohaus Rinnetal GmbH, 07407 Rudolstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Rinnetal GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Rinnetal GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse § entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und § vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus § identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. § gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. § beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. § ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. § beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. § beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. § führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 31. Juli 2024 Conrad GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Martin Conrad, Wirtschaftsprüfer |
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