Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 16202
Eingetragen
13.12.2022
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Halten und Verwalten von Beteiligungen an Gesellschaften gleich welcher Rechtsform.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Kesselmeier
seit 13.12.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Jörg Kesselmeier
Paderborn
26.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kesselmeier Holding GmbH

Paderborn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht
des Kesselmeier Holding Konzerns, Paderborn,
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war geopolitisch von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Die wirtschaftliche Lage der Bundesrepublik Deutschland und auch die unserer Branche, der Sozialwirtschaft - insbesondere der Altenhilfe - kann als angespannt beschrieben werden.

Der Arbeitgeberverband Pflege verzeichnete einen negativen Spitzenwert von 783 Insolvenzen und Schließungen von Pflegeeinrichtungen für das Gesamtjahr, darunter auch Großinsolvenzen wie die der Dorea oder der Convivo Holding GmbH. Ursachen vieler wirtschaftlicher Schieflagen waren - neben Managementfehlern und zu geringer Kapitalausstattung - vor allem auf den Fachkräftemangel zurückzuführende niedrige Belegungsraten, starke Tarifsteigerungen, die nicht schnell genug in die Pflegesätze einflossen, sowie ein hoher Anstieg von Pachten, Energie- und Sachkosten.

Selbst wirtschaftlich und organisatorisch gut aufgestellte Träger hatten somit kein einfaches Jahr, was Ausdruck in einem eher gedämpften Investitionsklima fand.

2. Ertragslage, Finanzlage, Vermögenslage

Der Kesselmeier Holding Konzern unterhielt mit keinem der oben genannten, von Insolvenzen betroffenen größeren Träger eine Geschäftsbeziehung, weshalb keine nennenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen waren. Im Gegenteil konnte der Kesselmeier Holding Konzern davon profitieren, dass verschiedene insolvente Einrichtungen von Kesselmeier Holding Konzern-Kunden übernommen wurden, was wiederum zu Lizenzerweiterungen führte.

Der Nettoumsatz des Kesselmeier Holding Konzerns erhöhte sich durch organisches Wachstum von 52,5 Mio. EUR auf 62,1 Mio. EUR. Der Konzern erzielte einen Überschuss in Höhe von 22,2 Mio. EUR gegenüber 17,7 Mio. EUR im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Am Bilanzstichtag verfügt der Konzern über liquide Mittel, im Wesentlichen Bankguthaben, in Höhe von 63,8 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR) und darüber hinaus über Wertpapierbestand i.H.v. rund 3,2 Mio. EUR (im Vorjahr 4,7 Mio. EUR).

Die immateriellen Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen aus Vivendi Software bestehen, haben sich von 10,3 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR verringert. Im Geschäftsjahr 2023 waren Zugänge in Höhe von 2,1 Mio. EUR zu verzeichnen.

Der bilanzierte Wert der Sachanlagen - hauptsächlich Grundstücke, betriebliche Immobilien und Inventar - stieg auf 43,8 Mio. EUR gegenüber 31,9 Mio. EUR im Vorjahr. In dieser Summe sind 20,4 Mio. EUR geleistete Anzahlungen auf den Anfang 2024 bezogenen dritten Bauabschnitt des Connext Campus enthalten.

Bei den Finanzanlagen ist ein Wandeldarlehen in Höhe von 0,1 Mio. EUR zugegangen.

Der Kesselmeier Holding Konzern arbeitet weiterhin mit eigenem Kapital: Die Eigenkapitalquote liegt bei 91 % (Vorjahr: 93 %). Auch die weiteren relevanten Parameter zeigen die grundsolide wirtschaftliche Situation des Kesselmeier Holding Konzerns.

Der rund 30 Mio. EUR teure dritte Bauabschnitt des Connext Campus wurde im Dezember 2023 weitestgehend fertiggestellt und konnte im Januar 2024 in Betrieb genommen werden.

Insgesamt waren wir mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2023, insbesondere unter Berücksichtigung der schwierigen Rahmenbedingungen, höchst zufrieden.

3. Chancen und Risiken

Aufgrund der vor allem durch ein stabiles Geschäft mit konstantem Wachstum sowie durch langjährige Thesaurierung von Gewinnen geschaffenen finanziellen Basis bestehen keine erkennbaren wirtschaftlichen Risiken. Zudem ist die Möglichkeit gegeben, das Geschäft unabhängig weiterzuentwickeln.

Um uns im Markt zu behaupten und organisch weiter zu wachsen, investieren wir vor allem in die technologische, fachliche und ergonomische Weiterentwicklung unserer marktführenden Softwareplattform Vivendi.

Der Kesselmeier Holding Konzern investiert fortlaufend in die Qualifizierung der bestehenden und die Gewinnung neuer Mitarbeiter und kooperiert darüber hinaus auf vielen Ebenen mit Kunden, Partnern aus Wissenschaft und Forschung sowie Anbietern von Komplementärlösungen, die in das Vivendi-Ökosystem eingebunden werden.

Wir sehen weiterhin Wachstumsmöglichkeiten in den vom Kesselmeier Holding Konzern derzeit geografisch (deutschsprachiger Raum) als auch funktional bedienten Bereichen. Darüber hinaus sind alle Produkte jedoch grundsätzlich für den Einsatz in anderen Regionen geeignet und funktional erweiterbar/ um Komplementärmodule zu ergänzen.

Insgesamt sind bestandsgefährdende oder die Unternehmensentwicklung nachhaltig beeinträchtigende Risiken nicht erkennbar - jedenfalls soweit wir dabei alle internen und die üblichen externen Einflussfaktoren betrachten. Wir haben bestmögliche Vorsorge sowohl hinsichtlich unserer finanziellen Verhältnisse als auch in Bezug auf mögliche Cyberrisiken getroffen. Zudem sind alle unsere Geschäftsprozesse (multi-) cloudfähig, lassen sich jedoch, z.B. aus Kosten- oder Datenschutzerwägungen, auch On Premises betreiben. Weder wir als Hersteller noch unsere Kunden sind also auf ein Betriebsmodell oder gar einen einzelnen Hyperscaler festgelegt.

Allgemein können Unsicherheiten hinsichtlich der Marktentwicklung (abhängig etwa von Gesetzgebung, Konjunktur, Mitbewerbern, Technologien, Preisen, Personalgewinnung usw.) die Konzernziele beeinflussen. Durch eine aufmerksame Marktbeobachtung, dauerhaft innovative Produktentwicklung und eine vorausschauende Personalpolitik einschließlich hoher Ausbildungsinvestitionen minimiert der Kesselmeier Holding Konzern diese Unsicherheiten nach Kräften.

4. Forschung und Entwicklung

Die von allen Vivendi-Anwendern - unabhängig vom jeweiligen Betriebsmodell - genutzte Digitalisierungsplattform Vivendi Assist wurde 2023 u.a. um ein AI-Gateway erweitert, dass die Nutzung unterschiedlicher KI-Sprachmodelle für unterschiedlichste Anwendungen innerhalb der einzelnen Vivendi-Module ermöglicht. Zu den verfügbaren Anwendungen zählen u.a. KI-gestützte Sprachdokumentation, Wunddokumentation, Pflegeplanung, Zusammenfassung der Pflegesituation. In Arbeit befindet sich die Unterstützung/ Ablösung der bisherigen Heuristiken in der Dienst- und Tourenplanung durch eine entsprechende KI-Komponente.

Bezüglich der Basistechnologie wurde zudem das .NET 8 Rollout, die erweiterte Unterstützung der Microsoft Graph-Schnittstelle sowie die Anmeldung via Entra-ID an alle Module vorbereitet (Release ist Anfang 2024 erfolgt). Zudem wurde weiter am PostgreSQL- und Docker-/ Kubernetes-Support gearbeitet. Die Sicherheitsarchitektur wurde - auch für genutzte Libraries/ Pakete - weiter verbessert. Ein umfassendes Datenschutz- und Datensicherheitsaudit wurde erfolgreich durchgeführt.

Die plattformübergreifende App Vivendi Mobil NEO wurde erstmals den Kunden präsentiert und wird Mitte 2024 schrittweise eingeführt. Dies erfolgt parallel zur top-aktuellen Android-App Vivendi Mobil.

Darüber wurden zahlreiche fachliche Neuerungen und Verbesserungen umgesetzt, z.B. bezüglich BTHG und PeBeM.

Zudem erfolgte ein umfassendes Ergonomie-Update der Web-Oberfläche inklusive verbesserter Barrierefreiheit.

5. Prognose

Wir erwarten für 2024 gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 6% beim Umsatz und von -8% beim Ertrag.

Die Prognose des Vorjahres wurde deutlich übertroffen.

Dank

Unser seit 28 Jahren durchgeführtes Anwendertreffen hat erst vor wenigen Wochen wieder deutlich gemacht, wie glücklich wir uns schätzen dürfen, mit derartig engagierten Kunden zusammenzuarbeiten. Das ist ein Privileg - ebenso wie die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in Entwicklung, Vertrieb, Consulting, Support und den übrigen Unternehmensbereichen, die Vivendi jeden Tag noch ein Stück erfolgreicher machen.

Dankeschön!

 

Paderborn, 14. Oktober 2024

Jörg Kesselmeier
Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
10.051.047,05 10.322.946,83
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
21.639.449,71 22.406.793,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.826.429,00 1.404.612,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.373.328,80 8.041.162,26
  43.839.207,51 31.852.567,97
III. Finanzanlagen    
1. Sonstige Ausleihungen 120.000,00 0,00
  120.000,00 0,00
  54.010.254,56 42.175.514,80
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Waren 48.836,99 42.984,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.166.902,49 1.429.480,32
2. Sonstige Vermögensgegenstände 314.702,86 133.706,20
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
€ 41.616,78; Vorjahr € 35.584,17)
  2.481.605,35 1.563.186,52
III. Wertpapiere    
1. Sonstige Wertpapiere 3.235.496,57 4.736.643,53
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 63.792.954,90 63.352.193,93
  69.558.893,81 69.695.008,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 182.558,10 190.177,15
  123.751.706,47 112.060.700,30

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 602.378,52 602.378,52
III. Gewinnvortrag 73.018.401,70 61.068.313,52
IV. Jahresüberschuss 17.196.506,59 12.098.927,68
V. Anteile Fremder 22.247.125,70 30.526.489,20
  113.090.412,51 104.322.108,92
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 432.844,00 419.216,00
2. Steuerrückstellungen 3.977.054,50 2.044.300,00
3. Sonstige Rückstellungen 842.071,74 732.490,00
  5.251.970,24 3.196.006,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 265.317,33 181.430,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 265.317,33; Vorjahr € 181.430,00)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.052.202,55 1.153.776,87
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 2.052.202,55; Vorjahr € 1.153.776,87)
(davon aus Steuern: € 419.905,69;
Vorjahr € 289.938,89)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 53.341,21;
Vorjahr € 46.539,52)
  2.317.519,88 1.335.206,87
D. Rechnungsabgrenzungsposten 76.879,72 110.884,46
E. Passive latente Steuern 3.014.924,12 3.096.494,05
  123.751.706,47 112.060.700,30

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
 
1. Umsatzerlöse 62.055.948,91 52.503.876,06
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.285.581,37 577.021,09
  63.341.530,28 53.080.897,15
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für bezogene Waren -2.444.496,82 -1.953.761,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.401.155,60 -1.384.469,47
  -3.845.652,42 -3.338.230,97
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -18.283.172,28 -16.253.243,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
-3.180.411,28 -2.905.772,79
(davon für Altersversorgung: € -10.301,40;
Vorjahr € -25.446,63)
   
  -21.463.583,56 -19.159.016,25
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
-4.049.440,03 -1.579.351,30
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.369.464,43 -3.130.757,25
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.402.984,47 193.068,09
8. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -79.475,17 -383.201,72
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.718,60 -15.112,54
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € -8.488,00;
Vorjahr € -8.572,77)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.675.132,56 -7.900.554,08
(davon latente Steuern: € +726.541,07;
Vorjahr € +52.482,95)
   
11. Ergebnis nach Steuern 22.258.047,98 17.767.741,13
12. Sonstige Steuern -71.232,87 -65.846,18
13. Jahresüberschuss 22.186.815,11 17.701.894,95
14. Anteiliger Jahresüberschuss Minderheitsgesellschafter -4.990.308,52 -5.602.967,27
15. Jahresüberschuss des Konzerns 17.196.506,59 12.098.927,68

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Kesselmeier Holding GmbH, Balhorner Feld 11 , 33 106 Paderborn , eingetragen beim Amtsgericht Paderborn unter HRB   16202 zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze, den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

Der Konzernabschluss hat befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB bei Erfüllung der Voraussetzungen dieser Vorschrift für die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen

Connext Communication GmbH, Paderborn

I. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, den 31. Dezember 2023, aufgestellt, der dem Stichtag des einbezogenen Tochterunternehmens entspricht.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode.

Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern eliminiert.

II. Konsolidierungskreis

Als unmittelbares oder mittelbares Tochterunternehmen der Kesselmeier Holding GmbH wurde folgendes Unternehmen aufgrund der Stimmrechtsanteile bzw. des beherrschenden Einflusses in den Konzernabschluss einbezogen:

  Anteil in Währung Nennkapital Eigenkapital
31.12.202 3
  %     T €
Connext Communication GmbH, Paderborn   EUR 26.250 107.163

B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsansätze

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt und entspricht den Vorschriften des § 275 HGB.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs - oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Geringwertige Anlagegegenstände werden im Zugangsjahr abgeschrieben.

Der bei der erstmaligen Konsolidierung der Connext Communication GmbH, Paderborn, entstandenen immateriellen Vermögensgegenstände (Software), werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern basieren auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse der betreffenden Vermögensgegenstände.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind.

Die Sonstigen Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert.

Die Vorräte sind mit Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bewertet. Für gesunkene Einstandspreise zum Bilanzstichtag und für Verwendungsrisiken wurden angemessene Abschläge vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Einzelwertberichtigungen werden in Höhe des zum Stichtag identifizierbaren Ausfallrisikos gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Es werden Abschreibungen - soweit notwendig - auf den niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert berücksichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das voll eingezahlte Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Die Pensionsrückstellungen aus unmittelbaren Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt worden.

Die Pensionsrückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 1 HGB bemessen. Dabei wurden zur Bewertung die PUC-Methode bei einem Rechnungszins von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) sowie die Heubeck Richttafeln 2018 G herangezogen. Ein Rententrend wurde bei der Ermittlung nicht berücksichtigt. Das Deckungsvermögen aus der Rückdeckungsversicherung wurde gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert ausgewiesen. Es wurden Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 114) mit Verpflichtungen zu Erfüllungsbeträgen in Höhe von TEUR 550 (Vorjahr: TEUR 533) verrechnet. Die Anschaffungskosten bzw. Erfüllungsbeträge entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Es wurden Erträge in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 9) saldiert ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 10.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Latente Steuern wurden zu Steuersätzen von 30 % (Deutschland) gerechnet.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen.

C. Angaben zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt (siehe Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023).

Das voll eingezahlte Stammkapital des Mutterunternehmens beträgt EUR 26.000,00.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus Darlehen mit 1,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) enthalten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung sind wie folgt:

Konzern - Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung

2023
Bilanz Restlaufzeit Sicherheiten
    bis 1 Jahr > 1 Jahr d avon
> 5 Jahre
   
  T € T € T € T € T €  
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
265 265 0 0 265 übliche
Eigentumsvorbehalte
Vorjahr 181 181     181 übliche
Eigentumsvorbehalte
Sonst. Verbindlichkeiten 2.052 2.052 0 0 0 keine
Vorjahr 1.154 1.154 0 0 0 keine
Summe 2.317 2.317 0 0 265  
Vorjahr 1.335 1.335 0 0 181  

D. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen mit Verkauf und Service von Software in Deutschland und Österreich erzielt.

E. Sonstige Angaben

Gesamthonorar der Abschlussprüfer nach §   285 Nr.   17 HGB

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers in Höhe von ca. TEUR 31 bezieht sich auf Einzel- und Konzernabschlussprüfungsleistungen. Weitere Honorare entfielen auf sonstige Leistungen mit TEUR 4.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus einem unbefristeten Mietvertrag für eine Niederlassung der Gesellschaft und Leasingverträgen (v.a. Mietleasing Jobrad). Für das Jahr 2024 betragen diese Verpflichtungen TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 77). Für den Zeitraum 2025 bis 2028 bestehen Verpflichtungen in Höhe von jeweils TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 75).

Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 284 (Vorjahr: 259) Angestellte.

Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe

Der Geschäftsführung der Kesselmeier Holding GmbH gehört an:

 

Jörg Kesselmeier, Paderborn

Mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

F. Nachtragsbericht

Es ereigneten sich keine wesentliche Sachverhalte nach dem Stichtag.

 

Paderborn, den 14. Oktober 2024

Jörg Kesselmeier
Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
10.937.890,00 2.149.903,79 0,00 13.087.793,79
  10.937.890,00 2.149.903,79 0,00 13.087.793,79
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
27.252.317,05 1.851,74 0,00 27.254.168,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
6.656.275,52 1.422.520,72 767.615,54 7.311.180,70
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.041.162,26 12.332.166,54 0,00 20.373.328,80
  41.949.754,83 13.756.539,00 767.615,54 54.938.678,29
III. Finanzanlagen        
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 120.000,00 0,00 120.000,00
  0,00 120.000,00 0,00 120.000,00
  52.887.644,83 16.026.442,79 767.615,54 68.146.472,08
  Abschreibungen
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
614.943,17 2.421.803,57 0,00 3.036.746,74
  614.943,17 2.421.803,57 0,00 3.036.746,74
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
4.845.523,34 769.195,74 0,00 5.614.719,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
5.251.663,52 858.440,72 625.352,54 5.484.751,70
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.097.186,86 1.627.636,46 625.352,54 11.099.470,78
III. Finanzanlagen        
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  10.712.130,03 4.049.440,03 625.352,54 14.136.217,52
  Restbuchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
10.051.047,05 10.322.946,83
  10.051.047,05 10.322.946,83
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
21.639.449,71 22.406.793,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.826.429,00 1.404.612,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.373.328,80 8.041.162,26
  43.839.207,51 31.852.567,97
III. Finanzanlagen    
1. Sonstige Ausleihungen 120.000,00 0,00
  120.000,00 0,00
  54.010.254,56 42.175.514,80

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

    2023
   
  Konzernjahresüberschuss 22.186.815
- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens -4.049.440
-/+ Abnahme/Zunahme der Rückstellungen 123.210
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zugeordnet sind
584.495
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind
948.308
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -1.399.266
+ Ertragsteueraufwand 9.675.133
- Ertragsteuerzahlungen -7.823.948
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 20.245.307
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 767.616
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -13.756.539
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.149.904
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -120.000
+ erhaltene Zinsen 1.402.984
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -13.855.843
- Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -4.400.200
-/+ Ergebnisneutrale Kapitalveränderung -1.544.784
- gezahlte Zinsen -3.719
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.948.703
  Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -440.761
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 63.352.194
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 62.911.433

Der Finanzmittelfonds beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Mutterunternehmen
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Konzerngewinn-
vortrag
Konzernjahres-
überschuss
Eigenkapital
Stand am 13.12.2022 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Einlage von 68,57% an
der Connext GmbH
1.000,00 602.378,52 61.068.313,52 0,00 61.671.692,04
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 12.098.927,68 12.098.927,68
Veränderung 1.000,00 602.378,52 61.068.313,52 12.098.927,68 73.770.619,72
Stand am 31.12.2022 26.000,00 602.378,52 61.068.313,52 12.098.927,68 73.795.619,72
Kauf von 10,67% an
der Connext GmbH
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Änderungen 0,00 0,00 -148.839,50 0,00 -148.839,50
Umgliederung
Konzernjahresüberschuss VJ
0,00 0,00 12.098.927,68 -12.098.927,68 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 17.196.506,59 17.196.506,59
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung 0,00 0,00 11.950.088,18 5.097.578,91 17.047.667,09
Stand am 31.12.2023 26.000,00 602.378,52 73.018.401,70 17.196.506,59 90.843.286,81
Minderheits-
gesellschafter
Konzern-
eigenkapital
Ausgleichs-
posten für
Anteile anderer
Gesellschafter
Stand am 13.12.2022 0,00 25.000,00
Einlage von 68,57% an
der Connext GmbH
24.923.521,93 86.595.213,97
Konzernjahresüberschuss 5.602.967,27 17.701.894,95
Veränderung 30.526.489,20 104.297.108,92
Stand am 31.12.2022 30.526.489,20 104.322.108,92
Kauf von 10,67% an
der Connext GmbH
-8.869.472,02 -8.869.472,02
Sonstige Änderungen 0,00 -148.839,50
Umgliederung
Konzernjahresüberschuss VJ
0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 4.990.308,52 22.186.815,11
Ausschüttung -4.400.200,00 -4.400.200,00
Veränderung -8.279.363,50 8.768.303,59
Stand am 31.12.2023 22.247.125,70 113.090.412,51

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kesselmeier Holding GmbH, Paderborn

Pr ü fungsurteil e

Wir haben den Konzernabschluss der Kesselmeier Holding GmbH, Paderborn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kesselmeier Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

G rundlage f ü r die Pr ü fungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ü r den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlusspr ü fers f ü r die Pr ü fung des Konzernabschlusses und des Konzernlagebericht s

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 21. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hubert Ahlers, Wirtschaftsprüfer
ppa. Tim Waldert, Wirtschaftsprüfer



Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 8. November 2024 gebilligt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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