Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 261302
Eingetragen
2.12.2020
Branche
Spezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenErrichtung von Fertigteilbauten
Gegenstand
Durchführung von Bauarbeiten aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Käspeitzer
seit 1.7.2021
Geschäftsführer
Prokura
Hans-Andre Leckert
seit 2.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Paul und Katrin Basiner-Stiftung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Paul und Katrin Basiner-Stiftung
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Baugesellschaft Rank GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Gegenstand des Unternehmens

Die BAUGESELLSCHAFT RANK GMBH MÜNCHEN ist ein mittelständisches Bauunternehmen, das nahezu alle wichtigen Bereiche im Hochbau abdeckt. Unsere Gesellschaft verfügt über einen Stamm von rund 31 gewerblichen Mitarbeitern, 14 Polieren und Vorarbeitern sowie 12 Angestellten. Die eigenen gewerblichen Mitarbeiter werden schwerpunktmäßig auf technisch anspruchsvollen Umbaumaßnahmen und zur Abdeckung von Auftragsspitzen eingesetzt. Umsatzstarke Rohbauten werden mit ausgesuchten Subunternehmern abgewickelt. Unser Tätigkeitsfeld befindet sich vorwiegend im Großraum München.

Das Unternehmen zählt zu den ältesten deutschen Baufirmen und war seit der Gründung im Jahre 1862 bis zum Todestag unseres alleinigen Gesellschafters Paul Basiner († 16.08.2019) im Familienbesitz. Die Paul und Katrin Basiner Stiftung ist seitdem als Alleinerbin Gesellschafterin der vormaligen Baugesellschaft Gebr. Rank GmbH & Co. KG und verfolgt als gemeinnützige Stiftung folgende Zwecke:

1.

die Förderung der Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Entwicklung von neuen Bautechniken des humanen und umweltgerechten Bauens,

2.

die Förderung der Denkmalpflege und

3.

die Förderung der Kunst und Kultur.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig haben sich die stabilen Rahmenbedingungen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben, wesentlich verschlechtert:

Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%,

eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

steigende Material- und Energiepreise, ausgelöst durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie

die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel.

Dies hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau erheblich geschadet. Unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau sowie im Wirtschaftshochbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Dämmstoffen aus Styrol um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60% zugelegt. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%; nominal +1,3%).

Geschäftsverlauf

In Anbetracht dieser Rahmenbedingungen konnte unsere Gesellschaft im Geschäftsjahr die überdurchschnittliche Ergebnisentwicklung der letzten Jahre fortsetzen.

Der sehr gute Auftragsbestand von rund 22,4 Mio. € am Jahresanfang bildete die Basis dafür, dass die Planleistung von 22,0 Mio. € ein weiteres Mal übertroffen wurde.

Die Auftragseingänge lagen unterjährig bei 19,9 Mio. €. Zum Bilanzstichtag hat der Auftragsbestand noch rund 16,6 Mio. € betragen.

Die Bauleistung im Geschäftsjahr 2023 belief sich auf 25,7 Mio. € und liegt somit immer noch auf einem für das Unternehmen sehr hohen Niveau.

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 458 T€ in das Sachanlagevermögen investiert. Investitionen erfolgten in den Fuhrpark (243 T€), in Container (48 T€) sowie in Kleingeräte und Werkzeuge (12 T€), in geringwertige Wirtschaftsgüter (18 T€) und in EDV-Hardware (14 T€).

Alle Investitionen wurden aus Eigenmitteln finanziert. Verbindlichkeiten gegenüber Banken bestehen weiterhin nicht.

Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit führte 2023 zu Umsatzerlösen in Höhe von 23.582 T€ bei einer Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt + 2.106 T€. Daraus ergibt sich eine Bauleistung von 25.688 T€.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten zum Teil aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

Die Abschreibungen erhöhten sich auf 545 T€ (VJ 526 T€).

Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 2.052 T€ (8,0 % der Jahresbauleistung) und liegt damit nochmals auf einem sehr hohen Niveau (VJ 2.560 T€).

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist in 2023 durch ein Bilanzvolumen von 25,1 Mio. € (VJ 22,9 Mio. €) gekennzeichnet, wovon 17,5 Mio. € auf das Eigenkapital entfallen. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 70,0 % (VJ 70,7 %).

Das Anlagevermögen beläuft sich auf 6,7 Mio. € (VJ 6,7 Mio. €) und ist vollständig durch Eigenmittel finanziert.

Der Bestand der unfertigen (nicht abgerechneten) Bauten in Höhe von 25.090 T€ ist zu 96 % durch erhaltene Anzahlungen gedeckt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 160 T€. Forderungsausfälle waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Lieferanten- und Nachunternehmerrechnungen wurden unter Ausnutzung von Skonto beglichen.

Der Bestand an liquiden Mitteln beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 15.995 T€ (VJ 12.625 T€).

Die Finanzlage ist äußerst zufriedenstellend. Bankenverbindlichkeiten bestehen weiterhin nicht. Eingeräumte Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus verfügt unsere Gesellschaft über einen modernen Fuhr- und Maschinenpark sowie einen sehr hohen Bestand an Liquidität und ausreichend Bürgschaftsvolumen. Sämtliche Investitionen im Geschäftsjahr erfolgten aus Eigenmitteln. Für erkennbare Risiken sind ausreichende Rückstellungen vorhanden, zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Entwicklung der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung)

Betriebsergebnis

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Gesamtleistung pro Angestellte und das Betriebsergebnis heran. Die Gesamtleistung pro Angestellte beträgt 2.141 T€ p.a. und ist damit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Chancen und Risiken

Das Risikomanagement der Baugesellschaft Rank GmbH erfolgt sehr eng über die Geschäftsleitung selbst, wonach die Entwicklung der einzelnen Projekte von der Angebotsphase über die Auftragsannahme bis hin zur Auftragsabwicklung kontinuierlich und prozessorientiert überwacht und gesteuert wird.

In der Akquisitionsphase werden dezidierte Projektkalkulationen erstellt, auf deren Basis über den Angebotspreis letztendlich entschieden wird. Während der Abwicklung der Bauvorhaben wird die Leistungs- und Ergebnisentwicklung sämtlicher Projekte IT-gestützt überwacht und turnusmäßig im Rahmen eines standardisierten Berichtswesens betriebswirtschaftlich ausgewertet. Damit sollen Auftragsrisiken ebenso wie Optimierungs- und Claimpotenziale so früh wie möglich erkannt und erforderlichenfalls Gegenmaßnahmen zeitnah eingeleitet werden.

Der Zahlungsstand der Projekte sowie die Qualität der Lieferanten und Nachunternehmer unterliegen einer ständigen Prüfung.

Die wichtigsten Risiken, wie Kalkulationsfehler, Verzug bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitung, Mängel sowie ausbleibende Zahlungseingänge, sind auf diese Weise beherrschbar.

Der Baumarkt ist aktuell durch einen ruinösen Preiswettbewerb gekennzeichnet. Ausreichende Margen lassen sich nur dort erzielen, wo sich das Unternehmen in einer Nische durch wettbewerbsüberlegene Professionalität auszeichnet - und zwar oft auch nur so lange, bis die Wettbewerber nachziehen. Deshalb wollen wir erneut versuchen, uns weniger an Massenfertigungen zu beteiligen, sondern gezielt Sonderprojekte, die eine hohe technische Kompetenz erfordern, zu akquirieren.

Aus der anhaltenden Diskussion um den Klimawandel und der daraus erwachsenden Notwendigkeit, den privaten, öffentlichen und gewerblichen Gebäudebestand energetisch zu sanieren, ergeben sich Chancen für die Branche. Allerdings bleibt der Fachkräftemangel und die Fachkräftesicherung ein Risiko für die Geschäftsentwicklung.

Nach den Bemühungen der letzten Jahre ist der Bedarf unserer Gesellschaft an Fachkräften aktuell zufriedenstellend gedeckt. An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir aber kontinuierlich weiter - auch, um das vorhandene Personal, langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Eine Personalplanung über mehrere Jahre hinaus soll Engpässe vermeiden helfen.

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen zusätzlich; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten. Zum ersten Mal seit 2008 wird für 2024 im Bauhauptgewerbe von insgesamt rund 930.000 Beschäftigten mit einem Abbau von voraussichtlich etwa 30.000 Stellen gerechnet. Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht.

Insgesamt sind für unser Unternehmen auch auf Grund der hervorragenden Vermögenslage derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand und die weitere positive Entwicklung gefährden könnten.

Prognosebericht

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Wir gehen davon aus, dass unsere Gesellschaft, die hauptsächlich im Großraum München tätig ist, vom realen Produktions- und Umsatzrückgang weniger betroffen sein wird als der Bundesdurchschnitt.

Der sichere Auftragsbestand zu Jahresbeginn (16,6 Mio. €) und die Tatsache, dass wir unser Tagesgeschäft auch während der fortwährenden Krisen bislang weitestgehend normal fortführen konnten, wird voraussichtlich dazu führen, dass bei weiterhin normalem Geschäftsverlauf, die Bauleistung für das Jahr 2024 bei ca. 20 Mio. € liegen wird.

Die sehr gute Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft lässt uns, trotz schwacher Konjunkturaussichten weiterhin von einer positiven Entwicklung für das Jahr 2024 ausgehen.

 

München, 21. Mai 2024

Hans-Andre Leckert

Martin Käspeitzer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.659.533,00 3.509.590,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 859.121,00 1.137.157,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.132.855,00 1.991.431,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 106.469,94
6.651.509,00 6.744.647,94
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 4.900,00 4.900,00
6.656.409,00 6.749.549,94
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 113.600,00 42.000,00
2. Unfertige Bauleistungen 25.090.405,00 22.984.430,00
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -24.183.519,34 -22.301.787,57
1.020.485,66 724.642,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.061.490,24 901.142,04
2. Sonstige Vermögensgegenstände 345.127,19 277.551,64
1.406.617,43 1.178.693,68
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 0,00 1.645.729,53
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 15.995.091,57 12.625.203,44
18.422.194,66 16.174.269,08
25.078.603,66 22.923.819,02

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Stammkapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Rücklagen 9.765.511,40 9.060.511,40
III. Gewinnvortrag 4.725.630,55 3.575.082,95
IV. Jahresüberschuss 2.052.179,22 2.560.547,60
17.543.321,17 16.196.141,95
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Steuern 31.285,52 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.394.000,00 3.077.000,00
2.425.285,52 3.077.000,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.388.945,35 1.421.842,60
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.472.868,88 1.223.874,85
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.174.069,98 922.283,55
5.035.884,21 3.568.001,00
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 74.112,76 82.676,07
25.078.603,66 22.923.819,02

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 10.448.656,83 11.420.619,57
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.383.555,36 -4.821.141,75
b) Soziale Abgaben -1.330.737,64 -5.714.293,00 -1.327.035,86
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -545.170,58 -525.564,34
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.380.088,74 -732.519,42
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 273.432,82 52.033,48
6. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -213.392,61
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -44.221,68 -39.149,56
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -986.136,43 -1.253.301,91
9. Ergebnis nach Steuern 2.052.179,22 2.560.547,60
10. Jahresüberschuss 2.052.179,22 2.560.547,60

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Baugesellschaft Rank GmbH, München ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 HGB, eingetragen im Handelsregister München unter Nummer HRB 261302.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach den amtlichen Afa-Tabellen vorgenommen, wobei Zugänge während des Geschäftsjahres pro rata temporis abgeschrieben werden. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungspreis bis zu 800,00 € werden im Jahr ihrer Anschaffung voll abgeschrieben. Für Rüst- und Schalungsmaterial ist ein Festwert angesetzt. Dieser wurde zuletzt in 2021 überprüft und mit 1.273 T€ neu bewertet. Die Überprüfung des Wertes erfolgt alle drei Jahre.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Die Vorräte werden mit den Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten angemessene Teile der Gemeinkosten. Die Kundenanzahlungen werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten offen von den Vorräten abgesetzt. Die über die Herstellkosten hinausgehenden Anzahlungen werden passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Bei erkennbaren Risiken erfolgen angemessene Einzelwertberichtigungen. Darüber hinaus wird zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene oder frühere Geschäftsjahre betreffen. Der Wertansatz bemisst sich nach dem nach kaufmännischer Sorgfalt notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten werden in Höhe der Erfüllungsbeträge passivisch ausgewiesen.

Der Ausweis von passiven latenten Steuern ergibt sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die sich umkehrende Steuerlatenz betrifft lediglich die unterschiedliche Abschreibung des Gebäudes in Anzing. Die Berechnung erfolgt mit einem Steuersatz von 32% (Vorjahr 33%).

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Eigenkapital

Das Stammkapital der GmbH beläuft sich auf 1 Mio. €.

Die Kapitalrücklagen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 705 T€ auf 9.766 T€.

3.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem die voraussichtlichen Aufwendungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Prämien, Urlaubsansprüche, Ansparstunden, die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen und den Jahresabschluss, sowie dem in 2024 entstehenden Abrechnungsaufwand für noch nicht abgerechnete Projekte aus 2023. Weiterhin wurden Rückstellungen für bestehende Rechtsrisiken und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

Die Gewährleistungsrückstellungen werden mit der steuerlich zulässigen Pauschalwertmethode bewertet. Außerdem werden für bekannte Einzelrisiken zusätzlich Rückstellungen gebildet.

3.4 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen teilweise den üblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern mit 929 T€ (VJ 628 T€) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit 42 T€ (VJ 52 T€).

3.5 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten folgende periodenfremden Erträge und Aufwendungen:

2023 2022
T€ T€
Sonstige betriebliche Erträge
Schadensersatz 4 7
Herabsetzung Wertberichtigungen 246 256
Erträge aus Anlagenabgängen 12 8
Auflösung von Rückstellungen 457 674
Übrige (periodenfremd) 27 746 50 995
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zuführung Wertberichtigungen - 413 - 14
Zuführung Rückstellungen - 147 - 16
Verluste aus Wertpapierverkäufen 0 - 560 - 40 - 70
186 925

3.6 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die ausgewiesenen Steuern enthalten einen Ertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von 9 T€ (VJ 6 T€).

4. Sonstige Angaben

4.1 Geschäftsführung

In der Baugesellschaft Rank GmbH München sind zur Geschäftsführung bestellt:

Herr Hans-Andre Leckert, Diplom-Ingenieur

Herr Martin Käspeitzer, Baufachwirt

4.2 Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 57 Mitarbeiter (VJ 60), davon 12 Angestellte (VJ 12) sowie 45 (VJ 48) gewerbliche Arbeitnehmer, beschäftigt.

4.3 Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Mit der VR Bank München Land eG besteht ein Betriebsmittelkredit mit wahlweiser Inanspruchnahme als Kontokorrent- und /oder Avalkredit (Rückbürgschaften, sonstige Bürgschaften). Es bestehen 6 vollstreckbare Briefgrundschulden zu je 256 T€, eingetragen an dem Objekt in 85656 Anzing, Gutenbergstr. 13, welche der Bank zustehen und alle bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche der Bank aus der Geschäftsverbindung mit der Gesellschaft sichern. Dieser Kredit wurde seit 2021 nicht mehr in Anspruch genommen. Die letzten Rückbürgschaften wurden durch die Kreditversicherer zurückgegeben.

4.4 Finanzielle Verpflichtungen

2023 2022
T€ T€
Miete Büro p.a. 83 83
Leasing p.a. 16 17
99 100

4.5 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Deutschland steckt in einer massiven Wohnungsbaukrise. 2023 wurden fast 100.000 Wohneinheiten weniger genehmigt als im Vorjahr. Immer mehr Unternehmen müssen Auftragsstornierungen hinnehmen. Nur 250.000 Wohnungen werden laut Experten in diesem Jahr fertig, was deutlich unter dem Neubauziel der Bundesregierung liegt. Hohe Baukosten und Zinsen belasten den Markt.

Unsere Gesellschaft ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Projektentwicklungen bei unseren Stammkunden lassen uns, trotz schwacher Konjunkturaussichten für 2024, dennoch von einer moderat positiven Geschäftsentwicklung ausgehen.

4.6 Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.052.179,22 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, 21. Mai 2024

Hans-Andre Leckert

Martin Käspeitzer

ENTWICKLUNG DES ANLAGVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.980,00 0,00 3.980,00 0,00 0,00
3.980,00 0,00 3.980,00 0,00 0,00
SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 3.908.896,00 0,00 0,00 173.599,53 4.082.495,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.630.027,80 20.856,09 4.461,03 0,00 3.646.422,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.506.918,22 361.514,36 170.137,53 8.201,60 3.706.496,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 106.469,94 75.331,19 0,00 -181.801,13 0,00
11.152.311,96 457.701,64 174.598,56 0,00 11.435.415,04
FINANZANLAGEN
Genossenschaftsanteile 4.900,00 0,00 0,00 0,00 4.900,00
4.900,00 0,00 0,00 0,00 4.900,00
11.161.191,96 457.701,64 178.578,56 0,00 11.440.315,04
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.978,00 0,00 3.978,00 0,00
3.978,00 0,00 3.978,00 0,00
SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 399.306,00 23.656,53 0,00 422.962,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.492.870,80 298.889,09 4.458,03 2.787.301,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.515.487,22 222.624,96 164.470,53 1.573.641,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.407.664,02 545.170,58 168.928,56 4.783.906,04
FINANZANLAGEN
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.411.642,02 545.170,58 172.906,56 4.783.906,04
BUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00
0,00 2,00
SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 3.659.533,00 3.509.590,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 859.121,00 1.137.157,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.132.855,00 1.991.431,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 106.469,94
6.651.509,00 6.744.647,94
FINANZANLAGEN
Genossenschaftsanteile 4.900,00 4.900,00
4.900,00 4.900,00
6.656.409,00 6.749.549,94

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Baugesellschaft Rank GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Baugesellschaft Rank GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baugesellschaft Rank GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 5. Juni 2024

MÜNCHENER WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT GMBH

Sickinger, Wirtschaftsprüfer

Rappl, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Auf der Gesellschafterversammlung vom 26. Juni 2024 wurde beschlossen, vom Jahresüberschuss in Höhe von € 2.052.179,22 den Betrag von € 350.000,00 an die Gesellschafterin auszuschütten, € 700.000,00 in die Kapitalrücklage einzustellen und den Restbetrag von € 1.002.179,22 auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 26. Juni 2024 festgestellt.

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