Harzgerode Guss GmbHLiquidiert

06493 Harzgerode, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 23165
Vorher
TRIMET Harzgerode Guss GmbH
Eingetragen
18.5.2016
Branche
Erzeugung und erste Bearbeitung von AluminiumHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Roh-, Halb- und Fertigfabrikaten aus Aluminium und Aluminiumlegierungen, insbesondere von Aluminiumgussprodukten aller Art, die Forschung und Entwicklung auf diesen Gebieten sowie die Lizenznahme und Lizenzvergabe von Schutzrechten, Verfahren und sonstigem Know-How, die mit den genannten Gebieten zusammenhängen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Maik Roßmeyer
seit 10.7.2025
Insolvenzverwalter
Martin Lanzke
seit 10.7.2025
Insolvenzverwalter
Mathias Meinen
seit 7.11.2024
Geschäftsführer
Xueling Han
seit 7.11.2024
Geschäftsführer
Yu Zhu
seit 22.12.2023
Geschäftsführer
Chao Chen
seit 17.2.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert75.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bohai Automotive Systems Co., Ltd.CHN
75.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Harzgerode Guss GmbH

Harzgerode

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Harzgerode Guss GmbH ist als Lohnfertiger ausschließlich für ihre Gesellschafterin BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Harzgerode, (im Folgenden: BTAH) tätig. Die Gesellschaft stellt im Rahmen der Lohnfertigung Aluminium-Druckgussprodukte im Wesentlichen für die europäische Automobilindustrie am Standort Harzgerode her. Weitere Standorte werden nicht unterhalten.

Die Gesellschaft führt keine eigenen F&E-Aktivitäten durch. Sie partizipiert auf Grund des Lohnfertigungsvertrages am Knowhow der BTAH.

Flüssigaluminium, spezifische Eingießteile sowie Gießwerkzeuge und deren Wartung werden durch die BTAH beigestellt. Die Gesellschaft hat keinen eigenen Absatzmarktzugang. Sie rechnet die erbrachten Leistungen im Cost-Plus-Verfahren ab.

Die Harzgerode Guss GmbH BTAH gehört zu der BOHAI TRIMET Automotive-Gruppe mit der Bohai Automotive System Co., Ltd., Binzhou/China, (BOHAI) als Konzernobergesellschaft.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland / Europa

Die kritische Gesamtwirtschaftslage verschärft sich

Nachdem das globale wirtschaftliche Umfeld in den Vorjahren durch die Transformation der Automobilindustrie, die Störung der Lieferketten durch Chip- und Material-Mangel sowie die Corona Pandemie bereits stark beeinträchtigt wurden, ist seit Anfang 2022 durch den Einfall der russischen Truppen in die Ukraine das europäische Gesamtgefüge zusätzlich stark belastet worden.

Neben dem Entfall der Ukraine als Zulieferer diverser Komponenten für zahlreiche automobile Plattformen, wurde besonders durch Sanktionen gegen Russland und den daraus resultierenden Gegensanktionen die gesamtwirtschaftliche Lage weiter verschärft.

Durch die starke Abhängigkeit Deutschlands von Rohstoffen zur Energiegewinnung aus Russland, gerieten die Handelsmärkte in eine verunsicherte und extrem volatile Situation. Sowohl die Strom- als auch die Gaspreise erreichten im Verlauf des Jahres 2022 ein nie zuvor dagewesenes Niveau. Dadurch wurden energieintensive Industriezweige nicht nur stark getroffen, sondern existentiell gefährdet.

Entwicklung der Branche

Die internationalen Automobilmärkte waren im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Mit gut 71 Millionen verkauften Neufahrzeugen blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. 1

In Europa sankt die Zahl der Neufahrzeugzulassungen um -4 Prozent auf rund 11,3 Millionen Pkw. Damit konnten die pandemie- und kriesenbedingten Rückgänge der Jahre 2020 und 2021 nicht kompensiert werden. Und im Vergleich zu 2019 war der Absatz im vergangenen Jahr um 29 Prozent reduziert. Europas fünf größten Einzelbinnenmärkte entwickelten sich die im abgelaufenen Jahr mehrheitlich negativ. Einzig Deutschland verzeichnete dabei ein Anstieg bei den Neuzulassungen um 1 Prozent. Dagegen sankt die Zahl der Neufahrzeuge im Vereinigten Königreich um -2 Prozent, in Spanien um -5 Prozent, in Frankreich um -8 Prozent und in Italien um -10 Prozent. Lediglich im Dezember 2022 legte der europäische Pkw-Markt im Vergleich zum Dezember 2021 um 15 Prozent auf 1,1 Millionen neuzugelassene Pkw zu. Dieser deutliche Trend nach oben konnte jedoch das negative Jahresergebnis nicht verhindern. 2

Situation bei der Auftraggeberin BTAH

Das Geschäftsjahr 2022 war bei unserer Auftraggeberin BTAH von Verhandlungen mit Lieferanten bezüglich der gestiegenen Energie- und Materialpreise und den Anstrengungen, Kunden diese Kostensteigerungen weiterzugeben, geprägt. Durch erfolgreiche Abschlüsse auf beiden Seiten konnte das Geschäftsjahr 2022 positiv abgeschlossen werden, was unter Berücksichtigung der besonderen wirtschaftlichen Gesamtlage als Erfolg zu bewerten ist.

Aufgrund des bestehenden Cost-Plus-Vertrages mit der Gesellschafterin war die Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr jederzeit gesichert, und es wurde entsprechend ein positives Jahresergebnis erzielt.

Der Standort Sömmerda hat sich weiter positiv entwickelt und konnte nachhaltig stabilisiert werden. Der Umstieg auf ein reines 15-Schicht-Modell, also keine Produktion am Wochenende, wurde erfolgreich umgesetzt. Was ursprünglich durch die fehlende Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften für Wochenendarbeit getrieben war, hat positiven Einfluss auf die Produktionsleistung und Verfügbarkeit der Anlagen insgesamt gezeigt. Ein erfolgreicher Schritt, der nun auch für unseren Standort Harzgerode geplant ist und angegangen wird.

Verschiedene neue Projekte konnten im Jahresverlauf erfolgreich in die Serienproduktion gebracht und weitere Neuprodukte akquiriert werden. Neben der Übernahme laufender Projekte von insolventen Marktbegleitern konnten besonders im Bereich Strukturguss und E-Mobilität wichtige und zukunftweisende Aufträge gewonnen werden.

Nach wie vor bleibt aber der Fachkräftemangel ein bestimmendes Thema an den Standorten der BTAH. Durch den verstärkten Einsatz neuer Medien und gezielter Aktionen, das Arbeitsumfeld attraktiver zu gestalten, konnten erste Erfolge bei der Neubesetzung von offenen Stellen erzielt werden. Der Ausbau der eigenen Ausbildung wurde durch internationale Kooperationen gestärkt, sodass im Jahr 2022 fünf junge Marokkaner am Standort Harzgerode ihre Ausbildung im technischen Bereich starteten.

Im Augst 2022 hat die Bohai Automotive International GmbH die restlichen 25 Prozent der Geschäftsanteile an der BATH von der TRIMET Aluminium SE übernommen und ist somit Alleineigentümerin. Aus unserer Sicht ist das ein klares und gutes Zeichen, dass die BOHAI-Gruppe weiterhin die deutschen Standorte als wichtigen Teil ihrer globalen Strategie ansehen.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Kennzahlen
in Tsd. €
GJ 2022 GJ 2021
Umsatzerlöse 35.046 32.822
Rohertrag 28.240 28.364
Übrige betriebliche Kosten / Erträge -27.101 -27.291
Finanzergebnis -118 -129
Steuern vom Einkommen und Ertrag -301 -249
Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 720 695

Die Produktionsmenge lag im Geschäftsjahr 2022 bei 12.478 Tonnen (im Vorjahr 12.512 Tonnen). Da die Gesellschaft ihre Leistungen im Cost-Plus Verfahren abrechnet, ergibt sich bei steigenden Produktionskosten in der Gesellschaft ein höherer Umsatz.

Der Jahresüberschuss liegt aufgrund des Geschäftsmodells auf dem geplanten positiven Niveau.

Aufgrund der guten Auslastung der Produktionskapazitäten nach schwierigen Vorjahren blickt die Gesellschaft auf ein, unter den Umständen gestiegener Energiepreise sowie anderer krisenauslösender Ereignisse und aufgrund der Cost-Plus-Verrechnung, entsprechendes erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück.

Vermögens- und Finanzlage

Kennzahlen
in Tsd. €
31.12.2022 31.12.2021
Eigenkapital 20.269 19.549
Eigenkapitalquote in Prozent 72% 72%
Investitionen 2.934 2.322

Die Finanzstruktur der Gesellschaft ist wie im Vorjahr durch eine hohe Eigenkapitalquote in Höhe von 72 Prozent geprägt. Einige Produktionsanlagen sind über Leasing- und Mietkaufverträge langfristig finanziert. Die Verträge haben Laufzeiten von August 2022 bis April 2029.

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch Vermögen in Produktionsanlagen.

Die Gesellschaft ist über ihre Gesellschafterin BTAH in die Konzernfinanzierung der Automotive-Gruppe eingebunden und verfügt über ausreichend liquide Mittel und war somit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen zu jeder Zeit vollständig und problemlos nachzukommen. Investitionen konnten im Kurzfristbereich durch kurzfristige Ausleihungen bei der Gesellschafterin finanziert werden.

Kennzahlen
in Prozent
31.12.2022 31.12.2021
Übriges Umlaufvermögen 47 43
Anlagevermögen 53 57
Eigenkapital 72 72
Übriges Fremdkapital 28 28

2.3 Mitarbeiter

Die Anzahl der Beschäftigten zum 31.12.2022 betrug:

31.12.2022 31.12.2021
Gewerbliche 180 177
Angestellte 4 4
Mitarbeiter inkl. Auszubildende 184 181

Alle Mitarbeiter sind entweder in der Produktion oder im produktionsnahen Umfeld tätig. Mit rd. 2,9 Prozent des Personalaufwandes wurde stetig in die Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter investiert.

3. Umweltschutz 3

Unser Unternehmen bekennt sich zur Einhaltung der Prinzipien des UN Global Conduct für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, der ILO 4 -Konventionen, der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie den Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene der Agenda 2030 und hat diese Leitlinien in der Unternehmenspolitik, in der Compliance Richtlinie und im Verhaltenskodex vereinbart.

Wir befolgen den Code of Conduct der Compliance-Initiative des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V., der unter anderem Regeln zur Bekämpfung von Korruption, zu kartellrechtswidrigen Absprachen sowie Grundsätze zur Wahrung der Menschenrechte sowie zu fairen Arbeitsbedingungen enthält und fordern dies auch von unseren Lieferanten.

Gegenseitiger Respekt bildet die Grundlage für ein von Wertschätzung geprägtes Arbeitsumfeld. Diskriminierung jeglicher Art ist untersagt, Zwangs- und Kinderarbeit verboten. Anforderungen für ein rechtmäßiges Verhalten und Schutz des Unternehmensvermögens, ein sicherer Umgang mit Daten und Dokumenten sind in der Compliance Richtlinie dargelegt.

Arbeits- und Anlagensicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz sowie Ressourceneffizienz, verbunden mit der Verbesserung der Umwelt- und Energieleistung, stellen gleichrangige Ziele neben der Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie der Profitabilität dar. Dies wird in den von der Norm und Gesetzgebung geforderten und regelmäßig stattfindenden Audits (z.B. Umwelt- und Energieaudit) auditiert und bewertet. Möglicherweise daraus resultierende Hinweise und Findings werden zur Umsetzung gebracht.

Risikoanalysen sowie die Beurteilung der Umweltauswirkungen und des Energieverbrauchs durch unsere Tätigkeiten einschließlich der Umsetzung der daraus abgeleiteten Maßnahmen dienen der Vorbeugung von möglichen Schadenssituationen.

Der Schutz der natürlichen Umwelt, der verantwortungsvolle Umgang mit Boden, Wasser, Atmosphäre und der Rohstoff- und Energieressourcen sind Grundsätze unserer Geschäftsprozesse, die wir auch von unseren Geschäftspartnern erwarten.

Wir sind bestrebt, die während der Produktionsprozesse auftretenden Emissionen kontinuierlich und nachhaltig zu verringern und den Energieverbrauch zu optimieren.

Dazu werden jährlich Kennzahlen festgelegt, monitored und deren Einhaltung überwacht. Von einer Zertifizierungsgesellschaft lassen wir unser Managementsystem nach IATF 16949, DIN ISO 14001 und DIN ISO 50001 jährlich auditieren und erbringen damit den Nachweis, dass wir grundsätzlich unsere Unternehmensziele und weiteren Vorgaben einhalten.

Auch unser Unternehmen leistet einen Beitrag zur Einhaltung der deutschen Klimaschutzziele, da wir Verantwortung für die Produktion und die Produkte tragen. Für das Geschäftsjahr 2019 wurden erstmals die Treibhausgasemissionen und der CO 2 -Fußabdruck des Unternehmens ermittelt. Daraus wurden für das Geschäftsjahr 2020 neben den einzuhaltenden Energiekennzahlen die Begrenzungen des CO 2 -Ausstoßes bezogen zur geplanten Produktionsmenge festgeschrieben. Im Vergleich zum letzten Jahr konnten Reduzierungen des CO 2 -Ausstoßes und Verbesserungen der spezifischen Kennzahlen sowie die weitere Stabilisierung der internen Prozesse, die Einfluss auf die Umwelt- und Energieleistung haben, erzielt werden.

Die Ressourcenschonung spiegelt sich hauptsächlich durch den Einsatz von Aluminiumlegierungen, die in dem benachbarten Schmelzwerk am Standort Harzgerode aus Sekundärmaterialien hergestellt werden, und die Wiederaufarbeitung von Aluminium-Kreislaufmaterialien ohne größere Transportwege wider. Verdampferanlagen arbeiten anfallende Altemulsionen auf und verringern die Abfallmenge zur Entsorgung.

4. Chancen- und Risikobericht

Die BOHAI TRIMET Automotive-Gruppe verfügt über ein Chancen- und Risikomanagementsystem, welches der Geschäftsführung erlaubt, potenzielle Chancen und bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen erfolgreich zu begegnen. Die schnelle Reaktionsfähigkeit als Folge flacher Hierarchien garantiert eine zügige Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen, um Chancen und Risiken - gleichermaßen - zu erkennen und diese entsprechend nutzen oder vermeiden zu können. An dieser Stelle sei nochmals betont, dass ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem nicht bedeutet, dass alle Risiken vermeidbar sind!

Die künftige Entwicklung der Gesellschaft ist vollständig von der Auftragslage und -vergabe durch die BTAH abhängig. Die solide Finanzierung, verbunden mit der vertraglich geregelten Cost-Plus-Verrechnung mit der BTAH, verschafft der Gesellschaft stets kostendeckende Einnahmen. Aufgrund der guten Auftragslage der BTAH werden die beschriebenen Risiken als gering eingeschätzt. In Bezug auf die Produktion bestehen naturgemäß Betriebsausfallrisiken aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen oder höherer Gewalt, welche eine Unterbrechung oder Einschränkung des laufenden Betriebs nach sich ziehen könnten.

Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.

5. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2022 waren sämtliche Druckgussmaschinen ausgelastet. Das prognostizierte Jahresergebnis wurde, entsprechend dem bestehenden Cost-Plus-Vertrag, erreicht.

Für das Jahr 2023 gehen wir aktuell davon aus, dass die Gieß- und Bearbeitungskapazitäten weiterhin gut ausgelastet werden. Auslaufende Produkte werden durch Neuanläufe oder Volumenerhöhungen bei bestehenden Aufträgen kompensiert. Aufträge und Anfragen zu neuen Projekten für die Automobilindustrie aus den Aluminium-Druckgussbereichen "Antriebsstrang", "Chassis", "Struktur" und "EMobilität" liegen vor. Mit mehreren Automobilherstellern und sogenannten Tier-One-Kunden befindet sich unsere Auftraggeberin BTAH aktuell in Verhandlungen über die Beauftragung von weiteren Produkten aus vorgenannten Bauteilfamilien.

Aufgrund der zuvor genannten Aspekte und Projekte rechnen wir auch für das Jahr 2023 und darüber hinaus mit einem relativ guten Geschäftsverlauf der Gesellschaft.

Für das Jahr 2023 erwarten wir wegen der Cost-Plus-Abrechnungsmethode ein leicht positives Jahresergebnis auf dem Vorjahresniveau.

 

Harzgerode, 19. Juni 2023

Harzgerode Guss GmbH

Andreas Kiebel

Yan Chen

Chao Chen

1 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/230118_PM_Internationale_Automobilmaerkte_2022_Europa_Japan_und_USA
_mit_ Rueckgaengen
2 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/230118_PM_Internationale_Automobilmaerkte_2022_Europa_Japan_und_USA
_mit_ Rueckgaengen
3 Abschnitt nicht Gegenstand der Abschlussprüfung
4 Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

AKTIVA

IN TAUSEND EURO Anhang 31.12.2022 31.12.2021
ANLAGEVERMÖGEN 1
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 15
Sachanlagen 14.805 15.618
14.808 15.633
UMLAUFVERMÖGEN 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 64
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.701 10.047
Sonstige Vermögensgegenstände 1.646 1.574
13.347 11.685
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0 4
28.155 27.322

PASSIVA

IN TAUSEND EURO Anhang 31.12.2022 31.12.2021
EIGENKAPITAL 3
Gezeichnetes Kapital 100 100
Kapitalrücklage 16.091 16.091
Gewinnvortrag 3.358 2.663
Jahresüberschuss 720 695
20.269 19.549
RÜCKSTELLUNGEN
Steuerrückstellungen 42 0
Sonstige Rückstellungen 4 332 388
374 388
VERBINDLICHKEITEN 5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 762 719
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1 17
Sonstige Verbindlichkeiten 6.749 6.649
7.512 7.385
28.155 27.322

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. Dezember 2022

IN TAUSEND EURO GJ 2022 GJ 2021
Umsatzerlöse 6 35.046 32.822
Sonstige betriebliche Erträge 173 101
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -1.402 -1.505
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.404 -2.953
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.064 -6.852
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.496 -1.518
- davon für Altersversorgung (-103) (-105)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- -3.760 -3.796
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.954 -15.226
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -118 -129
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -301 -249
ERGEBNIS NACH STEUERN 720 695
JAHRESÜBERSCHUSS 720 695

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022

HR-NR. HRB 23165, AMTSGERICHT STENDAL

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss ist nach den Bestimmungen des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Der Jahresabschluss ist in Tausend Euro dargestellt. Dabei werden die Beträge gerundet und es kann zu Rundungsdifferenzen kommen.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz werden einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang erläutert. Das gilt auch für die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Es wurden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungsdauern werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern in Anlehnung an die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung ermittelt. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung auf eine Nutzungsdauer von regelmäßig drei bis fünf Jahren. Die planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens werden linear über eine Nutzungsdauer von drei bis 25 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen über drei bis zehn Jahre vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu 250 € werden sofort im Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter über 250 € bis 1.000 € werden im steuerlichen Sammelposten erfasst und im Jahr der Aktivierung und den vier folgenden Jahren zu je einem Fünftel abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,8 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,975 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

1. ANLAGEVERMÖGEN

Anschaffungs-/Herstellungskosten
in Tsd. € 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 67 0 0 0 67
67 0 0 0 67
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 44.714 2.728 -2.019 393 45.815
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.030 65 -19 1 1.076
Anlagen im Bau 395 142 0 -394 143
46.138 2.934 -2.038 0 47.035
46.205 2.934 -2.038 0 47.101
Kumulierte Abschreibungen
in Tsd. € 01.01.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 52 12 0 63
52 12 0 63
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 29.724 3.681 -2.019 31.385
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 796 68 -19 845
Anlagen im Bau 0 0 0 0
30.520 3.748 -2.038 32.230
30.572 3.760 -2.038 32.294
Buchwerte
in Tsd. € 31.12.2021 31.12.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software 15 3
15 3
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 14.990 14.430
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 234 232
Anlagen im Bau 395 143
15.618 14.805
15.633 14.808

2. UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich die Gesellschafterin, BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, und beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.554 Tsd. € (i. Vj. 3.918 Tsd. €), Forderungen aus umsatzsteuerlicher Organschaft in Höhe von 162 Tsd. € (i. Vj. 198 Tsd. €) sowie Forderungen aus der konzerninternen Unternehmensfinanzierung in Höhe von 6.984 Tsd. € (i.Vj. 5.931 Tsd. €).

3. EIGENKAPITAL

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 100 Tsd. € und ist voll eingezahlt. Alle Geschäftsanteile werden von der BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH gehalten.

Weiterhin besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von 16.091 Tsd. € aus Umwandlungsvorgängen in den Jahren 2016 und 2018. Hiervon entfallen 3.278 Tsd. € auf den Unterschiedsbetrag aus der Einbringung von Vermögensgegenständen und Schulden der TRIMET Aluminium SE, Essen, im Wege der Ausgliederung des Betriebsteils "Guss- und Bearbeitungsaktivitäten in Harzgerode" nach § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG. In Höhe von 12.812 Tsd. € besteht eine Kapitalrücklage aus dem Unterschiedsbetrag der Einbringung von Vermögensgegenständen und Schulden im Zuge der Verschmelzung der ATG Guss GmbH auf die Gesellschaft.

Der Gewinnvortrag beläuft sich auf 3.358 Tsd. €.

4. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen im Personalbereich in Höhe von 172 Tsd. € (i. Vj. 211 Tsd. €) und Ansprüche von Lieferanten und Dienstleistern in Höhe von 160 Tsd. € (i. Vj. 177 Tsd. €).

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Rückstellungen für mittelbare Versorgungsverpflichtungen gebildet. Da es sich bei dem Versorgungsweg um eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse handelt, besteht kein Fehlbetrag im Sinne des Art. 28 Abs. 2 EGHGB.

5. VERBINDLICHKEITEN

in Tsd. € Restlaufzeit
31.12.2022 bis ein Jahr über 1 Jahr Davon über fünf Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 762 762 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1 1 0 0
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.749 1.621 5.128 951
davon aus Steuern (60) (60) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (5) (5) (0) (0)
7.512 2.384 5.128 951
in Tsd. € Restlaufzeit
31.12.2021 bis ein Jahr Über 1 Jahr Davon über fünf Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 719 719 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17 17 0 0
3. sonstige Verbindlichkeiten 6.649 1.627 5.022 1.291
davon aus Steuern (47) (47) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (5) (5) (0) (0)
7.385 2.363 5.022 1.291

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 Tsd. € (i. Vj. 17 Tsd. €). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Mietkäufen enthalten. Die zu Grunde liegenden Vermögensgegenstände unterliegen einem Eigentumsvorbehalt bis zur vollständigen Zahlung der Mietkaufsumme.

6. UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse betreffen den Verkauf von hergestellten Druckgusserzeugnissen aus Aluminium. Die Erlöse werden ausschließlich im Inland mit der BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Harzgerode, erzielt.

7. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von 31 Tsd. € (i.Vj. 7 Tsd. €) und Erstattungen gemäß der "Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen zur temporären Kostendämpfung des Erdgas- und Strompreisanstiegs ( * Energiekostendämpfungsprogramm *) " des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Höhe von 134 Tsd. € (i.Vj. 0 Tsd. €).

MITARBEITER

Die Anzahl der Beschäftigten (Jahresdurchschnitt) betrug:

GJ 2022 GJ 2021
Gewerbliche 177 181
Angestellte 4 4
181 185

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus dem Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 5.211 Tsd. €, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 3.218 Tsd. €.

AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE

Zu Finanzierungszwecken und zur Liquiditätsschonung hat die Gesellschaft mit Dritten Sale & Lease-Back-Verträge sowie Leasingverträge über Produktionsmaschinen mit einem Gesamtvolumen von 5.394 Tsd. EURO abgeschlossen. Die Verträge haben Laufzeiten bis längstens zum Jahr 2025. Risiken im Zusammenhang mit diesen Geschäften könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

 

Andreas Kiebel, Kempen, hauptberuflicher Geschäftsführer, CSO der BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Harzgerode (bis 30.06.2022), CEO der BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Harzgerode (ab 01.07.2022);

 

Yan Chen, Beijing (CHN), hauptberuflicher Geschäftsführer, CFO der BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Harzgerode;

 

Chao Chen, Beijing (CHN), hauptberuflicher Geschäftsführer, COO der BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Harzgerode;

 

Luigi Mattina, Erwitte, hauptberuflicher Geschäftsführer, CEO der BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Harzgerode (bis 30. Juni 2022).

Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

GESELLSCHAFTER

Alle Geschäftsanteile werden von der BOHAI TRIMET Automotive Holding GmbH, Harzgerode gehalten.

KONZERNABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 wird in den zu veröffentlichenden Konzernabschluss der Bohai Automotive International GmbH, Frankfurt am Main (HRB 112046), einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Der Konzernabschluss der Bohai Automotive International GmbH, Frankfurt a.M. geht wiederum in den Konzernabschluss der Bohai Automotive System Co., Ltd., Binzhou/China ein (größter Konsolidierungskreis), welcher nach den Vorschriften der Chinese Accounting Standards (CAS) erstellt wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird auf der Website der Shanghaier Börse der Volksrepublik China unter dem Aktiencode 600960 offengelegt.

ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Wir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 720 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen.

NACHTRAGSBERICHT

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

 

Harzgerode, 19. Juni 2023

Harzgerode Guss GmbH

Andreas Kiebel

Yan Chen

Chao Chen

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Harzgerode Guss GmbH, Harzgerode

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Harzgerode Guss GmbH, Harzgerode, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Harzgerode Guss GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Den als ungeprüft gekennzeichneten Abschnitt "Umweltschutz" des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den als ungeprüft gekennzeichneten Abschnitt "Umweltschutz" des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 10. Juli 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werner Horn, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marcus Engelmann, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 14. Dezember 2023 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.