BFC Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Schmid seit 16.10.2024 | Geschäftsführer |
Michael Hollidt seit 25.9.2024 | Geschäftsführer |
Timo Staiber seit 18.1.2024 | Geschäftsführer |
Sabine, geb. Meyer Kaiser seit 28.12.2018 | Prokura |
Hanife Sen seit 28.12.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Barkis LuxCo S.á r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BFC Fahrzeugteile GmbHBietigheim-BissingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020INHALTSVERZEICHNIS Bestätigungsvermerk 1. Bilanz zum 31. Dezember 2020 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 3. Anhang zum 31. Dezember 2020 4. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BFC Fahrzeugteile GmbH, Bietigheim-Bissingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BFC Fahrzeugteile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BFC Fahrzeugteile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 29. April 2021 Mazars
GmbH & Co. KG
Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer Martin Haack, Wirtschaftsprüfer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2020
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 Abs. 2 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs.1 S. 2, 266 ff. HGB). Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (in der Entwicklung befindlich (unfertig)) wurden mit ihren bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen bewertet. Der Abschreibung liegt eine Nutzungsdauer von 3 - 7 Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, falls der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegt. Eine Zuschreibung erfolgt bei Fortfall der Gründe einer in Vorperioden vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6a Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll als Betriebsausgaben abgezogen. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 S.1 HGB) oder auf den niedrigeren zum Stichtag beizulegenden Wert. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB). Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird der gewogene Durchschnittswert angewendet (§ 256 S. 2 HGB). Für Verpackungsmaterial und Ersatzteile wurde ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie notwendige Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Übersteigen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten den Wert, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, so ist auf diesen Wert abzuschreiben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nominalwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Periode nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde gem. § 247 Abs. 3 iV. mit § 254 HGB a. F. gebildet. Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bewertung werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit Sätzen zwischen 1% und 2% berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und gesondert im Anhang erläutert. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr 173 TEUR. Davon entfallen 33 TEUR auf Entwicklungskosten, die in der Position selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert werden. Angaben zu den Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 972.338,60 (Vorjahr: € 1.308.760,94). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr in Höhe von € 10.512.620,55 (Vorjahr: € 8.884.462,79) enthalten. Der Gesamtbetrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt 10.512.620,55 EUR (Vorjahr: 8.884.462,79 EUR). Eigenkapital Es besteht eine Ausschüttungssperre aufgrund der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von € 80.781,81 (Vorjahr: € 47.749,27). Angaben zum Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Der in der Vergangenheit abgerufene Investitionszuschuss wurde gem. § 247 Abs. 3 HGB a.F. als Sonderposten ausgewiesen. Die Auflösung dieser Position erfolgt über sonstige betriebliche Erträge analog der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (§281 Abs. 1 HGB a. F.). Für das Berichtsjahr erfolgte eine ertragswirksame Auflösung in Höhe von € 3.535,49 (Vorjahr: € 3.535.49). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für rückständigen Urlaub und Überstunden, Jahresabschlusskosten sowie Gewährleistungskosten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Rückstellungen von nicht unerheblicher Bedeutung
Angaben zu den Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 17.051.255,49 (Vorjahr: € 13.982.667,10) enthalten. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: Gesamtschuldnerische Haftung für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 40.389. Davon gegen verbundene Unternehmen: T€ 40.389. Das Risiko der Inanspruchnahme wegen einer Haftungsübernahme schätzen wir aufgrund der vorgelegten Konzern-Planzahlen sowie der Unterstützung durch verbundene Unternehmen als gering ein. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen: Zum Bilanzstichtag bestanden Abnahmeverpflichtungen aus Wareneinkaufsgeschäften gemäß § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von ca. Mio. € 4,3 (Vorjahr: Mio. € 3,0 Mio.). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 391.582,54 sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Die abgeschlossenen Miet- und Leasinggeschäfte erhöhen die Flexibilität der Gesellschaft. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Angaben zu den sonstigen betrieblichen Erträgen: In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 26) enthalten. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, eingetreten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Herr Dipl. Wirtsch.-Ing. (FH) Ali Yildirim, Waiblingen, CEO. Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschrift des § 284 Abs. 4 HGB in Anspruch. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Konzernabschluss Die BFC Fahrzeugteile GmbH, Bietigheim-Bissingen, ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der BFC Management GmbH, Bietigheim-Bissingen, die wiederum eine 100%-ige Tochtergesellschaft der BCF Holding GmbH, Bietigheim-Bissingen, darstellt. Die BFC Holding GmbH ist unter der Registernummer HRB 764168 in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart eingetragen. Die BFC Holding GmbH erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird offengelegt und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Die BFC Fahrzeugteile GmbH wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Die BFC Fahrzeugteile GmbH ist gemäß §291 Abs.1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Ergebnisabführung an die BFC Management GmbH aufgrund Ergebnisabführungsvertrag. Der Jahresüberschuss wird nach einer Gewinnabführung in Höhe von Euro 2.710.121,41 mit Euro 0,00 festgestellt. Unterschrift der Geschäftsführung
Bietigheim-Bissingen, den 26.02.2021 Ali Yildirim, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die BFC Fahrzeugteile GmbH fertigt in einem innovativen Schneideverfahren metallische Gerüstbänder, die mit einem Gummimantel umhüllt in Dichtungen vielfältiger Art zum Einsatz kommen. In der Automobilindustrie finden die Gerüstbänder insbesondere in den Türdichtungen Verwendung. In der Elektroindustrie werden die Klemmprofile z.B. als Kantenschutz eingesetzt. Die zur Produktion eingesetzten Werkzeuge und Maschinen werden komplett in Eigenregie entwickelt und gefertigt. Wir produzieren für den jeweiligen Absatzmarkt an unseren zwei deutschen Standorten in Bietigheim-Bissingen und Bretnig, in der Türkei (BFC Otomotiv San. Ve. Tic. LTD. Sti), in den USA (BFCC US Inc), in Mexiko (BFC Profile de Mexico S.A. de C.V.) und in China (BFC Shanghai Metal Carrier Co. Ltd., BFC Anshan Metal Carrier Co. Ltd. und BFC Chongqing Metal Carrier Co. Ltd). Insgesamt hat das Unternehmen global acht Produktionsstandorte. Die BFC Fahrzeugteile GmbH partizipiert an den Gesellschaften über Gewinnabführungen und Ausschüttungen. Die Produkte der BFC werden somit nicht nur global verkauft, sondern auch produziert. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die laufende Weiterentwicklung der in der BFC Gruppe verwendeten Techniken und Produktionsmethoden, die Neuentwicklung von Produktionsmethoden und Produktionswerkzeugen, eine verstärkte Fokussierung auf Produktinnovationen, um die bestehende Marktposition zu stärken und möglichst auszubauen sowie die Prüfung von Entwicklungspotentialen im Non-Automotive-Bereich. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden Teile der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch die BFC Management GmbH durchgeführt. Im Berichtsjahr wurden T€ 173 (Vorjahr: T€230) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind anteilig 3 Mitarbeiter beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie hatte das Jahr 2020 fest im Griff. Gemäß einer Statistik des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist das weltweite Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 3,5% gesunken. Großbritannien (-10,0%) und Europa (-7,2%) waren dabei weitaus mehr betroffen als z.B. die USA (-3,4%) oder China, dessen Bruttoinlandsprodukt noch um 2,3% gestiegen ist. Ebenso wie starke regionale Unterschiede, waren im Jahr 2020 auch starke branchenspezifische Unterschiede zu erkennen. So hat sich die Corona-Krise auf die internationale Automobilindustrie massiv ausgewirkt. Laut dem börsennotierten Markforschungsunternehmen IMS Markit Ltd. (IMS) mit Hauptsitz in London, wurden im Jahr 2020 in Europa (mit Großbritannien) 23% weniger Kraftfahrzeuge bis 3,5t hergestellt als in 2019. In den USA lag der Produktionsrückgang bei 19% und in China bei 5%. Auch bei der Zahl der Neuzulassungen für Personenkraftwagen in Deutschland verzeichnet der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit -19% einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. 2. Geschäftsverlauf Auch die BFC Fahrzeugteile GmbH musste aufgrund der oben geschilderten Einschnitte im Zuge der Corona-Pandemie einen erheblichen Umsatzrückgang hinnehmen. Letztlich lagen die Umsätze der Gesellschaft aber noch deutlich über dem Marktniveau in Deutschland und Europa. Als Ergebnisquellen dienen neben dem Kerngeschäft, der Produktion von Profilbändern, weiterhin die Herstellung von Produktionsanlagen und Produktionswerkzeugen sowie der globale Support unserer Tochtergesellschaften im Bereich Weiterentwicklung, Modernisierung, Neuinstallationen und Reparaturen von Anlagen und Werkzeugen. Der Anteil der verkauften Profilbänder an der Gesamtleistung ist um 6,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 84,9% gesunken. Grund hierfür sind zum einen gestiegene interne Material- und Anlageverkäufe und zum anderen gefallene Umsatzerlöse gegenüber Dritten. Der Rohmaterialmarkt zeigte sich in 2020 sehr volatil. Nach einem erheblichen Einbruch der Preise im Zusammenhang mit der Corona-Krise ab Mai, zogen die Preise in Q4-2021 wieder sehr stark an und beendeten das Jahr auf einem höheren Niveau als am Anfang des Jahres 2020. Dies gilt insbesondere für Aluminium, welches laut BMEnet GmbH ein Zweijahreshoch von 2.050 USD/Tonne erreicht hat. Das Jahresergebnis (vor Steuern und Ergebnisabführung) liegt für das Geschäftsjahr 2020 bei T€ 2.763 (Vorjahr: T€ 5.638). Der Rückgang ist hauptsächlich auf Corona-bedingt fehlende Umsatzerlöse und nicht getätigte Gewinnausschüttungen der BFC Shanghai Metal Carrier Co. Ltd. sowie die Verlustübernahme der Beteiligungs GmbH zurückzuführen. Das Management hat auf die Corona-Krise frühzeitig reagiert und sofort mit der Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen begonnen. Unter anderem wurde ein überarbeitetes Hygiene- und Sicherheitskonzept eingeführt, Maßnahmen zur Sicherung der Lieferketten umgesetzt, die Möglichkeit der Kurzarbeit wahrgenommen und Investitionsausgaben überprüft. Unter Einbeziehung der durch die Corona-Pandemie getriebenen Erschwernisse ist die operative Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr als zufriedenstellend zu bewerten. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis und EBITDA heran. 4. Vermögens,- Ertrags- und Finanzlage 4.1 Ertragslage Das Rohergebnis (T€ 7.134) ist im Vergleich zur Vorperiode um 15,6% gefallen (Vorjahr: T€ 8.449), was den von uns prognostizierten Erwartungen entspricht. Die Löhne und Gehälter betragen im Berichtsjahr T€ 1.487 und liegen damit deutlich unter dem Niveau der Vorperiode (Vorjahr: T€ 1.953). Maßgeblichen Einfluss auf die Löhne und Gehälter hatte im Jahr 2020 die durch die Corona-Krise wahrgenommene Kurzarbeit. Das EBITDA beträgt T€ 3.393 und ist im Vergleich zur Vorperiode um 20,4% gefallen (Vorjahr: T€ 4.262). Auch dieser Rückgang ist von uns erwartet worden. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus rückläufigen Umsatzerlösen im Zusammenhang mit der Corona-Krise sowie nicht getätigten Gewinnausschüttungen der BFC Shanghai Metal Carrier Co. Ltd. 4.2 Vermögenslage Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme (T€ 27.827; Vorjahr: T€ 23.923) beträgt 27,3% (Vorjahr: 28,4%) und ist damit leicht gesunken. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 72,6% und liegt damit leicht über dem Niveau der Vorperiode (Vorjahr: 71,5%). Grund dafür ist hauptsächlich ein erhöhter Finanzmittelbestand im Berichtsjahr. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 29,7% (Vorjahr: 34,6%) der Bilanzsumme. Das absolute Eigenkapital ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der BFC Management GmbH unverändert. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt 69,5% (Vorjahr: 64,2%). Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die langfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 39,9% (Vorjahr: 45,5%) der Bilanzsumme. Es handelt sich hierbei um ein Gesellschafterdarlehen i.H.v. T€ 11.112 inklusive Zinsen (Vorjahr: T€ 10.894) mit Fälligkeit im Jahr 2028. 4.3 Finanzlage Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität im Zusammenhang mit der Fremdkapitalfinanzierung sowie die Bereitstellung von ausreichenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von T€ 1.122 wurden zum größten Teil aus Eigenmitteln finanziert. Die Investitionen betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen (T€ 226) sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von T€ 54. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau belaufen sich per 31.12.2020 auf T€ 809. Diese umfassen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen, welche als Ersatzinvestition getätigt wurden. Die Liquidität war unterjährig immer deutlich positiv. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 2020 T€ 3.186 (Vorjahr: T€ 1.287). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zum Geschäftsjahresende 2020 finanziert sich die Gesellschaft zu 29,7% aus Eigenkapital (Vorjahr: 34,6%), zu 0,7% aus Rückstellungen (Vorjahr: 1,1%) und zu 69,5% aus Verbindlichkeiten (Vorjahr: 64,2%). 4.4 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Ertragslage ist zufriedenstellend. III. Prognosebericht Der IWF hat in seinem jüngsten Ausblick die Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2021 um 0,3 Prozentpunkte nach oben angehoben. Für 2021 rechnet der IWF demnach mit einem Plus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 5,5 Prozent. Für China ist die Prognose nur leicht von 8,2 Prozent auf 8,1 Prozent nach unten angepasst. Für die Eurozone sieht es schlechter aus, hier revidierte der IWF seine Einschätzung um 1,0 Prozentpunkte nach unten auf nun 4,2 Prozent. Deutschland bewegt sich dabei bei einem Wachstum von etwa 3,5 Prozent. Die Prognose für die USA hat der IWF sogar um 2,0 Prozentpunkte angehoben (+5,1 Prozent). Für Mexiko wird ein Wachstum von 4,3 Prozent erwartet. Der IWF betont, dass die Prognosen weiterhin mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet seien. Obwohl die jüngsten Impfstoffzulassungen die Hoffnung auf eine Trendwende bei der Pandemie geweckt hätten, gäben wieder aufkeimende Infektionswellen und neue Varianten des Virus Anlass zur Sorge. Die Stärke der Erholung werde voraussichtlich von Land zu Land erheblich variieren. Dabei entscheiden verschiedene Faktoren über eine Erholung der nationalen Volkswirtschaften, etwa der Zugang zu Impfstoffen und die Wirksamkeit der politischen Maßnahmen gegen die Pandemie. Auf dem Automobilmarkt werden nach kräftigen Rückgängen im Jahr 2020 wieder Wachstumsraten erwartet, welche die Branche auf das Niveau von 2019 zurückbringen. Die IHS erwartet für China einen Anstieg des Produktionsvolumens für Kraftfahrzeuge bis 3,5t von 6,6% in 2021 und weiteren 3,9% in 2022. In Europe wird der Anstieg in 2021 mit 15,5% beziffert, während 2022 mit +5,8% prognostiziert wird. Der Nordamerikanische Raum (Nafta) soll 2021 mit einem Anstieg von 25,1% wieder das 2019er Niveau erreichen und für 2022 ist ein Wachstum von 2,6% vorausgesagt. Unabhängig von der aktuell schwierigen Wirtschaftslage inmitten einer weltweiten Pandemie, wird der Markt im Automobilsektor weiterhin stark durch den Wandel zu alternativen Antrieben, insbesondere zur Elektromobilität, getrieben sein. Da sämtliche BFC-Produkte unabhängig vom Antriebsstrang eines Automobils eingesetzt werden können, sieht die BFC Fahrzeugteile GmbH hierdurch keine Beeinflussung ihres Geschäftsmodells. Die Strategie der BFC Gruppe für 2021 bleibt der Ausbau der globalen Präsenz aber insbesondere auch die Entwicklung neuer innovativer Produkte und die Stärkung der internationalen Verkaufsaktivitäten. Insgesamt geht die BFC Fahrzeugteile GmbH davon aus, dass sie im Geschäftsjahr 2021 wieder nahezu das Umsatzvolumen aus dem Jahr 2019 erreichen kann. Das Rohergebnis wird voraussichtlich noch leicht unter dem Niveau von 2019 liegen, während beim EBITDA eine geringfügige Verbesserung zu erwarten ist. Diese Planungen basieren auf der Annahme, dass in der zweiten Jahreshälfte 2021 mit keinen weiteren negativen Einflüssen aus der Corona-Pandemie mehr zu rechnen ist. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Aufgrund der Geschäftstätigkeit im Automobilzulieferbereich ist die BFC Fahrzeugteile GmbH von rückläufigen Neuzulassungen im PKW-Bereich und branchenspezifischen Umsatzrückgängen während Krisenzeiten, wie z.B. der Corona-Krise, mittelbar betroffen. Weniger PKW-Neuzulassungen werden sich auch mittelbar auf den Absatz von metallischen Profilbändern auswirken. Der Abhängigkeit von der Automobilindustrie wird mit Projekten zur Prüfung von Entwicklungspotentialen im Non-Automotive-Bereich entgegengewirkt. Ertragsorientierte Risiken Ein Risikopotenzial liegt im kommenden Geschäftsjahr 2021 in der weiterhin äußerst instabilen wirtschaftlichen Lage vor dem Hintergrund der noch nicht ausgestandenen Corona-Pandemie. Etwaige Grenzschließungen innerhalb Europas würden den Umsatz signifikant drosseln. Für das erste Quartal haben wir dies in unserer Planung mit angemessenen Abschlägen berücksichtigt. Die Rohstoffpreise, insbesondere für Aluminium und Stahl, sind auf ein sehr hohes Niveau gestiegen. Zu große Preissteigerungen können selten 1:1 weitergegeben werden. Des Weiteren ist eine Verknappung auf dem Rohstoffmarkt eingetreten, welche zu sehr langen Lieferzeiten führt. Die BFC Fahrzeugteile GmbH begegnet diesen Risiken mit der Einführung einer "Global Sourcing Strategy", welche dafür sorgt, dass die Lieferketten gesichert sind und die Beschaffung strukturiert und vorausplanend erfolgt. Langfristige Verträge sollen die Risiken weitestgehend minimieren. Schadens- und Haftungsrisiken werden durch den Einsatz von Versicherungen weitgehend minimiert. Aufgrund der problematischen wirtschaftlichen Lage bedingt durch die Corona-Krise sind die Kreditversicherer teilweise dazu übergegangen, Geschäfte im Automotive-Bereich nicht mehr abzusichern. Diesen Risiken wird durch laufende Prüfung der Geschäftsbeziehung begegnet. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen insbesondere Zins-, Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Hinsichtlich der finanziellen Stabilität besteht das primäre Ziel darin, einzelne Risikofelder durch permanente und intensive Kontrollen zu minimieren. Auftretende Liquiditätsrisiken werden durch laufende Führung von betriebswirtschaftlichen Auswertungen, der Führung von offenen Posten-Listen sowohl bei Kunden als auch bei Lieferanten sowie der Überwachung der Kontenstände frühzeitig erkannt und gegebenenfalls durch den Einsatz geeigneter Instrumente der Liquiditätssteuerung abgedeckt. Zur Wahrung der dauerhaften Zahlungsfähigkeit sowie der finanziellen Flexibilität der BFC Fahrzeugteile GmbH sind kurzfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorhanden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Mahnwesen und Debitorenmanagement. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Dem Währungsrisiko im Exportgeschäft wird dadurch begegnet, dass die Fakturierung auf Euro-Basis erfolgt. Risiken die den Fortbestand der BFC Fahrzeugteile GmbH gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Die BFC Gruppe sieht sich als einer der technologisch führenden Anbieter auf ihrem Marktsegment. Durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit an neuen Technologien und Weiterentwicklung der bestehenden Produkte kann die Gesellschaft ihren Kunden qualitativ hochwertige und individuell auf ihre Bedürfnisse maßgeschneiderte Lösungen bieten. Zusammen mit der konsequent verfolgten Internationalisierungsstrategie eröffnet dies die Möglichkeit, im bestehenden Markt den Marktanteil zu steigern. Durch die globale Präsenz der BFC Gruppe erfolgt eine Risikostreuung in Bezug auf unterschiedliche konjunkturelle Entwicklungen einzelner Regionen und eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit von einem plötzlichen Aufschwung einzelner Märkte - insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie - sofort zu profitieren. Aufgrund der hohen Materialeinsatzquote bietet sich die Möglichkeit innerhalb von Krisenzeiten das Cash Management sehr effektiv zu gestalten. 3. Gesamtaussage Kurzfristige Risiken sehen wir in der noch unsicheren Bewältigung der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einflüsse auf die Gesamtwirtschaft. Mittelfristig bewegen wir uns weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld mit starkem Preisdruck seitens des Marktes. Chancen sehen wir in unseren Produktinnovationen sowie unserer globalen Präsenz und der damit verbundenen Fähigkeit schnell auf steigende Nachfragen der regionalen Märkte reagieren zu können. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Bonität unserer Großkunden begegnen wir mit einer laufenden Analyse des Forderungsbestandes. Darüber hinaus werden Forderungsausfälle, soweit möglich, durch den Einsatz von Kreditversicherungen abgesichert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der fortwährenden Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die BFC Fahrzeugteile GmbH unterhält in Deutschland zwei Produktionsstätten an den Standorten Bietigheim-Bissingen und Bretnig. Des Weiteren bestehen direkte Beteiligungsverhältnisse zu den Gesellschaften in Deutschland (BFC Beteiligungs GmbH), China (BFC Shanghai Metal Carrier Co. Ltd., BFC Anshan Metal Carrier Co. Ltd. und BFC Chongqing Metal Carrier Co. Ltd.) und Mexiko (BFC Profile de Mexico S.A. de C.V.). Indirekte Beteiligungen bestehen über die 100%-ige deutsche Tochtergesellschaft BFC Beteiligungs GmbH zu den Gesellschaften in den USA (BFCC US Inc.) und der Türkei (BFC Otomotiv San. Ve. Tic. LTD. Sti).
Bietigheim-Bissingen, den 28.02.2021 Ali Yildirim, Geschäftsführer |
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