Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 4570
Eingetragen
17.5.1999
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenHerstellung von FertiggerichtenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
Betrieb einer Großküche, die Speisen für Gaststättenbetriebe vor- und zubereitet, die Erbringung von Dienstleistungen des Einkaufs- und Warenmanagements sowie der Handel mit Gaststättenzubehör aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Bründer
seit 21.2.2004
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gastro-Service GmbH

Emsdetten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2024

AKTIVA

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.904.185,00 1.318.241,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 55.037,00 24.545,00
II. Sachanlagen 1.849.148,00 1.293.696,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.408,00 5.819,00
2. Maschinen 358.537,00 209.598,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.351.203,00 1.078.279,00
4. Geleistete Anzahlungen 134.000,00 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 12.999.854,34 13.616.746,68
I. Vorräte 9.880.271,08 9.885.666,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.800.558,38 2.784.712,88
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 319.024,88 946.367,75
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.554,00 13.104,00
14.917.593,34 14.948.091,68

PASSIVA

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.020.376,98 1.915.743,11
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 995.376,98 1.890.743,11
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.344.512,06 3.447.314,36
C. VERBINDLICHKEITEN 11.552.704,30 9.585.034,21
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 10.155.464,30 (Vorjahr: EUR 9.233.034,21)
- davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren: EUR 1.297.240,00 (Vorjahr: EUR 252.000,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 100.000,00 (Vorjahr: EUR 100.000,00)
14.917.593,34 14.948.091,68

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

2023/24
EUR
2022/23
EUR
1. Rohergebnis 20.785.673,35 18.480.123,77
2. Personalaufwand -4.689.165,50 -4.483.058,50
a) Löhne und Gehälter -3.858.296,47 -3.487.849,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -830.869,03 -995.209,07
3. Abschreibungen -303.127,43 -256.870,12
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.472.533,42 -11.034.434,11
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 316,29 297,87
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -168.563,35 -49.333,69
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -569.554,50 -488.488,06
8. Ergebnis nach Steuern 2.583.045,44 2.168.237,16
9. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.587.669,23 -1.298.314,73
10. Jahresüberschuss 995.376,21 869.922,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Steinfurt unter der Registernummer HRB 4570 eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um den Posten Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert.

Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind weitgehend im Anhang zu finden.

II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.

Im Einzelnen wurden folgende wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, und sofern abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen (bei betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer von bis zu vierzehn Jahren) angesetzt. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden erfasst und sofort vollständig abgeschrieben.

2. Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren werden zu gewogenen Durchschnittswerten angesetzt. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt anhand von Kalkulationen zu Herstellungskosten.

Die Forderungen sind prinzipiell mit ihrem Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko von Kunden außerhalb der Hauptabnehmer-Gruppe wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 3 % Rechnung getragen. Die Forderungen haben allesamt eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Alle übrigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennwert angesetzt und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Rückstellungen

Die Steuer- und Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und haben alle eine Laufzeit von weniger als einem Jahr; es wurden daher keine Abzinsungen vorgenommen. Geschätzte Werte wurden nach Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zinslose längerfristige Verbindlichkeiten liegen nicht vor.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/24 ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

2. Forderungen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 331), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um erst im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuern.

3. Verbindlichkeiten

Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte von gelieferten Vermögensgegenständen. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 1.397.240,00 (Vorjahr: EUR 352.000,00). In Höhe von EUR 4.060.804,05 (Vorjahr: EUR 2.029.020,80) bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Personalaufwand

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 21) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

2. Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten ausnahmslos Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht angefallen.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Aufwendungen entfallen TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 49) auf Gesellschafter.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Ergebnisverwendung/Bilanzgewinn

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wird ein Jahresüberschuss von TEUR 995 ausgewiesen. Unter Berücksichtigung einer Gewinnausschüttung für Vorjahre und des zum Ende des vorhergehenden Geschäftsjahres ausgewiesenen Bilanzgewinns von TEUR 1.891 ergibt sich zum Geschäftsjahresende ein Bilanzgewinn von TEUR 995. Es wird vorgeschlagen, von dem Bilanzgewinn TEUR 995 an die Gesellschafter auszuschütten.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat den Betrieb auf unbestimmte Dauer gemietet; die umsatz- oder gewinnabhängigen Pachtzahlungen betragen TEUR 5.924 (Vorjahr: TEUR 5.244). Daneben bestehen Mietverhältnisse für weitere Räumlichkeiten TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 58) und Geschäftsausstattung TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 31).

Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen über bewegliche Vermögensgegenstände i.H. von insgesamt TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 400). Davon entfallen

auf das Jahr 2024/2025 TEUR 153,

auf das Jahr 2025/2026 TEUR 130,

auf das Jahr 2026/2027 TEUR 27,

auf das Jahr 2027/2028 TEUR 11 und

auf das Jahr 2028/2029 TEUR 11.

3. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung besteht aus Herrn Thorsten Bründer, Kaufmann, Emsdetten. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB haben sich nicht ergeben.

4. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen neben zwei Auszubildenden 120 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 119), die sich wie folgt aufteilen:

Tätigkeitsbereich 2023/24
Anzahl
2022/23
Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 106 108
Angestellte 14 11
120 119

 

Emsdetten, den 30.12.2024

Gastro-Service GmbH

Geschäftsführung

gez. Thorsten Bründer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Apr. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Mär. 2024
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 140.699,00 53.297,81 0,00 0,00 193.996,81
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.863,00 0,00 0,00 0,00 14.863,00
2. Maschinen 907.367,34 211.743,57 0,00 0,00 1.119.110,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.030.936,83 493.097,05 0,00 46.644,50 2.477.389,38
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 134.000,00 0,00 0,00 134.000,00
2.953.167,17 838.840,62 0,00 46.644,50 3.745.363,29
3.093.866,17 892.138,43 0,00 46.644,50 3.939.360,10
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Apr. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Mär. 2024
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.154,00 22.805,81 0,00 138.959,81
116.154,00 22.805,81 0,00 138.959,81
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.044,00 411,00 0,00 9.455,00
2. Maschinen 697.769,34 62.804,57 0,00 760.573,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 952.657,83 217.106,05 43.577,50 1.126.186,38
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.659.471,17 280.321,62 43.577,50 1.896.215,29
1.775.625,17 303.127,43 43.577,50 2.035.175,10
NETTOBUCHWERTE
31. Mär. 2024
EUR
31. Mär. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.037,00 24.545,00
55.037,00 24.545,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.408,00 5.819,00
2. Maschinen 358.537,00 209.598,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.351.203,00 1.078.279,00
4. Geleistete Anzahlungen 134.000,00 0,00
1.849.148,00 1.293.696,00
1.904.185,00 1.318.241,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

I. Grundlagen der Gesellschaft

Unser Konzept beinhaltet den umfassenden Handel mit Ausstattungsgegenständen und Handelsware im Food- und Non-Food-Bereich. Gleichzeitig bieten wir unseren Kunden Fertigprodukte aus unserer Küchenproduktion an, die entsprechend der Bedürfnisse vor Ort zubereitet und portioniert werden. Durch die ständige Entwicklung neuer Fertigprodukte versuchen wir, den Veränderungen in den Bedürfnissen und Erwartungen der Konsumenten gerecht zu werden und Abgrenzungsmerkmale für unsere Kunden zu schaffen. Ein wesentlicher Teil unserer Kunden rekrutiert sich aus Beteiligungen unserer Gesellschafterin, der CE Beteiligungs- & Finanzierungs GmbH, Emsdetten.

An den aus der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens resultierenden Vorteilen lassen wir unsere Kunden partizipieren. So können wir zum einen durch das gestiegene Nachfragevolumen auf der Einkaufsseite Produkte und Konditionen bieten, die sich kleineren Einheiten kaum erschließen dürften. Zum anderen können wir durch definierte Abläufe Qualitätsniveaus, Lieferzuverlässigkeit und Schnelligkeit erreichen, die den gestiegenen Ansprüchen der Konsumenten entsprechen.

Unser Unternehmen betreiben wir von Emsdetten aus, wo alle Produkte nach Online-Vorbestellungen kommissioniert und unverzüglich an die Kunden versendet werden. In Zusammenarbeit mit den Kunden werden unsere Handelswaren- und Fertigprodukte-Sortimente ständig ergänzt und weiterentwickelt, so dass evtl. sich veränderndes Nachfrageverhalten zeitnah umgesetzt wird. Mit dieser konsequenten Kundenorientierung sind wir ständiger Ansprechpartner und Mitentwickler der Kundenkonzepte.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftlicher und branchenbezogener Rahmen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das nominale Bruttoinlandsprodukt betrug lt. amtlicher Schätzung des Statistischen Bundesamtes 4,19 Billionen Euro (Vorjahr: 3,95 Billionen Euro). Dagegen war das preisbereinigte BIP um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Das hohe Preisniveau auf allen Wirtschaftsstufen sowie die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. Im Ergebnis setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen ist sehr unterschiedlich verlaufen. Rückgänge mussten insbesondere das produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) mit -0,4% sowie der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit -1,0% hinnehmen. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Dagegen konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein.

Im ersten Quartal 2024 schlug sich die deutsche Wirtschaft besser und erhöhte ihre Aktivität vermutlich wieder etwas. Trotz nachlassender Inflation blieb eine Erholung der privaten Konsumausgaben im 1. Quartal 2024 allerdings wohl aus. Dagegen wurde mehr investiert als im 4. Quartal 2023: Nach einer schwachen zweiten Jahreshälfte 2023 stiegen die Bauinvestitionen im 1. Quartal 2024 preis-, saison- und kalenderbereinigt deutlich um 2,7 %.

Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 1,1% und nominal (nicht preisbereinigt) 8,5% mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Das Gastgewerbe war im Jahresverlauf 2023 weiterhin starken Preisanstiegen ausgesetzt, sodass die nominalen Umsätze deutlich gegenüber dem Vorjahr stiegen. Die realen Umsätze entwickelten sich nach hohen Zuwächsen zu Jahresbeginn vor allem in der zweiten Jahreshälfte rückläufig. Die teilweise hohen Differenzen zwischen realen und nominalen Umsätzen spiegeln das stark gestiegene Preisniveau im Gastgewerbe wider. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2023 um 11,3% niedriger, während der nominale Umsatz um 8,8% höher ausfiel.

Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2024 real (preisbereinigt) 2,6 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 0,6 % mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2024 damit deutlich um 13,1 % niedriger, obwohl der nominale Umsatz um 9,9 % höher ausfiel. In der Gastronomie sank der Umsatz im Jahr 2024 voraussichtlich real um 3,8 % und nominal 0,5 % gegenüber 2023. Damit lag der Umsatz real 15,8 % unter und nominal 8,9 % über dem Niveau des Jahres 2019.

2. Geschäftsverlauf

Wie unser Umsatzwachstum der letzten Jahre vor der Corona-Pandemie beweist, hat sich unsere Entwicklung dynamischer als die Entwicklung im Gaststätten- und Systemgastronomie-Bereich dargestellt. Wir konnten mit unserem Konzept durch Wachstum unseres bestehenden Kundenkreises und Akquisition neuer Kunden die positive Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen und uns damit von der allgemeinen Branchenentwicklung abkoppeln. Auch die Beiträge durch den stillen Gesellschafter verstärkten den weiteren Umsatzanstieg.

Unser Produktprogramm blieb im Vergleich zum Vorjahr in der Struktur im Wesentlichen unverändert und richtet sich nach den Wünschen unserer Kunden und dem bestehenden Gaststättenkonzept; dabei zeigt das Wachstum der eigenen Fertigprodukte eine überproportionale Zunahme. Auf der Beschaffungsseite, die durch steigende Preise zum Jahresende gekennzeichnet war, ergaben sich mit Ausnahme von Saisonartikeln ebenfalls keine wesentlichen Veränderungen oder Engpässe.

Durch unsere mittlerweile erreichte Größenordnung passen wir unsere technische Ausstattung und Maschinen der Entwicklung ständig an. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden Investitionen von insgesamt TEUR 892 vorgenommen, die vor allem auf Investitionen in Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen. Die Finanzierung unserer Gesellschaft wird im Wesentlichen durch Gesellschafterdarlehen gewährleistet; fallweise wägen wir bei Investitionen die Beimischung von Fremdfinanzierungen oder Leasinggestaltungen ab, um so auch bei zukünftigen Maßnahmen eine solide Finanzierungsgrundlage zu haben.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.904 beträgt 13% der Bilanzsumme von TEUR 14.918 und ist damit gegenüber dem Vorjahr bei Investitionen von TEUR 892 und laufenden Abschreibungen von TEUR 303 leicht gestiegen. Der bestehende Maschinenpark entspricht seit der Erweiterung der Produktionsflächen unverändert einem modernen Stand.

Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 13.000. Es hat sich im Laufe des Geschäftsjahres insbesondere aufgrund der Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände und der liquiden Mittel um insgesamt TEUR 617 verringert. Der Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 627 auf TEUR 319 ist unter anderem auf die Investitionen in das Anlagevermögen zurückzuführen. Demgegenüber haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich um TEUR 206 auf TEUR 2.344 erhöht, was im Zusammenhang mit dem Umsatzanstieg zu begründen ist. Der Vorratsbestand bewegt sich zum Bilanzstichtag auf dem Niveau des Vorjahres.

Unverändert stellt die Gesellschafterfinanzierung den stabilisierenden Faktor im Rahmen der Gesamtfinanzierung des Unternehmens dar. Sie beträgt mit TEUR 4.061 rund 27% der Bilanzsumme; die deutliche Zunahme um TEUR 2.032 ergibt sich aus den aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit deutlich gestiegenen Aufwendungen einerseits sowie aus dem Rückgang der Steuerrückstellungen um TEUR 1.130 und der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 592 andererseits. Die Sicherheit aus der Gesellschafterfinanzierung und die damit einhergehende unabhängige Handlungsfähigkeit stellt ein wesentliches Element der bisherigen positiven Gesellschaftsentwicklung dar. Derzeit werden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind trotz unserer Skonto-basierten Zahlweise wegen des gewachsenen Geschäftsvolumens sowohl absolut um TEUR 528 auf TEUR 5.250 und umfassen 35% der Bilanzsumme. Die Liquidität des Unternehmens ist zufriedenstellend und war während des Geschäftsjahres jederzeit gewährleistet.

Mit dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres von TEUR 995 (Vorjahr: TEUR 870) sind wir zufrieden. Die Steigerung des Umsatzes um 9% im Vergleich zum Vorjahr entspricht unseren Erwartungen und unterstreicht aufgrund des Niveaus die Wettbewerbsfähigkeit unseres Geschäftskonzeptes. Dem Umsatz stehen proportional gestiegene Materialaufwendungen gegenüber. Unter Berücksichtigung gesunkener sonstiger betrieblicher Erträge wurde ein deutlich verbessertes Rohergebnis von TEUR 20.786 (Vorjahr: TEUR 18.480) erwirtschaftet. Der Personalaufwand erhöhte sich bei nahezu unveränderter Anzahl an Mitarbeiter unterproportional um 5% auf TEUR 4.689 (Vorjahr: TEUR 4.483). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sorgten insbesondere überproportional zum Umsatz gestiegene Ausgangsfrachten und höhere Miet-/Pachtaufwendungen (zusammen 11% vom Umsatz) für den Anstieg; insgesamt stieg der sonstige betriebliche Aufwand damit überproportional zum Umsatzanstieg um 13% auf TEUR 12.473 (Vorjahr: TEUR 11.034). Es wurde ein EBIT von TEUR 3.320 (Vorjahr: TEUR 2.706) erwirtschaftet. Nach Abzug des als Aufwand berücksichtigten Gewinnanteils des stillen Gesellschafters ergibt sich ein über dem Vorjahresniveau liegendes Jahresergebnis.

IV. Niederlassungen

Niederlassungen bestehen keine.

V. Prognosebericht

1. Hinweise auf Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Entwicklung der Gesellschaft wird zu einem wesentlichen Teil von der Leistungsfähigkeit der Gastronomiebetriebe als Kunden und dem Nachfrageverhalten der Endkonsumenten beeinflusst. Unser Geschäftsmodell hat sich in der Vergangenheit als äußerst belastbar erwiesen und ist erfolgreich auf dem Heimatmarkt Deutschland etabliert. Unser Fokus liegt darauf, das Wachstum auf diesem Markt fortzusetzen.

Gleichwohl haben die steten Umsatzzunahmen die Anforderungen an die Steuerung und Abwicklung der Abläufe im Unternehmen beständig verändert. Wir steuern die Gesellschaft anhand der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen, die die Grundlage für unser Kennzahlensystem bilden. Dabei sind Umsatz und Warenrelationen die entscheidenden Größen. Die Anpassung der Prozesse und die Implementierung dabei unterstützender EDV-Systeme stehen im Fokus der Entwicklungsaktivitäten. Schließlich bietet die fortschreitende Digitalisierung die Chance, unsere Betriebsabläufe fortlaufend zu optimieren sowie die Lieferzuverlässigkeit und -schnelligkeit weiter zu erhöhen. Durch entsprechende Investitionen in moderne technische Anlagen und Maschinen sowie effizientere Prozesse sehen wir uns in der Lage, die weiter steigenden Warendurchläufe bei gleichbleibend hoher Liefer- und Produktionszuverlässigkeit zu gewährleisten.

Neue Produkte werden in enger Zusammenarbeit mit unseren Hauptkunden anhand von Anfragen durch die Cafés vorgenommen. Die Geschäftsführung sieht hier insbesondere Chancen in der zunehmenden Nachfrage nach gesunden und nachhaltigen Optionen. Das Unternehmen hat die Möglichkeit, sein Menüangebot zu erweitern und innovative, gesunde Gerichte anzubieten, die auf rein pflanzlichen Zutaten basieren.

2. Hinweise auf Risiken der zukünftigen Entwicklung

Deutschland wird nach einer Prognose der OECD in 2024 so langsam wachsen wie keine andere entwickelte Wirtschaftsnation. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte lediglich um 0,7 Prozent zulegen. Die OECD sieht als Hauptursache für die Dauerflaute in Deutschland insbesondere die schwache Produktion. Dies liege besonders an der schwachen Exportnachfrage aus China. Weiterhin wirke sich die im Vergleich zu anderen Ländern der Eurozone restriktivere Fiskalpolitik aus. So haben die Wiedereinsetzung der Schuldenbremse und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, welches die Nutzung von Sondervermögen zur Finanzierung von Ausgaben eingeschränkt hat, in 2024 zu einer starken Reduzierung der öffentlichen Ausgaben geführt und das Wachstum verlangsamt, aber andererseits auch entscheidend dazu beigetragen, dass die Inflation zuletzt stark gesunken ist. Demgegenüber könne der private Konsum durch Lohnerhöhungen und steigende Realeinkommen, unterstützt von einer zurückgehenden Inflation, voraussichtlich gestärkt werden.

Die Branche der Gastronomie und die der darin enthaltenen Systemgastronomie sind wie alle anderen Marktteilnehmer von der steigenden Inflation in Form von steigenden Einkaufspreisen, Gehältern und Mieten betroffen. Insbesondere die Preise vieler Rohstoffe und Waren dürften weiterhin steigen. Gleiches gilt für die Energiepreise, die aber in ihrer absoluten Höhe weniger bedeutend sind. Die Gewinnung qualifizierter und motivierter Mitarbeiter wird in Zukunft eine zunehmend bedeutendere Stellung erlangen. Wir streben an, die hieraus resultierenden höheren Kosten an den Markt weiterzugeben. Zudem wurde zu Jahresanfang 2024 der Krisenrabatt bei der Mehrwertsteuer abgeschafft, sodass die Konsumenten in den Lokalen wieder 19 statt sieben Prozent Steuern zahlen müssen. Dennoch ist der Wunsch der Konsumenten auf den Besuch von Cafés weiter spürbar. Aus unserer Erfahrung führen steigende Inflation und die damit einhergehende allgemeine Zurückhaltung der Konsumenten für den Café-Besucher keine wesentliche Rolle. Der Besuch des Cafés um die Ecke scheint eher eine Ausgabe zu sein, die sich die Kunden auch bei steigendem Preisniveau nicht nehmen lassen wollen. Mit der Auslastung der Cafés zeigt sich vielmehr die Gewinnung von Mitarbeitern für die Tätigkeit in der Systemgastronomie als Herausforderung.

In diesem wirtschaftlichen Kontext sieht sich die Gesellschaft Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Aus diesem Grund ist ein angemessenes Risikomanagement ein bedeutsamer Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Zentraler Bestandteil des Risikomangements ist neben der Kommunikation mit den einzelnen Cafés die Finanzierung der Gesellschaft. Zu diesem Zweck werden Zahlungskonditionen mit den Lieferanten, Optimierung der Lagerdauer und die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der Kunden ständig beobachtet bzw. an deren Verbesserung gearbeitet. Die flexible Finanzierung durch Gesellschaftermittel ist ein weiteres wichtiges Element.

Die Markt- und Absatzrisiken sehen wir als beherrschbar an. Durch die breite Kundenbasis in unterschiedlichen Regionen ist die Gefahr von Abhängigkeiten von einzelnen Kunden eher gering, zumal durch die aktiven und stillen Gesellschafter ein hoher Anteil an Kundenbeziehungen gewährleistet ist. Daraus resultierend und aufgrund des gegebenen Gesellschafterkreises erkennen wir derzeit keinen Hinweis auf außerordentliche Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen.

Nachdem sich die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprechend der Erwartungen entwickelt haben, gehen wir für das Geschäftsjahr 2024/25 davon aus, dass die Umsatz- und Ergebnissituation des abgelaufenen Geschäftsjahres als Zielvorgabe für das folgende Geschäftsjahr angesehen werden kann. Vor dem Hintergrund der komplexen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der vorliegenden Prognosen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau unter Berücksichtigung eines leicht rückläufigen Umsatzes und einer konstanten Wareneinsatzquote.

 

Emsdetten, den 30.12.2024

Gastro-Service GmbH

Geschäftsführung

gez. Thorsten Bründer

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS Geschäftsjahr 2023/24

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gastro-Service GmbH, Emsdetten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gastro-Service GmbH, Emsdetten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gastro-Service GmbH, Emsdetten, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Rheine, 10. März 2025

pkr Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hans-Torsten Junker, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Robin Kemner, Wirtschaftsprüfer

FESTSTELLUNG

Der Jahresabschluss und Lagebericht wurden am 28.03.2025 festgestellt.

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