Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 230091
Eingetragen
4.5.2005
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Verkauf, Vertrieb, Marketing und Entwicklung von elektronischen und elektrischen Erzeugnissen, insbesondere von Halbleiterprodukten, sowie Erbringung von Installationsarbeiten, Wartung und anderen Dienstleistungen, soweit diese nicht handwerksmäßig erfolgen, sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte und Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ivy Pong
seit 15.11.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Martin Weigert
seit 19.12.2016
Geschäftsführer
Dietmar Eugen Welz
seit 19.12.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Avago Technologies International Sales Pte. LimitedSGP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Avago Technologies International Sales Pte. Limited
Singapore
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Avago Technologies GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023

1. Lagebericht vom 1. November 2022 bis 31.Oktober 2023

I. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die Avago Technologies GmbH ist Teil der Broadcom Inc. (Broadcom). Der Konzern ist ein führender Designer, Entwickler und globaler Anbieter einer Vielzahl von komplementären Metalloxid-Halbleitern ("Complementary Metal Oxide semiconductor" kurz "CMOS") mit dem Fokus auf komplexen analogen, digitalen und mixed Signal Chip-Lösungen. Innerhalb des Konzerns fungiert die Avago Technologies GmbH als Service Dienstleister. Der Gegenstand der Gesellschaft liegt hauptsächlich darin, für verbundene Unternehmen vertragsmäßige Unterstützungsdienstleistungen im Bereich der Kundenbetreuung, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie marketingbezogene Services zu erbringen. Die Umsatzerlöse resultieren aus an verbundene Unternehmen berechneten Dienstleistungsgebühren, deren Höhe den relevanten betrieblichen Aufwendungen zuzüglich eines prozentualen Zuschlages entspricht. Die Gesellschaft hat Standorte in München und Regensburg.

2. Makroökonomische Analyse

Der globale Halbleitermarkt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2023 verhalten, konnte jedoch in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Dynamik gewinnen. Auf regionaler Ebene war Europa im Jahr 2023 der einzige Markt mit einem Jahreswachstum; hier stiegen die Umsätze um 4,0 %. In allen anderen Regionen gingen die Umsätze zurück: in Japan um 3,1 %, in Nord- und Südamerika um 5,2 %, im asiatisch-pazifischen Raum (inkl. "All Other") um 10,1 % und in China um 14,0 % (www.semiconductors.org).

Für das Jahr 2024 wird laut WSTS ein deutliches Wachstum des weltweiten Halbleitermarkts um 19,0 % auf rund 627 Mrd. USD (entspricht ca. 551 Mrd. EUR) erwartet. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die Produktsegmente Speicherchips (+81,0 %) und Logikchips (+16,9 %). Andere Teilmärkte wie Diskrete Bauelemente, Optoelektronik, Sensorik und Analogtechnik dürften dagegen rückläufig sein. Regional gesehen werden insbesondere Amerika (+38,9 %) und der asiatisch-pazifische Raum (+17,5 %) zum Wachstum beitragen. In Japan wird ein leichtes Wachstum von 1,4 % erwartet, während Europa voraussichtlich einen Rückgang von 6,7 % verzeichnen wird. Für 2025 prognostiziert die WSTS ein weiteres globales Marktwachstum von 11,2 %, wobei in allen Regionen mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung gerechnet wird (Quelle: wsts.org, Dezember 2024).

Die weltweite gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird laut IWF in den Jahren 2025 und 2026 voraussichtlich jeweils ein Wachstum von 3,3 % verzeichnen - nahezu unverändert gegenüber den Prognosen vom Oktober 2024. Während die Aussichten für die Vereinigten Staaten nach oben korrigiert wurden, fielen die Erwartungen für andere Regionen leicht schwächer aus (Quelle: imf.org, World Economic Outlook 1/2025). Ein allgemeiner konjunktureller Abschwung - sei es weltweit, regional oder branchenspezifisch - sowie zunehmende Handelskonflikte mit US-Handelspartnern oder eine restriktivere Kreditvergabe könnten sich negativ auf unsere Geschäftstätigkeit, Vermögenslage und Liquidität auswirken. Schwächephasen der Weltwirtschaft haben in der Vergangenheit bereits zu erheblichen Einbrüchen in unseren Märkten geführt, die sich spürbar auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt haben.

In den letzten Jahren haben die Bedenken von Investoren und Kunden hinsichtlich der globalen Wirtschaftsaussichten die Markt- und Geschäftsbedingungen im Allgemeinen negativ beeinflusst. Durch makroökonomische Schwäche und Unsicherheit gestaltet es sich für uns schwierig, genaue Vorhersagen hinsichtlich Umsatz, Bruttomarge sowie Aufwendungen zu tätigen. Außerdem kann es hierdurch schwieriger werden, Kredite aufzunehmen oder zu refinanzieren. Eine Eskalation der jüngsten Handelsspannungen zwischen den USA und China hat zu Handelsbeschränkungen und erhöhten Zöllen geführt, die unsere Fähigkeit beeinträchtigen, an den chinesischen Märkten teilzunehmen oder effektiv mit chinesischen Unternehmen zu konkurrieren. Eine anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der aktuellen weltwirtschaftlichen Bedingungen oder eine Verschlechterung dieser Bedingungen sowie eine weitere Eskalation der Handelsspannungen zwischen den USA und ihren Handelspartnern, insbesondere China, könnten zu einer weltweiten Konjunkturabschwächung und langfristigen Veränderungen im Welthandel führen. Solche Ereignisse können auch dazu führen, dass (i) unsere Kunden und Verbraucher ihre Technologieausgaben reduzieren, zurückstellen oder darauf verzichten, (ii) Kunden Produkte von anderen Lieferanten beziehen, die nicht solchen Beschränkungen oder Zöllen unterliegen, (iii) wichtige Lieferanten und Kunden Insolvenz anmelden oder konsolidiert werden müssen und (iv) den Preisdruck verstärken. Jeder einzelne aber auch alle diese Faktoren in Summe könnten die Nachfrage nach unseren Produkten und unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.

Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3%. Hauptursachen waren anhaltend hohe Energiepreise und eine straffere Geldpolitik. Im laufenden Jahr 2024 zeichnet sich eine allmähliche Erholung ab. Getragen wird diese vor allem durch den privaten Konsum, da das Lohnwachstum inzwischen die Inflation übersteigt. Die hohen Zinssätze haben vorübergehend zu einer höheren Ertragslage bei Banken geführt, gleichzeitig aber Schwächen in der Finanzierung gewerblicher Immobilien offengelegt. Die Wachstumsrisiken gelten insgesamt als ausgewogen; sowohl positive als auch negative Überraschungen bei Verbraucher- und Investorenverhalten sind denkbar. Die Inflation dürfte im Jahresverlauf weiter zurückgehen und sich bei etwa 2,1% einpendeln, da die sinkenden Großhandelspreise für Energie zunehmend bei Unternehmen und Endverbrauchern ankommen.

Für das Jahr 2025 rechnet der IWF mit einem nahezu stagnierenden Wirtschaftswachstum in Deutschland von 0,0 %. Die anhaltend schwache Auslandsnachfrage sowie globale Handelsunsicherheiten gelten als bremsende Faktoren. Zwar wird der private Konsum weiterhin zur Binnenkonjunktur beitragen, seine Wirkung dürfte jedoch durch verhaltene Investitionstätigkeit begrenzt bleiben (Quelle: imf.org).

3. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Das Unternehmen weist einen Gewinn von Mio. EUR 8,5 aus. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag verringerte sich dadurch auf Mio. EUR 27,8.

Um die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft zu beseitigen, hat die Alleingesellschafterin eine Patronatserklärung abgegeben, in der erklärt wird, der Avago Technologies GmbH stets das benötigte Kapital zur rechtzeitigen Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

II. Finanzlage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die Erlöse in Höhe von Mio. EUR 44,5 (Vorjahr: Mio. EUR 47,7) basieren auf erbrachten Serviceleistungen. Als Basis für die Berechnung gemäß konzerninterner Verrechnungspreisvereinbarungen wird ein bestimmter Kostenaufschlagssatz auf die hierfür qualifizierten Betriebsausgaben angewendet.

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen

2023 2022
TEUR TEUR
Subunternehmermanagement und logistische 398 309
Dienstleistungen
Forschung und Entwicklung 27.640 29.330
Vertrieb und Marketing 16.458 18.075
Untervermietung - 16
44.496 47.730

Umsatzerlöse nach Region

2023 2022
TEUR TEUR
Europa 176 16
Amerika 202 -
Asien 44.118 47.714
44.496 47.730

Der Rückgang steht im Einklang mit dem Rückgang der qualifizierten Betriebsausgaben.

Die vorläufigen Zahlen für das GJ 2024 zeigen einen Umsatz für erbrachte Services von Mio. EUR 47,9. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die steigende Nachfrage in den Endabnehmermärkten zurückzuführen.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen stiegen von Mio. EUR 16,1 auf Mio. EUR 13,8. Die vorläufigen Zahlen für das GJ 2024 zeigen Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen von Mio. EUR 15,1.

Die Vertriebskosten stiegen auf Mio. EUR 8,7 (Vorjahr Mio. EUR 9,5. Die vorläufigen Zahlen für das GJ 2024 weisen Vertriebskosten in Höhe von Mio. EUR 10,6 aus.

Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken von Mio. EUR 3,4 auf Mio. EUR 2,7. Die vorläufigen Zahlen für das GJ 2024 zeigen allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von Mio. EUR 4,7.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Gewinne aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: Mio. EUR 1,8). Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 zeigen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von Mio. EUR 1,1, die im Wesentlichen aus Erträgen aus der Währungskursumrechnung bestehen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Foundry-Wafer im Rahmen von Forschung und Entwicklung sowie Verluste aus der Währungsumrechnung.

Die Zinsen und ähnlichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Fair-Value-Bewertung des Planvermögens zurückzuführen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2023 auf 2,9 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 weisen Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 2,2 Mio. EUR aus und spiegeln damit den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider..

Das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2023 beträgt Mio. EUR 8,5, was hauptsächlich auf den deutlichen Rückgang der unrealisierten Verluste aus der Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Die vorläufigen Zahlen für das GJ 2024 zeigen einen Gewinn nach Steuern von Mio. EUR 1,1.

Die Umsatzerlöse basieren auf der "Cost-Plus" Vergütung für Dienstleistungen im Bereich Forschung und Entwicklung, Marketing und sonstiger Beratung an den Alleingesellschafter. Der Gewinnzuschlag für diese Dienstleistungen liegt zwischen 5% und 8,5%.

Die Kosten für erbrachte Dienstleistungen sind in den Posten Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten. Der Anstieg der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen wird im Wesentlichen verursacht durch einen Anstieg der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, wohingegen keine wesentlichen Veränderungen bei den Vertriebskosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten zu verzeichnen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Gewinnen aus der Währungsumrechnung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Foundry-Wafer im Rahmen der Forschung und Entwicklung sowie Verluste aus der Währungsumrechnung. Das Zinsergebnis (TEUR -1.387) resultiert im Wesentlichen aus dem Zinsanteil für Pensionsrückstellungen (TEUR -855), sowie aus konzerninternen Zinsaufwendungen (TEUR -2.087), denen Erträge aus der Zeitwertbewertung von Plan Assets gegenüberstehen (TEUR 1.554).

2. Finanzlage und Liquidität

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Die Aktivseite der Bilanz besteht überwiegend aus einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von Mio. EUR 27,8 (59,1% der Bilanzsumme), wohingegen die Passivseite der Bilanz hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 34,4 (79,8% der Bilanzsumme) enthält.

Das Eigenkapital der Gesellschaft besteht aus dem Stammkapital in Höhe von TEUR 25, aus einer Kapitalrücklage von TEUR 183, Gewinnrücklagen von TEUR 442, aus dem Verlustvortrag von Mio. EUR 36,960, dem Gewinn des Geschäftsjahres 2023 von Mio. EUR 8,5 sowie dem vorgenannten nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von Mio. EUR 27,8.

Um die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft zu beseitigen, hat die Alleingesellschafterin eine Patronatserklärung abgegeben, in der erklärt wird, der Avago Technologies GmbH stets das benötigte Kapital zur rechtzeitigen Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Die vorläufige Bilanz des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2024 zeigt auf der Aktivseite vor allem einen Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf TEUR 753. EUR. Die Passivseite der Bilanz weist unverändertes gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen aus, während der Verlustvortrag 26,9 Mio. EUR, der Gewinn für das Geschäftsjahr 2024 1,1 Mio. EUR und der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag 26,78 Mio. EUR beträgt.

Die Gesellschaft erhält als Konzerngesellschaft ein ausreichendes Niveau in Form von Konzern-Verbindlichkeiten als Form der Finanzierung, die sicher stellt, dass die Gesellschaft ausreichende finanzielle Mittel für die Geschäftstätigkeit und geplante Expansionen zur Verfügung hat. Im April 2018 trat die Gesellschaft dem Broadcom weiten "Non-US Cash Pooling Agreement" bei, mit der Avago Technologies Finance Pte. Ltd. Als Pooling Koordinator. Am 1. Mai 2019 wurden die Avago Technologies Finance Pte. Ltd. und Avago Technologies International Sales Pte. Ltd. verschmolzen und Avago Technologies International Sales Pte. Ltd. ist der neue Pooling-Koordinator.

III. Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen hat neben dem Hauptsitz in Regensburg eine Niederlassung in München.

IV. Risiko und Prognoseberichterstattung

1. Prognosebericht

Broadcom ist weltweit führend im Technologiebereich und entwirft, entwickelt und liefert, eine breite Palette an Halbleiter- und Infrastruktursoftwarelösungen. Broadcom entwickelt Halbleiterbauelemente mit dem Schwerpunkt auf komplexen digitalen und Mixed-Signal-Bauelementen auf Basis komplementärer Metalloxid-Halbleiter und analogen III-V-basierten Produkten. Broadcom kann auf eine lange Innovationsgeschichte zurückblicken und bietet Tausende von Produkten an, die in Endprodukten wie Unternehmens- und Rechenzentrumsnetzwerken, Heimkonnektivität, Set-Top-Boxen, Breitbandzugängen, Telekommunikationsgeräten, Smartphones und Basisstationen, Rechenzentrumsservern und Speichersystemen, Fabrikautomatisierung, Energieerzeugung und alternativen Energiesystemen sowie elektronischen Displays zum Einsatz kommen. Unsere Infrastruktursoftwarelösungen ermöglichen es Kunden, Anwendungen über Mainframe-, verteilte, mobile und Cloud-Plattformen zu planen, zu entwickeln, zu automatisieren, zu verwalten und zu sichern. Unverändert zum vorangegangenen Geschäftsjahr hatte Broadcom drei berichtspflichtige Segmente: Halbleiterlösungen, Infrastruktursoftware und Lizenzierung von geistigem Eigentum ("IP").

Die Strategie von Broadcom besteht darin, die führende Technologie bei Halbleiter- und Infrastruktursoftwarelösungen mit einer unübertroffenen Skalierung auf einer gemeinsamen Vertriebs- und Verwaltungsplattform zu kombinieren, um den weltweit führenden Geschäfts- und Regierungskunden eine umfassende Palette von Infrastrukturtechnologieprodukten anzubieten. Wir versuchen, dies durch verantwortungsvoll finanzierte Akquisitionen von in ihrer Kategorie marktführenden Unternehmen und Technologien sowie durch umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung zu erreichen, um sicherzustellen, dass unsere Produkte ihre Technologieführerschaft beibehalten. Diese Strategie resultiert in einem robusten Geschäftsmodell, das darauf ausgelegt ist, diversifizierte und nachhaltige Betriebs- und Finanzergebnisse zu erzielen.

Die Nachfrage nach den Produkten von Broadcom wurde in der Vergangenheit und wird wahrscheinlich auch in der Zukunft von verschiedenen Faktoren beeinflusst, unter anderem von den folgenden:

Gewinn oder Verlust von wichtigen Kunden;

allgemeinen Wirtschafts- und Marktbedingungen in den Branchen und Märkten, in denen wir konkurrieren;

die Produktbestände unserer Distributoren und die Nachfrage der Endkunden;

die Geschwindigkeit, mit der unsere gegenwärtigen und zukünftigen Kunden und Endanwender unsere Produkte und Technologien in unseren Zielmärkten annehmen, und die Geschwindigkeit, mit der die Produkte unserer Kunden, die unsere Technologie enthalten, in ihren Märkten akzeptiert werden;

die Verlagerung zu Cloud-basierten IT-Lösungen und -Dienstleistungen, wie z. B. Hyperscale Computing, die sich negativ auf den Zeitpunkt und das Volumen des Verkaufs unserer Produkte für den Einsatz in traditionellen Unternehmensrechenzentren auswirken kann; und

die zeitliche Planung, die Verschiebung oder Stornierung von erwarteten Kundenaufträgen.

Die Prognosen zu Umsatz und Jahresergebnis im Vorjahres-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 basierten auf dem zu diesem Zeitpunkt vorliegenden vorläufigen Jahresabschluss. Im Vergleich zur Vorjahresprognose wurden die Umsatzerwartungen im Geschäftsjahr 2023 übertroffen: Statt der erwarteten 39,5 Mio. EUR belief sich der tatsächliche Umsatz auf 44,5 Mio. EUR. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere ein höheres Volumen erstattungsfähiger Aufwendungen. Auch das prognostizierte Ergebnis in Höhe von 5,9 Mio. EUR konnte mit 8,5 Mio. EUR deutlich übertroffen werden; die Entwicklung steht weitgehend im Einklang mit dem Umsatzwachstum. Die positive Abweichung spiegelt somit ein höher als ursprünglich erwartetes Volumen an erstattungsfähigen Aktivitäten wider.

Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 weisen Umsatzerlöse in Höhe von 47,9 Mio. EUR sowie einen Jahresüberschuss von 1,1 Mio. EUR aus.

Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Faktoren erwarten wir für die GJ 2025 ein positives Ergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich. Diese Einschätzung basiert auf der erwarteten Marktentwicklung und den uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts vorliegenden Prognosen.

2. Risikobericht

Die Avago Technologies GmbH eine relativ risikoarme Servicegesellschaft, die keine Bestands- bzw. Kreditrisiken birgt. Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen für die in Singapur ansässige Alleingesellschafterin Avago Technologies International Sales Pte. Limited.

Die Halbleiterbranche ist hoch zyklisch und ist geprägt von einem ständigem schnellen Technologiewandel sowie Preisrückgängen, sich kontinuierlich fortentwickelnden technischen Standards, ständig neue Produkteinführungen, kurzen Produktlebenszyklen (für Halbleiter und für viele Endkundenanwendungen, in denen diese eingesetzt werden) sowie großen Schwankungen bei Produktbeschaffung und -nachfrage. Ab und zu führen diese und andere Faktoren zusammen mit Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu signifikanten Auf- und Abschwüngen der Branche im Allgemeinen sowie unseres Geschäfts im Besonderen. Solche Abschwünge zeichnen sich aus durch eine verminderte Nachfrage nach Endkundenanwendungen, hohe Lagerbestände und Wertkorrekturen auf Lagerbestände, Unterauslastung der Produktionskapazitäten, Veränderung der Umsatzzusammensetzung und eines beschleunigten Preisverfalls auf durchschnittliche Verkaufspreise. All diese Effekte beeinflussen unseren Geschäftsverlauf, unsere finanzielle Lage sowie unser Geschäftsergebnis. Wir gehen davon aus, dass unser Geschäft auch dann zyklischen Abschwüngen ausgesetzt ist, wenn die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen relativ stabil sind. Sollte es uns nicht gelingen Industrie- oder Marktabschwünge auszugleichen, ist damit zu rechnen, dass sich unser Nettoergebnis vermindert und unsere finanzielle Lage und unser Geschäftsergebnis in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch ungünstige globale wirtschaftliche Bedingungen könnten sich negativ auswirken.

Im Hinblick auf die Besteuerung haben wir Verrechnungspreise von einer Tochtergesellschaft zur anderen zu Preisen festgelegt, von denen wir glauben, dass sie zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelt wurden. Unser steuerpflichtiges Einkommen hängt davon ab, dass die lokalen Behörden unsere betrieblichen Praktiken und konzerninternen Verrechnungspreise als fremdvergleichskonform anerkennen. Eine Anfechtung der Verrechnungspreise durch die Steuerbehörden könnte, wenn sie erfolgreich ist, zu Anpassungen für frühere oder zukünftige Jahre führen. Die Auswirkungen solcher Änderungen könnten uns mit höheren Steuern belasten und unsere Gewinne, Betriebsergebnisse und unseren Cashflow negativ beeinflussen.

Das Management der Geschäfts- bzw. Finanzrisiken der Avago Technologies GmbH ist in die gesamte Risikomanagement-Strategie des Broadcom-Konzerns eingebunden. Die funktionale Währung des Avago Technologies Konzerns ist der US$. Die Aufwendungen der Gesellschaft sind in Euro erfasst, werden jedoch durch die verbundenen Unternehmen in US$ zuzüglich eines prozentualen Zuschlages vergütet. Liquiditäts- bzw. Zahlungsrisiken der Gesellschaft werden durch deren volle Einbindung in die Konzernfinanzierungsstruktur der Broadcom-Gruppe begrenzt.

3. Spezielle Risikoberichterstattung

Aus operativer und finanzieller Sicht ist die Gesellschaft vollständig von ihrem obersten Mutterunternehmen (Broadcom Limited., Singapur) und weiteren verbundenen Unternehmen abhängig. Der Fortbestand der Gesellschaft hängt somit von der finanziellen Situation des Mutterunternehmens sowie der weiteren verbundenen Unternehmen ab.

Um die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft zu beseitigen, hat die Alleingesellschafterin eine Patronatserklärung abgegeben, in der erklärt wird, der Avago Technologies GmbH stets das benötigte Kapital zur rechtzeitigen Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die Werthaltigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Erfüllung künftiger Zahlungsverpflichtungen ist abhängig von der wirtschaftlichen Lage und den Entscheidungen der Avago Technologies International Sales Pte. Limited als Ausstellerin der Patronatserklärung sowie der Konzernleitung von Broadcom Inc. Darüber hinaus ist die Fortführung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft davon abhängig, dass die Alleingesellschafterin auch in Zukunft in der Lage sein wird, Ihren Verpflichtungen aus der Patronatserklärung nachzukommen.

Die oberste Holdinggesellschaft Broadcom Inc. weist im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzanstieg auf und hat ein operatives Ergebnis von Mio. USD 14.082 oder Mio. EUR 13.217 (Vorjahr: Mio. USD 11.495 oder Mio. EUR 10.694) nach US-GAAP. Die liquiden Mittel betrugen Mio. USD 14.189 oder Mio. EUR 13.318 (Vj. Mio. USD 12.416 oder Mio. EUR 11.551) zum Bilanzstichtag.

4. Chancen und Geschäftsausblick

Der Broadcom-Konzern investiert weiterhin maßgeblich in Forschung und Entwicklung, um mit neuen Designs zu punkten, und wertet mögliche Akquisitionen aus, um das Produktangebot auszubauen. Im betrieblichen Bereich wurden Rationalisierungsmaßnahmen durchgeführt. Außerdem werden durch ein verbessertes Bestandsmanagement, durch Prozesskettenmanagement sowie durch eine verstärkte Ausgliederung an kostengünstige Subunternehmer die Produktionseffizienz und Produktivität weiter gesteigert.

Basierend auf den hier beschriebenen externen und internen Faktoren erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/2025 folgende Entwicklung:

Signifikante Risiken aus finanziellen Instrumenten bestehen nicht

Da die Gesellschaft Teil der Broadcom Gruppe ist, verfügt es über ausreichende finanzielle Unterstützung. Die Gesellschaft wird auf Grundlage der bestehenden Cost-Plus Vereinbarungen vergütet und die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern und Lieferanten wird garantiert.

Die gesetzlichen Vertreter versichern, dass Ihnen keine Kenntnisse vorliegen, die in einem Going Concern Risiko resultieren.

 

München, den 30. April 2025

Die Geschäftsführung

Martin Weigert

Ivy Pong

Kirsten Margreta Spears

2. Bilanz zum 31. Oktober 2023

Avago Technologies GmbH, München

AKTIVA

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.948.284 4.459.951
2. Geleistete Anzahlungen 152.492 347.259
8.100.776 4.807.210
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 381.166 1.299.809
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.651.670 1.267.271
2.032.836 2.567.080
C. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 9.069.305 10.412.938
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 27.779.186 36.309.855
46.982.103 54.097.083

PASSIVA

31.10.2023 31.10.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Kapitalrücklage 183.015 183.015
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 441.935 441.935
IV. Verlustvortrag -36.959.805 -35.038.387
V. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss 8.530.669 -1.921.418
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 27.779.186 36.309.855
- -
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.274.420 2.833.555
2. Sonstige Rückstellungen 5.377.319 6.241.741
7.651.739 9.075.296
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.223.267 3.892.220
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.474.139 40.658.457
3. Sonstige Verbindlichkeiten 632.959 471.110
- davon aus Steuern: EUR 0 (Vorjahr: EUR 0)
39.330.365 45.021.787
46.982.103 54.097.083

3. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023

Avago Technologies GmbH, München

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 44.496.132 47.729.781
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -13.843.357 -16.075.827
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 30.652.775 31.653.954
4. Vertriebskosten -8.699.249 -9.542.435
5. Allgemeine Verwaltungskosten -2.658.762 -3.419.168
6. Sonstige betriebliche Erträge 3.373.013 1.824.071
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.613.650 -20.212.163
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.554.095 1.040.206
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.941.313 -2.471.196
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -136.240 -794.687
11. Jahresüberschuss (-Jahresfehlbetrag) 8.530.669 -1.921.418

4. Anhang zum 31.Oktober 2023

Avago Technologies GmbH, München

Registergericht München HRB Nr. 230091

I. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der Avago Technologies GmbH (im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt) wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 (3) HGB gegliedert.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (3) und (4) HGB. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden soweit möglich Vereinfachungsvorschriften in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss für das laufende Geschäftsjahr erstreckt sich vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023 (Geschäftsjahr 2022/2023).

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Bilanzielle Überschuldung und Going-Concern Prognose der Gesellschaft

Zum 31. Oktober 2023 weist die Gesellschaft einen Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 27,8 aus. Die Gesellschaft ist damit bilanziell überschuldet. Da die Fortführungsprognose der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft positiv ist, wurde der Jahresabschluss unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Alleingesellschafterin der Gesellschaft, die Avago Technologies International Sales Pte. Limited, eine Broadcom Inc Gesellschaft mit Sitz in Singapur, welche auch die Hauptempfängerin der von der Gesellschaft bereit gestellten Dienstleistungen ist, hat eine Patronatserklärung erteilt. Hierin verpflichtet sie sich, der Avago Technologies GmbH stets das benötigte Kapital zur rechtzeitigen Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die direkten operativen Risiken der auf "cost-plus" Basis operierenden Avago Technologies GmbH sind auf die Muttergesellschaft verlagert. Der Fortbestand des Unternehmens hängt somit entscheidend von der Marktpräsenz der Avago Technologies International Sales Pte. Limited und der Akzeptanz der Produkte ab. Ferner wird der Fortbestand der Gesellschaft erheblich von unternehmerischen Entscheidungen der Muttergesellschaft bzw. der Konzernführung der Broadcom Gruppe beeinflusst.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Der erworbene Firmenwert wird aktiviert und über 15 Jahre linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode. Sachanlagen werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als fiktiver Abgang ausgewiesen.

Sofern der nach den oben beschriebenen Grundsätzen festgestellte Wert der Vermögensgegenstände den zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert nicht nur vorübergehend unterschreitet, wird eine Wertberichtigung der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

b) Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen wurden unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) und des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes berechnet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Nach § 253 Abs. 6 HGB n.F. wurde der Betrachtungszeitraum für die Berechnung des vorgenannten Durchschnittszinssatzes von 7 auf 10 Jahre verlängert. Der hieraus resultierende Unterschiedsbetrag ist in jedem Geschäftsjahr im Anhang anzugeben.

Durchschnittlicher Marktzinssatz zum Ende des Geschäftsjahrs:

Durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre 1,82%
Durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre 1,70%

Durchschnittlicher Marktzinssatz zu Beginn des Geschäftsjahrs:

Durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre 1,78%
Durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre 1,42%

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % p.a., Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2018) zugrunde gelegt. Um die Pensionsverpflichtungen abzusichern, wurde zwischen der Avago Technologies GmbH und einem externen Treuhänder ein Pensions-Treuhandvertrag abgeschlossen. Vertragsgemäß wurden von der Avago Technologies GmbH Vermögensgegenstände in das Eigentum des Treuhänders übertragen. Da alle Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, wurden diese Vermögensgegenstände mit den Pensionsrückstellungen saldiert.

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Gesellschaft sämtliche Pensionsanwartschaften ihrer mittlerweile ausgeschiedenen bzw. inaktiven Mitarbeiter an einen Pensionsfonds gegen Zahlung eines Einmalbetrages ausgelagert. Im Rahmen des Pensions "De-Risking" Projektes wurden das Planvermögen für die verbleibenden aktiven Arbeitnehmer auf Rückdeckungsversicherungen umgestellt, wohingegen das bisherige Planvermögen beibehalten wurde um Risiken aus der Berufsunfähigkeit abzudecken.

Zum 31. Oktober 2023 wurde seitens des aufnehmenden Pensionsfonds bestätigt, dass der Verkehrswert des übertragenen Deckungsvermögens die Verpflichtungshöhe der übertragenen Pensionsverpflichtungen übersteigt. In der Folge hat die Gesellschaft zum Stichtag für die übertragenen Verpflichtungen keine Pensionsrückstellung mehr auszuweisen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Subsidiärhaftung für die übertragenen Pensionsverpflichtungen bei der Avago Technolgies GmbH verbleibt. Der ausgewiesene Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung betrifft Pensionsanwartschaften der verbliebenen Angestellten, welche in 2018 nicht übertragen wurden.

Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten wurden unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) und des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre von 1,70% berechnet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % p.a sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2018) zugrunde gelegt. Analog zum Vorgehen bei den Pensionsrückstellungen wurde korrespondierendes Planvermögen in das Eigentum eines Treuhänders übertragen. Da alle Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, wurden diese Vermögensgegenstände mit den Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit mehr als einem Jahr Laufzeit sind entsprechend § 253 Abs 2 Satz 1 HGB entsprechend abzuzinsen.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Wechselkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, der vom Broadcom-Konzern verwendet wird und nur marginal vom entsprechenden Devisenkassamittelkurs abweicht. Kursverluste sowie Kurserträge werden berücksichtigt. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Wechselkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern resultieren aus Differenzen in den Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich umkehren werden. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf gewerbe- und körperschaftssteuerliche Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre von einer Nutzung der Verlustvorträge auszugehen ist. Da sich im Berichtsjahr analog zum Vorjahr jeweils ein Überhang an aktiven latenten Steuern ergab, wurde von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, wonach eine Aktivierung unterbleiben kann.

II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens wird nachfolgend im Anlagespiegel dargestellt.

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr zum 31.10.2023

Anschaffungskosten
Stand 01.11.22 Zugänge Umbuchungen Abänge Stand 31.10.23
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.949.399 5.666.088 347.259 -1.877.911 19.084.835
2. Geleistete Anzahlungen 347.259 152.492 -347.259 - 152.492
15.296.658 5.818.580 - -1.877.911 19.237.327
Abschreibungen
Stand 01.11.22 Abschreibungen d. GJ Umbuchungen Abgänge Stand 31.10.23
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.489.448 1.626.148 - -979.045 11.136.551
2. Geleistete Anzahlungen - - - -
10.489.448 1.626.148 - -979.045 11.136.551
Restbuchwerte
Stand 31.10.2023 Stand 01.11.2022
EUR EUR
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.948.284 4.459.951
2. Geleistete Anzahlungen 152.492 347.259
8.100.776 4.807.210

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 1.300). Im laufenden Geschäftsjahr bestehen keine Forderungen gegenüber unserem Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 361).

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Umsatzsteuerrückforderungen (TEUR 845, Vorjahr: TEUR 961). Mit Ausnahme von sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 81) haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Analog zum Vorjahr wurde Planvermögen in Höhe von TEUR 74.072 (Vorjahr TEUR 73.332) mit den zugehörigen Pensionsverpflichtungen saldiert. Analog wurde mit dem Planvermögen für Lebensarbeitszeitkonten verfahren (TEUR 776, Vorjahr: TEUR 772), welches mit den korrespondierenden Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten verrechnet wurde.

Saldierung von Verpflichtungen mit Planvermögen

TEUR TEUR
Pensionen Lebensarbeitszeitkonten
Anschaffungskosten Planvermögen 67.429 666
Zeitwert Planvermögen 74.072 776
Rückstellung (vor Saldierung) 65.235 544
Zinsaufwand aus der Aufzinsung 856 -2
Erträge aus Planvermögen (Zuschreibung) 1.549 5

Aus der Saldierung des Planvermögens mit den korrespondierenden Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von TEUR 233 (Vorjahr: TEUR 204). Die Saldierung von Pensionsverpflichtungen mit korrespondierendem Planvermögen ergab einen Aktiven Unterschiedsbetrag aus s der Vermögensverrechnung von TEUR 8.837 (Vorjahr: TEUR 10.209).

Die Zuschreibung des Planvermögens abzüglich hierauf zu bildender latenter Steuer ergibt einen ausschüttungsgesperrten Betrag von TEUR 4.750. Die Bewertung des Planvermögens erfolgte zum Marktpreis am Bilanzstichtag.

20231031_AvT GmbH, Offenlegungsexemplar

Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen resultieren aus der Anpassung zum 1. November 2011 aufgrund der Einführung des BilMoG aus den Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten.

Pensionsrückstellungen

Die untenstehende Tabelle zeigt den Unterschiedsbetrag nach § 253 (6) HGB zum 31. Oktober 2023:

TEUR TEUR
Pensionsrückstellung zum 31.10.2023 unter Anwendung des durchschnittlicher Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre 65.556
Pensionsrückstellung zum 31.10.2023 unter Anwendung des Abzinsungssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen (= durchschnittlicher Martkzinssatz der vergangenen 10 Jahre) 65.235
Unterschiedsbetrag nach § 253 (6) HGB 321

Der vorgenannte Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Geschäftsjahre 2021 bis 2023. Darüber hinaus bestehen in geringem Umfang Rückstellungen für die Jahre 2018 und 2019..

Sonstige Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen (Boni, Urlaubsansprüche, und andere) und haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 34.474 (Vorjahr: TEUR 40.658) bestehen in Höhe von TEUR 34.474 gegenüber dem Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 40.658). Es handelt sich im Wesentlichen um ein revolvierendes Darlehen, dessen Rückzahlung jederzeit gestattet ist.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

20231031_AvT GmbH, Offenlegungsexemplar

Aktive latente Steuern wurden auf gewerbe- und körperschaftssteuerliche Verlustvorträge sowie steuerliche Zinsvorträge gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29,67% zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern resultieren hauptsächlich von temporären Unterschieden zwischen handels- und steuerbilanziellen Ansätzen hinsichtlich Pensionsrückstellungen und sonstiger Rückstellungen, wohingegen passive latente Steuern im Wesentlichen aus der Zeitwertbewertung von Planvermögen i.S.d. § 246 (2) HGB resultieren. Der sich hieraus ergebende Überhang an aktiven latenten Steuern wurde in Übereinstimmung mit dem Wahlrecht nach § 274 (1) HGB nicht aktiviert.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft resultieren aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen. Die Vergütung für die Erbringung dieser Dienstleistungen durch die Gesellschaft entspricht der Höhe der dadurch entstandenen Kosten zuzüglich eines Kostenzuschlages von 5 bis 8,5 %. Die weiterberechneten Kosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Posten "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen", "Vertriebskosten" und "allgemeine Verwaltungskosten" sowie "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern

2023
TEUR
Subunternehmerverwaltung und Logistik-Dienstleistungen 398
Forschung und Entwicklung 27.640
Vertrieb und Marketing 16.458
Untervermietung -
44.496

Umsatzerlöse nach Regionen

2023
TEUR
Europa 176
Amerika 202
Asien 44.118
44.496

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.335 (Vorjahr: TEUR 1.804) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 714 (Vorjahr: TEUR 8.756).

Personalaufwand

TEUR TEUR
2023 2022
Löhne und Gehälter 18.064 18.506
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.379 2.527
(davon für Altersversorgung TEUR 1.530; Vorjahr: TEUR 2.353)
19.443 21.033
TEUR TEUR
2023 2022
Diese sind enthalten in:
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 12.960 13.559
Vertriebskosten 6.384 7.403
Verwaltungskosten 99 71
19.443 21.033

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 1.626 TEUR.

Die Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Erträge aus der Fair-Value Bewertung von Plan Assets.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und der Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten von TEUR 855 (Vorjahr: TEUR 1.680) sowie Zinsaufwand von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.087 (Vorjahr: TEUR 792) enthalten.

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

Ein verbundenes Unternehmen stellte Rechnungen für Forschung- und Entwicklung von internen Foundry Wafern in Höhe von TEUR 6.978 (Vorjahr: TEUR 6.338) in Rechnung.

III. Sonstige Angaben

Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge

Diese resultieren aus:

TEUR
Zuschreibung von Planvermögen 4.750
Unterschiedsbetrag nach § 253 (6) HGB 321
Gesamt 5.071

Eventualverbindlichkeiten

Es liegen keine wesentlichen vertraglichen Beschränkungen hinsichtlich der Beschaffung von finanziellen Mitteln durch den Broadcom Konzern durch Darlehen vor. Darüber hinaus sind solche Transaktionen untersagt, die gegen gesetzliche Vorschriften bezüglich des gesetzlichen Kapitals, betrügerische Übertragungen, betrügerische Überweisungen sowie Vorschriften des Insolvenzrechts verstoßen. Der Broadcom Konzern wird durch diese Vorschriften nicht in der Fähigkeit seinen schuldrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen, eingeschränkt.

Es wurde keine Rückstellung für Eventualverbindlichkeiten gebildet, da eine Inanspruchnahme der Gesellschaft nicht erwartet wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Dienstleistungsverträgen mit Dritten sowie Miet- und Pachtverträgen und betragen zum Bilanzstichtag TEUR 8.312 (davon < 1 Jahr TEUR 1.039, davon 1-5 Jahre TEUR 4.760, davon > 5 Jahre TEUR 2.513).

Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 51.

Organe der Gesellschaft

Die folgenden Personen waren Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022/2023 und darüber hinaus:

 

Herr Martin Weigert, Geschäftsführer

 

Frau Kirsten M. Spears, Geschäftsführerin

 

Frau Ivy Pong, Geschäftsführerin

Gemäß der Regelung in § 286 (4) HGB macht die Gesellschaft keine Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung, da lediglich Herr Weigert eine Vergütung von der Gesellschaft erhält.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug 124.

Sonstige Informationen

Die Broadcom Inc ist das oberste Mutterunternehmen des Broadcom Konzerns. Die Avago Technologies GmbH ist vollumfänglich abhängig von ihrem obersten Mutterunternehmen sowie von den verbundenen Konzerngesellschaften hinsichtlich der Geschäftstätigkeit sowie seitens der finanziellen Ausstattung. Going Concern der Gesellschaft ist abhängig von der wirtschaftlichen Lage des Mutterunternehmens sowie der verbundenen Unternehmen.

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die Avago Technologies GmbH, München, wird in den Konzernabschluss der Broadcom Inc., USA (kleinster und größter Kreis) einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 30. April 2025

Gez.

Die Geschäftsführung

Martin Weigert

Ivy Pong

Kristen Margreta Spears

5. Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Avago Technologies GmbH, Regensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Avago Technologies GmbH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.10.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avago Technologies GmbH, Regensburg, für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.10.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Lagebericht, insbesondere in Abschnitt "IV.3. Spezielle Risikoberichterstattung". Trotz Überschuldung wird dort seitens der Geschäftsführung von einer positiven Fortführungsprognose ausgegangen. Die Alleingesellschafterin Avago Technologies International Sales Pte. Limited- eine Broadcom Inc. Gesellschaft, hat eine Patronatserklärung zugunsten der Avago Technologies GmbH abgegeben, in der erklärt wird, dieser stets das benötigte Kapital zur rechtzeitigen Erfüllung ihrer Verbindlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Weiter wird darauf hingewiesen, dass Going Concern der Gesellschaft davon abhängig ist, dass die Alleingesellschafterin auch in Zukunft in der Lage sein wird, ihren Verpflichtungen aus der Patronatserklärung nachzukommen. Ferner wird der Fortbestand der Gesellschaft erheblich von unternehmerischen Entscheidungen der Muttergesellschaft bzw. der Konzernführung der Broadcom Gruppe beeinflusst. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, den Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 2. Mai 2025

R&D GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Angelika Helm, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.10.2023 wurde am 06.05.2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

33 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.