sbp stellio technologies gmbh
Selbe AdresseHerstellung von Solarwärmekollektoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Knut Stockhusen seit 5.2.2015 | Geschäftsführer |
Michael Dr. Schlaich seit 19.9.2005 | Geschäftsführer |
Knut Göppert seit 19.9.2005 | Geschäftsführer |
Andreas Keil seit 19.9.2005 | Geschäftsführer |
Sven Plieninger seit 19.9.2005 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
sbp gmbhStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020SBP GMBH, STUTTGARTI. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft erbringt Planungsleistungen in den Bereichen: Sonderkonstruktionen (wie z.B. Türme, Antennen, Seilstrukturen) Membran- und Glasdachkonstruktionen Fassadenkonstruktionen Brückenkonstruktionen Hochbau und Hochhäuser Hallen, Sportstätten, Stadien Die Kernkompetenz der sbp gmbh liegt in der Konzeption, Planung und in der Überwachung von Bauleistungen für den konstruktiven Ingenieurbau. Die Gesellschaft ist sowohl national als auch international tätig. 2. Organisatorisch strategische Veränderungen Im Zuge der Zukunftssicherung ist die zweite Führungsebene mit weiteren Aufgaben betraut worden, um allgemeine Themenkreise nachhaltiger zu besetzen und eine verbesserte Organisation zu erreichen. Es erfolgte die Eingliederung der sbp sonne gmbh, um die aktuellen Risiken des Solarmarktes besser zu begleiten und den Nachhaltigkeitsanspruch des Gesamtunternehmens zu verankern. Um unsere Projekte in Spanien enger betreuen zu können und unsere Geschäftstätigkeit in diesem Markt auszubauen, wurde 2020 eine neue Niederlassung in Madrid gegründet. 3. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung wird im Unternehmen weitergeführt. Die Teilnahme an deutschen und europäischen Forschungsprojekten erlaubt dem Büro eine intensive und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Problemen, die auch für die zukünftige praktische Projektbearbeitung eine große Relevanz besitzen. Über die Wettbewerbe werden Ideenfindungen über Aufträge honoriert, die die Möglichkeit bieten, etwas "Neues und Innovatives zu machen" und operatives Geschäft zu generieren. Mit der Professur durch Herrn Prof. Dr. Mike Schlaich an der Technischen Universität Berlin besteht eine enge Verbindung zur Forschung und Lehre. Damit ist unsere Gesellschaft an den neuesten technischen Entwicklungen angeschlossen. Im Bereich "Digital twin" (Aswin) wird gemeinsam mit der TU Berlin ein zukunftsrelevanter Bereich des Bauwesens beforscht: Der Umgang und die Auswertung von Daten in digitaler Form. Das Projekt nimmt im Zuge der notwendigen Digitalisierung im Bauwesen eine Schlüsselrolle zur Erkennung von Zukunftstrends ein. II. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Weiterhin blieben deutsche Ingenieurdienstleistungen im Bauwesen national und international gefragt. Unsere Marktsituation ist im "Corona-Jahr" natürlich von der globalen Pandemie beeinflusst. Eine anfängliche Befürchtung, in einen Abschwung zu geraten, hat sich nicht bestätigt. Es sind nur wenige laufende Projekte storniert, allenfalls verschoben worden. Die Generierung von Neuaufträgen war auch unter Pandemiebedingungen möglich, der Auftragsbestand blieb insgesamt stabil. Verlagerungen z.B. aus dem Sportstättenbau hin zu innovativen, nachhaltigen Hochbauten und dem Brückenbau haben stattgefunden. 2. Geschäftsverlauf In einem wirtschaftlich herausforderten Umfeld knüpfte die sbp gmbh an ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung an und hat ihren profitablen Kurs im Jahr 2020 fortsetzen können. Diese erneut positive Entwicklung erlaubte uns auch im Geschäftsjahr 2020 unsere Mitarbeiter an dem wirtschaftlichen Erfolg teilhaben zu lassen. Der Umsatzanteil der ausländischen Projekte liegt wie auch in den Vorjahren über dem inländischen Anteil und beträgt 53 %. Wir profitierten in der Pandemie von unserer in zahlreichen Segmenten starken weltweiten Marktpräsenz sowie dem Zusammenhalt in der internationalen Planergemeinschaft, die bewährte Beziehung ausbaut. Im Jahr 2020 haben wir unsere im Jahr 2019 gesteckten wesentlichen Finanzziele trotz der Pandemie erreicht. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft. a) Ertragslage Die sbp blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2020 zurück, das mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.117 abschließt. Im Berichtsjahr sank die Betriebsleistung um 6,8 %. Diese Senkung konnten wir teilweise mit dem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 34,0 % von eingekauften Fremdleistungen kompensieren. Das operative Geschäftsergebnis beläuft sich auf einem stabilen Kurs auf TEUR +2.445. Neutrale Ergebniseffekte haben sich in Höhe von TEUR +1.257 auf den Jahresüberschuss ausgewirkt. Unsere Personalaufwendungen sind um 2,25 % gestiegen, diese begründet sich in dem Personalaufbau. Wir konnten unserer Umsatzrendite (EBITDA/Gesamtleistung) auf 21,6 % steigern und haben im Berichtsjahr im Hinblick auf die Prognose für 2020, die von einer Rendite größer als 0 % ausging, deutlich übertroffen. Die gesunde Kostenstruktur und die hohe Ertragskraft spiegeln sich auch in den wesentlichen Renditekenngrößen wider. Das Finanzergebnis entspricht der Erwartungshaltung. Wir betrachten die konservative Anlagestrategie als sinnvoll und behalten sie trotz geringer Erträge bei. b) Finanzlage Die Bilanzstruktur ist unverändert solide. Die Finanzierungsstrategie der sbp gmbh sowie ihre operative Umsetzung zeichnen sich weiterhin durch Stabilität und Nachhaltigkeit aus. Aufgrund der hohen Gesamtleistung verbunden mit einer konsequenten Politik der projektabhängigen Abschlagszahlungen, ist die Finanzlage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag stabil. Diese Abschlagszahlungen werden über Zahlungspläne und vertragliche Regelungen mit den Auftraggebern vereinbart. Die positiven Effekte und Verbesserungen sind uns insbesondere in dem Umfeld zunehmend größerer Finanzunsicherheiten (Corona) bei den Auftraggebern zugutegekommen. Es ergibt sich eine stabile und nachhaltig abgesicherte Finanzlage der sbp gmbh mit einer risikoarmen Steuerung und Kontrolle der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Liquiditätsengpässe konnten vermieden werden. c) Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Berichtjahr aus langfristig gebundenem Vermögen in Höhe von 12 % (i. Vj. 8 %) und im Wesentlichen aus kurzfristig gebundenem Vermögen in Form von unfertigen Leistungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den liquiden Mitteln in Höhe von 88 % (i. Vj. 92 %). Die Deckung des Anlagevermögens durch das Eigenkapital beträgt 250 %. Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft von TEUR 5.484 übersteigt das langfristig gebundene Vermögen von TEUR 2.191 deutlich. Die Vermögensstruktur weist bei Saldierung der erhaltenen Anzahlungen mit den aktivierten Vorratsbeständen eine korrigierte Eigenkapitalquote von 30,9 % (i. Vj. 37,9 %) aus. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. Uns gelang im Jahre 2020 im Vergleich zum Plan von 0 % eine Umsatzrendite (EBITDA / Gesamtleistung) von 21,6 %. Deshalb sind - die Umsatzlage des Gesamtunternehmens - eine kontinuierliche Stabilität der Ertragslage auch weiterhin die wesentlichen Dimensionen zukünftiger Finanzziele, die einer laufenden Überwachung unterliegen. Wir richten die Unternehmenssteuerung an der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts aus. Um messen zu können, inwieweit wir unsere Ziele erreicht haben, setzen wir ein Kennzahlensystem ein, mit dem wir Wertzuwächse und Renditen berechnen. Hierbei ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Leistung pro Projektstunde, Kosten pro Projektstunde, Gemeinkostenzuschlagsfaktor, Leistungsrentabilität, die Liquiditätslage sowie den Cash Flow heran. Bedeutsamster Indikator ist die Umsatzrendite. Diese berechnen wir mit dem EBITDA im Verhältnis zur Gesamtleistung ohne Berücksichtigung außerordentlicher Einflüsse. III. PROGNOSEBERICHT Die Entwicklung in der Baukonjunktur lässt sich in unseren Marksegmenten im Jahre 2021 schwer voraussagen. Entsprechend der relevanten Branchenumfragen VBI (Konjunkturumfrage 2021) beurteilen 80 % der Unternehmen das vorausliegende Geschäftsjahr als gut oder gar sehr gut. Bei den meisten Unternehmen ist der Auftragsbestand gleichbleibend und wird stagnierend erwartet, wobei wenige, allenfalls einzelne der bestehenden Aufträge storniert wurden (6,52 %). Insgesamt werden die Chancen innerhalb der Branche als gleichbleibend bewertet und die Risken immer noch in der Situation "Corona" und im Bereich der Personalressourcen gesehen. Noch beeinflusst Corona das nationale und internationale Geschäft. Insgesamt erkennen wir positive Impulse, die es zu nutzen gilt. Die eingeschränkten Kontakt- und Reisemöglichkeiten konnten zwar sehr erfolgreich durch digitale Formate abgelöst werden, dennoch sind die Einschränkungen für geschäftlich notwendige Reisen nicht beseitigt. Unsere sehr diverse, vielschichtige Tätigkeit in allen Sparten des Ingenieurbaus, in vielen Ländern weltweit und mit unterschiedlichsten Zusammenarbeitsmodellen stellen ein verlässliches Fundament dar, das uns in dieser Situation bereits geholfen hat und durch noch stärkere digitale Vernetzung ausgebaut wurde. International wird diese gestärkte Vernetzung nach Corona zusätzlichen Schub verleihen. Im nationalen Markt wollen wir unsere Präsenz im öffentlichen Baubereich in den Segmenten Fußgänger-, Straßen- und Eisenbahnbrücken halten und erhoffen, dass die Nachfrage an Infrastrukturprojekten durch staatliche Förderung nach der Krise noch weiter zunehmen wird. Das Bauwesen trägt sehr wesentlich zum globalen Aufkommen an CO 2 bei und wird zukünftig Lösungen zur Vermeidung erarbeiten müssen. Insbesondere im Hochbau sind Initiativen (z.B. Holzbauoffensive BaWü) aufgelegt, die neue Möglichkeiten für innovative Ansätze erkennen lassen. Unsere Beobachtung am Markt ist es, dass mehr und mehr nicht mehr die einfachste Lösung gefragt ist, sondern neue, innovative Entwicklungen (cutting edge), die genau die Problemstellungen enthalten, für die sbp Lösungen liefern kann. Erste große Aufträge sind hier bereits in Bearbeitung. Im Zuge der nachhaltigen Entwicklung im Bauwesen werden wir unsere Forschungszusammenarbeit mit Partnern von Hochschulen und Industrie verstärken. Um unserem Ziel des moderaten Wachstums Rechnung tragen zu können, werden wir alle Chancen nutzen und unsere Standorte weiter ausbauen. Wir rechnen für das kommende Wirtschaftsjahr mit einer stabilen jedoch nicht steigender Absatzmarktentwicklung. Ob die angekündigten Nachholeffekte "nach Corona" sich sofort auswirken, bleibt fraglich. Kritisch zu beobachten sind Baupreissteigerungen, die bereits begonnene Projekte in Gefahr bringen können. Es ist davon auszugehen, dass dadurch der Geschäftsverlauf gehemmt werden kann. Eine Belebung des Bereichs Veranstaltungsstätten scheint, wie erste Anzeichen erkennen lassen, sehr wahrscheinlich. Mit dem Ergebnis 2020 wurden die Prognosen aus 2019 vollständig erfüllt. Es wird davon ausgegangen, dass das Jahr 2021 ein Jahr ohne nennenswertes Wachstum sein wird, ein ausgewogenes operatives Ergebnis und eine Umsatzrenditeziel von > 10% sind trotz Krise die Zielrichtung. IV. CHANCEN - UND RISIKOBERICHT 1. Risikobericht Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir einer Vielzahl operativer und funktionaler Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln untrennbar verbunden sind. a) Operative Risiken Umfeld- und Branchenrisiken In den Märkten existieren spezielle Risiken wie Währungs-, Steuer- Zahlungssicherheitsrisiken sowie Risiken, die in kulturellen Unterschieden begründet liegen. Daher akquirieren wir Aufträge selektiv und versuchen durch Kooperationen mit ortsansässigen Büros diese Risiken zu reduzieren. Ziel ist es, die Projektrisiken frühzeitig und systematisch zu lokalisieren (Risikoevaluation) und diese durch entsprechende Vertragsklauseln zu adressieren und zu minimieren. Pandemiebedingte Risiken Im Jahresbeginn 2020 ist in China das Virus Covid-19 ausgebrochen. Bereits Ende Januar ergaben sich erste Konsequenzen für unseren Standort in Shanghai. Anfang März 2020 und in der Folge sind nun alle Standorte durch die Maßnahmen rund um den Schutz vor dem Virus betroffen. Während am Standort Shanghai der reguläre Geschäftsbetrieb zügig wieder aufgenommen werden konnte, wurde in den anderen Standorten die Arbeit umorganisiert und zu 60-100 % in die häusliche Umgebung verlagert. Diese Umstellungen reichen nun bis weit in das Jahr 2021 hinein und werden sich erst dann wieder auf "vor Corona Niveau" verändern, wenn die Maßnahmen zur Impfung der Weltbevölkerung weiter voranschreiten. Im chinesischen Markt hat die Belebung der Geschäftstätigkeit stattgefunden. In allen anderen Märken gehen wir in 2021 von ähnlichen Entwicklungen aus. Es erscheint unwahrscheinlich, dass die Welt nach Corona dieselbe sein wird wie zuvor. Einschränkungen der Kontaktmöglichkeiten werden auch das Jahr 2021 betreffen. Trotz der hervorragenden Umstellung auf das digitale Arbeiten, die Chance für das zukünftige Arbeiten und Wirtschaften aufzeigt, werden wirtschaftliche Risiken nicht ausbleiben. Es sind bisher normale Volumina bei den Auftragseingängen aller Standorte zu verzeichnen. Die Auslastung steigt derzeit an einzelnen Standorten über 100 %, sodass zu erwarten ist, dass Teile der Arbeit an anderen Standorten abgearbeitet werden müssen. Die vergangenen und aktuellen Investitionen in IT und Infrastruktur hat uns außergewöhnlich flexibel gemacht und die Arbeitsfähigkeit ist zu 100 % auch in der aktuellen Arbeitssituation gewährleistet. Wie auch immer der weitere Verlauf der Pandemie aussehen wird, werden die notwendigen technischen Einrichtungen weiter ausgebaut, um die physische Präsenz am Projektort zu ersetzen. Es scheint nachweislich so, dass das Niveau der Reisetätigkeit auch nach Corona reduziert bleibt. Dies ist auch kostenseitig interessant, da signifikante Einsparungen in diesem Bereich einen Beitrag zum positiven Ergebnis leisten. Trotz der eigenen Leistungsfähigkeit bleibt die Ungewissheit des Marktes, der weltweit und in Deutschland Veränderungen erfährt. Derzeit sind zwar sehr wenige Ausfälle von bereits laufenden Projekten zu bemerken aber Aspekte der nachhaltigen Bauwirtschaft und die Veränderungen des Baugeschehens sind zu erwarten. Wir sehen Anzeichen, dass nach wie vor Projekte ausbleiben können. Alle Bauten rund um den Flugverkehr sind derzeit weiter on-hold. Demgegenüber steht der Auftrag für das Transportation Hub Shenzhen, einem der größten Flughäfen in China, der gemeinsam mit einem internationalen Konsortium gewonnen wurde. Ein klares Bild kann derzeit nicht gezeichnet werden. Die Vielzahl an Risiken kann mit Blick auf das Jahr 2021 sicher nicht wirkungslos bleiben. Aus diesem Grund wird ein verstärktes Monitoring aller Aspekte unserer Tätigkeit, das zu Beginn 2020 eingeführt wurde, aufrechterhalten. Die Projektrisiken werden mit einem stark integrierten Projektcontrolling überwacht. Die Maßnahmen zur Steuerung von Arbeitseinsatz/Kosten in Relation zur erwirtschafteten Leistung werden auf Niveau 2020 fortgeführt. Abweichungen von Soll zu Ist können so unmittelbar erfasst und darauf reagiert werden. Auftragseingangsmonitoring und sensiblere Auslastungsplanung lässt erkennen, ob ein Arbeitsrückgang zu erwarten wäre. Ein sorgfältiges Reporting ist daher für eine fortlaufende Steuerung unerlässlich. Insbesondere das übergeordnete Monitoring der Niederlassung wird verstärkt, um bei positiven und negativen Entwicklungen schnellstmöglich Verlagerungen vornehmen zu können. Das Liquiditätsrisiko ist aufgrund vorausschauender und kontrollierter Geschäftspolitik als gering bis moderat zu betrachten. Kredite zur Steigerung/Aufrechterhaltung der Liquidität sind, falls notwendig und dank des sehr guten Ratings, sehr günstig über die Hausbank/KfW beschaffbar. b) Funktionale Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Es ist bisher nicht eingetroffen, dass die Pandemie Zahlungsschwierigkeiten bei unseren AG erzeugt haben. Dem Risiko von Honorarausfällen wird durch eine zeitnahe und regelmäßige Rechnungsstellung und einer regelmäßigen Überwachung der Zahlungseingänge entgegengewirkt. Das Forderungsmanagement (Mahnwesen) mit kurzen Prüfintervallen sichert dies ab. Aufgrund der starken Aktivitäten im Ausland bestehen Währungsrisiken. Sofern möglich, werden die Verträge in Euro abgeschlossen und somit das Währungsrisiko den Auftraggebern überlassen. Bei Verträgen in ausländischer Währung werden mögliche Kursverluste bei den Vertragsverhandlungen bewertet und gegebenenfalls berücksichtigt. Zusätzlich werden die Bewegungen in den Devisenmärkten beobachtet und ggfs. Währungssicherung bei ausländischen Verträgen oder Vorkassemodelle in die Verträge einbezogen. Rechtliche Risiken Als weltweit tätiges Unternehmen unterliegen wir im Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und anderen behördlichen Verfahren. Die rechtlichen Fragen, die aus Nichterfüllung/Erfüllbarkeit von Verträgen durch die Pandemie entstehen, verstärken die Risiken. Für Rechtsstreitigkeiten bilden wir Rückstellungen, sofern es nach unserer Einschätzung wahrscheinlich ist, dass entsprechende, nicht oder nicht vollständig durch Versicherungen abgedeckte Verpflichtungen entstehen. Eine Prognose von Verfahrensergebnissen ist jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Vermehrt wird anwaltliche Beratung bei Vertragsverhandlungen hinzugezogen. Informationstechnische Risiken Risiken im IT-Bereich sehen wir vor allem durch potenzielle unautorisierte Zugriffe und Datenverluste. Insbesondere durch die vermehrte mobile Arbeit ergibt sich, dass das sonst geschützte Netzwerk teilweise außerhalb des Büros liegt und damit gehen zusätzliche Risiken einher. Um diese abzuwenden, wurden Zugriffsprofile und Technologien neu geordnet und die Sicherheitssoftware massiv ausgebaut. Die Sicherheit wird verstärkt, Datenspiegelungen und Backupmöglichkeiten ausgebaut. Externe Berater sind in die Diskussionen mit eingebunden und die Risiken werden über zusätzliche Versicherungen gedeckt. Die Umsetzung der neuen Datenschutz Verordnung sorgt dafür, dass das Risiko des Missbrauchs persönlicher Daten minimiert wird. Der Einsatz des von der Geschäftsleitung und vom IT-Bereich unabhängigen Datenschutzbeauftragten ist mittlerweile etabliert. Personalrisiken Der Fachkräftemangel bleibt ein Risikofaktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Die von sbp im Jahr 2018 eingeführte organisatorische Stärkung des Bereichs Personal lässt dieses Problem für unser Büro derzeit nicht entstehen. Insbesondere die Etablierung des Systems "People&Culture", dass die Belange der Mitarbeiter berücksichtigt und die "family sbp" etabliert, fördert die Mitarbeiterbindung. Unternehmensstrategische Risiken Diese können daraus resultieren, dass möglicherweise die Erwartungen, die wir in interne Projekte sowie in Akquisitionen und strategische Kooperationen gesetzt haben, nicht erfüllt werden. Aktuell werden große Anstrengungen unternommen, um im Markt für nachhaltigen Gebäudestrukturen als "Lead" erkennbar zu werden. Dies ist einerseits auch bei Mitbewerbern der Fall, anderseits ist dies kurzfristig mit Investitionen verbunden, die sich möglicherweise nicht amortisieren, denn diese Entwicklung kann empfindlich durch die erkennbaren Preissteigerungen aus Materialknappheit gestört werden. Wir versuchen, diese unternehmensstrategischen Risiken frühestmöglich zu erkennen, breit zu diskutieren und mittels geeigneter Maßnahmen zu vermeiden bzw. zu minimieren. Ein weiteres Risiko, das aus der Pandemie entsteht, sind Verwerfungen des Marktes. Solchen Situationen kann und muss durch eine wirtschaftliche und effiziente Arbeitsweise entgegengetreten werden. Dazu wird verstärkt durch die Führung an der Prozessoptimierung im Projekt gearbeitet. 2. Chancenbericht Mit der breiten und fundierten nationalen und internationalen Erfahrung des Büros in der fachlichen und organisatorischen Abwicklung großer internationaler Projekte und in der Kooperation mit nationalen Partnern werden auch in Zukunft große Chancen für Aufträge zur Planung und Realisierung spektakulärer und innovativer Tragkonstruktionen gesehen. Dies scheint uns trotz der Pandemie oder gerade wegen dieser bedeutend. Es ist bereits erkennbar, dass die international tätige Planergemeinschaft auf gewachsene und bewährte Arbeitsbeziehungen setzt und die Aufträge deshalb eher unter den verlässlichen, leistungsfähigen Büros aufgeteilt werden. Die Anstrengungen zu einem Dienstleister, der ohnehin für ressourcenschonenden Leichtbau und darüber hinaus für gesamtheitlich nachhaltigen Ansätze bekannt ist, wird vermehrt zu Chancen führen. Um diese Möglichkeiten zu stärken, wird weiterhin in die Entwicklung und Forschung investiert. 3. Gesamtaussage Trotz der Coronakrise sehen wir derzeit keine erkennbaren, die Existenz bedrohenden Risiken aus dem operativen Geschäft. Der vorhandene Auftragsbestand und die noch zu erwartenden Auftragseingänge lassen im Jahre 2021 bis Jahresmitte eine gute Auslastung erwarten. Für die zweite Jahreshälfte gehen wir, basierend auf den gesamtwirtschaftlichen Prognosen, von einer Erhöhung der Auslastung aus. Aufgrund der Tatsache, dass das Unternehmen in speziellen Bereichen des konstruktiven Ingenieurbaus arbeitet und dort kein erhöhter Verdrängungswettbewerb stattfindet, wird keine Verschlechterung der vertraglichen Konditionen erwartet. Wir werden weiterhin durch Erfahrung, Innovationen (Nachhaltigkeit), Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität den Marktsituationen begegnen. Unsere solide Finanzstruktur sowie die hohen Liquiditätsreserven ermöglichen uns die Chancen auf ein weiteres Wachstum zu ergreifen, sofern sich dies bietet. Mit unseren strategischen Maßnahmen haben wir eine Basis geschaffen, die uns zukünftig erlaubt, neue, anspruchsvolle Finanz- und Ertragsziele für das Jahr 2021 und folgende zu planen. Finanzielle Risiken bestehen nur in geringem Umfang, da durch die langjährige Erfahrung entsprechende Kalkulationsansätze vorliegen und damit mit einer fundierten Kalkulation auf auskömmliche Honorare geachtet werden kann. Vertragliche Risiken werden, wegen der meist langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern, als gering angesehen. Politische Risiken bestehen nur untergeordnet und in einem für international agierende Gesellschaften üblichen Umfeld. Aktivitäten in instabilen Regionen werden unterlassen. Operative Haftungsrisiken werden durch interne Kontrollsysteme, entsprechende Versicherungen, gegebenenfalls auch durch individuell angepasste Projektversicherungen, minimiert. V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, insbesondere Anzahlungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme, Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im Projektbereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Abschlagszahlungen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Anlagenmanagement der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. VI. BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN Im Inland sind wir neben dem Hauptsitz in Stuttgart mit einer Zweigniederlassung in unserer Bundeshauptstadt Berlin mit 30 Mitarbeitern vertreten.
Stuttgart, den 21.05.2021 gez. Andreas Keil gez. Knut Göppert gez. Prof. Dr. Michael Schlaich gez. Sven Plieninger gez. Knut Stockhusen BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020SBP GMBH, STUTTGARTAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020SBP GMBH, STUTTGARTI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 22640 ins Handelsregister eingetragen. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode verringert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden zum Zugangszeitpunkt mit dem monatlichen Umsatzsteuer-Umrechnungskurs in Euro umgerechnet. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i. H. von EUR 1.087.876,05 (Vj. EUR 1.439.582,45) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 6.666.362,15 enthalten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben EUR 34.857,81 (i. Vj. EUR 0,00) eine Restlaufzeit von über einem bis fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben (wie auch im Vj.) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i. H. von EUR 17.488,87 (Vj. EUR 15.802.85) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind mit EUR 2.767,44 (Vj. EUR 1.688,36) in den Verbindlichkeiten enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wartungsverträgen mit einem jährlichen Gesamtbetrag von TEUR 114, sowie aus Versicherungen mit TEUR 409 und aus Leasingverträgen mit TEUR 15. Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäftstätigkeit in angemieteten Büros. Der jährliche Gesamtbetrag für Büromieten beträgt für den Hauptsitz der Gesellschaft TEUR 454 (Restlaufzeit 8 Jahre und 6 Monate) sowie für deren Niederlassung TEUR 101 (längste Restlaufzeit 2 Jahre 4 Monate). Ferner bestehen sonstige kurzfristige Verpflichtungen aus Mietverhältnissen in Höhe von TEUR 6. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung Für Altersversorgung wurden EUR 16.562,11 (Vj. EUR 17.034,34) aufgewendet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 164.372,94 (Vj. EUR 57.197,89) enthalten. In den Beteiligungserträgen sind EUR 566.675,23 (i. Vj. EUR 0,00) von verbundenen Unternehmen enthalten. Von den Zinserträgen entfallen EUR 4.902,22 (Vj. EUR 3.828,13) auf Zinsen von verbundenen Unternehmen. V. SONSTIGE ANGABEN Gewinnverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von EUR 3.117.231,38 ab. Die Geschäftsführung hat in der Gesellschafterversammlung vom 01.07.2021 beschlossen den Jahresüberschuss von EUR 3.117.231,38 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 126 (i. Vj. 113) angestellte Mitarbeiter. Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Andreas Keil, Bauingenieur, Esslingen Knut Göppert, Bauingenieur, Stuttgart Prof. Dr. Michael Schlaich, Bauingenieur, Stuttgart Sven Plieninger, Bauingenieur, KorntalMünchingen Knut Stockhusen, Dipl. Ing., Stuttgart Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.454. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:
Stuttgart, den 21. Mai 2021 gez. Andreas Keil gez. Knut Göppert gez. Prof. Dr. Michael Schlaich gez. Sven Plieninger gez. Knut Stockhusen Angabe nach § 328 Abs. 1a S. 1 HGB: Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2020 erfolgte am: 01.07.2021.
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die sbp gmbh, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der sbp gmbh, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der sbp gmbh, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 21. Mai 2021 Lohrmann
Riehle Durach Mazars GmbH
gez. HELMUT LOHRMANN, Wirtschaftsprüfer gez. LISA-KATRIN LOHRMANN, Wirtschaftsprüferin |
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