Sungwoo Hitech GmbH
Luitpoldpark 15, 84100 Niederaichbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Fersch seit 19.1.2024 | Prokura |
Ki Chul Park seit 3.6.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Sungwoo Hitech Co. Ltd. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sungwoo Hitech GmbHNiederaichbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Unternehmen und KonzerneinbindungDie Sungwoo Hitech GmbH mit Sitz in Niederaichbach in Bayern (SHG) ist auf den Kompetenzfeldern Umformtechnik und Schweißtechnik von Karosserie-Einzelteilen und Schweißbaugruppen als Zulieferer der Automobilindustrie tätig. Das Unternehmen gehört zum weltweit tätigen Automobilzulieferer Sungwoo Hitech Co. Ltd mit Sitz in Busan, Republik Korea (Sungwoo Hitech). Sungwoo Hitech ist Alleingesellschafterin der SHG. Der südkoreanische Hersteller von Komponenten für die Automobilindustrie besteht seit 1977. Er ist international aufgestellt, zählt rund 12.000 Beschäftigte und erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund 3,3 Mrd. USD. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Premiumbereich der Automobilhersteller Die SHG hat sich auf den Premiumsektor der deutschen Automobilhersteller fokussiert und bedient hier weit überwiegend Modellreihen der BMW AG, München (BMW). Der Markt der Premiumhersteller unterscheidet sich so deutlich von den anderen Herstellern, dass die Rahmenbedingungen der allgemeinen Automobilzulieferer nur bedingt zutreffend sind. Im Premiumbereich werden ganz andere Anforderungen an die Qualitäten eines Fahrzeuges gestellt. Dementsprechend haben sich die Zulieferer in dieser Branche auszurichten. Die Premiummärkte entwickeln sich zwar nicht vollkommen losgelöst von den allgemeinen Automobilherstellern, aber im Wesentlichen haben die drei deutschen Premiumhersteller eine eigene Klientel. Die folgenden Rahmenbedingungen beziehen sich daher ausschließlich auf diesen Markt. II. Auswirkungen andauernder Ukraine-Krieg und sehr hohe Inflation in DeutschlandDer Beginn des Russland-Ukraine-Krieges im Februar 2022 belastete die bis dahin anziehende Erholung der Weltwirtschaft und die sich belebende Automobilkonjunktur. Schnell kam es zu einem sprunghaften Anstieg der Rohstoffpreise auf breiter Front. Vor allem explodierten die Energiepreise. Nachdem zunächst Sorgen über Lieferstörungen bei der Durchleitung von Erdgas durch die Ukraine vorherrschten, bestimmte ab Jahresmitte 2022 der russische Lieferstopp von Erdgas nach Westeuropa die Diskussion. Es kam dann im Verlauf des zweiten Halbjahres zu divergierenden Entwicklungen. Einerseits bewirkten Rezessionssorgen wieder einen deutlichen Preisrückgang, anderseits war die Versorgungssicherheit weiterhin ein großes Thema. Viele mittelständische Firmen hatten Probleme, für das Jahr 2023 zumindest einen Jahresvertrag für den Bezug von Strom oder Erdgas zu erhalten. Positiv ist jedoch, dass sich zuletzt die Engpasssituation entlang der globalen Lieferketten etwas entspannte, was sich nicht zuletzt im Rückgang der Frachtraten niederschlug. Mittel- und langfristig bestimmen die Herausforderungen aus der Transformation der Automobilindustrie die zukünftige Entwicklung. Die Umsetzung der ESG-Kriterien (Nachhaltigkeitsmerkmale für Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführung) erfordert oft zusätzlichen administrativen Aufwand wie etwa die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Der von den OEM erwartete Nachweis über die jeweiligen CO 2 -Fussabdrücke und die Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette erfordert ebenfalls einen hohen Kosten- und Personalaufwand. (Quelle: IKB - Deutsche Industriebank - Automotive Industrie 2023: Zwischen Rezession und neuen Chancen) In Deutschland wurden im Jahr 2023 insgesamt 2,8 Millionen Neuwagen zugelassen. Das waren 7 Prozent als im Vorjahr. Im Jahresverlauf wurden in Deutschland insgesamt 700.200 Elektro-Pkw neu zugelassen, 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei gewannen batterieelektrische Autos: Ihr Absatz stieg um 11 Prozent, der Markt für Plug-in Hybride gab um 51 Prozent nach. (Quelle: Ausblick 2024: Mehr Fahrzeugproduktion in Deutschland (vogel.de)) Der BMW Group ist es dank einer starken Teamleistung gelungen, die weltweiten Auslieferungen vollelektrischer Modelle mit 376.183 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2023 weiter deutlich zu steigern. Damit erzielte das Unternehmen ein Absatzwachstum von +74,4 % gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal lieferte die BMW Group 129.316 vollelektrische Fahrzeuge an Kunden aus (+47,7 %). Im gesamten Jahr 2023 ist die BMW Group mit ihrem Absatz vollelektrischer Fahrzeuge deutlich stärker gewachsen als der Gesamtmarkt für vollelektrische Fahrzeuge und unterstreicht damit ihre Rolle als Vorreiterin in der Elektromobilität. Die BMW Group hat im vergangenen Jahr 2.555.341 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausgeliefert (+6,5 %). Damit erzielte das Unternehmen einen neuen Absatzrekord. Auch die Marken BMW, Rolls-Royce und BMW Motorrad verzeichneten 2023 jeweils neue Höchstwerte. Im vierten Quartal des Jahres 2023 stieg der Absatz der BMW Group auf 718.778 Einheiten (+10,3 %) im Vergleich zum Vorjahr. (Quelle: Erfolgreiches Jahr 2023: BMW Group mit Absatzrekord, ambitionierte Wachstumsziele bei E-Mobilität erreicht) BMW hat 2023 mehr Autos verkauft als je zuvor. Der weltweite Absatz stieg nach einem starken Schlussquartal um 6,5 Prozent auf rund 2,55 Millionen Fahrzeuge. Zum Rekordabsatz des Autobauers trugen alle Weltregionen bei. In China wuchs der Absatz mit 825.000 verkauften Autos um 4,2 Prozent, in Europa um 7,5 Prozent auf 943.000 Autos und in den USA sogar um 9,4 Prozent auf 396.000 Autos. Im laufenden Jahr will BMW mehr als eine halbe Million BEVs vollelektronische Autos verkaufen und den Anteil am Gesamtabsatz auf rund 20 Prozent steigern. (Quelle: BMW Absatz 2023: Insgesamt mehr Autos verkauft, starkes Plus bei Elektro PKW/ Automobilwoche.de) III. Geschäftsverlauf und LageIm Geschäftsjahr 2023 erhielt die SHG den Zuschlag für Bauteile der sog. BMW NCAR Serie, ebenso für den BMW 3er Nachfolger, den BMW G50. Die SHG hat bis zum Jahresende 2023 insgesamt 172,9 Mio. € investiert. Im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich die Gesamtinvestitionen auf 6,1 Mio. € - davon der überwiegende Teil mit 5,8 Mio. € in technische Anlagen und Maschinen. Weitere Investitionen sind für das Jahr 2024 geplant, vor allem in den Aufbau einer Anlage für das Projekt NCAR sowie für im Berichtsjahr neu gewonnene Produkte (Porsche Cayenne und Cayman). Die SHG ist kontinuierlich durch mehrere Stammkapitalerhöhungen des Gesellschafters Sungwoo Hitech gestärkt worden. Am Bilanzstichtag beläuft sich das Stammkapital nach einer weiteren Kapitalerhöhung im Berichtsjahr um 5,0 Mio. € auf 145,0 Mio. €. Zudem bürgt Sungwoo Hitech für die der SHG mittel- bis langfristig bereitgestellten Bankkredite über 48,0 Mio. € (Stand per 31. Dezember 2023). Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Das Geschäft der Gesellschaft wurde ursprünglich mittels einer Balance-Score-Card (BSC) gesteuert. Darauf aufbauend wurde ein mehrstufiges Berichtsmodell entwickelt, das seit dem Geschäftsjahr 2020 schrittweise implementiert wurde. Dabei werden in einem Cockpit auf hoch aggregierter Ebene die wichtigsten Unternehmensgeschäftszahlen (unter anderem Auftragsbestand, Umsatz, Material- und Personalkosten, EBIT, Mitarbeiterzahl) der Geschäftsführung präsentiert. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind dabei der Umsatz und das Jahresergebnis. In der Kostenstellenrechnung werden zudem monatlich die wichtigsten Daten der einzelnen Geschäftsbereiche zusammengefasst. Darauf aufbauend werden anhand der Daten gemeinsam mit den Verantwortlichen Maßnahmen erarbeitet, die eine zielgerechte Steuerung der Abteilungen im Hinblick auf das Budget erlauben. Ein weiterer Schritt ist eine rollierende Liquiditätsvorschau, die es erlaubt, frühzeitig Tendenzen aufzuzeigen, die eine Reaktion erforderlich machen könnten. In produktiven und nichtproduktiven Abteilungen wurden überdies Zielvereinbarungen mit Fokus auf Produktivität, Qualität, Effektivität, Arbeitsplatz u.a.m. vereinbart, die regelmäßig in den Abteilungen beobachtet und gesteuert werden. Durch Aushang in den Abteilungen werden die Mitarbeiter ebenfalls motiviert, selbst die Entwicklungen zu beobachten und gegebenenfalls vor Ort Maßnahmen zu entwickeln. Geschäftsverlauf 2023 Die SHG hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 0,3 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €) erwirtschaftet und damit das angepasste Ziel eines leicht positiven Jahresergebnisses erreicht. Der erzielte Jahresüberschuss liegt unter dem Vorjahresniveau und auch unter der ursprünglich geplanten Größenordnung von 3,0 Mio. €, was vornehmlich auf die exorbitant gestiegenen Energiepreise, die sehr hohe Inflationsrate und das gestiegene Zinsniveau im Berichtsjahr zurückzuführen ist. Die prognostizierten Umsatzerlöse aus Teilelieferungen von rund € 103,0 Mio. € konnten bei einem Gesamtumsatz von € 111,0 Mio. € bedingt durch höhere Abrufe und Teilepreiserhöhungen überschritten werden. Ziel der Geschäftsführung ist es, durch die konsequente Reduzierung der Qualitätskosten, die Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) in allen Produktionsbereichen sowie die kontinuierliche Optimierung der Werkzeuge weitere Produktivitätssteigerungen zu erreichen. Weitere Fortschritte bei der Steigerung der Produktivität resultieren aus der ebenfalls im Jahr 2020 begonnenen und im Jahr 2023 verfeinerten Umorganisation der Arbeitsabläufe. Neben personellen Veränderungen wurden Funktionalitäten der Bereiche neu definiert und die Zusammenarbeit der verschiedenen Arbeitsebenen bis hin zu den Verwaltungsbereichen weiter optimiert. Ergebnisbelastend im Geschäftsjahr 2023 wirkte sich der Angriffskriegskrieg Russlands gegen die Ukraine aus, der zu einer "Explosion" der Strom- (zwischenzeitlich Faktor 7 des Arbeitspreises pro kWh) und Gaspreise geführt hat. Die daraus resultierende starke Inflation (teilweise über 10 %) hat die Gesellschaft das gesamte Geschäftsjahr 2023 begleitet. Im Dezember 2023 wurde der gesamten Belegschaft der SHG zur Entlastung ein zweiter freiwilliger Inflationsausgleich von 1.500 € bezahlt, der sich entsprechend im Personalaufwand des Berichtsjahres widerspiegelt. Ertragslage Die Ertragslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Gesamtleistung der SHG betrug im Geschäftsjahr 2023 111,4 Mio. €. Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Kerngeschäft Produktion einschließlich der Schrotterlöse und Weiterberechnungen; Erlöse aus dem Werkzeugbau wurden im Berichtsjahr nur in geringem Umfang von 0,4 Mio. € erzielt. Die Bestände wurden zum Jahresende um 0,4 Mio. € erhöht. Der Materialaufwand fiel in Höhe von 68,2 Mio. € für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren und in Höhe von 2,9 Mio. € für bezogene Leistungen an. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 325 interne und 34 externe Mitarbeiter beschäftigt. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 waren 322 eigene Arbeitnehmer und darüber hinaus 18 Leiharbeiter beschäftigt. Die hohe Inflation machte sich in den gestiegenen Preisen für Reparatur- und Instandhaltung sehr bemerkbar, was in Summe eine Steigerung von 1,0 Mio. Euro zum Vorjahr zur Folge hatte. Die Erhöhung des negativen Zinsergebnisses auf 3,2 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. Euro) ist auf den signifikanten Anstieg der Zinssätze zurückzuführen. Durch die konsequente Fortsetzung des in Vorjahren eingeleiteten Restrukturierungsprogramms konnte im Geschäftsjahr 2023 trotz der bedingt durch die geopolitische Entwicklung hervorgerufenen Ergebnisbelastungen ein Jahresüberschuss in Höhe von 0,3 Mio. € erwirtschaftet werden. Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:
Die Eigenmittel machen am Bilanzstichtag 51,4 % der gesunkenen Bilanzsumme von 143,3 Mio. € aus. Die Aktiva zeigen branchenspezifisch einen hohen Anteil des Anlagevermögens von 116,4 Mio. € (81,2 %). Den Zugängen zum Anlagevermögen in Höhe von 6,1 Mio. € stehen planmäßige Abschreibungen von 9,6 Mio. € gegenüber. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 11,4 Mio. € auf 26,8 Mio. € und beinhaltet einen Vorratsbestand von 16,9 Mio. €, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von 6,4 Mio. € und liquide Mittel von 3,5 Mio. €. Das Eigenkapital hat sich zum 31. Dezember 2023 durch eine Kapitalerhöhung von 5,0 Mio. € und den Jahresüberschuss von 0,3 Mio. € auf 73,7 Mio. € erhöht. Die Rückstellungen haben sich um 1,0 Mio. € auf 5,8 Mio. € reduziert. Wesentlicher Grund hierfür ist der Verbrauch bzw. die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und für Savings. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 26,9 Mio. € auf 56,1 Mio. € gesunken. Ursächlich für diese Entwicklung ist vornehmlich eine tilgungsbedingte Verringerung der Bankverbindlichkeiten um 26,0 Mio. € auf 48,0 Mio. €. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen vornehmlich aufgrund einer Darlehensaufnahme von 3,0 Mio. € um 3,7 Mio. € auf 4,6 Mio. € erhöht. Investitionen und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 investierte die SHG insgesamt 6,1 Mio. €; davon betrafen 5,7 Mio. € technische Anlagen und Maschinen einschließlich geleisteter Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die Finanzierung der Investitionen wurde aus Eigenmitteln vorgenommen. Die Verbindlichkeiten wurden stets fristgerecht bezahlt. Die Zahlungsfähigkeit war durchgehend gegeben und ist es auch aktuell. Sungwoo Hitech stellt weiterhin die Zahlungsfähigkeit der SHG sicher, sodass auch zukünftig gewährleistet ist, dass die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten termingerecht bezahlt werden. Der Anteilseigner erwartet für das Geschäftsjahr 2024 eine erneut positive Ertragslage. Dem soll und wird mit den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen Rechnung getragen. IV. Chancen- und RisikoberichterstattungSHG befindet sich mit BMW als Kunde generell in einer guten Ausgangslage, obgleich der starke Fokus auf BMW als großem Einzelkunden auch hohe Risiken birgt. Aufgrund der exponierten geographischen Lage inmitten der drei großen BMW-Werke Dingolfing, Regensburg und München ergeben sich kurze Lieferwege und Abstimmungsmöglichkeiten. So finden unter anderem regelmäßige gegenseitige Besuche zur weiteren Optimierung von Produktivität und Qualität statt. Leichtbau ist ein wichtiger Hebel zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Autohersteller machen ihren Zulieferern Vorgaben für die Gewichtsreduktion der Komponenten. Damit entsteht ein kontinuierlicher Innovationsdruck entlang der Wertschöpfungskette. Zulieferer mit umfassender Werkstoffkompetenz bieten einen dauerhaften Mehrwert, da Gewichtseinsparungen auch auf dem Zukunftsmarkt der Elektroautos zu höheren Reichweiten führen. Hier liegt das Potenzial der SHG. Die SHG steht im direkten Wettbewerb mit Konkurrenten aus Niedriglohnländern. Das Unternehmen kann mit einer Produktion am Standort Deutschland weiterbestehen, sofern eine führende Position in Technik und Qualität erreicht werden kann. Aufgrund der weltweit bestehenden Sungwoo-Werke ist die SHG beim Aufbau von Kapazitäten durch die OEM gut aufgestellt. Chancen bestehen aufgrund der strategischen Ausrichtung mit dem Gesellschafter Sungwoo Hitech und den bereits durchgeführten bzw. noch durchzuführenden Investitionen in neueste Technologien sowie der zunehmenden Fertigungstiefe der Zulieferer. Hier wird die Schweißanlagen-Kompetenz in Zusammenarbeit mit dem Gesellschafter Sungwoo Hitech in den Schweißzentren massiv ausgebaut. Die SHG ergreift unter anderem die folgenden umfassenden Maßnahmen, um den bestehenden Risiken zu begegnen:
Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und damit verbundene Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der finanziellen Unterstützung durch Sungwoo Hitech nicht. Risiken ergeben sich aus kurz- und mittelfristigen Umsatzrückgängen im Kerngeschäft aufgrund von auslaufenden Serienteillieferungen (natürlichen EOP's). Zur Schließung der daraus resultierenden Umsatzlücken sollen Marktchancen genutzt und neue Aufträge akquiriert werden. Bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen sind aktuell nicht erkennbar, da die notwendige volle Unterstützung durch den Gesellschafter gewährleistet ist. Die SHG sieht durch die Zusammenarbeit mit dem Gesellschafter Sungwoo Hitech Chancen, Neukunden zu gewinnen. Durch die aktuelle geopolitische Entwicklung mit gestörten Lieferketten und deutlichen Preissteigerungen ist weiterhin mit aktuell nicht quantifizierbaren negativen Einflüssen auf die Ertragslage der Gesellschaft in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu rechnen. Mögliche Auswirkungen werden fortlaufend analysiert. V. Forschung und EntwicklungDie SHG betreibt keine Forschung und Entwicklung. VI. MitarbeiterZum Jahresende 2023 gehörten zur Belegschaft der SHG 322 Mitarbeiter; darüber hinaus waren 18 Leiharbeiter beschäftigt. Die SHG legt hohen Wert auf die Arbeitssicherheit und leistet gemeinsam mit der beschäftigten Sicherheitsfachkraft im Vorfeld Maßnahmen zur Unfallverhütung, indem Mitarbeiter geschult und in Sicherheitsrichtlinien unterwiesen werden. Dies ist ein ständiger Prozess, der insbesondere in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft gelebt wird. Es werden jährlich Arbeitsschutzziele festgelegt und überwacht. Beispielsweise werden durch konsequent durchgeführtes Arbeitsschutzmanagement in allen Abteilungen meldepflichtige Arbeitsunfälle gesenkt. Arbeitsplätze werden sicherheits- und gesundheitsgerecht gestaltet. VII. AusblickIm Geschäftsjahr 2024 wird gemäß der Unternehmensplanung mit Umsatzerlösen aus Teilelieferungen in Höhe von rund 95 Mio. € geplant; für das Geschäftsjahr 2025 werden bedingt durch das Auslaufen (EOP) des Projektes G3X (BMW 5er-Reihe) Umsatzerlöse von rund 82 Mio. € erwartet. Ende 2023 bzw. Anfang 2024 konnten zusätzliche Derivate der BMW NCAR Reihe wie auch der G50 (BMW 3er Serie) gewonnen werden mit einem Jahresvolumen von rund 44 Mio. €, beginnend ab dem Jahr 2027. Im Fokus stehen weiterhin die Finalisierung, Überarbeitung, Instandhaltung und Änderung sämtlicher Werkzeuge. Durch die dann qualitativ besseren Werkzeuge kann der Nutzungsgrad an den Anlagen und Pressen optimiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt, der dazu beitragen soll, bessere Jahresergebnisse zu erzielen, ist die Möglichkeit, durch Anlagenautomation eine sicherere und kostengünstigere Produktion zu erzielen. Zudem soll durch den Ausbau der Marktbearbeitungs- und Angebotsprozesse die Gewinnung von Neukunden intensiviert werden. Zusätzlich wurde durch weitere Zertifizierungen (u.a. IATF, ISO 14001 und ISO 45001 in 2023) die Marktposition der SHG weiter gestärkt. Auf Basis des durchgeführten Restrukturierungsprogramms und der umgesetzten kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen ist das Ziel für das Geschäftsjahr 2024, ein leicht positives Jahresergebnis zu erzielen. Aktuell planen wir mit einem leichten Verlust in einer Größenordnung von 0,5 Mio. €, welcher jedoch durch mögliche Kostenbeteiligung (Inflationsausgleich) durch unsere Kunden kompensiert werden könnte. Hierzu sind Gespräche mit dem Kunden am Laufen. Ebenso wurden im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen weitere Kapitalerhöhungen bis Ende 2023 von kumuliert 20,0 Mio. € durch Sungwoo Hitech vereinbart, die bis zum Bilanzstichtag in voller Höhe geleistet worden sind. Der anhaltende Ukrainekrieg hat weltweit gravierende wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen, deren Ausmaß das diesjährige Jahresergebnis maßgeblich beeinflusst hat. Die Haupttreiber waren die extrem gestiegenen Energiepreise sowie die anhaltende sehr hohe Inflationsrate, die sich bei allen Zukaufteilen wie auch bei sonstigen Beschaffungen bemerkbar gemacht hat, und das steigende Zinsniveau. Vor dem Hintergrund der insbesondere in China noch nicht vollständig überwundenen Corona-Krise, erhöhten Inflationsraten, weiterhin zu erwartender Eingriffe der Notenbanken in die Kapitalmärkte und vor allem der aktuellen geopolitischen Risiken war auch das Jahr 2023 durch hohe wirtschaftliche Unsicherheiten gekennzeichnet. Einer Ergebnisbelastung aufgrund höherer Volatilitäten auf den Kapital- und Energiemärkten, weiter steigender Zinsen und geopolitischer Risiken sowie daraus resultierenden gesamtwirtschaftlich rezessiven Tendenzen wird sich auch die SHG nicht vollständig entziehen können.
Niederaichbach, den 12. März 2024 Sungwoo Hitech GmbH Ki Chul Park, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. VorbemerkungenDie Sungwoo Hitech GmbH mit Sitz in Niederaichbach (vormals WMU Bavaria GmbH) ist beim Amtsgericht Landshut unter der Nummer HRB 10182 im Handelsregister eingetragen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. Oktober 2022 ist die WMU Bavaria GmbH umfirmiert in Sungwoo Hitech GmbH; die Eintragung der Umfirmierung in das Handelsregister erfolgte am 13. Januar 2023. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die im vorangegangenen Geschäftsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeAktiva Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den Zeiträumen, in denen die Vermögensgegenstände voraussichtlich genutzt werden können. Die Abschreibungen basieren vornehmlich auf folgenden branchenüblichen Nutzungsdauern:
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250 € (netto) werden sofort als Aufwand erfasst. Umlaufvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt; der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des gewogenen Durchschnittswertverfahrens. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen sowie fertige Erzeugnisse sind mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB angesetzt; Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für künftige Steuerentlastungen aus der Nutzung von Verlustvorträgen ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 28,6 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung verzichtet. Im Berichtsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Passiva Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von unter einem Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 1.676 (Vorjahr T€ 10.591) resultieren im Berichtsjahr mit T€ 1.500 (Vorjahr T€ 10.000) aus dem Finanzverkehr und im Übrigen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr; davon betreffen T€ 166 (Vorjahr T€ 61) die Gesellschafterin. Die sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 1.189 (Vorjahr T€ 1.677) betreffen Mietkautionen für Lagerhallen von T€ 217 (Vorjahr T€ 181), die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben, eine Dauerfristverlängerung der Umsatzsteuer von T€ 864 (Vorjahr T€ 1.066) und im Übrigen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche. Sämtliche Forderungen sind - mit Ausnahme der Mietkautionen - wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von T€ 138 (Vorjahr T€ 164) sind im Berichtsjahr insbesondere vorausgezahlte Wartungsaufwendungen (im Vorjahr insbesondere Logistikaufwendungen) berücksichtigt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beläuft sich auf T€ 145.025 (Vorjahr T€ 140.025). Die Sungwoo Hitech Co. Ltd., Busan / Südkorea (Sungwoo Hitech) hält als Gesellschafterin sämtliche 145.025.000 Gesellschaftsanteile im Nennbetrag von € 1. Das Stammkapital ist zu mehr als der Hälfte durch Verluste aufgezehrt. Bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen liegen nicht vor, da die notwendige finanzielle Unterstützung durch Sungwoo Hitech gewährleistet ist. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Ertragsteuern für die Veranlagungsjahre 2022 und 2023. Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere ausstehende Rechnungen, Savings und Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Kreditversicherung der Gesellschafterin Sungwoo Hitech besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind bis auf übliche Eigentumsvorbehalte unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Berichtsjahr mit T€ 3.000 aus dem Finanzverkehr und im Übrigen wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen T€ 1.414 (Vorjahr T€ 1.562) auf Verbindlichkeiten aus Steuern sowie T€ 18 (Vorjahr T€ 56) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst eine Einmalzahlung des Hauptkunden für eine Montagevorrichtung, für die mit dem Kunden eine ausschließliche Nutzungsüberlassung (Nutzungsrechtbestellung) vereinbart ist. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird über die Laufzeit der Serienteilproduktion analog den planmäßigen Abschreibungen ertragswirksam aufgelöst. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestehen keine. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich für das Jahr 2024 in Höhe von T€ 1.758 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0) und für die folgenden drei Jahre in Höhe von T€ 3.422 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 0). Sie bestehen insbesondere aus dem Bestellobligo aus Investitionen sowie aus Logistik-, Leasing-, Wartungs-, Energie- und Dienstleistungsverträgen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse von insgesamt T€ 111.074 resultieren aus dem Verkauf von Vor- und Serienteilen (T€ 105.286) sowie von Werkzeugen (T€ 399), aus Schrotterlösen (T€ 4.989) und aus Weiterberechnungen (T€ 400). Von den Umsatzerlösen wurden im Inland T€ 98.408 (rund 89 %), in der EU T€ 2.647 und in Drittländern T€ 10.019 erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit T€ 2.152 vornehmlich periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und dem Abgang von Anlagevermögen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 0,1. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind keine Aufwendungen für Altersversorgung enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Leiharbeitskräfte (T€ 1.859; Vorjahr T€ 2.111), Reparatur- und Instandhaltungskosten (T€ 1.287; Vorjahr T€ 1.328), Handlingskosten (T€ 1.138; Vorjahr T€ 1.045), Mietkosten für Lagerräume (T€ 804; Vorjahr T€ 684), Leasingaufwendungen (T€ 591; Vorjahr T€ 557), Nacharbeits- und Reklamationskosten (T€ 367; Vorjahr T€ 232) sowie Aufwendungen für externe Berater (T€ 78; Vorjahr T€ 226). Zudem sind Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers mit T€ 58 (Abschlussprüfungsleistungen) bzw. T€ 18 (Steuerberatungsleistungen) berücksichtigt. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge umfassen in voller Höhe Zinserträge von verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 671 (Vorjahr T€ 854). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die Gesellschaft aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen eine künftige Steuerentlastung. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert. Sonstige AngabenDie Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen vornehmlich Liefer- und Leistungsbeziehungen mit Sungwoo Hitech einschließlich der Bürgschaften/Garantien. Ein im Geschäftsjahr 2022 gewährtes Darlehen an eine Schwestergesellschaft über T€ 10.000 wurde bis auf einen Restbetrag von T€ 1.500 getilgt. Die Rückzahlung dieser Restsumme ist für Ende 2024 vereinbart. Ein kurzfristiges Darlehen eines ausländischen Konzernunternehmens über T€ 3.000 ist zu marktüblichen Bedingungen bereitgestellt worden. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beläuft sich auf 51 kaufmännische Angestellte (Vorjahr 48) und 260 technische Mitarbeiter (Vorjahr 271). Darüber hinaus waren 11 (Vorjahr 6) Auszubildende beschäftigt. Gesellschafter und Konzernverhältnis Die Sungwoo Hitech GmbH wird in den Konzernabschluss der Sungwoo Hitech Co. Ltd., Busan /Südkorea, (Sungwoo Hitech; eingetragen im Handelsregister des Landgerichts Busan unter Register Nr. 017644, Handelsregister Nr. 180111-0042612) einbezogen. Sungwoo Hitech ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufstellt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses ist im Internet unter http://dart.fss.or.kr zugänglich. Geschäftsführer
Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft einzeln und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Gewinnverwendung Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 333 auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem bestehenden Verlustvortrag zu verrechnen. Nachtragsbericht Der andauernde Ukraine-Konflikt mit Russland hat weltweit gravierende wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen, deren Ausmaß unser Jahresergebnis 2023 wiederum maßgeblich beeinflusst hat. Die Haupttreiber waren die extrem gestiegenen Energiepreise sowie die sehr hohe Inflationsrate, die sich bei allen Zukaufteilen wie auch sonstigen Beschaffungen bemerkbar gemacht hat. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Niederaichbach, den 12. März 2024 Sungwoo Hitech GmbH Ki Chul Park, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sungwoo Hitech GmbH, Niederaichbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sungwoo Hitech GmbH, Niederaichbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sungwoo Hitech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, den 30. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Malte Diekmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Jörg Gropengießer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 29.10.2024 festgestellt. |
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