Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Piotr Pawel Siudak seit 13.7.2023 | Geschäftsführer |
Christoph Paul Jung seit 8.7.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mycs GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019BILANZ zum 31. Dezember 2019mycs GmbH, BerlinAKTIVA
PASSIVA
AnhangAllgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist unter der Nummer 159787 in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Bau wurden mit den direkten Entwicklungskosten zuzüglich eines Gemeinkostenaufschlages angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 3 HGB werden die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände über einen typisierten Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert oder ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken gebildet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 wird im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Die Gesellschaft weist per 31. Dezember 2019 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von Euro 4.150.662,00 aus. In Höhe der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Forderungen Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 46.472,21 (Vorjahr: Euro 52.613,21). Rückstellungen Die Entwicklung der Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:
Latente Steuern Durch die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz unterscheiden sich das handelsrechtliche und das steuerrechtliche Jahresergebnis. Da in den Folgejahren die Steuerbilanz einen entsprechend höheren Gewinn ausweisen wird, müsste eine Rückstellung für passive latente Steuern im Berichtsjahr gebildet werden. Dies unterbleibt jedoch aufgrund der deutlich übersteigenden steuerlichen Verlustvorträge zum Bilanzstichtag. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 5 HGB:
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben und Erläuterung zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Sonstige Pflichtangaben Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 4.150.662,00. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Haftungsverhältnisse Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:
Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 1.961.431,46 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Das Jahresergebnis in Höhe von Euro -6.560.444,63 wird auf neue Rechnung in das Folgejahr vorgetragen. Namen der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt von:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug 70 (Vorjahr: 90). Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Honorar des Abschlussprüfers Für die Prüfung des Jahresabschlusses 2019 ist ein Honorar in Höhe von Euro 24.000,00 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Im Januar, Februar und Mai 2020 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von Euro 68.677,00 auf insgesamt Euro 72.924,00 erhöht. Im Rahmen dieser Kapitalerhöhungen ist ein zusätzlicher Betrag von Euro 3.722.070,80 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft geflossen. Zu den Auswirkungen der sog. Corona-Pandemie wird auf den Lagebericht verwiesen. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 24. Juli 2020 Christoph Jung Angaben zur Fertigstellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.12.2020 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 20191. Grundlagen des Unternehmens Die mycs GmbH (im Folgenden MYCS) ist im Handelsregister unter HR 159787 B, Amtsgericht Charlottenburg eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens ist Der Handel mit Waren aus Holz, Metall, Leder, Stoffen und Kunststoffen, die Lizensierung solcher Produkte und diesbezüglicher Vertriebskanäle sowie Beratungsleistungen in Bezug auf die genannten Produkte. Der Firmensitz in Berlin umfasst die Geschäftsführung, die Finanz- und Personalabteilung, sowie Marketing, Kundenservice und die Software-Entwicklung. Zudem betreibt MYCS Vertriebsgesellschaften in Frankreich, in der Schweiz und in UK, sowie eine Einkaufsgesellschaft in Polen, wo sich auch das Warenlager von MYCS befindet. Das Unternehmen besteht seit 2014 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 70 Angestellte beschäftigt. Das Geschäftsmodell von MYCS ist der Verkauf selbst entwickelter modularer Möbel mittels eines selbst entwickelten Online-Konfigurators. Die Herstellung der Module erfolgt in Möbelmanufakturen in Europa. Die Module werden in das von der Tochtergesellschaft MYCS Sp. z o.o. betriebene Lager in Polen transportiert und dort für Kundenbestellungen der Vertriebsgesellschaften kommissioniert. Die Lieferung an die Endkunden erfolgt über externe Möbelspeditionen. Neben dem Vertrieb über die Website www.mycs.com, betreibt MYCS Showrooms in Deutschland (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München), sowie über Tochtergesellschaften in Zürich und in Paris. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2019 Laut statistischem Bundesamt ist die deutsche Wirtschaft 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Das Wachstum - etwas abgeschwächt - betrug 0,6 Prozent gegenüber 2,5 und 1,5 Prozent in den Jahren 2017 und 2018. 2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Der Einzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2019 nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) zwischen 2,86 % und 3,01 % sowie nominal (nicht preisbereinigt) zwischen 3,38 % und 3,52 % mehr umgesetzt als im Jahr 2018. Der Möbelmarkt in Deutschland hat sich nach einem Jahr des Rückgangs in 2018 im Jahr 2019 wieder stabilisiert mit einem Bruttoumsatz von 34,2 Mrd € (Quelle: Statista).
Für den Onlinehandel mit Möbeln in Deutschland wurde für das Jahr 2019 ein Wachstum von ca. 10% geschätzt (Quelle: Statista, finale Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor), was in etwa dem Wachstum der Vorjahre entspricht. 3. Darstellung der Lage der Gesellschaft In den nachfolgenden Absätzen erfolgt die Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage unter Einbeziehung bedeutender finanzieller Leistungsindikatoren. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt nach Umsatz und Jahresergebnis. 3.1 Ertragslage Das Unternehmen verfolgte im Jahr 2019 weiterhin die Strategie stark zu wachsen sowie Kostenpositionen zu stabilisieren oder zu senden. Wie im Vorjahr konnte der Umsatz erneut deutlich erhöht werden und stieg um 78% auf insgesamt 16,2 Mio. EUR. Die aktivierten Eigenleistungen beinhalten Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände, welche in etwa 80% der internen IT Kosten entsprechen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen die Erträge aus Weiterberechnungen verauslagter Marketing- und Logistikkosten an verbundene Unternehmen, die im gleichen Maß wie das Geschäftsvolumen anstiegen. Deutliche konnten bei Personalkosten und anderen Fixkosten erreicht. Durch gezielte Einsparungsmaßnahmen sank der Personalaufwand um 16% auf 4,0 Mio. EUR. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank von 82 auf 70. Die variablen Kosten (Wareneinsatz, Logistik und Marketing) wurden 2019 in der Gruppe stabilisiert und werden 2020 relativ zur Umsatzentwicklung sinken. In der MYCS GmbH stieg der Materialaufwand überproportional zum Umsatz um 110% auf 12,6 Mio. EUR. Darin sind die Logistikkosten enthalten, die mit 72% (2,9 Mio. EUR) geringer als der Umsatz anstiegen, sowie der Aufwand für bezogene Waren, der sich durch geänderte Verrechnungspreise mit der polnischen Tochtergesellschaft um 125% auf 9,6 Mio. EUR erhöhte. Die überproportionale Erhöhung des Aufwands für bezogene Waren wird durch einen absoluten Rückgang der von der polnischen Gesellschaft berechneten Dienstleistungen kompensiert, so dass die Gesamtkosten in Relation zum Umsatzwachstum stehen. 2020 werden hier erhebliche Einsparungen wirksam werden, die bereits 2019 initiiert wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 26% (+ 1,9 Mio. EUR) auf 9,2 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren sind der Anstieg der Marketingkosten - proportional zur Umsatzentwicklung - um 79% (+ 2,7 Mio. EUR) auf 6,1 Mio. EUR, kompensiert durch einen Rückgang der Dienstleistungen aus der polnischen Tochtergesellschaft um 60% (- 1,0 Mio. EUR). Der EBIT verbesserte sich insgesamt um 4% auf -6,3 Mio. EUR, die EBIT-Marge von -72% auf -39%. Der Zinsaufwand stieg durch einen höheren Fremdkapitalanteil deutlich auf 0,4 Mio. EUR an. Der Jahresfehlbetrag liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Von den Abschreibungen entfallen TEUR 126 auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. 3.2 Finanzlage Die liquiden Mittel am Ende des Geschäftsjahres 2019 betrugen TEUR 382 (Vj. TEUR 3.075). Der operative Cashflow verbesserte sich mit - 6,15 Mio EUR um 0,9 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit - 0,63 Mio. EUR enthält im Wesentlichen den Anteil der französischen Tochtergesellschaft an den selbsterstellen immateriellen Vermögensgegenständen. Die Erhöhung der Beteiligungswerte an den Tochtergesellschaften wurde Cashflow-unwirksam durch eine Umwandlung von kurzfristiger Finanzierung durchgeführt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war mit +4,08 Mio. EUR um ca. 65% geringer als im Vorjahr. Er enthält Kapitalerhöhungen von 3,7 Mio. EUR und eine Nettoveränderung der Fremdfinanzierung von 0,4 Mio. EUR. 3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg um 10% auf 13,6 Mio. EUR. Darin sind die folgenden wesentlichen Veränderungen enthalten: Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände stiegen um 2,0 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR (+ 93%, davon 2,8 Mio. EUR in Entwicklung) und beinhalten selbsterstelle Software zur Optimierung der User Experience und der Supply Chain, die von der gesamten Unternehmensgruppe genutzt werden. Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich durch Kapitalzuführungen in Tochterunternehmen. Die Liquiden Mittel sind stichtagsbedingt um 2,7 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Das Eigenkapital verringerte sich um 2,9 Mio. EUR. Dies ist das Ergebnis einer unterjährigen Kapitalerhöhung von 3,7 Mio. EUR sowie des Jahresfehlbetrages von 6,6 Mio. EUR. Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 5,0 Mio EUR (+64%) entspricht im Wesentlichen dem Wachstum des Unternehmens. Darin sind vor allem ein Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten um 1,1 Mio. EUR, der erhaltenen Anzahlungen um 0,5 Mio. EUR sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,5 Mio. EUR enthalten. 4. Investitionsvorhaben In den kommenden 12 Monaten wird MYCS vor Allem in den Ausbau und die weitere Automatisierung der Wertschöpfungskette investieren. Die Investitionen in die Wertschöpfungskette werden sich auf 700 TEUR - 900 TEUR belaufen und überwiegend über die Programmierung neuer Software zur Prozessoptimierung sowie Investitionen für das Lagerhaus stattfinden (z.B. neue Hochregale). 5. Risiko- und Chancenbericht 5.1 Chancen Als dynamisches und junges Unternehmen bieten sich MYCS verschiedene Opportunitäten, um das Geschäftsmodell in den kommenden Jahren durch Investitionen in Wachstum in bestehenden und neuen Märkten sowie über neue Produkte und Technologie voranzutreiben. Auch die Stärkung des Onlinehandels während und nach der Covid-19-Krise bietet Chancen, die MYCS helfen werden, die ambitionierten Wachstums- und Profitabilitätsziele zu übertreffen. Marktwachstum Der Markt hat in sich in den vergangenen Monaten sehr dynamisch entwickelt. Ca. 90% des Möbel-Umsatzes fand bis März 2020 noch im stationären Handel statt (Quelle: Statista). Mit dem Lockdown und der Schließung der Offline-Märkte und auch der Öffnung unter Auflagen leidet dieser Teil des Marktes an Umsatzverlusten. Ein Teil der Kunden, die normalerweise in Offline-Märkten Möbel kaufen würde, hat nun zum ersten Mal online Möbel gekauft, was zu einem Wachstum im Online-Möbelmarkt geführt hat, an dem MYCS partizipiert hat und in den kommenden Monaten weiter partizipieren will. Sollte diese Entwicklung zu einer bleibenden Erstarkung des Online-Geschäfts führen, wird MYCS weiterhin von dieser Entwicklung profitieren mit höherem, profitablerem Wachstum. Geographische Expansion MYCS erwägt die geographische Expansion in andere europäische Länder, u.a. nach Großbritannien, den größten europäischen E-Commerce-Markt. Solch eine Expansion kann zu weiterem Wachstum führen, zumal MYCS schon heute erfolgreich in vier verschiedenen europäischen Märkten vertreten ist. Erhöhung der Markenbekanntheit Durch eine geplante Erhöhung der Markenbekanntheit durch Investitionen in Marketing-Kanäle, welche der Markenbekanntheit dienlich sind, kann MYCS mittelfristig seine Marketingkosten senken und die Abhängigkeit zu klassischen Performance-Marketingkanälen, wie z.B. CPC-Kanälen, verringern. 5.2 Risiken Im Folgenden werden wesentliche Risiken dargestellt, welche die Entwicklung von MYCS negativ beeinflussen könnten. Marktrückgang In den vorigen Monaten war der Möbelmarkt durch eine hohe Dynamik geprägt und durch eine starke Verschiebung von Offline zu Online. Sollte es durch die Corona Krise zu einer längerfristigen Rezession kommen und die Investitionen von Endverbrauchern in Möbel weiter niedriger bleiben als in den Vorjahren, so besteht das Risiko, dass auch die Nachfrage im Online-Möbelhandel sinkt. Dieses Risiko kann zu einem Wachstumsrückgang um bis zu 20% führen. Liquiditätsrisiko Da die Profitabilität von MYCS noch nicht erreicht wird, besteht ein Liquiditätsrisiko. Dieses Risiko wird dadurch minimiert, dass durchgeführte Kapitalmaßnahmen die benötigte Liquidität bis zur geplanten Profitabilität von MYCS decken. Währungsrisiken Der überwiegende Teil der Geschäftsaktivitäten der Unternehmensgruppe MYCS findet in EUR statt. Ein Teil des Einkaufs (weniger als 10%) und der Betrieb des Lagers in Polen werden in PLN abgewickelt, 10-15% der Umsätze werden in CHF erreicht. Eine für MYCS negative Währungsschwankung um 10% würde in der Gruppe zu einem Umsatzrückgang von 1-1.5% führen, eine Erstarkung des polnischen Zloty um 10% würde zu höheren Kosten von <1% in der polnischen Tochtergesellschaft führen, die dann über die Verrechnungspreise an die deutsche MYCS GmbH weitergegeben werden müssten. Für die MYCS GmbH bestehen jedoch insgesamt nur sehr geringe Risiken aus Wechselkursschwankungen. Wettbewerb Neue Wettbewerber oder bestehende Wettbewerber kopieren das Geschäftsmodell von MYCS. Bisher ist MYCS das einzige Unternehmen, das selbst entwickelte, modulare Möbel mittels fotorealistischer Online-Konfiguratoren vertreibt. Mit jedem Jahr, das MYCS auf dem Markt ist, steigen die Eintrittsbarrieren für neue Player, die das Geschäftsmodell kopieren wollen. Auch wenn es dazu käme, dass erste Wettbewerber das Geschäftsmodell von MYCS kopieren würden, ist der Möbelmarkt groß genug für mehr als ein erfolgreiches Unternehmen in diesem Segment - somit ist dieses Risiko für MYCS in den Auswirkungen nicht gravierend mit <1% Wachstumsrückgang. Änderung der Rohstoffpreise Eine Erhöhung der Rohstoffpreise würde zu erhöhten Produktionskosten und Logistikkosten führen. Eine Erhöhung von Energiekosten hätte vor allem Auswirkungen auf die Logistikkosten, eine Erhöhung der Rohstoffpreise, insbesondere von Holzwerkstoffen, würde zu erhöhten Produktionskosten führen. Die ersten Monate 2020 haben zu einem Einbruch der Energiepreise geführt und auch die Holzpreise sind momentan rückläufig. Eine Erhöhung der Preise über die Preislage vor Ausbruch von Covid-19 wird in den kommenden 12 Monaten nicht erwartet. 6. Prognosebericht Das Marktwachstum des Onlinehandels mit Möbeln wurde durch die COVID-19 Krise noch weiter verstärkt. In den Monaten April und Mai 2020 ist der Möbel-Onlinehandel in Deutschland um ca. 35% gestiegen (Quelle: https://insights.afterpay.nl/). Auch bei MYCS hatte die Situation zu überwiegend positiven Auswirkungen und einem höher als geplanten Umsatzwachstum geführt. Die von MYCS weiterhin geplanten Investitionen in Produktentwicklung, Technologieentwicklung, Showrooms und Marketing weisen zudem auf eine deutliche Umsatz- und Profitabilitätssteigerung über den Vorjahren hin.
Berlin, den 24. Juli 2020 Christoph Jung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die mycs GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der mycs GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mycs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen
Berlin, 28. Juli 2020 Ernst
& Young GmbH
von Michaelis, Wirtschaftsprüfer Schüngel, Wirtschaftsprüfer |
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