Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 159787
Vorher
iDsign GmbH
Eingetragen
8.7.2014
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von keramischen Erzeugnissen, Glaswaren, Holzwaren a. n. g., sowie Flecht- und KorbwarenGroßhandel mit Roh- und SchnittholzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus Holz
Gegenstand
Der Handel mit Waren aus Holz, Metall, Leder, Stoffen und Kunststoffen, die Lizensierung solcher Produkte und diesbezüglicher Vertriebskanäle sowie Beratungsleistungen in Bezug auf die genannten Produkte.

Historie

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Management

NameRolle
Piotr Pawel Siudak
seit 13.7.2023
Geschäftsführer
Christoph Paul Jung
seit 8.7.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ConPlacard GmbH
Germany
76.344 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

mycs GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

BILANZ zum 31. Dezember 2019

mycs GmbH, Berlin

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.331.462,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 2.819.200,00 2.155.000,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.046,84 13.702,84
4.161.708,84 2.168.702,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.326,00 8.870,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.405,00 107.203,68
99.731,00 116.073,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.556.997,58 551.171,06
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 89.554,04 83.317,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.962.362,22 5.010.896,81
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.235.812,01 300.724,31
5.287.728,27 5.394.938,21
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 381.789,76 3.074.500,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 145.999,33 11.782,50
13.633.954,78 11.317.168,32

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 68.677,00 64.493,00
II. Kapitalrücklage 28.608.315,35 24.942.600,77
III. Verlustvortrag 22.078.535,63- 15.576.688,08-
IV. Jahresfehlbetrag 6.560.444,63- 6.501.847,55-
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 421.901,66 332.629,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.049.628,46 637.361,65
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.415.027,32 1.953.305,15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.177.346,47 1.038.103,59
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.589.086,26 1.125.326,71
5. sonstige Verbindlichkeiten 3.942.952,52 3.301.884,00
13.174.041,03 8.055.981,10
- davon aus Steuern Euro 470.902,80 (Euro 286.438,92)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 2.583,37 (Euro 5.983,48)
13.633.954,78 11.317.168,32
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 16.158.913,90 9.066.038,74
2. andere aktivierte Eigenleistungen 1.512.000,00 1.281.000,00
3. Gesamtleistung 17.670.913,90 10.347.038,74
4. sonstige betriebliche Erträge
übrige sonstige betriebliche Erträge 2.033.562,43 1.179.828,55
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 18.465,45 (Euro 366,97)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.619.255,21- 4.268.630,75-
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.938.049,10- 1.702.623,26-
12.557.304,31- 5.971.254,01-
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.326.355,30- 3.990.230,17-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 634.963,04- 740.235,94-
3.961.318,34- 4.730.466,11-
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 162.770,46- 56.659,84-
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 492.208,95- 404.412,45-
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 27.551,24- 40.764,89-
c) Reparaturen und Instandhaltungen 0,00 422,00-
d) Fahrzeugkosten 308,85- 196,33-
e) Werbe- und Reisekosten 6.091.112,73- 3.379.587,73-
f) Kosten der Warenabgabe 11.983,30- 6.882,80-
g) verschiedene betriebliche Kosten 2.597.778,46- 3.410.890,27-
h) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00 2.990,32-
i) Verluste aus Wertminderungen oder aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen 19.938,87 47.817,05-
j) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 118.530,07- 4.933,73-
9.319.534,73- 7.298.897,57-
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro -80.845,89 (Euro -4.926,23)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 133.226,38 110.331,80
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 397.213,88- 81.767,88-
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5,62- 1,23-
12. Ergebnis nach Steuern 6.560.444,63- 6.501.847,55-
13. Jahresfehlbetrag 6.560.444,63- 6.501.847,55-

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist unter der Nummer 159787 in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Bau wurden mit den direkten Entwicklungskosten zuzüglich eines Gemeinkostenaufschlages angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 3 HGB werden die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände über einen typisierten Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert oder ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken gebildet. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 wird im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

Die Gesellschaft weist per 31. Dezember 2019 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von Euro 4.150.662,00 aus. In Höhe der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

Forderungen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 46.472,21 (Vorjahr: Euro 52.613,21).

Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2018 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand zum 31.12.2019
Euro Euro
Urlaubsrückstellung 134.300,00 -134.300,00 0,00 204.300,00 204.300,00
Abfindungen / Freistellungen 105.350,00 -105.350,00 0,00 95.000,00 95.000,00
Abschluss und Prüfungskosten 42.000,00 -42.000,00 0,00 73.143,35 73.143,35
Berufsgenossenschaft 33.804,08 -33.804,08 0,00 28.475,76 28.475,76
Schwerbehindertenabgabe 16.960,00 -16.960,00 0,00 14.400,00 14.400,00
Künstlersozialkasse 215,00 -215,00 0,00 0,00 0,00
Sonstiges 0,00 0,00 0,00 6.582,55 6.582,55
Rückstellungen gesamt 332.629,08 -332.629,08 0,00 421.901,66 421.901,66

Latente Steuern

Durch die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz unterscheiden sich das handelsrechtliche und das steuerrechtliche Jahresergebnis. Da in den Folgejahren die Steuerbilanz einen entsprechend höheren Gewinn ausweisen wird, müsste eine Rückstellung für passive latente Steuern im Berichtsjahr gebildet werden. Dies unterbleibt jedoch aufgrund der deutlich übersteigenden steuerlichen Verlustvorträge zum Bilanzstichtag.

Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 5 HGB:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2019 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2019 bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Euro Euro Euro Euro
gegenüber Kreditinstituten 1.049.628,46 19.628,46 1.030.000,00 0,00
Vorjahr 637.361,65 37.361,65 600.000,00 0,00
erhaltene Anzahlungen 2.415.027,32 2.415.027,32 0,00 0,00
Vorjahr 1.953.305,15 1.953.305,15 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 2.177.346,47 2.177.346,47 0,00 0,00
Vorjahr 1.038.103,59 1.038.103,59 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.589.086,26 3.589.086,26 0,00 0,00
Vorjahr 1.125.326,71 1.125.326,71 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 3.942.952,52 525.454,70 3.417.497,82 0,00
Vorjahr 3.301.884,00 301.884,00 3.000.000,00 0,00
Summe 13.174.041,03 8.726.543,21 4.447.497,82 0,00
Vorjahr 8.055.981,10 4.455.981,10 3.600.000,00 0,00

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung 2019 Vorjahr
Euro Euro
Venture dept - Darlehen inkl. Zinsen 3.444.997,82 3.000.000,00
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 417.533,56 219.601,80
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer 53.369,24 66.837,12
Kreditorische Debitoren 23.473,01 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 2.583,37 5.983,48
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 995,52 9.461,60
3.942.952,52 3.301.884,00

Angaben und Erläuterung zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geographisch bestimmter Markt 2019 Vorjahr
Euro Euro
Deutschland 15.036.116,48 93,05% 8.529.351,08 94,08%
Europäische Union 1.116.137,04 6,91% 535.538,10 5,91%
Drittland 6.660,38 0,04% 1.149,56 0,01%
16.158.913,90 100,00% 9.066.038,74 100,00%

Sonstige Pflichtangaben

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 4.150.662,00.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre Euro
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 4.150.662,00
Gesamtbetrag 4.150.662,00

Haftungsverhältnisse

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Euro
Mietbürgschaften 138.803,97
Vertragserfüllungsbürgschaften 100.000,00
Auslandsgarantie Warenlager Polen 425.814,66
Gesamtbetrag 664.618,63

Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 1.961.431,46 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Euro
Anmietung Büroflächen 1.446.784,15
Laufende Leasingverpflichtungen 10.692,00
Versicherungen 22.175,26
Laufende Lizenzen 481.780,05
Gesamtbetrag 1.961.431,46

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Jahresergebnis in Höhe von Euro -6.560.444,63 wird auf neue Rechnung in das Folgejahr vorgetragen.

Namen der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt von:

Name: Christoph Jung ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Name: Ka Chun To (bis 31. August 2019) ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis * Gezeichnetes Kapital
Euro Euro
mycs sp. z.o.o., Warschau 100,00% -434.094,25 1.760.687,37
mycs GmbH, Zürich 100,00% -511.080,26 18.422,99
mycs SARL, Paris 100,00% -962.263,00 1.800.000,00
mycs furniture Ltd., London 100,00% - 117,63

* 2018

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug 70 (Vorjahr: 90).

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 67
leitende Angestellte 3
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 60
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 10
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 70

Honorar des Abschlussprüfers

Für die Prüfung des Jahresabschlusses 2019 ist ein Honorar in Höhe von Euro 24.000,00 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Im Januar, Februar und Mai 2020 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von Euro 68.677,00 auf insgesamt Euro 72.924,00 erhöht. Im Rahmen dieser Kapitalerhöhungen ist ein zusätzlicher Betrag von Euro 3.722.070,80 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft geflossen.

Zu den Auswirkungen der sog. Corona-Pandemie wird auf den Lagebericht verwiesen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 24. Juli 2020

Christoph Jung

Angaben zur Fertigstellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.12.2020 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019

1. Grundlagen des Unternehmens

Die mycs GmbH (im Folgenden MYCS) ist im Handelsregister unter HR 159787 B, Amtsgericht Charlottenburg eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens ist Der Handel mit Waren aus Holz, Metall, Leder, Stoffen und Kunststoffen, die Lizensierung solcher Produkte und diesbezüglicher Vertriebskanäle sowie Beratungsleistungen in Bezug auf die genannten Produkte. Der Firmensitz in Berlin umfasst die Geschäftsführung, die Finanz- und Personalabteilung, sowie Marketing, Kundenservice und die Software-Entwicklung. Zudem betreibt MYCS Vertriebsgesellschaften in Frankreich, in der Schweiz und in UK, sowie eine Einkaufsgesellschaft in Polen, wo sich auch das Warenlager von MYCS befindet.

Das Unternehmen besteht seit 2014 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 70 Angestellte beschäftigt.

Das Geschäftsmodell von MYCS ist der Verkauf selbst entwickelter modularer Möbel mittels eines selbst entwickelten Online-Konfigurators. Die Herstellung der Module erfolgt in Möbelmanufakturen in Europa. Die Module werden in das von der Tochtergesellschaft MYCS Sp. z o.o. betriebene Lager in Polen transportiert und dort für Kundenbestellungen der Vertriebsgesellschaften kommissioniert. Die Lieferung an die Endkunden erfolgt über externe Möbelspeditionen.

Neben dem Vertrieb über die Website www.mycs.com, betreibt MYCS Showrooms in Deutschland (Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München), sowie über Tochtergesellschaften in Zürich und in Paris.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2019

Laut statistischem Bundesamt ist die deutsche Wirtschaft 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Das Wachstum - etwas abgeschwächt - betrug 0,6 Prozent gegenüber 2,5 und 1,5 Prozent in den Jahren 2017 und 2018.

2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Der Einzelhandel in Deutschland hat im Jahr 2019 nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) zwischen 2,86 % und 3,01 % sowie nominal (nicht preisbereinigt) zwischen 3,38 % und 3,52 % mehr umgesetzt als im Jahr 2018.

Der Möbelmarkt in Deutschland hat sich nach einem Jahr des Rückgangs in 2018 im Jahr 2019 wieder stabilisiert mit einem Bruttoumsatz von 34,2 Mrd € (Quelle: Statista).

Für den Onlinehandel mit Möbeln in Deutschland wurde für das Jahr 2019 ein Wachstum von ca. 10% geschätzt (Quelle: Statista, finale Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor), was in etwa dem Wachstum der Vorjahre entspricht.

3. Darstellung der Lage der Gesellschaft

In den nachfolgenden Absätzen erfolgt die Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage unter Einbeziehung bedeutender finanzieller Leistungsindikatoren. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt nach Umsatz und Jahresergebnis.

3.1 Ertragslage

Das Unternehmen verfolgte im Jahr 2019 weiterhin die Strategie stark zu wachsen sowie Kostenpositionen zu stabilisieren oder zu senden. Wie im Vorjahr konnte der Umsatz erneut deutlich erhöht werden und stieg um 78% auf insgesamt 16,2 Mio. EUR.

Die aktivierten Eigenleistungen beinhalten Entwicklungskosten für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände, welche in etwa 80% der internen IT Kosten entsprechen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen die Erträge aus Weiterberechnungen verauslagter Marketing- und Logistikkosten an verbundene Unternehmen, die im gleichen Maß wie das Geschäftsvolumen anstiegen.

Deutliche konnten bei Personalkosten und anderen Fixkosten erreicht. Durch gezielte Einsparungsmaßnahmen sank der Personalaufwand um 16% auf 4,0 Mio. EUR. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank von 82 auf 70.

Die variablen Kosten (Wareneinsatz, Logistik und Marketing) wurden 2019 in der Gruppe stabilisiert und werden 2020 relativ zur Umsatzentwicklung sinken.

In der MYCS GmbH stieg der Materialaufwand überproportional zum Umsatz um 110% auf 12,6 Mio. EUR. Darin sind die Logistikkosten enthalten, die mit 72% (2,9 Mio. EUR) geringer als der Umsatz anstiegen, sowie der Aufwand für bezogene Waren, der sich durch geänderte Verrechnungspreise mit der polnischen Tochtergesellschaft um 125% auf 9,6 Mio. EUR erhöhte. Die überproportionale Erhöhung des Aufwands für bezogene Waren wird durch einen absoluten Rückgang der von der polnischen Gesellschaft berechneten Dienstleistungen kompensiert, so dass die Gesamtkosten in Relation zum Umsatzwachstum stehen. 2020 werden hier erhebliche Einsparungen wirksam werden, die bereits 2019 initiiert wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 26% (+ 1,9 Mio. EUR) auf 9,2 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren sind der Anstieg der Marketingkosten - proportional zur Umsatzentwicklung - um 79% (+ 2,7 Mio. EUR) auf 6,1 Mio. EUR, kompensiert durch einen Rückgang der Dienstleistungen aus der polnischen Tochtergesellschaft um 60% (- 1,0 Mio. EUR).

Der EBIT verbesserte sich insgesamt um 4% auf -6,3 Mio. EUR, die EBIT-Marge von -72% auf -39%.

Der Zinsaufwand stieg durch einen höheren Fremdkapitalanteil deutlich auf 0,4 Mio. EUR an. Der Jahresfehlbetrag liegt auf dem Niveau des Vorjahres.

Von den Abschreibungen entfallen TEUR 126 auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände.

3.2 Finanzlage

Die liquiden Mittel am Ende des Geschäftsjahres 2019 betrugen TEUR 382 (Vj. TEUR 3.075).

Der operative Cashflow verbesserte sich mit - 6,15 Mio EUR um 0,9 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit - 0,63 Mio. EUR enthält im Wesentlichen den Anteil der französischen Tochtergesellschaft an den selbsterstellen immateriellen Vermögensgegenständen. Die Erhöhung der Beteiligungswerte an den Tochtergesellschaften wurde Cashflow-unwirksam durch eine Umwandlung von kurzfristiger Finanzierung durchgeführt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war mit +4,08 Mio. EUR um ca. 65% geringer als im Vorjahr. Er enthält Kapitalerhöhungen von 3,7 Mio. EUR und eine Nettoveränderung der Fremdfinanzierung von 0,4 Mio. EUR.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg um 10% auf 13,6 Mio. EUR. Darin sind die folgenden wesentlichen Veränderungen enthalten:

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände stiegen um 2,0 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR (+ 93%, davon 2,8 Mio. EUR in Entwicklung) und beinhalten selbsterstelle Software zur Optimierung der User Experience und der Supply Chain, die von der gesamten Unternehmensgruppe genutzt werden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich durch Kapitalzuführungen in Tochterunternehmen.

Die Liquiden Mittel sind stichtagsbedingt um 2,7 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.

Das Eigenkapital verringerte sich um 2,9 Mio. EUR. Dies ist das Ergebnis einer unterjährigen Kapitalerhöhung von 3,7 Mio. EUR sowie des Jahresfehlbetrages von 6,6 Mio. EUR.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 5,0 Mio EUR (+64%) entspricht im Wesentlichen dem Wachstum des Unternehmens. Darin sind vor allem ein Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten um 1,1 Mio. EUR, der erhaltenen Anzahlungen um 0,5 Mio. EUR sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,5 Mio. EUR enthalten.

4. Investitionsvorhaben

In den kommenden 12 Monaten wird MYCS vor Allem in den Ausbau und die weitere Automatisierung der Wertschöpfungskette investieren. Die Investitionen in die Wertschöpfungskette werden sich auf 700 TEUR - 900 TEUR belaufen und überwiegend über die Programmierung neuer Software zur Prozessoptimierung sowie Investitionen für das Lagerhaus stattfinden (z.B. neue Hochregale).

5. Risiko- und Chancenbericht

5.1 Chancen

Als dynamisches und junges Unternehmen bieten sich MYCS verschiedene Opportunitäten, um das Geschäftsmodell in den kommenden Jahren durch Investitionen in Wachstum in bestehenden und neuen Märkten sowie über neue Produkte und Technologie voranzutreiben. Auch die Stärkung des Onlinehandels während und nach der Covid-19-Krise bietet Chancen, die MYCS helfen werden, die ambitionierten Wachstums- und Profitabilitätsziele zu übertreffen.

Marktwachstum

Der Markt hat in sich in den vergangenen Monaten sehr dynamisch entwickelt. Ca. 90% des Möbel-Umsatzes fand bis März 2020 noch im stationären Handel statt (Quelle: Statista). Mit dem Lockdown und der Schließung der Offline-Märkte und auch der Öffnung unter Auflagen leidet dieser Teil des Marktes an Umsatzverlusten. Ein Teil der Kunden, die normalerweise in Offline-Märkten Möbel kaufen würde, hat nun zum ersten Mal online Möbel gekauft, was zu einem Wachstum im Online-Möbelmarkt geführt hat, an dem MYCS partizipiert hat und in den kommenden Monaten weiter partizipieren will. Sollte diese Entwicklung zu einer bleibenden Erstarkung des Online-Geschäfts führen, wird MYCS weiterhin von dieser Entwicklung profitieren mit höherem, profitablerem Wachstum.

Geographische Expansion

MYCS erwägt die geographische Expansion in andere europäische Länder, u.a. nach Großbritannien, den größten europäischen E-Commerce-Markt. Solch eine Expansion kann zu weiterem Wachstum führen, zumal MYCS schon heute erfolgreich in vier verschiedenen europäischen Märkten vertreten ist.

Erhöhung der Markenbekanntheit

Durch eine geplante Erhöhung der Markenbekanntheit durch Investitionen in Marketing-Kanäle, welche der Markenbekanntheit dienlich sind, kann MYCS mittelfristig seine Marketingkosten senken und die Abhängigkeit zu klassischen Performance-Marketingkanälen, wie z.B. CPC-Kanälen, verringern.

5.2 Risiken

Im Folgenden werden wesentliche Risiken dargestellt, welche die Entwicklung von MYCS negativ beeinflussen könnten.

Marktrückgang

In den vorigen Monaten war der Möbelmarkt durch eine hohe Dynamik geprägt und durch eine starke Verschiebung von Offline zu Online. Sollte es durch die Corona Krise zu einer längerfristigen Rezession kommen und die Investitionen von Endverbrauchern in Möbel weiter niedriger bleiben als in den Vorjahren, so besteht das Risiko, dass auch die Nachfrage im Online-Möbelhandel sinkt. Dieses Risiko kann zu einem Wachstumsrückgang um bis zu 20% führen.

Liquiditätsrisiko

Da die Profitabilität von MYCS noch nicht erreicht wird, besteht ein Liquiditätsrisiko. Dieses Risiko wird dadurch minimiert, dass durchgeführte Kapitalmaßnahmen die benötigte Liquidität bis zur geplanten Profitabilität von MYCS decken.

Währungsrisiken

Der überwiegende Teil der Geschäftsaktivitäten der Unternehmensgruppe MYCS findet in EUR statt. Ein Teil des Einkaufs (weniger als 10%) und der Betrieb des Lagers in Polen werden in PLN abgewickelt, 10-15% der Umsätze werden in CHF erreicht. Eine für MYCS negative Währungsschwankung um 10% würde in der Gruppe zu einem Umsatzrückgang von 1-1.5% führen, eine Erstarkung des polnischen Zloty um 10% würde zu höheren Kosten von <1% in der polnischen Tochtergesellschaft führen, die dann über die Verrechnungspreise an die deutsche MYCS GmbH weitergegeben werden müssten.

Für die MYCS GmbH bestehen jedoch insgesamt nur sehr geringe Risiken aus Wechselkursschwankungen.

Wettbewerb

Neue Wettbewerber oder bestehende Wettbewerber kopieren das Geschäftsmodell von MYCS. Bisher ist MYCS das einzige Unternehmen, das selbst entwickelte, modulare Möbel mittels fotorealistischer Online-Konfiguratoren vertreibt. Mit jedem Jahr, das MYCS auf dem Markt ist, steigen die Eintrittsbarrieren für neue Player, die das Geschäftsmodell kopieren wollen. Auch wenn es dazu käme, dass erste Wettbewerber das Geschäftsmodell von MYCS kopieren würden, ist der Möbelmarkt groß genug für mehr als ein erfolgreiches Unternehmen in diesem Segment - somit ist dieses Risiko für MYCS in den Auswirkungen nicht gravierend mit <1% Wachstumsrückgang.

Änderung der Rohstoffpreise

Eine Erhöhung der Rohstoffpreise würde zu erhöhten Produktionskosten und Logistikkosten führen. Eine Erhöhung von Energiekosten hätte vor allem Auswirkungen auf die Logistikkosten, eine Erhöhung der Rohstoffpreise, insbesondere von Holzwerkstoffen, würde zu erhöhten Produktionskosten führen. Die ersten Monate 2020 haben zu einem Einbruch der Energiepreise geführt und auch die Holzpreise sind momentan rückläufig. Eine Erhöhung der Preise über die Preislage vor Ausbruch von Covid-19 wird in den kommenden 12 Monaten nicht erwartet.

6. Prognosebericht

Das Marktwachstum des Onlinehandels mit Möbeln wurde durch die COVID-19 Krise noch weiter verstärkt. In den Monaten April und Mai 2020 ist der Möbel-Onlinehandel in Deutschland um ca. 35% gestiegen (Quelle: https://insights.afterpay.nl/). Auch bei MYCS hatte die Situation zu überwiegend positiven Auswirkungen und einem höher als geplanten Umsatzwachstum geführt. Die von MYCS weiterhin geplanten Investitionen in Produktentwicklung, Technologieentwicklung, Showrooms und Marketing weisen zudem auf eine deutliche Umsatz- und Profitabilitätssteigerung über den Vorjahren hin.

 

Berlin, den 24. Juli 2020

Christoph Jung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die mycs GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mycs GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mycs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

► identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

► beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

► ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

► beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

► führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Berlin, 28. Juli 2020

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Michaelis, Wirtschaftsprüfer

Schüngel, Wirtschaftsprüfer

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