SOGECAP S.A. Deutsche Niederlassung
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Clemens Frederik Reimer seit 25.2.2026 | Prokura |
Richard Alexander Wegner seit 25.2.2026 | Prokura |
Martina Duckert seit 28.10.2025 | Prokura |
Julia Müller seit 15.9.2025 | Prokura |
Peter Fell seit 15.9.2025 | Prokura |
Markus Steuernagel seit 29.7.2025 | Geschäftsführer |
Michael Pupala seit 21.7.2025 | Prokura |
Swen Scholtyssek seit 2.6.2025 | Prokura |
Matthias Sprank seit 6.7.2021 | Geschäftsführer |
Achim Kreyenpoth seit 11.12.2008 | Prokura |
Ulrike Dr. Schumann-Giesler seit 8.5.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALD Lease Finanz GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Geschäftsmodell und Philosophie Als herstellerunabhängige, ursprünglich von Autohändlern gegründete Leasinggesellschaft verstehen wir uns als professioneller und zuverlässiger Partner des Handels. Unser Anspruch ist es, mit unserem Leistungsangebot die Unabhängigkeit der Kfz-Betriebe zu fördern und die Ertragskraft des Handels zu stärken. Wir sind eng in den Bereich Retail, Mobility & Leasing Services der Societe Generale eingebunden, die mit mehr als 117.000 Beschäftigten in über 60 Ländern seit fast 160 Jahren eine aktive Rolle in der Wirtschaft einnimmt. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, insbesondere unserer Tochtergesellschaft, der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH (BDK), bieten wir dem Kfz-Handel und seinen Kunden Finanzierungslösungen und Dienstleistungen rund ums Automobil. Die Produktpalette deckt die Finanzprozesse im Autohaus ab, die im Zusammenhang mit der Vermarktung von PKW stehen: Absatzfinanzierung und -leasing, Einkaufsfinanzierung und Versicherungen. Unsere Finanzdienstleistungen tragen dazu bei, Ertragschancen für unsere Handelspartner zu steigern und gleichzeitig die Kundenbindung an das jeweilige Autohaus zu erhöhen. Im Rahmen dieser Kooperation erbringt die ALD Lease Finanz GmbH Finanzierungsleasing mit ergänzenden Full-Service-Dienstleistungen wie Technik-Service und Versicherungen für neue und gebrauchte PKW und leichte Nutzfahrzeuge. Einen weiteren wesentlichen Schwerpunkt unseres Produktportfolios bilden digitale Services, die den Handel in der digitalen Transformation dabei unterstützen, Kunden online effektiv zu erreichen. Zu unseren Angeboten zählen der DIGEO Neuwagenkonfigurator und der DIGEO Kundenkalkulator als Tools zur Einbindung auf der Händler-Website, die Omni-Channel-Lösung ju-connect, der Digitale Finanzierungsantrag sowie unsere Gebrauchtwagen-Plattform JuhuAuto. Unser Portfolio an Finanzdienstleistungen und digitalen Lösungen ergänzen wir mit umfangreichen Beratungsleistungen von der Vor-Ort-Betreuung durch den Außendienst bis hin zur individuellen Betreuung von Handelspartnern durch Spezialisten für die Themen Digitalisierung, Händlerfinanzierung und das Gewerbekundengeschäft. Zusätzlich bieten wir ein vielfältiges Angebot an Online-Schulungen zu unterschiedlichen für den Kfz-Handel relevanten Themenfeldern. 2023 haben fast 3.000 Autohandelsbetriebe unsere Dienstleistungen in Anspruch genommen und unsere Produkte an ihre Kunden vermittelt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das Jahr 2023 war nunmehr das vierte Jahr in Folge, das von einer Krisensituation geprägt war. Nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 entwickelten sich Lieferengpässe auch von Kraftfahrzeugen. Im Jahr 2022 wurden diese durch den Krieg in der Ukraine verschärft. In den Jahren 2022 und 2023 stieg die Inflation deutlich an und die EZB begann, darauf mit massiven Zinserhöhungen zu reagieren. Dies wiederum verursachte einen deutlichen Rückgang der privaten Nachfrage und des Konsums. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Das schwierige konjunkturelle Umfeld hatte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. So stieg die durchschnittliche Arbeitslosenquote auf 5,7 % (2022: 5,3 %). Die Bundesagentur für Arbeit schätzt die jahresdurchschnittliche Kurzarbeiteranzahl auf noch 0,22 Millionen (2022: 0,43 Millionen). Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, fiel die Inflationsrate für 2023 damit etwas geringer aus als im Jahr zuvor (+6,9 %). Besonders stark erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel (+12,4 %), Preise für Energieprodukte erhöhten sich um 5,3 %. Die Preise für Fahrzeuge stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,3 %. Bereinigt um statistische Sondereffekte hat die Creditrefrom erstmals seit 2019 einen Überschuldungszuwachs bei Verbrauchern ermittelt. Die Überschuldungsquote ist zwar auf 8,15 % nach 8,48 % im Jahr 2022 gesunken. Dies resultiert jedoch ausschließlich aus der Verkürzung der Speicherfristen für Restschuldbefreiungen von bisher drei Jahren auf nunmehr 6 Monate. Ohne diesen Effekt betrüge die Quote 8,51 % und wäre damit leicht höher. Nach Angabe der Creditreform stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2023 deutlich um 23,5 Prozent auf 18.100 Fälle (2022: 14.660 Fälle). Die EZB hat ihre restriktive Geldpolitik im Jahr 2023 fortgesetzt und in vier Schritten den Einlagenzins von 2,0 % p.a. auf schließlich 4,0 % p.a. erhöht. Die Kapitalmarktzinsen sind im Jahresverlauf entsprechend ebenfalls gestiegen. Insbesondere getragen von Bestellungen der Vorjahre wurden im Jahr 2023 2.844.609 PKW neu zugelassen. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,3 % zum Vorjahr. Der Anteil benzinbetriebener Pkw (978.660/+13,3 %) lag mit 34,4 % über dem Vorjahresniveau (32,6 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (486.581/+3,0 %) betrug in der Jahresbilanz 17,1 % (Vorjahr: 17,8 %). Bei den alternativen Antriebsarten vielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. 840.304 hybridangetriebene Fahrzeuge (+1,6 %) erreichten einen Anteil von 29,5 %, darunter befanden sich 175.724 Plug-in-Hybride (-51,5 %) mit einem Anteil von 6,2 %. 524.219 neu zugelassene Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 % eine Steigerung von +11,4 % auf. Bei den Importmarken konnten Great Wall (x 19,3), NIO (+153,6 %) und MG (+ 35,4 %) die Zulassungen steigern. Polestar (-10,3 %) und Tesla ( -9,0 %) haben weniger Fahrzeuge zugelassen. Auch Mitsubishi (- 44,8 %) und Renault (-14,5 %) mussten deutliche Verluste hinnehmen. Der Gebrauchtwagenmarkt ist mit 6.030.874 Besitzumschreibungen um 6,9 % gestiegen. Die positive Ertragsentwicklung des Jahres 2022 hat sich im Kfz-Handel nicht fortgesetzt. Nach Recherchen der Zeitschrift kfz-betrieb berichten Vertragswerkstätten eher Umsatzrückgänge, währen die Situation bei freien Werkstätten stabil ist. Der Branchenindex der Fachzeitschrift kfz-betrieb hat Ende 2023 dennoch eine leichte Verbesserung der Stimmung von 95 (Dezember 2022) auf 96 Indexpunkte festgestellt. 2. Geschäftsverlauf Die Entwicklung unseres Neugeschäfts hängt von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere von der Geschäftslage im Kfz-Handel ab. Lieferengpässe für Neuwagen haben sich im Jahr 2023 deutlich reduziert und auch das Angebot von Gebrauchtfahrzeugen im Autohandel hat sich erhöht. Gleichzeitig haben die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einem deutlichen Rückgang der Investitionsbereitschaft insbesondere von Privatpersonen geführt. Dies wurde verstärkt durch die notwendigen Konditionserhöhungen für unsere Leasingprodukte aufgrund der Entwicklung von Geld- und Kapitalmarkt. Diese externen Faktoren haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die zum Zeitpunkt der Vorjahresberichterstattung erwartete Steigerung des Neugeschäfts nicht realisieren ließ, und wir stattdessen einen weiteren Rückgang des Neugeschäftes erlebt haben. In Stückzahlen hat sich der Leasingbestand, der die Anzahl aktiver Leasingverträge bezeichnet, wie folgt entwickelt:
Die ALD LF nutzt zur internen Steuerung die Kennzahl Return on Equity (RoE), die konzerneinheitlich das Ergebnis inklusive der Tochtergesellschaften nach Konzernrechnungslegungsvorschriften der Societe Generale nach Steuern im Verhältnis zum normierten Eigenkapital wiedergibt. Das normierte Eigenkapital beträgt 12 % (Vorjahr 11 %) der Risikoaktiva der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Der RoE beträgt 10 % (Vorjahr 15 %) für das Geschäftsjahr 2023. Das Ergebnis vor Gewinnabführung ist mit EUR 77 Mio. insbesondere aufgrund des höheren Ergebnisses unserer Tochtergesellschaft BDK höher ausgefallen als erwartet. Gleichzeitig lag der RoE, der auf den Konzernrechnungslegungsvorschriften basiert, mit 10 % unter dem im Vorjahr prognostizierten Wert von etwa 12 %. III. Lage 1.Organisatorische Grundlagen Alle wesentlichen Vertriebs- und Abwicklungsfunktionen werden im Rahmen einer Geschäftsbesorgung durch Mitarbeiter der BDK dargestellt. Damit erhalten unsere Kooperationspartner und Kunden den Service für alle Produkte aus einer Hand. Dienstleistungen im Bereich des Risikomanagements, des Rechnungswesens, des Controllings und des Forderungsmanagements werden durch unsere Tochtergesellschaft BDK Leasing und Service GmbH (BDK LS) erbracht. Diese Gesellschaft erbringt auch IT- Dienstleistungen in der Anwendungsentwicklung und -betreuung. IT-Leistungen für die Basis-Infrastruktur beziehen wir ebenfalls von der BDK LS. Seit 2021 lief ein Migrationsprojekt der Anwendungen aus dem Rechenzentrum der ALD D bei Kyndryl in die Rechenzentren der BDK LS. Das Projekt wurde in 2023 abgeschlossen. Im laufenden Geschäftsjahr werden die im letzten Jahr eingerichteten Prozesse des Change- und Accessmanagements verbessert. Die Buchhaltungs- und Controllingsoftware sowie das Data Warehouse werden weiterhin durch die ALD D betrieben. Seit dem 31.12.2008 unterliegt die ALD LF als Finanzdienstleistungsinstitut der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Bundesbank. Die ALD LF hat einen Antrag auf Erlaubnis gestellt, die am 12.06.2009 erteilt wurde. Neben den Geschäftsführern werden drei Mitarbeiter beschäftigt. Es werden keine Zweigniederlassungen unterhalten. 2. Ertragslage Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren verfolgen wir die beiden folgenden Kennzahlen:
Der RoE ergibt sich als das Ergebnis nach Steuern inklusive der Tochtergesellschaften nach Konzernrechnungslegungsvorschriften im Verhältnis zum normierten Eigenkapital. Zur Entwicklung dieser Kennzahlen verweisen wir auf die Ausführungen unter II.2. Geschäftsverlauf. Die Leasingerträge in Höhe von TEUR 517.550 (Vorjahr TEUR 501.207) gliedern sich in
Die Erlöse aus Finance-Leasing sind aufgrund der rückläufigen Entwicklung des Bestandes um 7 % gesunken. Die Erlöse aus Fahrzeugverwertung und Endabrechnungen sind aufgrund einer höheren Anzahl verkaufter Leasingrückläufer um 8 % gestiegen. Rückstellungen für Restwertrisiken konnten reduziert werden. Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 277.029 (Vorjahr TEUR 269.014) gliedern sich in
Die Aufwendungen für vermietete Fahrzeuge sind aufgrund der Bestandsentwicklung um 10 % gesunken, während die Aufwendungen für Fahrzeugverkäufe aufgrund der höheren Anzahl verkaufter Fahrzeuge um 7 % gestiegen sind. Die Reduzierung des Zinsergebnisses auf TEUR -27.362 (Vorjahr TEUR -13.043) resultiert aus höheren Refinanzierungskosten aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus. Hierin enthalten ist ein Zinsergebnis in Höhe - TEUR 6.593 (Vorjahr TEUR - 10.750) aus im Zusammenhang mit den Verbriefungen unserer Tochtergesellschaft BDK abgeschlossenen Zinsswaps. Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen sind bestandsinduziert um 11 % auf TEUR 151.420 gesunken. Das Provisionsergebnis ist aufgrund geringerer Neugeschäftsprovisionen, die an Kfz-Händler gezahlt werden, auf TEUR -5.870 (Vorjahr TEUR -6.468) gestiegen. Bei den Provisionen handelt es sich zum größten Teil um Provisionen, die aufgrund von für das Geschäftsjahr vereinbarten Vermittlungsvolumina ausgeschüttet werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr auf TEUR 2.355 gesunken, da im Vorjahr aufgrund des Verkaufs der Anteile an der Nedderfeld Immobilien GmbH & Co. KG, Hamburg, ein außergewöhnlich hoher Ertrag ausgewiesen wurde. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind insbesondere aufgrund niedrigerer IT- Aufwendungen um 4 % auf TEUR 32.629 gesunken. Der Nettoaufwand aus dem Kreditgeschäft ist mit 2.661 TEUR gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 1.402 gestiegen. Hierin sind erstmalig pauschale Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 643 für angenommene und noch nicht aktivierte Leasingverträge berücksichtigt. Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der BDK LS wurde ein Verlust in Höhe von TEUR 1.434 ausgeglichen (Vorjahr TEUR 2.461). Aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH sind TEUR 60.224 (Vorjahr TEUR 46.656) vereinnahmt worden. Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR 80.343 (Vorjahr TEUR 59.476). Damit beträgt der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung TEUR 77.789 (Vorjahr TEUR 59.447). Dieser Betrag wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt. Die Geschäftsführung sieht die wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds als zufriedenstellend an. 3. Finanzlage Kapitalstruktur Zur Finanzierung der Leasingaktivitäten nutzt die Gesellschaft neben dem Eigenkapital vor allem Finanzierungsmittel der Societe Generale S.A. mit einem festen Zinssatz mit endfälliger oder amortisierender Struktur. Die ALD LF strebt in ihrem Finanzmanagement eine fristenkongruente Refinanzierung ihrer Leasinggeschäfte an. Finanzierungsmittel in Fremdwährung wurden nicht aufgenommen. Das Eigenkapital beträgt insgesamt TEUR 226.953 (Vorjahr TEUR 226.953). Das Kapital steht der Gesellschaft unbefristet zur Verfügung. Liquidität Zur Refinanzierung des Leasingvermögens und zur Sicherstellung der Liquidität bestehen Kreditlinien bei der Societe Generale in Höhe von EUR 1.220. Mio. Diese sind zum Stichtag in Höhe von EUR 982 Mio. in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist unterjährig und zum Bilanzstichtag in der Lage gewesen, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Investitionen In 2023 wurden Leasingobjekte in Höhe von EUR 293 Mio. erworben und refinanziert. Darüber hinaus wurde kein Anlagevermögen in wesentlicher Größenordnung angeschafft. 4. Vermögenslage Die Forderungen an Kreditinstitute sind auf TEUR 110.930 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 114.314) leicht gesunken. Diese betreffen im Wesentlichen kurzfristige Forderungen an die BDK aus der Ergebnisabführung sowie gezahlte Barsicherheiten für Swap-Geschäfte (Margin- Calls). Die Forderungen an Kunden sind mit TEUR 7.978 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit unseren Leasingverträgen. Die Beteiligungen betragen unverändert TEUR 408.388. Das Leasingvermögen beträgt zum Jahresende TEUR 814.754 (Vorjahr TEUR 925.280) und ist mit 59 % der Bilanzsumme der größte Posten auf der Aktivseite. Die sonstigen Vermögensgegenstände, die als wesentliche Positionen Leasingrückläufer zur Verwertung enthalten, sind mit TEUR 43.126 (Vorjahr TEUR 43.175) nahezu unverändert. Insgesamt sehen wir die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft als geordnet an. IV. Risikobericht Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die ALD LF insbesondere Restwert- und Kreditrisiken sowie Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken als auch operationellen Risiken ausgesetzt. Wichtigstes Instrument zur Steuerung der Risiken ist ein regelmäßiges, strukturiertes Berichtswesen der wesentlichen Vertriebs-, Risiko- und Ertragskomponenten, das regelmäßig weiterentwickelt wird. Die ALD LF hat im Rahmen ihres Risikomanagements allen erkennbaren und latenten Risiken durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie Rückstellungen Rechnung getragen. Strategische Chancen Die strategische Ausrichtung der ALD LF im deutschen Markt ist mit der internationalen Strategie der Societe Generale abgestimmt. Im Rahmen von Verwaltungsratssitzungen und regelmäßiger Berichterstattung an die Societe Generale erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Strategie mit der Gruppe. Geschäftschancen und -risiken Die enge Verzahnung mit der BDK ist sinnvoll und notwendig, da die Händler zur Absatzförderung sowohl das Produkt Leasing als auch das Produkt Finanzierung benötigen. Dies wird insbesondere durch den einheitlich geführten Vertrieb und das für beide Produkte verwendete POS-Tool Phoenix gewährleistet. Zunehmend Bedeutung haben in den letzten Jahren unsere digitalen Produkte für den Autohandel gewonnen, die ebenfalls auf Leasing und Finanzierung ausgerichtet sind. Hierzu gehören der von uns für die Internetseite des Händlers entwickelte Finanzkalkulator, die Kalkulations-App für mobile Geräte und unser markenübergreifender Neuwagenkalkulator. Unser Erfolg ist teilweise abhängig von Faktoren, die wir nicht direkt beeinflussen können. Vor allem die Entwicklung des Neu- und Gebrauchtwagenmarktes veranlasst uns zur laufenden Bewertung des Produktportfolios und zu dessen marktorientierter Weiterentwicklung. Wir verfolgen ein Konzept zur Verwertung unserer Leasingrückläufer, das ausgewählte Handelspartner für den Verkauf der Fahrzeuge nutzt. Hierbei bieten wir unsere Ware an den Vertriebsstätten unserer Partner an Endkunden an und haben zudem auch selektiv Fahrzeuge zur nachfolgenden Vermarktung angekauft. Ende 2019 haben wir unter dem Markennamen "JuhuAuto" eine Gebrauchtwagenplattform für unsere Handelspartner an den Markt gebracht, die Fahrzeuge unserer Handelspartner mit intuitiver Suche anbietet. Im Laufe des Jahres 2023 ist der angebotene Fahrzeugbestand auf über 100.000 Fahrzeuge angestiegen. In der Plattform JuhuAuto sehen wir wesentliche Chancen, die Fahrzeuge unserer Partnerhändler und unsere Finanzierungsprodukte privaten und gewerblichen Endkunden anzubieten. Aktuelle Risiken liegen in der weiterhin unsicheren Entwicklung des konjunkturellen Umfelds und den daraus resultierenden möglichen Auswirkungen auf den Neu- und Gebrauchtwagenmarkt. Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken Durch unsere Eigenkapitalausstattung in Höhe von EUR 227 Mio. in Verbindung mit der Refinanzierung über die Société Générale ist die Liquidität der Gesellschaft ausreichend gesichert. Zum 31. Dezember 2023 bestanden insgesamt freie Kreditlinien in Höhe von EUR 238 Mio. Der Refinanzierungsbedarf wird jährlich im Rahmen des Planungsprozesses ermittelt und mit der Societe Generale abgestimmt. Zur Refinanzierung nutzt die Gesellschaft kurz- und mittelfristige Refinanzierungsmittel. Die Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt mittels einer Zinsablaufbilanz, die vom Controlling monatlich erstellt und analysiert wird. Als Risikomaß wird die Kennziffer "Sensitivität" benutzt, die eine Aussage über die Veränderung des Barwertes von Aktiv- und Passivseite aufgrund verschiedener Variationen der Zinsstrukturkurve trifft. Die maximale Wertveränderung aufgrund der angenommenen Szenarien, die insbesondere die von der Aufsicht geforderten Szenarien umfassen, beträgt EUR 14,9 Mio. per 31. Dezember 2023. Für das Liquiditätsrisiko haben wir ein Risikopotenzial von 8,4 Mio. zum Jahresende ermittelt. Währungsrisiken Im Rahmen unserer IT-Verträge sind wir Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährung eingegangen. Um Währungsrisiken zu begrenzen, unterhalten wir ein Guthaben in GBP, das den erwarteten Kosten bezogen auf einen 1-Jahres-Horizont entspricht. Weitere Währungsrisiken bestehen nicht. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Im Rahmen der Verbriefungstransaktionen der Tochtergesellschaft BDK haben wir derivative Sicherungsinstrumente in Form von Zinstauschvereinbarungen (Zinsswaps) mit konzernfremden Kreditinstituten abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag hatten 16 Instrumente einen negativen Marktwert in Höhe von EUR 30 Mio., die korrespondierenden 16 Instrumente hatten einen positiven Marktwert in Höhe von EUR 21 Mio. Für die Marktwerte der Swaps wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 13.246 erfasst. Die Drohverlustrückstellung wurde für den Überhang an negativen Marktwerten aus den Bewertungseinheiten gebildet. Das aus den Finanzinstrumenten resultierende Kontrahenten- und Liquiditätsrisiko schätzen wir als gering ein. Restwertrisiken Der Anteil der Fahrzeuge, für die die ALD LF das Restwertrisiko trägt, beträgt 41 % (Vorjahr 51 %) des Gesamtvolumens. Für die Übernahme von Restwertrisiken greift die ALD LF, insbesondere für neue Modelle, auch auf die Expertise der ALD D zurück. Ergänzend werden die Erfahrungen aus der Vermarktung der Leasingrückläufer über die Partnerhändler sowie Einschätzungen eines externen Anbieters herangezogen. Die Überprüfung der kalkulierten Restwerte für Neuverträge erfolgt in regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Restwertkomitees. Zur Bestimmung des im Portfolio enthaltenen Risikos werden Prognosen verwendet. Hierbei werden insbesondere Annahmen über die zukünftige Marktentwicklung und die Entwicklung von Modelllebenszyklen verwendet. Für die zum Bilanzstichtag relevante Bewertung sind wir davon ausgegangen, dass das hohe Niveau der Gebrauchtwagenpreise sich in den Folgejahren wieder reduzieren wird. Bei der Kalkulation ihrer Restwerte strebt die ALD LF für die Vermarktung ihrer Gebrauchtwagen unter Berücksichtigung der Vertragsendabrechnungen grundsätzlich ein ausgeglichenes Ergebnis zum Laufzeitende an. Dieses Ziel konnte im vergangenen Jahr überwiegend erreicht werden. Dennoch ist für die kommenden Jahre davon auszugehen, dass aus der Verwertung der Leasingrückläufer teilweise Verluste entstehen. Für diese erwarteten Verluste aus der Verwertung wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Für 2024 gehen wir von einem insgesamt positiven Verwertungsergebnis aus. Kreditrisiken Die Entscheidung der Leasinganträge erfolgt nach einem standardisierten und systemunterstützten Kreditentscheidungsverfahren vorwiegend in der Abteilung Service Center Entscheidung der BDK. Die Abteilung Credit Risk Management der BDK LS prüft und votiert im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrags größere Leasingengagements der Kunden der ALD LF. Im Rahmen der Einbindung in die Societe Generale gelten die konzernweiten Kreditprüfungsstandards. Das Leasingportfolio ist in Bezug auf die Leasingnehmer breit gestreut. Der Anteil der 10 größten Leasingnehmer beträgt 6 % (Vorjahr 6 %). Im Rahmen der Kreditentscheidungen kommen Scoringverfahren zum Einsatz, anhand derer Ausfallwahrscheinlichkeiten geschätzt werden, welche wiederum in die Risikotragfähigkeitsrechnung eingehen. Die Risikovorsorge erfolgt durch die Bildung von pauschalierten Einzelwertberichtigungen auf die Forderungen sowie zusätzlich durch Rückstellungen für erkannte und latente Leasingrisiken. Die Risikokosten, die aus den Abschreibungen auf Forderungen und die Zuführung und Auflösung von gebildeten Wertberichtigungen resultieren, betrugen im Geschäftsjahr EUR 2,3 Mio. (Vorjahr EUR 1,4 Mio.). Töchterrisiken Die Töchter BDK und BDK LS führen ihre Ergebnisse aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge an die ALD LF ab. Während die BDK LS aufgrund der eingeschränkten Geschäftstätigkeit nur geringe Erträge erzielt, ist der Ergebnisbeitrag der BDK an der ALD LF erheblich. Hieraus ergeben sich naturgemäß Chancen und Risiken. In 2023 ergab sich in der BDK LS ein einmaliger zusätzlicher Aufwand, der zu einer Übernahme des Verlustes in Höhe von EUR 1,4 Mio. führte. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt die ALD LF einen möglichen Ausgleich von Verlusten basierend auf den entsprechenden Rechnungen in der Tochtergesellschaft. Zum 31. Dezember 2023 wird dieses Risiko mit EUR 62 Mio. bewertet. Operationelle Risiken Die Gesellschaft strebt an, ihre operationellen Risiken auf ein Minimum zu beschränken. Die ALD LF ist in den konzernweiten Management- und Meldeprozess operationeller Risiken eingebunden. Für alle Abteilungen sind Risikobeauftragte benannt, die sicherstellen, dass hinsichtlich der identifizierten Risiken geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Als zentrale Stelle koordiniert der Bereich Compliance der BDK die Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Vorschriften und übernimmt das Reporting von operationellen Risiken und Maßnahmen zu deren Beschränkung an die Geschäftsführung. Besondere Bedeutung hat die Funktion der Betrugsprävention, die Neugeschäft und Leasingbestand überwacht, verdächtige Vorgänge identifiziert und Maßnahmen zur Schadensbegrenzung einleitet sowie beteiligte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbildet. Daneben mindern insbesondere der Einsatz von standardisierten Verträgen, die anwaltliche Prüfung von Individualverträgen, veröffentlichte Organisationsrichtlinien und Arbeitsanweisungen sowie ein funktionierendes internes Kontrollsystem das operationelle Risiko. Durch ein regelmäßiges Reporting und ein Auslagerungsmonitoring sind unsere Dienstleister in das interne Kontrollsystem eingebunden. Für Elementarereignisse und sonstige Betriebsstörungen bestehen Krisen- und Notfallpläne, die regelmäßig überarbeitet werden, um notwendige und sinnvolle Anpassungen vorzunehmen. In 2023 sind insgesamt Schäden aus operationellen Risiken in Höhe von TEUR - 62 erfasst worden, da mehr Schadensfälle erledigt wurden als neue Ereignisse hinzugekommen sind. Nachhaltigkeitsrisiko Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation unserer Bank haben können. Dieses schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transaktionsrisiken ein. Nachhaltigkeitsrisiken finden in den entsprechenden Risikoarten Berücksichtigung. Grundsätzlich können sich physische und transitorische Risiken aus unserem Geschäftsfeld ergeben. Im Rahmen der Risikoinventur werden die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken auf die Risikoarten jeweils geprüft, abgeschätzt und gehen in die Beurteilung der einzelnen Risikoart ein. Dies gilt gleichermaßen für die Behandlung von Nachhaltigkeitsrisiken im Rahmen von Stresstests. Insofern gehen Nachhaltigkeitsrisiken mittelbar in das Risikoprofil der Bank ein. Der im Gange befindliche Wandel bei den Antriebsarten hin zur Elektromobilität sowie mögliche Änderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen stellen mögliche transitorische Einflussfaktoren auf die künftige Vermögens- und Ertragslage dar. Derzeit ist das Leasing von Elektrofahrzeugen stark durch die Hersteller über ihre Captive- Gesellschaften subventioniert, so dass wir nur selektive wettbewerbsfähige Leasingkonditionen anbieten können. Dies wird sich möglicherweise mit der Weiterentwicklung der Technologie ändern, so dass sich dann für uns mehr Chancen ergeben. Die mögliche zunehmende Bedeutung von CO 2 -Footprints auf den Finanzmärkten könnte sich für uns negativ auswirken, wenn Preismechanismen solche ESG-Faktoren früher oder stärker berücksichtigen als sich der Leasingbestand entwickelt, und somit die Refinanzierungsquellen sich verteuern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir im Rahmen einer CSR-Strategie unsere Prinzipien definiert und Handlungsfelder bestimmt, um neben Risiken insbesondere auch Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Einen wesentlichen Beitrag liefert ein umfassendes Schulungsprogramm für unsere Mitarbeiter. Gesamtrisikolage Allen erkannten und latenten Risiken wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen oder Rückstellungen angemessen Vorsorge getragen. Im Rahmen einer Risikotragfähigkeitsrechnung wurden Risikopotentiale und Risikodeckungsmassen ermittelt und gegenübergestellt. Darüber hinaus wurden Stresstests durchgeführt und die Ergebnisse analysiert. Die Risikotragfähigkeit war zu allen unterjährigen Berechnungszeitpunkten und zum Bilanzstichtag gegeben. V. Prognosebericht Die volkswirtschaftliche Abteilung der Societe Generale erwartete im Dezember 2023 für Deutschland einen moderaten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % für das Jahr 2024. Dies folgt der Annahme, dass die Inflation weiter bis auf unter 3 % sinkt und privater und öffentlicher Konsum leicht steigen. Dies sollte es der EZB ermöglichen, die Leitzinsen zu senken. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit wird sich im Jahr 2024 fortsetzen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem moderaten Anstieg der Forderungsausfälle, den wir in unserer Risikovorsorge antizipiert haben. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet für 2024 mit einem Rückgang der Neuzulassungen auf 2,65 Mio. Entsprechend gehen wir davon aus, dass Hersteller, Importeure und Händler im laufenden Jahr verstärkt Kaufanreize setzen und auch Tageszulassungen stärker eingesetzt werden als in den vergangenen Jahren. Für den Gebrauchtwagenmarkt erwartet der ZDK eine moderate Steigerung auf 6,2 Mio. Insgesamt erwarten wir eine Erhöhung unseres Neugeschäfts und unseres Leasingbestands. Das Ergebnis vor Gewinnabführung prognostizieren wir 10 % - 15 % niedriger als im Jahr 2023. Dies wird sich in einem RoE von etwa 11 % niederschlagen. Eine Veränderung der geopolitischen Lage kann unmittelbar zu Chancen und Risiken für unser Geschäft führen. Gleichzeitig können eine anhaltende Inflation und stärkere Zinssteigerungen als bisher erwartet zu niedrigerem Neugeschäft führen. Insofern bleibt die Unsicherheit der Geschäftsentwicklung weiterhin hoch.
Hamburg, 28. März 2024 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023der ALD Lease Finanz GmbH, HamburgAktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Amtsgericht HamburgHRB 92469Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Rechnungslegungsvorschriften Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Den branchenbedingten Besonderheiten bei Leasinggesellschaften wurde durch Erweiterungen bzw. Anpassungen gemäß § 265 Abs. 5 und 6 HGB Rechnung getragen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Barreserve und der Forderungen an Kreditinstitute erfolgt zu Nominalwerten. Unter den Forderungen an Kreditinstitute weisen wir seit dem Berichtsjahr erstmalig ein auf Fremdwährung notierendes Bankkonto aus, dieses wird in GBP geführt. Nach § 256a HGB wurde es zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Weiterhin haben wir Forderungen an Kreditinstitute mit einer Wertberichtigung nach Rundschreiben IDW BFA 7 versehen. Bei der Wertberichtigung handelt es sich um eine Pauschalwertberichtigung. Sie wurde über das Rating der Banken, gegen die eine Forderung besteht, gebildet. Auf Grund des Ratings wurde mittels einer Scorecard der pauschale Wertberichtigungssatz ermittelt. Die Forderungen an Kunden sind zu Nominalwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Einzelwertberichtigungen erfolgen bei vermuteter Zahlungsunfähigkeit (Forderungen älter 90 Tage), zweifelhafter Forderungen (aufgrund von Kundenreklamationen) oder einem bekannten Ausfallgrund, wie z.B. Insolvenz, Betrug sowie andere bekannte negative Informationen über die Zahlungsfähigkeit des Kunden. Der Ausfallgrund ist anhand eines Wertberichtigungskennzeichens am Kunden zu erkennen. Das Wertberichtigungskennzeichen wird vom Forderungsmanagement gesetzt und gibt den Wertberichtigungssatz vor. Die Wertberichtigungssätze sind statistisch ermittelt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Vermögensgegenstände des Leasingvermögens sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgten linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der kalkulierten Restwerte. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige sowie ggf. außerplanmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgten linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter unter EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Erwerbsjahr gemäß § 6 Abs. 2 EstG voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter über EUR 800,00 werden aktiviert und über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Als Vorräte werden Fahrzeuge ausgewiesen, bei denen die Leasingverträge ausgelaufen und die zum Verkauf bestimmt sind. Sie sind nach dem strengen Niederstwertprinzip zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung der Fahrzeuge erfolgt auf Basis von Preiseinschätzungen der Deutsche Automobil Treuhand GmbH ("DAT"). Per Schnittstelle erfährt jedes Fahrzeug im Verkaufsprozess eine DAT Fahrzeugbewertung. In Einzelfällen wird die Bewertung aufgrund eigener Verkaufserfahrungen angepasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Erfüllungsbetrag zuzüglich Zinsabgrenzungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen und über die Laufzeit des zugrundeliegenden Vertrages aufgelöst werden. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Es handelt sich um Abgrenzungen von Upfront Payments, die die ALD LF bei Abschluss von Swapverträgen geleistet hatte. Die Auflösung der Abgrenzungen für die Upfront Payments erfolgt über die Zinserträge. Des Weiteren werden im Wesentlichen Mietsonderzahlungen abgegrenzt, die über die vertragliche Restlaufzeit abgegrenzt und über die Leasingerträge wieder aufgelöst werden. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge dotiert. Zum Bilanzstichtag wird erstmalig eine Rückstellung für Ausfallrisiken aus unwiderruflichen Geschäftszusagen in Höhe von TEUR 643 gebildet. Zum 31.12.2023 ergibt die wirtschaftliche Lage der Antragsteller keinen Hinweis auf einen drohenden Ausfall bei Vertragsannahme. Die Berechnung der Rückstellung erfolgt daher mithilfe des statistisch ermittelten Wertberichtigungssatzes für Kundenforderungen, die nicht bzw. bis maximal 30 Tage fällig sind. Hierbei wird berücksichtigt, dass nicht 100% aller Anträge tatsächlich zu einem Vertragsabschluss führen. Auf eine Abzinsung von Rückstellungen mit einer Laufzeit unter einem Jahr oder einem Volumen unter EUR 1 Mio. wurde verzichtet. Für Rückstellungen mit einer Laufzeit über einem Jahr wurde eine Abzinsung vorgenommen. Davon sind Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Rückstellungen für Sterbegeld, Rückstellungen für latente Leasingrisiken, Rückstellungen für Full-Service-Risiken sowie für Restwertrisiken betroffen. Die Aufzinsung der im Vorjahr abgezinsten Rückstellungen erfolgt mit dem im Vorjahr verwendeten Abzinsungssatz. Erfolgswirksame Änderungen aus Auf- und Abzinsungen wurden im Vorjahr in dem sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen und werden ab dem Berichtsjahr im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Wert der Pensionsrückstellungen sowie der Verpflichtungen für Sterbegelder wurde durch versicherungsmathematische Gutachten nachgewiesen. Die Pensionszusage gegenüber einem Berechtigten ist durch eine Versicherung rückgedeckt. Der Rückdeckungsanspruch in Höhe von TEUR 106 (VJ TEUR 103) zum Bilanzstichtag ist betragsmindernd im Ausweis der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Entsprechend dem Vorjahr erfolgt die Ermittlung der Pensionsrückstellungen nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method). Den Bewertungen liegen als Rechnungsgrundlage die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Der siebenjährige Rechnungszins beträgt 1,75% (VJ 1,44%), der Rententrend für laufende Renten 2,45% (VJ 2,45%), der Rententrend der gesetzlichen Rente 2,00% (wie VJ) und der Gehaltstrend 3,00% (wie VJ). Der Unterschiedsbetrag gem. §253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 43.131 (VJ EUR 187.350). Die laufenden und latenten Steuern werden bei der Organträgerin ausgewiesen. Die Rückstellungen für Restwertrisiken werden auf Basis einer Gruppenbildung, die das Alter und die Laufleistung der Fahrzeuge berücksichtigt, ermittelt. Die Ermittlung bestehender Restwertrisiken erfolgt nach dem Vorgehen, welches als "Fleet Revaluation" bezeichnet wird. Bei der "Fleet Revaluation" werden für alle Fahrzeuge, für die die ALD LF das Restwertrisiko trägt, die Verkaufserlöse nach Vertragsende prognostiziert. Hierzu werden die Verkaufserlöse vergleichbarer Fahrzeuge der letzten 18 Monate herangezogen. Dabei werden die verkauften Fahrzeuge anhand ihrer Eigenschaften geclustert (Hersteller, Modell, Aufbau, Alter, Laufleistung, Treibstoffart, Motorleistung). Jedes zu bewertende Fahrzeug wird so einer mindestens 10 Fahrzeuge umfassenden Gruppe zugeordnet. Die Fahrzeuge dieser Gruppe wurden in den letzten 18 Monaten zu einem Mindestverkaufspreis von 5.000€ verkauft. Als Mittelwert dieser und unter Berücksichtigung eines hinterlegten Inflationsparameters, einer Lebenszyklus induzierten Abwertung sowie der erwarteten Verkaufskosten wird der erwartete Verkaufspreis ermittelt. Die prognostizierten Verkaufserlöse werden den kalkulierten Restwerten gegenübergestellt. Die negative Differenz zwischen prognostizierten Verkaufserlösen und kalkulierten Restwerten stellt das Restwertrisiko dar. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. Die Zusammensetzung der Leasingerträgen und Aufwendungen kann der 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung entnommen werden. Vereinnahmte Negativzinsen aus Passivgeschäften werden als Reduktion des Zinsaufwandes, geleistete Negativzinsen aus Aktivgeschäften als Minderung der Zinserträge erfasst. Zum Bilanzstichtag bestehen derivative Sicherungsinstrumente in Form von Zinstauschvereinbarungen (Zinsswaps), die zu Marktwerten berücksichtigt werden. Für die negativen Marktwerte der Swaps wurden Drohverlustrückstellungen gebildet. Im Zinsergebnis erfolgt ein Bruttoausweis der Ergebnisse aus den Zinsswaps. Im Berichtsjahr wurde wie im Vorjahr vom Wahlrecht nach § 254 HGB Gebrauch gemacht und für Zinssicherungsgeschäfte mit identischen Wertänderungsrisiken Bewertungseinheiten gebildet, mit der Absicht, diese bis zur Endfälligkeit der Geschäfte beizubehalten. Da sich die positiven und negativen Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument auf der Basis des abgesicherten Risikos vollständig ausgleichen, werden diese pro Vertrag über das Jahr saldiert und weder im Wertansatz des Grundgeschäfts bzw. des Sicherungsinstruments noch in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das Eigenkapital wird zum Nominalwert bilanziert. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen im Wesentlichen Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 72.582 (VJ TEUR 56.905). Von den Forderungen an Kreditinstitute sind innerhalb von drei Monaten TEUR 110.930 (VJ TEUR 114.314) und TEUR 0 (VJ TEUR 0) zwischen 4 und 12 Monaten fällig. Des Weiteren beinhaltet der Posten ein auf GBP laufendes Bankkonto mit einem Saldo zum Bilanzstichtag von EUR 4.602.727,12 (VJ EUR 0). 3.2 Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden betreffen mit TEUR 7.978 (VJ TEUR 7.655) Forderungen aus dem Leasinggeschäft und sind innerhalb der nächsten drei Monate nach dem Stichtag fällig. 3.3 Leasingvermögen Das Leasingvermögen in Höhe von TEUR 814.754 (VJ TEUR 925.279) entfällt zum Bilanzstichtag auf 47.975 Fahrzeuge. 3.4 Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Entwicklung des Anlagevermögens 2023 ist auf beigefügtem Blatt dargestellt. Der in den Sachanlagen enthaltene Gesamtbetrag der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt TEUR 1 (VJ TEUR 9). Entwicklung des Anlagevermögens 2023ALD Lease Finanz GmbH
3.5 Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen die Vorräte in Form von Leasingrückläufern in Höhe von TEUR 36.515 (VJ TEUR 32.313). 3.6 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist betreffen diverse bei der Societe Generale S.A. aufgenommene Kredite. Fristengliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gemäß § 9 RechKredV:
3.7 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen im Wesentlichen Kreditorische Debitoren. Fristengliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gemäß § 9 RechKredV:
3.8 Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 81.997 (VJ TEUR 63.641) und haben eine Fälligkeit von bis zu drei Monaten. Hierin sind Verbindlichkeiten gegenüber der SG Effekten GmbH in Höhe von TEUR 77.651 (VJ TEUR 59.309), der ALD Autoleasing und Dienstleistungs GmbH in Höhe von TEUR 2.368 (VJ TEUR 2.298), Verbindlichkeiten gegenüber der Societe Generale S.A. in Höhe von TEUR 1.911 (VJ TEUR 1.840), der ALD AutoLeasing D GmbH in Höhe von TEUR 67 (VJ TEUR 194) enthalten. 3.9 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Mietsonderzahlungen in Höhe von TEUR 26.996 (VJ TEUR 27.264), Upfront Payment in Höhe von TEUR 7.269 (VJ TEUR 0) sowie Subventionserlöse in Höhe von TEUR 1.239 (VJ TEUR 1.988). 3.10 Latente Steuern Die latenten Steuern werden bei der Organträgerin gezeigt. 3.11 Andere Rückstellungen Unter dem Bilanzposten Andere Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus SWAP-Geschäften in Höhe von TEUR 13.246 (VJ TEUR 14.354), Rückstellungen aus dem Leasinggeschäft (vor allem für Restwertrisiken und Full Service Risiken) in Höhe von TEUR 11.575 (VJ EUR 20.437), Bonusrückstellungen in Höhe von TEUR 3.026 (VJ EUR 3.798) sowie für Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 2.718 (VJ TEUR 3.035) ausgewiesen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Leasingerträge in Höhe von TEUR 517.550 (VJ TEUR 501.207) setzen sich im Wesentlichen aus Erlösen aus Fahrzeugverwertung und Endabrechnungen in Höhe von TEUR 303.535 (VJ TEUR 280.374), Erlösen aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von TEUR 190.674 (VJ TEUR 204.188) sowie aus Erlösen aus vereinbarten Services und Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 13.114 (VJ TEUR 16.391) zusammen. Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 277.029 (VJ TEUR 269.014) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fahrzeugverkäufe in Höhe von TEUR 263.251 (VJ TEUR 245.211) und entstandene Aufwendungen für Reparaturen, Kfz-Steuern, Versicherungen, Tank-Service sowie sonstige Betriebskosten für die vermieteten Fahrzeuge in Höhe von TEUR 13.388 (VJ TEUR 14.849). Die Zinserträge in Höhe von TEUR 39.324 (VJ TEUR 19.130) betreffen überwiegend Zinsen aus Swap-Geschäften. Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 66.686 (VJ TEUR 32.173) betreffen im Wesentlichen Zinsen aus Swap-Geschäften sowie Zinsen aus Refinanzierungsgeschäften mit verbundenen Unternehmen. Die Provisionserträge in Höhe von TEUR 61 (VJ TEUR 58) resultieren insbesondere aus Gebührenerlösen im Zahlungsverkehr. Die Provisionsaufwendungen des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Vermittlungsprovisionen an Händler in Höhe von TEUR 4.679 (VJ TEUR 5.120). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.355 (VJ TEUR 9.244) betreffen insbesondere die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.571 (VJ TEUR 1.508) sowie Erträge aus der Nutzung unserer digitalen Produkte in Höhe von TEUR 247 (VJ TEUR 257). Im Vorjahr waren Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung der Nedderfeld 95 Immobilien GmbH & Co. KG, Hamburg in Höhe von TEUR 6.896 enthalten. Im Gesamtposten enthalten sind Erträge mit Bezug zum Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 322 (VJ TEUR 369). Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 32.629 (VJ TEUR 33.880) enthalten insbesondere die Kosten für von verbundenen Unternehmen bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 21.716 (VJ TEUR 24.325). Die Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 151.907 (VJ TEUR 170.317) resultieren aus den Abschreibungen auf Leasingvermögen in Höhe von TEUR 151.420 (VJ TEUR 169.641) und Abschreibungen immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 487 (VJ TEUR 676). Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der SG Effekten GmbH werden insgesamt TEUR 77.789 (VJ TEUR 59.447) an diese abgeführt. Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden seit dem Beginn der Organschaft bei der Organträgerin ausgewiesen. Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 2.554 (VJ TEUR 30) resultieren im Wesentlichen aus den Jahren vor Beginn des Organverhältnisses. Diese resultieren aus Korrekturen einer Betriebsprüfung. 5. Wesentlicher Anteilsbesitz Der wesentliche Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB gliedert sich wie folgt
* Ergebnis vor Gewinnabführung TEUR 60.224
6. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet nach Maßgabe des § 133 UmwG gesamtschuldnerisch für Versorgungsverpflichtungen der ALD AutoLeasing D GmbH auf Grund des Betriebsrentengesetzes, die vor der Abspaltung zum 1. Januar 2005 begründet wurden. 7. Zinsbezogene, währungsbezogene, aktienbezogene Geschäfte und sonstige Geschäfte
Bei diesen Zins-Swaps wurden nach § 254 HGB Bewertungseinheiten gebildet. Es wurde die Einfrierungsmethode verwendet. Es bilden jeweils ein Payer-Swap und ein Reveiver-Swap eine Bewertungseinheit. Es werden hier Zins-Swaps mit identischen Wertänderungsrisiken gegenübergestellt, wodurch es möglich ist ein Grundgeschäft und ein Sicherungsgeschäft zu klassifizieren. Die Zins-Swaps haben eine voraussichtliche Laufzeit bis längstens September 2032. Dabei wurde ein Volumen von Mio. EUR 3.451 abgesichert. Für die Finanzinstrumente kam die Bewertungsmethode Discounted Cashflow zur Anwendung. Die Zinsabgrenzungen werden in der Bilanz unter Forderungen/Verbindlichkeiten sowie Forderungen/Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung unter sonstige Zinsen ausgewiesen. 8. Nachtragsbericht Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses ergaben sich insofern keine Ereignisse oder Entwicklungen von besonderer Bedeutung, die eine deutlich andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 erfordert hätten. 9. Sonstige Angaben Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen für die Räumlichkeiten in Hamburg in Höhe von TEUR 289 (VJ TEUR 569). Davon sind TEUR 289 innerhalb eines Jahres und TEUR 0 zwischen einem und fünf Jahren fällig. Der Mietvertrag mit der BDK Leasing und Service GmbH weist eine Restlaufzeit bis zum 30. September 2024 auf. Darüber hinaus besteht zum Bilanzstichtag eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von TEUR 292, aus einem Lizenzvertrag. Der Vertrag hat zum Bilanzstichtag eine Laufzeit von 1 Jahr und 8 Monaten. Aus der Zahlungsverpflichtung sind TEUR 175 innerhalb eines Jahres und TEUR 117 zwischen einem und fünf Jahren fällig. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird von der Gesellschaft selbst sowie von der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH und von der BDK Leasing und Service GmbH genutzt. Aufgrund der Ergebnisabführungsverträge mit der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH und der BDK Leasing und Service GmbH ist die Gesellschaft verpflichtet, etwaig entstehende Gewinne/Verluste zu übernehmen. Die ALD Lease Finanz GmbH ist wiederum durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der SG Effekten GmbH, Frankfurt, dazu verpflichtet ihre entstehenden Gewinne/Verluste abzuführen. 10. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden neben den Geschäftsführern 3 (im VJ 3) weitere Mitarbeiter beschäftigt. 11. Verwaltungsrat Mitglieder des Verwaltungsrats waren im Geschäftsjahr 2023
Der Verwaltungsrat erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung. 12. Geschäftsführung Martin Guse, Sprecher der Geschäftsführung, Geschäftsführer, gleichzeitig Geschäftsführer der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH und der BDK Leasing und Service GmbH. Matthias Sprank, Geschäftsführer Marktfolge, gleichzeitig Geschäftsführer der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH und der BDK Leasing und Service GmbH. In Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichten wir auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge. Für Pensionsverpflichtungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind TEUR 3.918 (VJ TEUR 3.706) (Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.961 (VJ TEUR 3.894) abzüglich Rückdeckungsansprüche) zurückgestellt. 13. Konzernverhältnisse Die ALD Lease Finanz GmbH ist seit 1.1.2017 Tochtergesellschaft der Societe Generale Effekten GmbH, Frankfurt am Main. Die Muttergesellschaft Societe Generale Effekten GmbH, Frankfurt am Main, ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Societe Generale Frankfurt, einer Zweigniederlassung der Societe Generale S.A., Paris. Aus diesem Grund wird sie voll in den übergeordneten Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der Societe Generale S.A., Paris, wird in Übereinstimmung mit den International Accounting Standards (IAS) und International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und bei der Geschäftsstelle des Handelsgerichts Paris (Greffe du Tribunal de Commerce de Paris) hinterlegt. Der Konzernabschluss 2023 der Societe Generale S.A., Paris, der Konzernlagebericht sowie der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers werden in englischer Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht. Aufgrund der Regelungen des § 290 HGB und des § 117 WpHG ist die Societe Generale Effekten GmbH, Frankfurt am Main, verpflichtet, einen Konzernabschluss und -lagebericht zum 31. Dezember 2023 aufzustellen. Der Konzernabschluss der Societe Generale Effekten GmbH, Frankfurt am Main, wird in Übereinstimmung mit den International Accounting Standards (IAS) und International Financial Reporting Standards (IFRS) und den zugehörigen Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC), die in der Europäischen Union im Geschäftsjahr 2023 verpflichtend anzuwenden sind, aufgestellt. Die nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) erforderlichen Angaben wurden im Konzernanhang vorgenommen. Der Konzernabschluss 2023 der Societe Generale Effekten GmbH, Frankfurt am Main, der Konzernlagebericht sowie der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers werden in deutscher Sprache im Unternehmensregister offengelegt. Damit ist die ALD Lease Finanz GmbH nach § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Die ALD Lease Finanz GmbH unterschreitet die Umsatzgrenze des Mindeststeuergesetz (MinStG) und fällt somit nicht in den Anwendungsbereich des MinStG. Die Offenlegung der Honorare des Abschlussprüfers erfolgt im Konzernabschluss der SG Effekten.
Hamburg, den 28. März 2024 Die Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ALD Lease Finanz GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ALD Lease Finanz GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALD Lease Finanz GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 31. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Matthias Rütten, Wirtschaftsprüfer Flemming Klappstein, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss 2023 der ALD Lease Finanz GmbH wurde am 28. Juni 2024 festgestellt. |
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