OMNIFLORA Blumen Center GmbH

Odenwaldstraße 9, 63263 Neu-Isenburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 9150
Eingetragen
19.4.1994
Branche
Großhandel mit Blumen und PflanzenEinzelhandel mit Blumen, Pflanzen, Sämereien und DüngemittelnGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
Der Import und Export sowie der Groß- und Einzelhandel von frischen Schnittblumen, Trockenblumen, Schnittgrün, Topfpflanzen, Agrarprodukten und artverwandten Produkten, ferner deren Transport und Transportvermittlung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Witschenbach
seit 20.11.2023
Prokura
Thomas Rohe
seit 20.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert200.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Finlays Horticulture Investemens LimitedGBR
100.00%
Flamingo Horticulture Investments LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Flamingo Horticulture Investments Limited
United Kingdom
613.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OMNIFLORA Blumen Center GmbH

Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftstätigkeit und Geschäftsmodell der Gesellschaft

OMNIFLORA Blumen Center GmbH, Neu-Isenburg (kurz: "OMNIFLORA"), ist ein Importunternehmen, dass auch für Fairtrade-zertifizierte Schnittblumen zertifiziert ist. Den Hauptumsatz erzielt die Gesellschaft mit Verkäufen an den organisierten Sortimentshandel in Deutschland und der Schweiz. Der Blumen-Fachhandel in Deutschland wird flächendeckend ebenfalls hauptsächlich mit Fairtrade zertifizierten Blumen versorgt.

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich rd. 77 Mitarbeiter/innen in den Bereichen Verarbeitung, Logistik, Einkauf und Verwaltung am Standort in Neu-Isenburg nahe dem Flughafen Frankfurt Rhein-Main. Hier wurde das Unternehmen auch 1994 gegründet und ist mittlerweile zu 100 % im Besitz der Flamingo Horticulture Investment Limited, London, Großbritannien.

Für die Steuerung des Unternehmens werden die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) sowie das Jahresergebnis als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Steuerungsrelevante nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestehen nicht.

II. Konjunktur- und Branchenentwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. (Quelle: Stat. BA Pressemitteilung Nr. 019/2024)

"Die Umsätze im Handel mit Blumen und Pflanzen sind nach einem stetigen Anstieg in den letzten Jahren im Jahr 2023 erneut auf einen Wert von rund 8,6 Milliarden Euro gesunken. Das sind etwa vier Prozent weniger als im Vorjahr."

(Quelle: ZVG Jahresbericht 2023 vom Januar 2024 Seite 16)

III. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Deutschland

Die Umsatzentwicklung in unserer Branche in Deutschland war im Jahr 2023 negativ. Auch OMNIFLORA litt unter dem allgemeinen Nachfragerückgang bei Blumen. Aber an einen Mitbewerber verlorene Regionen eines Hauptkunden konnten auch durch sehr erfreuliche Umsatzsteigerungen in anderen Bereichen zu einem großen Teil kompensiert werden.

Export

Die Umsatzentwicklung im Export verlief unter sich weiter erschwerenden Bedingungen erneut nicht zufriedenstellend.

1. Ertragslage

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) 12.374 11.805 569
Sonstige betriebliche Erträge 214 217 -3
Personalaufwand -4.882 -4.567 -315
Abschreibungen -105 -107 2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.532 -5.521 -11
Sonstige Steuern -12 -5 -7
Betriebsergebnis 2.057 1.822 235
Finanzergebnis 5 0 5
Ertragsteuern des Geschäftsjahres -569 -502 -67
Jahresergebnis 1.493 1.320 173

Der Rohertrag ist im Geschäftsjahr um TEUR 569 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Den gesunkenen Umsätzen steht ein überproportionaler Rückgang des Wareneinsatzes gegenüber, wobei das vorangegangene Geschäftsjahr (2022) umsatz- und ertragsseitig bereits ein zufriedenstellendes Jahr war.

Daneben kam es zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 3) und einer Steigerung im Personalbereich (TEUR 315) sowie gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 11). Im Bereich der Personalkosten ist die Erhöhung im Wesentlichen durch eine Steigerung im Bereich der externen Mitarbeiter (TEUR 159) und eine Rückstellung für Mitarbeiter Boni 2023 entstanden. Für 2022 gab es keine Boni. Der Jahresdurchschnitt an beschäftigten Mitarbeitern ist von rd. 83 im Vorjahr auf rd. 77 im laufenden Geschäftsjahr gesunken. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um TEUR 235 von TEUR 1.822 auf TEUR 2.057 im Geschäftsjahr 2023. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergibt sich aufgrund der beschriebenen Effekte ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.493 und somit eine Steigerung um TEUR 173 gegenüber dem Vorjahresergebnis.

2. Vermögenslage

31.12.2023
TEUR
% 31.12.2022
TEUR
Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 46 0,6 65
Sachanlagen 310 4,4 323
Langfristig gebundenes Vermögen 356 5,0 388
Vorräte 563 7,9 695
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.922 41,3 2.965
Sonstige Vermögensgegenstände 116 1,6 506
Flüssige Mittel 3.136 44,2 2.531
Kurzfristig gebundenes Vermögen 6.737 95,0 6.697
Vermögen insgesamt 7.093 100,0 7.085
Kapital
Gezeichnetes Kapital 614 8,7 614
Gewinnvortrag 2.336 32,9 2.016
Jahresüberschuss 1.493 21,0 1.320
Gewinnausschüttung -1.000 -14,1 -1.000
Eigenkapital 3.443 48,5 2.950
Steuerrückstellungen 0 0,0 42
Sonstige Rückstellungen 1.358 19,2 741
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.596 22,5 2.640
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 400 5,6 344
Sonstige Verbindlichkeiten 296 4,2 368
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 3.650 51,5 4.135
Kapital insgesamt 7.093 100,0 7.085

Das langfristig gebundene Vermögen der OMNIFLORA hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 32 verringert, das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich um TEUR 40 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das gesamte Vermögen der Gesellschaft ist im Berichtsjahr dementsprechend um TEUR 8 auf TEUR 7.093 gestiegen. Ausschlaggebend hierfür ist im Wesentlichen das Umlaufvermögen. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kam es einerseits aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse sowie andererseits stichtagsbedingt zu einem Rückgang um TEUR 43. Daneben erhöhten sich die Flüssigen Mittel um TEUR 605. Dem steht eine Reduzierung der Vorräte um TEUR -132 sowie der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 390 gegenüber. Die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände beruht hauptsächlich auf einer Reduzierung der aktivierten Steuerforderungen vom Einkommen und Ertrag, in Folge der Veranlagung von Vorjahressteuererstattungsansprüchen im Geschäftsjahr 2023. Zur Entwicklung der flüssigen Mittel verweisen wir auf den Abschnitt "Finanzlage".

Das Eigenkapital hat sich bedingt durch den Jahresüberschuss von TEUR 1.493 abzüglich der Gewinnausschüttungen von TEUR 1.000 insgesamt um TEUR 493 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist auf 48,5% gestiegen (Vorjahr: 41,6%).

Im Bereich des Fremdkapitals hat insgesamt eine Verminderung um TEUR 485 stattgefunden. Die Steuerrückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 42 gesunken aufgrund der Veranlagung für das Geschäftsjahr 2021.

Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 617 gestiegen. Verantwortlich dafür sind im Wesentlichen erhöhte Verpflichtungen aus Kundenboni, Prämienzahlungen und Rückstellungen für bis zur Aufstellung der Bilanz, fehlende Lieferantenrechnungen.

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.044) ist im Wesentlichem stichtagsbedingt sowie durch die gesunkenen Rohstoffkosten beeinflusst.

3. Finanzlage

Die nachfolgende Finanzierungsrechnung gibt Aufschluss über die Mittelherkunft und die Mittelverwendung im Geschäftsjahr 2023:

2023
TEUR
2023
TEUR
2022
TEUR
I. Operativer Bereich
Jahresüberschuss 1.493 1.320
Abschreibungen 105 107
Zwischensumme I 1.598 1.427
Veränderung der Vorräte 132 -15
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43 556
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen -988 215
Veränderung der kurz- und mittelfristigen Rückstellungen 575 -859
Zwischensumme II -238 -103
Veränderung der sonstigen Vermögensgegenstände 390 -462
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten -72 29
Zwischensumme III 318 -433
Cashflow aus dem operativen Bereich 1.678 891
II. Investitionsbereich
Investitionen in das Anlagevermögen -73 -176
Cashflow aus dem Investitionsbereich -73 -176
III. Finanzierungsbereich
Abgang liquide Mittel durch Ausschüttungen -1.000 -1.000
Veränderung der liquiden Mittel 605 -285

Aus dem Cashflow aus dem operativen Bereich (TEUR 1.678) konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr finanziert werden. Der abermals positive operative Cashflow ist insbesondere auf das Jahresergebnis zurückzuführen. Nach Investitionen in Anlagevermögen und den Ausschüttungen an den Gesellschafter ergibt sich eine Steigerung der liquiden Mittel um TEUR 605 auf TEUR 3.136.

4. Gesamtbeurteilung

Das Geschäftsjahr 2023 ist insgesamt zufriedenstellend verlaufen, obwohl die Umsätze gesunken sind, konnte das Betriebsergebnis und das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Die aufgestellte Planungsrechnung wurde entsprechend erreicht. Das Betriebs- und Jahresergebnis konnte trotz Umsatzrückgang aufgrund im Jahresverlauf gesunkener Beschaffungspreise, insbesondere für Verpackungsmaterialien, erreicht werden.

IV. Künftige Entwicklungen und Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Künftige Entwicklung

a) Voraussichtliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Der allgemein erwartete niedrige Anstieg oder sogar leichte Rückgang der Wirtschaftsentwicklung kann sich auch in unserem Bereich als potenziell konsumgefährdend auf den Branchenumsatz auswirken. Allerdings zeigen die Erfahrungen des Jahres 2023, dass OMNIFLORA für diese Herausforderungen gerüstet und strategisch gut positioniert ist.

b) Voraussichtliche Entwicklung im Beschaffungsbereich

Bei den Lieferkapazitäten sehen wir wegen zunehmend schwankenden Witterungsverläufen in Kenia und den Behinderungen des Seetransportes über den Suezkanal weiterhin Risiken für vereinzelte Engpässe im Geschäftsjahr 2024. Bei den Luftfrachtkapazitäten zu exportstarken Feiertagen hingegen scheint sich eine Entspannung zu festigen.

c) Voraussichtliche Entwicklung im Absatzbereich

Der Vertrieb von Blumen an den Lebensmitteleinzelhandel wird auch 2024 das Kernstück des Geschäftes darstellen. Hierbei nimmt die Nachfrage nach Blumensträußen zu, und der Bedarf an Rosen-Monobunden nimmt stetig ab. Die Umsatzrückgänge aus dem Monobundbereich werden branchenweit signifikant höher sein als die Zuwächse in anderen Bereichen. Für OMNIFLORA ergeben sich durch die Rückgewinnung der wichtigen Lieferregionen, die im Jahr 2023 verlorengegangen waren, positive Ausblicke.

d) Voraussichtliche Entwicklung im Investitions- und Finanzierungsbereich

Für das Jahr 2024 sind weitere Verbesserungen und Neuerungen unseres Warenwirtschaftssystems geplant. Auch werden die Produktionskapazitäten planvoll ausgebaut, technisch erneuert und optimiert.

2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 bestanden für die Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken. Für 2024 sehen wir potenzielle Abschwächungen der Nachfrage im LEH voraus, wenn eine mögliche Konjunkturabschwächung durch die krisenhaften Rahmenbedingungen eintreten sollte. Der Wegfall des Seeweges für unsere Beschaffung mit "Kontrollierte Atmosphäre Containern" durch die Bedrohung der Schifffahrt in der Region wird erhebliche negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis haben, deren Dimension von der Dauer der Störungen abhängt. Im "Worst Case" müssen wir mit einer Ergebnisminderung von bis EUR 1 Million im Geschäftsjahr 2024 rechnen. Damit sind aus heutiger Sicht für die Zukunft Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens aber nicht grundsätzlich gefährden. Signifikante Änderungen von Chancen und Risiken haben sich - wenn nachfolgend nicht explizit genannt - im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben.

a) Konjunktur- und Branchenrisiken

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 erwartet die Bundesregierung für dieses Jahr eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts. IWF und die EU-Kommission liegen mit ihren Prognosen noch erheblich unter diesen. Unsere vorhandene Konzentration auf große Handelsketten und der hohe Anteil an Fairtrade-Produkten bieten uns aber weiterhin eine stabile Basis, auch wenn sich gelegentlich Schwankungen ergeben sollten.

b) Absatzmarktrisiken

Der Anteil des Binnenabsatzes am Gesamtumsatz hat sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht. Wir sehen trotz der eher stagnierenden Wirtschaftslage keine Anzeichen für einen signifikanten Nachfragerückgang und erwarten eine verhalten gute Absatzlage für unsere Produkte. Dennoch entstehen zusätzliche Absatzrisiken. Obwohl die Konzentration auf eine geringe Zahl großer Kunden grundsätzlich ein Risiko darstellt, bewerten wir die darin liegenden Chancen höher als die Risiken.

c) Beschaffungsrisiken

Momentan sind uns außer den Luftfrachtentwicklungen keine akuten Beschaffungsrisiken bekannt. Der geplante Einstieg in den Seetransport muss zunächst verschoben werden. Die geopolitischen Gründe sind bekannt. Die Währungsentwicklung des Euro gegenüber dem USD ist in unsere Planungen eingeflossen.

d) Finanzwirtschaftliche Risiken und deren Absicherung

Finanzwirtschaftliche Risiken schätzen wir durch die hohe Eigenkapitalquote grundsätzlich als gering ein. Die Gesellschaft verfügt über ein hohes Bankguthaben. Aus unserer Sicht ist die Zahlungsfähigkeit hierdurch und durch die durchweg solide Bonität der Kunden gewährleistet.

Eine ausgedehnte Teilabsicherung der Währungsrisiken im Bereich Luftfrachtkosten für 2024 ist mittels Devisenterminkontrakten erfolgt und somit sind Währungskurse für einen großen Teil der Kosten bereits fixiert. Eventuell auftretende Negativeffekte auf das Jahresergebnis sollen zusätzlich durch flexiblere Beschaffungsstrategien und zusätzliche wertschöpfende Produktionsprozesse ausgeglichen werden.

e) COVID-19-Pandemie

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts sind die Auswirkungen durch die signifikante Abflachung der COVID-19-Pandemie deutlich geringer geworden.

f) Prognose

In der unternehmensinternen Planungsrechnung gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von Umsatzerlösen in Höhe von rd. TEUR 43.600, einem Betriebsergebnis von rd. TEUR 2.250 sowie einem Jahresergebnis von rd. TEUR 1.600 aus, welches voraussichtlich leicht über dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird. Bei diesen Planzahlen sind die zuvor beschriebenen, möglichen Auswirkungen aus der Bedrohung der Schifffahrt durch den möglicherweise andauernden Wegfall des Seeweges für unsere Beschaffung mit "Kontrollierte Atmosphäre Containern" nicht berücksichtigt.

 

Neu-Isenburg, 22. Februar 2024

gez. Jens Kramer, Geschäftsführer

gez. Thomas Rohe, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen 356.599,00 388
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 46.439,00 65
II. Sachanlagen 310.160,00 323
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.438,00 62
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.931,00 95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.791,00 166
B. Umlaufvermögen 6.736.761,18 6.697
I. Vorräte 563.512,60 695
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.037.582,83 3.471
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.135.665,75 2.531
SUMME AKTIVA 7.093.360,18 7.085

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital 3.442.323,94 2.950
I. Gezeichnetes Kapital 613.600,00 614
II. Bilanzgewinn 2.828.723,94 2.336
B. Rückstellungen 1.358.968,76 783
C. Verbindlichkeiten 2.292.067,48 3.352
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 400.438,36 344
SUMME PASSIVA 7.093.360,18 7.085

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 12.588.180,20 12.022
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 90.639,91 / i. Vj. TEUR 0
2. Personalaufwand 4.881.731,74 4.567
a) Löhne und Gehälter 4.185.268,07 3.842
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 696.463,67 725
- davon für Altersversorgung: EUR 4.845,68 / i. Vj. TEUR 5
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 104.896,95 107
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.532.162,15 5.521
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 5.512,74 / i. Vj. TEUR 205
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.189,00 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.407,59 0
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 568.768,00 502
8. Ergebnis nach Steuern 1.505.402,77 1.325
9. Sonstige Steuern 12.645,24 5
10. Jahresüberschuss 1.492.757,53 1.320
11. Gewinnausschüttungen -1.000.000,00 -1.000
12. Gewinnvortrag 2.335.966,41 2.016
13. Bilanzgewinn 2.828.723,94 2.336

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Neu-Isenburg und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter HRB 9150 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist bei Zugrundelegung der maßgeblichen Größenmerkmale als mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend der Nutzungsdauer (3-5 Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (3-16 Jahre) angesetzt. Die Abschreibung auf Neuanschaffungen des Geschäftsjahres erfolgte zeitanteilig, pro rata temporis.

Als Abschreibungsmethode kam ausschließlich die lineare Absetzung für Abnutzung zur Anwendung.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen waren nicht erforderlich. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von ca. 1 % ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Eigenkapitalposten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen beinhalten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sämtliche erkennbare Risiken und sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Zur Absicherung der in US-Dollar abgerechneten Frachtraten hat die Gesellschaft Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte entsprechen den voraussichtlich benötigten Dollarbeträgen zur Zahlung der Eingangsfrachten (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen). Beschaffungsgeschäft und Devisentermingeschäft sind geeignet, eine Bewertungseinheit zu bilden und sind als solche zusammengefasst. Somit unterliegen weder das Beschaffungsgeschäft noch das Devisentermingeschäft den Vorschriften über nicht realisierte Gewinne/Verluste. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Soweit die Voraussetzungen für Bewertungseinheiten mit den jeweiligen Grundgeschäften nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.

Grundlagen der Währungsumrechnungen

Auf fremde Währung lautende kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 294 (i. Vj. TEUR 261) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 106 (i. Vj. TEUR 83) aus empfangenen Dienstleistungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 106 (i. Vj. TEUR 83) auf die alleinige Gesellschafterin.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Art der gebildeten Bewertungseinheit: Portfolio-Hedge (Es werden die Risiken mehrerer gleichartiger Grundgeschäfte (künftige Frachtkosten in USD) durch mehrere Sicherungsinstrumente, d.h. Devisentermingeschäfte, abgesichert (m:n-Sicherungsbeziehung)).

Art des abgesicherten Risikos: Wertänderungsrisiko (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen (US-Dollar)).

In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete zukünftige Frachtkosten in USD denominiert einbezogen. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Für die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten zukünftigen Frachtkosten wurden jeweils für die Monate des Geschäftsjahres einzelne Devisenterminkontrakte abgeschlossen, deren Laufzeiten entsprechend der erwarteten Fälligkeit der Grundgeschäfte entsprechen.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf USD 4.100.000,00 bei negativen beizulegenden Zeitwerten von insgesamt GBP 71.982,11. Korrespondierend sind mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete zukünftige Frachtkosten in USD in Höhe von USD 4.100.000,00 abgesichert.

Die Wert- und Zahlungsstromänderungen der (künftigen) Grundgeschäfte (Kosten in USD) und die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen der Devisenterminkontrakte (Verkauf von EUR gegen USD) gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko (hier: Wechselkurs USD/EUR) ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Transaktionen in USD zum Fälligkeitszeitpunkt Terminkontrakte in USD zu einem festen USD-Kurs gegenüberstehen. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten zukünftigen Transaktionen werden (voraussichtlich) im Verlauf des gesamten Geschäftsjahres fällig. Dies gilt auch für die korrespondierenden Devisentermingeschäfte.

Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden - sofern wesentlich - imparitätisch aufwandswirksam durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen erfasst.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 337 enthalten. Die außergewöhnlichen Aufwendungen des Berichtsjahres betreffen in voller Höhe Aufwendungen zur Systemwiederherstellung nach einer Cyber-Attacke, welcher erfolgreich begegnet werden konnte.

6. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.426.

Diese verteilen sich wie folgt:

TEUR
- bis Ende 2024 493
- 2025 bis 2028 1.933
- größer 5 Jahre 0

Es bestehen daneben finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.835.

Diese verteilen sich wie folgt:

TEUR
- bis Ende 2024 450
- 2025 bis 2028 1.075
- größer 5 Jahre 310

Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 77 (im Vorjahr 83) Mitarbeiter beschäftigt. Bei den Mitarbeitern waren durchschnittlich 25 (im Vorjahr 25) Angestellte und durchschnittlich 52 (im Vorjahr 58) Arbeiter. Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der OMNIFLORA Blumen Center GmbH wird in den Konzernabschluss der Zara UK Topco Limited, London, Großbritannien, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis wird von der Sun Capital Partners, Inc., Boca Raton, USA, aufgestellt. Die Konzernabschlüsse sind bei den jeweiligen Gesellschaften erhältlich.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte bei den nachfolgend aufgeführten Herren:

- Jens Kramer, Hildesheim (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung)

- Thomas Rohe, Kelsterbach (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung) (seit dem 01.08.2023)

- William John Jordans Showalter, Beaconsfield/Großbritannien (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung) (bis zum 31.07.2023)

Herr Kramer ist einzelvertretungsberechtigt, die anderen Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer.

Unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabea HGB.

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.195,20 0,00 0,00 213.195,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 133.640,11 0,00 0,00 133.640,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 253.171,44 19.716,00 0,00 272.887,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 543.255,81 53.448,95 0,00 596.704,76
930.067,36 73.164,95 0,00 1.003.232,31
1.143.262,56 73.164,95 0,00 1.216.427,51
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.704,20 19.052,00 0,00 166.756,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.725,11 8.477,00 0,00 80.202,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 158.365,44 24.591,00 0,00 182.956,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 377.136,81 52.776,95 0,00 429.913,76
607.227,36 85.844,95 0,00 693.072,31
754.931,56 104.896,95 0,00 859.828,51
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.439,00 65.491,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.438,00 61.915,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.931,00 94.806,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.791,00 166.119,00
310.160,00 322.840,00
356.599,00 388.331,00

 

Neu-Isenburg, den 22. Februar 2024

gez. Jens Kramer, Geschäftsführer

gez. Thomas Rohe, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich nicht um den geprüften Jahresabschluss. Im Folgenden wird der Wortlaut des Bestätigungsvermerks aus dem Bericht über die Prüfung des vollständigen Jahresabschlusses wiedergegeben. Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Personenhandelsgesellschaften in Anspruch genommen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OMNIFLORA Blumen Center GmbH, Neu-Isenburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OMNIFLORA Blumen Center GmbH, Neu-Isenburg, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OMNIFLORA Blumen Center GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Alzey, den 23. Februar 2024

AZ-Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. P. Korn, Wirtschaftsprüfer

gez. S. Cerny, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. Februar 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 entstandene Bilanzgewinn in Höhe von € 2.828.723,94 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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